Das Haus Rosé 2 - Zweifel

Story by Bluewing on SoFurry

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So... das ist meine zuletzt geschriebene Geschichte. Auf die nächste muss man warten!


Zweifel

Adelbert

Schon einige Minuten sah er sich das Bild an, wie Vahl auf einem Hocker vor dem Bett seines Sohnes saß und dessen Hand hielt. Flüsternd sprach Vahl mit seinem Sohn, obwohl der im künstlichen Schlaf war. Er konnte sich nicht vorstellen, wie schwer es in den letzten Tagen für beide gewesen war. Ihm kam das Bild wieder in den Sinn, wie sich Vahl ihm anbot und sogar noch so weit ging, den Sohn hinzuzufügen.

Er würde niemals, unter keinen Umständen, egal in welcher Situation auch immer, seine zwei lieben Söhne an jemanden für Sex verkaufen. Doch Vahl hatte keine Wahl gehabt. Entweder, er nahm Schulden bei der schlimmsten Unterweltorganisation auf, um seinen Sohn aus dem Gefängnis zu kaufen, oder er hätte mitansehen müssen, wie sein Sohn Justin für die nächsten 20 Jahre im Gefängnis dahinvegetiert. Und kein Vater möchte seinen 12-jährigen Sohn im Gefängnis sehen, wo der für die Insassen Freiwild war.

Wäre er nur Sekunden früher gekommen, wäre er nur ein wenig früher in das Zimmer gestürmt, dann wäre Justin nichts passiert. Justins Zustand ging auf seine Kappe.

Die Tür ging auf und Benjamin kam in das Zimmer. Leise wie immer, weil die Hälfte am Schlafen und am Erholen war, ging der Fuchsdoktor zu Justin um dessen Puls zu messen. Jede halbe Stunde tat dies Benjamin, um sicher zu gehen, ob alles in Ordnung war.

Kurz sah Vahl auf zu Benjamin und wie immer, lächelte ihn Benjamin zu und nickte zufrieden. Dann aber, als Benjamin mit Justin fertig war, ging der zu Adelbert und blieb vor ihm stehen.

„Adelbert, da du Toms Freund bist, wollte ich dir nur sagen, dass er nicht auffindbar ist. Das wissen nur seine engsten Freunde und Bekannte und ich würde drum bitten, dass du das nicht weitererzählst. Also…, wenn du ihn sehen solltest… sag bitte Qadir sofort Bescheid…“

Adelbert brauchte einige Sekunden um die Information zu bearbeiten und bevor er überhaupt etwas fragen konnte, war Benjamin schon mit dem jüngeren weißen Tiger beschäftigt.

Das erste was ihm in den Kopf schoss war, was mit Chris war. Ob es seinen Jungen gut geht und ob den zwei passiert ist. Sein anderer Sohn Felix, war verschwunden und es plagte ihn nicht zu wissen, wo er war. Seine Frau Gertrude wusste es auch nicht und somit konnte er sie nicht fragen wo er war. Nur Tom wusste es und ihn hat er bis jetzt noch nicht gesehen, was er sehr traurig fand, obwohl er wusste, dass Tom viel zu viel um die Ohren hatte.

Doch nun war der nicht mehr auffindbar und Chris war bestimmt bei ihm.

Lange musste er einfach seufzen, weil er nicht geglaubt hatte, dass seine Fähigkeiten wieder gebraucht würden. Er und Vahl, waren zwar in der Garnison beschäftigt gewesen, aber eigentlich hatten sie ganz andere Tätigkeit gehabt.

Seine Truppe bestand aus Vier Männchen und sie waren für die Morde in der Stadt verantwortlich gewesen, die zu Brutal waren und nicht auf Anhieb aufgeklärt werden konnten. Vahl hatte eine sehr gute Spürnase besessen und war ausgezeichnet darin gewesen, gewisse Dinge zu verbinden.

Er hingegen war in seinem Team der Kopf. Seine Aufgabe war es, sich nicht in Details zu verstricken, sondern das große und ganz im Blick zu behalten. Sein Sondertrupp hat einige Fälle gelöst, die für unlösbar erschienen. Und vielleicht lag es auch daran, wieso Vahl nicht wollte das sein Sohn im Gefängnis kommt, weil dort die ganzen Mörder und Serienmörder waren, die alle ihre Gesichter kannten.

Am liebsten hätte er jetzt Vahl gefragt, ob er noch ein letztes Mal die Spürnase sein möchte. Aber er verstand das Vahl, gerade jetzt, wirklich andere Probleme und Sachen im Kopf hatte, als ein vermisster Tom.

Nun war es an ihm, Tom und seinen Sohn zu finden, der ganz sicher bei ihm war. Es nervte ihn zwar, dass er ein begrenztes Sichtfeld hatte, aber hier brauchte er nicht alles zu sehen, um seinen Freund und seinen Sohn zu finden.

Nachdem er sich die frische Hose und das Hemd anzog, das Gertrude vorhin für ihn vorbeigebracht hat, verließ er leise den Raum. Es schüttete draußen extrem und gerade jetzt wäre es sehr angenehm sich einfach in die Küche zu setzen, wo Sebastian mit Julia gemeinsam kochten, um gemütlich ein Tee zu trinken und mit ihnen zu quatschen.

Im Geiste dankte er ihnen für die Gastfreundschaft, bevor er sich einen Reisemantel neben der Tür schnappte und das Haus des Arztes verließ. Es hingen schwere dunkelgraue und schwarze Wolken über ihn und ein kleiner Bach hat sich mitten in der Straße gebildet, wo ein neues Haus neben dem anderen stand.

Die Kapuze vom Reisemantel war schwer und dicht genug gewebt, sodass er darunter nicht einmal nass wurde. Man hörte nur den Regen und in jedem Hause sah man ein Licht brennen. Hier und dort sah man eine Person, oder das Paar. Sie sahen alle Glücklich, oder Zufrieden aus, doch ganz anders sah es in seinem Haus aus. Dort war es dunkel und kein Licht brannte. Sein Sohn Felix war verschwunden, Chris ebenfalls und Gertrude war wohl am Arbeiten.

Kurz gesagt, hat er sogar bei seiner Familie versagt. Zumindest, wenn er es mit den anderen hier vergleicht. Aber er wusste auch ganz genau, dass jede Familie seine Probleme hatte. Chris war so glücklich wie noch nie in seinen kurzen Leben, seit Tom die Türschwelle betreten hat. Gertrude ebenfalls, weil sie endlich nicht mehr nur den Haushalt schmeißen musste und arbeiten gehen konnte. Sie verdiente endlich ihre eigenen Münzen und dieses Gefühl, verriet sie ihm, fühlte sich befreiend an. Selbst verstand er es nur zu gut, wenn man einige Münzen übrighat, um sich das zu leisten, was man in dem Moment wirklich brauchte.

Doch Felix ging ihm nicht aus dem Kopf. Was hatte sein Sohn, dass der so schnell und heimlich verschwinden musste. Wieso hat Tom nicht alles gesagt und Gertrude im Unwissen gehalten.

„Ist es wirklich so schlimm Tom?“, fragte er sich und er zweifelte das erste Mal, seit er Tom kennengelernt hatte, ob Tom da nicht falsch lag.

Diese Zweifel, wollten nicht mehr verschwinden. Auch nicht, als er runter in den Gang zum Anwesen schritt. Doch er blendete sie aus, als er die vielen Pfoten von den Köchen sah, die alle sehr gestresst und hektisch an ihm vorbeigingen. Er musste kurz grinsen, weil er, wenn er auf den gleichen Fetisch wie Tom stehen würde, also auf Pfoten, den perfekten Blick hätte.

Aber er wusste nun, dass er in der Nähe vom Aufzug und den Treppen zum Anwesen war. Er entschied sich den Aufzug zu nehmen. Nachdem der Schalter umgestellt war, entspannte er die Schultern, rollte mit dem Kopf und leerte den Kopf.

Es war Nachmittag. Gerade jetzt müsste wenig auf den Gängen los sein und er überlegte sich, wo Tom sein könnte. Doch zuerst musste er feststellen, ob Tom noch überhaupt im Anwesen war. Und deswegen, als er den Lift betrat, war sein erstes Ziel die Anmeldung.

„Wo duuuus gehensss?“

Er war sehr überrascht gewesen, dass er nicht die zwei Klauenbewehrte weiße Pfoten im Lift bemerkt hat und dann kam ihm die Tatsache in den Kopf, dass dies eigentlich Toms Aufzug war und er hätte damit rechnen müssen, dass zumindest ein weißer Echsenpriester darin als Wache stand.

Aber besser hätte es nicht laufen können.

„Ich suche Tom, euren Apostel. Weißt du wo er ist?“

Die Echse sagte nichts und er hasste gerade in dem Moment sein beschränktes Sichtfeld. Seine Nackenmuskeln taten weh, weil er den Kopf schräg heben musste, um der Echse in die Augen zu sehen.

„Weißt du es nicht, oder willst du es mir nicht sagen?“

Die weißbemalte Echse sah ihn mit seinen grünen Augen an und er sah gleich das Unverständnis darin.

„Tom, wo?“

Die geschlitzten Pupillen verengten sich und das war ein typisches verhalten von Aggressivität. Adelbert stellte sich auf einen Kampf ein, doch es kam dann alles ganz anders. Stattdessen wurden die Augen feucht und eine Träne kullerte dem Priester über die Wange. Gleichzeitig zuckten die Schultern.

„Weggsss…!“

Um das noch zu toppen, umschlang sich die Echse selbst und sah ihn dann voller Schmerz und Verzweiflung an.

„Du suchensss Schaz`zalar?“

Adelbert legte den kleinen Schalter um, wo daneben Erdgeschoss stand und kurz nachdem der Lift losfuhr, schloss er auch das Gitter.

„Ja.“

Die breitschultrige Echse ging ein Schritt auf ihn zu und die weißen Hände mit den scharfen Klauen zittern stark, als sie vor seine Brust in der Luft verharrten.

„Du findensss Schaz`zalar! FINDENSSS!“

Nur völlige Hingabe kann solch eine Verzweiflung hervorraufen, wie er es jetzt in den grünen Augen des Priesters sehen konnte.

Der Lift blieb stehen und er machte wieder das Gitter auf. Bevor er den Lift verließ, nickte er der Echse zu. Wieder hob er den Kopf und sah sich um. Mit allen Sinnen nahm er es wahr. Auch unten, als er das Foyer betrat. Es stimmte etwas nicht. Die Augen von Toms Sexsklaven waren unruhig und alle paar Sekunden suchten sie die Umgebung ab. Das übertrug sich auch auf die Gäste und sie sahen leicht gestresst aus.

Deswegen wurde kaum gesprochen. Nur hier und dort gingen ausgelassene Pärchen an ihm vorbei. Im großen Duschraum aber war es wie immer. Ausgelassen und erregend. Seine Lenden meldeten sich, weil er so viele geile Hintern durch die gläserne Brücke sehen konnte. Nachdem er um den Sichtschutz hinter der Brücke ging, stand er schon bei der Anmeldung. Es war nichts los und nur eine Dame saß hinter dem Pult und las gemütlich ein Buch.

„Guten Tag.“

Die Dame erschreckte sich so sehr, dass sie, wenn er sie nicht aufgefangen hätte, vom Stuhl gefallen wäre.

Er konnte in ihr Gesicht sehen, weil sie in seinem Arm hing. Mit weit aufgerissenen Augen sah sie ihn an und sie schnappte nach Luft, während beide Hände auf die Brust gedrückt wurden.

„Entschuldige. Ich wollte dich nicht erschrecken.“

Während er sprach, setzte er sie wieder auf dem Stuhl und hob dann anschließend das Buch auf, das auf dem Boden lag, um es vor ihr auf dem Pult zu legen.

„I-Ist schon… in Ordnung. Ich… war nur zu sehr im Buch vertieft.“

Adelbert setzte ein Grinsen auf, weil er die schicke schwarze Puma Dame richtig heiß fand.

„Wenig los?“

Sie setzte sich aufrecht im Stuhl auf, glaubte er zu sehen.

„Ja. Bis heute Nacht sind keine Gäste angemeldet.“

„Dann ist Tom auch nicht vorbeigekommen?“

„Tom? Nein. Ihn habe ihn seit der Eröffnung nicht gesehen.“

Das war eine wichtige Information gewesen, aber er musste sicher gehen.

„Sitz du schon den ganzen Tag hier?“

„Ähm…“, sie zögerte und da fiel ihm dann ein, dass sie ihn vielleicht nicht einmal kannte.

„Achso… ich bin Adelbert und arbeite auch hier. Ich wollte nur wissen, ob du schon den ganzen Tag hier bist und mir sicher sagen kannst, dass Tom hier nicht vorbeigekommen ist.“

„Achsoo… ok, da du auch hier arbeitest… Zuerst dachte ich… ach egal. Ja, ich sitze schon den ganzen Tag hier und langweile mich und nein, Tom ist nicht vorbeigekommen. Aber versuch es doch ganz oben in seinem Stockwerk. Bestimmt ist er dort und hat dort seine spaß.“

„Das werde ich und…“, da Adelbert die ganze Zeit nur das Buch und ihre Beine vor sich sah, hat er natürlich auch den Titel des Buches gelesen.

„… „Das versagen der Liebe“, ist ein gutes Buch, oder?“

Sofort knallten beide Handflächen auf den Buchtitel drauf und sie drückte die Beine fest gegeneinander. Auch antwortete sie nicht darauf, aber er brauchte es nicht zu hören, weil er wie seine Ehefrau, eine sehr gute Nase hatte. Und er roch die säuerliche süße, das zwischen ihren Beinen zu ihm raufstieg.

„Vielleicht hast du mal Lust bei einem Getränk mit mir, über das Buch zu sprechen?“

„Das war der Dümmste Anmachspruch den ich je gesagt hatte.“, dachte er sich und da fiel ihm ein, dass er das letzte Mal Gertrude umworben hat und das vor 15 Jahren. Eingerostet beschrieb nicht einmal ansatzweiße, wie seine Anmachsprüche waren.

Doch, sie kicherte und drückte die Beine noch fester zusammen.

„Wo arbeitest du denn Adelbert?“

„Na bitte, bin wohl doch nicht soooooo schlecht!“

„Draußen in den Bars. Aber Momentan bin ich Unfallsbedingt von der Arbeit freigestellt und, ich habe ziemlich viel Freizeit.“

Kurz blieb es still und dann sah er, wie sie die Hände vom Buch zog und sie zu Fäusten ballte, die sie auf den Schoß drückte.

„Ähm… tja… Ich… und mein Mann…“

„Ihr Mann? Interessant!“

„Also… wir… hörten von Christin von dir und Gertrude… also… ähm…“

„Geil!“

„Verstehe. Also Christin hat mich und meine Gattin zum Gartenfest eingeladen und ich würde mich freuen, wenn du und dein Mann auch kommen würden. Es wird eine lockere Feier, weil wir Sarus kommen feiern wollten.“

„Wirklich? Können wir einfach so kommen?“

„Natürlich.“

„Das ist aber nett! Wir kommen gerne und… wann wird es stattfinden?“

„In drei Tagen.“

„Und sollen wir was mitbringen?“

„Ne, Christin und Gertrude werden alle vorbereiten. Das Einzige was ihr mitbringen müsst ist gut Laune.“

„Und was ist, wenn es regnet?“

„Dann verlegen wir es nach drinnen, wo man dann auch… etwas später… gemütlich beisammen liegen kann.“

Sie verkrampfte sich leicht und atmete hörbar aus.

„Dann… wäre es nur fair…, wenn du vielleicht heute Nacht, mich und meinen Mann bei uns beim Abendessen kennenlernst?“

„Gerne und ich hoffe, dass es nicht nur bei dem Abendessen bleibt.“

Es war ein vielsagendes und ein viel zu oft Gehörtes seufzen, das von ihr kam.

„Und wo wohnt ihr beiden?“, fragte er als nächstes, weil von der Puma Dame nichts mehr kam.

„R-Rosé-Straße Nummer Drei.“

„Dann wohnt ihr ja nur zwei Häuser weiter als ich! Mein Haus ist die Nummer 1“

„Wirklich? Und ich dachte da wohnt keiner!“

Unerwartet traf dies Adelbert ziemlich hart und gleichzeitig erinnerte ihn dies, dass er noch eine Aufgabe hatte.

„Dann… bis später… ähm…“

„Babara, aber du kannst mich Babsi nennen!“

„Das… ist wirklich ein wunderschöner Name! Also dann Babsi, bis heute Abend!“

„Sie ist also mit ihrem Mann meine Nachbarin. Wenn jeder Nachbar so ist, wie wir, dann ist es hier sogar noch geiler, als ich am Anfang gedacht habe!“

Adelbert musste grinsen, als er sich das gedacht hatte und es wäre noch viel schöner, wenn Felix und Chris wieder daheim wären.

Sein nächstes Ziel war die Hauptbar.

„Adelbert? Die Götter… du schaust ja beschissen aus!“

„Hallo Edmund. Tut mir leid, dass ich… nicht arbeiten kommen kann, aber wie du siehst…“, der Schäferhund und sein Chef, war gerade dabei einige Gläser zu polieren.

„Ist schon in Ordnung. Qadir hat schon für Ersatz gesorgt. Aber der hat momentan wenig zu tun, weil es draußen richtig Pisst.“

Adelbert mochte Edmund. Der Schäferhund hatte so eine ehrliche und teils wirklich derbe Sprechweise, wie er selbst hatte. Vielleicht verstanden sie sich deswegen so gut. Und Eddi hatte so einen heftig geilen Hintern, dass er sich nicht traute in seiner Anwesenheit, den Hintern zu betrachten. Aber nun, konnte er es. Eddi hatte sich umgedrehte, um das Glas auf einem Regal in der Wand einzuräumen. Fast hätte er geseufzt, denn die beiden runden Po Backen, waren viel zu dick und fest für die enge und elegante schwarze Hose.

„Du Eddi, ich habe da mal eine Frage.“

„Schieß los Adelbert.“

„Hast du Tom gesehen?“

Bevor Eddi was sagen konnte, stellte sich neben ihm jemand hin.

„Bieersss!“, automatisch ging sein Kopf zurück um zu sehen, wer neben ihm stand. Es war wieder eine Echse, knapp einen Kopf größer und sie war grün mit schwarz tätowiertem Gesicht. Die rote-geschlitzten Augen sahen zu ihm runter und dann, wurde sein Körper betrachtet, bevor sie wieder raufgingen.

Das gleiche tat dann auch Adelbert und als sein blick runter am Körper ging, sah er, wie der weiße Bademantel auf Hüfthöhe etwas angehoben wurde und das von etwas, was ziemlich lang war, sodass er nicht glauben konnte, das sowas existieren konnte.

Bis jetzt hat er nur eine nackte Echse aus Archia gesehen und das war König Richard selbst. Doch von der Bar aus, und wegen den weißen Vorhängen bei den Himmelbetten, konnte er nicht genau sehen, wie gut bestückt die Echsen waren. Aber jetzt, da er es neben sich sah, und es fast mit seinem Unterarm, plus seiner Hand, fast gleich lang war, musste er ein erzittern seines Körpers unterdrücken.

Ein Humpen Bier wurde auf die Theke gestellt und zur Echse geschoben, die es sofort in die Hand nahm und dann innerhalb von nur einigen Sekunden austrank. Seufzend wurde der Humpen wieder auf die Theke gestellt und wieder zurückgeschoben.

Dann, unerwartet, klopfte ihn die Echse auf den Rücken, bevor sie sich umdrehte und davonschritt. Als er ihm hinterher sah, bemerkte er erst jetzt, dass die Echse nicht alleine war. Ein süßer kleiner Jaguarjunge im Lendenschurz ging neben der Echse mit und sie hielten sich die Hände.

Was aber seine Aufmerksamkeit erregte war, wie aus dem kleinen, niedlichen und wunderbar runden geilen Hintern, durch den Lendenschurz der Samen auslief und dem Jungen die Beine runterlief. Bei jedem Schritt hinterließ der Junge einen Samenabdruck seiner Pfote.

„Die spritzen uns völlig voll… Deine Frau muss nach jedem Zimmer einen ganzen Kübel von ihrem Sperma wegschütten. Und frag ja nicht was unten in der Wäscherei los ist…!“

„Wenn du es schon so sagst… was ist denn unten los?“

„Ich habe doch… ok! Du wolltest es ja so! Also… Da unten stinkt es regelrecht nach Sperma. Sie müssen von der Bettwäsche diese Scheiße ausdrücken, bevor man überhaupt denken kann sie zu waschen. Man muss auch höllisch aufpassen um nicht auszurutschen. Aber ich habe mir das schon gedacht. Ihre faustgroßen Eier sind nicht nur zum Spaß so gigantisch…!“

„Sind die denn wirklich so groß?“

„Pha! Machst du Witze? Ich habe hier Eier baumeln gesehen, die waren so dick wie zwei Fäuste! Und ich frage mich, wie die Jungs und die erwachsenen Sexsklaven deren Schwänze aufnehmen können… manche sind so lang und dick, wie der eines riesigen Drachens!“

Das fragte sich Adelbert nun auch und während er sich das fragte, fing sein Hintern zu kitzeln an. Noch immer hat Tom nichts mit ihm unternommen, obwohl es schon beschlossene Sache zwischen ihnen war. In den letzten Tagen wurde er immer neugierige auf diese Erfahrung geworden.

„Achso… wegen Tom. Ja, ich habe ihn gesehen, aber das ist schon etwas her. Zuletzt habe ich ihn draußen gesehen, wie er zu den Zelten von diesen Echsen ging.“

„Der erste Hinweis!“

„Danke Eddi, du hast mir jetzt sehr geholfen!“

„Wieso? Stimmt etwas nicht mit Tom?“

„Nene… alles in Ordnung.“

„Du vergisst wohl, dass ich schon seit 20 Jahren Barkeeper bin. Ich sehe vieles und kann ziemlich zwischen den Zeilen lesen. Ich weiß zum Beispiel, wie du immer mein Hintern betrachtest, wenn ich dir den Rücken zudrehe!“

„Ähm…“

„Du brauchst nichts zu sagen Adelbert. Mein Gatte hat es mir schon oft genug gesagt, dass mein Hintern einfach nur geil ist und es stört mich nicht, wenn du ihn dir anschaust. Aber wenn ich eine Hand auf meinen Hintern spüre, dann wirst du meinen lieben Gatten kennenlernen.“

„Ich… ich wusste nicht das du mit einem Männchen verheiratet bist und es… tut mir aufrichtig leid.“

„Wie gesagt, brauchst nichts zu sagen. Wichtig ist jetzt nur, dass du gesund wirst und wieder zur Arbeit kommst.“

„Danke Eddi.“

„Das meine ich ernst! Schau das du wieder auf die Beine kommst.“

„Ich bin schon auf den besten Weg dorthin.“

Adelbert schämte sich, dass sein Chef wusste, wohin er immer starrte und er war froh zu wissen, wohin er als nächstes gehen musste. Aber bevor er die Bar verließ, drehte er sich noch einmal zu Eddi um.

„Du hast einen geilen Hintern.“

Als er ihm das sagte, stand sein Chef wieder mit dem Rücken zu ihm und das Einzige was er zurückbekam war, wie sein Chef die Po Backen anspannte.

Das war ein Bild, das er nie wieder vergessen wollte. Seine Lenden pochten, als er sich die Kapuze wieder überstreifte und querfeldein über die Wiese zu den Zelten der Echsen ging. Leider fanden hunderte keinen Schlafpelz im Haus und mussten daher noch in den Zelten übernachten.

Doch wie es schien, hielt sie das nicht vom Sex ab.

Wegen den Wolken war es recht dunkel und in vielen Zelten brannte eine Laterne, wo er am Schattenspiel sehen konnte, wieso ein Stöhnen aus dem Zelt kam. Die Echsen schliefen miteinander, aber nicht in jedem Zelt. In einigen sah er Jungs vom Haus, die wild und laut stöhnend an der Hüfte gepackt wurden und die Echse unter sich ausmelkten. Andere wiederum präsentierten den Hintern und mit mächtigen und langsamen Stößen, rammten die Echsen das gigantische Glied in den kleinen Jungen, der vor Entzückung stöhnte und sogar aufschrie.

Hier und dort lagen zwei einfach beisammen und unterhielten sich leise, oder waren einfach am Schmusen. Aber es gab auch die Zelte, wo leise gestöhnt und laut geschmatzt wurde, während das Glied in der Schnauze verschwand und gleich darauf wieder auftauchte.

Von dem was er hörte und sah, wollten seine Lenden nicht mehr aufhören zu pochen. Besonders, weil die Zelte so eng nebeneinander waren, dass er nur die Hand ausstrecken musste, um die Person zu berühren, die den Schatten warf.

Seine Schritte wurden langsamer, bis er mitten im Meer der Zelte stehen blieb. Von überall her prasselten auf ihn die Geräusche der Lust ein.

„Sind sie wirklich alle nur wegen dir hier, Tom? Würden sie auch so reagieren wie der Priester, wenn sie wüssten, dass du verschwunden bist?“

Still fragte er sich das und dann fragte er sich, was wäre, wenn er der Apostel von diesen Echsen wäre. Wie er die Hoffnungen und Gelüste eines ganzen Volkes auf den Schultern tragen müsste. Zuerst dachte er sich, dass er jeden Hintern richtig und ausgiebig, durchficken würde, aber dann kam er zu der Erkenntnis, dass er unmöglich alles stemmen konnte. Wenn jeder von denen mit ihm sprechen wollte, mit ihm das Bett teilen wollte, wäre er innerhalb von nur ein paar Stunden völlig erschöpft und eine Woche drauf, nur noch so dünn wie ein Skelett. Sprechen wäre ja noch nicht so das große Problem, aber Ratschläge geben, die nicht das Leben ruinieren, davon hatte er Angst. Entscheidungen zu fällen, die ein ganzes Volk beeinflussen konnten, wären viel zu Riskant und die Konsequenzen wären unberechenbar.

Wenn er schon allein vom Nachdenken genug hatte, was war dann mit Tom, der schon für fast eine Woche für sie da war?

„Bist du deswegen verschwunden? Hattest du genug? Oder brauchst du nur eine Pause?“

Mit sich selbst zu reden, half ihn die Gedanken zu ordnen und auch, sich in die Person hineinzufühlen. Wenn er Tom wäre, dann müsste schon fast schlimmes passiert sein, um den Kontakt mit jedem abzubrechen.

Dann kam es ihm. Er hatte die Lösung, um Tom sofort zu finden.

„Gale?“, einige Sekunden wartete er, doch Gale, der Drache kam nicht. Diese Tatsache, war absolut absurd. Ihre Hochzeit war erst in zwei Wochen und erst ab nächste Woche haben sie Urlaub.

„BIIL!“, als auch Bill nicht kam, wusste er Bescheid. Tom wollte nicht gefunden werden. Bill und Gale waren nur Tom unterstellt und nur durch Toms Befehl, oder Bitte, tauchten sie nicht auf, wenn man nach ihnen rief. Also war der leichte Weg versperrt und er musst den herkömmlichen weitergehen.

Es gab hier nur ein Ziel wohin er gehen konnte und das war das große Zelt, wo Haslar war. Aber dann, als er dem Zelt immer näherkam, hörte er laute Stimmen, die etwas riefen. Es war in der Echsensprache und daher konnte er es nicht verstehen.

Vor dem Zelt hat sich eine Menge versammelt und sie wirkte recht aggressiv. Sie schrien, hoben die Fäuste in den dunkelverhangenen Himmel und die Augen brannten vor Zorn. Als er sich der Menge näherte, verstummten die Echsen die ihn bemerkten. Ihre Blicke spürte er auf den Rücken, während er an sie vorbeiging, weil sie ihm den Weg zum Zelt freimachten.

„Bestimmt fragt ihr euch, wieso ich hier bin, stimmts?“

Dann blieb er stehen, kurz bevor er das große Zelt betrat. Er sah nur knapp zwei Echsenpfoten in der Luft baumeln und er hätte es auch leicht übersehen, wenn das blau nicht im Kontrast zum weißen Zelt stand.

Als er den Kopf nach hinten bewegte und somit den Blick hob, verschlug es ihm die Sprache. Zorn brodelte auf und er ballte die Hände zu Fäusten. Was er vor sich sehen musste, war etwas, was er nie wieder sehen wollte. Dieser eine Tag in der Stadt, war das schlimmste, was er miterleben musste. An diesem Tag verbot er Felix und Chris in die Schule zu gehen und auch die zwei Tage darauf.

Auf der anderen Seite des Zelteingangs sah er das gleiche und jeweils zwei weißbemalte Priester standen neben den aufgehängten Jungs. Diese Kinder wurden geschlagen worden, das sah er an den dunkelblauen Flecken. Sie wurden bespuckt und am Hals runterbaumelnd, verdeckte das große Holzschild die Lenden der nackten Kinder.

Auf der Tafel stand in zwei Sprachen, was diese Kinder verbrochen haben. Nachdem er das letzte Wort gelesen hatte, konnte er nur mit dem Kopf schütteln. Er hätte sie nur den Hintern richtig versohlt und ihnen so richtig die Leviten gelesen, sie aber niemals nackt aufgehängt, damit jeder dahergelaufene lesen konnte, was passiert war.

Wenn er das mit einer seiner Kinder gemacht hätte, wäre er ins Gefängnis gekommen. Egal was für ein Verbrechen diese zwei Echsenkinder auch gemacht haben, sie durften nicht weiter hier vor dem Zelt aufgehängt werden.

Doch, als er einen Schritt zu den Kindern ging, stellte sich ein Priester vor ihm.

„Geh mir aus dem Weg!“, schrie er voller Zorn und er konnte sich jetzt in dem Moment, kaum noch zurückhalten. Wieder sah er das Bild von Justin, wie der Hilfeschreiend vergewaltigt wurde.

„WEGSSS!“, schrie ihn der Priester entgegen.

„ICH SOLL WEGEHEN?! DAS IST UNSER LAND UND HIER GELTEN UNSERE GESETZE!“, schrie er noch lauter und ging mit der Brust voran zum Priester, der ihn gleich nach hinten schuppste.

Da sah er nun Rot. Brüllend warf er sich gleich danach nach vorne, doch, als auf der weißen Echse zu landen, wurde er mitten in der Luft abgefangen und mehrere Hände, die um ein Vielfaches stärker als er waren, warfen ihn auf dem Boden.

Es war für ihn unmöglich sich zu rühren, denn überall am Körper pressten ihn die Hände in den Schlamm.

„HARVZT SCHEL`LZ LOR!“

„Zal`zar salz´s vess…“, mehr konnte er nicht verstehen, wer da schrie, weil sein Blut vor absoluter Wut in den Ohren pulsierte. Auch konnte er nichts außer dem Schlamm sehen. Doch dann wurde er von den Händen, die ihn zuvor auf dem Boden gedrückt haben, aufgehoben und er erblickte Haslar, der gleich vor ihm stand.

„Was machst du hier Adelbert?“

Unverhofft wurde er freigelassen und das nutzte er, indem er Haslar an der Kehle packte. Eigentlich hatte er erwartet wieder gepackt zu werden, aber dies geschah nicht. Verblüfft deswegen, hob er wieder den Kopf soweit, bis sich seinen Nackenmuskeln meldeten. Haslar hat die Hand erhoben und gebot der Menge Einhalt.

„Lass die Kinder frei! Ihr seid noch immer im Königreich Helm und nicht bei euch drüben!“, sagte und knurrte Adelbert laut, sodass es jeder hören konnte. Haslar, der ungewöhnlich ruhig war, sah ihn mit einem versteinerten Gesicht an.

„Wenn ich das machen würde, dann wären die Leben der zwei Kinder verwirkt. Ich muss sie bestrafen, damit sie überhaupt noch eine Zukunft haben. Wir sind zwar nicht *bei mir drüben*, aber die zwei Kinder sind noch immer Bürger vom Archaischen Reich. Und bei uns *drüben*, Adelbert, würde sie der sichere Tod erwarten.“

Es war nun so leise, dass man die zwei aufgehängten Kinder weinen hören konnte. Sie schluchzten und murmelten etwas und das brach schon fast Adelberts Herz.

„Tom vertraut mir dahingehend und das solltest du auch tun, Adelbert.“

Die Zweifel die er Tom gegenüber hatte, wuchsen gerade ins unermessliche. Den Tom den er kannte, hätte sowas niemals zugestimmt. Doch er musste nachgeben, weil er wusste, dass er auf den verlorenen Posten stand. Er würde sich und andere nur verletzen, wenn er weiter auf die Freilassung der zwei Kinder bestehen würde. Deswegen ließ er Haslar los und schnaufte für den Moment, die Wut laut raus.

„Ich suche Tom. Hast du ihn gesehen?“, jetzt hatte er einen Grund mehr Tom zu finden und das war nun sein oberstes Ziel. Für einige Sekunden stand Haslar still da und langsam störte es ihm nicht, dass er nur die untere Hälfte von jedem sehen konnte.

Denn, Haslar ballte die Fäuste zusammen und für einen Moment, zitterten die Arme.

„Reden wir drinnen weiter.“, meinte Haslar nur und verschwand schon ins Zeltinnere. Schreie der Menge kamen wieder auf und sein Bauch tat richtig weh, weil er nichts für die zwei Kinder machen konnte.

Im Zeltinneren war es angenehm warm und er wurde freundschaftlich begrüßt, glaubte er. Denn zwei weiße Priester kamen gleich zu ihm und einer von beiden zog ihn einfach so die Hose runter, während der andere mit einem Tuch und eine Schale das Gesicht zum Waschen anfing. Dann war das Hemd dran und nachdem sein Gesicht sauber war, machte der andere Priester seine Arme und dann seine Beine sauber.

Der Priester, der in ausgezogen hatte, verschwand aus dem Zelt und als der ganze Schlamm von seinem Körper gewaschen wurde, führte ihn der Priester an der Hand durchs Zelt. Zwei aufgestellte Kohlepfannen spendeten Licht und Wärme im Zelt und was er so hörte und spürte, war die Stimmung hier drinnen miserabel.

Der Priester zeigte ihm sich auf dem Polster zu setzen, was er auch tat und als er saß, legte ihm der Priester eine Decke um die Schulter.

„Deine Sachen werden jetzt gewaschen und dann über die Kohlepfanne zum Trocknen aufgehängt. Solange kannst du hierbleiben, Adelbert.“

„Gut, denn ich möchte so schnell wie möglich Tom finden!“

„Wir auch.“

Überrascht hob er wieder den Kopf, weil er jetzt unbedingt Haslar Gesichtsausdruck sehen musste. Obwohl er schon langsam Kopfschmerzen bekam, weil sein Nacken so wehtat, war das, was er vor sich sah, mehr als Gold wert.

Haslar kämpfte mit sich. Die Augen, die dunkelgrün waren, waren feucht und die Fäuste zitterten auf dem Schoß.

„Aber wir können nicht die Priester entsenden, weil dann jeder wissen würde, dass wir wen suchen und schnell würde dann herauskommen, dass Tom… unser Schaz`zalar… davongelaufen war.“

Adelbert sah sich einmal um und die meisten hier drinnen, sahen tottraurig drein, oder hatten das Gesicht in den Händen vergraben. Zwei schluchzten sogar, während bei einigen sogar eine Träne über die Wange runterlief. Dann sah er wie eine Zeltwand provisorisch geflickt war und schnell konnte er eins und eins zusammenrechnen.

„Er war hier und von hier ist er verschwunden, oder?“

„Ja…“

Obwohl er Tom und dessen Entscheidungen große Zweifel hegte, kannte er seinen Freund schon gut genug um zu wissen, dass was Schlimmes passieren musste, damit der einfach davonlief.

„Hast du eine Ahnung wieso? Wohin ist er flüchtete? Was… was habt ihr mit ihm gemacht!“

Nach einem lauten Seufzen, erzählte ihn Haslar seine Sicht der Dinge und was alles vorgefallen war, als Tom noch hier war. Es dauerte Minuten und während Haslar flüsterte, rang die Echse noch stärker mit den Tränen. Am Ende der Geschichte, hingen seine Sachen über der Kohlepfannen und zwei Fragen wurden beantwortet.

Zum einen hat Tom wirklich nach einer Lösung gesucht, um die zwei Kinder nicht draußen aufhängen zu lassen und zum anderen, war Chris tatsächlich noch bei Tom.

„Dann hat Tom einfach die Zeltwand aufgerissen und seine zwei Leibwächter sind ihm gefolgt… wieso nicht auch die anderen Priester?“

„Weil keiner von uns im Zelt war, sondern draußen.“

„Das… das verstehe ich nicht. Wieso habt ihr nicht mindestens einen nach ihm suchen lassen?“

„Weil…, weil wir nicht damit gerechnet haben…, dass unser Schaz`zalar… das mein geliebter Tom… nicht mehr zurückkommt…“

Eine Träne fiel auf Haslars rechte Faust und das, was er gehört hatte und gerade sah, war etwas, was er schon mehrmals gesehen hatte. Sie alle standen unter Schock, dass Tom einfach so verschwunden war. Zusätzlich fühlte sich Haslar bestimmt für Toms verschwinden verantwortlich.

Aber weil sich das Bild langsam zusammenfügte, konnte er sich immer weiter in Tom hineinversetzen. Tom wollte nicht durch den Eingang rausgehen, weil ihm bestimmt wer gefolgt wäre, oder man hätte gesehen wohin er ging. Stattdessen machte er sich einen neuen Ausgang und weil er wusste, das dort hinter dem Walde war, konnte er schnell im Wald verschwinden, wo ihn keiner so schnell aufspüren konnte.

Aber er musste schon fast lachen, wie jeder am Boden zerstört war, nur weil Tom für ein paar Stunden für sich sein wollte. Denn genau das, würde er auch wollen, wenn jeder zu ihm kam, um was von ihm haben zu wollen. Man braucht auch eine Pause und Adelbert ahnte schon wo Tom diese Pause haben wollen würde.

Nachdem er aufstand und die Decke von sich gleiten ließ, sah er schnell einmal hoch um zu sehen, wo seine Sachen aufgehängt waren.

„Sie sind bestimmt noch nicht trocken.“, hörte er hinter sich Haslar sagen, aber das war ihm egal. Zumindest waren sie halbtrocken und der Reisemantel würde seinen Dienst verrichten, damit er nicht ganz nass wird.

Bevor er das Zelt verließ, wandte er sich noch einmal Haslar zu.

„Du solltest Tom mehr unterstützen. Ihr alle solltet es. Ich an seiner Stelle, hätte den Apostelkram schon längst auf den Nagel gehängt. Ihr beladet ihn immer mit mehr Aufgaben, anstatt sie von seinen Schultern zu nehmen. Und… falls ich ihn dann finde, solltet ihr Wissen, dass er bestimmt für ein, oder zwei Tage, von euch allen in Ruhe gelassen werden will.“

Mit diesem Worten verließ er das Zelt und er ließ einen weinenden Haslar zurück. Doch nicht nur Haslar ließ nun die Tränen laufen, mindestens drei andere fingen schluchzend zu weinen an.

Er stand nun draußen am Zelt, auf der anderen Seite vom provisorisch geflickten Ausgang, von wo aus Tom verschwunden war. Er roch das Moos, den Regen und den Wald. Dicke Nebelschwaden hingen im Wald und diese Tatsache, machte es ihn unmöglich nach Tom Ausschau zu halten.

Tom würde sowieso auch nicht irgendwo im Regen unter einem Baum sitzen, weil Chris bei ihm war. Also musste Tom irgendwo sein, wo es trocken und warm war, oder wo sie sich beide wärmen konnten. Wenn wer von diesem Ausgangspunkt ausging, dann gab es nur einen Ort, wo Tom sein konnte und das war das Lager im Wald.

Und da es regnete, würde sowieso nichts im Lager stattfinden, weil es dann in die große Halle verlegt wird. Sprich, der perfekte Ort für Tom und Chris. Deswegen machte er sich nicht die Mühe, sich durch das Unterholz zu schlagen, sondern ging einfach gemütlich am Waldrand entlang, bis er die Hängenden Gärten erreicht hat.

Hier war verblüffend viel los. Da nun die Hängenden Gärten überdacht waren, genauso wie die Wege und die Himmelbetten weiter unten, konnten die Gäste mit ihren Lustsklaven trocken jeden Bereich betreten.

Er musste sich sogar eingestehen, dass die Aussicht wundervoll von hier war. Überrascht stellte er fest, dass er weiter hinten Andreas sah, der gemütlich mit dem Bauch auf einer Liege lag und von einem gelben Raptor, der bunte Linien seitlich hatte, den Hintern massiert bekam.

Beide schienen es aufs höchste zu genießen und weil er sie nicht dabei stören wollte, ging er stillschweigend einfach weiter. Obwohl er jetzt feststellte, wie geil Andreas Hintern nun war und das gleiche dachte sich der Raptor auch, der im nächsten Moment die Schnauze zwischen die Po Backen drückte und Andreas zum murren brachte. Sekunden später verschwand die Schnauze wieder aus dem Hintern und der Raptor sprang auf Andreas rauf und legte sich gemütlich mit dem Bauch auf Andreas und sie fingen dann leise und grinsend zu flüstern an.

Gerne hätte er jetzt mit dem Raptor getauscht. Ein schneller Fick war genau das, was er jetzt gerne haben wollen würde, aber leider konnte er nicht mit einem Fingerschnippen die Positionen tauschen. Aus diesem Grund ging er nun weiter und betrat den geschwungenen Weg in den Wald hinein.

Nach wenigen Meter stand ein Schild auf dem Weg, wo draufstand, dass das Event für heute in den Saal verlegt wird. Vielleicht waren es drei, oder vier Minuten, bis das Lager in Sicht kam. Beim großen Steinbecken, wo normal in der Nacht das Lagerfeuer brannte, blieb er stehen. Er schärfste seine Sinne und hörte zuerst. Doch wegen dem Regen war es unmöglich etwas außer das Prasseln auf den Blättern zu hören.

Also blieb ihm nur noch die eine Möglichkeit, weil der Regen, der Wald und der Kohleduft so stark hier waren, dass er auch nichts riechen konnte. Auf die herkömmliche Weiße musste er ein Haus nachdem anderen absuchen und in jedes Zimmer reinschauen.

Persönlich fand er die Häuser und die Räume einfach toll und er freute sich auch zu sehen, wenn die Ferien vorbei sind, wie die ersten Jungs hierherkommen. Ein Lager für Jungs, wo die Eltern nicht genau wissen, ob sie schwul waren und auch die Jungs nicht, um in einem sicheren und Erfahrungsvollen Umfeld die ersten Schritte in Richtung Sexualität zu gehen. Persönlich kannte er zwei Familien, wo beide Elternteile glauben, dass ihr Sohn schwul war und die ihm gesagt haben, dass sie das Lager wahrnehmen werden. Beide Paare würden bei der Anreise mit Qadir sprechen wollen und vielleicht auch über Nacht dableiben wollen, um sicher zu gehen, dass alles rechtens war und, dass keiner der Erwachsenen vom Haus Rosé sich an ihre Söhne vergehen möchte.

Denn das war ihre größte Angst, dass sich in der Nacht ein paar in die Häuser Schleichen würden.

Seine Vorstellung, wie in den vier Zimmern im ersten Stock, wobei drei Zimmer Schlafzimmer waren, die mit Stockbetten bestückt waren, Jungs friedvoll schlafen würden, brachte sein Herz zum dahinschmelzen. Das vierte Zimmer im ersten Stock war der Duschraum, wo vier einzelne Kabinen waren.

Im zweiten Stockwerk hingegen, waren die drei Schlafzimmer mit jeweils vier kleinen Doppelbetten bestückt. Hier würden also die Jungs schlafen, dich sie trauten den nächsten Schritt zu gehen und mit einem anderen Jungen unter die Decke schlüpfen wollten. Das vierte Zimmer war für Erwachsene eingerichtet worden. Vermutlich konnten hier die Eltern schlafen.

Dann zum Schluss kam das Dachgeschoss dran, wo weitere zwei Zimmer waren, die ebenfalls mit Doppelbetten für Jungs eingerichtet waren.

So gesehen, war es wunderschön hier und die Jungs konnten sich und ihre Sexualität wirklich kennenlernen. Auch stellte er sich bildlich vor, wie jeden Tag, wenn es nicht regnet, alle zum See gefahren werden, um dort im Lager, abgeschottet von Andres und den anderen, den Tag im Wasser verbringen würden.

Etwas schade fand er es, dass er schon 36 Jahre alt war und nicht 12, oder 13. Nur zu gerne hätte er seine Eltern angebettelt ihn hierher zu schicken, um die Ferien hier zu verbringen.

Schließlich stellte er fest, dass alles so sauber und nach frischen Holz roch und als er das erste Haus verließ, hatte er ein gutes Gefühl für die Zukunft, während er grinsend rauf zum Haus sah. Qadir hat eine hervorragende Idee gehabt und vermutlich sehr viele Elternpaare werden ihre Kinder hierherschicken, oder ihre Kinder selbst vorbeibringen.

Besonders schön fand er es, als er zum nächsten Haus ging, dass alle die das Haus betreten müssten, sich die Pfoten waschen mussten, damit es sauber bleibt. Auch er tat es wieder, als er das zweite Haus betrat. Gleich am Eingang waren mehrere Bänke, wo man davor in einem Becken, wo frisches kaltes Quellwasser reinfloss, sich die Pfoten waschen konnte. Denn, er wollte nicht schon jetzt die Häuser beschmutzen und sich so verewigen.

Schön fand er auch, wie im Erdgeschoss eine große Küche war, wo womöglich die Jungs selbst ihr Essen zubereiten konnten und im Raum gegenüber, wo eine große Tafel war, essen konnten. Auch im zweiten Haus ging er alle Räume durch, doch Tom war nirgends zu finden.

Also verließ er das zweite Haus und ging hinter dem Haus, wo das dritte war. Schon als er die Tür aufmachte, fing er zu grinsen an. Das Pfotenbecken war benutzt worden. Hier und dort sah er große Wasserspritzer und noch nicht ganz getrocknete Pfoten abdrücke, führten ihn zur Treppe.

Die Spur führte dann weiter in den zweiten Stock und als er der Spur weiter folgte, führte sie ihm zum Zimmer für die erwachsenen. Abrupt blieb er aber dann stehen. Er hatte sich angewöhnt zu schleichen, wenn er wem suchte und er war so leise dabei, das kaum einer ihn hören konnte, bis auf Vahl und seine zwei anderen Freunde.

Vor ihm und links und rechts neben der Tür sitzend, lehnten sich Toms Leibwächter an die Wand an und schliefen tief und fest.

Die Spur führte in das Zimmer und seine Ohren zuckten, als er Toms Stimme hörte.

„Dein geiler Penis gehört mir, oder?“

„JAAaaAAA!“

„Dein geiler Hintern gehört mir, oder?“

„JA TOMMMmmmMMMm!“

„Dann gehörst du auch mir, Chris, oder?!“

Kurz war nichts mehr zu hören, bis Tom wieder laut sprach.

„Sag es! Nicht nicken!“

„JA! JAJAJAJAJAJAJA!“

„Sehr gut, dann Chris… spreiz die Beine… weiter… noch weiter…genauso.“

Da brüllte Chris auf und Adelbert war verwundert, dass sein Sohn schon so laut brüllen konnte. Gleich darauf hörte er ein rhythmisches quietschen eines Bettes und lautes schnaufen und stöhnen war aus dem Zimmer zu hören.

Unerwartet wurde Adelbert richtig heiß und sein Penis wurde ziemlich schnell pochend steif. Während er hörte, wie wohl Tom seinen Sohn ziemlich hart rannahm, stellte er sich vor, wie er statt Chris mit Tom in diesem Zimmer war und wie Tom, so mit ihm gesprochen hätte. Er gestand sich, dass er wohl genauso gleich geantwortet hätte.

„Geh bitte Adelbert. Tom möchte alleine sein!“

Der Tagtraum zerplatze und sein Herz pochte, weil er mit dieser Stimme und mit der Person nicht gerechnet hatte. Doch nicht nur er wurde aus dem Traumland gerissen, sondern auch Toms Leibwachen. Als sie ihn erkannten, sprangen sie schon fast auf und schnappten sich Schild und Speer, die an der Wand angelehnt waren.

Adelbert war in keiner bedrohlichen Situation, das fühlte er deutlich, aber dennoch fühlte er, dass er hier nicht geduldet war.

„Und wieso möchte er das? Bill… man sucht ihn im Haus. Die Archaischen Echsen und Haslar sind krank vor Sorge. Und wieso verdammt noch mal hat er niemanden gesagt, dass er für einen Tag verschwinden möchte?“

Bill war so gut verhüllt am Körper, dass er nur am grauen Fell unten bei den Zehen, ihn erkennen konnte.

„Das möchte ich aus wissen!“, sagte völlig unerwartet einer der zwei Leibwächter.

Das sogar seine engsten Vertrauten nicht wussten, wieso Tom alleine sein wollte, war höchst interessant.

„Das… weiß ich auch nicht… er hat mir und Gale nur gesagt, dass er alleine sein wollte und, dass wir beide auf keinen weiteren Ruf reagieren sollen, außer es klingt panisch und verzweifelt.“

„Wieso… würde er das wollen Bill?“

„Ich…“, schnell stellte Adelbert fest, als er in die Runde sah, dass keiner wusste wieso Tom sich zurückgezogen hatte. Deswegen war es wohl am ihm, das Rätsel zu lüften. Doch gerade als er die Hand auf den Türknauf legen wollte, packte ihn eine blaue Echsenhand.

„Tom möchte nicht gestört werden.“

Es brauchte kurz, bis Adelbert verstand was er gerade machen wollte. Tom ist soweit gegangen und hat sogar keinem erzählt, wieso er solche drastischen Schritte gegangen ist. Das wieso war der Grund, weshalb er reingehen wollte, doch gleichzeitig würde er Toms drastische Bitte ignorieren.

Nun war er der Täter, der Tom wieder Arbeit auf den Schultern legen wollte.

Als er sich das eingestand, zog er seine Hand zurück und sah sich die Tür an. Chris und Tom ließen sich völlig fallen und hielten sich nicht mehr zurück. Sie trieben es wild und laut und er konnte sich nur vorstellen, wie geil und phänomenal der Sex sein müsste.

„Ich… bin sein Freund. Nicht sein Geliebter, nicht sein Wächter, nicht sein Schatten. Sondern sein Freund. Und als Freund… möchte ich für ihn da sein. Ich will ihn nicht fragen, was der Grund war für sein Verschwinden. Ich möchte ihn nicht zurückführen, oder ihn die Leviten vorlesen. Ich… möchte einfach mit meinem Freund abhängen. In der Stadt wird gefeiert und ich würde gerne mit ihm dorthin gehen. Für einen Tag, oder für zwei, möchte ich mit meinem Sohn und mit Tom den Tag verbringen. Also… kann ich in das Zimmer mit diesem Grund?“

Es war still und nur die lustvollen Geräusche waren aus dem Zimmer zu hören, nachdem er fertig gesprochen hatte. Die Zeit verging und nachdem fast eine Minute vergangen war, hob er seine Hand und legte sie ganz Langsam auf die Türklinke. Diesmal stoppte ihn keiner. Aber bevor er die Tür aufmachte, wandte er sich an Bill und den zwei Leibwächtern.

„Ihr seid auch eingeladen mitzukommen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es lustig wird.“

„Ich komme nicht mit. Gale wartet auf mich und wir beide sind für Toms Sicherheit verantwortlich.“, sagte Bill sofort und ernst, anders aber die Leibwächter.

„Wir kommen mit. Wir sind für das Wohl unseres Schaz`zalar verantwortlich.“

Adelbert nickte und wandte sich an die zwei Leibwächter.

„Dann… nennt ihn in der Zeit, wo wir unterwegs sind nicht mehr so. Sagt zu ihm einfach Tom und… ihr solltet auch eure Bewaffnung hierlassen.“, noch war er nicht wirklich zufrieden mit den beiden… es fehlte etwas, bis es ihm dann auffiel.

„Und ihr solltet euch euren Lendentuch festmachen. Wir wollen ja nicht, dass euch das Tuch am Bein festklebt, wenn es nass ist und ihr euren Gemächt jedem zeigt, was in der Stadt wiederum unter Strafe steht.“

Die zwei Leibwachen und Brüder sahen sich vielsagend an und dabei zog Adelbert sich die Kapuze vom Reiseumhang runter und wollte gerade die Tür aufmachen. Doch, er hielt inne. Sein Sohn stöhnte, knurrte und maunzte. Chris hatte wohl den ersten richtig geilen Sex in seinen Leben und das wollte er ihn nicht zunichtemachen.

Also musste er abwarten bis ihr Akt vorbei war und gerade als er sich neben der Tür anlehnen und sich setzten wollte, fing er fast zu lachen an, als er die zwei Brüder sah. Sie haben das Tuch hinten zwischen den Beinen am Gürtel befestigt. Doch es war zu kurz und somit sah man ganz deutlich, mehr als ganz deutlich, wie sehr gut bestückt die beiden waren. Auch die beiden sahen sich gegenseitig an und ihre Wangen waren violett, anstatt blau.

„I-Ich… denke das lassen wir lieber… *GRINS*… passt stattdessen auf, dass ihr eure Klöten nicht jedem zeigt!“

Erleichtert atmeten die zwei Brüder auf, als sie das Tuch wieder lösten und die zwei Beulen von beiden verschwanden. Da kam Adelbert eine Frage auf.

„Wieso tragt ihr das überhaupt? Wäre eine Hose nicht besser?“

„Im Kampf muss man beweglich sein und da würde eine Hose nur stören. Zum anderen trugen unsere Ahnen schon den Zashlesh, also diesen Gürtel samt Tuch. Unsere Zugehörigkeit ist vorne auf dem Tuch geprägt. Auch unseren Rang und welche Verdienste wir gemacht haben.“, sagte der Leibwächter ohne die Narben am ganzen Körper.

„Und du willst nicht wissen wie es riecht, wenn wir trainiert haben und am ganzen Körper schwitzen. Wenn wir alle noch eine Hose tragen müssten, dann könnte keiner mehr in den Kasernen schlafen in der Nacht.“, fügte der mit den ganzen Narben am Körper hinzu.

Da wurde Adelbert noch neugieriger.

„Wie riecht es denn dann?“

Die Augen von der Echse mit den Narben huschten kurz zum Bruder rüber und der gab als Antwort nur ein leises Schnaufen zurück.

„Ist was?“, wollte Adelbert wissen und er bemerkte, wie der mit den Narben nun ziemlich nervös wirkte. Die Lippen wurden zusammengepresst, die Augen sahen hoch zur Decke und die Hände formten sich zu Fäusten.

„Was mein Bruder Radus nicht sagt, ist, dass es sehr verlockend nach Männchen riecht und das liegt auch daran, dass er extrem auf Männchen steht. Kurz gesagt, er ist schwul und er hat es geliebt nachdem Training, wie die Eier von jedem in der Kaserne geduftet haben.“

Völlig außer sich und von seinem Bruder verraten worden zu sein, riss Radus das Maul auf und sah ihn dementsprechend entrüstet an. Aber es kam kein Laut von Radus und stattdessen sah der dann mit weitaufgerissenen Augen zu Adelbert.

„Schau mich nicht so an. Ich war mir sicher das einer von euch zwei Schwul ist. Das es dicht trifft Radus ist für mich genauso wenig überraschend, wie wenn dein Bruder statt dir schwul wäre.“

Radus ließ das Maul zuschnappen und sah mehr als nur erbost seinen Bruder an.

„Wieso hast du das getan Talus?“

Talus, Radus Bruder schnaufte aus und sah genervt seinen Bruder an.

„Radus, was denkst du was Tom und Adelbert in der Stadt am Ende machen würden? Ich meine, denk doch etwas nach? Sie… wir werden trinken und essen gehen und wenn der Alkohol uns in den Kopf steigt, dann wird Tom seine Hände nicht mehr bei sich behalten können. Und deswegen haben ich dir den Gefallen getan, Adelbert die Wahrheit über dich zu erzählen. Du… solltest heute deinen Spaß haben. Sei endlich einfach nur du selbst und ich passe über euch alle auf.“

Nachdem Talus zu Ende gesprochen hat, sah sich Adelbert Radus an. Die Echse hatte einen wirklich durchtrainierten Körper und er persönlich stand auf andere Männchen mit Narben. Wobei er stehen, mit einmal durchficken meinte.

„Moment mal…“, ihm tat wieder der Nacken weh, weil er jetzt die ganze Zeit ihre Gesichter sehen wollte und als er den Kopf wieder senkte und wieder nur ihre Unterkörper sah, massierte er sich den Nacken, um die Kopfschmerzen weg zu massieren.

„Was meintest du, dass Radus endlich er selbst sein soll?“

Noch bevor Talus sprach, kam er drauf und daraus kam eine Idee.

„Radus ist noch Jungfrau und er wartet nur darauf, bis ihn Tom zu sich holt.“

Genau das hat er sich gedacht und er fand den Gedanken, Radus seine Jungfräulichkeit zu nehmen so heiß, dass sofort sein Blut in seinen Schwengel schoss. Beide Leibwachen beobachteten ihn, wie er sich mit der linken Hand über den Penis fuhr, der eine dicke Beule in der Hose verursachte.

Nun war Adelbert richtig geil geworden. Aus dem Zimmer hörte er wie Chris vor Glück stöhnte. Tom schnaufte ununterbrochen und man hörte auch, wie die Hüfte auf den Hintern seines Sohnes knallte. Es gab für ihn jetzt nur noch zwei Möglichkeiten. Entweder er rubbelt sich jetzt vor den zweien einen runter, oder es wird jetzt Zeit das er ins Zimmer geht.

Er entschied sich für das zweite. Denn, später hätte er noch genug Zeit jemanden zu ficken. Sein Schritt pochte als er aufstand und die Hand auf die Türklinke legte. Laut hörte man aus dem Zimmer hinter der Tür ein Stöhnen und dann, nichts mehr. Nun war Adelbert neugierig geworden und deswegen hielt er kurz inne. Er hörte durch sein gutes gehör wie Tom flüsterte, aber er konnte kein Wort verstehen.

Chris lachte fröhlich im nächsten Moment und das hat er schon seit ein paar Tagen wirklich vermisst. Noch immer war er sich nicht sicher, ob die Beziehung mit Tom gut für seinen Sohn war. Aber eines war ihm klar, Chris hat sich völlig in Tom verschossen. Vermutlich schon seit er ihn gesehen hat, flatterte Chris Herz wegen Tom.

Die Tür ging fast lautlos auf und das erste was er sah war, wie Chris am Bauch auf dem Bett lag und Toms Schwengel zu verschlingen versuchte. Der dicke rote Knoten war das Einzige was nicht in Chris Schnauze passte, doch der wurde zärtlich mit der Zunge liebkost. Das Ledergeschirr, was er schon einige Male gesehen hatte und selbst gern trug, hatte Chris noch immer an. Genauso auch Tom, der ebenfalls auf dem Bett war und sich gemütlich im Sitzen an die Wand nach hinten lehnte und dabei, strich Toms Hand gemütlich über Chris runden Hintern.

Es roch so stark nach Sperma im Raum das seine Nase brannte. Kurz grunzte und knurrte Chris auf, als Tom etwas unter dem Hintern packte und in die Faust nahm. Doch das schien Chris nicht weiter dabei zu stören, Toms Penis immer gieriger zu verschlingen.

Ungefähr zwei Sekunden vergingen, als Tom den Blick von Chris hob und ihn dann in die Augen sah. Tom lächelte breit, aber in seinen Augen sah er was ganz anderes. Etwas quälte Tom und die Zweifel die er wegen Tom hatte, sahen genauso aus, wie das, was er in den Augen sah. Gemütlich streifte er sich den Reisemantel ab und schloss hinter sich die Tür. Chris stöhnte vor Entzückung und man hörte wie die Lunge zwischen Toms Beinen arbeitete.

Nachdem er den Reiseumhang neben der Tür aufhing, setzte er sich einfach neben Tom hin und lehnte sich so wie er, an die Wand an. Kurz ging sein Blick hinunter zu Chris und dabei sah er was er mit seinen Jungen machte. Die Zitronengroßen Eier seines Sohns hielt Tom in der Hand und ließ sie in der Hand kullern, wie zwei zu groß geratene Murmel.

Räuspernd, weil er ein breites grinsen unterdrücken wollte, weil es ihm im Gesicht wehtat, drehte er den Kopf in Toms Richtung und legte dann eine Hand auf dessen Schenkel.

„Was gibt’s Adelbert?“, hörte er ihn leise fragen.

Kurz dachte Adelbert nach und es gab so viel zu sagen, aber er wollte Tom nicht weiter belasten.

„Ach… ich wollte nur mit meinem Freund abhängen.“

„Nur das? Ich sehe aber wie hart du bist…!“

Wieder dachte Adelbert nach und diesmal etwas länger. Sein Schwengel wurde einfach nur noch steifer, obwohl er ihn nun befahl schlaff zu werden.

„Adelbert?“, als Tom nachfragte, konnte Adelbert nur seufzen. Es gab so viel zu sagen, so viele wichtige Informationen die er ihn mitteilen sollte, sogar musste, aber er konnte sich nur zu gut in Tom hineinversetzen.

„Ich… ähm…“

„Sag es einfach Adelbert.“

„Wundert es dich nicht, dass ich ein Verband habe?!“

Es wurde still und er spürte, wie Tom nachfragen wollte, aber zögerte.

„Tut mir leid… ich sollte besser wieder gehen.“

Ohne nachzudenken hat er Tom wieder was auf die Schulter geladen und er hatte deswegen wirklich ein schlechtes Gewissen. Aus dem Grund wollte er das Zimmer verlassen. Denn, im Grunde genommen hat er Tom gefunden und das war ja das, was sein Ziel war. Doch just in den Moment, als er die Hand auf die Türklinke legte, fing Tom zu sprechen an.

„Es ist gerade… vorhin… zu viel gewesen. Wie… soll ich das alles Schultern? Wie soll ich für jeden da sein? Das Haus, die Archaischen Echsen und ihr gesamtes Reich? Meine Geliebten, meine Freunde… *Seufz*… ich wünschte… das ich wieder nur mit Sartesh im alten Haus wäre, wo wir noch so klein waren und wo ich jeden kannte…“

„Ich verstehe dich, Tom. Wirklich, das tue ich. Ich kann mich wirklich in dich Hineinversetzen, jeder schaut nur auf dich, was du tust, was du entscheidest, wie du dich verhaltest. Jeder möchte was von dir, braucht was von dir und keiner macht sich Gedanken, ob du überhaupt noch kannst. Scheiße, ich wäre sogar wirklich davongelaufen, anstatt so wie du, sich nur zurückzuziehen.“

Hinter ihm seufzte Tom laut und lange.

„Obwohl… ich jetzt so viel Stellvertreter habe, hat sich nichts geändert für mich. Es scheint, als würde nichts ohne mich laufen…“

„Doch, das tut es. Wie du siehst, brennt die Welt gerade nicht ab. Deswegen stimmte der Satz gerade nicht.

„Aber Adelbert… es fühlt sich so an. Sogar jetzt zieht es mich zum Haus, weil ich ganz genau weiß, dass irgendwer mich braucht und bestimmt ist das Wichtig.“

„Dann… lass es doch. Sollen sie selbst Entscheidungen Treffen und das Problem lösen. Glaubst du ein General hört sich einen Soldaten an, der Schmerzen im kleinen Zeh hat?“

Adelbert lachte in seinen Bauch rein und drehte sich wieder zu Tom um.

„Der General würde den Soldaten wegschicken und seine Stellvertreter auspeitschen lassen, weil die sich nicht für diese, in seinen Augen, Banalität gekümmert haben.“

„Ich… weiß das doch…“

„Dann hört auf dich überall einzumischen. Lass endlich alle los und hör auch damit auf, sie von dir selbst abhängig zu machen. Du bist der Haus- und Hofmeister von Haus Rosé. Wenn du zu viel Arbeit auf den Schultern hast, dann gib es einfach weiter an die Stellvertreter. Überlass doch gänzlich das Haus Qadir und deinen *Geliebten* und nur wenn das Haus am abbrennen ist, sollen sie zu dir kommen.“

„Aber… ich möchte mich nicht gänzlich zurückziehen vom Haus…“

„Dann mach das nicht. Aber mach nur das, was du schultern kannst, was du eben möchtest. Geh durch die Gänge spazieren, schau in die Zimmer und sag Hallo. Oder setzt dich aufs Bett und rubble dir einen runter, während es die anderen Heiß im Bett treiben. Götter… wer kann dir das verbieten? Wer würde gegenüber dir das Maul aufreißen? KEINER!“

Adelbert wurde nur kurz laut, weil er kaum noch seine Wut zurückhalten konnte. Der Tom, der spielendleicht so viel schultern konnte, war kurz vorm zusammenbrechen und keiner hat es gekümmert, ob er das überhaupt schultern konnte.

„Weißt du Tom… du solltest ehrlich zu dir und den anderen sein. Ich habe knapp ne Stunde gebraucht um zu verstehen, was auf deine Schultern lastet… die anderen, die seit Jahren, Wochen, Tagen bei dir sind… haben es nicht einmal wahrgenommen und da frage ich mich, ob sie wirklich deine… Freunde sind…!“

Wieder hörte er Tom seufzen.

„Vielleicht… hast du Recht.“

Adelbert ging zum Bett und blieb vor Tom stehen.

„Ich will ja nichts Böses unterstellen oder so, aber vielleicht ruhen sie sich alle auf der faulen Haut aus, während du alles machen musst.“

Sofort schoss Tom zurück.

„Das glaub ich nicht! Alle haben viel zu tun!“

„Gut von mir aus Tom, wenn du es so siehst, dann wird es wohl so Stimmen. Aber wieso bist du dann für alles zuständig? Bei den Tafeln habe ich gelesen, dass überall dein Name draufsteht! Wieso also zerreißt du dich so sehr, obwohl du schon jetzt nicht mehr kannst und… auch nicht mehr willst?

„Weil… sie alle nach mir nachfragen… die Gäste wollen das ich dabei bin.“

„Ja toll… dann scheiß auf die Gäste! Sie vollen bumsen, dafür sind ja alle anderen da.“

Adelbert schnaufte seine Wut aus und beruhigte sich, als er sich wieder aufs Bett setzte.

„Was ich sagen möchte ist, dass auch du freie Tage brauchst. Du bist immer unter Anspannung und glaube mir, wenn ich sage, dass ich GANZ genau weiß wie das ist.“

Als seine letzten Worte im Raum verklangen, hörte man nur Chris, der sich gerade einen Lutscher einverleibte.

„Tom?“

„Hm?“

„Ach nichts…“

„Sag es einfach, ich hör zu.“

„Halsar und die anderen such nach dir und zumindest die Archaischen Echsen, weinen weil du verschwunden bist.“

Wieder trat still ein, bis sich Tom etwas rührte.

„Ist es schlimm?“

„Was… ich gesehen habe… ja schon.“

Laut war ein seufzen im Raum zu hören.

„Ich weiß Tom. Du würdest jetzt am Liebsten im Chris alleine sein und das würde ich auch wollen, wenn ich in deinem Fell stecken würde. Aber sag ihnen zumindest, dass es dir gut geht und das du heute einfach nur Zeit für dich brauchst. Es war nicht ok von ihnen alles auf dich zu schieben, aber von dir war es auch nicht ok einfach zu verschwinden.“

„Das weiß ich… aber das mit Sopek, mit seinen Kindern… ich habe versucht… wirklich… aber ich konnte das nicht mehr aushalten. Was ich sage… hat so viel Gewicht bei ihnen. Sie haben so alte Traditionen und vielleicht habe ich gerade alles über den Haufen geschmissen, nur weil ich einen Satz gesagt habe. Silar und Haslar… es ist wie Sonne und Mond. Sie, die auf die Tradition pocht und Haslar, der auf den Wandel pocht, aber mich… nicht wirklich berät.“

Still hat Adelbert zugehört und ein weiteres Stück vom Puzzle wurde hinzugefügt.

„Ich an deiner Stelle, würde mich in diese Traditionssachen nicht einmischen. Denn darauf basiert ja der Glaube an dich. Überlass es den beiden. Sag ihnen doch einfach, dass… weiß was ich… dass sie kein Schaden nehmen sollen und den Rest legst du in ihre Hände. Was ich so gehört habe, soll ja Haslar für dich da sein, also nutze es auch.“

Abermals seufzte Tom laut.

„Andreas ist auch heute gekommen und was ich gesehen habe, ist er und seine Gruppe schon *hart* am Arbeiten.“

„Wirklich? Dann sollte ich gleich zu ihm gehen!“

„Ne! Lass es einfach. Sie haben ihr Ding und du hast dein Ding. Bestimmt wurde schon alles geregelt, ich wollte dir bescheid geben, DASS sie da sind. Also mach einfach das, wonach du Lust hast.“

Wieder stille und diesmal für einige Minuten.

„Dann sag mir… woher du die Narbe bekommen hast.“

Diesmal war es Adelbert der seufzte und leise brummend erzählte er die Geschichte, was in der Stadt passiert war. Die blutigen Sachen ließ er außen vor und auch das, was er mit Vahl im Bett gemacht hatte, was sie beide gemacht haben und wollten. Auch erzählte er, wie Verzweifelt Vahl in seinen Augen, sodass es schon Wahnhaft war. Besonders viel erzählte er, was er sich in jeden Moment gedacht hat und wie erleichtert, schon fast Federleicht sich Vahl fühlte, als er ihm die helfende Hand entgegengestreckt hat. Aber auch, was er vielleicht heraufbeschworen hat. Das lag ihm am Herzen, denn bestimmt hat irgendwer gesehen, was auf dem Platz passiert war und ihn erkannt.

„Weiß schon deswegen wer Bescheid?“, sorgenvoll klang Toms Stimme und Adelbert nickte leicht.

„Ja, was ich gehört habe, hat Benjamin schon Qadir Bescheid gesagt.“

Kurz trat wieder schweigen ein bis Tom plötzlich leise zu lachen anfing, was Adelbert neugierig machte und deswegen drehte er sich zu ihm um und hob den Kopf, damit er in sein Gesicht sehen konnte.

Tom sah glücklich aus, schien regelrecht von innen und die wunderschönen grünen Augen strahlten, als sie ihn ansahen.

„Du hast Recht Adelbert. Ich sollte mich nicht zerreißen und alle anderen mehr in meine Tätigkeiten einspanne. Sie sind meine Stellvertreter und sie sollen jetzt auch langsam spüren, was es heißt einer zu sein!“

Einige Sekunden vergingen, wo sich keiner rührte, so keiner von ihnen drei was sagte und so, einfach nur die Zeit verstrich.

„Tom?“

Tief atmete jemand neben ihn ein und dann wieder aus.

„Weißt du Adelbert… ähm… es wäre so schön, einfach das zu machen, worauf ich Lust habe. Doch dann würde ich jeden hängen lassen. Ich… verstehe was du mir sagen wolltest und ich stimme dir teils zu. Aber auch ich bin ein Teil vom Ganzen und wenn ich nicht mehr da bin, dann funktioniert alles nicht mehr. Und ich sehe das alles nicht als Arbeit, wofür ich frei brauche. Das ist mein Leben, ihr alle seid mein Leben und wenn ich euch den Rücken kehre, dann… würde ich mich selbst verletzten. Ich würde euch verletzten und ich sah was letztens passiert war als… als… ich davonschied. Das möchte ich nie wieder miterleben und auch niemanden wieder antun.“

„Tom…“, wollte Adelbert wieder anfangen, doch schnell wurde er von Tom wieder unterbrochen.

„Schau Adelbert. Wenn ich nur das machen würde worauf ich Lust hätte und ich für, sagen wir zwei Wochen auf reisen gehe, was würde dann Chris widerfahren? Denn er müsste hier arbeiten, laut Vertrag. Was würde geschehen, wenn es in Archia ein Tumult gibt und es etwas mit mir zu tun hat und ich nicht da wäre? Wenn ich jetzt schon weg gehen würde, was würden die tausenden Echsen in unserem Land sich denken? Wie würden wie handeln?“

„So meine ich das nicht Tom. Ich wollte doch nur sagen, dass du nicht alleine alles auf den Schultern stemmen musst. Gib einfach ein paar Sachen weiter.“

„Tja Adelbert… was zum Beispiel? Würdest du statt mir Andreas begrüßen und jeden anderen und mit ihnen Reden? Was ist, wenn sie wichtige Fragen über die Eingewöhnungsphase haben, oder um die Siedlung am See. Oder besser, wie würdest du handeln, wenn Haslar zu dir kommt und dich was fragt, wo womöglich tausende Leben dranhängen? Würdest du die Verantwortung tragen wollen? Dein Abenteuer im Vahl und dessen Sohn Justin war bestimmt spannend, aber durch meine Entscheidungen können sich die Leben von Millionen ändern.“

„Das ist nicht fair Tom…!“

„Nein Adelbert, du hast ja vorhin gesagt das du mich verstehst und nun sag ich dir gerade ein teil von dem, mit dem ich gerade konfrontiert bin und ich habe niemanden an meiner Seite, den ich fragen konnte. Jede meiner Entscheidungen wird kritisch angesehen, hinterfragt und daran angezweifelt. Ich sehe das an der Körperhaltung, an den Blicken. Und sogar dieses Gespräch, drückt über allem deine Zweifel aus. Also… wolltest du mir nur sagen wie und was ich zu tun habe, oder gibt es noch was?“

Das traf Adelbert ziemlich hart. Das lag daran, weil Tom gerade kein Blatt vor dem Mund genommen hat und es ihm ins Gesicht drosch.

„Ich wollte dir nicht diktieren wie du was machen sollst Tom, das war nicht meine Absicht. Ich wollte nur als Freund dir sagen, dass du so viele hast, die nur zu gerne etwas von dem abnehmen würden, was du täglich zu tragen hast.“

„Adelbert… du hast nicht einmal gefragt wie es mir geht…“

Auf dem Bett bewegte sich wer und dann hörte er ein einfach schluchzen. Deswegen hob Adelbert den Kopf und was er zu sehen bekam, war das traurigste was er in den letzten Wochen gesehen hat. Tom kullerten die Tränen bei geöffneten Augen und Chris weinte fast auch beim Wegwischen von Toms Tränen.

Langsam senkte Adelbert den Kopf und rutschte rauf zu Tom. Als er wieder neben Tom an der Wand angelehnt saß, legte er seine Hand auf die von Tom, die auf dem Schenkel ruhte und drückte fest zu.

„Genau so hielt ich Vahls Hand, um ihn zu zeigen, dass ich für ihn da bin. Ich wusste wie er sich fühlte und da brauchte man nicht zu reden. Also… wie geht’s dir Tom?“

„Mir geht’s richtig scheiße…“

„Wieso?“

„Weil ich mir schreckliche Sorgen um Markus mache. Das alles, das mit Karl… gleich zweimal… und das mit Sopek… wenn ich das alles nicht ins laufen gebracht hätte, hätte jeder noch sein altes Leben. Wenn das nicht mit Karl passiert wäre, dann hätte sich Chris nicht in mich verliebt. Ihr würdet noch eine noch immer zu viert zusammenleben…“

„Sieh es doch nicht so Tom. Wenn du nicht Karl um deinen Schwanz gewickelt hättest, würde noch immer Krieg auf unseren Kontinent herrschen. Und das mit unserer Familie ist gerade kompliziert, aber jeder ist gerade so glücklich wie nie zuvor. Und das mit Markus… kannst du nicht wissen. Aber auch er ist glücklich an deiner Seite und was ich gehört habe, ist er auch schrecklich in dich verschossen. Du… hast so viel Gutes aus deinen Taten hervorgebracht. Auch wenn unser Staat gerade der Mittelpunkt für Schwule Männchen geworden ist.“

„Und was ist…“

„Nein Tom, egal wo ich hinsehen, haben deine Taten uns alle ins Glück geführt. Wichtig ist jetzt nur, dass du ein Gang runterschaltest und nicht gleich die Stadtwache ruft, nur weil sich wer den kleinen Zeh gestoßen hat. Du kannst unmöglich alles im Griff haben, also… bitte mach nur das, wofür du noch die Kraft hast.“

Bevor Tom darauf erwidern konnte, hob er dessen Hand und drückte sie gegen seine Lippen. Diesen Tom wollte er nicht sehen. Den alten wollte er zurück, der lächelnd durchs Leben schritt.

„Wie wäre es, wenn du dir heute zumindest frei nimmst, nachdem du das nötigste gemacht hast. Wir könnten heute Abend alles gemeinsam essen gehen. Ich habe da beim Empfang eine Fesche Pumadame kennengelernt deren Name Babsi war. Sie hat einen Mann und ich denke das könnte sehr interessant werden, wenn du verstehst was ich meine!“

„Ich… Ich würde so gerne Adelbert, aber ich muss Chris in die zweite Phase einführen.“

„Ach mein Junge kann warten, oder irgendwer anders kann es machen. Bestimmt versteht er in seiner Rosaroten Sicht, dass du mal eine Auszeit brauchst.“, neugierig wie er war, sah er hoch um die Reaktion von Chris zu sehen. Und wie erwartet, nickte Chris eifrig, während Tom zu ihn runter sah.

„Siehst du, Chris versteht es und er ist einfach nur Glücklich doch an deiner Seite zu sein. Aber du musst dich nicht persönlich um ihn kümmern, das kann doch auch wer anders machen, also diese Eingewöhnungsphase meine ich. Aber wir könnten auch mit den zwei in die Stadt gehen. Es ist doch gerade die große Feier und Talus und Radus würden auch gerne mitkommen. Talus hat sich auch entschlossen auf uns aufzupassen, während wir feiern.“

„Das… klingt gar nicht so schlecht Adelbert…“

„Sag ich ja!“

„Aber leider regnet es.“

„Umso besser! So können wir engumschlungen von Stand zu Stand gehen und uns vollfressen und vollsaufen. Was sonst noch passieren wird planen wir mal nicht ein.“

„Du willst wirklich mit mir engumschlungen den Tag verbringen?“

„Mit dir, Radus und unseren anderen zwei Gästen.“

Kurz wurde es still, bis Tom leise was zu Chris sagte.

„Wäre das für dich ein Problem Chris?“

„Ist schon ok Tom.“, hauchte Chris leise in den Raum.

„Danke Chris. Ich… werde dich zu… in Hekis Hände geben.“

„Wer ist Heki?“

„Heki war mein erster Junge den ich in unserem Geschäft ausgebildet habe. Ich habe vor, dass er in paar Jahren meine Stellung hier übernimmt. Er ist ein Wildhund und ist mindestens genau so lieb wie ich. Es wäre sowieso so geplant gewesen, dass du zu ihm gehen würdest in ein oder zwei Tagen. Er kennt gewisse Sachen, die ich dir nicht mehr zeigen kann, weil ich nicht mehr im Haus arbeite, wie zum Beispiel, worauf die Gäste wirklich stehen.“

„Kommst du mich auch Besuchen?! Versprich mir, dass du mich besuchen kommst!“

„Ich komme dich besuchen, Versprochen.“

Das gefiel Adelbert überhaupt nicht und das sagte er auch gleich.

„Chris, gib Tom doch etwas Freiraum!“

Doch Tom schüttelte gleich den Kopf und sah ihn in das Auge.

„Ist schon gut Adelein. Ich WILL Chris besuchen kommen.“, dann sah er gleich wieder runter zu Chris.

„Aber Chris, wenn ich dich Heki überreiche, dann wirst du sein Junge sein. Also genieß die Zeit.“

„Was bedeutet das Tom?“

„Das wirst du schon sehen mein Lieber.“, mit dem Worten umarmte Tom Chris und stand mit ihm gemeinsam vom Bett. Auch Adelbert stand auf und er machte für Tom die Tür auf und gerade als er die Tür aufmachte, kippten Talus und Radus fast in den Raum.

Sofort fing er und Tom schallend zu lachen an, als sie feststellten, wie die zwei Echsenbrüder an der Tür ihr Gespräch belauscht haben. Talus und Radus liefen rot an und hektisch richteten sie sich auf und stellten sich neben der Tür an und taten so, als ob nichts geschehen war.

Adelbert sah jetzt seine Chance und bevor sie den Raum verließen, wandte er sich noch einmal an Tom.

„Tom, was ist mit Felix? Wieso musste er so schnell und abrupt uns verlassen?“

Daraufhin wurde Tom ernst und drehte sich zu ihm.

„Es musste sein für Felix. Er… hat Probleme und keiner im Haus kann ihn wegen dem Helfen. Ich kenne da welche die das können und deswegen habe ich ihn weggeschickt.“

„Aber wieso hast du das entschieden? Wieso kannst du uns nicht sagen, was er hat?“

„Adelbert… so schlimm das auch klingt, ihr als Elternteile könnt nicht helfen und ich auch nicht. Wenn ihr es wissen würdet, dann würdet ihr ihn mehr schaden als helfen. Das ist etwas, womit er selbst klarkommen muss und es gibt nur ein paar Personen, die ihn dabei helfen können. Es sind keine kleinen Probleme, sondern was ernsthaftes und… vielleicht war es auch meine Schulde, dass es zu dem gekommen ist.“

„Wie meinst du das es auch deine Schuld war?“

Da kamen seine Zweifel wieder auf. Und es kamen noch welche dazu. Was war es, wieso ihn Tom nicht alles sagen konnte. Wieso behielt es Tom für sich?

In nächstem Moment legte Tom die Hand auf seine Schulter.

„Vertrau mir Adelein. Wir alle konnten ihn nicht helfen und es musste sein, damit er eine gesunde Zukunft hat.“

Adelbert wollte seine Zweifel schon in Toms Gesicht schnaufen, aber er beließ es dabei. Dann sprach Tom weiter und diesmal lächelte er Glücklich.

„Also wie sieht jetzt der Plan aus Adelbert?“

Schnell sah er zu den zwei Echsenbrüder rüber, die neugierig zu ihnen zwei rüber schielten.

„Also… Babsi hat wohl erst am Abend Zeit, dann würde ich sage, dass wir uns am Abend unten am Hof treffen. Ich werde auch eine Kutsche organisieren für uns und…“

„Kein Rath?“

„Ähm… keine gute Idee. Die Straßen sind einfach nur voll und er würde sowieso nicht in die Stadt gelassen, weil es zu gefährlich wäre für alle auf den Straßen.“

„Ok und wie lange bleiben wir Adelei?“

Adelbert mochte den Spitznamen nicht, aber da heute Toms Tag war, ließ er es zu.

„Mal schauen. Ich würde sagen, solange bis wir nicht mehr gehen können?“

„Klingt gut!“, jetzt grinste Tom über beide Ohren.

„Gut, dann gehe ich jetzt zurück zu Benjamin und Tom, wenn du Zeit hast, kannst du mal kurz vorbeikommen wegen Vahl?“

Tom nickte und Adelbert fiel ein Stein vom Herzen.

Gemeinsam verließen sie das Haus und Chris auf Toms Armen drückte den Kopf fest auf dessen Brust und sah etwas nervös aus. Auch Tom sah mit festen Augen nach vorne, während sie den Weg im Wald runter zu den hängenden Gärten gingen.

Adelbert war froh den Reiseumhang an zu haben, als er sich das nasse Fell von Tom und von Chris ansah. Es war richtig kühl geworden und vielleicht würde es sogar schneien, wie zuletzt vor zehn Jahren, da er seinen und den Atem der anderen sehen konnte. Sie redeten solange nicht mehr miteinander, bis sie bei den großen Pools erreicht haben.

„Ok Adelbert, ich kümmere mich jetzt um das nötigste und dann komme ich zu dir.“

„Wir warten auf dich, Tom.“

Mit einem Lächeln verabschiedeten sie sich, bevor sie getrennte Wege gingen.

Karl

Es tat so gut im Wasser zu liegen. Schön warm und entspannend lag sein linker Arm auf den Beckenrand, während er mit der Rechten Hand gerade ein Dokument von dem großen Stapel neben sich nahm und anfing den Bericht zu lesen. Es gurgelte laut neben ihm und kurz darauf kam von links eine grün-blaue Wolke zum Vorschein. Sekunden drauf gurgelte es abermals und diesmal kam die Wolke von rechts.

Mein König,

Matilde erholt sich gut, nachdem sie zehn Stunden geschlafen hat. Auch Sorak kommt immer besser mit dem Bein zurecht, sodass er schon fast eine Stunde auf den Beinen bleiben konnte, ohne umzufallen. Auch die Fortschritte mit der Sprache kommen gut voran, vermutlich weil er Feuer und Flamme war eure Vorstellungen zu entsprechen.

Kanzler Matheus.

Zufrieden legte Karl das Dokument auf den Stapel was er schon gelesen hat und bevor er sich das nächste Dokument schnappte, beugte er sich nach vorne und nahm sich das Glas vom Tisch um am Rotwein zu nippen. Hin und Weg war er von dem Wein. Der war so vollmündig, hatte eine angenehme Säure und im Nachgang, kitzelte die Säure die Süße auf dem Gaumen raus. Es war eine Verschwendung den Wein zu trinken und deswegen nippte er daran. Aber er brauchte auch einen klaren Kopf, deswegen nippte er am Wein und genoss nicht die Wasserpfeife, wie Richard und Wilhelm neben sich.

Richard und Wilhelm genossen gerade nicht nur die Wasserpfeife, sondern auch zwei süße Jungs, die sie am ganzen Körper streichelten. Richard hatte einen kleine Fuchsjungen dessen Name Peter war. Wilhelm hingegen hatte Paul, einen Berglöwenjungen. Eigentlich hatte er die zwei Jungs nicht erwartet, aber Wilhelm holte sich den Jungen vom Zimmer, der auf ihn gewartet hat während der Versammlung und schnappte sich dann auch noch Peter den Fuchsjungen, da der schon nach dem nächsten Gast gesucht hatte, der sich der Junge einverleiben wollte.

Interessant fand Karl besonders, jetzt, da er sich den Herrscherring über den Ringfinger übergestreift hatte und somit die ganzen Präsenzen zu jeder Zeit bewusst war, wie er an sich spüren konnte, was der Fuchsjunge bei Richard tat. Zwar nur dezent, aber wenn er sich auf Richards Präsenz konzentrierte, dann war es so als würde der Junge es auch bei ihm machen. Auch spürte er, wo Richards besonders erogene Zonen waren und mit dem Wissen jetzt, würde er seinen Gatten zu neuen unbekannten Höhen bringen können.

Als er sich kurz den fünf Spionen widmete, waren von den Fünf, drei bei Richard und in dunklen Gängen und Räumen massierten sie sich gerade ihren steifen Schwanz. Er spürte deutlich wie sie kurz vor den Höhepunkt standen und er konnte deswegen ihre Geilheit am eigenen Körper spüren. Es störte sie keineswegs das er bei ihnen waren. Im Gegenteil sogar, jetzt da sie einen Zuschauer hatten und wussten das es Karl war, explodierten sie regelrecht, weil sie ihn im Kopf hatten und für einen ganz kurzen Augenblick, schloss Karl die Augen und genoss diesen geilen Höhepunkt von ihnen, als wäre es der eigene. Wie die drei Echsen hielt er die Luft an, spürte die verkrampften Bauchmuskeln und roch das Sperma, das auf dem Boden, oder gegen die Wand gespritzt wurde.

Als ein Höhepunkt nachdem anderen vorüberging, sah er an sich runter und er hätte erwartet das er selbst abgespritzt hätte, aber dem war nicht so. Die drei Spione waren geschafft und Karl wandte sich nun dem Spion zu, der im Archaischen Reich war.

„Hazh, wie läuft es bei dir?“

„Sie haben es die letzten zwei Stunden wild im Bett getrieben und lesen sich gerade den Brief durch, den du mir diktiert hast.“

Kurz konzentrierte er sich auf Hazh und er war nun in seinen Körper. Er spürte, roch und hörte was nun bei Hazh war. Lautlos ging er zum Bett und studierte die Gesichter. Die grünen und blauen Echsen, die beide Clanführer waren und sich heute das erste Mal zusammen ins Bett gelegt haben, haben somit auch das erst Mal auch die Liebe den anderen gestanden. Beine Clanführer waren stark, groß und muskulös. Die Goldringe an den Oberarmen und Waden hielten die starken Muskeln zurück, beim lesen am erzittern waren. Dann glitt sein Brief von der blauen und klauenbewährten Hand zu Boden und beide sahen sich langsam an. Sofort fielen sie sich gegenseitig an und wälzten sich im Bett beim Liebesspiel.

„Ich denke sie haben dein Angebot angenommen Karl.“

„Sehe ich auch so, wie lange brauchen sie bis sie bei uns sind?

„Sie könnten noch heute kommen, wenn sie schnell alles regeln.“

„Gut, dann sollen sie so schnell wie möglich kommen, bitte kümmere dich darum, ich muss dann persönlich mit ihnen sprechen.“

„Werde ich machen mein König.“

„Gut, dann leg dich auch etwas hin und…“

Es war immer wieder interessant das festzustellen, dass jeder, mit dem er sich festverbindet, auch seine Gedanken hören konnte.

„Auch das werde ich machen.“

Karl spürte wie ihn jemand an die Eichel fasste, aber er wusste sofort, dass es Hazh war, der es bei sich machte und für Karl, fühlte sich das einfach umwerfend an, wie empfindlich und wunderschön erregend es war, wenn sich so eine Archaische Echse anfasste. Und bis jetzt zumindest, hat er es sich bei allen so angefühlt mit denen er verbunden durch den Herrscherring war. Sogar bei Richard.

Als er sich zurückzog, wurde ihm langsam bewusst, wieso die Archaischen Echsen, wenn sie in Stimmung waren, ihr Körper so in Ekstase geriet und so eine Ladung im Körper produzierte. Was er bis jetzt festgestellt hat, waren die Archaischen Echsen wirklich wie ein Dreieck. Sie konnten extrem Jähzornig werden, sodass der ganze Körper fast vor Wut zerspringen konnten. Wenn sie sich dann entspannen, dann waren sie wie ein stiller See und konnten so über alles und jedem Nachdenken, philosophieren und zum Schluss auch entscheiden. Sie hatten einen wunderschönen freien und kreativen Geist das durch alles was Neu für sie war, neu inspiriert wurden. Und zum Schluss, waren sie wie Wilde im Bett, wenn die zwei Faustgroßen Hoden und deren Schwanz die Kontrolle über sie übernahmen.

Natürlich war es nur ein sehr grobes Schema, da ja natürlich jede Echse einzigartig war, aber wenn man das im Hinterkopf behielt, dann verstand er das Volk und auch ihre extremen. Sie machten einfach nichts halbherzig, sondern mit ganzer Hingabe.

Während er im Geiste weg war, gurgelte es immer wieder laut hinter ihm und der gewohnte Duft von den herben Kräutern hing schwer in der Luft. Er spürte, wie sich Richard kaum noch spürte und sich gänzlich auf den Fuchsjungen und dessen Händen und Zunge konzentrierte. Richard war vollkommen entspannt und zufrieden und war noch glücklicher, weil heute Karl dran war, um sich um die zwei Reiche zu kümmern. Zumindest für ein paar Stunden.

Wieder nippe Karl am Wein und schnappte sich das nächste Dokument und bevor er anfangen konnte zu lesen, hörte er eine bekannte Stimme und er froh sie zu hören.

„Na Karl, bist wohl in deinem Element?“, sofort sah er hoch und vor ihm stand sein alter und bester Freund, Travis. Und Travis war nicht alleine.

„Mein Herr!“, sagte Kajan so seidig und freundlich wie immer.

Travis und Kajan standen vor dem runden Becken und während beide den Bademantel von sich runtergleiten ließen, konnte er sie beide in ihrer wunderschönen nackten Schönheit betrachten. Kajan die schwarze Pumadame und ehemalige Leibwächterin, mit dem schmalen Körper, hatte zwei wundervolle und feste Brüste. Die schlanke Hüfte und grazilen eleganten Beinen, konnten nicht verdecken wie feucht sie zwischen den Beinen war. Sie war schön im Schritt rasiert und er stellte sich gerade kurz vor, wie seine Zunge die Lippen zwischen den Beinen spreizte.

Dann Travis, sein alter Tigerfreund mit dem Körper eines Kriegers. Der hingegen hat wohl vergessen was eine Schere oder eine scharfe Klinge war, als er sich den Busch über der Felltasche ansah. Dennoch, der braun-orangene Busch passte einfach zum Krieger, dessen Gesicht nach einem Kampf voller Narben war.

„Was verschafft mir die Ehre eures Besuchs?“

Das Paar, das sich an der Hüfte des anderen festhielt, grinste sich zuerst selbst an, bevor sie mit dem gleichen grinsen zu ihm sahen.

„Wir wollten nur einmal vorbeikommen und schauen, wie es dir so geht.“

Karl hob eine Augenbraue, als die beiden dann gemeinsam ins Becken stiegen und sich fest aneinanderschmiegten.

„Oh Karl, deine Gedanken verraten dich gerade!“, hörte er Richard im Kopf und er spürte, dass er gerade von allen Sechs die Aufmerksamkeit hatte. Er hörte ein kindliches kichern von drei Spionen, wobei der vierte, höchst interessiert nur zusah. Er hätte sie alles blockieren können, sogar Richard, wenn er es wollte. Aber schon seit fast drei Stunden zählte er sie alle zu seiner Familie, was wiederum dazu führte, dass sie ihn deswegen völlige Hingabe und Dankbarkeit überreichten. Und deswegen konnte er sie immer in Gedanken besuchen und es gab kein Geheimnis mehr zwischen ihnen, keine Mauern, die ihn einschränkten. Er war ihr König, ihr Freund, ihr Vater und Geliebter. Obwohl Hazh der Einzige war, der sich wirklich nur an Männchen interessierte, waren die restlichen fünf Spione dennoch so offen, es einmal mit ihm oder Tom zu probieren. Einfach weil sie einmal die Erfahrung machen wollen würden.

„Stört dich das Richard?“

„Nicht im Geringsten, denn ich weiß wie es in deinem Herzen aussieht und was Travis für dich ist und war.“

„Ich denke das ihr gerade eine Pause vom Liebespiel braucht.“

Travis lachte einmal auf und legte gleich eine Hand auf Kajans Wangen um ihren Kopf in seine Richtung zu drehen und ihr einen feuchten und liebevollen Kuss auf die zierlichen Lippen zu geben. Zum ersten Mal sah er Kajan nachdem Kuss schüchtern Lächeln. Und er freute sich auch für Kajan, als er ihre Augen sah, die fast vor Liebe ausliefen. Zärtlich legte sie dann eine Hand auf Travis Brust und fing ihn dort zu streicheln an.

Wilhelm rechts neben ihm fing laut zu schnurren an und Sekunden drauf, zitterte das Wasser um dem Geparden Körper und eine weiße schlierige Wolke kam hoch an die Wasseroberfläche und schmiegte sich unschuldig an Karl Körper ran. Gleich kam noch eine Wolke, diesmal größer und in der Wolke war ein langer weißer Faden Sperma zu sehen.

Als Karl kurz zu Wilhelm sah, beknabberte der Pumajunge neben Wilhelm dessen Hals und bearbeitete langsam aber fest den Schritt.

Alles was er in den letzten Sekunden gesehen und beobachtet hat, hat er auch Travis gesehen und als Karl Travis Gesicht und den ungläubigen Blick sah, grinste er nur breit.

„Genieß den Wein, der ist einzigartig.“

Sogleich schnappte sie Travis die Flasche und während Kajan ihn den Nacken und den Brustkorb streichelte, bemerkte wohl nur Karl, wie Travis leicht die Hand zitterte. Grinsend schnappte er sich nun das Dokument von vorhin wieder und fing es zu lesen an.

Richard, König

Als wir gehört haben, dass es ihnen wieder gut geht und wir die Nachricht erhalten haben, dass wir nun in einem Staatenbund sind, waren wir zuerst geschockt davon. Doch schnell hat sich der Schock gelegt und Erleichterung und Freude breitete sich bei jedem von uns aus.

Wir standen zuerst skeptisch gegenüber zu allem, was in den letzten zwei Wochen beschlossen wurde, doch wir als Rat der Clans, heißen es jetzt als Willkommen. Dennoch, wir können jetzt nicht einfach so umstrukturieren. Wir haben so viele Krieger und Kriegsbestien, weil sie von der Front abgezogen wurden und obwohl jeden Tag 50 Karren an Lebensmittel durchs Portal kommen, so können wir kaum Jeden Ernähren. Der Winter steht vor der Tür, wir können nichts Anbauen und sind jetzt völlig auf dies Lieferungen angewiesen.

König, es sieht so aus, als ob wir vor einer Hungersnot stehen. Wir bitten euch noch einmal mit König Karl zu reden, ihn zu überzeugen, dass wir mehr brauchen, damit der Winter nicht zum Todeswinter wird. Wir schätzen, dass wir am Tag 100 Karren, davon sollten mindestens 50 Karren an Getreide sein, brauchen. Mit diesen Zahlen, könnten wir die Bevölkerung knapp über den Winter bringen.

Zalash

Rat der Clans

Karl schnalzte mit der Zunge und er noch einmal über die Zeilen flogen, dachte er angestrengt nach. Mehr Nahrung. Das Getreide ist ein Problem. Sein Land war das Herzstück, wo am meisten Getreide angebaut werden kann. Laut seinen Berechnungen konnte er nur 25 Karren Getreide bis zum Frühling am Tag schicken, ohne das seine eigene Bevölkerung drunter litt. Aber 50 Karren ist mehr als er je gedacht hätte. Wenn er also so viel Getreide schicken würde, dann würde der Preis für Getreide in seinem Land explodieren und fast keiner mehr könnte sich dann ein Laib Brot leisten.

Seine Staatkassa ist nun völlig leer und erst in zwei Tagen würde die erste Lieferung vom Haus Rosé in den Palast eskortiert werden.

„Das hört sich schlimm an, mein Gatte.“

„Ist es auch mein Weibchen.“, Karl musste einfach grinsen, weil er der Ehemann in ihrer Beziehung war und nicht der große und starke Richard.

„Was machen wir?“

Das war eine gute Frage von Richard. Was sollen sie machen um dieses Dilemma zu lösen. Der Kontinent war und ist noch gebeutelt vom Krieg mit dem Archaischen Reich. Jedes Reich, kratzt selbst die letzten Lebensmittel zusammen um den kommenden Winter zu überstehen. Zwar könnten sie noch mehr Fisch aufkaufen, aber der macht nur kurz satt. Es gab nur noch eine Möglichkeit und das ist die Lieferung von Übersee. Doch es müssten zwei Schiffe am Tag kommen, um die nötigen Mengen zu liefern die benötigt waren. Aber zum Glück, war wer im Haus mit dem er Reden konnte. Deswegen faltete er den Brief sorgfältig zusammen und stand auf.

„Richard, Wilhelm, wir müssen reden und uns um was Wichtiges kümmern. Bitte kommt mit.“

Völlig überrascht sah Wilhelm langsam auf und nur Richard wusste was er im Kopf hatte.

„Wo geht ihr hin?“, fragte ihn Travis überrascht.

„Staatsangelegenheiten Travis, wieso fragst du?“

„Ähm… nur… so?“, Travis war schon immer ein schlechter Lügner in seinen Augen und er wusste beim verschwitzen Lächeln, das da mehr dahinterstecken könnte und musste.

„Wir reden später, ok?“

„Ahh… Super!“, auch Travis erleichtert aus und für einen kurzen Augenblick ging sein Blick runter und in den Moment verstand Karl was das Thema war.

Grinsend, weil Travis wohl das gleiche im Kopf hatte wie er, bückte er sich, nachdem er aus dem kreisrunden Becken gestiegen war, und zeigte mit Absicht was er hintenrum hatte. Das umdrehen war unnötig, weil er genau die vielen Blicke auf seinen Rücken und auf seinen, in vielen Augen, prächtigen Po, spürte. Und das genoss er.

Das Stockwerk war zu. Man konnte nicht mehr die wunderschöne Landschaft genießen, weil die Wände von den Säulen zugezogen waren und somit das schlechte Wetter draußen ließ. Nachdem er sich den Bademantel angezogen hatte, verlor er kurz das Gleichgewicht, weil diese Spiegelung am Boden und an der Decke ihn kurz verwirrte. Die goldene Decke spiegelte den Boden und der polierte schwarze Holzboden spiegelte die goldene Decke wider. Es war wunderschön anzusehen und es sah so aus, als ob er durch goldenes Licht gehen würde, weil die decke unglaublich gut die vielen Kohlebecken und dessen Licht überall hin schienen ließ.

Noch bevor er einen Schritt machen konnte, kamen gleich drei weißbemalte Priester zu ihnen und fingen sie abzutrocknen an. Er sah wie zerrissen sie waren, weil Tom noch nicht aufgetaucht war, aber in der Hinsicht machte er sich keine Gedanken. Tom würde nicht abhauen und bestimmt brauchte der nur einen Moment für sich. Der Priester bei ihm öffnete den Bademantel, um ihn darunter abzutrocknen. Richard hingegen stellte sich lässig hin und war es wohl schon gewohnt, dass ihn jemand abtrocknete. Bei Wilhelm sah es aber etwas anders aus. Es schien ihn nämlich unangenehm zu sein, dass wer fremdes seinen Körper abtrockente, besonders wenn er noch festgehalten werden musst von Paul den Berglöwen, weil das Kraut der Wasserpfeife den Geparden fast umhaut.

„Paul, bleib bei Wilhelm und schau das er nicht umfällt.“

Paul der wirklich schöne Berglöwe grinste und nickte und hackte sich mit einer Hand um Wilhelms Hüfte ein, damit sie umschlungen gehen konnten. Nachdem jeder seinen Bademantel anhatte und Paul sowieso noch immer im Lendenschurz steckte und zum Schluss von einem Priester abgetrocknet wurde, waren sie nun bereit für eine Audienz.

Otto und Hator

Die letzten Stunden waren so anstrengend gewesen, dass sie sich zu dritt ins Bett gelegt haben. Fest wurde Otto hinten von Hator umschlungen und er spürte am Nacken, wie tief und friedlich sein Geliebter schlief. Vor ihm auf dem gleichen Kissen schlief Pestos, der braune Puma. Doch anders als Hator, schlief Pestos eine Handbreit vor ihm. Man konnte sagen sie im selben Bett schliefen, aber nicht zusammen.

Gemütlich auf der rechten Seite und zu ihm gewandt, lag das linke Bein von Pesto vor dem rechten und der Kopf war auf dem rechten Arm gebettet. Pestos hatte nur einige wenige Narben auf den Armen, aber der restliche Körper war davon verschont gewesen.

Wieso er sich Pestos so genau ansah, war wohl der Gedanke, dass er schwul war. Vielleicht hat noch seine nicht-schwule Seite dagegen angekämpft, wieso er, als er zu Hator trat, nur gefickt werden wollte. Doch seit der Nacht, seit den Liebespielen mit denen zwei, hat er alles gemacht wozu ihn Hator animiert hat.

Und er hat es mehr als nur geil gefunden.

Aber, er fragte sich ob es auch Pesto gefiel und es nicht nur als Dienst, oder als Pflicht ansah. Er fragte sich, ob es Pestos wirklich wollte und nicht als Spielzeug für ihr Liebespiel benutzt wird und wurde. Sie haben sich schon kurz geküsst, aber mehr als das kam nicht.

„Wieso schläfst du nicht?“, Otto war wenig überrascht das Pesto nicht schlief.

„Soll ich dich wieder mit der Zunge verwöhnen?“, kam gleich die nächste Frage flüsternd geschossen.

„N-Nein…!“, sein Körper hatte alles verschossen und seine Lust war komplett verraucht.

„Dann sag mir, wieso du nicht schläfst?“

„Weil… ich mich was gefragt habe Pestos.“

Da öffnete Pestos langsam die Augen und die dunkelbraunen Augen sahen ihn an, die einen leichten roten Rand hatten vor Müdigkeit. Die Schnurrhaare vorne an den weißen Lippen zuckten kurz, als Ottos Gesicht gemütlich betrachtet wurde. Pestos sagte nichts mehr und das war für Otto das Zeichen, dass auf die Frage gewartet wurde.

„Ist… ist es noch immer Pflicht?“, mit Absicht hat er die Frage so formuliert und er war gespannt, wie Pestos darauf Antwortete und lange sahen sie sich in die Augen, bevor die Antwort kam.

„Zum Teil.“

Nun war Otto sehr neugierig geworden und er nickte Pestos zu, mehr zu erzählen. Der schnaufte aus und er wusste nicht, ob es mit Absicht war, dass ihn Pestos warm zu schnaufte.

„Du bist aber sehr an mein Sexualleben interessiert… aber wie ich bereits gesagt habe, habe ich es als Pflicht für meinen Pharao getan. Wenn mein Pharao mich in der Nacht brauchte, meine Intimzone für sich brauchte, dann war ich selbstredend für ihn da.“

„Also stehst du auf Weibchen?“

„Diese Frage ist unbedeutend für mich, weil ich einzig für meinen Pharao da bin.“

„Dann… bist du…“

„Ich bin das, wofür mein Pharao mich braucht. Wenn ich für Sex, für euch beide gebraucht werde, dann gebe mich euch hin. Wenn du mich küssen willst, dann mach es einfach und wir können dann stundenlang uns küssen. Wenn du mich zwischen den Beinen berühren willst, dann mach es und du kannst mich dort für stunden berühren. Wenn du erregt bist, dann drehe ich mich mit den Rücken zu dir hin und warte, bis du fertig bist.“

„Pestos…“, so wie es Pesto sagte, fühlte es sich in seinen Ohren einfach nur falsch an. Ohne Gefühle, ohne Zuneigung, sprach das Pestos aus und nicht einmal ein Lächeln war zu sehen.

„Willst du noch etwas wissen Otto? Vielleicht wann ich mich als Junge in der Nacht das erste Mal ergossen habe?“

„N-Nein, natürlich nicht! Doch…“, sachte hob Otto den rechten Arm und legte die Hand auf Pestos Brust, genau dort, wo das Herz schlug.

„Ich wollte nur wissen, was du fühlst, wie du uns siehst und ob das wirklich nur alles deine Pflicht ist.“

Für wenige Sekunden sahen sie sich tief in die Augen, bevor Pestos sich umdrehte und aus dem Bett stieg. Für einige Sekunden konnte er den athletischen Körper von Pestos betrachten, der sich streckte und den Rücken zu ihm gewandt hatte, bevor der Diener von Hator aus dem Schein des Kohlebeckens ging. Einige Sekunden vergingen, bis Pestos mit zwei Gläsern und einer Flasche Gin zurückkam. Bevor eingeschenkt wurde, deckte sich Pestos im Schneidersitz auf dem Bett so gut es ging wieder zu.

Schnell waren die zwei Gläser gefüllt und Pestos erhob das Glas, bevor der Inhalt in den Rachen gestürzt wurde. Das gleiche machte dann Otto und sofort fing seine Kehle wie Feuer zu brennen an. Sein Gesicht verzog sich leicht vor Schmerz und er musste fest aus und einatmen, doch Pestos verzog nicht einmal das Gesicht. Gleich wurde wieder eingeschenkt und sie beide stießen leise an, bevor sie wieder austranken.

Schon nachdem zweiten Glas spürte Otto den Gin, doch Pestos trank nun die halb volle Flasche leer, bevor er sich dann einfach das Glas aus Ottos Hand schnappe und Gläser und Flasche hinterm Bett auf den Boden stellte.

Nachdem das getan war, stützte sich Pestos mit den Ellbogen an den Knien ab und sah zu ihm runter.

„Wieso willst du wissen was ich fühle? Wir sind keine Freunde, keine Bekannte. Du bist nur der Liebhaber meines Pharaos und ich sehe, dass du Mika an erster Stelle hast und dann irgendwann meinen Pharao.“

Nach dieser harten Ansage schluckte Otto schwer, aber es traf sein Ziel. Mika war wirklich für ihn an erster Stelle, doch Hator war für ihn mindestens an zweiter Stelle.

„Du streitest es nicht einmal ab, das sagt schon alles für mich Otto.“

„Pestos… was mein Pharao für dich ist, ist Mika für mich.“

„Doch du verstehst nicht, was du für meinen Pharao bist! Er ist mein Gott, für ihn Lebe ich und sterbe ich. Doch du… du… er hat dir dein Herz geschenkt. Er ist traurig, weint, wenn du nicht da bist. Er lacht, ist glücklich, wenn du bei ihm bist. Und es wird so kommen, dass du ihn verlassen wirst, wegen Mika. Ich sehe auch, dass du Gefühle für ihn hast, aber es sind bestimmt nicht die gleichen, wie er für dich hegt. Deswegen mache ich mir jetzt schon Gedanken, wie ich ihn wieder aufbaue, wenn du nicht mehr da bist.“

„Aber wir haben den Brief mit den Auslandsstudium verschickt, damit ich bei Hator bleiben kann.“

„Stimmt, aber was ist, wenn Mika fertig ist und zurück nach Hause segeln möchte? Was wirst du dann tun?“

Das war eine verdammt gute Frage die Pestos gestellt hat.

„Also Otto, für wen würdest du dich Entscheiden. Für meinen Pharao, der dich mehr Liebst als die Sonne, oder für den kleinen Mika?“

Doch diese Antwort, fiel ihm sogar leicht.

„Für beide Pestos.“

Pestos schüttelte resigniert den Kopf und seufzte laut.

„Das geht nicht, irgendwann wirst du Hator verlassen müssen, wenn Mika zurück in sein Land reist. In dem Moment, würde mein Pharao sein Herz verlieren und könnte etwas machen, wofür du dir dann die Schuld geben würdest.“

„Was willst du damit sagen?“

„Ganz einfach, bevor er dich verliert, würde er bestimmt Mika und dessen ganzes Reich vernichten.“

„Das… das glaube ich nicht!“

„Achso? Hat er nicht erst vor ein paar Stunden gesagt, dass er für dich Mika heiraten würde, nur damit du bei ihm sein kannst?“

Otto stand fast unter Schock, als er das mit dem gehörten verband.

„Deswegen solltest du dich jetzt entscheiden. Wie früher du ihn verlässt, desto besser ist es für euch beide! *Hicks*“

Sprachlos, dass tatsächlich vor dieser Entscheidung stand und ihn Pestos darauf aufmerksam gemacht hat, setzte er sich im Bett auf. Als er sich nach rechts wandte, zu Hator und dieses wunderschöne schwarze Schakal Gesicht sah, konnte er sich nicht vorstellen ihn zu verlassen. Da er sein Herz tatsächlich an Hator verloren hat und eine Zukunft ohne ihn sich nicht mehr vorstellen konnte. Doch gleichzeitig zerriss es sein Herz, nicht mehr an Mikas Seite zu stehen. Er sah schon längst als seinen eigenen Sohn an und vor Fünf Tagen, als ihm Mika gesagt hatte, dass er in seinen Augen sein Vater war. Platzte ihn in dem Moment schon die Brust vor Freude und vor Stolz.

Deswegen konnte und wollte er sich nicht entscheiden. Er wollte Hator haben, so unbedingt und auch Mika wollte er weiterhin an seiner Seite haben.

„Pestos!“, beide erschraken sich, als Hators laute Stimme zu hören war.

Sofort bekam Pestos große Augen und warf sich nach vorne um das Gesicht auf das Bett zu drücken.

Neben Otto setzte sich Hator auf und mit auf geöffneter Schnauze gähnte und streckte sich sein geliebter Schakal.

„Was erzählst du da für ein Unsinn… Ich sollte dich fesseln und auspeitschen lassen“

„V-Verzeiht mein Pharao!“, schrie Pestos laut ins Bett und fing schon fast am ganzen Körper zu zittern an.

Aber Otto sah nun resigniert in Hators braun-goldene Augen.

„Er hat Recht Hator… das zwischen uns kann nicht gut gehen…!“

„Wieso?“, fragte Hator neugierig und schon fast unschuldig.

„Weil Mika für mich wie ein Sohn ist und ich in seinen Augen… auch sein Vater.“

„Wenn er für dich ein Vater ist, dann bin ich es doch auch, oder?“

Otto wusste nicht was man darauf sagen sollte, doch er brauchte ein paar Sekunden, bis er langsam diesen Satz begriff und wie viel dahintersteckte.

„Wir… also du und ich…“

„Ja, so einfach machen wir es. Wir heiraten und bekommen Mika als Sohn und im Gegenzug bekommt sein eigentlicher Vater ein Bündnisvertrag. Er hat doch noch drei andere Brüder, soweit ich weiß?“

Otto wusste nicht ober er Hator küsste sollte, ob er weinen, oder lachten sollte vor Glück. Das sah auch Hator.

„Na, wollen wir schon die Antwort lesen?“

Da fiel Otto die Kinnlade runter!

„Ich habe den Brief schon am ersten Tag verschickt, kurz nachdem wir uns im Haus angemeldet haben.“

„Dann… dann war das alles mit dem Auslandsstudium gespielt?“

„Nicht alles, das was ich zu dem Zeitpunkt gefühlt habe, war echt. Ich… wollte dich schon von Anfang an haben, doch die wahre Liebe, kam stunde später. Pestos war so nett und hat jetzt, obwohl es später sein sollte, dich ausgefragt wie du über mich und allem denkst. Natürlich war das mit dem Krieg und der Vernichtung Unsinn, denn ich wäre niemals soweit gegangen, denn gegen zehn Truhen voller Gold kann kein König nein sagen, besonders nicht, wenn noch in der ersten Kiste ein Bündnisvertrag drinnen steckt. Im Gegenzug bekomme ich dich und nehme Mika in meine Familie auf. Und seien wir uns ehrlich, Mika hätte sowieso niemanden bekommen, weil er auf Männchen steht, also würde er sowieso unglücklich geworden, weil die Krone dann an den zweigeborenen gegangen wäre. Und nun, und ich bin mir sicher das Mika Vater ja gesagt hat, bist du… mein und ich bin dein… auf ewig…, wenn das dein Wunsch ist.“

Nun kam es Schlag auf Schlag. Doch zuerst musste der Brief da sein, dann möchte er es selbst sehen was drinnen steht, bevor er jetzt irgendwas sagt.

Hator sah wie Otto versteinert dasaß und lässig und völlig selbstsicher, stand er nun vom Bett auf und zog sich den Bademantel an, doch bevor er das Zimmer mit leisen Pfoten verließ, gab er Otto schnell einen Kuss auf die Stirn.

Otto war völlig aus der Bahn geworfen, als er das alles erst noch am realisieren war und er konnte sich nicht von den schwarzen Beinen entreißen, die so grazil und selbstsicher zu Tür gingen und dann im angenehmen Kristallschein beim Schließen der Tür verschwanden.

„Du bist ein kleine mieses Arschloch Pestos!“

Erst jetzt richtete sich Pestos langsam auf und atmete mit einem lauten *Hicks aus. Die gefühlsarmen Augen, die er vorhin sah, waren nun voller wärme. Sogar ein lächeln war zu sehen.

Breit grinsend setzte sich Pestos vom Schneidersitz um auf die Knie, um sich dann vor ihm zu verbeugen und für ein paar Sekunden das Gesicht aufs Bett zu drücken.

„Es tut mir leid Sir Otto für dieses hinterlistige Spiel. Doch mein Pharao hat mir verboten irgendwas zu sagen.“

„Habt ihr das wirklich von Anfang an geplant?“

„Natürlich!“

„Aber wir haben uns kaum aus den Augen gelassen, also… wann?!“

„Es war schon am Abend, bevor wir uns beim Speisesaal getroffen haben. Mein Pharao hat draußen nachgedacht, ob es die richtige Entscheidung war den Brief zu versenden und während er sich mir in den Lenden annahm, habe ich von euch erzählt und von eurer Hingabe zu Mika. Als sich dann meine Lenden in meinen Pharao ergossen, bat er mich danach, dass ich euch ausfrage. Deswegen sind keine anderen Leibwächter und Diener hier, nur ich, weil sie sich um den Transport des Goldes kümmern. Mein Pharao geht mit uns allen so um, wie mit mir und deswegen ist er so wild im Moment im Bett.“

„Du meinst, weil er kurz vor vertrocknen ist, weil nur du und ich da sind?“

„So ist es mein Herr!“

„Scheiße, kannst du damit aufhören? Ich bin nicht dein Herr und hör auch damit auf mit euch, ihnen und so ein kram um dich zu werfen. Ich bin einfach nur Otto!“

Pestos richtete sich langsam auf und sah ihn schon fast erschrocken an.

„Das geht nicht!“

„Doch das kannst DU!“

„I-Ich…“

„Schau Pestos… sei einfach wieder der alte, ok? Mit dem ich unten in der Bar getrunken habe, den ich als Kumpel zähle und der so verschlossen war. Den möchte ich um länger lieber, als der Pestos, der sich vor mir ins Bett wirft!“

„Ich… ok… danke für die ehrlichen Worte.“

Otto schnaufe einmal aus und legte sich einfach wieder so hin, wo vorhin. Auch Pestos legte sich langsam und schweigsam wieder hin zu ihm, und das genauso weit entfernt und in der gleichen Position.

„Willst du mir nicht verraten, was du…“, bevor Otto weiter sprach nahm Pestos grob seine Hand und drückte sie wieder zurück auf die Brust.

„Nein, will ich nicht. Denn es ist wirklich so. Ich bin für mein Pharao da, egal für was, oder wofür. Was ich in meinen Herzen habe, ist mein Eigentum. Auch mein Pharao weiß nichts davon, was ich wirklich fühle. Doch um deine erste Frage zu beantworten…“, da Pestos noch immer seine Hand hielt, ließ er nun die Hand am Körper runterwandern und es wurde schnell heiß und feucht. Während seine Hand dann durch einen dichten Busch fuhr und dann fest auf die heiße, elastische, weiche und fingerlange Felltasche gedrückt wurde, wo er dezent die zwei Kugelrunden Hoden am Körper angezogen spürte, sah ihn Pestos fest in die Augen.

„Es stört mich nicht und es bereitet mir genauso viel spaß, wie du schon in meinem Gesicht gesehen hast. Also… wenn du ein Bedürfnis, ein verlangen verspürst, das ich dir stillen kann, dann zögere nicht. Frag nicht, nimm es dir und behalte dir im Kopf, dass ich genauso viel Empfinde bei einem Orgasmus, wie du und mein Pharao es haben.“

Seine Hand wurde losgelassen und unschlüssig war er nun sagen sollte, fing sein Herz zu klopfen an, als er die Felltasche ganz in die Hand nahm und den schlafen Penis darin bewegen spürte, als er etwas die Felltasche rauf und runterbewegte. Er spürte wie lang und dicht das Intimfell war und da fiel ihm wieder ein, dass Pestos mindestens zehn Jahre älter als er war. Doch auf das, was er in der Hand heilt, was so weiß und weich war, hatte er kein verlangen und von Lust war gar nicht mal die Rede. Deswegen legte er gleich auf Pestos Becken, wo er deutlich dessen Beckenknochen spüren konnte.

„Pestos… darf ich… willst du mich…!“

Zuerst hob Pestos eine Augenbraue, bis kurz drauf der alte Kater ihn warm ansah und zu lächeln anfing. Nun legte Pestos eine Hand von selbst auf sein Becken und rückte näher, bis sich ihre zwei Körper fest aneinanderschmiegte und es keine freie Stelle mehr zwischen ihnen gab. Daraufhin schob sich ein Arm um sein Hals und die Hand an der Hüfte legte sich um seinen Rücken. Am Hinterkopf und am Rücken wurde er gegen den nackten Pesto gedrückt, der die Nüster dann auf seinen Kopf fest dagegen drückte. Zufrieden und glücklich für diese Geste, drückte Otto noch fester seine Lippen und Nase gegen die stark männlich riechende Brust und zum Schluss, legte Pestos ein Bein um seine Hüfte und quer um seinen Po.

„Natürlich will ich und darfst du.

Als Otto das hörte seufzte er zufrieden und drückte nun Pestos mit der Hand an dessen Rücken an sich. Wegen dieser Geste war er sich nun sicher, was in Pestos vor sich ging und wie der braune Puma über all das dachte.

„Ich hatte die Befürchtung, dass wir dich nur ausnutzen Pestos. Das wollte ich nie und will ich auch nicht.“

„Mach dir wegen mir keine Sorgen Otto. Es ist mir einerlei ob es ein Weibchen, oder ein Männchen ist, dass mich stöhnen lässt.“, mit diesen Worten bekam Otto einen Kuss nachdem anderen auf den Kopf gedrückt.

Otto fühlte sich nun so geborgen und sicher, dass er zu schnurren anfing und sogar Pestos, fing nun zu schnurren an und sogar noch viel lauter. Und gerade als Pestos Lenden wild zu pochen anfing, wo daraufhin auch Ottos anfingen und sie es natürlich spürten und immer mehr Küsse an der Brust und am Kopf ausgetauscht wurden, ging die Tür auf.

„Der Brief ist schon da. Zum glück habe ich für den Greifen bezahlt, sonst hätten wir leicht noch fünf Tage warten müssen!“

Während Hator sprach, wartete Otto, ob sich Pesto zuerst von ihm löste. Doch, auch Pestos wartete, ob der Jaguar den fest und sehr Intime Umarmung zuerst löste. Was herauskam war aber, dass es keiner von beiden wollte und das, störte Hator überhaupt nicht. Der setzte sich nämlich auf sie, auf höhe der Hüfte und sie beide konnten Hators langes schlaffes Glied und Hoden auf der Bettdecke sehen, das gemütlich und einladend zu ihnen beiden hinaussah.

Pestos Penis pochte gegen seinen Unterbauch, während sein steifes Glied von unten gegen die zwei Hoden drückte und als die ersten Tropfen Vorfreude von Pestos seinen Busch befeuchteten, drehte Hator den Brief um und hielt es ihnen zum Lesen vor.

_ _

_ _

Hoch geschätzter Pharao Hator!

_ Während ich diesen Brief und somit auch die Antwort auf euren Brief verfasse, erfasst mein Herz tiefer Trauer. Ich Liebe meinen Sohn Michael über alles, das sind meine persönlichen Gefühle und ich stehen kurz vorm weinen. Doch als König, der ein Staat führen muss, kann ich das Angebot nicht ausschlagen!_

Um es kurz zu machen, ich nehme ihr Angebot an. Doch verlange ich drei Dinge. Zum einen möchte ich mich persönlich bei Mika verabschieden! Dann möchte ich, wann immer ich will, ihn auch besuchen komme und dann zum dritten, möchte ich auch, dass Mika mich wann immer er will, besuchen kommen kann.

Falls sie Sir Otto sehen sollten, dann sagen sie ihn, dass er Mika weiterhin so beschützen soll, wie er es immer getan an, denn Mika ist mein Sohn, mein Junge, mein alles. Mit jedem weiteren Wort das ich schreibe, fällt mein Herz in immer tiefere Trauer, aber mir ist bewusst, dass er bei Euch Pharao Hator ein glücklicheres Leben führen kann, als bei mir. Denn egal wo Mika ist, sofern Sir Otto neben meinen Sohn steht, ist er auch Glücklich!

Deswegen und so ungern ich das auch mache, ist Prinz Michael, nun kein Prinz mehr, sondern euer Sohn. Im Interesse von unserem Land und eurem Reich, wünsche ich mir regen Briefaustausch.

Doch falls mir zu Ohren kommen sollte, dass es Mika schlecht ergeht, dann Gnaden euch die Götter! Dann werde ich persönlich kommen und euren Kopf von den Schultern reißen! Das schwöre ich auf meine Krone und meinen Kopf!

König Augustin van Uttenstein

Als sie beide den Brief gelesen haben, fing Pestos noch lauter zu schnurren an und fing sogar Otto Kopf zwischen den Ohren abzulecken an. Otto wiederum bekam feuchte Augen und drückte das ganze Gesicht in Pestos Brust, das so wünschen roch, dass so wunderschön warm war und das ihm Sicherheit und Geborgenheit gab.

„Ich denke, wir bleiben noch ein paar Tage länger hier, oder was meint ihr?“

Otto konnte sein Glück kaum fassen. Er dachte sogar, dass er träumen würde, weil er doch beides bekam und es gab sogar noch etwas, dass ihm so glücklich machte, nämlich Pestos. In Pestos sah er mehr als nur einen Freund und das war das, wieso er überhaupt mit ihm sprechen wollte. Eine Verbundenheit lag zwischen ihnen, zumindest von seiner Seite aus und da wusste er, was Pestos für ihn war.

Pestos war für ihn wie der Ritter, der in ausgebildet hatte. Pestos war die schöne Erinnerung an damals und diese Erinnerung, gab ihn auch Pestos, als er sich in seinen Armen umdrehte und den bebenden Hintern in dessen Schritt drückte. Noch immer fest von Pestos umarmt, hörte er ihn dann ganz leise Flüstern.

„Ottoo… gibst du dich mir hin…?! Lässt du mich meinen Samen in dich ergießen, dich wie ein Weibchen von mir nehmen…!?“

Noch während Pestos raue und rauchige Stimme zu hören war und schon nachdem ersten Wort die Felltasche samt steinharten und heißen Penis zwischen seinen Po Backen am versinken war, hob Otto das obere Bein und winkelte es an.

„Nimm mich wie ein Weibchen, mein harter und steifer Pestos! Mein Männchen!“

Als er das Bein hob, fiel Hator vor ihm aufs Bett und während der Pharao zum grinsen anfing, rammte Pesto den heißen, lanzenförmige und langen Penis wie ein Schlag mit den Schwert tief in seine Eingeweide. Als die Lanze wieder fast komplett rausgezogen wurde, hörte er ihn leise und vor Lust *Ottoooo…!“ ins Ohr flüstern und Otto spürte die pure Gier nach ihm in Pestos Stimme.

„Sex? Sex!“, fragte Hator zuerst, bevor er es feststellte. Aber er sah das er nun fehl am Platz war und deswegen setzte er sich auf den Knien und fing sich selbst einen runterzurubbeln an, nachdem er natürlich die Decke von ihnen gezogen hat und sah, wie geil Otto von Pestos einfach nur liebevoll gefickt wurde. Es war kein Akt der Lust, sondern ein Akt der Liebe und das machte ihn noch heißer, noch geiler, weil ihn Pestos in ihren Kreis aufgenommen hat.

Mit langsamen und tiefen Beckenbewegungen brachte Pestos den Jaguar zum lustvollen stöhnen und wann immer Pestos Hoden fest gegen Otto Hintern gedrückt wurden, streckte Otto den Hals und ließ die Lust des Körpers von sich. Währenddessen stöhnte Pestos Ottos Namen.

Was Hator sah, was er roch, was er hörte und auch vorhin gesehen hatte, brachte ihn zu einem ziemlich intensiven Orgasmus und seine Bauchmuskeln verdampften sich, bevor er leise stöhnend über Ottos und Pestos Gesicht seinen heiligen Samen versprühte. Sofort roch es hier nach frischen Schakalsperma und Pestos sowie Otto saugten die Spermatropfen und den Geruch tief ein, was Pestos beim nächsten nach vorne drücken der Hüfte, zum Höhepunkt brachte und da biss er in Ottos Nacken. Dieser Biss, der bebende Penis von Pestos, der Geruch von Hators Sperma und dann die Wärme, die sich in seinen Bauch ausbreitete, ließ selbst Otto zum Orgasmus kommen.

Auch Otto verkrampfte sich und sah nichtglaubend an sich runter, weil er sowas noch nicht erlebt hatte. Doch es war anders als er sich das vorgestellt hatte. Er wurde so wundervoll vom älteren Kater gefickt, dass er nicht die Hand auf seiner Eichel gespürt hat, die seine Eichel in der Hand gehalten hatte und sie rotierend stimuliert hat. Das wiederum hat sein Sperma durch die Luft fliegen lassen und das gesamte Bett und sie drei, wurde von seinen Jaguarsperma getroffen.

Während er mit leicht geöffnetem Maul noch im Orgasmus badete und langsam hochsah, sah er Hators rot-violette Eichel.

Er öffnete weiter sein Maul.

Die spermatriefende Eichel wurde in seine Schnauze gerammt.

Nun fing die zweite Runde an.

Tom

Es war ergreifen wie ihn die Archaischen Echsen begrüßten. Zwar trauten sie sich nicht ihn zu berühren, doch dafür streckten sie ihm die Hände entgegen und luden ihn ein, indem sie den Stoff zwischen den Beinen hoben, mit ihm das Bett zu teilen. Und wie gerne würde er in ihren starken und muskulösen Armen liegen, doch zuerst musste er mit Haslar reden.

Deswegen sagte er ihn, dass er leider keine Zeit hatte und sie sich zurück ins warme Zelt begeben sollen und sich auch abtrocknen sollen. Besorgt sah er ihnen allen hinterher und wie sie in die Zelte gingen, deren Wände so dünn aussahen.

„Ich teile auch die Sorgen.“, flüsterte Talus und Tom konnte einfach nicht wegschauen, weil dann sein Gewissen alle Alarmglocken läuten ließ. Umso schneller ging er mit Chris auf den Armen ins große und fast schon heiße Zeltinnere.

„TOM!“, schrie Haslar, der ihn sofort erblickt hatte, weil der vor dem Eingang saß und wohl so auf ihn gewartet hat. Natürlich wurden es so im Zelt gleich hektisch als sich alles Echsen vor ihm auf dem Boden warfen und lauthals um Vergebung riefen.

Auch das tat ihm im Herzen weh und sein Gewissen schlug ihn in die Weichteile. Seine sechs Priester, seine fünf auserwählten, Haslar und zum Schluss Silar, drückten alle das Gesicht auf dem Boden und weinten als sie ihn noch immer um Vergebung riefen.

Langsam kniete sich Tom hin und ließ Chris auf die Pfoten runter.

„Chris, mein lieber geiler Chris… versprich mir das du deine Liebsten nie so wehtun wirst, wie ich es getan habe.“, sagte er streng und ihm in die Augen blickend. Mit bebenden Lippen nickte Chris, und der Junge spürte, dass er ein Teil des Problems war, wieso das alle so weit ging. Nur weil er so sehr bei Tom bleiben wollte, seine Aufmerksamkeit braucht und sich nach ihm so verzehrte, musste sich Tom noch weiter aufteilen.

„I-Ich… werde die Zeit mit Heki genießen, versprochen Tom und wenn ich fertig bin… dann komme ich zu dir! Versprich mir, dass du mich NICHT besuchst!!“, presste er zwischen seinen Lippen raus, obwohl sein Herz sich nach Tom so sehr verzehrt.

Tom lächelte und war von dem gesagten so gerührt und so stolz, wie es nur ein Vater sein konnte. Während er ihm den Kopf kraulte, musste er einfach seine Meinung sagen.

„Wie schnell du erwachsen wirst Chris!“

Chris kullerten die Tränen über die Wange, als sie sich beide umarmten und danach, sich zu Talus wandte.

„K-Kannst… d-du mich… zu H-Heki bringen?“

Langsam schloss Talus die Augen und beim öffnen übergab er seinen Speer und Schild seinen Bruder, bevor er Chris wie sein eigenes Kind hochhob und zu Tom runter sah.

„Wo ist Heki?“, fragte er und Tom grinsen ging über beide Ohren.

„Im Melkraum und sag auch, dass Chris sein erster Junge sein wird.“

Doch bevor Talus und sein Chris gingen, stand er schnell auf und packte Chris Kopf mit beiden Händen und drückte gleichzeitig seine Zunge in die junge Löwenschnauze. Sie schnauften heiß aus, nachdem sie genau drei Sekunden mehr als nur heiß züngelten.

Chris schmeckte so süß und mit diesem Geschmack, und nachdem Chris nun wirklich in die Eingewöhnungsphase bei Heki begann, wandte er sich an die Echsen am Boden.

„Haslar!“, sofort stand Haslar auf und kam zu ihm.

„Silar!“, auch Silar stand auf und stellte sich neben Haslar.

„Ihr beiden seid doch meine Berater?“

Beide nickten und Haslar sah ihn fest in die Augen, während Silar recht nervös wirkte.

„Dann bitte Beratet mich…! In euren Augen bin ich der Apostel, aber ich weiß noch so wenig! Ich wünsche mir wirklich eure Unterstützung, aber es kann nicht sein, dass ihr euch andauernd streitet und ich immer zu hören bekomme, was ich nicht kann! Sagt mir stattdessen was ich kann, was der beste Weg ist und seid dabei einer Meinung! Ich bin ja nicht nur euer Postel, sondern auch der Haus- und Hofmeister von Haus Rosé! Ich habe eigentlich schon genug um die Ohren! Da brauche ich nicht euch beide, die sich dauernd streiten. Silar, du pochst auf die Traditionen, das verstehe ich und schätze es, aber du musst auch verstehen, dass die Zeit nicht stillsteht. Haslar, ich schätze sehr deine Meinung, aber bitte mach auch dein Maul auf und sag einfach was der beste Weg wäre! Besprecht es zuerst unter euch, bevor einer zu mir kommt und sagt: „Schau Tom, es sieht so aus und wir beide sind der Meinung, dass…“, verseht ihr?“

Als seine Meinung verklungen war, zitterte Silar am ganzen Laib und Haslar sah runter auf dem Boden.

„Ihr müsst euch auch in mich hineinversetzen, was das alles…“, Tom öffnete die Arme und drehte sich einmal im Kreis.

„… für eine Person bedeutet! Ich will ja für euch da sein, aber habt ihr mal rausgeschaut? Es ist so kalt, dass es vielleicht gleich schneien wird und die ganzen Archaischen Echsen liegen draußen in dünnen Zelten, während ihr hier auf mich gewartet habt? Wieso habt ihr euch nicht darum gekümmert? Habt ihr schon eine Liste der Echsen, die mit mir sprechen möchten, oder muss ich mich auch darum kümmern? Wie sieht es draußen vor den Toren aus, schlafen die Gläubigen auf dem Boden? Also, ich höre?“

Radus hinter ihm schnaufte laut und fest aus und als Tom kurz zurücksah, sah er Radus festen, schon fast zerstörerischen Blick.

„Also hat auch Radus die gleiche Meinung wie ich…!“

Es herrschte absolute Stille.

Die Kohle knackste.

„Komm Radus, wir beide haben viel zu tun.“, sagte er traurig und verließ das Zelt.

Tom atmete tief aus und eine große graue Wolke bildete sein Atem und in dem Moment, als er Einatmen wollte, kitzelte etwas auf seiner Nase. Der Himmel wurde langsam vor seinen Augen violett und nun war höchste Eile geboten.

„Radus, lass jeden vom Zeltlager hier versammeln, jeder, einfach jeder soll jetzt kommen. Wenn alle versammelt sind, dann führ sie rauf zu den Schlafstätten wo meine Familie schläft, unter dem Priesterstockwerk.“, als er fertig angesagt hatte, fing es schwer zu schneien an und Radus klopfte Laut mit den zwei Speeren in der Hand auf sein Schild und schrie_: „Versammelt euch bei eurem Apostel.“_

Die Zelteingänge wurden zur Seite geschlagen und schnell versammelten sich hunderte Echsen. Einige waren nackt und hatten ihren Gürtel in der Hand. Anderen wiederum richteten sich gerade den Gürtel und wieder anderen gähnten und sahen ihn mit rotunterlaufenden Augen an.

Tom wusste das es um die 600 sein müssten und das schafft das Stockwerk locker sie alle unterzubringen.

Eine Minute musste Tom warten, bis er feststellte, dass keine mehr dazukamen.

„Ok, ich fasse mich kurz. Radus führt euch nun ins Haus, dort ist es warm und ihr könnt euch natürlich im Haus frei bewegen. Doch hier draußen ist es nun zu kalt für euch geworden!“

Radus übersetzte und schrie das was er gesagt hatte und es wurde höchste Zeit. Denn bei vielen sah er ihre blauen Lippen.

„Geh Radus, für meine Lieben in die Wärme.“

Der voll von Narben und tätowierte Radus verbeugte sich schnell vor ihm und mit dem Speer erhoben, schrie er: „FOLGT MIR IN DIE WÄRME!“

Die blicke die er bekam und das von so vielen, bestand aus purer Dankbarkeit.

„Ich werde euch nicht vergessen, niemals!“, dachte er sich, nachdem jeder der da war, Radus zum Haus folgte. Doch nun begann seine Aufgabe und die bestand darin, dass er jetzt in jedes Zelt sah, ob nicht doch noch einer zurückgeblieben war.

Nach wenigen Minuten und während er am ganzen Körper zitterte, fand er ein Zelt, wo drei Echsen engumschlungen unter zwei dicken Decken lagen und sehr tief zu schlafen schienen. Leise ging er vor der ersten Echse in die Hocke und schüttelte sie an der Schulter. Es war eine schmächtige ältere dunkelblaue Echse, die von einem starken grünen Arm umschlungen war, die flatternd die Augen öffnete. Die bernsteinfarbenen Augen gingen auf und als die Echse erkannte, wer vor ihm stand, öffnete sie gleich grinsend die Decken für ihn und er sah, dass die ältere Echse nackt war und das von der dritten Echse weiter hinten, die Hand im Schritt hatte. Und natürlich schoss ihm der Geruch von Sperma und von Männchen in die Nase, als die Decke für ihn geöffnet wurde.

Am liebsten hätte er den Kopf geschüttelt, weil sie rauf ins Haus gehen sollten, doch dann machte es *Klick*. Es lag vermutlich, weil ihm so scheiß kalt war und auch daran was er roch, wieso er lächelnd einmal nickte und sich langsam zu der älteren Echse legte. Als sein Körper in die Wärme tauche, zischte die Echse gleich auf und schüttelte gleich die Beiden Hände die auf ihr lagen. So wurden die zwei anderen geweckt und Tom verstand nicht alles was die Echse dann sagte, aber schnell hat er dann verstanden, wieso die ältere Echse sich auf ihn und dann vor ihm gezogen an.

Mit festen Armen, heißen Körpern und strahlend warmen Lenden von den Echsen unter den Decken, wurde er umarmt und fast schon zerquetscht, weil sie sich so fest an ihm drückten. Schwere starke Beine legten sich auf seine und rieben ihn erotisch warm. Warm kam der Atem von Hinten und von vorn und einige Sekunden später, als die Echsen wirklich feststellten, wer bei ihnen unter der Decke lag, spürte Tom wie es unter den Decken zu zittern anfing.

Die dritte Echse stand nun auf und verließ das Zelt nur um kurz darauf mit noch mehr Decken zu kommen und drei weitere auf sie zu legen.

Bis in die Knochen stach die Kälte bei Tom und durch die Warmen Körper vor unter hinter ihm, und natürlich unter den Decken, taute er langsam auf. Dankend drückte er das Gesicht und die Eiskalte Nase gegen die starke und strahlendweiße Brust des Kriegers und dabei, lag er fast komplett unter den Decken vergraben.

„Danke.“, sagte er leise und schmiegte sich an die weichen und warmen Brustschuppen. Schnell wurde ihm bewusst, als er am auftauen war, was noch gegen ihn gedrückt wurde. Zwar zitterten die Echsen vermutlich vor Erregung, weil er bei ihnen lag, aber sie waren nicht erregt. Stattdessen spürte er ihre wirklich festen, dicken Hoden, die in so weichen und elastischen Hodensack gegen ihn gepresst wurden.

Wie ein zu beschützendes Kind wurde er dann umarmt und festgehalten, als die Echse feststellte, dass er nicht wegen Sex oder dergleichen zu ihnen gekommen war, sondern einfach um sich wieder aufzuwärmen.

Und sie taten wirklich alles, dass ihm schnell wieder warm wurde. Sie rieben ihn mit den Händen die Seite. Legten die Beine auf seine und umschlangen ihn auch gemeinsam den Kopf. Schnell wurde ihm so warm und dann sogar ziemlich heiß unter der Decke. Aber es war keine unangenehme Hitze, sondern eine wohlige Hitze, dich sich in ihm ausbreitete.

Aber dann wurde es doch recht unangenehm nach wenigen Sekunden und weil er auch Talus und Radus hörte, die draußen laut nach ihm riefen und suchten, stand er langsam auf, auch wenn es die drei Echsen nicht wollten.

Als er stand, standen auch die drei Echsen auf. Schnell schnappte er sich eine Decke und legte sie über die Schultern der Älteren. Das das er auch bei den anderen zwei und zum Schluss gab er alle drei Gürtel den Krieger in die Hände, er ihm die Brust dargeboten hat.

Zum Dank für die paar Minuten und ihre Zuneigung, gab er der älteren und den zwei Echsenkrieger einen wirklich saftigen Kuss auf die Lippen, und bevor er aus dem Zelt ging, legte er sich selbst eine Decke über die Schultern und verließ das Zelt, um im schweren Schneefall ihnen zuzuwinken, dass sie ihn folgen sollten.

Mit sehr großen Augen folgten ihm die drei Echsen und sahen staunend rauf in den Himmel. Er lächelte ihn zu und ganz langsam, lächelten sie auch und öffneten die Arme, um den Schnee auf ihren Händen und auf dem Körper spüren zu können.

„Tom! Das bist du ja!“, es war Radus, der als erster ihn fand und zu ihm gelaufen kam. Tom aber hatte nur die drei Echsen im Auge, einfach nur staunend rauf in den violetten Himmel starrten.

Tom genoss einfach, wie die drei Echsen vom Schneefall verzaubert waren, doch es war Zeit, dass sie nun gehen mussten und deswegen ging er wieder zu den dreien hin und hob ihre Decken, um sie wieder mit denen einzuhüllen.

Beim Umdrehen stellte er fest, das Radus nicht alleine war. Talus und Qadir waren auch da und hier und da sah er die Priester, die vereinzelte Echsen, die Radus ruf nicht gehört haben, versammelten. Haslar und Silar persönlich kümmerten sich, dass jeder eine Decke um die Schultern gelegt bekam.

„Radus, kannst du dich persönlich darum kümmern das sie raufkommen?“

Nett und sanft fragte er das seinen Freund und mit dem gleichen sanften Lächeln und einer dezenten Verbeugung, legte Radus jeder der drei eine Hand auf die Schulter um ihnen zu deuten, dass sie ihn folgen sollen.

Hinter Qadir sah es so aus als ob nun die letzten versammelt waren und gerade als Radus die Gruppe von circa 20 Echsen fortführte, sah er Haslar und Silar leicht lächeln und sich vor ihm zu verbeugen. Nun konnte Tom noch breiter grinsen und genau mit dem grinsen, widmete er sich Qadir zu.

„Tom…!“

„Qadir?“

„Wo… wo warst du nur? Wir haben uns solche Sorgen gemacht!“

„Ich habe Zeit für mich gebraucht.“

„Aber du hättest doch zumindest was sagen können?!“

„So wie du gesagt hast, dass du dich einrauchst und dich mit Kajal, Cibeleus und Jonas vergnügst?“

Qadir wollte schon was sagen, aber dann klappte die Schnauze fest zu.

„Auch ich brauche Zeit für mich, nicht nur ihr! Du bist der Geschäftsführer, nicht ich! Es obliegt in deiner Hand das das Haus läuft! Und was wäre dann geschehen, wenn was Ernsthaftes passiert wäre? Du konntest nicht einmal stehen, geschweige denn reden!“

Qadir ballte die Hände zu Fäusten und sah ihn nun mit einem festen Blick an.

„Dennoch, hättest du zumindest was sagen können!“

„Qadir! Schau mal was hier ist! Die Echsen wären über Nacht erfroren! Hast du irgendwas in die Wege geleitet?! Ich muss mich um sie kümmern, ich MUSS mich um das Haus kümmern, ich MUSS mich um die Gäste, die Jungs und den Ablauf kümmern und um das verdammte ganze ARCHAISCHE REICH!!! Also sei bitte so nett und gib mir zumindest vier Stunden Zeit für mich, nach den letzten zwei Monaten, wie ich mich WIEDER um alles gekümmert habe!“

„Tom… das ist jetzt wirklich nicht fair!“

„Stimmt, das ist wirklich nicht Fair! Es war nicht fair von dir dich einfach zurückzuziehen und dich einfach weg zu rauchen! Es ist nicht fair, dass womöglich die Stimmung im Haus im Keller ist, nur weil ich für vier Stunden keinen sehen wollte! Wo warst du, um alles ins Lot zu bringen? Hast du schon die Stationen begutachtet? Sind die Gäste zufrieden? Stehen meine Stellvertreter auch nicht gelangweilt rum?“

„DU HAST IHNEN DOCH DIE AUFGBABEN GEGEBEN!“

„JA! ABER DU ALS GESCHÄFTSFÜHRER MUSST AUCH EIN AUGE AUF SIE HABEN! ES KANN EINFACH NICHT SEIN, DASS, WENN ICH MAL NICHT FÜR KURZE ZEIT DA BIN, ALLES DEM BACH UNTERGEHT! SO WIE HIER!“

Gerade als Qadir aus der Haut fahren wollte, schritt Talus dazwischen. Zwei schwere Hände legten sich auf ihre Schultern und dann, drückten sie zu. Sie beide stießen die Luft raus vor schmerz und knickten fast ein und kurz bevor sie auf ihre Knie fielen, ließ Talus auch schon wieder los.

„Ihr beide habt Recht.“, stellte Talus recht, während Qadir und Tom sich die Schulter hielten beim Wiederaufrichten.

„Tom du hättest wirklich was sagen sollen, einfach damit der Betrieb weiterlaufen kann.“, sagte er bestimmt an Tom gerichtet, doch als er sich vor Qadir stellte, stemmte er die Hände in die Hüfte.

„Aber Tom hatte bei jedem Punkt Recht, Qadir. Es geht nicht, dass der General nicht mehr Zurechnungsfähig ist und wenn er sich besaufen will, dann braucht er einen Stellvertreter. Und der General ist für alles Zuständig. Nicht nur für einen Trupp, sondern für die ganze Arme, für das Lager, für die Versorgung, für die weiteren Ziele und auch für die Stimmung. Wenn es einem General über den Kopf wächst, dann holt er sich einen zweiten General dazu. Es muss immer einen General da sein, für alle Fälle. Und er muss auch die Augen offen haben, falls ein Kommandant kurz vor dem zusammenbrechen ist, wie bei Tom. Tom kümmerte sich gerade um zwei Armeen, wofür normal auch zwei Generäle da sein sollten. Und um diesen Missstand auszubügeln, sollte der Stab besser kommunizieren und jeder braucht Zeit für sich. Falls der General sich vollsaufen will, dann muss der Kommandant einspringen, das gleiche aber auch umgekehrt.“

Qadir wie auch Tom, sahen zu Talus rauf und sie beide gestanden sich ein, dass sie beide Fehler begangen haben.

„Talus, bringst du meine Fünf auch rauf? Ich möchte mit Qadir kurz alleine sprechen.“

Talus nickte Tom zu und ging an Qadir vorbei um ins große Zelt zu gehen.

Kurz sahen sich Tom und Qadir in die Augen und sie beide fühlen sich gerade wie Kinder, die gerade von der Mutter einen auf den Deckel bekommen haben.

„Tja…“

„Ja Tom, Talus hat recht. Wir sollten uns besser absprechen.“

Tom nickte.

„Wie machen wir das dann Qadir?“, fragte Tom nun sehr sanft.

„Also… die letzten Tage waren deine Stellvertreter nicht wirklich ausgelastet… muss ich sagen.“

„Ja, so sah ich das auch, doch wenn sie nicht ausgelastet sind, dann kommt dann zu viel auf unsere Schultern rauf.“

„Naja… nicht wirklich. Wir könnten… eine Rotation einführen, Tom.“

„Wie meinst du das?“

„Naja… du könntest auch meinen Job übernehmen, wenn ich mal… frei brauche und das gleiche auch umgekehrt.“

„Stimmt, aber ich muss sagen, dass ich mit dem Archaischen Volk schon wirklich ausgelastet bin. Qadir… Sartesh und Albrecht, die zwei solltest du alles zeigen. Sie zwei wissen wie der Hase läuft. Der Rest ist für den Posten wirklich nicht geeignet, vielleicht noch Banestra, aber meine Familie brauch auch unseren Präsenz, zwei müssen mindestens für sie da sein.“

„Einer und der wäre wie von Anfang an besprochen Ratahl. Barbos kann noch helfen, aber gleichzeitig soll er ein Auge auf die Gäste bei den Tieren haben.“

„Gut, dann Lofar macht weiter, die Resonanz auf die Tageszeitung ist sehr gut.“

„Dem stimme ich zu Tom. Dann noch Bernhard, Viktor und wenn er wieder das ist, Estolfo.“

„Die sollen die Runden, die Beschwerden machen und allgemeine für die Gäste da sein, wobei Viktor denke ich für die Ställen am besten geeignet ist.“

„Gut Qadir, dann sollen gleich alle drei in erster Linie im Haus sein und dann sich um die Tiere im Stall kümmern, wobei die Tiere die Priester machen, deswegen sollen sie sich abwechseln im Haus. Damit ich die Zeit für mich und die Echsen habe.

„Abgemacht!“, sagte Qadir laut und gab Tom die Hand.

Und Tom schlug ein und ihm fiel ein Stein vom Herzen.

„Achso, da du nun heute übernehmen wirst, wollte ich sagen das ich mit dem kranken Adelbert in die Stadt fahre.“

„Tja, dann wird wohl das Event ausfallen mit dir als Belohnung.“

„Verschieb es am besten einfach auf übermorgen… Morgen Nachmittag. Ich werde nämlich morgen die ersten Echsen anhören, die schon so lange auf mich gewartet haben. Dann kommen noch die ganzen Riten… es steht so viel an und ich habe alles vor mir hergeschoben, weil immer was dazwischenkam…“

„Gut, ok,… ich hab’s ja verstanden. Ich streiche deinen Namen und füge meinen hinzu, dann hast du morgen den ganzen Tag für dich und auch übermorgen.“

„Danke, dann besprechen wir Übermorgen, wie lange du frei braucht, um Albrecht, Banestra und Sartesh alles zu zeigen.“

„Machen wir das so! Achso… Tom… Andreas ist hier mit seiner ganzen Truppe und den Jungs und sie warten oben bei dir.“

„Ähm… leider… habe ich keine Zeit…“, sagte Tom verschwitzt und kleinlaut und auch Qadir sah nun ratlos aus.

„Naja Tom… da sie einfach so aufgetaucht sind ohne uns bescheid zu sagen, müssen sie sich in Geduld üben, würde ich sagen.“

„Weißt du wie lange sie hier sind, Qadir?“

„Ich habe da irgendwas gehört von vier oder fünf Tagen und sie wollen denke ich am vierten Tag eine Gartenfeier machen.“

„Ziemlich ungünstig…“

„Ja, leider…“

„Gut, dann machen wir dennoch so. Bestimmt werden sie mich dabeihaben und an dem Abend werde ich einfach überall verkünden, dass die Geschäftsführung für die Restliche Nacht nicht zur Verfügung steht und wenn es nur Kleinigkeiten sind, dann sind Barbos, Lofar und Ratahl da.

„Klingt vernünftig, dann werde ich Andreas gleich Bescheid geben, dass du bei der Gartenfeier sicher dabei bist, aber bis dorthin kaum Zeit für sie hast. Sie sollen einfach im Haus arbeiten, die Gäste aussaugen und niederreiten und falls du doch noch Zeit haben solltest, dann wird es kurzfristig werden, oder?

„Ich bitte dich darum Qadir!“

Wieder schlugen sie ein und sie gingen dann gemeinsam ins Haus rein.

Drinnen im Speisesaal war nun Stoßzeit. Alle Plätze waren nun besetzt. Es wurden sogar weitere Tische und Stühle aufgestellt und man hörte laut wie gegessen, geschnitten und auf den Gabeln aufgespießt wurde. Es wurde geredet, gelacht und man hörte sie sogar singen. Und das spielte die Rasse keine Rolle. Ein Schäferhund und eine dunkelgrüne Archaische Echse hielten sich an den Schultern fest, während sie den Humpen Bier in der Höhe heilten und einfach irgendwas laut sangen.

„Achso Qadir, wenn du schon zu Andreas unterwegs bist, dann soll er sich gleich die Neuen unten in den Schlafsälen anschauen, die als nächste Gruppe zum See kommen. Finn sollte mitkommen, damit der ihnen unsere Sprache beinbringt.“

„Das ist schon erledigt, Tom!“, schrie nun Qadir.

„Wie das?“

„Einige dieser Echsen können auch unsere Sprachen, hauptsächlich sind das Händler, die werden es dann den Kriegern und den Rest beibringen.“

„Super!“, schrie Tom noch lauter und kurz bevor sie den Speisesaal verlassen haben, blieben sie stehen. Denn es wurde schnell ganz still im Raum und da drehte sich beide um. Es standen nun alle Archaischen Echsen und hatten die Augen geschlossen. Ein tiefer Bass rollte über sie hinweg, als an die dreihundert Kehlen mit tiefer, klarer Stimme einen Singsang anstimmten. Es war Atemraubend, wie ihr ganzer Körper vibrierend darauf reagierte.

Die Echsen kamen langsam zusammen und immer mehr hörte sich das so an, als ob es aus einer Kehle kam. Er sah, wie die dreihundert Tränen vergossen und aus diesem Singsang und diesem tiefen Bass, wurde es schlagartig hell und hoch bis es zu einem wirklichen Gesang wurde, wobei die Hälfte noch immer den tiefen Bass angab.

Und schlagartig stellte sich Tom vor, wie er oben an einem Gipfel stünde und auf das ganze Archaische Reich runter sah. Und so schnell der Gesang kam, so schnell verschwand der auch wieder und wurde wieder zum Bass und zum Singsang. Dann war nur noch der Bass zu hören, die dreihundert Echsen mit ihren Stimmbändern in den Lungen produzierten.

Bis es immer leiser wurde.

Und endete.

Tom war ganz ergriffen und sein Herz verliebte sich in das Volk und er war auch der Erste, der laut und mit voller Kraft, und auch zu Tränen gerührt, zu Klatschen anfing.

Keiner schaute zu ihm, außer die dreihundert Echsen, die mit feuchten Augen realisierten, wer er war und so tatsächlich die Gefühle freien Lauf ließen. Aber dann kam es schnell, sehr schnell und sehr laut, als der ganze Saal aufstand und mindestens so laut wie er klatschten.

Tom konnte sich nicht nehmen, zu ihnen zu gehen und die ersten zwei Archaischen Echsen an den Hälsen zu umarmen. Beiden gab er einen festen Kuss auf die Wange und danach wandte er sich an die anderen.

„Danke, sehr schön!“, sagte er in ihrer Sprache und er sah, was diese drei Wörter bei ihnen anrichtete. So gerne hätte er jede Träne die floss aufgefangen, doch stattdessen zeigte er ihm, dass sie alle nun in seinem Herzen waren, dass er diesen Moment für immer im Kopf behält. Und während noch lauter geklatscht wurde, holten die anderen Gästen einen Humpen Bier für die dreihundert und der ganze Saal, stieß mit den gleichen worten an, die Tom zu ihnen gesagt hat.

„SALCHZ SALZ`AR!“

„DANKE, SEHR SCHÖN!“

Qadir war höchst erfreut und sehr zufrieden, wie Tom reagiert hat und es war wirklich wunderschön gewesen, was die Echsen gesungen haben. Aber eines zeigte es ihm, nämlich, wie tatsächlich das Archaische Volk auf Tom reagierte. Das, als Tom mit diesem komischen Rock rausging um die *Pilger* zu begrüßen, tat er schnell als nur vorübergehend ab. Doch das diese Worte von Tom diese Starken Krieger so sehr berühren konnte, sodass sie schwer zu weinen anfingen, zeigte ihm Toms Einfluss vor den eigenen Augen. Vielleicht steckte doch mehr dahinter, als nur notgeile Echsen die einen weißen Dalmatiner ficken wollten. Er ließ nun diese Möglichkeit offen, als sich Tom neben ihn gesellte und sie gemeinsam weitergingen.

Bei den Aufzügen blieben sie stehen.

„Ich muss runter Qadir.“

„Ohne Radus?“

„Stimmt… er ist vermutlich noch oben.“

„Tja, dann kannst du mal jedem Hallo sagen, bevor du dir den Abend frei nimmst.“

Grinsend sah Tom hoch und nickte dann.

„Was machst du?“

„Ich werde jetzt die Runden drehen und mir dabei überlegen, wie morgen die Besprechung ablaufen wird und dabei überlege ich mir auch alle Eventualitäten, die auftreten können.“

„Mach das und… tut mir leid Qadir wegen vorhin.“

„Ach was, Kajal muss ab und an auch herhalten. Jeder muss einmal den Druck ablassen.“

Wieder gaben sie sich die Hand und es war Qadir, der ihn dann umarmte und festdrückte. Eine sehr angenehme innere Ruhe kam dann ein beim betrachten der schließenden Aufzugstür und wie ihn Qadir selbstsicher anlächelte. Gäste gingen an ihm vorbei, die ihn anstarrten. Seine Jungs, die er kaum kannte, lächelten ihn freundlich zu und grüßten ihn mit einem „Hi Tom!“.

Nicht umsonst stand er hier, denn er hat vergessen was er gerade wollte. Er sah sich um, sah an sich runter und langsam konnte er wieder einen Plan fassen. Und diesmal ging es nicht um das Haus, oder um das Archaische Volk, sondern nur um ihn und was er wollte. Und wie es der Zufall wollte, sah er bei einem Greifengast der Flügel hatte und an den Beinen, die beim Bademantel unten zu sehen waren, tigerstreifen zu sehen waren, Lofar.

„Lofar!“, sagte er Laut und Lofar und der Greifengast drehten sich um. Lofar war im vergleich zum Gast ein Berg. Der Gast, wirkte Jung und doch sah er in dessen gelben und bernsteinfarbenen Augen eine Schärfe, der er selten gesehen hatte.

„Kannst du dir den restlichen Abend frei nehmen, wir machen einen Ausflug!“

Beide Greife fingen zu grinsen an und obwohl Lofar ihn in die Augen sah, ging der Blick des Gastes an seinen Körper runter. Kurz stellte er sich vor, wie er mit beiden im Bett war.

„Kann ich. Ich brauche aber noch ein paar Minuten.“

„Gut, wir treffen uns in einer Stunde unten beim Hof und schau das du warm eingepackt bist!“

So höflich wie immer Lofar war, verbeugte der sich kurz, bevor dann beide Greife sich wieder zum Lift in den zehnten Stock wandten. Auch Tom ging zu seinem Aufzug und die zwei Priester die Wache beim Lift standen sahen ihn mit verliebten feuchten Augen an. Sie zitterten bei seiner Anwesenheit, während sie warteten und als die Tür aufging, legte er seine Hände auf ihre Schultern. Diese Geste war einfach nur dazu da, um ihnen zu zeigen, dass er wieder da sei und sich diese Hingabe sich bedankte.

„Sagt mal, was war das für ein Lied?“, sie fuhren runter und Radus der vor ihm stand, drehte halb den Kopf zu ihm nach hinten.

„Es ging darum, wie wunderschön unser Land ist… war vor Hundert Jahren.“

„Es war eine Lobpreisung unserer Herkunft Tom.“, fügte Talus hinzu und das war genau das, was sich Tom vorgestellt hatte, als die Tür wieder aufging und sie im Untergeschoss waren.

Qadir

Kurz sah er sich um im runden Gang und es war kein Gast da. Mit voller Kraft schlug er seine Faust gegen die Steinwand und fluchte einmal laut und derb. Kakal der bei ihm war, nahm gleich zu ihm nach vorne und legte beide Hände auf seine Wangen, bevor Kajal die Stirn auf seine legte.

Die angenehme Wärme, Kajals Geist und völlige Liebe, waren wieder da und es war so groß, wenn nicht sogar größer. Er hörte und wusste jeden Gedanken den Kajal hatte und auch Kajal, nahm alles wahr von Qadir.

Es dauerte nur ein paar Sekunden, bevor sich Kajals Stirn wieder hob und sie sich voller liebe ansahen.

„Sie hatten Recht! Ich habe den geschminkten Pudel gespielt, während fast alles auf Toms schultern lag. Ich… ich muss mich zusammenreißen Kajal. Minerva hat nicht umsonst alles in meine Pfoten gelegt.“

„Dann… bilde mich auch aus, mein Liebster Qadir!“

„Willst du das wirklich machen?“

„Ist immer noch besser, als dir andauernd hinterherzulaufen. Ich pack das doch, denn ich habe den besten Lehrer auf den Kontinent an meiner Seite.“

Qadir lächelte breit, weil er wusste, dass man sich auf Kajal verlassen konnte.

„Gut, in drei Tagen, wo ich Albrecht, Sartesh und Banestra zu mir hole, bist dann auch mit dabei. Aber glaub mir, es wird nicht so spannend, wie das was wir hier machen.“

„Das ist mir egal und glaub mir, wenn ich sage, dass ich schon vieles weiß. Vergiss nicht, ich habe viel gesehen in den letzten Jahren.“

„Das glaube ich.“, war alles was er sagte, bevor er sich dem Bild recht wandte. Es war ein Bild mit Rinel und Leon, die es wild in einem großen Saal trieben. Lautlos schwang das Bild auf und dahinter sah mein ein Umlegschaltern und drei Knöpfe. Zuerst drückte er kurz zweimal den schwarzen Knopf und zweimal ertönte hier im Gang eine Sirene.

Nach fünf Sekunden kam dann der rote Knopf dran und gleich danach der blaue. Und ganz zum Schluss, wurde der Schalter umgelegt.

„Der Schwarze Knopf ist für die schweren roten Vorhänge die jetzt aus der Wand fahren in jedem Zimmer. Der Umlegschalter lässt jetzt das weiche Glas runter, dass sich dann fest macht und die Balkone zu Winterbalkone macht. Der rote ist die Bodenheizung in den Zimmern und der blaue ist die Heizung hier im Gang.“

„Ok und was kommt jetzt?“

„Jetzt Kajal, gehen wir in jedes Zimmer und schauen ob es auch passt. Du aber fährst jetzt in ein anderes Stockwerk und machst dann das gleiche, was ich gerade gemacht habe, so sind wir dann viel schneller mit dem fertig.“

Kajal grinste breit und nickte dann.

Qadir hätte nicht gedacht, dass es jetzt schon soweit wäre, aber es wurde wohl Zeit das ihr Haus sich für den Winter wandelt. Innerlich hoffte er wirklich, dass alles reibungslos vonstattengeht.

Adelbert

„Wann kommt Tom?“

„Er wird schon kommen Vahl. Er musste noch was erledigen bevor er kommt.“

Sie beide saßen auf Vahls Bett und starrten Justin an der mit den Rücken zu ihnen auf der Seite lag. Benjamin hörte sich das Herz an und untersuchte die Beutel und danach. Gleichzeitig bewegte der dann die Beine und Arme des Jungen. Die Beine wurden gestreckt und massiert. Das gleiche bei den Armen und fingern. Auch der Hals wurde sachte massiert. Danach setzt der der vor Justins Po und hob das Tuch, um darunter eine Schalte zu legen.

Sie beide wusste was jetzt kam, denn das tat Benjamin schon das zweite Mal. Auch der Darm musste sich entleeren und da Justin schlafen gelegt wurde, braucht der deswegen etwas Unterstützung.

„Bist du nervös Vahl?“

„Ja…“

„Brauchst du nicht. Tom wird sicher zustimmen.“

„Bestimmt…“

„Vahl… was beschäftig dich?“

„Es ist… ich mache mir Sorgen… Gedanken darüber… Götter…“

„Was?“

„Wenn… wenn mich ein Gast… wählt… was ist wenn der aus der Stadt kommt und mich kennt? Was ist… wenn es einer von DENEN ist?“

Adelbert sah hinunter auf Vahls Hand, die fest seine umschloss.

„Ich denke nicht Vahl, dass DIE 30 Gold bezahlen, um dich zu bekommen.“

„Das weißt du nicht Adelbert.“

Obwohl Adelbert Vahl Gesicht nicht sah wegen seiner Bandage am Kopf, umschlang er ihn mit dem anderen Arm um den Hals und drückte ihn fest an sich. In seinen Hals flüsterte er dann ganz leise rein.

„Wir haben Mittel um festzustellen, ob jemand das Anwesen mit schlechter Absicht betritt. Wir wären vorgewarnt und es würden dann alle Ritter und Wachen nach dieser Person suchen.“

„Wirklich?“, flüsterte ihn Vahl von der Seite zu.

„Ja, wirklich. Also, du bist sicher im Haus, wenn du die Beine spreizt.“

Vahl drückte seine Hand noch fester.

„Du Adelbert?“

„Ja?“

„Das klingt jetzt… etwas schwul und so… vielleicht sehr… aber… aber… wir sind doch Freunde, oder?“

„Klar sind wir das!“

„Okok… öhm… könnten ich und Justin… bei dir… leben?“

„Willst du kein eigenes zu Hause haben?“

„Schon… aber… aber… wir wären alleine und so… und… jetzt da ich so viel Zeit mit Justin verbracht habe und… mit dir… früher… habe ich wenig Zeit mit Justin verbracht und schon damals mit meiner Frau, bevor sie mich verließ. Ich… ich vermisse einfach jetzt die alten Zeiten und bei dir… glaubst du… das könnte funktionieren? Darf ich und Justin? Wird dein Weib es… ich würde euch jede Nacht für euch da sein, egal für was!“

„Ach Vahl…“

Adelbert drückte seinen Freund noch fester.

„Du hast Angst, das verstehe ich! Ich werde es mit Gertrude besprechen. Und wenn du aufhörst ein Arschloch zu sein, dann wird sich auch sicher Ja sagen dazu.“

Für ein paar Sekunden wurde es still und in der Zeit ließ ihn Vahls Hand los und dann wurde er an der Schulter umschlungen.

„Ich Danke dir Adelbert. Du schuldest mir nichts und dennoch gibst du mir alles. Wenn ich ein Arschloch noch wäre, dann hätte ich das ausgenutzt, aber jetzt… jetzt habe ich ein Gewissen. Und ich stehe wirklich sehr tief in deiner Schuld.“

„Du Schuldest mir nichts Vahl. Falls du in unser Haus einziehst, dann ist es auch dein zu Hause, aber Gertrude hat die Hosen an. Sie führt das Haus und stellt die Regeln auf, die wir alle befolgen müssen.“

„Das macht mir nichts. Und wenn wir uns auch noch verstehen, dann freue ich mich sie kennenzulernen. Ich stelle mir vor, wie wir drei draußen sitzen und ein Bier trinken. Wie die Sonne auf uns scheint, während unsere Kinder spielen, oder schwimmen. Wie du mich… in deinen Armen hältst…“

„Das klang jetzt schwul!“

„M-Mir… mir egal.“

„Wirklich?“

„J-Ja… in… deinen Armen…“

„Ist schon gut. Wenn du willst, dann komm einfach.“

„Darf… ich dann auch dich…?“

„Umarmen? Sicher!“

„Danke…“

Adelbert ließ Vahl los, doch Vahl behielt den Arm um Adelberts Schultern. Mittlerweile war Benjamin fertig mit Justin und strich fest mit der Handfläche den ganzen Rücken rauf und runter.

„Adelbert?“

„Hm?“

„Wenn es was wird, dass ich und Justin zu dir komme, wo werde ich und mein Junge schlafen?“

„Für Justin werde ich ein Bett in Chris Zimmer aufstellen. Das Zimmer… wird in nächste Zeit kaum, bis gar nicht mehr benutzt werden.“

„Wieso?“

„Weil mein kleiner schwul ist und zu einem Jungen von Tom wurde. Er wird jetzt ausgebildet und sie nennen das die *Eingewöhnungsphase*. Er wird dort schlafen, mit anderen Gästen schlafen und am Wochenende erst zu uns kommen. Oder nach der Arbeit, so genau weiß ich das jetzt nicht. Auf jedenfall werden sie, also Chris und Justin, gemeinsam in die Schule gehen.“

„Das klingt schön mit der Schule gehen.“

Das fand Adelbert auch und dabei fiel ihm auch noch was anderes ein. Steffen würde ja bei ihnen auch Wohnen, wieso dann nicht auch Sarus Frau Christin? Das wäre sozusagen Perfekt für alle. Besonders für ihn!

„Und wo werde ich schlafen?“

Adelbert musste einfach grinsen.

„Wo würdest du gerne schlafen?“

„Ähm… das überlasse ich ganz dir. Ich kann die Couch nehmen, falls ihr eine habt. Sogar der Boden wäre mir recht.“

„Ach komm, sicher hast du schon eine Vorstellung Vahl. Raus mit der Sprache!“

„ÄHM…! M-Muss ich das laut sagen? Ich… denke du… weißt es… ODER?“

Nun umschlang Adelbert Vahl an der Hüfte, die von keinem Kleidungsstück verhüllt war.

„Im Bett wird es schön warm sein. Ich werde das sein, meine Gertrude und wenn mein Vorschlag angenommen wird, dann kommt noch eine überaus warme Gepardin dazu. Und ab und zu wird auch von der Gepardin der Mann hinzukommen. Also kalt wird dir nicht werden.“

„Dann… dann…!“, Vahl zitterte leicht und Adelbert dachte sich das es wohl die Vorfreude auf dieses Bild war.

„Jep. Wir sind da sehr offen und mit stört es überhaupt nicht. Doch du musst da im Bett auch offen sein.“

„Ich denke mir…, dass ich das… schon dir gezeigt habe.“

„Apropos, wie wars?“

„Uiuiui… sehr intime Frage.“

„Ich weiß, also?“

„Ähm… joa… ehrlich?“

„Nur raus mit der Sprache.“

„Solltest auch Mal probieren, ehrlich!“

„Wirklich?“

„Joa Adelbert, wirklich. Es ist… wow… wenn ich das früher schon gewusst hätte… und dann, als du mir einen runtergeholte hast… beides… einfach nur wow…!“

Sogar Vahl, der wirklich das Gegenteil von Schwul war, war sprachlos deswegen. Dann wird es endlich Zeit für Adelbert es auch mal zu probieren und vielleicht würde es bei diesem Ausflug passieren. Auf jeden Fall würde er Tom deswegen ansprechen.

„Vahl, jetzt Mal eine Frage und ich möchte das du sie ehrlich beantwortest.“

„Frag ruhig, jetzt gibt es bei uns ja keine Hürden mehr.“

„Glaubst du das du jetzt schwul bist, oder wirst? Wie siehst du dich jetzt?“

„Wow… das ist… eine sehr gute Frage… ich dachte mir, du fragst mich ob ich dir einen runterholen soll, oder, dass du mich nochmal… du weißt schon. Aber das…, dass ist eine sehr gute Frage.“

Es wurde still im Raum und ein neuer Beutel wurde angeschlossen, nachdem der Beutel mit gelber Flüssigkeit entfernt wurde.

„Ich denke… dass ich nicht schwul bin. Aber wenn… also, wenn du zu mir kommst, dann sage ich auch nicht nein.“

„Und wenn es nicht ich bin?“

„Dann habe ich keine Angst davon.“

„Und was ist mit Küssen?“

„Du willst wirklich alles wissen… Phu… darf… wollen wir…?“

Da wurde Adelbert ganz aufgeregt. Bis jetzt hat er nur mit Tom etwas geküsst. Aber was wäre, wenn es jetzt mehr wird. Aber wenn er schon eh jetzt sich vorgenommen hat auf Tom zuzugehen, dann wäre etwas herumschmusen auch nicht mehr eine große Sache.

„Dann machen wir das gleich mit Zunge, oder?“

Nun zitterte Vahl stark am ganzen Körper und der Arm, um seinen Schultern, glitt rauf zu seinem Kopf. Sanft legte sich Vahls Hand auf seinen Hinterkopf und drehte ihn leicht nach rechts. Zweimal roch er Vahls Atem, der warm und süßlich roch, bevor sich die überaus weichen Lippen auf seine legten. Noch mitten im ersten Kuss, der in seinen Augen sehr schön war, drückte er Vahl fester an der Hüfte zu sich. Beim zweiten Kuss, öffnete Vahl leicht die Lippen und er spürte dessen Zungenspitze, die langsam zwischen seine glitt. Adelbert war nun so nervös, wie beim ersten Kuss mit Gertrude und da er den Vorschlag gemacht hatte, erwiderte er die gleiche Geste und öffnete auch langsam die Lippen und bewegte die Zunge raus, die sanft und nass über die von Vahl fuhr.

Vahl schnaufte laut und tief aus, als sie weiter die Schnauze öffneten und immer tiefer mit der Zunge in das Maul des anderen fuhren. Sie beide schmeckte fast in selben Augenblick den anderen und die anfängliche Nervosität verschwand schnell bei Adelbert, als Vahl tatsächlich sein Speichel das erste Mal aufsog und schluckte. Daraufhin drehte Vahl den Kopf leicht nach rechts, öffnete weiter die schnauze und drang noch tiefer in Adelbert ein. Da traute sich auch Adelbert Vahls Speichel zu kosten und es war anders als damals, aber nicht schlecht, sondern irgendwie heiß. Heiß und verboten fand er es und auch völlig neu.

Bestimmt fühlte das auch Vahl und weil es nicht schlecht war und Vahl recht lecker schmeckte, drehte er den Kopf nach links und in den nächsten Sekunden, verschmolzen sich ihre Schnauzen, vermengte sich ihr Speichel und ihre Zungen spielten das Liebesspiel der Zungen.

Adelbert schnaufte zufrieden aus und zog sich langsam zurück, genauso wie Vahl. Sie leckten sich beide die Lippen trocken und Vahls Hand legte sich wieder um seine Schulter. Der Pumakörper den er an der Hüfte festhielt hörte allmählich auch zu zittern und dabei, machte sich Vahls Kopf gemütlich auf seiner Schulter.

Es mussten keine Worte gesprochen wurden, denn beide wussten, wie sie nun dazu standen und es war jetzt nichts so, als hätte es ihnen nicht gefallen.

Dennoch, Adelbert wollte es nun wissen.

„Hats dir gefallen?“

„Hats dir gefallen Adelbert, es war dein Vorschlag.“

Adelbert seufzte, weil sein Selbst Bild sich doch etwas gewandelt hat.

„Ähm… *seufz*… es war, wie mit Gertrude… sehr schön…“

„Finde… ich auch Adelbert. Es fühlte sich sogar nicht mal so Falsch an, oder?“

„Ja… war wirklich ok. Und man muss sich mal vorstellen, dass nicht einmal Liebe im Spiel war!“

„Adelbert?“

„Sag, oder frag einfach.“

„Findest du mich heiß?“

Karl

Wilhelm kam langsam in Gang. Der Kater braucht die paar Schritte um den Kreislauf in Schwung zu bringen und schaffte es schon ohne Pauls Hilfe stehen zu können. Dennoch, hielt sich Wilhelm am Berglöwenjungen fest und auch umgekehrt und es schien, dass sie schon mehr als nur vertraut waren. Besonders da Paul im Lendenschurz ununterbrochen erregt war und man es mehr als deutlich sehen konnte.

Karl stellte auch fest, nachdem er erfahren hat in welchen Zimmer Hator war, wie es in den Gängen langsam richtig warm wurde, schon fast zu warm im Bademantel. Als er zur Seite nach seinem Richard sah, spürte er seine Schmerzen in den Gelenken die bandagiert waren.

„Wenn du willst… du musst nicht dabei sein mein Liebster?“

„Ist schon ok mein Gatte. Ein Weibchen muss doch an der Seite seines Gatten bleiben, oder?“

„Du bist doch nicht mein Weibchen, du bist mein Richard!“

Richard schüttelte leicht den Kopf und ein Bild blitzte in Karl wie ein Blitz auf.

Grinsend musste Karl einfach den Kopf schütteln.

„Keine Schnüre in nächster Zeit mein Lieber.“

Karl Blut war nun in Wallung und das gleiche sah er auch bei Richard, da sich der Bademantel in höhe der Hüfte langsam von selbst öffnete. Schnellt ging er zu seinen Gatten hin und schloss ihm fest den Mantel wieder zu.

„Wir müssen uns jetzt etwas zusammenreißen Richard.“

„Ich weiß… aber du bist einfach zu heiß Karl.“

„Richard! Du weißt worum es hier jetzt geht, also reiß dich verdammt nochmal zusammen!“

Er musste laut werden. Diese Stunde war jetzt sehr wichtig für sein Land. Schon länger hat er das Archaische Reich auch als seins betrachtet. Denn die Entscheidung Richard zu heiraten, hat er schon vor Tagen gefasst. Nicht nur weil Richard sein Herz erobert hatte, sondern auch weil es Politisch ein Goldschatz war und das wusste Richard genauso. Richard hat nun zugriff auf die Drachen, auf Goldnirs Samen und sie haben schon darüber gesprochen, wann Richard Goldnir sehen durfte.

So blieben sie einige Minuten stehen im Gang vor Hators Tür. Sie beide atmeten aus und tief ein. Wilhelm indessen hatte die Schnauze mit Pauls verbunden und schlürfte den Jungen laut aus.

„Was für ein Paradebeispiel für den Kontinent!“, gab Richard den Gedanken an Karl weiter und Karl sah durch Richards Augen wie vorne bei Wilhelms Mantel was Feuchtes und Dunkelrotes raus sah.

„Tja, ich denke das wird nicht besser, also, fangen wir an.“

Karl wandte sich der Tür zu und klopfte dreimal stark an.

Und nun warteten sie.

Eine Minute verging.

Die zweite verging und gerade als er nochmal klopfen wollte, ging die Tür auf und ein brauner älterer, nackter Puma öffnete die Tür. Sekunden darauf verbeugte sich der Puma leicht und Karl sah, wie der schlaffe hellrosarote Penis des Pumas fingerlang runterhing.

„Mein Pharao ist schwer beschäftigt, daher würde ich sie Bitten morgen vorbeizukommen.“

„Ich ging davon aus. Aber es ist wirklich, sehr wichtig. Bitte sagt euren Pharao, dass König Karl, König Richard und König Wilhelm ihn sprechen müssen.“

Der nackte Diener sah sie einen nachdem anderen an, um sie dann wieder zu verbeugen und die Tür vor ihnen zu schließen.

„Ist das jetzt gut?“, fragte Richard.

„Werden wir gleich sehen.“

Sie mussten einige Minuten warten, bis die Tür wieder aufging.

„Mein Pharao erwartet euch, bitte tretet ein.“

Die Tür ging auf und drinnen brannten zwei Feuerschalen neben dem Bett. Richard und Karl betraten das erste Mal ein Zimmer von Haus Rosé und sie beiden stellen fest, dass es schlicht, aber sehr angenehm eingerichtet war. Natürlich wussten sie, woher die Inspiration kam und in Richard kam ein seltsames Gefühl auf, nämlich Heimweh.

Sie sahen weiter hinten neben dem Becken, das hinter dem Bett war, den Paharo in einem Bademantel auf sie wartete. Im Bett lag jemand, ein Jaguar und sofort erinnerte sich Karl an ihn, Otto.

Aber es war komisch sich an ihn zu erinnern, etwas passte nicht und er schlussfolgerte, dass es wohl an seinem Gedächtnis lag. Der Puma legte sich zu Otto ins Bett und hielt ihn dann nur fest. Es schien, als ob Otto schlief und deswegen verhielt er sich ruhig und schritt voran zum Pharao.

Pharao Hator grüßte sie sogar mit einem Lächeln und bat sie mit einer Geste der Hand sich zu setzen. Sie tat es und es missbilligend sah er, wie sich Paul auf Wilhelm sah und einfach weiterschmuste.

„Den können wir vergessen, der ist einfach nur zu geraucht.“, kommentierte Richard, aber Karl ließ Wilhelm noch nicht fallen.

„Ihr wolltet mich sehen König Karl.“

„Bitte, nur Karl Pharao Hator.“

Hator sah sie alle einen nachdem anderen an und nickte.

„Gut, dann wollen wir uns heute in meinem Zimmer alle par Vornamen ansprechen. Also, weshalb wollen mich drei Könige sprechen?“

Nun sprach Richard.

„Hator, unsere Königreiche, als meins und Karls, hatten immer recht neutrale Beziehungen mit eurem Reich. Doch der Winter steht vor der Tür, der erste Schnee fällt und es gibt kein Krieg mehr, womit ich meine Bevölkerung versorgen kann.“

Nun machte Karl weiter.

„Deswegen sind wir hier, um ein Handelsvertrag mit euch und eurem Reich zu verhandeln.“

Hator verschränkte die Arme und lehnte sich nach hinten in den Stuhl.

„Wie sieht dieser Vertrag in euren Augen aus?“

Da sprach Richard wieder.

„Damit mein Volk über den Winter kommt, brauchen wir täglich zwei Schiffsladungen an Getreide, und das über den ganzen Winter und über den ganzen Frühling hinweg. Dafür würden wir Pro vollem schiff 100 Goldmünzen bezahlen.“

Jetzt fingen die Verhandlungen an, dass wusste Karl.

Doch.

Die Verhandlungen verliefen anders, als erwartet.

„Guter Anfang und ich bin gewillt das anzunehmen. Doch wie ihr wisst, ist eine Schiffsladung voll mit Getreide, leicht 500 Goldstücke wert, in winter sogar 700! Aber die Hundert werde ich annehmen, WENN…!

Hator machte eine Pause und das gefiel Karl und Richard überhaupt nicht.

„… ihr mir all eure Krieger und Drachen ein Jahr lang überlässt!“

Sie beide waren bestürzt von dieser Forderung. Aber Karl dachte weiter, anders als Richard, der sofort beide Fäuste auf den Tisch knallen ließ. Karl war verwundert das das Glas nicht einfach in Millionen Teile davongeflogen war.

Natürlich sprang jeder im Bett auf. Wilhelm hörte mit dem Schmusen auf und Gepard und Berglöwe sahen zu Richard. Karl sah Hator interessiert an. Hator sah selbstsicher Richard an.

Karl wusste was Richard als nächstes machen wollte und er fand ihn nun noch heißer und geiler, dennoch musste er ihn jetzt Einhalt gebieten und deswegen legte er einen Arm auf seine Schulter. Allein seine Berührung glättete die Wogen und etwas besorgt sah Karl wie die Bandagen an den Handgelenken sich rot färbten.

„Ich entschuldigen mich für meinen Gatten, Hator. Darf ich fragen, wieso ihr danach verlangt?“

Hator sah ziemlich locker nun Karl an.

„Ihr wisst es schon, so klug schätze ich euch schon ein.“

Karl schluckte schwer.

„Einverstanden.“

„WAS!“, feuchte ihn Richard von der Seite an.

Karl stand auf und ging zum Bettkasten, wo neben drei leeren Gin Flaschen, noch eine halbvolle Weinflasche standen. Den kippte er sich einen in den Rachen und natürlich spürte er jeden Blick auf sich haften. Nach einen seufzen und leichten rülpsen, stellte er die Flasche zurück und kam auch zurück zum Tisch um sich mit beiden Handflächen am Tisch abzustützen und jeden am Tisch anzusehen.

„Richard… wieviel Krieger und Kriegsechsen, und ich meine die großen, die mittleren und die Belagerungsbestien, sind bereit sofort aufzubrechen.“

„Moment, hohoho, was soll der Scheiß?“

Karl bemerkte das, sogar Wilhelm mit den roten Augen nun halbwegs den ernst der Lage begriff und sich nun auf die Runde konzentrierte.

„Ich erkläre es einmal für jeden am Tisch.“, sprach nun Karl mit leiser Stimme.

„Wie wir alles wissen, bereitet sich das Menschliche Reich auf einen Krieg vor. Unsere Informationen nach, wird das Reich Ascardia, also Pharao Hators Reich das Ziel sein. Wir wissen nicht, wie groß die Streitmacht der Menschen sein wird. Wir wissen nicht, wie weit fortgeschritten sie sind. Das letzte was ich gelesen habe, bevor ich den Kontakt zu meinem Spion verloren habe war, dass die Menschen eine Flotte von knapp 300 Kriegsschiffen haben und die Information ist über ein Jahr alt. Das klingt nicht nach sehr viel, aber sagen wir mal… wenn sich ein ganzer Kontinent nur auf Kriegsschiffe konzentriert, dann kann man leicht 300 Schiffe alle drei Monate produzieren. Also gehen wir davon aus, dass das Menschliche Reich nun 1500 KRIEGSSCHIFFE hat, worauf jeweils 100 Fußsoldaten passen, dann hätten sie eine Streitmacht von knapp 150 000 Soldaten. Das ist wirklich ernst zu nehmen.“

„Und? Was sind schon 150 000 Soldaten? Ich habe mehr als das Zehnfache davon.“, gab Richard zurück und klang nun ziemlich ruhig.“

„Weißt du zufällig wie groß die Schiffe sind? Vielleicht passen ja auch 200, oder sogar 300 rauf? Schon der letzte große Krieg haben wir haushoch verloren, weil wir nicht auf ihren technologischen Stand waren. Mit der Anzahl, haben sie unseren Kontinent überrannt und ein Massensterben verursacht. Ich… würde jetzt nicht sagen, dass wir technologisch schlecht aufgestellt sind, aber wir entwickeln und nicht gerade in Richtung Krieg, wie es die Menschen die letzten 200 Jahre machen! 200 Jahre technologisch sind sie uns überlegen in Sachen Kriegsführung! Wir… Wir müssen einfach mindestens 10 zu 1 in der Übermacht stehen, damit wir überhaupt einen Hauch einer Chance haben.“

„Dann sollten wir jetzt unbedingt meine Krieger hier auf dem Kontinent lassen! Weil falls sie auch ein Angriff auf uns ausüben…!“

Karl schüttelte den Kopf.

„Denk weiter mein Gatte. Wenn Hators Reich fällt, dann können die Menschen von überall angreifen. Wir hätten nur noch uns und wir sind gerade noch am Aufbau als Kontinent. Und wenn sie Hators Kontinent unter Kontrolle haben, dann haben sie auch ihre Ressourcen und dann wären die Menschen nicht mehr aufzuhalten. WIR MÜSSEN… dann genau zuschlagen, wenn sie die ersten Schritte auf sein Land tun. Mit ganzer Macht und Gewalt müssen wir zuschlagen und ihnen auch zeigen, dass wir stark sind, obwohl wir technologisch weit abgeschlagen sind.“

Es wurde kurz still und das nutzte Hator aus.

„Karl hat völlig recht. Ich habe Drei Millionen Krieger und meine Priester, aber wir wissen nicht, was sie haben und bis jetzt, kam kein Spion in das Land der Menschen rein. Richard, wieviel Krieger und Kriegsbestien können über den Winter in mein Reich übersetzen?“

„Du weißt schon Hator, dass wir gerade von der größten Mobilmachung in der Geschichte dieses Kontinents reden?“, sagte Richard nun totenernst.

„Ich weiß und ich würde das nicht Verlagen, wenn ich es nicht genauso sehen würde wie Karl. Meine Leute sind nicht Kriegserfahren. Sie sind Kinder im vergleich zu euren Kriegern. Dennoch haben sie den Mut eines Kriegers, aber ich gehen davon aus, dass uns die Menschen einfach überrenne werden.“

Richard stand auf und hatte die Hände zu Fäusten geballt. Karl konnte spüren wie es seinen Gatten innerlich richtig in alle Richtungen zerreißt und der Herrschaftsring an seinen Finger, vibrierte, weil jeder Spion fast in Panik alle Zahlen zusammensuchen. Nicht nur die Zahlen im eigenen Land, sondern insgeheim auch die Zahlen der anderen Länder und deren Aufstellung der Armeen.

„Wir reden davon… meine Krieger in den Tod zu schicken…“, sagte Richard und auch Karls Herz war voller Trauer.“

„Nicht nur deine, Richard.“, sagte Hator und dessen Gesicht war gefasst.

Karl zog sich vom Ring völlig zurück und ging die eigenen Zahlen durch.

„Ich kann… 2 560 467 Krieger schicken und dazu noch 30 000 Kriegs und Belagerungsbestien schicken.“, resigniert klang Richards Stimme und Karl konnte wirklich mitfühlen. Denn diese Zahl, war einfach nur traurig. 40 Prozent der Bevölkerung des Archaischen Reiches würde sehr wahrscheinlich nicht mehr lebend zurückkehren. Im schlimmsten Fall.

„Das klingt gut, sehr gut.“, erleichtert atmete Hator durch und sah hoch zur Decke.

„Wann könnten sie aufbrechen?“

„Am besten, wenn die ersten Schiffe von euch kommen Hator.“, gab Richard zurück.

„Also in zwei Wochen?“

„Drei, weil wir durch Karls Land und durch das Königreich Lisia marschieren müssen.“

„Drei Wochen also… ich denke… das geht sich aus…“

Karl atmete laut aus und sah rüber zu Hator.

„Ich habe 30 Drachen. Das ist mein ganzer Bestand und mehr kann ich nicht geben, weil ich sonst die Drachenzucht einstellen kann. Zusätzlich habe ich 3000 Ritter, die euch im Krieg gute Dienste leisten werden.“

Dann wandte sich Karl an Wilhelm. Wilhelm stand auf und zitterte am ganzen Körper.

„Ich… I-Ich… werde sofort mit allen Königen und Kaiser sprechen!“

Karl aber schüttelte den Kopf.

„Mach es morgen, nachdem Frühstück. Aber du musst was anderes machen. Ich und Richard, wir sind ein Staat, eine Nation. Wir werden bei unseren Kriegern bleiben und neben ihnen Kämpfen. Du… du aber… Wilhelm… mein Patensohn… du musst jeden überzeugen unseren Kontinent zu schützen, falls doch ein Angriff der Menschen erfolgt. Sie werden schnell und unbarmherzig sein…“

Karl konnte durch den Ring die überwältigende Trauer von Richard spüren und das brachte ihn fast zum Weinen. Doch gleichzeitig fühlte er, wie sich eine kleine Flamme in Richard bildete, die Flamme des Zorns, die Flamme des Krieges und sein Gatte, platzte jetzt fast vor Kraft und Tatendrang. Diese Vorfreude wieder in der Hitze einer Schlacht zu stehen, wo jede Archaische Echse mit Schwanz, Klauen und Reißzähnen seine Feinde zerfetzt, überwältigte Karl beinahe.

Doch Karl gab sich der Illusion nicht hin. Vor sich sah er die Abbildungen in den Geschichtsbüchern, womit die Menschen vor 200 Jahren sie alles fast ausrotten ließ. Diese Feuerbüchsen, diese *Kanonen*, waren einfach nur dazu gedacht zu töten. Sein Kontinent hatte damals einfach keine Chance.

Da fiel Karl was ein und er musste deswegen Lachen, auch wenn es ein trauriges Lachen war.

„Das bedeute für uns beide Richard, dass wir kurz nach unserer Hochzeit, kurz nachdem Axel die Krone überreicht bekommt, wir beide in den Krieg ziehen werden.“

Ohne was zu sagen, ging Richard zu ihm, stellte sich hinter ihm hin und nahm ihn in die Arme.

„Ich und dachte wir würden noch viele, viele Jahren zusammen sein.“

„Das werden wir auch… nachdem Tot…!“

„Das wollte ich nicht hören Karl…!“, Richards Tränen fielen auf seinen Kopf und selbst, konnte er die Tränen nicht mehr zurückhalten.

Da funkte Hator dazwischen.

„Ich denke nicht das es soweit kommt. Vereint werden wir sie schlagen können. Da bin ich mir sicher und es ist egal, ob sie una technologisch überlegen sind. Sie können einfach nicht auf einmal 500 000 Soldaten auf einmal landen lassen, wir aber hingegen können unsere gesamte Streitmacht einsetzen. Und, wir haben höchstwahrscheinlich die Lufthoheit mit Karls Drachen.“

„Nicht aber über See, die Speerschleudern, oder was die Menschen nun haben, sind bestimmt auf den Schiffen montiert. Ich würde alle Drachen verlieren, bevor sie überhaupt in Reichweite für ihren Angriff wären.“

„Stimmt, falls sie aber doch noch Fuß fassen können, dann werden sie von deinen Drachen begrüßt. Deswegen und weil die Archaischen Krieger die besten auf euren Kontinent sind, werden wir obsiegen, doch die Zeit ist knapp.“

Richard hob den Kopf, den er auf Karls gedrückt hatte und sah mit nassen Augen rüber zu Hator.

„Meine Generäle wissen schon bescheid und werden nun alles vorbereiten, damit die ersten Krieger in zwei Wochen durch das Portal schreiten können.“

Hator stand auf und wandte sich an Pestos. Ein blick genügte und Pestos sprang vom Bett auf und zog eine große Tasche unterm Bett hervor, um Feder, Pergament und Feder hervorzuholen.

„Ich Hator, Neith Sohn, Gottkaiser von Ascardia, der von der Sonne kam, stimme dem Handel und den Kriegsvertrag überein. Hiermit werden wir geeint stehen, als Freunde und Verbündete. 100 Jahre soll die Freundschaft zwischen meinem Reich und euren Kontinent herrschen. Möge uns die Sonne, die drei Archaischen Götter und die Neun, segnen und beschützen.“

Schrieb und sagte Hator und überreicht den ersten, größten und Wichtigsten Vertrag aller Zeiten auf dem Kontinent, um ihn an Karl und Richard weiter zu geben.

„Mögen uns alle Götter, egal welche, beschützen!“, sagte Karl mit fester und trauriger Stimme, als er die Feder von Richard überreicht bekam.

Doch eines zweifelte Karl an.

Er würde bestimmt sein Land nie wieder sehen.

… Axel…!