Elvira und Seth - Kapitel 8
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Kapitel 8
Nach 15 Minuten des Weges standen sie vor einem Zugang.
„Tja“, hub Seth an, „da geht’s runter und rein.“
„Mit runter und rein kennst du dich ja gut aus“, stichelte Elvira.
„Ich bitte dich. Das ist der Zugang zu einem Höhlensystem und außerdem staubtrocken. Ich konnte bei dir beides nicht feststellen“, hielt Seth dagegen.
„Da gebe ich dir Recht. Allerdings hast du auch reichlich dafür gesorgt, dass das nicht passiert.“
Isis verdrehte die Augen. „Er hat also tatsächlich die Potenz und den Trieb, den ich meinem Gemahl aberkannt habe?“
„Mehr als genug und auch die Ausstattungsmerkmale sind mehr als zufriedenstellend.“
Seth seufzte. „Ja Isis, ich habe all das was Osiris nicht mehr haben sollte oder nie hatte.“
„Ausgezeichnet“, erwiderte Isis, „und das du noch lebst, deutet daraufhin, dass er damit auch gut umgehen kann.“
„Könnten wir das jetzt sein lassen?“, herrschte der Schakal-Muli, „Es interessiert niemand wie ich gebaut bin.“
„Oh doch“, hub Elvira wiederholt an, „Stimmt es eigentlich was in der Mythologie steht?“
„Was meinst du damit?“, fragte Isis nach.
„Es gibt da so sexuelle Begegnungen mit Horus, dir und Hathor.“
„Teils, teils“, sinnierte Isis, „Horus und er sind sich nicht grün. Es war daher logisch, dass Horus in irgendeiner Form für ihn toxisch sein musste. Dass es ausgerechnet sein Sperma sein würde, konnte selbst ich nicht ahnen.“
„Aber du hast es dir gut zunutze gemacht“, knurrte Seth.
„Horus hatte seinen Spaß“, zischte die geflügelte Mutter-Göttin.
„Ich nicht. Schlimm genug, dass das Falkenejakulat keinen nennenswerten Eigengeschmack hat. Nur daher hatte ich es nicht bemerkt.“
„Also stimmt das in der Tat“, murmelte Elvira.
„Ja, aber er war nur geschwächt“, mischte sich Anubis ein.
„Oh bitte“, knurrte Seth erneut, „wollen wir jetzt endlich die Stufen hinabsteigen.“
„Lenk nicht ab“, bremste Isis seine plötzliche Hast. „Dann gab es da die Geschichte mit Hathor. Die er am Flussufer vergewaltigt haben soll. Das stimmt in der Form nicht. Sie hatte es offiziell behauptet, aber über drei Ecken kam heraus, dass es keine Vergewaltigung war, sondern, dass sie von ihm genommen werden wollte. Die Kuh war in der Brunst und forderte es ein.“
„Dass sie am Ende mir eine Untat anhängte war der Gipfel der Verhöhnung“, grollte Seth, „Aber es war leichter es mir anzudichten, als zuzugeben, dass sie von einem Hybrid gevögelt wurde. Sie schrie ja noch nach mehr, aber das wollte ich dann nicht.“
„Und was war mit dir, Isis?“, erkundigte sich Elvira.
„Er befeuchtete den Wüstensand.“, erklärte sie kurz und knapp.
„Wie?“
„Da war ich noch jung“, wiegelte Seth ab.
„Und du brauchtest das Geld?“, witzelte Elvira.
„Nein. Ich wurde endgültig zum Gespött.“
„Na ja, nicht ganz. Immerhin konntest du deine Mannespracht präsentieren“, sagte Isis und schaute Seth grinsend an.
Seth schaute Elvira errötet an. „Ich war mit Isis im Kampf, ich wurde geil, Isis rannte weg, ich wollte ihr folgen. Allerdings wurde ich durch meine Erektion behindert. Ich musste stoppen und konnte nur noch da stehen und meinen Samen wütend beim Abgang beobachten. Leider sahen es andere auch.“
„Das war ein rauschender Anblick“, lachte Isis.
„Oh, mehr als jetzt?“
„Das kann ich nicht beurteilen“, merkte die geflügelte Göttin an, „aber es war viel, sehr viel.“
„Dann hat sich ja scheinbar nichts geändert“, entfuhr es Elvira.
Isis und selbst Anubis sahen Seth abschätzend an.
„Gibt es sonst noch etwas was ich wissen sollte?“, hakte die Wolfs-Frau nach.
„Kennst du eigentlich die Geschichte, als er als Zuchthengst zwei halb-ägyptischen Halbgöttinnen dienen sollte?“, hub Anubis an.
„Nein!“, schrie Seth auf, „Die Geschichte behältst du für dich.“
„Aber warum? Mein Chaosgott hatte also zwei Gespielinnen?“, mischte sich Elvira ein.
„Na ja. Es wurde eine Anfrage gestellt, ob er bereit wäre sie zu treffen und ob er im Stande wäre diese auch zu befriedigen. Er willigte ein. Allerdings hatten beide eine Forderung gestellt. Sein Penis musste zu diesem Zweck ihren Ansprüchen genügen und diese waren, mit Verlaub ausgedrückt, leicht exotisch.“
„Verdammter Mist“, polterte Seth, „die beiden waren bei der alten Maya-Kultur zwei ganz große Nummern und wollten zwar mich, aber nur als Träger eines anderen Lebewesens.“
„Oh, das klingt faszinierend“, entfuhr es Elvira.
„Das war es auch, aber mein Penis wurde transformiert und ich trug als Zeichen der Ehrerbietung eine Speikobra als Begattungsorgan. Ich war Sklave dieses Reptils und seiner Geilheit.“
„Ach komm schon“, beschwichtigte Isis, „du hast es doch genossen.“
„Nicht wirklich. Jedes Mal, wenn das Schlangentier etwas sagen wollte, musste es aus meiner Penistasche kriechen, wurde mein lebender Schwanz steif, zuckte, wand sich zum Zuhörer, öffnete das Maul und aus seinen Giftzähnen tropfte ständig Precum. Ich war dauerhaft spitz und ejakulierte fast immer. Ich trug die reine Geilheit durch die Gegend.“
„Oh, das finde ich sehr interessant“, grinste Elvira.
„Ja und da ich ihn bis zur Höhle begleiten sollte, was ich auch tat, entschied sich die Begattungs-Kobra mich in ihren Bann zu ziehen, umschlang mich, sah mir ins Gesicht, sprach betörend mit mir.“
„Das war entwürdigend“, polterte Seth wiederholt, „Mein eigener Stiefsohn, umwickelt von einer übergeilen Kobra, ich am anderen Ende, voller Lust und nicht im Stande es zu unterdrücken.“
„Ich kann mir denken, was passiert sein muss“, schlussfolgerte Elvira.
„Nein, nicht mal ansatzweise“, hub Seth an, „die Kobra schaffte es Anubis heiß zu machen, er bekam eine Erektion, sein Knoten schwoll an und er war geliefert. Die Schlange nahm sein Ding ins Maul und lutschte solange bis er seinen Lendensaft versprühte, gleichzeitig kam ich auch zum Höhepunkt und alles bildete einen schleimigen weißen See. Und so ging das die ganze Zeit. Ich war nur Sklave. Die Kobra war der Befehlsgeber und ich nur ihr Bote, Mittel zum Zweck.“
„Das klingt in der Tat erniedrigend“, stellte Elvira fest.
„Genau“, bestätigte Seth, „Und daher ist es mir mehr als nur peinlich. Ich bin froh, dass ich das überstanden habe.“
„Ich möchte diese Kobra auch nicht haben. Ich möchte, dass du es bist der das Ding benutzt und nicht das Ding dich.“
„So möchte ich es auch. Ich will dich und dich genießen, jede Sekunde. Das war kein Genuss, es tat am Ende weh.“
„Na ja, irgendwann sind deine Dinger ja auch leer“, witzelte die Wolfs-Frau.
„Das wird nicht passieren“, hielt Seth dagegen, „aber wenn man dauererregt ist, dann schmerzt die überfüllte Blase und kann sich nicht entleeren.“
„Dazu kann ich nichts sagen. Ich habe keinen Penis.“
„Anubis?“, wandte sich Seth an seinen Stiefsohn.
„Was soll mit mir sein? – Ach so. Ja. Das kann ich bestätigen. Mit einem Steifen lässt es sich sehr schlecht pieseln.“
„Danke. Wäre das damit geklärt?“, schloss Seth mit der Frage das Thema ab.
„Vollkommen ausreichend“, bestätigte Elvira.
Sie schritten die Treppe hinab, erreichten eine Granittür und schoben diese auf.
Der Lichtschein, welcher den Innenbereich erhellte kam nicht weit, da es im Inneren mehr als stockduster war. Das Licht schien regelrecht geschluckt zu werden.
„Seth, Anubis! Die Fackeln!“, ordnete Isis an.
„Sehr wohl Geschmeidige“, entfuhr es Seth und bekam dafür einen kräftigen Schlag ins Genick.
„Eh, wenn ihn einer schlägt, dann bin ich das“, knurrte Elvira.
„Nein, meine Süße“, hielt Isis dagegen, „denn bei dir macht ihm das Spaß. Bei mir weiß er, dass es eine Maßregelung ist.“
„Touché!“, gab die Wolfs-Frau nach.
„Wisst ihr, was mir auffällt?“, fragte Anubis.
„Nein, aber du wirst uns bei deiner offensichtlich rhetorischen Frage gleich aufklären“, entgegnete Isis.
„Wir sind ein mächtig versautes Pack.“
„Ist mir noch gar nicht aufgefallen“, hielt Seth dagegen.
„Aber mir“, hub Elvira an, „und ihr seid wirklich furchtbar. Ich dachte immer Götter sind über weltliche und vor allem fleischliche Dinge erhaben, aber ihr drei habt es echt drauf. Und jetzt macht endlich diese verdammten Fackeln an, ich will wissen was hier los ist.“
Wenige Sekunden später waren eben jene entzündet, brachten spärliches Licht, welches nach etwa zehn Metern nicht mehr existierte. Es war einfach verschwunden und die weitere Sicht bei null.
„Was ist hier unten los?“, hakte Elvira nach.
„Es sind die Katakomben der Gefahren. Hier sind alle Gesetze aufgehoben, es gibt kein Gut und Böse, es gibt keine Schatten. Es gibt nur Licht und undurchdringliche Finsternis. Es gibt kein Leben und kein Tod“, murmelte Seth.
„Es ist unser Reich“, ergänzte Anubis.
„Du meinst, dass wir in der Zwischenwelt sind?“, flüsterte Elvira.
„Genauso ist es“, hub Isis an, „Ich gehöre hier eigentlich nicht hin. Zumindest nicht in diesen Bereich. Hier ist eigentlich Osiris, später kommt Seth hinzu und am Ende sitzt Anubis, ebenso Thoth.“
„Und Ammit“, ergänzte Seth.
„Oh, die Seelenfresserin“, flüsterte Elvira.
„Richtig. Allerdings werden wir vorher abbiegen und die Katakombe wechseln. Hier befindet sich auch nicht der richtige Zugang. Der ist auf der anderen Seite und weiter hinten. Daher können wir uns hier bewegen ohne mit den Toten in Kontakt zu kommen“, erklärte Anubis.
„Die sind eh verwirrt genug“, raunte Seth.
„Kein Wunder, wenn die dich sehen müssen“, neckte Elvira ihren geliebten Schakal-Muli-Hengst.
Der ließ sich nicht beeindrucken und hielt die Fackel weiter nach vorne. „Da hinten müssen wir nach rechts.“
„Eins müsst ihr aber jetzt erklären“, entfuhr es Elvira plötzlich, „wenn wir hier sind und Osiris in der Sonne sitzt und ständig gestorben wird, wer fertigt all die Seelen ab? Wer wiegt das Herz?“
„Hologramme!“, erklärte Anubis, „Wir haben alles automatisiert. Wichtig ist nur, dass die Toten sehen, dass wir da sind, ob alles echt ist oder nur eine Simulation interessiert nicht mehr. Wir sind etwas an das eh keiner mehr glaubt. Es muss alles nur noch seelenlos sein, Hauptsache es piepst, es blinkt, es surrt und bewegt sich künstlich eckig.“
„Hör bloß auf“, knurrte Seth, „das erinnert mich an Camilla Queen und unseren gemeinsamen Körper, diesen Taur, bevor ich wieder Seth wurde und du Anubis.“
„Das ist aber eine andere Gesichte und der Taur namens Anuset lebt glücklich mit seiner Fuchswölfin. Und wir beide sind wieder hier und wo wir hingehören.“
„Ja, einmal quer durch alternative Welten“, seufzte Seth.
„Wer ist Camilla Queen?“, kam Elvira plötzlich fragend dazwischen.
„Niemand den du kennen solltest“, wich Seth aus.
„Oh doch, jetzt bin ich neugierig.“
„Es ist eine alternative Welt, in der sich alles anders entwickelte als hier“, hub Seth an, „Dort wurde von einer Archäologin namens Camilla Queen ein Lastenträger bestellt, ein Roboter. Allerdings war es so, dass hier in unserer Welt der Glaube an uns als Götter zusammenbrach, es kam zu Zerwürfnissen, es gab Götter die sich gegenseitig ausgelöscht haben.
Um hier alles wieder zu reparieren, nachdem wir merkten, dass wir uns geirrt hatten, beschlossen wir, in diese alternative Welt zu gehen. Zumindest Isis und Anubis.
Ich hörte davon und nutzte einen unaufmerksamen Moment der beiden und teleportierte ebenfalls dorthin, hörte von dieser Camilla Queen und ihrem Vorhaben. Genauso erfuhr ich davon, dass bei einer Roboterfirma ein BigDog Supreme bestellt wurde und dieser an eben jene Fuchswölfin ausgeliefert werden sollte.
Ich entschied mich meinen Körper in einer Kaverne auf einem Planeten namens Sirius D in Stasis zu legen und meinen Geist in das Elektronenhirn des Roboters zu transferieren.
Ich wusste wo die Reise hingehen sollte und wollte unbedingt, dass Anubis und vor allem auch Osiris in diese Welt hier wieder zurückkehren.“
„Was du aber nicht wusstest war, dass Isis mein Gedächtnis in genau diesen BigDog Supreme transferieren würde“, ergänzte Anubis.
„Und keiner wusste, dass ich schon Teil dessen war. Es begann ein lustiges Spielchen mit einem Roboter-Taur, welcher Anubis hieß, Anubis war, aber auch Seth“, erklärte jener.
„Was aber auch keiner ahnen konnte war, dass sich diese Fuchswölfin in den Taur verliebt und sich von ihm besteigen ließ.“
„Moment, ihre beide habt euch einen Roboterkörper geteilt und mit einer Fuchswölfin in einer anderen Welt gevögelt?“, entrüstete sich Elvira.
„Ja, so in etwa ist das gelaufen. Allerdings kam die ganze Sache nach und nach ans Licht, Isis gab das Versteckspiel auf. Osiris wurde wiederbelebt, kam mit Isis zurück in diese Welt. Die Antermerianer mit den gleichen Namen blieben in der dortigen Welt, Anubis und ich wurden in unsere echten Körper zurücktransferiert und sind auch wieder hier. Diese Camilla Queen behielt ihren Anubis-Seth-Taur, welcher zu diesem Zeitpunkt durch Isis‘ Manipulationen ein Lebewesen war und kein Roboter mehr. Dieser nennt sich Anuset und hat mit ihr wohl Nachwuchs. Habe ich etwas vergessen?“
„Nicht wirklich“, sinnierte Anubis.
„Und diese Camilla Queen, war sie gut?“, erkundigte sich Elvira.
„Bist du eifersüchtig?“
„Nein. Wie kommst du darauf. Es ist nur sehr ungewöhnlich mit jemandem zusammen zu sein, sich von ihm ficken zu lassen, um dann zu erfahren, dass eben dieser in einer parallelen Welt in einem Taur-Körper steckte und einer verdammten Fuchswölfin das Hirn zu Brei gevögelt hat“, wurde Elvira wütend.
„Schatz! Das war bevor wir uns begegnet sind, wird nicht mehr passieren und der Sex war so nicht geplant.“
„Hat es wenigstens Spaß gemacht?“
„Nein“, rief Seth, während Anubis gleichzeitig mit „Ja“ antwortete.
„Ist das gerade nicht etwas schizo?“
„Das trifft es auf den Punkt“, antwortete Anubis und Seth nickte, „Die ganze Sache war am Ende fast voll-schizo. Keiner wusste mehr wer gerade in Camilla steckt und sie selbst wusste es auch nicht.“
„Ihr seid widerlich.“
„Nein, Not macht erfinderisch und wenn man eh schon den Ärger am Hals hat, kann man auch zwischendurch mal an Entspannung denken“, erklärte Anubis.
„Ich gebe es auf und will davon nichts mehr hören. Du bist jetzt hier und du bist mein und nur mein. Ist das klar! Sonst zeige ich dir ein Chaos“, knurrte Elvira.
„Sehr wohl meine plüschig-flauschige Geliebte“, bestätigte Seth.
„Dein Glück. Ich habe immer ein Messer dabei und deine Eier sind nicht zu übersehen. Reicht das als Hinweis?“
Seth fiepte leise als er seine Hoden in Gedanken auf dem Boden liegen sah.
„Dein Blick sagt mir, dass es angekommen ist.“
„Sie ist sehr deutlich“, flüsterte Anubis, „meinst du, dass du ihr gewachsen bist?“
„Mehr als je zuvor. Ich habe noch nie erlebt, dass ich so intensiv begehrt werde.“
„Falls du Hilfe brauchst, ich stehe gerne zur Verfügung.“
„Vergiss es. Ich habe alles was du auch hast.“
„Du hast keinen Knoten“, stichelte Anubis.
„Durch unsere Verbindung in diesem Taur ist einiges erhalten geblieben was nicht zu einem Hengst gehört, mein Lieber. Ich habe alles aus beiden Welten.“
Der Schakal-Gott schaute Seth entsetzt an und sagte nichts mehr.
„Können wir jetzt weiter, dann …“, hub Elvira barsch an, kam aber nicht weiter.
„… kann mir einer von euch Idioten erklären was ihr hier macht?“, brüllte plötzlich eine fremde Stimme aus der Finsternis.
Elvira schrie erschrocken auf, während Isis die Augen schloss und Anubis sowie Seth tief durchatmeten.
„Na klasse. Das hat mir gerade noch gefehlt“, entfuhr es Anubis, „Ammit, mein zuckersüßes Schoßtierchen“, rief er gespielt erfreut.
„Halt die Klappe, Schakal. Die alten Ägypter glaubten vielleicht, dass ich bei dir an der Leine lag. Mir machst du nichts vor. Du hast mich allein gelassen und dich durch ein Hologramm ersetzt. Meinst du wirklich, dass mir das nicht aufgefallen ist“, schnauzte Ammit und trat ins Licht der Fackeln.
Elvira schrie jetzt in Panik auf, als sie den Kopf und die, mit Zähnen gespickten, Kiefer sah.
„Alles gut, Liebling. Sie wird dir nichts tun“, beruhigte Seth seine Geliebte.
„Da wäre ich mir nicht so sicher. Ihre Seele hast du ja schon, dann kann ich ja den Körper haben“, sagte Ammit und beugte sich vor, öffnete das Maul.
„AMMIT!“, schrie Anubis, „AUS! PLATZ!“
Plötzlich fiepte die Göttin auf und setzte sich brav. „Wie ihr wünscht Meister.“
„Daher wollte ich allein hier runter und alles vorbereiten“, platzte es aus Seth heraus, „Genau das wollte ich vermeiden.“
„Und jetzt?“, fragte Elvira mit zittriger Stimme.
„Ammit!“, hub Seth an, „wir sind hier um diese Wolfs-Frau in Kampftechniken auszubilden. Sie heißt Elvira und ist meine über alles geliebte Partnerin.“
„Sag an“, entgegnete Ammit erstaunt, „du willst also damit sagen, dass du mit einer sterblichen gevögelt hast.“
„Und wie und verdammt gut“, entfuhr es der Wolfs-Frau.
„Wenn der Kuchen spricht, dann schweigt der Krümmel“, empörte sich Ammit und knurrte Elvira an, „Du willst sie trainieren und sie zu einem Sucher machen?“
„Das habe ich vor.“
„Das musst du nicht.“
„Wie meinst du das?“, fragte Isis erstaunt dazwischen.
Ammit wandte sich wiederholt an Elvira: „Ihr hattet Sex?“
„Ja“, antwortete die Wolfs-Frau.
„Wie?“
„Was soll denn diese Frage? Soll ich jetzt aufzählen was wir getan haben?“
„Nein. Mich interessiert eher nur, ob du seinen Samen getrunken hast?“, polterte Ammit.
„Ehm, ja. Reichlich.“
„Du hast seinen Lendenerguss getrunken und überlebt. Dann bist du jetzt unsterblich“, konstatierte Ammit, „hat das keiner von euch gewusst?“
„Wir hatten nicht nach Stellungen oder Oralverkehr gefragt“, konterte Isis.
„So wie Horus‘ Sperma für Seth giftig ist, so ist Seths Ejakulat für eine Sterbliche, für die er sich freiwillig entschieden hat, zur Unsterblichkeit führend. – Konnte er vollständig in dich eindringen?“, erklärte und hakte Ammit nach.
„Ja. Wobei ich erstaunt war.“
„Dann bist du jetzt seine Göttin. Nur eine Unsterbliche, eine Göttin, kann den erregten Penis des Seth aufnehmen. Alle anderen würden unter ihm vergehen.“
„Aber diese Camilla Queen hat ihn doch auch überlebt“, platzte es aus Elvira.
„Wer ist Camilla Queen?“, stellte Ammit Seth zur Rede.
Der Schakal-Muli-Hybrid erklärte ihr die zurückliegende Situation.
„Dann ist die auch unsterblich, jedoch keine Göttin. Allerdings wird sie es nie erfahren“, seufzte Ammit, „Ihr seid wirklich die letzten Idioten die sich im Universum der Götter aufhalten. Ihr verschleudert euren Samen überall wo er nicht hingehört, ohne Gedanken daran zu verschwenden was ihr damit anrichtet. Ihr seid wie Tiere.“
„Danke“, frohlockte Elvira, „genau das hatte ich den beiden auch gesagt, als ich von dieser Camilla Queen erfuhr und was da alles passiert ist.“
„Du gefällst mir gerade, ich werde dich nicht fressen. Was du brauchst ist Mut. Du bist zu ängstlich. Alles andere kannst du bereits und brauchst kein Training“, sagte Ammit und fletschte die Zähne mit einem breiten Grinsen.
„Oh, du glaubst gar nicht wie mich das beruhigt“, antwortete Elvira.
„Wie soll sie zu mehr Mut kommen“, fragte Seth an Ammit gewandt.
„Stell dich nicht blöder an als du bist, Hengst“, knurrte die Göttin, „Nimm sie auf die nächste Suche mit und pass einfach auf, dass sie keinen Unsinn macht. Der Rest erledigt sich von selbst.“
„Danke. Genau das wollte ich hören“, floskelte Seth.
„Du hast gefragt, ich habe geantwortet und jetzt verschwindet von hier sonst werde ich stinkig. – War aber trotzdem schön, dass ihr mal da wart, vor allem Anubis“, beendete Ammit das Gespräch und verschwand wieder in der Finsternis.
„Und jetzt?“, erkundigte sich Elvira.
„Wir gehen wieder. Wer kommt mit?“, konstatierte Isis und dreht sich um.