{"sf1_id":682379,"sf2_id":null,"title":"Wolfsblut - Extra 1 Kapitel 5: Gegenangriff","author":"silverstripe","words":3355,"posted_at":"2014-03-20T21:51:00.000Z","tags":["Coyote","Demon","Fantasy","Fox","German Language","Story Series","Violence","Wolf","fight"],"url":"https://fse.anthro.fr/stories/682379-wolfsblut-extra-1-kapitel-5-gegenangriff","original_url":"https://sofurry.com/view/682379","image_url":"https://www.sofurryfiles.com/std/thumb?page=682379\u0026ext=.jpg","description":"","content":"   Extra\n1: Schlacht\n Kapitel\n05: Gegenangriff\n\n\n\nAus\ndem Gebüsch sprang ein riesiges Monster mit dolchartigen Zähnen und\nunnatürlich leuchtenden Augen. Speichel troff von seinen Lefzen und\nein wütendes Knurren entsprang seiner Kehle. \n\n„Ein\nSäbelzahntiger\", bemerkte Shayne und trat vor Loyee. Diese\nriesigen Bestien waren unberechenbar und brutal. Mit ihren langen\nZähnen konnten sie sie durch Fleisch marschieren wie durch Butter.\nShayne rechnete mit dem Schlimmsten, doch plötzlich rief jemand:\n„Schnell, ihr werdet gebraucht.\"\nVerwundert\nblickte Shayne auf. Auf dem Säbelzahntiger schien jemand zu sitzen.\nDer Mann schwang sich von der Großkatze und sah zu den beiden.\n„Sie?\nWieso sind Sie hier?\", wagte sich Loyee vor.\nDer\nfremde Mann war niemand anderes als ihr Ausbilder. Der Tiger, der sie\nin Teams gesteckt und die Aufgabenstellung verteilt hatte.\n„Ihr\nmüsst mitkommen. Xyens Schloss wird angegriffen und wir brauchen\nalle Krieger, die wir finden können. Einige sind bereits in die\nSchlacht gezogen.\"\nShayne\nriss die Augen auf. „Was ist mit Leila? Ist sie auch dort?\"\n„Und\nLance? Was ist mit meinem Bruder? Gegen wen kämpfen sie?\", drängte\nsich Loyee dazwischen.\n„Keine\nZeit für Fragen, steigt auf.\"\nSofort\ngehorchten die beiden und stiegen hinter ihren Ausbilder auf den\nSäbelzahntiger.\nDer\nTiger gab den Befehl und Großkatze sprang los. \n\nLoyee\nklammerte sich an Shayne, um nicht den Halt zu verlieren. Es war ein\nschneller Ritt und die Landschaft flog an ihnen vorbei. \n\nShayne\nhielt den Blick starr nach vorn gerichtet und dachte an Leila. Er\nwürde es sich nie verzeihen, wenn ihr etwas zustoßen würde.\nPlötzlich klammerte sich Loyee enger an den Wolf und Shayne\nüberlegte, wie es mit dem Fuchs aussah. Auch für ihn würde er\nkämpfen, doch was wäre, wenn beide in Gefahr wären und er sich\nzwischen ihnen entscheiden müsste? Würde er Loyee oder Leila\nretten? Würde er aus Verzweiflung nicht in der Lage sein, überhaupt\neinen von ihnen zu retten?\nShayne\nverdrängte die Gedanken und hoffte, dass dies nie passieren würde.\nVielleicht war Leila auch bereits auf dem Schlachtfeld.\nMöglicherweise war sie sogar schon gefallen. Eine Vorstellung, die\nShayne nicht ertragen würde.\n\nDie\nGroßkatze hielt auf einer großen Wiesenfläche, die von einem Fluss\ndurchzogen wurde und von einigen Bäumen geschmückt war. Im\nHintergrund konnte Shayne das Schloss sehen, von dem er bisher nur\ngehört hatte. Nie hatte er den Besitzer des Schlosses getroffen,\ndoch er hatte die Geschichte oft gehört. Die Welt Xornia stand mit\ndem Xyonit in einer Symbiose und dieser heilige Stein hatte einen\nHüter. Dieser Hüter konnte als einziger mit dem Xyonit umgehen und\nseine Kraft nutzen.\nEin\nSchrei riss Shayne aus den Gedanken. Es war Loyee, der nach vorn\ndeutete. Shayne folgte seinem Blick und entdeckte eine dunkle\nGestalt, die vor einem am Boden liegendem Kojoten stand.\n„Der\nda trägt keinen Kampfanzug. Das muss dieser Hüter sein. Er hat den\nXyonit und wenn der in falsche Hände gerät, sind wir verloren!\",\nrief Shayne seinen beiden Kollegen zu. Er sprang ab, Loyee folgte\nihm.\n„Ich\nwerde mehr Leute zusammentrommeln\", informierte der Ausbilder sie\nund machte mit seiner Großkatze kehrt. \n\nLoyee\nund Shayne nickten ihm zu und wollten der schwarzen Gestalt\nentgegenrennen, doch dort lag nur noch der verwundete Hüter.\n„Wo\nist er hin?!\", brüllte Loyee und schaute sich verzweifelt um.\n„Ich\nkümmere mich um den da!\", rief Shayne und deutete auf die weiße\nGestalt am Boden.\nLoyee\nsah dem Wolf hinterher und zog sein Schwert. \n\n„Lass\nmich jetzt nicht im Stich, Destiny\", flüsterte er und gab der\nKlinge einen Kuss, die wie die Flammen eines Infernos gezackt war.\nBlitze durchzogen die Klinge und über dem Griff glänzten\nEissplitter auf. \n\nPlötzlich\nhörte Loyee einen Knall und drehte sich um. In der Ferne entdeckte\ner noch seinen Ausbilder und den Säbelzahntiger. Sie blieben stehen\nund gingen plötzlich zu Boden. Eine Blutlache breitete sich unter\nihnen aus. Neben ihnen stand die schwarze Gestalt.\n„Er\nhat sie getötet\", bemerkte Loyee und hielt sein Schwert\nkampfbereit. „Es ist ein Dämon. Und er beherrscht offenbar sehr\nstarke magische Fähigkeiten. Hoffentlich können wir da mithalten.\"\nLoyee\nwarf einen Blick zu Shayne.\nDer\nWolf hatte den am Boden liegenden Kojoten erreicht und ihm auf die\nBeine geholfen. \n\n„Vielen\nDank, junger Krieger\", röchelte der Kojote. Er stützte sich an\ndem Wolf ab und starrte mit einem metallischem Blick zu dem Dämon.\n„Wer\nist das?\", drängte Shayne.\n„Das\nist der Sohn des Dämonenkönigs. Er hat sich den Xyonit gekrallt. Er\nwill seine ganze Rasse nach Xornia bringen und uns unterwerfen. Wir\ndürfen das nicht zulassen!\"\nDer\nKojote griff nach Shaynes Hand und sah ihm in die Augen.\n„Normalerweise ist es mir als Hüter des Xyonits verboten, dies zu\ntun, aber ich sehe keine andere Wahl. Ich bin nicht mehr stark genug,\num gegen Ez'quil zu kämpfen. Ich übertrage dir meine Fähigkeit,\nden Xyonit zu kontrollieren. Du musst ihn Ez'quil wegnehmen und mit\nseiner Hilfe einen Zauberbann sprechen, der den Dämon in ein Siegel\nsperrt.\"\nShayne\nsah den Kojoten ungläubig an. Wie sollte er das alles schaffen? Er\nwar doch nur ein einfacher Krieger aus einfachen Verhältnissen, der\nkeine Ahnung von der magischen Kraft des Xyonits hatte.\n„Sag\nmir deinen Namen\", befahl der Kojote.\n„Meinen\nNamen? Ich bin ähh... Night. Shayne Night.\"\n„Nun,\nShayne. Ich, Xyen der Hüter des Xyonits, lege das Schicksal dieser\nWelt in deine Pfoten.\"\nShayne\nschüttelte den Kopf und schritt zurück. „Aber ich kann das nicht.\nIch bin nur ein einfacher Magier. Nicht mal ein wirklich guter.\"\n„Ich\nvertraue dir. Jetzt schließe deine Augen.\"\n\n„Wer\nbist du?!\", brüllte Loyee und sah in die dunklen Augen des Dämons.\nEr hielt seine Klinge krampfhaft umklammert und erwiderte den kalten\nBlick des Feindes, der ihm immer näher kam.\n„Ez'quil.\nDanke der Nachfrage. Und du willst deinen Freunden folgen?\"\nLoyee\nhielt den Blick starr auf ihn gerichtet. Alle Muskeln seines Körpers\nwaren angespannt. Er wusste, dass er es hier mit keinem einfachen\nGegner zu tun hatte. Einige Krieger hatte er bereits ausgelöscht,\ndie nun übel zugerichtet am Boden lagen. Loyee war froh, seinen\nBruder noch nicht entdeckt zu haben. Der Fuchs zückte sein Schwert\nund warf einen knappen Blick hinter sich. Shayne stand noch bei dem\nKojoten.\nAls\nsich Loyee zu dem Dämon drehte, wurde sein Blickfeld von Schwärze\nerfüllt. Eine Kälte umgab ihn, die seinen Körper zu erdrücken\ndrohte. Er schrie auf und wurde gewaltsam zurückgeschleudert.\n„Lass\neinen Feind nicht aus den Augen\", lachte Ez'quil.\nShayne\nblickte sich um als er seinen Freund schreien hörte. „Loyee!\",\nbrüllte er und wollte zu ihm rennen, doch Xyen hielt ihn am Arm\nfest.\n„Warte.\nDu kannst sofort zu ihm. Nur noch einen Augenblick.\"\nShayne\nwar hin und hergerissen. Er musste seinem Freund helfen doch er\nbrauchte die Kraft von Xyen, um gegen Ez'quil kämpfen zu können.\nDer Wolf zwang sich dazu, still stehen zu bleiben und sich auf Xyen\nzu konzentrieren. Seine Gedanken hingen an dem Fuchs, doch er hielt\nsich unter Kontrolle.\nLoyee\nprallte auf den Boden und rutschte über das Gras. Das Schwert glitt\nihm aus dem Pfoten und für einen Augenblick blieb er stumm liegen.\nDer Schmerz zog sich wie ein Gift durch seinen Körper und lähmte\nihn. Vor Schmerz stöhnend rappelte er sich wieder auf und hielt nach\ndem Dämon Ausschau. Er hatte ihn unterschätzt und ihn aus den Augen\ngelassen. \n\nEr\nstand auf und griff nach seinem Schwert. „Er ist verdammt schnell.\nIch kriege ihn so nicht zu fassen.\"\nLoyee\natmete tief aus und konzentrierte sich auf seine Umgebung. Er hörte\nnichts, doch spürte er die Präsens des Dämons und er war sich\nsicher, dass bald ein Angriff folgen würde. Der Fuchs wusste, dass\nEz'quil nur mit ihm spielte und nicht damit rechnete, starke\nGegenwehr zu bekommen.\nLoyee\nspürte einen Lufthauch an seinem Nacken. Schreiend riss er sein\nSchwert hoch und versuchte ungezielt zuzuschlagen. Völlig aus der\nPuste sah er auf die leere Fläche und bemerkte, dass er nichts\ngetroffen hatte. \n\n„Zu\nlangsam\", hauchte eine Stimme. Loyee fuhr ein kalter Schauer über\nden Rücken und er sah hinter sich. Er fand sich in dem kalten\nGraphit der Dämonenaugen wieder und wollte erneut zu einem\nSchwerthieb ausholen, doch Ez'quil griff an sein Handgelenk, sodass\nihm das Schwert aus den Händen fiel.\nEz'quil\nsah den Fuchs mit einem Gesicht an, das Loyees Körper zum Zittern\nbrachte. Viel zu leicht wäre es jetzt gewesen, ihm das Genick zu\nbrechen, doch es machte Ez'quil zu viel Spaß, ihn leiden zu sehen.\nZu spüren, wie groß die Furcht ist, die man vor ihm hatte.\nLoyee\nkonzentrierte sich und versuchte seine Angst nicht Überhand gewinnen\nzu lassen. Wenn er jetzt nachgab, wäre alles verloren. Es lag an\nihm, Ez'quil zu besiegen und er wollte niemanden enttäuschen. Er\nwürde sich nicht geschlagen geben. \n\nDer\nFuchs blickte zu Ez'quil auf. Shayne war noch immer bei dem Kojoten\nund war im Moment keine Hilfe, doch Loyee vertraute auf seine eigene\nStärke. Mit einem Aufschrei schlug er mit der freien Hand gegen den\nBrustkorb des Dämons. Ez'quil, der von dem Gegenangriff sichtlich\nüberrascht war, wurde zurückgestoßen und verlor das Gleichgewicht.\nDie kurze Zeit nutzte Loyee, um sein Schwert zu greifen.\nEz'quil\ntrat einen Schritt zurück, um nicht zu fallen. Ihm fehlte die Luft.\nEs war tatsächlich ein sehr kräftiger Schlag gewesen, der seine\nFolgen nach sich zog. Der Dämon keuchte und blickte mit einem\nwutverzerrtem Gesicht zu dem Fuchs, doch er schreckte zurück. Die\nSchwertspitze war auf seinen Hals gerichtet. Nur ein kleiner Stoß\nwürde ausreichen, um ihn zu ermorden. Ez'quil konnte kaum glauben,\ndass er in diese Lage gebracht werden konnte. Er hatte den\nSchwertkämpfer unterschätzt, doch nochmal würde ihm das nicht\npassieren. \n\nLoyee\nschrie auf und wollte zustoßen, doch Ez'quil wich zur Seite aus und\nbevor Loyee die Laufbahn seines Hiebes verändert konnte, schoss ein\nStrahl aus Ez'quils Augen. Das Schwert wurde getroffen und einem\nlauten Klirren zerbrach es. Von der Explosion wurde Loyee\nzurückgeworfen. Die Klinge und deren Besatz flogen an ihm vorbei,\nwährend der Griff in Ez'quils Richtung flog.\nDer\nDämon fing das mit Eissplittern besetzte Metall und besah es sich\nmit interessiertem Blick. „Ein ziemlich mächtiges Artefakt für\neinen einfachen Schwertkämpfer.\"\nEr\nsah zu dem Fuchs am Boden, dann sah er weiter und entdeckte den Wolf,\nder dem Kojoten auf die Beine geholfen hatte. „Dieser Kojote ist ja\nnoch immer am Leben. Wenn er endlich ausgeschaltet ist, wird mir kaum\nnoch jemand im Weg stehen können.\"\n\nShayne\nstöhnte auf und ging in die Knie.\n„Es\nist wirklich keine angenehme Erfahrung, ich weiß\", flüsterte Xyen\nund legte seine Pfote auf Shaynes Schulter.\n„Aber\nwenn es nötig ist, um Xornia zu retten\", entgegnete Shayne und\nblickte auf. Eine Explosion hatte seine Aufmerksamkeit erregt. Eine\nfeuerrote Klinge flog auf ihn zu und bohrte sich vor seinen Füßen\nin den Boden. „Ist das nicht das Schwert von Loyee?\", erinnerte\ner sich und zog das rote Metall aus dem Boden.\nEr\nbemerkte, dass Xyen bereits fort war. Der Kojote war war zu einem\ngoldenen Objekt gelaufen, das ebenfalls durch die Luft geschleudert\nwurde.\n„Jetzt\nweiß ich aber noch nicht, was ich mit den Xyonit machen soll. Wie\nkann ich mit ihm Ez'quil besiegen?\"\nPlötzlich\nschreckte er auf. Er spürte die Präsens des Dämons und eine kalte\nFaust umklammerte sein Herz. Die Zeit schien stehen geblieben zu\nsein, als Shayne den Dämon erkannte. Ein brennender Strahl ging von\nihm aus und flog direkt auf ihn zu. Shayne hatte keine Zeit mehr,\nauszuweichen und sah sich seinem Schicksal entgegen. Er würde\ngetroffen werden und dann war alles umsonst. Dann konnte er Ez'quil\nnicht mehr aufhalten. Dann konnte ihn vermutlich niemand mehr\naufhalten. \n\n„Shayne!\",\nhörte er eine Stimme brüllen und plötzlich trat Loyee in Shaynes\nBlickfeld. Der Fuchs schrie auf und warf sich in die Schussbahn des\nStrahles.\n„Nein!\",\nrief Shayne, doch eine riesige Explosion erstickte seine Worte. Er\nwurde zurückgeschleudert und auch Ez'quil wurde von der Druckwelle\nerfasst.\n\nShayne\nblinzelte und hustete. Staub hatte sich auf seiner Nase angesammelt\nund blockierte seine Atemwege. Hustend rappelte er sich auf und\nversuchte zu realisieren, was passiert war. \n\nEine\nStaubwolke hing noch in der Luft, doch Shayne konnte erkennen, dass\njemand nur wenige Schritte von ihm entfernt lag. Mit einem bitteren\nBeigeschmack wurde sich Shayne bewusst, wer diese Person war. So\nschnell es seine erschöpften Beine zuließen stolperte er zu dem\nFuchs und ließ sich vor ihm auf die Knie fallen. \n\nLoyee\nlag auf der Seite. Blut quoll aus seiner Schnauze. Die Augen waren\ngeschlossen und er rührte sich nicht. \n\nVerzweifelt\nsuchte Shayne nach einem Puls und tastete den Fuchs ab. Seine Muskeln\nschmerzten und ihm tat alles weh, doch Loyee war nun wichtiger. Er\ngab die Hoffnung nicht auf und versuchte den Fuchs auf den Rücken zu\ndrehen. Shayne griff an Loyees Seite und zog ihn zu sich, sodass er\nauf den Rücken rollte. Wenn es noch eine Chance für ihn gab, dann\nmusste er ihn wiederbeleben. \n\nShayne\njapste auf und ließ sich nach hinten fallen. Der Anblick war\ngrauenvoll. Die Brust war völlig zerfetzt und aufgerissen. Alles war\nvoller Blut.\nDer\nWolf blieb einen Augenblick lang regungslos sitzen und starrte auf\nden Körper des Fuchses. Er konnte nicht glauben, was er sah. Diesen\nAnblick würde er nie vergessen. Tränen rannen über seine Wange und\ner konnte sich nicht zurückhalten. Er fiel dem Fuchs um den Hals,\ndrückte sein Gesicht an seine Wange und ließ seinen Gefühlen\nfreien Lauf. Nichts konnte den Fuchs wieder zurückbringen, das wurde\nihm schmerzlich bewusst. Die Einsamkeit hüllte ihn ein und ein\nGefühl der Kälte umklammerte ihn. Er hatte ihn nicht beschützen\nkönnen und nun war Loyee verloren. Für immer. Shayne bereute, dass\ner dem Fuchs zuvor so sehr wehgetan hatte und wünschte sich, alles\nrückgängig machen zu können. Doch die Realität holte ihn ein.\nLoyee war tot und nichts konnte er daran ändern.\nPlötzlich\nhörte er ein lautes Lachen. Er blickte auf und sah Ez'quil auf ihn\nzustürmen. Nun war er schutzlos und angreifbar. Shayne drückte\nLoyee fester an sich, schloss die Augen und bereitete sich auf das\nUnvermeidliche vor. Wenn er starb, dann wollte er in Loyees Nähe\nsein.\nMit\neinem lauten Donnern schoss ein Blitz über die Landschaft, der den\nDämon traf und weit fort schleuderte. Der Xyonit flog aus seinen\nHänden, während Ez'quil über den Boden schlitterte.\n„Shayne!\",\nhörte der Wolf eine vertraute Stimme rufen. \n\n„Leila!\nIch bin hier\", krächzte Shayne gebrochen und sah am Horizont die\nWölfin und den Bruder von Loyee.\n„Was\nist denn hier passiert?!\", rief Lance geschockt als er aus der\nFerne das Blut sah.\nShayne\nsenkte die Ohren und hielt Loyees Kopf fest. Wie würde Lance\nreagieren, wenn er sah, dass sein Bruder tot war? \n\nDer\nFuchs kam auf sie zugerannt, während die Wölfin stehen blieb und\nwohl etwas im Gras entdeckt hatte.\n„Loyee!\",\nbrüllte Lance und blieb vor Shayne stehen. Er ging in die Knie und\nsah mit Tränen in den Augen auf den Fuchs.\n„Es\ntut mir leid\", hauchte Shayne und eine Träne perlte von seiner\nNasenspitze ab. Sie fiel hinab auf Loyees Stirn. Im selben Moment\nbrach auch Lance in Tränen aus schrie seinen Verlust zum Himmel auf.\nEin Schmerzensschrei, der durchs Mark ging und Shayne wusste genau,\nwie Lance sich fühlte. Auch er hatte jemanden verloren, der ihm\nwichtig war. Der ihm sehr wichtig war. Ohne den er sich sein Leben\nnicht mehr hätte vorstellen können.\nNachdem\nder Schrei verhallt war und Lance langsam wieder zur Besinnung kam,\nwollte er wissen: „Dieser Dämon hat das getan, nicht wahr? Er hat\nmeinen Bruder ermordet.\"\nShayne\nnickte und griff neben sich. „Hier. Das ist von ihm. Ich möchte,\ndass du es behältst\", flüsterte er und drückte dem Fuchs die\nFeuerklinge in die Pfote.\nBevor\nLance etwas erwidern konnte, rannte Leila zu den beiden und blickte\nschockiert auf den Fuchs hinab. „Ist er...?\"\n„Ez'quil\nhat ihn ermordet\", sagte Shayne fest. Er gab den Fuchs in Lances\nHände und stand auf. \n\n„Tut\nmir leid\", flüsterte die Wölfin und legte ihre Hand auf Shaynes\nSchulter. Leila erkannte den Schmerz in Shaynes Gesicht und spürte,\nwie viel der Fuchs ihrem Mann bedeutet haben musste. Es traf sie wie\nein Schlag ins Gesicht, doch wusste sie, dass es nicht der richtige\nMoment war, darüber zu sprechen. Leila schenkte Shayne ihren Trost\nund fühlte mit ihm.\nShayne\nzuckte mit den Ohren und hörte im Hintergrund, dass Ez'quil wieder\nzu sich gekommen war. Der Blitz hatte ihn nur kurz betäubt und nun\nwürde er erneut angreifen. \n\nLeila\nbemerkte dies ebenfalls und griff an Shaynes Hand. „Wir schaffen\ndas\", flüsterte sie.\nShayne\nsah sie an und bemerkte etwas in seiner Pfote. \n\n„Das\nmuss der Xyonit sein. Ez'quil hat ihn verloren als ihn angegriffen\nhabe.\"\nDer\nWolf sah sich den Stein an und spürte die Energie, die sich durch\nden Kristall zog. Es war ein mächtiger Gegenstand, das konnte er\nspüren. Plötzlich strahlte ein blendendes Licht aus dem Stein und\nein Regenbogen zog sich über den Himmel.\nShayne\nkniff die Augen zusammen, um nicht von dem Licht geblendet zu werden.\nNoch einmal schossen ihm die Bilder der letzten Tage durch den Kopf.\nDie schönen Momente, die er mit Loyee erlebt hatte. Auch wenn es nur\neine sehr kurze Zeit war, musste er sich eingestehen, sich sehr\nverbunden zu dem Fuchs gefühlt zu haben. Eine Verbundenheit, die er\nzuvor nicht gekannt hatte.\nDas\nLicht ließ nach und Shayne erkannte sechs Gestalten, die vor ihm\nstanden. Er riss die Augen weit auf und blickte durch die Reihe der\nWölfe. Shayne spürte, dass sie Wölfe wie er waren, doch\nirgendetwas an ihnen war anders. Er konnte riechen, dass sie auch\nGestaltwandler waren, doch da war auch noch etwas anderes.\n„Xornia\nist durch die Dämonen in großer Gefahr\", sagte ein Wolf mit einem\nhellblauem Pelz. \n\nDer\ngelbe Wolf neben ihm nickte und verkündete: „Damals hat uns Xya\nein besseres Leben geschenkt und dafür möchten wir uns Erkenntlich\nzeigen.\"\n„Aber\nwer seid ihr?\", wollte Shayne wissen und konnte die Wölfe noch\nimmer nicht recht einschätzen. Sie waren allesamt in weiße Gewänder\ngehüllt und hatten einen leuchtenden Pelz in je einer Farbe.\n„Wir\nsind nun die Wächter Xornias\", verkündete die hellrote Wölfin.\n„Wir\nsind Federwölfe\", erklärte der Wolf im orangenem Fell. „Wir\nstammen aus der Welt Feather. Einer Welt, die für uns von der\nehemaligen Hütern Xya geschaffen wurde.\"\nShayne\nerkannte, dass Ez'quil näher kam und sich zu einem Angriff bereit\nmachte. Er umklammerte den Xyonit mit einer Pfote und zitterte am\nganzen Körper.\n„Schnell.\nWir müssen ihn in das Siegel sperren. Shayne, wir brauchen deine\nHilfe\", drängte die olivfarbene Wölfin.\nShayne\nwusste nicht recht, was er tun sollte, doch sein Instinkt sagte ihm,\ndass er handeln musste. Er streckte seinen Arm aus und ließ das\nLicht auf den Xyonit strahlen. \n\nDer\ntürkisfarbene Wolf nickte ihm zu und legte seine Hand auf den Stein.\nDie anderen Wölfe taten es ihm gleich. \n\nShayne\nblickte zu Loyee hinab, der in Lances Armen lag und erneut wurde er\nvon Trauer erfüllt. Doch dann spürte er Leilas Hand auf seiner\nSchulter und hörte die Worte: „Er hat dich geliebt. Lass ihn nicht\numsonst gestorben sein.\"\n„Aber\nLeila...\"\nEr\nblickte in ihre tiefgrünen Augen und sah ihr Lächeln. Shayne\nwischte sich die Tränen aus dem Gesicht und erwiderte das Lächeln. \n\n„Das\nSiegel des Xyonits wird ihn fortsperren!\", sagte Shayne fest und\nblickte auf den Dämon. Der Xyonit strahle in einem grellen Licht und\nsowohl Shayne als auch die Wächter wurden von einem Schein umgeben.\nDas Licht strahlte eine Wärme aus, die die Trauer für einen Moment\nverdrängte. Ein Fluss aus reinem Licht schoss aus dem Kristall und\nflog auf den Dämon zu. Ez'quil riss die Augen auf und krümmte sich.\nDas Licht schien ihn zu verbrennen und man hörte seinen erstickten\nSchrei. \n\nShayne\nkniff die Augen zusammen und versuchte mit aller Kraft den Fluss des\nLichts aufrecht zu erhalten, doch schließlich brach der Strahl ab\nund der Xyonit fiel aus seinen Händen. Der Wolf brach zusammen und\nLeila versuchte ihn zu halten.\n„Er\nhat es geschafft\", verkündete einer der Wölfe.\n„Ez'quil\nist im Siegel des Xyonits eingesperrt und Xornia ist gerettet.\"\nLeila\nhielt den bewusstlosen Wolf in ihren Armen und blickte über die\nLichtung zu den vielen Toten. Schließlich blieb sie bei Lance und\nseinem toten Bruder stehen und kniff die Augen zusammen. Tränen\nfüllten ihre Augen und sie flüsterte: „Ja. Xornia ist gerettet,\naber zu welchem Preis?\""}