Der letzte Engel 4: Nur ein Kuss

Story by Highlight on SoFurry

, , , ,

Nach ihrem traumatischen Abstieg in die Zisterne des Schlosses, fand Alyssa Trost und Zuflucht an dem Ort wo sie es am allerwenigsten erwartet hätte. Es wäre ihr lieber gewesen, sie hätte ihn an anderer Stelle bekommen doch ein Angebot steht noch aus. Alyssa kann nur hoffen, dass es immer noch seine Gültigkeit hat.


Nachdem sie das Essen verschlungen hatte verließ sie den Raum und suchte nach dem Schleier den die Schlange angesprochen hatte. Sie musste sich noch bei ihr bedanken für das Essen. Es dauerte etwas in dem Dschungel aus Tüchern und Schleiern den richtigen zu finden, doch nach ein paar Minuten hatte sie ihn gefunden. Überraschend schwere und feuchte Luft schlug ihr entgegen als sie durch den niedrigen Torbogen trat der sich hinter dem Schleier verbarg. Ihr Herz setzte beinahe aus beim Anblick des großen Bades welches bereits mit wohlig dampfenden Wasser eingelassen war. Diesen Raum jedoch ein simples Bad zu schimpfen wäre eine Beleidigung gewesen. Das gemauerte Becken war groß genug das sich Alyssa der länge nach zwei mal darin ausstrecken konnte und mindestens so breit. Ohne zu zögern stieg Alyssa in das große Becken und sofort umspülten die warmen Wassermassen ihren Körper. Selten hatte sie es so genossen in ein Wasserbad zu steigen. Sofort spürte sie wieder ihr verklebtes Fell und begann sich zu waschen. Endlich dieses Gefühl los zu werden war besser als alles was sie sich je vorstellen konnte. Minutenlang schrubbte sie ihr Fell, fand zum Glück sogar eine weiche Bürste mit der sie nachhelfen konnte. Deutlich länger als sie sonst dafür verwendete brauchte sie aber am Ende war sie so zufrieden wie nie zuvor. Endlich schien ihr eine Pause vergönnt zu sein. Mit geschlossenen Augen ruhte sie sich am Rand des Beckens aus und lauschte den Geräuschen die an ihre Ohren drangen. Sei es das leise Plätschern des Wassers wenn sie sich bewegte oder auch andere die sie nicht zuordnen konnte. Ein schabendes Geräusch als würde man etwas über einen Teppich schleifen erweckte ihre Aufmerksamkeit aber sie beachtete es nur kurz. Erst als sie hörte wie etwas ins Wasser rutschte sah sie auf. Durch den Dampf im Bad konnte sie es nicht sofort erkennen, doch als sich etwas Schuppiges an ihrem Bein entlang schlängelte wusste sie, dass sie nicht länger alleine war. Wie von Geisterhand teilten sich die Dampfschwaden und gaben den Blick auf ihre Gastgeberin frei. Selbst hier im Bad hatte sie den Schlauch einer am Rand platzierten Wasserpfeife in der Hand. In aller Ruhe blies sie rauchende Kringel in die Luft. Alyssa wurde etwas ungut beim Gefühl der Schlange die ab und an ihre Füße berührte. Das gesamte Becken schien voll von ihr zu sein. Überall schlängelte und wand sich etwas von der Schlange.

„Ich hoffe das Wasser ist dir nicht zu heiß, Alyssa“, sprach die Schlange letzten Endes. Es war jedoch nicht die Frage die sie irritierte. Etwas anderes störte sie, sie hatte es schon vorher gehört aber nicht darauf geachtet. Nun jedoch fühlte es sich seltsam an es noch weiter zu ignorieren.

„Woher kennst du eigentlich meinen Namen?“, fragte Alyssa.

„Was wäre ich denn für eine Seherin, wenn ich ihn nicht wüsste?“, fragte die Schlange grinsend.

„Also wusstest du was mir in der Zisterne passieren würde?“, fragte Alyssa geschockt.

„Nein. Ich weiß Vieles, aber nicht Alles. Ich kann deinen Namen zum Beispiel in deinen Augen lesen, so wie deine ganze Geschichte. Auch was in der Zisterne passiert ist konnte ich sofort in deinen Augen lesen. Es ist ein Unterschied ob man mit einem verzauberten Spiegel nur zusieht, oder ob man es in direkt aus den Augen liest. Darum habe ich dir auch meine Gastfreundschaft angeboten, als Zeichen meiner Anteilnahme an deinem Schicksal. Ich muss ehrlich sagen, dass du mich beeindruckt hast. Es wäre keine Schande gewesen das Buch einfach von dem Drachen zu stehlen und doch hast du es nicht getan. Selbst wenn du gewusst hättest wo es war, hättest du es nicht getan, nicht wahr?“, fragte die Schlange doch Alyssa war sich nicht sicher ob sie überhaupt eine Antwort wollte.

„Meine Worte von gestern haben heute noch den selben Wert. Wenn du hungrig bist, dann habe ich Essen hier. Wenn du schlafen willst ein Bett. Es wäre mir eine Freude dich als Gast bei mir zu begrüßen, vergiss das nicht. Dieses Schloss ist ein gefährlicher Ort. Für Helden sowie für die Diener aber besonders für jemanden wie dich. Du kannst nicht kämpfen, bist keine Magierin, bist weder stark noch schnell. Das einzige was du besitzt ist ein aufrichtiges Herz und in diesen Mauern ist dies mehr Fluch den Segen. Zögere nicht die wenige Hilfe anzunehmen die du hier erhalten wirst. Es könnte die einzige sein“, warnte sie die Schlange. Ihre Worte waren zweifelsohne wahr, doch es tat dennoch etwas weh, dass sie alle ihre Schwächen so direkt angesprochen hatte. Einzig über den Kommentar zu ihrem Herz hatte sie sich ein wenig gefreut.

„Aber du hilfst mir nicht umsonst, nicht wahr?“, fragte Alyssa schwach. Ein lautes Lachen kam von der Schlange und kleine Rauchwolken stießen dabei aus ihrem Mund hervor.

„Auch das scheinst du dir gemerkt zu haben, sehr gut“, sprach sie bevor sie wieder am Schlauch ihrer Wasserpfeife anzog.

„Keine Sorge, weder für das Essen, noch das Bad werde ich etwas von dir verlangen. Auch wenn du dich nachher etwas ausruhen willst, dann soll es dich nichts kosten. Aber du hast recht. Ich bin kein Samariter und Barmherzigkeit ist etwas was ich nie so ganz verstanden habe. Heute jedoch will ich einzig deine Gesellschaft als Bezahlung akzeptieren. Ich denke ich habe sogar noch etwas zum Anziehen für dich. Ich werde es später für dich suchen.“

Alyssa wusste zwar, dass die Schlange vermutlich nicht ihre Freundin war, doch sie war dennoch froh, dass sie ihr wenigstens nicht als Feindin gegenüber stand. Sie hatte zwar gesagt, dass sie keine Barmherzigkeit verstand, in Alyssas Augen jedoch war sie ihre Retterin in der Not. Schon zum zweiten Mal half sie ihr aus der Patsche.

„Warum?“, fragte Alyssa. Die Frage war allgemeiner Natur und doch schien die Schlange sofort zu wissen worauf sie hinaus wollte.

„Ich habe dir doch bereits gesagt warum. Du interessierst mich. Du bist neu, aufregend! Du passt hier in dieses Schloss wie eine Schneeflocke in die Hölle und doch bist du hier. Du bist falsch! Du dürftest nicht hier sein, dürftest nicht du bleiben in diesen verdorbenen Mauern und doch hast du dich noch nicht korrumpieren lassen. Trotz Angst, Schmerzen und Verzweiflung ist dein Herz noch so rein wie in dem Moment als du das Schloss betreten hast. Das fasziniert mich. Außerdem ist es etwas einsam geworden im Schloss. Es ist so schwer hier jemanden zu finden mit dem man normal reden kann. Die meisten Diener sind nur grobschlächtige Dummköpfe. Die höheren Diener sind so voller Arroganz dass es mir Kopfschmerzen bereitet mit ihnen zu reden. Und Madame Liavannia, sie ist etwas ganz anders“, erklärte die Schlange geduldig.

„Was ist sie denn?“, fragte Alyssa nervös.

„Das ist eine Geschichte für ein anderes Mal. Du solltest nur wissen, dass du sie mit niemanden sonst hier im Schloss vergleichen kannst. Ihre Magie ist überwältigend stark. Sie ist arrogant aber nur weil sie genau weiß, dass niemand sich ihr entgegen stellen kann. Selbst eure Kirche hat es aufgegeben sie zu bekämpfen und hat stattdessen akzeptiert, dass sie zu mächtig ist. Deine Freundin, sie war wirklich als Opfergabe hierher geschickt worden. Sollte sie dich jemals in die Finger bekommen, dann wird dir vermutlich selbst deine Göttin Illias höchstpersönlich nicht mehr helfen können. Sei also vorsichtig, kleine Maus.“

„Ist es denn überhaupt möglich? Ich meine dass ich Rebecca finden und befreien kann?“, fragte Alyssa verzweifelt.

„Möglich … ein verzwicktes Wort. Ich kann es dir nicht sagen. Deine Zukunft zu lesen ist wie in einen dichten Wald zu blicken. Wieder etwas was mich an dir fasziniert. Du scheinst noch keinen klaren Weg vor dir zu haben. Dein Schicksal ändert sich im Minutentakt und ich will ehrlich sein, es ist das Aufregendste was ich seit Jahren gesehen habe“, lachte sie aber Alyssa konnte sich nicht so darüber freuen. Irgendwo tief in ihr hatte sie sogar gehofft, dass sie nein sagen würde. Es wäre vielleicht Rechtfertigung genug gewesen das Schloss zu verlassen. So lange jedoch die Hoffnung bestand, dass sie Rebecca finden könnte, so lange konnte sie nicht fliehen. Sie brauchte jedoch Hilfe. Sie wollte nicht noch einmal gefangen sein. Wenn sie scheitern sollte, dann wäre nicht nur ihr eigenes, sondern auch Rebeccas Schicksal besiegelt. Sie würde es sich nie verzeihen können.

„Gilt das …“, Alyssa stockte bevor sie es aussprechen konnte. Mehrmals musste sie schlucken und kurz den Blick abwenden von dem amüsierten Augen der Schlange bevor sie den Satz beenden konnte.

„Gilt das Angebot mit der Karte noch?“, fragte Alyssa und schloss nervös die Augen. Für einen Moment herrschte Stille bevor ein lautes Lachen von der Schlange den Raum füllte. Alyssas Wangen hatten der Frage wegen schon gebrannt doch durch das Gelächter der Schlange wurde es nur noch schlimmer. Bereits jetzt bereute sie die Frage.

„Du bist wirklich goldig, Alyssa“, lachte die Schlange. Bevor Alyssa reagieren konnte schlängelte sich der Schwanz der Schlange um eines ihrer Beine und zog sie vom Rand des Beckens. Kurz tauchte sie unter Wasser als sie unvorbereitet den Halt verlor und in der Mitte des Beckens landete. Als sie keuchend wieder an die Wasseroberfläche kam war sie nur wenige Zentimeter von der Schlange entfernt. Der scheinbar endlos lange Körper hatte sich bereits um sie gewickelt und hüllte sie fast vollständig ein. Das Gesicht der Schlange war einen Kopf über ihr. Zittrig starrte Alyssa ihr in die geschlitzten Pupillen. Durch einiges Winden schaffte Alyssa es ihre Hände zwischen den Windungen der Schlange zu befreien aber was sie damit anfangen sollte wusste sie nicht. Als ihr Gegenüber ihre Hand zu ihr ausstreckte stockte Alyssa der Atem. Überraschend sanft strich sie ihr über die Wange und lächelte sie unergründlich an.

„Es gilt noch“, war alles was sie sagte und überließ es Alyssa den letzten Schritt zu gehen. Die junge Maus zögerte. Ihre Instinkte rieten ihr meilenweit Abstand von jeder Schlange zu halten. Im Moment jedoch stand sie kurz davor eine zu küssen. Alyssa konnte es selbst nicht glauben. Vor wenigen Tagen noch hätte sie jeden einen Wirrkopf geschimpft der ihr dies prophezeit hätte. Mit tiefen Atemzügen versuchte sie ihr rasendes Herz zu beruhigen und vielleicht etwas von der Angst abzulegen die sie gefangen hielt. Die Schlange hatte ihr bisher nur geholfen. Sie war die einzige die nett zu ihr gewesen war. Sie war nicht ihre Feindin. Immer wieder sagte sie sich dieses Mantra vor. Es half kein bisschen. In einem Anflug von kurzlebigem Mut kniff Alyssa die Augen zusammen und neigte eilig ihren Kopf vor. Nur für eine Sekunde berührten ihre Lippen die der Schlange bevor sie sich zurück zog und doch pochte ihr Herz wie ein brodelnder Vulkan. Vorsichtig öffnete sie die Augen und starrte in das überraschte Gesicht der Schlange. Für einen Moment schien sie die Schlange tatsächlich aus der Verfassung gebracht zu haben. Ob sie sich darüber freuen konnte wusste sie jedoch nicht.

Kopfschüttelnd begann die Schlange leise durch ihre geschlossenen Lippen zu lachen. Es war kein schallendes Lachen wie vorhin. Es war eine Mischung aus Unglaube, Überraschung und einem Witz den Alyssa nicht verstand. Ohne Vorwarnung packte ihre Hand Alyssas Hinterkopf und die andere ihr Kinn. Mit zärtlicher Kraft hob sie ihr Kinn etwas an bevor sie sie zu sich drückte. Alyssas Augen waren weit aufgerissen als sich ihre Lippen erneut berührten. Reflexartig wollte sie schreien doch die Schlange versiegelte ihren Mund mit ihren schuppigen Lippen. Mit den Händen hielt sie sie in Position während sich die gespaltene Zunge der Schlange langsam in ihren Mund schlängelte. Es war eine vollkommen neue Erfahrung für Alyssa. Die Zunge war dünn aber lang, ihre Textur kaum in Worte zu fassen. Der Körper der Schlange wand sich etwas enger um Alyssa und drückte nun leicht von allen Seiten auf sie ein wie ein zu enger Pullover. Als sie den ersten Schock überwunden hatte versuchte sich Alyssa zu entspannen. Es funktionierte nicht wirklich, doch in dem Wickelgriff der Schlange konnte sie sich ohnehin kaum bewegen. Die Schlange schien es mehr als nur zu genießen. Überall berührte sie die schuppige Haut der Schlange. Langsam wand sie sich ständig um sie, ließ ihren Körper an den von Alyssa reiben. Die weichen Schuppen strichen um ihre Beine, ihren Bauch, die Brust, überall. Alyssa zuckte als sie spürte wie sie über ihren Nippel glitt und dieser sich sofort erregt aufrichtete. Ein leises Stöhnen hörte Alyssa als sie ihren Kopf leicht schräg legte und selbst die Augen schloss. Es war nicht so schlimm wie sie gedacht hatte. Die Schlange war überraschend sanft zu ihr und auch wenn die fremde Zunge sich seltsam anfühlte, so war es nicht unbedingt unangenehm. Eher befremdlich. Nur zaghaft taute sie auf und begann auf die Zunge der Schlange zu reagieren. Alyssas Hände die sie um die Windungen der Schlange geschlossen hatte erschlaffen und fielen nutzlos ins Wasser. Die Schlange drückte ein kleines Bisschen fester zu. Alyssa bekam es sofort mit der Angst zu tun als sie den Druck spürte, doch er nahm nicht stark zu. Es war gerade genug dass es beengend war. Deutlich fester glitten die Windungen der Schlange nun über ihren Körper und streichelten sie fest an viel zu vielen Stellen gleichzeitig. Alyssa schaffte es sogar das fremdartige Gefühl zu genießen. Ein Schauer lief ihr den Rücken hinab als die Schlange mit ihrem Körper wieder ihren Nippel streifte. Sie wollte stöhnen, doch fand ihren Mund noch immer von der Schlange in Besitz genommen. Ihre gespaltene, schmale Zunge schlängelte sich um die ihre so wie ihr ganzer Körper sich um Alyssas schlängelte. Vorsichtig tastete sie sie mit ihrer eigenen ab und fühlte prüfend nach dem fremden Organ. Die Schlange ließ ihr den Moment bevor sie wieder die Initiative ergriff und den Kuss übernahm. Einmal wagte sich Alyssa besonders weit nach Vorne und berührte mit ihrer Zunge kurz einen der beiden massiven Giftzähne der Schlange. Es war ein eigenartiges Gefühl. Beängstigend. Ein weiteres Mal wagte sie es nicht sich aus ihrem eigenen Mund heraus zu bewegen. Als sich die Zunge der Schlange endlich aus ihrem Mund zog war Alyssa gleichermaßen froh wie traurig das es vorbei war. Mit offenem Mund verharrte sie während die Schlange ihr Gesicht zurück zog.

„Das, meine liebe Alyssa, ist ein Kuss!“, sprach sie und ließ dann von Alyssa ab. Ihr langer Körper verteilte sich wieder in dem Becken. Scheinbar überall um sie herum war ein Teil von ihr. Alyssa blieb inmitten des Knäuels sitzen. Sie wollte nicht auf sie drauf treten und wartete daher ab. Immer wieder berührte sie mit einem Bein oder der Hand die schuppige Haut der Schlange und sofort zog sie sie wieder zurück auch wenn sie neugierig war, wie es sich wohl anfühlen würde, mit der Hand darüber zu streichen. Als sie dachte, dass die Schlange kurz ablenkt war, tat sie es. Nur kurz strich sie mit den Fingern über die schuppige Haut die sie vorhin am ganzen Körper gespürt hatte. Unter Wasser fühlte sie sich noch glatter an. Eilig sah sie zu der Schlange doch diese schien gerade den Rauchkringel zu beobachten den sie eben ausgeatmet hatte. Mutiger strich Alyssa fester mit der Hand über die Haut und fühlte die exotische Textur. Es fühlte sich faszinierend an, weich und doch waren die Schuppen fest. Als sie nach einer ganzen Weile in der sie den Körper gestreichelt hatte wieder aufsah sah die Schlange sie lächelnd an. Sofort zog Alyssa beschämt ihre Hand ein und wandte den Blick ab. Sie spürte förmlich wie sich ihre Wangen röteten. Die Schlange jedoch schien sie nicht darauf festnageln zu wollen.

„Bleib hier so lange du willst, hinter dem gelben Schleier ist eine Kammer die früher einmal von einer Dienerin bewohnt wurde. Darin findest du ein Bett und vielleicht, wenn du Glück hast, auch etwas zum Anziehen. Wenn du es vorziehst mit mir zu schlafen, dann bist du natürlich eingeladen dich zu mir in die Mitte des Raumes zu legen. Ich verspreche dir, du würdest es nicht bereuen“, bot ihr die Schlange an und begann sich aus dem Becken zu bewegen. Kurz war sich Alyssa nicht sicher ob es Absicht war, als sie ihr anbot mit ihr zu schlafen statt bei ihr aber nachdem sie ihren letzten Satz gehört hatte war sie sich ziemlich sicher, dass sich die Schlange ganz bewusst für diese Wortwahl entschieden hatte. Vermutlich auch weil sie sie vorhin so fasziniert gestreichelt hatte. Eine Handlung die ihr plötzlich unglaublich dumm vorkam. Alyssa schwieg und wartete bis sie wieder alleine war. Erst als sie sich wirklich sicher war, dass die Schlange weg war stieg sie selbst aus dem Becken. Am Rande des Zimmers setzte sie sich auf einen kleinen Hocker und schnappte sich erneut die Bürste mit der sie sich vorhin gewaschen hatte. Es war eine Tätigkeit die ihr sonst zuwider war, doch im Moment war es genau die monotone Ablenkung die sie brauchte. Ihre Gedanken kreisten weiterhin um die Schlange während sie ihr Fell trocken bürstete. Ihr Angebot würde sie nicht annehmen. Dem war sie sich sicher. Der Kuss war schon eine gewaltige Überwindung gewesen und weiter als das wollte sie nicht gehen. Es dauerte noch fast eine Stunde bis sie mit ihrem Fell zufrieden war doch anschließend verließ sie das Bad und suchte nach dem gelben Schleier. In der Mitte des Raumes war der Berg aus Kissen und zwischen den Stoffen blitzte hin und wieder die schuppige Haut der Schlange hervor. Auf leisen Sohlen ging Alyssa ma Rand des Zimmers und fand schließlich die Kammer die ihr beschrieben wurde. Nach einer kurzen Weile fand Alyssa zum ersten Mal seit sie das Schloss betreten hatte etwas Ruhe.