Schnee auf den Bergen
#1 of Candalia
Hier ist der erste Teil meiner neuen Saga um Candelia. Ich hoffe sie gefällt euch. Und den ganzen Kram von wegen das die Figuren mir gehören und dass ich mir verbitte, dass sie ohne mein Einverständniss kopiert, verändert oder gar geklaut werden, spar ich mir jetzt einfach mal..... VERDAMMT! Jetzt hab ichs doch schon wieder geschrieben ^.^
Viel Spaß beim lesen!
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„Mein lieber Daniel... Wenn du dieses Video siehst, bin ich schon lang nicht mehr unter euch. Ich habe verfügt, dass du dieses Video erst bekommen sollst, wenn du das 18. Lebensjahr hinter dir hast.
Dies liegt nicht etwa daran, dass ich dir nicht vertraue.... sondern viel mehr daran, das das, was ich dir zu sagen habe, so unvorstellbar, so fantastisch ist, dass selbst ich es nicht glauben wollte, selbst als ich schon bis zum Hals in Dinge verwickelt war, die ich niemandem Wünschen würde.... Und doch: Dir, meinem einzigen Enkel muss ich eine Last aufbürden, die nicht mal ich tragen müssen möchte. Du musst mir glauben.... Ich habe versucht zu verhindern, dass es so weit kommt.... Aber ich habe versagt..."
Der ergraute, alte Husky auf dem Bildschirm legte beschämt die Ohren an, während Daniel, ein blauer Husky/Wolf-Mischling (Seine Mutter was ein Wolf und sein Vater ein Husky) irritiert auf seinen Großvater blickte. Sein Großvater, der ihm als Kind immer die wildesten Geschichten erzählte, wenn sie abends vor dem Kamin, auf dem Hof seiner Großeltern saßen. Geschichten über eine Welt, unberührt von der Zeit. Wie oft hatte sich Daniel in den mittelalterlichen Abenteuern verloren, die sein Opa ihm erzählte. Sie kamen ihm so.....unwirklich......so.....erfunden vor. Und doch waren sie so detailreich, wie es keine erfundene Geschichte sein könnte. Deshalb hatte Daniel auch nie aufgehört von dieser Welt zu träumen. Und das obwohl, oder vielleicht auch genau WEIL sein Großvater immer wieder beteuert hatte, sie seien nur erfunden.
Aber vor 3 Jahren war sein Opa dann plötzlich spurlos verschwunden und anschließend, einige Wochen später, unweit von seinem Hof, bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt, tot aufgefunden worden.
Nun 3 Jahre später, an seinem 19. Geburtstag hatte ihn ein Notar in seiner Wohnung aufgesucht und hatte ihm unter Beileidsbekundungen ein Video ausgehändigt, das er , nach dem Wunsch seines Großvaters, UNBEDINGT allein ansehen sollte. Kurz danach hatte der Anzugträger sich auch schon wieder vom Acker gemacht.
Nun saß Daniel hier und sah seinen Großvater, wie er sein Testament auf Video aufnahm um es nur ihm, seinem Enkel, zu zeigen.
„Daniel...Ich muss mir sicher sein, dass das was ich dir nun erzähle unter uns bleibt. Ich kann es dir nicht als Versprechen abnehmen. Ich sehe dich ja nicht mal mehr...." Der Blick des alten wurde noch einmal trauriger „....aber dennoch. Das Geheimnis des Tores MUSS ein Geheimnis bleiben. Du darfst auf KEINEN FALL, auch nur IRGENDJEMANDEM von dem Tor erzählen."
Plötzlich wirkte Daniels Opa wieder 20 Jahre jünger während er eindringlich sprach. Dann senkte er sich erschöpft wieder in seinen Sessel.
„Aber wo sind meine Gedanken..... Du weißt ja noch nicht einmal was von dem Tor.... Du erinnerst dich mit Sicherheit noch an das alte Gartentor....das auf der Rückseite meines Feldes...."
Und ob sich Daniel daran erinnerte. Er erinnerte sich an das Tor, als wäre es gestern gewesen. Dieses Tor, dass vollkommen allein, ohne anschließenden Zaun und ohne sichtbaren Nutzen, da mitten am Feldrand stand, hatte ihn vor Jahren dazu animiert seinen Opa mit Fragen zu löchern, was denn das für ein Tor sei. Dieses Tor war der Grund warum sein Opa angefangen hatte die Geschichte deses Landes zu erzählen... Wie hatte er es nochmal genannt: Candelia
"Dieses Tor ist nicht einfach ein Gartentor, wie du dir jetzt wahrscheinlich denken kannst. Dieses Tor öffnet, wenn es mit dem Ring, der schon seit ewigkeiten in der Familie von Sohn zu Sohn weiter gegeben wird, an der Hand geöffnet wird, ein Tor durch die Zeit. Ein Tor nach Candelia. Ja....Candelia ist nicht erfunden. Du hattest all die Jahre recht. Und auch die Geschichten die ich dir immer erzählt habe stimmen... Sie müssen ja auch stimmen. ICH hab sie erlebt."
Plötzlich leuchteten die Augen von Daniels Großvater.
"Daniel, mein Junge. Ich muss dich bitten nach Candelia zu reisen und dort nach dem rechten zu sehen. Etwas war dort, als ich....das letzte mal da war. Ich befürchte fast, dass dieses.....etwas.... in geraumer Zeit auch für meinen Tod verantwortlich sein wird. Ich hoffe das du schaffst, was mir verwehrt blieb. Leb wohl mein Junge..."
Das Video zeigte schon lange nur Schnee, als Daniel endlich aus seiner Erstarrung erwachte.Tränen rannen sein Gesicht hinunter und durchnässten sein Fell. _Er wusste was das er sterben würde....und er wusste wer...oder was....ihn töten würde....und doch hat er nichts gesagt.... _ Daniel vergrub das Gesicht in den Pfoten und fing an zu weinen. Lange saß er da... Als die Sonne schon fast unter gegangen war, lief er wie in Trance auf den immer noch laufenden Fernseher zu und nachm das Video heraus. Er Schob das Band wieder in den Umschlag, in dem er es übergeben bekommen war und stutzte. Da war doch noch etwas..... Er drehte den Umschlag auf den Kopf und ein Ring viel klimpernd auf den Boden.
Daniel bückte sich und hob den glänzenden Goldring auf. Er war vollkommen eben und in die Ovale Fassung war ein kleiner, reiner Rubin eingefasst. Er probierte ihn an und er passte genau auf seinen linken Ringfinger. Schnell hatte er sich entschlossen. Er packte schnell ein paar sachen ein. Hauptsächlich Kleidung aber auch sein Armeemesser, dass ihm sein Vater geschenkt hatte. Er schloss seine Wohnung ab und stieg in den nächsten Bus zum Hof seines Großvaters.
-------------------------------------------------------Zur gleichen Zeit auf dem Hof--------------------------------------------------------------
"Hey! Ranzig! Wo bleibt denn der kleine Welpe? Ohne Ring kommen wir nicht durch das Tor! Das weißt du doch" Eine schneidende, leicht krächzende Stimme durchschnitt die Stille auf dem einsamen Hof. Eine kleine gebuckelte Echse tauchte aus dem nahen Waldstück, das direkt an das Feld grenzte, auf und ging auf eine 2., um einiges größere Echse zu. Der angesprochene drehte sich wutentbrannt um: "Slither! Du misgeburt einer ranzigen Schnecke! Ich sagte: VERSTECK DICH IM WALD! Was nützt es uns denn, wenn er dich vorzeitig sieht. Wir müssen damit rechnen, dass der Welpe von dem alten Magier ausgebildet wurde und dann müssen wir ihn hinterrücks überraschen. Sonst haben wir keine Chance ihm den Ring abzunehmen! Und jetzt GEH! Bevor ich dir deinen eigenen Dolch in deinen widerlichen Echsenarsch ramme!"
Die kleinere der beiden Echsen, machte sich schnell wieder davon, in Richtung Wald und Ranziug, die größere der beiden, steckte einen langen, gezackten Dolch weg, den er gezogen hatte, um Slither zu drohen. Danach setzte er sich auf das kleine unscheinbare Gartentor und wartete auf den Welpen der ohne umschweife in sein Verderben laufen würde, sollte er wirklich hierherkommen. Und sollte dem nicht so sein.....dann würden sie ihn halt suchen und sich den Ring trotzdem holen. Ranzig musste unwillkürtlich grinsen. Das würde ein Schlachtfest werden.....
------------------------------------------------------------Unterdessen am Hof des alten Farmers------------------------------------------
Daniel stieg, am ganzen Leib zitternd, aus dem Bus und ging in Richtung Hof. Er musste nur ein paar Meter laufen. Obwolh es Sommer war, fuhr es dem Husky eiskalt den Rücken runter, als er sah, wie heruntergekommen der Hof nach drei Jahren war. Das ehemalige Wohnhaus war nichts anderes mehr, als ein klappriges Gestell aus einzelnen Brettern. Verrottet und vermodert. Auch die Scheune sah nicht besser aus. Auf den Feldern wuchs mittlerweile mehr Unkraut als zu anbauzeiten Korn und Gemüse. Das einzige, das unverändert war, war das Tor, am Ende des großen Feldes. Kein Zaun grenzte an den Acker und dennoch stand dort ein einzelnes Tor.
Aber etwas war anders, als sonst. Das war etwas großes, dunkles auf dem Tor. Langsam ging Daniel auf die Gestalt zu und erkannte recht schnell, um was es sich handelte. Auf dem Tor, dass ihn so lange Zeit zu unverstellbaren Tagträumen animiert hatte, saß eine Echse. Eine große Echse, gekleidet in ein stabiles Lederoberteil. An einem breiten Gürtel hing ein übergroßes gezacktes Messer und die Echse grinste ihn an...
"Hallo....kleiner Welpe! Na hast du dich gebührend von deinem alten Herrn verabschiedet?" Die Stimme der Echse erinnerte ihn an das raspeln von Metall über eine Käsereibe und jagte ihm den nächsten Schauer über den Rücken. _Woher wusste er von seinem Großvater? _ Daniel griff hinter seinem Rücken, unauffällig nacvh dem Messer, dass er in seinen Hosenbund gesteckt hatte. Nachdem er sich die blanke Klinge mit der Schneide von seinem Arm wegzeigend, an den UNterarm gelegt hatt, damit man es nicht sofort sah, stellte er sich schulterbreit vor die Echse:
"Was willst du hier?" Seine Stimme schallte über das Feld. "Was hast du mit meinem Großvater zu schaffen. Und woher weißt du, dass ich mich heute von ihm verabschiedet habe?" Sich krampfhaft ruhig haltend lief er langsam bis auf einige Schitte entfernung auf die Gestalt zu.
"Aaaaaaaaaaaaahhhhhh der Welpe ist ja richtig mutig! " Wieder grinste das Geschöpf hinterlistig und sah Daniel mit großen Augen an. "Was willst du denn machen, wenn ich dir nicht antworte?"
Ncoh während sich die beiden unterhielten, schlick sich Slither, der 2. der Echsenmenschen, von hinten an Daniel an und dieser hatte plötzlich ein gezackltes Messer, wie das, das der vr ihm am Gürtel hängen hatte, am Hals. "Du solltest jetzt keine falsche Bewegung machen und meinem Freund da vorne deinen schönen Ringe geben." zischte Slither leise.
Daniels Gedanken überschlugen sich. Was sollte er jetzt tun. Sie wollten den Ring. Den Ringe, den er gerade heute erst von seinen Großvater geerbt hatte. Aber warum.....? Warum wollten sie den Ring? Daniel gab sich keiner Illusion hin. Sie würden ihn töten, wenn er ihnen den Ring nicht gab. Aber wer sagte ihm, dass sie ihn nicht TROTZDEM töteten, WENN er ihnen den Ring gab?
Noch bevor der Husky reagieren konnte, hörte er eine weitere Stimme hinter sich und sah gleichzeitig wie der Kerl vor ihm die Augen aufriss. " ICH an deiner Stelle würde den Jungen SOFORT loslassen!" Die Stimme war ganz anders als die der Echsen. Tief und wohlklingend. Ein leichter Schauer lief Daniel über den Rücken, als er sie hörte. Langsam drehte er den Kopf. Hinter ihnen standen 3 Wölfe. Zwei von ihnen waren männlich und in nichts anderes gekleidet als Lendenschurze aus Leder. Beide hatten Speere in den Pfoten. Einer von ihnen hatte seinen Speer auf den Rücken der Echse gerichtet, die Daniel bedrohte. Was ihm aber schier den Atem raubte, war die dritte Person. Eine schneeweiße Wölfin mit Lederkleidung die ihn an Unterwäsche erinnerte und einer Art Keule in der Pfote.
"Slither! Lass den Welpen laufen....vorerst...." Er verbeugte sich übertrieben in Richtung der Wölfe und verschwanden im Dunkel des Waldes. Daniel hörte noch wie Slither ihm zurief:" Wir bekommen dich noch....kleiner Welpe..." Dann herrschte Stille und Daniel drehte sich zu seinen Rettern um.
Die beiden Männchen hatten sich einander zugewandt und unterhielten sich leise. Die Wölfin jedoch musterte ihn und ihm lief ein Schauer über den Rücken, als er in die Smaragtfarbenen Augen der Frau blickte. Doch bevor er reagieren konnte hatte sich der eine der beiden Männchen schon zu ihm gedreht.
"Ist es wahr....bist du mit Heinrich verwant?" Daniel sah ihn irritiert an. "J....ja.....aber was...." Weiter konnte er nicht sprechen, denn plötzlich spürte er einen kleinen Stich im Nacken und das letzte was er sehen konnte war, wie sich im alten Gartentor ein Steintor bildete und durch das Steintor konnte er in eine andere Welt schauen.
Und was er als erste sah war:
Schnee auf den Bergen
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Sodele....Das war der erste Teil meiner Saga von Candelia. Ich hoffe sie hat euch gefallen und nach den Feiertagen werde ich wahrscheinlich auch dazu kommen den 2 Teil zu schreiben,. Sollte er euch nicht gefallen haben: Auch gut. Aber leider pech gehabt., Dann werd ich euch halt zuspammen :P