Mika in Ascardia -I-
Hier ist der erste Teil meiner Reihe! Endlich ist mein Pc wieder repariert und ich kann weiter an der Serie schreiben! Ich hoffe es wird euch gefallen. Ich würde mich höcht freuen, wenn ihr eine Bewertung oder ein Feedback hinterlassen würdet!
Viel Spaß beim lesen!
Mika drehte sich auf den Rücken und der sanfte Gesang von den Pfauen weckten ihn langsam. Es war schon hell, dass sah er durch seine Augenlieder. Aber es war noch zu früh fürs aufstehen und deswegen, drehte er sich wieder auf die Seite und zog die Decke wieder rauf bis zum Hals. Der nächtliche Ausflug spürte er in den Gliedern und deswegen wollte er einfach weiterschlafen.
Doch etwas stimmte nicht und er brauchte lange, bis ihm bewusstwurde, was es war. Er war alleine im Bett.
Deswegen öffnete er doch die Augen und bestimmt, hatte er ganz rote Augen. Die Müdigkeit schlug so schwer auf ihn ein, dass er am liebsten einfach wieder die Augen geschlossen hätte, aber er war zu Neugierig herauszufinden, wo Argos steckte.
Sein Lehrmeister war wirklich nicht mehr im Bett und seine Wärme fehlte ihm. Denn, es war wirklich noch sehr kühl. Also entschied er sich trotzt allem, noch etwas zu schlafen. Doch gerade als er wieder am Einschlafen war, bewegte sich sein Bett. Er erkannte das die Person auf seinen Bett Argos war. Denn schon längst hat er seinen Duft eingeprägt. Dieser starke männliche Duft füllte seine Nase und er musste sich ein Grinsen unterdrücken, als Argos sachte die Hand auf seinen Kopf legte.
Sachte, schon fast liebevoll wurde er gestreichelt. Doch die Streicheleinheit war nicht dafür da ihn aufzuwecken, denn dafür war sie zu sanft. Dann bewegte sich wieder das Bett und gleich darauf, roch er Argos Atem, der warm runter auf seinen Kopf fiel.
Einige Sekunden vergingen, als er dann seine Lippen auf der Wange spürte. Er dachte das er nun mit einem Kuss geweckt wird, aber dies blieb aus. Stattdessen lagen einfach Argos Lippen auf seiner Wange und nach einer gefühlten Ewigkeit, verschwanden dann die Lippen von seiner Wange und Mika fragte sich, was diese Geste wohl zu bedeuten hatte.
Aber, während er sich das fragte, reagierte schon sein Körper auf die Liebkosung und unter seiner Decke fing es stark zu pochen an.
„Ihr könnt jetzt die Augen aufmachen mein Prinz. Ich habe euch schon aufrecht sitzen gesehen.“
Also wusste Argos das er wach war und dennoch, macht das sein Lehrmeister. Nun hatte Mika noch mehr Fragen als zuvor im Kopf.
„Ich… will schlafen…!“, bettelte Mika seinen Lehrmeister an. Doch Argos ging nicht auf seinen Wunsch ein und zog stattdessen die Decke von ihm. Er schämte sich nicht dafür erregt zu sein, als ihn Argos daraufhin auf die Arme nahm und ihn dann vor dem Bett auf die Pfoten abstellte. Gemütlich setzte sich Argos dann vor ihm aufs Bett und zog ihn dann den Lendenschurz aus, was Mika mit einem langen Gähnen kommentierte.
Schmatzend und mit kleinen müden Augen sah Mika zu, wie sein Lehrmeister den Nachttopf unterm Bett hervorholte.
„Ich lasse euch einmal alleine, während ihr euer Geschäft erledigt. Danach mache komme ich und wasche euch, damit ihr dann wie ein Pharao ausseht. Denn, heute müsst ihr wie ein Prinz gekleidet sein, wenn wir in die Stadt gehen und die erste Unterrichtseinheit beginnt.“
Darauf hatte Mika wirklich keine Lust. Schule war etwas, was er wirklich hasste. Stundenlang die Bank drücken und aufmerksam zuhören war etwas, was er verabscheute. Besonders, wenn draußen der Himmel blau war und die Freiheit winkte.
Aber es war nun sein erster Tag als Prinz von Ascardia und der erste Tag war immer kurz und angenehm in der Schule gewesen. Schnell verrichtete er deswegen sein Geschäft und wie gesagt, kam auch dann Argos wieder zurück.
Der athletische Gepard hatte zwei Schalen und mehrere Tücher in den Händen und bevor es losging, wusch ihn Argos zuerst am Po sauber. Das war er schon von damals gewohnt und deswegen machte es ihm nicht aus, wenn jemand anderes ihn zwischen den Pobacken sauber machte.
Gewissenhaft machte dann Argos weiter und wusch ihn völlig sauber von Staub und Sand. Am Ende wurde sein ganzer Körper mit einem wohldufteten Öl eingerieben, bis auf den Schritt. Den musste er selbst einreiben.
„Was bewirkt das Öl?“
„Das ist dafür da, dass dein Fell nicht austrocknet nachdem waschen.“, sagte Argos, während der schon ein neues Lendentuch unten am Boden für ihn ausbreitete. Mika war kalt als er reinstieg und das Lendentuch hochgezogen und dann festgemacht wurde.
Darauf wurde er angeschaut von allen Seiten und Argos nickte zufrieden.
„Zwickt es auch nicht?“
Mika schüttelte den Kopf und sah an sich runter, um dann hinter sich runterzuschauen.
„Muss aber das Tuch zwischen den Pobacken sein?“
„Ist es unangenehm?“, kam die gleich die Gegenfrage.
Wieder schüttelte Mika den Kopf.
„Es ist nur recht ungewohnt… so kann doch jeder… meinen tollen Po sehen.“, die letzten Worte sagte er breit lächelnd und Argos grinste kurz und breit.
„Auf jeden Fall brauchst du ihn nicht zu verstecken.“, war alles was er von seinem Lehrmeister zurückbekam und er sah es schon als Kompliment an. Mika wollte schon zum Frühstücken zum Tisch gehen, aber bevor er den ersten Schritt machen konnte, hielt ihn Argos am Handgelenk fest.
„Mika!“, er kannte den Ton. Bestimmt war es wegen der letzten Nacht, weil er mit Matos den Ausflug im Palast gemacht hat. Aber es war eine merkwürdige Standpauke die dann kam.
„Ich habe gehört was du und Matos in der Nacht getrieben habt. Der Palast hat überall Augen und Ohren. Bitte besucht nicht mehr die neuen Diener ohne die Palastwachen. Ich weiß, dass ihr nur aus Neugier dorthin gegangen seid und es ist auch euer recht. Dennoch, wart ihr sehr unvorsichtig und ich möchte kein einziges Mal mehr hören, dass ihr alleine ohne Wachen unterwegs wart. Ok?“
„Ver-Versprochen Argos… und das ist alles?“
„Du willst noch mehr hören?“, grinste ihn Argos an beim sprechen und Mika grinst noch breiter wie Argos, als er den Kopf schüttelte. Darauf atmete Argos laut aus und legte die linke Hand auf Mikas Hüfte, während die andere auf der Brust gelegt wurde.
„Ich weiß das du noch jung und voller… Gier bist. Auch ich war damals so und es war sehr schwer für mich gewesen, meine Lust zurückzuhalten. Deswegen verstehe ich deinen nächtlichen Ausflug. Du hast über die ganze Reise hierher dich zurückgehalten und mit jeder Stunde, wächst bestimmt deine Lust. Deswegen habe ich mit dem Pharao, deinen Eltern gesprochen und wir haben etwas ausgemacht. Doch du musst dich nun entscheiden.“
„Was entscheiden?“, fragte Mika nach und sein Herz fing schneller zu schlagen an.
„Du hast ja gestern zwei Diener geschenkt bekommen. Die Söhne der Minister. Wir geben dir die Wahl sie gegen einen der neuen vier Diener zu tauschen, falls sie dir mehr zusagen.“
„Zwei für einen? Niemals! Wenn schon eins zu eins!“, schoss es gleich aus Mika und er zitterte schon vor Aufregung zwei dieser Wolfen zu bekommen. Sofern das eine Option war. Aber als er schon Argos seufzen hörte, wusste er, dass er schon gewonnen hat.
„Na gut. Ich veranlasse das, während du mit deinen vier Freunden Frühstückst.“
„Kommst du dann auch um mit uns zu frühstücken?“
„Ich beeile mich.“
Mikas Grinsen glich der Sonne und das erfreute Argos sehr. Und da es nun Zeit war den Tag langsam zu beginnen, ging er mit Mika gemeinsam zum runden Tisch, wo schon Mikas vier Halbbrüder und Freunde auf sie warteten. Es war ein sehr leichtes Frühstück und es bestand hauptsächlich aus Früchten, Tee, Milch und Fladenbrot. Für das Fladenbrot waren einige Aufstriche vorbereitet worden.
„Zeigt Mika was ein gutes Frühstück bei uns ist.“, sagte er zu Mika Freunden, bevor er sie alleine ließ. Als sich Mika zum Tisch setzte, versammelten sich gleich alle um den Jungen und mit guten Gewissen, konnte er sie zurücklassen und sich um Mikas Wunsch zu kümmern. Hator und Otto waren mit den restlichen Königen in einer Sitzung und sprachen mit dem Menschen, der Inkognito bei ihnen war. Darüber war Argos sehr froh, weil alle lebend zurückgekommen waren. Und weil die Gewissheit des Sieges, heute Morgen bestästig wurde, als Pharao Hator und Otto den Palast betreten haben.
Keiner durfte sie stören, sogar er durfte es nicht. Dieses treffen war so geheim, dass sogar Pestos draußen warten musste und Pestos war auch sein Ziel, der bestimmt schon auf ihn wartete. Die Diener in den Kammern warteten schon darauf, dass die Sitzung zu Ende ging und bereiteten sich schon darauf vor, für ihre Pharaos und den Gästen da zu sein.
Vor dem Eingang wartete der Berglöwe Pestos auf ihn und sie begrüßten sich mit einen leichten lächeln.
„Und? Ist Mika darauf eingegangen?“, fragte ihn Pestos gleich.
„Nicht so wirklich. Er möchte eins zu eins tauschen. Also…“
„Wie erwartet. Nun gut, gewähren wir es ihm. Also, wem suchst du aus?“
Argos sah hinein in den Raum und er hatte gehört, bei wem Mika war und welche Worte gefallen waren von den neuen Diener.
„Eins und Vier.“
„Also großbacke und der wortkarge?“
Argos nickte und sie beide gingen in den Raum hinein und sahen sich die zwei Kandidaten an. Die zwei schwarzen Wolfen waren zwei bis drei Köpfe größer als sie und bestimmt auch 70 Pfund schwerer, wenn nicht sogar noch mehr.
Selbst musste sich Argos eingestehen, dass sie prächtige Männchen waren und er verstand, was Mika so neugierig machte. Die Eins, der vulgär Mika angemacht hatte, hatte nun ein Maulkorb an, damit nie wieder solche Worte aus dessen Schnauze kamen. Die vier aber, starrte sie zwei überaus Neugierig an mit seinen bernsteinfarbenen Augen.
„Ihr zwei!“, sagte Argos und zeigte auf die beiden Wolfen.
„Ihr wurdet ausgesucht die Diener unseres Prinzen und werdenden Pharaos zu sein. Ihr werdet alles machen was der Prinz von euch verlangt, ohne widerrede. Falls ihr ihn auch nur einen Kratzer zufügt, werden wir euch mit einem schweren Hammer alles nehmen und vernichten, was ihr zwischen den Beinen habt. Falls ihr das überlebt, werdet ihr dann euer restliche Leben im Steinbruch verbringen, bis ihr als Greise unter der Sonne sterbt und für immer vergessen bleibt. Des Weiteren seid ihr Verpflichtet euer Leben für den Prinzen herzugeben, falls er in Gefahr gerät. Wenn ihr diesen Anweisungen folgt, werdet ihr mit immer mehr Freiheiten belohnt werden, bis euch die Freiheit gewährt wird. Dann könnt ihr euch Aussuchen frei zu sein, oder im Luxus und im Schatten unseres Prinzen und Pharaos weiter zu leben. Nun gebe ich euch die Möglichkeit auch abzulehnen, dafür müsst ihr mit den Konsequenzen leben. Also überlegt euch gut, welche Antwort ihr gebt.“
Als Argos zu ende gesprochen hat, löste Pestos die Ketten der beiden Diener und das erste was beide machten, waren sich die Handgelenke zu reiben. Dann schritt die Vier nach vorne, der rechte mit den bernsteinfarbenen Augen ging zu Argos. Gleich darauf kam die eins mit den roten Augen und beide standen Argos gegenüber. Es war schon beängstigend wie groß sie waren und mit welcher Würde sie dastanden. Doch dann, ging der rechte runter auf die Knie und beugte das Haupt. Der linke aber blieb stehen und zeigte mit dem langen Zeigefinger auf den Maulkorb.
Und im nächsten Moment beugte sich der linke runter zu Argos, bis sich fast ihre Nasen berührten. Argos schlang die Arme um den Kopf, drückte seine Brust gegen die Nase, um hinten den komplizierten Mechanismus zu öffnen. Es machte mehrmals Klick, bis er dann langsam das Maulkorb von dem großen Kopf runterzog. Schmatzend leckte sich der Wolf mit den roten Augen über die Lippen und streckte sich erst einmal richtig, nachdem er sich aufgerichtet hat.
Nachdem hörbar der ganze Körper knackste, beugte sich der Wolf wieder runter und die Schnauze war schon fast so groß wie Argos gesamter Kopf.
„Sofern mein restliches Leben nicht nur aus Langeweile besteht und der Junge wirklich das ist, was ich glaube, dann nehme ich auch an. Doch…“
„Doch?“, wiederholte Argos und er spannte sich an, nur für den Fall.
„Ich bin ein Krieger. Ich liebe das Kämpfen! Also möchte ich zumindest zu der Leibwache des Prinzen gehören.“
„Woher soll ich wissen, dass du dann nicht unseren Prinzen in der Nacht meuchelst, falls ich zusage.“
Schneller als er reagieren konnte, sogar schnell als Pestos reagieren konnte, wurde Argos von zwei Händen an der Brust gepackt und hochgehoben. Der Wolf grinste und zeigte die Reißzähne. Mit einer Geste hielt er Pestos zurück, der schon das versteckte Messer an der Schenkelinnenseite beim schwarzen Wolfen hielt um die Hauptader am Bein zu durchtrennen. Er hielt deswegen Pestos zurück, weil der Griff fest war, aber nicht wehtat.
„Weil ich es auf mein Leben schwören würde und auf das von Antor.“
„Wer ist Antor?“, wollte Argos wissen.
„Unser Vater, unser Häuptling, unsere Gottheit. Wenn man auf ihn schwört, dann kann man nie wieder den Schwur zurücknehmen. Und falls man den Schwur zurücknimmt, dann kommt er selbst und streckt einem nieder.“
Pestos drückte die Klinge nun etwas fester und die ersten Blutstropfen liefen über die Klinge.
„Stimmt das?“, fragte Argos den anderen Diener und der Wolf mit den bernsteinfarbenen Augen der zu ihnen raufblickte, nickte ernst und erhaben.
Nun sah Argos wieder in die roten Augen.
„Wirst du dann unseren Prinzen vor allen Gefahren aus dem Reich und von außerhalb beschützen? Immer an seiner Seite bleiben, komme was wolle? Und auch all seine Wünsche erfüllen, sofern sie in deiner Macht stehen?“
Der Wolf ließ ihn langsam hinunter und Pestos zog langsam die Klinge davon, nur um sie dann knapp über den Nacken verharren zu lassen, als der Wolf das Haupt vor Argos senkte.
„Ich schwöre auf Antor, dass ich alles machen werde was mein Prinz… Wie ist sein Name?“
„Michael.“
„… was Michael von mir verlangt. Ich werde in Blut meiner Gegner baden, falls Michael in Gefahr schwebt. Und… und ich werde mich um ihn Sorgen, falls mein Prinz mich braucht. Das schwöre ich auf Antor…“
Die letzten Worte sagte der Wolf mit der tiefen und rauen Stimme, voller bedauern, was Argos und Pestos sofort auffiel.
„Nun denn… ich hoffe für dein Gemächt, dass du dich an deinen Schwur hältst, Wolf!“
Die roten Augen öffneten sich und es schien, als ob sie weniger aggressiv wirkten, aber nun mit mehr Intensität ihn anblickten.
„Was sind noch meine…“, brummte der Wolf vor ihm und blickte kurz rüber zum anderen Wolfen.
„… UNSERE Aufgaben?“
„Das werdet ihr schon früh genug erfahren!“, gab er nun breit grinsend zurück und zeigte den beiden Wolfen das sie sich aufrichten sollen. Pestos indessen hat sich zurückgezogen zu den andere zwei Wolfen, um mit ihnen zu sprechen.
„Fürs erste bleibt ihr einfach bei uns und sprecht nur dann, wenn ihr gefragt werdet. Falls die Natur rufen sollte, sagt mir Bescheid. Also… kommt, oben gibt es essen.“
„Seid ihr schon ein paar, weil ihr so einander klebt?“, sagte Randel der schwarze Schakaljunge der neben Nektos dem Jaguarjungen saß. Und tatsächlich bemerkte Mika erst jetzt, dass Matos wirklich sehr nahe an ihm saß und dass sich dessen Schenkel fest gegen seins drückte. Matos sah es auch und daraufhin sahen sich beide an und grinsten breit. Im nächsten Augenblick legte Mika ein Arm um Matos Schultern und drückte ihn ganz fest an sich.
„In der letzten Nacht haben wir uns WIRKLICH gut kennengelernt, hast du damit ein Problem Randel?!“
Eigentlich hätte er was anderes erwartet als Reaktion, als ein sehr unzufriedenes Gesicht von Randel zu sehen bekam. Nectos und Harlan, der Gepardenjunge, sahen es auch, genauso wie Matos, was bei Mika schon ein schlechtes Gewissen hervorrief. Bevor er darauf reagieren konnte, hörten sie von hinter sich jemanden, der einmal laut klatschte.
Die fünf Jungs drehten den Kopf nach hinten und sie sahen wie Argos mit zwei Begleitern zu ihnen kamen. Mika spürte in selben Moment als er die Begleiter erkannte, wie vermutlich Matos neben ihm, eine Hand auf seinen Schenkel legte und fest zupackte.
Argos schenkte ihnen ein Lächeln, als er mit den Begleitern an ihnen vorbeiging und auf der anderen Seite des großen runden Tisches die Begleiter niedersitzen ließ. Mika aber war erstaunt, wie die zwei Wölfe auf alle vieren gingen. So sahen sie noch wilder aus, noch gefährlicher und furchteinflößender, als wenn sie aufrecht vor ihnen standen.
Sogar als die zwei Wölfe sich gesetzt haben, waren sie noch größer, wie sie fünf saßen. Zuerst beschnüffelten die zwei Wölfe das Essen, was Argos ihnen auf die Teller legte und erst als sie mit den schnüffeln fertig waren, wanderten ihre Augen über den Tisch zu ihnen.
Mika erkannte beide sofort und sein Herz schlug jetzt viel schneller. Eine Aufregung packte ihn, denn diese beide Wölfe waren nun SEINE Diener. Gleichzeitig meldete sich sein Gewissen und seine dunklen Begierden kämpften mit seiner Moral. Gleichzeitig wo er versuchte sich zu beruhigen, fing auch sein Schritt zu pochen an und zum Glück, saß er am Tisch, sodass niemand sehen konnte wie sein Körper auf seine zwei neuen Diener reagierte.
„Nun denn meine Fünf Schätze…“, fing Argos zu sprechen an, als er sich hinter den Jungs am Tisch setzte.
„Heute werden wir die Stadt erkunden. Wir schauen uns den Handelsmarkt an, dann die Tempel und die Archive. Danach werden wir etwas zu uns nehmen und schauen uns dann die Kaserne und die Tore an, wo unablässig Güter die Stadt verlassen und auch in die Stadt kommen. Danach, werden wir die Stadt verlassen und nach Süden reiten, wo wir die zweitgrößte Stadt und den dortigen Minister besuchen werden.“
Sofort zeigten Mikas Freunde wie sie sich darüber freuten. Nur Mika war etwas verunsichert und verstand nicht wirklich wieso sich alle darüber freuten.
„Also dann, nachdem ihr gefrühstückt habt, zieht ihr euch an."
Freudig sprangen Mikas Freunde auf und wollten schon zu ihrem Zimmer laufen, als sie bemerkten, dass Mika sich nicht rührte. Argos sah es natürlich auch und wandte sich deswegen an die vier Jungs.
„Zieht euch schon einmal an. Normale Kleidung sollte reichen. Ich komme dann und schaue mir an, wie schick gekleidet ihr seid.“
Matos und die anderen nickten und gingen gleich los. Nur Matos sah einmal traurig nach hinten zu Mika.
Argos wartete solange bis die vier Jungs in ihrem Zimmer waren, bevor er sich dann hinter Mika setzte und ihn in die Arme nahm. Liebevoll fing er ihm die Brust und den Bauch zu streicheln an.
„Was hast du Mika?“
Mika sah hoch und Argos konnte nicht sagen, was seinen Prinzen bedrückte.
Doch dann zeigte es ihm Mika, als der Junge nach hinten rutschte, bis dessen Po fest gegen seinen Schritt drückte.
„Das ist doch nicht schlimm.“, flüsterte er ihn ins Ohr.
„Ich… kämpfe mit mir Argos…“, hauchte ihn Mika von unten hoch und sah dann rüber zu den Wölfen und anschließend rüber zum Zimmer der vier Jungs.
„Ich weiß wie du dich fühlst. Auch bei mir ist es schon lange her, seit ich den Druck abgebaut habe.“, gab er im gleichen Ton zurück und senkte den Kopf. Nur für einen kurzen Augenblick senkte er seine Mauer und gab das in den Kuss hinein, was er fühlte, als er seine Lippen auf die Wange von Mika gab.
Für einige Sekunden fing Mika zu schnurren an und sie sahen sich dabei in die Augen.
„Ich möchte nicht…, dass sie mich so sehen Argos. Ich möchte nicht, dass sie schlecht über mich denken.“
„Ich verstehe.“, war alles was er sagte und gleichzeitig als er daraufhin aufstand, hob er Mika auf seine Arme auf und trug seinen Prinzen zu seinen Gemächern rüber. Als er ihn auf das Bett gesetzt hatte, wandte er sich gleich der Truhe und dem Schrank zu, um für seinen Prinzen die passenden Sachen zu finden. Schnell entschied er sich für einen weißen und kurzen Rock, da wohl der Tag sehr heiß werden wird. Damit aber der Prinz als Prinz erkannt wird, holte er aus einer Schatulle im Schrank eine Silberne Halskette raus, wo auf den Anhänger und darauf das Symbol des Pharaos war.
Beides überreichte er Mika und da sie alleine waren, konnte sich der Junge auch ungeniert vor ihm anziehen.
„Haben wir gewonnen?“, fragte ganz Plötzlich Mika, als der den Rock um die Hüfte mit dem Stoffgürtel festmachte.
„Es kam nicht zur Schlacht. Dennoch verharrt noch das Heer am Strand, bis weitere Befehle kommen.“
„Und wo ist dann Otto und Hator?“
„Bei einer Besprechung und keiner darf sie sehen.“
„Verlassen wir deswegen auch die Stadt, weil es zu gefährlich ist?“
„Nicht so ganz Mika. Ich sagte ja doch, dass ich dir dein Land zeigen möchte und es ist viel besser es selbst mit den Augen zu sehen, als in einem Raum zu sitzen und es von einem verstaubten Dokument zu lernen.“
„Dann… wieso freuen sich die anderen deswegen so?“
Argos saß auf dem Bett und sah sich gerade Mika von allen Seiten an. Sein Prinz war bereit für die Stadt und hoffentlich die Stadt auch für ihn.
„Weil wir auf den Markt natürlich auch alles probieren werden. Und, weil sie nicht mehr als Diener die Stadt betreten werden, sondern als deine Halbbrüder. Sie müssen nicht mehr für ihr Leben hart arbeiten, sondern können es genauso genießen, wie du es tun wirst. Aber ich denke sie freuen sich deswegen so, weil sie IHRE Heimat wiedersehen werden. Sie kamen alle aus der Stadt und für sie ist der Palast genauso fremd wie für dich unser Land. Würdest du dich nicht auch so freuen, wenn ich gesagt hätte, dass wir in dein Land reisen?“
Mika erwischte sich beim Lächeln, wie er daran dachte nach Hause zu reisen. Argos zwinkerte vielsagend, als Mika ihn lächelnd ansah.
„Na dann komm, ich verspreche dir das wird dein erster Tag, wo du kaum mit dem Grinsen aufhören kannst.“
Argos nahm die Hand von Mika in seine und stand auf. Bevor sie aber losgingen, legte er Mikas Hand auf seinem Lendenschurz. Zittrig waren die Finger, als sie zwischen Körper und Stoff glitten und erst als sich die Hand zu einer Faust ballte, ging er grinsend los.
Selbstredend rutschte Mika Hand am Lendenschurz nach hinten, als er Argos folgte und sie blieb erst stehen, als die Hand über die rechte Pobacke war.
„Ist das nicht unangenehm für dich?“, fragte Mika und er konnte nicht aufhören die Pobacken von Argos anzustarren, die genauso frei waren, wie seine unter dem Rock.
„Nein Mika. Ich kenne das schon mein ganzes Leben lang und du wirst es auch bei Otto und Hator machen, wenn ihr gemeinsam was unternimmt.“
„Aber… ich fühle mich dabei nicht so wohl…“
„Weil du das noch nicht gewohnt bist, aber das wird schon noch.“
Nicht deswegen fühlte sich Mika so unwohl dabei.
Als sie den Tisch passierten, sah Mika rüber zu den zwei Wolfen, die ihn beide anstarrten. Den mit den bernsteinfarbenen Augen winkte er kurz zu, während der mit den roten Augen bei ihm ein mulmiges Gefühl verursachte.
„Fertig?“, fragte Argos als sie das Zimmer von Mikas Halbbrüder betraten. Das Erste was er sah war, dass das Bett etwas kleiner zu sein schien als seines. Und er dachte sich, dass seine Freunde schon recht beieinander liegen mussten, wenn sie vier ins Bett passen sollten. Schlagartig kamen ihn die Erinnerung vom Haus Rosé auf und von Axel und seinen Freunden.
„Ich denke nicht, dass…“
„ABER… es wird heute so heiß!“
Mika schritt neben Argos und er sah, dass seine vier Freunde noch leichter bekleidet waren als vorhin. Statt einen Lendenschurz aus festem Stoff, trugen die vier nun einen Lendenschurz aus leichtem und dünnem Stoff. Wenn es Mika gewollt hätte, hätte er mehr sehen können als er wollte.
„Woher wisst ihr das es heute so heiß wird?“, fragte Mika und zwang sich in die Gesichter seiner vier Freunde zu schauen, die allesamt schlank und athletisch waren. Deswegen kam in ihm etwas auf, was er bis jetzt nicht so wirklich wahrgenommen hat. Denn, er war nicht so schlank und Athletisch wie seine Freunde. Hier und dort war er etwas zu mollig und er fühlte sich schlagartig unwohl in seiner Haut, besonders da er halbnackt herumlief.
Argos seufzte und nickte den Jungs zu.
„Na gut, aber tragt zumindest eure Halsketten, OK?“
Die vier Jungs stiegen übers Bett und machten dann ihre kleinen Truhen auf, während sich Argos an Mika wandte.
„Sieh hoch mein Prinz.“
Mika tat was gesagt wurde und da dieses Zimmer, wie seines oben offen war, konnte er die Planen sehen.
„Der Wind weht von Süden und wenn der Wind von Süden weht, dann wird es ein heißer Tag. Deswegen werden wir uns zur Mittagszeit zurückziehen und uns erholen.“
Als Argos fertig war mit der Erklärung, waren seine vier Freunde bereit und sie hatten alle vier einen bronzenen Anhänger der genauso war, wie Mikas.
„Toll schaut ihr jetzt aus, vielleicht etwas zu leicht bekleidet, aber ich denke, dass wir so aufbrechen können.“
Doch Mika hätte ein anderes Wort benutzt als „Toll“, und sein Gewissen meldete sich wieder. Sie waren seine Halbbrüder, seine Freunde. Und während er sich das dachte, kam Randel und stellte sich neben ihm. Mit der linken Hand hielt sich Randel an Argos Lendenschurz fest und sah dabei auf Mikas rechte Hand. Auch Mika sah sich seine Hand an, dann die von Randel und kurz darauf, sah er in Randels goldene Augen.
Der wunderschöne schwarze Schakaljunge grinste leicht und wirkte sehr nervös. Zur gleichen Zeit spürte Mika wie jemand anders sich bei ihm festhielt und als er den Kopf zur anderen Seite bewegte, sah er Matos, den braunen Schakaljungen, der schüchtern von unten zu ihm rauf sah. Neben Matos kam dann Nectos der Jaguarjunge und neben ihn dann Harlan, der Gepardenjunge. Beide hielten sich an Argos Lendenschurz fest und sahen verwundert Matos an.
Auch Argos sah was Matos gemacht hat und er hob zuerst eine Augenbraue, bevor ein leichtes Lächeln kam.
Dann ging es auch schon los und Argos führte sie aus dem Raum. Nur nebenbei erklärte Argos, was Matos mit der Geste meinte.
„Mika, Matos sieht dich als seinen größeren Bruder an. Es kann aber auch eine Geste sehr großer Vertrautheit bedeuten. Auf jeden Fall sieht es Matos so, dass du ihn beschützen kannst.“
Darauf sagte Mika mal nichts. Er wollte nichts Falsches sagen und seine Unwissenheit über diese Kultur, seiner Kultur, wird ihn jede Minute vor die Augen gehalten. Im Grunde genommen weiß er eigentlich nichts von allem und tat bis jetzt nur das, was ihm vorgesagt wurde. Wegen diesem Umstand fühlt er sich völlig deplatziert und am liebsten hätte er gesagt, dass er nicht mehr mitwollte.
Argos blieb am Tisch stehen und sah rüber zu den zwei Wolfen. Es dauerte nur einen Moment, bis die beiden Wolfen verstanden, dass es jetzt losgeht. Sie standen auf und gingen mit großen Schritten um den Tisch zu ihnen. Matos schmiegten sich von hinten an Mika an, was ein Schauer bei Mika verursachte.
„Begrüßt euren Prinzen und stellt euch vor.“
Mikas Hand wurde von Argos ergriffen und er wurde sachte nach vorne gezogen. Seine Freunde machten ihn Platz und schon stand Mika vor dem riesigen Wolfen, die mindestens doppelt so groß war wie er. Doch dann knieten sich beide Wölfe vor ihm hin und dann, waren sie auf Augenhöhe. Der mit den roten Augen fing breit grinsend zu sprechen an und Tatsache, die Reißzähne waren so groß wie ein Finger von ihm.
„Mein Name ist Nats und ich werde als euer Leibwächter fungieren, mein Prinz. Ich schwor jeden eurer Befehle zu gehorchen und euch mit meinen Leben zu beschützen, falls Gefahr droht.“
Mika war erstaunt, wie förmlich dieser Wolf sein konnte, nachdem der ihn so rüpelhaft und vulgär angemacht hatte. Doch Nats schien nett zu sein und da der nun sein Leibwächter war, versuchte er ihre erste Begegnung zu vergessen.
„Hallo, ich bin Michael, aber du kannst mich ruhig Mika nennen.“, als er sich selbst vorstellte, streckte er die Hand aus. Doch anstatt die Hand zu ergreifen, bewegte sich der riesige Kopf des Wolfen nach vorne und seine Hand wurde beschnüffelt. Das kannte Mika schon von den vielen Tieren vom Haus Rosé und er ließ es bedenkenlos zu, dass die große schnüffelnde Nase über seinen Körper glitt. Aber als die Nase dann immer weiter Richtung Schritt ging, fühlte er sich unwohl. Kurz bevor es dann soweit war, hielt Nats inne, sah zu ihm hoch und zwinkerte ihn zu.
Warm blies ihn der Wolf den Atem ins Gesicht, als sie wieder auf Augenhöhe waren.
„Ich musste mir euren Geruch einprägen mein Prinz, damit ich euch immer finden kann, falls ihr verloren geht.“
Mika wusste ganz genau was der Wolf gerochen hatte und innerlich dankte er den Wolf, dass dies nicht zur Sprache kam.
„I-Ist schon gut.“, war alles was er nach dieser Aktion von sich geben konnte und wandte sich den anderen Wolf zu. Dieser schien zurückhaltend zu sein und für einen kurzen Augenblick, sah Mika großen Schmerz in den bernsteinfarbenen Augen. Die Sekunden vergingen und nachdem der Wolf den Blick senkte und zu Boden blickte, erhob Argos das Wort.
„Stell dich vor habe ich gesagt!“, das war eindeutig ein Befehl, aber Mika sah, dass der Wolf es nicht konnte, aus welchen Gründen auch immer.
„Ist schon gut Argos.“, sagte Mika und ging einen Schritt auf den Wolf zu. Selbstsicher legte er seine Hand auf die Schnauze des Wolfs und strich einmal von der Schnauze rauf bis zur Stirn und dann zum Hinterkopf. Das Fell war sehr weich und dicht am Kopf und es gefiel ihm sehr, wie dieser Wolf roch.
„Ich gebe dir den Namen Neret. Das soll dein neuer Name sein, solange du hier in… meinem Reich bist und lebst.“
Der Wolf sah gerührt hoch in Mikas Augen und als er glaubte, dass die Augen feucht wurden, senkte der Wolf das Haupt und küsste beide Pfoten von Mika.
„Erhebe dich Diener Neret und diene mir, deinen neuen Pharao.“
Auch diese Worte wurden ihm vorgesagt von Pestos. Tagelang wurde er und Otto von Pestos unterwiesen, wie sie zu Handeln haben, wenn gewisse Situationen auftreten. Und er dachte sich, dass es so eine Situation war, wo er diesen Satz benutzen konnte. Als sich Neret erhob, erhob sich auch Nats und als Mika kurz zu Argos raublickte, bekam er ein anerkennendes Nicken zurück.
Erfreut das er das richtige getan hatte, ging er wieder zurück und hielt sich an Argos Lendenschurz fest und kurz darauf, ging es schon los. Die zwei Wolfen folgten ihnen dicht auf, als sie die Treppe runternahmen und die Gemächer des Pharaos verließen. Am Thronsaal angelangt, warteten schon 20 Palastwachen auf sie und sie alle waren Schakale. Sogar die zwei Palastwachen die er letzte Nacht kennengelernt hatte kamen mit und das waren auch die einzigen, die schwarz waren, der Rest der Palastwachen waren braun.
Sie ließen eine Terrasse nachdem anderen hinter sich und kamen der Stadt immer näher. Von hier oben war die Stadt, wie immer einfach nur riesig und die weißen-braunen Gebäude strahlten schon fast wegen der Morgensonne. Unten vor den geschlossenen und hohen hölzernen Palasttoren, blieben sie kurz stehen, da Argos noch was zu sagen hat.
„Wir werden heute die Stadt zu Pfote erkunden. Sagt also Bescheid falls ihr was wollt und wenn ihr irgendwohin geht, dann nimmt mindestens zwei Palastwachen mit.“
„Und was ist, wenn wir was haben möchten?“, fragte Nektos der Jaguarjunge.
„Die Palastwachen werden sich darum kümmern. Macht euch deswegen keine Sorgen.“
„Und wenn wir müssen?“, kam gleich die nächste Frage und diesmal war es Harlan.
„Dann sagt mir Bescheid und ich werde mich darum kümmern.“
Da es nun still war und keiner mehr eine Frage zu haben schien, nickte Argos den Torwachen zu und Mika verließ das erste Mal den Palast als Prinz von Ascardia, ohne seine Eltern oder Pestos.
Ein kleiner Stadtbummel
Schon als sie das Tor passierten, gingen sie fast unter. Es waren so viele Bürger, Handwerker, Händler und Kaufleute und Diener auf der Straße, dass sie alle wirklich glücklich waren die Palastwachen um sich zu haben. Keiner schien wirklich die Wolfen zu bemerken und wenn es einer tat, dann nur für eine Sekunde, um dann weiter seine Tätigkeit nachzugehen. Mika sah wieder, wie die Wölfe auf allen vieren gingen und es schien für sie so natürlich zu sein so zu gehen, wie bei ihm auf zwei Beinen.
Von beiden bekam er ein recht nettes Lächeln zurück, woraufhin er schüchtern gleich den Kopf wieder nach vorne drehte. Seine Freunde schauten längst schon auf das, was die Stadt so anbot. Links und rechts stand ein Stand neben dem anderen und bot Früchte, allerlei von Getreide, Brote, Gemüse und auch Kleidungsstücke an.
Was ihm aber jetzt mehr als zuvor auffiel war, wie viele seiner Bürger genauso gekleidet waren wie sie. Die allermeisten Männchen hatten nur ein Lendenschurz an und die Weibchen haben mit einem Stoff ihre Brüste verborgen. Nur die reichen Kaufleute hatten eine Tunika an, wie Argos gestern eine hatte. Dafür sparten die Reichen und Schönen nicht mit dem Schmuck. Überall sah man irgendwelche Halsketten, Armbänder oder sogar Pfotenbänder aus Silber, Bronze und Gold aufblitzen.
Es gab sogar etwas, was Mika sehr gut gefiel. Es war filigran, wunderschön und etwas, was er wirklich probieren wollte. Die Reichen haben sich teils die Ohren goldumranden lassen. Dieser Ohrschmuck war reich verziert und alle die eines hatten, haben sich ein Loch ins Ohr machen lassen, wo ein Ohrring das Loch offenhielt und wo immer eine Kette am Ohrloch runterhing.
„Du sag mal Argos, darf ich auch mir die Ohren goldumranden lassen?“
„Natürlich Mika. Doch der richtige Name dafür ist Agath. Man muss sich ein Loch im Ohr ausstechen lassen, damit es hält und am Anfang ist es schwer und viele unterschätzen es, wie schwer sowas sein kann.“
„Tut es weh?“
„Sehr sogar und man muss am Anfang aufpassen und die Wunde immer sauber halten, weil sich sonst die Wunde schnell entzünden kann.“
Da er nun wusste das es sehr wehtat, wollte er es nicht mehr so unbedingt haben. Dennoch, faszinierte es ihm und es gefiel ihm jetzt sogar noch mehr als zuvor. Dann wurde er von der Seite angeschubst und er sah Randel grinsen.
„Wollen wir uns ein Agath stechen lassen?“
Mika war sich nicht so sicher.
„Komm schon Mika, zusammen tut es weniger weh.“
Randel hatte schon Recht. Wenn man es zusammentat, würde es nicht so sehr wehtun. Jedoch war er jetzt noch mehr verunsichert, ob er es machen wollte.
„Jetzt nicht Randel. Wenn wir dann aufbrechen und die Hauptstadt hinter uns lassen, dann vielleicht. Denn zuerst, kommt der Markt dran.“
Wie aufs Stichwort, fing Mikas Nase zu brennen an und kurz darauf, betraten sie den großen Mark. Es war ein gewaltiger Platz, vollgeladen mit Verkaufsständen. Der Markt war so überlaufen, dass jetzt sogar die Wachen gegen sie gedrückt wurden.
Das aber störte Mika nicht, im Gegenteil sogar. Er roch den Atem der Wölfe, das von hinten zu ihm nach vorne kam. Gleichzeitig drückte sich Matos von hinten gegen ihn und umschlang ihn sogar mit dem anderen Arm um den Bauch. Von links drückte sich Randel gegen ihn und schlang einen Arm um seine Schulter, nur um ihn dann an sich zu ziehen. Von der Seite drückten sich ihre Hüfte aneinander und Mika schlang einen Arm von hinten um Randel und legte die Hand auf dessen Hüfte, damit nicht seine Schulter gegen Randels Brust beim Gehen andauernd zusammenstieß.
„Bestimmt sehen WIR jetzt wie ein paar aus…!“, flüsterte ihn Randel von der Seite zu und Mika bemerkte, wie Randel schneller zu Atmen schien. Mika schluckte und bemerkte erst jetzt mit der Hand an der Hüfte, wie warm Randel war. Nun fing auch er schneller zu Atmen an und er sammelte seinen ganzen Mut zusammen, um die Hand an der Hüfte etwas raufgleiten zu lassen, nur um sie dann wieder runtergleiten zu lassen. Und der stoppte erst dann, als er das Band des Lendenschurzes am Handrücken spürte.
„Je-Jetzt… schauen wir so aus.“, flüsterte Mika so leise wie es ging zurück, woraufhin Randel schwer schluckte und nur kurz Mika in die Augen sah. Mikas Herz pochte wie verrückt während sie weitergingen und dann blieb es stehen, als ihn Randel an der Schulter mit den Fingern zu streicheln anfing. Ihr Blicke trafen sich daraufhin kurz und Mika bekam eine trockene Schnauze und sein Sichtfeld wurde enger, als er die Hand dann langsam nach vorn wandern ließ. Dabei wurden die Finger auf seiner Schulter immer gieriger und gerade als seine Finger ganz langsam unter den Stoff tauchte und er die Hitze an den Fingerkuppen spüren konnte, blieb seine Hand stehen.
„W-Was… i-ist?“, krächzte Randel flüsterleise zu ihm und es schien, als ob Randel genauso so eine trockene Schnauze wie er hatte.
„M-Mein… A-Arm… ist… z-zu kurz…!“, Mika fluchte und tobte innerlich. Denn er konnte schon an den Fingerkuppen spüren, wie weich und heiß die Haut unterm Stoff war und dass sein Arm zu kurz war, um sein Ziel der Begierde zu erreichen.
„So da wären wir!“, sagte Argos laut und drehte sich zu ihnen um. Alle vier Hände glitten am Lendenschurz entlang und für einen Bruchteil einer Sekunde, spürte Mika wie dichtes und buschiges Fell an seinen Fingern entlangfuhr. Diese Tatsache war schuld, dass er eine Sekunde zu spät seine Hand von Randels Hüfte zurückziehen konnte und sein Lehrmeister sehen konnte -falls er es überhaupt bemerkte- wo seine Hand bis vor einen Moment war.
Es schien, als ob es Argos nicht gesehen hat, doch stattdessen sah ihr Lehrmeister was anderes bei ihnen zweien. Diesmal hob Argos beide Augenbrauen und schnalzte einmal mit der Zunge. Leise sprach er dann zu ihnen.
„Reißt euch etwas zusammen. Ich möchte euch nicht getrennt mitführen. Also, atmete erst einmal tief durch und konzentriert euch auf mich und auf das was ich sage.“
Randel und Mika ließen von anderem ab und sie wollten vor Scham im Boden versinken, als die anderen an sie runterstarrten. Sogar die Palastwachen sahen einmal kurz zu ihnen runter, was bei Mika noch eine größere Scham hervorrief.
„Na na…“, sagte gleich Argos und ging vor ihnen runter auf die Knie, sodass jeder dessen Lendenschurz loslassen musste.
„Ihr braucht euch nicht zu schämen. Die Wachen haben schon Erfahrung mit Pharao Hator und nehmen es auf die leichte Schulter. Ich weiß das ihr noch so jung seid und eure Gefühle stark sind. Deswegen gebe ich euch jetzt den Tipp, diesen Ausflug als Unterrichtseinheit zu sehen und nicht als einen Spaziergang oder so. Wer nicht meinen Unterricht folgt, wird dann auch nicht die Fragen beantworten können, wenn sie am Ende des Monats als Test kommen. Und somit, wäre ein Monat verloren und euer Wunsch müsste ein Monat warten.“
Das war der Ansporn den Mika brauchte. Er hatte einen Wunsch und jetzt war er entschlossen genug, sich von nichts ablenken zu lassen. Auch Argos sah die Entschlossenheit in Mikas Augen und es war die gleiche, wie in Randels goldenen.
Jetzt konnte er endlich beginnen seinen Prinzen und dessen Halbbrüder alles über die Waren und den Handel hier im großen Markt beizubringen. Aufmerksam hörten die fünf Jungs zu, wenn er etwas zu sagen hatte. Sie Rochen an den Gewürzen, während er erzählte aus welcher Provinz, oder aus welchem Land sie kamen und wer sie verkaufte. Gleichzeitig kam auch etwas Staatskunde dran, als er über die Stellung des Handelshauses in den fernen Ländern erzählte, und wie das Handelshaus zum Pharao und zu dessen König stand.
So machte er es bei jedem Stand und sie alle durfte auch alles probieren. Die Kosten dafür übernahmen die Palastwachen, damit er ungestört den fünf Jungs alles erzählen und lehren konnte. So verflog die Zeit ungemein schnell und Mika war so neugierig geworden, dass er den Trupp schon fast anführte. Das wiederum machte Argos so stolz, dass er freiwillig Mika von Stand zu Stand folgte.
Doch dann wurde Mika langsam schlecht und schwindlig und Argos reagierte sofort, als Mikas Schritte unsicher wurden und sein Schützling zu hecheln anfing.
„Na kommt, es ist Mittag und wir haben vergessen was zu trinken. Machen wir die Mittagspause.“
Vorsichtshalber hob er Mika auf und setzte ihn auf seinen Arm ab. Gleichzeitig legte er eine Hand auf dessen Kopf und das Fell brannte schon fast. Sie mussten nicht weit gehen, bis sie das Gasthaus erreichten, wo er für sie bis Nachmittag ein Raum gemietet hat. Es war ein offener Raum neben der Gaststube, doch gleich als sie den Raum betraten, zog er die schweren Vorhänge zu und ließ so auch die Hitze der Sonne draußen.
Die Mauern waren dick, die offenen Fenstern klein und Argos legte Mika auf den steinernen Boden ab und schnappte sich ein Kissen für den Kopf. Der Boden war angenehm kühl für Mika und er schloss die Augen, weil sich die Welt um ihn drehte. Er hörte so nur, wie sich jeder um ihn niederließ und wie Argos den Raum kurz verließ, um dann gleich wieder zurück zu kommen.
„Hier, trink das. Es ist kühles Wasser aus dem Keller. Aber trink nicht zu schnell. Nimm zuerst nur zwei, drei Schluck.“, sachte wurde sein Kopf angehoben und seine Lippen berührten ein Holzbecher. Wie gesagt, trank er nur drei große Züge vom Wasser und er spürte, wie das Kühle nass im inneren runterrann.
Und erst jetzt bemerkte er, wie groß sein Durst wirklich war. Er wollte mehr, doch sein Körper reagierte auf das Wasser und er fing noch schneller zu hecheln an.
„Keine Panik Mika. Einfach tief ein und ausatmen.“, hörte er Argos zu ihm runterflüstern und er tat was ihm sein Lehrmeister sagte. Konzentriert atmete er jetzt tief ein und wieder aus und nach wenigen Minuten lechzte sein Körper nicht mehr nach Sauerstoff, sondern beruhigte sich allmählich. Jetzt wurde ihm allmählich kalt und die Kälte biss sich in seine Knochen. Deswegen fing er nun zu zittern an.
„Gut. Steh jetzt auf Mika, damit dein Kreislauf wieder in Schwung kommt.“
Als Mika die Augen langsam öffnete, drehte sich die Welt nicht mehr um ihn und auch die Übelkeit war verschwunden. Das Erste was er sah, war Argos grinsendes Gesicht.
„Was… ist mit mir passiert?“, wollte Mika wissen und Argos antwortete gleich.
„Du Standes kurz vor einem Hitzeschock. Deswegen zieht sich unser Volk jetzt in ihre Heime zurück, damit sie nicht das gleiche ereilt, wie dir. Natürlich sind sie an das Klima schon gewöhnt und könnten, falls sie wollten, auch über Mittag weitermachen. Doch du brauchst jetzt eine Pause, dein Körper braucht eine Pause und deswegen, solltest du jetzt etwas schlafen.“
Mika stand auf während Argos erzählte und er stellte fest, dass es ihm wieder richtig gut ging. Aber er hatte Durst und gerade als er sich sein Becher schnappen wollte, zog es Argos aus seiner Reichweite weg.
„Trink warmen Tee, dass ist besser als Wasser.“
„Wieso? Ist es nicht besser kaltes Wasser zu trinken?“
Argos schüttelte den Kopf.
„Wenn du jetzt was kühles zu dir nimmt, dann fährt dein Körper wieder hoch und produziert Hitze, um gegen die Kälte anzukommen. Wenn du aber was Warmes trinkst, dann fährt nicht dein Körper hoch und produziert keine Wärme. Das heißt, warmes trinken, wenn es draußen warm ist.“
Während Argos sprach, zeigte sein Lehrmeister nach links, wo seine Freunde und einige Palastwachen im Kreis saßen und heißen Tee zu sich nahmen. In kleinen Gläsern tranken sie den Tee und Mika war nicht wirklich davon überzeugt jetzt Tee zu trinken. Doch als sich Argos zu den anderen gesellte und ebenfalls den Tee trank, ging Mika dann doch zu ihnen. Argos schnappte sich Mika gleich und ließ ihn in seinen Schoß Platz nehmen. Voller Scham ging Mikas Blick um die Runde und keiner beachtete diese Geste sonderlich.
Dennoch war es eine sehr Intime Geste und Sitzposition für ihn. Denn, er saß direkt auf Argos Schritt mit dem Po und es war so herrlich weich und warm. Argos schien es auch nicht zu stören und reichte ihm gemütlich ein Glas Tee. Der Tee war schon fast heiß, doch er schmeckt sehr gut und war recht süß. Und schon nachdem zweiten Schluck merkte er, wie sein schnell schlagendes Herz sich beruhigte.
Beim zweiten Glas, fingen die Wachen langsam gemütlich zu Plaudern an und das Plaudern verdrängte die Stille, die schon fast unangenehm wurde. Dann fingen auch seine vier Freunde zu Plaudern an und sie sprachen von dem, was sie bis jetzt von Argos erfahren haben. Das nutzte jetzt Mika und sah hoch zu Argos.
„Du Argos?“
„Ja?“
„Ähm… darf man in der Mittagspause… Intim sein?“
„Natürlich. Doch leider könnt ihr euch nicht zurückziehen, da ich nur diesen einen Raum gemietet habe und, es schickt sich nicht wirklich für den Prinzen vor aller Augen Intimitäten mit anderen zu wechseln.“
„Und… wie macht es Hator?“
„Das ist was anderes. Es sind seine Palastwachen. Sie kennen ihn und alle die mit ihm reisen, wissen über unseren Pharao Bescheid und geben sich ihn hin.“
„Und… was empfiehlst du mir jetzt in der Situation?“
Argos lächelte warm.
„Sich in Geduld zu üben. Am Abend, wenn wir die Stadt verlassen und auf Reisen gehen, werdet ihr euer eigenes Zelt haben. Deswegen, solltet ihr jetzt schlafen, wie es langsam die anderen machen.“
Nachdem das Mika hörte, bemerkte er, wie es still war und sich alle hingelegt und die Augen geschlossen haben. Nur die zwei Wölfe saßen noch an der Wand angelehnt da und starrten zu ihm.
„Legen wir uns gemeinsam hin?“, fragte Mika gleich.
Argos nickte und legte sich nach hinten gleich auf die Seite und Klopfte vor sich auf dem Boden. Mika folgte der Aufforderung und legte sich mit den Rücken zu Argos, der sogleich einen Arm um seinen Bauch schlang und ihn fest gegen den warmen Körper drückte. Mika schnappte sich noch ein Polster der vor ihm auf dem Boden lag und er stellte fest, dass es sehr angehen war auf dem kühlen Boden zu liegen, während er von hinten von Argos warmgehalten wurde.
Als sich seine Augen schlossen und in der Stille ihm schnell die Müdigkeit übermannte, weil er die Müdigkeit noch in den Knochen hatte von letzter Nacht, hörte er schweren Pfoten auf den Boden stampfen und wie die Person sich dann langsam und leise vor ihm hinlegte. Die Person rutschte näher und seine Nase und Lippen tauchten in ein Meer aus weichem Fell ein. Gleichzeitig legte sich ein schwerer Arm auf ihn und der Körper vor ihm presste sich gegen ihn. Am Geruch wusste er welcher der zwei Wolfen es war und er gab den Wolf sogar einen Kuss als Dank, dass er so einschlafen konnte.
Dann übermannte ihn der schlaf.
Der Traum den er hatte, war mehr als erregend. Es war lebhaft, er konnte es regelrecht spüren und seine Lust sprengte alle Maße. Doch dann dröhnte es, seine Ohren zuckten und der Traum verschwand in einem weißen Schleier. Es war dunkel, bis er bemerkte, dass er die Augen geschlossen hatte. Doch, bevor er sie öffnen konnte, stellte er erschreckt fest, dass sich in seinem Schritt etwas bewegte. Es drückte fest gegen ihn in regelmäßigen Abständen und seine Gedanken überschlugen sich, was es sein konnte.
Sein Kopf war noch ganz benebelt vom Schlaf, als er die Augen öffnete und Argos vor sich sah. Der Kater schlief noch tief und fest und lag fast mit der Brust an ihm an. Was aber fest an ihm anlag, war dessen Hüfte und da wusste er, was gegen ihn drückte und er wusste nicht, was er tun sollte, oder ob. Und das Dröhnen kam vom Wolfen, der hinter ihm lag und schnarchte wie ein Drache. Dick und fest hat ihn der Wolf am Bauch mit der riesigen Hand umschlungen und er hatte keine Chance sich zu entwinden.
Das Blut pochte laut in seine Ohren, weil er so ein gefangener war und Argos Erregung am eigenen erregten Penis spüren konnte. Auch einschlafen konnte er wegen dieser Tatsache wieder nicht und deswegen, gab er sich seufzend seinem Schicksal hin.
Es war so still und angenehm, dass er so stundenlang liegen konnte. Bis er bemerkte, dass es zu still war. Dann fiel ihm auf, dass der Wolf mit dem Schnarchen aufgehört hatte und r deswegen, sah er langsam rauf.
Die roten Augen starrten ihn von oben an und erblickten auch, was zwischen ihn und Argos passierte. Diesmal bekam Mika ein warmes lächeln geschenkt und er wurde kurz fester umarmt und dann, rollte sich der Wolf mit ihm auf den Rücken. Nun lag er mit dem Rücken auf Nats und er war schon dankbar dafür, nicht mehr gefangen zu sein. Aber es war noch nicht vorbei. Nats drehte ihn mit beiden Händen auf den Bauch um und zog ihn dann rauf zu sich, bis sich fast ihre beiden Nasen berührten und er runter in die roten Augen schauen konnte.
„E-Es tut mir leid… falls ich dich geweckt habe.“, Nats fing noch breiter zu lächeln an, als Mika da sagte.
„Habe ich… was falsches gesagt?“, kurz verschwand das Lächeln und Mika sah einen traurigen Ausdruck in Nats Augen, dass dann gleich wieder verschwand und danach kam noch ein breites Lächeln zum Vorschein. Daraufhin hob Nats den Kopf und flüsterte Mika was ins Ohr.
„Ich bin schon seit Wochen nicht mehr gekommen, mein PRINZ und was ich so gerochen und gesehen haben, Ihr euch nicht…!“
Mika schluckte schwer auf dieses Vorpreschen.
„Oder liege ich da falsch… mein PRINZ!“
„N-Nein… du hast Recht…!“, sofort bereute Mika seine Worte und sah schamvoll zur Seite. Nun ließ ihn Nats los und der Wolf überkreuzte seine Arme unter dem Kopf und sah erwartungsvoll Mika an.
„An mir unten ist euer Ziel… mein PRINZ!“, war das letzte was Nats mit ein zwinkern zu ihm flüsterte und Mikas Herz raste, als er sich langsam aufrichtete. Nats konnte unter seinen Rock sehen, als sich Mika so aufsetzte, weil links und rechts die Beine an der Seite des Wolfen runterhingen. Doch das störte ihn nicht, als er einen Blick zurückwarf. Als er dann wieder kurz nach vorne schaute, hatte Nats schon die Augen geschlossen.
Bevor er wieder zurückblickte, krallte er sich am weichen Fell fest. Sein Schritt pochte vor Schmerz und er musste nur etwas zurückrutschen und schon konnte er sein Ziel anfassen, dass nun sogar noch mehr präsentiert wurde, als Nats leicht die Beine spreizte und für ihn öffnete. Somit kam der prallvolle Lendenschurz noch mehr hervor und die wildesten Gedanken kamen Mika in den Kopf.
Er hatte schon längst einen Tunnelblick, als er sich leicht nach vorne beugte und langsam und leise runter am Bauch rutschte. Nats atmete langsam und entspannt und bei jedem Atemzug hoben sich seine Pfoten vom Boden.
Dann war es endlich soweit. Er musste nur noch nach hinten greifen. Sein Herz raste als er sich halb nach hinten drehte und ganz sachte und langsam, die Hand senkte. Noch bevor er den Stoff berührte, spürte er die Wärme die vom prallgefüllten Lendenschurz ausging. Als dann seine Finger den Stoff berührten, atmete Nats einmal tief ein und dann wieder aus. Nachdem Finger kam seine Handfläche dran und Mika schloss die Augen, als er langsam über den Stoff glitt. Es war weich, heiß und wenn er zudrückte, gab es angenehm nach. Über den ganzen Hügel strich seine Hand, von allen Seiten und es schien Nats zu gefallen, da der ganz ruhig liegen blieb.
Und gerade als er mit der Hand am Bauch unter den Stoff fahren wollte, hörte er ein gähnendes „Mika?“ und er wusste, dass Argos wach war. Er riss den Kopf nach vorne, zog die Hand zurück und erblickte Argos, der sich die Augen rieb und sich langsam aufsetzte.
Versteinert blieb er einfach sitzen, als sich ihre Blicke trafen und sie sich für mehrere Sekunden in die Augen starrten. Schweigend stand Argos auf und schnappte sich ihn. Er wurde in eine Ecke getragen und wurde vor seinen Lehrmeister abgesetzte. Mika hatte ein schlechtes Gewissen, als sich Argos vor seinen Prinzen setzte.
„Mika?“, Mika konnte seinen Lehrmeister nicht in die Augen sehen.
„Bitte Schau mich an, mein Prinz.“, er folgte nur widerwillig der Aufforderung. Doch anders als erwartet, sah er in kein böses, oder zorniges Gesicht, sondern in ein Gesicht, dass ihn anlächelte.
Argos konnte nicht schlafen, weil gleich nachdem Mika eingeschlafen war, erwachte der Schritt des Prinzen zum Leben, woraufhin sein Schritt zum Leben erwachte. Auch hat er alles gehört, was beide geflüstert haben, denn leise waren sie nicht gewesen.
Als er dann in Mikas feuchten Augen sah, bekam er selbst ein schlechtes Gewissen.
„Ist schon in Ordnung Mika. Keiner hat was gesehen oder davon mitbekommen. Ich weiß das es für dich schon fast eine Qual ist, aber du musst nicht mehr lange warten. Nur noch ein paar Stunden. Ok mein Junge?“
Mika schluckte schwer und nickte kaum merkbar. Daraufhin nahm Argos seinen Prinzen in die Arme und drückte ihn ganz fest.
„Nur noch ein paar Stunden.“, hauchte er und wiederholte den Zeitraum wo sich Mika noch zusammenreißen musste.
„Damit es nicht so lange für dich und… mich wird, wecke ich jetzt die anderen und wir gehen gleich zu der Kaserne und zu den Toren.“
Während er alle weckte, hatte er auch ein Auge auf Nats. Dieses Männchen hat mit wenigen Worten seinen Prinzen verführt etwas zu tun, was sich später vielleicht rächen hätte können. Er musste nochmal mit ihn sprechen und ihn sagen, dass noch so ein Vorfall ernste Konsequenzen nach sich ziehen wird. Nachdem er alle geweckt hatte und rausschaute, bemerkte er, dass es draußen schon Orange geworden ist. Das hieß, dass sie fast vier Stunden geschlafen haben, und er so lange wach lagen.
Wie es sich ziemt, holten die Palastwachen Wasser vom Wirten, das schön kühl und erfrischend war. Mika konnte sogar ein Hauch von Kräutern rausschmecken, was ihn ziemlich positiv überraschte. Als sich Argos den Wolf zuwenden wollte, sah er wie Mika alleine dasaß. Wogegen die anderen schon als Gruppe zusammensaßen. Dieser Umstand tat Argos im Herzen weh, weil er genau im Gesicht seines Prinzen ablesen konnte, wie der sich fühlte so ausgegrenzt zu werden.
Der Wolf lag nun auf der Seite und stützte den Kopf mit einer Hand am Boden ab, gleichzeitig war das obere Bein nach oben angewinkelt und so präsentierte sich der Wolf vor jedem. Direkt vor dem Kopf ging Argos in die Hocke und als der Wolf zu ihm hochsah, fing er zu flüstern an.
„Ich habe alles gehört und ich wollte dir nur sagen, dass es sich nicht für Mika, deinen und meinen Prinzen, sich ziert, Intimitäten in der Öffentlichkeit auszutauschen. Daher bitte ich dich nur EINMAL, das nicht zu vergessen und beim nächsten Mal, wenn du ihn dazu einlädst, sollte es in einem Privaten Umfeld sein, sonst werde ich den Wachen befehlen den Hammer zu holen…!“
Der Wolf verlor mit jedem Wort immer weiter das Lächeln, bis der am Ende ernst zu ihm aufsah. Dann ging der Blick rüber zu Mika.
„Ich wollte meinen Prinzen nur was gutes machen…“, sagte der Wolf entschuldigend.
„Davon bin ich ausgegangen und deswegen bis du noch ein Männchen und kein Eunuch.“
Argos stand auf und wollte schon davongehen, als Nats wieder das Wort erhob.
„Was meinst du genau mit Privaten Umfeld?“
Nur den Kopf drehte Argos zurück, um auf diese Frage zu Antworten.
„Ich sage dir da schon bescheid. Doch beantworte mir eine Frage: Wieso Mika?“
Nats bekam kurz einen Schmerzhaften Ausdruck auf dem Gesicht, das genauso schnell wieder verschwand wie es aufgetaucht war.
„Darüber… möchte ich nicht sprechen…“
„Gut, ich behellige dich nicht weiter deswegen.“, sagte Argos und ging schnell zu Mika rüber, der die Beine schon angezogen hat und traurig zu den anderen starrte.
„Wieso setzt du dich nicht zu ihnen?“, fragte Argos sanft nach und setzte sich zu Mika hin. Sein Prinz zuckte mit den Schultern und legte den Kopf auf den Knien ab. Da entschied er das jede weitere Minute hier verschwendet wäre und, dass es nun Zeit war die Taverne zu verlassen.
„Kommt, brechen wir auf!“, gab er den Befehl und alle standen schnell auf, nachdem sie ihr Glas geleert haben. Wie zuvor hakten sie die Jungs bei Argos Lendenschurz fest und er stellte fest, wie wieder Randel links neben Mika mitging.
Als sie die Taverne verließen, betraten sie gleichzeitig auch den Markt wieder. Nach wenigen Schritten legte Randel wieder einen Arm um Mika und sah ihn von der Seite an. Mika bemerkte das starren gleich, aber er hatte jegliche Lust verloren.
„Was ist Mika?“, hauchte ihn Randel zu und Mika sah nach rechts, weil sich Matos bei Argos festhielt und nicht mehr bei ihm.
„Nichts…“
Randel seufzte traurig und sah sich einmal um, bevor er weitersprach.
„Habe… habe ich was falsch gemacht?“
„Nee…“, gab Mika gleich zurück und sah nun runter zu den Pfoten.
„Was ist denn Mika?“, fragte Randel nun wirklich besorgt nach. Doch das war nun zu viel für Mika. Er zog die Hand aus Argos Lendenschurz raus, ließ den Arm auf seiner Schulter runtergleiten und wollte einfach davonrennen. Jeder reagierte sofort, doch am schnellsten war Nats. Der schnappte sich den Prinzen und nahm ihn gleich in der Hocke in die Arme.
Alle waren stehen geblieben und hörten ihren Prinzen und zukünftigen Pharao schluchzen. Argos war von einem Moment auf den anderen völlig überfordert und stand wie versteinert da. Auch die Wachen standen einfach nur da, weil sie auf einen Befehl von Argos warteten.
Und während alle wie versteinert standen und keiner so genau wusste, was zu machen oder was los war, fing Nats leise mit den Prinzen zu flüstern an.
„Na Na… jetzt Wein doch nicht so mein PRINZ.“
Nach den paar Worten fing Mika aber noch heftiger zu weine an und Nats glaubte in die Vergangenheit zurückversetzt worden zu sein. Er schloss die Augen und versuchte die Bilder die aufkamen, zu ignorieren. Deswegen tat er das Einzige was ihm einfiel und was er damals so oft getan hat. Er hielt Mika mit einer Hand fest und beugte sich nach vorne und als die andere Hand den Boden berührte, setzte er seinen Prinzen auf sein Rücken ab. Eingekauert und wie ein Häufchen Elend auf seinen Rücken liegend, schritt Nats langsam wieder los.
Argos war hin und her zerrissen. Zum einen wollte er für Mika da sein, zum anderen aber hatte er die anderen vier Jungs bei sich, die mitfühlend und selbst teils mit feuchten Augen zu Mika starrten. Als dann Nats langsam an ihm vorbeiging und vielsagen in seine Augen starrte, fiel Argos eine Entscheidung und wandte sich den vier Jungs hinter ihm zu.
„Mika braucht etwas Zeit für sich. Ich möchte das ihr ihn auch etwas Freiraum gibt, bis er wieder zu euch kommt.“
Er wusste nicht ob es die richtigen Worte waren, ob es die Richtige Entscheidung war, aber es waren die ersten die ihm in den Sinn kamen.
Nats brauchte jetzt etwas zum Trinken, und damit war kein Wasser oder Tee gemeint. Denn, der Schmerz in seiner Brust, kam mit aller Gewalt zurück. Dieses Häufchen Elend auf seinen Rücken erinnerte ihn an seine Vergangenheit, an die Zeit, wo sein Leben noch schön war. Und mit jeder Sekunde die Verging, erinnerte ihn Mika immer mehr an seine Vergangenheit.
Gleichzeitig spendete ihn Mika aber auch Trost und Hoffnung. Er schwor sich selbst, dass es kein zweites Mal geschehen wird. Mika würde er tatsächlich mit seinen Leben beschützen, komme was wolle. Und, er wusste ganz genau was in Mika vor sich ging. Er hat schon mitbekommen, dass Mika nicht von hier stammt, dass der Prinz von einem weit entfernten Land, oder sogar Kontinent stammt. Nicht nur an der Sprache, oder den vielen Erklärungen von Argos hat er es bemerkt, oder weil er es gehört hatte, sondern, weil er es auch roch.
Mika roch nicht nach Sand, wie die anderen, sondern nach Wiesen und Wäldern. Genauso wie er nach den zwei Sachen roch, doch anders als er, musste sich Mika so schnell an alles anpassen und lernen, dass es schlichtweg den Jungen überforderte. Neue Gesichter, Wachen, Bezugspersonen und besonders das neue Land, wo sich der Junge noch als Fremder fühlte, stieg den Prinzen einfach über den Kopf. Noch dazu wurde Mika ausgegrenzt, weil der ein Prinz war. Dieser Status erschwerte es den Jungen mit den anderen auf Augenhöhe zu sein.
Wie gerne würde er jetzt mit Mika alleine sein wollen und die richtigen Worte den Jungen ins Ohr flüstern. Doch er hatte Bauchschmerzen die Worte in der Gegenwart der anderen zu sprechen. Denn, es waren Worte die nur für die Ohren von Mika bestimmt waren, für keinen anderen sonst.
Zumindest aber gaben sie Mika Freiraum und belagerte ihn nicht. Denn sonst wäre die Abwehrreaktion noch schlimmer geworden. Sonst wäre der Prinz wirklich davongelaufen vor den vielen Hürden, die noch auf ihn kommen werden.
Nur zu gerne hätte er geschrien, dass Mika nun eine Pause von allem braucht.Und noch vieles mehr hätte er auf den Weg zum Tor gesagt und sein Ärger bereitete ihn Bauchschmerzen.
Als sie das Tor erreichten, hörten sie alle schon das Waffenklirren und Argos blieb vor den großen Doppeltor stehen, um sich an Nats und Mika zu wenden. Der Wolf hatte die Lefzen erhoben, doch im Gesicht sah er puren Schmerz. Er spürte wie die vier Jungs ihm folgten am Lendenschurz, als er zu Mika ging. Sein Prinz lag nun still da und rührte sich nicht.
Schweigend hob er Mika von Nats Rücken auf und drückte ihn fest an sich, als er ihn rüber zum Tor trug und wo dann die Palastwachen das Doppeltor für ihn öffneten.
„Schau Mika, hier trainieren unsere Soldaten.“
Mika der das Gesicht in Argos Brust gedrückt hatte, bewegte leicht den Kopf und sah mit einem Auge hin.
Ein großer Platz, wo mehr als drei Dutzend halbnackter Krieger im Kreis saßen, sahen zu wie sich zwei Duellierten. Sie waren alle genauso bekleidet wie Argos und als sie dann langsam bemerkten, wer zu Besuch gekommen war, lagen sie schon alle mit dem Gesicht im Staub. Auch wusste er nicht was Mika zu bedrückte und was der Grund war, wieso sein Prinz plötzlich zu weinen angefangen hat.
„Sie warten bis du was sagst, Mika.“, doch Mika drückte nur wieder das Gesicht in seine Brust und ignorierte jeden und alles um ihn herum. Argos war am Verzweifeln. Er wusste nicht was er sagen, oder tun sollte, damit Mika einfach nur wieder lächelt.
Seufzend hob er den Kopf und ging dann einfach links der Mauer entlang, um sich dann einfach hinzusetzten auf den staubigen und sandigen Boden. Mikas Freunde saßen um sie beide herum und weil er nun wirklich Zeit mit Mika brauchte, bat er sie bei den bei den Wolfen am Eingangstor zu warten. Nachdem er dann endlich mit Mika alleine war, setzte er Mika auf und ließ den Jungen mit den Rücken an ihm anlehnen. Doch Mika wollte es nicht. Sein Prinz sträubte sich gegen die Sitzposition, also gab Argos gleich nach und wartete ab, bis Mika seine Position fand.
Am Ende saß Mika Brust an Brust auf ihm und drückte das Gesicht einfach fest gegen seine Brust.
„Ich… würde zu gern wissen, was dich so bedrückt Mika… Ich möchte dir WIRKLICH helfen, aber ich weiß nicht wie. Ich… kennen dich noch nicht so gut, um zu wissen, was in deinem Kopf vor sich geht. Also bitte, mein Mika, mein Prinz, verrate mir doch was du auf den Herzen hast.“
„… nichts…“, brummte Mika in seine Brust und es tat so gut wieder die Stimme seines Prinzen zu hören. Aber er wusste nun, was in Mika vor sich ging. Alles, bedrückte Mika.
„Ich habe damals… auch viel geweint, in den ersten Tagen im Tempel. Aber die anderen Kinder halfen mir in der schweren Zeit. Randel, Matos, Harlan und Nektos würden dir auch gerne helfen wollen…“, die nächsten Worte blieben Argos im Hals stecken, als Mika außer sich vor Zorn zu ihm rauf sah. Das Gesicht war salzverkrustet und rot waren die Augen von vielem weinen.
Dabei erhoben sich langsam die Krieger und überrascht und verwirrt, sahen sie langsam zu Argos.
„Ich verstehe…“, Argos schloss die Augen und senkte den Kopf, bis seine Stirn die des Jungen berührte.
„Ich habe alles gesehen und ich fühle mit dir. Du glaubst, dass du für sie nur interessant bist, wenn es um körperliche Nähe geht. Keiner kommt auf dich zu, und du bist die Person, die auf sie zugehen muss, um ein paar Worte zu wechseln. Du fühlst dich ungerecht behandelt und du glaubst zu sehen, dass keiner was mit dir zu tun haben möchte.“
Er ließ den Kopf noch weiter senken und rieb nun seine Wange an der von Mika.
„Aber du musst verstehen, Mika. Du bist der Prinz, der zukünftige Pharao und alle werden sie zu dir aufblicken. Wieso glaubst du hat dein Vater Hator seine Liebe auf einem anderen Kontinent gefunden? Weil ihn Otto genauso behandelt hat, wie jeden anderen. Hator hatte das gleiche Schicksal, wie du es jetzt hast. Aber… du kommst schon aus einem anderen Land… und du wirst jemanden finden, den du dann dein Herz schenken kannst.“
Kurz hielt Argos inne und gab nun Mika einen Kuss auf die Wange. Es war sein erster überhaupt und er legte alle Gefühle in den Kuss hinein und er hoffte, dass dies Mika bemerken würde.
„Wenn… ich doch nur so jung wäre wie du… hätte ich mir gewünscht, dass du mir dein Herz schenkst… Doch das geht nicht mehr. Ich bin dein Lehrmeister, dein Freund und als Freund bitte ich dich jetzt, mir ein lächeln zu schenken. Damit würdest du mir den Tag so versüßen… so versüßen…“
Sein Herz weinte wegen Mika und Argos konnte die Tränen nicht mehr zurückhalten. Mikas Schicksal ging ihm zu nahe und er konnte wirklich fühlen, wie sehr das Schicksal den Jungen belastete. Er konnte fühlen, wie viel Mika zu bewältigen hatte. Pestos hat ihn gleich am Anfang gesagt, was auf Mika zukommen wird und, dass jeder andere Lehrmeister damit überfordert wäre. Sein Freund hat ihn ausgewählt, weil der glaubte, dass er es schaffen würde.
Vielleicht war es doch nicht so eine gute Idee gewesen vier Freunde für Mika zu finden. Eine chaotische Gruppendynamik für Mika war nun vermutlich das, was Mika am wenigsten brauchte. Wenn nur er und Mika da wären, dann hätte sich Mika immer an ihm wenden können und er wäre immer für ihn da gewesen.
Argos löste nun den Kuss und hob langsam den Kopf. Als er dann langsam die Augen öffnete, starrte ihn Mika einfach nur an. Tränen fielen auf Mikas Gesicht und der Junge sagte dann was, was ihm zu einem liebevollen Lächeln verleiten ließ.
„Bitte weine nicht…!“
„Ich höre gleich damit auf, wenn du mir ein Lächeln schenkst.“
Mikas Lefzen zuckten und ganz langsam, sah er Mika wieder grinsen.
„Wundervoll… einfach verzaubernd.“, sie sahen sich lange in die Augen, bis Argos langsam aufblickte. Mika folgte den Blick und sie zwei sahen die vielen Krieger, die geduldig sie ansahen.
„Sie warten noch immer auf dich. Sie sehen dich das erste Mal und würden sich bestimmt auch freuen, wenn du ein paar Worte an sich richtest.“
„Was soll ich sagen…“, sagte Mika leise und mit leicht krächzender Stimme.
„Sag einfach das, was du willst.“
„Wirklich?“
Argos grinste so breit, dass sogar seine Augen sich schlossen, als er dabei auch nickte.
Mika seufzte und lehnte sich einfach an Argos an.
„Muss ich das wirklich machen?“
„Ich würde es gerne übernehmen wollen, aber es geht nicht. Und sieh es so, du musst es jetzt nur einmal machen, dann hast du deine Ruhe.“
Wieder seufzte Mika und rappelte sich langsam auf. Die Kniee waren noch etwas am Zittern, als er die ersten Schritte machte, nachdem er sich von Argos erhob. Vor den Kriegern, strich sich Mika den Rock glatt und bevor er was sagte, nachdem er damit fertig war, bemerkte er wie intensiv das Blau des Himmels über ihm war.
Fast senkrecht sah er hoch, weil er nur das blau sehen wollte. Allmählich taten es ihm die Krieger nach und Argos fühlte wie seine Haut kribbelte. Wie alle so dastanden und einfach nur raufschauten, war etwas, was er zuvor noch nicht gesehen hatte. Die Minuten vergingen und als die Anspannung auf dem Platz verschwand und jeder einfach nur raufschaute, tat er es auch.
Das blau und die Ruhe jetzt, ließen ihn völlig entspannen. Wie später es wurde, umso intensiver wurde das Blau des Himmels.
„Wunderschön…“, fing Mika zu flüstern an.
„… dafür lohnt es sich zu Kämpfen, um nach dem Kampf einfach in den Himmel zu schauen…“
Mika war der Einzige der den Kopf senkte, einfach nur um zu sehen, wohin er gehen musst um sich wieder auf Argos zu setzen. Verwundert stellte er fest, dass alle Anwesend noch immer nach oben in den Himmel schauten.
„Was du… gesagt hast… ja… dafür lohn es sich zu Kämpfen.“, flüsterte Argos und Mika lehnte sich nach hinten gegen Argos, um dann ebenfalls wieder einfach rauf zu starren. Die Zeit verging und allmählich wurde das intensive Blau zu einem leichten Violett. Das war das Schönste was Mika bis jetzt gesehen hatte. Und erst als das Violett immer dunkler wurde und die ersten Sterne zum Vorschein kamen, rührten sich die ersten Krieger.
Eine kühle Brise ließ dann auch Argos den Kopf senken und er stellte plötzlich fest, wie alle Krieger verschwunden waren und es schon recht finster war.
„Ich möchte dir jetzt was zeigen Mika.“
Als Argos aufstand und Mika auf seinen Arm saß, stellte er erst jetzt fest, wie leicht der Junge war. Doch das wurde in dem Augenblick egal, als sein Prinz den Kopf auf seine Schulter legte und gemütlich und zufrieden nach vorne sah.
Er schritt mitten durch seine Gruppe und alle folgten ihm leise. Mikas Halbbrüder hakten sich wieder ein, was ein gutes Zeichen war. Dennoch galt nun seine ganze Aufmerksamkeit Mika.
Die Gruppe verließ die Kaserne, wo die Krieger vor dem Tor am Lagerfeuer saßen und leise über den Prinzen sprachen. Was Argos so hörte, waren sie den Prinzen sehr zugetan. Wie Hator, sprachen die Krieger, hat der Prinz aus dem fernen Land ein gutes Herz. Und sie diskutierten gerade, welchen Spitznamen der Prinz kriegen soll. Es wurde laut gesagt, dass „Blauherz“ der passende Name sein sollte.
Jeder Pharao hat in seinen jungen Jahren die Kaserne besucht und je nachdem wie der sich vorgestellt hat, bekam er von den Kriegern und dann im Volk seinen Spitznamen. Hator war etwas anders, der bekam einen Beinamen: „Hator mit dem goldenen Lächeln.“. Es kam davon, weil Hator grinsend und mit seinen intensiven goldenen Augen die Krieger begrüßt hatte, und nichts sagte.
Sie stiegen die Treppen hoch zur Außenmeuer und da die Mauer nur an die Zehn Meter hoch war, dauerte es nicht lange, bis sie ganz oben angelangt waren. Als sie über die Mauer blickten, kam die ganze Pracht von Ascardia hervor.
Das Dünenmeer war in ein dunkles Orange-Rot getaucht. Der Himmel war noch am Horizont rot, während es über ihnen schon dunkel war und die Sterne in vollem Glanz erstrahlten. Rechts von ihnen sah man eine Lichterkette, die bis zum Horizont reichte und das von den Reisenden und Händlern stammte. In dieser unendlichen Weite, pulsierte das Leben.
Wie erhofft, bekam Mika ganz große Augen und war verzaubert von dem, was sich vor ihren Augen erstreckte.
„Das ist die südliche Handelsstraße Mika. Sie folgte den großen Fluss Ascardia, der uns das Leben schenkt. Wir aber, werden in die Richtung reisen.“, Argos zeigte etwas schräg von der Straße weg.
„Eine Nacht werden wir in der Wüste verbringen, bis wir die Stadt Ralpaltol erreichen. Diese Stadt ist ein Umschlagplatz für Waren aus dem Süden. Der beste Freund von Hators Vater Neith ist dort der Minister und kümmert sich um die Provinz. Und dort unten, hinter der Düne, wartet schon unser Essen.“, auf eine Düne die nur an die hundert Meter entfernt war, zeigte Argos mit dem Finger und dabei, knurrte Mikas Magen laut.
„Ich habe auch Hunger.“, fügte Argos hinzu und drehte sich um, um wieder die Mauer runter zu schreiten. Während sie gingen, fing bei ihrer Gruppe ein Magen nachdem anderen zu knurren an und die letzten Meter, liefen sie schon allesamt fast. Mika konnte wieder fast lachen als er auf Argos sah wie alle rannten zum Essen das sie schon rochen. Neben ihm liefen seine Brüder und sie grinsten, und doch, fühlte er noch immer die Distanz zu ihnen.
Sein Lächeln verschwand.
Ein üppiges Mahl
Palastwachen die schon ein Lagerfeuer waren und zwei große Zelte aufgebaut haben, warteten auf sie. Der herrliche Duft vom gebratenen Fleisch am Feuer wehte ihnen entgegen. Früchte in Schüsseln, Tee, frisches klares Wasser zum Trinken und feines Süßgebäck wartete schon auf sie. Mit einer tiefen Verbeugung begrüßten die Wachen Mika, der langsam am Feuer von Argos auf die Pfoten runtergesetzt wurde.
Doch bevor er sie alle freigab, wollte er noch was sagen.
„Wir werden jetzt etwas essen und uns stärken. Danach haben wir eine bis zwei Stunden Ruhezeit, bevor wir uns kurz hinlegen. Mitten in der Nacht, werden wir dann aufbrechen und bis Mittag reisen. Wie üblich werden wir ab Mittag bis zum späten Nachmittag uns in die Zelte zurückzeihen und die große Mittagshitze verschlafen. Dann reisen wir wieder bis in die Nacht hinein und schlafen uns dann gut in der Nacht aus, um in den frühen Morgenstunden die Stadt zu erreichen. Also esst jetzt, trinkt viel und schlaft etwas.“
Mit den letzten Worten gab er sie alle frei und mit guter Laune gingen sie und schnappten sich ein Teller und beluden es mit allem was angeboten wurde. Nur Mika sah unschlüssig aus und sah sich zuerst etwas um.
„Was ist mein Prinz?“
„Ähm… wo ist Nats und Neret?“
Argos sah sich um und entdeckte beide auf einer Düne sitzend.
„Dort oben, doch zuerst solltest du etwas essen. Wenn sie Hunger haben dann kommen sie schon, also macht dir um sie keine Sorgen.“
Für einige Sekunden sah Mika noch hoch zu den zweien, die nebeneinandersaßen und raus zu den Dünen blickten. Aber als sein Magen zu knurren anfing, kam auch der große Hunger. Argos bereitete für sie zwei das Essen vor und Mika machte es sich gemütlich auf einen Teppich vor dem Feuer, das so schön die Hitze verströmte und laut knisterte. Die Palastwachen saßen um das Lager herum und aßen schon ein Happen. Jeder hatte ein Auge auf den Prinzen und auf die Umgebung. Traurig stellte Mika fest, dass seine „Freunde“, wieder beisammensaßen und ihm keinen Blick würdigten. Das tat ihm wirklich weh. Und erst als Argos zurückkam und sich neben Mika setzte und ihn den Teller reichte, verschwand der Schmerz. Aber nicht gänzlich.
„Hier und guten Hunger.“, mit dem Worten, fing Mika zu essen an. Es war noch neu für ihn ohne Besteck zu essen, aber so war es üblich in diesem Land, in seinem Land. Überrascht stellte er fest, wie deftig das Fleisch gewürzt war und es erinnerte ihn jetzt auch an das Essen im Haus Rosé.
Zufrieden stellte Argos fest, wie sein Prinz alles nur so hinunterschlang. Das war ein gutes Zeichen dafür, dass sich sein Prinz wohl fühlte. Aber als er selbst aß, wurde er schon fast wütend auf die vier Jungs, die wohl lieber mehr mit den Wachen sprachen, als mit seinen Prinzen, mit ihrem Bruder.
Doch seine Wut verrauchte schnell, als er sich wieder daran erinnerte, wie er sie alle gefunden hat. Was sie alles erlebt haben, bis sie in den Palast kamen. Mika kannte sie nicht, kennt nicht die Vorurteile gegenüber Männchen, die mit Männchen in einem Bett liegen. Im Palast waren alle schon von Hator überzeugt worden, dass die Gerüchte und Vorurteile völlig übertrieben und haltlos waren.
Von dem was die Jungs erlebt haben, waren sie zusammengeschweißt worden. Das aber fehlte Mika und von dem was er gehört hatte, wuchs Mika in einem Paradis auf, wenn man das Leben mit den anderen vier vergleichen würde.
Deswegen konnte er nicht wütend auf die vier sein und es war an Mika, eine Brücke zu ihnen aufzubauen. Und erst wenn die Brücke errichtet ist, wird sein Prinz verstehen, wie dieses Land, sein Land, aufgebaut war und wie alles vonstattengeht. Doch bis dahin, wird es ein beschwerlicher Weg sein, da war er sich sicher.
„Darf… darf ich Nats und Neret was zu essen bringen?“, diese Frage riss Argos aus den Gedanken.
„Ähm sicher… wobei der Prinz es nicht tun sollte.“
„Also… nein?“
Den halb leeren Teller legte Argos auf die Seite, um sich Mika zu zuwenden. Es sah so aus also ob Mika lächeln würde und an den Zehen, die sich gegeneinander rieben, merkte er, wie nervös sein Prinz war.
„Machen wir es gemeinsam.“, nun grinste sein Prinz tatsächlich, als sie gemeinsam aufstanden und zwei Teller für die zwei Diener vorbereiteten. Nachdem sie die Teller vollbeladen haben und rauf zu den Wölfen gingen, spürten sie beide die Blicke der anderen auf den Rücken. Sie verließen den Kreis aus Wärme und Licht und gingen in die Nacht hinein, wo sie in den Glanz der Sterne tauchten. Auch von dem konnte Mika nie genug sehen. Unzählige Sterne sahen auf sie hinab und als sie endlich die Düne raufgeschritten sind, waren beide Wölfe nur noch Schatten in der Nacht.
Nur einer wandte den Kopf ihnen zu und am Geruch konnte Mika feststellen, dass es nicht Nats war, der sie ansah. Neret gab er seinen Teller und wünschte ihn guten Hunger, um dann gleich zum zweiten zu gehen.
Obwohl Nats einen schrecklichen ersten Eindruck hinterlassen hatte, faszinierte ihn jetzt der Wolf und es lag nicht nur daran, was zwischen den Beinen war. Wobei auch bei Neret mindestens genauso den Stoff gespannt war.
Mika nahm den Teller von Argos entgegen und setzte sich dann neben Nats.
„Hier, dein Essen Nats.“, doch Nats rührte sich nicht und der Teller den er ihn entgegenstreckte wurde schnell schwer.
„Nats?“, frage er besorgt und liebevoll und enttäuscht, setzte er den Teller vor dem Wolfen ab, der im Schneidersitz rauf in die Sterne blickte. Da nun auch Nats nichts von ihm wissen wollte, kamen wieder die Tränen und automatisch auch ein schluchzen. Argos der neben Mika saß, sprang gleich auf um seinen Prinzen zu umarmen. Doch, er war wieder langsamer. Denn, es war Nats, der ein Arm um Mika legte und ihn gleich zu sich zog.
Mika schmiegte sich gleich an Nats ran und sofort, verrauchte Argos Wut und Ärger über Nats. Nach wenigen Minuten versiegten die Tränen und in der Stille der Nacht und nachdem Argos wieder neben Mika saß, fing Nats leise zu sprechen an.
„Mika… du erinnerst mich an meinen Sohn. Auch er hat so viel geweint wie du. Auch er war so liebevoll wie du. Entweder lachte er, oder weinte er. Es gab kaum etwas dazwischen…“
„Und… wo ist er jetzt?“
„Er… ist schon seit einigen Jahren tot. Ich… bin… war ein Krieger und unfähig ihn zu beschützen. Du… hast so viel von ihm und jedes Mal, wenn ich dich sehe… sehe ich ihn.“
Nats senkte den Kopf und sah runter zu Mika. Zärtlich und vorsichtig hob er mit beide Händen seinen Prinzen hoch und setzte ihn langsam in den Schoß ab.
„Doch bei dir, Michael, mache ich nicht den gleichen Fehler. Ich WERDE dich beschützen. Obwohl du nicht mein Sohn bist, werde ich die wie meinen Sohn beschützen. Deswegen wollte ich zu deiner Leibwache gehören, weil die Welt so ein Lächeln wie deines braucht. Dein Lächeln, dein Lachen, ist viel wertvoller als das eines Kriegers. Du kannst die Welt zum Besseren wenden und wir Krieger sind dafür da, um dich und die bessere Welt zu beschützen. Und… und… da ich auch dein Diener bin… würde es mich sehr freuen, wenn ich dich auch mit meinem Körper zum Verzücken bringen kann. Meine Träue, mein Herz und mein Körper, gehören dir Mika. Nur damit du es weißt… ich stehe nicht auf Männchen und tat es auch nie. Aber ich akzeptiere mein Schicksal als Diener und ich sehe die Dienerschaft als Buße für meine Unvorsichtigkeit. Aber, wenn ich dich damit Glücklich machen kann, dann mache ich es nur zu gern.“
Mika war so gerührt von Nats Schicksal, dass er ihn deswegen nur umarmen konnte. Eigentlich wollte er ihm am Hals umarmen, aber Nats war so groß, dass er nur Bauch und Brust umarmen konnte. Doch es reichte aus um Nats Trost zu spenden, denn der nahm ihn nun mit beiden Armen in die Arme und drückte ihn leicht.
„Danke Nats, dass du für mich dein Herz geöffnet hast und ich verspreche dir, dass ich es nicht ausnutzen werde.“
„Davon ging ich schon von Anfang an aus, Mika.“
Mika rieb die Nase an Nats Brust und er war ganz berauscht vom herben männlichen Duft den Nats hatte. Aber nach wenigen Minuten war seine Nase übersättigt und trunken vom männlichen Duft, deswegen setzte sich Mika mit den Rücken zu Nats auf dessen rechten Oberschenkel. Gemütlich lehnte er sich seitlich gegen die Brust an, während ein starker Arm um ihn geschlungen war.
„Kennst du eigentlich Neret?“, flüsterte er zu Nats hoch.
„Ich habe von ihn gehört und Neret…“, Nats wollte nicht mehr sagen. Was in seinem Land passiert war, spielte hier keine Rolle mehr.
„Ja?“, wollte Mika aber dennoch wissen.
„Es ist egal Mika. Er hat schon gebüßt für das, was er getan hat. Er hat schon das schlimmste erlebt und das hier, ist seine Erlösung. Und… er wird schon noch sprechen, wenn er bereit dafür ist. Deswegen bin ich mir sicher, dass er genauso loyal gegenüber dir ist, wie ich es bin.“
Mika stand langsam auf und Nats hielt ihn die Hand, während er aus dem Schneidersitz trat, damit er nicht umfällt.
„Ähm Nats… ich… *schluck*… iss erstmal auf und… kommt ihr beiden dann… in mein Zelt…?“, als Mika zu Ende gesprochen hatte, stand Argos auf und sein Herz raste. Schnell ging er zu seinen Prinzen und legte beide Hände auf dessen Schultern ab.
„Kommt in einer halben Stunde.“, sagte nun Argos leise.
Argos spürte wie Mika den Kopf hochriss und langsam am ganzen Körper zu zittern anfing.
„Wir werden da sein… mein PRINZ!“, sogar im Sternenschein konnte man die Reißzähne beim breiten Grinsen von Nats sehen.
Argos führte seine Prinzen von den zwei Wolfen davon und auf den halben weg der Düne runter, stoppte er und ging um Mika herum, um vor ihn in die Hocke zu gehen. Sie sahen sich intensiv in die Augen, als er dann langsam beide Hände auf Mika Hüfte legte und ganz langsam und sachten seinen Prinzen den Gürtel des Rocks öffnete. Immer heftiger zitterte sein Prinz und es lag vermutlich auch an der Kälte der Nacht.
Als dann der Rock runter in seine Hand glitt, war im Lendenschurz schon kein Platz mehr und feucht, schimmerte vorne der Lendenschurz. Argos roch die Lust seines Prinzen und dieser süße Duft, drang tief in seine Nase ein. Langsam erhob er sich und nun kundschaftete Mika mit den Augen seinen ganzen Körper aus. Lang verharrte der Blick auf Hüfthöhe, bis Argos wieder eine Hand auf seine Schulter legte und ihn so sagte, dass nun das Zelt auf sie wartete.
Sie gingen schnell und vermieden es in den Feuerschein zu gehen. Die Wachen sahen sie nicht einmal an, weil sie genau wussten, was nun kam und sie respektierten es indem sie, sie beide mit Würde ignorierten.
Im Zelt waren zwei kleine Kohlepfannen aufgestellt worden und das Bett bestand aus vielen dicken Decken und mehreren Polstern. Eine kleine Truhe war auch da, um ihre Sachen zu verstauen und das tat Argos gleich. Er verstaute zuerst den Rock, bevor er sich Mika zuwandte, der aufgeregt im Zelt stand. Auf Knien rutschte er zu Mika hin und auf Augenhöhe, sahen sie sich wieder an. Dann ging sein Blick runter zur rechten Hand. Sachte nahm er seine die Hand und legte sie auf die eigene Schulter. Danach legte er auf Mika Brust selbst die rechte Hand drauf und fuhr langsam runter zum Bauch. Dort glitt sie nach hinten zum Rücken und dann runter zum Band des Lendenschurzes. Geschickt öffnete er dort den Knoten und lautlos, fiel das letzte Stoff von Mikas Körper runter.
Mika schnaufte schon laut und zitterte wie Espenlaub. Dann kam die linke Hand hinzu und langsam fing er Mika über den ganzen Körper zu streicheln an. Jedoch vermied er es noch Mika im Lendenbereich zu berühren. Nach ungefähr zwei Minuten, ruhten seine Hände auf Mikas Rücken, als er dann mit seiner Schnauze näherkam. Doch sein Plan wurde von Mika durchkreuzt. Die Schnauze des Prinzen schnellte nach vorne, mit der Zunge voran und eher er sich versah, steckte Mikas Zunge schon tief in seiner Schnauze.
Argos lachte auf und auch Mika, tat es, bevor dann Argos seine Zunge an der Zunge des Prinzen, in Mikas Schnauze gleiten ließ. Sofort fing Mika an mit ihm wild zu schmusen und Argos hatte wahrlich keine Ahnung gehabt, wie schön sowas sein konnte und wie erfahren schon Mika darin war.
In den wenigen Minuten wo sie wild den Speichel des anderen tranken und die Hände des anderen wild über das Fell des anderen kratzten und glitten, verknoteten sich ihre Zunge und sie spürten die Gier des anderen nach mehr.
Als ihre Lust jede Grenze sprengte, war auch Argos soweit und hatte den Mut den nächsten Schritt zu machen. Mehr als nur widerwillig löste er sich von Mikas Zunge und weichen Lippen und stand schnell auf, um sich mit den Rücken vor Mika zu positionieren.
Mika erblickte Argos prächtigen du knackigen runden Po. Er wusste gleich was Argos wollte, doch er wollte mehr. Auf je eine Pobacke legte er eine Hand und fing sie zu kneten an. Dabei drückte er seine Lippen zuerst auf die linke Pobacke, um sie voller Gier und Lust zu küssen, um dann die andere seine Liebe zu gestehen. Danach drückt er langsam die Pobacken auseinander und arbeitete sich küssend immer tiefer voran.
Sein Lehrmeister roch so verführerisch und war so feucht warm, wie tiefer er kam, das ihm schon ganz schwindelig wurde, als er vor sich den weißen Stoffband sah, das sein Ziel verdeckte. Dennoch, küsste er die Stelle am Stoffband wo dahinter sein Ziel.
Jedoch konnte er sich nicht überwinden zwischen den zwei festen und geilen Pobacken seine Schnauze rauszuziehen. Deswegen ließ er jetzt die Pobacken los und beide Pobacken drückten auf seine Schnauze, während er am Knoten herumfummelte. Es dauerte eine Ewigkeit, bis er es geschafft hatte den Knoten zu lösen, aber als er es geschafft hatte, riss er Argos den Lendenschurz vom Laib und endlich, war sein Ziel ungeschützt. Er hielt sich an der Hüfte von Argos fest, als er mit ganzer Gewalt seine Schnauze nach vorne drückte und anfing, die feucht-heiße Rosette mit der Zunge und den Lippen zu liebkosen.
Er leckte sie, küsste sie, roch an ihr und am Ende, drückte er langsam seine Zunge rein, um mit der Rosette seines Lehrmeisters, ein zweites Mal zu knutschen. Argos war so sauber, als wäre er aus der Dusche von Haus Rosé gekommen und deswegen, machte er das. Mika konnte nicht genug bekommen und allein das reichte aus, dass er sich jetzt langsam selbst befriedigte.
Doch gerade als er vor absoluter Lust zu stöhnen anfing, schritt Argos einen Schritt nach vorne und seine Zunge verließ die Wärme seines Lehrmeisters.
Was Mika mit ihm gemacht hatte, war etwas womit er überhaupt nicht gerechnet hatte. Der kleine Prinz hat ihm einen Schauer nachdem anderen durch den Körper gejagt. Und wenn er sich nicht zusammengerissen hätte, hätte er sich selbst befriedigt, während Mika mit der Zunge in ihm steckte. Nie hätte er gedacht, dass er am Po so erregt werden und es sich so wundervoll anfühlen konnte. Doch soweit wollte er es noch nicht angehen. Sie hatten Zeit und er wollte das Mika die Zeit vollkommen ausnützt.
Doch für die Zukunft, würde er öfters Mika seinen Hinterteil anbieten. Denn, man konnte ja schnell den Band auf die Seite ziehen, wenn man mal irgendwo warten musste und mal alleine war. Deswegen ging er einen Schritt nach vorne und zog sich so von Mikas Zunge davon, weil es im Liegen doch viel angenehmer werden würde.
An der Hand führte er Mika runter zu den Decken, der vor Lust kaum noch atmen und geschweigenden, Denken konnte. Es war wundervoll warm unter den vielen Decken, als sie sich zugewandt hinlegten.
Mika grinste und sah mehr als zufrieden aus, als die Kleine Hand auf seiner Seite rauf und runter strich. Daraufhin rückte er näher und grinsend legte er einen Arm um Mika und zog ihn zu sich, bis sie eins waren. Eins mit den Pfoten, mit den Beinen, mit der Brust und den Bauch und auch, mit den Lenden.
Argos schloss die Augen, während die Hand an seiner Seite runter und nach hinten strich. Es war so verzaubernd, so wunderschön und intim, endlich jede Barriere fallen zu lassen und sich den körperlichen zu zuwenden. Wieder wanderte Mikas Hand zwischen seine Pobacken und drang auch tief rein. Vermutlich mit dem Zeige- und Mittelfinger wurde sein Poloch massiert und gestreichelt. Argos gefiel es so sehr, dass er den Kopf auf seinen Arm legte, Mika mit der Hand die Seite strich und auch mit den Poften über Mikas Beine streichelte.
„Das… fühlt sich sehr schön an…“, flüsterte er seinen Prinzen zu und Mika küsste ihn gleich darauf auf den Hals, wo die Lippen dort verharrten. Die Zunge kam zum Spiel und er wurde langsam am Hals und am Kinn voller Genuss abgeleckt.
Als er diese Liebesbekundung wahrnahm, konnte er auch nicht anders und fing selbst Mikas Kopf abzulecken an.
Die Zeit verstrich und langsam hörte Mika auf mit der Zunge den Hals, den Kiefer und die Brust abzulecken. Und als auch Argos damit aufhörte, drückte sich Mika noch fester an ihm ran und er nahm den Jungen, seinen Prinzen, fest in beide Arme.
„Argos…?“
„Ja Mika?“
„Ich… will dich… immer und nicht nur, wenn ich brav bin und immer lächle.“
„Ok.“
„Wirklich?!“
„Ja, weil ich sehe, dass du das brauchst, um glücklich zu sein. Zuerst dachte ich, dass ich geistig, mental für dich da sein sollte und, dass es im Grunde genommen reicht. Aber ich habe übersehen, oder einfach nicht beachtet, dass du schon soweit bis und es auch brauchst… das körperliche. Beides braucht man um wirklich glücklich zu sein und ich gewähre dir auch meine Erlaubnis, sofern du das brauchst, Nats und Neret mit ins Bett zu nehmen. Ich dachte…, dass sie schlechten Einfluss auf dein Sexualleben ausüben würden… aber auch da lag ich falsch. Du willst sie und wie es scheint, haben sie überhaupt nichts dagegen.“
„So… ist es nicht wirklich…“
„Wie dann?“
Mika sah zu ihm hoch, dann setzte der sich auf und sah so zu ihm runter.
„Argos, bist du schwul? Darauf möchte ich jetzt wirklich eine Antwort haben.“
Wegen dieser Frage setzt sich auch Argos auf und legte anschließend einen Arm um Mika.
„Ganz ehrlich?“
„Ja!“
„Ich weiß es nicht.“
„Wie kann man das nicht wissen?“
„Ich… ähm… habe mich damit nie auseinandergefasst. Ich…“
„Aber… das vorhin hat dir doch gefallen?!“
„Ja Mika, es fühlte sich sehr schön an, wirklich!“
„Das… das verstehe ich nicht so ganz.“
„Mein ganzes Leben lang bestand nur aus Studium und gerade als ich fertig war, kam Pestos und ich wurde dann als dein Lehrmeister erwählt.“
„Aber vorhin hast du gesagt, dass du dir gewünscht hättest, dass ich dir mein Herz schenke.“
„Das stimmt auch. Wenn ich in deinen alter wäre, dann würde ich es mir noch immer wünschen, WEIL ich mich dann mit dem Thema auseinandersetzen müsste. Du wärst die erste und einzige Person in meinen Leben, wo ich mir wünschen würde, dass wir ein Paar werden.“
„Achso… also… bist du es nicht…“
„Ich würde sagen… ein wenig bin ich es, sonst wäre das ja nicht passiert.“
Argos zwinkerte ihn zu und hob die Decke. Etwas beugte sich Mika runter, sah unter die Decke, um dann gleich breit grinsend und mit strahlenden Augen zu ihm rauf zu schauen.
„Wie du siehst, habe ich meine volle Pracht erreicht, Mika.“
„Ja… und das… passiert nur bei mir?“
„Bist jetzt, ist es tatsächlich nur bei dir passiert. Vielleicht liegt es auch daran, dass du mich seit dem ersten Moment wolltest. Was… bisher noch keiner gesagt und gezeigt hatte.“
„Dann… wollen wir weitermachen?“
„Willst du das? Wir haben ja noch Zeit.“
„Ich… ähm… muss nicht. Es… es ist so schon schön genug.“
„Liegt es daran, dass wir beide endlich zueinander gefunden haben?“
Mika nickte und sprach dann gleich weiter.
„Ja… bis jetzt war jeder so distanziert, so fern und alles ist so neu für mich. Ich… brauche meine Zeit, um alles zu… verarbeiten. Aber ich will… brauche auch das hier. Etwas wo ich, ich sein kann. Ich bin schwul… und ich mag dich sehr, mehr sogar als sehr. Ich finde dich heiß, höflich, nett und ich bin mehr als froh, dass wir Freunde sind und, dass wir offen reden können. Aber… ich kann nur wirklich offen reden… wenn wir alleine sind. Bis jetzt… war immer wer da und ich musste mich immer zusammenreißen und darauf achten, was ich sage, wie ich es sage und was ich mache. Dann noch die anderen… sie SPIELEN mit mir. Zuerst können wir normal reden, dann redet keiner mit mir… sie ignorieren mich… Argos. Das tut… so weh… ich dachte…“
Mika ließ die Ohren hängen und ballte beide Hände zu Fäusten.
„Mika…“, fing Argos zu sprechen an und überlegte nun gut, was er sagt.
„Sie haben etwas, was sie verbindet und das, ist die Dienerschaft. Sie haben schon ihr ganzes Leben hart gearbeitet. Du aber, hast nichts was sie verbindet, außer die Gefühle für Männchen. Vielleicht liegt es auch etwas an dir, dass du nicht zu ihnen dringst. Vielleicht… haben sie schon Signale gesendet, die du nicht gesehen hast. Bestes Beispiel ist Randel. Ich habe natürlich gesehen wo deine Finger waren und dann etwas später, ging Randel wieder bei dir. Das war kurz bevor… du geweint hast. Er ging auf dich zu, er wollte es. Wie würdest du dich fühlen in seiner Haut, in seinem Fell? Und was ist mit Matos? Er hat sich bei dir eingehakt und zeigte dir, dass er dir mehr als nur vertraut. Leider… habe ich versäumt es dir zu sagen, aber du hättest das Recht gehabt… mehr zu machen, wenn du verstehst. Natürlich hängen sie jetzt zusammen und reden über dich. Denn, sie wissen nicht, was sie dir noch senden sollen, weil DU sie zurückgewiesen hast. Vielleicht, sind sie genauso verzweifelt wie du. Das… Problem wie ich es sehe ist der, dass ihr aus unterschiedlichen Kulturen stammt und so… naja.“
Mika hörte aufmerksam zu und dachte nochmal über alles nach. Doch er sah sich nun in einer Sackgasse.
„Und… was soll ich tun?“
„Ich möchte mich da nicht einmischen Mika. Wenn ich mich da einmische…“, Argos hielt inne, als der Zelteingang aufging. Nats und Neret kamen rein auf allen vieren und das Zelt war für die beiden deutlich zu niedrig. Dennoch krochen sie beide rein und Neret schloss den Eingang gleich hinter sich.
„Ich habe da schon eine Idee!“, flüsterte Nats und setzte sich dann in die rechte hintere Ecke bei Mika nieder. Natürlich im Schneidersitz. Neret setzte sich neben Nats und sah sich zuerst Argos und dann Mika genau an.
„Ihr habt gelauscht? Natürlich habt ihr das.“, fügte Argos gleich hinzu.
„Natürlich, das mussten wir sogar.“
„Wieso das?“, fragte Mika und zog sich die Decke etwas hoch.
„Weil wir beide die waren, die die vier Jungs verscheucht haben, weil die schon gelauscht haben.“
Argos schnappe sich gleich seinen Lendenschurz und zog sich unter der Decke gleich an.
„Denen werde ich mal Manieren beibringen…“, sagte Argos erbost und stand dann auf und stampfte aus dem Zelt. Auch Mika zog sich langsam wieder an. Sein Lustpegel war gerade im Minusbereich, auch wenn Nats und Neret hier waren. Als er dann fertig angezogen war, streckte sich Mika zuerst und Nats schüttelte leicht den Kopf.
„Komm, das sitzt noch nicht richtig.“, noch während er sprach, packte er Mika am Bauch und zog ihn zu sich. Er öffnete wieder den Knoten, zog an beiden Seites des oberen Riemens etwas an, der um den Bauch ging, dann schnappte er sich den unteren, der lose zwischen den Beinen hing und zog dann die Riemen fest an. Dabei stöhnte Mika vor Schmerz auf und Nats entschuldigte sich gleich mit einen „Tschuldige, hab da wohl etwas eingequetscht…!“.
Als der Riemen vom Lendenschurz zwischen die zwei Po Backen verschwand und alles fest, aber nicht zu fest war, knotete er alle drei enden zusammen. Zum Schluss gab er Mika einen leichten Klapps auf den strammen Po und sagte „Fertig.“.
„Ist es auch nicht zu fest?“, fragte er nach und drehte Mika zu sich. Aufmerksam sah er sich den Jungen und den Lendenschurz an, nur um dann mit den Klauen unter dem Stoff zu fahren. Sachte fuhr er dann runter am Stoff das die Lenden verdeckte, um das Stoff zu strecken und über die Lenden glatt zu streichen. Mika sah interessiert zu und zuckte einmal ganz leicht, als die Klauen ihn leicht bei den Lenden berührten.
„Ich denke das sollte so jetzt passen, oder mein PRINZ?!“
Mika sah hoch und grinste bei Nicken. Nats konnte nicht anders, als selbst warm zu grinsen wegen Mikas grinsen.
Mika war nun sehr gut gelaunt. Er konnte endlich seine Gefühle etwas freien Lauf lassen. Er war noch fester mit Argos befreundet und zwischen ihnen gab es kaum noch Barrieren. Und er kannte nun Nats besser und war froh, ihn bei sich zu haben. Deswegen setzte er sich auf Nats linken Oberschenkel und lehnte sich gleich seitlich an ihn ran.
Als dann Nats einen Arm um sein Rücken legte, war der Abend für ihn schon perfekt.
„Du Nats?“
„Ja mein kleiner?“
„Stehst du auch auf Männchen, wie auch auf Weibchen?“
Nats zeigte die Reißzähne beim Lächeln und das nutze Mika gleich aus und legte die Hand auf die gezeigten Zähne.
„Die sind so lang… und so weiß…“, Nats bewegte den Kopf nach vorne und stupste Mikas Nase mit der Nase an.
„Und sehr gefährlich, aber perfekt beim Liebespiel.“
„Wie das?“, fragte Mika unschuldig nach, was Nats zum lauten Lachen brachte. Verwirrt sah Mika nach hinten zu Neret, der ihn teilnahmslos anstarrte.
„Darauf… *lach*… kommen wir dann zur Sprache…*LACH*… wenn es soweit ist.“
Mika kam einfach nicht darauf, was Nats damit meinte. Doch das minderte nicht im Geringsten, das dieser Abend einfach perfekt für ihn war. Schnell hörte Nats dann zu Lachen auf, um die Frage von vorhin zu beantworten.
„Also… um diene Frage zu beantworten, muss ich etwas ausholen. Wie du weißt, bin ich ein Krieger, ein guter noch dazu. Ich war so gut, dass ich ein Häuptling wurde und ich hatte einen großen Clan. Es schlossen sich viele Krieger mir an und auch ein paar Weibchen, darunter mein Weib. Aber es gab auch Streit bei uns und… der Gewinner eines Streites, die immer blutig waren, aber nie zum Tot, oder zu einer Verstümmelung führte, hatte das Recht den anderen seine Stellung im Clan zu zeigen. Du musst wissen, ein Clan… man lebt und stirbt zusammen. Man muss sich vertrauen und miteinander auskommen. Und so ein blutiger streit… damit danach kein Groll gehegt wird, wird die Wut und die Energie meistens dann anders abgebaut, wenn du verstehst.“
Mika kam langsam darauf was Nats damit meinte und nun war er es, der langsam eine Augenbraue hob, obwohl es wirklich unterbewusst war.
„Also hat der Gewinner den Verlierer…“
„Richtig und auch, richtig hart. Manche genossen es mehr als andere und manche, waren dann auch immer für den Clan da und standen immer zu Verfügung. In dieser Sprache würden man sie männliche Schlampen nennen.“
„Hast du jemals verloren?“
„Meinst du so einen Streit?“
Mika nickte.
„Noch kein einziges Mal.“
„Und wie oft hattest du einen Streit?“
„Also… es gab Tage und Wochen, wo es sehr friedlich war. Aber es gab auch Monate, meistens im Winter, wo ich mehrere am Tag hatte und die waren sehr, sehr anstrengend für mich… wenn du verstehst.“
„Hast du es genossen?“
„Sehr sogar. Ich hatte auch einmal ein Männchen für ein paar Woche bei mir, weil er nicht genug von mir haben konnte.“
„Und… wie geht es dir jetzt?“
„Also… meine Klöten pochen schon seit ein paar Tagen, oder Wochen? Ich weiß es nicht mehr, aber ich brauche mal etwas, oder Jemanden, um den Dampf abzulassen.“
„Meine… tun auch weh, aber ich finde es nicht schlimm.“
„Wenn du willst, dann kannst du mal bei mir den Druck ablassen.“
„Ne… passt schon.“
„Ich habe auch einen wirklich tollen Hintern, sagte zumindest meine damalige Schlampe.“
„Wie? Ich dachte du hast nie verloren?“
„Habe ich auch nicht! Aber er tat das immer in der Nacht, was du getan hast bei Argos, bis ich eingeschlafen war.“
Mika bekam große Augen.
„Hat man uns auch gesehen?“
„Die Schatten, ja!“
Eigentlich sollte Mika Scham empfinden, doch dieses Gefühl blieb aus, was vielleicht daran lag, dass er wirklich offen mit Nats reden konnte und das Thema für sie beide kein Problem war.
„Und keine Sorge, auf der Seite wo deine Freunde gelauscht haben, war das Schattenspiel nicht zu sehen. Aber mein Junge, für deine Größe hast du wirklich einen großen Pimmel. Du solltest stolz sein und mit erhobenem Kopf deswegen herumlaufen! Vielleicht aber lag es nur am Schattenspiel und deiner ist so klein wie mein kleiner Finger.“
Mika grinste breit als er den kleinen Finger von Nats sah, als dieser ihn hob.
„Manche würden sich wünschen so einen großen zu haben!“, konterte Mika zurück und sie beide lachten leise und fröhlich. Während sie noch lachten, wollte Mika etwas wissen.
„Wie groß sind die in eurem Volk?“
„Ich würde sagen so groß wie deiner, aber dafür…“, Nats hob die Hand und zeigte zwei und drei Finger.
„Ist unterschiedlich, wie bei euch.“
Verträumt und mit strahlenden Augen blickte Mika ins Feuer und einige Erinnerungen kamen ihm wieder hoch.
„Hast du… schonmal mit einem anderen Männchen geschmust?“
„Noch nicht, wieso fragst du?“
„Würdest du es mit mir machen wollen Nats?“
„Also… vielleicht, wenn du dich zuvor wäschst, weil du mit der Schnauze im Arsch von Argos gesteckt hast!“
„Aber er hat auch einen herrlichen Po und er riecht so verdammt gut…“
Diesmal hob Nats eine Augenbraue und beugte sich runter zu Mika. Wie ein Orkan hörte es sich an, als Nats die Luft über die Nase einsog. Die Roten Augen wanderte von Mika Schnauze rauf zu den Augen und dann, formte sich wieder ein Lächeln.
„Joa, ned schlecht. Vielleicht sollte ich es bei ihm auch ausprobieren. ABER… es könnte auch sein, dass ich einfach zu lange nicht den Druck abgelassen habe und ich alles einfach geil finde.“
Mika stand auf und sah Nats fest in die Augen.
„Ich habe mal eine Frage an dich und ich möchte eine ehrliche Antwort.“
„Schieß los kleiner.“
„Bin ich dick? Die anderen… sind alle so schlank, auch Argos ist so…. Aber ich…“, Mika sah an sich runter und drückte mit dem Daumen und Zeigefinger den Bauch.
„Schau… ich bin doch Fett oder?“
Nats hätte einfach am liebsten losgebrüllt als er Mika so sah. Er hätte vor Lachen sich am Boden gewälzt, jedoch wusste er es besser, weil auch sein Sohn einmal diese Phase hatte und den Fehler, den er damals gemacht hatte, würde er nicht noch einmal machen.
„Nein Mika. Du bist nicht Fett. Du bist nur gut genährt.“, gleich drauf packte er Mika wieder am Bauch und drehte ihn seitlich zu ihm und legte die Hand auf den Po seines Prinzen.
„Auch ist dein Po schön rund und fest.“, die andere Hand legte er direkt auf Mikas Schritt und drückte etwas zu.
„Und du hast einen prächtigen Schwanz, für den du dich nicht schämen musst. Kurz gesagt, du bist ein Prachtjunge und jeder Vater wäre Stolz dich gezeugt zu haben.“, bevor der Satz verklungen war, zog er beide Hände wieder zurück.
Nachdenklich, aber zufrieden setzte sich Mika wieder auf Nats Oberschenkel. Abrupt drehte sich Mika dann um und lehnte sich wieder an Nats an. Neret hat bis jetzt noch nichts gesagt, oder getan.
„Wie geht es dir Neret?“, bevor Mika sprach, hat Nats ihn mit beiden Armen umschlungen und war mehr als nur Glücklich seinen PRINZEN, bei sich zu haben.
Neret schloss die Augen und grinsend beugte er das Haupt.
„Du bist also glücklich und zufrieden?“
Er bekam ein nicken zurück.
„Bist du schwul?“
Diesmal sah ihn Neret komisch an.
„Hast du was dagegen, wenn ich dich heiß finde?“
Wieder wurde der Kopf geschüttelt.
„Hast du… würdest du… hast du was dagegen, wenn wir mal… Intim werden?“
Nun sah ihn Neret fraglich an.
„Mika…“
Mika sah hoch und im selben Augenblick bewegte Nats den Kopf runter, um ihn was ins Ohr zu flüstern.
„Neret ist nicht ganz… dicht.“
„Wieso?“, flüsterte er zurück.
„Er… er hat seine gesamte Familie getötet, seinen ganzen Clan, weil er als Junge so betrunken war und in einen Streit geraten ist, ist er völlig ausgeflippt und hat jeden im Schlaf dann getötet. Erst am nächsten Morgen hat er realisiert was er getan hat und das hat ihn Wahnsinnig gemacht. Kein Clan wollte ihn mehr aufnehmen, auch wenn er damals Zwölf war. Seitdem, lebte er alleine und unser Volk kann nicht alleine leben, wir haben einen starken Gruppeninstinkt. Jeder hat ihn zurückgewiesen und warf Steine nach ihm. Die letzten 15 Jahre hat er dann alleine gelebt und in der Zeit… ja…“
Geschockt blickte Mika hoch, nur um dann den Tränen nahe, Neret anzuschauen.
„Wird er wieder… zu sich finden?“
„Vielleicht mein PRINZ.“
„Kann ich ihn irgendwie helfen?“
„Also… wenn du ihn wirklich helfen willst, und nicht nur ficken, dann zeig ihm das du für ihn da bist. Das sollte für den Anfang genügen.“
„Würde er es überhaupt zulassen, wenn ich… mit ihm Intim werden möchte?“
„Das sicher. Manch frustrierte Clanleute aus meinen und von anderen Clans, gingen oft zu ihm um ihn zu ficken. Sie sagten, dass er es recht gerne mochte gefickt zu werden.“
„Das ist… sehr traurig.“
„Aber er hat es verdient. Er hat wirklich was schreckliches getan.“
„Aber…“
„Da gibt es kein aber, bei unserem Volke. Und… wie gesagt… wenn du ihn helfen willst, dann musst du ihn zeigen das du zu ihm stehst. Du musst irgendwie ein Band zu ihm knüpfen und dadurch, kann er vielleicht aus seiner Verzweiflung und seinen Wahn entfliehen.“
„Wie meinst du das jetzt?“
„Das mit dem Wahn und so?“
Mika nickte.
„Versetz dich doch in sein Fell? Ihn plagen… er gibt sich selbst die Schuld an allem, was ja wahr ist. Zusätzlich das keiner für ihn da war und er immer alleine war, bis auf die paar Ficks, machte ihn das alles einfach kaputt. Also wenn du eine männliche Schlampe haben möchtest, dann hast du den besten Kanditen gefunden. Schau, ich zeige es dir. WIR FICKEN JETZT NERET!“
Neret nickte und im Sitzen drehte sich der schwarze große Wolf um und auf allen Vieren, wurde ihnen der Hintern präsentiert, der in Mikas Augen, mehr als nur prachtvoll war.
„Schau. Du könntest ihn jetzt so lange ficken, bis du nicht mehr kannst und er würde weiterhin in der Position verharren, bis du weggehst.“
„Ich… finde das nicht schön…“, flüsterte Mika und vergrub das Gesicht in Nats Oberarm.
„Neret, setz dich wieder hin. Später ficken.“, befahl Nats und Neret tat was ihm befohlen wurde.
„So ist es leider mein PRINZ. Er hat sich selbst verloren und aufgegeben.“, als dies Mika hörte, sah er wieder rüber zu Neret.
„Kannst du ihn nicht irgendwie helfen Nats?“
Nats sah ihn von oben lange an, um dann den Kopf zu heben und Neret anzusehen.
„Neret, Mika ist jetzt dein Clanoberhaupt. Wir beide sind seine Krieger. Wir müssen ihn gehorchen und er befahl mir gerade dir zu sagen, dass du reden sollst. Das du nachdenken sollst. Das du, lachen, weinen und deinen eigenen Willen haben sollst. Wenn du es nicht machst, dann wirst du wieder verstoßen.“
Neret riss die Augen auf und sah Mika an. Die Augen wurden augenblicklich feucht und ein lächeln formte sich auf dem schwarzen Wolfsgesicht.
„Er will, dass du mit uns sprichst, dass du auch Nein sagst, wenn es dir nicht gefällt. Auch sollst du deine eigenen Wünsche äußern und beim Sex, auch sagen und das tun, was dir gefällt.“
Mittlerweile kullerten bei Neret die Tränen übers ganze Gesicht und bei jedem Satz nickte Neret eifrig.
„Und er möchte, dass du gleich damit anfängst und… darauf besteht er… du sollst dir selbst vergeben. Lass alles hinter dir und beginne ein Neues Leben in deinem neuen Clan.“
Neret brach zusammen. Schluchzend und laut weinend, fiel der Wolf auf die Seite und zog die Beine an.
„Na… das ist ja besser gelaufen, als ich es mir vorstellen konnte. Nun Mika, jetzt hast du einen zwölfjährigen erwachsenen Wolf vor die liegen.“
Mika rutschte von Nats Schenkel runter und die starken warmen Arme glitten an seinen Körper runter, als er zu Neret ging. Schnell setzte er sich zu dessen Kopf, hob den schweren Kopf an und setzte ihn auf dem Schoß ab. Dann, umschlang er Nerets Kopf und spendete ihm mit dieser einfachen Geste Trost und Nähe.
„Danke Nats.“
„Brauchst nicht zu danken. Ich bin selbst überrascht das es so gut funktioniert hat.“
Der Zelteingang ging auf und Argos kam rein.
„Wie es scheint… naja… können wir jetzt langsam los.“, warm sah dabei Argos Neret und Mika an.
„Jetzt hast du gelauscht!“, gab Nats den Vorwurf zurück.
„Du hast Recht, man kann gut Lauschen!“
Sternenglanz
Eigentlich wollte Argos schon viel früher in das Zelt treten, aber als er dann hörte, wie intim das Gespräch zwischen Mika und Nats war, wollt er sie nicht stören. Gleichzeitig erfuhr er auch viel über das Volk von dem Neret und Nats stammen und, er erfuhr was noch in Mikas Kopf vorging. Mika hatte sogar noch ein viel größeres Herz, als er gedacht hatte. Aber auch die Sorgen, waren viel größer, die Mika mit sich trug.
Er öffnete für Mika den Zelteingang und während sein Prinz noch im Eingang stand, lief der plötzlich los. Zufrieden sah er zu, wie Mika seine zwei Väter umarmte. Auch Nats sah zu, nachdem der das Zelt verlassen hat und sich neben Argos gesetzt hatte. Es war wirklich herzerwärmend, wie glücklich Mika strahlte, als er dann von beiden aufgehoben wurde.
„Nats, darf ich dich um was bitten?“
„Jederzeit und habe ich eigentlich eine Wahl?“
„Die hast du.“
„Dann lass hören.“
„Kannst du Mika bei dir behalten, bis wir wieder das Lager aufschlagen?“
„Also vertraust du mir?“
„Ich vertraue Mika und… dein Herz.“
Als dies Nats hörte, hüpfte sein Herz tatsächlich kurz auf.
Argos sah, wie zufrieden Nats dreinblickte und das Rot in den Augen viel intensiver wurde.
„Ich sagte ja, wenn du deinen Aufgaben gut machst, dann wirst du immer mehr Freiheiten erhalten.“
„Mehr wünsche ich mir auch nicht mehr.“
Das bestätigte Argos Vermutung. Wie er, war auch Nats in den kleinen ganz vernarrt.
„Sag mal Argos… wieso soll ich ihn bei mir behalten?“
„Ich möchte auch etwas Zeit mit den anderen vier verbringen. Sie… sie brauchen mich jetzt und Mika hat ja dich. Aber die anderen, haben nur mich und… ich will sie nicht vernachlässigen.“
„Hast du mit ihnen auch über Mika gesprochen?“
„Noch nicht und das werde ich auch nicht. Ich möchte mich nicht einmischen, aber falls sie mich um Hilfe bitten würden, dann gebe ich ihnen ein paar Tipps, wie ich es bei Mika gemacht habe.“
Mittlerweile werden schon die zwei Zelte abgebaut und auf den Pferden verladen, die ihre Last tragen werden.
„Argos… du solltest dich von Mika bei der nächsten Rast ficken lassen.“
„Findest du? Ich denke das sollte Mika noch immer entscheiden.“
„Ja das finde ich. Ihr beide braucht es dringend.“
Verwundert sah Argos den Wolfen von der Seite an, doch bevor er darauf eine Antwort geben konnte, hörten sie Mikas laute Stimme.
„Nats, Neret, kommt!“
Nachdenklich starrte Argos den Wolfen an und alleine die Vorstellung mit Mika wieder unter einer Decke zu liegen, ließ sein Herz schneller schlagen. Unweigerlich schossen ihm Bilder durch den Kopf, die er zuvor noch nie hatte und auch sein Unterleib, meldete sich mit großem Schmerz, dass er zuvor auch noch nie verspürt hatte. Und, er fühlte sich körperlich zu Mika mehr als nur hingezogen.
Vielleicht brauchte er kurz die Distanz zu Mika, um über sich selbst und seine Gefühlswelt im Klaren zu werden. Denn, sein Gewissen plagte ihn, dass das, was er gemacht hatte und was er im Kopf hat, falsch war.
„Hör auf zu weinen Neret, ein Krieger weint nicht!“, flüsterte Nats schon fast erbost nach hinten, kurz bevor er Mika und dessen zwei Väter erreichte. Hinter Mikas Väter, sah er seine anderen Zwei Landesgenossen stehen. Sie sahen zufrieden aus und seine Sorgen um sie verschwanden. Sie waren auch Krieger gewesen und er kannte sie sogar. Es wäre ihm sogar lieber gewesen, dass einer von denen beiden Nerets Position eingenommen hätten, denn dann hätte er jemanden aus seinem Volk, mit dem er reden konnte.
Aber er musste mit dem Auskommen, was er hatte und er hatte Mika, seinen Stern.
„Das ist Nats. Er war einmal ein Clanführer und ist ein großer und starker Krieger und ist jetzt auch ein super Freund!“, stellte Mika ihn vor und rutschte von den Armen seiner beiden Väter runter, um zu ihm zu gehen und ihm am Hals zu umarmen. Kurz und fest drückte ihn Mika, was sein Herz wieder auf hüpfen ließ.
Nats, der auf allen vieren gegangen war, verbeugte sich tief vor Mikas Vätern. Er wusste wer sie waren, und er wusste was der ANDERE war. Allein der Geruch verriet ihm schon, was und wer vor ihm stand und den Fehler, denen beiden kein Respekt zu zollen, würde er nicht begehen.
„Und das ist Neret… und er… er ist auch sehr lieb und wir sind erst vor kurzem Freunde geworden.“, Mika ließ ihn los und sein PRINZ ging zu Neret, der auf den Hinterläufen saß und grinsend die Umarmung am Hals einfach genoss. Doch Nats musste ihn fast loslassen, weil Mika Hüpfen musste, um Neret am Hals zu umarmen und nun, hing Mika an Nerets Hals runter.
Pharao Hator ging an Nats vorbei und hob Mika dann sachte in die Arme. Dabei roch Nats, wie der Pharao nach frischen Samen roch und auch, wie der nach seinen Artgenossen duftete. Deswegen sehen sie so zufrieden aus, weil sie endlich ficken konnten, oder gefickt wurden. Das grinsen von den beiden, als er den Kopf langsam hob, bestätigte seine Gedanken nur.
Das ziehen in seinen Klöten wurde deswegen nur noch schlimmer, doch wer zuletzt lacht, lacht ja normal am meisten. Seine Zeit wird auch noch kommen und er vertraute Mika, dass es nicht mehr lange dauern wird. Und wenn es überhaupt nicht mehr geht, dann fickt er schnell einmal Neret durch.
Pharao Hator trug Mika wieder zurück zu dessen anderen Vater, der Mika wieder in die Arme nahm und leise mit ihm sprach.
„Nats, Neret. Helft den anderen die Vorräte zu verstauen.“, kam von hinten Argos Befehl und Nats verbeugte sich abermals, bevor er sich umdrehte und zu Argos schritt, der ein paar Meter weiter bei den Pferden stand.
„Mika, wir werden dich vermissen. Doch genieße die Reise und hab spaß.“, flüsterte Hator und gab seinen neuen Sohn einen saftigen Kuss auf die Stirn.
„Genau. Und pass ja auf dich auf. Wehe du kommst mit einem Kratzer zurück!“, sagte der überfürsorgliche Otto, bevor Mika dann einen väterlichen Kuss auf die Lippen bekam.
„Das werde ich und… ich vermisse euch beide jetzt schon…!“, Mika wollte sie nicht verlassen. Er hatte ja kaum Zeit mit Hator verbracht und sein Otto würde er am allermeisten vermissen. Und deswegen, umarmte er sie beide jetzt am Hals. Wieder verabschiedete er sich von jemanden, den er liebte. Aber er wusste das, wenn seine Reise vorbei war, er sie wiedersehen würde und dann, würde er mit ihnen viel mehr Zeit verbringen.
„Mika, wir können starten.“, hörte er von hinten Argos laut rufen und das war das Zeichen, sich von Hator und Otto wirklich zu verabschieden. Beiden gab er einen saftigen Kuss auf die Lippen, rieb von beiden die Wangen mit der eigenen und sah sie dann traurig an, als er abgesetzt wurde.
„Bist später mein lieber Sohn.“, hauchte ihn Hator zu und Otto sagte gar nichts, sondern ließ die Tränen für sich sprechen. Doch Mika wollte nicht gehen. Am liebsten wäre er bei ihnen geblieben. Doch bevor er das sagen konnte, wandten sich Hator und Otto von ihm ab und schritten langsam davon.
Der Abschied fiel Mika viel zu schwer, weil es viel zu kurz war. Jetzt niemanden bei sich zu haben, war das Schlimmste was er bis jetzt verspürt hatte.
Verloren fühlte er sich in dieser Welt.
Doch dann, wurde er am Bauch umschlungen und aufgehoben. Als er hochblickte, sah er Argos grinsendes Gesicht und auf einmal, fühlte er sich nicht mehr alleine.
Die Karawane war bereit und die 25 Palastwachen und die Herde von Pferden war für die Reise in die nächste Stadt bereit. Die Pferde waren starke große Tiere, die sich an das Leben in der Wüste angepasst haben. Doch anders als erwartet, stieg er nicht mit Argos auf ein Pferd, sondern wurde auf Nats rücken runtergelassen, der auf allen vieren auf ihn wartete.
„Ich muss mich kurz um deine Halbbrüder kümmern Mika. Bleib du bei Nats und kriech unter die Decke. In den Nächten ist es in der Wüste sehr kalt.“
„Ok…“, flüsterte Mika und sah runter zu Nats, der mit fast strahlendroten Augen zu ihm rauf sah.
„Wenn was ist, dann ruf nach mir.“, auch Argos verabschiedete sich bei seinen Prinzen mit einem sanften Kuss auf der Stirn und zog sich dann zum Pferd zurück, wo seine vier Halbbrüder schon draufsaßen und sie beide anstarrten. Bevor es losging, verkroch er sich gleich unter die Decke, weil es wirklich schon kalt war und er fast zu zittern anfing.
Es war herrlich warm unter der Decke, weil er auch auf Nats Rücken lag. Doch dann wurde die Decke eng um ihn geschlungen, sodass sie sich spannte.
„Ich musste sie anspannen. Ich möchte ja nicht, falls du einschläfst oder ich eine Düne runtergehe, du runterrutscht.“
„Ok“, flüsterte Mika und dreht sich auf den Rücken und streckte die Beine aus. Die Decke war groß genug, dass er das machen konnte und Nats war so groß, dass er sogar mit den Pfoten noch den Rücken berührte. Als Argos den Befehl gab und die Karawane langsam los ritt, lag sein Kopf zwischen den Schulterblättern, die links und rechts neben seinen Kopf sich bewegten.
Die Karawane ritt in einer Linie und zuerst ging es eine Düne rauf. Dabei rutschte Mika etwas runter, aber die Decke hinderte ihn daran, dass er von Nats Rücken runterrutschte, indem er fast auf der Decke stand. Als sie dann die Düne erklommen haben, ging es dann wirklich los. Sie wanderten oben an den Dünen entlang und da Mika es sehen wollte, drehte er sich auf dem Bauch und legte den Kopf auf seine überkreuzten Arme.
Vor sich sah er das Dünenmeer, das von Glanz der Sterne und den Mond, in Silber getaucht wurde. Zusätzlich war das Meer von Sternen über ihnen und er wusste nicht, was ihm mehr verzauberte.
„Es ist so schön hier.“, flüsterte Mika und schloss kurz die Augen, um Nats Köpergeruch zu genießen.
„Das erinnert mich an damals.“, kam es leise von Nats zurück.
„Habt ihr auch eine Wüste bei euch?“
„Das nicht… aber… auch mein Sohn… lag immer so auf mir, wenn wir auf reisen waren.“
„Ich wollte nicht…“
„Ist schon gut Mika. Das hier jetzt und die Erinnerung von damals… beides zusammen ist für mich was sehr Wichtiges und wunderschönes.“
„Und was… ist das jetzt für… dich?“
„Beides Mika. Du bist mir Wichtig und die Reise mit dir… ist was wunderschönes.“
„Ich… mag dich auch sehr, Nats.“
„Du findest mich heiß, das ist was anderes.“
„Nicht… nur…“, gab er kleinlaut zurück.
„Achso? Was ist das andere?“
„Das sagte ich doch schon… wir sind Freunde und für mich… sind Freunde was ganz wichtiges.“
Da nichts von Nats zurückkam, sah Mika kurz zurück. Er sah Neret hinter Nats gehen und dann die andere Hälfte der Palastwachen, die dösend auf ihren Pferden saßen.
„Du Nats?“
„Ja mein Junge?“
„Ähm… du erkennst in mich deinen Sohn wieder… stört es dich dann nicht, wenn ich gerne mehr mit dir machen würde?“
„Soll ich die Wahrheit sagen?“
Mika schluckte schwer, weil er was Böses ahnte.
„J-Ja, bitte.“
„Es ist etwas komisch, meine Sichtweise. Ich möchte in deiner Nähe sein, ein Teil von deinem Leben werden, weil ich dich beschützen möchte, was ich bei meinem Sohn nicht geschafft habe. Aber… ich weiß, dass ich nicht in deiner Nähe sein kann, wenn ich dich nicht an mich ranlasse. Gleichzeitig sehe ich dich als jemand, der mich zum abspritzen bringen möchte, was ja viel besser ist, als selbst die Pfote zu benutzen. Und da ich sowieso dein Diener bin, kannst du über mich verfügen. Somit…“
„Ja?“
„Ist das eine, das andere, oder?“
„Aber… ist es denn die Antwort auf meine Frage?“
„Mein lieber Junge. Du kannst dir nicht vorstellen, was in meinen Herzen für ein Sturm tobt. Ich würde wirklich alles machen, damit du nicht meinen Rücken verlässt. Damit ich bei dir bleiben darf. Du ähnelst meinen Sohn so sehr… das kannst du dir nicht vorstellen. Ihr habt die gleiche Statur, das gleiche grinsen, sogar fast die gleiche Stimme. Deine Augen glänzen genauso wie seine damals. Aber ich weiß auch, dass du nicht Derek bist… so hieß mein Sohn. Ich weiß das du der zukünftige Pharao sein wirst, der Herrscher dieses Landes. Du liegst zwar auf meinen Rücken, doch gleichzeitig bist du so fern, wie die Sterne. Ich würde dir meine Klöten und meinen Hintern schenken, nur damit ich dann weiß, dass ich immer bei dir sein darf. Dich aufwachsen sehen darf. Und dann, wenn du erwachsen bist, zu sehen, was mein Sohn hätte werden können. Ich… habe dich in mein Herz geschlossen Mika und es wäre mir eine Freude dich lachen, grinsen und deine Augen zum Strahlen zu bringen, indem ich mich dir anbiete. Verfüge über mich, mein Junge und sag mir dann mit einem Lächeln, wie du es fandest.“
Mika grinste, als er die Augen schloss.
„In einem anderen Leben, wäre ich der glückliste Junge, wenn ich dich als Vater hätte.“
Was Mika nicht sah, waren die Tränen von Nats nach diesem Satz. Der stolze Krieger Nats war nach diesem Satz so sehr gerührt, dass er sich ein zweites Mal in Mika verliebt hat. Er sah ihn nicht nur als ein Spiegelbild seines Sohnes an, sondern insgeheim als einen Gefährten. Seine ganze Welt, würde sich jetzt nur noch um Mika drehen, der mit solch einfachen und ehrlichen Worten seine Welt auf den Kopf gestellt hat.
Was bis jetzt Argos so wahrgenommen hat war, wie Nektos und Randel der Kopf der Gruppe waren. Matos und Harlan waren da die Mitläufer, die bis jetzt kaum was in der Gruppe zu sagen hatten. Doch der, der am meisten sprach, war Randel. Und der sprach ununterbrochen über seine Abenteuer in seinem Haus. Randel war ein Diener in einem Haushalt von zwei Palastwachen gewesen, die Insgeheim ein Liebespaar waren.
„Dann haben sie auch in der zweiten Nacht vergessen die Tür zu schließen und ich konnte alles mitanhören und etwas später, schlich ich mich zur Tür und konnte alle mitansehen!“, sprach Randel voller Stolz.
„Aber… Mika war im Haus Rosé und…“
„Was soll schon dieses Haus sein, wenn ich direkt alles vor meinen Augen sehen konnte! Wisst ihr was, ich verrate euch ein Geheimnis.“, gebannt hörten die anderen drei zu und Argos grinste einfach vor sich hin und hielt Matos vor sich fest, der Angst vor großen Tieren hatte und nur mit ihm sich traute aufs Pferd zu setzen.
„Es war in der Zeiten Woche, da habe ich mich reingeschlichen und…“
„Ja?!“, hauchte Harlan, der an Rendals Lippen hing.
„… da habe ich sie beide zwischen den Beinen berühren können. Denn, sie schliefen nackt!“
Die Gruppe staunte und man hörte ein lautes schlucken. Kurz wurde es still und Argos sah kurz nach hinten, ob auch alles ok war. Rendal saß hinter ihm und hielt sich weiterhin an ihm fest. Danach kam Harlan und dann Nektos, die sich jeweils am Vordermann festhielten.
„Sag mal Argos… was hat MIKA… mit dir gemacht? Oder wars du es, der den ersten Schritt gemacht hat?“
„Er hat nur meinen Po berührt, als ich mich umdrehte.“, er ließ es mal so stehen, weil er auf die Reaktion gespannt war.
„Wusste ich es doch. Er hat keine Eier und wenn er welche hat, dann sind sie so winzig wie die eines Geckos!“
Eigentlich hätte er was sagen sollen, aber die vier Jungs waren fast gleichgestellt wie Mika und sie hatten somit das Recht ihre Meinung zu sagen. Gleichzeitig erfuhr er viel und er ging nun ins Detail.
„Dennoch hast du es versucht Randel, ich hab’s genau gesehen.“, fing Argos nun an mitzuspielen, um mehr über die vier zu erfahren.
„Ich wollte eben wissen, wie weit Mika geht. Aber er hatte keine Eier und weinte dann noch wie ein Baby, als ich den letzten Versuch startete.“
„Naja Randel, es ist eben alles Neu für ihn und man braucht auch Zeit alles zu verarbeiten, was man am Tag erlebt.“, er versuchte auf Randels Mitgefühl zu appellieren und mal schauen, was rauskommt.
„Ja schon, aber, dass er gleich wie ein Baby zu weinen anfing… ich weiß nicht ob Mika überhaupt geeignet wäre als Pharao…!“
„Und was müsste Mika alles haben, um in deinen Augen der Pharao zu werden?“
„Ganz einfach, Auftreten. Er ist zu verspielt, hat keine Ahnung von der Welt und macht einfach nichts als Prinz. Ich habe gehört, als Hator noch Prinz war, hat er schon an Schlachten teilgenommen. Dann war er noch von Provinz zu Provinz unterwegs, um dort die Probleme der Minister zu lösen. Und täglich hat Hator damals Trainiert und mit Pestos ein Übungsduell mit Waffen und Unbewaffnet gemacht. Kurz gesagt, er soll stark sein, ein Auftreten eines Prinzen haben und seine Gegner das Fürchten lehren.“
„Sag ich auch!“, meinte auch Nektos.
„Mika hat nichts von allem und wirkt wie ein Kind, dass nur die vier Mauern eines Palastes kennt. Wir haben schon schwer gearbeitet für unser Leben und er wurde einfach in den Luxus geboren. Wir haben geblutet an den Händen, während Mika gelernt hatte, wie man mit Messer und Gabel isst. Also ich sage mal, dass Mika nicht die richtige Wahl von Pharao Hator ist, um der zukünftige Pharao zu werden.“
Beunruhigt hörte Argso den beiden zu. Am liebsten hätte er Mika verteidigt, aber er durfte sich nicht einmischen, sonst würde alles ins Chaos gestürzt werden.
„Aber ihr hattet spaß im Wasser.“, sagte dann Argos doch noch und versuchte so neutral wie möglich zu sein.
„Ja schon, aber da haben wir nur gespielt.“, sagte gleich Randel und Nekots gab gleich seinen Senf hinzu.
„Mika ist auch nur gut im Spielen, sonst kann er nichts.“
„Aber ihr würdet mit ihm… ihr wisst schon…!“, wollte Argos das Thema wechseln, was sie alle gemeinsam hatten.
„Ne, niemals, sonst fängt er noch zu weinen an, wenn wir anfangen!“, spuckte Randel schon fast aus und Nektos machte Mikas Weinen nach, um diesen Satz zu untermauern.
Argos hat genug gehört und er war bestürzt, wie Randel und Nektos über Mika dachten. Interessant wäre aber, wie Harlan und Matos über Mika denken, ob sie eine andere Meinung haben als Randel und Nektos. Gleichzeitig fand er es aber überaus interessant, von beiden Seiten die Wahrheit zu wissen und den nichtwissenden zu spielen.
Wenn sie dann in einigen Stunden die erste Pause machen, würde er gerne alleine mit Harlan und Matos sprechen, doch bis dahin, musste er Randels Geschichten und Meinungen über Mika anhören.
Es wird eine schwere Stunde bis zur Pause werden.
Mika lag wieder auf den Rücken und ließ sich von den Sternen verzaubern. Er konnte sich regelrecht nicht sattsehen und auf dem warmen Rücken von Nats, war es eine Reise, die er nie vergessen würde. Aber er hatte noch so viele Fragen an Nats, die er sich nicht traute zu stellen, weil er ihn schon genug gefragt hatte.
„Sag mal Mika, wie ist es in deinem Land?“, fing Nats plötzlich zu sprechen an.
„Das ist jetzt mein Land, oder willst du wissen, wie es dort ist, wo ich geboren wurde?“
„Ja, genau das.“
„Ich… kann mich nur noch schlecht erinnern… aber was ich weiß war, dass es schön war. Grüne Wiesen, dichte Wälder und ich kann mich auch an einem Berg erinnern.“
„Wieso erinnerst du dich so schlecht an dein Heimatland?“
„Weil… als ich noch klein war, der Krieg ausgebrochen ist mit den Archaischen Reich. Ich wuchs im Palast auf, wo mich mein Vater beschützt hat und dort lernte ich auch Otto kennen.“
„Achso? Du kanntest den neuen Pharao schon?“
„Ja… er war schon damals für mich wie ein Vater… und ist es nun auch endlich.“
„Und was ist mit deinem eigentlichen Vater?“
„Verstehe mich nicht falsch. Ich liebe meinen Vater, aber… Otto konnte nein sagen, er konnte wütend auf mich werden, weil er sich anders um mich sorgte, als mein eigentlicher Vater. Otto war mutig, stark und zeigte mir den richtigen Weg. Deswegen… sah ich ihn mehr als Vater, als meinen eigentlichen. Und er ist auch schwul, obwohl er es damals nicht zugeben wollte und konnte.“
„Wieso das? Was hat sich geändert?“
„Das Haus Rosé und Hator, waren schuld daran, dass er sich doch zu seinen Gefühlen bekannte.“
„Was ist das Haus Rosé?“
„Ein Ort, wo sich alle Männchen trafen, die auf Männchen standen. Es ist ein Ort, wo man die schönsten, ausdauerndsten und geilsten Männchen treffen konnte und mit ihnen ins Bett gehen durfte. Und nicht nur das! Das essen dort war einfach nur der Wahnsinn! Die Betten und die Zimmer sind so wunderschön und modern… einfach alles dort ist für Männchen ausgelegt worden, die Sex haben wollten. Unten gab es riesige Becken, wo es jeder mit jedem getrieben hat. Man schwamm am Abend schon fast in Samen. Dann waren dort noch Räume, wo die süßesten und knackigsten Hintern aus der Mauer sahen, die man wild und stundelang rannehmen konnte. Dann boten sie noch Sex mit Tieren an und die… wuuuuuuuh… sind so heiß und notgeil, dass sie DICH den ganzen Tag rannahmen. Dann noch die vielen schmutzigen Events, wo es Vater mit Sohn und umgekehrt trieben. Ich war sogar bei einer Vorstellung dabei, wo Männchen sich rannahmen ließen, die nicht auf Männchen standen und dafür viel Gold bekamen von den Gästen. Das war sowas von geil, weil die eben nicht auf Männchen standen. Dann waren dort im Gelände drinnen Becke die überdacht waren, wo man bei Regen und Schnee im warmen Wasser schwimmen und mehr machen konnte. Mit mehr meine ich natürlich…“
„Jaja, ich habs schon verstanden. Und was kostet dich der Spaß?“
„Also… wenn ich dir 10 Silbermünzen am Tag geben würde, wobei du damit fünf Brote am Tag kaufen könntest, oder nur ein Brot und ein Zimmer haben könntest, müsstest du 200 Tage auf alles verzichten, um einen Tag dort drinnen haben zu können!“
„Du willst mich doch verarschen?!“
„Eigentlich nicht. Mein eigentlicher Vater schenkte mir 14 Tage.“
Nats schüttelte einfach den Kopf und war mehr als nur geschockt von den Preisen.
„Dann war ja das Haus leer…“
„Eben nicht! Es war rappelvoll! Und ich habe von meinen Freunden gehört, dass das Haus noch für das kommende Jahr völlig ausgebucht ist!“
„Also… wenn du mein Sohn wärst, dann hätte ich nicht die Münzen für das, aber ich hätte dir was anders geschenkt, was dir bestimmt auch gefallen hätte.“
„Und das wäre?“
„Alles was ich und mein Clan erübrigen könnte. Ich wäre von Clan zu Clan gezogen und hätte die stärken und jüngsten Krieger zum Duell gefordert und wenn sie verloren hätten, dann müssten sie für 14 Tage für dich da sein. Dann hätte ich jeden in meinen Clan einen reingehauen und du hättest so viele Männchen, dass du bis ans Lebensende nie mehr deinen Schwanz gesehen hättest, weil er dann nur in Ärsche gesteckt hätte, oder in Schnauzen, was dir lieber wäre.“
„Und was wäre, wenn ich als dein Sohn, einfach nur dich für immer haben wollte?“
Ohne nachzudenken, schoss er die Antwort raus.
„Dann hätte ich dir eine Reingehauen.“
„Wieso das?“
„Weil ja sonst die ganze Arbeit für dich umsonst gewesen wäre!“
Mika find leise zu lachen an. Er mochte Nats Humor und das erinnerte ihn so stark an Boris und Mario. Die beiden hatten fast den gleichen Humor. Jedoch, als er zu lachen aufhörte, fing er sie zu vermissen an. Axel, Lancel, Boris und Mario, sind seine besten Freunde und er vermisst sie jetzt einfach. Ohne sie, macht das hier alles nur halb so viel Spaß.
„Was ist Mika? Alles in Ordnung?“, Nats fragte nicht umsonst, denn Mika hat sich auf die Seite gedreht und die Beine angezogen. Das war die typische Haltung von jemanden, der sich ungeschützt und alleine fühlte.
„Ich… vermisse meine Freunde…“
Das brach Nats fast das Herz.
„Ich bin da und werde es immer sein, mein PRINZ!“
„Wieso betonst du das Wort immer so?“
„Welches? PRINZ?“
„Ja, genau dieses.“
„Weil du mein PRINZ bist.“
„Nur deswegen?“
„Ja. Du bist mein PRINZ. Mein PRINZ, der so meinen Sohn ähnelt und in meinem Clan auch als Prinz galt. Für mich… bist du einfach mein PRINZ, Mika.“
„Das… finde ich süß, aber…“
„Ja?“
„Ich… möchte nicht in deinen Augen dein Sohn sein. Ich möchte nicht, dass du in mir deinen… verstorbenen Sohn siehst. Denn dann…“
„Ich weiß Mika. Es… es ist schwer. Wenn ich dich sehe, sehe ich meinen toten Sohn. Aber ich weiß das du, du bist. Und dennoch… irgendwie glaube ich, dass ein teil meines Sohnes in dir ist.“
„Und du bist dir da auch ganz sicher, dass dir dein Herz da nicht etwas vorgaukelt? I-Ich… möchte nur nicht, dass ich dir dann irgendwie und irgendwann… wehtue.“
Da gab er Mika recht. Sein Herz raste und frohlockte, weil Mika auf ihm lag. Aber nur, weil er in Mika seinen verstorbenen Sohn sah. Doch dann stellte er fest, dass es sowieso so passiert wäre, weil er in Mika mehr sah, als die anderen. Mika war ein fröhlicher Junge, der es wert war beschützt zu werden. So oder so, hätte er das gleiche getan und gesagt, egal ob er in Mika seinen Sohn sah, oder nicht.
Denn, schon längst hat er Mika, den wahren Mika, in sein Herz geschlossen.
Mit dieser Tatsache, war er völlig zufrieden, und glücklich sah er nach vorne in sein neues Leben, mit Mika an seiner Seite.
„Bestimmt hat er auch einen kleinen Pimmel!“
Leise fingen Randel und Nektos zu lachen an und winkten in der Luft mit dem kleinen Finger.
Argos musste sich schon ordentlich zusammenreißen, um den beiden nicht gleich eine Ohrfeige zu geben. Als Mikas Lehrmeister, war dieser eine Satz der Gipfel der Unverfrorenheiten, den er bis jetzt gehört hatte.
„Wenn ich euch so zuhöre, scheint es mir langsam, dass ihr Mika nicht wirklich mögt?“, stellte er nun eine Frage und je nachdem wie die Antwort ausfällt, müsste er nun langsam tatsächlich handeln.
„Er ist einfach ein Schlappschwanz, mehr nicht. Wie kann nur so ein… Fremdländer der zukünftige Pharao werden? Er weiß NICHTS über uns und unser Land. Was dachte sich nur Pharao Hator dabei!?“
Jetzt sahen die Palastwachen sogar nach hinten zu ihm und da wusste er, dass nur ein falsches Wort noch fehlte, bis die Palastwachen einschreiten würden. Denn, er hatte auch mit ihnen etwas geplaudert und in ihren Augen, war Mika wie Hator. Natürlich wussten dass die vier Jungs nicht, wie Hator wirklich war, weil sie nur das sahen und gehört haben, wenn Hator den Palast verließ. Was aber im Palast geschah, kam nie nach draußen. Alle im Palast mit denen er gesprochen hatte, waren sich einig. Mika würde einen vorzüglichen Herrscher abgeben.
„Bestimmt hat er Pharao Hator einen geblasen, um Prinz zu werden!“, prustete Randel von sich und sofort, kam Tumult auf. Die Palastwachen vorne machten kehrt und Argos hatte keine Chance dazwischen zu gehen. Die Ehre und Integrität von Pharao Hator wurde aufs übelste beschmutzt und das ließen die Wachen nicht zu. Sofort zerrten sie Randel, der laut schrie, vom Pferd und ließen ihn auf den Sandboden fallen. Als nächstes kam Nektos, der neben Randel auf den Boden fiel.
„IN NAMEN VON PHARAO HATOR, NEITH SOHN, WERDEN WIR DAS URTEIL DER SONNE ÜBER EUCH BRINGEN!“, schrien die Wachen und zogen schon die Schwerter. Argos versuchte sie noch aufzuhalten, indem er „HALT!“ schrie, doch die zwei Jungs verschlimmerten es noch, indem sie gleich davonliefen in Panik und die Düne runterliefen und auf halben Weg, dann stolperten.
„Weißt du Mika… auch wenn ich in dir meinen Sohn sehe, so werde ich für DICH, da sein. Ich möchte sehen, wie DU dein Leben bestreitest und falls du Hilfe brauchst, dann bin ich immer da.“
„W-Wirklich? Bist du dir dabei sicher? Ich… möchte dich nicht ausnutzen, ob bewusst oder unbewusst. Ich möchte auch nicht, dass du dich wegen mir verletzt, nur weil du in mir deinen Sohn siehst.“
„Ja Mika, ich bin mir da sicher. Du hast neben meinen Sohn mein Herz erobert und es klingt zwar schwul und vielleicht bin ich es in der Hinsicht etwas, aber so ist es nun mal. Ich würde für DICH alles machen. Sogar Scheiße essen, wenn du das möchtest. Aber ich hoffe, dass du das nie von mir verlangst. Mir wäre es lieber, wenn ich nur die Beine spreizen soll, oder für dich eine gewissen Stellung einnehmen soll. Ja… sowas wäre mir fast sogar am liebsten. Was Neues erleben, das wäre das, was ich jetzt in meinen Leben erleben möchte. Ich hatte mein altes Leben und es war schön und traurig. Jetzt fange ich mit dir ein Neues an und ich möchte auch neue Sachen erleben, wie du es hier auch machst.“
„Neues erleben, was…“, traurig drehte sich Mika auf dem Bauch und drückte die Nase auf Nats rücken.
„Was ist denn jetzt schon wieder Mika?“
„Bis jetzt… war es nicht so schön gewesen.“
„Findest du? Also zumindest kannst du sagen, dass es schön war mich kennenzulernen, oder?“
Mika fing gleich zu grinsen an.
„Ja!“
„Sag ich doch und du hast auch Neret geholfen.“
„Ja! Und ich kann dir nicht genug danken dafür!“
„Ach was! Dafür brauchst du dich nicht bei mir bedanken. Ich habe einfach nur was versucht und es hat geklappt. Wofür du dich bedanken kannst ist, dass ich dir erlaube immer mir an die Eier und den Schwanz zu gehen.“
„Danke, Nats!“
„Das ist mal ein Anfang und wenn du mich dann zum Heulen bringst und ich endlich keine Schmerzen in meinen Eiern mehr habe, dann sind wir Quitt!“
„Versprochen Nats. Das mache ich sogar sehr gerne für dich.“
„Gut, sehr gut. Erst wenn das gemacht wird, kannst du dann an meinen Hintern ran, der das beste von mir ist.“
„Naja…!“
„Was heißt da Naja?! Mein Arsch ist der Weltbeste und daaaaaaan irgendwaaaann, kommt VIELLEICHT Argos dran.“
„Ich sag dir gleich Nats, dass ich VIIIIIIEL Zeit dafür brauche, bis ich eine Entscheidung fallen kann.“
„Abwarten, es wird schneller passieren, als du denkst!“
Sie beide fingen leise zu lachen an und dabei, umarmte Mika den Wolfen unter ihm an der Brust. Die Finger ertasteten die starken Brustmuskeln und das kurze glatte Fell. Diese Berührung ließ Nats fast stolpern, doch schnell konnte der dann wieder normal gehen.
„Nats?“
„Hm?“
„Der Männchen den du für paar Wochen hattest, hat er dich auch mit der Schnauze…?“
„Klaro. Er war eines der Männchen, der nur Männchen haben wollte.“
„Hat er dir auch gesagt… wie du schmeckst?“
„Das nicht, aber er war… wenn ich das wohlgeboren sagen darf „Verzückt“, von meinen Samen.“
Mikas Blut wallte vor Lust und er zeigte es Nats auch unfreiwillig, weil er auf dem Bauch lag. Nats merkte es auch gleich und schnaufte aus, weil er langsam ungeduldig war und bis es Mittag in diesem Land wird, würde es noch etwas dauern.
„Wenn wir endlich Pause machen, leg ich mich zu dir hin und ich würde mich freuen, wenn mein PRINZ an mir nuckeln würde und dann seine Meinung über meinen Samen kundtut. Aber verschluck dich nicht, denn ich habe Literweiße was zum Probieren vorbereitet.“
„Ich habe auch Durst Nats und du kannst dann mein Frühstück haben, wenn ich satt bin.“
„Also… ich muss schon sagen, dass du der notgeilste kleine PRINZ bist, den ich je kennenlernen durfte. Hat dir das mal jemand gesagt?“
„Vielleicht…!“
„Auf jeden Fall, werden wir dann beide unseren Spaß haben.“
„OHJA!“
Nats grinste über beide großen und spitzen Ohren. Mika war so ein Lüstling und spielte nun seit Stunden mit ihm, sodass er schon durch den Lendenschurz tropfte. Sowas hat er noch nie erlebt und auch seine Schmerze in den Eiern, sprengen jede bekannte Skala. Wenn er durch Mika dann endlich abspritzen durfte, würde er ihn als Dank selbst den Schwanz bis zu Explosion lutschen. Und der Gedanken Mikas Schwanz in der Schnauze und auf der Zunge zu haben, ließ ihn vor Lust erschaudern. Das war etwas, was er wirklich als NEU bezeichnen würde.
Und das wollte er sagen, weil es wirklich guttat, offen zu sprechen und zu erfahren, wie sein Junge darüber dachte. Doch in dem Moment, wo er das sagen wollte, hörte er etwas und dann einen Schrei. Dann sah er jemanden die Dünen runterlaufen und schnell erkannte er, was los war.
„FESTHALTEN MIKA!“, schrie er und im selben Moment, als er loslief, hielt sich auch Mika eisern an ihm fest.
Argos glitt vom Pferd runter und mit sicheren Schritten lief er so schnell wie es nur ging, die Düne runter. Sein Vorteil gegenüber der Palastwache war, dass er eben zu Pfote unterwegs war. Die Pferde waren zu schwer und rutschen runter, was den Tieren Angst machte. Deswegen konnte er sie auf halben Weg überholen und geschockt stellte er fest, dass sich seine beiden Jungs nicht rührten, als sie langsam zu stehen kamen zwischen den Dünen.
Randel und Nektos waren halb vom Sand bedeckt gewesen, als er sich schnell zu ihnen beugte und während er noch nach Atem rang, stellte er fest, dass sie beide noch lebten, indem er das Ohr an ihre Lippen hielt. Sekunden später traf auch die Palastwache ein und sie tänzelten um sie rum und hielten Schwert und Speerspitzen zu ihnen runter.
„In Namen es Pharaos, lasst uns durch Argos!“, Argos lag halb auf den beiden Jungs um sich selbst zu Opfern, falls es nötig wäre. Aus den Augenwinkeln sah er dann, wie sich etwas schnell durch den Schatten der Düne zu ihnen runterbewegte und es war verdammt schnell. Und als es sie erreicht, glommen zwei rote Augen auf.
Die Pferde scheuten und stellten sich auf die Hinterbeine, als ein tiefes Knurren zu hören war. Die Tiere wichen zurück hinter Argos und er erbleichte noch mehr vor Angst.
„Was ist passiert?“
Mikas Kindliche helle und feine Stimme brach das Schweigen und jeder hier atmete auf, als dann auch der Kopf seines Prinzen, sich verwirrt umsah. Alle brauchten einen Moment um zu verstehen, dass der Schatten, der Diener von Mika war und, dass der Prinz ja auf Nats geritten kam.
Automatisch sah Argos nach hinten, als sein Herz wieder zu schlagen anfing. Mika war nun hier und war die zweithöchste Autorität auf diesen Kontinent.
Die 20 Palastwachen stiegen von ihren Pferden runter und während Mika erst dabei war die Situation zu aufzunehmen, sprach gleich einer der Wachen, nachdem sie alle vor Mika hinknieten.
„Nektos und Randel haben ununterbrochen euch und euren Namen in den Dreck gezogen. Wir konnten nicht länger weghören, als sie dann auch noch euren Vater beleidigt und dessen Entscheidungen öffentlich Hinterfragt haben.“
„Was… haben sie denn gesagt?“, wollte Mika wissen und der perfekte Tag, wurde zum Alptraum, als Argos die Frage beantwortete.
„Sie sagten, dass du… ein Schlappschwanz bist, der kein Mut und somit keine Eier hat. Sie nannten dich ein Baby, weil du geweint hast und am Ende… sagten sie laut, dass du Pharao Hator einen gelutscht hast, um Prinz werden zu können. Und das du einen kleinen Pimmel hast…“, als Argos das aufsagte, bereute er es zutiefst, es nicht schon von Anfang an unterbunden zu haben. Denn all diese Gründe sprachen dafür, dass Randel und Nektos die Höchststrafe bekamen.
Mika kroch langsam unter der Decke hervor und rutschte an Nats Seite runter. Fast lautlos kamen die kleinen Pfoten auf den Sand auf, als er näher zu Argos kam. Als Mika aus dem Schatten trat und er seinen Blick sah, senkte er den Blick und schämte sich, diese Worte wiederholt zu haben. Er schämte sich, dass es überhaupt soweit kam und er schämte sich zutiefst, nicht auf Mikas Seite gestanden zu haben.
Unter Argos rührte sich etwas, kurz nachdem er sich erhob, um zu Mika zu gehen. Sie hörten die Angstvollen Aufschrei und wie die Wachen „RUHE!“ riefen. Vor seinen Prinzen, ging Argos runter auf die Knie.
„Stimmt das Argos? Haben sie das wirklich gesagt?“
„J-Ja…“, stammelte er und sah dabei runter auf den Sand.
Mika war in den Grundfesten erschüttert.
„Und… denkst du auch so… Argos? Bist du deshalb bei ihnen geblieben? Wolltest du deswegen nicht bei mir bleiben? Habe ich… ich… überhaupt etwas richtig… gemacht?!“
Sofort ging sein Blick hoch und er wollte schon was sagen, doch was er sah, brach ihn einfach das Herz. Im Sternenglanz sah Argos Mikas Gesicht, voll von Tränen und in den Augen, sah er einen schwer verletzten Jungen, der rückwärts in den Schatten zurückging.
„Bring mich weg Nats…“, hörte er Mika flüstern und schon zwei Sekunden später, bevor wer reagieren konnte, huschten zwei Schatten durch den Schatten der Dünen.
„MIKAAAA!“, schrie Argos mit ganzer Kraft und während die Palastwachen aufsattelten und schnell den Prinzen hinterherjagten, ließ sich Argos nach vorne auf die Hände fallen und schlug einmal mit der rechten Faust auf den Sand. „VERDAMMT!!“.