{"sf1_id":661154,"sf2_id":null,"title":"Wolfsblut - Extra 1 Kapitel 1: Kampf der Elemente","author":"silverstripe","words":2886,"posted_at":"2014-02-02T17:34:00.000Z","tags":["Fantasy","Fox","German Language","Story Series","Violence","Wolf","fight"],"url":"https://fse.anthro.fr/stories/661154-wolfsblut-extra-1-kapitel-1-kampf-der-elemente","original_url":"https://sofurry.com/view/661154","image_url":"https://www.sofurryfiles.com/std/thumb?page=661154\u0026ext=.jpg","description":"","content":"Ich arbeite nun endlich wieder an Wolfsblut weiter und dachte mir, dass ich mit einer kleineren Geschichte anfange, die sich lange vor Leo und Canjy abgespielt hat. Vielleicht werden damit einige noch offene Fragen beantwortet.Kritik ist wie immer gern gesehen,gruß, Silver____________________________________\nExtra\n1: Schlacht\nKapitel\n01: Kampf der Elemente\n\n„Xyen,\nich bitte Euch hiermit auf freundliche Weise. Lasst uns nach Xornia.\"\nDer\nKojote blickte auf den Stein und spielte nervös an dem Saum seines\nUmhangs herum. „Warum sollte ich das tun?\"\n„Das\nhabe ich bereits erklärt. In Hegen herrschen extreme\nKlimaverhältnisse. Es gibt kaum Nahrung und Wasser für uns. Unsere\nRasse wird aussterben, wenn Ihr uns nicht helft.\"\n„Dhalyr.\nEs ist jeder Rasse bestimmt, in ihrer eigenen Welt klar zu kommen.\nRassen werden nicht einfach umgesiedelt.\"\nXyen\nlegte seine Hand auf den Stein und brach den Kontakt ab. Er atmete\ntief ein und ließ den Stein wieder los. Er wusste, dass seine letzte\nAussage eine Lüge gewesen war und musste an seine Lehrmeisterin\ndenken. Xya war eine starke Hüterin gewesen, die auch mitfühlend\nwar. Sie ließ die Federwölfe nach Feather umsiedeln, damit sie sich\neine eigene Welt aufbauen würden.\n„Aber\ndas hier ist etwas anderes. Dieser Dhalyr ist kein friedlicher\nFederwolf. Er wird versuchen, mich zu stürzen.\"\nXyen\nging in seinem Zimmer auf und ab, rieb sich die Stirn und warf dann\nwieder einen Blick auf den Xyonit. „Xya. Was würdest du jetzt tun?\nDu fehlst mir. Ich schaffe das alles nicht.\"\nDer\nKojote ging in die Knie und ließ den Kopf senken. „Dhalyr wird\nseine Truppen sicher hierher schicken. Ich habe keine Chance.\"\nEr\nsah wieder auf und fand sich in einem Augenpaar wieder. Einen\nAugenblick lang sah er in den großen Spiegel und beobachtete das\nflüssige Silber in seinen Augen ehe er wieder aufstand und fest\nsagte: „Ich werde mich nicht geschlagen geben. Ich rufe den\nKrisenstand aus. Es müssen mehr Krieger und Magier ausgebildet\nwerden, die unser Land beschützen!\"\nDer\njunge Wolf gab den Tiger seine Anmeldung und verneigte sich\nrespektvoll.\n„Night\nShayne, also? Grundausbildung in Magie. Ein Magier aus dieser Region?\nIst recht selten.\"\nDer\nTiger kratzte sich am Hinterkopf und steckte die Papiere weg.\n„Willkommen im Team.\"\nMit\nskeptischem Blick sah Shayne über die Lichtung. Eine beachtliche\nAnzahl an Zelten waren aufgeschlagen und etwa zwei Dutzend Personen\nhatten sich bereits versammelt. Shayne wusste noch nicht, was er\ndavon halten sollte und was ihn erwartete. Er hatte sich zu diesem\nTrainingscamp angemeldet, um seine Fähigkeiten wieder aufzufrischen\nund Neues dazuzulernen. Schließlich war es wichtig, in diesem\nKrisenstand immer bereit für eine Schlacht zu sein.\nDer\nWolf gesellte sich zu einer Gruppe um das Lagerfeuer, welches dürftig\nvor sich hinkokelte.\nEr\ngab seinem Nachbarn die Hand und stellte sich vor. „Shayne Night.\nNett euch kennenzulernen.\"\n„Ah,\nnoch ein Neuer. Ich bin Lance und der einzige Magier aus unserer\nTruppe. Die anderen sind Krieger und Schwertkämpfer.\"\nShayne\nbeäugte den Fuchs mit dem ernsten Blick argwöhnisch. „Mit mir\nhabt ihr einen Magier mehr.\"\nLance\nblickte einen Moment perplex zu dem Wolf, doch dann grinste er und\nsagte: „Freut mich. Endlich einen Konkurrenten. Lust auf eine\nkleine Kostprobe?\"\nEr\nstand auf deutete auf die freie Fläche hinter sich.\nShayne\nwusste nicht recht, was er sagen sollte, doch er wollte vor den\nanderen Gruppenmitgliedern nicht wie ein Schwächling wirken. „Ich\nbin zwar etwas aus der Übung aber zu einem kleinen Training sage ich\nnicht nein.\"\nJemand\nstupste Shayne mit dem Ellenbogen in die Seite und flüstere: „Lass\nes lieber sein. Lance ist einer der besten Magier aus der Region.\"\nShayne\nsah zu dem Fuchs, der ihn von der Idee abbringen wollte und\nschüttelte den Kopf. „Aber er hat noch nicht gegen mich gekämpft.\"\n„Tja,\ndein Pech.\"\n„Halt\ndie Klappe kleiner Bruder\", unterbrach Lance das Gespräch.\nShaynes\nBlick wechselte zwischen den beiden Brüdern hin und her, doch dann\nraffte auch er sich auf und sagte: „Lass uns endlich anfangen.\"\n„Darauf\nhab ich gewartet. Die meisten von diesen Schwächlingen dort haben\nbisher vermutlich noch nie wirklich Funken sprühen sehen.\"\nShayne\nging ein paar Schritte auf die Grasfläche. Einige Meter von ihm\nentfernt stand Lance. Der Wolf fokussierte den Fuchs und wartete auf\neine Regung seinerseits.\nLance\nzog das Band, welches sein Oberteil festhielt und ließ es im Wind\ndavonfliegen. Zum Vorschein kam der durchtrainierte Oberkörper eines\nschlanken Fuchses, doch Shayne ließ sich davon nicht beeindrucken.\nEr musste niemandem etwas beweisen und schon gar nicht mit Muskeln\nprotzen. Er wusste, dass er mit seinem Verstand mehr erreichen\nkonnte.\nLance\nließ einen Schrei erhallen und stieß seine Faust vor. Ein Feuerball\nschoss auf den Wolf zu.\nShayne\nzuckte mit den Augenbrauen und wich zur Seite. Weitere Feuerbälle\nfolgen dem ersten und stellten die Beweglichkeit des Wolfes auf die\nProbe.\n„Ein\nFeuermagier also. Es sieht nicht so aus, als hätte er mehr drauf,\nals ein paar ungezielte Flammen um sich zu werfen\", dachte sich\nShayne und tat einen Satz nach hinten.\nErneut\nstieß Lance abwechselnd seine Fäuste in die Luft und ließ eine\nSalve aus Feuerbällen auf den Wolf hageln.\nShayne\nblieb ruhig und ließ das Feuer näher kommen. Er atmete tief ein und\nfokussierte das Feuer. Er sprang und machte einen Tritt. Der Spur\nseines Fußes folgte ein Lichtstrahl, in dem das Feuer verpuffte.\nShayne landete wieder auf dem Boden, während die Funken um ihn herum\nverglommen.\n„Licht?!\nDa hast du dir ja wirklich ein tolles Element ausgesucht. Aber es gab\nnoch niemanden, der wirklich gut darin war, mit diesem Element\numzugehen.\"\nShayne\nhörte nicht auf Lances Spott. Immer wieder wurde ihm gesagt, dass\nein anderes Element simpler zu beherrschen wäre, doch davon wollte\nShayne nie etwas hören. Er wollte der erste sein, der ein\ngroßartiger Lichtkrieger war und nicht bloß Höhlen erleuchten\nkonnte.\nLance\nrannte los und erzeugte einen Feuerring um sich herum.\nShayne\nhob einen Arm und deutete mit Zeige und Mittelfinger auf den Fuchs.\nEin dünner Strahl schoss aus seinen Fingerspitzen und traf Lance ins\nGesicht. Der Fuchs taumelte und das Feuer um ihn herum verschwand. Er\nverlor das Gleichgewicht und landete auf dem Hosenboden. Wütend rieb\ner sich das Gesicht und versuchte seinen Blick wieder zu schärfen.\nNun\nwar es Shayne, der einen Angriff startete. Er rannte los und noch\nbevor Lance wieder Stand fand, zog er ihm die Beine weg. Shayne\nwollte zu einem weiteren Schlag ausholen, doch noch im Fall schoss\nLance einen Feuerball.\nShayne\nsprang nach hinten, um kein Feuer ins Gesicht zu bekommen und blickte\nzu dem Fuchs, der sich auf dem Boden fing und eine Feuerwelle auf den\nWolf schoss.\nIm\nletzte Augenblick hob Shayne die Arme und errichtete einen Lichtwall,\nder das Feuer abblockte, doch der Wolf wurde zurückgedrängt.\nLance\nsprang wieder auf die Beine und ließ einen Sturm aus Feuerbällen\nauf den Wolf los. Das Schutzschild brach und Shayne wurde getroffen.\nEr wankte zurück und versuchte die einzelnen Schüsse abzuwehren,\ndoch dann stolperte er und fiel. Shayne sah auf und bemerkte die\nvielen Feuerbälle, die auf ihn zuflogen. Er hatte nicht mehr genug\nZeit, um wieder auf die Beine zu kommen. Mit einem Aufschrei hielt er\ndie Arme schützend vor sich, doch noch bevor das Feuer ihn traf,\nkrachte es laut und Shayne wurde von einer Druckwelle\nzurückgeschleudert.\nNachdem\nsich der Rauch verzogen hatte blickte Lance in die Richtung, aus der\nder Knall kam, der seinen Angriff gestoppt hatte.\n„Hey,\nwas soll das?!\", brüllte er, als er die Silhouette erkannte, die\nlangsam im Rauch sichtbar war.\nAufgrund\nder längeren Schnauze und dem Schweif ging Lance davon aus, dass es\nebenfalls ein Wolf sein musste. Der gestreckte Arm war auf die\nFlugbahn der Feuerbälle gerichtet, doch dann senkte der Wolf den Arm\nund sah zu dem Fuchs.\n„Was\nmischt du dich einfach in unseren Kampf ein?\"\nDer\nWolf trug ein Kopftuch und eine Augenbinde, sodass Lance keine Regung\nerkannte, doch dann zeigte sich ein Grinsen auf dem Gesicht.\n„Wie\ndu willst, dann bist eben du jetzt mein Kampfpartner. Offenbar gibt\nes mehr Magier in der Gegend, als ich erwartet hätte.\"\nEr\nstieß die Fäuste vor, während der Wolf die Arme empor streckte. Um\ndie Fingerspitzen bildeten sich Blitze, die mit einem Aufschrei\nentladen wurden. Der Strahl aus Blitzen flog auf die Feuerbälle los\nund zerfetzte sie in der Luft. Lance wollte sich schützen, indem er\neinen Feuerwall errichtete, doch die Blitze waren schneller und\ntrafen ihn. Er wurde zurückgeschleudert und landete unsanft auf dem\nRücken.\nWütend\nsprang der Fuchs auf und bemerkte, dass der Wolf nun direkt vor ihm\nstand.\n„Er\nist schnell\", keuchte er und bildete mit einer Hand eine\nFeuerkugel. Der Wolf schlug den Arm weg, sodass das Feuer erlosch und\ntrat zeitgleich mit dem Fuß gegen die Brust des Fuchses. Lance\nwankte zurück und versuchte sein Gleichgewicht zurückzuerlangen,\ndoch der Wolf stieß ihn mit dem Zeigefinger auf die Stirn, sodass er\nauf den Hosenboden fiel.\n„Ich\nhabe gewonnen\", flüsterte der Fremde und kehrte dem Fuchs den\nRücken zu.\nWutentbrannt\nsprang Lance auf und rief: „Es ist kein Sieg. Du bist nur deinem\nFreund zuhilfe gekommen. Bei einem Kampf unter richtigen Männern,\neins gegen eins, hättest du verloren.\"\nDer\nWolf blieb stehen, drehte sich jedoch nicht um. „Du würdest dich\nhöchstens selbst blamieren.\"\nLance\nging dem Fremden hinterher und sagte mit ernster Stimme: „Du hast\nangst, weil du weißt, dass du deine Blitze nur begrenzt nutzen\nkannst. Du hast einfach nicht die Eier, um dich wirklich gegen mich\nzu duellieren.\"\n„Du\nhast recht\", sagte der Wolf und drehte sich zu dem Fuchs um, der\ndie Augenbrauen hochzog.\n„Ich\nhabe wirklich nicht die Eier.\"\nDer\nWolf zog das Kopftuch und die Augenbinde ab. Zum Vorschein kamen die\nlangen blonde Haare und das grinsende Gesicht einer jungen Wölfin.\n„Du...\ndu bist ein... eine...\"\nDie\nWölfin seufzte. „Idiot.\"\nSie\nsah zu Shayne, der sich wieder der Gruppe näherte.\n„Alles\nklar soweit? Ich hoffe, die Funken haben dein Fell nicht zu sehr\nverbrannt, Süßer.\"\nShaynes\nWangen wurden rot und er knurrte: „Was hast du überhaupt hier zu\nsuchen, Leila?\"\n„Wonach\nsieht es aus? Ich bin nicht deine Hausfrau. Auch ich habe eine\nAusbildung hinter mir und möchte mich weiterbilden.\"\nSie\nstemmte ihre Faust in ihre Hüfte, doch Shayne sah sie vorwurfsvoll\nan.\n„Und\nwas ist mit Lüne?\"\n„Der\nist bei meinen Eltern. Mach dir keine Sorgen, ihm geht's gut.\"\nPlötzlich\nertönte das Rufen des Tigers: „Alle um mein Zelt zusammentreffen!\nJetzt werden die Gruppen eingeteilt!\"\nShayne\nund Leila stapften zu dem Anführer ihrer Gruppe und gesellten sich\nzu den anderen. Lance würdigte den beiden keines Blickes.\n„Ihr\nwerdet in Teams mit je zwei Leuten zusammengesteckt. Ihr teilt euch\nZelt und müsst am nächsten Morgen eure Aufgabe gemeinsam\nbewältigen.\"\nNervös\nblickte Shayne in die Runde. Mit wem würde er zusammengesteckt\nwerden? Neben Leila saßen ein paar Wölfe, noch ein Polarfuchs,\neinige Großkatzen und ein paar Hunderassen, die er nicht genau\nbenennen konnte. Sogar ein Hase und eine Ratte befanden sich unter\nden Gruppenmitgliedern, obwohl die Nagetiere eher eine friedvolle\nRasse war und sich aus den Kämpfen fern hielten. Trotz allem war\nLeila das einzige weibliche Mitglied. Von einigen wurde sie etwas\nabschätzig angesehen, doch Shayne wusste, dass sie ihnen beweisen\nwürde, dass sie den Platz hier verdient hatte und eine starke\nKämpferin der Magie ist.\nShayne\nhoffte, dass er nicht mit Lance in eine Gruppe kommen würde. Nichts\nwäre schlimmer als das. Er ging davon aus, dass er mit Leila in ein\nTeam kommen würde. Es würde das Training ungemein erleichtern, wenn\ner nicht mit einem Fremden Hand in Hand arbeiten musste und sich\nsogar noch ein viel zu kleines Zelt teilen musste.\nNach\nund nach wurden die Leute eingeteilt. Shayne wurde immer nervöser.\nBisher war weder sein, noch Leilas, noch Lances Name gefallen.\n„Das\nnächste Team besteht aus Lance und...\"\nShayne\nballte die Fäuste. Er spürte, dass sein Name fallen würde, doch er\nschickte Gebete in den Himmel, dass es nicht der Fall sein würde.\n„Leila!\"\n„Was?!\"\nGeschockt\nhielt sich Shayne die Schnauze zu als ihn alle verwundert anstarrten.\n„'Tschuldigung.\"\nUnbeirrt\nfuhr der Tiger fort.\n„Na\ntoll. Zwar bin ich nicht mit Lance in einem Team, doch dafür ist es\nLeila. Die wird ihn noch einige Male auf den Hintern fallen lassen,\nwie ich sie kenne. Aber mit wem komme ich in ein Team?\", fragte\nShayne sich.\n„Shayne\nund...\"\nDer\nWolf blickte gespannt auf den Tiger und klebte an seinen Lefzen.\n„Loyee.\"\n„Wer\nist denn das?\", fragte er sich und sah sich in der Gruppe um. Einer\nder Füchse nickte dem Tiger zu.\n„Ach\nder ist das. Der Bruder von diesem Lance. Hoffentlich ist er auch\nnicht so ein eingebildeter Idiot.\"\nShayne\nbetrachtete den Fuchs skeptisch. Er hatte ein freches Grinsen im\nGesicht und wirkte noch sehr kindisch. Shayne nahm an, dass er gerade\nmal alt genug war, um an diesem Training teilnehmen zu dürfen.\nUmrahmt wurde sein Gesicht von frech gestylten Haaren, die eine\ntiefgrüne Farbe hatten. Ebenso wie sein Bruder trug er ein Gewand um\nden Oberkörper, das von einem Band an der Taille festgehalten wurde.\nAn den Beinen trug er eine lange Hose. Alles war in Grüntönen\ngehalten und wirkte recht unscheinbar, doch Shayne fühlte, dass von\ndiesem Fuchs etwas komisches ausging. Sein gelassenes Grinsen passte\nso gar nicht ins Bild eines typischen Kriegers. Jetzt galt es, den\nneuen Teamkollegen kennenzulernen und das Beste daraus zu machen.\nAm\nspäten Abend saß Shayne gelangweilt auf einem Baumstumpf und\nstarrte ins Feuer, während die verbliebenen Gruppenmitglieder sich\nnoch heiter Geschichten erzählten.\nShayne\nwarf einen Blick zu dem Zelt, in dem Leila verschwunden war. Er nahm\nan, dass Leila Lance unter freien Sternenhimmel schlafen lassen\nwürde. Jedoch sah Shayne Lance nirgendwo. Vielleicht würde sie sich\nja doch darauf eingelassen haben und Lance bei ihr im Zelt schlafen\nlassen. Der Wolf machte sich ein wenig sorgen, ob es gut war, dass\nLeila mit einem anderen Kerl in einem doch sehr kleinen Zelt schlief.\n„Ach\nwas. Ich kenne sie, die lässt niemanden an sich heran. Ich kann von\nGlück reden, dass ich einmal ...\"\nPlötzlich\nriss ihn Loyee mit seiner Geschichte aus den Gedanken. „Da hab ich\nihn mit diesem Schwert einfach einen Kopf kürzer gemacht. Ich bin\nwirklich stolz auf meine Klinge. Ich habe sie selbst mit meinem\nBruder geschmiedet. Er hat sie sogar mit Magie verstärkt. Man könnte\nalso sagen, ich bin jetzt ein Schwertmagier.\"\nShayne\nrollte mit den Augen. Langsam begann dieser Fuchs ihm unsympathisch\nzu werden. Er warf einen Stock ins Feuer und hörte dem Fuchs noch\neinen Augenblick zu. Shayne fiel auf, dass die anderen dem Fuchs\nfasziniert zuhörten und ihn offenbar bewunderten. Shayne jedoch\nhielt nicht viel von dem selbsternannten Schwertmagier, der so viel\nGrün an sich hatte, dass er als Brokkoli durchgehen würde.\n„Vor\nallem grün hinter den Ohren\", dachte er sich. Shayne musste\nkichern und erregte somit Loyees Aufmerksamkeit.\n„Ja,\ndas war schon eine lustige Sache. Aber weißt du, was ich zu ihr\ngesagt habe? 'Das sagen alle zu mir.' Und sie hat es geglaubt und\nseitdem...\"\nShayne\nwinkte ab und stand auf.\n„Ich\nzieh mich dann mal so langsam ins Zelt zurück. Viel Spaß noch bei\neuren... Geschichten.\"\nEr\nwusste zwar nicht warum, doch er hoffte, dass Loyee ihm ins Zelt\nfolgen würde. Shayne redete sich ein, dass er diesen Fuchs nur mal\nallein kennenlernen wollte und hoffte, dass er sich nur vor anderen\nso groß aufspielte. Doch Shayne bekam nicht die Gelegenheit, dies\nherauszufinden, da Loyee ihm nur nachwinkte und lachte: „Gute Nacht\nund träum was Schönes.\"\nBevor\nShayne etwas erwidern konnte, war Loyee wieder in seinen Geschichten\nvertieft.\nSeufzend\nkroch Shayne in das Zelt und zündete die kleine llampe an, die er\nan der Haltestange befestigte. Loyee hatte auf seiner Seite eine\ndünne Decke liegen. Shayne zuckte mit den Ohren und musste sich ein\nGrinsen verkneifen. „Viel Spaß wenn es mal regnet oder stürmt.\nIhr Füchse mit eurem kurzen Fell werdet euch euren süßen kleinen\nHintern abfrieren.\"\nEr\nbreitete seine eigene Decke und eine zweite, dickere Decke auf seinem\nPlatz aus und schüttelte verwundert den Kopf.\n„Was\nauch immer. Bin mal gespannt, wie es morgen weitergeht.\"\nShayne\nentledigte sich seines Gewandes und zog auch die lange Hose aus. Er\nließ sich auf seinem Fell nieder und starrte auf das Flackern der\nllampe.\n„So\nLeute. Schluss für heute. Für Morgen müssen wir ausgeruht sein\",\nmeinte Loyee und verabschiedete sich von den letzten beiden, die noch\nam Lagerfeuer saßen.\nEr\nschnappte sich sein Schwert und trabte zu dem Zelt. Schon von Weitem\nkonnte er das Schnarchen des Wolfes wahrnehmen. Er grinste und betrat\ndas Zelt.\n„Der\nIdiot hat vergessen, das Feuer auszumachen\", dachte er sich und\nverstaute sein Schwert.\nEr\nließ sich auf seiner Decke nieder und musterte den Wolf. Das\nflackernde Licht spiegelte sich auf dem weißen Fell des Bauches\nwieder, der sich langsam hob und senkte. Eine Weile beobachtete der\nFuchs den Wolf und seufzte schließlich. Loyee löschte das Licht und\nmurmelte sich in seine Decke.\n____________________________________________________________________________________\nVorschau:\n„Da\nvorne. Ich glaub wir haben endlich die erste Notiz gefunden.\"\n\nLoyee\nriss die Augen auf, doch er konnte sich nicht rechtzeitig in\nSicherheit bringen. Aus den Löchern schossen Pfeile direkt auf ihn\nzu. Er schrie auf und riss die Arme hoch, um sein Gesicht zu\nschützen.\n\n„Ich\nhätte dich auch einfach deinem Schicksal überlassen können. Ich\nkann echt nicht verstehen, wie du deine Ausbildung abschließen\nkonntest, wenn du dich nicht selbstständig aus so einer Lage\nbefreien kannst. Das war erbärmlich.\"\n\nKapitel\n02: Fallen des Lebens\n"}