Camilla - Die Eroberin, Kapitel 15

Story by SethGodofChaos on SoFurry

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Kapitel 15

„Captain“, säuselte Isis überschwänglich erfreut, als das Trio die Brücke betrat.

„Jetzt wird es langsam aber sicher eine Verschwörung“, knurrte Onaris.

„Keine Sorge meine Liebe, keiner wird ihr Schiff klauen“, beschwichtigte die menschliche Göttin.

„Warum beruhigt mich das trotzdem nicht?“

„Miss Isis“, mischte sich Degreen ein. „Es ist mir eine Ehre sie auf der Brücke zu sehen.“

„Schleimer!“, entfuhr es Camilla.

„Nicht jetzt und vor allem nicht hier“, antwortete der Captain zweideutig.

„Oh bitte, nicht das“, seufzte Anuset.

„Egal. Was ist ihr Begehr?“, hakte der Captain nach.

„Es geht um einige Sachen auf Sirius A und dann auf Sirius B“, hub Isis an.

„Oh nein. Ich habe es befürchtet.“

„Ich sagte doch, es ist eine Verschwörung im Gange“, knurrte die Hyäne erneut.

Plötzlich schrillte die Alarmsirene und eine Computerstimme ertönte: „Achtung! Fremdes Schiff auf Kollisionskurs.“

„Computer! Alarm auf stumm!“, schrie die Erste und wirkte genervt. „Gibt es schon eine Kennung?“

„Negativ.“

„Ist der Schifftyp erkennbar?“

„Negativ.“

„Gibt es überhaupt etwas was uns weiterhilft?“

„Negativ. Weder Schiffstyp noch Herkunft sind nachvollziehbar“, antwortete der Computer wiederholt, „Ankunft in zwanzig Minuten.“

„Klasse“, entfuhr es der Hyäne. „Da kommt was auf uns zu und wir sind dumm wie Bohnenstroh. – Computer, gib mir die Ansicht auf den Monitor, maximale Vergrößerung.“

„Bild kommt“, schnarrte die Stimme.

„Was ist das?“, fragte Onaris rhetorisch.

„Das sieht aus wie …“, hub Camilla an und wurde von Anuset unterbrochen: „… oh nein. Das hat mir gerade noch gefehlt. Die Scheibenform mit zwei Hörnern kenne ich.“

„Was hast du?“, fragte die Fuchswölfin.

„Das ist Nephtys“, stöhnte der Taur.

„WAS?“, kreischte Onaris.

„Nephtys. Wie hat die Schlange uns gefunden?“, sinnierte Anuset.

„Viel wichtiger ist, was will sie?“, fragte Degreen.

„Das ist ziemlich egal. Es wird so oder so laut, unschön und vor allem widerlich“, seufzte Anuset.

„Meinst du, dass sie die alten Kamellen wieder ausgräbt?“, fragte Camilla.

„Darauf kannst du Gift nehmen. Diese miese kleine Zecke.“

„Und ihr ward wirklich ein Ehepaar?“

„Zwangsehe. Sowas geht meistens nicht gut. Aber die Geschichte hatte ich dir ja schon erzählt.“

Isis stand etwas blasser als sonst und hatte sich hingesetzt. „Das darf jetzt nicht passieren“, jammerte sie.

„Probleme?“, fragte Captain Degreen.

„Ja, da kommt echter Ärger auf uns zu. Vor allem weiß ich nicht, ob es nur Nephtys ist“, antwortete Isis sorgenvoll.

Camilla sah zu Anuset. „Kommst du damit klar?“

„Ich komm ja auch mit Isis klar und da waren die Differenzen wesentlich gravierender. Allerdings hatte Isis ihre Gründe, bei Nephtys ist das anders. Die hatte überhaupt keinen Anlass zur Klage. Ein Wunder, dass die noch keiner gegen die Wand geklatscht hat.“

„Aber, aber“, ermahnte Isis.

„Meinetwegen. Erstmal sehen was die will und ob sie allein ist.“

Captain Degreen streckte seine Hengstfigur, schärfte den Blick. „Erste, rufen sie das Schiff.“

„Die Verbindung steht. Der Pilot will mit Seth reden.“

„Mister Anuset. Das ist jetzt ihre Sache“, gab der Hengst an den Taur ab.

„Hier spricht Anuset. Mit wem habe ich das Vergnügen.“

„Hier spricht Nephtys. Wer zum Geier ist Anuset?“

„Ich bin Anuset“, kam die knappe Antwort.

„Sehr komisch, aber ich bin nicht in Stimmung“, plärrte die Göttin.

„Ich habe auch nichts gesagt, was in irgendeiner Form lustig wäre. Ich bin Anuset der Taur. Ich bin Anubis und Seth.“

„WAS? Du widerliches Ekel. Anubis ist ein lieber Kerl. Wie hast du Arschloch es geschafft mit ihm einen Körper zu beseelen?“

„Weil auch ich ein lieber und netter Kerl bin. Aber für Details fragst du bitte Camilla.“

„Wer ist das?“

Camilla trat ins Bild. „Ich bin Camilla Queen und seine Partnerin.“

„Hätte ich mir auch denken können. Gleich und gleich gesellt sich gern. Alles nur billig“, merkte Nephtys an und spukte in Richtung der Kamera.

Der Fuchswölfin schwollen die Halsschlagadern. „Pass mal auf du hässliches Miststück, wenn du her kommst und Ärger machen willst, dann geh mir lieber aus dem Weg. Ansonsten wird dir auch deine scheiß göttliche Aura nicht helfen.“

„Ach herrje. Jetzt wird es nicht nur billig, sondern melodramatisch“, stichelte sie weiter.

Camilla schwollen jetzt nicht nur die Schlagadern, unter ihrem Fell wuchs die Hitze des Zorns, geriet sie in Rage und das sah man ihr deutlich an.

„Schatz“, flüsterte Anuset, „das bringt nichts. Außerdem machst du mich gerade extrem geil.“

Die Fuchswölfin schaute schlagartig zu ihm, funkelte ihn wütend an. „So! Meine Wut macht dich gerade geil? Schön für dich, aber denk nicht, dass ich jetzt auf die Knie gehe und dir einen blase, eher würde ich dir deine Eichel abbeißen.“

„Okay. So meinte ich das ja auch nicht“, beschwichtigte Anuset seine Partnerin.

„Besser ist das“, fauchte sie und wandte sich wieder Nephtys zu: „Und jetzt zu dir, du miese Hure. Wenn du an Bord kommst, lauf. Lauf so schnell du kannst und halte dich von Anuset und mir fern. Ist das klar?“

„Ich glaube nicht, dass du Würmchen mir gewachsen bist und das wirst du spüren, wenn wir uns gegenüber stehen“, antwortete Nephtys arrogant.

„Mädels!“, schrie Isis dazwischen, „Jetzt ist genug. Camilla, du bist ruhig. Nephtys, was willst du?“

„Ich will verhindern, dass diese Missgeburt namens Seth an die Fragmente des Osiris gelangt.“

„Ich bin Anuset du hinterhältiges Biest“, schrie der Taur. „Ich bin Seth und Anubis und du weißt selbst das Anubis es niemals zulassen würde, dass Seth an die Fragmente kommt, wenn es nicht einen triftigen Grund gäbe.“

„Ah? Und der wäre?“

„Komm an Bord und wir klären das, hier auf der Brücke. Und tue dir selbst einen großen Gefallen.“

„Der wäre?“

„Übertreib es nicht.“

„Ist das eine Warnung?“

„Nur ein freundlicher Hinweis.“

„Oh, du und freundlich? Solltest du doch Manieren haben?“

„Was sagte ich gerade?“

„Ja. Ich komme an Bord.“

Die Verbindung wurde beendet.

„Irgendwelche Ratschläge?“, fragte der erste Offizier Onaris an Captain Degreen gewandt.

„Nicht wirklich. Ich bin im Moment etwas ratlos, da ich eine solche Situation noch nicht hatte.“

„Aber ich“, mischte sich Anuset ein, „und ich werde zur Andockrampe gehen. Wenn jemand mit Nephtys fertig wird, dann ich.“

„Vergiss es!“, stellte Camilla fest, „Du wirst nicht allein gehen. Auf keinen Fall werde ich riskieren, dass du in die Fänge dieser Giftspritze gerätst.“

„Sehr nett von dir, aber hältst du das für eine gute Idee? Du bist ja jetzt schon auf 180 und einen Raketenstart an Bord des Kreuzers möchte ich nicht erleben.“

„Ich komme auch mit“, intonierte Onaris. „Immerhin bin ich der erste Offizier und damit weisungsbefugt.“

„Das ist eine wesentlich bessere Idee“, bestätigte Anuset.

„Dann lasst uns gehen. Jetzt haben wir schon vier von euch Göttern an Bord.“

„Wir haben noch viel mehr im Angebot“, trumpfte der Taur auf.

„In der Tat, aber vier reichen mir jetzt schon. Ich will nicht das ganze Skulpturenset auf dem Schiff.“

„Ich werde Stephen und Frank dazu rufen“, entschied Camilla.

„Das wirst du lassen“, knurrte Anuset.

„Nö. Frank ist in sich ruhend, eine typische KI, rein logisch und Stephen – der würde mir bis zum Ende aller Tage niemals verzeihen, wenn ich ihm diese Chance verwehre.“

Im gleichen Moment griff Isis zum Hörer, wählte die Nummer von Stephens Kabine, wartete gar nicht erst, bis sich ihr Wolf komplett vorgestellt hatte. „Lass deinen Lebenslauf weg. Schnapp dir Frank und komme zur Andockrampe.“

„Was erwartet mich da?“

„Ich.“

„Das ist zwar Grund genug, aber gibt es da noch mehr?“

„Nephtys kommt an Bord.“

„Oh. Denkst du, dass das gut geht?“

„Nein. Daher will ich dich und Frank auch dabei haben. Anuset ist schon im Verteidigungsmodus, während deine liebe Stiefschwester beim ersten Kontakt mit Morddrohungen auf Nephtys losging.“

„Oh, das hört sich nach sehr viel Spaß an.“

„Pass mal auf, mein Süßer. Die Lage ist verdammt ernst und ich habe keinen Bock auf blöde Sprüche“, ermahnte ihn Isis.

„Ja, mein Schatz. Wir sind auf dem Weg.“

„Geht doch!“, sagte Isis noch und legte auf.

„Auf geht’s!“, intonierte Onaris und verließ die Brücke, während die anderen Stück für Stück folgten.

„Ja, geht nur. Geht. Ich bleibe - einstweilen auf der Brücke und warte auf die Verletztenmeldungen“, murmelte Degreen und setzte sich mittig der Brücke.

„Hätte die nicht warten können bis wir gelandet sind?“, grollte Onaris auf dem Weg zur Andockrampe.

„Und dann?“, fragte Camilla.

„Dann wäre das Ganze nicht mehr unser Problem, sondern die Sache der Bodenmannschaft.“

„Ach ja. Ich vergaß“, stöhnte Anuset verstehend.

„Egal, jetzt ist sie da und wir müssen damit klar kommen.“

Das Quartett postierte sich seitlich der Luftschleuse und wartete. Der Countdown zur rechten Seite des Schotts lief und zeigte die Ankunft des Schiffes in fünf Minuten an.

Wenige Augenblicke später trafen Stephen und Frank Simson ein.

„Ah, ihr habt uns gefunden“, konstatierte Camilla.

„Nein, wir sind zufällig vorbeigekommen, sahen euch hier rumstehen und wollten fragen, ob es ein leckeres Eis gibt“, stichelte Stephen.

„Arsch“, entfuhr es Isis.

„Ich weiß, meine Göttin. Und kein Arsch ist so knackig wie meiner.“

Camilla rollte mit den Augen und wandte sich an Isis: „Du solltest ihn besser erziehen, notfalls an die Leine nehmen.“

„Das mache ich ja schon, aber irgendwie schafft er es immer wieder, dass ich schwach werde.“

„Ich habe halt auch eine geschickte Zunge“, verkündete der Wolf.

„Boah. Die hat Anuset auch, aber ich rede nicht darüber.“

„Lass die Zunge bitte auch nur bei mir“, bat Isis.

„Warum sollte es anders sein?“, hakte Stephen nach.

„Du wirst Nephtys gleich kennenlernen und verstehen was ich damit meine.“

In diesem Moment piepste der Andockautomat, gab grünes Licht und öffnete sich die Luftschleuse.

Aus dem leichten Feuchtigkeitsnebel trat eine weibliche, menschliche Gestalt hervor.

„Willkommen Nephtys“, begann Isis und nickte kurz.

„Isis. Es freut mich sehr dich zu sehen.“

„Ich darf dir Camilla Queen vorstellen“, fuhr die Göttin fort und zeigte auf die Fuchswölfin.

„Du bist also diese Queen. Ich habe schon von dir gehört und gelesen. Na ja, ich hatte eigentlich vor dich auf der Stelle zu töten, aber wer es schafft einen Kotzbrocken wie Seth zu bändigen sollte weiter leben und leiden“, flötete die Göttin und hob ihren Kopf so hoch, dass das Regenwasser in die Nase laufen könnte.

„Du bist echt zu gütig“, knurrte Camilla und ballte die Fäuste.

„Du bist sooooo süß, wenn du wütend wirst. Du bist genau das was Seth braucht. Zornige kleine Weibchen machen ihn geil, da spritzt er gleich in die Luft und braucht deine nasse Pussy nicht mehr.“

„Mieses Stück“, polterte Camilla erneut los. „Ich mach dich kalt.“

„Och wie drollig. – Pass mal auf, kleines Mädchen. Ich möchte wetten, dass du auf die harte Nummer stehst, gehst bestimmt ab wie eine Rakete, wenn du Seths Ständer siehst und kannst nicht genug von ihm gefickt werden.“

Camilla sah rot, holte aus und schlug Nephtys mit voller Wucht direkt die Faust ins Gesicht.

Wir sind zwar unsterblich, aber nicht unverwundbar und das ist unsere eigentliche Angst. - Diese Worte ihres Taur gingen Camilla plötzlich durch den Kopf, als die Faust zielgerichtet auf Nephtys Nase landete, unter einem lauten Knacken das Nasenbein brach, die Göttin umkippte und liegen blieb.

Stephen und Frank standen da, rissen in dem Moment, in dem Camilla ausholte und ihre Faust im fremden Gesicht parkte, die Augen auf, streckte Stephen beide Arme nach vorne, wollte seine Stiefschwester davon abhalten.

Er griff daneben.

Isis, Anuset und erster Offizier Onaris wurden leichenblass, was gerade bei der eh leichenblassen Isis ein Ding der Unmöglichkeit war, aber trotzdem funktionierte.

Camilla sah nach dem Schlag auf ihre Faust und verzog schmerzerfüllt das Gesicht.

Und Nephtys… die fiel einfach wie ein nasser Sack Reis nach hinten um. Es gab einen dumpfen Aufschlag und sie zuckte nicht mal mehr.

Die Uhr tickte… Nephtys lag gefällt wie ein alter Baum nach einem Blitzschlag am Boden und alle rundherum schienen erstarrt zu sein.

„Boah“, schrie Stephen plötzlich laut auf. „Habt ihr das gesehen? Mein Schwesterchen hat eine Göttin platt gemacht. Camilla, ich bin wirklich stolz auf dich. Wir beide können ägyptische Götter echt flach legen.“

„Ist das eine Art Sport bei euch?“, zweifelte Anuset.

Camilla sah ihn sprachlos an, suchte nach Worten, rannte plötzlich weinend weg.

„Lauf ihr nach“, forderte Isis ihn auf. „Das war jetzt mächtig dämlich, aber nicht zu ändern. LAUF!“

So schnell der Taur konnte, eilte er der Fuchswölfin nach.

„Und wir reden jetzt mal miteinander, mein lieber Wolf. Was war das gerade für eine Bemerkung?“

„Die war nicht ernst gemeint. Es war nur der Schock.“

„Das will ich für dich hoffen. Sonst kannst du ab sofort deinen Knüppel wieder selbst massieren.“

„Nein, das war jetzt wirklich nicht so gemeint wie es rüber kam“, beschwichtigte Stephen.

„Aber mit einem hast du Recht“, hub Isis an.

„Womit?“

„Deine Schwester legt Anubis und Seth flach und du packst mich auf die Matratze. Wobei deiner Schwester zwei Götter wohl nicht reichen, sie muss es übertreiben und noch Nummer drei weghauen.“

„Das ist halt mein Schwesterchen, sie muss es immer gründlich machen.“

„Das stimmt“, ertönte Anusets Stimme. Er war unbemerkt mit Camilla zum Schauplatz zurückgekehrt.

„Meine Liebe“, hub Isis an Camilla gewandt an, „du hast einen ganz schönen Schlag am Leibe.“

„Die ist doch selbst schuld. Und ich kann Seth jetzt wirklich verstehen.“

„Mit was? Dass er meinen Mann umgebracht hat?“

„Nein. Aber die ganze Sache mit Nephtys ist doch echt scheiße.“

„Da gebe ich dir allerdings Recht und es hätte vieles anders laufen können, wenn wir vorher gewusst hätten, wie sie drauf ist.“

„Oh“, entfuhr es Anuset. „Höre ich da etwa eine Entschuldigung von dir?“

„Nicht wirklich, nenn es lieber eine Rechtfertigung.“

„Isis, selbst dein Schatten ist nicht unüberbrückbar. Aber du kannst einfach nicht drüber“, stellte der Taur fest.

Mittlerweile war Greta die Rättin aus der medizinischen Abteilung eingetroffen und beugte sich über Nephtys Körper.

„Wer war das?“, fragte sie schließlich.

„Ich“, gab Camilla zu.

„Respekt. Du hast einen echten Hammer.“

„Ich nicht, aber Anu…“, wollte sie anfangen, wurde aber von ihrem Gefährten unsanft angestubst.

„Das passt gerade nicht“, flüsterte er. „Aber, wenn es dich beruhigt. Sie wird ab jetzt Respekt vor dir haben und ich habe gerade Lust auf dich, meine Hoden spannen unangenehm.“

„Später, mein heißer Beschäler. Du wirst noch etwas warten müssen. Umso schöner wird es.“

„Ich freue mich drauf.“

„Ich will heute Abend den Hengst.“

„Der war ich immer“, flüsterte er zurück.

„Nein“, hauchte sie, „du warst immer der Gentleman-Schakal. Das habe ich gespürt. Als wir in der Sauna waren, hattest du einen Knoten und einen Rüdenpenis. Der Hengst hing erst zwischen deinen Schenkeln, als du mir gegenüber saßest.“

„Du hast gut aufgepasst.“

„Ich sagte zu dir, dass ich dir vertrauen kann.“

„Stimmt.“

„Genau deshalb. Du würdest mir niemals wehtun.“

„Das hatte ich dir schon versprochen, als ich noch ein Roboter war.“

Camilla gab ihm einen langen und intensiven Kuss, welcher von Anuset erwidert wurde.

„Hey ihr beiden“, mischte sich Greta ein. „Das ist ja alles ganz toll und war bestimmt nicht für meine sehr empfindlichen Rattenohren bestimmt, aber die Göttin muss auf die Krankenstation. Das Nasenbein ist definitiv gebrochen, außerdem hat sie beim Aufprall auf das Schiffsdeck eine üble Gehirnerschütterung bekommen.“

„Gehirnerschütterung? Wie soll das gehen, wenn da nichts ist“, konstatierte Isis.

„Solche Worte aus deinem Mund?“, fragte Anuset.

„Denkst du, dass du Schuld bist, dass die da“, sie zeigte auf die K.O.-Göttin, „zu meinem Mann rannte und sich vögeln ließ?“

„Na ja, ich habe es scheinbar nicht gebracht“, stellte der Taur fest und zuckte mit den Schultern.

„Entschuldige bitte. Aber euer Gesülze hat nicht nur Greta vernommen. Wenn du wirklich Schakal und Hengst bist, dann kannst du es ganz anderen besorgen. Die ist einfach nur dumm, selbst zum ficken“, knurrte Isis.

„Wow, Isis. Du machst gerade heiß“, hechelte Stephen sie an.

„Die Sex-Welle ist ausgebrochen“, wimmerte Butler Frank Simson und hob die Hände hoch.

„Und ich arme Ratte muss es mir im Zimmer wieder allein besorgen. Scheiße, wenn alles um einen herum einen Partner und Spaß hat.“

„Miss Greta“, mischte sich erster Offizier Onaris ein, „wäre es nicht an der Zeit sich um die Patientin zu kümmern? Ich glaube kaum, dass es empfehlenswert ist, dass diese hier wieder zu sich kommt.“

„Entschuldigung, Miss Onaris. Ich kümmere mich sofort.“

„Legt sie auf meinen Rücken“, forderte Anuset die Rättin auf. „Dafür sind wir Tauren ja ursprünglich da.“

„Interessant“, intonierte Greta. „Da tun sich scheinbar nicht nur göttliche Seiten auf, sondern auch praktische.“

„Das ist eine ganz andere Geschichte. Eine sehr traurige, welche ich gerne später erzähle. Sie ist Teil des späteren Untergangs der Menschen.“

„Oh, noch mehr Götterwelten?“, hakte Greta nach.

„Viel mehr als das“, orakelte Anuset, „und jetzt los. Ich will die von meinem Rücken haben, bevor sie wach wird.“

„Schon klar. Auf geht’s.“

Gerade noch rechtzeitig erreichten sie die passende Abteilung. Gerade noch rechtzeitig wurde Nephtys, welche sich anfing sich zu bewegen, von Anusets Rücken gehoben und auf die Liege gelegt, wurde sie eilends festgeschnallt.

„Was?“, fragte Nephtys erst verwirrt, dann kam sie gänzlich zu sich, sah sich um, gewahrte, dass sie festgeschnallt war, schaute zu Camilla, Greta, Anuset und Onaris. „Niederträchtiges Pack“, schrie sie.

„Ja, sie lebt und scheint gesund zu sein“, stellte Anuset fest.

„Versorgen sie ihre Nase und lassen sie sie dann in eine Kabine sperren“, ordnete die Hyäne an Greta und den Sicherheitsdienst gewandt an.

„Aye“, kam die kurze Bestätigung.

„Das werdet ihr mir büßen“, schrie die Göttin wiederholt.

Camilla fing an zu grinsen und beugte sich über Nephtys: „Was denn, etwa noch nicht genug?“

„Du warst das?“

„Oh, oh. Dein Gedächtnis ist aber arg in Mitleidenschaft gezogen. Warum warst du nochmal hierhergekommen?“

„Das wirst du bereuen“, fauchte die Göttin.

„Oh nein, ich glaube, dass du das jetzt schon tust und es wird noch schlimmer. Gib einfach auf und lass es geschehen.“

„Ich bin doch nicht beim Sex. Sowas sage ich…“, schrie Nephtys laut auf und verstummte plötzlich.

„Mir oder Osiris?“, setzte Anuset kräftig einen drauf.

„Ich sage nichts mehr“, schmollte die Göttin.

„Miss Greta. Mir ist zu Ohren gekommen, dass sie eine sehr gute Pflegekraft im medizinischen Bereich sind. Wie wäre es, wenn sie heute nach Dienstende zu mir kommen würden. Ich würde mich sehr gern mal mit ihnen unterhalten“, wandte sich Onaris an die Rättin.

„Ehm… ja, aber ...“, hub diese an.

„Steht dem etwas entgegen?“

„Nein, Ma’am.“

„Dann sehen wir uns. Machen sie weiter.“