{"sf1_id":642308,"sf2_id":null,"title":"Kapitel 1: Nächtlicher Besuch","author":"Adam LaZiou","words":1667,"posted_at":"2014-01-03T11:31:00.000Z","tags":["Adventure","Cat","German Language","Love","Transformation"],"url":"https://fse.anthro.fr/stories/642308-kapitel-1-nachtlicher-besuch","original_url":"https://sofurry.com/view/642308","image_url":"https://www.sofurryfiles.com/std/thumb?page=642308\u0026ext=.jpg","description":"","content":"KAPITEL 1Zahllose Regentropfen schlugen an\nAdrian Fishers Fenster, wo sie sich sofort mit anderen Tropfen verbanden und\nherunterliefen. Der Mond beleuchtete sie, was sie wie Milchtropfen aussehen\nließ.  Der Himmel war wolkenbedeckt, und\ndie Straßenlaternen draußen tauchten den Ahornweg in ein gelbes Licht. Normal\nfür Mitte Oktober. Der Halbmond warf weiße Lichtstrahlen in Adrians Zimmer, wo\nsie auf die Katzenposter trafen, die überall an den Wänden hingen.  Diese Poster waren das wohl\nauffälligste in dem sonst recht normalen Zimmer. Adrian hatte sie alle selbst\ngezeichnet. Doch noch seltsamer war, jedenfalls für einen normalen Betrachter,\ndas Aussehen der Katzen. Sie hatten zwar einen normalen Katzenkopf, einen\nSchwanz und Pfoten, aber einen menschlichen Körperbau.  Es waren Furrys. Adrian liebte diese\nvermenschlichten Tiere über alles, und hatte sein ganzes Zimmer mit Bildern\nvollgepflastert. Bildern von Geparden, Leoparden und Katzen. Katzen aller Art\nund Fellzeichnung.  Adrian selbst schlief momentan tief\nund fest. Er war für einen 16-Jährigen eigentlich recht normal. Groß, schlank,\nbraunhaarig. In der Schule war er recht beliebt. Seine Noten waren akzeptabel.\nUnd momentan schlief er.Und erwachte. Zum einen von dem\nRegen, der ans Fenster prasselte, und zum anderen von einem Klopfen an der\nHaustür. Was äußerst seltsam war.  Nicht der Regen, sondern das\nKlopfen. Nicht nur, dass es schnell und durchdringend wie ein Maschinengewehr\nwar, außerdem war es laut Adrians Uhr an der Wand 01.45 nachts.  Adrian drehte sich auf die andere\nSeite und hoffte, dass es von selbst verschwinden würde. Hoffentlich war es nur\nein Traum und nicht echt. Hoffentlich... Doch es hörte nicht auf. Fluchend\nkämpfte Adrian sich aus dem Bett, schlüpfte in seine Hausschuhe und tappte im\nPyjama die Treppe hinunter. Seine Eltern waren im Urlaub, die konnte er schon\nmal nicht aufwecken. Unten sah er zur Haustür. Draußen stand etwas, was aussah wie\nein Mensch, ungefähr so groß wie er. Paul war etwas nervös. Was, wenn es ein\nGangster war? „Verdammt\" murmelte Adrian, öffnete - und schreckte zurück. Die\nGestalt draußen trug einen dunkelblauen Mantel mit Kapuze, die ihr komplettes\nGesicht im Schatten hielt.  „Bist du Adrian Fisher?\" fragte sie,\nmit einer Stimme, die er einem Mädchen in seinem Alter zugeordnet hätte. „Äh,\nja, wieso?\" stotterte Adrian. Was wollte diese Frau hier? Um diese Uhrzeit? Er\nhatte keine Ahnung. Ohne auf eine Einladung zu warten,\ntrat das Mädchen ein. Ihr Mantel war vom Regen klatschnass und Wasser tropfte\nauf den Boden.  „Kann ich mit dir irgendwo hier drin\nreden? Ungestört, meine ich?\" Adrian, immer noch völlig perplex,\nöffnete die Küchentür. „Hier, in der Küche.\"  Das Mädchen betrat die Küche. Sie\nließ sich auf einen Stuhl fallen und bat Adrian, sich ihr gegenüberzusetzen, was\ner auch tat. Dann zog sie etwas aus ihrem dunkelblauen Ärmel.  Dem Jungen stockte der Atem. Ihre Hand -\nsie war fellbedeckt, mit weißen und braunen Haaren, und aus den Fingern ragten\nschwarze Krallen hervor. Adrian konnte nicht anders, als die Katzenpfote\nanzustarren. In seinem Kopf begann sich alles zu drehen. Konnte das - nein,\nkonnte es nicht.  Das Ding, dass das Mädchen - oder\nwas es auch immer war - hervorgeholt hatte, war eine kleine, gläserne Flasche.\nDie Flüssigkeit darin war lila und etwas dickflüssig, wie Duschgel. Dann warf\nsie, was Adrian die Luft einziehen ließ, mit einer einzigen flüssigen\nKopfbewegung ihre Filzkapuze zurück.Seine Augen wurden groß. Er konnte\nes nicht fassen. Er hatte mit seiner Vermutung tatsächlich recht gehabt. Dieses\nMädchen war ein Furry. Ein Hybridwesen aus Mensch und Tier. Sie hatte einen\nKatzenkopf, Schnurrhaare und Augen mit katzentypischen Schlitzpupillen. Fell\nbedeckte ihn. Schönes, weiches, beigefarbenes Fell, und an den Ohren waren\ndunklere Streifen. Das Katzenmädchen stand nun vom\nStuhl auf, wobei sie zugleich ihren Mantel abstreifte. Darunter kam ein\nebenfalls fellbedeckter Körper zum Vorschein, der die gleiche Farbe wie ihr\nGesicht hatte. Die Kleine war zierlich und ungefähr einen halben Kopf kleiner als er. Sie war mit etwas bekleidet, das aussah wie eine Art Body. Nur etwas primitiver gefertigt. Adrian starrte für einen Moment auf ihre Oberweite, sah jedoch schnell wieder weg. Sie ging auf den völlig perplexen\nJungen zu, und legte ihm mit den Worten „Ich brauche deine Hilfe\" beide Hände,\nnein, eher beide Pfoten, auf die Schultern. Adrian wich etwas zurück, doch stieß\ngleichzeitig mit dem Rücken gegen die Küchenwand. „Warum hast du Angst vor mir?\"\nfragte sie, von Adrians Reaktion anscheinend leicht erschreckt, und nahm beide\nPfoten von Paul.„Weil... Weil... äh...\" Er wusste\nes um ehrlich zu sein selbst nicht, doch anscheinend fürchtete er sich wirklich\nvor dem Furry.Ihm wurde klar, dass er sich\nlächerlich aufführte. Angst vor einer Katze! Also wirklich! Anderseits... hatte\ndie Kleine nicht ein Fläschchen im Ärmel gehabt? Was war da wohl drin war...„Wie heißt du eigentlich?\" sagte er\nstattdessen zu ihr. Das Katzenmädchen, welches sich gerade wieder auf einen der\nStühle gesetzt hatte, sah zu ihm hoch. „Kaylin\" antwortete sie. Dann begann\nsie, mit dem Fläschchen herumzuspielen. Sie schien auf eine Reaktion von Adrian\nzu warten.Dieser zeigte auf das kleine\nGlasgefäß und fragte interessiert: „ Was ist eigentlich da drin?\" „Ein Trank, der deine Gene\nverändert. Sobald du ihn trinkst, verwandelst du dich in einen Katzenmenschen.\"\nantwortete die Katze, ging auf den Jungen zu und drückte ihm das Mittel in die Hand.\nIhr Fell war ziemlich flauschig. „Trink ihn, bitte\" sagte sie. Ihre Stimme begann auf einmal zu zittern. „Du musst mir helfen!\" Nun begann sie zu weinen,\nund zwischen Schluchzern stieß sie hervor: „Ich will doch nur mein Volk\nwiedersehen!\" Dieser Satz brachte Adrian nun doch\naus der Fassung. Er hatte Mitleid mit Kaylin, und da sie nun weinend vor ihm\nstand, machte es nicht besser. „Shhht\" machte er, und nahm sie in\ndie Arme. Willenlos ließ sie es mit sich geschehen.Ihre aufgesetzte Kälte, die sie beim\nEintreten gezeigt hatte, war nun völlig verschwunden. Tränennasses Fell\nstreifte seine Wange und er verspürte ein Bedürfnis, sie zu trösten. „Wieso bist du ausgerechnet zu mir\ngekommen?\" fragte Adrian und löste sich aus der Umarmung. Kaylin schniefte. „Weil\ndu der einzige Mensch hier in der Gegend bist, der Furries zu kennen scheint!\nUnd außerdem hätten mir Erwachsene nicht geglaubt!\"  Das leuchtete ein. Adrian beobachtete sie, die sich wieder auf den Stuhl fallen ließ und sich die restlichen Tränen\nwegwischte. „Kann ich auf dich zählen?\" fragte sie und sah ihn mit großen\nAugen an. Dieser überlegte.  Eine Erinnerung blitzte in seinem\nKopf auf. Er sah sich selbst, vierzehn Jahre alt. Damals hatte er einmal\ngeträumt, ein Furry zu sein. Als er aufgewacht und gemerkt hatte, dass es nicht\necht gewesen war, hätte er fast zu heulen begonnen. Und jetzt hatte er die\nChance, diesen Traum Realität werden zu lassen! Adrian atmete tief durch, streckte die\nHand nach der Flasche aus und sagte: „OK, ich mach's.\" Kaylin quietschte vor\nFreude und fiel ihm um den Hals. „Danke\" flüsterte sie. Der Junge\nschraubte das Fläschchen auf und trank sie mit einem Zug aus.Sofort merkte er, dass sich in\nseinem Körper etwas veränderte. Knochen verschwanden oder kamen hinzu. Das\nerste, was sich bemerkbar machte, war, das ihm Fell auf dem ganzen Körper zu\nwachsen schien. Adrian rannte sofort ins Bad nach oben und riss sich seine\nKleidung vom Leib, um seine Verwandlung besser sehen zu können. Mittlerweile bedeckten beigefarbene\nHaare sein Gesicht, seine Brust, und schließlich seinen ganzen Körper. Außerdem\nsah er im Spiegel, dass sein Oberkörper und seine Arme viel muskulöser geworden\nwaren als vorher.  Adrians Gesicht veränderte und\nstreckte sich. Er beobachte, wie seine Augenfarbe von braun zu grün wechselte\nund seine Pupillen sich nach oben in die Länge zogen. Seine Ohren wanderten am\nKopf nach oben und veränderten ihre Form. Sein Mund und seine Nase schienen\nsich zu verbinden, während sein Kopf immer katzenartigere Züge bekam.  Nach ca. zwei Minuten war die\nTransformation vollendet, und Adrian starrte mit einer Mischung aus Ungläubigkeit\nund Freude in dein Spiegel. Er war ein Furry. Ein Katzenmensch. Und er sah\nverdammt gut aus. Grinsend betrachtete er seine Pfoten, drehte probeweise\nseine Ohren und befühlte seinen Schwanz.  Adrian ging in sein Zimmer und zog\nsich eine dunkle Jeans und ein weißes T-Shirt über. Auf dem Weg nach unten zog\ner sich seine Sandalen an, die an der Treppe standen. Als er die Küche betrat,\nsprang Kaylin auf, als sie ihn sah. Sie kam auf in zu und rief\n„Ja!\"  Eine Stunde später verließen die\nbeiden Furrys gegen zwei Uhr Adrians Haus. Sie hatten alles ausführlich\nbesprochen, und Kaylin hatte ihm nahezu alles über ihr Volk erzählt. Ihr Dorf\nlag, ihrer Beschreibung nach, in einer Steppengegend der Mongolei, ungefähr\n1000 Kilometer vom Uralgebirge entfernt. Sie lebten vom Ackerbau, außerdem\nbetrieben sie Viehzucht. Sie kannten die Menschen ziemlich gut, und wussten\nsehr viel über ihre Technologie und Lebensweise.  Adrian hatte Klamotten für eine Woche\nin seinen Rucksack gepackt, außerdem hatte er an einer Automatenfiliale über 2000€\nvom Konto seiner Eltern abgehoben, und ihnen einen Entschuldigungsbrief\ndagelassen, in dem er ihnen alles erklärte. Im Internet hatte er Bahn- und\nFlugzeugverbindungen gecheckt und herausgefunden, dass der billigste Weg in die\nMongolei folgender war: 1.     \nMit der Bahn von Jena nach Berlin,\nvon mit der transsibirischen Eisenbahn nach Russland2.     \nMit einem (gemieteten) Vehikel das\nUralgebirge passieren und von da nur noch weiterfahren, bis sie Kaylins Dorf\nerreichten.Also waren Kaylin und Adrian nun mit\neinem Taxi auf dem Weg zum Bahnhof von Jena. Der Taxifahrer hatte sie zuerst\naus Angst vor ihnen nicht mitnehmen wollen, doch sich schließlich überreden\nlassen, sie gegen einen geringen Aufpreis zu fahren.Die\nbeiden neuen Freunde stiegen aus. Kaylin drückte dem Taxifahrer mit den Worten\n„Behalten sie den Rest\" in die Hand. Dieser raste gleich darauf davon, als wäre\nder Teufel hinter ihm her.Zusammen\nmit Adrian studierte sie den Fahrplan. Der nächste Zug nach Berlin fuhr in einer\nguten Dreiviertelstunde. „Verdammt\" murmelte sie, „Das dauert ja noch lange\" Adrian zeigte auf eine kleine Kaffeebar ihm Bahnhofsgebäude. „Wie wär's,\nwenn wir uns zum Warten da rein setzen?\"Kurz darauf saßen die beiden in einem winzigen Coffeeshop und diskutierten über\nihre Reise. Kaylin hatte etwas Respekt vor den Zügen, denn obwohl sie viel über\ndie Menschen wusste - Bahn gefahren war sie noch nie. Adrian konnte sie\nverstehen. Vor seiner ersten Zugfahrt hatte er sich genauso angestellt.","next":"https://fse.anthro.fr/stories/736029-kapitel-2-die-erste-etappe.json"}