{"sf1_id":81206,"sf2_id":null,"title":"The Outer Flame: Kapitel 8 - Plan B","author":"-Masamune-","words":8187,"posted_at":"2009-03-21T21:14:00.000Z","tags":["Digimon","Drama","Fantasy","Flamedramon","Gay","German Language","Love","Transformation","Violence (Not In Yiff)"],"url":"https://fse.anthro.fr/stories/81206-the-outer-flame-kapitel-8-plan-b","original_url":"https://sofurry.com/view/81206","image_url":"https://www.sofurryfiles.com/std/thumb?page=81206\u0026ext=.jpg","description":"","content":"Nach Ã¼ber einem Monat Wartezeit ist jetzt auch Kapitel 8 von The Outer Flame fertig.   \n  \nHier hatte ich auch wieder viele Probleme beim Schreiben, aber ich kann von GlÃ¼ck reden, dass es Leute gibt die mich dabei unterstÃ¼zten^^  \n  \n[![avatar?user=7159\u0026character=0\u0026clevel=2](https://www.sofurryfiles.com/std/avatar?user=7159\u0026character=0\u0026clevel=2) Lone\\_Wolf](https://lone-wolf.sofurry.com/ \"Lone\\_Wolf\")  \nAuch wenn die Wartezeiten lange sind, es lohnt sich! Deine neuen Ideen die Handlung anschaulicher zu gestalten sind immer wieder der Wahnsinn.   \nDanke! \\*hugs\\*  \n  \nDeep \u0026 Dark  \nDu hast mir geholfen, einen Plot zu erdenken und hast mir immer dann weitergeholfen, wenn ich nicht mehr weiterkonnte. Danke, dass du dir die Zeit nimmst um mir zu helfen! :D  \n\\*hugs\\*  \n  \n  \nUnd natÃ¼rlich mÃ¶chte ich auch allen anderen danken, die mir ehrliche Feedbacks geben und mir sagen, was sie an der Story finden.   \nNatÃ¼rlich ist jede ehrliche Meinung willkommen! :D  \n  \n  \n\\_\\_\\_\\_\\_\\_\\_\\_\\_\\_\\_\\_\\_\\_\\_\\_\\_\\_\\_\\_\\_\\_\\_\\_\\_\\_\\_\\_\\_\\_\\_\\_\\_\\_\\_\\_\\_\\_\\_\\_\\_\\_\\_\\_\\_\\_\\_\\_\\_\\_\\_\\_\\_\\_\\_\\_\\_\\_\\_\\_\\_\\_\\_\\_\\_\\_\\_\\_\\_\\_\\_\\_\\_\\_\\_\\_\\_\\_\\_  \n  \nThe Outer Flame  \nKapitel 08 - Plan B  \n-By Gray\\_Dragon-  \n  \n  \nDie Dunkelheit verschwand und wich dem blendenden Sonnenlicht. Er Ã¶ffnete die Augen und starrte auf seine Umgebung. Er lag auf dem Bauch, alle Viere von sich gestreckt. Vor ihm konnte er schemenhaft das Wrack des Vans erkennen und Ã¼berall auf dem sandigen Boden lagen Glas- und Metallscherben verstreut.  \nSchon als er auch nur einen einzigen Muskel zu rÃ¼hren versuchte schmerzte sein ganzer KÃ¶rper so dermaÃŸen, dass er sich krÃ¼mmte und das schmerzhafte StÃ¶hnen zu einem Schrei wurde. Der Schmerz stach wie eine scharfe Klinge in seinem Fleisch und lÃ¤hmte seinen KÃ¶rper. Joel kniff die Augen zusammen und krÃ¼mmte sich unter diesem entsetzlichen GefÃ¼hl. Er bekam Angst. Angst davor zu sterben. Verzweifelt suchte er in seinem Inneren nach seinen KrÃ¤ften, doch er konnte sie nicht erreichen. Wimmernd versuchte Joel sich zu bewegen, wurde aber immer wieder vom stechenden Schmerz gelÃ¤hmt. Nach vielen hoffnungslosen Versuchen kamen ihm vor Angst die TrÃ¤nen.  \n\"GREN!!\", schrie er so laut er konnte und Verzweiflung machte sich in ihm breit, \"GREEEEN!!\"  \nAllein das Schreien verstÃ¤rkte den Schmerz schon ungemein. \"Hilf mir...\", wimmerte Joel. Er konnte spÃ¼ren, wie er seinem KÃ¶rper Sekunde fÃ¼r Sekunde entschwand. \"Ich will nicht... sterben...\" Joel fing still an zu weinen und grub sein Gesicht in den Sand.\n\n\u0026nbsp; Er wollte jetzt doch nicht die Welt verlassen, nicht jetzt wo er endlich jemanden gefunden hatte den er liebte. Joel drehte seinen Kopf zur Seite und blickte mit leerem Blick in die Landschaft die sie umgab und die er immer weniger erkennen konnte als die Dunkelheit aus seinen Augenwinkeln kroch und ihm langsam das Augenlicht nahm. \"Gren... Gren... hilf mir... bitte\", flehte er mit schwacher Stimme.  \n  \nUnd als ob sein Flehen erhÃ¶rt worden wÃ¤re tauchte der Drache vor ihm auf.  \nGren war verletzt. Eines seiner Ohren war stark eingerissen und sein KÃ¶rper war Ã¼bersÃ¤t mit unzÃ¤hligen Schnitten, aus denen Blut lief. \"Gren...\", keuchte Joel, der immer mehr seiner Lebenskraft verlor. In seinen Gedanken kÃ¤mpfte er darum nicht einzuschlafen, da er wusste es wÃ¼rde fÃ¼r immer sein. Doch die RealitÃ¤t entschwand ihm immer weiter. Die ErschÃ¶pfung zwang ihn schlieÃŸlich die Augenlider fallen zu lassen und sich dem Schlaf hinzugeben.  \n  \nSehen konnte er nichts mehr. In einer bedrÃ¼ckenden Dunkelheit wandelte er umher und wimmerte nach Gren, seinem Geliebten. PlÃ¶tzlich hÃ¶rte er Stimmen die sich so anhÃ¶rten als kÃ¤men sie aus groÃŸer Entfernung.  \n\"Joel, bitte stirb nicht!\", hÃ¶rte er eine klagende Stimme schreien, die er als sofort als die von seinem geliebten Gren erkannte. Und doch konnte er ihn nicht sehen. Mit trÃ¤nenÃ¼berstrÃ¶mten Gesicht rannte Joel durch die endlose Dunkelheit. War er tot? War er vielleicht schon auf der anderen Seite...? In einer absoluten, kalten Finsternis?  \nZitternd setzte er sich auf den Boden, der doch wieder nicht existierte. Er konnte nur in diese endlose Finsternis starren, wÃ¤hrend ihm immer wieder ein einziger Gedanke durch den Kopf ging... War es das...? War das Jenseits nichts weiter als eine endlose Dunkelheit?  \n  \n\n\u0026nbsp; Joel schreckte wieder auf, als er in der Ferne das GerÃ¤usch von Motoren hÃ¶rte. Im nÃ¤chsten Moment hÃ¶rte er Stimmen, die wie wild durcheinander plapperten, schrien und riefen, hÃ¶rte WÃ¶rter die er nicht verstand. Joel stand auf und sah sich um, schrie verzweifelt um Hilfe, doch niemand schien ihn zu hÃ¶ren, er stand vÃ¶llig alleine da und starrte in die absolute Leere, die ihn umgab. Er konnte die Stimmen von Ã¼berall um sich herum wahrnehmen, doch keine kam ihm nÃ¤her als die grens, die ihn zuvor aus der Entfernung gerufen hatte. Gren. Er schrie wieder nach seinem Geliebten, doch auch er antwortete ihm nicht. Was, wenn sie ihn gar nicht hÃ¶ren konnten...? Was, wenn sie ihn fÃ¼r tot hielten, was, wenn er es WAR...?  \n  \nDoch dann geschah ein Wunder. Mit dem nÃ¤chsten Lidschlag blickte er in eine Lampe. Der LÃ¤rm um ihn herum war mit einem Male verstummt und einer drÃ¼ckenden Stille gewichen, kein GerÃ¤usch durchbrach die Stille.  \nUm Herr der Situation zu werden hob er den Kopf leicht an und inspizierte die Umgebung. Er lag auf dem RÃ¼cken in einem Krankenbett. Der Raum war nicht sehr groÃŸ, er reichte gerade mal um das Bett und einen Nachttisch zu beherbergen. GegenÃ¼ber vom Bett befand sich ein Fenster, dessen RolllÃ¤den aber zugezogen waren. Als er sich aufrichten wollte, wurde er von einem starken Schmerz zurÃ¼ck ins Bett gezwungen und er stÃ¶hnte auf.  \nAls der Schmerz abgeklungen war und ein dumpfes Kribbeln zurÃ¼ckblieb hob er erneut den Kopf. Entsetzt stellte er fest, dass fast sein ganzer KÃ¶rper bandagiert war und dass das einzige was er noch bewegen konnte sein Kopf war. Er trug einen Pyjama aus schlichten Stoff, doch darunter war sein ganzer KÃ¶rper in Bandagen gehÃ¼llt. Panik machte sich in ihm breit als ihm klar wurde, dass sein ganzer KÃ¶rper vÃ¶llig gelÃ¤hmt war. Doch was ihn am meisten beschÃ¤ftigte war, was mit Gren war. Ging es ihm gut? Wo war er? Warum war er nicht bei ihm? War er etwa gestorben...?  \n  \n\n\u0026nbsp; Doch bevor er sich noch weiter Gedanken machen konnte, Ã¶ffnete sich die TÃ¼r und Licht flutete den Raum. Joel stiegen vor Freude die TrÃ¤nen in die Augen als er Gren und Alexis hereinkommen sah. Gren, sein Gren, und er lebte! Er lebte und war bei ihm! Doch im nÃ¤chsten Moment erschrak Joel wie noch nie. Grens linkes Auge bedeckte ein Verband.  \n  \nAls er schlieÃŸlich an seinem Bett stand konnte Joel nicht anders als sich in seine Richtung zu stemmen, was einen ungeheuren Schmerz hervorrief. Ehe er Ã¤chzend zurÃ¼ck ins Bett fallen konnte, fingen Grens Arme seinen bandagierten KÃ¶rper sanft auf und hielten ihn behutsam fest. Ohne Worte nahm er ihn in die Arme und strich ihm durch die Haare, wÃ¤hrend er ihn gefÃ¼hlvoll hin- und herwiegte. Joel wollte seine Arme heben, doch er konnte es nicht. Er wollte Grens himmlische Umarmung erwidern, doch seine GliedmaÃŸen waren gelÃ¤hmt. Ihm kamen die TrÃ¤nen. Er vergrub seinen Kopf in Grens Brust und wimmerte, dann fing er an zu weinen. Warum musste er nur so eine Verletzung erleiden, wo er doch geschworen hatte Gren bei dieser Mission zu helfen, warum...?  \nGren hielt ihn an den Schultern und blickte ihm ins trÃ¤nenÃ¼berstrÃ¶mte Gesicht. Joel versuchte sich nach vorne zu lehnen um ihm endlich wieder ganz nahe sein zu kÃ¶nnen, doch er schaffte es einfach nicht. Doch Gren erfÃ¼llte ihm seinen Wunsch und kÃ¼sste ihn mit aller Leidenschaft, und auch Ã¼ber sein Gesicht liefen TrÃ¤nen der Trauer und Erleichterung, zumindest Ã¼ber seine rechte Wange.  \n  \n\n\u0026nbsp; Selbst bei so vielen Wunden war ihre Liebe zueinander keineswegs schwÃ¤cher geworden, nein - sie wurde sogar gestÃ¤rkt. Als Joel den Kuss schlieÃŸlich lÃ¶ste, sah er Gren voller Sorgen an und musterte den Verband, der sein linkes Auge verdeckte.  \n\"Was... was ist mit deinem Auge passiert...?\", fragte er ihn vorsichtig. \"Ich habe beim Unfall einen Glassplitter ins Auge bekommen. Die Ã„rzte sind sich nicht sicher, ob ich je wieder auf dem linken Auge sehen kann...\" Joel sah ihn entsetzt an und bekam wieder das Verlangen ihn in seine Arme zu schlieÃŸen, ihn zu trÃ¶sten. \"Oh mein Gott...\", flÃ¼sterte er besorgt, doch Gren schÃ¼ttelte leicht seinen Kopf. \"Das ist Nebensache! DU machst mir Sorgen, Joel...\" Er umarmte ihn fester und legte seinen Kopf Ã¼ber seine Schulter, achtete jedoch darauf seinem geschundenen KÃ¶rper nicht weh zu tun. \"Was... ist denn mit mir...?\" Angst ergriff Besitz von seiner Stimme und der Drache konnte ihm seine Frage nicht beantworten, ein KloÃŸ hatte sich in seinem Hals gebildet und lieÃŸ kein Wort mehr vorbei. Seine einzige Antwort war ein leises Aufschluchzen und erneut umarmte er ihn etwas fester.  \n  \n\n\u0026nbsp; Nun trat Alexis heran, die sich die ganze Zeit im Hintergrund gehalten hatte. Sie hatte eine groÃŸe Schnittwunde im Gesicht und mehrere an den Armen und sah Gren mit einem um Erlaubnis bittenden, traurigen Blick an. Gren nickte schwach.  \n  \n\"Der Geheimdienst hat festgestellt dass in dem Van, den wir gestohlen haben, mit einer Sicherheitsvorkehrung ausgestattet war. Es scheint, als wenn jeder Wagen der AKO zu ihrer Sicherheit vor unerwÃ¼nschten Eindringlingen mit einer Splitterbombe ausgerÃ¼stet ist die hochgeht, sobald man sich dem Lager damit mehr als fÃ¼nf Kilometer nÃ¤hert - wenn sie nicht vorher manuell entschÃ¤rft wird, per Sicherheitscode den nur die AKO-Terroristen kennen. Jeder ist anders, das kommt noch hinzu.\" Sie kam nÃ¤her an sein Bett und ihre Stimme wurde bitter. \"Bei unserem Unfall hat es dich am schwersten getroffen. Die SplitterbrÃ¼che in deinen Armen und Beinen sind nicht das Problem, Joel... Was uns Sorgen macht ist... du wurdest von einem groÃŸen Splitter in den Bauch getroffen. Die Ã„rzte mussten dich sogar mehrmals operieren, bis dein Zustand wieder einigermaÃŸen stabil war... aber... Ã¼ber den Berg bist du noch lange nicht...\" Joel ergriff eine Welle der Entsetzung. In diesem Zustand wÃ¼rde er keinem helfen kÃ¶nnen, vor allem nicht Gren. Und das, wo er ihm doch versprochen hatte, niemals von seiner Seite zu weichen und ihm zu helfen!  \n  \n\n\u0026nbsp; \"Joel...\", fing Alexis wieder mit einem Anflug von Hektik in der Stimme an, \"Ich weiÃŸ dass es schlimm ist, aber die Frist die die AKO gestellt hat lÃ¤uft bald ab!\" Gren lieÃŸ etwas lockerer, drehte sich zu ihr um und sah sie verbittert an. \"Willst du etwa, dass ich meinen Joel alleine lasse? Auf keinen Fall!\", rief er und umarmte ihn wieder fester. \"Aber es geht um zwei Leben! Joel ist wird hier auf dich warten, wÃ¤hrend wir beiden Nate und Guilmon befreien!\" Sie sah ihn an. \"Guilmon ist wie ein Bruder fÃ¼r dich, oder nicht? Kannst du dich noch daran erinnern? Das hast du einmal gesagt. Bedeutet dir sein Leben nichts mehr? Nicht einmal so viel dass du Joel eine kurze Zeit lang mal NICHT umarmen musst...?\"  \nGren brauste innerlich auf, was erlaubte sie sich? Er stand wÃ¼tend auf, doch er wusste selbst nicht mehr, was er tun sollte. \"Aber...\", fing er an und sah zurÃ¼ck zu Joel. \"Uns bleibt doch keine andere Wahl! Ich bin auch nicht gerade davon begeistert, dass die AKO sie entfÃ¼hrt hat und dass es so kommen musste! Ich hÃ¤tte auch lieber ein paar ruhige Wochen gehabt in denen ich schÃ¶n in meinem Garten sitzen kann! Aber wir mÃ¼ssen versuchen, das Beste daraus zu machen! Da drauÃŸen sind eure Freunde und sie werden nicht mehr lange am Leben bleiben, wenn wir nicht sofort handeln!\"  \n  \n\n\u0026nbsp; Gren fasste sich an die Stirn und lehnte sich gegen die Wand. Joel konnte sehen wie er innerlich mit sich zu kÃ¤mpfte, immer wieder schÃ¼ttelte er den Kopf und an seinen Fingern liefen TrÃ¤nen herab. Joel sah ihm an dass er sich schwer weigerte, sich von ihm zu trennen. Auch Joel vertrug die Vorstellung nicht den ganzen Tag lang alleine im Bett zu liegen, stumpfsinnig und wahnsinnig vor Angst um ihn an die Decke zu starren und nur auf die Nachricht warten zu kÃ¶nnen, ob ihre Rettung ein Erfolg war. Die Rettung, an der er nicht Teil haben konnte. Trotz baute sich in ihm auf, er wÃ¼rde ihn nicht gehen lassen! Nicht ohne ihn zu begleiten!  \n\"Ich werde mitkommen! Ich kann es nicht ertragen wenn Gren in Gefahr ist und ich ihm nicht beistehen kann!\" Verzweifelt spannte er seine GliedmaÃŸen an und richtete sich auf. Er ignorierte den hÃ¶llischen Schmerz und versuchte aufzustehen, wobei die SchlÃ¤uche rissen die vorher an seinem KÃ¶rper befestigt worden waren. \"Joel! Nicht!!\", rief Alexis, doch Joel ignorierte sie und stellte sich hin. Augenblicklich begann der Boden sich unter seinen FÃ¼ÃŸen zu drehen und ihm wurde schwarz vor Augen. Er realisierte gar nicht richtig, dass er vornÃ¼ber fiel, doch Gren tat es glÃ¼cklicherweise. Er eilte ihm schnell herbei, und ehe sein Freund auf den Boden aufschlagen konnte fing er ihn in seinen Armen auf. Gren drehte Joel in seinen Armen herum und er konnte eine unglaubliche Angst in Grens unversehrtem Auge erkennen. Doch als er ihn besorgt anzuschreien schien konnte er schon nichts mehr hÃ¶ren und er streckte seinen zitternden Arm aus, um lÃ¤chelnd Grens Wange zu berÃ¼hren. Gren brach seinen lautlosen Satz ab und sah ihn nur noch an, wÃ¤hrend seine warmen TrÃ¤nen auf Joels Gesicht heruntertropften. \"Gren...\", lÃ¤chelte Joel noch, bevor der Schlaf ihn Ã¼bermannte...  \n  \n\n\u0026nbsp;  \nJoel schlug seine Augen auf. Er sah an seinem KÃ¶rper herab, an dem alle SchlÃ¤uche erneut befestigt worden waren. Er entdeckte Gren auf der Bettkante und lÃ¤chelte sacht. \"Bist du wach?\", fragte ihn Gren - er schien geweint zu haben. \"Ich glaube schon...\", erwiderte Joel und versuchte sich aufzurichten. Doch etwas stimmte nicht. Er bemerkte recht schnell, dass seine Arme und Beine mit unnachgiebigen Lederschnallen an das Krankenbett gefesselt waren die es ihm unmÃ¶glich machten aufzustehen.  \n\"Wa-?\", fing Joel entsetzt an, doch Gren fiel ihm ins Wort: \"Was sollte das, Joel?! Du wÃ¤rst fast gestorben, obwohl Alexis dich davor gewarnt hatte aufzustehen! Ist dir nicht bewusst, dass du dir nur selbst schadest?!\" Seine Stimme war von zitternder Wut erfÃ¼llt. Joel sah ihn perplex an. \"Aber warum bin ich gefesselt?! Was soll das hier?!\" Gren beugte sich Ã¼ber ihn, sodass ihre Gesichter direkt einander gegenÃ¼ber waren. TrÃ¤nen fÃ¼llten sein rechtes Auge, die schon bald die Wange herabliefen und dann auf Joels KÃ¶rper tropften. \"Wir tun das alles nur, um dich vor dir selbst zu schÃ¼tzen! Du weiÃŸt ja gar nicht, was ich mir fÃ¼r Sorgen um dich gemacht habe! Du wÃ¤rst heute fast zweimal vor meinen Augen gestorben! Ich ertrage das nicht!! Verdammt Joel, ich liebe dich!\"  \nEin Schock Ã¼berkam Joel als er hÃ¶rte, wie schlimm es wirklich um ihn stand und wie sehr Gren darunter litt. Er begriff, dass jeglicher Trotz alles nur noch schlimmer machen wÃ¼rde und seine Genesung damit nur hinauszÃ¶gern konnte. Doch er wollte einfach nicht wahrhaben, dass er zurÃ¼ckbleiben muss, dass Gren ihn verlassen muss... Die Angst Gren jetzt das letzte Mal zu sehen war einfach zu Ã¼bermÃ¤chtig und bildete einen KloÃŸ in seinem Hals. \"Gren... es ist nur... ich will dich nicht verlieren... Was soll ich denn tun, wenn die AKO es schafft euch zu...\" Joels Worte wurden durch einen leidenschaftlichen Kuss Grens unterbrochen. Augenblicklich durchstrÃ¶mte GlÃ¼ckseligkeit Joels KÃ¶rper und lieÃŸ seine Seele einen kurzen Moment lang in ihrer Liebe baden. Als Gren den Kuss beendete, sah er Joel gequÃ¤lt in die Augen. \"Vertrau mir, Joel. Glaube an mich und ich werde stark sein. Selbst wenn wir so weit entfernt sind, haben wir uns immer noch hier drin...\" Gren legte seine Hand auf Joels Herz und lÃ¤chelte ihn hoffnungsvoll an. Joel erwiderte das LÃ¤cheln ebenso gequÃ¤lt und kÃ¼sste seinen Geliebten erneut.  \n  \n\n\u0026nbsp; PlÃ¶tzlich sprang die TÃ¼r auf und Alexis stÃ¼rmte mehr herein als sie normal lief. Diesmal war sie mit einem Maschinengewehr ausgerÃ¼stet, das sie auf dem RÃ¼cken trug. \"Gren... es ist Zeit zu gehen...\", sagte sie mit einem leicht hektischen Unterton in der Stimme.  \nJoel erschrak. \"Wie lange war ich bewusstlos?\", fragte er. Alexis sah ihn an und nickte glÃ¼cklich darÃ¼ber lÃ¤chelnd, dass er wieder wach war und es ihm gut ging - soweit man das den UmstÃ¤nden nach erwarten konnte. Dann wurde sie sofort wieder ernst. \"Zwei Stunden, Joel. In einer Stunde lÃ¤uft die Frist ab!\"  \n\"WAS!?\" riefen Joel und Gren fast gleichzeitig. \"Gren, ich wÃ¼rde liebend gerne noch lÃ¤nger warten, aber wenn wir weiterhin unsere Zeit damit verschwenden hier in der Gegend herumzusitzen, wird die AKO Nate und Guilmon tÃ¶ten!\", rief sie und versuchte ihre Wut zu unterdrÃ¼cken. Gren wandte sich noch einmal seinem Geliebten zu und kÃ¼sste ihn kurz auf den Mund. \"Ich bin bald zurÃ¼ck, Liebster...\" Dann umarmte er Joel. \"Pass auf dich auf...\", flÃ¼sterte dieser nahe an den TrÃ¤nen, er sagte es obwohl er ihm sagen wollte dass er hier bei ihm bleiben sollte, dass er ihn nicht verlassen sollte... Gren stand auf und entfernte sich langsam von ihm, hielt seine Hand und konnte seinen Blick nicht von ihm lÃ¶sen. Joel konnte nicht wirklich begreifen, dass er ihn verlassen wÃ¼rde. Alles, was sie nun noch zusammenhielt waren ihre HÃ¤nde, die sich nun fest umklammerten. Joel wollte ihn nicht loslassen, wollte ihn nicht gehen lassen und ihn hier alleine zurÃ¼cklassen, er konnte es einfach nicht!  \n  \n\n\u0026nbsp; \"Gren...\" Alexis tippte ihm auf die Schulter und wies erneut auf ihren Zeitdruck hin. Mit einem schweren Seufzen lÃ¶ste Gren den Griff und wich langsam rÃ¼ckwÃ¤rts von ihm, auf die TÃ¼r zu. Alexis verabschiedete sich mit einem Kopfnicken von Joel und ging an Gren vorbei durch die TÃ¼r. Wie in Zeitlupe sah Joel seinen Geliebten durch die TÃ¼r verschwinden. Bis zum letzten Augenblick waren ihre Blicke aneinander geheftet, ehe sie auseinandergerissen wurden.  \n  \nJoel lag einfach nur da und starrte fassungslos auf die Stelle, an der Gren gerade noch gestanden hatte. Er spÃ¼rte noch den Kuss auf seinen Lippen und Grens WÃ¤rme, und doch fÃ¼hlte er nichts als eine unglaubliche Leere, nun war er weg... WEG...  \n\"Gren...\", flÃ¼sterte Joel, wÃ¤hrend seine Seele von der alten Einsamkeit heimgesucht wurde, die vor ihrem Kennenlernen sein stÃ¤ndiger Begleiter gewesen war. Nur diesmal war sie viel schlimmer und schmerzhafter... er wusste genau, wer ihm fehlte und wie er sich in seiner NÃ¤he fÃ¼hlte, und auch der Unterschied machte schon viel aus. Es war im Prinzip nicht viel anders als wenn man aus dampfend heiÃŸem Wasser in eine EiswÃ¼ste kommt, von jetzt auf gleich. Er litt wirklich kÃ¶rperliche Schmerzen, doch sie waren weitaus schlimmer als die, die seinen KÃ¶rper sonst verspÃ¼ren konnte - denn sie entsprangen den Tiefen seiner Seele. Seiner Seele, die sich in seiner plÃ¶tzlichen Einsamkeit so verloren fÃ¼hlte...  \n  \n\n\u0026nbsp;  \n  \n  \n  \n  \nDie Leere in seiner Seele war allgegenwÃ¤rtig, als Gren deprimiert aus dem Fenster des Wagens blickte. Erst wurde Guilmon entfÃ¼hrt... und dann das! Joel war so schwer verletzt, dass er ihm nicht einmal beistehen konnte. Dabei hatte er ihn so sehr lieben gelernt, so sehr dass er sich wÃ¼nschte er wÃ¼rde nie wieder von seiner Seite weichen. Doch nun ist es geschehen... die UmstÃ¤nde hatten ihn dazu gezwungen, sich von ihm zu trennen.  \nGren hatte in Joel von Anfang an jemanden gesehen, den er beschÃ¼tzen und umsorgen konnte. Er stellte sich selbst einer ganzen Organisation entgegen, um Joel vor ihren GrÃ¤ueltaten zu wahren - das war fÃ¼r ihn der einzige Sinn seines Lebens geworden. Joel zu beschÃ¼tzen und zu lieben.   \nEr wusste nicht was passiert wÃ¤re wenn er damals nicht auf der Kirmes erschienen wÃ¤re und ihn gerettet hÃ¤tte. MÃ¶glicherweise wÃ¤re sein Liebster vÃ¶llig unschuldig gestorben, einsam und alleine, ohne jemals das GefÃ¼hl der Liebe kennen gelernt haben...  \nWenn Joel glÃ¼cklich war, war auch er es. Der Mensch hatte sein Leben vÃ¶llig verÃ¤ndert - und er wusste von Anfang an, dass es mehr als nur Freundschaft sein wÃ¼rde. Joels schÃ¼chterne, trotzdem aber warme und liebevolle Art hatte es ihm einfach angetan... und jetzt verspÃ¼rte er nichts mehr als den Wunsch stÃ¤ndig bei ihm zu sein. Und dennoch hatte er ihn zurÃ¼cklassen mÃ¼ssen!  \n  \n\n\u0026nbsp; Gren rieb sich mit der Hand durch das Gesicht und lieÃŸ ein leises Seufzen hÃ¶ren, woraufhin Alexis ihm trÃ¶stend ihre Hand auf die Schulter legte.  \n\"Hey... Wenn die Mission vorbei ist, wirst du ihn wiedersehen, ganz sicher.\" Gren wandte sich verbittert von ihr ab und lehnte seinen Kopf gegen das Fenster. \"Ich kann nicht mehr ohne ihn auskommen...\", schÃ¼ttelte er den Kopf. Er sah sie von der Seite an und seine Stimme wurde zittrig. \"Ohne ihn fÃ¼hle ich mich so einsam und leer. Egal wer mir Gesellschaft leistet... er fehlt mir so sehr... Ich liebe ihn, Alexis!\", sein Ton wurde harscher, \"Stell dir doch mal vor du verliebst dich in jemanden und dann musst du dich von ihm trennen, obwohl ihr fÃ¼r immer zusammen bleiben wollt! Nur weil irgendwer das sagt! Verstehst du das nicht!?\"  \nAlexis gestikulierte energisch mit den hÃ¤ndem am Lenkrad. \"Aber was soll ich bitte an der Tatsache Ã¤ndern?! Ich kann doch auch nichts dafÃ¼r, dass es so gekommen ist! Ich verstehe ja wie du dich fÃ¼hlst, glaub mir! Aber es gibt beim besten Willen keine Alternative!\"  \nEr realisierte, dass er wohl etwas zu harsch ihr gegenÃ¼ber war - Alexis konnte immerhin nichts dafÃ¼r. Aber er wusste nicht, wie er sich fÃ¼hlen sollte... er war hin- und hergerissen zwischen schmerzhafter Einsamkeit und Traurigkeit - und blinder AgressivitÃ¤t... es war so schwer, Herr Ã¼ber seine GefÃ¼hle zu werden...  \nNach kurzer Stille ergriff Alexis wieder das Wort, ruhigeren Tones. \"HÃ¶r mir zu...\", sie strich ihm mitfÃ¼hlend Ã¼ber die Schulter, \"Sieh es mal so. Je schneller wir die Mission abgeschlossen haben, desto schneller kannst du Joel wiedersehen. Also bitte Gren, blende diese Gedanken jetzt aus, nur fÃ¼r jetzt, und konzentriere dich auf unsere Mission... darauf deinen und Joels Freund zu retten.\"  \nGren nickte nur lautlos und versuchte alles, um nicht an Joel denken zu mÃ¼ssen - um ihn nicht zu vermissen. Doch es wollte ihm nicht so recht gelingen...  \n  \n\n\u0026nbsp;  \nEs gab kein Raum und Zeit mehr fÃ¼r Joel. Er befand sich wieder im Zwielicht und vor ihm stand Kyle, der ihn mit seinem ruhigen Blick tief in die Augen sah. Das Flamedramon war wie immer von diesem schwachen, etwas kalt wirkenden Schein umhÃ¼llt, der ihn wie einen Geist wirken lieÃŸ - was er im Grunde gewissermaÃŸen ja auch war.  \n  \n\"Kyle?\", fragte Joel ihm entgegen als er nicht genau wusste wie ihm geschah.  \nDie AtmosphÃ¤re im Zwielicht glich keiner anderen ihm bekannten. Er nahm alles was er hier wahrnehmen konnte so echt wahr und doch schien es so unwirklich. Das war ihm noch immer nicht geheuer, wenn er auch nicht das erste mal hier war - daran wÃ¼rde er sich wohl nie gewÃ¶hnen kÃ¶nnen.  \n\"Ja, ich bin es noch immer, Joel\", lÃ¤chelte er ihm als Antwort warm entgegen und Joel streckte eine Hand aus, um ihn zu berÃ¼hren. TatsÃ¤chlich konnte er ihn fÃ¼hlen, doch... er war noch immer genauso leblos wie zuvor. Joel war dennoch froh dass er zumindest fÃ¼r ihn da war und ihm Beistand leistete, um ohne Gren auszukommen. Dass er nicht bei ihm war tat mehr weh als seine kÃ¶rperlichen Verletzungen es je gekonnt hÃ¤tten...  \n  \n\n\u0026nbsp; Kyle hatte nicht damit gerechnet, dass Joel ihn fest umarmen und das Gesicht in seiner Brust vergraben wÃ¼rde. Doch er verstand nur zu gut wie Joel sich jetzt fÃ¼hlen musste...  \n\"Ich habe Angst, Kyle...\", flÃ¼sterte Joel, dem die TrÃ¤nen in die Augen stiegen. Kyle legte behutsam seine Arme um Joels KÃ¶rper und streichelte ihn Trost spendend im Nacken.  \n\"Ich weiÃŸ... \", flÃ¼sterte er leise, und dennoch hallte seine Stimme noch lange in dem finsteren Raum ohne WÃ¤nde oder Decke wieder. Joel sagte nichts und schloss verbittert schluchzend die Augen. Wie hatte es nur dazu kommen kÃ¶nnen? Er wollte sich so sehr von seinen Fesseln der Verletzung befreien, doch alles was er tun konnte war warten. Kyle kam seinem Ohr etwas nÃ¤her. \"Joel, lass es raus... Ich verstehe das...\"  \n  \nNun konnte er es nicht mehr lÃ¤nger zurÃ¼ckhalten. Er brach in TrÃ¤nen aus und umschlang den kalten Kyle noch fester als zuvor.  \n\"Was soll ich nur tun...? Kyle! Ich werde wahnsinnig, wenn das so weiter geht!!\", weinte er verzweifelt und die warmen TrÃ¤nen rannen an seinen Wangen herab. Kyle fasste ihn an den Schultern und drÃ¼ckte ihn sanft zurÃ¼ck, sodass er ihm in die Augen sehen konnte.  \nUnd da war etwas. Joel erkannte in den roten Augen Hoffnung, keinen Frust.  \n\"Joel, es gibt einen Ausweg. Deswegen bin ich hier...\"  \nJoels TrÃ¤nenstrom versiegte augenblicklich und als er voll und ganz begriff was er gerade gesagt hatte, sah er ihn erwartungsvoll fragend an.  \n  \n\n\u0026nbsp; \"Wir beide werden versuchen, deine Wunden von hier aus schneller verheilen zu lassen. Du willst Gren doch einholen... oder nicht?\"  \nJoels Herz klopfte voller Erwartungen und ihm wurde ein LÃ¤cheln aufs Gesicht gezaubert. Hoffnung erfÃ¼llte ihn nun, nicht Hoffnungslosigkeit.  \n\"Du... Du kannst mich heilen?\", fragte er vorsichtig. Irgendwo musste es doch einen Haken geben...  \n\"Ja, aber dabei musst du mir helfen. Du weiÃŸt sicherlich, was Meditation ist...\", fing Kyle an und Joel nickte. \"Klar.\" Kyle lieÃŸ ihn los. \"Gut. Wir beide werden uns einander gegenÃ¼ber hinsetzten und dann versuchen unsere Geister miteinander verschmelzen zu lassen. Ich kann dir dann die nÃ¶tige Kraft dafÃ¼r geben deine Wunden schneller verheilen zu lassen.\" Joel nickte noch immer etwas unsicher. Er verstand noch immer nicht so recht, wie das funktionieren sollte. \"Was muss ich tun?\", fragte er ihn. \"Denke an nichts. RÃ¼hre dich nicht und konzentriere dich nur auf eine einzige Sache - dich selbst. Stell dir einfach vor, wie deine Verletzungen verheilen - wie deine Knochen wieder zusammenwachsen und deine Organe verheilen. Ich kann dann in deinen Geist eindringen und dir die nÃ¶tige Kraft dafÃ¼r zur VerfÃ¼gung stellen...\"  \nJoel sah ihn mit unglÃ¤ubigen Blick an. \"Und das soll funktionieren...? Ich dachte immer das... ist das nicht ein weinig... klischeehaft...?\" Kyle hielt seinem Blick eine Weile schweigend stand, dann gestikulierte er etwas hilflos mit seinen HÃ¤nden. \"Okay, vielleicht funktioniert das ein wenig anders, aber das ist viel zu kompliziert zu erklÃ¤ren...\" Joel lÃ¤chelte unsicher. \"Aber du KANNST es, oder...?\" Kyle nickte. \"NatÃ¼rlich. Vertrau' mir einfach... und konzentriere dich auf dich selbst, denke an nichts anderes, auch nicht an Gren. Okay?\" Joel seufzte und nickte. \"NatÃ¼rlich tue ich das. Aber... was wenn ich kurz unkonzentriert werde?\" Kyle sah ihn ernst an. \"Dann trennt sich unsere Verbindung und wir mÃ¼ssen noch einmal von vorne beginnen. Und... unter UmstÃ¤nden kÃ¶nnen dabei... schwere und durchaus tÃ¶dliche Missbildungen entstehen.\" Joel erschrak. Also bedeutete die kleinste Bewegung, ob nun Geist oder KÃ¶rper, dass seine Wunden nicht wie geplant verheilten - oder sogar das endgÃ¼ltige Todesurteil fÃ¼r ihn.  \n\"Gehst du das Risiko ein...?\", fragte Kyle. \"Es steht ohnehin nicht gut um mich, also was habe ich schon zu verlieren? Ich kann nur noch gewinnen!\", rief Joel schon fast als er sich auf den Boden setzte und mit etwas MÃ¼he den Lotussitz einnahm. Seine Gelenke taten am Anfang noch etwas weh, das ignorierte er aber.  \n  \n\n\u0026nbsp; Joel leerte seinen Geist und schloss die Augen. Noch einmal sah er das Bild von Gren vor sich, ehe er den schÃ¶nen Gedanken an ihn ausblendete und sich nur noch auf seine Wunden konzentrierte, die ihn in der RealitÃ¤t von ihm trennten.  \nKyle nahm ihm gegenÃ¼ber dieselbe Position ein und schloss ebenfalls die Augen.  \nJoel lieÃŸ seinen KÃ¶rper und seinen Geist in eine tiefe Ruhe entgleiten, und spÃ¼rte wie Kyles Geist den seinen berÃ¼hrte...  \n  \nJoel lag regungslos in seinem Krankenbett. Seine Gesichtsausdruck war friedlich und seine Augen seltsam leer wÃ¤hrend sein Geist sich im Zwielicht befand. Seine Adern begannen stark zu pulsierten als es begann...  \n  \nIm Zwielicht verstrichen Minuten wie Sekunden und Sekunden wie Minuten. Joel spÃ¼rte, wie Kyles Geist seinem Gesellschaft leistete und seine KÃ¶rpertemperatur stieg schnell an, sein KÃ¶rper erzeugte eine unglaubliche Hitze, die sich schon bald an die OberflÃ¤che hervorkÃ¤mpfen wÃ¼rde...  \n  \nDas Bett bebte fÃ¶rmlich und Joels Muskeln gerieten auÃŸer Kontrolle. WÃ¤hrend sein Geist im Zwielicht ruhte und in Meditation versunken war zuckte sein ganzer KÃ¶rper, als alle gerissenen Muskeln sich wieder vereinten. Die Ã„rzte die den Raum geflutet hatten bemÃ¼hten sich vergebens seine Glieder festzuhalten und jegliche Versuche ihm ein Beruhigungsmittel zu verabreichen scheiterten entweder an den SchlÃ¤uchen, die wie unter Hochdruck aus seinem KÃ¶rper herausplatzten und wild durch die Gegend peitschten bis sie regungslos an ihren UrsprÃ¼ngen herabhingen, oder aber an zerbrochenen Nadeln der Spritzen. Unruhe griff um sich und keiner der Ã„rzte wusste sich oder ihm zu helfen...  \n  \n\n\u0026nbsp; Die Dunkelheit des Zwielichtes war verschwunden, vertrieben von der gleiÃŸend hellen, blaue Flamme dessen Quelle Joel geworden war. Trotz der Hitze seiner neuen Aura aus Flammen hielt Joel die Konzentration. Die Kraft die Kyles Geist ihm gab war dermaÃŸen enorm, dass Joel allmÃ¤hlich MÃ¼he hatte seinen KÃ¶rper still zu halten und nicht etwa durch diese neue unglaubliche Kraft aus seiner Starre herauszubrechen.  \nDoch die Kraft seines Willens lieÃŸ ihn verbleiben...  \n  \nJoels KÃ¶rper wand sich im Krankenbett und seine verheilten GliedmaÃŸen rissen mit aller Kraft an den glÃ¼henden Ketten, bis sie schlieÃŸlich zersprangen. Die Ã„rzte spÃ¼rten die unglaubliche Hitze die von Joel ausging und einige verbrannten sich an ihm, wenn sie so unklug waren ihn dennoch zurÃ¼ck in das Bett drÃ¼cken wollten. \"RAUS HIER!!\", schrie einer der Ã„rzte als die Bettdecke zu qualmen begann und alle verlieÃŸen Fluchtartig den Raum. Als der letzte drauÃŸen war verschloss eine dicke MetalltÃ¼r, die zischend aus dem TÃ¼rrahmen glitt, den Ausgang.  \n  \n\n\u0026nbsp; \"Es ist fast geschafft!\", hallte Kyles Stimme durch Joels Kopf. Er kÃ¤mpfte gegen den Schmerz, der langsam Ãberhand Ã¼ber seinen KÃ¶rper im Zwielicht gewinnen wollte. Doch schlieÃŸlich Ã¼berkam der Schmerz seinen KÃ¶rper wie noch nie zuvor und er spÃ¼rte wie sein Geist zurÃ¼ck in die RealitÃ¤t gedrÃ¼ckt wurde, in seinen echten KÃ¶rper. Die schrecklichen Schmerzen lieÃŸen ihn fast OhnmÃ¤chtig werden... Er wollte, dass es aufhÃ¶rte!  \n  \nMit einem Schrei drang eine Explosion aus blauem Feuer nach auÃŸen und versengte alles, was dem Feuer nicht standhalten konnte. Die BettwÃ¤sche verglÃ¼hte in wenigen Sekunden, VorhÃ¤nge um sein Bett herum zerrissen und verbrannten restlos, ehe sie den Boden berÃ¼hren konnten und das Metallgestell seines Bettes schmolz dahin. Dann verebbte die Aura...  \n  \nLangsam Ã¶ffnete Joel die Augen und fand sich in einem verbrannten Raum wieder. Die Tapeten waren vollstÃ¤ndig verbrannt und darunter kamen glÃ¼hende MetallwÃ¤nde zum Vorschein. Er lag nur noch auf einem Haufen Asche, der einst das Bett dargestellt hatte.  \n\"W-was?\", fragte er perplex und richtete sich auf. Es dauerte etwas, bis er realisierte dass alle Verletzungen verschwunden waren... und er fÃ¼hlte sich unglaublich stark. Als er an seinem KÃ¶rper herabsah, bemerkte er dass er vollkommen nackt war. Das Feuer hatte auch seine Kleidung und die VerbÃ¤nde versengt... Lediglich Spuren von Asche erinnerten an den Stoff, der ihn einst umhÃ¼llt hatte. Seine Haut schien einen unÃ¼bersehbaren Blauton angenomman zu haben, stellte er staunend fest. Aber noch wÃ¤hrend er seine Haut betrachtete verblasste das Blau immer weiter, bis es schlieÃŸlich ganz verschwunden war. Dann bemerkte er noch etwas - die tiefe Wunde an seinem UnterkÃ¶rper... sie war verschwunden. Seine Finger tasteten die Stelle ab, doch sie schien vÃ¶llig gesund zu sein. Es gab nicht einmal eine Narbe...  \n  \n\n\u0026nbsp; Er stand auf und sah sich um, begutachtete den Schaden den er verursacht hatte. SÃ¤mtliche GerÃ¤te an die er sich noch genau erinnern konnte existierten einfach nicht mehr. Einige hatten vielleicht noch einen kleinen Haufen schwarzer Asche zurÃ¼ckgelassen, andere waren restlos verschwunden. Die metallernen WÃ¤nde glÃ¼hten noch leicht, genau wie der Boden und die Decke, doch seltsamerweise machte ihm das nichts aus. Seine nackten FÃ¼ÃŸe standen auf glÃ¼hendem Metall und es machte ihm rein gar nichts aus. Er schÃ¼ttelte unglÃ¤ubig den Kopf. Er begriff nur langsam, dass es noch immer der selbe Raum war in dem Gren ihn besucht hatte.  \n\"Gren...\", flÃ¼sterte er und erschrak bei dem Klang seiner eigenen Stimme. Sie schien aus zwei Stimmen zu bestehen und er erkannte den zweiten Bestandteil seiner Stimme als Kyles Stimme. Als sein Geist sich langsam aus ihm zurÃ¼ckzuziehen begann lÃ¤chelte er dankbar und nickte voller Enthusiasmus. \"Danke, Kyle!\", rief er und ging auf die TÃ¼r zu - zumindest auf die Wand, in der einst die TÃ¼r gewesen war. Er stutzte und betrachtete die leicht glÃ¼hende MetallflÃ¤che vor ihm. Wo war die TÃ¼r hin...? Dann entdeckte er soetwas wie eine Naht in der Wand - es musste eine Metallplatte oder etwas in der Art sein, vor der er stand. Seine Hand nÃ¤herte sich dem dunkelorangen Metall, doch kurz vorher hielt sie inne. Das Metall musste doch glÃ¼hend heiÃŸ sein. Und doch spÃ¼rte er einen Zentimeter vor der Wand nichts von der Hitze... Er keuchte erschrocken. Das Metall unter seiner Hand leuchtete wieder heller! ER strahlte noch immer diese immense Hitze aus! Das war auch der Grund dafÃ¼r, warum er an den WÃ¤nden oder an dem Boden nichts spÃ¼ren konnte... Er legte beide HÃ¤nde auf die Metallplatte vor sich und drÃ¼ckte mit aller Kraft. Etwas besseres wollte ihm nicht einfallen, doch es klappte tatsÃ¤chlich. Das glÃ¼hende StÃ¼ck Metall kippte von ihm weg und schlug auf der anderen Seite schallend auf dem Boden auf. Es zischte laut und der Temperaturunterschied erzeugte dichten Nebel, der aus seinem Zimmer heraus in das Vorzimmer schoss. Erschrockene Schreie erfÃ¼llten die Luft und er hielt inne - bis er plÃ¶tzlich spÃ¼rte wie es an seinen FÃ¼ÃŸen heiÃŸer wurde. Er sprang erschrocken nach vorne und setzte seinen Weg Ã¼ber das noch heiÃŸere Metall der zwanzig Zentimeter dicken MetalltÃ¼r fort, bis er schlieÃŸlich auf kaltem Boden stand. Er seufzte erleichtert und drehte sich um, spÃ¼rte einen Schwall groÃŸer Hitze aus dem Raum Ã¼ber sich kommen und wich schnell zurÃ¼ck - der Raum wurde nicht heiÃŸer, seine Temperatur normalisierte sich nur wieder! Er musste hier raus, das war ihm klar. Er eilte zur TÃ¼r des Vorraums und Ã¶ffnete sie, lieÃŸ den heiÃŸen Nebel auch in den Gang des GebÃ¤udes, in dem er sich befand. \"Da kommt er!\", rief eine Stimme und ein Mensch in einem Hitzeanzug trat an ihn heran. \"Wo sind sie?\", fragte er ihn direkt. \"Was?\"  \n\"Gren! Wo ist Gren!\", verlangte er zu wissen und der Mann im Hitzeanzug schien zu Ã¼berlegen. \"Der ist... mit Alexis schon vor ein paar Stunden zu einem Einsatz aufgebrochen...\" Vor ein paar Stunden. Joel fluchte innerlich. \"Hey, wo wollen Sie hin?\", fragte der Mann ihn als er an ihm vorbeiging. \"Sie sollten sich erst einmal etwas anziehen!\" Joel stutzte und sah erneut an sich herab. Dann biss er sich auf die Unterlippe - wie konnte er das nur vergessen...? GlÃ¼cklicherweise hatte der Nebel den Gang soweit geflutet, dass der Mann noch nichts erkennen konnte. Doch er wurde allmÃ¤hlich dÃ¼nner, stellte er panisch fest... Der Mann ging zu einem in der Wand integrierten Schrank, Ã¶ffnete ihn und holte seinen Keigoki und seine restlichen Klamotten daraus hervor. Er reichte sie Joel, dessen OberkÃ¶rber bereits zu erkennen war. Der Keigoki war durch die Bombenexplosion noch leicht beschÃ¤digt und verdreckt, aber soweit noch an einem StÃ¼ck, wie er erleichtert feststellte als er in seine Unterhose schlÃ¼pfte. Er zog sich weiter an und zog schlieÃŸlich den Keigoki Ã¼ber. Noch wÃ¤hrenddessen kamen weitere in HitzeschutzanzÃ¼ge gekleidete Leute und verschwanden durch die TÃ¼r in das Vorzimmer, aus dem er gerade gekommen war. Er ignorierte sie und wandte sich wieder an den ersten Mann. \"Wo geht es hier raus...?\", fragte er ihn als er als er seinen Keigoki glatt zu streichen versuchte - glÃ¼cklicherweise war sein KÃ¶rper noch immer so heiÃŸ, dass seine HÃ¤nde einen regelrechten BÃ¼geleiseneffekt hatten. Der Mann schien ihn eine Weile anzusehen. \"KÃ¶nnen Sie sich nicht einfach... hier raussprengen oder so...?\" Joel verdrehte ungesehen die Augen. \"NatÃ¼rlich, kein Problem...\", er legte seine HÃ¤nde an die nÃ¤chstbeste Wand und es zischte schon bedrohlich, \"Ich schick' ihnen dann die Rechnung, einverstanden...?\" Der Mann geriet in Panik und trat mit ausgestreckten Armen einen Schritt auf ihn zu. \"Schon gut! Ist mir nur so rausgerutscht... den Gang hinunter und dann rechts, da ist der Ausgang...\" Joel lÃ¤chelte. Er hÃ¤tte sich ohnehin nicht hier raussprengen kÃ¶nnen - glaubte er zumindest. Aber der wusste das doch nicht... \"Okay, danke.\" Der Mann nickte ihm zu und schulterte wichtigtuerisch etwas was wie ein FeuerlÃ¶scher aussah. \"Wenn sie mich jetzt entschuldigen wollen... ich hab' nen Job zu machen. Respekt Ã¼brigens, einwandfreie Show geliefert da drin.\" Joel lachte verlegen und kratzte sich am Hinterkopf. \"Aaah, jaah, was das betrifft... sorry fÃ¼r den Schaden... war nicht beabsichtigt...\" Der Mann nickte und verschwand durch die TÃ¼r.  \nJoel fand sich in der RealitÃ¤t wieder. GREN! Mit diesem Gedanken rannte er den Gang entlang - war er etwa schon bei der AKO? Ging es ihm gut?  \n  \n\n\u0026nbsp; Als er aus der TÃ¼r trat, blendete ihn die heiÃŸe Sonne so sehr, dass er die Augen zukneifen musste. Als er sie wieder Ã¶ffnete, stand ein Mann vor ihm. Er trug einen weiÃŸen Anzug, eine Brille und hatte leicht zerstreute Haare. Joel befand sich wohl nur in einem Lager des Geheimdienstes, denn es standen mehrere schwarze Wagen in der Gegend herum und Zelte waren Ã¼berall um sie herum aufgeschlagen.  \n\"Mr. Lucis, warum sind sie nicht in ihrem Bett? Es hat eben eine Explosion gegeben und auÃŸerdem sind Ihre Wunden noch nicht...\"  \n\"Ich habe keine Zeit dafÃ¼r! Das war ich. Und meine Wunden sind alle verheilt. Wo sind sie hin?\", unterbrach er ihn. Der Mann blinzelte verwirrt. \"Sie... Sie meinen Alexis und Gren?\" Joel nickte. \"Ja, wo sind sie?\" Er folgte dem Mann in eines der vielen Zelte in ihrer NÃ¤he. Dort bleib der Mann an einen Kartentisch in der Mitte des Zeltes stehen. \"Sie sind nordwestlich von hier mit einem Auto unterwegs. Hier...\", er zeigte ihm auf der Landkarte ihre jetzige Position und sein Finger fuhr in einer Luftlinie zur Position des AKO-Lagers. \"Das Lager befindet sich ungefÃ¤hr zehn Meilen von hier entfernt in den Dead Springs. Einen Moment...\" Er lief zu einem der Tische die sich an der Zeltwand befanden und die mit einer Menge technischem Kram Ã¼bersÃ¤t waren. Er sammelte einen kleinen PDA auf und tippte wild darauf herum. Dann reichte er ihm das kleine GerÃ¤t, das nur aus einem dÃ¼nnen Bildschirm zu bestehen schien. Als Joel den Inhalt des Bildschirms studierte erkannte er die Karte vom Tisch in digitaler Form, auf der nun ihre Position und die des AKO-Lagers in den Dead Springs verzeichnet war.  \n\"Danke... Sie sind mir eine groÃŸe Hilfe, Mr...\" Joel sah den Mann fragend an. \"Mercan, Ted Mercan\", antwortete ihm dieser. Joel nickte und schÃ¼ttelte ihm hastig die Hand. Als er sie wieder losgelassen hatte schÃ¼ttelte Mr. Mercan sie in der Luft und sah sie dann verwirrt an. \"Autsch...\", meinte er leise. Joel lÃ¤chelte. \"Oh, entschuldigung. Noch immer zu heiÃŸ...?\", fragte er ihn und Mr. Mercan nickte nur kommentarlos, legte sie auf den kalten Metalltisch und seufzte erleichtert auf. \"Keine Sorge, es war nur ein unerwartet heiÃŸer HÃ¤ndedruck... keine verbrennungen oder so...\" Joel nickte erleichtert. \"Ich hÃ¤tte noch eine Frage... HÃ¤tten sie noch irgendeinen fahrbaren Untersatz da, irgendwas schnelles?\" Mr. Mercan Ã¼berlegte kurz. \"Wir haben nicht viele freie Fahrzeuge hier. Ein Motorrad haben wir aber noch da. KÃ¶nnen Sie damit fahren?\" Joel hatte zwar keinen FÃ¼hrerschein, doch er wusste wie man so ein Ding bedient. \"Ja, kann ich.\" Mr. Mercan ging zu einem SchlÃ¼sselkasten und Ã¶ffnete ihn. \"Gut, hier ist der SchlÃ¼ssel. Haben Sie sonst alles was sie brauchen...?\" Er Ã¼berreichte ihm den SchlÃ¼ssel. \"Ja, ich denke ich bin gut vorbereitet. Danke nochmal!\" Joel wollte kehrtmachen und gehen, doch Mr. Mercan hielt ihn noch einmal auf. \"Nur damit Sie es wissen, wenn Sie am Lager angekommen sind mÃ¼ssen Sie Ã¤uÃŸerst vorsichtig sein. Das hier kÃ¶nnte Ihnen eine Hilfe sein...\" Er bot ihm eine Pistole an, doch wie auch zuvor bei Alexis lehnte er die Waffe ab. \"Nein, ich brauche sie nicht.\"  \nMercan sah ihn perplex an, steckte die Waffe aber wieder weg. \"Nun gut, wie Sie wÃ¼nsch-\"  \nEin Rauschen aus seiner Jackentasche ertÃ¶nte und unterbrach ihn. Er griff hastig in die Tasche und holte ein FunkgerÃ¤t hervor, aus dem nun Alexis Stimme ertÃ¶nte. \"Ted, hier ist Alexis. Wir haben das Lager gefunden!\"  \n\"Kannst du mir Genaueres dazu sagen?\", fragte Mercan. \"Von hier kann man nicht viel erkennen. Ich konnte sehen, wie mehrere AKO - Terroristen in eine Versenkung im Fels verschwanden. Scheint als hÃ¤tten sie ihr Lager unterirdisch! Das erklÃ¤rt auch wieso die Satteliten keine genaueren Infos liefern konnten...\" Mercan nickte zustimmend. \"Wie wollt ihr vorgehen?\", fragte er.  \n\"Ich habe alle nÃ¶tigen Waffen dabei. Der Schocker wird wohl ausreichen, um Widerstand leistende Terroristen langzeitig auszuschalten. Und wenn alles nichts hilft, dann muss ich zu den tÃ¶dlichen Geschossen greifen...\"  \n\"Was auch immer ihr tut, gefÃ¤hrdet euch nicht selbst! Wenn ihr tÃ¶ten mÃ¼sst, dann tut es.\"  \n\"Ja, ich weiÃŸ, Ted... Wie geht es eigentlich Joel?\", erkundigte sie sich.  \n\"Ach! Er ist hier bei mir. Er sagt seine Wunden sind verheilt und er macht auch einen ganz stabilen Eindruck...\"  \n\"Joel!\", ertÃ¶nte nun Grens Stimme aus dem FunkgerÃ¤t und Joels Herz machte einen Sprung. Mercan sah das offensichtliche und reichte Joel das GerÃ¤t. \"Gren! Wie geht es dir?\", fragte er voller Freude.  \n\"Mir und Alexis geht es gut. Aber du kannst dir gar nicht vorstellen, wie einsam ich mich ohne dich fÃ¼hle...\"  \n\"Ich weiÃŸ was du meinst, Gren... Aber ihr schafft das schon! Ich werde so schnell wie mÃ¶glich nachkommen und euch unterstÃ¼tzen, aber ihr mÃ¼sst... Gren?\"  \nAus dem Lautsprecher war nur noch ein Rauschen zu hÃ¶ren. Joel starrte das GerÃ¤t in der Hoffnung an, dass Gren ihm jeden Moment antworten wÃ¼rde, doch auch nach mehreren Sekunden war immer noch nur das Rauschen zu hÃ¶ren.  \nBevor Joel etwas sagen konnte, nahm Mercan ihn das GerÃ¤t aus der Hand und tippte wild drauf herum. \"Wir haben die Verbindung verloren... Wie konnte die AKO die Funksignale orten?! Wir haben doch Vorkehrungen getroffen um das zu verhindern...\" Mercan rannte zu seinem Zelt und suchte wild in den GerÃ¤ten herum, wÃ¤hrend er den sprachlosen Joel einfach stehen lieÃŸ.  \nEr wollte sich nicht ausmalen, was den beiden gerade eben zugestoÃŸen ist. Egal was, er musste ihnen so schnell wie mÃ¶glich folgen. Er ballte seine HÃ¤nde zu FÃ¤usten und rannte auf das einzige Motorrad weit und breit zu. Er schwang sich aus dem Laufen auf den Sitz, holte den SchlÃ¼ssel hervor und drehte ihn im Schloss um. Das GerÃ¤usch des startenden Motors ertÃ¶nte und Joel dachte nicht darÃ¼ber nach was er tat. Er blockierte das Vorderrad und gab Gas, das Hinterrad des Motorrads beschrieb einen Kreis auf dem brÃ¼chigen, ausgetrockneten Boden und Dreckbrocken flogen durch die Luft. So drehte er das Motorrad so lange, bis sich vor ihm die Steppenlandschaft erstreckte. Dann lieÃŸ er die Bremse los, das Hinterrad grub sich in den Boden und er startete mit gehobenem Vorderrad. Als es wieder auf dem Boden aufschlug rief ihm Mercan viel GlÃ¼ck hinterher, dann gab er Vollgas und fuhr mit flatterndem Keigoki auf die Steppe hinaus, wobei er das gesamte Camp in Rauchschwaden hÃ¼llte...  \n  \n\n\u0026nbsp;  \n  \nMit pochendem Schmerz im Kopf Ã¶ffnete Gren die Augen und sah sich um. Er lag auf kaltem, steinigen Boden in einer Art GefÃ¤ngniszelle.  \nEine Reihe aus Eisenstangen sperrte ihn ein... Er grinste. War die AKO wirklich so naiv ihn nur mit GitterstÃ¤ben gefangen halten zu wollen... Langsam stand er auf, packte mit beiden HÃ¤nden zwei der Eisenstangen und versuchte sie zum Schmelzen zu bringen. Doch ein Ruf unterbrach sein Vorhaben... \"Gren! Halt!\"  \n  \nEr stoppte augenblicklich und sah auf.  \nAlexis richtete sich der Zelle gegenÃ¼ber von seiner auf und zog sich an den GitterstÃ¤ben hoch, bis sie wackelig auf ihren Beinen stand. \"Oh, mein Kopf...\"  \n\"Alexis! Alles in Ordnung...?\", fragte Gren sie besorgt. Sie rieb sich mit der Hand Ã¼ber das rechte Auge und sah ihn mit dem anderen grinsend an. \"Also mal abgesehen von der Tatsache dass wir gerade eben von der AKO gefangen genommen wurden, ich extreme Kopfschmerzen habe und keinerlei MÃ¶glichkeit sehe hier rauszukommen geht es mir eigentlich ganz gut, danke.\" Ihre rechte Hand fand wieder zu den GitterstÃ¤ben zurÃ¼ck und sie sah ihn sarkastisch lÃ¤chelnd an. \"Und du?\" Gren schnaufte belustigt. \"Auch so.\" Alexis nickte. \"Dann ist ja gut.\"  \n  \n\n\u0026nbsp; \"WeiÃŸt du noch, was passiert ist?\", fragte Gren sie.  \n\"Ich weiÃŸ es nicht mehr so genau. Du hast mit Joel geredet, dann habe ich einen Stromschlag bekommen und war sofort bewusstlos...\"  \nGren nickte. \"Bei mir war es genauso... Tja, jetzt sind wir wohl im Lager der AKO... Nur nicht so ganz da, wo wir eigentlich hinwollten, oder?\"  \n\"Ja... Verdammt!\" Alexis schlug in einem plÃ¶tzlichen Schub Wut so stark gegen eine Eisenstange, dass ihre Hand zu bluten anfing. Sie atmete tief durch und beruhigte sich wieder.  \n\"Aber ich kann uns doch hier rausholen, so ein paar EisenstÃ¤be sind doch kein Problem fÃ¼r mich, Alexis!\" Alexis schÃ¼ttelte den Kopf. \"Guck' dich doch mal um\", forderte sie ihn auf und er tat es.  \nSie befanden sich offenbar in einer HÃ¶hle, die in mehrere Kammern aufgeteilt war und zwischen Grens und Alexis' Zelle befand sich ein dÃ¼nner Gang. Die HÃ¶hle war wohl zum GefÃ¤ngnis umfunktioniert worden.  \n  \n\"Sieh dir das mal an.\" Alexis deutete an die Decke. An der Decke im Mittelgang zwischen den beiden Zellen befand sich eine runde Scheibe. \"Ne runde Metallplatte. Und...?\", zuckte Gren mit den Schultern. Alexis schÃ¼ttelte den Kopf. \"Das ist ein GeschÃ¼tzturm. Diese Dinger reagieren auf Bewegungen und feuern sofort. Die Platte mag unscheinbar sein, aber pass mal auf...\" Sie hob einen Stein auf und warf ihn etwas von ihnen entfernt in den Gang. In einem Sekundenbruchteil fiel die sich drehende Platte gut fÃ¼nfzig Zentimeter harab und ein GeschÃ¼tz schnellte an einer Seite aus dem dicken Zylinder heraus, an dessem Ende die Platte befestigt war. Die LÃ¤ufe des GeschÃ¼tzes begann zu rotieren und feuerten im Schnellfeuer auf den Stein, der in glÃ¼hende StÃ¼cke zersprang, ehe er auch nur das zweite Mal den Boden berÃ¼hren konnte.  \n  \n\n\u0026nbsp; \"WOW!\", schrie Gren und fiel erschrocken hinten Ã¼ber, dann beobachtete er wie das GeschÃ¼tz sich noch einmal bedrohlich langsam drehte und den gesamten Raum piepsend weiter nach Bewegungen abtastete. Er stellte sich an das Gitter und betrachtete es genauer, als das regelmÃ¤ÃŸige Piepsen plÃ¶tzlich zu einem hohen, dreimaligen Piepsen wurde und das GeschÃ¼tz in seine Richtung schnellte. Keuchend sprang er zurÃ¼ck und die Kugeln verfehlten seinen Schwanz nur knapp. \"Gren!\", schrie Alexis, \"Pass auf deinen Schwanz auf, verdammt! Alles in Ordnung...?\" Gren saÃŸ der Schock tief in den Gliedern, doch er nickte. \"Ja, alles noch dran, hat nicht getroffen...\" Alexis schÃ¼ttelte den Kopf. \"Pass auf deinen Schwanz auf.\"  \n\"Das Ding ist ja gemeingefÃ¤hrlich!\", beschwerte Gren sich und Alexis lachte sarkastisch. \"Das soll es auch sein. Das ist offenbar eine Miniaturausgabe einer Gatling.\" Gren trat vorsichtig wieder nÃ¤her an die GitterstÃ¤be heran, traute sich jedoch nicht bis ganz vorne. Dann ertÃ¶nte ein letztes Piepsen und das GeschÃ¼tz zog sich wieder in den Zylinder zurÃ¼ck, der daraufhin in der Decke verschwand. \"Und ich mag es nicht\", knurrte er die unscheinbare Metallplatte aus seiner sicheren Zelle aus an.  \n\"Ich auch nicht\", stimmte Alexis ihm zu, \"Und wenn wir hier raus wollen, mÃ¼ssen wir uns entweder etwas kluges einfallen lassen oder darauf hoffen, dass Joel uns findet...\"  \nGren starrte dahin, wo die Kugeln seine Schwanzspitze nur knapp verfehlt hatten. Abgesehen von der Tatsache, dass er durch seine geschwÃ¤chten Sinne sowieso keiner Kugel ausweichen konnte, schien es auch so schier unmÃ¶glich zu sein diesem prÃ¤zisen GerÃ¤t zu entkommen...  \nAlexis lieÃŸ sich seufzend an der HÃ¶hlenwand nieder.  \n\"Hast du noch irgendwas was sich als hilfreich erweisen kÃ¶nnte...?\", fragte Gren sie, doch sie schÃ¼ttelte nur den Kopf.  \n\"Es ist nicht zu fassen dass die mir sogar meine UHR abgenommen haben...\", lÃ¤chelte sie wieder sarkastisch, \"Jetzt mÃ¼ssen wir einfach auf Joels Gabe vertrauen und darauf dass er uns rettet...\"  \nEin Hoffnungsschimmer leuchtete in Gren auf. Er wusste noch dass Joel ihm gesagt sagte er wÃ¼rde nachkommen.  \n\"Joel wird das schon schaffen. Ich glaube fest an ihn. Sein Wille wird ihm helfen, Ã¼ber seine Grenzen hinauszugehen...\"  \nAlexis sah mit einem schwachen LÃ¤cheln zu ihm herÃ¼ber. \"Ich hoffe du hast recht. Bis dahin heiÃŸt es warten... oder hast du einen cleveren Plan...?\"  \nGren lÃ¤chelte gequÃ¤lt und schÃ¼ttelte den kopf. \"Nun, ich glaube kaum dass wir uns hier wieder rausquatschen kÃ¶nnen...\"  \nEr sank nun ebenfalls an einer Felswand nieder und versank in Gedanken an seinen Geliebten. Er konnte spÃ¼ren, dass Joel sie retten wÃ¼rde.  \nBei dem Gedanken an ihn Ã¼berkam ihn das GefÃ¼hl der Einsamkeit stÃ¤rker als je zuvor. Er umschlang seinen Schwanz und rollte sich zu einer Kugel zusammen... ihm fehlte etwas... Grens dachte sehnsÃ¼chtig an Joel und an ihre Liebe, die ihm im Moment verwehrt war... an die weiche Haut, den leisen Atem und die WÃ¤rme seines Geliebten...  \n  \n\n\u0026nbsp;  \n  \nJoel schaltete den Motor seines GefÃ¤hrts aus und lieÃŸ sich mÃ¶glichst gerÃ¤uschlos die letzten paar Meter an das Lager heranrollen. Nur noch das Rauschen des Windes war zu hÃ¶ren, und bis das Motorrad zum Stehen kam auch noch die Reibung der Reifen auf dem trockenen und steinigen Boden. SchlieÃŸlich stieg er vom Motorrad ab und holte seinen kleinen PDA hervor. Er befand sich nur noch wenige Meter vom Zielpunkt entfernt. Und tatsÃ¤chlich konnte er auf einem HÃ¼gel eine halbwegs getarnte rostige TÃ¼r erkennen, die ins Innere der Erde fÃ¼hrte.  \n\"Ein Eindringling! TÃ¶tet ihn!\", erschallte die Stimme eines Terroristen.  \nMit finsteren Blick erfasste Joel zwei AKO-Terroristen, die sich ihm mit Pistolen im Anschlag nÃ¤herten. \"Gren, halte durch...\", flÃ¼sterte und schloss konzentriert die Augen. Als er seine Augen wieder Ã¶ffnete und in Kampfstellung ging hatte sein Blick sich verÃ¤ndert. Voller Hass und Wut sah er die Verantwortlichen fÃ¼r die EntfÃ¼hrung seines Freundes vor sich, die die Grens Freund gequÃ¤lt hatten, Alexis und schlieÃŸlich auch noch seinen geliebten, Gren gefangen genommen hatten.  \nDann brach eine unglaubliche Kraft aus ihm hervor, manifestierte sich in einer blauen Flamme, die erst gen Himmel schoss und dann von ihm absorbiert wurde. 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