Das Haus Rosé 2 - Eine schwere Nacht
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Eine schwere Nacht
Qadir züngelte nass und heiß mit seinen Geliebten. Zwischen ihnen und auch auf der Seite liegend, lag Jonas der kleine und süße Schäferhund, der es gerade einfach genoss, wie die zwei Penisse von vorn und von hinten gegen ihn gedrückt wurden. Zufrieden schnaufte Jonas aus und stellte sich vor, was noch alles in dieser Nacht passieren könnte, oder wird.
Genau das, wollte er auch mit dem weißen Wolfen machen, oder mit jedem, der ihn zurückgewiesen hat, weil er für sie zu jung war. Das lag an Toms Gesetz. Denn Tom hat verlautbart, dass sich keiner an die Kinder vergreifen soll, oder derjenige wird hochkant aus dem Lager verbannt. Aus Angst, wie er dann von Qadir erfuhr, haben sie ihn vermutlich deswegen zurückgewiesen, oder davongeschickt.
Das schlimmste Erlebnis aber war bei dem erwachsenen weißen Wolfen, der seine Hand einfach mit Kraft weggeschuppst hat und sich nicht einmal deswegen entschuldigte. Bis jetzt tat sein Handgelenk weh und der schmerz wird immer schlimmer. Und weil es so war, bereitete es ihm langsam sorgen.
„Qadir?“
Leise hat Jonas geflüstert, weil er eigentlich nicht stören wollte, doch der Schmerz war nun so groß und pochend, dass es ihm Tränen in die Augen drückte.
„Qadir?!“
Qadir hielt inne, während die Zunge von Kajal weiterhin seine Schnauze ausleckte. Doch als Qadir Jonas Tränen sah, wusste er das was nicht stimmte. Schnell setzte er sich auf und half Jonas beim aufsetzten, da der Jungs sich nun das rechte Handgelenk hielt und schon, anscheinend vor Schmerz, fast stöhnte.
„Was ist Jonas?“
„Mein… Mein Handgelenk tut so schrecklich weh.“
„Wie… was hast du gemacht das dir das Handgelenk wehtut?“
Jonas sah verlegen zur Seite und zuckte einfach mit den Schultern.
„Egal, das kannst du mir später erzählen, aber zuerst bringe ich dich zu Benjamin, ok?“
Eifrig nickte Jonas mit dem Kopf und sofort machte sich Qadir mit Jonas auf den Armen auf den Weg zum Zelt der Familie Rivär. Es brannte noch Licht, als Qadir mit dem Ellbogen den Stoff am Eingang zur Seite schob.
Die vier Husky Brüder lagen dicht beieinander, während Benjamin neben seiner Frau und seinen kleine Sohn Daniel aufrecht saß. Süß und still schliefen alle im Zelt, nur Benjamin studierte gerade ein großes Buch und las aufmerksam die Zeilen.
„Benjamin?“, flüsterte Qadir, um die anderen nicht zu wecken. Benjamin erschrak sich und mit aufgerissenen Augen, drückte der die Faust auf die Brust.
„Tu… das nie wieder Qadir…“, flüsterte er zurück und sah erst dann den Jungen, der sich das Handgelenk hielt und still vor Schmerz weinte. Vorsichtig, aber schnell, stand er gleich auf und ging zu Qadir.
„Das könnte etwas wehtun, aber ich muss mir das jetzt ansehen.“
Sachte nahm Benjamin die Hand von Jonas in seine, damit er mit der anderen Hand das Gelenk untersuchen kann. Das abtasten tat Jonas kaum weh, aber als Benjamin die Hand bewegen wollte, hielt der den Schmerz kaum noch aus.
„Nichts Schlimmes. Ist nur eine Verstauchung. Deswegen muss ich dir das Handgelenk bandagieren, dann wird es gleich etwas besser und für die nächsten ein, zwei Tagen solltest du die Hand etwas schonen.“
Noch während Benjamin sprach, holte der aus einer Arztasche einen Verband raus, um dann ganz vorsichtig und leicht fest, das Gelenk zu bandagieren. Nach nicht einmal einer Minute war es schon erledigt und sie drei sahen auf die frische Bandage.
Mit einem *Danke.“, bedankte sich Qadir bei Benjamin und war schon am Rausgehen, als ihn Benjamin am Ellbogen zurückhielt.
„Das… wegen vorhin… ähm… als ich dich… geleckt habe… Qadir… Sir…“
„Benjamin… Ich freue mich für dich, dass alles gut in deinem Kreis der Familie gelaufen ist, aber du solltest deine Grenzen kennen. Mir hat es persönlich wenig ausgemacht, aber du hast wohl vergessen, dass ich einen Partner habe, der dich zu dem Zeitpunkt am liebsten in der Luft zerfetzt hätte. Ich weiß wie schön es ist, sich nicht mehr zurückhalten zu müssen, aber bedenke, dass jede Tat seine Konsequenzen mit sich zieht. Deswegen solltest du für die nächsten Tage Kajal aus dem Weg gehen und eines nicht vergessen: Du bist hier als Arzt und nicht als zahlender Gast. Also wenn ich mich wieder zur Verfügung stelle für eine Veranschaulichung, sollte das nächste Mal ein Junge, oder ein Erwachsener von unseren *Sklaven* der sein, der mich leckt, oder sonst was machen soll. Verstanden.“
Mit gesenktem Kopf, nickte Benjamin und ließ ihn dann gehen. Qadir wollte eigentlich noch eine größere Standpauke halten, weil es wirklich unangebracht war, wie der ihn über die Rosette schleckte und noch mehr mit ihm zu dem Zeitpunkt gemacht hatte. Den Jungs muss man auch die Grenzen zeigen und da Benjamin erst vor kurzem zu seiner schwulen Seite sich bekannt hat, zählt Qadir ihren Haus- und Hof Arzt, auch zu den Jungs, denen die Grenzen gezeigt werden musste.
Da nun dieses Thema für ihn geklärt war, kam das nächste und Qadir trug Jonas in die Mitte des Lagers, wo die große Feuerschalte schon ausgegangen war und nur noch unten im Sockel ein kleines Feuer brannte.
Als er sich dann hinsetzte, ahnte Jonas schon, was kommt.
„Also, wer hat dir das angetan?“
Jonas druckste herum, gab aber keine Antwort auf seine Frage.
„Jonas. Ich möchte jetzt wissen, wer es dir angetan hat, sofort.“
Qadir brannte innerlich vor Wut, weil er Gewalt in seinem Lager überhaupt nicht toleriert. Und während er vor Wut schäumte, blickte Jonas langsam an ihm vorbei und fixierte etwas. Qadir bemerkte es spät, aber nachdem er den Blick gefolgt war, war er innerlich erschüttert.
„Er war es?!“
Jonas nickte.
„Gut, geh zurück in mein Zelt, während ich mit Estolfo spreche.“
„Was… W-Was wirst du tun Qadir?“
Qadir lächelte warm.
„Nur reden.“
Jonas glaubte das Qadir was ganz anderes meinte, als gesagt wurde und als er aus Qadirs Schoß aufstand und zurück zum Zelt ging, hatte er ein ganz schlechtes Gewissen.
Qadir fixierte Estolfo, der Gedankenverloren zu einem Haus rüber blickte und völlig in Gedanken war. Seine anfängliche Wut verrauchte schnell, aber war nicht gänzlich erloschen, als er den traurigen Wolf näherkam. Als er nur noch ein Meter entfernt war, sah er die nassen Wangen und da entschied er sich, neben Estolfo Platz zu nehmen. Er folgte seinen Blick und ein Haus weiter, sah er Bernd, der gerade von einem starken und älteren Löwen einen geblasen bekam. Bernds dunkelroter und von adern gezeichnetes Glied, verschwand womöglich schlürfend im Maul des Löwen und genau in dem Moment, hob Bernd das Becken und das stöhnen hörte man bis hierhin.
Zufrieden grinsend, saugte der Löwe sehr wahrscheinlich jeden Tropfen von Bernds Penis raus, nur um Sekunden später sich die Lippen abzulecken und weiter am feuerroten Penis zu saugen und zu schlürfen.
„Wieso hast du Jonas wehgetan?“
Ohne ihn anzuschauen, beantwortete Estolfo die einfache Frage.
„Ich wollte… das nicht.“
Qadir schwieg, weil er spürte, wie Estolfo litt.
„Ich… habe mich vergewissert, dass Finn in Ruhe einschlafen konnte, als ich die Hand von Jonas… an mich spürte. Es war… ich wollte ihn nicht wehtun und du musst verstehen…, dass ich normal nur meine Frau an mich ranlasse, sonst eigentlich keinen.“
Qadir verstand langsam wie das alles Passierte. Vermutlich aus Frust hat ihn Jonas im Schritt berührt und Estolfo hat ohne nachzudenken gehandelt.
„Und wieso hast du dich nicht bei ihm entschuldigt?“
„Was hätte ich sagen sollen? Tut mir leid, aber ich bin nicht schwul, also fass mich nie wieder an? Und wenn ich mich nur entschuldigt hätte, wäre das Ende das gleiche. Ich hätte mich als nicht Schwul bezeichnet und hätte auch sagen müssen, dass ich sowas nicht mag.“
„Und… wieso bist du dann Toms Stellvertreter geworden?“
„Ich hatte keine Wahl. Sartesh und Tom haben es entschieden.“
„Wissen sie, dass du nicht schwul bist?“
„Natürlich, deswegen haben sie dann Bernd hergebracht, damit der mir… uns erzählt, dass er ebenfalls nicht schwul ist, aber dennoch sein Herz an einem Männchen verlor.“
„Deswegen schaust du dort hin?“
„Zum Teil. Ich… ich… weiß du… gerade jetzt, so wie Bernd liegt, hat mir meine Frau eine ganze Nacht einen geblasen.“
„Es tut mir leid, Estolfo.“
„Wieso entschuldigst du dich?“
„Weil… ich mit dir fühle. Ich musste auch meine Familie zurücklassen und weiß so, wie schlimm das Loch im Herzen sein kann. Aber… ich weiß das sie am Leben sind, das es ihnen gut geht und wir schreiben uns regelmäßig.“
„Ein… Brief schreiben… hmmm…“
„Genau, schreib ihr einen Brief Estolfo!“
Estolfo drehte den Kopf in seine Richtung und man konnte ein leichtes Lächeln sehen.
„Klingt gar ni…“, ein Drachenschrei, der ins Mark und Bein ging, erfüllte die Luft und den Boden und im nächsten Moment, wirbelte ein Sturm durch das Lager. Einige schreckten aus dem Schlaf, doch Qadir schüttelte nur missbilligend den Kopf.
Estolfo sah in den Himmel und für einen kurzen Augenblick, glitzerte etwas am Himmel, bevor es wieder verschwand und nur noch der Regen zu hören war.
„War das… ein Drache!?“
„Ja, es war unser Drache, Rath“
„WIR HABEN WIRKLICH EINEN DRACHEN IM LAGER?“, völlig überrascht und breit grinsend, sah ihn Estolfo an und Qadir nickte einfach und selbst erfreut, über Estolfos glänzenden und verträumten Augen.
„Vermutlich war es Tom, der Rath reitet. Aber wie ich ihn kennen, hat er noch ein oder zwei bei sich und einer der beiden muss Adelbert oder Albrecht sein, weil er nicht einmal weiß, wie er einen Drachen reiten soll.“
„Ich wollte schon immer einmal rauf in den Himmel…“, Estolfos Augen nahmen einen völlig verträumten Ausdruck an, was Qadir nur bedingt nachvollziehen konnte. Denn er hatte wirkliche Höhenangst und jedes Mal, wenn er sich daran erinnert, wie er oben am Dach bei Kajal stehen konnte, ohne ohnmächtig zu werden, ließ ihn immer wieder über sich selbst staunen.
„Ok Estolfo, du wirst einen Brief an deine Frau schicken und du wirst dich bei Jonas entschuldigen, bleibt nur noch wie du es mit der Stellung als Stellvertreter umgehen sollst. Hast du dir schon darüber Gedanken gemacht, oder willst du es gar zurückgeben.“
„Ich werde es zurückgeben.“, kurz, knapp und trocken sagte das Estolfo.
„Wirklich?“
„Ja.“
„Das verwundert mich wirklich, denn bestimmt würde jeder der Erwachsenen hier deine Stellung nur zu gern übernehmen.“
„Und die ganzen Pflichten auf sich bürgen? Nein danke, davon habe ich in den letzten Monaten genug gehabt.“
„Und stattdessen willst du jetzt lieber ein einfacher Sexsklave werden, der kein Mitspracherecht im Aufbau und Ablauf des Alltags haben möchte?“
„Qadir, ich muss sowieso meinen Körper hergeben und mich anderen Männchen hergeben. Da wähle ich lieber den Weg, der weniger Steinig ist…“
„Also… gibt’s du deine Stimme freiwillig ab und lässt andere über das Schicksal von Finn und Elias entscheiden?“
Da hat Qadir wohl einen wunden Punkt getroffen, da gleich Estolfo nach hinten zum schlafenden Finn sah.
„Aber… ich kann das nicht Qadir. Ich liebe keine Männchen, ich mache mir nur Sorgen um Finn und Elias, so wie in den letzten Monaten. Ich spüre, dass die Gefahr noch nicht gebannt ist, denn das wäre zu schön um wahr zu sein. Da lass ich mich eher rannehmen, als mit einem falschen Lächeln um einen der vielen Jungs zu kümmern und wie von mir verlangt wurde, sie zu lieben und mit ihnen das Bett zu teilen.“
„Und dennoch siehst du gerade wieder rüber zu Bernd und hast es vermutlich auch die letzten Stunden so getan.“
„JA WEIL ER MICH AN MICH SELBST ERINNERT!“, völlig genervt und verzweifelt wirkt Estolfo nach diesem kleinen Ausbruch und Qadir sah, dass vielleicht noch mehr dahintersteckte.
„Estolfo, ich habe da eine einfache Frage und ich bitte dich sie ehrlich zu beantworten.“
Schnaufend sah ihn Estolfo an und als sie sich einige Sekunden in die Augen gesehen haben, fragte Qadir die Frage.
„Wenn du nicht schwul bist, wieso bist du dann so erregt?“
Mit einem Schnaufen wandte sich Estolfo wieder zu Bernd, der nun mit erhobenen Hintern sanft vom Löwen gefickt wurde und dabei, völlig zufrieden grinste und alle paar Sekunden verliebt nach hinten sah und wohl zu grunzen anfing.
„Das ist deswegen… weil… genau diese Stellung die Bernd jetzt hat, mich erregt und zu diesen Zeitpunkt, würde ich ihn jetzt auch ficken wollen.“
„Und? Ich sehe das dir noch was auf der Seele brennt.“
„Bist du hartnäckig Qadir… aber na gut, ich erzähle es dir, weil du mein Meister bist. Weißt du… wie länger ich Bernd zuschaue, umso mehr glaube ich seiner Geschichte, dass Liebe auf anderen Ebenen entstehen kann. Bernd verliebte sich in den Löwen Tim, aber nicht in den Männchen, sondern in seinen Geist. Das sagte er zumindest. Und ich glaube auch das Bernd nicht schwul ist, weil er nur den Löwen verliebt ansah, aber die anderen nicht. Und deswegen… Qadir, ich möchte es ehrlich versuchen, ich möchte ehrlich versuchen hier zu leben und offen zu sein für jeden. Ich versuche nicht mein Herz vor euch allen zu verschließen, aber du musst verstehen, dass dies alles so Neu und so schwer für mich ist. Sich etwas zu zwingen… das ist so anstrengend.“
„Da gebe ich dir Recht Estolfo. Deswegen zwing dich nicht und gib deine Stellung nicht zurück. Lebe dich in alles hinein, versuch es zumindest, denn mehr als Scheitern kannst du ja nicht. Niemand zwingt dich das Bett mit den Jungs zu teilen. Ich weiß das es normal die Aufgabe ist, aber eine andere ist auch für die Jungs da zu sein, wenn sie jemanden brauchen. Und wenn ein Junge, wie Jonas zum Beispiel, einfach ein Penis in der Hand, oder im der Schnauze haben möchte, dann gib es ihnen doch. Was ist so schlimm daran es zu zulassen? Er tut dir ja nicht weh und in Zukunft würden sowieso die Gäste vielleicht das Gleiche tun. Aber ich an deiner Stelle und natürlich noch als Stellvertreter, würde dorthin gehen, wo ich jemanden weinen höre, um ihn die Schulter zum Ausweinen anzubieten und so, lernst du sie langsam alle kennen. Lernst ihre Persönlichkeiten kennen und wie bei Bernd, muss man jemanden zu seinem Glück auch zwingen und das hatte wohl Tom auch geplant. Du wirst hier leben, mit allen anderen und wie eher du dich daran gewöhnst, deinen Pflichten als Stellvertreter, also normales mitfühlendes Männchen nachkommst, umso eher hast du die Chance das zu finden, wofür du dich geöffnet hast.“
Estolfo drehte sich wieder zu Qadir und studierte sein Gesicht.
„Glaubst du…, dass ich das kann?“
„Bestimmt und sei zu den andern so offen wie zu mir gerade. Denn sonst… wirst du lange warten müssen bist du wieder einen Orgasmus bekommst…“, mit diesen Worten stand Qadir auf, doch bevor er ging, beugte er sich runter und legte eine Hand auf Estolfos Wange.
„Du weißt jetzt was kommt?“
Der weiße Wolf nickte zögerlich und gleich danach, legten sich Qadirs Lippen auf die von Estolfo. Sanft, nicht zu lange und gefühlvoll, gab er ihn einen Kuss auf die warmen und feuchten Lippen und als sich Qadir zurückzog und die Augen öffnete, sah er einen interessiert wirkenden Estolfo vor sich sitzen, der verwirrter nicht sein konnte.
_„So, der erste Schritt ist getan, mal schauen was Estolfo machen wird.“,_dachte sich Qadir und ging gewollt mit den Hintern wackelnd zum Zelt zurück.
Estolfo sah wieder rüber zu Bernd, der fest vom Löwen im Liegen umarmt wurde und dabei, hatte er nur einen Gedanken im Kopf. Dieser Gedanke brachte ihn zum Lächeln.
„Der Kuss war schön…!“
Tom
Ihm war übel und er hasste das aufsteigen. Doch als Rath endlich waagrecht flog und der Regen nichtmehr wie Nadelstiche auf ihn auftrafen, traute sich Tom die Augen zu öffnen. Die Welt lag im Dunkeln und vor ihm, sah er ein Meer aus Lichtern. Die Lichter versammelten sich alle zu einem Punkt und von diesem großen Punkt, ging eine Schnur Lichter weg zu einem Punkt, wo er glaubte, dass dort die Randberge waren. Er glaubte zu sehen, wie von diesem kleinen Sammelpunkt immer mehr Lichter kamen, um dann zu der Schnur zu werden.
„VON DORTSSS BIN ICHSSS GEKOMMENSSS!“
Rief Totec von weiter hinten und Tom wusste nun, dass dort das Portal war. Das erklärt auch wieso von diesem Punkt ein Fluss, die Schnur aus Lichtern kam.
„Wunderschön…“, hörte er Chris vor sich sagen, der fest zwischen ihm und den Reiter eingeklemmt war, damit er nicht runterrutsche. Das gleiche dachte er sich auch, als sein Blick weiterging und sein Land, von einem ganz anderen Blickwinkel sah. Er sah die Anhäufung von Lichtern überall, mal stärker, mal schwächer und das mussten die Dörfer und die drei anderen Städte sein, die besonders hervortraten.
Gerade als sie sich an die Höhe und an den Ausblick gewöhnt haben, ging es auch schon wieder langsam runter. Anders als zuvor, flog Rath sehr vorsichtig und machte einen Kreis um die Stadt und aus dieser Höhe, konnte sie alle nichts erkennen, außer Rath.
Nach dieser Runde zielte Rath gezielt einen Punkt an. Rath flog nicht so steil runter als gedacht und deswegen, konnte Tom die Augen offenhalten und er bereute es in keiner weiße. Es wirkte wie Magie für ihn. Mit jeder Sekunde im Sinkflug, erkannte er immer mehr, erkannte er Gestalten und dann die Rassen. Für ein paar Sekunden sah er dann die überfüllten Straßen und es war noch voller, als er sich vorgestellt hat. Die Stadt wurde wirklich überflutet von den Echsen aus Archia und bei diesem Gedanken, spannte Rath die Flügel und ein gewaltiger Ruck erfasste Tom und die anderen Begleiter. Der Ruck war so gewaltig, dass es ihm die Luft aus den Lungen presste und als Rath endlich aufsetzte, war er nicht der Einzige, der seine Lungen mit Sauerstoff füllte.
„Das war… spannender als Gedacht.“, kam es von vorne und Tom fand es überhaupt nicht spannend, eher beängstigend und er war dann ganz froh, nachdem sich Rath auf den Bauch legte und er dann runterrutsche und seine Pfoten den Boden berührten. Sogleich half er Chris beim Abstieg und Totec reichte er eine helfende Hand.
Chris atmete tief durch und erfreute sich wieder in der Stadt zu sein, besonders da er keine Pflichten und keine Schule hatte. Totec sah sich genau um und war fasziniert von der Bauweise.
„Axel, alles in Ordnung?“, fragte Tom, nachdem er ihn auch half vom Rath runterzukommen.
„Bestens Tom, danke.“
Zum Schluss stieg der Reiter ab, der mit zittrigen Beinen versuchte stark zu wirken.
„Bernhard, komm schon, du sagtest ja das es für dich spannend war.“
Bernhard der Jaguar grinste breit und versuchte der Nervosität mit einem abwinken zu überspielen.
„Ich sagte ja, dass mein letzter Flug Kurs etwas her ist und dafür, dass es schon etwas her ist, sind wir doch alle sicher gelandet.“
Tom grinste einfach nur und schaute offen kurz zu Bernhards zittrigen Beinen, um sich dann den anderen zu widmen.
„Ok, jeder weiß wieso wir hier sind. Axel, soll ich für dich eine Kutsche rufen?“
„Nein Tom, ich gehe einfach zu den Rittern hier am Landeplatz und die bringen mich dann schon nach Hause.“
Tom fand es schade, dass Axel nicht mitkam, aber das war eben der Wunsch von ihm. Deswegen umarmte er einmal und sah ihn danach fest in die Augen.
„Willst du mir jetzt verraten, was du mit Sartesh besprochen hast?“
Axel grinste nur und wirkte plötzlich etwas erwachsener als ein paar Stunden zuvor.
„Nein Tom, das bleibt zwischen mir und Sartesh, aber richte ihn meinen Dank aus und… bis in eine Woche und sechs Tagen.“
So trocken es Axel sagte, so emotionsvoller sahen ihn die Augen an. Ein Abschied war niemals leicht und besonders dieser, war schwer für Tom, weil er so wenig Zeit mit Axel verbracht hatte.
„Axel, Kopf hoch und vielleicht komme ich über Nacht dich und deinen Vater besuchen.“
Nun war es Axel, der Tom fest umarmte.
„Das hoffe ich sehr Tom.“
Einige Sekunden standen sie so da, bis sich Axel mit einem Schniefen verabschiedete und zum Abschied, nochmals winkte, bevor er zu den Wachen am großen Stall ging, um dann mit einer Wache nach drinnen zu verschwinden.
„Ok, gehen wird.“
Tom schnappte sich Chris Hand und dann Bernhards und zu viert, gingen sie in die Stadt. Sie verließen den Landeplatz, doch dann blieben sie stehen, als sie vor sich die Straße sahen.
„Ziemlich vollss…“
Totec sprach das aus, was sich jeder dachte und Tom fiel nur noch eine Möglichkeit ein, damit die Gruppe nicht auseinanderbrach. Er ließ Bernhards Hand los, damit er beide Hände frei hatte, um Chris auf seine Schultern zu setzen.
Nachdem er sich aufrichtete und sein Rücken schmerzvoll stach, sah er hoch zu Chris.
„Passt bei dir alles?“
Grinsend nickte Chris zu ihm runter und rutsche etwas nach vorne. Da fing auch Tom zu grinsen an und fragte gleich lüstern nach: „Wird es so nicht etwas eng im Schritt?“
Grinsend zuckte Chris einfach mit den Schultern und rutschte noch etwas nach vorne. Tom drehte den Kopf nach links und direkt vor seinen Lippen, unter der kurzen braunen Hose, sah er Chris steifen Penis gegen das Hosenbein drücken und direkt vorne, wo er glaubte die Eichel zu sehen, gab er einen Kuss drauf.
Als er seine Hände Totec und Bernhard entgegenstreckte, kam der bekannte Duft von Chris Schritt in seine Nase und genau sowas, war für ihn und in dieser Nacht, das, was er auf den Ausflug riechen wollte. Nachdem Totec und Bernhard seine Hand ergriffen ging es los und es fühlte sich einfach so an, als mussten sie mit dem Strohm mitgehen.
Ein Meer aus Echsenleibern erstreckte sich wohin ihre Augen reichten. Besonders Chris hatte einen guten Überblick und ein *Wow*, konnte jeder von ihm hören. Auch Tom und Bernhard, die größer als die meisten Echsen waren, sahen das gleiche wie Chris und da, war er zum ersten Mal wirklich Glücklich so groß zu sein, denn wenn es anders wäre, hätte er schon längst die Orientierung verloren.
Und dann war da noch etwas anderes, als bei ihrem ersten Besuch. Bei ihrem ersten Besuch, sahen sie hier und dort einige Paare in den Gassen, die es miteinander trieben. Doch jetzt, machten sich die Paare nicht einmal die Mühe es geheim zu halten. In jeder Gasse, in jedem dunklem Fleck, sah man jemanden ficken.
Und sie waren nicht einmal im Rotlichtviertel.
Jedes Gasthaus, jedes Restaurant, jeder Sitzplatz auf der Straße, war besetzt und es waren hauptsächlich Echsen aus Archia, die das Essen nur so hinunterschlangen. Die meisten hatten einen grünen, oder blauen Schuppenkleid und nur vereinzelte, waren am ganzen Körper tätowiert. Sie alle hatten einen Gürtel wie Totec den hatte, bei manchen waren die Gürtel leicht verziert und noch bei wenigeren, reich. Die meisten Aber, hatten vorne am Gürtel ein einfaches Symbol und soweit er es von Totec weiß, soll das nur zeigen aus welchem Clan sie stammten.
Zu dem was er sah, kam nun das was anders war als zuvor.
Es war bei Tom so und er wusste nicht, ob es bei den anderen war, aber von den Echsen die hinter ihm gingen, wurde sein Hintern andauernd gegrapscht. Für ihn persönlich war das so nicht weiter schlimm, aber wenn das die Echsen mit den Bewohnern der Stadt machten, dann würde es bald einmal einen Aufstand geben.
Doch allmählich wurde es für ihn zu viel und sie waren gerade einmal ein paar Minuten unterwegs. Deswegen führte er sie alle zu einer Seitengasse, die einfach nur voll war. Stöhnend, ächzend und laut klatschend, wurde eine Echse neben der anderen von einer weiteren Echse gefickt. Es waren alles Männchen, soweit Tom sehen konnte und die Wände, sahen so aus, als ob sie nie mehr trocken werden konnten.
Deswegen mussten sie ziemlich weit nach hinten gehen, bis es ruhig genug und keiner mehr in Sicht war.
„Das ist Wahnsinn!“, sagte Tom und sah zurück zur Gasse, wo man die ganzen Silhouetten der Echsen sehen konnte, die gewaltvoll die Hüfte gegen den Körper vor ihnen stießen.
Bernhard ließ seine Hand los und ging ein paar Schritte nach vorne, nur um sich dann langsam umzudrehen und ohnmächtig Tom anzusehen.
„Das ist nicht mehr meine Stadt Tom! So geil das irgendwie ist, aber die ganzen Bürger…“
Tom nickte und wusste worauf Bernhard hinauswollte.
„Karl muss das richten und wo zum Teufel sind die Wachen die das unterbinden sollten?“
„Ich… weiß es nicht Tom…“
Tom fühlte sich genauso hilflos wie Bernhard und er wollte schon gar nicht mehr zurück auf die Straße, weil sie für ihn einfach zu voll war.
„Was machenss wir jetztsss?“
Totec hatte den Blick gesenkt und Bernhard und Tom wussten, dass der sich für sein eigenes Volk schämte.
„Reiten wir doch auf Rath zum Bordell?“, sagte gut gelaunt Chris und seine Laune, steckte Tom an, weil das eigentlich eine sehr gute Idee war.
„Das ist verboten. Wir könnten Häuser beschädigen, oder Passanten verletzten.“, sagte leise und nachdenklich Bernhard.
„Nicht… wenn ich das dabei habe…“, sagte Tom feierlich und hob die Hand.
Bernhard sah nur kurz auf und erst auf dem zweiten Blick, wurden die Augen so groß wie Äpfel.“
„WOHER HAST DU DAS?!“
Bernhard brauchte nur zwei Schritte um Tom zu erreichen und dessen Hand zu packen.
„Wasss ist dasss?“
„Das mein Lieber Totec, ist die Freikarte für alles.“
Fassungslos sah ihn Bernhard nun an und ließ dabei den Kiefer hängen. Tom aber lachte deswegen nur und schüttelte liebevoll einfach die Leopardenschnauze.
„Schau nicht so und woher ich das habe, bleibt mein Geheimnis. Also losgehst, gehen wir zurück zu Rath.“
Wie sie hergekommen sind, wollte Tom eigentlich zurück, doch das war unmöglich. Sie hätten für die paar hundert Meter mindestens eine Stunde gebraucht, weil einfach ein Meer aus Echsen ihnen entgegenkam. Deswegen betraten sie nicht einmal die Straße und dachten nach, wie sie sonst zurückgehen konnten. Doch keiner fiel was ein, bis sich Chris bewegte und von Tom runterstieg.
„Folgt mir.“, war alles was der kleine Junge sagte. Im Vergleich zu Tom, wussten die beiden anderen nicht, dass Chris in dieser Stadt zuhause war und wenn Chris sowas sagte, dann wusste der Junge auch den Weg.
Sie tauchten in eine Welt ein, die wiederum anders als das Rotlichtviertel und die Straße war. Hier herrschte nur wenig Licht und das erinnerte Tom wieder an die Nacht, als Adelbert sie durch die Gassen der Stadt führte. Diesmal aber, war es noch schmutziger, aber irgendwie auch gemütlich. Die Leute hier waren arm, aber sie genossen das Leben abseits der Stadt.
Die Bewohner der Stadt saßen vor dem Hause und Wohnungstüren auf selbstgebauten Hocker und spielten Karten. Familien saßen draußen und erzählten sich vom Tag. Und obwohl es schon spät war, spielten Kinder fangen in den Gassen. Man konnte auch in die Häuser durch die offenen Fenster sehen, wo eine Familie nach der anderen gerade am Abendessen war. Flöten, Geigen und sogar Klaviermusik war zu hören und alles zusammen, machte ein Bild von Gemütlichkeit aus. Nun wusste Tom und die anderen zwei, wohin die Bewohner verschwunden waren. Denn sie waren nicht verschwunden, sie haben sich nur zurückgezogen von alle dem Lärm und den Echsen.
„Das ist… die… Famgasse…“
Gerade als Tom und die anderen Bernhard das flüstern hörten, sah er, wie Bernhard plötzlich stehen geblieben war und in eine andere Gasse starrte.
„Chris.“
Nachdem er Chris aufmerksam gemacht hat, dass sie kurz hier halt machen, sah Tom ebenfalls in die Gasse und kurz drauf, gesellte sich Totec und Chris zu ihnen.
„Was ist Bernhard?“
Bernhard rann eine Träne vom rechten Auge runter und dann, ging er einfach in die Gasse. Tom und die anderen folgten Bernhard, der bei einem Hauseingang stehen geblieben war.
„Hier habe ich… meine Kindheit verbracht.“, war alles was Bernhard sagte und bis auf Tom, wusste keiner was Bernhard hier widerfahren war.
Das kleine Haus sah verwahrlost aus und kein Licht war drinnen an. Tom streckte die Hand aus und versuchte die Tür aufzumachen, doch die Tür war verschlossen. Doch dann bewegte sich Bernhard und beugte sich vor der Tür runter. Unter einem Stein neben der Tür, kam ein verrosteter Schlüssel zum Vorschein. Bernhard verlor immer mehr Tränen und sah einfach nur den Schlüssel an.
„Er… ist noch immer da. Genau dort habe ich ihn versteckt und auch mein Vater davor. Ich… war zuletzt vor 14 Jahren hier…“
Tom konnte sich nur Vorstellen was alles in Bernhards Kopf vor sich ging und das, wollte er ihn nicht weiter antun.
„Komm, lass die Vergangenheit, Vergangenheit sein. Dieses Haus und alles was du damit verbindest, ist vielleicht für ein späteren Zeitpunkt für dich gedacht, aber bestimmt nicht für jetzt.“
Noch während Tom sprach, legte er den Schlüssel dorthin zurück, wo er vorher war. Was Tom aber spürte und niemanden sagte war, dass dieses Haus eine wärme versprühte, die ihn tief in die Seele fuhr, aber gleichzeitig ein Schrecken beherbergte, die er niemals erfahren will.
Regelrecht musste er Bernhard vom Haus an der Hand wegziehen, doch als sie die Gasse betraten, von wo sie gekommen waren, folgte ihnen Bernhard wieder und wie zuvor, führte sie Chris durch die unendlichen Gassen der Stadt. Während sie durch die Gassen geführt wurden, umschlang er Bernhards Hüfte und zeigte ihm so, dass er immer für ihn da war.
Es dauerte nicht lange, bis sie vor einer Terrasse standen, der ein Meter über der Gasse lag, wo sie geradestanden. Zielgerichtet hat Chris sie zum Landeplatz geführt und direkt vor ihnen sahen sie die fünf Krise aus Stein, dass den Landeplatz ausmachte.
Nachdem sie den einen Meter überwunden haben, bewegte sich ein Schatten weiter hinten. Jedem gefror das Herz dabei, nur Tom nicht. Denn schnell hat er sich daran gewohnt, dass Rath seine natürliche Farbe perfekt nutzen konnte. Oder Albrecht hat ihn sehr gut trainiert.
Warm schnaufte ihnen Rath seinen Atem entgegen, als sie zu ihm zurückgingen und nur Tom konnte die Geste richtig deuten, als Rath, der gemütlich mit dem Unterkörper auf der Seite lag, das obere Bein nach hinten schob.
„Nicht jetzt mein Lieber, später vielleicht.“, flüsterte er den großen schwarzen Drachen zu, als er ihn über die Nüstern fuhr.
„Wir brauchen dich wieder.“, sagte Bernhard und verschwunden waren die Trauer und der Kummer beim Leoparden.
Nachdem sie alle auf Rath`s Rücken saßen und sie schon losreiten wollten, rannten die zwei Wachen, die immer am Landeplatz waren zu ihnen hin.
„Stehen geblieben! Das reiten eines Drachens in der Stadt ist strengstens verboten. Bitte kommen sie wieder runter!“
Tom Hob die Hand und zeigte den zwei Wachen gleich den Siegelring.
„Unser König Karl van Helm hat mir persönlich die Erlaubnis dafür gegeben. Wenn ihr also ein Problem damit habt, beschwert euch beim König, ansonsten macht uns den Weg frei!“
Die zwei Wachen sahen sich besorgt an und nach etwas zögern, machten sie dann endlich den Weg frei.
„Seid aber bitte Vorsichtig. Rath ist dafür bekannt wenig Nachsicht mit Passanten zu haben.“, sagte dann einer der Wachen, als sie auf den Weg zu Straße waren.
„Wir passen schon auf!“, schrie freudig Chris nach hinten den Wachen zu und schon sahen sie das Meer der Echsen vor sich.
„Bernhard, schau das wir niemanden verletzten, ok?“
„Ist klar Tom!“
Bevor sie weiterritten, hörten sie Bernhard „HOIRA!“, schreien und der große schwarze Drache gehorchte. Sie spürten wie Rath die Lungen füllte und im nächsten Moment, die Lungen in einem brodelten, tiefen und bassvollen Schrei entleerte. Es war so laut, dass sich Tom und die andern die Ohren zuhalten musste und das Meer der Echsen, duckte sich und sah völlig Entsetzte zum Drachen, während sie sich auch die Ohren zuhielten.
„Das nächste Mal nicht so laut Rah!“, sagte Bernhard und tätschelte den Drachen den Hals. Rauch stieg von Rath´s Nüstern auf, als sich dann der Drache in Bewegung setzte.
Das Meer der Echsen teilte sich für Rath, weil noch keiner der Echsen Drachen aus der Nähe gesehen hat. Auch Totec war wirklich eingeschüchtert, als sie im Lager bei Rath waren. Rath`s Stallung war nicht erhellt gewesen und dennoch wusste Totec gleich, dass hier etwas lauert, was tödlicher war als alles andere, was er kannte. Erst nachdem Tom eine Laterne geholt hatte und Rath zum Vorschein kam, hat sich Totec fast nass gemacht, als die schwarze Schnauze runterkam und Tom mit einem warmen und ziemlich leisen Brummen begrüßte.
Nachdem sich Tom vergewissert hat, dass Rath vorsichtig genug war und dass die Echsen auch genug Platz für den Drachen machten, konnte er sich den Luxus leisten und sich nach hinten gegen Totec lehnen. Sofort wurde er von zwei starken und warmen Armen umarmt und gegen den Echsenköper gedrückt.
„Totec, ich wollte noch was mit dir besprechen.“
Als Antwort bekam Tom ein wunderschönes Lächeln und da wusste er, dass Totec wirklich was für ihn empfand.
„Ich mache dich auch zu meinem Stellvertreter. Du wirst der siebte im Bunde sein und auch der letzte. Ich habe mir das schon lange überlegt, ob ich das tun soll, aber als ich die Straße sah, das voll von deinem Volke war, wusste ich das der Gedanke richtig ist. Deine Aufgabe wird es sein dich um deines gleichen zu kümmern. Ich möchte nicht, dass zwei verschiedene Kulturen aufeinandertreffen, die sich nicht versehen. Sei mein Vermittler und erkläre jeder Echse, wie es bei uns so läuft und dass man… nicht überall Sex haben sollte.“
Totec, der ihn mit großen Augen wegen der Ernennung ansah, fing dann noch breiter zu lächeln an und drückte ihn dann noch fester. Fast glaubte Tom, dass seine Knochen brechen würden, so fest wurde er umarmt. Der Kuss der dann folgte, war genau das Gegenteil. Zärtlich und Liebevoll küsste ihn Totec auf die Schnauze, um dann Friedvoll sich die Stadt anzusehen.
Das gleiche tat auch Tom und schnappte sich Chris, um den Jungen an sich zu drücken. Es waren friedvolle Momente, während sie so durch die Straßen ritten. Die Stadt platzte aus allen Nähten und es herrschte eine Euphorie, die Tom selten erlebt hat. Die Straßenbuden wurden belagert, weil sie frisches Fleisch, Obst und Süßgebäck anboten. Es flossen Unmengen an Silber pro Minute und es wirkte so, als ob jeder zufrieden war. Diese Stimmung sah Tom auch in den Wohnungen, wo er durch die Fenster reinsehen konnte.
Egal wo er rein sah, sah er Pärchen die sich auf den Betten, oder sonst wo, wandten und sich liebten. An diesem Tag, das wusste Tom, würden viele Kinder gezeugt werden und in spätestens 13 Jahren, würde es auch das Haus Rosé spüren.
Tom lachte innerlich, weil er in 13 Jahren 48 wäre und somit für nichts mehr taugen würde. Dann fiel ihm ein, dass Heki, Flo und Roland 28 wären und fast so alt wären, wie er jetzt es ist.
Dieser Gedanke ließ ihn fast vor Angst erzittern. Soweit wollte er nicht nach vorne schauen, besonders nicht, weil das hier und jetzt, so wunderschön war. Er genoss es regelrecht von seinen Liebsten umgeben zu sein, diese Straße auf Rath zu reiten und den kleinen Chris an sich zu drücken. Er genoss Totec zu riechen, seinen Schritt zu spüren und die Zukunft von Haus Rosé zu formen.
Rath bog nach links ein und die Straße färbte sich Rot durch die hängenden Laternen. Ein Meer aus Lichtern zog über ihre Köpfe hinweg und Tom ließ sich deswegen völlig fallen. Er hatte Momente erlebt, die zu traurig waren um sich daran zu erinnern. Sein Traum zu Beispiel, der für ihn so Real war und wo er Keyn alleine in der Stadt aufgezogen hatte. 40 Jahre hatte er im Traum erlebt und in diesem Traum, sah er wie Keyn groß wurde, wie sein Sohn studiert hat und seine erste große Liebe fand. Er erinnerte sich, wie sich Keyn um ihn gekümmert hat, so wie er sich um ihn vor so langer Zeit gekümmerte hatte. Keyn gab ihn löffelweiße das Essen, weil er zu schwach war, um die Hand zu heben. Absolut Liebevoll reichte ihm sein Sohn den Haferschleim, als er keine Zähne mehr hatte und er erinnerte sich an Keyn nimmer endeten Tränen, als er ihn zurücklassen musste, weil er von ihm geschieden war.
Tom wollte sich nicht daran erinnern, aber es geschah einfach und deswegen, musste er einfach weinen, weil es so schön und so traurig war. Seine Tränen wollten nicht verschwinden und es half auch nicht, als Totec die Tränen für ihn wegwischte.
Besorgt hörte er seinen Namen von Totec flüstern und da, drehte sich auch Chris um.
„Wieso weinst du Tom?!“
Tom musste beim weinen breit Lächeln, als er seine Drei sah, die ihn besorgt anschauten.
„Weil… *schnief*… Ihr da seid!“
Er sah in Bernhards Augen, dass er ihn umarmen wollte. Chris hingegen tat es gleich und weil der Junge so empathisch war, kamen auch ihm die Tränen. Totec versuchte ihn zu trösten, indem er mit der Schnauze über seine fuhr und das wiederholte er immer wieder.
„Ich werde immer für dich das sein Tom.“
Das half enorm und schnell wegen dieser Liebe und Zuneigung, die nur ihm gilt, konnte sich Tom wieder beruhigen.
Als seine Tränen versiegt waren, sah Tom hoch und ließ sich von den roten Lichtern verzaubern. Doch schneller als erhofft, hörte er Bernhard sagen, dass sie da waren.
„Die nächste Straße Bernhard.“, schenkte ihn Chris noch ein paar Sekunden und die brauchte Tom, um sich vom Bann der Lichter zu lösen. Toms blick ging dann langsam runter und er völlig schockiert von dem, was er sah.
„Ok, wir bleiben zusammen und keiner starrt.“
Am Ende der Gasse, rechts von ihm, sah Tom das Bordell. Cibeleus hatte bei allem recht behalten. Das Bordel von Andreas war geschlossen und Tom ahnte schon schlimmes, als er mit Chris in den Armen an Rath´s Seite runterrutsche. Nach ihm rutsche Bernhard und Totec runter und gegen seinen Willen, starrte Chris vor ihnen runter.
„Chris, schau mich an und nicht runter.“
Chris wirkte völlig verstört, als der Blick wieder hochging. Genau das wollte er nicht und das, musste er dann mit Chris besprechen. Tom starrte auf die Tür am Ende der Gasse und ließ das, was in der Gasse passierte, nicht an sich. Dennoch, als er vor der Tür stand, wo darauf ein Schild mit *GESCHLOSSEN* zu sehen war, sah er kurz nach hinten.
Eine Gruppe von halbwüchsigen Echsen aus Archia, vergangen sich an andere Echsen, die so betrunken waren, dass sie nicht mehr gehen und sich nicht mehr wehren konnten, während sie am Boden lagen und den Willen der Gruppe ausgesetzt waren. Die betrunken versuchten sich zu wehren, aber sie waren chancenlos gegen die halbstarken.
„Wir sollten was machen.“, sagte Totec neben ihm und bevor Tom was sagen konnte, lief schon Bernhard wieder zurück.
Rath der sie die ganze Zeit im Auge hatte, reagierte noch bevor Bernhard den Befehl dazu gab. Der Drache schrie so laut in die Gasse hinein, dass sogar die Wände erzitterten. Glut glomm in Rath Rachen und die halbwüchsigen, erschraken sich so sehr, hielten sich sofort die Ohren zu und als Rath eine Klaue hob und auf dem Boden stampfte, liefen die Echsen mit ihren steifen Penissen schon davon.
Tom taten schrecklich die Ohren weh, als er Chris schnell abgesetzt hatte und zu den fünf Echsen lief, die teilweiße zwischen den Po Backen bluteten.
Sie waren alle mit blauen Beulen übersät und stanken so sehr nach Alkohol und Urin, dass sie alle die Nase rümpfen mussten. Doch Totec reagierte schnell und sprach mit den Echsen in ihrer Sprache, während er sich die Wunden genauer ansah. Da sie keinen mehr Gürtel anhatten, wusste Totec auch nicht wer dalag.
Nachdem sie die Fünf zusammengetragen und an die Mauer gelehnt haben, konnte Tom sagen, dass die Verletzungen nicht schlimm waren und sie innerhalb der nächsten Tage komplett genesen. Dennoch konnte sie die Echsen nicht einfach so sitzen lassen und deswegen entschieden sie sich, sie bei Rath zu lassen, der ein Auge auf sie hat und sie dann mit sich zu nehmen, damit sie im Lager gesund werden konnten.
Nachdem das geregelt war, gingen sie zurück und besorgt sah Tom zu Chris, der nun völlig verstört dreinblickte.
„Mach dir keine Sorgen, sie sind nur Betrunken und nicht wirklich verletzt. Und die paar halbwüchsige waren auch angetrunken und gefangen von ihrer Lust. Dennoch hätten sie das nicht machen dürfen, aber nun ist es vorbei, weil wir sie mitnehmen und sie gesundpflegen.“
Chris nickte nur und lehnte den Kopf an Toms Brust, nachdem er ihn aufgehoben hat.
Tom klopfte an der Tür, doch niemand machte ihnen auf.
„Wie erwartet.“, sagte Bernhard und wandte sich zum Gehen um. Doch Tom wusste um noch eine Tür und diese Chance wollte er nutzen.
„Schauen wir bei beim Personaleingang nach.“
Tom führte sie um das große Haus und von Bernhard hörte er schnaufen. Bernhard hatte nicht ganz unrecht, denn die Chance, dass der Personaleingang offen war, dass überhaupt jemand noch im Haus war, war äußerst gering. Dennoch wollte Tom die Chance nicht vergeuden lassen und als er um die Ecke ging, schrie plötzlich Chris: „STEFFEN!“.
Mit Schwung winkte Chris rüber zum Personaleingang, wo der Sohn von Saru wartete. Steffen aber war nicht alleine, denn Christin, seine Mutter stand bei ihm. Aber das war auch noch nicht alles. Es standen mindestens Zehn Familien vor dem Eingang und sie alle, wirkten sehr besorgt. Neben den Familien warteten auch vereinzelte Männchen, die wohl die Lebenspartner der anderen Arbeiter im Haus waren.
Tom ließ Chris wieder runter und Christin begrüßte ihn mit einem *Tom!* und einer Umarmung.
„Christin, was ist hier los? Wieso warten so viele hier draußen?“
„Es ist wegen Andreas.“
„Was ist mit ihm?“
„Andreas hat heute zugemacht und alle nach Hause geschickt.“
„Wieso? Wozu?“
Christin konnte nur schwer die Tränen zurückhalten während sie nickte.
„Andreas wollte noch ein paar letzte Worte sagen, bevor er jeden entlässt.“
Tom tat Andreas richtig leid. Sein Herzblut hat er in dieses Haus gesteckt und versucht für jeden der unter ihm arbeitet, einen gerechten Lohn und gerechte Arbeitszeiten zu geben. Doch wie vorhergesagt, schaffte es Andreas straucheltes Bordell nicht.
Aber wie der Zufall es wollte, war Tom nun da, um eine helfende Hand zu reichen.
„Vergieß keine Tränen mehr. Du weißt doch, dass du bei uns arbeiten kannst und um den Rest, kümmere ich mich jetzt.“
Toms Worte hörten nicht nur Christin, sondern alle anderen um sie herum. Als Tom die Tür aufmachte und Chris von Steffen davonzog, folgten ihn dann auch Totec und Bernhard. Nachdem die Tür zuging, hörten sie alle Andreas sprechen.
„… es tut mir Leid, aber so sehen nun die Zahlen aus. Ich weiß von euch allen, dass ihr euer Bestes gegeben habt, aber wegen der neuen Mieterhöhung, können wir ab nächsten Monat keine Löhne mehr Zahlen, deswegen entschloss ich mich heute zu schließen und euch das zu geben, was noch übrig ist. Jeder bekommt seinen gerechten Anteil, auch wenn es nicht viel ist, so glaube ich das ihr mit 88 Silberlingen gut auskommen werdet.“
„Wie sollen wir noch mit 88 Silberlinge auskommen?! Ein verdammtes Brot kostet jetzt 5 Silber, gestern waren es noch 25 Kupferstücke!“
„Lucius, das weiß ich doch auch! Und verdammt ich wünschte ich hätte mehr für euch! Aber für jeden Tag den wir jetzt öffnen, würde jeder pro Tag 10 Silberlinge weniger bekommen, egal wie viele reinkommen würden. Die Miete ist eben um das Dreifache gestiegen und könnt ihr wirklich dreimal so viele Gäste pro Stunde abarbeiten? Dann kommt eben noch die Frage, welche Gäste?! Wir haben nur unsere Stammkundschaft! Der ganze Boom wegen den Echsen erreicht uns nicht, weil sie eben nicht auf das stehen, was wir anbieten! Sie wollen nur bumsen und mögen es nicht, wenn wir uns verkleiden!“
Tom setzte sich auf einem Stuhl vor einem großen Spiegel hin und gleichzeitig, sah er sich die ganzen offenen und leeren Spinte an. Bei ihrem letzten Besuch, war es hier gut besucht, doch jetzt, herrschte Trauerstimmung. Totec sah sich noch die paar Kleider an, die herumhingen und war nicht sehr angetan deswegen. Auch Bernhard gab den Kleidern nur einen Blick, um sich dann ebenfalls einen Stuhl zu schnappen und sich neben Tom zu setzten.
Chris setzte sich direkt auf Toms Schoß und strich sich an der Innenseite seines linken Hosenbeins entlang.
„Bist du noch immer erregt Chris?“
„Aber sowas von Tom!“
„Willst du das ich dir einen Blase auf den Rückweg?“
„Mach es wie bei Karl!“
„Gleich zweimal hintereinander?“
Chris nickte eifrig.
„Dann willst du auch noch von mir genommen werden?“
„OHJA!“
Chris offene und ehrliche Antworten brachten Tom zum Lächeln, denn gerade jetzt, hatte er auch auf sowas Lust. Um Chris etwas zu verwöhnen, zog er dessen linkes Hosenbein soweit rauf, bis die nasse Eichel zu sehen kam. Bernhard fing breit zu grinsen an und massierte sich selbst den Schritt, als Tom mit dem Zeigefinger über die glänzendnasse Eichel rauf und runterfuhr. An der Eichel spürte Tom, wie einige Muskeln im Chris Schritt wegen dieser Behandlung zu zucken anfingen.
„Du bist so ein heißer kleiner Löwe und ich wünsche, du wärst ein Junge von mir.“, flüsterte er Chris ins Ohr und fing gleich danach das Ohr anzuknabbern an.
Chris fing laut zu schnurren an und umschlang mit beiden Armen Tom am Hals. Die Rede von Andreas geriet immer mehr in den Hintergrund, während sich Tom völlig seiner Lust hingab. Er hörte auf mit dem Zeigefinger über die Eichel zu fahren und nahm sie dann direkt in die Hand, nachdem er das Hosenbein noch weiter hochgezogen hatte. Er liebte es wirklich, wie seine Hand über die glatte und nasse Eichel fuhr, wie Chris immer lauter schnurrte und sich ihm völlig hingab. Irgendwann verschmolzen auch ihre Schnauzen und innig schmusten sie und tranken den Speichel des anderen. Tom liebte einfach Chris Speichel, weil es so lecker schmeckte und weil der Junge anscheinend unendlich davon hatte. Dann wurde Tom mit der Zeit so heiß und geil, dass er sich die Hose ausziehen und Chris hier und jetzt ficken wollte. Doch bevor es soweit kam, verkrampfte sich Chris und stöhnte kurz und hell in seine Schnauze. Nachdem Chris die Hüfte anhob, bebte dessen Penis und aus der Eichel schoss ein weißer und gewaltiger Strahl frischer Löwensamen gegen die Wand. Dann fing die Hüfte zu zittern an, weil Tom noch fester die Eichel massierte und so, alles aus Chris jungem Körper rausmelkte und gegen die Wand schießen ließ.
Zufrieden seufzend sackte dann Chris zusammen und löste so auch die Verbindung ihrer Schnauzen.
„Das… war geil…“, seufzte Chris wieder.
„Das fanden wir auch.“
Tom und Chris rissen ihre Köpfe nach rechts und während noch die letzten Tropfen Samen aus Chris steifem Penis runterfielen, sahen Andreas und seine ehemaligen Arbeiter sie zwei Grinsend an.
„Du weißt doch Tom, dass sich an einen Jungen zu vergehen, unter Strafe steht?“
Verwirrt sah Tom runter zu Chris, der am liebsten im Boden versinken und nie wieder auftauchen wollen würde.
„Mein Lieber Chris, habe ich mich an dir vergangen, oder habe ich dir nur geholfen, weil der Druck zu groß wurde?“
„G-Geholfen…“, flüsterte Chris kleinlaut und versank noch tiefer im Erdreich.
„Na bitte! Ich habe nichts Unrechtes getan!“
Alle fingen sie zu lachen an, sogar Totec und Bernhard. Nur Chris fand es nicht so lustig und zog sich schnell das linke Hosenbein wieder runter.
Lachend kam Andreas zu ihnen und ging vor Chris in die Hocke. Das schwarzgepunktete Gesicht sah wirklich glücklich aus, sie wieder zu sehen.
„Ach Chris. Mach dir keine Sorgen um das, was gerade geschehen ist. Du hattest beim letzten Besuch auch Sex mit Saru und Lucius und keiner ist gekommen, um deine Eltern zu verhaften. Wir alle kennen doch deinen Vater und verstehen dich und Tom auch.“
Chris blickte langsam auf und wenige Sekunden später, fing der Junge auch wieder breit zu lächeln an.
„Tom, was verschafft uns die Ehre dich hier wiederzusehen?“
Tom überreicht Chris an Bernhard und sah sich danach die Belegschaft an.
„Sind alle deiner Arbeiter anwesend?“
„Ja, wieso fragst du?“
„Weil ich dir ein Geschäft anbieten will.“
„Da kommst du leider schon zu spät. Ich habe heute Nachmittag das Bordell abgemeldet und unsere Vereinbarung von vorgestern ist auch nichtig.“
„Das… habe ich gehört und es tut mir wirklich leid.“
Andreas verlor sein Lächeln und richtete sich auf, um sich selbst einen Stuhl zu schnappen. Mit umgedrehtem Stuhl und auf der Rückenlehne anlehnend, sah ihn Andreas interessiert an.
„Obwohl du das weißt, willst du mir ein Geschäft vorschlagen? Na da bin ich gespannt.“
Bevor Tom anfing, ging er nochmals alles durch. Es passte alles so weit, aber es gab nur einen Hacken bei der Sache, über das sie im Lager noch nicht gesprochen haben. Doch über das möchte er nachdenken, wenn es zur Sprache kommt.
„Ich habe eine Frage, die ich zuvor beantwortet haben möchte.“
„Die wäre?“
„Weißt du irgendwas über unsere Situation im Haus Rosé?“
„Nur…, dass ihr viele Flüchtlinge aufgenommen habt.“
„Das und das sie alle Teil meiner Familie wurden.“
„Dann Tom, hast du eine sehr große Familie. Ok… darf ich jetzt fragen worum es überhaupt geht?“
Tom räusperte sich und setzte sich gerade hin. Dann legte er die Hände auf die Schenkel und sah warm Andreas an. Andreas hob eine Augenbraue und da wusste Tom, dass er ihn wirklich neugierig gemacht hat.
„Wir haben einen sehr klugen Kopf bekommen und er hat vorausgesehen, dass ihr in einer ziemlichen hohen Wahrscheinlichkeit in einer Finanziellen Krise stecken würdet. Das es aber so schlimm wird, dass es schon heute passiert, also das du schließen musst, habe ich persönlich nicht erwartet.“
„Tja Tom, Geld schläft nie und besonders nicht, wenn die Vermieter das riechen.“
Nickend gab er Andreas Recht und fuhr dann fort.
„Stimmt und so schlimm es ist, ist es für das Haus Rosé ein günstiger Zeitpunkt.“
„Um was zu tun? Wollt ihr das Haus mieten, oder gar kaufen?“
„Nicht das Haus Andreas. Wir wollen das wirklich wichtige haben, euch!“
Nun war es Andreas der sich aufrecht hinsetzte. Der sich nach hinten zu seiner Belegschaft umdrehte und sie ansah. Es wurde geflüstert, das flüsterte wurde immer lauter und die Belegschaft, wie Saru und Lucuis in ihrer Privaten Kleidung unterhielten sich leise mit den anderen.
„Tom, willst du uns als Sklaven kaufen? Verstehe ich das richtig?“
„Bevor ich diese Frage beantworte, möchte ich zuerst wissen, ob ihr überhaupt noch Interesse habt euch und euren Körper herzugeben.“
Sein gegenüber atmete laut aus und fing nachzudenken an. Auch die anderen haben ihn gehört und sahen nicht gerade begeistert aus.
„Weißt du Tom… hmmm… Es ist nicht einfach mit der jetzigen Kundschaft. Die Echsen sind alle ziemlich gut bestückt und… viele von meinen Leuten kommen damit nicht klar. Das ist einer der Gründe, wieso wir nicht mithalten können.“
„Das verstehe ich, aber das kann man sich antrainieren.“
„Du sagst es so leicht… Ok, gehen wir mal davon aus, dass wir Interesse haben, was ist dein Angebot?“
Nun kommen sie endlich zum Hauptpunkt und Tom wollte nur das Interesse ausloten. Bis jetzt, hat sich noch keiner gemeldet, der kein Interesse hat. Das war ein sehr gutes Zeichen.
„Bevor ich mein Angebot unterbreite, möchte ich euch noch etwas erklären. Auch wir… naja… stecken gerade in einer Krise. Zwar in keiner Finanziellen, aber in einer Personalen. Wir sperren in spätestens Zwei Wochen auf, aber meine Familie, also meine Jungs und die Erwachsenen bei uns, sind noch lange nicht soweit im Haus zu arbeiten. Ich und meine Stellvertreter, das sind Acht an der Zahl, würden es niemals schaffen alle soweit zu bekommen, dass sie im Haus arbeiten können. Zumindest nicht in der Qualität, die die Gäste gewohnt sind. Und hier ist mein Angebot: Wir, also das Haus Rosé, möchten euch zu uns holen, damit ihr euer Wissen in unserem Geschäft an die weitergibt, die es brauchen.“
Andreas runzelte die Stirn und massierte sich mit einer Hand die rechte Schläfe.
„Das ist ziemlich vage formuliert. Wie haben? Was weitergeben? Wollt ihr uns als Sklaven? Oder uns anheuern?“
„Wir würden euch sehr gerne als Sklaven haben wollen. Doch die momentane Gesetzeslage erlaubt das nicht mehr. Außer ihr verkauft euch für einen Kupferstück an uns, gibt euch also selbst her. Im Gegenzug müsst ihr euch um nichts mehr kümmern, außer auf eure Arbeit. Ihr werdet versorgt, bekommt ein Platz zum Schlafen und auch schauen wir auf eure Gesundheit, da wir einen Arzt im Haus haben.“
„Ich denke Tom, das ist für uns alle keine wirkliche Option.“
Einer in der Belegschaft, räusperte sich und trat vor.
„Andreas… ähm, vielleicht solltest du in der Sache nicht für jeden hier sprechen.“
Andreas sah nach hinten.
„Echt jetzt Magnus? Du würdest dich als Sklave verkaufen wollen?“
Tom war ganz verwirrt. Ein Dobermann stand hinter Andreas und Tom hätte schwören können, dass sein Name eigentlich Lucius war.
„Mein Bruder hat Recht. Du weißt wie es bei manchen ausschaut und wie schlimm es ist. Und wie Tom es gesagt hat, wären wir so gesehen keine Sklaven.“
„HAHAHA! Doch das wäret ihr. Ihr hättet euch verkauft und somit keine Rechte.“
Nun stand ein weiterer Dobermann neben dem Dobermann und Tom wusste jetzt nicht genau, wer das war. Er vermutete sein Teil und es lag ziemlich nahe, dass neben Magnus, wohl Lucius stand. Und beide waren wirklich sehr schöne Dobermänner.
„Lucius?“, fragte Tom jetzt vorsichtshalber nach.
„Hey Tom.“
Tatsächlich. Der zweite war Lucius und der erste sah komplett gleich aus wie Lucius.
„Seid ihr beide Brüder?“
„Magnus ist mein Zwilling.“
Das erklärte nun alles und Tom fand es wirklich Geil, dass die beide bei diesem Thema aufgeschlossen waren.
„Ok Tom, zurück zum Thema. Wie hast du dir das alles Vorgestellt, geh jetzt in die Details, weil bei manchen die Familie draußen wartet.“
„Gut, gehen wir ans Eingemachte. Es sieht so aus, dass wir Fachkräfte brauchen und wir würden euch keinen Lohn geben, dafür, so wurde mir gesagt, bieten wir euch ein Deckungsbeitrag an.“
„Was wären unsere Aufgaben und was sieht der Deckungsbeitrag vor?“
„Die Aufgaben wären, dass ihr die Einschult, die neu zu uns stoßen. Ihr werdet von mir und meinen Stellvertretern eingeschult werden, wie und was ihr zu machen habt. Wenn das erledigt ist, werdet ihr Autark arbeiten müssen. Euer Arbeitsplatz wäre das Lager am See.“
„Ok, das ist ziemlich weit von der Stadt entfernt, darüber müssen wir noch heute sprechen, nun der Deckungsbeitrag.“
„Gut ähm… der Deckungsbeitrag sieht vor, dass wir euch einen Betrag geben, damit ihr normal weiterleben könnt.“
Wieder runzelte Andreas die Stirn, bevor er sprach.
„Also… wir sollen für euch die Neuen einschulen, unten am See… das sehr, sehr weit entfernt ist von unseren Wohnungen in der Stadt. Aber… du bist noch immer nicht genau in den Deckungsbeitrag eingegangen. Ich meine… allein bei mir kostet das Haus im Monat 20 Silberlinge… vielleicht wenn ich dann nach Hause komme wird ein Brief bei mir herumliegen, wo drinnen steht, dass die Miete noch teurer geworden ist… Tom, wir brauchen Zahlen. Es ist einfach alles teurer geworden und ohne Zahlen, da spreche ich wohl für ziemlich alle, können wir uns nicht entscheiden.“
Tom grinste und hob beide Hände. Bei der linken Hand, hob er nur den Zeigefinger und bei der rechten den Kleinen, den Ring, den Mittel und den Zeigefinger.
„Ein Gold und vierzig Silberlinge.“
Sofort schüttelte Andreas den Kopf.
„Das ist zu wenig, viel zu wenig für die momentanen Preise in der Stadt. Ein Laib Brot kostet jetzt 5 Silberlinge. Ein Krug Milch 10. Von Obst ganz zu schweigen… Keine kann sich mehr wirklich das Leben in der Stadt leisten. Besonders nicht, wenn man jeden Tag hin und her pendeln muss.“
Tom senkte die Hände und grinste noch breiter.
„Nicht, wenn ihr nicht pendeln müsst. Ich erkläre es euch etwas genauer. Ihr werdet nicht nur am Tag dort arbeiten, oder nur in der Nacht. Ich möchte, dass ihr dortbleibt und mit den Jungs und den Erwachenden lebt.“
„Das ist ausgeschlossen. Wir haben hier eine Wohnung, Freunde, Familie und nicht jeder weiß was wir machen. Wenn wir also zu euch kommen würden, dann würde jeder davon wissen und bei manchen, würde einiges zu Bruch gehen.“
„Das ist mir bewusst, Andreas. Ich weiß zum Beispiel überhaupt nichts von dir und deinem Umfeld. Auch von den anderen weiß ich so gut wie nichts, außer vielleicht etwas von Saru, da wir uns schon privat kennen. Aber… sieht es mal von einem anderen Blickwinkel. Was hält euch hier noch, außer der Familie? Wäre es wirklich so schlimm bei uns, im Haus Rosé zu arbeiten? Viele würden ihr ganzes Vermögen dafür hergeben bei uns bleiben zu können und da, spreche ich wirklich aus Erfahrung. Ihr bekämet Essen, wofür ihr nichts Zahlen müsst, ihr habt ein Dach über den Kopf, wofür ihr nichts zahlen müsst und ihr würdet sogar noch Gold von uns bekommen, wofür? Damit ihr einfach unsere Neuen einschult.“
„Okok!“, sagte Andreas laut und hob beide Hände.
Tom gab den nachdenklichen Andreas die Zeit, die er brauchte und sah sich in der Zwischenzeit die Belegschaft an. Viele waren am Nachdenken und nachdem er gezählt hat, sah er 35 Erfahrene und Erwachsene Prostituierte. Ihr Erfahrungsschatz ist mehr Wert, als der Deckungsbeitrag mal fünf. Je mehr Sekunden vergingen, umso mehr wollte er sie alle haben.
„Schaut Leute, ich weiß die Zeiten sind gerade schwer im Gewerbe. Und es tut mir wirklich leid für euch alle und ich weiß, dass einige nicht schwul sind, aber dennoch ihren Körper verkaufen, um Geld ins Haus zu bringen. Aber sicher können wir dafür eine Lösung finden. Saru, du hast ja einen Sohn und eine Frau. Wie wäre es, wenn sie auch kommen würden? Zwar würdet ihr am Anfang in einem Zelt schlafen, aber später, wenn die meisten zurück ins Anwesen gehen, hättet ihr genug Platz um mehr daraus zu machen.“
„Ja schoooon… aber… was ist mit der Schule? Steffen will unbedingt in die Schule gehen.“
„Das ist kein Problem, wir würden jeden Morgen und jeden Nachmittag die hin und zurückfahrt organisieren.“
„Und Christin? Ich möchte ihr nicht zumuten, dass sie dort lebt, wo ich arbeiten muss.“
„Ich weiß und das müsst ihr entscheiden, aber ihr würdet am See leben und dort, ist es wirklich wunderschön.“
Tom wurde das alles zu kompliziert und dahingehend gab er Andreas Recht. Jeder hat seine Familie, sein Umfeld, sein Leben, das er nicht aufgeben möchte.
„Ok, machen wir das so. Jeder bekommt ein kleines Haus, wo seine Familie, oder ihr selbst, wohnen könnt. Das ist mein Angebot. Wenn ihr aber euch entscheidet euer altes Leben hinter euch zu lassen, dann braucht ihr das ja alles nicht und würdet natürlich dort schlafen, wo alle anderen schlafen werden. Das würde ich sogar bevorzugen, weil somit die Bindung gefestigt wird und es weniger als Arbeit aussieht.“
„Tom.“, Andreas fing seine Aufmerksamkeit mit diesem Wort.
„Ja Andreas?“
„Wir brauchen Zeit um darüber nachzudenken, zumindest… einige von uns. Dein Angebot ist wirklich nicht schlecht und… sehr, sehr verlockend. Doch wir brauchen Zeit, aber bevor wir uns wirklich entscheiden können, möchte ich noch wissen, was du dir unter der Einschulung vorstellst.“
Nachdem er einmal durchgeatmet hat, fing Tom zu erklären an, was er sich unter der Einschulung vorstellt und das es im Grunde genommen keine Einschulung war, sondern eine Phase, ein Übergang in eine andere Welt und das er es als Eingewöhnungsphase bezeichnet. Er ging auf jede Phase genau ein und der Schwerpunkt war eben die Beziehung mit dem Gegenüber, weil es nur dann, wirklich spaß machen würde. Aber er gab auch ein paar Beispiele, wieso die Beziehung so wichtig war. Nicht alle würden freudig hüpfend ins Lager kommen. Viele würden vom Leben gezeichnet und gebrandmarkt kommen, körperlich und, oder seelisch verletzt sein. Und erst, wenn man sich komplett für den gegenüber öffnet und für ihn da war, würde der Heilprozess eintreten. Auch erzählte er ihnen, dass es vermutlich Jungs wären, die kommen würden, aber Kinder, die körperlich nicht reif wären, müssten sie die Finger lassen, weil er ihnen eine schöne und bevorzugt, glückliche Kindheit im Lager geben möchte. Und erst, wenn sie körperlich soweit sind und den ersten Schritt auf sie zu machen, käme ein ernstes Gespräch auf, wo man das Kind, den jungen Erwachsenen erklärt, was auf einem zukommt.
„Kurz gesagt, seid ihre Eltern, ihre Freunde und ihre Geliebten und helft ihnen, wieder auf den eigenen Pfoten zu stehen. Zeigt ihnen, dass sie sich im Bett völlig austoben können. Lehrt sie, was Intimität ausmacht. Und helft ihnen herauszufinden, was sie mögen, oder nicht mögen.“
Es wurde still nachdem Tom zu Ende gesprochen hat und bei einigen, sah er richtiges Interesse im Gesicht aufkommen.
„Wir…“, fing Andreas an.
„… sollen Sexsklaven heranziehen, ist es das was du willst?“
Tom schüttelte den Kopf.
„Die, die zu uns kommen, kommen freiwillig. Die Jungs und Erwachsenen können sich entscheiden zu uns zu kommen. Aber wir haben einen Ruf, einen ziemlich guten sogar. Und obwohl es damals Sexsklave hieß, so haben wir sie nie so behandelt. Nachdem wir den Jungs diese Welt gezeigt haben, wollten sie im Haus arbeiten und das lag nur daran, weil ich uns Sartesh so einfühlsam waren und völlig auf sie eingegangen waren. Die Jungs sahen es niemals als Arbeit, obwohl sie es so nennen. Sie sehen es als ihr Leben an, sich mit dem anderen zu vereinigen, sich ihrer Lust hinzugeben. Sie wollen nicht in die normale Welt zurück, weil ihnen dort nur schmerz widerfahren wurde. Bei uns, sind sie glücklich und freuen sich auf jeden Tag, auf jeden Sex, auf jeden Penis. Sie finden bei uns ihre Liebe fürs Leben, wo sie lebenslang zusammenbleiben können. Es gibt kein Tabu bei uns, alles wird akzeptiert und gefördert. Ob es Vater und Sohn sind, die gemeinsam mit den anderen im Bett herumschmusen wollen, oder sogar noch mehr möchten, wird akzeptiert. Wollen sie eine Nacht mit einem Lastendrachen verbringen, zwischen seinen Beinen schlafen und wenn sie Wach sind an dessen Eier und Penis herumnuckeln? Auch das akzeptieren wir und fördern es. Alles was sie Begierden, was sie verstecken, weil sie sich deswegen schämen, fördern wir und so, machen wir sie glücklich und deswegen, wollen sie dann nie wieder weg.“
„Ok Tom, das ist heiß und irgendwie auch befremdlich. Also… wen ich meinen Vater an die Eier möchte, was würdest du machen?“
„Ich würde ein Gespräch suche mit deinem Vater, natürlich mit dir an meiner Seite.“
„Und, was würdest du sagen?“
„Ich würde das ganz offen sagen und gleichzeitig erklären, ob da so schlimm wäre. Wer sagt denn, dass es nicht erlaubt ist? Natürlich die Gesellschaft, die Gesetze, aber, wäre das so schlimm? Wenn der Sohn die Schnauze zwischen den Beinen des Vaters haben möchte, dann könnte es der Vater doch einfach genießen, während der Sohn das bekommt, was er möchte.“
„Tom, das ist irgendwie ekelhaft…“
„Wieso? Man darf nicht vergessen, dass dies die Begierde des Sohnes sind. Das sagt mir, dass du eben nicht bis jetzt sowas empfunden hast. Gut, sagen wir mal, du wärst der Vater und dein Sohn möchte dir einen Blasen, was würde dir da im Kopf durchgehen?“
„Das es eklig ist.“
„Gut, akzeptiert. Dennoch möchte dir dein Sohn einen blasen wollen und was spricht dagegen einen Orgasmus zu kommen?“
„Das er mein Sohn ist?!“
„Stimmt und nun sieh es so. Vielleicht möchte dein Sohn nur deinen Schwanz haben, nur seine Gier nach einem Penis stillen, wäre es da nicht als Vater eine Ehre, diese Gier für den Sohn stillen zu können? Du bekommst einen Orgasmus, wofür du dich im Lager überhaupt nicht schämen müsstest und dein Sohn bekommt das, was er möchte. Vergiss dabei was die anderen denken und sagen, stell dir einfach vor, du müsstest dir keine Gedanken über deinen Sohn und seiner Gier und Lust machen. Du wachst auf, hast einen Morgenständer und dein Sohn sieht ihn, zieht die Decke davon und bläst dir einfach einen. Danach stehst du auf und machst für euch beide Frühstücke während der normale Alltag läuft und es eigentlich nichts gibt, worüber ihr sprechen müsst.“
Andreas sagte nichts, sondern sah ihn nur an. Die Sekunden vergingen, während keiner sprach.
„Also so gesehen… aus diesem Blickwinkel gesehen… sehe ich eigentlich… wirklich nichts falsches dabei.“
Tom sah grinsend an Andreas vorbei und er war nicht der Einzige, der Saru ansah, der gerade diesen Satz gesagt hatte.
„Was? So wie es Tom beschrieben hat, ist ja nichts Falsches dabei. Ich würde meinen Orgasmus bekommen und mein Sohn wäre auch zufrieden.“
„Ok Tom, lassen wir das mal so stehen.“, fing Andreas wieder an und beachtete Sarus Kommentar nicht.
„Was ist, wenn die Rollen vertauscht sind und das der Vater seinen Sohn begehrt.“
„Das… ist etwas komplizierter. Da kommt es darauf an, ob der Sohn schwul ist und wenn ja, dann würde es ungefähr genauso ablaufen. Zusätzlich würde ich sagen, dass es körperliche Zuneigung wäre, aber… das ist leichter als gesagt. Falls dich das wirklich interessiert, Andreas, dann würde ich dir jemanden vorstellen, bei dem es wirklich der Fall war. Ich habe einige Fälle bei mir im Lager, wo sowas zutrifft und bei jedem ist es anders.“
Tom vermied es zu Bernhard zu sehen.
„Ok Tom. Ich frage nur, weil ich deine Sicht der Dinge wissen wollte, weil das für mich alles sehr befremdlich wirkt. Aber du scheinst da ja einiges an Erfahrung zu haben und ich würde zu dir kommen, falls so ein Fall zu uns kommen würde und, FALLS ich zusagen würde.“
Als sich Tom noch einmal jeden ansah, hatte er ein gutes Gefühl. Bestimmt würden mindestens die Hälfe kommen, so schätzte er. Und da Andreas nichts sagte und fragte, stand Tom langsam auf uns streckte sich erst einmal ausgiebig.
„Tom?“
„Ja Andreas?“
„Wer hätte das Sagen im Lager?“
„Du natürlich, wenn du kommst.“
Andreas klopfte mit beiden Händen auf die Rückenlehne und sah jetzt wirklich schwer am Nachdenken aus. Doch dann stand er blitzschnell auf und nickte.
„Gut, dann ist es beschlossen. Wir werden zuerst zu mir kommen, die Sachen packen und meine zwei Söhne mitnehmen.“
Nun war Tom völlig baff.
Aber gleich danach, knallte Andreas seine Hand auf die Stirn.
„Wartet, ich muss zuvor die Silberlinge verteilen.“
Der Dalmatiner Andreas in seinen schicken Smoking, rannte schon fast an seiner Belegschaft vorbei und verschwand im Hauptraum.
„Tom, ich und Magnus werden schon mal vorgehen und auch unsere Sachen packen. Holst du uns dann ab, nachdem du bei Andreas warst?“
Lucius, der eine enge kurze braune Hose und ein enges weißes Hemd anhatte, warf sich den Reiseumhang über und half Magnus ebenfalls den Umhang anzuziehen.
„Wirsss werdensss da sssein.“, antwortete Totec statt Tom und die Zwillinge zwinkerten mit den Augen und hoben den Daumen hoch, bevor sie dann davongingen.
„Achso, wir wohnen bei der Famgasse 22!“, schrie Lucius, oder Magnus im Personaleingang zu ihnen, bevor auch sie verschwanden. Der Rest der Belegschaft fing jetzt richtig an zu Diskutieren. Andreas hat den Ball ins Rollen gebracht und Tom glaubte noch immer nicht, dass Andreas, der Kritiker, als erstes den Zug machte.
Ein gut gepflegter dunkelgrauer Wolf, mit dichten Fell am Hals und Kopf, schritt zu Tom und gab Tom etwas in die Hand. Es war ein kleiner Zettel und es war so klein geschrieben, dass man es kaum lesen konnte.
„Mein Name ist Alex. Wir müssen das jetzt mit unseren Familien besprechen und es wäre schön, wenn wir uns in einer, oder in zwei Stunden hier wieder treffen würden. So haben wir das jetzt ausgemacht.“, sagte ein Puma neben ihn.
Nachdem der Puma gegangen war, schritt auch der graue Wolf davon und Saru, der nicht schwule Gepard, kam vorbei.
„Tom, auf ein Wort bitte.“
Noch kein einziges Wort hat Tom bis jetzt gesprochen, nachdem Andreas aufgesprungen und verschwunden war. Und erst, als er Sarus Hand auf seiner Schulter spürte, fand er seine Stimme wieder.
„K-Klar…“, Saru führte ihnen einige Meter weg von allen, damit sie alleine und ungestört reden konnten.
„Wie ist das jetzt mit der *Sklaverei*? Welche Rechte hat man denn? Was… darf man und was nicht? Darf… man auch andere *Sachen*… ähm… ausprobieren. Ich meine… du weißt schon… ähm… hat man Zugriff… zu den… Vierbeinern?“
Sein Grinsen, den er jetzt hätte, unterdrückte er gewollt, weil das Thema für Saru Recht unangenehm schien und er wollte ihn jetzt nicht wirklich bloßstellen, wenn doch jemand zuhörte.
„An sich, hat man die gleichen Rechte, wie zuvor. Nur ist man auf das Gelände eingeschränkt, außer Andreas dann, wenn wir mit der Hauptgruppe weg sind, erlaubt dir das Anwesen zu verlassen. Und das andere Thema, Ja. Voller Zugriff.“
Die Hand auf Toms Schulter, drückte nur einmal ganz fest zu und verstohlen sah Saru dann kurz zu den anderen.
„Ok. Ich werde mit meiner Frau reden müssen. Ähm… wir wollten sowieso morgen früh kommen und da sagen wir dann, wie wir uns entschieden haben.“
„Saru?“
„Hm?“
„Willst du das wirklich? Du bist ja nicht schwul und du weißt, was ich von euch verlange.“
„Schau Tom. Ich bin schon 10 Jahre im Bordellgeschäft und die Kunden haben schon einiges auf mich abgefärbt. Ich genieße es wirklich zu arbeiten, ansonsten würde ich ja nicht in diesem Geschäft arbeiten wollen. Deswegen, macht dir darüber keine Gedanken, denn ich weiß was und wie ich es will.“
„Saru!“
Saru wollte gerade an Tom vorbei gehen und die Tür öffnen, als sein Name fiel.
„Adelbert ist auch bei uns über die Ferien.“
„Scheiße… ok Tom… ich versuche noch heute meine Frau zu überreden und wieder hier zu sein, wenn du uns abholst.“
Da ging schon die Tür auf und Saru war verschwunden.
Der Rest der Belegschaft unterhielt sich noch immer und gerade als Andres mit einem Tablett voll mit kleinen Säckchen zurückkam, gingen wieder sechs weitere an Tom vorbei und verließen das Haus. Die restlichen 26 Männchen, schnappten sich das Säckchen und nur fünf, verabschiedeten sich von Andreas herzlich, bevor sie dann davongingen. Die 15 anderen, winkten sich nur zum Abschied zu und wie erhofft, hörte er von ihnen ein *Bis später*.
Nun waren sie alleine mit Andreas, der mit den Rücken zu ihnen stand und sich sein Bordell nochmals genau ansah.
Tom indessen ging zurück zu seinem Stuhl und strich einmal über Totec und Bernhards Kopf, um dann Chris wieder auf den Schoß zu setzten.
„Weißt du Tom, ich hatte dieses Haus seit 12 Jahren und… ich wollte immer so erfolgreich sein, wie das Haus Rosé. Gleich am ersten Tag, habe ich mich über euch erkundigt und ich wusste seit dem ersten Tag, dass du dort arbeitest. Es vergingen drei, oder vier Monate und der erhoffte große Ansturm kam nicht und da fragte ich mich, wie schafft IHR das. Wie schafft ihr das alles… Doch nun, nachdem ich deine Sicht der Dinge ungefähr weiß, weiß ich, dass es an mir lag. Ich versuchte meinen Traum zu verwirklichen und nicht den Traum der Gäste zu befriedigen. Jetzt sehe ich auch, was der Unterschied zwischen unseren Angeboten ist. Du… das Haus Rosé befriedigte die dunkle Seite in jedem, wohingegen ich, mein Haus, nur den großen Trieb befriedigt hat. Der ganze Schnickschnack, die Kleider, die Lippenstifte, das Auftreten… darauf kam es immer an, dachte ich zumindest…“
„Andreas… der ganze Schnickschnack ist nur Beiwerk, so sehe ich das. Worauf es aber ankommt ist, ob es die Jungs wirklich wollen. Nur wenn sie sich völlig dem Hingeben, kommen die Gäste wieder und bezahlen fast jede Summe, die wir fordern.“
„Wenn ich das schon früher gewusst hätte, dass man sich mit Leib und Seele dem Sex widmen soll… wer weiß, was aus diesem Haus noch geworden wäre.“
„Das werden nie mehr erfahren, denn nun, sofern ich das richtig verstanden habe, bist du nun ein wichtiger Teil vom Haus Rosé und du wirst mindestens so bekannt werden, wie ich und die anderen.“
„Ich… ja. Aber… es fällt mir schwer die Lichter auszumachen…“
„Kommsss Bernhardsss…“, Totec und Bernhard standen auf und gingen an Andreas vorbei. Einige Sekunden später, wurde es immer dunkler im Haus. Bis es völlig dunkel wurde. Doch dann kam ein Licht näher und Andreas starrte auf die letzte Kerze, die Totec in der Hand hielt.
„Na komm Chris, schauen wir mal ob Rath schon jemanden verschlungen hat.“
Chris rutschte von seinem Schoß runter und hielt sich an Tom Hand fest.
Es hat aufgehört zu regnen und am Ende der Gasse, lag Rath auf dem Bauch und wartete auf sie, während die fünf Echsen noch immer an dessen Seite saßen und vielleicht am Schlafen waren. Mit einem tiefen grollen begrüßte sie Rath und gleich danach, hörten sie zwei eine Trompetenfanfare.
Greifen fauchten, schwere Pfoten waren auf dem Pflaster zu hören. Krallen kratzen am Stein. Dann schrie jemand, aber Tom verstand es nicht, weil es in der Sprache der Echsen war. Neugierig was hinter Rath vorging, kletterte er auf Rath rauf und ein beeindruckendes Bild erblickte Tom. Gepanzerte Ritter ritten vorne auf Greifen und Anubis. Fußsoldaten, soweit das Auge reichte, schritten in Dreierreihe hinter den Reitern. Die Rüstungen waren poliert und erstrahlten im Rot der Laternen. Das Meer der Echsen sah zu den Rittern und Soldaten, und hörten der Echse zu, die Vorne mit ritt. Diese Echse sah spindeldürr aus, fast schon verhungert. Dennoch, sah man den Kampfesgeist in dessen Augen. Die Echse trug ein Kettenhemd und auf dem Kettenhemd, das goldene Emblem des Königs.
Tom drehte sich um und hielt die Hand runter zu Chris und nachdem sich Chris auf Raths Becken gesetzt hat, hörte man vom Jungen nur ein *WoooooW!*.
„Schau die Echse ist eine Palastwache!“
„Ja, ich sehe es Tom, aber hast du sein Bein gesehen?“
Erst als ihm Chris darauf aufmerksam gemacht hat, sah Tom dessen Bein. Es sah wie Rinde aus, aber bewegte sich wie ein echtes Bein.
„Das ist bestimmt magisch verzaubert Tom! ICH MÖCHTE JETZT AUCH SO EIN BEIN HABEN!“
Tom lachte und kraulte Chris den Kopf, der es mit einem breiten Grinsen sehr genoss. Was Tom als nächstes auffiel, war, dass die ganzen Echsen, sich plötzlich anders verhielten. Sie sahen nun ruhiger aus und das zischen, fauchen und die ganzen anderen Laute, die die Echsen von sich gegeben haben, wenn sie sprachen, ging mindestens um fünf Level runter und es war plötzlich nur noch halb so laut auf der Straße, wie zuvor.
„Gut gemacht Karl…“, dachte sich Tom und gleichzeitig, bereitete er sich auf den Ritter vor, der einen Anubis ritt.
„Hey du da! Es ist nicht gestattet einen Drachen auf der Straße sitzen zu lassen und reiten ist strengsten verboten… ist das Rath?!“
„Ja.“, Tom klopfte Rath auf den Schenkel und Rath hob den Kopf und grollte leise Tom zu. Zeitgleich erzitterten die Schuppen und ein Klag, als ob 1000 Messer geschärft wurden, erfüllte die ganze Straße.
Der Ritter, der das Visier unten hatte, klappte es hoch und sah völlig entgeistert Rath und dann Tom an.
„A-Aber… Rath ist doch Sir Albrechts Drache… Wie…!“, der Ritter, der ein schöner Tiger war, konnte sich kein Reim draus machen, wie Tom an Rath rankam.
„Sir Albrecht ist einer meiner festen Geliebten und Rath ist ein wirklich potenter Drache und wenn du es mal ausprobieren möchtest, dann komm doch bei der Neu-Neueröffnung vom Haus Rosé vorbei. Für so einen schönen Tiger haben wir immer Platz. Und vergiss nicht, ihr bekommt auch Rabatt!“
Chris fing so heftig zu lachen an, dass der kleine Löwe nach hinten fiel. Das hatte den Grund, weil der Ritter nun völlig verstummt war und Tom mit einem Blick ansah, der nur eines bedeuten konnte.
„AUF JEDENFALL KOMME ICH!“
„Wie ist dein Name Herr Ritter?“, Tom nutzte die Zeit um etwas zu flirten.
„S-Sir Wolfgang Sar…“
„Ok Wolfgang, ich finde dich wirklich sehr nett und hübsch. Besonders in deiner Rüstung, die so glattpoliert wie eine Eichel ist.“
Dem Ritter fiel die Kinnlade runter und der brauchte einige Sekunden, um sich wieder zu Sammeln.
„Ähm… w-wie ist… euer Name B-Bürger?“
„Mein Name ist Tom und ich bin der Haus- und Hofmeister vom Haus Rosé.“
Der Tiger schluckte schwer und blickte schnell einmal nach hinten zu der Kolonne von Soldaten. Gleich danach kam der Ritter auf sein Anubis näher und nahm dann sogar den Helm ab.
„Bist du der Tom?“, hörte er ihn laut, aber nicht zu laut fragen.
„Ich bin einfach nur Tom, ob ich *DER* Tom bin, das weiß ich nicht, wieso fragst du mein lieber Kater?“
Ein kurzes und sanftes Lächeln huschte über das Gesicht des Ritters.
„Ähm… wieviel kostet der Eintritt denn und… werde ich dich dort sehen können?“
„Der Eintritt kostet… ich glaube es, aber ich bin mir nicht sicher, ganze fünf Goldmünzen.“
Geschockt fiel dem Ritter wieder das Kinn runter.
„Das… kann ich mir nicht leisten Tom…“
„Ok, machen wir einen Deal. Du nimmst vier Freunde mit und sie sollen mindestens so geil und gutaussehend sein, wie du. Dann könnt ihr fünf für insgesamt fünf Gold pro Tag, zu uns kommen. Aber ich verlange nur eines von euch.“
Der Ritter schluckte schwer, aber Tom sah die Gier und die Lust in seinen Augen aufflammen.
„Das wäre?“
„In den ersten zwei Tagen, sofern ihr länger als zwei Tage bleibt, gehört ihr mir!“
Und sofort kam schon auch die Antwort.
„Abgemacht!“, gleich nachdem der Ritter zusagte, stand der in den Steigbügeln auf und richtete sich die Kettenhose zu Recht. Natürlich konnte Tom sehen wieso der Ritter sich die Hose richtete.
„Wolfgang?“
Der Ritter grinste zu ihm hoch.
„Deine Freunde warten.“
Geschockt sah der Ritter zur Seite und zwei Ritter auf Anubis warteten einigen Metern Entfernung auf ihn.
Der Ritter räusperte sich, setzte den Helm wiedereHeHel und klappte das Visier runter.
„Bürger! Laut eurer Erlaubnis habt ihr nur heute das Recht den Drachen auf den Straßen zu reiten, also passt auf das ihr nichts beschädigt!“, rief Wolfang der Ritter und ritt gleich danach zu seinen Kollegen.
„Das war ja sowas von Geil!“, rief Chris in einer Pause während dem Lachen.
„Kannst ja noch was von mir lernen Chris.“
Chris setzte sich auf und während der Junge noch lachte, ließ er sich nach vorne fallen und umarmte Tom fest.
„Tom, Andreas wäre soweit.“
Von hinten hörte er Bernhard das sagen und als sich Tom umdrehte, stand Andreas mit den Rücken zu ihnen und starrte die Gasse entlang. Auch Tom sah zum Ende der Gasse und vor dem Haupteingang zum Bordell, stand die brennende Kerze.
Leise glitt Tom an Rath wieder runter und ging zu Andreas, um dann neben ihm stehen zu bleiben.
Die Flamme flatterte und von hinter kam dann eine Windböe. Blätter wurden aufgewirbelt und dann, ging die Flamme aus.
„Wie mein Traum… war ich auf den Sturm nicht vorbereitet und nun… ist es vorbei.“
„Komm Andreas, denn woanders ist eine Flamme aufgegangen.“
Wortlos drehte sich Andreas um und vermied jeden Blickkontakt. Als sich Tom umdrehte, stand Andreas vor den fünf Echsen und sah hoch zu Rath.
„Du hast nicht gesagt, dass du mit einem Drachen da bist.“
„Ist das ein Problem?“, fragte Tom lässig und grinsend, nachdem er neben Andreas stehen blieb.
„Ich… glaube nicht…“
„Na dann, hilf mir mit den fünf Echsen, wir bringen sie zu einer Wache, damit sie sich um sie kümmern können.“
Zu viert schafften sie es leicht die Echsen über Rath´s Rücken zu legen. Tom hatte Lust zu gehen und deswegen, ging er neben Rath mit. Sie mussten nur einige Meter gehen, bis einer der vielen Wachen, die jetzt die Straße rauf und runterpatrouillieren, die fünf Echsen entgegennahm. Natürlich wurde er wieder wegen Rath angesprochen, doch diesmal hatte er keine Lust zu sprechen und ließ den Siegelring für sich sprechen.
Nachdem das erledigt war, ging Andreas neben Tom.
„Wo wohnst du denn überhaupt Andreas?“, fragte Bernhard, der Rath mit den Beinen steuerte.
„Im Handelsbezirk, Nachtigall Straße 6.“
„Uiui, das ist aber eine schicke Gegend.“
Andreas antwortete darauf nicht und sie schwiegen, während sie gemütlich die Straße raufgingen. Es war jetzt alles viel geordneter, ruhiger und weniger hektisch und chaotisch. Die Wachen kümmerten sich selbst um die ganzen sturzbetrunkenen Echsen, die einfach auf der Straße oder in den Gassen schliefen. Alle paar Meter standen zwei Wachen und hatten ein Auge auf die ganzen Echsen.
Natürlich war jedes Bordell voll und man konnte überall die dicken hängenden Hoden sehen, oder den Penis, der links, rechts, oder sogar unter dem Gürtel und den Stoff zu sehen war. Oder auch beides, weil es ziemlich vielen egal war, wenn man sie nackt sah.
Das alles, machte Tom so richtig heiß und er freute sich umso mehr, wenn er endlich Zeit für Totec und seine Freunde hat. Die wildesten Tagträume kamen ihm auf, was er alles mit ihnen machen würde, wieviel Samen er trinken würde. Es war ein unendlicher Strohm.
„Willst du denn gar nichts über mich wissen?“
Es war wenig überraschend Andreas Stimme zu hören, und doch, kam es recht früh.
„Was willst du mir denn alles erzählen?“
„Frag und finde es heraus.“
„Ok, wie geht’s dir Andreas?“
Andreas blieb stehen und Tom ebenfalls, als er das sah.
„Wirklich? Das ist deine erste Frage? Sowas banales?“
„Ich finde, dass es eine wichtige Frage ist.“
„Du willst gar nicht wissen, wieso ich mich dafür entschieden habe? Wieso ich meine Söhne mitnehme? Wieso ich mein Leben in einem schicken Haus hinter mir lassen möchte?“
„TOM!“, Tom sah zur Seite und Chris kam zu ihnen gelaufen. Automatisch nahm er Chris hoch und setzte ihn auf den linken Arm ab. Weiter vorne wartet Rarth, der sie mit seinen kalten Augen ansah. Auch Bernhard und Totec sahen zu ihnen.
„Nimm den Ring und sag Bernhard er soll schon vorausreiten.“, Tom streifte sich den Ring ab und Chris nahm den Ring mit großen Augen entgegen und schloss ihn in beiden Händen ein. Nachdem er Chris wieder abgesetzt hat, lief Chris wenig begeistert zurück zu den anderen. Momente später winkten sie den dreien zu und ritten voraus.
„Du weißt was das für ein Schatz ist? Wenn sie den Ring verlieren…“
„Sie verlieren ihn schon nicht und ausnutzen würden sie es auch nicht. Sie sind meine Familie und ich vertraue ihnen bedingungslos.“
Andreas schnaufte nur aus und steckte beide Hände in die Hosentaschen. Sie gingen einige Meter und Tom bemerkte wie schlecht gelaunt Andreas war.
„Willst du nicht auf meine Frage antworten?“
„Ach Tom…“, war alles was Andreas für die nächsten paar Minuten sagte.
„Ich mag die Stadt, sogar sehr. Es ist so viel Leben hier. Man kann so viele neue Personen kennenlernen. Jeder hat seine Geschichte, ein Traum und noch so vieles mehr zu erzählen.“
„Mir geht’s scheiße.“
„Ich weiß.“
„Wieso hast du dann gefragt?“
„Ich wollte, dass du es aussprichst.“
Wieder gingen sie einige Minuten schweigen nebeneinander die Straße rauf und Tom erkannte, dass sie bald das Rotlichtviertel verlassen würden. Rechts an der Straße sah er sogar die Bar, wo er zuvor mit Adelbert, Chris und Axel was getrunken hat.
Der dicke Kater sah sehr gut gelaunt aus, hatte aber alle Hände voll zu tun mit seinen Gästen, die hauptsächlich aus Echsen bestand.
„Tom, kann ich dich was fragen?“
„Immer.“
„Kümmerst du dich um deine Familie gut?“
„Ich… mache alles was ich machen kann für sie. Manchmal ist es schwierig, doch meistens ist nur ein offenes Ohr genug, damit sie glücklich werden.“
„Ok… zähle ich dann auch… zu deiner Familie?“
„Natürlich. Du und deine Söhne werden zu meiner Familie und ich und alle anderen, werden zu deiner werden.“
„Ich finde, dass es eine Illusion ist.“
„Nicht wenn jeder für jeden da ist.“
„Auch das ist eine Illusion. Jeder kümmert sich zuerst um sich selbst.“
„Das… stimmt. Du hast da völlig Recht. Zumindest ist es am Anfang so. Doch… wenn man sieht, wie sich jeder um jeden kümmert, dann stellt man sich die Frage, ob das noch gilt.“
„Naja… mal schauen.“
„Du hast bedenken, ob es wirklich so ist, wie ich es erzählt habe, oder?“
„Ja, ich habe Angst, ob nicht das Bild einer großen und glücklichen Familie eine Illusion ist.“
„Dann stelle ich dir jetzt die Frage, wieso hast du überhaupt zugesagt.“
„Wegen der Illusion. Weißt du Tom… mir ging es nicht um Sex mit den Jungs, oder mit den Erwachsenen, so erwachsen bin ich schon und kann meine Triebe ziemlich gut unter Kontrolle halten.“
„Das… ist traurig.“
„Wieso?“
„Das erzähl ich dir dann, aber nun möchte ich wissen, wie dein Alltag so ist… war.“
„Du fragst wirklich komische Sachen, aber ok, ich erzähle dir von meinem Alltag, als ich noch ein Bordell besaß.“
Andras hob den Kopf und sah in den wolkenverhangenen Nachthimmel rauf.
„Nach ein paar Stunden Schlaf, stehe ich meistens zu Mittag auf und mache mir einen guten und starken Kaffee. Ich lese die Stadtzeitung dabei und danach, gehe ich immer duschen. Nachdem duschen war, putze ich mir die Zähne und suche mir dann aus, was ich anziehen soll. Bevor ich mich dann anziehe, mache ich das Essen für meine Söhne, die in der Schule sind. Danach mache ich Brote, damit sie am nächsten Tag was zum Essen für die Schule haben und dann, gehe ich zur Arbeit. Dort überprüfe ich, ob alles saubergmacht wurde. Ich helfe den Arbeiter am Tagdienst beim Anziehen und Schminken und fülle die Bar wieder auf, bevor der Barmann kommt. Wenn die ersten Gäste kommen, schaue ich auch das die Arbeiter die Gäste gut behandeln und wenn ich dann zufrieden bin, gehe ich ins Büro und gehe die Bestellungen durch. Dabei überlege ich mir, welche Events wann laufen sollen, gleichzeitig schaue ich mir auch an, welches Bordell welche Events macht, damit man nicht zeitgleich das gleiche fährt. Meistens ist es dann später Nachmittag und zu dem Zeitpunkt gehe ich los und gebe die Bestellungen für den nächsten Tag ab und hole die Bestellung ab, die ich am Vortag getätigt habe. Nachdem ich alles abgeliefert habe, trinke ich wieder einen Kaffee, weil ich, wenn es Abend wird, richtig müden werde. Ab und an lasse ich die Stammkunden in mein Büro kommen und rede mit ihnen. Mir war immer wichtig eine gute Beziehung zu ihnen habe, weil sie dann Zufrieden sind und auch wieder kommen werden. Danach kümmere ich mich um die Finanzen, aber ich denke, dass interessiert dich recht wenig. Meistens ist es dann Nacht, wenn ich mit den Finanzen fertig bin und da, mache ich meine Runden. Ich rede mit den Gästen, gebe ihnen ein Getränk aufs Haus aus, oder kümmere mich um sie, wenn sie zu viel getrunken haben. Mindestens zweimal in der Nacht muss ich sie selbst nach Haus Kutschieren, weil sie nicht mal mehr wussten wo sie wohnen.“
„Andreas?“
„Was?“
„Wann hast du überhaupt Zeit für dich und deine Familie?“
„Zeit für mich? Das hatte ich nie und meine Familie… tja das ist was anderes…“
Sie haben schon längst das Rotlichtviertel verlassen und gingen gerade die Hauptstraße rauf zur Stadtmitte, aber auch hier, war die Straße von Echsen überfüllt, die staunend die Architektur betrachteten.
„Meine Familie… ich sehe sie leider nur sehr selten.“
„Wie oft?“
„Also… wenn ich Glück habe… meistens am letzten Tag der Woche, wenn meine Söhne spät aufstehen.“
„Hast du eine gute Beziehung zu ihnen?“
„Sagen wir, eine komplizierte.“
„Wie kompliziert?“
„Komplizierter geht’s kaum. Aber… soll ich dir etwas über meine Söhne erzählen, oder willst du es selbst herausfinden.“
„Du machst mich neugierig, also sag`s mir nur in Stichworten.“
„Also… beide sind Taugenichtse und faul. Sie machen was sie wollen und bereiten mir nur Ärger in der Schule. Sie sind rebellisch, tätowiert und gepierct. Richtige Rebellen eben.“
„So einen hatten wir auch im Lager.“
„Hatten?“
„Albrecht hat ihn zum zahmen Kätzchen gemacht und ihn dürstet es nach Liebe.“
„Mal schauen, ob es ihn auch bei meinen Söhnen gelingt.“
„Wie alt sind denn die beiden?“
„13 und 15.“
„Der jüngere ist auch gepierct und tätowiert?“
„Von ging es überhaupt aus und meine beiden Söhne sind wie Pech und Schwefel. Sie verbringen viel Zeit miteinander und hängen immer mit ihren Freunden herum. Sie… kommen immer sehr spät in der Nacht nach Hause, habe ich von meinen Nachbarn gehört und immer nehmen sie Freunde mit nach Hause und belästigen so meine Nachbarn.“
„Ui, das hört sich wirklich nach Problem Machern an.“
„Das ist die Untertreibung des Jahrhunderts.“
„Und deine Frau?“
„Hatte zwei und von jeder bekam ich einen Sohn.“
„Und… sie haben dich verlassen…, weil?“
„Meine Arbeitszeiten Tom.“
„Und sie haben dir die Kinder hinterlassen?“
„Ja, sie glaubten, dass sie von meinem Geld gut leben können und die Kinder waren für sie nur Mittel zum Zweck, um mich an ihnen zu binden. Aber, als sie nach längerer Zeit bemerkten, dass ich nie viel Geld in der Wohnung habe, haben sie einen anderen reichen Schnösel gesucht und mich mit den Kindern alleine gelassen.“
„Also siehst du dich als reichen Schnösel?“
„Sah mich, ja. Weißt du Tom, ich habe wirklich gut leben können vom Bordell, aber in den letzten Jahren fing ich meine Arbeiter wirklich zu schätzen an. Sie brachten das Geld zu mir und in das Haus und deswegen habe ich immer mehr Silber von mir zu den Arbeitern abgezweigt. Sie waren immer für mich da, wenn ich sie brauchte und die letzten Monate, konnte ich gerade so meine Miete bezahlen und natürlich das Essen für die beiden Jungs.“
„Was hast du gegessen?“
„Tja… Kaffee, Kaffee und einmal täglich ein belegtes Brot und dann wieder Kaffee.“
„Also… hattest du nur Stress und Arbeit den ganzen Tag.“
„Jup, stress mit der Arbeit, mit der Familie und mit der Schule.“
„Und wie sieht es aus… mit deinem letzten guten Sex?“
„Boah… das… ist wirklich lange her.“
„Nicht einmal schnell über deine Arbeiter rutschen? Oder mit ihnen für fünf Minuten im Büro verschwinden?“
„Nope, dafür war keine Zeit.“
„Bist du schwul?“
Andreas blieb wieder stehen und sah Tom direkt an und als auch Tom stehen blieb, dachte Andreas angestrengt nach.
„Weißt du Tom, auch das ist kompliziert.“
„Naja Andreas, entweder man ist es, oder nicht.“
„Ich… weißt du was… wir sind gleich da und…“
Andreas wandte sich von Tom ab und ging einfach davon.
Sie gingen die Straße weiter rauf und weiter hinten, lag Rath auf den Bauch unter einer Laterne. Bernhard, Totec und Chris lehnten sich gegen Rath`s Schulter an und unterhielten sich leise. Einige Meter später, gelangte Tom auf einen kreisrunden Platz, wo links und rechts große schicke Häuser nebeneinanderstanden.
Tom und Andreas stießen zu den anderen und gleich das Haus das am nächsten war, war Andreas Haus. Es war ein weißes Backsteinhaus und es hatte ein Stockwerk, wo man aus dem geöffneten Fenster lautes Gelächter hören konnte.
„Sie sind zu Hause.“, war alles was Andreas sagte, bevor er die Tür aufmachte und reinging. Sie standen im Flur und weiter hinten sah man das Wohnzimmer, das im barocken Stil eingerichtet war. Ein schöner und teurer Glastisch stand mitten im Wohnzimmer und darum, vier filigrane Stühle. Ein Kamin war in die Wand rechts von ihnen eingebaut. Links von ihnen war eine offene Küche und es sah sehr Modern aus. Der Boden war weiß und der Stein fühlte sich poliert und sehr sauber an. Eine Tür führte von der Küche in eine Kammer, wo genug Platz für Lebensmittel wäre. Doch es hing nur eine Trocken Wurst runter und ein halbes kleine Leib Käse, stand ausgetrocknet auf einem Regal. Es brannte nirgendwo Feuer und nur die Laterne in Andreas Hand, dass er an der Straßenlaterne angemacht hatte, beleuchtete das Haus.
„Die Toilette und das Bad sind hinter der Tür neben dem Kamin. Also… wenn wer muss, dann ist jetzt die Gelegenheit.“
Bernhard und Chris gingen gleich los und dann sogar Totec, der offenkundig gezögert hat.
„Wollen wir uns nicht setzen?“
„Gern.“
Andreas zeigte auf dem Tisch und ging dann rüber zur Küche, um das Feuer dort anzumachen. Dann holte er eine Kanne und ein Krug aus einem Regal. Als der Krug aufging, roch Tom sofort den Kaffee und nicht einmal eine Minute später, stand schon die Kanne auf dem Feuer. Tom machte es ich gemütlich am Tisch und er musste feststellen, dass das Wohnzimmer ziemlich leer wirkte, bis auf die Möbel auf die er saß.
Nachdem Totec, Chris und Bernhard zurückkamen, bekamen sie alle eine Tasse Kaffee.
Es schmeckte vorzüglich.
Im Stillen genossen sie den Kaffee und Totec sah sehr überrascht den Kaffee an.
„Schmeckt er dir?“, fragte Andreas und als Totec sofort nickte, sah Tom nach langer Zeit Andreas wieder lächeln.
„Habt… ihr auch Kaffee im Lager?“
„Noch nicht.“, Antwortete Tom.
„Den brauche ich unbedingt, ohne Kaffee bin ich zu nichts zu gebrauchen.“
Nachdem Satz trat wieder stille ein und Tom wunderte sich, wieso Totec und Bernhard so still waren. Doch als er wieder runter zum Kaffee sah, wusste er was los ist. Bernhard rieb mit der Pfote über Totecs und bei beiden konnte man sehen, dass sie schon ziemlich erregt waren. Das war wohl auch der Grund, wieso Chris einen schrägen Blick nach unten hatte, weil der Junge den beiden dabei zusah.
„Ok, ich und Andreas werden jetzt die Sachen packen und dann, stellt er mich seinen Söhnen vor. Das wird etwas dauern, also macht es euch so gemütlich wie es eben am Tisch geht.“
Tom stand mit dem Kaffee in der Hand auf und als er sich umdrehte, wusste er überhaupt nicht, wo er hinmusste. Doch Andreas half ihm gleich aus und ebenfalls mit dem Kaffee in der Hand, ging er voraus.
Neben der Tür, wo das Bad und die Toilette waren, war eine weitere Tür und sie hatte die gleiche weiße Farbe wie der restliche Raum.
Mit der Laterne bewaffnet schritt Andreas rauf und die Stufen quietschen bei jedem Schritt. Von oben hörte man dessen Sohne, die einige Freunde bei sich hatte, laut lacheten und zum Teil auch, grölen sie. Im oberen stockwerkt waren nur zwei Tür und unter einer sah man Licht. Sie gingen durch die andere Tür und Tom staunte nicht schlecht, wie groß Andreas Schlafzimmer war.
Ein riesiges Doppelbett nahm das halbe Zimmer ein. An der Wand gegenüber vom Bett, war in die Wand ein eingebauter Schrank, der die ganze Länge für sich beanspruchte.
Tom setzte sich aufs Bett und er war überrascht, wie weich das Bett war. Andreas stellte dabei die Laterne auf den Boden und öffnete den Schrank.
„Was werde ich brauchen?“
„Nichts.“
„Wie nichts? Läuft ihr alle nackt herum?“
„Natürlich.“
Mit ernstem Gesicht drehte sich Andreas um und starrte Tom an.
„Meinst du das ernst?“
„Ja.“, Tom grinste einfach nur breit und das schien Andreas zu verunsichern.
„Das ist jetzt kein Scherz von dir?“
„Kein Scherz. Ich dachte das wüsstest du? Oder hast du dich doch nicht so gründlich informiert?“
„Das… i-ich… ich habe nicht daran gedacht mich darüber zu informieren, wie ihr alle herumläuft.“
„Ist das ein Problem für dich?“
„JA! Ich möchte nicht das meine Söhne mich nackt sehen!“
„Ach… mach dir darüber keine Gedanken, denn sie werden auch nackt herumlaufen.“
Andreas seufzte laut und ging zu Tom, um sich neben ihm zu setzen.
„Alles in Ordnung?“, fragte Tom nach, weil Andreas das Gesicht in beide Hände vergrub.
„Ich… weiß es nicht. Ich frage mich gerade, wie mein Leben sein wird, wenn ich dir folge…“
„Sieh es nicht so. Stell dir lieber vor, wie dein Leben sein wird, wenn du mir nicht folgst.“
„Das will ich mir nicht einmal vorstellen. Dieses Haus kostet mich im Monat zwei Goldmünzen, die Lebensmittelpreise sind über Nacht explodiert. Ich müsste das Haus verkaufen, eine Wohnung mieten und ein Job suchen und das, so schnell wie möglich, damit wir nicht nach ein paar Tagen nichts mehr zu essen haben.“
„Siehst du und all das, wäre bei uns kein Problem mehr. Du würdest immer essen haben, immer ein Dach über den Kopf haben und du müsstet dir keine Probleme mehr um die Finanzen machen. Stell einfach eine Bestellung aus und du bekommst das, was du bestellt hast.“
„So… einfach hä?“
„Ja, so einfach.“
Andreas sah ihn nun mit einem Auge zwischen den Fingern an.
„Und das ist kein Trick um uns die Freiheit zu berauben?“
„Kein Trick.“
„Nur *Kein Trick*? Kein *Ich schwöre es bei meiner Ehre!*, oder so?“
„Wenn es dir weiterhilft, dann kann ich auch das sagen.“
Wieder seufzte Andreas und Tom tat ihm so leid. Deswegen legte er eine Hand auf dessen gebeugten Rücken und rieb ihn aufmunternd den Rücken.
„Mach dir keine Sorgen mehr. Deine Söhne werden dich nackt sehen und umgekehrt. Die Scham die du fühlst, verschwindet nach ein paar Stunden und spätestens morgen, fühlt sich das für dich ganz normal an.“
„Tom, ich habe doch gesagt, dass die Beziehung zu meinen Söhnen komplizier ist.“
„Ja, das hast du.“
„Tja…“
Abermals seufzte Andreas und ließ sich plötzlich nach hinten ins Bett fallen.
„Sie befummeln mich in der Nacht.“
„Wirklich?“
„Ich… denke schon, ja.“
„Was jetzt? Tuns sie es oder nicht?“
„Es… ist kompliziert. Es gab Tage… da hätte ich schwören können das jemand in Zimmer war. Und in diesen Tagen… hatte ich sehr erregende Träume.“
„Das… ist alles?“
„Und… einmal habe ich meine Unterwäsche bei ihnen im Zimmer gefunden.“
„Vielleicht haben sie nur die Unterwäsche verwechselt.“
„Ich weiß nicht Tom… ich… habe… Probleme. Wegen meiner Arbeit und den ganzen Stress… naja. Sagen wir mal, dass ich wirklich selten erregt bin und deswegen blieben mir diese Tage deutlich in Erinnerung.“
„Ok, lassen wir das einmal so stehen. Wieso erzählst du mir das?“
„Das… weiß ich selber nicht.“
„Gut, sagen wir einfach einmal, dass du mir deine Sorgen mitgeteilt hast. Nun habe ich eine ganz andere Frage. Wieso nimmst du deine Söhne mit, glaubst du sie sind schwul?“
„Ich vermute es wegen diesen Tagen.“
„Wann hast du das letzte Mal mit ihnen gesprochen und ich meine wirklich gesprochen?“
„Letzte… oder vorletzte Woche fragte ich sie, als wir gemeinsam gegessen haben und bevor ich wieder losmusste, wie die Schule war.“
„Das ist alles?!“
„Leider ja. Es war eine stressige Zeit und ich musste im Bordell sein, um alles zu Regeln.“
„Wow… du kennst deine Jungs fast überhaupt nicht.“
„Da… hast du Recht… leider.“
„Und was ist mit dir?“
„Wie meinst du das?“
„Naja, ich möchte wissen ob du schwul bist.“
Andreas lachte auf.
„Es ist schon so lange her. Damals glaubte ich es, bis ich meine zwei Frauen kennengelernt habe. Nachdem sie mich verlassen haben, habe ich an Sex überhaupt nicht mehr gedacht, sondern nur noch an die Arbeit.“
Das besorgt Tom zutiefst. Als er ihm über den Rücken strich, spürte er deutlich jeden Knochen. Andreas hat sich so sehr in die Arbeit vergraben, dass er alles andere ausgeblendet hat. Ob es Familie war, oder die eigenen Bedürfnisse.
„Ok, dann müssen wir diese Erinnerung wieder wachrütteln, aber nicht jetzt. Jetzt sind deine Söhne dran.“
„Du hast… Recht. Eines nachdem anderen.“
„Doch zuvor möchte ich wissen, wie du dir das vorgestellt hast deinen Söhnen zu sagen, dass sie ihr altes Leben hinter sich lassen werden.“
„Ich weiß es nicht. Darum… wollte ich mit dir zu mir. Ich hatte gehofft, dass du mir in der Angelegenheit hilfst.“
Das überforderte Tom gerade über allen Maßen.
„Ok… ähm… gib mir ein Moment.“
Tom legte beide Hände auf die Schläfen, um sie zu massieren und so nachzudenken. Er hatte nur Vermutungen vom Vater erzählt bekommen. Sie waren Rebellen, Draufgänger und hielten nichts von Autorität. Nach einigen Minuten fiel Tom nur eines ein und das war eine *Alles oder Nichts* Aktion.
„Ich… habe eine Idee. Du musst aber mitspielen, ok?“
„Ich höre.“
In wenigen Sätzen erklärte Tom seine Idee und verblüfft darüber, fand Andreas die Idee gut.
„Ok dann… fange ich jetzt an Tom.“
„Gut, fangen wir an und vergiss nicht, zeig Emotionen.“
Andreas hielt seine Unterwäsche fest in beiden Händen, atmete tief durch und stand auf. Als Andreas die Tür der Jungs erreichte und eine Hand auf den Tür Knauf hatte, hörte er ihn einmal schwer durchatmen.
Die Tür ging auf.
„ICH WUSSTE ES! IHR BEFUMMELT EUREN EIGENEN VATER IN DER NACHT! JETZT WEIß ICH AUCH, DASS IHR SCHWUL SEID!“
„HÄ! WIE KOMMST DU DRAUF!“
„DAS HABE ICH BIE EUCH GEFUNDEN!“
*Platsch*
„IHR SCHNÜFFELR AN MEINER UNTERWÄSCHE! IHR BEFUMMELT MICH IN DER NACHT! DAS HAT JETZT EIN ENDE!“
„ABER…!“
Zwei Schatten liefen an der Tür vorbei und die Treppe runter.
„ICH HABE VON EUCH SO GENUG! ANDAUERND MACHT IHR PROBLEME, MACHT WAS IHR WOLLT UND SCHWÄNZT DIE SCHULE! WOFÜR ARBEITE ICH, HÄ!? NUR DAMIT IHR AUF EURE ZUKUNFT SCHEIßT!? NEEEEEEIN, SO NICHT, GENUG IST GENUG UND DESWEGN HABE ICH EUCH VERKAUFT!“
„Aber… aber…“
„ICH HAAAABE GESAAAGT KEEEEIN AAAABER!!“
„IHR BRAUCHT NICHT EINMAL EURE SACHEN PACKEN, DENN IHR WERDET GLEICH ABGEFÜHRT!“
Tom hörte die zwei Söhne weinen und er wollte schon einschreiten, doch es sollte noch mehr kommen.
„ALSO, WIE LANGE BEFUMMELT IHR MICH SCHON! SAGT ES ODER ES KNALLT DER GÜRTEL!“
„Seit… *schnief-wein*… drei Jahren…*HEUL*!“
„DANN SAGT ES MIR, WIE LANGE SEID IHR SCHON SCHWUL!“
„Ich… *heul*… vier Jahren… *SCHNIEF*“
„Vier Jahre… *WEIN*“
Andreas seufzte laut.
„Tom… kommst du?“
Das war sein Zeichen und sofort stand Tom auf und ging schnell zu Andreas der wirklich seine Gürtel abgenommen hat.
Das Zimmer war nicht so groß. Es hatte zwei Betten, war absolut unaufgeräumt und es lag eine umgefallen Flasche Wein auf dem Bett.
Dann sah er die zwei Jungs von Andreas. Der ältere war an den Armen und den Unterschenkel tätowiert, auch hatte er sich die Ohren und die Unterlippe piercen lassen, wogegen der Kleine nur beide Ohren. Ansonsten waren sie süß und bildhübsch. Sie hatten nicht so viele schwarze Flecken wie der Vater und beide hatten grüne Augen, nur in anderen tönen. Schwarz waren sie gekleidet und irgendwie passte die kurze Kleidung zu den Tätowierungen und den schwarzen punkten.
Müde rutsche Andreas am Türrahmen runter und ließ den Gürtel fallen, als Tom an ihn vorbeischritt. Er setzte sich auf den Boden vors Bett, damit sich fast auf Augenhöhe waren.
„Das ist Tom und er nimmt uns heute mit.“
Die beiden Jungs waren völlig aufgelöst, doch der kleinere sah nachdem Satz auf.
„U-Uns…*Schnief*?“
„Ja, euch drei. Ähm… es tut mir Leid das euer Vater dieses Schauspiel machen musste, aber es musste sein um alles herauszufinden. Er hat nur vermutet, dass ihr ihn in der Nacht befummelt. Aber er wusste es nicht und die Unterwäsche die er bei euch fand, war auch kein Beweis.“
Nun meldete sich der große.
„Aber… was… *lautes schnief*?!“
„Jungs… ich habe heute mein Geschäft für immer geschlossen und… wir sind pleite…“
Fassungslos sahen die beiden Brüder ihren Vater an, während noch immer Tränen und Rotz an ihnen runterlief.
„Echt!“, rief der kleine und sah dabei Tom mit aufgerissenen Augen an.
„Ja, euer Vater spricht die Wahrheit. Ich war dabei, als er das Geschäft für immer geschlossen hat. Ihr werdet in wieviel Tagen das Haus verlieren?“
„In vier Tagen ist die Miete fällig…“, gab Andreas gleich zurück.
„Ich war bei eurem Vater, um ihn ein Angebot zu unterbreiten und er nahm an und ging sogar ein Schritt weiter. Es hat mich selbst verwundert, wieso er soweit ging, bis er mir die ganze Wahrheit erzählt hat. Ihr werdet in vier Tagen kein zu Hause mehr haben und müsstet auf der Straße schlafen.“
„Das… glaube ich nicht Dad!“, sagte der große und sah seinen Vater an.
„Aber das stimmt. Wir… haben kein Geld mehr, nichts, außer dem, was wir anhaben und im Schrank haben. Deswegen werde ich so weit gehen und uns an Tom verkaufen.“
„Wer ist er überhaupt?!“, die Wut loderte beim kleinen auf und Tom konnte es nachvollziehen.
„Ich bin Tom und der Haus und Hofmeister von Haus Rosé.“
Überrascht sahen die Jungs zum Vater und dann, Tom an.
Grinsend stand Tom auf und ging zu Andreas, um ihn die Hand zu reichen.
„Komm, es wird Zeit die anderen abzuholen.“
„Ja… du hast… Recht.“, Andreas ergriff die Hand und zog sich rauf.
„Kommt Jungs, ein neues Leben fängt für uns an.“
„Dad! Wir müssen noch packen!“
„Das… braucht ihr nicht. Wir… brauchen keine Sachen dort.“
Andreas ging zur Treppe und Tom schickte sich auch schon zu gehen, aber bevor er ging, sagte er noch: „Ihr werden bei mir nackt herumlaufen… also kommt, oder wollt ihr auf der Straße schlafen und verhungern?“
Tom war sich nicht ganz sicher ob der letzte Satz passend war, aber er war guter Dinge. Bevor er aber die Treppe runterging, schnappte er sich die zwei Kaffeetassen aus Andreas Schlafzimmer und trank seinen mit einem Zug aus. Den anderen gab er den warteten Andreas, der bei der Haustür stand.
„Danke.“, war alles was er zurückbekam, als er ihm die Tasse überreichte. Währenddessen, saß Bernhard auf Totec und sie küssten sich zärtlich. Totecs linke Hand war tief zwischen den Beinen von Bernhard verschwunden, was Chris zum starren brachte und auch, den Schritt zu halten.
Es dauerte Minuten, bis sie jemanden die Treppe runterschreiten hörten. Ohne sich anzusehen, schritten die zwei Jungs am Vater vorbei und der jüngere von den beiden, blieb auf Höhe von Tom stehen.
„Wo ist die Kutsche?“
Es war forsch, gefühlskalt und distanziert, wie der Junge es aussprach.
„Braucht ihr nicht, ihr reitet auf Rath.“
„Was ist ein Rath.“
Tom sah auf den Kreisrunden Platz und am äußersten Rand wohin die Laternen kaum noch schienen, entdeckte er ein schimmern in der Dunkelheit.
„Das ist Rath.“, Tom zeigte zu der Stelle wo er das Schimmern sah. Dann hörten sie das Schnaufen. Ein rasseln und dann ein kleines beben war zu hören und im Boden zu spüren. Eine Rauchschwade bewegte sich zur Laterne hoch und im nächsten Moment, bewegte sich Raths Schnauze in den Lichtkreis und die Schuppen absorbierten das Licht. Der gewaltige Kopf wurde vom Licht bestrahlt und dann folgte der Hals, der genauso breit wie der Kopf war und gefährlich wegen den Stacheln wirkte. Dann kam der Körper dran, die Schwingen, die fast den gesamten Platz in Dunkelheit tauchten. Und bei jedem Schritt den der Drache tat, bebte der Boden.
Wirklich überraschend war aber, dass die Jungs überhaupt keine Angst von Rath zu haben schienen, sondern sogar völlig aus dem Häuschen zu sein schienen. Sie lächelten breit, sahen Tom völlig glücklich an und rannten dann los.
„Kommt ihn nicht zu nahe!“, schrie Tom gleich hinterher, weil er Angst um die Jungs hat, wie Rath auf sie reagieren würde. Abrupt blieben sie auf zwei Meter Abstand stehen und sahen sich den Drachen mit großen und interessierten Augen an.
„Das ist wirklich Rath, schau!“
Der kleinere zeigte auf die dicken Brustschuppen, die wie eine Pfeilspitze aussahen und undurchdringlich wirkten.
„JA! Und auch der Kopf und der Hals!“
„BOAH! Der ist ja noch größer als ich ihn mir vorgestellt habe!“
Tom sah zu Andreas und sein gegenüber lächelte leicht und trank den letzten Schluck Kaffee aus. Nachdem Andreas die leere Tasse ins Haus trug, drehte sich Tom nach links und sagte den anderen, dass sie jetzt aufbrechen werden.
Andreas machte sich nicht einmal die Mühe das Haus abzuschließen und als sie Rath erreicht haben, saßen die Brüder, Totec und Bernhard schon auf den Drachen.
„Ich habe sie sehr, sehr selten so glücklich erlebt.“, hörte Tom neben sich von Andras flüstern. Fest drückte er Andreas Schulter und als er losging, setzte sich jeder in Bewegung. Nun gingen sie den Weg zurück und Tom brannte eine Frage auf der Zunge.
„Hast du nur eingewilligt wegen deinen Söhnen.“
„Wie meinst du das genau?“
„Naja, gingst du davon aus, dass sie schwul sind?“
„Achso… also wenn sie auch nicht schwul gewesen wären, wäre ich mitgekommen.“
„Und hättest du sie mitgenommen, oder zurückgelassen?“
„So hart es klingt… ich hätte sie zurückgelassen.“
„Wow…“
„Tom… wir haben uns über die Jahre wirklich auseinandergelebt. Ich kenne sie nicht und sie kennen mich nicht. Ich weiß, dass ich sie gezeugt habe und ich habe mein Bestes gegeben, dass sie satt waren und ein Dach über den Kopf hatten. Aber sie haben sich bei mir kein einziges Mal bedankt. Kein einziges mal. Und wie gesagt, ich hatte nur Probleme mit ihnen, wirkliche Probleme.“
Andraes sah zu seinen zwei Söhnen rauf, die glücklich Rath ritten.
„Ich… sah es als eine Art Kreuzung. Als du das Angebot unterbreitet hast, sah ich ein Ausweg aus allem. Ich sah eine Zukunft, wo ich nicht in der Gosse leben muss und irgendwann an einer Krankheit sterben müsste. Ich sah das gleiche auch für meinen Söhnen. Ich wollte ihnen nicht zumuten auf der Straße zu leben und es war an ihnen, ob sie eine Zukunft haben, oder nicht.“
„Deswegen hast du mir die zwei Speziellen Fragen gestellt…“
„Auch, aber… ich wollte mit dir deswegen eh noch reden.“
„Wir haben Zeit, also, was liegt dir auf der Zunge?“
„Ist es schlimm es gut zu fühlen, wenn man befummelt wird?“
„Nein, also… ähm… neutral gesehen nicht. Die Frage ist, ob du es dir besonders gefiel, dass es deine Söhne waren, die dich befummelt haben.“
„Das kann ich jetzt so nicht sagen.“
„Dann… lag es vermutlich nur daran, dass du dich begehrt fülltest.“
„Das… kann sein.“
„Befriedigst du dich mindestens selbst, oder…“
„Tom…“, unterbrach ihn Andreas und sah ihn nun von der Seite an.
„Ich… es ist kompliziert.“
„Das sagst du momentan oft.“
„Weil es das ist.“
„Ok Andraes, dann erkläre es mir doch bitte.“
„Das… ist mir relativ peinlich und… ich würde es begrüßen, wenn es unter uns bleibt.“
„Versprochen.“
„Phuuuuu… ok. Ich habe dir doch erzählt, dass ich sehr viel Stress und Kummer in den letzten Jahren hatte.“
Tom nickte.
„Ja, du warst andauernd in der Arbeit.“
„Genau und Nachtarbeit ist für mich schon zur Gewohnheit geworden, aber mein Körper konnte sich bis jetzt noch nicht daran gewöhnen, deswegen der viele Kaffee.“
„Ok, erzähl weiter.“
„Gut… ähm… ich habe echt Probleme…“
Andreas verstummte.
Einige Sekunden vergingen, bis Tom verstand, was das Problem war und er konnte das überhaupt nicht nachvollziehen.
„Echt jetzt? Ich meine… wie lange schon?“
„Seit mich meine zweite Frau verlassen hat.“
„Desweeeeegen ist alles so kompliziert bei dir.“
Andras nickte leicht und starrte nach vorne, während Tom versuchte alles nachzuvollziehen.
Andreas hatte nur noch die Arbeit im Kopf, sonst nichts. Der ganze stress, die ganzen Sorgen haben ihn stumpf werden lassen gegenüber dem, was Tom den ganzen Tag um sich hatte. Und wenn man den Sex als Arbeit betrachtet und nicht als Genuss, dann ist es nur logisch, wenn man kaum noch solche Reize aufnahm.
„Also wolltest du bei uns…?“
„Genau, ich wollte mich sozusagen von meinem alten Leben verabschieden und mich wieder daran erinnern, wie es damals so war.“
So einen langen Zeitraum ohne Sex, ohne sexuelle erregt zu sein, wäre für Tom ein Alptraum. Was hätte man im Leben, außer noch der Arbeit und die Pflichten des Alltags? Absolut nichts. Nichts was einem persönlichen Spaße machte.
„Weißt du was?“
„Was denn?“
„Wir ändern das noch auf den Hinweg zum Lager, versprochen“
„Tom… ich bin müde und eigentlich möchte ich das alles nur noch hinter mich bringen.“
„Ach komm schon Andreas. Du wolltest dein Leben ändern, nun lass es zu. Schlafen kann man auch, wenn man tot ist. Genieße jede Sekunde, jeden Moment, denn das, tue ich auch.“
„Bitte Tom, ich will das wirklich nicht mehr heute Nacht. Ich habe die letzten zwei Tage kaum noch geschlafen.“
Die Augen, in die er sah, wirkten sehr müde und auch die Körperhaltung, wirkte ohne Kraft und an sich, sah Andreas wirklich kränklich und ohne Energie aus.
„Dann schlaf dich aus und wenn du Aufwachst, dann beginnt ein neuer Tag, ein neues Leben für dich.“
Andreas lächelte breit und Tom gefiel das Lächeln sehr.
„Das hoffe ich und weißt du was?“
„Hm?“
„Ich glaube das sogar.“
Den restlichen Weg gingen sie schweigend zurück und wie näher sie dem Rotlichtviertel kamen, umso mehr Echsen sahen sie wieder. Aber es war viel Ruhiger als zuvor und es waren nicht mehr ganz so viele, denn man konnte vor sich die Straße sehen. Links und rechts am Straßenrand, schliefen die Echsen nebeneinander und die Wachen, die alle paar Meter alles überwachten, passten auf sie auf, dass sie nicht bestohlen wurden.
Wenn das auch Karls Befehl war, dann war es ein sehr gütiger Befehl und das würde natürlich wieder zurück ins Archaische Reich gebracht. Doch, wenn am Tag so viele Echsen in die Stadt strömen, wie gerade hier waren, dann wäre die Stadt und das Land in zwei Tagen völlig überlaufen und alle paar Meter, und egal wo, ob es Land oder Wald wäre, würde man eine Echse sehen, mindestens Eine.
Ohne Hindernisse gelangten sie zur Gasse, wo am Ende Andreas Bordell steht. Sofort erkannte Tom, dass sich dort eine Gruppe versammelt hat und das würde auch die paar Kutschen erklären, die in der Nähe standen.
Andreas ging gleich los und begrüßte die Gruppe am Ende der Gasse. Es waren mindestens zwanzig, wenn nicht sogar dreißig Personen. Kurz sprach Andres mit jedem und zeigte dann in Toms Richtung. Sekunden später, ging die Gruppe los und, kam Tom entgegen.
Tom sah Familien zu ihm kommen, Kinder zwischen Zehn und fünfzehn Jahren. Mütter und Ehefrauen und natürlich die Ehemänner. Wie näher sie kamen, umso besser konnte Tom sie erkennen und es waren nur fünf Weibchen. Dafür aber um die 20 Jungs und 32 erwachsene Männchen. Es sind alle gekommen und das freute Tom mehr als nur sehr.
Sie blieben alle vor ihm stehen und Tom wusste, dass sie auf ein paar Worte von ihm warteten.
„Willkommen und es freut mich, dass ihr da seid. Ich vermute mal, dass die Kutschen von euch sind und wenn das so ist, lasst die Jungs einsteigen und dann, können wir kurz reden.“
Vier Weibchen gingen mit den Jungs zu den Kutschen und das eine Weibchen das bei ihm blieb, war Christin, Sarus Ehefrau. Saru stand hinter ihr und umschlang sie um die Schulter.
„Hallo Tom, schön dich wiederzusehen.“
„Christin, es ist mir wirklich eine Freude die auch wiederzusehen.“
„Tom, da es schon spät ist, haben mir die anderen Frauen ein paar Fragen aufgetragen, die ich stellen soll. Sie wollten nicht dabei sein, wenn du sie beantwortest, weil jeder sonst durcheinander gefragt hätte.“
„Dann versuche ich jede Frage zu beantworten.“
„Gut, dann… hier die erste Frage: Müssen wir Frauen auch nackt im Lager herumlaufen.“
„Nein, das müsst ihr nicht. Aber ihr könnt, wenn ihr wollt, denn im Lager sind alle schwul und keine würde sich überhaupt an euch interessieren und falls doch, dann würden sie auch nett fragen.“
„Gut, ich denke, dass ich das so auch weitergeben kann. Daaaaan… die nächste Frage: Wie sieht es mit den Kindern aus. Nicht alle sind schwul, müssen sie dann auch im Lager nackt herumlaufen?“
„Ok Christin, ich werde es dir jetzt erklären. Die Jungs, die uns übergeben werden, werden nach unseren Regeln aufgezogen werden. Ich weiderhole: DIE-UNS-ÜBERGEBEN-WERDEN! Da Familien dabei sind, sind sonst die Regel in der Familie geltend. Bei den Ehemännern sieht es aber anders aus, die müssen sich unseren Regeln beugen.“
„Ok…ja ich verstehe wie du das Meinst. Familien, dich sich nicht an euch verkaufen, haben alle Rechte die sie jetzt auch haben.“
„Genau.“
„Gut, das klingt ja fein. Dann geht’s weiter. Du hast gesagt, dass ihr eine Schule aufmachen werdet.“
„Das habe ich.“
„Können alle Kinder zur Schule gehen und müssen sie sich ausziehen?“
„Es können alle in unsere Schule gehen und nein, nur meine Jungs werden nackt in die Schule gehen.“
„Ok, das führt mich zur nächsten Frage. Könnt ihr nicht beschließen, dass man sich zumindest in der Schule bedecken soll? Ich meine, das ist kein Bordell und dort soll man eigentlich lernen und nicht in den Schritt des anderen starren.“
„Das… ist ein wirklich guter Vorschlag. Ähm… ja, wieso nicht. Ich führe dann ein, dass jeder, der in der Schule ist, ein Lendenschurz tragen soll.“
Erleichtert atmete Christin aus und sah nach hinten zu Saru, der ein Blick hatte, der sagt: „Ich hab`s dir ja gesagt.“
„Nächte Frage Tom und das ist für die vier relativ wichtig.“
„Schieß los.“
„Also… es sind alles Hausfrauen und… sie lassen dich Fragen, ob du für sie auch eine Arbeit hast. Sie brauchen eine Beschäftigung und den ganzen Tag am See, im Lager zu sein, würde sie vor Langeweile umbringen.“
„Da kann ich nichts versprechen Christin. Aber ich kann mal sagen, dass die Chancen gutstehen. Sag ihnen aber auch, dass die Arbeit hart wird, doch dafür ist die Bezahlung gut. Wenn sie damit einverstanden sind, und keine Probleme haben vollgesaute Bettwäsche zu waschen, Böden vom Sperma und Vorfreude zu schrubben, nackte Männchen überall zu sehen, dann können wir sicherlich was machen.“
Christin winkte ab.
„Das mit der Bettwäsche ist kein Problem. Hab mal einen Jungen der heranwächst. Da muss ich alle paar Tagen solche Flecken entfernen und das gleiche, sagten mir die anderen Mütter auch.“
„Das klingt ja mal vielversprechen Christin. Aber nun habe ich eine Frage. Wie viele der Jungs würden uns überreicht werden?“
„Es werden 13 werden. Diese Neun werden mit den Vätern zu euch stoßen. Aber die Väter haben eine Bitte.“
„Und die wäre?“
„Ihre Kinder sollen nicht bei denen dabei sein, die sie dann einschulen sollen. Sie wollen nicht ihre Söhne… dabei sehen, wenn sie dann im Lager arbeiten.“
„Das… ist ein kleines Problem. Denn, gerade alle sind schon zum Teil eintrainiert und wen die neun jetzt zu uns stoßen, dann hätten sie einen großen Rückstand und ehrlichgesagt, hätten wir für sie keine Zeit. Doch wenn es kein Problem wird, dann nehmen wir sie einfach mit in einer Woche, Ich und meine Acht Freunde werden sie dann im Haus einschulen.“
„Sofern sie dann nicht mehr da sind, wenn ihr loszieht, sollte es für die Väter kein Problem sein.“
„Wird Steffen und Berni unter den Neun sein?“
„Darüber reden wir noch.“, mischte sich Saru ein.
„Darf ich fragen wo der Diskussionspunkt ist?“
„Ähm…“, fing Christin an und sah beschämt ihren Mann an.
„Steffen möchte zu euch und ich als Vater hätte damit keine Probleme, weil er ja sowieso auf die Schule geht, doch der Punkt ist, wie sein weiteres Leben verlaufen soll. Und genau das, wollten wir dich später eigentlich fragen. Berni wird demnächst auf die Uni gehen und von daher wird er bei meinen Eltern leben, um so ungestört studieren zu können.“
„Wisst ihr… wir machen es so bei uns. Wenn der Junge nicht mehr will, dann lassen wir ihn ziehen. Aber bis jetzt, ging noch keiner, weil jeder Glücklich mit dem ist, was er macht.“
Verunsichert sah Christin wieder zurück und Tom sah, wie sie mit sich kämpfte.
„Christin, Saru, entscheidet es einfach, wenn ihr dann gesehen habt, wie es im Lager ist. Macht euch ein eigenes Bild und wenn die Entscheidung gefällt ist, dann kommt einfach zu mir, ok?“
Deutlich entspannter und mit einem Lächeln auf dem Gesicht, nickte Christin und ging in Richtung Kutschen.
„Achso Christin! Sag den anderen Weibchen, dass wir sehr offen sind und das Adelbert und Gertrude für vieles offen sind und auf euch zwei warten!“, rief Tom ihnen noch hinterher und Saru sah mit so einen lüsternen Blick zurück, dass Tom glaubte von Saru besprungen zu werden.
„Andreas, geh bitte zu jeder Kutsche und sag den Kutscher, dass sie schon losfahren soll und, dass wir später nachkommen.“
„Wieso?“
„Wegen Lucius und Magnus und wegen des grauen Wolfens. Die drei warten noch auf uns.“
„Stimmt ja…“, die Schritte fielen Andreas schwer, das sah Tom deutlich. Doch nach nicht einmal zwei Minuten kam Andreas zurück und die Kutschen fuhren los.
„Na komm, steigen wir auf Rath auf, ich habe keine Lust mehr zu laufen.“
Andreas schluckte, als sein Blick zu Rath hochging.
„Können… wir nicht lieber eine Kutsche nehmen?“
„Hast du Geld?“
Ein Säckchen kam hervor.
„88 Silberlinge, denke das sollte reichen.“
„Na dann, suchen wir uns eine Kutsche.“
Tom wandte sich an Bernhard.
„Fliegt, oder rennt schon mal los. Wir holen jetzt noch die letzten ab und ihr könnt die Familien empfangen und ihnen zeigen, wo sie schlafen, oder die Zelte aufbauen können.“
Sofort rührte sich Chris und rutsche den halben weg von Rath runter, um dann die letzten zwei Meter zu fallen. Die Lippen verzogen sich, als Chris mit den Pfoten auf den Boden aufkam. Die Beine zitterten und dann hörten sie alle: „Ouch…“
Tom ging gleich zu Chris und hob ihn auf, um ihn wie immer auf den Arm zu haben.
„Darf ich auf deinen Schultern sitzen?“, fragte Chris gleich grinsend und mit Tränen in den Augen.
Sofort hob Tom Chris auf und als der Junge auf seinen Schultern saß, rutsche der kleine Löwe so weit nach vorne, dass der Schritt gegen seinen Hals gepresst wurde. Nachdem Chris sicher saß, nahm Tom die zwei Pfoten in die Hände und fing sie leicht zu streicheln an.
„Wir warten auf dich Liebster!“, rief Bernhard und auch Totec, verabschiedete sich liebevoll, indem er kurz zeigte, was zwischen seinen Beinen auf ihn wartete. Nachdem sich Tom mit einem Winken von ihnen verabschiedete, ging Rath auch schon los. Bernhard entschied sich wohl erst die Straße zu verlassen, bevor sie wegflogen.
„Wollen wir?“, fragte Andreas und ging auch schon gleich los. Nicht so weit weg von ihnen war ein Kutschenstand, wo sie gleich dem Kutscher den ganzen Münzbeutel überreichten. Der Kutscher war natürlich freudig überrascht über diese Menge, doch dann verblasste das lächeln, als Tom noch eine Bitte aussprach.
„Überhören sie alles was in der Kutsche passiert und fahren sie uns einfach zu den Orten, die wir ihnen genannt haben.“
Mürrisch und besorgt, nickte der Kutscher und bevor sie einstiegen, hob Tom den kleinen Löwen von seinen Schultern ab. Chris setzte sich gleich neben Tom und ihnen gegenüber setzte sich Andreas breitbeinig hin. Ruckelnd fuhr die Kutsche los und Sekunden später, fielen Andreas die Augen zu.
„Schlaf gut…“, wünschte er ihn und sah dann aus dem Fenster.
„Tom?“, flüsterte Chris und als Tom zu ihm sah, grinste der Junge schelmisch.
„Was hast du jetzt wieder vor?“
Chris stand auf und hielt sich an Toms Schulter fest. Mit der anderen Hand fummelte der Junge an der Hose. Tom wusste schon worauf der Junge Lust hatte und deswegen, half er ihm nach. Nachdem die Hose runtergefallen war, zeigte der gelb-braune Penis mit der dunkelvioletten Eichel zu ihm auf.
„Ich dachte mir schon, dass du wieder hart bist, als du dein Schritt gegen meinen Hals gedrückt hast.“
Chris grinst noch breiter und stieg nun breitbeinig auf die Bank rauf. Direkt vor Toms Nase war nun die halb entblößte und geschwollene violette Eichel.
„Da wir wenig Zeit haben…*schleck*… werde ich dir einen Turbo-Blasen.“
Chris antwortete nur indem er die Augen schloss und das war Toms Zeichen anzufangen. Er packte ihn an der Hüfte und nahm gleich die heiße und glatte Eichel ins Maul. Und schon wieder war er beeindruckt, wie geil und lang Chris Penis war, als die Eichel gegen seinen Gaumen drückte. Mit der Zunge drückte er von unten gegen die Eichel und fing dann den Kopf vor uns zurück zu bewegen an.
Chris hohes und kurzes stöhnen, das Zittern der Knie, das Beben am Becken, all das sagte Tom, das er noch immer der beste Bläser im Haus war. Sie fuhren nicht einmal eine Minute, während Tom schnell den Kopf vor und zurückbewegte, als Chris ihn das linke Ohr mit einer Hand packte und gegen seine Schnauze stieß. Kurz darauf hielt Chris den Atem an und explodierte. Sein Rachen wurde überflutete von körperwarmem Sperma, das sogleich seine Backen füllte. Tom nutzte das Sperma um noch seichter über die Eichel zu fahren und so Chris Orgasmus noch höher zu treiben.
Der Junge konnte wegen den zitterten Knien kaum noch stehen, doch als Tom mit der Sonderbehandlung anfing, musste sich Chris vollkommen auf Toms Schultern abstützten. Tom zählte genau die Sekunden, wo die Eichel in sein Maul abspritzte und es waren genau Zehneinhalb Sekunden, wo er leckeres, schmackhaftes und wirklich frisches Löwensperma trinken durfte. Weitere zehn Sekunden später, hörte er Chris schwer aus und dann wieder einatmen.
Chris hatte keine Kraft mehr, weil auch die Arme schwer am Zittern waren und deswegen, ließ er ihn auf seinen Schoß runtergleiten. Geschlossen waren Chris Augen, als sich der Junge mit dem Oberkörper an ihn lehnte und sich auf seinen Beinen niederließ. Tom leckte sich die Lippen und umschlang Chris mit beiden Armen, wobei er eine Hand tief zwischen Chris Schenkel wandern ließ und so, gemütlich von hinten die zwei kleinen Hoden in die Hand nahm, sie kurz massierte und dann zwischen die Po Backen fuhr, um die Rosette zu streicheln, die ihm zuckend und heiß willkommen hieß.
Diesen Wechsel wiederholte er solange, bis der Kutscher schrie: „Wir sind am ersten Punkt angekommen.“
„Ich muss raus mein Lieber.“
Chris machte langsam die Augen auf und Tom wurde so verliebt angeguckt, dass er schon traurig war, wenn die Ferien vorbei sein werden.
„Ich wünsche, du wärst einer meiner vielen Jungs, Chris. Aber ich wünsche mir auch, dass du ein toller Architekt wirst.“
„Ich wünsche mir beides auch. Aber weißt du was Tom?“
„Hm?“
„Ich darf dich immer besuchen, wenn ich Ferien habe und ich komme auch am Wochenende!“
„Wie abgesprochen mit deinen Eltern.“
Chris richtete sich auf und sah dann ganz langsam runter.
Der Fingerlange und schlaffe Penis, der noch immer glänzte wegen seines Speichels, wurde Tom regelrecht präsentiert.
„Ich schenk ihn dir…“, hörte Tom ihn flüstern.
„Chris… ich…“
„Doch Tom!“
„Aber nur, wenn du bei mir bist. Wenn du zu Hause bist, dann gehört er dir.“
„Ok, abgemacht.“
„Du bist wirklich ein versauter kleiner Löwe, Chris.“
„Tom, ich… will für immer bei dir sein…“
Dieses Thema war sehr heikel.
„Schau Chris, wie ich schon sagte, bin ich eigentlich zu alt für dich und deine Liebe. Ich sah doch wie du Steffen angeschaut hast, ist er nicht was für dich?“
Chris sah auf die Seite und fing nachzudenken an.
„Schau, während du nachdenkst, gehe ich raus und kümmere mich um die Sachen, die erledigt gehören. In der Zeit wo ich weg bin, zieh dir bitte wieder die Hose an, ok?“
Chris stieg schwundvoll von ihm ab und während die Pfoten über den Boden baumelten, starrte der kleine Löwe in seinen Schritt beim Sitzen auf der Bank. Tom wusste so langsam nicht mehr wie er mit Chris umgehen soll. Der Junge war völlig in ihm verknallt und obwohl Tom ihn wirklich bei sich haben wollte, wollte er auch, dass Chris seinen eigenen Weg geht.
Aber da Chris gerade über sich nachdachte, käme vielleicht eine Situation auf, dass dieses Problem mit einem Mal lösen konnte. Einmal durchgeatmet, wobei er deutlich Chris Sperma schmeckte, richtete sich Tom dann den Schritt, weil er selbst Hart und völlig erregt war, bevor er aus der Kutsche stieg.
Vor ihm war ein kleines Haus. Es war nicht gerade in einem katastrophalen zustande, aber es hatte bestimmt einmal besser ausgesehen. Es brannte Licht im Haus, das sah er beim Fenster und deswegen ging er zur Eingangstür und klopfte an.
Aber etwas beunruhigte ihn, sogar sehr.
Laut stritt sich jemand im Haus und gerade, wo er sich entschied die Tür aufzumachen, ging sie auch schon auf.
„Hey Tom… wir brauchen noch etwas.“
„WIR WERDEN NICHT MIT EUCH KOMMEN! WIESO SOLLEN WIR IN EINEM SCHEIß BORDELL LEBEN!
„ABER SCHAU DIR MAL DIE PREISE AN! IHR KÖNNT EUCH NICHT EINMAL MEHR WAS ZUM ESSEN KAUFEN!!“
„Alles in Ordnung bei dir und Magnus?“
Lucius quetschte sich verstohlen aus der Tür und machte sie leise zu.
„Wir streiten gerade mit unseren Eltern das sie mitkommen sollen. Aber sie wollen nicht mit, weil mein Großvater das Haus gebaut hat nachdem Krieg und sie wollen deswegen das Haus nicht verkaufen."
Tom wusste nicht, was er darauf Antworten soll.
„Gib uns noch ein paar Minuten, ok?“
Sogleich drehte sich Lucius um und betrat das Haus. Die Tür wurde ein Spalt offengelassen und so neugierig er war, horchte er jetzt mit.
„Aber Mum, bitte hör mir zu.“
„Nein Lucius. Ich war schon dagegen als du im Bordell bei diesem Andreas anfingst. Aber ich habe deine und die Entscheidung deines Bruders akzeptiert. Ich habe euch gesundgepflegt, als ihr euch diese Krankheiten im Bordell zugezogen habt. Doch das jetzt!? NEIN! Ich und euer Vater werden nicht mitkommen, auch wenn es dieses Rosé Haus ist, NEIN! Ich will nicht sagen müssen, dass ich in einem Bordell lebe, so viel stolz habe ich und euer Vater noch!“
„Aber… Mum!“
„Schau Magnus… ich weiß das ihr nur das Beste für mich und euren Vater wollt, aber wir sind hier Glücklich und irgendwie schaffen wir es auch.“
Es wurde still, bis wieder die Mutter der Brüder sprach.
„Weine nicht Lucius. Wir schaffen das schon, glaubt mir, und ihr könnt ruhig gehen. Ich habe schon von Tom gehört und er scheint mir ein ordentlicher Kerl zu sein.“
Jemand ging zur Tür und Tom ging sofort zwei Schritte zurück.
„Du musst Tom sein?“
Ein starkes und festes Gesicht erschien zwischen Tür und Türrahmen und wenn er nicht das schlichte Kleid unten gesehen hätte, glaubte er das Lucius oder Magnus vor ihm stehen würde.
„Der bin ich.“
„Gut, komm rein.“
Die Tür ging auf und er sah ein Tisch mit vier Stühlen und dahinter eine breite Kochnische. Überall hingen Kräuter an den Wänden. Krüge standen sauber geordnet nach Größe und es roch stark nach Senfkörner im Raum, nachdem Tom ins Haus ging. Links und rechts sah er eine Tür, wobei die linke offen war und darin eine Laterne den Raum erleuchtete.
„Mein Mann ist in der Bäckerei, weil sein Arbeitgeber Überstunden angeordnet hat. Deswegen kann nur ich mich Vorstellen. Maria ist mein Name.“
Tom streckte die Hand aus und Lucius und Magnus Mutter war ein Weibchen mit einem besonders starken Charakter. Und sie hatte einen sehr festen Händedruck.
„So, da ich dich nun sehe, bis du wirklich ein gutaussehendes Männchen. Kein Wunder, dass meine zwei Söhne, seit sie heute von der Arbeit zurückgekommen sind, nur noch von dir sprechen.“
„Tja, was soll ich sagen…“
„Besser gar nichts. Denn ich muss noch ein Paar Gurken einlegen und dir noch ein paar Sachen sagen.“, Maria drehte sich schwungvoll um und ging zur Kochnische und mit Lappen bewaffnet, hob sie einen schwer wirkenden Topf und goss den Inhalt in einen Tonkrug.
„Weißt du, ich habe erst erfahren, dass sie auf Männchen stehen, also schwul sind, als sie sich gegenseitig in der Hose massiert haben. Du kannst dir ja vorstellen was für ein Krieg es dann zu Hause gab. Und ich habe Wochen damit zugetragen auf sie aufzupassen, dass sie sich nicht weiter gegenseitig in der Hose *verwöhnen*. Ich… tja was soll ich sagen. Auch davor habe ich geahnt, dass sie schwul waren, weil sie nie eine Freundin hatten. Mittlerweile ist dieses Thema gegessen und ich und mein Mann haben es völlig akzeptiert. Bestimmt fragst du dich, wieso ich dir das erzähle und das liegt daran, dass die zwei, Lucius und Magnus, meine Söhne sind, die ich geboren und aufgezogen habe. Ich habe ihre Windel gewechselt, sie gestillt und gefüttert und habe ihre Betten sauber gemacht, als sie noch ins Bett gemacht haben. Jetzt ist es kein Urin mehr was ich auswaschen muss sondern ihr Samen. Gewisse… Sachen ändern sich eben nie…
„Mum… muss das sein?“
„Ja Mum… das ist echt peinlich und nicht notwendig.“
„Und ob es notwendig ist! Er soll wissen was ich alles für euch getan habe, wie ich euch erzogen habe und was ich alles auf mir nehmen musste, damit ihr jetzt die Kerle seid, die ihr seid.“
Tom ahnte was das alles sollte und deswegen ging er zu ihr um den Tisch. Selbstsicher hob er die Hand und legte sie auf ihrer Schulter ab.
„Sie werden es bei mir guthaben.“
Sie sah langsam auf seine Hand, dann ging der Blick den Arm hoch, bis sie sich in die Augen sahen.
„Versprich es. Versprich es mir, dass du gut auf sie aufpasst! Versprich es!“
„Ich verspreche es, dass sie immer was zum Essen haben, das sie es warm und ein Dach über den Kopf haben werden.“
Für einen kurzen Moment wich die strenge aus ihren Augen und eine wärme trat ein, die herzzerreißend war.
„Gut, damit kann ich leben. Jungs, schnappt euch eure Taschen, Tom hat nicht die ganze Nacht Zeit!“
Obwohl sie das sagte, rührte sich nur Tom. Denn er wusste was kommen wird und als es eintrat, sah er was für eine schöne Familie es doch war.
Magnus und Lucius umarmten ihre Mutter mit feuchten Augen und für einige Sekunden, schloss sie die Augen.
„Nun geht schon und passt ja auf euch auf. Tom… bitte achte auf sie und schau, dass sie auch schlafen neben den ganzen Sex bekommen, ok?“
Kichernd sagte Tom nur: „Das werde ich.“
Das sie noch immer umarmt wurde, schubste sie die zwei schon fast von sich weg und rüber ins Zimmer, wo das Licht brannte. Als die Brüder im Zimmer verschwunden waren, wandte sich ihre Mutter wieder an Tom.
„Hier, sie lieben Essiggurken und haben immer ein paar zum Mittagessen gehabt.“
Maria bückte sich und hob ein Krug auf, der einfach nur gewaltig war. Bestimmt war der Krug ein Meter hoch und fasste 20 Liter, wenn nicht sogar mehr.
„Da werden sie sich aber freuen.“
„Bestimmt!“
Lucius und Magnus kamen zurück und man sah ihre Anspannung an.
Die Familie sah sich noch ein letztes Mal an und als Tom den Krug heben wollte, durchfuhr ihm ein Blitz durch den Rücken.
„Ach kommt schon Jungs! Lasst es doch nicht Tom tragen, ihr seid die Jungen!“
„Gurken!“, Lucius klang gar nicht so erfreut deswegen, lächelte aber dennoch seine Mutter an.
„Meckert nicht und tragt den Krug in die Kutsche die draußen steht!“, rief sie schon fast erbost und als die Brüder gemeinsam den Krug stemmten und aus dem Haus trugen, sah sie ihnen hinterher.
Maria hatte feuchte Augen.
Tom ging zur Tür und sah nochmals zurück.
„Einen Tag vor der Großeröffnung, kommen die beiden zu dir zu Besuch. Ist das ok für dich?“
Kurz lächelte sie und drehte sich um.
„Da muss ich ja gleich wieder Gurken einlegen! Hättest du mir das nicht eher sagen sollen!“
Bevor die Tür zuging, sah Tom wie vereinzelte tränen auf Marias Handrücken runterfielen.
Es donnerte laut und deswegen, beeilte sich Tom zurück zur Kutsche. Aus der Kutsche hörte er schon ein „Heyyy Chris, du bist ja auch da!“
Doch es kam keine Antwort zurück. Der Krug stand in der Ecke der Kutsche und wurde von den zwei Taschen der Brüder noch zusätzlich fixiert. Chris saß mit der Hose angezogen auf der gleichen Bank wie der schlafende Andreas, nur, dass Chris am anderen Ende saß und gedankenverloren aus dem Fenster starrte.
Da die Brüder gegenüber von Andreas saßen, setzte sich Tom zwischen Chris und Andreas hin. Dann klopfte er gegen das Dach und die Kutsche fuhr los.
„Wieso habt ihr auch das gleiche an…“, meckerte Tom, als er sich die zwei Brüder genauer ansah. Sie beide hatten kurze braune Hosen und die Hemden hatten die gleiche Farben wie die Hosen.
Beide lächelten gleichzeitig und zeigten die weißen Zähne.
Da sah sich Tom ihr kurzes, glänzendes und schwarzes Fell an und nur seitlich an den Schnauzen und unten bei den Pfoten, waren sie Holzbraun. Beide hatten aufrechtstehende Ohren, die vor Nervosität zuckten. Aber ihre Nussbraunen Augen, starrten nur Andreas an.
Aber eines machte Tom wirkliche sorgen und das war Chris. Der Junge zeigte jedem die kalte Schulter. Ihm war bewusst, dass Chris jung und spontan war, aber die Liebe von ihm, war echt und er wusste, dass man Liebe nicht zurückweisen sollte, weil es einem zerfrisst und im Herzen wehtat.
Umso besorgter wurde Tom, als er ihm eine Hand auf die Schulter legte und sie dann, einfach abgeschüttelt wurde.
Die Straße wurde in den nächsten Momenten etwas rauer und daher entschied sich Tom an Andreas anzulehnen und dessen Kopf auf die Schulter zu legen. Als das gemacht war, umschlang er ihn mit dem linken Arm um die Brust und drückte ihn sanft zu sich.
Leise schnarchte Andreas pfeifend in sein Ohr, als Tom seinen Kopf auf den von Andreas legte.
„Seid ihr aufgeregt?“, fing Tom zu flüstern an und die Brüder verstanden, dass man Andreas schlafen lassen sollte und antworteten deswegen auch flüsternd.
„Und wie.“
„Gewaltig!“
Tom grinste, weil sich die zwei Brüder sachte den Schritt hielten.
„Ihr habt euch wirklich gegenseitig verwöhnt?“
„Das ist schon so lange her…“, sagte der linke und Tom wusste nicht, wer da geantwortet hat.
„Ja und Schnee von gestern.“, sagte daraufhin der rechte.
„Würdet ihr das heute auch noch machen wollen?“
„Neee…“
„Ach was…“
Doch zu Tom Belustigung, sahen sich beide Brüder kurz an und checkten das Gesicht des anderen ab.
„Chris?“, Tom überkam wieder die Sorge um den kleinen Löwen und nichts half mehr, als ein Gespräch.
„Chriiiiis!“, flüsterte Tom verspielt und stupste ihn mindestens 12-mal gegen die Schulter, bis sich Chris doch entschied Tom anzuschauen.
„Na komm.“
Er winkte Chris zu und nach wenigen Sekunden zögern, rutschte Chris zu ihm und verschränkte dann die Arme und starrte mürrisch nach vorne, nachdem der rechte Arm Chris umschlungen hatte.
„Wieso bist du so schlecht gelaunt mein lieber kleiner Löwe?“
„Es ist nichts!“, stieß Chris raus und hielt sich nicht ans flüstern.
„Ach Chris… es tut mir Leid, wenn ich dir wehgetan habe.“
„Das ist einfach Unfair Tom!“
„Was denn?“
„Wieso erlauben es meine Eltern nicht, dass ich bei dir bleiben kann? Wieso darf jeder andere, nur ich nicht!?“
„Weil sie dich lieben und wollen, dass du eine wunderschöne Zukunft hast und nicht in einem Bordell landest, auch wenn es ein Edelbordell ist.“
„Aber… wenn sie mich lieben würden, dann würden sich mich bei dir lassen, oder? ODER!?“
Tom konnte darauf nicht Antworten. Wenn er zustimmen würde, dann würde er Chris Partei ergreifen, wenn er aber dagegen stimmt, dann würde er eine fauchende, hassende und übelgelaunte Großkatze in der Kutsche haben.
„Ok Chris, ich sag dir nun was und hör mir bitte zu, ja?“
Chris sah mit zugekniffenen Augen hoch und zog die Beine an, um sie dann zu umschlingen.
„Rede Morgen wie ein Erwachsener mit deinen Eltern. Sag ihnen was dein Wunsch ist und wenn sie das Thema Schule ansprechen, dann sag ihnen gleich, dass wir eine Schule bei uns aufmachen werden und das du ja dort zur Schule gehen kannst, während du, wie dein Wunsch ist, im Haus Rosé bist. Da musst du wirklich argumentieren können mein Kleiner. Rede mit ihnen, beherrsche dich und zeig ihnen, dass du schon Erwachsen bist, ok?“
„Wirst du dabei sein?“
„Nein, weil ich keine Partei ergreifen will. Wenn deine Eltern nein sagen, dann MUSS ich das akzeptieren und du auch. Sie wollen wirklich nur das Beste für dich, wirklich und glaube mir in der Sache. Sonst hätten sie es nicht zugelassen, dass du über die Ferien zu mir kommst und bei mir bleibst. Sie vertrauen dir und mir völlig, wenn es um das Thema Sex geht, aber du musst ihnen zeigen, dass du deine Zukunft auch formen willst. Alternativen solltest du dir zurechtlegen, falls der erste Vorschlag abgelehnt wird und vergiss eines nicht, bleib ruhig und entspannt. Wenn alles nichts hilft, dann sehen wir uns ja immer noch in den Ferien und an den Wochenenden.“
Mittlerweile sah Chris auf den Boden.
„Glaubst du… ich… schaffe das?“
„Bestimmt, sonst wird dein Geschenk nicht weiter benutzt.“, noch während er flüsterte, fuhr er einmal über die Erhebung im Chris Schritt, wo er glaubte, dass dort der kleine und schlaffe Penis war. Sehr wahrscheinlich hat er auch sein Ziel getroffen, weil es dort sehr weich war.
„Das wäre blöd.“
„Würde ich auch sagen, deswegen, streng dich an.“
Chris zog die Beine noch weiter an und sah grinsend zu ihm hoch.
„Wenn du mich heute noch einmal nimmst, dann werde ich mich noch mehr anstrengen.“
„Nur einmal?“
„Die ganze Nacht…“, flüsterte nun Chris leise und grinste lüstern übers ganze Gesicht.
„Bis die Sonne aufgeht.“
„Ohjaaa und blasen tust du mir auch immer einen.“
„Ich liebe dein Sperma, natürlich werde ich dir einen blasen, wenn du hart und feucht bist.“
Überglücklich schloss Chris die Augen und drückte sich so fest wie es nur möglich an Tom ran.
„Das ist echt heiß.“, flüsterte der linke und der rechte nickte eifrig.
„Nun habt ihr einen kleinen Vorgeschmack erhalten, wie es bei mir zugeht.“, flüsterte er grinsend zurück und fuhr mit der Hand zwischen den Beinen von Chris, um ihn dort zu streicheln.
Laut fing Chris zu schnurren an und die beiden Brüder fingen die Hand anzustarren an.
„Wir sind da!“, schrie der Kutscher wieder und nicht nur für Tom, war die Zeit zwischen den Etappen zu kurz gewesen.
Deswegen wollte er es so schnell wie möglich hinter sich bringen und drückte Andreas vorsichtig von sich und gegen die Ecke der Kutsche.
„Hey, wir sind bei Viki!“
„Echt! Lass mal sehen.“, beide Brüder sahen aus dem Fenster und da Tom gerade stand, blieb er auch stehen, weil er mehr über diesen Viki wissen wollte.
„Wie ist er denn?“
„Ruhig, sehr ruhig.“
„Aber wild bei den Kunden.“
Sagte der eine und dann der andere.
„Und sonst? Was wisst ihr über ihn noch?“
„Nichts.“, fing der linke an zu erzählen. „Er hat nie über sich erzählt und wich jeder Frage aus. Aber das sind sie alle aus dem Westen.“
„Wie ist das jetzt gemeint?“
„Nun, wir wissen nur, dass er aus einem Stamm stammt und das dort die Stämme eins mit der Natur sind. Anscheinend schlafen sie unterm freien Himmel und haben komische Rituale.“
Da meldete sich der Rechte.
„Er sieht zwar wie ein Wolf aus, aber das ist nur am Hals und Kopf so, sonst ist er am restlichen Körper ein Kurzhaar. Naja, vielleicht noch unten bei den Pfoten ist er lang, aber ja, Kurzhaar und natürlich hat er was sehr Heißes, aber das wirst du schon noch sehen.“
Dann wieder der linke.
„Und das macht ihn so heeeißß… das heiße…“, schon fast träumerisch sahen die zwei Brüder wieder aus dem Fenster und da war nun auch Tom neugierig, was für eine Person dieser Viki war.
Toms ausstieg wurde vom Donner begleitet. Es war eine schlichte Holzhütte in sehr schlechtem Zustand. Das Dach sah nicht dicht aus und war von frischem und altem Moos überwuchert. Kurz gesagt, es war in einem sehr, sehr schlechten Zustand, wenn man ein genauerer Blick aufs Haus warf.
Sicherheitshalber sah er sich die Hausnummern von den Häusern nebenan an und tatsächlich war er da. Aber er glaubte es erst wirklich, nachdem er sich den Zettel nochmal ansah, den er von diesen Viki überreicht bekommen hat. Die Adresse wurde auf einem alten Stück Papier geschrieben und die Schrift war schon stark verbleicht und nur noch schwer zu lesen.
Das alles fand Tom sehr interessant und mysteriös.
Die Tür klang dumpf und es splitterte sogar ein Stück aus der Tür raus, als er klopfte. Auch nachdem einige Sekunden vergangen waren, wurde die Tür nicht geöffnet und da entschied er sich, selbst die Tür zu öffnen und reinzugehen.
Es war Finster und man konnte trotz der Laterne auf der Straße, fast nichts sehen. Gerade als Tom die Mitte des Raumes betrat, schwank die Tür zu und er wurde von Finsternis eingehüllt.
„Hallo!?“
Er spürte, dass er nicht alleine im Raum war. Es war noch jemand da, weil sich seine Nackenhaare aufstellten. Ein mulmiges Gefühl überkam ihm und er streckte die Hände aus und tastet sich zur Wand gegenüber der Tür hin. Langsam bekam er Angst, nachdem er sich mit dem Rücken zur Wand stellte und sich gegen sie drückte.
„Viki? Bist du da?“
Ein tiefes Seufzen war zu hören und dann ein leises Rascheln. Es kam jemand näher. Tom roch etwas, das er nicht kannte und auch ein zweiter Geruch lag im Raum. Ein Luftzug war zu spüren und er roch Viki, weil er sich an den Geruch erinnern konnte, als er ihm vor über einer Stunde gegenüberstand.
„Zu spät.“
Die Stimme war tief, sogar sehr tief und hatte einen Akzent, den er überhaupt nicht kannte.
Funken sprühten in einer Ecke und für einen Bruchteil einer Sekunde, konnte er den Umriss von Viki ausmachen, der in der Hocke an der linken Wand war.
Da wusste er was Viki machte und Feuerstein traf auf Stahl. Mehrmals flogen die Funken, bis ein schwaches Licht glomm.
Tom erstarrte für einige Sekunden, als er den schwarzen Wolf sah, der mit dem Rücken zu ihm in der Hocke war und sich langsam vor einem Leichnam hinsetzte. Der tote Wolf war fast komplett grau und nur noch die Spitzen waren schwarz.
Der Leichnam, der nur ein Lendenschurz trug, war an Armen und Beinen bandagiert und auf zwei Bandagen konnte man Blut sehen, dass schon dunkelbraun war. Abgemagert, das Gesicht gezeichnet vom Leben, war der tote Wolf und Tom sah zu, wie Viki liebevoll mit der Hand über die Wange des toten Wolfens fuhr.
„Vater…“
Das sagte ihm alles. Sofort ging Tom zu ihm und ging auch in die Hocke, um sich Vikis Vater anzuschauen. Sanft legte er eine Hand auf dessen Schulter und der Leichnam war noch warm.
„Es tut mir so leid, Viki.“
„Viktor… nur… Viktor.“
Tom hob die Hand von der Schulter und legte sie dann Sanft auf die Augen von Vikis Vater. Mit geschlossenen Augen sagte er dann: „Mögest du Frieden finden und dich bei den Göttern wiederfinden. Glücklich sollst du zusehen, wie Viktor sein Leben lebt und dich im Herz behält. Glücklich sollst du werden und zusehen, wie Viktor seine Kinder großzieht. Glücklich sollst du sein, wenn Viktor zu dir kommt.“
Ehrliche Tränen verlor Tom, weil er Begräbnisse hasste und dennoch, war es immer wieder eine Ehre dabei sein zu dürfen. Es waren eben Momente, wo sich die Hinterbliebenen von ihnen verabschieden konnten, um sie danach im Herzen zu ehren, wo sie weiterlebten.
Tom machte langsam seine Augen auf und über seiner Hand, schwebte Vikis, die stark zitterte. Dann sah er zu wie sie zur Faust wurde und wie sie dann auf den Brustkorb des toten Vaters geschlagen wurde.
Mit einem *NNNNNARRRG* kniete sich Viki hin und drückte das Gesicht auf die Brust seines verstorbenen Vaters und verlor unzählige Tränen.
Seine Trauer schrie er mit einem *AAAAAAAAAAH!* hinaus und krallte sich am langen Brustfell fest, um noch fester das Gesicht auf die Brust zu drücken.
„WIESO SO SPÄT!? TOM! ZEHN MINUTEN FRÜHER! FRÜHER!“
Das war Toms Schicksal. Er kam immer zu spät, verstand immer zu spät und wegen seiner Unfähigkeit des Lebens, mussten andere sterben. Von Schuldgefühlen übermannt, packte er Viki an den Schultern, riss ihn vom toten Vater davon, um ihn dann in die Arme zu nehmen.
Viki drückte das Gesicht in seinen Hals, umschlang in mit beiden Armen und fing noch lauter zu weinen und zu schluchzen an.
„Es tut mir Leid…“, Tom fand einfach keine Worte. Da er die beiden kaum kannte, dafür den Schmerz umso besser und deswegen, konnte er den armen und alleingelassenen Viki nur in den Armen halten und so, trösten.
Es dauerte lange, bis sich Viki soweit wieder unter Kontrolle hatte, um die Tränen zum Versiegen zu bringen. Dafür hielt sich der Wolf umso fester an Tom fest und er wusste, dass Viki einen Freund brauchte, jemanden, der für ihn da war in dieser schweren Zeit.
Nachdem wieder eine Zeit vergangen war, saßen sie nur noch umarmt da, während ihn Tom den Rücken streichelte.
„I-Ich… wollte dich ihn vorstellen.“
Tom drückte ihn noch fester an sich.
„Ich wollte ihn zeigen… wer du bist. Ihn zeigen, wer sich um mich kümmern wird. Ihn sagen, dass er sich keine Sorgen mehr machen musste. Er sollte… er sollte… in Frieden gehen… TOM! ABER… DU KAMST ZU SPÄT!“
Viki fuhr die Krallen raus und Tom war froh, dass er Kleidung anhatte, weil er hörte, wie die Krallen den Stoff am Rücken zerrissen. Gleichzeitig, schlug Viki mehrmals den Kopf gegen seine Schulter. Er wusste gleich, dass ihn Viki nicht wehtun wollte, sondern nur die Verzweiflung und die Wut über das Schicksal rauslassen wollte.
Alles nahm Tom auf. Den Schmerz über den lieben Verlust, die Wut nun alleine zu sein und die Trauer, die noch immer aus dem Wolfen strömte.
Und langsam schien es so, als ob Viki in der Verzweiflung und der Trauer versank, ertrank. Deswegen musste er nun eingreifen. Leise und bedacht, fing Tom von seinen Eltern zu erzählen an und davon, wie er sie getroffen hat. Er erzählte, dass er sie im Tot wiedergetroffen hat und dass sie ihm erzählt haben, dass sie immer bei ihm waren und immer an seiner Seite standen. Sogar jetzt, war sich Tom sicher, dass sie da waren und mit ihnen mittrauerten. Und sie waren nicht alleine. Auch Vikis Vater wäre bestimmt da und würde nicht wollen, dass er so wegen seines Tods trauerte und in die Verzweiflung versank. Dann fing er von Markus und dessen Eltern zu erzählen an. Wie er sie getroffen hat, wie besorgt seine Eltern waren und welchen Schritt sie gemacht haben, um ihren Sohn zu schützen. Ihn aber so sehr liebten und ihn wieder zu sich nahmen. Dann erzählte er vom tragischen Moment, wie er Markus gefunden hat und wie und woran die Eltern starben. Zum Schluss erzählte er vom Begräbnis und wie er und Markus von einem Wirbel erfasst wurden, als auch Markus in seiner Trauer versinken wollte. In diesen magischen Moment wurde auch Markus klar, dass seine Eltern für immer bei ihm bleiben werden und dass er, Tom, nun die Elternrolle übernimmt und für Markus sorgen wird.
Als er zu Ende erzählt hat, hing Viki schlapp in seinen Armen.
„Schön…“, flüsterte Viki und Tom war froh, so den Wolf aus der Versenkung der Trauer und der Verzweiflung hinaus geholfen zu haben.
Einige Minuten saßen sie noch so da, bis sich Viki langsam von ihm löste. Im Kerzenschein beugte sich der Wolf über seinen toten Vater und gab ihn einen letzten Kuss auf die Lippen, bevor er eine Decke nahm und ganz langsam von unten, den Leichnam zudeckte.
In einer ihn unbekannten Sprache, sagte Viki etwas und es hörte sich nach einer Verabschiedung an. Nachdem Worten sah Viki auf und blickte Richtung Tür.
„Wollen wir gehen Viktor?“
Wortlos stand Viki auf und ging zur Tür.
„Willst du nicht dienen Vater mitnehmen und begraben?“
Vor der Tür blieb Viki stehen und ohne sich umzudrehen, beantwortete er die Frage.
„Eins mit der Natur. Eins mit sein zu Hause. Eins mit mir.“
Das war für ihn etwas seltsam, aber es hatte auch was Schönes. Der Gedanke dort begraben zu werden, wo sein zu Hause war, wo er sein Leben gelebt hat, war ein schöner Gedanken und so würden auch alle, die ihn vermissen würden, ihn immer nahe bei sich haben.
Die Tür ging auf und im Lichtschein der Laterne sah ihn Viki an und hielt ihm die Hand entgegen.
Grinsend stand Tom auf, ging zu ihm, und nahm die Hand in seine.
Sie sahen sich in die Augen und Tom mochte sehr die strahlendblauen Augen und es schien, dass auch Viki seine Augen mochte, da der ihn wirklich anstarrte. Dann überflog Tom Vikis Körper und wie die Brüder gesagt haben, hatte der Wolf dichtes dunkelgraues Fell am Kopf, am Hals und von dort ging es zur Brust, bis es spitz am Brustbein endete. Ab dort, wurde es weiß-grau. Da Viki nur eine enge, braune kurze Hose trug, konnte Tom sehen, dass der Bauch auch weiß war und, dass das dunkelgraue Fell von hinten bis zu den Hüftknochen reichte.
Da drehte sich Viki um und Tom wusste nicht, ob er in dem Moment ein Lächeln gesehen hat, aber als der Wolf mit dem Rücken zu ihm stand, sah er die lange dichte dunkelgraue, fast schwarze Mähne, die bis knapp über den Po reichte. Tom war nun wirklich fasziniert von Viki, denn die Mähne machte den Wolf wirklich erhaben und Fremd. So richtig exotisch sah das Tom an und irgendwie fand er sich zu Viki wirklich hingezogen. Viki stieg zuerst ein und wurde sehr freundlich von den Brüdern empfangen. Auch Chris sagte ein fröhliches „Hallo, mein Name ist Chris.“, nachdem die großen und überraschten Augen vom Körper des Wolfen rauf zu dessen Augen wanderten.
Viki setzte sich auf die Bank zu den Brüdern hin und als sich Tom hinsetzte, schmiegte sich Chris gleich an ihn ran und saß dann so, wie vorhin.
Tom klopfte gegen das Dach und gleich darauf, fuhr die Kutsche los. Andreas zog er wieder vorsichtig zu sich, legte seinen Kopf auf die Schulter, um dann den eigenen Kopf auf den von Andreas zu legen, nachdem er ihn wie zuvor, mit dem linken Arm um die Brust umschlungen hat.
Viki verschränkte gleich die Arme und sah völlig gedankenverloren aus dem Fenster. Mit einem Grinsen sah Tom aber zu, wie die zwei Brüder verstohlen Viki ansahen und er konnte es wirklich nachvollziehen. Die Mähne ließ Viki wild und exotisch wirken. Es hatte sogar noch eine größere Wirkung als die Mähne eines Löwen und zusätzlich noch das absolute schwarz, mit dem etwas Schmutzigen weiß, war wirklich betörend.
Nun hatten sie Zeit für sich, weil die Kutschenfahrt zum See mehr als eine Stunde dauern würde.
„Also ihr zwei. Werdet ihr beide jetzt als *Sklaven* zu uns stoßen?“, fing Tom zu flüstern an.
Die beiden Brüder nickten uns sahen nun rüber zu Tom.
„Ja.“, sagte der eine und der andere nickte noch immer eifrig.
„Und wieso?“
„Weil das geil ist!“, flüsterten beide synchron.
„Ok, ich muss sagen das es mir auf die Nerven geht, weil ich euch beide nicht auseinanderhalten kann. Wer ist Lucius?“
Beide hoben die Hand und fingen gleichzeitig zu kichern an. Da fing auch Tom zu kichern an und umschlang Chris, um ihn wieder zwischen die Beine zu fahren und an der Stelle weiter zu streicheln, wo er glaubte, dass dort der schlaffe Penis war. Genießerisch schloss Chris die Augen und schnurrte einfach.
Die Brüder sahen wieder zur Hand, doch als Tom zu ihnen wieder was sagte, schnellten die Augenpaare zu ihm rauf.
„Also Lucius, verrate mir den Grund wieso du zu uns als *Sklave* kommen möchtest.“
Der Rechte der beiden Brüder setzte sich etwas gerader hin und ballte beide Hände zu Fäusten.
„Weil… ich schon so viel vom Haus Rosé gehört habe. Wir hatten einige Gäste, die auch bei euch waren. Sie erzählten von euch und zeigten jeden unterschied auf zwischen unseren und dein Bordell. Kurz gesagt, es war eine Liste die endlich lang war. Aber gleichzeitig erfuhren wir auch, wie geil es bei euch ist. Alle Gäste sagten, wie sie in eine andere Welt eintauchten, nachdem sie sich ausgezogen und gewaschen haben. Sie sagten, dass man nicht nur ein Haus betritt, sondern eine schwule Welt, wo fast alles erlaubt war und wo es nicht nur um Sex geht, wenn man einen Jungen bei sich hat. Die Jungs bei euch behandelten die Gäste wie Partner. Sie unterhielten sich mit ihnen, kuschelten, küssten sich innig und schon fast verliebt. Jede Sekunde spürten sie, wie sie vom Jungen begehrt wurde und das fühlte sich für sie so unbeschreiblich gut an. Zwar sagten sie auch, dass das Angebot nicht so reichhaltig war, aber dafür die Qualität einfach aus einer anderen Welt stammt. Man konnte im Sommer in die Pools gehen, oder im Winter ein Zimmer nehmen, das nur aus Seide und Polstern bestand. Auch konnte man spezielle gelüste befriedigen, wenn man es am Anfang gebucht hat. Da rede ich von etwas härteren Sex und Seilspielen. Einige Gäste berichteten auch von euren Höhlen. Das machte sie erst richtig geil. Zu den edlen Tropfen, die es anscheinend nur bei euch gab, konnte sie ihre Lust einfach dort unten befriedigen und das so oft und so wild wie sie wollten. Das alles wollte ich auch einmal sehen, spüren und erleben. Aber ihr wart und seid so teuer, dass ich es mir niemals hätte leisten können. Und gerade, wo wir beide gekündigt wurden und unsere geile schwule Welt zusammenbrach, kamst du.“
Da fing dann Magnus zu erzählen an.
„Wir wussten schon immer, dass wir geil und schön sind, aber was hätte es uns gebracht, wenn wir keinen Job finden würden? Nichts. Wir überlegten uns in ein anderes Bordell zu gehen, aber die Echsen waren überall. Wir… haben Probleme mit ihnen und der Sex mit ihnen tut weh. Das macht das Bordell Geschäft nicht so geil und wir waren nicht auf der schule und haben nichts gelernt. Seit wir alt genug waren um arbeiten zu gehen, waren wir bei Andreas und er war für die sieben Jahre ein hervorragender Chef.“
„Wie alt seit ihr denn bitte?“
„22.“, sagten beide wieder synchron.
„Mit 15 Jahren habt ihr bei Andreas angefangen? Ich dachte das sei verboten in der Stadt, wenn man kein Sklave war.“
„Naja Tom… mit 15 haben wir aufgehört zu wachsen und das hat uns geholfen, dass uns Andreas einstellt. Beim Bewerbungsgespräch sagten wir das wir 19 sind…“
„Also habt ihr ihn absichtlich und bewusst belogen und ein falsches alter angegeben?“
Sie beide nickten grinsend.
„Aber was sollten wir sonst tun?“, sagte Magnus und stützt sich auf seinen Knien mit den Ellbogen ab.
„Wie gesagt, wir waren und… sind dumme Dobermänner und können nur ficken und gefickt werden. Unsere Eltern konnten sich nicht die schule leisten, weil nur unser Vater arbeiten konnte. Unsere Mutter, Maria, hat Probleme mit dem Kreuz und sie braucht zwei Stunden nachdem aufstehen, bis sie überhaupt aufrecht gehen kann. Deswegen haben ich und mein Bruder beschlossen, für die Familie zusätzlich Geld zu verdienen. Du weißt ja das unser Vater Bäcker ist, aber… leider hat er eine Mehllunge und kann nicht mehr wirklich als Bäcker arbeiten.“
„Was ist eine Mehllunge.“
„Er hat zu lange das Mehl eingeatmet und bekommt kaum noch Luft, weil das Mehl sich in seiner Lunge festgeklebt hat. Deswegen muss er mit doppelter Maske arbeiten, was sehr, sehr schwierig mit der Mehllunge für ihn ist.“
„Aber da wir nun vom neuen Gesetz hörten, dass die Sklaven einen Ausgleich bekommen, wollten wir noch etwas mit dir bereden.“, sagte Lucius und beide Brüder starrten Tom an.
„Ich höre.“
„Wir wollen als Sklaven für dich arbeiten, aber wir möchten einen höheren Ausgleich.“
„Ok ihr beiden, ich muss sagen, dass ich nicht weiß wie hoch der Ausgleich ist. Also seid ehrlich zu mir, ok?“
Magnus nickte und bevor was gesagt wurde, meldete sich Tom wieder zu Wort.
„Wartet mal… Moment… ich erinnere mich…“
Tom erinnerte sich an was Wichtiges. Er stand nun vor einem großen Problem. Er konnte sie nicht mehr vertraglich binden, da Karl erst vor kurzem erzählt hat, das es in seinem Land keine Sklaverei mehr gibt. Zwar gelten noch die jetzigen Verträge, aber jeder neue Vertrag wäre rechtswidrig. Das bedeutet aber nun, dass jeder der zu ihnen kommt, freiwillig kommt und gehen kann wann er will.
Außer…
„Ok ihr zwei, ich werde das so machen. Wir stellen einen Arbeitsvertrag auf und ihr werdet mehr Silberlinge bekommen, wie mehr ihr leisten wollt und könnt.“
„Das kling…“, sagte Magnus.
„…Fair.“, flüsterte Lucius und sprach gleich weiter.
„Was müssen wir machen, um den höchsten Betrag zu bekommen und wie hoch wäre der Betrag.“
„Nun…“, fing Tom an und machte eine kurze Pause. Denn er hatte genug Chris so zu streicheln und wollte in die Hose fahren. Das gestaltete sich aber etwas schwierig, weil die Hose sehr eng war, aber nachdem Chris schnell zwei von vier Knöpfen geöffnet hatte, fuhr seine Hand gleich in die feucht-nasse Hitze rein. Chris kleiner Penis war noch nass von der Vorfreude, die er nachdem Orgasmus abgesondert hat. Auch der Hodensack, mit dem zwei kleine Hoden, die jetzt gerade so groß wie kleine Walnüsse waren, war wegen der Vorfreude ganz feucht.
Wegen dem allem konnte Tom sehr gut über alles gleiten, was er massieren und mit den Fingern verwöhnen wollte. Doch sein Primärziel war die Eichel in der dünnen Vorhaut. Widerstandslos glitt sein Zeigefinger zur Eichel und die Vorhaut glitt geschmeidig über die Fingerkuppe drüber. Als er dann mit dem Finger um die Eichel zu rotieren anfing, seufzte Chris laut und zufrieden auf, während gleichzeitig die Beckenmuskeln zuckten und kontrahierten.
Die beiden Brüder fingen sprichwörtlich zu sabbern an, als sie sahen, wie Chris darauf reagierte.
„Wollen wir nun weiterreden, oder wollt ihr nur zusehen, wie Chris auf meine Hand reagiert?“
Nur schwer konnten beide Brüder von Chris wegschauen und sich auf Tom konzentrieren.
„Gut, der höchste Betrag den ich geben kann, sage ich erst, wenn ich eure Vorstellungen höre.“
Magnus räusperte sich, sah kurz zu seinem Bruder rüber, um dann wieder Tom anzuschauen.
„Also… die Frage ist, was wir geben können. Aber gehen wir mal davon aus, dass wir unseren Körper hergeben und unsere Freiheit auch, dann verlangen wir beide zusammen Zwei Goldmünzen.“
„Ich gebe euch drei Goldmünzen, wenn ihr euch dem Haus und mir völlig verschreibt. Damit meine ich mit Leib und Seele und das auf unbestimmte Zeit.“
„DEAL!“, schrie Lucius auf und hielt sich gleich danach das Maul und sah erschrocken rüber zu Andreas. Aber Andreas schlief tief und fest und zuckte nicht einmal bei dem Ausbruch. Magnus hingegen sah Lucius völlig irritiert an.
„Wir hätten mehr rauschlagen können!?“, warf er seinen Bruder vor und streckte dann seufzend die Hände hoch, um sich dann nach hinten gegen die Wand fallen zu lassen.
„Es sind drei Goldmünzen im Monat Magnus, damit muss unser Vater nicht mehr Arbeit gehen und unsere Mutter muss nicht jede Münze fünfmal umdrehen!“
„Aber…“
„Magnus! Wir wollten uns als Sklaven verkaufen und unser Lohn bei Andreas war 14 Silberlinge im Monat. Jetzt bekommen wir drei Goldmünzen! Das… das ist ein Vermögen! Ich wäre ja schon mit einer Goldmünze für uns beide zufrieden gewesen! Wenn Mum erfährt, was wir von Tom verlangen, dann wird sie uns beiden den Schädel einschlagen!“
Hörbar schluckte Magnus und sah rüber zu Tom.
„Ähm… machen wir zwei Goldmünzen draus und… wir werden mit Leib und Seele und auf unbestimmte Zeit für euch alles machen, was ihr verlangt.“
„Wieso keine drei Goldmünzen?“
„Weil…“, fing Lucius an. „Weil sonst unsere Mutter uns umbringen würde. Sie würde uns des Diebstahls bezichtigen und uns den Kopf abschlagen. Sie… weiß ganz genau wieviel alles wert ist und drei Goldmünzen sind ein vermögen, ein richtiges VERMÖGEN!“
Tom fand die beiden Brüder als Grundehrlich und er mochte sie sehr.
„Wisst ihr was? Ich mag euch und deswegen steht der Deal mit den drei Goldmünzen im Monat.“
Die Brüder umarmten sich feierlich und Tom mochte, wie ehrlich und freudig die beiden Brüder über ihren neuen Vertrag waren. Dabei schweifte sein Blick kurz rüber zu Viki, oder Viktor, wie er korrigiert wurde.
Der weiß-graue-schwarze Wolf schielte rüber zu Chris und als der dann Toms Blick bemerkte, trafen sich kurz ihre Blicke, kurz bevor der Wolf wieder aus dem Fenster zu starren anfing.
Gerade als Tom Luft nahm um Viki was zu fragen, hielt Chris den Atem an und drückte beide Beine zusammen. Gleichzeitig hielt sich der Löwe an Toms Arm fest und kippte gegen Tom auf die Seite. Dann biss Chris in Toms Arm und zog die Beine bis Zur Burst an. Im selben Moment wo Chris erzitterte und einmal schnaufend hell stöhnte, ergoss sich der Junge in seine Hand. Seine Hand war zwischen den Beinen eingeklemmt und die beiden Brüder sahen nur, wie Toms Hand hinten zwischen den Beinen von Chris eine dicke Beule in der Hose verursachte.
Sein Finger rotierte weiterhin um die Eichel, auch nachdem nichts mehr Warmes aus der völlig nassen Eichel kam und das überreizte Chris so sehr, dass der Biss immer fester wurde.
„Wie war es?“, fragte Tom nachdem sein Finger aufhörte zwischen Vorhaut und Eichel zu rotieren und stattdessen den Finger rauszog und Penis samt Hoden, in die Hand zu nehmen.
Chris schnaufte mehrmals, atmete tief mit dem Bauch ein und aus, um dann leicht zu nicken.
„M-Mein… Bauch tut weh…“
„Das liegt daran, weil du innerhalb einer Stunde zweimal gekommen bist.“
Den Brüdern fielen die Kiefer herab und sie sahen langsam, dass Chris Hose, dort wo Toms Hand, hinten zwischen den Beinen und knapp unter dem Po, feucht wurde und dass sich die Hose dunkel wegen der Feuchtigkeit färbte.
Als Tom ihre Gesichter sah, zwinkerte er ihnen zu und fing deutlich Chris zu streicheln an, damit die zwei Brüder sehen konnten, dass er eigentlich noch viel weiter gehen würde.
Kurz sah er dann rüber zu Viki, der das alles mit einen Augenschielen beobachtet hat und als der bemerkte, dass er seinen Blick bemerkt hatte, schlug der Wolf ein Bein auf das andere.
Innerlich grinste Tom schelmisch und sah wieder rüber zu den zwei Brüdern.
„Seid ihr auch sportlich?“
Es dauerte einige Momente, bis die Brüder realisierten wie Tom sie ansah und dass ihnen eine Frage gestellt wurde.
„Also… wir können lange jemanden reiten, wenn das das Ziel der Frage war.“
„So meinte ich es nicht, meine Frage war, ob ihr sportlich seid. Trainiert ihr zu Hause oder draußen?“
Wieder Antwortete Lucius für sie zwei.
„Also ein oder zweimal die Woche laufen wir etwas, damit wir uns fit halten, aber so richtig Sport und so machen wir nicht.“
Tom wandte sich zu Viki und als er ihn etwas musterte, erübrigte sich die Frage. Der dreifärbige Wolf war muskulös und gut trainiert. Einzelne Muskelpartien wie auch die Bauchmuskeln, stachen schon bei Sitzen gut hervor. Aber einer tat ihm leid und das war Andreas.
Er war nicht sportlich, sondern dünn, was schon an hager grenzte.
Da sich Chris langsam unter seiner Behandlung wandte, hörte Tom langsam auf und zog seine Hand aus der nassen Hose raus. Chris Sperma bildete Fäden zwischen seinen Fingern und klebte an seiner gesamten Hand. Genussvoll roch Tom daran und der herbe, leicht säuerliche und süße Duft vom jungen Löwensperma, durchflutete seine Nase.
Zuerst wollte er sich die Finger ablecken, doch dann entschied er sich für was anderes. Stattdessen legte er die Hand auf Andreas Wange und fing an das noch warme Sperma in Andreas Gesicht zu vertreiben und einzustreichen. Langsam und zart tat er es, damit Andreas deswegen nicht aufwachte.
Der Geruch von Chris Sperma verbreitete sich im ganzen Wagen und die Brüder reagierten auf das, was sie rochen und was sie bei Andreas sahen. Sie griffen sich in den Schritt und fingen sich selbst im Schritt zu massieren an.
Tom wollte schon sagen das sie damit aufhören sollen, aber als sie seinen Blick sahen, stoppten sie schon automatisch und hielten sich nur noch den Schritt. Der kleine Löwe neben ihm war nun völlig entkräftet und legte sich auf Toms Schoß hin und zog die Beine hoch zur Brust.
Andreas Fell glänzte schön, nachdem jeder Tropfen Samen von Toms Hand aufs Gesicht gestrichen wurde. Auch verrieb er etwas vom Sperma auf die Lippen, sodass Andreas, wenn er sich einmal über die Lippen leckte, den Geschmack von Chris auf der Zunge hatte.
„Ok Viktor, nun bist du dran.“, wollte Tom sagen und unterließ es. Es war noch zu früh Viktor einige Frage zu stellen, weil er den Wolf noch Zeit zum Trauern geben wollte. Deswegen schwieg er jetzt und schloss die Augen, um über die nächsten Schritte nachzudenken.
Es war sehr spät in der Nacht, als Tom spürte, wie die Kutsche irgendwo runterfuhr. Von weitem sah er das Lager vor sich und es brannte noch Feuer. Als sie näher fuhren, erkannte er wie draußen vor dem Lager ebenfalls Feuer brannten.
Ein Blitz zuckte über den Nachthimmel und Sekunden später kam der Donner über sie. Es dauerte keine zwei Minuten bis sie das Lager erreicht haben und sie zum Stehen kamen. Chris schlief tief und fest und um ihn kümmerte er sich zuerst. Die Neuankömmlinge grüßten ihn leise, als sie Chris schlafen sahen und im Lager herrschte absolute Stille. Keiner war mehr wach und jeder schlief ebenfalls tief und fest. Albrecht wurde von hinten von John umarmt und beide schliefen schon fast grinsend. Da Totec und Bernhard nicht zu sehen waren, kamen als nächstes Keyn und Markus, die festumschlungen schliefen. Darüber freute er sich besonders, dass sich seine zwei Söhne so gut verstanden und füreinander da waren.
Chris legte er auf den eigenen Schlafplatz und er wusste, dass der kleine sicher und tief neben Albrecht schlafen kann.
Nachdem er sich vergewissert hatte, dass jeder schlief, ging er auch schon wieder zurück zu seiner Kutsche.
„Andreas.“, flüsterte er ihn zu, nachdem er sich neben ihn setzte. Er musste noch ein paar Mal seinen Namen sagen und das immer lauter, bis die Augen aufflatterten.
„Tom… wieso… bist du in meinem Büro… Magnus, Lucius, wieso seid ihr nicht umgezogen… *GÄÄÄÄÄHN*… zieht euch um!“
„Andreas…“, flüsterte Tom und grinste zu den zwei Brüdern, die den Krug mit Essiggurken in den Händen hielten und schon zu lachen anfangen wollten.
„… Wir sind da. Du bist nicht im Büro. Du bist nun bei mir… im Lager.“
Wieder gähnten Andreas und verharrte plötzlich in der Bewegung, um dann laut der Schnauze zu zuklappen und hektisch aus dem Fenster zu schauen.
„Tom… es tut mir leid… ich habe geträumt…, dass ich in der Arbeit bin…“
„Ist schon gut, aber es wird Zeit das wir aussteigen, denn der Kutscher möchte vermutlich auch endlich nach Hause fahren.“
Es blitze wieder, während sich Andreas streckte und dann überrascht einen Finger auf den Lippen legte.
„Komisch…“, flüsterte er und leckte sich dann die Lippen.
„Was ist das?“, leicht verwirrt sah Andreas Tom an und Tom zuckte nur mit den Schultern und stand auf.
„Komm, das neue Leben wartet.“
Nachdem aussteigen sah Tom hoch zu Himmel und es sah so aus, als ob die Wolken davonziehen und dass sie eine klare Nacht haben werden. Passend dazu war es auch etwas wärmer als noch vor zwei Stunden. Für einige Sekunden sah er sich das Sternenmeer an und es war wunderschön die Sterne zu sehen.
„Was kommt jetzt?“, wurde er von Andreas gefragt, der sich neben ihn stellte und ihn ansah.
„Ich muss noch ein paar Sachen sagen und dann wird alles organisiert.“
Tom ging zu den improvisierten Zelten hin und die Männchen und Weibchen haben sich auf zwei Gruppen aufgetrennt und unterhielten sich leise. Die Jungs und Kinder waren unter ihnen aufgeteilt, wobei nur Saru bei seiner Frau war und sich mit ihr eindringlich unterhielt.
Direkt vor dem Feuer setzte sich Tom und sah sich alles an, als sich jemand leise links neben ihn setzte.
„Viki…“
„Nenn… mich nicht so.“
„Wieso…?“
„Weil… mein Name Viktor ist.“
„Ok, dann sag ich es anders. Darf ich dich Viki nennen? Viktor klingt so hart und es passt nicht wirklich zu deinen Augen. Viki kling für mich richtig, passt zu deinen Augen und soweit ich es sehen, passt der Spitzname allgemein sehr gut für dich.“
„Viki… nennen mich nur… meine Freunde.“
„Bin ich nicht dein Freund?“
Der Wolf sah zum Feuer und seufzte.
„Du bist mein neuer Führer. Du darfst mich so nenne, wie du willst. Das ist dein Recht. Ich wollte… meinen Vater… zeigen, wer mich führen wird im Leben. Wem ich gewählt habe.“
Tom legte einen Arm um die Schulter des wolf und Viki vergrub das Gesicht in den Händen. Er hörte ihn nicht, aber an den Schultern spürte er es, das schluchzte.
„Versammelt euch bitte alle.“, sagte Tom einmal laut und die Diskussionen und das Geflüster wurden eingestellt. Alle kamen und saßen sich um das Feuer, auch Andreas setzte sich direkt neben Tom und Tom tat es in der Seele weh zu sehen, wie der tolle Smoking im Dreck saß. Verwundert, aber dann doch wieder nicht, sah er Andreas Söhne Gegenübern von ihnen sitzen. Doch zumindest hatte er ihre Aufmerksamkeit.
„Zuerst einmal Willkommen im Lager von Haus Rosé. Bestimmt habt ihr schon reingeschaut und ich kann euch jetzt schon sagen, dass sich das sehr wahrscheinlich alle noch ändern wird. Aber ich finde es schön und gemütlich so wie es jetzt ist. Zuerst gibt es eine traurige Nachricht. Viktors Vater ist vor kurzem gestorben und ich würde bitten, dass wir zwei Minuten still um ihn trauern.“
Es kam schon fast ein Aufschrei, als Tom zu Ende gesprochen hat. Diese Leute, waren schon fast eine Familie. Denn, sie sahen Viktor nicht nur traurig an, sondern weinten sogar mit ihm. Sie kamen zu ihm, umarmten ihn, flüsterten ihn ihr Beileid zu, oder waren nur für ihn da, indem sie eine Hand auf seine Schulter legten. Doch Andreas war der, der am schwersten mit dieser Nachricht zu kämpfen hatte.
Andreas weinte ehrlich und voller Trauer mit Viktor und Tom hörte, was Andreas zu Viktor flüsterte.
„Es tut mir so leid, dass ich dir nicht mehr geben konnte für die Medizin. Ich konnte auch nicht so schnell einen Arzt auftreiben, nachdem ich gehört habe, dass dein Vater vorgestern von den Leuten überfallen wurde. Es tut mir so leid, so schrecklich leid. Wenn ich nur… wenn ich doch mehr Geld im Haus gehabt hätte… dann würde er jetzt bei uns sein können…“
Als er das *vorgestern* hörte, schrillte es in seinen Kopf. Denn das war der Tag danach, an dem Karl das neue Gesetz erlassen hat. Und nun, ging ein weiterer Toter aufs Konto des Königs drauf. Es zerriss ihn förmlich darüber nachzudenken. Karl bereute es wirklich und tat alles, um es wieder ungeschehen zu machen, andererseits hatte diese Entscheidung Konsequenzen für jedermann.
Minuten später und nachdem jeder bei Viktor war, war die Stimmung getrübt und die meisten starrten ins Feuer. Aber es musste weitergehen, das Leben geht immer weiter und deswegen, zog er Viktor zu sich, drückte den Kopf auf seine Schulter und legte selbst den Kopf auf Viktors ab.
Wie er Andreas in der Kutsche bei sich sitzen hatte, so hatte er jetzt Viktor und der Wolf wehrte sich nicht. Im Gegenteil, es schien sogar so zu sein, als ob er diese Verbundenheit zu ihm wollte.
„Gut, dann möchte ich noch etwas klarstellen. Auf dem Weg hierher ist mir wieder was eingefallen und das könnte für jeden interessant sein, denn gleichzeitig, werde ich auch ein Angebot unterbreiten.“
Einige sahen auf und der Rest spitzte die Ohren.
„Also, in der Kutsche ist mir wieder eingefallen, dass es Sklaverei nicht mehr gibt. Also gibt es auch bei mir keine sklavenähnlichen Verträge. Und hier mein Angebot: Magnus und Lucius haben ein Vertrag unterschrieben, wo sie zusammen drei Goldmünze im Monat erhalten, wenn sie sich mit Leib und Seele und auf unbefristete Zeit, dem Haus verschreiben.“
„Das ist doch Sklaverei Tom.“, sagte Saru und saß zwischen seiner Frau und seinem Sohn.
„Nicht wenn du dann hörst, was das genau bedeutet. Sie bekommen deswegen so viel, weil sie sich dafür entschieden haben. Wenn wer nur am Tag arbeiten möchte, bekommt er natürlich weniger, wenn er nicht in der Nacht arbeiten möchte, dann noch weniger und so weiter. Jeder kann sich selbst die Punkte aussuchen die er haben will, doch dafür wird auch die Zahlung unterschiedlich hoch sein.“
Überrascht sah Saru seine Frau an und sie war wegen dem auch sehr überrascht.
„Dennoch, zählt das nur für die Erwachsenen von euch, den ich das ursprüngliche Angebot gemacht habe. Die Jungs, werden zu mir und den anderen kommen und wir werden uns ab da um sie kümmern, versprochen.“
„Tom, können wir auch darüber reden?“
„Worüber genau?“
Saru sah zu seinem kleinen Steffen runter, der völlig aufgeregt zu seinem Vater rauf sah.
„Also mir und meiner Frau ist es wichtig, dass wir, falls wir unseren Sohn euch geben, besuchen können und er uns dann.“
„Also Saru, das ist überhaupt kein Problem, denn genau so einen Fall haben wir auch im Lager. Der Junge darf seine Eltern besuchen kommen und umgekehrt auch, falls das der Junge auch möchte, natürlich aber erst, nachdem die Eingewöhnungsphase vorbei ist. In der Eingewöhnungsphase sollte der Junge ungestört bleiben und sich dem hingeben, was wir machen.“
Saru antwortete darauf nicht, sondern sah schnell rüber zu seiner Frau.
„Christin, Saru, nur keine Entscheidungen überhasten. Sagt mir morgen Bescheid, ok?“
Saru nickte, doch Steffen sah überhaupt nicht glücklich aus über diese Entscheidung. Steffen wollte zu ihnen kommen, dass sah er auf den ersten Blick, aber das hatte auch Zeit bis morgen.
Als es dann ruhig wurde, kam eine Frage auf.
„Wie viel würdest du zahlen, wenn ich mich mit Leib verschreibe und nur Tagsüber arbeiten will?“
Gehofft hatte Tom, das solche Fragen nicht aufkommen würde, aber seine Hoffnung war vergebens. Denn nun brach ein Sturm von solchen Fragen auf und Tom wusste nicht, wohin mit dem Kopf, wem er zuhören soll, bis Andreas einschritt.
„GENUG!“, schrie er sicher und befehlend, um dann aufzustehen und sich wie ein Chef es immer tat, breitbeinig hinzustellen.
„Wieso seid ihr hier? Wieso seid ihr mitten in der Nacht hierhergereist? Nur um zu verhandeln? Tom hat uns allen ein Ausweg aus der ganzen Scheiße in der Stadt gezeigt! Ihr habt euch doch schon entschieden, bevor ihr hierhergereist seid, bevor ihr euch vor meinem Bordell getroffen habt. Jetzt ist nicht mehr die Zeit um umzudenken. Es ist vorbei mit dem Stadtleben. Seid doch froh, wenn er euch bezahlt! Ihr müsst nichts tun, außer dem zu machen, was er und ich sagen. Und das ist nicht mehr, als das, was wir schon immer getan haben, nur mit mehr Liebe, mehr Zuneigung und mit viel mehr Gefühl. Ihr, wir werden uns um Kinder, um heranwachsende Kümmern, wir werden eine große Familie werden und in der Familie geht es nicht um Geld und es wird besonders nicht um Geld verhandelt. Ihr kennt das Haus Rosé und sie waren es, die zu uns gebekommen sind und uns um Hilfe gebeten haben. Ihr habt doch gehört wie Tom mit den Jungs umgeht, was er alles für sie macht und ich wünschte, dass ich so einen Vater gehabt hätte. Götter… ich wünsche das meine zwei Jungs so einen Vater gehabt hätten… Also reißt euch zusammen und steht zu dem, wieso ihr hierhergekommen seid.“
Tom hätte es nicht besser sagen können, wenn er eine härtere Seite gehabt hätte. Doch diese Seite stand genau vor ihm und es tat gut, jemanden wie Andreas an seiner Seite zu wissen.
„Also, jeder unterschreibt den Arbeitsvertrag mit Leib, Seele und unbefristete Arbeitsdauer und wer es nicht tut, der soll dann bitte wieder gehen, weil diejenige Person noch immer nicht weiß, was für eine Chance uns Tom gegeben hat.“
Es war wieder still, als sich Andreas neben Tom setzte und er warf ihm einen dankenden Blick zu, der lächelnd aufgenommen wurde.
„Ok… ich denke, dass wir morgen die Verträge aufsetzten. Jetzt aber, ist Zeit das wir schlafen gehen. Jeder der ein Schlafplatz hat, soll sich ausruhe und wer keinen hat, soll mit mir mitkommen.“
Tom wusste wie jetzt jeder für sich entscheiden musste und es waren nicht wenige, die mit ihm kamen. Da es nicht so wenige waren und er von den zwei Brüdern, Andreas uns seinen zwei Söhnen und von Viktor begleitet wurde, gab er ihnen alle eine Decke und steckte sie in das Haus der Echsen. Die Feuer schürte er wieder an, damit sie es schön warm hatten. Heu holte er mit Totec und Bernhard, die er beim Steinmonument sitzen gefunden hatte, damit sie es gemütlich haben. Und als dann jeder unter seiner Decke war, ging er zu den Söhnen von Andreas hin.
„Kein Befummeln heute Nacht. Schlaf jetzt und wenn ich herausfinde, dass ihr gegen meine Anordnung verstoßen habt, dann setzte ich euch vor dem Lager aus, verstanden.“
In deren Augen sah er, dass sie es verstanden haben und als er davonging, hatten die zwei Jungs schon die Augen geschlossen.
Tom setzte sich zur Glut am Sockel des Steinmonuments und neben ihn setzten sich Totec und Bernhard hin.
„Weißt du, wieso ich dich mitgenommen habe Totec?“
Totec schüttelte den Kopf.
„Weil ich dir zeigen wollte, wie schön unsere Stadt ist und was unser König beschlossen hat.“
„Esss warren… so viele Echsssen. Ich… fühlte michsss wie zu Hausssse.“, sinnierte Totec über das nach, was er alles gesehen hat.
„Das freut mich. Ja… auch ich war ganz überrascht von dem und ich bin mir sicher, dass sich das Land grundsätzlich wandeln wird.
„Auch ich habe meine Stadt nicht wiedererkannt. Aber ich muss sagen, dass ich sie nicht vermisse, wirklich.“
„Das freut mich Bernhard.“
„Wieso?“
„Weil es mir sagt, dass du dich hier wohl fühlst.“
Bernhard rutschte näher und umarmte Tom um die Schulter. Auch Totec rutschte zu ihm und tat das gleiche wie Bernhard. Tom wusste nicht, wohin er seinen Kopf legen wollte, weil er einfach auf beiden Schultern liegen wollte. Sie beide waren warm und er fühlte ihre Zuneigung zu ihm.
Seine Gedanken wurden schwer beim starren in die Glut und irgendwann, fielen ihm einfach die Augen zu.
„Schlaf gut Tom.“
„Schlaf einfachsss Tomsss“
Hörte er sie beide flüstern, bevor er in die Traumwelt fiel.