# Sinnlos

Author: eMaRDi
Tags: Depressing, Depression, GERMAN, German Language, Poem, Poetry

Finster erscheint die Macht des Waldes  
in der mondlos ruhigen Nacht  
keine Tiere, keine Laute  
ein einz'ges Wesen, das hier wacht.  
  
Langsam schweifen meine Augen  
wollten doch ein Leben sehn',  
doch es bleibt hier still und leise,  
als die Stunden still hinziehn'  
  
Manche Liebe brennt wie Feuer,  
in der schwarz befellten Brust,  
jene Seel' verkauft' ich teuer,  
für die Liebe? Für die Lust?  
  
Sehe Freunde, die sich lieben,  
Doch die Falschen liebe ich.  
Somit renn ich durch das Dunkele,  
und der Mut lässt mich im Stich.  
  
Jene Seele zeichnet Narben,  
blutet lange nimmer mehr,  
denke ich und lerne bessres,  
Leid ist um mich, wie ein Meer  
  
Wollte lieben, lernte hassen,  
lernte Glück und lernte Pein  
Leben leben, Leben lassen,  
Jene Worte: Sein ist Schein.  
  
Die mich lieben, kann nicht lieben,  
dich ich liebe, sie mich nicht,  
Seltsam Schicksal, seltsam Lehre,  
stetger' Dolch, der in mich sticht.  
  
Werde wohl mein Herz verschließen,  
besser wird's für alle sein,  
Denn der Fluß muß weiterfließen,  
wie das Blute, rot wie Wein.

&nbsp; So streicht denn jene letzte Träne  
über mein erkalt' Gesicht  
schwindet im Felle, nah' dem Herzen  
Wie der Mut, wie dies Gedicht.

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