Der letzte Engel 11: Ein unmoralisches Angebot
Alyssa hatte Flora viel zu verdanken. Sie half ihr mit dem Trank, bot ihr Trost und Schutz. Sogar einen Ort den sie tatsächlich ein Heim nennen konnte und wichtiger noch, jemanden den sie Schwester nennen konnte. Als Flora dann jedoch mit einer ausgesprochen eigenwilligen Bitte an sie heran trat, musste sich Alyssa entscheiden wie Dankbar sie ihrer neu gefundenen Schwester wirklich war.
Als Alyssa wieder zu sich gekommen war tat ihr alles weh. Ihre Handgelenke, ihr Rücken, ihr Kopf aber am meisten alles was zwischen ihren Beinen war. Nur mühsam konnte sie sich ächzend aufrappeln und sich umsehen. Flora lag neben ihr. Wäre nicht das selige Lächeln auf ihren Lippen gewesen hätte es Alyssa die Sprache verschlagen. Sie sah aus wie durch die Mangel genommen. Das Knäul war nirgends mehr zu sehen und so entspannte sich Alyssa etwas. Mit den Armen versuchte sie Flora wachzurütteln und nach einigen Versuchen machte diese tatsächlich einen Mucks. Beruhigt das es ihr scheinbar nicht viel schlimmer ging als ihr selbst setzte sich Alyssa auf die Wiese und wartete bis ihre Schwester wieder zu sich kam. Etwas überrascht merkte Alyssa dass sie selbst schon Flora für ihre Schwester hielt. Es war eigenartig, gerade bei den Dingen die sie zusammen getan hatten war es umso verwunderlicher, dass sie sie dennoch als Schwester sah und nicht als Geliebte. Als Alyssa zurückdachte an das Erlebnis mit dem Knäul brannten ihre Wangen wie Feuer. Sie konnte es noch immer nicht glauben dass Flora ihre ganze Hand … Nun, es erklärte zumindest die Schmerzen. Nach einer ganzen Weile setzte sich Flora endlich auf und rieb sich den Schlaf aus den Augen. In aller Ruhe streckte sie sich und gähnte ausgiebig bevor sie sich Alyssa zuwandte und sie anlächelte.
„Bist du schon lange wach?“, fraget sie.
„Nur ein paar Minuten“, versicherte ihr Alyssa. Sie half Flora auf die Beine zu kommen und zusammen gingen sie zurück zu deren Hütte. Jeder Schritt fühlte sich seltsam an. Ein mehr als ungutes Gefühl kam aus ihrem Intimbereich und sie zweifelte daran, dass es so schnell wieder weg gehen würde. Dazu wurde sie deutlich zu weit gedehnt. Ihr seltsamer Gang schien allerdings auch Flora aufzufallen.
„Du stehst nicht so darauf gedehnt zu werden, huh?“, fragte sie mit abgewandtem Blick. Ein bisschen Schuld klang aus ihrer Stimme.
„Es war mein erstes Mal. Aber es würde mir besser gehen wenn mir jetzt nicht alles weh tun würde“, erklärte sie verlegen. Über solche Themen zu reden war nicht gerade einfach, selbst mit Flora nicht.
„Entschuldige, ich hätte dich erst fragen sollen. Ich hab angenommen weil wir uns doch so ähnlich sind dass du auch … naja, egal, passiert ist passiert und so lange du mir nicht böse bist ist alles gut. Was die Schmerzen angeht habe ich in meiner Hütte etwas für dich. Glaub mir, danach fühlst du dich wieder wie eine Jungfrau“, lachte Flora und beschleunigte ihren Schritt etwas. Was Alyssa von dieser Aussage halten sollte wusste sie zwar nicht so ganz doch sie glaubte Flora. Bisher hatte sie sie schließlich noch nie enttäuscht. Angekommen in der Hütte durchsuchte Flora sofort ihren Lagerschrank und brachte ein kleines Fläschchen mit rosafarbener Flüssigkeit zum Vorschein. Auf einem kleinen Löffel träufelte sie fünf Tropfen davon und hielt ihn Alyssa zum Mund. Schulterzuckend machte sie den Mund auf und schluckte die Medizin. Es dauerte keine Minute bevor ein Schauer sie durchzuckte und sie spürte wie sich gewisse Muskeln in ihr deutlich zusammenzogen. Mit einer Hand auf ihrem Schritt ging Alyssa in die Knie. Die Zähne fest aufeinander gepresst hielt sie durch. Nach nur ein paar Sekunden war es vorbei und ein lautes Stöhnen drang aus ihrem Mund als sie die Luft ausließ, die sie angehalten hatte.
„Das … das war …“, weiter kam Alyssa nicht. Was immer gerade mit ihr geschehen war, es hatte ihr jeglichen Atem geraubt.
„Ziemlich intensiv, ich weiß“, lächelte Flora. Der Schmerz war verschwunden und tatsächlich fühlte es sich so an, als wäre sie nicht nur einfach wiederhergestellt worden, sondern sogar noch enger geworden als sie vorher gewesen war. Dankend nahm sie Floras Hand und ließ sich von ihr hochziehen.
„Ich mache das oft, mit der Zeit jedoch gewöhnt sich der Körper an die Dehnung und dann geht viel von dem Gefühl verloren, darum habe ich diesen Trank kreiert“, erklärte sie bevor sie selbst ebenso einen Löffel davon nahm. Mehr als ein kurzes Zittern erzeugte er bei Flora jedoch nicht.
„Nun lass uns aber los, heute steht die Traumkraut ernte in Gewächshaus Fünf an. Da muss ich dabei sein um die Qualität zu kontrollieren. Die Arbeit machen allerdings die Panther also keine Angst“, versprach sie ihr und packte anschließend einige Sachen in einen Beutel den sie sich über die Schulter schlang.
„Was ist Traumkraut?“, fragte Alyssa neugierig auf dem Weg zum Gewächshaus.
„Daraus macht man eine Droge. Man kann sie in Tee aufkochen oder in einer Pfeife rauchen“, erklärte ihr Flora sofort.
„Du stellst Drogen her?“, wunderte sich Alyssa doch Flora schien sich nicht angegriffen zu fühlen.
„Ja, natürlich. Drogen sind teuer. Wer sie herstellt hat eine große Macht. Auch in der Hölle gibt es Währungen. Allerdings mehr als nur Gold. Ums genau zu nehmen ist Gold dort unten ziemlich wertlos. Man handelt mit Seelen, Drogen, Sklaven, Waffen, und so weiter. Drogen sind dabei nach Seelen das zweitwertvollste also ist die Traumkrauternte auch sehr wichtig. Die Heerführer reißen sich förmlich darum. Es ist der einfachste Weg um Soldaten bei Laune zu halten und vor allem um sie gefügig zu machen. So lange sie abhängig sind bleiben sie beim Heer und desertieren nicht. Das ist ein ziemliches Problem in den Armeen der Hölle. Die Dämonen sind zu wankelmütig für echte Disziplin und desertieren oft. Ein Heerführer wird also meistens danach beurteilt wie gut er seine Armee beisammen halten kann. Dabei gibt es die lustigsten Versuche. Abraxa zum Beispiel hatte Desertieren unter Todesstrafe gestellt und am Schluss war ihre ganze Armee damit beschäftigt nur noch die Deserteure zu jagen. Es hat fast ein Jahr gedauert bis sie begriffen hatte, dass sie nur noch dafür arbeitete um sich selbst zu jagen. Wie ein Hund der seinen eigenen Schanz jagt“, lachte Flora als hätte sie ihr gerade einen tollen Witz erzählt. Der Höflichkeit halber lachte Alyssa mit auch wenn sie nicht ganz verstand was daran so lustig war.
„Viele Sachen die ich herstelle werden von Liavannia verkauft. Sie selbst hat schon eine ganze Weile keinen Krieg mehr geführt und daher ist ihr Lager voll. Bevor die Tränke jedoch schlecht werden, verkauft sie sie und ich ersetze sie aus der laufenden Produktion. Wir sind da!“, erklärte Flora und zeigte auf das Gewächshaus vor ihnen. Es war deutlich länger als die anderen die sie bisher gesehen hatte und bot eine beachtliche Fläche. Zum Glück musste sie hier keine Maske aufsetzen um es zu betreten. Ein dicker, süßlicher Geruch stieg ihr sofort in die Nase als sie hinein ging. Gut ein Dutzend Panther waren dort bereits zu Gange und beachteten sie nicht einmal. Die spärlich bekleideten Krieger mit schwarzem Fell hatten einen Korb auf ihrem Rücken geschnallt und füllten diesen mit den Blättern des Krautes welches hier im Überfluss wuchs. Auf einem Tisch kippte sie sie aus wo andere sie kontrollierten und aussortierten. Zielstrebig ging Flora auf eben diesen Tisch zu und begann Stichprobenartig die Ernte zu kontrollieren.
„Was bewirkt dieses Traumkraut eigentlich?“, fragte Alyssa. Sie fühlte sich etwas verloren hier, ganz ohne Beschäftigung.
„Man träumt“, erklärte Flora.
„Es entspannt, beruhigt und lässt den Puls rapide sinken. Man fällt in einen komatösen Zustand und hat sehr lebhafte Halluzinationen. So als ob man schlafen und träumen würde. Dabei wird vom Körper eine große Menge Serotonin im Körper ausgeschüttet welches ein Gefühl von tiefer Ruhe und Gelassenheit erzeugt. Umgangssprachlich heißt es, es würde den Geist reinigen aber das ist natürlich Quatsch“, winkte Flora lachend ab. Neugierig sah Alyssa die handtellergroßen Blätter an. Was ein Serotonin war wusste sie zwar nicht, aber den Rest hatte sie verstanden. Auf den ersten Blick klang das gar nicht mal schlecht. Bisher hatte man sie vor Drogen immer gewarnt, dass sie böse seinen und eine Sünde doch wie sündhaft konnte es sein Gelassenheit und Ruhe zu suchen?
„Ich würde dir davon abraten es zu probieren“, unterbrach sie Flora und sofort ließ Alyssa das Blatt fallen welches sie fasziniert angestarrt hatte.
„Es hat einen Grund warum es eine Droge ist und keine Medizin“, zwinkerte sie ihr zu.
„Dadurch das der Körper so viel Serotonin auf einmal ausschüttet, fühlt man sich, wenn die Wirkung abklingt meistens depressiv und traurig. Man sehnt sich zurück nach dem Gefühl und schon nach dem ersten Mal entwickelt sich eine starke Abhängigkeit. Davon wieder loszukommen ist ein ausgesprochen unschöner Prozess. Wenn du etwas zum Entspannen willst, dann kann ich dir etwas weniger Gefährliches geben“, bot ihr Flora an doch Alyssa lehnte dankend ab. Scheinbar waren nicht alle Geschichten gelogen wenn es um Drogen ging. Wenn sogar Flora ihr davon abriet, dann konnte es ja nichts Gutes sein.
„Wenn du willst können wir einmal zusammen Kampfsalz nehmen, das wäre lustig“, schlug ihr Flora vor. Alyssa jedoch bezweifelte bei diesem Namen dass sich dahinter tatsächlich Spaß verbarg. Flora sah geduldig immer wieder Blätter aus der Ernte an und schien wortlos Befehle zu erteilen. Es verwunderte Alyssa, dass sie kein einziges Wort mit den Panthern sprach. Sie schienen alle immer sofort zu wissen was sie von ihnen wollte.
„Redest du nie mit den Panthern?“, frage Alyssa schlussendlich.
„Nein, warum sollte ich?“, wunderte sich Flora und sah sie fragend an.
„Woher wissen sie dann was du von ihnen willst? Du schnippst immer nur mit dem Finger und sofort wissen sie was sie zu tun haben. Das verstehe ich nicht“, brachte Alyssa ihre Frage auf den Punkt.
„Oh“, kurz lachte Flora auf, „natürlich. Das muss seltsam auf dich wirken. Ich benutze Telepathie. Es ist eine Eigenschaft die ich bei den Pflanzen brauche und irgendwann habe ich angefangen sie bei den Panthern ebenso zu verwenden. Das Schnippen ist ein Sicherheitsmechanismus. Selbst wenn sie einen Befehl von mir telepathisch bekommen, dann führen sie ihn erst aus, wenn ich geschnippt habe. Das habe ich ihnen beigebracht damit ich nicht versehentlich etwas falsches Befehle. Wenn man abgelenkt ist können die Gedanken schon mal wandern“, erklärte ihr Flora.
„Du kannst also Gedanken lesen?“, fragte Alyssa erstaunt.
„Ja. Das auch“, bestätigte ihr Flora.
„Zum Beispiel denken gerade sechs der Panther daran dich zu vernaschen“, zwinkerte ihr Flora zu und deutete mit einem Kopfnicken auf eine Gruppe von Arbeiter. Erst jetzt fiel Alyssa auf, dass sowohl Flora als auch sie selbst noch immer nackt waren. Mit einem schlucken überkreuzte sie die Beine etwas und wandte sich von den Panthern ab.
„Keine Angst, sie werden schon nicht über dich herfallen“, lachte Flora der es scheinbar vollkommen egal war unter so vielen Männern nackt zu sein.
„Wieso ist dir das unangenehm? Es ist doch nett von ihnen“, fragte Flora und widmete sich wieder einem der Blätter.
„Was soll daran nett sein wenn sie mich nur ficken wollen?“, fragte Alyssa wenig überzeugt.
„Naja, sie würden das nicht denken wenn du hässlich wärst. Also ist es nett dass sie dich so attraktiv finden, dass sie sich vorstellen dich zu ficken. Sieh es doch einfach als Kompliment“, schlug ihr Flora vor. Wirklich überzeugt war Alyssa davon nicht. Sie hatte keinen Zweifel daran, dass die Panther es sich nicht nur vorstellen würden, wenn Flora nicht hier wäre. Vermutlich alle gleichzeitig. Alyssa schluckte bei dem Gedanken. Sie war heilfroh als sie das Gewächshaus endlich verlassen konnten. Zusammen gingen sie zurück zur Hütte um nach dem Unsichtbarkeitstrank zu sehen. Flora war sich sicher dass er jetzt bereit wäre für die nächste Stufe. Dort angekommen fügte sie noch ein paar weitere Kräuter und Wasser hinzu bevor sie ihn nach ein bisschen Umrühren wieder ziehen ließ. Ihr Vorschlag ein Bad zu nehmen stieß auf willige Ohren bei Alyssa. Ihr Fell war zwar trocken, doch verklebte eine beträchtliche Menge Honigöl gewisse Stellen davon und die Vorstellung wieder sauber zu sein war verlockend. Dieses Mal jedoch führte sie Flora zu dem großen See den sie bereits von der Klippe aus gesehen hatte. Das Wasser war deutlich kühler aber immer noch angenehm erfrischend. Eine willkommene Abkühlung in der tropischen Hitze dieser Höhle.
In stiller Eintracht wuschen sie sich und Flora summte derweilen wieder die allgegenwärtige Melodie die sie immer auf den Lippen hatte, wenn sie scheinbar in Gedanken versunken war. Es dauerte ein bisschen doch nach einer Weile war sich Alyssa sicher, dass ihr Fell wieder ansehnlich war.
„Du denkt noch immer an die Panther“, stellte Flora plötzlich fest.
„Entschuldigung, ich wollte nicht lauschen aber deine Gedanken sind ziemlich laut“, zwinkerte sie der geschockten Alyssa zu. Röte sprang ihr ins Gesicht als sie Floras Grinsen sah. Ruckartig wandte sie sich um und drehte ihr den Rücken zu in der Hoffnung dass es helfen würde.
„Hey es ist doch nichts dabei. Sie sehen auch zum Anbeißen aus. Ich mache dir da keinen Vorwurf, hörst du“, versuchte Flora noch immer leicht kichernd Alyssa zu versöhnen.
„Hör auf damit!“, forderte sie Alyssa auf doch Flora dachte nicht einmal daran.
„Ach komm, was ist den dabei? Denkst du ich hätte noch nie mit einem von ihnen geschlafen? Ganz im Gegenteil, ich bin mir ziemlich sicher dass ich mit jedem von ihnen schon geschlafen habe, vermutlich sogar mehrfach. Meistens sogar mit mehr als einem gleichzeitig. Wenn du willst können wir eine kleine Orgie machen“, schlug ihr Flora freudig vor.
„Ich will keine Orgie!“, blockte Alyssa sofort panisch ab was Flora ein erneutes Lachen entlockte.
„Keine Angst, ich zieh dich nur auf“, versicherte ihr Flora und legte ihr die Hand von hinten auf die Schulter.
„Also hast du noch nicht mit ihnen geschlafen?“, fragte Alyssa.
„Doch, das war die Wahrheit, ich meinte die Orgie, wenn du nicht willst, dann werde ich dich natürlich nicht zwingen. Aber ich bin neugierig. Bisher hatte ich nicht den Eindruck, dass du ein Problem mit Sex hast, zumindest mit mir hattest du keines. Magst du keine Männer?“, fragte Flora sie neugierig.
„Doch, schon es ist nur …“, begann sie verlor jedoch ihre Stimme.
„Hey, sieh mich an!“, forderte sie Flora auf und drehte sie zu sich um. Widerwillig erwiderte sie Floras besorgten Blick.
„Was ist los?“, fragte sie erneut und mit einer entwaffnenden Fürsorge in der Stimme die es Alyssa unmöglich machte zu schweigen.
„Das letzte Mal als ich … das war mit Lilith. Sie wollte mir etwas beibringen und hat mir gezeigt wie man … naja ich weiß nicht so genau was sie mir gezeigt hat aber es hat funktioniert. Ich war so voller Energie und beinahe hätte Lilith mich überrumpelt und dann wäre es aus für mich gewesen. Ich hatte Angst und ich weiß noch immer nicht was es genau war was Lilith mir gezeigt hat“, erklärte Alyssa mit gesenktem Blick.
„Zeig es mir“, forderte sie Flora überraschend entschlossen auf. Verwundert hob Alyssa den Blick und sah in Floras Augen. Sie meinte es ernst.
„Zeig mir was sie dir beigebracht hat, ich will es sehen!“, verlangte sie von ihr. Auch wenn es sich nicht wie ein Befehl anfühlte, es klang auf jeden Fall wie einer. Flora schien entschlossen zu sein das durchzuziehen. Alyssa nickte. Als sie wieder am Ufer waren und sich abgetrocknet hatten, stand einer der Panther bereits dort und wartete. Flora schnippte mit dem Finger und er kam zu ihnen. Auf einen kleinen Felsen setzte sich der bereits nackte Krieger und wartete gehorsam ab. Alyssa und Flora kamen auf ihn zu auch wenn Alyssa immer weiter zurück fiel als würde sie es damit verzögern können. Es half jedoch alles nichts.
„Bitte zeig es mir, Alyssa. Es ist wirklich wichtig dass ich weiß was sie dir gezeigt hat. Ich erkläre dir den Grund danach. Ich hoffe es lenkt dich nicht zu sehr ab wenn ich zusehe aber es muss sein“, erklärte ihr Flora.
„Beim letzten Mal hat mir Lilith zugesehen und auch noch kommentiert“, winkte Alyssa geschlagen ab.
„Tut dir also keinen Zwang an.“
Vor dem Panther angekommen ließ Flora ihre Hand los und stellte sich daneben. Sie versicherte ihr, dass der Panther jeden ihrer Befehle befolgen würde und sie es so machen könnte wie auch immer sie wollte. Alyssa jedoch hatte keine Ahnung was sie von ihm wollte. Am ehesten noch, dass er nicht da wäre. Mit einem Seufzen kniete sie sich vor den Panther. Sie hatte es bei Lilith auch mit dem Mund gemacht also müsste es so wohl am besten klappen. Aus dem seidig schwarzen Fell des Panthers ragte bereits ein Teil seines Penis hervor. Noch schlaff bot es keinen allzu berauschenden Anblick. Ein letztes Mal sah sie zu Flora und diese nickte ihr aufmunternd zu. Alyssa schloss die Augen und seufzte ein letztes Mal bevor sie die Hand um das noch schlaffe Glied legte. Mit der anderen Hand strich sie über das überraschend weiche Fell seiner Leistengegend. Ihre freie Hand fand schnell die beiden Kronjuwelen des Panthers unter seinem Fell verborgen und begann diese zu massieren. Ihre andere Hand begann langsam den Schaft hervor zu locken. Es ging schneller als sie gedacht hätte und der Schwanz war in voller Härte vor ihr. Neugierig besah sie das exotische Teil vor ihr. Um die Spitze waren Noppen die sie so noch nie zuvor gesehen hatte. Es machte sie neugierig wie es sich wohl anfühlen würde ihn in sich zu spüren. Fürs Erste jedoch wollte sie es schnell hinter sich bringen. Sie schloss ihren Mund um die Spitze und schmeckte den ersten Tropfen der sich bereits auf der Spitze gebildet hatte. Es war nicht unangenehm. Im Gegenteil. Der leicht bittere Geschmack ließ sie auf mehr hoffen. Mit ihrer Zunge strich sie über die Noppen und spürte, dass sie ebenso hart wie der Rest des Schwanzes waren. Noch neugieriger als vorhin wie es sich wohl anfühlen würde machte sie weiter. Sie schaffte beinahe die Hälfte des Schwanzes in ihren Mund zu bekommen. Deutlich mehr als bei den Dämonen in den Baracken. Während ihre Hände unablässig weiter machten, begann sie mit ihrer Zunge langsamer zu werden und sich an Liliths Lektionen zu erinnern. Sie ließ die Hand von seinen Kronjuwelen ab um sie an sich selbst hinab gleiten zu lassen. Mit zwei Fingern begann sie an sich selbst zu spielen und stöhnte laut um den Schwanz in ihrem Mund. Sie spürte ihn bereits. Den Puls, ein bisschen von der Wärme doch sie wusste, dass da noch mehr war. Sie konzentrierte sich weiter, stellte sich so gut sie konnte auf ihn ein. Sein Stöhnen wurde lauter, beinahe schon ein Fauchen als sich die Wärme in Alyssa ausbreitete. Es dauerte nicht mehr lange bis sie sich sicher war, dass sie es geschafft hatte. Ihre feuchten Finger glitten zwischen ihre Lippen und brachten sie weiter zum Stöhnen. Der Panther zitterte bereits und es fiel ihm sichtlich schwer sitzen zu bleiben. Alyssa konnte spüren dass er am liebsten aufgesprungen wäre, ihren Kopf mit seinen Pranken gepackt hätte und sie so gnadenlos in den Mund gefickt hätte dass sie danach vermutlich ohnmächtig geworden wäre. Der Gedanke war bei weitem erregender als ihr lieb war. Ein lautes Fauchen riss sie aus ihren Gedanken und tatsächlich landete eine Pranke auf ihrem Kopf. Allerdings drückte diese sie nur tiefer auf seinen Schwanz. Der erste Schwall traf Alyssa unvorbereitet doch den zweiten schluckte sie schon problemlos. Mehrmals musste sie schlucken und mit jedem Mal wurde ihr wärmer, ihre Finger wurden schneller mit jedem Tropfen den sie aus ihm saugte. Als sie sich sicher war nichts mehr von ihm zu bekommen, lutschte sie noch weiter. Sie wollte selbst ebenfalls noch zum Höhepunkt kommen und dazu brauchte sie ihn. Sie wusste dass sie ihn dazu brauchte. Wehleidig stöhnte der Panther auf doch Alyssa kümmerte es nicht. Fieberhaft stieß sie ihre Finger in sich, rieb ihren Kitzler mit den feuchten Fingern bis sie sich so weit aufgestachelt hatte, dass auch sie kam. Wie ein Schauer wanderte das Gefühl durch ihren Körper, belebte sie, stärkte sie, befriedigte sie. Sie genoss es noch ein paar Sekunden bevor sie den Schwanz aus ihrem Mund entließ und sich auf ihre Knie zurück fallen ließ.
Als Alyssa die Augen wieder öffnete sah sie zum einen das besorgte Gesicht von Flora, zum anderen den Panther der keuchend auf dem Boden lag.
„Komm mit, wir müssen reden“, forderte sie Flora überraschend streng auf und packte sie an der Hand. Beunruhigt von dem plötzlichen Verhalten von Flora fügte sich Alyssa und folgte ihr. Zu reden traute sie sich noch nicht. Sie wollte erst wissen was Floras Problem war. Diese führte sie zurück in ihre Hütte und setzte sich mit ihr zusammen ans Bett so wie sie es schon am ersten Tag getan hatten.
„Habe ich etwas falsch gemacht?“, fragte Alyssa sichtlich nervös und auch ein kleines bisschen verängstigt. Sie wollte auf keinen Fall Floras Freundschaft verlieren. Sie mochte sie zu sehr dafür.
„Weißt du noch was ich dir gestern gesagt habe? Als wir im Knäuel waren?“, fragte Flora doch Alyssa sah sie nur irritiert an.
„Ich hatte dir gesagt, dass es genau so geendet hätte, wenn ich die Kontrolle komplett verloren hätte als wir beide hier im Bett miteinander geschlafen haben. Es hat mich die ganze Zeit über gestört, etwas hat nicht gepasst und ich bin nicht drauf gekommen was es war. Jetzt weiß ich es. Die Wahrheit ist, ich habe damals die Kontrolle verloren, darum hat sich auch die Pflanzenwelt hier drinnen selbstständig gemacht und eine Ranke dich genommen. Aber es hätte anders kommen müssen. Wir hätten so enden müssen wie im Knäuel. Sind wir aber nicht. Ich dachte es lag daran, dass ich nicht ganz die Kontrolle verloren hatte doch es lag nicht an mir sondern an dir!“, erklärte Flora. Alyssa jedoch verstand noch nichts.
„Ich hatte schlichtweg nicht mehr die Kraft es so eskalieren zu lassen. Das lag daran, dass du sie mir entzogen hast. Das ist es was Lilith dir beigebracht hat. Das was jeder Succubus kann und sonst eigentlich niemand können dürfte. Succubi ernähren sich von sexueller Energie. Das ist am einfachsten weil der Körper beim Sex nahezu jeden Schutzmechanismus herunterfährt. Sie saugen direkt die Lebensenergie aus ihren Opfern, meistens bis diese tot sind. Etwas das du scheinbar auch kannst“, schlussfolgerte Flora. Alyssa schluckte. Hatte sie Flora wirklich Energie entzogen? Sie fühlte sich grauenhaft. Ein kurzes Lachen unterbrach Alyssa. Sie sah zu Flora die den Kopf schüttelte.
„Lilith hat dir etwas beigebracht was eigentlich unmöglich sein sollte. Du bist kein Succubus. Du dürftest das nicht können. Wenn ich es nicht eben mit meinen eigenen Augen gesehen hätte, dann hätte ich das niemals für möglich gehalten“, schüttelte sie weiter den Kopf.
„Hab ich … hab ich ihn …“, erschrocken schlug sich Alyssa die Hand auf den Mund. Ihre Gedanken waren bei dem Panther von vorhin. Hatte sich seine Brust noch bewegt als sie gegangen waren?
„Nein, keine Angst, er lebt. Knapp aber doch. Er wird es überstehen. Eine Minute länger jedoch und ich wäre mir nicht mehr so sicher darüber. Du bringst mich in eine verzwickte Lage, Alyssa. Dieses Talent von dir, sagen wir mal so, es gibt da etwas was ich immer schon ausprobieren wollte aber unmöglich alleine konnte“, erklärte sie ihr mit einem schwachen Lächeln.
„Was denn?“, fragte Alyssa neugierig.
„Nun, weißt du warum ich damals mit Shaki zusammen war? Es ist ja nicht gerade üblich das eine Schlange und eine Maus etwas miteinander haben. Der Grund war simpel: Ich hatte Todesangst vor ihr. Als ich sie gesehen habe, zum ersten Mal, ich war stocksteif vor lauter Angst. Ich habe keine Ahnung warum aber ich konnte keinen Muskel mehr bewegen. Weißt du Alyssa, in der Alchemie geht es nur um Kontrolle. Es geht um das präzise Einhalten von Rezepten, akribisches Vorgehen. Genauso wie beim Züchten von Pflanzen. Es folgt alles einem Schema, es passiert nichts ohne eine vorherige Aktion. Beides ist berechenbar. Ich weiß exakt was ich die nächsten drei Wochen lang jeden Tag machen werde. Eben weil alles einem großen Plan folgt. Einem Plan dessen Herrin ich bin. Als ich Shaki sah, da zerbrach jede Kontrolle. Ich war plötzlich niemand mehr. War nur noch ein verschrecktes Ding vor ihr, hatte keine Kontrolle mehr. Du weißt gar nicht was das für ein Gefühl war“, hauchte Flora mit geschlossenen Augen während sie lustvoll zurückdachte.
„Ich fühlte mich absolut hilflos und ich war so feucht das man jemanden zwischen meinen Schenkeln hätte ertränken können! Shaki hat es natürlich sofort bemerkt und es schamlos ausgenutzt. Sie hat Sachen mit mir angestellt …“, ihre Stimme verlor sich in der Vergangenheit während Alyssa förmlich zusehen konnte wie sich die Nippel von Flora aufstellten.
„Wie dem auch sei, ich habe damals gelernt das es mich tierisch erregt hilflos zu sein. Ich habe das auch hier immer wieder ausgelebt. Habe meiner Mandragora zum Beispiel befohlen mich für eine gewisse Zeit lang zu nehmen ohne auf meine Befehle zu hören. Es ist aber alles nicht das Selbe. Es ist nicht echt. Selbst wenn ich befehle mich zufällig in den nächsten Wochen zu vergewaltigen, dann weiß ich trotzdem dass es passieren wird. Mit den Panthern habe ich das gleiche Problem. Ich weißt das es passieren wird und ich weiß auch, dass ich wieder aus der Nummer raus komme. Es ist keine echte Hilflosigkeit. Es ist nur das halbe Vergnügen. Genau da kommst du ins Spiel Alyssa!“
Alyssa starrte sie mit offenem Mund an. Ein derartiges Geständnis, so viel Offenheit hatte sie nicht erwartet und so leger wie Flora darüber sprach, passte es gar nicht zu dem Inhalt. Sie wünschte sich sie hätte nur einen Hauch von Floras Selbstvertrauen. Schnell wurde Alyssa bewusst, dass Flora sie ansah.
„Was meinst du?“, fragte sie vorsichtig.
„Dein Talent. Du hast es nicht unter Kontrolle. Es ist ein Risiko. Du hast es bisher nur mit dem Mund gemacht, stimmt’s?“, fragte sie wartete jedoch nicht auf eine Antwort.
„Mein Hauptproblem ist, dass ich immer weiß das ich heil aus der Nummer heraus komme. Daher ist es nicht wirklich echt, was aber wenn es nicht an mir liegt ob ich wieder frei komme?“, fragte Flora sie mit einem verschwörerischem Grinsen.
„Was wenn mein Schicksal gänzlich in fremden Händen liegen würde. In Händen die sich nur mithilfe eines noch unausgereiftem Talentes befreien könnten?“, fragte sie weiter und langsam aber sicher gefiel Alyssa das Gespräch ganz und gar nicht mehr.
„Seien wir ehrlich Alyssa. Du hattest bisher unbeschreibliches Glück hier im Schloss. Du kannst nicht kämpfen, hast keine Magie und auch sonst keinerlei Möglichkeit dich zu verteidigen. Bisher war es immer nur die Gnade derer die dich gefunden haben, dass du weitergekommen bist. Ich bin da keine Ausnahme. Was Lilith dir gegeben hat, ist eine Chance. Es ist eine Chance dich selbst zu retten wenn es einmal schief geht. Du bist kein Succubus darum rechnet niemand damit dass du ein solches Talent besitzt. Es ist deine einzige Waffe und doch hast du sie noch nicht unter Kontrolle. Ich biete dir also einen Tausch an. Du hilfst mir und ich helfe dir dabei dein Talent weiterzuentwickeln. Also was sagst du?“, fragte Flora.
„Was genau willst du nun von mir?“, fragte Alyssa die zwar verstanden hatte was Flora über ihr Talent gesagt hatte und sie hatte auch recht damit, doch was sie nun genau von ihr wollte wusste sie nicht.
„Ich möchte wieder einmal das Echte erleben! Ich habe es so satt immer nur halbe Hilflosigkeit zu spüren! Darum Folgendes: Ich werde den Panthern befehlen uns zu versklaven. Sie sollen mit uns anstellen was immer sie wollen. So oft sie wollen. So viele wie wollen. Ich werde ihnen keinerlei weitere Befehle geben. Nur das. Wir werden beide ihre Sklaven werden und nur noch für sie leben. Werden ihnen mit unseren Körpern jederzeit zu Diensten stehen. Meine Güte ich werde schon feucht wenn ich nur daran denken. Unsere einzige Chance wieder frei zu kommen, bist du. Wenn du es schaffst ihnen die Lebensenergie zu entziehen so dass wir uns befreien können. Andernfalls bleiben wir ihre Sklaven. Für alle Zeit wenn nötig. Wir hätten also beide etwas davon. Ich würde wieder einmal wahre Hilflosigkeit spüren und du wärst gezwungen dein Talent einzusetzen. Es wäre genau die Motivation die du brauchst um es zu trainieren. Danach hast du es garantiert so weit im Griff, dass düs nach belieben einsetzen kannst!“, schwärmte Flora ihr vor.
Alyssa sah sie skeptisch an. Der Plan klang, um es kurz zu sagen, vollkommen geisteskrank. Sie würde freiwillig ihr Leben aufs Spiel setzen und das ohne jede Garantie wieder aus der Nummer raus zu kommen. Sie hatte das schon einmal getan, im Heizkeller und das war grauenhaft ausgegangen.
„Bitte Alyssa! Du kannst im Gegenzug alles von mir haben was du willst, bitte hilf mir!“, flehte sie Flora schamlos an. Ihr mitleidiges Gesicht stach in ihrer Brust. Flora schien es wirklich ernst mit dieser Sache zu sein.
„Aber das würde doch nicht funktionieren wenn ich sie nur müde machen würde. Ich kann ja schlecht allen gleichzeitig die Kraft entziehen“, wehrte sich Alyssa verzweifelt.
„Natürlich nicht, du müsstest sie natürlich töten“, winkte Flora den Einwand ab als wäre es nichts.
„Was? Aber ich will niemanden töten!“, regte sich Alyssa auf und sah Flora entgeistert an.
„Was? Wieso nicht?“, fragte diese ehrlich verwundert.
„Wieso? Weil ich kein Lebewesen töten will, deswegen. Es ist falsch jemanden zu töten und ich will das nicht!“
„Lebewesen? Du denkst das sind Lebewesen?“, fragte Flora ungläubig.
„Alyssa, das sind nur seelenlose Hüllen. Es sterben hier ständig welche von ihnen. An wem denkst du probiere ich meine Tränke aus? Hast du auch nur ein einziges Weibchen bisher gesehen? Wo denkst du bekomme ich den Nachschub her? Bestellen kann ich sie auf jeden Fall nicht“, lachte sie.
„Nein, jeder einzelne von ihnen wurde von mir heraufbeschworen. Es sind Hüllen die von Magie am Leben gehalten werden. Diese Dinger sind nie geboren worden und sind garantiert keine Lebewesen“, lachte sie abfällig. Es war einer der Momente in denen Alyssa wieder klar wurde, dass Flora ebenso ein hochrangiger Dämon war wie Lilith. Sie neigte dazu das ständig zu vergessen.
„Wenn es dein Gewissen ist was dich plagt, dann sei versichert dass du lediglich Ausgeburten der Hölle vernichten würdest. Etwas was die Engel Illias auch machen und dafür betest du sie doch an, oder nicht?“, fragte sie. Angewidert sah Alyssa Flora an. Sie kannte wirklich keine Grenzen. Sie wollte es unbedingt und kein Mittel war ihr zu niederträchtig um sie zu überzeugen.
„Ich habe Angst. Was wenn ich es nicht schaffe?“, fragte Alyssa hilflos und gab sich damit schon geschlagen. Flora drückte sie fest an ihre Brust und streichelte ihr den Hinterkopf.
„Was wenn sie mir weh tun? Wenn sie dir weh tun?“, fragte Alyssa verzweifelt.
„Ich werde dafür sorgen dass sie dir nichts tun“, beruhigte sie Flora mit breitem Grinsen. Sie hatte sie genau da wo sie sie haben wollte. Endlich würde ihre Fantasie zur Realität werden. Sie konnte es kaum erwarten. Doch leider mussten Vorkehrungen getroffen werden. Sie konnte unmöglich abschätzen wie lange es dauern würde bis Alyssa sie befreite und vor allem ob sie es überhaupt schaffte. Sie musste dafür sorgen das hier unten alles trotzdem seinen gewohnten Gang ging. Wenn man nach zwei Tagen schon etwas vermissen würde, dann würde jemand nachsehen kommen und es beenden. Das durfte nicht passieren. Im Kopf ging sie die Listen und Pläne durch. Sie müsste nicht viel erledigen. Ein paar Elixiere die sie nur selbst herstellen konnte, den Rest könnten die Panther übernehmen. Es würde ihr ein paar Wochen geben. Wenn keine Sonderbestellung von Liavannia kam, würden es vielleicht sogar Monate sein. Ihr Grinsen wurde breiter als sie daran dachte vielleicht einen ganzen Monat oder länger nur eine Sklavin zu sein. Sie musste sich zusammenreißen um einen klaren Kopf zu behalten.
„Ich muss noch ein paar Sachen vorbereiten. Deinen Trank muss ich ja auch noch fertig brauen, du hast also noch bis mindestens Morgen Zeit um es dir zu überlegen. Ich will nur dass du weißt, dass du mir damit einen Wunsch erfüllst den ich schon seit über sechzig Jahren hege. Ich will dich nicht dazu zwingen, es ist deine Entscheidung doch ich würde dir unendlich dankbar sein wenn du mir helfen würdest“, sprach Flora auf sie ein bevor sie aufstand und zu Alyssas Trank ging. Die Maus sah ihr angesäuert nach. So wie Flora es ausdrückte wäre sie ein wahres Scheusal wenn sie ablehnen würde. Es wäre ihr lieber gewesen wenn Flora sie dazu gezwungen hätte, dann müsste sie sich nicht diese ganzen Gedanken machen. Erschöpft ließ sie sich zurück auf das Bett fallen. Was sollte sie nur tun?