University Days 16: Ein neues Leben
Nach ihrem Ausflug zur Halloween Party von Aria war Morrs Leben komplett auf den Kopf gestellt. Vieles hatte sich geändert und am meisten war sie selbst es, die sich verändert hatte. Es wirkte beinahe bizarr, dass sie heute wieder im Club arbeiten würde. Doch sie hatte noch eine Schuld abzubezahlen. Was Morr jedoch nicht wusste war, dass Bouncer mehr als nur eine Rechnung mit ihr offen hatte.
Der Samstag Morgen war merkwürdig. Jeden Schritt den Morr auf der Straße ging, hinterfragte sie. Es wirkte wie eine fremde Welt in der sie plötzlich war. Jeder Passant der ihr entgegen kam, wirkte merkwürdig. Kopfschüttelnd zog sich Morr die Jacke etwas höher zu und ging weiter. Es war nicht sonderlich warm, doch wenn sie heute noch etwas essen wollte, dann müsste sie noch einkaufen gehen. Ob nun in der Straßenbahn, oder aber in der Schlange an der Supermarkt Kasse, es wirkte komisch auf sie. In Gedanken wusste sie wieso. Sie hatte gestern eine völlig neue Welt kennengelernt und nun war sie wieder zurück von diesem magischen Ort. Nun war sie wieder im Alltag ihres normalen Lebens.
Zuhause angekommen, kümmerte sich Morr um ihr Mittagessen. Sasha schlief noch tief und fest. Auch sie hatte eine wilde Nacht hinter sich wobei Morr sich zum ersten Mal dachte, dass ihre eigene wilder war. Als sie jedoch vorhin kurz nachgesehen hatte, ob Sasha zu Hause war, konnte sie auf jeden Fall anhand des Geruchs sagen, dass Sashas Nacht deutlich mehr Alkohol beinhaltet hat. Vor dem Mittagessen würde Sasha auf keinen Fall aus dem Bett zu bekommen sein. Morr nutzte den Umstand um in aller Ruhe zu kochen. Mit einem summenden Lied auf den Lippen begann sie das Gemüse klein zu schneiden.
"Oh, bitte sag mir, dass ich zu Hause bin und du für mich gekocht hast, Morr", krächzte eine Stimme und Morr sah vom Herd zurück. Sasha sah aus wie frisch von den Toten auferstanden. Halb stehend lehnte sie im Türrahmen und schaffte es kaum ihren Kopf hoch zu halten.
"In ein paar Minuten ist es fertig, du hast also noch genug Zeit um zu duschen", antwortete Morr mit einem mehr als offensichtlichen Wink zum Badezimmer.
"So schlimm?", fragte Sasha niedergeschlagen.
"Wie eine Mülltonne, tut mir Leid", entschuldigte sich Morr halbherzig bei ihrer Freundin. Es gab einfach keinen dezenten Weg es zu umschreiben. Zum Glück kannte Sasha sich selbst gut genug um zu wissen, dass Morr vermutlich noch untertrieb. Eilig machte sie sich auf ins Badezimmer und sehr zu Morrs Erleichterung, hörte sie kurz darauf das tropfende Wasser. Morr atmete erleichtert auf. Sie wollte gar nicht wissen, was Sasha getrieben hatte, oder mit wem. Aber ihre Nase war ihr auf jeden Fall dankbar, für die Dusche.
Nur wenige Minuten später kam Sasha zurück und wickelte noch das Handtuch um ihre Haare.
"Besser?", fragte die Siamkatze und Morr nickte zufrieden.
"Oh Morr, ich sag dir, du hast keine Ahnung auf was für einer Party ich war. Es war nicht von dieser Welt!", begann Sasha zu erzählen während Morr die beiden Teller zum Tisch brachte. Ein Lächeln zog sich über ihre Lippen, als sie Sashas Worte hörte. In einer anderen Welt war sie auch gewesen. Einer Welt, die vermutlich nicht einmal Sasha kannte.
"Wir waren zuerst in einem total abgefahrenen Club. Oh Mann, Morr, dort waren Tänzer, das war der Hammer. Danach sind wir auf eine private Party gegangen. Alkohol so viel du wolltest, egal was, es gab alles. Ich habe keine Ahnung wie ich wieder hier gelandet bin", gab die Katze mit einem Lächeln zu und begann sich dem Essen zu widmen, dass Morr gekocht hatte.
"So wie du gerochen hast, hat dich die Müllabfuhr gebracht", triezte Morr ihre Freundin und konnte sich ein Lachen nicht verkneifen. Sasha grinste ebenfalls.
"Wo warst du eigentlich? Wieder auf dieser lahmen Uniparty mit den Nerds?", fragte Sasha.
"Nein, ich war ...", unsicher überlegte Morr wie sie den Satz beenden sollte. Sie wusste nicht genau wieso, doch irgendwie hatte sie das Gefühl, als wäre es am Besten, wenn sie niemanden von Arias Party erzählen würde.
"... ich war zu Hause", log Morr wenig kreativ.
"Nein warst du nicht, ich hab doch gesehen wie du gegangen bist", widersprach Sasha mit hochgezogener Augenbraue. Still fluchend ohrfeigte sich Morr in Gedanken. Es hätte ihr etwas besseres einfallen müssen.
"Also, wo warst du denn? Muss ja ziemlich interessant gewesen sein, wenn du es mir verschweigen willst", schnurrte die Siam und Morr wusste in diesem Moment, dass sie verloren hatte. Wenn es etwas gab, mit dem man Sasha neugierig machen konnte, dann waren es Geheimnisse. Sie würde unmöglich Ruhe geben, bevor sie nicht etwas erfahren hätte. Morr fiel keine Ausrede ein. Eisern konzentrierte sie sich auf ihr Essen.
"Moooooorrrrrrrrrr", schnurrte Sasha sie an, doch diese ignorierte sie weiterhin.
"Ohhh Moooooooooor", mit einem diabolischen Grinsen dass nur eine Katze auf diese Art und Weise fertig brachte, lehnte sie sich über ihren Teller und grinste die Füchsin an. Aus dem Augenwinkel sah Morr es und doch versuchte sie nicht darauf einzugehen.
"Ich weiß wo dein Tagebuch liegt", sang die Katze in gespielt unschuldiger Stimme. Sofort fiel Morrs Gabel auf den Teller.
"Das wagst du nicht!", forderte sie die Katze heraus doch diese ließ sich davon nicht beeindrucken.
"Willst du das Risiko eingehen?", fragte die Siam zurück.
Morr wusste, dass sie nicht bluffte. Sasha war nichts heilig um zu bekommen was sie wollte und sie hatte bereits einmal gezeigt, wie weit sie gehen würde. Sie musste sich etwas einfallen lassen. Eine Geschichte die es rechtfertige, dass sie es verheimlichen wollte, aber dennoch nicht die Wahrheit war.
"Also gut, ich war nicht daheim", gestand Morr endgültig. Sofort sprang Sasha auf und kam zu ihr. Viel zu nah an ihrem Gesicht grinste sie die Katze an.
"Also, wo warst du? Oder sollte ich besser fragen, bei wem?", zwinkerte sie ihr zu.
"Ich ...", stotterte Morr und versuchte noch weiter Zeit zu schinden.
"Oh mein Gott, es ist ein er! Meine kleine Morr hat einen heimlichen Freund! Wie heißt er? Wie sieht er aus? Geht er auch zur Uni? Du musst mir alles erzählen!", forderte die Katze sie auf. Auch wenn es nicht das war, was sie erzählen wollte, doch es könnte funktionieren.
"Er geht zur Uni, ja. Er sieht hervorragend aus und nein, ich werde dir nicht sagen, wer es ist!", beharrte Morr. Es war nicht einmal gelogen. Zumindest nicht ganz.
"Ich werde es sowieso herausfinden, also sag es mir!", beharrte die Katze weiter.
"Dann weißt du schon mal mehr als ich", seufzte Morr gedankenverloren.
"Oh, eine einseitige Beziehung also, sorry Morr, ich wollte nicht, dass du dich schlecht fühlst", entschuldigte sich Sasha sofort und ging auf ihren Platz zurück.
"Es ist kompliziert. Ich mag ihn sehr und er scheinbar auch mich, aber ich weiß nicht ob man es eine Beziehung nennen kann. Wir treffen uns nur selten und wenn, dann geht es immer nur um Sex", seufzte Morr weiter. Diesen Verlauf des Gesprächs hatte sie zwar nicht erwartet, doch sie begrüßte die Möglichkeit endlich mit jedem darüber reden zu können.
"Dann konfrontier ihn doch einfach mal damit. Sag ihm wie du dich fühlst!", schlug Sasha vor, doch sie kannte die Situation nicht, in der sie und Alpha waren.
"Das geht nicht. Wir können in der Uni nicht offen reden", blockte Morr ab.
"Dann mach es wo anders. Ruf ihn an und sag ihm, du willst dich irgendwo mit ihm treffen. Wenn du willst, dann überlass ich euch gern die Wohnung, wenn ihr eure Ruhe haben wollt. Wenn er nicht will oder nur auf Sex aus ist, dann vergiss ihn einfach. So was brauchst du nicht", riet Sasha ihrer Freundin. Es schmerzte sie, Morr so zu sehen. Sie war nie ein Bündel von Glückseligkeit gewesen, doch so deprimiert hatte sie sie nur selten gesehen.
"Das ist nett von dir, aber ich werde jetzt erst einmal abwarten. Ich denke, dass es noch zu früh ist, sich zu viele Gedanken darüber zu machen", antwortete Morr.
"Du weißt, dass du mit mir reden kannst, egal worüber! Du weißt, dass du mir vertrauen kannst und das ich immer für dir da bin, richtig?"
"Ja, das weiß ich. Danke Sasha. Kannst du mich heute zum Club fahren?", wechselte Morr das Thema und Sasha gönnte es ihr. Sie wollte ihre Freundin nicht noch mehr unter Druck setzen. Auch wenn es in ihr brannte wie ein Feuer zu erfahren, wer dieser heimliche Kerl war.
"Ja klar, kein Ding!"
Der Nachmittag verlief ereignislos. Die beiden Freundinnen saßen die meiste Zeit auf der Couch und sahen sich hirnlose Sitcoms an. Während Sasha noch von den Nachwirkungen des Alkohols geplagt wurde, so ging es Morr nicht viel besser. Ihr ganzer Unterleib schmerzte und erinnerte sie daran, was sie diesem die vergangene Nacht über angetan hatte. Zum Abend hin wurde es zwar besser, aber ganz verblasste es nicht. Es kostete sie etwas Mühe um Sasha aufzuwecken, die auf der Couch eingeschlafen war, doch diese hielt ihr Versprechen und fuhr sie tatsächlich zum Club.
Die Schicht begann ebenso ereignislos, Leyla und Morr hatten kaum etwas zu tun. Nur wenige Gäste waren im Club und auch diese waren schnell versorgt. Während Leyla sich die Zeit damit vertrieb, ein paar Gläser zu polieren, war Morr unterwegs ins Lager um eine Flasche Champagner zu holen. Ein Gast hatte gleich eine ganze Flasche bestellt und an der Bar hatten sie nur noch offene. Das Tablett war schnell vorbereitet und auch genauso schnell am Tisch des Gastes. Morr ging gerade zurück zur Bar, als die Welt plötzlich schwarz wurde.
"Morr!"
"Morr!"
"Hey, Morr, wach auf!"
Nur träge öffnete Morr die Augen und sah das verschwommene Gesicht von Bouncer. Als sich die Konturen in seinem Gesicht langsam klärten, fiel ihr auch sein besorgter Gesichtsausdruck auf.
"Was? Wo? Was ist los?", stammelte Morr noch schlaftrunken vor sich hin, während Bouncer nur erleichtert seufzte.
"Du hast mir einen ziemlichen Schrecken eingejagt, ich hoffe das weißt du", sprach der Löwe und lehnte sich von ihr weg.
"Was ist den los?", fragte Morr und in diesem Moment durchzog ein stechender Schmerz ihren Hinterkopf. Mit einer Hand fuhr sie sofort auf ihren Hinterkopf und zuckte schnellstmöglich wieder davon weg, als sie die Beule spürte.
"Der Kerl, dem du den Champagner gebracht hast, hat dich beim Öffnen versehentlich mit dem Korken abgeknallt", erklärte ihr Bouncer und Morr ließ sich wieder auf den weichen Untergrund fallen.
"Du warst fast zehn Minuten bewusstlos", erzählte er ihr weiter.
"Ruh dich aus. Es ist nicht viel los heute und Leyla kommt alleine klar. Deine Schicht ist für heute vorbei. Bleib hier liegen und erhole dich etwas. Ich komm in einer Stunde noch mal und schau wie es dir geht."
Noch bevor Morr etwas sagen konnte, verschwand Bouncer aus dem Zimmer und Morr begann sich in diesem umzusehen. Es war eines der Hinterzimmer des Clubs. Der weiche Untergrund war das große Bett und Morr hieß es herzlich willkommen. Binnen weniger Minuten war sie wieder eingeschlafen.
Als Morr wieder aufwachte, fehlte ihr jedes Gefühl für die Zeit. Uhren gab es in dem Zimmer nicht. Langsam schälte sie sich aus der Bettdecke und stand auf. Die Kopfschmerzen waren nur noch ein leichtes Pochen im Hinterkopf und wurden von anderen Dingen verdrängt. In erster Linie von der Frage, wo ihre Klamotten waren. Sie lag vollkommen Nackt im Bett. Bouncer hatte sie offenbar ausgezogen, bevor er sie ins Bett gebracht hatte. Im Zimmer jedoch konnte Morr sie nirgends finden. Auch Leyla konnte sie kein Zeichen geben den die Kamera in dem Zimmer schien ausgeschaltet zu sein. Zumindest wenn Morr nach dem Licht ging, das normalerweise an der Kamera immer rot blinkte. Seufzend stand Morr auf und streckte sich. Sie wusste nicht einmal wie spät es war.
Mit einem tiefen Atemzug bedachte Morr ihre Optionen. Sie könnte einfach warten in der Hoffnung, dass Bouncer oder Leyla nach ihr sehen würden, oder sie könnte einfach so zur Bar gehen und Leyla fragen, wo ihre Sachen seien. Es dauerte nicht lange und Morr hatte sich entschieden. Sie würde warten. Niemals hätte Morr gedacht, wie langweilig dies werden würde. Außer dem Bett gab es praktisch nichts in dem Zimmer. Nicht einmal ein Fenster aus dem sie schauen könnte. Wie lange sie gewartet hatte war unmöglich zu sagen, doch ihre Geduld gab schneller den Geist auf, als gedacht. Sie würde hier drinnen an Langeweile sterben, wenn sie nicht bald etwas tun könnte.
Schweren Herzens ging Morr zur Tür. Eine wirklich andere Option blieb ihr nicht, wenn sie nicht in dem Zimmer versauern wollte. Ein tiefer Atemzug durchströmte ihre Lungen und stählte ihre Nerven, bevor sie die Klinke nach unten drückte und auf den Gang hinaus trat. Zu ihrem Glück war dieser gerade leer. Schnell ging Morr vor zur Bar. Vor der Ecke blieb sie noch einmal kurz stehen und atmete durch. Sie konnte hören, dass gerade einige Gäste im Club waren, doch es störte sie weniger als sie gedacht hätte. Der Ausflug in Arias Welt hatte wahre Wunder vollbracht. Sie wurde von so vielen Leuten nackt gesehen, wurde vor noch viel mehr Leuten öffentlich gefickt, dass ihr ihre Schüchternheit direkt albern vor kam. Mit resolutem Schritt ging sie um die Ecke und zur Bar.
Leyla war schwer am schuften, der Club war beinahe komplett voll und mehr als nur ein Gast bemerkte die nackte Füchsin sofort. Lautes Rufen und Pfeifen drang an ihre Ohren und während Morrs Gesicht trotz des gefassten Entschlusses hochrot färbte, gingen ihre Beine weiter.
"Wow!"
Mehr als das kommentierte Leyla ihren Auftritt nicht. Ein erstauntes Grinsen dekorierte ihr verblüfftes Gesicht. Sie hatte mit viel gerechnet, doch nicht, dass Morr splitterfasernackt durch den Club laufen würde. Den Gästen schien es auf jeden Fall zu gefallen. Morr ging zielstrebig auf die kleine Schublade zu, in der die Schlüssel lagen und holte sich den Garderobenschlüssel. Mit einem Lächeln und einem kurzen Winken verabschiedete sie sich von der raunenden Menge und verschwand wieder in dem Gang aus dem sie gekommen war.
Morrs Herz pochte wie ein Presslufthammer. Ihre Beine zitterten und machten ihr jeden Schritt noch schwerer als normal, als sie endlich wieder hinter der Ecke im Gang war. Ein Gefühl von unglaublicher Freiheit durchzog ihren Körper. Adrenalin pumpte durch ihre Adern und überflutete sämtliche Rezeptoren in ihrem Gehirn. So aufregend es auch war, sie war nicht unglücklich, als sie die Tür zur Garderobe hinter sich schloss und dort etwas zum Anziehen suchte. Ein enges Top und ein kurzer Minirock reichten ihr fürs erste. Sie hatte gesehen, dass der Laden kochte und wollte Leyla so schnell wie möglich hinter der Bar helfen. Auch wenn Bouncer ihr gesagt hatte, dass ihre Schicht für heute vorbei wäre, so war sie es ihrer Freundin schuldig.
Zurück an der Bar begann sie sofort damit Bestellungen zu bearbeiten und Cocktails zu mixen. Sie konnte förmlich sehen, wie erleichtert Leyla war, dass sie nun nicht mehr alleine arbeiten musste. Fast zwei Stunden dauerte es, bevor sie endlich durchatmen konnten.
"Danke, Schätzchen, ich war echt am schwitzen bist du gekommen bist. Wie geht es deinem Kopf?", fragte Leyla erleichtert.
"Schon besser, danke", gab Morr zurück und trank einen Schluck von einem der vielen Cocktails, die die Gäste für sie bestellt hatten. Es waren viel zu viel, als dass sie sie alle trinken konnte. Sie nahm sie trotzdem alle an, auch wenn sie sie danach meistens wegkippte.
"Das war ne ziemlich steile Nummer als du vorhin hier angekommen bist", zwinkerte ihr Leyla zu.
"Das hätte ich dir nicht zugetraut", gab sie ehrlich zu.
"Naja, irgendwie musste ich ja an etwas zum Anziehen kommen und so schlimm fand ich es gar nicht", zuckte Morr mit den Schultern. Dass ihr dabei beinahe das Herz explodiert wäre, wollte sie vor Leyla nicht zugeben. Es spielte auch keine Rolle, beschloss sie.
"Ich bin dir dafür echt was schuldig, Morr. Du hast mir hier heute die Haut gerettet. Wenn du mal irgendetwas brauchst, dann zögere nicht danach zu fragen", bot ihr Leyla an, bevor sie mit einem Tablett los ging und Gläser einsammelte. Mit einem Lächeln sah sie der Schneeleopardin zu. Das würde sich bestimmt irgendwann noch als nützlich erweisen.
"Hey Morr, schicke Nummer die du da abgezogen hast", meldete sich Bouncer vom Rand des Tresens zu Wort.
"Hat auf jeden Fall einiges an Interesse geweckt. Du willst gar nicht wissen wie viele schon gefragt haben, was deine Preise so sind", lachte Bouncer laut. Morr hingegen lief knallrot an. War es wirklich etwas so außergewöhnliches gewesen?
"Danke dass du Leyla ausgeholfen hast, ich war schon kurz davor mich selbst wieder einmal hinter den Tresen zu stellen. Dafür hast du auf jeden Fall was Gut bei mir", zwinkerte er ihr zu bevor er sich umdrehte und wieder vor die Tür verschwand.
Da Leyla gerade eben wieder zurückgekommen war, hatte Morr nun Zeit ins Lager zu gehen um den Vorrat an Vodka aufzustocken. Es war schon erstaunlich wie schnell diese Flaschen zur Rush Hour leer wurden.
Im Lager angekommen hatte Morr endlich mal Zeit etwas durchzuatmen. Bouncers Worte klangen noch immer in ihrem Kopf. Es gab wohl einige der Gäste die für eine Nacht mit ihr bezahlen würden. Wenn sie mit einem oder zwei schlafen würde, könnte sie ihre Schulden bei dem Löwen schon heute Nacht abbezahlt haben und müsste hier nicht mehr arbeiten. Wenn sie es genau betrachtete, dann war die Arbeit hier jedoch alles andere als schlimm. Ganz im Gegenteil, so viel Spaß wie hier hatte sie noch nie gehabt, sie mochte die anderen Mädels und auch Leyla war ihr eine gute Freundin geworden. Auch Bouncer konnte sie gut leiden. Wenn sie sie so darüber nachdachte, dann wollte sie gar nicht aufhören hier zu arbeiten.
Beladen mit einer Schachtel Vodka ging Morr zurück an die Bar.
Im Gang war Morr dieses Mal nicht allein. Ein exotischer Anblick bot sich Morr. Eine Echse hatte sie bisher nur auf Bildern gesehen doch tatsächlich stand nun eine vor ihr. Schnell kamen Morr wieder Bouncers Worte in den Sinn. War er auch einer von denen, die gerne mit ihr geschlafen hätten? Sie konnte nicht leugnen, dass sie neugierig war. Man erzählte sich so einiges über Echesen. Vor allem über ihr bestes Stück.
"Kann ich dir helfen?", fragte Morr den herumstehenden Echsenmann.
"Ich weiß nicht, kannst du?", fragte dieser lispelend zurück und sah an sich herab. Morr folgte seinem Blick und mit großen Augen sah sie, dass aus seiner Jeans sein schlaffer Schwanz heraus hing. Morr war unsicher, doch ihre Neugierde fixierte ihre Augen sofort auf sein bestes Stück. Im schwachen Licht des Ganges sah sie es kaum, doch dieGröße war beeindruckend.
"Ich denke, da könnte mir schon was einfallen", zwinkerte Morr ihm zu und verschwand in dem Raum, in dem sie vorhin aufgewacht war. Die Vodkakiste stellte sie neben der Tür ab und keine Sekunde später kam die Echse in den Raum. Sofort zog er Morr an sich heran und presste seine schuppigen Lippen auf die ihren. Es fühlte sich unfassbar seltsam an. Es war jedoch nichts im Vergleich zu seiner mehr als außergewöhnlcihen Zunge. Unfassbar lang und gelenkig schlängelte sie sich in ihren Mund wand sich um die ihre. Es fühlte sich so sonderbar an, dass Morr gar nicht wusste, wie sie reagieren sollte. Instinktiv legte sie eine Hand auf den Schwanz der Echse.
Auch dieser war schuppig, doch er fühlte sich dennoch weich an. Es war fast so, als würde man eine Schlange berühren. An der Spitze jedoch zeigte sich ein gewaltiger Unterschied. Zahlreiche Noppen zierten den Schwanz und Morr wollte sich gar nicht ausmalen wie es sich anfühlen würde, so etwas in sich zu spüren. Sie würde es schneller herausfinden als ihr lieb war. Mit einem Ruck zog die Echse sie weg von sich und drehte sie um. Mit einem Schubs drängte er sie zur Wand und beugte sie vorne über. Ihr Minirock war kurz genug, dass er in ihrer gebückten haltung ihre bereits feuchte Spalte komplett preis gab. Die Echse zögerte nicht lange und rammte ihr sein bestes Stück sofort tief hinein. Ein lauter Schrei entglitt Morrs Kehle als sie von ihm aufgespießt wurde. Die Noppen waren etwas, was sie bsiher noch nie gespürt hatte und umso intensiver fühlte es sich an. Die schuppige Textur des restlichen Schwanzes machte es noch einzigartiger als alles was sie bsiher kannte.
Zwei Hände packte sie an den Hüften und ohne groß zu zögern begann die Echse sie zu ficken. Mit jedem Stoß rieben die zahlreichen Noppen in ihrer Spalte und trieben Morr schneller gen Orgasmus, als sie es jemals für möglich gehalten hätte. Während Morr sich immer mehr in dem atemberaubenden Gefühl des exotischen Schwanzes verlor, steigerte die Echse beständig ihr Tempo. Als ob sein Leben davon abhängen würde, hämmerte er immer schneller in sie. Morr war im Himmel und mit einem lauten Schrei tat sie dies auch allen Kund. Der Orgasmus brach wie eine Welle über sie herein doch die Echse gönnte ihr keine Sekunde Pause. Er schien selbst schon am Limit zu sein und seine verzweifelten Stöße zeigten Morr deutlich, dass er kurzm vor sienem Höhepunkt war. Ihre Theorie bewahrheitete sich schnell. Mit einem letzten Stoß drang er noch einmal tief in sie ein, bevor er abspritzte. Keuchend verharrten sie beide für einen Moment bevor er seinen Schwanz langsam unter Morrs Stöhnen aus ihrer Spalte zog. Morr war die erste die sich wieder etwas erholt hatte. Sie brauchte sich nur aufzurichten, ihren Rock nach unten streifen und schon sah sie aus als wäre nie etwas passiert. Der Echse gab Morr einen kurzen Kuss auf die Wange, bevor sie die Schachtel mit dem Vodka nahm und schnell aus dem Raum verschwand. Ihr Herz schlug wie panisch als sie aus dem Raum war. Es war etwas unglaublcihes hier einfach so mit einem wildfremden Kerl zu ficken. Sie kannte ihn nicht und genau das machte es noch viel verrucher für sie. Mit einem Grinsen auf den Lippen bog sie um die Ecke und brachte die Schachtel an die Bar.
Die Schachtel wurde von Leyla sofort dankend übernommen und Morr entschuldigte sich noch einmal kurz von ihr. Leyla sah sie kurz an und begann dann schelmisch zu grinsen. Morr wusste nicht woher, doch Leyla schien genau zu wissen, was sie gerade getan hatte. Als Morr es bemerkte, begann die Schneeleopardin sofort zu lachen. Die Füchsin hingegen nahm sich schnell eine Serviette und wischte sich die Hinterlassenschaft der Echse zwischen den Beinen weg. Durch den kurzen Minirock waren die Spuren für Leyla klar sichtbar. Lange setzte sie sich aber nicht Leylas Grinsen aus. Es gab etwas, dass die junge Füchsin wissen musste und so verließ sie den Club durch die Vordertür. Bouncer stand lässig angelehnt neben seinem Hocker und war gerade am Rauchen als Morr raus kam.
"Hey Morr, alles klar?", fragte dieser sofort interessiert.
"Darf ich dich mal was fragen?", begann Morr etwas unsicher. Der Löwe nickte nur.
"Wenn ich meine Schulden bei dir bezahlt habe, dürfte ich dann trotzdem hier weiterarbeiten?", fragte Morr.
"Ich dachte schon du würdest nie fragen", lachte Bouncer und klopfte ihr auf die Schulter.
"Ich hab dich gern, Morr. Du kommst gut mit den Mädels und vor allem mit Leyla klar, du siehst gut aus und bist gut fürs Geschäft. Ich hätte dich spätestens an deinem letzten Tag ohnehin gefragt ob du weitermachen willst. Ich suche schon ne Weile nach jemanden, der mit Leyla klar kommt und auf den ich mich verlassen kann. Ich hab nämlich nicht vor hier ewig zu stehen, ich hab auch Pläne für die Zukunft", erklärte der Löwe.
"Welche Pläne den?", fragte die Füchsin neugierig.
"Ich habe vor zwei Monaten einen Club gekauft. Er ist am anderen Ende der Stadt. Ziemliche Bruchbude gewesen, doch mittlerweile sieht er ganz gut aus. Hat mich ordentlich was gekostet aber ich denke, dass dort viel zu holen ist. Ich kann dann natürlich nicht mehr hier vor der Tür stehen. Ich muss mich dann um den anderen Club kümmern. Darum bräuchte ich jemand, der mit Leyla den Laden hier schmeißt. Ein alter Freund von mir wird die Sicherheit übernehmen, aber den Rest wird komplett Leyla machen. Es wäre gut wenn sie jemanden hätte, auf den sie sich verlassen könnte."
"Ich glaube nicht, dass ich das so ganz verstehe"; gab Morr offen zu.
"Ich brauche eine Stellvertretende Clubchefin. Ich denke du würdest dich da gut machen. Überleg es dir, du könntest gut Geld verdienen dabei", bot ihr Bouncer an bevor er sich von ihr abwandte.
Mit diesen neuen Informationen im Kopf, gin Morr zurück an die Bar. Etwas gedankenverloren begann sie den Tresen abzuwischen.
"Wie ich sehe, hat Bouncer mit dir geredet", kommentierte Leyla ihren Zustand.
"Wusstest du davon?", fragte Morr.
"Wer denkst du denn, hat dich vorgeschlagen?", zwinkerte ihr Leyla zu.
"Ich kann dir nicht genau sagen wie es wird, doch ich denke wir beide würden das locker packen. Würde auch ordentlich was rausspringen für dich. Ich denke mal dass so dreitausend auf die Kralle im Monat drin wären", erzählte Leyla nonchalant während sich Morr beinahe an ihrem Wasser verschluckte. Das war mehr Geld als sie bei einem Vollzeitjob verdienen würde und vermutlcih sogar besser als ein Job den sie mit ihrer abgeschlossenen Uni gefunden hätte. Wenn sie es genau betrachtete, dann würde sie mit ihrem Abschluss in Kunst vermutlich eh kaum eine Chance auf dem Jobmarkt haben.
"Ich muss mir das noch gut überlegen", verschuff sich Morr etwas Zeit und Leyla nickte verständnisvoll.
"Klar, das ist ne große Sache, nimm dir so viel Zeit wie du brauchst", bot ihr Leyla an und widmete sich ihrem Tablet, dass sie noch zu bestücken hatte. Morr konnte sich hingegen kaum auf ihre Arbeit konzentrieren. Zu viele Gedanken kreisten in ihrem Kopf. Der Verdienst hier wäre astronomisch im Vergleich zum normalen Jobmarkt. Sie mochte die Leute hier und hatte jede Menge Spaß. Auch das Studium müsste sie nicht zwingend abbrechen. Sie müsste weniger Kurse nehmen, vor allem die Vormittagskurse müsste sie alle streichen. Im schlimmsten Fall würde sie zwei Jahre länger für ihren Abschluss machen. Im besten Fall würde sie nur ein Jahr verlieren. Dem stand entgegen, dass sie dann genug Geld hätte um sich selbst ein Auto zu kaufen und nicht mehr am Existenzminimum eines Studenten zu leben.
Es war keine leichte Entscheidung, doch Morr war selbst überrascht, wie schnell sie sich sicher war. Sie würde das Angebot annehmen. Kurz bevor ihre Schicht zu ende war, ging sie zu Bouncer und erzählte es ihm. Er wirkte kaum überrascht, dass sie angenommen hatte und auch Leyla sah aus, als hätte sie schon fest damit gerechnet.
Morr war entschlossen. Sie würde Morgen in der Universität die Formalitäten klären und einige Kurse abmelden und schon morgen Abend würde sie ihren neuen Job beginnen. Es war mehr als nur ein neuer Job. Es war ein gänzlich neues Leben. Ein Leben, auf dass sie sich schon tierisch freute.
-Fin-
Authors Notes:
Das wars mit University Days. Diese Geschichte ist nun offiziell abgeschlossen. (Damit ist sie die erste abgeschlossene Geschichte von mir :D)
Es wird sicher nicht die letzte Furry-Geschichte sein. Ich hab bereits Pläne für eine neue Geschichte allerdings mit anderen Charakteren, Setting usw. Einen herzlichen Dank an alle die es bis zum Schluss gelesen haben und denen es gefallen hat. Ich hatte viel Spaß am schreiben dieser Geschichte. Leider musste ich das Ende der Geschichte aus Gründen etwas vorziehen. Ich hoffe das nimmt man mir nicht allzu übel ;)
Wir sehen uns dann bei der nächsten Geschichte!
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