War for Love
Kapitel 1: Aufgenommen
„Zieht euch zurück!!" schrie mein Commander, als ich und mein Team versuchten, uns aus den treibenden und gefährlichen Dauerschuss -Wellen der Gegnerscharen zurück zu ziehen.
Die Gegner aus genetisch veränderten Menschen die zu zombie-ähnlichen Wesen geworden sind, versuchten mein Team zu ermorden. Sie stahlen uns Waffen aus der Waffenkammer und beschossen uns nun damit. Ausgerechnet die schlimmsten Waffen besaßen sie: ein Maschinengewehr mit Kettensäge, genauso wie wir.
„Lauft!" schrie mein Kamerad Tobias unserm Team zu, als wir versuchten mit trotz schwerer Rüstung unser Leben zu retten.
Wir rannten so schnell es ging, und suchten nach Deckung, was schwer wurde, da wir uns auf einer leeren befanden. So mussten wir bis zum Tor durch rennen. Mit einer Zickzack â€"Bewegung wichen wir jeden Schuss aus, als das Ende der Halle näher kam.
Plötzlich hörte ich ein Schreien, als mein Kollege Marvin getroffen wurde. Ich blieb sofort stehen und schaute innerhalb von Sekunden, ob ihm was passiert sei. Doch es war nichts. Kein Blut, keine Verletzung, nichts. Er bekam nur ein Schuss in die dicke Panzerung und durch den Aufschlag der Kugel verlor er das Gleichgewicht und fiel hin. Kurz danach stand er auf und rannte wie vorher weiter. Ich rannte wieder voller Angst und Adrenalin weiter und war schon nah am Tor. Im letzten Moment sprang ich schnell hinters Tor und atmete Ãberanstrengt. Ein schreck durchbohrte meine Seele, als nah an meinen Ohren eine Kugel vorbeischoss. Mit weit geöffneten Augen schaute ich auf und atmete erschreckt. Mein Blick wurde zu einem leicht wütenden Gesicht.
„So. Jetzt reicht es aber." Sagte ich zu mir und nahm mein Kettensägen-Gewehr von der Schulter. Ich entsicherte es und lugte um die Ecke und schaute nach wo sich die Gegner befanden. Ich schreckte auf, als ich sah wie einer meiner Kollegen von einem auf den Boden geschubst wurde und ihn nun mit der Kettensäge versuchte zu ermorden. Schnell lag ich mir das Gewehr an und zielte genau auf dessen Kopf. Zwei Schüsse entkamen aus dem Lauf der Waffe und die Kugeln trafen direkt über dem rechten Auge des Gegners. Blut schoss aus dem Kopf und spritzte alles um den Gegner herum voll. Ein erwiderndes Gefühl kam mir rauf. Sofort stand mein Kollege wieder auf und rannte zu mir und deckte sich gegenüber von mir auf der anderen Seite des Tores.
„Danke Nico!" rief er mir bedankend zu und ich erwiderte leicht mit einem Nicken, als wir uns sofort um die anderen Gegner kümmerten. Als ich ihnen meine Beachtung zeigte, rannten sie in unsere Richtung, während meine Teammitglieder sich aus dem Kugelhagel befreiten. Außer Atem und nach Luft schnappend entsicherten sie ihre Waffen und zielten auf die Gegner. Magazin nach Magazin schossen wir jeden der Feinde zu Boden. Voller Konzentration zielte ich wie ein Scharfschütze, um einen nach den anderen mit wenig Munition den Kopf weg zu schießen. Jeder genaue Treffer ließ ihnen den Kopf wegfetzen. Wie eine Fontäne schoss Blut aus ihren vom Kopf getrennten Hals. Es war zwar pervers, aber was sollte man bei solchen Gegnern machen. Besser die Bösen töten, als selber -das Gute- getötet zu werden. Ich unterdrückte das Würgegefühl, was sich in meinem Rachen breit machte.
Abgelenkt durch die Anwiderung, merkte ich nicht, wie mein Kollege neben mir aufschrak und schoss. Ich stand reflexartig auf, drehte mich um und zielte hinter mir auf den unvermeidlichen Gegner.
Meine Augen weiteten sich, als ich sah, wie eine der etwa 3 Meter großen Monster, die einst mal Menschen waren, hinter mir stand und versuchte mir seiner riesigen Klaue versuchte mich zu schlagen. Ich wich mit einem weiten Sprung aus und landete unsanft auf den Rücken. Durch die Kraft des Schlages den das Monster hingelegt hatte, hing er im Boden fest und wollte sich wieder befreien, was aber nicht gelingen wollte. Ich stand wieder auf und nahm meine Waffen in die Hand und schaltete den Motor der Kettensäge an. Der Motor jaulte laut und ratterte stark. Ich schaute wütend in die Richtung des Monsters und starrte es an.
„Das ist jetzt das letzte Mal. Ich hasse diesen Krieg. Wegen der Ausnutzung der Gentechnik habt ihr solch einen verdammten Mist fabriziert! Wir wollten die Gentechnik nur für das Retten der kranken Leute nutzen, aber dann kommt ihr und benutzt es, um euch, zu solchen Scheiss-Monstern für Kriege zu machen!" sagte ich laut.
Ich nahm mir die Zeit, die Wut auszulassen die in meiner Seele schmerzte und lief danach ganz ruhig zu dem Riesen, der damit beschäftigt war, sich zu befreien. Ich nahm die Waffen, lies die Ketten rotieren und führte die Kettensäge zum Hals des Wesens. Kurz zögerte ich, aber ich musste es tun. Sonst würden solche Wessen weiter Personen umbringen oder zu solchen Wesen machen, die wiederum auch Leute töten oder gefangen nehmen. So würde es immer weitergehen. Mit einem leichten Ruck sägte ich durch den Hals, bis ich etwas durchdrücken musste, um den Wirbelknochen durchsägen zu können. Blut spritzte auf mein Gesicht und über die Panzerung, bis hin zum Boden. Der Kopf fiel mit einem Fletschen auf den Boden und hinterließ eine Blutlache, genauso der leblose restliche Körper.
Ich schmierte das Blut vom Gesicht und wandte mich langsam von der Leiche ab und half wieder meinen Kameraden.
‚Hoffentlich ist das hier bald vorbei...' dachte ich zu mir traurig.
Ich hob meine Waffe und zielte auf die letzen vier Gegner. Zwei von ihnen wurden durch den Kugelhagel von uns getötet, während die anderen Beiden sich am anderen Ende der Halle deckten. Schnell nahm wechselte ich das Kettensägen-Gewehr gegen ein Scharfschützengewehr mit Kaliber .25. Ich zoomte ran und zielte dahin wo einer von ihnen aus der Deckung schaute um zu schießen. Höchst konzentriert achtete ich auf die Gegner und merkte, wie sie was entdeckten. Ich nahm das Auge vom Zielfernrohr und schaute im Augenwinkel in die gleiche Richtung in die der Feind schaute. Ich konnte nichts Genaues erkennen, nur wusste ich, dass er in die Richtung der offenen Tür in der Halle auf der linken Seite blickte. Plötzlich bemerkte ich wie einer von den Feinden in die Richtung rennen wollte. Ich zielte sofort wieder und traf ihn direkt am Kopf. Sein Kopf platzte an der linken Schläfe auf und ließ Blut aus dem Kopf schießen, während sein Körper laut auf den Boden krachte.
Nun war ich interessiert. Ich wollte genau wissen, warum die Monster der Raum mehr interessiert als der Kampf gegen uns. Ich rannte mit Höchstgeschwindigkeit zur Tür und passte dabei auf, dass ich nicht beschossen wurde. An der Tür angekommen stand ich in den leeren Lagerraum der Halle. Ich kniff meine Augen zusammen und versuchte so gut es nur ging etwas zu erkennen. Ich suchte nach dem Lichtschalter und tastete mich voran. Als ich die Taste spürte, schaltete ich das Licht an und schaute mich um.
Plötzlich sah ich etwas. Ein graues Wesen, was so groß war wie ein kleiner Hund, einen langen Reptilienschwanz, eine Reptilienschnauze und zwei große Hörner besaß und Flügel auf den Rücken hatte. Mir fehlte der Atem vor Erstaunen. Ich hörte das Wesen leise und wimmend atmen, als ich näher kam. Ich beugte mich zu dem kleinen Ding runter und bewegte meine Hand auf den Rücken von ihm zu, als ich plötzlich schwere Schritte hörte, die schnell näher kamen. Ich drehte mich um und zog schnell das Kettensägen-Gewehr und zielte zur Tür. Ich erschrak und schoss direkt, als ungefähr 10 Meter entfernt der letzte Gegner vor mir war. Er rannte auf mich zu, obwohl ich ununterbrochen auf ihn schoss. Er hob beim Rennen seine Kettensägen-Waffe und holte aus. Weit ausgeholt versuchte er mich zu durchsägen, als er direkt vor mir war. Schnell reagierte ich und durchbohrte ihn mit den Klingen der Kette meiner eigenen Waffe. Als ich es in seinem Brustkorb gestochen hatte, ließ ich die Waffe los und wich schnell aus, bevor die rotierende Kette des Gegners auf mich drauf geschlagen wäre und ich fast in zwei Teile gesägt worden wäre. Dort wo ich vorher noch stand durchschnitt die Kettensäge der Waffe die Luft und schlug durch die Kraft des Feindes in den Boden. Nachdem die Waffe im Boden stecken blieb, ließ der Feind sie langsam los und taumelte geschwächt zur Seite. Er besinnte sich jedoch wieder und rannte langsamer als vorher auf mich zu und versuchte mich zu schlagen. Als er ausgeholt hatte und er direkt vor mir war, gab ich ihm einen Kinnhaken. Er taumelte wieder leicht, doch ich nahm die Waffe aus seiner Brust raus. Gerade als der Gegner sich wieder einkriegte und zu mir sah, fing er sofort an zu schreien wie ein Tier.
Ich zog mit aller Kraft, als ich die angesprungene Kettensäge an seinen Hals ansetzte und versuchte die Klingenketten bis zum Lendenbereich zu durchsägen. Blut schoss mir über den Körper und minderte meine Sicht ein, als mir was in die Augen kam. Der Schrei des Feindes war ohrenbetäubend und ich muss nach der Hälfte aufhören und mir vor Schmerzen die Ohren halten. Mit einem lauten und ekelhaften Fletschen fiel der leblose, halb durchschnittene Körper des Feindes auf den Boden. Die Waffe fiel direkt neben der Leiche auf den Boden und der noch angelassene Motor der Kettensäge jaulte leise weiter. Ich war außer Gefahr.
Langsam hob ich die Waffe auf und hängte sie mir wieder über die Schulter. Mit einem letzten, angewiderten Blick schaute ich ins Gesicht der Leiche.
„Egal, was ihr von dem kleinen Ding wollt, aber ich werde versuchen alles vor euren scheiss-bekloppten Forscher zu beschützen. Mir verdammt egal, ob ein paar von euch dabei sterben." Sagte ich mit Wut im Unterton.
Sauer wandte ich mich ab und kümmerte mich nun um das reptilienartige Tier. Ich kniete mich neben ihm hin und sah eine kleine Schnittwunde am linken Vorderbein. Ich machte mir Sorgen um das Kleine und nahm schnell Salbe und Verband aus meiner Tasche unter der Panzerung raus. Ich rieb etwas Salbe auf die offene Wunde und merkte sofort, wie das Wesen vor Schmerzen zusammen zuckte. Es atmete verschwitzt und unregelmäßig.
„Shhhhht... es wird alles gut..." versuchte ich es sanft zu beruhigen und streichelte es über dem Kopf.
Sachte verband ich die Wunde und wandte meine Hände von dem Tier ab und begutachtete es genauer. Das Aussehen kam mir bekannt vor, aber so was war unmöglich. Ein kleiner Drache? So etwas konnte nicht möglich sein.
Ich saß noch kurze Zeit neben dem Wesen und achtete darauf, dass ihm nichts passierte. Kurz darauf wurde ich wach gerüttelt, als ich Marvin hörte.
„Hey, Nico! Wo bleibst du denn?! Wir müssen von hier weg bevor die nächsten Gegner kommen!" rief er, während er an der Tür schwer atmend stand.
„Ich komme sofort!!" rief ich und wandte mich wieder dem kleinen Wesen zu.
Ich hob es hoch und trug es in meinen Armen nach draußen. Es war nicht gerade ein Federgewicht, aber auch nicht zu schwer. Vorsichtig und schnell rannte ich aus dem Lager und der riesigen Halle und begab mich zu meinen Kollegen und meinem Commander, die schon am Helikopter warteten.
Ich merkte plötzlich, dass sich etwas bei dem kleinen Ding bewegte und schaute es mir an. Es hatte leicht seine Augen geöffnet und blickte verwirrt umher.
„Wer bist du...?"
Ich blieb erschrocken und perplex stehen und starrte zu dem Wesen herab. Es hatte eine weiche, hohe Stimme und klang etwas verängstigt und schwach. Es war ein Weibchen. Mich wunderte es, dass es reden konnte. Ich blieb ruhig und lief wieder weiter.
„Das ist jetzt erstmal unwichtig. Wir müssen jetzt erstmal weg hier, bevor uns noch was passiert. Ich beantworte später deine Frage. Ruh du dich erstmal aus." Sagte ich und hielt sie weiterhin in den Armen.
Sie starrte mich mit ihren leicht, schon fast geschlossenen Augen an und wurde ruhiger und atmete leiser und stiller.
„Danke..." flüsterte sie, als sie auch schon wieder die Augen schloss und einschlief.
Ich lächelte erfreut und rannte weiter bis zum Helikopter und stieg ein. Die anderen warteten schon und waren aufgebracht von den Strapazen. Ich sprang schnell rein und wartete nur auf das Geschrei und das Gemecker des Commanders.
„Was hast du da in deiner Armen?" fragte der Commander jedoch und schaute die Kleine an.
„Ich habe keine Ahnung, Sir. Ich habe sie gefunden, als die Feinde irgendwas von ihr wollten. Sie wollte sie wohl gefangen nehmen oder töten..." sagte ich und schaute wütend und traurig zu Boden.
„Die Ärsche machen vor nichts mehr halt." Sagte ich sauer und drückte die Kleine näher an mich ran.
Der Commander schaute mich verständnisvoll an.
„Dann achte auf das kleine Ding. Sobald wir im Hauptlager der Armee sind, werden wir es nach Infos ausfragen, wo die Forscher sich versteckt haben könnten." Sagte er und sicherte seine Waffen.
„Jawohl." Sagte ich und nickte leicht.
Das erste an was ich dachte, war die Frage, wer und was sie überhaupt war und wie ich mich um sie kümmern sollte. Ich setzte mich auf einen der unbequemen Sitze des Helikopters und legte die Kleine auf meinen Schoss. Während sie sich auf meinem Schoss ausschlief und erholte, war ich beschäftigt damit, die Waffen zu sichern. Ich legte kurz danach die Waffen weg und schaute die Kleine konzentriert an. Es verging viel Zeit, als ich plötzlich etwas hörte.
„Hey, Nico. Wir sind zurück in unserer Stadt." Sagte plötzlich Tobias, als er mich an der Schulter anschubste.
„Wieso das?" fragte ich verwundert.
„Weil der Commander mit den Abgeordneten sprechen muss. Sie sind zurzeit in unserer Stadt. Deswegen."
„Verstehe."
Wir stiegen aus dem Helikopter aus und gingen zum Aufenthaltsraum in den sich normalerweise nur Polizisten und Bundesbeamte aufhielten. Wir setzten uns jeweils in die vorgegebenen Stühle. Mit dem kleinen Wesen in den Armen und auf den General wartend, saß ich mit den Anderen im Raum. Alle schauten in meine Richtung und starrten auf die Kleine. Ich wurde etwas nervös und versuchte mich von den Blicken abzuwenden, bis auch schon der General eintrat und sich auf seinen Stuhl begab.
„Privates, ich möchte so gut wie möglich einen sofortigen Bericht der heutigen Mission." Sagte der General etwas aufgeregt.
Unser Commander stand auf und stellte sich stramm hin.
„Sir, wir hatten die Aufgabe bekommen, das alte Lager der Forscherindustrie zu durchsuchen ohne entdeckt zu werden. Doch die Forscher haben irgendwie eine Information bekommen, sodass sie vorbereitet waren und nichts außer ungefähr fünfzig Monster zurückließen, die uns sofort überrannt hatten. Nach einem langen Kampf sind alle Gegner gefallen. Wenn wir nicht entkommen wären, hätten uns die nächste Gegnerwelle sofort umgebracht." Erklärte der Commander präzise.
„Verdammt... Wissen wir denn, wo sie sich jetzt aufhalten könnten?" fragte der General etwas unruhig.
„Nein, Sir. Aber wir haben etwas gefunden, das uns vielleicht weiterhelfen könnte."
„Ich bin ganz Ohr." Der General wartete gespannt.
„Hier." fing der Commander an und zeigte zu der Kleinen.
„Dieses Wesen hat Private Nico in einem alten Lagerraum der Forschungshalle gefunden. Wir denken, dass es vielleicht reden kann und uns wohlmöglich erklären kann, wo sich die Forscher vielleicht hinbegeben haben könnten." Erklärte er weiter.
„Hmm... Das könnte möglich sein." Sagte der General und lehnte sich nachdenklich in seinen Stuhl.
„Mal schauen was sich ergibt. Sobald wir im Hauptsitz der Armee sind werden wir weitersehen. Bis dahin..." sprach er weiter und schaute mich dann an.
Ich schaute etwas überrascht und wartete auf den restlichen Satz des Generals.
„...übergebe ich ihnen die Verantwortung über das kleine Wesen, Private."
„Jawohl, ich werde mein bestes tun." Sagte ich und salutierte vor ihm.
„Gut. Also, wir sehen uns dann morgen in aller Frühe wieder, wenn wir zum Hauptsitz fliegen. Nehmt euch bis dahin Frei." Sagte er und lächelte leicht.
Wir standen auf und salutierten, als wir auch schon den Raum verließen und uns auf den Weg machten, um die Freizeit zu genießen. Ich hatte aber immer noch eine Aufgabe: ich sollte auf die Kleine aufpassen. Ich wollte zu meiner Wohnung und meiner Familie, die sich über mich freuen würden. Unterwegs machte ich mir Gedanken, wie ich mich um sie kümmern sollte.
‚Bin gespannt, was passiert.' Dachte ich zu mir und fing leicht an zu Lachen, als ich den Weg nach Hause antrat. Das, was mich vielleicht erwartete, machte mich ein wenig stutzig, aber ich wollte mehr von ihr â€" diesem kleinen Wesen - wissen.