# Digimon Data Story - Episode 1: Schule

Author: Claine-kun
Tags: Cuddling, Digimon, Fanfiction, German Language, M/M

#1 of Digimon Data Story

So lass ich mich auch mal wieder blicken ;). An New Gen wird erst mal nicht weiter geschreiben, ich habe eine neue Story begonnen. Das jetzige Kapitel meiner ersten Story will einfach nicht fertig werden, teils aus Lust-, teils aus Zeitmangel ^^". Diese Story beinhaltet Yiff und M/M. Wer dies nicht mag, sollte die Finger davon lassen. Wobei es aber erst ab Kapitel 4 so richtig mit Yiff losgeht ;)
* * *
Digimon Data Story  
  
Episode I  
Schule  
  
Marc Scott  
  
Sachte, fast, als wollte er mich um keinen der Preis der Welt verletzten, schob sich Guilmon nÃ¤her an mich. Mein Puls raste. Aber wieso raste er, verdammt noch mal? Ich kannte meinen Partner doch erst seit heute. Eigentlich bestand Ã¼berhaupt noch keine Veranlassung, ihn zu... lieben. Genau, das war es, was ich empfand. Absurderweise Liebe. Liebe bei einem Wesen, das einem Menschen so fremd war, wie ein... mir fiel kein Vergleich ein, um diesen Unterschied Ã¼berhaupt in Worte zu fassen... Zudem war er mein Digimon-Partner. Und kein Liebhaber... Ich wurde rot und Guilmon hielt inne.  
â€žWas hast du?", fragte er und sah mich besorgt an.  
â€žNi-...nichts...", murmelte ich.  
Nun, vielleicht sollte ich erst einmal beginnen, wie ich in diese peinliche Situation kam...  
Es begann mit den Sommerferien. Die letzten beiden Tage hatte ich nur noch lustlos vor mich hingeschwitzt, da die Temperaturen in der letzten Zeit bis an die achtunddreiÃŸig Grad gestiegen waren.  
â€žMarc Scott! KÃ¶nntest du dich mal gÃ¼tigerweise ordentlich hinsetzten?"  
Das war meine Englischlehrerin. DÃ¼nn, Ã¤uÃŸerst dÃ¼nn und sehr streng. Nebenbei bemerkt auch sehr unausstehlich. Ihre hochgesteckte Frisur und ihre, etwas seltsame, Brille taten ihr Ãbriges.  
Sofort begannen die anderen aus der Klasse zu kichern und zu murmeln. Ich seufzte und richtete mich auf.  
â€žJa, Ubasa-san.", murmelte ich und ignorierte das Gemurmel von den Anderen. Die gingen mir doch nur immer auf die Nerven...  
â€žSchÃ¶n, dass du wenigstens das einsieht, Marc-kun.", meinte meine Englischlehrerin. Wieder mal ging mir durch den Kopf, wieso ich eigentlich als aus Englandkommender Englisch lernen sollte... Das war vÃ¶llig hirnverbrannt!  
Etwas genervt richtete ich mich noch ein bisschen mehr auf und schaute gelangweilt auf die Tafel. Ubasa-san bestand peinlichst darauf, dass wir die letzten beiden Tage noch Englisch mitmachen sollten. Und dabei gab es nicht mal mehr Noten.  
â€žAlso, kann mir jemand sagen, was das englische Wort fÃ¼r Liebesbeziehung ist?"  
HÃ¤tte ich damals gewusst, was am Ã¼bernÃ¤chsten Tag auf mich zukommen sollte, hÃ¤tte ich begeistert die Antwort gegeben. Damals aber starrte ich meine Lehrerin nur gelangweilt an.  
â€žMarc, da du so... aktiv in die Gegend starrst, wirst du es sicherlich wissen?", flÃ¶tete Ubasa.  
â€žÃ„h... was?", war nur meine Ã¼berraschte Antwort.  
Ubasa grinste und wandte sich der Klasse zu.  
â€žWisst ihr es vielleicht?", fragte sie hinein und sofort schnellte eine Hand hoch. Ein Junge in meinem Alter, Yamazaki, hieÃŸ er, hatte sie erhoben. Er war ein kleines bisschen kleiner als ich, trug ein weiÃŸes Hemd und eine Jeans. Zudem eine Brille. Mir fiel ein, dass er oft gemobbt wurde. Da er wohl als Streber angesehen wurde, war dies nur verstÃ¤ndlich. Ich mochte ihn aber, da er mir nie herablassend entgegengekommen war, wie die anderen. Irgendwie hatten fast alle in der Klasse eine Abneigung gegen AuslÃ¤nder. Wusste der Geier, warum.  
â€žJa, Yamazaki?"  
â€žLove Relationship", antwortete er, wie aus der Pistole geschossen.  
â€žDas ist richtig.", antwortete die Lehrerin. Dann klingelte es auch schon zur Pause. Sie seufzte und entlieÃŸ uns mit einer Handbewegung. Sofort wurden Ranzen eingepackt und StÃ¼hle nach hinten gerÃ¼ckt. Ich schaute noch einige Zeit auf meine Unterlagen, bis mich jemand von hinten antippte. Aufschauend stellte ich fest, dass es Yamazaki war.  
â€žWollen wir zusammen zur Pause?", fragte er lÃ¤chelnd. Ich nickte und packte meine Sachen ein. Danach stand ich auf und schulterte den Rucksack.  
â€žKein Problem. Ich hab sowieso nichts Besseres zu tun, also...", sagte ich achselzuckend. Bevor wir aber drauÃŸen waren, hielt mich Ubasa-san auf.  
â€žMarc, kann ich dich kurz sprechen?", fragte sie.  
Ich sah Yamazaki an, doch der nickte nur und meinte: â€žIch geh schon mal nach drauÃŸen, lasst euch nur Zeit."  
LÃ¤chelnd nickte ich, wobei ich kurz mit durch die stacheligen Haare fuhr. Ich mochte diese Frisurart sehr, auch, wenn ich dabei wie ein Google Boy aus einem Kinderanime aussah...  
Ich drehte mich um und setze mich auf den Stuhl, den Ubasa vor den Lehrerpult hingestellt hatte.  
â€žAlso.", begann sie. â€žIch weiÃŸ, dass du EnglÃ¤nder bist, Marc. Aber trotzdem musst du dich nÃ¤chstes Jahr mehr anstrengen."  
Ich seufzte. Wieder mal eine Standpauke. Nicht, dass ich Zuhause genug Ã„rger wegen meiner Englischnote hÃ¤tte...  
â€žDu stehst dieses Jahr ganz knapp auf Kippe, Marc. Bald hÃ¤tte ich dir eine fÃ¼nf geben mÃ¼ssen.", meinte sie und zog eine Falte vor Besorgnis. Dann beugte sie sich vor. â€žDas ist wirklich mehr als lÃ¤cherlich, Marc. Da du EnglÃ¤nder bist, mÃ¼sste es dir spielend leicht fallen, hier Englisch zu lernen. Sogar Yamazaki bekommt das hin, und der ist eigentlich kein Sprachass."  
â€žWie?", blinzelte ich Ã¼berrascht.  
â€žEr hatte im vorherigen Schuljahr in jedem sprachlichen Fach Vieren. Wusstest du das nicht?" Sie schien wirklich Ã¼berrascht.  
â€žNein. Woher auch?", erwiderte ich.  
â€žIch dachte, dass ihr Freunde wÃ¤ret?"  
Wieder blinzelte ich. Yamazaki und ich sollten Freunde sein?  
â€žNein, wieso denn auch? Gut, wir verstehen uns, aber mehr auch nicht."  
Ubasa lehnte sich zurÃ¼ck und runzelte die Stirn.  
â€žSo was aber auch. Ich dachte wirklich, dass ihr miteinander befreundet wÃ¤ret." Kurz schwiegen wir beide, dann sprach meine Lehrerin wieder.  
â€žBitte, Marc. BemÃ¼h dich nÃ¤chstes Jahr um eine bessere Englischnote. Ich weiÃŸ, dass der Unterricht manchmal langweilig sein kann..."  
â€žManchmal ist gut.", murmelte ich dazwischen, aber Ubasa-san ignorierte das.  
â€ž..., aber um deiner Willen, bitte, streng dich an!"  
Ich verdrehte dir Augen und nickte dann. Mir ging dieses stÃ¤ndige Schauen auf meine Noten so was von auf die Nerven, das sich die Lehrer nicht vorstellen konnten. Was sagten denn Noten schon Ã¼ber die praktischen FÃ¤higkeiten aus? Eigentlich gar nichts. Aber ich hatte schon seit einigen Jahren bemerkt, dass die Japaner anscheinend sehr auf die schulischen Leistungen schielten. Jedenfalls in Tokio.  
Ubasa seufzte und sah mich eindringlich an. Dann schlug sie die Augen nieder und begann, etwas in das Klassenbuch einzutragen. Nebenbei winkte sie mir kurz zu.  
â€žDu kannst gehen, Marc."  
â€žVielen Dank, Ubasa-san.", sagte ich und stand auf. Dann verbeugte ich mich kurz, was Ubasa einen Seufzer entfuhren lieÃŸ.  
Ich schnappte mir meine Tasche sowie die Jacke und ging nach drauÃŸen. Neben der TÃ¼r stand Yamazaki angelehnt da und blickte mit leerem Blick auf die Menschenmenge, die sich jetzt, wie immer, auf den Fluren sammelte. Als er mich sah, lÃ¤chelte er und ging auf mich zu.  
â€žWas hatte denn Ubasa-sama wieder zu meckern?", fragte er neckisch. NatÃ¼rlich nannte er sie immer -sama, da er diese Lehrerin anbetete wie sonst was.  
â€žAch...", murmelte ich. â€žWieder mal die Noten."  
Yamazaki grinste. â€žWie ich mir dachte."  
â€žWie, du dachtest dir das?", fragte ich mit einem Funkeln in den Augen.  
â€žNaja, sie meckert dich doch immer voll, wegen den Noten."  
Seufzend setzten wir uns in Bewegung. Im Speisesaal war es mal wieder proppevoll. Wie immer um die Mittagszeit standen reihenweise SchÃ¼ler an, um zur Essenausgabe vorzudringen. Dabei schmeckte das Essen schlecht. Wie in fast jeder Schulkantine auf der Welt. Und bei dieser Hitze stÃ¶rte die zusÃ¤tzliche WÃ¤rme des Essens eher noch. Aber die meisten der SchÃ¼ler kamen aus Ã¤rmlichen VerhÃ¤ltnissen und bekamen oft nichts zu Hause zu Mittag, anders als Yamazaki und ich.  
Als wir uns endlich durchgewartet hatten, setzten Yamazaki und ich uns an einen Tisch, etwas entfernt von der Masse der anderen SchÃ¼ler. Ich hatte keine Lust, von irgendjemand angestarrt zu werden, also lieÃŸ ich es gleich sein. Doch kaum hatten wir zu essen begonnen, sah ich aus den Augenwinkeln zwei unangenehm erinnernde Gestalten auf uns zukommen. Beide trugen eine Lederjacke, wie sie Motorradfahrer oft trugen und hatten zerfranste Jeans an. Sie waren aus unserer Klasse und die Idioten darin. Kain, ein EnglÃ¤nder wie ich und Lakado, ein Japaner.  
â€žDa ist ja unser Englischstreberlein!", sagte Kain und deutete mit seinem fetten Finger auf Yamazaki. Er war der fÃ¼lligere von den beiden und ohne Zweifel der, der am besten zuhauen konnte.  
â€žNa, hat dir die Englischstunde mal wieder SpaÃŸ gemacht, Yamazaki-chan?", fragte Lakado. Das -chan war aber herabwertend gemeint, wie ich am Tonfall entnahm.  
â€žWieso... nicht?", fragte Yamazaki zitternd, sodass seine Gabel ebenfalls bebte.  
â€žVon so 'nem Streber auch gar nicht anders zu erwarten, oder Lakado?", meinte Kain und lachte.  
â€žSicher.", meinte Lakado und nahm kurzerhand Yamazakis Gabel. Danach hielt er sie ihm vor das Gesicht und schnippte ihm die KartoffelstÃ¼cke, die darauf lagen, in dieses. Yamazaki fuhr zusammen und wischte sich die StÃ¼cke weg.  
â€žNa, hat's geschmeckt?", hÃ¶hnte Kain. â€žTut deinem Streberhirn bestimmt gut!"  
Nun wurde es mir zuviel und ich musste eingreifen. Man konnte doch nicht mit ansehen, wie einer litt, nur, weil zwei Idioten SpaÃŸ daran hatten!  
â€žDas reicht!", sagte ich laut, sodass einige andere auf uns aufmerksam wurden und hersahen. Als sie aber der Blick von Lakado strich, sahen sie weg.  
â€žHÃ¤h?", machte Kain. â€žWas willst du Strich denn?"  
Strich traf auf mich schon zu, denn ich war dÃ¼nn.  
â€žIch will, dass ihr Yamazaki in Ruhe lÃ¤sst!", fuhr ich den lebenden FettkloÃŸ an.  
â€žOh ho, du willst also?", sagte Lakado gefÃ¤hrlich leise.  
â€žJa, ich will! Wisst ihr, wie kindisch es ist, einen SchwÃ¤cheren zu mobben?"  
Lakado zuckte mit den Schultern und grinste mich unverschÃ¤hmt an. â€žIst mir echt so was von scheiÃŸegal, weiÃŸt du das? Ich will meinen SpaÃŸ haben, also, misch du dich nicht ein, du Westfresse."  
Das war zuviel. So eine Beleidigung lieÃŸ ich nicht auf mir sitzen. Mit einem Schrei sprang ich auf, wobei ich den Stuhl umwarf, und stÃ¼rzte mich auf Lakado. Besser gesagt, ich versuchte es. Denn der Fette ging dazwischen und packte mich am Schlafittchen. Dann hob er mich hoch, als wÃ¼rde ich nichts wiegen und wollte mich gegen den nÃ¤chsten Tisch werfen, als eine scharfe Stimme ertÃ¶nte.  
â€žKain, Schluss damit!"  
Als ich den Kopf drehte, konnte ich Ubasa sehen, meine Englischlehrerin. Mit den Armen in die HÃ¼ften gestemmt sah sie auf uns mit glÃ¼hendem Blick. Etwas dumm starrte Kain sie an, Lakado sah zu Boden.  
â€žLass ihn runter, Kain!", sagte Ubasa leise, wodurch sich Kain eiligst bemÃ¼hte, mich herunterzulassen. Seufzend wankte ich zu Yamazaki und musste mich kurz am Tisch festhalten, um nicht umzukippen. Kain hatte mir die Luft abgedreht, sodass ich schlecht atmen hatte kÃ¶nnen.  
â€žGeht es dir... gut?", fragte ich und sah ihn an.  
â€žJa... ja, geht schon...", murmelte Yamazaki.  
â€žIhr beide geht jetzt!", herrschte Ubasa Lakado und Kain an. Lakado machte den Mund auf, aber bevor er etwas erwidern konnte, tat Ubasa ihren Entschluss Nachdruck an. â€žGeht!" Mit hÃ¤ngenden Schultern und zum Boden gerichtetem Blick trotteten sie davon. Ubasa sah ihnen noch kurz mit eisigem Blick nach, dann wandte sie sich uns zu.  
â€žGeht es euch beiden gut?", fragte sie besorgt und betrachtete eingehend die Gabel, mit der Lakado Yamazaki die Kartoffel in das Gesicht geschnippt hatte.  
â€žJa, uns geht es gut, Ubasa-san.", sagte ich. â€žVielen Dank fÃ¼r die Hilfe."  
Sie sah auf und lÃ¤chelte mir zu. â€žKeine Ursache. Dazu bin ich doch da." Danach blickte sie sich um und auf ihre Armbanduhr. Gerade da klingelte es schon, das Zeichen, dass die Pause zu Ende war. â€žNun, ihr solltet euch in Bewegung setzten, sonst verpasst ihr noch die nÃ¤chste Stunde."  
â€žStimmt.", meinte Yamazaki und ich sah ihn an. Er war sehr betrÃ¼bt, das fiel mir auf. Hoffentlich kam er nicht mal auf... Selbstmordgedanken... Bei ihm konnte dies schon mÃ¶glich sein, immerhin hatte er jeden Tag einiges zu ertragen.  
Der Rest des Tages verlief ereignislos, dennoch war ich heilfroh, als die Schule mit dem letzten Klingeln vorbei war.  
â€žNur noch ein Tag, dann sind es endlich Sommerferien!", sagte ich froh zu Yamazaki, als wir beide Ã¼ber den Hof gingen. Er trottete etwas betrÃ¼bt neben mir her.  
â€žJa...", sagte er traurig. â€žIrgendwie schon."  
â€žHey, was ist denn mit dir los?", fragte ich ihn. â€žDu bist doch sonst nicht so drauf."  
â€žAch, nichts. Mir gehen nur die Idioten auf die Nerven, das ist alles."  
â€žKann ich verstehen."  
Da schoss auf einmal ein Schatten vorbei und in das nÃ¤chste GebÃ¼sch. Kurz konnte ich lange Ohren und einen KÃ¶rper erhaschen, der mich an einen Hasen erinnerte. Abrupt blieben wir beide stehen und sahen uns an.  
â€žEin Hase?", fragte ich. â€žWas hat ein Hase hier zu suchen?"  
â€žVielleicht ist er nur ausgebÃ¼chst.", antwortete Yamazaki. â€žSo was passiert eben."  
Ich beschloss, mir um diese Sache spÃ¤ter noch Gedanken zu machen und zusammen gingen wir aus dem Schultor. Yamazaki verabschiedete sich an meinem Haus und ging dann weiter. Seufzend schloss ich auf und war heilfroh, als ich endlich zu Hause war. Wieder ein Tag herum. Was fÃ¼r ein GlÃ¼ck...

Source: https://sofurry.com/s/r17Qg2Rm
Part of the series Digimon Data Story
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