Ein Schritt über die eigenen Füsse
#4 of Das Schöne an der Liebe
Der Ausdruck welcher sich in dem Gesicht des rot-geschuppten Drachen widerspiegelte sprach Bände. Sichtlich verwundert und zugleich ebenso schockiert während sich in Gabriels Augen deutlich ablesen lies das irgendetwas ihn auf unerwartetem Fuss erwischt hatte. Auf diese Art und Weise blickte er dem jungen Husky direkt in dessen Eisblauen Augen, zumindest bis zu dem Punkt an dem dieser seinen Blick zur Seite weichen lies.
Es gibt so viele Dinge die mir momentan Gedanken bereiten ob es überhaupt funktionieren würde. Ich meine in einer Perfekten Welt würde ich Hand in Hand mit ihm durch die Stadt spazieren und mir über die Blicke anderer keine Gedanken machen. Aber diese Welt ist nicht Perfekt... Und dann sind dort noch einige Zweifel die mich Nachdenken lassen. Seine Freunde zum Beispiel. Ich habe sie noch nicht kennen gelernt aber ich würde mit niemandem zusammen sein wollen der zwischen mir und meinen Freunden steht. Und als aller letztes bin dort noch ich. Ich welcher sich über jeden noch so kleinen Kram den Kopf zerbricht. Warum kann ich nicht der naive Welpe von damals sein?...
Doch recht 'unsanft' wurde Jason nun durch die ersten ins Zimmer fallenden Sonnenstrahlen aus seinem Schlaf geweckt. Leise grummelnd und ein wenig blinzelnd öffnete er nun seine Augen und blickte in die Richtung des Fensters durch welches die Sonne sich ihren Weg ins innere des Zimmers bahnte. Jedoch schnell lies er seine Augen in eben jenem Raum umher wandern, den leise schnarchenden und säuselnden Lauten folgend bevor er nun Ricardo in seinem Bett erblickte, die Decke halbwegs von seinem Körper gestriffen und in einer doch recht unbequem wirkenden Pose liegend. Der junge Husky konnte es sich nicht wirklich verkneifen und musste somit leise kichern. Jedoch verging ihm dieses recht schnell wieder als sein Blick nun auf die Uhr fiel welche an der Wand ihren Platz gefunden hatte. Schnell wich der freudige Ausdruck aus seinem Gesicht um dem Schock platz zu machen welcher ihn nun durchfuhr.
„Verdammter Mist!" Eilig sprang er nun regelrecht aus dem Bett und schnappte sich seine Klamotten. Da er seine Worte nicht gerade leise von sich gegeben hatte, riss es nun auch den Hasen aus dem Schlaf welcher nun mindestens genau so geschockt von einer Sekunde auf die nächste aufrecht im Bett saß. Es brauchte einen Augenblick bevor er realisierte was hier eigentlich geschah. Ein wenig entnervt strafte er Jason nun mit seinem Blick während dieser damit beschäftigt war sich in seine Shorts zu zwängen. „Sag mal brennst du? Es ist halb acht, man. Und du brüllst hier rum wie 'nen irrer." Genervt seufzend lies sich Ricardo nun wieder nach hinten ins Bett fallen und zog sich das Kissen über den Kopf. „Tut mir wirklich leid aber ich komme..." Seine Worte wurden nun zu einem unverständlichem nuscheln während er sich sein Shirt über den Kopf zog und schließlich jenen durch den Kragen zwängte. „...Karl versprochen ihm heute zu helfen."
„Also Ric. Wir sehen uns dann nachher!" Ohne auch nur wirklich auf eine Antwort seinerseits zu warten eilte er nun aus dem Zimmer hinaus in den Flur wo er nun beinahe mit Patrick zusammen gestoßen wäre. „Whoa... immer ruhig mit den jungen Pferden." Der Dobermann lachte nun leise und musste ein wenig grinsen. „Na hat er dich also doch noch herum bekommen, war zu erwarten." - „Keine Zeit. Muss los zur Arbeit. Wir reden nachher, okay?" Noch recht schlaftrunken und wohl nur aufgestanden um aufs Klo zu gehen stand der Dobermann nun recht perplex dort im Flur und blickte Jason hinterher bis zu dem Punkt an dem dieser nun durch die Haustür nach draussen verschwand. Er konnte noch sehen wie er nun am Fenster vorbei rannte. Noch einen Moment lang stand Patrick nur dort bevor er schließlich mit den schultern zuckte, sich am Hinterkopf kratzte und leicht verschlafen grummelnd Richtung Badezimmer Trottete.
Jason wiederum eilte nun ums Haus herum in dem Versuch das Fahrrad zu finden welches sein Vater eigentlich vorbei bringen wollte. Im ersten Moment schien es allerdings ganz danach als hätte er es versäumt und Jason wären somit nun dazu gezwungen wieder mit dem Bus zu fahren. Allein der Gedanke daran führte dazu das er sich nun leicht schütteln musste. Zu seinem Glück jedoch fand er sein Rad nun, hinter dem Haus an die Wand gelehnt so das es vor Neugierigen Blicken ein wenig geschützt war. Ohne weitere Zeit zu verschwenden schwang er sich nun auf jenes und machte sich auf den Weg in die Innenstadt. Er war ziemlich in Eile, wohl ein wenig zu sehr denn auf seinem Weg dorthin hätte er beinahe den einen oder anderen Passanten mitgerissen. Und dennoch schien er nicht daran zu denken seine Hast zu zügeln. Von den Gedanken getrieben nicht zu spät kommen zu wollen überfuhr er sogar eine der Ampeln welche für Passanten und Radfahrer Momentan Rot anzeigte. Und um das ganze noch zu Toppen wurde er dabei fast von einem Auto angefahren.
Noch während er seinen Weg fortfuhr entschuldigte er sich hastig in die Richtung des Autofahrers welcher in diesem Moment recht lauthals aus dem Seitenfenster heraus dem jungen Husky hinterher rief. Als er nun schließlich vor dem Laden von Eric seinem Onkel ankam stieg er schwer schnaufend und leicht unrhytmisch Atmend von seinem Rad herunter. Noch während er ein wenig nach Luft rang trat er nun durch die Ladentür in das innere wobei ihm das leise bimmeln der Glocke in die Ohren drang. Nur wenig später steckte Karl den Kopf aus dem Hinterzimmer heraus nur um den verschnaufenden Husky zu erblicken welcher sichtlich damit zu ringen hatte sich zu fangen. „Meine Güte Was ist denn mit dir geschehen junger Spund? Du wirkst als hätte man Bluthunde auf dich angesetzt. Warum diese Eile?" Mit den Händen hinter dem Rücken ging er nun zu dem jungen Husky herüber.
Jason wollte im ersten Moment etwas sagen, musste jedoch kurz inne halten um noch einen Augenblick zu verschnaufen bevor er sich schließlich an den Älteren Fuchs wendete. „Nein ich... wollte nur... nicht zu spät kommen." Immer wieder unterbrach er für einen Moment zwischen seinen Worten um Luft zu holen. Am Ende seines Satzes tat er sich daran einen tiefen Luftzug zu nehmen in dem Versuch sich ein wenig zu beruhigen. Dennoch konnte er das Herz regelrecht in seiner Brust rasseln spüren. Karl schüttelte nun den Kopf und musste ein wenig kichern während er sich dabei mit einer Hand die Brille auf seiner Nase zurecht schob. „Hatte ich dir nicht gesagt das du kommen und gehen kannst wann du möchtest? Somit könntest du rein Theoretisch gar nicht zu spät kommen junger Mann."
Trotz seinem doch recht erschöpft wirkendem Auftreten versuchte Jason nun doch ein Lächeln hervor zu bringen. „Ich weis. Dennoch wollte ich nicht Faul wirken nur weil ich später auftauche als sonst." Noch immer war dort der leicht belustigt wirkende Ausdruck in dem Gesicht von Erics Onkel. „Als sonst? Du hast doch erst zwei Tage hier gearbeitet Jason. Ich denke nicht das sich dabei schon so etwas wie Routine heraus kristallisiert. Aber gut. Willst du etwas verschnaufen bevor du anfängst zu Arbeiten?" Es wirkte doch schon recht Offensichtlich wenn man den Husky anblickte welcher noch immer zu Atem kommen wollte. Und dennoch, ganz entgegen dem Erwarteten schüttelte er nun den Kopf was dazu führte das Karl nun doch ein wenig verwundert drein schaute. Allerdings nur für einen Moment bevor dort wieder das Lächeln auf seinen Gesichtszügen zu erkennen war.
„Nagut. Ich will deinen Arbeitseifer keinesfalls stoppen. Wenn du möchtest kannst du schon einmal anfangen die Regale nach zu füllen während ich mit die Abrechnung von Gestern noch einmal durch gehe. Wenn du dann fertig bist sag mir bitte Bescheid, dann können wir mit der Inventur anfangen." Jason nickte nur leicht und bevor Karl auch nur ansatzweise noch etwas sagen konnte war der junge Husky bereits im Hinterzimmer verschwunden um sich einen Schwung CD's zu greifen und mit jenen in den Pfoten nun zurück zu den Regalen zu gehen wo er nun anfing sie in die jeweiligen Plätze und Kästen einzusortieren. Eigentlich wollte Karl sich nun wie er es gesagt hatte den Abrechnungen vom Vortag widmen jedoch hielt er am Eingang des Hinterzimmers nun inne und beobachtete Jason einen Augenblick lang. Erst machte er nun einen Schritt in dem Vorhaben sich nun seinen Aufgaben zuzuwenden, jedoch schien die Neugier ihn nun doch zu übermannen und somit trat er nun zu dem Husky herüber.
„Sag einmal Jason..." Allein bei diesen Worten und dem unerwartetem das Karl so plötzlich direkt hinter ihm stand zuckte der Canide ein wenig zusammen und lies beinahe die CDs fallen bevor er sich zu dem älteren Fuchs herum wendete. „Oh entschuldige, ich wollte dich wirklich nicht erschrecken. Ich hoffe du erlaubst einem alten Fuchs wie mir die Neugier wenn ich dich frage wie die Geschichte mit Gabriels Geldbörse denn nun ausgegangen ist." Im allerersten Moment schaute der junge Canide nun ein wenig überrascht drein. Jedoch schlug jener Ausdruck doch recht schnell in eine ziemlich unerfreute Miene um während ein leises, jedoch deutlich klägliches Seufzen über seine Lippen glitt. Wahrscheinlich hätte sogar ein Blinder an diesem Punkt gemerkt das er auf dieses Thema nicht wirklich gut zu sprechen war.
Fast hätte Jason es geschafft jenes Ereignis zu vergessen, doch jetzt, mithilfe der Worte des älteren Fuchses keimten jene Gedanken wieder in ihm auf. „Weist du... Sagen wir es einmal so, es lief nicht ganz so wie ich es mir eigentlich erhofft hatte." Seine Pfote strich nun durch sein Fell während er sich über den Nacken strich. „Hmmmm, also das klingt aber nicht sehr erfreulich Jason. Magst du vielleicht darüber reden?" Langsam wanderte der Blick von Jason wieder hinauf und seine Eisblauen Augen blickten nun in die von Karl. Deutlich konnte er erkennen das er doch ein wenig unsicher zu sein schien. „Ich weis nicht. Ich möchte dich nicht wirklich mit meinen Problemen belasten, Karl." Ganz zu seiner Verwunderung konnte er nun sehen wie dort wieder das leichte Lächeln war welches sich über seine Lefzen zu ziehen begann.
„Ich mag zwar alt sein junger Husky. Aber ich werde sicherlich noch in der Lage sein einem jungen Spund dabei zu helfen sich von den Lasten zu erleichtern welche ihm so zu schaffen machen. Oder zumindest versuchen können das er sich besser fühlt." Für einen kurzen Augenblick, wenn auch nur für wenige Sekunden, so konnte Karl doch erkennen wie dort nun auf Jason's Gesicht ebenfalls der Ansatz eines Lächelns zu erkennen war. „Nagut. Weist du, eigentlich hatte ich mir erhofft das ich... Klarheit erlangen würde über meine Gefühle und vielleicht auch wie Gabriel darüber Empfindet. Ich hatte mir fest in den Kopf gesetzt einmal, nur für ein einziges mal mich selbst zu überwinden und ihm zu sagen was mir durch den Kopf geht. Aber stattdessen... habe ich mich zum Vollidioten gemacht. Ich war so nervös das ich ihm die Brieftasche wiedergegeben habe und einfach gegangen bin ohne auch nur auf ein Wort zu warten."
Während dieser Worte wirkte es ganz so als würde er selbst Emotional einen Schlag unter die Gürtellinie einstecken müssen. „Und? Hat es deine Gefühle für Gabriel beeinflusst?" Jene Frage welche nun von Karl her an ihn gerichtet war lies ihn nun doch ein wenig verwundert da stehen. „Nun... ja. Nein. Ich weis nicht..." - „Vielleicht weist du es nicht momentan. Aber hör doch mal darauf was dein Herz dir sagt. Ich denke es weis ganz genau was es für dich zu tun gilt junger Mann." Die Worte des Fuchses schienen jedoch nicht wirklich Klarheit in der Unordnung seiner Gedanken zu formen. „Mein... Herz?" - „Ja dein Herz Jason. Es vermag uns oft den Weg zu leiten in Situationen in denen wir selbst nicht einmal die Hand vor Augen sehen. Es mag nun wie ein Klischeehafter Verschnitt eines Filmzitates wirken. Aber dies ist mein voller Ernst."
In diesem Augenblick schien Jason sichtlich inne zu halten und für einen Moment in sich zu gehen, darüber Nachdenkend was Karl soeben zu ihm gesagt hatte. Es klang in der Tat ein wenig Kitschig aber an einem gewissen Punkt hatte der alte Fuchs vielleicht Recht. Vielleicht lies er sich Momentan viel zu sehr von seinen Ängsten und Befürchtungen beeinflussen als das er eine Sinnvolle 'Entscheidung' treffen konnte was seine Empfindungen anging. „...hast du gehört was ich gesagt habe?" Von jenen Worten nun aus seinen Gedanken gezogen schaute er zu Karl herüber. „Tut mir leid ich habe einen Augenblick nicht aufgepasst." An diesem Punkt musste Karl nun doch leicht herzlich Lachen bei dem Gedanken das sich nun bereits, direkt nachdem er ihm einen Rat gegeben hatte, dieser ihn nun befolgen wollte, oder es zumindest versuchte.
„Ich sagte, das ich dich nun erst mal weiter Arbeiten lasse." Jason fing nun an leicht zu Lächeln und nickte ein wenig. „Okay. Und Karl, dankeschön." Er erwiderte nun das Lächeln und wank nur kurz ab. „Immer wieder gern, Jason. Immer wieder gern." Mit diesen Worten wendete er sich nun herum und verschwand wieder im Hinterzimmer. Langsam, ehrlich gesagt sehr langsam fing Jason nun an seine Arbeit fortzusetzen und die jeweiligen CD's in die Regale einzusortieren während er aber Hauptsächlich eher damit beschäftigt war sich über die Worte des Fuchses den Kopf zu zerbrechen als auch den Versuch zu unternehmen nun heraus zu finden was er denn nun wirklich für den Drachen empfand, oder eher wie er in seiner Momentanen Lage reagieren sollte. Allerdings wollte ihm das nicht so recht gelingen. Viel zu viele Gedanken gingen ihm durch den Kopf und verlangten nach seiner ungeteilten Aufmerksamkeit.
„Die gehören aber nicht dorthin. Scheint so als wenn der Krawallhusky durch seine Hektik mit dem falschen Bein aufgestanden ist, hm?" Deutlich konnte er nun das leise kichern hinter sich vernehmen gepaart mit der unverkennbaren Stimme. Als er nun hinter sich sah, fiel sein Blick direkt in das von einem Grinsen geziertem Gesicht von Ricardo. Auch Marcel und Patrick schienen recht belustigt in sich hinein zu kichern. Kurz sah Jason nun prüfend auf die in Plastik geschweißten Hüllen in seinen Händen bevor er das Cover mit denen im Regal verglich nur um nun festzustellen das Ricardo recht hatte. In all seiner Geistigen Abwesenheit hatte er einige von ihnen falsch einsortiert. „Ach verdammt..." Doch ein wenig entnervt seufzte er nun auf bevor er zu seinen Freunden herüber sah. „Aber überhaupt, was macht ihr hier?"
Der Hase verschränkte nun die Arme und sah seinen Freund gespielt durchdringend an. „Was ist das denn für eine Begrüßung Jay? Dürfen deine Freunde dich nun nicht einmal mehr hier besuchen kommen um dir wenige Stunden deines Arbeitstages erträglicher zu gestalten?" - „Doch, doch! Ich dachte nur ihr schlaft noch oder genießt den Rest des Wochenendes." Deutlich eilig versuchte sich Jason nun zu rechtfertigen oder auf gewisse Art und Weise zu entschuldigen was Ricardo nun doch ziemlich breit Grinsen lies. „Naja nachdem du mit deinem Blitzkrieg-Artigem Aufstand alle aus dem Schlaf gerissen hast hatten wir zweiteres auch vor, aber wir dachten uns das du vielleicht nach der Arbeit noch einmal vorbei kommst." An diesem Punkt blickte Jason nun doch ein wenig verwundert drein. Er konnte sich nicht wirklich einen Reim darauf machen was das eine mit dem anderen zu tun hatte.
Ricardo sah ihm dies allerdings bereits anhand des Ausdruckes in seinem Gesicht an und so brauchte der junge Husky nicht einmal weiter großartig etwas sagen. „Es wirkte logisch auf uns das, wenn wir dir ein wenig unter die Arme greifen, deine Schicht vielleicht ein wenig früher zu ende wäre. So hättest auch du noch etwas von dem Wochenende. Wobei ich noch immer nicht verstehe warum du dir das Antust an an diesem Tag arbeitest." - „Es ist eben nicht jeder so ein Faulpelz wie du Ric." konterte Jason nun gekonnt worauf hin Pat und Marci auf eine gewisse und auch zustimmende Art und Weise zu Grinsen begannen. „Nagut, wenn ihr schon einmal hier seid dann könnt ihr mir natürlich gerne helfen. Ich erkläre euch dann was ihr machen könnt."
„Du meinst CD's in die Regale sortieren? Klingt fast ein wenig nach dem was wir das letzte mal gemacht hatten als wir hier waren." Die letzte Hälfte des Satzes strotzte Regelrecht im Unterton vor Ironie und noch bevor Jason nun etwas sagen konnte wurde er von dem leisen klingeln der Eingangstür unterbrochen. Noch während der Husky zu dem Kunden herüber sah welcher das Geschäft betreten hatte nahm Ricardo ihm den Stapel mit den Tonträgern aus den Pfoten und teilte sie unter den beiden Caniden und sich selbst auf so das für den Husky selbst nichts weiter übrig blieb. „Also, dann kümmere dich mal um deine Kundschaft JV. Wir machen das hier schon." Im ersten Moment eher weniger erfreut über diese Tatsache gab er nun klein bei und tat was Ricardo ihm geraten hatte.
Somit unterhielt er sich nun mit dem Kunden und verhalf ihm dazu die gesuchten CD's zu finden bevor er mit ihm zur Kasse herüber ging. Als er nun dort hinter dem Tresen stand schienen einige Erinnerungen in seinem Kopf wieder aufzukeimen und während er sich dem Kunden zu wand sah er plötzlich den roten Drachen vor sich stehen welcher ihn mit einem Lächeln ansah. Es gab so vieles was er ihm nun gerne sagen würde, wozu er sich selbst aber nicht in der Lage fühlte. „Es... tut mir leid..." Allerdings wurde er daraufhin schnell aus seiner Illusion heraus gerissen von den Worten des grün geschuppten Salamanders welcher stattdessen auf der anderen Seite des Tresens stand und den Husky mehr als ein wenig verwundert ansah. „Ich kann ihnen nicht ganz folgen junger Mann. Was tut ihnen leid?"
„Entschuldigen sie, ich war mit meinen Gedanken nicht ganz bei der Sache." Ihm war das ganze nun doch sichtlich Peinlich und unterbewusst versuchte er nun einen Grund zu finden dafür das er sich so leicht und in solchem Maße von seinen Gedanken hinreißen und beeinflussen lies. Schnell war die CD nun abgerechnet, das Geld entgegen genommen und entsprechendes Wechselgeld heraus gegeben. Jason wünschte der Echse noch einen angenehmen Tag bevor diese nun aus dem Geschäft verschwand. Zwar hatte der junge Husky vor wieder zu seinen Freunden herüber zu gehen allerdings kam er nicht wirklich dazu da er auf halben Wege nun von einem weiteren Kunden abgefangen wurde.
So erging es ihm im Anschluss nun die nächsten zwei Stunden in welchen er damit Beschäftigt war Fragen zu beantworten, Waren abzurechnen und Kunden zu beraten. Einige Kunden erwiesen sich als recht simpel und hatten bereits nach wenigen Minuten gefunden wonach sie suchten, andere wiederum stellten sich schnell als kompliziert und ebenso nerven aufreibend heraus. Sei es nun eine durch den Stress und Zeitdruck sehr unfreundlich wirkende Mutter welche auf den scheinbar letztmöglichen Zeitpunkt hin noch Geschenke für ihre Kinder suchte, oder aber diverse Leute welche sich einfach nicht entscheiden konnten und sich von dem Husky zwischen den Regalen in Labyrinth-artiger Manier hindurch führen ließen nur um sich dann doch für die als erstes angesprochene Wahl zu entscheiden.
In einem Augenblick in dem der junge Husky nun endlich einen Moment hatte in dem er nun verschnaufen konnte legte er seinen Kopf auf seine Arme welche er auf den Tresen verschränkt hatte. „Nun da scheint jemand heute ja doch mehr zu tun zu haben als all die letzten Tage." Bei der Stimme des Hasen hob Jason seinen Kopf ein wenig an, genug um nun zu Ricardo aufzublicken. „Ach sag bloß. Ich fühl mich momentan ziemlich überfordert." Allerdings bemerkte er nun das Ricardo ihm und seinen Worten nicht ganz die Menge an Aufmerksamkeit zu schenken schien die er erwartet hatte. So schien der Hase nun draussen vor dem Schaufenster irgendetwas Interessanter zu finden als das was hier drinnen vor sich ging. Nur kurz darauf vernahm Jason das leise klingeln der Glocke. Er ahnte nichts gutes und drehte seinen Kopf ein wenig um dem Blick des Hasen zu folgen. Sofort erblickte er Gabriel welcher in diesem Moment gerade durch die Tür in das Geschäft trat.
Binnen dem Bruchteil einer Sekunde ging der junge Husky hinter dem Tresen der Kasse in Deckung woraufhin er von Ricardo einen zugleich verwirrten und verblüfften Gesichtsausdruck zu sehen bekam. Nun kamen auch Marcel und Patrick zu ihnen herüber und blickten Jason gleichermaßen verwirrt an. „Was machst du denn da?" Der Wolf blickte zu dem Husky herunter bevor er fragend zu Ric herüber sah. „Er versteckt sich." „Und vor wem?" „Hi Leute. Ist Jason zufällig da?" Marcel, Pat und Ric drehten sich zu dem Drachen herum während Jason ein wenig zusammen zuckte vor Schreck "Nein, tut mir leid der ist gerade raus." Ricardo versuchte seinem Freund zu helfen doch es schien nicht zu wirken denn der Drache zeigte mit einem Grinsen an dem Hasen vorbei. "Also ist das nicht seine Rute welche hinter dem Tresen hervor schaut?"
Noch bevor Jason nun die Worte des Drachen im Kopf durchgehen konnte bekam er nun Ricardo einen leichten, unauffälligen Tritt in die Seite woraufhin der junge Husky doch etwas zuckend aufschreckte und beinahe Reflexartig nun wieder aufrecht hinter dem Tresen stand. Deutlich stand ihm die Unsicherheit und zugleich auch Verwirrung ins Gesicht geschrieben welche jener Augenblick gerade in ihm hervor rief. Etwas verlegen blickte Jason nun drein bei dem Gedanken an seinen kläglichen Versuch sich zu verstecken. „Hi Gabriel. Wie kann ich dir behilflich sein? Irgendetwas bestimmtes was du heute suchst?" Die Worte des jungen Huskys überschlugen sich fast bei der Geschwindigkeit mit welcher sie aus dessen Mund hervor sprudelten woraufhin der Rot-geschuppte Drache nun doch leicht belustigt schmunzeln musste.
„Ich bin heute nicht hier um etwas mitzunehmen. Mehr um etwas abzugeben. Du hast das letzte mal etwas bei mir vergessen kleiner." Mit jenen Worten legte er seine Hand auf den Tresen und als er diese nach kurzem inne halten nun wieder wegzog lag dort ein sorgfältig zusammen gefalteter Zettel auf dem Tisch. „Du solltest etwas besser auf die Dinge acht geben die du bei dir trägst Jason." Nun schien der junge Canide noch mehr durcheinander zu sein als vorher denn jetzt blickte er zuerst Gabriel, und dann den Zettel vor sich auf dem Tisch doch recht verwundert an. Er konnte sich nicht wirklich daran erinnern etwas vergessen zu haben als er dem Drachen seine Brieftasche gebracht hatte.
„Aber..." Noch während er nun wieder aufblickte hielt Jason sofort wieder inne denn als er nun das Wort an Gabriel richten wollte war dieser beinahe Spurlos verschwunden, erst nach einem kurzen Augenblick und einem einer deutenden, freundlichen Geste von Ricardo sah Jason wie der Drache sich in diesem Moment mit Karl unterhielt doch auch dort sollte der Husky nun nicht die Chance bekommen seinen Momentan vollends wirren Gedanken Ordnung zu schaffen denn an diesem Punkt verabschiedete sich Gabriel von dem älteren Fuchs nur bevor er nun den Laden verlies. Das läuten der Leisen Glocke hallte in den Kopf des Caniden für einen Moment lang nach während er seinen Blick nun wieder auf den kleinen Zettel wandern lies.
Noch während er dies tat, traten auch bereits seine Freunde an den Tresen heran um einen Neugierigen Blick von diesem zu erhaschen. „Er kommt nur hierher um dir einen Zettel zu geben auf dem du eine Nummer notiert hast?" Jason selbst war in diesem Augenblick doch ziemlich in Gedanken versunken weshalb er nur recht beiläufig und abwesend sich dazu äußerte. „Der Zettel ist nicht von mir..." Marcel blickte den jungen Husky nun doch sichtlich verwirrt an und schien von der ganzen Situation nun doch leicht überfordert zu sein bevor Ricardo für ihn nun doch Licht ins Dunkel brachte mit seinen Worten welche nun auf ein leichtes Schmunzeln folgten. „Ich glaub ich werd nicht mehr... Er hat dir seine Telefonnummer hier gelassen."
Seine Telefonnummer... irgendwie wollte Jason es nicht ganz wahr haben was er dort nun in den Fingern hielt. „Jason du weist das bedeutet oder?" Von jenen Worten des Hasen nun aus seinen Gedanken gezogen blickte er zu ihm herüber. „Das... ich ihn anrufen kann?" - „Mensch Jason! Das ist eine 'Ich-muss-mit-dir-Reden' Freikarte. Oder auch bekannt als Eintritts-Ticket für ein Date, mein Freund!" Mit einem recht skeptischen Blick welchem er Ricardo nun zuwarf sah er wieder auf den Zettel in seinen Fingern. Irgendwie schien das ganze recht surreal auf ihn. Warum sollte der Drache ihm ohne weiteres einfach so aus dem Nichts heraus seine Telefonnummer geben?
„Sag mir das du ihn Anrufen wirst, Jason. Ohne wenn und aber." - „Ricardo ich..." Doch der Hase lies ihn nicht einmal Ansatzweise seine Worte aussprechen sondern sah ihn nun mit erhobener Augenbraue an. „Jason?" - „Aber was ist wenn..." - „Jason!" - „Ja ist ja gut. Ich werde ihn anrufen." Von einem Moment auf dem anderen fing Ricardo an zu Grinsen, ein recht zufriedener und auch ein wenig selbstgefälliger Ausdruck. „Glaub mir, du wirst mir noch dankbar sein." Einerseits konnte er das vielleicht, auf der anderen Seite war er sich nicht so sicher ob er Ricardo dafür wirklich dankbar sein sollte denn in gewisser Hinsicht fühlte er sich dazu nun doch 'genötigt' den Drachen anzurufen.Und dennoch hatte sein Freund irgendwo recht. Nicht umsonst hatte Gabriel ihm den Zettel wohl dort gelassen.
Ohne wirklich weiter ein Wort darüber zu verlieren steckte er den Zettel nun in seine Hosentasche und wollte wieder seiner Arbeit nachgehen. Die nächsten Stunden erwiesen sich sehr schnell als doch sehr nervenaufreibend denn auch wenn Jason mehrere Male ausdrücklich klar machte das er nicht mehr darüber reden wollte wurde er dennoch unnachgebend ausgefragt was er dem Drachen denn nun fragen würde, sollte er ihn Anrufen. Würde er ihn nach einem Date fragen? Oder vielleicht direkt mit der Tür ins Haus fallen und ihm seine eigenen Gefühle offenbaren um zu erfahren was er selbst Empfindet? Schließlich wurde es dem jungen Husky allerdings Zuviel denn die Tatsache allein das er die Nummer besaß bereitete ihm schon Kopfzerbrechen, da machte es die Fragerei seiner Freunde nicht wirklich besser. Denn in der Tat wusste er rein gar nicht was er dem Drachen überhaupt sagen sollte.
Noch bevor seine Freunde überhaupt wussten was los war hatte Jason sich bereits bei Karl abgemeldet für den Tag und gesagt er wolle nach Hause fahren da er noch einige wichtige Dinge zu klären hatte. Wie nicht anders zu erwarten hatte der ältere Fuchs rein gar nichts dagegen einzuwenden. Somit lies er Ricardo, Marcel und Patrick doch recht Verwirrt im Laden stehen indem er sich nur recht knapp von ihnen verabschiedete und mit dem gewohntem, klingenden Laut der Glocke über der Eingangstür nach draussen verschwand. Auch nur bevor die drei sich nun ebenfalls verabschieden konnten war der junge Husky bereits aufs Rad gestiegen und die Straße herunter verschwunden.
Während er nun auf seinem Rad saß und nach den ersten zweit Straße in ein eher gemächliches, fast schon schleichendes Tempo überging mit dem er in die Pedale trat, gingen ihm mehr als genug Gedanken durch den Kopf und liessen ihm keine Sekunde Ruhe das Chaos in seinem Kopf zu ordnen. Unter anderem fragte er sich ob er vielleicht wirklich einfach mit seinen Gefühlen heraus kommen sollte um dem Drachen endlich offen zu legen was er für ihn Empfand. Was war das schlimmste was passieren könnte? Ein 'Nein' in der Hinsicht würde er wohl akzeptieren können. Zumindest rein Gedanklich.
Vielleicht war es auch gar nicht die Nummer des Drachen welche dort auf dem Zettel stand und es war scherzweise nur irgendeine Nummer welche Willkürlich aus dem Telefonbuch gegriffen wurde. Als seine Gedanken nun immer mehr in eher Lächerliche und regelrecht Apokalypse Artige Szenarien abdrifteten, schüttelte der Husky nur den Kopf, versuchte sich von eben jenen Gedanken zu befreien bevor er nun wieder kräftiger in die Pedale trat. Binnen einer guten halbe Stunde bog er nun schließlich in seine Straße ein und fuhr sein Rad nun auf das Grundstück seiner Eltern bevor er abstieg und es langsam in den Hinterhof schob wo er es nun im Schuppen abstellte.
Als er nun wieder nach vorne ging und die Haustür mit seinem Schlüssel öffnete, sah er nun wie sein Vater im Flur stand, nur in Boxershorts bekleidet, sein Fell noch leicht benässt. Scheinbar schien er gerade aus der Dusche gestiegen zu sein. Während Jason nun die Haustür hinter sich ins Schloss legte warf sein Vater ihm nun einen leicht überraschten Blick zu. „Oh, hallo Jason. Schon wieder zuhause? Ich dachte du bleibst über das Wochenende bei deinen Freunden." - „Ja es war auch eigentlich geplant Aber es ist etwas dazwischen gekommen." Man konnte dem älteren Husky ansehen das er wohl gerade Fragen wollte was dieses 'etwas' den gewesen war, wurde dann aber Apropt von Karin unterbrochen als sie mit einem recht erbostem Gesichtsausdruck und verschränkten Armen im Türrahmen des Flures stand.
„Richard!" Deutlich zuckte Jason's Vater nun zusammen als die Stimme ihn von hinten so anfuhr bevor er sich nun zu seiner Frau herum wendete. „Ja Schatz?" - „Ich versuche unserem Sohn klar zu machen das man im Haus nicht nur in Unterwäsche herum rennt und nun muss ich sehen das mein Ehemann nicht gerade ein Vorbildliches Beispiel abgibt." Für einige mochte es nun wie ein ernster Streit wirken, aber Jason wusste das die Beiden wohl später darüber Lachen würden, und so konnte er gar nicht anders als zu Schmunzeln während er beobachten konnte wie sein Vater sich nun eine Predigt von seiner Mutter anhören durfte. Diese Chance nutzend verschwand der junge Canide nun die Treppe hinauf und schließlich in seinem Zimmer.
Nachdem die Tür ins Schloss gelegt war griff er nun in seine Hosentasche und kramte den Zettel heraus. Mittlerweile sah dieser etwas mitgenommen und zerknittert aus, dennoch war die Nummer darauf noch deutlich lesbar. Es würde ein Griff zum Handy reichen um die Nummer einzugeben und dann anzurufen. Nur ein par kleine Bewegungen welche ihn davon trennten dem Drachen nun - rein Theoretisch - sagen zu können was ihm auf der Seele lag. Nun allerdings öffnete sich die Tür hinter ihm und sein Vater steckte den Kopf ins Zimmer. „Also Sohnemann, ich soll dir von deiner Mutter sagen das es gleich Essen gibt und du, wenn du denn möchtest, beim Tischdenken helfen kannst." - „Alles klar Dad. Ich komm gleich."
Nachdem sein Vater nun wieder die Tür geschlossen hatte warf Jason nun einen weiteren Blick auf den Zettel bevor er diesen wieder in seiner Tasche verschwinden lies und anschließend nach unten ging. Bereits als er nun das Wohnzimmer durchquerte um in die Küche zu kommen stieg ihm bereits der Geruch von Essen in die Nase, und er musste zugeben das er doch bereits einen ziemlichen Hunger hatte welcher allerdings erst jetzt bei den Gerüchen hervor zu kommen schien. Als er nun die Küche betrat fand er auch bereits seine Mutter welche am Herd stand und sich um die Köchelnden Leckereien kümmerte während sein Vater, welcher sich nun etwas angezogen hatte, dabei war den Tisch zu decken.
Karin warf ihrem Sohn nun ein Lächeln über die Schulter hinweg zu während sie nun für einen kurzen Moment dabei zusah wie Jason und sein Vater nun zusammen den Tisch deckten. „Was ist denn mit Amy? Will sie denn nichts Essen?" Während dieser Frage wendete sie sich nun wieder dem Essen zu. „Doch, aber sie sagte sie führt noch das Telefonat mit Chris zu ende führen bevor sie dann ebenfalls runter kommt." Erwiderte Richard nun bevor er schlussendlich nun noch die Untersetzer für das Essen seinem Sohn reichte welcher jene nun in die Mitte des Tisches legte. Somit konnte Jason's Mutter nun die Töpfe und Pfannen vom Herd nehmen und stellte diese auf dem Tisch ab.
„Nun gut, hoffen wir es. Es wäre eben mal wieder schön wenn die Familie vereint am Tisch sitzen würde. In letzter Zeit kam es öfters vor das jeder sich sein Essen entweder einfach nur mit nach oben genommen hat. Oder aber erst später als die anderen zum Essen gekommen ist." Kaum hatte Karin ihren Satz beendet trat auch schon die schlanke Husky-Dame in die Küche wobei sie sich ihr Shirt leicht zurecht zupfte. „Entschuldigt das es länger gedauert hat. Mum? Ist es okay wenn Chris nächstes Wochenende vorbei kommt?" Während Jason und sein Vater nun am Tisch platz nahmen verteilte Karin noch das Besteck auf dem Tisch.
„Aber natürlich kann er das Schatz. Ich hatte dir doch schon gesagt das er sich als einen Teil der Familie sehen kann." Ein deutlich erkennbares vor Freude strahlendes Lächeln legte sich nun auf das Gesicht der Husky-Dame während sie nun ebenso am Tisch platz nahm. Vom weiteren Gespräch bekam Jason nicht wirklich viel mit denn an diesem Punkt starrte er nun erneut auf den Zettel welchen er vor kurzem wieder aus seiner Hosentasche gekramt hatte. Immer mehr drängte sich ihm der Gedanke auf das die Nummer nicht die war, die sie vorzugeben schien und er beim Versuch anzurufen wohl wer-weiß-wo ankommen würde.
„Willst du dir gar nicht auffüllen Jason?" Das Bild seiner Gedanken wich nun Apropt vor seinem Auge und lies ihn realisieren das er noch immer am Esstisch saß. „Oh, doch natürlich." Mit diesen Worten füllte nun auch der Husky seinen Teller und lies sich das Essen nun an von Gesprächsstoff begleiteten Esstisch schmecken. Allerdings hörte er an diesem Punkt lieber zu anstatt sich einzumischen, so waren die Themen die dort zu Wort kamen so oder so nichts wo er mitreden konnte. Einerseits erzählte sein Vater von seinen letzten Arbeitstagen und der Tatsache das er die Chance auf eine Gehaltserhöhung hätte, auf der anderen sprach seine Schwester von ihrem Freund und sie Beide eventuell darüber nachdachten sich zu verloben.
Recht schnell hatte der junge Husky nun seinen Teller geleert und kaum war dies geschehen stand er auch schon auf mit den Worten. „Ich hab noch etwas wichtiges zu erledigen. Ich bin dann mal in meinem Zimmer." Und noch bevor seine Eltern oder seine Schwester auch nur Ansatzweise die Chance dazu hatten etwas dazu zu sagen, hatte Jason bereits seinen Teller mitsamt Besteck in den Abwasch gelegt und verschwand im Wohnzimmer und anschließend die Treppe hinauf. In seinem Zimmer angekommen schloss er nun die Tür hinter sich bevor er den Zettel einmal mehr aus seiner Hosentasche zog. Mit diesem in einer Pfote tappste er nun zu seinem Schreibtisch herüber und nahm sein Handy mit der anderen.
Er würde es nun wagen. Er musste sich einfach im klaren darüber werden an welchem Punkt er in dieser 'Beziehung' zu dem roten Drachen stand auch wenn dies vielleicht bedeuten würde das er lediglich auf einen miesen Scherz herein fallen würde. Jedoch noch bevor er nun die Möglichkeit hatte auch nur die erste Ziffer zu wählen, klopfte es nun an seiner Zimmertür bevor man die Stimme seines Vaters vernehmen konnte. „Jay, darf ich reinkommen?" Langsam sah er zu eben jener herüber, überlegend ob er nun sagen sollte das er ungestört sein wollte, oder aber seinem Vater sagen sollte das er reinkommen durfte. Mit dem Gedanken das ein par Minuten mehr oder weniger keinen Unterschied machen würde, aber wohl eher aus dem Vorhaben heraus sich nun doch vor dem Telefonat zu drücken, bat er seinen Vater hinein.
Langsam legte Richard nun das Tür ins Schloss bevor er sich auf die Kante von Jasons Bett setzte und anschließend neben sich klopfte. Jason verstand die Geste und nahm nun neben seinem Vater Platz. An diesem Punkt wurde er nun doch etwas nervös und ein leicht unangenehmes Kribbeln wanderte durch seine Magengegend. „Du starrst schon die ganze Zeit auf diesen Zettel seitdem du zuhause bist. Es muss ja etwas verdammt wichtiges sein wenn du deshalb so vom Tisch aufspringst und in deinem Zimmer verschwindest. Ich weis es sollte mich nichts angehen aber... ich bin eben dein Vater und muss dann und wann auch mal Nervig sein, oder?" Er kicherte nun leise und strich seinem Sohn kurz über den Kopf.
Jason selbst war gerade zum heulen zumute, denn einmal mehr musste er seinen Vater wohl anlügen. „Es... ist die Nummer eines Mädchens. Sie hat sie mir gegeben und ist danach einfach gegangen ohne das ich sie fragen konnte wieso." - „Und nun weist du nicht ob du sie Anrufen sollst?" Jason sah nun zu dem älteren Husky herüber und nickte leicht. Innerlich war er krampfhaft damit am Ringen ob er ihm nicht einfach die Wahrheit sagen sollte, aber dafür hatte er wohl zuviel Angst vor den Konsequenzen welche eben jene Wahrheit wohl mit sich ziehen würde. „Nun ich kann dir da schlecht Ratschläge geben. Empfindest du denn etwas für sie?" Wieder nickte Jason lediglich und zuckte nun etwas nervös mit den Ohren. „Ja schon. Nur weis ich nicht ob sie es erwidert oder ob das nun ein schlechter Scherz ist und diese Nummer sonst wem gehört."
„Das Risiko wirst du wohl eingehen müssen. Ich denke du solltest diese Nummer anrufen. Ansonsten wirst du dich wohl ewig fragen was gewesen wäre wenn du es gemacht hättest. Aber das ist nur der Ratschlag deines alten Vaters." Wieder strichen seine Finger durch die spitzen artig gerichteten Haare seines Sohnes welcher an diesem Punkt wenigstens wieder ein wenig Lächeln konnte. „Ich denke das sollte ich machen, ja." - „Alles klar, dann werd ich dich mal wieder alleine lassen. Du weist ja, sollte etwas sein... Du kannst mit mir über alles Reden." Nun stand er langsam wieder auf und trat zur Tür herüber. „Und wenn ich alles sage, dann meine ich alles." Mit einem Lächeln und jenen Worten sah er noch einmal zu seinem Sohn herüber bevor er nun das Zimmer verlies und die Tür hinter sich heran zog.
Noch einen Augenblick lang sah er zu der Tür herüber bevor er nun einmal tief durchatmete und seinen Blick dabei wieder auf sein Handy richtete mit dem er die ganze Zeit über herum gespielt hatte. Nach und nach fing er nun an Ziffer um Ziffer einzutippen allerdings einmal mehr wurde er unterbrochen. Jedoch in keinster Weise so feinfühlig wie sein Vater es getan hatte denn ohne anzuklopfen wurde nun seine Tür aufgerissen bevor er seine Schwester erblickte welche dort im Türrahmen stand. Anfangs blickte sie auf sein Handy und dann zu ihm bevor sie anfing zu grinsen. „Ruf ihn nicht an." Recht verwundert über jene Aussage sah er sie nun deutlich überrascht an. Und überhaupt, woher wusste sie das es ein er war? „Und... warum nicht?" - „Ganz einfach, ich finde du solltest persönlich bei ihm vorbei schauen. Somit umgehst du deine Angst das es nicht seine Nummer sein könnte, du verstehst?"
Im eigentlichen hatte sie Recht. Gesetzt dem Falle das dies nicht Gabriels Telefonnummer wäre, so würde er dennoch mit ihm darüber reden können. „Ja schon aber..." An diesem Punkt hielt er nun doch inne und sah sie teilweise erbost und zugleich fragend an. „Moment einmal. Du hast doch nicht etwa an meiner Zimmertür gelauscht." Amy jedoch kicherte nun leise und zwinkerte ihm verschmitzt zu während sie zeitgleich auf verspielte Weise ihre Zunge heraus streckte. „Wie soll ich dir denn sonst bei deinen Problemen helfen können?" - „Indem du fragst wie jeder andere auch." Wieder kicherte sie lediglich in sich hinein. „Aber das wäre doch langweilig. Wie gesagt... ich finde du solltest zu ihm fahren anstatt ihn anzurufen." Ohne das sie an diesem Punkt auch nur auf eine Antwort wartete trat sie nun aus dem Türrahmen an dem sie eben noch gelehnt hatte und ging weiter den Flur entlang in Richtung ihres Zimmers.
Nun in all seinen Gedanken und seiner Unentschlossenheit alleine gelassen saß Jason auf der Ecke seines Bettes, sein Blick noch immer zu der Tür herüber gewendet zu welcher seine Schwester gerade eben noch heraus gegangen war. Sollte er nun wirklich zu Gabriel fahren? Oder ihn überhaupt Anrufen? Auf der einen Seite... was hatte er denn schon zu verlieren? Das Schlimmste was wohl passieren könnte wäre das Gabriel ihm gestehen würde das er jene Gefühle nicht erwidert Aber eben genau diese Aussage war Momentan eine von Jason's größten Ängsten. Sich an den Kopf fassend warf sich der junge Husky nun nach hinten auf das Bett. Wie konnte eine derartige Entscheidung nur so Schwer sein? Allerdings würde man solche Dinge wohl nicht ganz so sehr zu schätzen wissen wenn es immer Einfach wäre.
Fast eine Stunde lang lag er nur dort auf dem Bett, starrte schnurgerade an die Decke seines Zimmers während ihm tausende an Gedanken durch den Kopf gingen. Allerdings keiner davon blieb lange genug um sich eingehender damit zu befassen bevor er auch bereits von dem nächsten Gedankengang beiseite gewischt wurde nur bevor er wieder an dem Punkt ankam an dem er vorhin schon einmal war und sich selbst vor die Frage stellte was er denn zu verlieren hätte. Dieses mal allerdings vergrub er seinen Kopf nicht wieder in Zweifel und Anhäufenden Fragen. Sondern dieses mal fasste er nun einen Entschluss. Einen Entschluss welcher nicht seiner Idee entsprang, und auch nicht dem Vorschlag seines Vaters folgte. Er würde Gabriel nicht Anrufen. Keinesfalls. Aber er würde auch nicht Tatenlos hier im Zimmer sitzen bleiben. Nein.
Er brauchte eine Antwort. Eine Antwort auf all jene Fragen und Gedanken welche ihm durch den Kopf schwirrten und jenen in ein wahres Schlachtfeld verwandelten in welchem es dem Husky nicht Möglich war auch nur einen Klaren Moment zu erhaschen. Langsam richtete er sich nun auf, nahm sich sein Handy um einen kurzen, prüfenden Blick auf das Display zu werfen und sich somit der Uhrzeit zu vergewissern nur um anschließend nun der Idee seiner Schwester folge zu leisten. Er würde zu Gabriel fahren und ihn zur Rede stellen. Nun ja, eher gesagt um Beichte vor ihm abzulegen. Allerdings bereits auf dem Weg aus seinem Zimmer und die Treppen herunter in den Flur musste er sich eingestehen das, trotz seiner Entschlossenheit dem Drachen nun seine Gefühle zu offenbaren, dort ein flaues Gefühl in seiner Magengegend war welches ihn am Fusse der Treppe inne halten lies.
Jedoch jene Zweifel verwarf er nun doch recht schnell mit einem Kopfschütteln bevor er nun nach draussen trat, sich sein Fahrrad schnappte und mit diesem nun in Richtung der Straße fuhr in welcher Gabriel wohnte. Da er den Weg dorthin kannte dauerte es auch nicht all zulange bis er besagte Straße einbog. Langsam lies er sein Rad nun ausrollen bevor er vor dem Haus von Gabriels Eltern zum stehen kam. Jason stieg nun von seinem Fahrrad und lehnte jenes an den Schwarzen-Metallenen Zaun bevor er durch die Pforte auf das Grundstück trat. Allerdings bereits nachdem er den ersten Fuss auf die Gehwegplatten hinter dem Zaun gesetzt hatte, hielt er nun einmal mehr inne, sein Blick gerade aus auf die Haustür gerichtet welche nur wenige Schritte entfernt war. Und dennoch schaffte es sein Kopf ihm streiche zu spielen und lies jene Tür um einiges Weiter weg erscheinen als sie es eigentlich war.
Zögerlich setzte Jason nun einen Fuss vor den anderen, mit jedem Schritt wieder etwas schneller werdend in seinem Schritt zur Tür herüber bis zu dem Punkt an dem er nun direkt davor stand. Eine Hand hebend zögerte er nun einmal mehr bevor er mit einem Finger nun nervös zittrig die Klingel betätigte. Bei dem Klang der Melodischen Glocke schreckte er etwas zurück. Nicht wegen dem Ton selbst, sondern mehr weil eben jener Ton nun einige Gedanken wieder zurück in seinen Kopf drängte. Was tat er hier überhaupt? Er konnte doch nicht jetzt einfach so dem Drachen seine Gefühle beichten. Sie kannten sich nicht einmal richtig, geschweige denn das sie sich erst vor einigen Tagen kennen gelernt hatten. Das alles wirkte doch viel zu überstürzt und wahrscheinlich würde Gabriel ihn in die Schublade der Verrückten stecken welche bereits nach kürzester Zeit an eine Beziehung dachten.
Nein. Das wirkte doch wahrlich bescheuert. Doch gerade als er sich einreden wollte das Gabriel nicht zuhause war, oder einfach nicht die Klingel vernommen hatte, und nun umdrehen und gehen wollte, öffnete sich die Tür. Vor ihm stand nun Gabriel welcher sichtlich entnervt wirkte. Noch während Jason zögerte und versuchte seine Worte zu sammeln, wanderte der Blick des Roten Drachen nun von etwas das wohl im inneren des Hauses bis eben noch seine Aufmerksamkeit vereinnahmt hatte zu dem jungen Husky herüber. Als jene gelben Augen nun in seine eigenen Blickten sprudelten die Worte regelrecht aus ihm heraus. „Hi Gabriel. Entschuldige wenn ich dich momentan störe. Aber es gibt da etwas über das ich mit dir reden müsste und..."
Nun allerdings hielt Jason inne als jemand anderes hinter Gabriel auftauchte. Ein schwarz geschuppter Drache, fast einen Kopf größer als Gabriel selbst wobei er so wirkte als müsste er sich beim durchqueren von Türen jedes mal ein wenig ducken und den Kopf einziehen. Ein Grinsen huschte nun über die Gesichtszüge des schwarzen Drachen welche, auch wenn sie vorher schon unangenehm wirkten, nun fast schon Angsteinflössend schienen. „Oh, wenn haben wir denn da? Der Pizza-Junge?" Gabriel selbst entfläuchte nun ein genervtes Seufzen während er sich mit einer Hand über das Gesicht fuhr. „Jason. Perfekt. Entschuldige, aber es ist gerade etwas unpassend. Das ist Christian. Mein..." - „Freund." Vollendete Christian nun für ihn. An diesem Punkt hatte Jason das Gefühl als würde für einen Augenblick sein Herz aufhören zu schlagen.
Es war wie in vielen dieser Schlechten Romanzen-Filme in welchen bei einer solchen Situation die Zeit fast still zu stehen schien, sich nur langsam und zäh voran ziehen wollte während alles irgendwie gräulich-deprimierend wirkte. „Jason?" Von den Worten des Roten Drachen wieder zurück in die 'Realität' gezogen sah der junge Husky nun in das fragende Gesicht von Gabriel. „Du wolltest mir etwas sagen?" Der Mund des Huskys öffnete sich zwar, allerdings kamen keinerlei Worte heraus. Keinerlei Laute. Sein ganzer Körper fühlte sich an als wäre er zum zerreissen gespannt. „Ich... Entschuldige. Es... war nicht so wichtig. Ich wollte euch nicht stören." Langsam trat Jason ein, zwei Schritte zurück mit welchen er nun von dem Absatz der Haustür herunter trat und noch bevor Gabriel ihn aufhalten konnte drehte er sich nun herum und verlies recht eiligen Schrittes das Grundstück.
Eigentlich hätte man nun erwartet das sich der junge Canide über allerlei Ding den Kopf zerbrechen würde. Allerdings... nichts. Dort war nichts. Der Kopf des Rüden war vollends leer. Kein einziger Gedanken huschte hindurch während er nun sein Fahrrad schnappte, aufstieg und langsam die Straße herunter radelte. Sein Körper wirkte schwerfällig, gewichtig... Und er hatte das Gefühl als würde er sich kaum von der Stelle bewegen. Glasig wirkten die Eisblauen Augen, und obwohl sie gerade aus blickten so wirkte es doch so als würde sein Blick ins 'Nichts' verlaufen. Langsam... Nach und nach kehrten nun Gedanken in seinen Kopf zurück. Aber auch erst als er nun schon fast wieder zuhause war und allerdings auch lediglich Gedanken an das Gesicht des schwarzen Drachen während sich immer und immer wieder dieser eine Satz in seinem Kopf wiederholte.
Das ist Christian. Mein... - Freund.
Immer und immer wieder. Unaufhörlich während er sein Fahrrad nun recht unachtsam im Schuppen abstellte und durch die Haustür hinein trat wo er nun sofort die Aufmerksamkeit seines Vaters auf sich zog. „Nanu? Jason? Ich habe gar nicht mitbekommen das du draussen warst. Wo..." Doch weiter kam er auch nicht denn ohne jene Aufmerksamkeit auch nur im Ansatz zu erwidern trat Jason nun die Treppe hinauf und verschwand in seinem Zimmer wo er hinter sich die Tür ins Schloss legte und sich nun einfach auf das Bett fallen lies, ungeachtet dessen wie er nun landete und wie er dort lag. So mit dem Gesicht nach unten auf der Matratze liegend machte er sich auch nicht wirklich die Mühe sich herum zu drehen sondern blieb einfach so liegen.
Das ist Christian. Mein... - Freund.
Egal was er tat. Egal was er versuchte um sich abzulenken und nicht mehr daran zu denken. Immer wieder hatte er das Gesicht des Schwarzen Drachen vor seinen Augen wie er dieses eine Wort aussprach. Dieses eine Wort... Dieser eine Augenblick. Es war doch erschreckend und verwunderlich zugleich wie ein Wort, ein Augenblick alles ändern kann. Auch wenn Jason noch knapp eine Stunde zuvor sich einreden wollte das es überstürzt wäre bereits jetzt nach knapp drei Tagen etwas für jemand anderen zu Empfinden, so fühlte er Momentan doch eine Leere die sich nicht anders erklären lies als das die Ursache dafür die Tatsache war, das Gabriel bereits vergeben war.
Immer mehr erschien ihm sein eigenes Leben wie eine dieser Schlecht gespielten Romanzen in welchen es die 'Liebe-auf-den-ersten-Blick-quer-durch-den-Raum' Nummer wirklich gibt. Das einzige was Momentan noch fehlte war das gute Ende, aber dies schien ihm selbst wohl verwehrt zu sein.
Langsam rollte sich Jason nun auf die Seite bevor er sein Handy aus seiner Hosentasche zog. Ein wenig ziellos blickte er auf das Display wobei er nicht einmal selbst wusste wonach er darauf gerade zu suchen schien. Vielleicht sollte er mit jemandem darüber Reden. Wenn etwas immer half dann war es über seine Probleme zu reden mit jemandem der einem nahe stand. Familie... oder gute Freunde. An letzteres dachte Jason in diesem Augenblick als er sich nun durch seine Kontaktliste blätterte und schließlich bei der Mobil-Nummer von Eric stehen blieb. Mit einem kurzen Knopfdruck wählte er nun durch und hielt sich das Handy ans Ohr ohne sich auch nur die Mühe zu geben aufzustehen.
Es klingelte. Einmal, zweimal... Vielleicht war Eric gerade beschäftigt. Viermal, Fünfmal... Oder er war gar nicht anwesend. „Ramses Pyramiden-Verleih?"
„Eric?"
„Ah! Hi Jay! Sorry das es gedauert hat. Ich sitze noch im Zug und musste mein Handy aus meinem Rucksack kramen."
„Macht nichts. Du, ich mag nicht Theatralisch klingen. Aber ich bräuchte einfach mal jemandem mit dem ich reden kann."
Einen Augenblick lang herrschte nun bedrückende Stille bevor der Fuchs am anderen Ende jene zu brechen vermochte. „Ach du liebe Güte Wenn du das sagst muss es was ernstes sein."
„Naja. Vielleicht. Kann ich selbst momentan nicht so wirklich einschätzen wenn ich ehrlich sein soll."
„Du weist du kannst mit mir über alles reden. Ich mag manchmal meine Witze reißen dann und wann. Aber du weist wie ernst es mir ist wenn Freunde Probleme haben."
„Danke Eric. Es ist einfach nur so das... Du erinnerst dich das ich die Nummer von Gabriel bekommen habe? Naja. Ich wusste nicht was ich machen soll. Mein Vater meinte ich soll ihn Anrufen, und meine Schwester hat gesagt ich soll zu ihm fahren. So doof wie ich bin hab ich dann zweiteres getan... Alles schön und gut. Allerdings als Gabriel dann die Tür aufgemacht hat war... da noch jemand. Anscheinend sein Freund."
„Oh... das heißt..."
„Ja. Gabriel ist bereits vergeben. Und wenn ich gestehen soll nimmt mich das ganze doch mehr mit als ich es erwartet habe. Und auch mehr als es vielleicht sollte wenn ich über die Situation nachdenke. Ich meine... wir haben uns praktisch erst vor drei Tagen kennengelernt. Vielleicht empfinde ich auch gar nichts für ihn und das war einfach nur ein dämlicher Umschwung von Gefühlen oder sowas. Ich weis auch nicht. Aber..."
Nun allerdings wurde Jason unterbrochen von einem knistern und rauschen welches von Eric's Seite aus kam nur bevor das Gespräch beendet wurde. Der junge Husky seufzte schweren Herzens und lies den Kopf auf das Bett fallen. „War ja klar..." Nur wenige Sekunden später bimmelte der SMS-Signalton auf seinem Handy was ihn nun dazu veranlasste die neu eingegangene Nachricht zu öffnen in welcher sich Eric nun für den Verbindungsabbruch entschuldigte und in einem Satz noch erwähnte das das Leben weitergehen würde und das sich Jason nicht all zu sehr daran klammern sollte da es ihn nur kaputt machen würde.
In gewisser Hinsicht hatte Eric recht. Sich daran zu klammern würde wahrscheinlich nichts weiter als Depressionen und schlechte Laune bringen. Aber auf der anderen Seite würde sich das ganze wohl als schwieriger erweisen als gedacht. Eine Nacht darüber schlafen würde vielleicht dabei helfen. Ohne sich nun zu entkleiden schüttelte Jason sein Kopfkissen auf und legte sich hin, seine Augen schließend in dem Versuch ins Reich der Träume zu versinken.
Es wäre ihm wohl auch fast gelungen jedoch wurde jener Plan nun von dem Läuten der Türklingel vereitelt. Leise grummelnd legte er die Hände unter sein Kissen und zog es sich nun über den Kopf um sich vor etlichen Störenden quellen abzuschotten. Allerdings half das wenig wenn jene sonst so wahllos wirkenden Geräusche gegen einen Persönlich gewendet werden, so wie in diesem Fall die Stimme seines Vaters welche nun von unten hinauf rief das dort jemand für ihn an der Tür wäre.
Langsam streckte er seinen Kopf unter dem Kissen hervor und sah doch etwas verwundert zu seiner Tür herüber. Dort war Besuch für ihn an der Tür? Dabei erwartete Jason doch gar kein Besuch. Vielleicht war es Ricardo. Wahrscheinlich hatte Jason in all der Eile an diesem Morgen irgendetwas bei ihm vergessen und er wollte es nun vorbei bringen. Der junge Husky kletterte nun aus dem Bett und trat hinaus in den Flur bevor er sich auf den Weg die Treppe herunter machte. Als er nun allerdings unten im Flur ankam bot sich ihm ein Anblick welchen er so nicht erwartet hatte. Dort vor der Tür stand Gabriel. Ein leichtes schmunzeln auf seinem Gesicht.
Noch bevor er den jungen Husky überhaupt begrüßen konnte, trat Jason nach draußen und zog die Haustür eilig hinter sich ins Schloss. Die Situation an sich war mindestens genau so verwirrend wie sie Jason selbst nervös machte aufgrund seines Vaters da dieser noch immer nichts von der Sexuellen Einstellung seines eigenen Sohnes wusste.
„Gabriel. Was...." Jason wollte seinen Satz aussprechen, aber aus irgendeinem Grund blieben ihm die Worte im Hals stecken als ihm einmal mehr das Gesicht des Schwarzen Drachen in den Sinn kam. Es war als wolle er persönlich ihn selbst daran hindern jene Worte hervor zu bringen. „Was ich hier machte? Du bist vorhin so schnell von dannen gezogen das ich dir gar nicht erklären konnte was eigentlich los ist." Der groß-gewachsene Rote Drache seufzte leise und kratzte sich mit einer Hand am Nacken wobei er für einen Augenblick die Augen schloss. „Ich muss mich vorhin entschuldigen. Es muss etwas merkwürdig gewirkte haben. Aber es ist alles etwas anders als es ausgesehen hat. Weist du, du solltest vielleicht erfahren was los war..."
Ein klopfen war an der Tür zu vernehmen welches den Roten Drachen doch etwas verwundert aufhorchen lies. Er erwartete keinen Besuch und auch sonst war dort momentan niemand von dem er erwarten würde das er, oder sie, vorbei kommen würde. Gemächlich stand Gabriel nun auf und trat zu seiner Haustür herüber während einmal mehr recht ungeduldig an der Tür geklopft wurde. „Ich komme schon!" Rief er als Antwort entgegen bevor er seine Haustür öffnete. Als sein Blick nun in das Gesicht des schwarzen Drachen fiel, entgleisten ihm selbst seine Gesichtszüge. „Hey, kleiner." - „Christian! Was... Was zum Teufel machst du hier?"
Der in seidenem, weißen Hemd gekleidete Drache musste leise lachen bevor ihm ein Zahniges Grinsen über die geschuppte Lippen wuchs. „Ich bin von Venedig hierher geflogen. Ich habe geschäftlich in der Gegend zu tun. Ich war mir sicher das du mich vielleicht vermisst und dachte mir das ich mal auf einen Schwung vorbei schaue." Ohne auch nur eine Antwort des roten Drachen abzuwarten oder auch nur herein gebeten zu werden trat Christian nun in die Wohnung was ihm ein leises grollen von Gabriel's Seite aus bescherte „Ich hab dich nicht vermisst. Und du bist kein Teil meines Lebens mehr!" Sichtlich desinteressiert an den Worten des Roten Drachen sah er sich in der Wohnung um. „Sicher, Sicher. So so.. lebst du also immer noch hier in der bescheidenen kleinen Konservendose welche du deine Wohnung nennst."
„Christian..." Das grollen des Roten Drachen wurde deutlicher während sich Gabriel zusammen reißen musste nicht den Faden seiner Geduld aus den Fingern gleiten zu lassen. „Ja ich weiß. Du fühlst dich noch immer schlecht weil du mit mir Schluss gemacht hast. Aber hey! Das war einmal." Noch immer grinsend lehnte sich Christian nun mit einem Arm auf die Küchentheke und sah zu Gabriel herüber. „Christian!" Allerdings noch bevor Gabriel noch etwas dranhängen konnte fiel ihm Christian einmal mehr ins Wort. „Ich habe mir schon gedacht das du überwältigt bist davon mich wieder zu sehen. Also dachte ich mir ich bringe dir..." Kurz kramte er nun in einer seiner Taschen herum bevor er eine CD hervor holte. „...das hier mit. Ich weis ja wie sehr du auf deine dämliche Musik stehst und dachte es bricht das Eis."
Die Finger des roten Drachen zuckten leicht bedrohlich, allerdings tat Gabriel momentan alles daran seine Fassung zu behalten. Er war im eigentlichen ein ganz und gar friedlicher Artgenosse aber Christian schaffte es doch immer wieder mit seiner Arroganten Art und Weise den roten Drachen zur Weißglut zu treiben. „Christian du kannst nicht einfach hier an meiner Tür auftauchen. Es gab einen Grund dafür das wir uns getrennt haben!" Allerdings noch immer zeigte der Schwarze Drache sich sonderlich wenig beeindruckt von den Worten des roten Artgenossen. „Wie jetzt? Ich bin reich und obendrein noch gutaussehend. Welchen möglichen Grund könnte es denn dort geben?"
„Welchen Grund?" Einen Moment lang sah Gabriel ihn recht ungläubig an bevor ihm doch sehr schnell klar wurde wen er dort vor sich hatte und er somit wohl nicht erwarten können würde das sich eben jener Gegenüber einsichtig zeigen würde. „Lass uns mal sehen. Deine Arbeit kam immer an erster Stelle. Dann wäre da noch das du mich belogen und betrogen hast. - Oh, ja. Definitiv das Betrügen. Das Mädchen in Paris? Sie scheint mir doch ein sehr guter Grund." Doch auch jene Worte schafften es nicht das selbstgefällige Grinsen aus dem Gesicht des größeren Drachen zu wischen.
„Awww. Schätzchen. Das war ein Augenblick der Schwäche. Außerdem habe ich dir den Lexus mitgebracht um es wieder gut zu machen. Wo wir schon dabei sind. Wo steht er eigentlich? Ich habe nur das kleine Spielzeug-Auto in der Auffahrt gesehen." - „Ich habe mich von ihm getrennt. Ich habe mich von allem getrennt das ich von dir bekommen hatte." Nun stützte sich Christian auch noch mit seinem zweiten Arm auf die Küchenzeile und legte den Kopf etwas zur Seite. „So ist das. Ach mach dir nichts draus. Ich kann dir einen neuen Kaufen wenn du wieder zu mir kommst. Oh, und hab ich es dir schon erzählt? Ich habe meine Villa auf Jamaika neu eingerichtet. Die solltest du dir mal ansehen."
Nun allerdings wurde es Gabriel deutlich ersichtlich zuviel. Auch sein Tonfall wurde deutlich aggressiver und Lauter Christian gegenüber. „Christian. Mich hat all dieser Kram niemals interessiert! Du hast nie verstanden was ich wirklich wollte. Und genau deswegen hab ich mit dir Schluss gemacht." Christian selbst drückte sich nun mit einem Ruck von der Küchenzeile ab und tat einige Schritte auf Gabriel zu nur bevor er seine Arme um ihn legte und sich anschließend so nach vorne beugte das der rote Drache gezwungen war sich zurück zu lehnen und somit in seinen Armen zu liegen. „Ich liebe es wenn du auf Anspruchsvoll und 'Schwer-zu-kriegen' machst."
Unter lautem knurren welches Gabriel's Kehle zum vibrieren brachte, hob er nun seine Lefzen und zeigte somit seine Spitzen Zähne. „Fünf Sekunden Christian!" - „Bis zum süßen, innigen Liebesakt?" - „Bis deine Arme nicht länger an deinen Schultern befestigt sind!" Nun drückte Gabriel seine Hände gegen die Brust des größeren Drachen und zwang ihn somit von sich weg wobei er aus seinen Armen glitt. „Du solltest jetzt gehen!" Kaum hatte er seine Worte beendet, klingelte es bereits an der Tür...
„Und dann warst du an der Tür. Wie gesagt, du bist vorhin so schnell verschwunden das ich dir nicht erklären konnte was los war." Die Ohren des jungen Huskys zuckten leicht während er nun seinen Kopf leicht zur Seite neigte. „Das war also... dein Ex?" Gabriel nickte leicht nur bevor er seinen Blick kurz zur Seite abwendete, nach wenigen Sekunden allerdings wieder zu Jason herüber sah. „Es tut mir leid das du das... naja ihn kennenlernen musstest. Das muss recht merkwürdig gewesen sein für dich." Sofort legte Jason seinen Kopf zur anderen Seite während ihm einige Dinge durch eben jenen gingen. Mitlerweile herrschte wieder ein regelrechtes Chaos an Gedanken bei welchem er nur mit Müh und Not klare Gedanken fassen konnte.
„Ein wenig. Hört er eigentlich jemals auf zu Grinsen? Ich dachte fast ich könnte mich in seinen Zähnen spiegeln." An diesem Punkt musste Gabriel kurz lachen. „Er ist ein 'wenig' Arrogant." - „Was wollte er überhaupt von dir?" Jenes Schmunzeln welches sich kurz auf den Zügen des Roten Drachen nieder gelegt hatte verschwand sehr schnell wieder. „Er wollte das ich mit ihm nach Jamaika fliege um mir seine neue Villa anzusehen. Aber das einzige was er im eigentlichen will ist Sex." Er rollte nun mit den Augen und verzog sein Gesicht für einen Augenblick zu einem. angenervten Ausdruck.
„Was mich auch noch neugierig macht. Wie... hast du überhaupt heraus gefunden wo ich wohne?" Jene Worte des Huskys schienen dem Drachen wieder etwas in sein Gedächniss zu rufen was er wohl fast vergessen hatte. „Oh! Achja. Dir ist dein Portmonee aus der Tasche gefallen als du so eilig davon gestürzt bist." Gabriel zog jene Geldbörse nun aus seiner Hosentasche und reichte sie dem Husky mit einem freundlichen Grinsen auf dem Gesicht. „Man könnte es dummen Zufall nennen. Erst vorgestern hast du bei mir vor der Tür gestanden deswegen." Jason nahm sein Portmonee nun entgegen und lies seinen Blick einen Moment lang darauf ruhen.
Es war in der Tat ein komischer Zufall. Konnte das vielleicht etwas... „Könnte vielleicht etwas zu bedeuten haben, hm?" Ein wenig erschrocken sah der junge Husky zu dem Drachen hinauf welcher soeben seinen Gedanklichen Satz zu ende geführt hatte. „Aber weshalb ich eigentlich hier bin..." Der rote Drache räusperte sich leicht und schien einen Moment lang nach den richtigen Worten zu suchen. „Ich wollte dich fragen ob du vielleicht Lust hättest mit mir etwas essen zu gehen? Denn ehrlich gesagt finde ich dich recht süß. Du bist mir ziemlich sympathisch" Ohne jegliches zögern sprach Gabriel jene Worte aus und legte dem Husky somit vollends offen was er über ihn selbst dachte.
Jason selbst war nun doch mehr als verwundert. Noch vor wenigen Stunden hatte er selbst genau darauf hingearbeitet in dem Versuch zu erfahren wie Gabriel zu ihm selbst stand. Und nun stand der Drache hier vor seiner Tür und offenbarte ihm das er ihn 'süß' fand und mit ihm etwas essen gehen wollen würde. „Ich hoffe ich habe nichts falsches gesagt?" Der junge Canide brauchte einen Augenblick um sich wieder zu sammeln bevor er zu Gabriel hinauf sah. „Nein. Hast du nicht." - „Ah. Glück gehabt. Und? Wie siehts aus? Würdest du denn etwas mit mir essen gehen wollen? Ohne jegliche Hintergedanken. Einfach nur um einander etwas näher kennen zu lernen. Denn ich muss gestehen das... ich dich mag. Wenn du verstehst."
Tausende Gedanken wanderten nun durch den Kopf des Huskys. Von verschiedenen Szenarios welche er sich gerade ausmalte, über Dinge die er nun antworten sollte... „Nein. Ich kann nicht. Ich empfinde einfach nicht das selbe. Entschuldige..."
...Und als aller letztes bin dort noch ich. Ich welcher sich über jeden noch so kleinen Kram den Kopf zerbricht. Warum kann ich nicht der naive Welpe von damals sein?... Ich hätte sofort ja gesagt...