Camilla - Die Eroberin, Kapitel 1

Story by SethGodofChaos on SoFurry

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Ein Bild auf furaffinity, welches von Vela12334 stammt und eine Fuchswölfin namens Camilla Queen darstellt und diese ihr/sein OC ist, hat mich sehr inspiriert. Also fragte ich, ob ich eine Geschichte zu ihrer/seiner Süßen schreiben darf. Sie/Er hat zugestimmt und so bin ich mittlerweile über Kapitel 1 hinaus. Wie viele es werden weiß ich noch nicht. Im Moment sind es zwei und nächste Woche kommt wieder eins dazu und dann noch eins und ....


Kapitel 1

„Guten Morgen“, säuselte die Stimme des Weckers, „es ist 8 Uhr und der 05.06.2120. Das Wetter ist heute sonnig mit einer Temperatur von 28 Grad Celsius und einer Bewölkung von Null Prozent. Der Methangehalt der Atmosphäre ist unbedenklich, die UV-Strahlung lässt sich auch ohne erweiterten Sonnenschutz ertragen, ebenso der Ozongehalt. Es gibt keinerlei besondere Vorkommnisse innerhalb der Stadt Boston und auch im Umland meldet die Polizei nichts Besonderes.“

Camilla ließ ihre Augen geschlossen, drehte sich in ihrem Bett zur Seite, weg von der Stimme und fuchtelte mit der rechten Hand durch die Luft, um den Wecker zum Schweigen zu bringen.

Es gelang ihr auch, allerdings wusste die Fuchswölfin, dass allein durch eine Handbewegung sich die Höllenmaschine nicht permanent abwürgen ließ und sie in genau 10 Minuten zur erneuten Attacke ansetzen würde.

Also blieb ihr nichts anderes übrig, als in den Tag zu starten.

Sie streckte sich ausgiebig, schlug die leichte Bettdecke zurück und gähnte herzhaft.

Camilla Queen war eine stattliche Fuchswölfin, hatte halblanges rötliches Fell, eine sehr weibliche Figur, welche ihr den Ruf einer draufgängerischen Vampirin eingebracht hatte und einen sehr durchdringenden Blick.

In Wahrheit war Camilla eher zurückhaltend, hatte buchstäblich Haare auf den Zähnen, was sie zu eben jener Zurückhaltung zwang, denn in der Vergangenheit war sie schon des Öfteren angeeckt. Ihr tiefgründiges Lächeln ähnelte sehr entfernt der Mona Lisa, bei der man auch nicht klar erkennen konnte woran sie in diesem Moment dachte.

Es handelte sich nicht schlicht um Charaktereigenschaften der Fuchswölfin, sondern auch um eine Art Schutz. Sie war jetzt 26 Jahre alt, im besten Alter. Andere hatten Kinder, hatten Familie und einen ruhigen Lebensstil, aber nicht Camilla, nein, sie war eine Archäologin, die in ihrem Betätigungsfeld aufblühte, zwar Eltern und einen Stiefbruder hatte, aber sich lieber in der Fremde herumtrieb. Außerdem war sie nicht nur im Sternzeichen der Jungfrau geboren, sondern behütete es bei ihr selbst auch.

Okay, sie hatte Gelüste, aber ihre Finger waren Freund genug und kannten die intimsten Punkte um möglichst schnell zu befriedigen. So tat sie es um Stress abzubauen oder nach einer schweren Mission einfach runterzukommen und schnell zu entspannen.

„Guten Morgen…“, begann der Wecker wiederholt.

Diesmal jedoch eindringlicher und lauter. Es reichte ihm nicht, dass Camilla aufrecht saß, er wollte ihre Stimme hören und sich somit vergewissern, dass die momentane Körperhaltung nicht nur einem halbschlafenden Reflex entsprang.

„Halt die Klappe“, schnauzte die Fuchswölfin in seine Richtung und brachte ihn augenblicklich zum Schweigen, aber nur damit er fast zeitgleich mit aktuelleren Themen anfing.

Ach ja, ich vergaß den Wecker vorzustellen.

Der Wecker ist kein normaler, der einfach auf einem Schränkchen herumsteht, etwas kantig wirkt und nur eine Aufgabe kennt – seinen Besitzer zu vorher festgelegten Zeiten aus dem Schlaf zu reißen, zu nerven und am Ende zu unüberlegten Handlungen zu treiben, welche dieser spätestens am Abend darauf bitterlich bereut.

Nein, dieser Wecker hatte einen Namen und hieß Frank Simson, war wie Camilla aufrechtgehend, ein Dobermann und trotzdem künstlich. Er war Camillas Butler, hatte eine sehr gehobene KI, war stets zu diensten, immer mit dem Internet und anderen Kommunikationskanälen gekoppelt, diskret und verschwiegen. Na ja, bis auf diesen einen Moment, wenn er Camilla wecken sollte und dies auch sehr ausführlich wahrnahm.

„Miss Queen“, hub Simson an, „darf ich sie daran erinnern, dass sie sich heute mit ihrem Stiefbruder in der Stadtbibliothek treffen wollen. Er hatte sie vor einer Woche ausdrücklich darum gebeten.“

„War das heute?“, maulte die Fuchswölfin leicht missmutig.

„Ja, sonst würde ich sie nicht darauf hinweisen.“

„Ach, schalt einfach ab. Ich bin gerade nicht in Stimmung, um mich volllabern zulassen.“

„Wie sie wünschen Miss Queen, aber es ändert trotzdem nichts an dieser Tatsache.“

„Wie wäre es, wenn Du mir eine Tasse Kaffee bringst?“, knurrte Camilla.

„Sehr gerne. Ich bin in Kürze zurück“, säuselte Frank Simson und verließ das Schlafzimmer.

Während ihr Butler beschäftigt war und sie ungestört, erhob sie sich gänzlich und schritt gemächlich ins Badezimmer, ließ die Tür offen und sah in den Spiegel.

„Alt siehst du aus“, murmelte sie zu ihrem Spiegelbild. „Aber da ist immer noch das Feuer und das wird keiner löschen.“

Sie betrachtete sich ausgiebig, schaute an sich herab, auf ihr Fell, ihre Narben. Auf der rechten Flanke zog sich ein langer Riss, welchen sie sich auf einer Expedition in Nepal eingehandelt hatte. Glücklicherweise war er gut verheilt und durch das Fell kaum sichtbar.

Damals, sie war noch sehr unerfahren, legte sie sich mit einem Stier an. Es ging nicht einmal um die ganz große Beute, sondern lediglich um einen Diamanten, dem man magische Kräfte nachsagte. Wie die allerdings aussehen sollten, wusste keiner und auch bis heute noch nicht.

Jedenfalls war der Stier nicht sonderlich begeistert als Camilla auftauchte und ihm die Beute streitig machen wollte. Es kam zum Kampf, die Fuchswölfin gewann, der Stier war anschließend nur noch ein Ochse, sie nahm den Diamanten an sich, die beiden Juwelen des Rindes eierten einen Abhang hinunter und er anschließend ebenfalls. Der Fall war erledigt und der Diamant fand einen Platz in einer sicheren Kammer zur Verwahrung, fern jedes unbefugten Zugriffes.

Ein kleinerer Schnitt befand sich auf ihrem linken Oberschenkel, nahe der Leistengegend und zog sich über die linke Schamlippe bis kurz vor ihren Kitzler.

Der stammte von einer Auseinandersetzung mit mehreren Wölfen, besser gesagt Werwölfen.

Die Horde war der Meinung, dass sie selbst eine gute Beute für eine schnelle Nummer wäre. Aber so weit kam es nicht. Ihr Stiefbruder und auch ihr Butler waren im gleichen Hotel einquartiert wie sie, gleiche Etage, die Zimmer direkt zur Linken und Rechten, hörten ihre Schreie, eilten zu Hilfe, rissen zwei von ihnen von Camilla weg, machten kurzen Prozess.

Der dritte zog jedoch ein Messer, war der Meinung, was er nicht haben kann, soll auch kein anderer bekommen. Camilla schlug nach dessen Hand, konnte ihn abwehren, seine Hand von ihrem Oberkörper und damit einem tödlichen Stich ins Herz abbringen, was jedoch zur Folge hatte, dass das Messer mit der Spitze ihr diesen Schnitt einbrachte.

Glücklicherweise war sie zu diesem Zeitpunkt auch nicht in ihrer Hitze.

Camilla war sich ihrer weiblichen Merkmale sehr wohl bewusst, aber auch, dass sie keine gewöhnliche, durchschnittliche Fuchswölfin war. Eher war sie ein typischer Hybrid, bei denen alles immer etwas größer oder üppiger ausfiel als bei den Eltern.

So waren ihre Brüste größer als normal. Nicht riesig oder komplett übergroß, aber sie selbst würde zwei Hände pro Brust benötigen um sie halbwegs gut zu umfassen und ihre schlanke Taille unterstrich ihre Oberweite und ließ sie groß wirken, wenn auch trotzdem in passender Proportion und sehr geschmackvoll geformt. Und, dass sie zum damaligen Zeitpunkt nicht in Hitze war, rettete ihren Kitzler vor einer extrem schmerzhaften Erfahrung und sie vor einem tödlichen Blutverlust.

Sehr früh stellte Camilla nämlich fest, dass ihre normalerweise kleine Lustlinse, die sich schamvoll in ihrem vorbestimmten Winkel versteckte, während dieser bestimmten Tage auf freche Art und Weise ihren Platzbedarf ausufernd erweiterte, sich breit machte, an Länge gewann, sich mit Blut füllte und Form und Größe einer sehr großen Bohne annahm. Dabei auch noch an Empfindlichkeit gewann und die Fuchswölfin es in dieser Phase vorzog, entweder das Haus gar nicht zu verlassen oder, welch Glück, dass sie gerne leichte Kleidung und zuweilen auch Röcke trug, einen eben solchen anzog und auf einen Slip gänzlich verzichtete.

Während sie also vor dem Spiegel stand, in Gedanken versunken, langsam über ihre Brüste strich, letztendlich bei ihrem Unterbauch und ihren Schamlippen ankam, kurz über ihren Kitzler massierte, welcher anzeigte, dass sie in Hitze war, sie ein Gefühl der puren Lust überkam, sie wusste, dass der Dobermann-Butler verschwiegen war und selbst, wenn er hinter ihr stand, nichts passieren würde, gab sie ihren Fingern das Kommando es zu vollenden.

„Miss Queen, ich werde, während sie unter der Dusche sind, aufwischen. Ich hoffe, dass sie Spaß hatten.“

„Frank, auch wenn sie nur künstlich sind. Eine solche Frage ziemt sich nicht für einen Butler.“

„Sehr wohl Miss Queen“, bestätigte der Dobermann.

„Aber falls es wichtig sein sollte für ihre Schaltkreise… Ja, es hat mich körperlich entspannt. Jetzt werde ich duschen, dann den nunmehr kalten Kaffee trinken, mich anschließend anziehen und in die Bibliothek fahren.“

„Sehr wohl. Darf ich ihren Ausgehgarderobe fertig machen?“

„Nur eine leichte Bluse und einen Rock. Wie du bemerkt hast bin ich in der Phase.“

Vor unbestimmbarer Zeit hatte Sich Camilla dazu durchgerungen ihrer Butler durch diesen einen definierten Begriff auf ihren Umstand hinzuweisen. Somit wusste er auch woran er war, auf was er zu achten hatte und konnte besser mit den Stimmungen seiner Herrin umgehen.

„Sehr gerne“, bestätigte Frank und ging zum Kleiderschrank, während die Fuchswölfin sich mit einer warmen Dusche verwöhnte und ihren Körper und Geist in einen Ausgehzustand brachte.

Eine halbe Stunde später war sie soweit, ihr Fell war trocken, weich, ihr Lippen umspielte ein tiefgründiges Lächeln, ihr Blick hatte wieder diesen hintergründigen Tiefgang und ihre Kleidung war leicht, luftig, aber umhüllte sie ausreichend.

Als sie die Villa verließ, spannte sie den Sonnenschirm auf, schlenderte die Treppe hinunter und bestieg den Wagen.

„Sind sie soweit, Miss Queen?“, fragte Frank auffordernd.

„Nun fahr schon los“, grummelte sie und lächelte etwas mehr, „ich werde auch nicht jünger und bin jetzt doch neugierig auf das, was mein Stiefbruder wieder mal hat.“

„Sehr gerne“, erwiderte der Dobermann und schaltete den Antrieb ein. Gehorsam setzte sich der Wagen in Bewegung, folgte er seiner Zielprogrammierung und erreichte nach einer guten Stunde den Vorplatz der Bibliothek des Ortes.

„Oh nein“, entfuhr es der Fuchswölfin, „meine unerwünschte Anhängerschar ist auch wieder vor Ort.“

„Darf ich vorschlagen, dass wir hinter das Gebäude fahren und sie den Personaleingang benutzen?“

„Das wäre zwar ein netter Versuch, aber Feigheit vor dem Feind. Außerdem haben die eh schon den Wagen gesehen und halten sich lediglich zurück. Ich möchte aber trotzdem mal wissen, woher die ganzen Vollpfosten wissen, dass ich hier auftauche?“

„Das müssen sie ihren Stiefbruder fragen“, hub Frank Simson an und deutete mir der linken Hand zum Eingang und die Treppe empor. Dort erschien nämlich wie gerufen ein Wolf, gekleidet wie ein typischer Beamter und äugte hinab und damit zu Camillas Limousine.

„Was zum Geier…“, knurrte sie und öffnete die Tür selbst, stieg aus und blieb am Fahrzeug stehen.

Sie wusste eh, dass sie nicht weit kommen würde, bevor sich die Hand voll Fans und auch die drei Idioten von der Presse auf sie gestürzt hatten.

Zielstrebig begab sie sich die Treppe hinauf, visierte ihren Stiefbruder Stephen Fang an und wurde auf den letzten Metern passend abgefangen.

„Miss Queen“, schrie einer der Reporter, „was hat ihr Stiefbruder entdeckt?“

„Miss Queen, wie geht es ihnen heute?“, folgte der zweite.

„Miss Queen, was haben sie in der Zwischenzeit gemacht, nachdem sie den Diamanten aus den Klauen des Torides-Clans gerissen hatten?“

Keiner konnte es erwarten und so machte die Fuchswölfin kurzen Prozess.

„Erstens: Ich weiß es nicht, aber ich bin hier um es zu erfahren und sie halten mich gerade davon ab, was ich im höchsten Maße respektlos empfinde. Zweitens: Mir geht es gut, wenn ich davon absehe, dass ich gerade in Hitze bin und eigentlich dauergeil. Aber meine gute Erziehung sorgt dafür, dass ich Jungfrau bin und auch bleibe und vor allem, dass ich ihnen nicht die Eier abschneide, wie ich es bei dem Stier des Torides-Clans tat. Wären damit ihre Fragen ausreichend beantwortet?“

Die Reporter beließen es dabei, standen wie angewurzelt da, sagten ihr gegenüber nichts mehr und starrten der weitergehenden Camilla Queen hinterher.

Anschließend schauten sich die drei leicht verwirrt an.

„Charmant wie immer“, murmelte einer, während der andere mit den Schultern zuckend hinzufügte: „Und vor allem so … direkt.“

„Ja, ein Blatt vor den Mund hatte die Gute noch nie genommen. Aber das scheint ja gerade bei ihren Fans gut anzukommen“, fügte noch schnell der Dritte hinzu und deutete auf den kleinen Pulk der Fans.

„Sie mag zwar eine erstklassige Archäologin sein, aber irgendwann übertreibt sie es oder gerät an den Falschen.“

„Das bleibt zu befürchten.“

„Sie erinnert mich immer mehr an diese Lara Croft.“

„Lara Croft war ein Computerspiel und damit rein künstlich. Die hier ist echt.“

„Außerdem war diese Croft ein Mensch, Camilla ist eine Fuchswölfin.“

„Na und? Ich bin ein Hengst“, wetterte einer der Reporter weiter, „und trotzdem nur ein Reporter bei einem zweitklassigen Blatt.“

„Oh, kommt da Neid gegenüber ihren Kollegen auf?“, witzelte ein Opossum, welches sich genähert hatte, zum Pulk der Fans gehörte und das Gespräch belauschte.

„Was finden sie an dieser Camilla Queen so aufregend?“, fragte der Reporter-Hengst.

„Wo soll ich anfangen?“, überlegte das Opossum.

„Am besten nur Fakten und sagen sie bloß nicht, dass es an ihren dicken Titten liegt.“

„Fakten, hmmm… Sie ist unkonventionell.“

„Wie meinen sie das?“, bohrte das Pferd.

„Nehmen sie die Archäologie wie eine Art Sex.“

„Hä?“

„Lassen sie mich doch einfach ausreden.“

„Entschuldigung.“

„Es gibt verschiedene Arten von Sex. Es gibt ihn mit sogenannten Spielzeugen, mit einem Partner des anderen Geschlechts, mit einem Partner des gleichen Geschlechts, mit Hermaphroditen.“

„Och bitte, kommen sie zur Sache.“

„Bin gerade dabei. Egal mit welchem Geschlecht man Sex praktiziert. Es kommt auf die Art und Weise, auf den Weg zum Ziel, an.“

„Das klingt jetzt interessant. Sie haben mich neugierig gemacht.“

„Blümchensex, harten Sex, Sex mit Fesseln, Sex in unterschiedlichen Stellungen, den schnellen Sex und den ganz langsamen, bei dem man das nervige Gefühl hat niemals zum Ziel zu gelangen, aber die Gier, dass es nie aufhört, geradezu überwältigend ist“, erklärte das Opossum weiter.

„Ich beginne langsam zu begreifen“, intonierte der Hengst.

„Sehen sie, es ist die Kombination mit der Camilla Queen an ihre Entdeckungen herangeht. Sie bevorzugt eigentlich das Blümchen und die ganz einfache Stellung, am besten schnell zum Ziel. Aber, wenn sie dann anfängt, macht sie alles bedächtig, immer schön langsam und mit Genuss. Bei ihr ist zwar die Gier zum Ziel zu gelangen da, aber der Weg ist für sie der eigentliche Höhepunkt und jede Szene auf diesem Weg ist ein kleiner Orgasmus, einer nach dem anderen und dann kommt das große Finale und die totale Erschöpfung, die Befriedigung aller Sinne und das in höchster Form.“

„Sie schwärmen ja regelrecht von ihrem Idol“, stellte der Hengst fest.

„Sie sollten sich genauer mit ihren Entdeckungen und wie es dazu kam beschäftigen, dann wissen sie warum ich so spreche. Bis dahin empfehle ich mich und wünsche einen angenehmen Tag“, sagte das Opossum noch und verschwand.

Innerhalb der Bibliothek war die Luft konstant trocken, kühl und es roch muffig.

„Wie geht es Dir, Schwesterherz?“, begann Stephen, welcher Camilla vor der Eingangstür schnell gegriffen und nach innen gebrachte hatte.

„Nachdem du mich einer Entführung gleich ins Gebäude gezerrt hast und ich nun hier stehe, recht normal“, entgegnete die Fuchswölfin und schaute den Wolfsrüden scharf an.

„Das freut mich. Aber normal bist du nicht, warst du noch nie. Außerdem trägst du wieder einmal deine Phase-Kleidung.“

„Oh, es freut mich ungemein, dass dir das auffällt und daher solltest du auch vorsichtig und gewarnt sein.“

„Es wird ganz was anderes passieren, wenn ich dir von meiner Entdeckung erzähle.“

„Wie schön. Es beruhigt mich wirklich, dass nicht meine Hitze und damit verbundene Geilheit hier besprochen werden soll, sondern, dass es tatsächlich um etwas Wichtiges geht.“

„In der Tat. Aber begleite mich nach oben. Du wirst staunen.“

„Es würde mich überraschen, wenn du wirklich einmal etwas bahnbrechendes gefunden hättest“, witzelte Camilla, während sie ihrem Wolfs-Stiefbruder folgte.

„Ich darf doch bitten. Immerhin hast du mir den Gefolge-Diamanten und deinen ach so triumphalen Sieg über den Anführer des Torides-Clans zu verdanken.“

„Auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn.“

„Diesmal dürfte ich aber alles toppen. Glaub mir“, sagte er noch und öffnete eine Seitentür. „Darf ich bitten?“, fügte er noch rhetorisch hinzu und zeigte auf den Innenraum.

„Wenn wir schon mal hier sind, kann ich mir das ja auch mal ansehen.“

„Zu viel der Gnade, eure Göttlichkeit“, stichelte er und schloss die Tür hinter sich. „Die Schriftrolle liegt auf dem Tisch.“

Camilla beugte sich über eine unübersichtliche Masse von Schriftstücken, Rollen, Papieren und Bildern. „Welche soll es sein? Kannst du hier vielleicht mal aufräumen? Wie sieht das hier überhaupt aus? Du bist kein Bibliothekar, du bist ein Messi“, grollte die Fuchswölfin.

„Gemach, gemach“, entschärfte Stephen die Situation und griff nach einem Pergament. „Das hier ist es“, intonierte er feierlich.

„Sieht erstmal nach nichts aus“, sinnierte Camilla und nahm es dann genauer unter die Lupe.

Sie betrachtete es sehr lange, legte es schließlich wieder auf den Schreibtisch, betrachtete es nochmals und schaute dann zu ihrem Stiefbruder.

„Da fehlt doch noch was“, forderte die Fuchswölfin schließlich auf, ihr alles offenzulegen.

„Richtig.“ Er stellte sich neben sie und griff nach den Bildern, legte sie der Reihe nach neben die Schriftrolle.

„Jetzt ergibt es einen Sinn“, hub Camilla an und begann den Text mit den astronomischen Aufnahmen zu vergleichen. „Wenn das stimmt, dann befindet sich da draußen etwas. Etwas, was im Infrarotbereich sehr stark strahlt, im sichtbaren Licht ebenso sporadisch erkennbar ist und in der Region Sirius B liegt.“

„Auch das ist richtig.“

„Eine Ahnung was das sein könnte?“, hakte Camilla nach.

„Nicht wirklich.“

„Laut der Schriftrolle, soll ein Gerät, etwas technisches, etwas dämonisches, in seine Einzelteile zerlegt worden sein und wurde in verschiedenen Bereichen der Galaxis versteckt.“

„Erinnert dich das an etwas?“, fragte Stephen und schaute seine Stiefschwester durchdringend an.

Die Fuchswölfin überlegte eine Weile und kratzte sich unter dem Kinn. „Osiris!“, entfuhr es ihr plötzlich.

„Volltreffer! Die Sache mit Osiris und Seth.“

„Sollte das etwa bedeuten, dass die alten Ägypter tatsächlich Kontakt hatten und die Götter existierten? Dass der Mord des Seth an Osiris wirklich stattfand und seine Teile nicht über Ägypten, sondern über die Milchstraße verteilt wurden?“

„Wie im Himmel so auf Erden! Du kennst die Weisheit, die Grundlage der ägyptischen Kultur“, mahnte Stephen.

„Das wäre jetzt aber wirklich etwas und nicht nur etwas kleines, sondern etwas verdammt großes“, sagte Camilla und seufzte laut.

„Die Frage ist nur, wo fangen wir an?“, hakte Stephen nach.

„Mein Interesse hast du auf jeden Fall geweckt“, begann Camilla und fing an zu grinsen. „Die Frage ist, wie fangen wir es an, vor allem ohne das es zu viele mitbekommen.“

„Du meinst…“, hub Stephen an und wurde von Camilla unterbrochen, „… meine Fans und die Presse.“

„Wir sollten erstmal herausfinden wie wir dahin kommen?“, mahnte der Wolf.

„Das lass mal meine Sorge sein“, beruhigte seine Stiefschwester ihn. „Ein passendes Schiff werden Frank und ich besorgen. Du bleibst ganz entspannt und sorgst dafür, dass es keiner merkt.“

„Alles klar, Schwesterchen“, frohlockte der Wolf und klopfte ihr auf die rechte Schulter.

„Freu dich nicht zu früh. Ich fahre jetzt heim und packe unsere Sachen“, stellte Camilla fest und verließ den Raum, die Bibliothek und bestieg den Wagen. „Frank, wir haben viel zu tun, sehr viel sogar.“

„Sehr wohl, Miss Queen! Was haben sie vor?“

„Fahren sie uns heim. Ich erkläre alles unterwegs.“

„Sehr gern.“

„Miss Queen. Ich muss sie dringend davor warnen sich auf diese gefährliche Reise zu begeben“, stellte Frank Simson fest, nachdem Camilla ihn aufgeklärt hatte.

„Ich weiß ihre Fürsorge zu schätzen, aber ich werde nicht zögern.“

„Miss Queen! ...“

„… Ich weiß wie ich heiße und nein!“, unterbrach ihn Camilla.

„Es ist sinnlos. Vollkommen sinnlos. Wenn das ihre Eltern wüssten.“

„Die sind nicht hier und werden es auch nicht erfahren. Ansonsten deaktiviere ich sie und jetzt werden sie freundlicherweise ein passendes Schiff organisieren. Von mir aus auch eine Ausflugsreise mit all inclusive. Irgendwas, was uns in Richtung Sirius B bringt“, ordnete die Fuchswölfin an.

„Sehr wohl, Miss Queen. Trotzdem bin ich damit nicht einverstanden.“

„Sie müssen nicht einverstanden sein, es reicht, wenn sie mich und Stephen begleiten und meine Eltern nicht informieren.“

Der Dobermann seufzte, hob auf eine urtümliche Art und Weise die Arme, welche zeigen sollte, dass er hilflos war und sich in sein befohlenes Schicksal ergibt.