Das Haus Rosé 2 - Wilde Eröffnung

Story by Bluewing on SoFurry

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Wilde Eröffnung

Nur noch wenige Tage sind es bis zur Eröffnung und in der Zeit, musste noch viel am Anwesen angebaut, oder umgebaut werden. Das ganze Land stecke alles in das Anwesen hinein. Ob es Geldmittel, Arbeitsmittel oder pure Muskelkraft war, war für Karl und jeden der im Land arbeiten tut, eine Investition für die eigene Zukunft war.

Regelmäßig las sich Karl die Berichte durch die er bekam. Nicht nur die, wo er gerade fast alles reinsteckte, nämlich über das Haus Rosé, sondern auch über seine Bevölkerung. Der Wandel geschah so schnell, gesetzte wurden beschlossen in einem Tempo, wo andere Länder Jahre dafür brauchen, was er aber in Stunden verfasste. Seine Soldaten und Ritter achteten im ganzen Land darauf, dass die Gesetze eingehalten werden, wurden aber angewiesen Nachsicht zu walten, falls etwas noch nicht umgesetzt wurde.

Die Bevölkerung in der Stadt war nun wieder zufrieden, weil die Lebensmittel wieder erschwinglich für sie war und nur für „Touristen“, etwas teurer war. Er wollte die „Touristen“ nicht ausnehmen, denn das hätte sich schnell verbreitet und sein Land hätte einen üblen Ruf bekommen.

Auch sah es die Bevölkerung nicht so schlimm, dass ihr Land zu einer Anlaufstätte für Sexsüchtige und Sexsuchende wurde. Ihr Leben war noch immer das gleiche wie zuvor, nur das es nun mehr Bordelle gab und das die Städte nun zur Hälfte von den Echsen aus Archaia bestand. Natürlich war nun das Rotlichtviertel jeden Tag überfüllt, aber die Stadtwache passte nun wirklich darauf auf, dass das Viertel unter sich bleibt und das dort Ordnung herrscht.

Karl kaufte vom Staat aus einige Tavernen und Hotels auf, die er umgestaltete für die Echsen, die ein Bett brauchten, falls sie völlig betrunken und nackt auf der Straße auf der liegend, aufgefunden werden, damit sie sich dort ausschlafen können und begleitet von einer Wache, wieder zurück durch das Portal nach Hause gehen konnten.

Dort wurden die Echsen aufgenommen und von den Wachen dort, zurück ins Dorf, zum Clan, oder in die Stadt geführt.

Da er fast dreimal täglich einen Brief von der Archaischen Regierung bekommt, weil Richard schon ausgereist war und sich hier in seinem Land inkognito aufhält, konnte er ohne Probleme die weiteren Schritte mit seinen Verbündeten Reich aufrechterhalten und somit einiges Organisieren. Wie das mit den betrunkenen Echsen. Er nannte es die Auffangstation und das gleiche gab es auf der anderen Seite für die Echsen, die er rüber begleiten ließ.

Was ihm aber Sorgen bereitete war, wie noch an die knapp hunderttausend Echsen auf der anderen Seite darauf warteten durch das Portal zu reisen. Die Hälfte davon waren Siedler, die ein neues Leben in seinem Land aufbauen wollten. Die andere Hälfte wollte in die Städte und sich dort niederlassen, oder für ein paar Tage jedes Bordell in der Stadt „begutachten“.

Was ihn aber freudig stimmte war der Rekord an Neuanmeldungen in den Schulen. Natürlich war die Hauptstadt als erstes voll und man konnte sagen, dass 70% der Anmeldungen Echsenkinder aus Archaia waren. Obwohl es den Echsen freistand, ihre Tradition weiter zu führen, wie sie ihre Kinder aufzogen, zeigte ihm aber diese Zahl, dass sich viele Familien und Clans für das Leben hier entschieden haben und sich anpassen wollten, wo sie zukünftig leben und lernen werden.

Und zwischen all den Berichten fand Karl einen Brief vor, der nicht überraschender sein konnte. Er drehte sich mit dem Stuhl vom Tisch um und sah kurz ins prasselnde Feuer, um dann den Brief zu öffnen, wo nur „Sazla“ draufstand.

Sazla war die Echse, die den Bürgerkrieg in Richards Reich angeführt hat und als Strafe dafür, wurde sein Clan dem Namen beraubt und als Sklavenclan des Reiches untergeordnet, bis das Archaische Reich durch ihre Hände wieder erblüht.

Es waren nur wenige Zeilen, aber sie waren sehr Privat. Sekunden später senkte er die Hand mit dem er dem Brief hielt und schwelgte kurz in Erinnerungen. Es war nur kurz, aber er ließ es zu, dass seine Hose recht eng wurde. Doch dann öffnete er die Augen und sah rüber zu seinem Bett. Man konnte die nur Klauenbewerteten Zehen der Person sehen, die noch immer im Bett lag und tief schlief, während langsam die Sonne aufging.

Völlig unerwartet bekam er heute Nacht Besuch und dieser Besucher, hatte es mehr nötig als er. Nach wenigen Minuten lagen sie völlig außer Atem umschlungen im Bett und er sah den Dank in den Augen, für das neue Bein was er ihn geschenkt hatte. Matilde tat ihr bestes und statt einer Woche, hat es nur Zwei Tage gebraucht, bis das lebendige Holz das tat, was die Person wollte.

Gerade jetzt hätte er die Lust dafür seinen Besucher, seinen Leibgardisten, seinen treuen Gefährten und Freund, stöhnend zu wecken, aber morgen war der Tag und bis dahin, musste er alles vorbereiten. Axel würde in drei Wochen zum König gekrönt werden. Allein das braucht schon seine ganze Aufmerksamkeit. Dann noch die Landesweite Feier, die ab morgen für zwei Woche im ganzen Land gilt.

Und da fragte er sich, wie voll die Straßen noch werden, wenn die Staatsfeier ausgerufen wird. Tonnen von Lebensmittel wurden dafür angeschafft, wo keiner dafür zahlen muss. Bier und Wein wurde gekauft und importiert, das allein schon 2 Karren voller Gold gekostet hat.

Es waren tausende Fässer, die auf jede Stadt aufgeteilt wurde. Er hat die Bevölkerung aufgerufen, freie Betten, die nicht gebraucht werden, für die Bevölkerung bereitzustellen. Jeder soll mitfeiern dürfen, jeder soll sich sicher fühlen und ein Bett zum Schlafen bekommen. Sogar auf dem Palastgelände hat er unzählige Zelte aufstellen lassen, die ein schlafplatz brauchten.

Jeder bereitete sich auf die Feierlichkeiten vor. Die Straßen werden gerade jetzt geschmückt. Laternen in allen Farben hingen schon bereit ab morgen ihr Licht auf die Straße zu strahlen. Alle Tavernen bereiteten ihre Stände vor, um ihre Gerichte zu verteilen.

Obwohl alles auf Kosten des Staates ging, waren sie dennoch Feuer und Flamme und das hatte einen besonderen Grund. Es war die Werbung für ihre Küche, denn dies, hat er nicht untersagt. Wenn den Besuchern das Essen schmeckt, dann würden sie nach den Feierlichkeiten zu den Tavernen essen gehen, und somit, würde die Taverne sehr viele Neukunden bekommen und mehr Profit machen.

Und dann brauchte er noch etwas Zeit für sich. Axel war schon mit seinen Freunden dabei. Sie haben sich Öle und vieles andere gekauft und bereiteten sich und den anderen für heute Mitternacht vor.

„MITTERNACHT!“

Völlig entgeistert schoss ihn dieses Wort aus dem Mund. Er wusste das das Haus Rosé morgen aufmacht, aber der nächste Tag fängt schon heute Mitternacht an. Wie konnte er nur dieses kleine, aber überaus wichtige Detail übersehen. Sein kompletter Tagesplan war somit nichtig und er musste sofort einige Dinge regeln und wichtige Briefe beantworten.

Nur nebenbei las er einen Bericht, wo drinnen stand, dass der Junge namens Alex, mit Tom das Lager am See verlassen hat. Er war nicht erfreut darüber, aber er sah es Tom nach, weil der mit ihn auf direkten Weg zum Haus Rosé gegangen ist. Er gestand sich sogar, dass er den beiden Jungs das volle Urteil vollstreckt hätte.

Jedem war es bekannt Goldnir nicht zu nahe zu kommen. Wenn sie den Drachen nur sehen wollten, hätte er sie nur ausgepeitscht und das auch nur mit drei Schlägen, aber was sie machen wollten, wo sie kurz davor waren und schon zwischen den Beinen des schlafenden und goldenen Drachens waren, war einfach nur schändlich und verstieß gegen so viele Gesetze, dass die zwei Jungs mindestens fünfmal sterben müssten.

Diese Tatsache regte ihn so auf, dass er eine Pause machen musste, weil er keinen klaren Gedanken fassen konnte.

Goldnir war ein Staatschatz. Dessen Samen war unbezahlbar. Der Drache war das wichtigste Zuchttier im ganzen Land und nur ausgewählte Ritter durften ihn täglich ausfliegen. Die Drachenzucht war schwer und nur eine kleine Chance hatte der Deck Akt, das Weibchen zu befruchten. Das lag daran, das Goldnir schon alt war, sehr alt und nur alle paar Tage, hatte der Drache Interesse ein Weibchen zu besteigen. Wenn man Glück hatte, dann würde der Staat alle Fünf Jahre ein bis zwei befruchtete Eier erhalten.

Und die Drachen, die dann schlüpfen, hätten den uralten Samen von Goldnir erhalten. Diese Drachlinge, haben dann auch nur eine geringe Chance den Drachenatem vererbt zu bekommen. Dennoch, werden sie nicht für die Zucht benutzt und wenn es einmal passieren sollte, dann würden diese Drachen auf den Ritterorden als Geschenk zugesendet, wenn sie nicht den Drachenatem vererbt bekommen haben.

Goldnir stammt aus einer Zeit, wo die Welt kaum noch berührt war und er war, seines Wissens, der letzte der noch aus dieser Epoche stammte und deswegen, war sein Samen unbezahlbar und jeder Tropfen der verschwendet wird, war ein Verlust für das gesamte Land. Denn nur seine Nachkommen, von denen es nicht viele gibt, konnte man noch wirklich als Drachen zählen. Die anderen, die auf dem Land benutzt werden, die in den Straßen der Stadt oder auf dem Land zu sehen sind, sind im Vergleich zu Goldnir und dessen Nachkommen, nur Schatten.

Diese Lastendrachen, waren kaum größer als Ochsen, wohingegen die Nachkommen von Goldnir fast so groß wie ein zweistöckiges Haus sein konnten. Bestes Beispiel war Rath. Rath ist ein direkter Nachkomme von Goldnir und kommt in die Geschlechtsreife und war jetzt schon so groß wie ein Haus. Und Rath wird noch mindestens 20 Jahre wachsen. Rath hätte das Potenzial größer und mächtiger als der Vater zu werden und es tat ihm noch immer im Herzen weh, Rath hergegeben zu haben. Als Drachling war Rath schwach und kränklich und deswegen, gab er ihn an den Ritterorden. Es bestand nur eine geringe Chance für den Drachling zu überleben, doch der Orden tat alles und mit Albrechts Hilfe und seiner völligen Hingabe, schaffte es Rath das erste schwere Jahr und wurde zu dem prächtigen Schwarzen Drachen, der er heute ist.

Und nun war Rath auch noch ein Tier im Haus Rosé und für eine Summe, wo er als König sogar schwer am Nachdenken war, konnte man Rath für einen Tag für sich beanspruchen. Womöglich war die Summe deswegen so hoch angesetzt, damit keiner Rath bekommt. Dennoch, gab es die Möglichkeit und wenn er sich dafür entscheiden müsste, zwei Karren voller Gold herzugeben, nur um einen Tag mit dem Drachen zu verbringen, dann würde er es nicht tun.

Zu viel Respekt hat er gegenüber Goldnir und seinen direkten Nachkommen, um sich einen Tag mit dem Drachen zu vergnügen. Wobei es wohl so sein wird, dass sich der Drachen mit ihm vergnügt. Denn in seinen Berichten las er auch, dass sich Rath regelmäßig in die Lüfte erhob und sich nach seiner Beute umsah. Meistens war es ganz oben im Gebäude vom Haus Rosé, wo der Drache für ein paar Minuten, oder die ganze Nacht verbrachte und weit hörbar seine Lustvollen Laute und Schreie zu hören waren.

Nur für Rath, wurde noch eine Landeplattform ans oberste Stockwerk dazu gebaut und wer weiß, ob nicht sogar die Plattform ein Meer aus Kissen war. Er würde es Tom und Qadir auf jeden Fall zutrauen.

Karls Gedanken gingen weiter und er brauchte jetzt wirklich eine Pause. Deswegen stand er leise auf und ging zum Fenster. Er sah sich die Fahnen, die Spitzten Dächer der Türme und dann, seine Stadt an.

Es war ein einziger Gedanken der ihn am Weiterschreiben hinderte. Wo würde er im Haus Rosé schlafen.

Würde im Haupthaus schlafen, oder in einen der Türme. Insgeheim wünschte er sich ganz oben zu schlafen, aber dies war Toms Stock. Nur für Tom haben die Priester von Archaia dieses Stockwerk gebaut. Doch sein Traum, mit Tom die Nächte zu verbringen, war noch immer allgegenwärtig. Es störte ihn keineswegs, wenn er mit seinen Stellvertretern bei ihm schlief. Denn auch er, hätte Richard an seiner Seite.

„Richard…“

Dieser Name löste in ihm ein mulmiges Gefühl aus. Noch immer stand die Frage im Raum, die er nicht beantwortet hat. Richard hat ihn nämlich gefragt, ob er ihn nicht heiraten wollte. Eigentlich wollte er unabhängig sein Leben weiterführen. Ohne Zwänge und Pflichten das Leben im Haus Rosé genießen wollte er. Aber sich an jemanden wie Richard zu binden, war etwas, was er sich nicht vorstellen konnte. Es lag daran, weil Richard noch nicht weiß, was ihn im Haus Rosé erwartet und erst nachdem ein oder zwei Tage vergangen waren, würde er dieses Intime Thema mit ihm besprechen wollen.

Und falls sie zwei tatsächlich auf einem gemeinsamen Nenner kommen sollten, dann würde er mit Richard eine Bindung eingehen wollen.

Bei dem Gedanken, wieder jemanden an seiner Seite zu haben, mit dem er offen über alles sprechen und wo er so frei sein konnte, wie bei Tom, bekam er einen ganz warmen Magen.

Nun war es soweit. Er hatte keinen Platz mehr für die Geschäfte des Reichs im Kopf. Alles in ihm war erfüllt von der Zeit, die er ab Morgen nicht mehr im Palast verbringen wird. So leise wie er konnte ging er zur Tür und öffnete sie. Natahn der prächtige braune Hengst und Sohn des Kommandanten, stand neben der Tür.

„Natahn, Axel soll zu mir kommen und danach schick eine Wache zur Archaischen Botschaft wo dann Richard auf mich warten soll. Zur Mittagszeit werde ich ihn per Greifen abholen, wo wir dann weiter ins Haus Rosé reiten werden. Natahn, der diesmal in einer silbernen Rüstung dastand, beugte das Haupt und ging gleich los.

„Und Natahn… vergiss nicht, du kommst auch mit!“, rief er ihn halblaut hinterher und für eine Sekunde, erstarrte die Palastwache, nur um dann in der nächste Sekunde so zu tun, als ob dieser Satz nie gefallen war.

Karl ließ die Tür offen und ging zum Schreibtisch, wo ein Stapel von Briefe und Dokumente vorbereitet war.

Sekunden später hörte er nasse Schritte und sein Sohn Axel kam mit einem Badetuch um die Hüfte geschnallt, in sein Zimmer geeilt. Das Badewasser tropfte noch aus dem Fell, das gestutzt und schon jetzt sehr gepflegt aussah.

„Was gibt es Vater?“

„Wie weit seid ihr schon mit den Vorbereitungen?“

„Wir… wir sind bei der Hälfte angelangt.“

„Ihr seid schon stunden beschäftigt, wie kann es also sein, dass ihr erst die Hälfte geschafft habt?“

Axel grinste leicht und zuckte kurz mit dem Blick zum Boden, mit den Schultern.

„Wir… wir haben erst jetzt unser „Mittel“ eingenommen.“

Um das zu verdeutlichen, brodelte Axel Bauch laut und das Badetuch glitt fast runter, als sich die Arme seines Sohnes um den Bauch schlangen. Noch bevor er ihn wegschicken konnte, lief Axel davon und er hörte wie eine Tür aufgerissen wurde und gleich darauf, wie sich Axels Darm explosionsartig entleerte.

„Natahn, mach bitte die Toilettentür bei meinem Sohn zu.“

Nachdem die Tür zuging, kam Natahn ins sein Zimmer und schloss, nachdem er sah, dass noch einer im Zimmer war, leise die Tür.

„Gibt es was?“

„Ja mein Herr.“

Karl sah von den Dokumenten auf und er erblickte Natahns besorgten Blick. Er wusste was dieser Blick bedeutete und deswegen, überließ er seiner Palastwache das auszusprechen, was er sah.

„Nur sie und meine Brüder wissen, was ich Empfinde. Mein Vater hingegen nicht. Wenn er erfahren sollte das ich… Ich… kann sie deswegen nicht begleiten.“

„Sicher?“

Natahn nickte, aber sah voller bedauern runter zum teuren Teppich.

„Dann… soll jemand anderes deinen Platz einnehmen. Du wirst dann in der Zwischenzeit Sorak unsere Sprache beibringen.“

„Wer… wer ist Sorak?“

Karl blickte zum Bett und Natahn folgte den Blick. Sie beide sahen sich die halb verdeckte Echse an, die auf dem Bauch lag und noch immer tief und fest schlief.

„Er wird zu einen deiner Brüder, sprich, eine König und Palastwache werden. Doch zuvor, soll er unsere Sprache und Gebräuche kennenlernen. Und erklär ihn dann auch, dass ich eigentlich nicht so gern nächtliche Besuche habe, obwohl dieser doch sehr wild, aber kurz war. Deswegen kümmerst du dich auch um sein körperliches Wohlbefinden. Er soll Essen und stark werden und wenn ich wieder zurückkomme, dann möchte ich keine Rippen hervorstehen sehen.“

Natahn verbeugte sich und verließ lautlos den Raum.

Seufzend setzte sich Karl wieder in den Stuhl und zum ersten Mal bereuet er es, dass Natahns Vater der Kommandant ist. Nur durch die die guten Zeugnisse, die seine Berater über den Natahns Vater aussprachen, erkor er ihn zum nächsten Kommandanten. Diesen Naiven Fehler würde er nie wieder machen und er würde Axel gleich als erste sagen, dass, wenn er jemanden in eine wichtige Position erheben will, er die Person persönlich kennenlernen sollte und ihn völlig ausfragen muss.

Sir Conrad von Rodenstein, war nun die denkbar schlechteste Wahl für den Posten als Kommandant und insgeheim wünschte er sich Albrecht zurück. Unter Albrechts Führung war sein Land erblüht. Die Bevölkerung wurde toleranter und glücklicher. Die Soldaten und Ritter traten gerne ihren Dienst und bestimmt würde unter Albrechts Führung kein Schandfleck auf der Krone lasten, wie der, der Sir Conrad auf der Straße tat.

Als er davon erfuhr, was der neue Kommandant mit seiner schwulen Bevölkerung gemacht hatte, war er innerlich schockiert und bis jetzt, hat er dieses Thema nicht angesprochen.

Doch nun war es Zeit. Es war Zeit diesen Schandfleck zu entfernen, für immer und in aller Öffentlichkeit. Als sich Karl sein rotes Gilet über dem weißen Hemd anzog, überlegte er sich, was er sagen sollte. Doch, egal was er sich ausdachte, der Grund für seinen Besuch war einfach der, dass Sir Conrad mit dieser Einstellung nicht mehr in das Gesamtbild hineinpasste.

Und er fragte sich, wie Sir Natahn, dessen Sohn, der ihn begleitet, auf das kommende reagieren wird.

Als er sein Zimmer verließ, stand schon Sir Natahn neben seiner Tür, um ihn zu begleiten.

„Weißt du wo dein Vater sich momentan aufhält?“

Sie gingen die letzten Stufen runter, bevor sie nach rechts in den Hauptsaal einbogen.

„Er hat gerade eine Besprechung mit den Palastwachen in unserer Garnison.“

Scharf bog er gleich nach links ein um nach weiteren zehn Schritten wieder nach links einzubiegen, um dann drei Schritte weiter vor einer großen Doppeltür stehen zu bleiben. Natürlich verbeugte sich der ganze Adel vor ihm, als er in den Saal geschritten kam, was er aber einfach ignorierte. Nachdem er nichts sagte, oder Tat, hob der Adel laut Etikette nach wenigen Sekunden wieder das Haupt und ging ihren Geschäften nach.

„Wie Treu bist du deinen Vater, Natahn?“

„Mein König?“, kam es gleich nervös zurück.

Karl sah leicht nach hinten in Natahns Augen und für einige Sekunden herrschte zwischen ihnen absolute Stille.

„Du weißt was dein Vater getan hat.“, es war keine Frage, sondern eher eine Feststellung.

Schwer schluckend und mit gesenktem Blick nickte Natahn.

„Er hat mindestens 300 mit den eigenen Händen den Schädel eingeschlagen. Ein Leichenberg geht auf seine Kosten. Deswegen meine Frage, bist du deinen Vater Treu!“

Es wurde sofort still im Saal, als Karl seine Stimme erhob.

Erschrocken sah ihn der Hengst an und bekam kein Laut von sich. Natahn wusste was kommen wird, da er schon seit Jahren an Karls Seite stand. Der König war schlecht gelaunt, sogar sehr schlecht und das, bedeute immer was schlechtes. Seit einigen Tagen war er froh, seinen König gut gelaunt zu sehen, doch heute, war wieder einer der Tage, wo der König seinen alten Namen gerecht wird.

„DIE FAUST“

Und er wusste, dass er nun Antworten sollte.

„Nein mein König, nicht nach dem, was mir zu Ohren gekommen war.“

Er hörte seinen König leise seufzen und im nächsten Moment ging die Tür zur Garnison auf. Es war ein großer Raum mit großen Fenstern. Rüstungsständer mit den Rüstungen der Palastwache standen links an der Wand aufgereiht. Rechts sah man mehrere Tische wo Getränke und Obstkörbe standen und in der Mitte des Raumes stand ein großer runder Tisch, wo alle 20 Königswachen Platz hatten. Und dort stand auch Natahns Vater, mit dem Rücken zur Fensterwand und mit beiden Händen am Tisch abgestützt.

„M-Mein König!“, hörte er ihn überrascht sagen und Natahns machte die Tür hinter sich zu, nachdem sein König den Raum betrat und sich seine Königswachen ansah.

„Was beschert uns die Ehre eures Besuchs?“, kam es gleich darauf von seinen Vater und Natahn bekam ein ganz schlechtes Gefühl, als sein König ohne ein Wort zum Tisch ging und seinen Vater anstarrte.

„Meine Wachen. Es ist schön euch vollzählig zu sehen. Wie ihr wisst, ist unser Land im Wandel. Nicht nur, dass wir kaum noch Gold in den Schatzkammer haben und überall nur Investitionen tätigen, oder das wir ein engen Bündnisvertrag mit dem Archaischen Reich haben, oder das wir auch Kulturell entwickeln. Ich meine nicht weiterentwickeln, dann darüber sollen unsere Nachkommen entscheiden. Wir… ja wir entwickeln uns und ich stehe hinter meiner Entscheidung. Wir werden ein Land, wo Besucher vom ganzen Kontinent kommen werden, um Sex zu haben. Und Kronjuwel wird das Haus Rosé sein, wo man schwulen Sex haben wird.“

Natahn sah in den Augen seines Vaters, wie der innerlich brodelte. Nicht wütend, sondern rasend vor Wut war, als sein König das Thema in diese Richtung lenkte.

„Ich weiß von einigen von euch, die auch auf Männchen stehen und wie es die Menschen sagen, schwul sind, oder auf beide Geschlechter ein Auge geworfen haben. Ich für meinen Teil kommentiere es nicht, sondern akzeptiere es…“

„Mein König, wir sind gerade in einer wichtigen Besprechung und daher bitte ich euch…“

„Was wollt ihr mich bitten? Wollt ihr mich bitten zu gehen?“

„Nein mein König. Ich würde nur gerne die Besprechung beenden, das nur noch wenige Minuten bräuchte.“

„Also soll ich warten?“

Da war es. Natahn hat deutlich die Klinge in dem Satz gehört, den sein König gerade gesagt hatte. Auch seine Brüder haben es gehört. Sie sahen sie augenblicklich besorgt an, aber nur einer hat es nicht rausgehört, nämlich sein Vater.

„Wenn es euch keine Umstände machen würde, mein Großherziger König.“

„Dann möchte ich euch was Fragen, Sir Conrad. Habt ihr gewartet mit dem Stein in der Hand, während meine Bürger euch um Gnade angefleht haben, nur weil sie auf das gleiche Geschlecht standen? Wart ihr Großherzig und habt sie verschont? Kennt ihr das Gesetz auf Mord? Auf Massenmord?!“

Sein König schrie das letzte Wort nur so hinaus.

Und dann geschah etwas, was keiner im Raum erwartet hätte. Sir Conrad fing zu grinsen an und zeigte dabei die weißen Zähne. Die schwarz graue Mähne des alten Hengstes wehte, als der aufrichtete. Sein Vater war im Kampflaune, das sah er in seinen loderten Augen.

„Ihr mein König, habt das Gesetz unterschrieben. Ihr habt mich zum Kommandanten berufen. Nicht ich habe sie getötet, sondern ihr mit eurer Feder. Im Vergleich zu euch, kenne ich den Hass der Bevölkerung gegenüber diesen… abnormalen.“

Natahn stockte der Atem, denn sein Vater hat etwas gesagt, was die Palast und Königsgarde sofort aufspringen und die Schwerter zücken ließ und wenn Karl nicht die Hand gehoben und der Wache Einhalt geboten hätte, dann würde sein Vater in Stücke geschlagen am Boden liegen.

„Nicht, lasst ihn nur aussprechen. Wir sprechen uns gerade aus.“

Die Schwerter senkten sich etwas und auch Natahn hatte seine Hand am Schwertknauf, um seinen König, falls nötig, zu beschützten. Denn sein Vater war ein ausgezeichneter Schwertkämpfer, der es mühelos mit jedem hier im Raum aufnehmen konnte.

„Ich stehe zu dem was ich gesagt habe. Es ist abnormal mit dem gleichen Geschlecht ins Bett zu steigen. Sex ist dafür da, um Kinder zu zeugen. Doch jeder… Abnormale, der mit dem gleichen Geschlecht das Bett teilt, macht sich schuldig in den Augen der Götter.

Und da war es, die extreme ansichtsweiße seines Vaters. Seit er klein war, musste er es ertragen.

„Und ich würde es wieder tun Karl. Ich bereue nur, dass ich nur zwei Hände habe und somit nur zwei Steine halten konnte.“

Karl wollte gerade was sagen, aber Natahn war schneller.

„Hör auf Vater! Bitte sag nichts weiter!“

„Wieso mein Sohn?! Ich habe das Recht offen zu sprechen. Ich habe das Recht meine Meinung zu sagen. Ich habe das gleiche Recht wie jeder andere.“

„Da hat er recht.“, sagte nun Karl.

„Und wegen dem was ich sage, was ich gesagt habe, kann ich nicht verurteilt werden!“

Natahn sah siegessichere Augen bei seinem Vater, doch da unterschätzte er ihren König gewaltig.

„Ihr habt Recht Sir Conrad. Das Blut lastet auf meinen Händen und Schultern. Doch eines habt ihr vergessen, nämlich, dass ihr zu dieser Zeit meine Hände wart. Ich habe nicht befohlen meine Bürger wie Diebe auf der Straße zu töten, oder brutal Hinrichten zu lassen.“

„Ihr habt aber auch nicht befohlen, dass ich das nicht tun soll!“

„Auch da habt ihr Recht, weil ich davon ausging, dass es selbstredend wäre. Wieso sollte auch mein Kommandant die Bevölkerung brutal abzuschlachten und die restliche Bevölkerung aufheizen es ihm gleich zu tun. Somit habt ihr von euch aus gehandelt und könnt nicht die Schuld auf die Krone schieben.“

Da war es nun. Aus dieser Situation konnte sich sein Vater nicht rausreden. Denn es war Tatsache, dass sein Vater von sich aus auf die Straße ging und die Meute ganz vorne anführte.

Sein Vater verschlug es die Sprache und bekam ganz große Augen.

„Aber… WAS!? Habt ihr nicht selbst gesagt, dass die Schwulen von der Straße gefegt werden sollen?!“

„Ich habe nur gesagt, dass sie von der Straße weggefegt werden sollten, da habe ich nur meine Meinung gesagt, nichts befohlen!“

„Ihr… IHR… DU MIESES DRECKSSCHWEIN! DU HAST MICH AUSGENUTZT! DU HAST MEINE ÜBERZEUGUNG AUSGENUTZT! DU MACHST MICH ZUM SÜNDENBOCK FÜR DEINE TATEN!“

„Es waren nicht meine, sondern deine!“

Karl war sich dessen bewusst, was er gerade seinen Kommandanten antat. Denn der hatte zur Hälfte Recht. Zum einen machte er ihn zum Sündenbock und zum anderen hat er das Gesetz unterschrieben. Und, er hat wirklich Sir Conrads Überzeugungen ausgenutzt, aber nur, weil er nicht wollte, dass das Archaische Reich in sein Reich einmarschierte.

„DU SCHWEIN!“, kam es über den Tisch zu ihnen rüber, doch Karl hörte nicht mehr zu und hob die Hand und sagte: „Nehmt ihn fest und stopft ihn das Maul.“. Und in derselben fließenden Bewegung hatte sich Karl zu ihm umgedreht und ging auf ihm zu.

„Es stimmt. Ich wusste von seinen Ansichten und habe es für mich ausgenutzt, deswegen Natahn, steht es dir frei zu gehen, aber erst, nachdem du mir zugehört hast und den wahren Grund für meine Schändliche Tat gehört hast.“

Natahn fühlte sich von seinen König betrogen, zumindest im ersten Moment. Und wie es sein König gesagt hatte, hörte er ihm zu und erfuhr dann alles, was sich hinter dem Vorhang abgespielt hat. Was im Zelt passiert war, als er seinen König zum See begleitet hat und wie Tom so einen großen Einfluss auf seinen König hatte. Was im Brief von König Richard stand, was Prinz John getan hat und wie es jetzt mit Prinz Katosh und John weitergeht. Einfach alles hat er nun erfahren und sein Verstand arbeitete so schwer, dass schon fast Rauch aus seinen Ohren kam.

„Das hat sich alles abgespielt und entwickelt, Natahn. Und ich frage dich nochmal, ob du deinen Vater treu bist. Weil wenn ja, dann darfst du mit ihm gehen und ich werde euch beide ehrenhaft entlassen. Wenn nicht... dann muss ich, um die Stimmung der Bevölkerung zu bessern, deinen Vater hart bestrafen."

Natahn brauchte Zeit um alles einzuordnen was er gehört hatte. Doch abseits von dem, hat sein König immer für das Wohl der Bevölkerung agiert. Er nahm es seinen König übel, dass er seinen Vater als Marionette ausgenutzt hat, aber nicht so übel, wie er überrascht feststellte. Er liebte seinen Vater, weil er sein Vater war, aber sie hatten schon lange nichts mehr gemeinsam. Und er musste traurig feststellen, dass er mehr private Gespräche mit dem König und den Prinzen hatte, als mit seinen Vater. König Karl wusste von seinen Neigungen Bescheid, nicht so wie sein Vater. Er durfte offen sprechen, offen seine Meinung sagen, wenn danach gefragt wird und nichts desto trotzt, fühlte er noch immer, dass er seinen König treu war und nicht seinen Vater. Sein Vater hat ihn nie ehrenvoll behandelt wie sein König. Immer hat er ihn versucht auf dieselbe extreme Ansicht zu ziehen, was natürlich daran scheiterte, dass er selbst schwul war, das natürlich sein Vater nicht wusste und er sich nicht getraut hätte zu offenbaren.

Es war eine leichte Entscheidung, aber gleichzeitig die schwierigste seines Lebens.

„Was… was werdet ihr… mit ich machen?“

„Willst du das wirklich hören?“

Natahn nickte leicht.

„Ich werde ihn hier und jetzt auszeihen lassen. Jeder hier in diesem Raum soll einmal deinen Vater von hinten rannehmen. Dann werde ich ihn nackt wie er sein wird, auf dem Großen Platz neben des neuen Gesetzes mit gespreizten Beinen, damit ihn jeder einmal öffentlich rannehmen kann, hinlegen lassen und am Abend dann, werde ich ihn öffentlich zum Eunuchen machen. Du sollst sein einziger Sohn sein, der Kopf der Familie Rodenstein und gleichzeitig… mein neuer Kommandant werden.“

Als Natahn das hörte, bereute er es gefragt zu haben. Er konnte seine Tränen nicht zurückhalten, weil er auch schöne Erinnerungen mit seinen Vater hatte, sogar sehr schöne. Aber dieses Schicksal, war noch immer besser als auf dem Rad festgebunden zu werden und sich alle Knochen brechen zu lassen.

„Um es dir leichter zu machen. Nach diesem Tag werde ich deinen Vater verbannen. Er soll im Archaischen Reich mithelfen das Land wieder Fruchtbar zu machen und wenn das geschafft ist, dann erlangt er die Freiheit.“

Natahn war völlig erschüttert und er nahm kaum war, als sein König befahl seinen Vater auszuziehen. Sein Vater sträubte sich mit aller Kraft dagegen, doch gegen 19 Wachen hatte er nicht die Spur einer Chance. Minuten später, wurde sein Vater von drei Wachen am Oberkörper auf dem Tisch gedrückt und eine Wache, ein Bruder, Crom, der rote Drache, hämmerte seine Hüfte von hinten gegen seinen Vater. Sir Conrad von Barenstein, der stolze Kommandant, schrie auf und rollte dabei die Augen nach oben. Der einstmals stolze Hengst und sein Vater, fing nach wenigen Momenten zu stöhnen an, während Crom mit geschlossenen Augen den Pferdeschwanz brutal nach vorne beugte und mit immer festeren Stößen seinen Vater nahm.

Kurz bevor Crom fauchend kam, wehrte sich sein Vater nicht mehr und stöhnte nur noch mit geschlossenen Augen. Nachdem Croms Höhepunkt abgeklungen war, klatschte der seinen Vater auf die rechte Po Backe und flüsterte: „Brav gemacht meine Stute, hast einen geilen Hintern.“. Gleich nachdem Crom aus seinem Vater verschwand, steckte schon der nächste steife Penis in ihm und diesmal, schrie sein Vater voller Schmerz auf.

Es war Hubert und er war ebenfalls ein Hengst und dazu noch überaus gut bestückt. Er hatte eine Frau und zwei Kinder und es überraschte ihn sehr, als er den weiß-braunen Hengst grinsen sah und mit Lust die Hüfte fest gegen den Hintern seines Vaters rammte.

In diesem Augenblick, verlor sein Vater einige Tränen und sah Verzweifelt und Hilfesuchend mit den Augen in seine Richtung.

„Mein König, wie wäre es wenn wir ihn hier als Stute behalten?“

Crom sagte das völlig außer Atem und machte seinen Penis mit einen Tuch sauber, während er zu ihnen Schritt.

„Du hast aber gute Ohren, Crom.“

„Ihr habt auch nicht leise gesprochen.“

Der Blick seines Königs war hart, als sie sich in seine Richtung drehten.

„Würdest du das wollen?“

„Wieso fragt ihr mich… mein König…“, flüsterte Natahn als Antwort zurück und senkte verstört und voller Scham den Blick. Denn kurz bevor sich sein König zu ihm gedreht hatte, hörte er einen „Platsch“ und sah unten am Tisch, wie sein Vater gekommen war, der nun ununterbrochen stöhnte und wie es schien, den Arsch nach hinten streckte, damit ihn Hubert noch besser ficken konnte.

„Nun gut. Er bekommt ein Zimmer im Palast und jede Wache im Palast hat die Erlaubnis die Stute zu decken, aber nicht hier, irgendwo unten im Keller.“

„Und wie lange soll die Strafe andauern?“, fragte gleich Crom hinterher und sah nun besorgt Natahn an.

„Er bleibt für ein Jahr hier. Danach soll er selbst entscheiden, ob er bleiben will und weiter die Stute für jeden sein möchte, oder ob er ins Archaische Reich gehen möchte. Und… macht auch eine Pause, damit er dann sagen kann, was noch nicht in der Besprechung gesagt wurde. Wenn das getan ist, besprecht das mit euren neuen Kommandanten Natahn.“

Crom war fertig mit seinem Penis und fing schon zu massieren an, damit der wieder steif wird.

„Jawohl mein König.“

„Und wir beide, gehen jetzt.“

Natahn war überglücklich den Raum zu verlassen und gleichzeitig sehr traurig.

„Ich weiß wie du dich fühlst, ich sehe das in deinen Augen. Ich werde offiziell verlautbaren, dass dein Vater für eine wichtige Angelegenheit das Land verlassen musste und das du der Neue Kommandant sein wirst. Ich werde auch veranlassen, dass das mit deinen Vater geheim bleiben soll und das es Tabu sein soll, darüber zu sprechen. Da du aber der neue Kommandant bist, steht es unter deiner Aufgabe die Sicherheit vom Haus Rosé zu gewährleisten und somit hast du einen triftigen Grund heute mit mir zu kommen.“

„Mein König!“, sagte Natahn und blieb stehen. Karl sah das dem Hengst was auf der Seele brannte.

„Sag frei.“

„Ich finde es nicht gut, dass mein Vater so enden sollte. Er war immer für euch da und hat sogar Sachen gemacht, die gegen seine Überzeugung waren, egal wie extrem seine Ansicht auch war.“

„Und was willst du mir damit sagen?“

„Lasst… lasst ihn gehen. Er hat es nicht verdient. Er und Sie… mein König… ihr beide habt Schuld an den vielen Toten.“

Sein König seufzte und schon fast reumütig ging der Blick nach oben zur kunstvoll bemalten Decke.

„Ich weiß und ich lerne noch damit umzugehen. Aber es ist nicht von der Hand abzuweisen, dass dein Vater so viele getötet hat. Was soll ich machen, sag es mir.“

„Lasst ihn einfach frei, verlangt von ihm, dass er nichts sagen soll, ansonsten droht ihm das, was ihr vorhin beschlossen habt. Ich… möchte nicht hören, wie meine Brüder am Tisch sprechen, wie geil der Hintern meines Vaters war und wie sie sich ausmachen, wann wer zuerst geht. Soll er für eine Stunde für alle die Beine spreizen, das ist schon Strafe genug für ihn, glaubt mir. Aber das er für ein Jahr von jeder Wache… das geht zu weit. Ich… werde mit ihm dann sprechen, ich werde dafür sorgen, dass er Stillschweigen bewahrt. Und… ich werde ihn überzeugen, dass ich der neue Oberhaupt der Familie Barenstein werde, das schwöre ich als Ritter und Königswache.“

Kurz sah ihn sein König mit festem Blick an.

„Nun gut, aber nur unter einer Bedingung.“

„Natürlich mein König.“

„Sag deinen Vater, dass du schwul bist.“

Kurz hielt Natahn den Atem an, als dies von ihm verlangt wurde, aber als er sich verbeugte und ausatmete, sprach er gleichzeitig.

„Das werde ich.“

Sein König drehte sich auf dem Absatz zur Seite und schritt an ihm vorbei. Er folgte ihn natürlich und als abermals die Tür zur Garnison aufging, schien das Schauspiel schon vorbei zu sein. Sein Vater lag mit dem Rücken auf dem Tisch und hatte mit den Händen die Beine zum Körper hin gezogen und präsentierte somit den nächsten der kommen wollte, den Hintern.

Keiner sagte etwas, als sie überrascht zum König und Natahn sahen. Auch sein Vater war völlig überrascht und sah seinen Sohn mit weit aufgerissenen Augen an, um dann Sekunden später vor Scham im Boden versinken zu wollen. Erst als Sir Conrad von Barenstein die Augen schloss, erhob der König das Wort.

„Dein Sohn Natahn hat mich überzeugt euch gehen zu lassen, weil ihr bis vorhin treu der Krone gedient habt. Doch es wird kein Wort von dem kommen, was hier besprochen, getan und gesagt wurde. Auch dürft ihr mit niemanden sprechen, was ihr als Kommandant getan habt. Euer Sohn wird euren Posten übernehmen, er wird der neue Kommandant sein. Ihr habt noch eine Stunde Zeit die Stute zu decken, danach, ist er ein Bürger in meinen Reich, also… nutzt die Zeit.“

Sofort standen zwei Königswachen auf und Sir Conrad, der vor Scham die Augen geschlossen hatte, stöhnte vor Lust auf, als Crom wieder laut den ehemaligen Kommandanten rannahm. Gleichzeitig stand aber ein Tiger mit einer Narbe über dem linken Auge auf und Karl musste lächeln, als er den Tier lächeln sah.

„Travir!“

Sie schüttelte sich die Hand und Karl konnte den Duft von Kajan an ihn riechen.

„Gehen wir etwas Karl.“

Ohne ein weiteres Wort zu sagen verließen sie zu dritt den Raum und Travir blieb vor der Tür stehen.

„Also…, ich finde es gut, dass du dich unentschieden hast. Nichts desto trotzt war er ein Kommandant und ein Kommandant sollte nicht als Stute enden, auch wenn er ein wirkliches Arschloch zu uns war.“

„Wirklich, hat er euch so schlecht behandelt?“

Travir nickte und sah rüber zu Natahn.

„Seinen Sohn hat er gut behandelt, aber unter der Hand hat er uns 16 Stunden Schichten gegeben. Und Höflichkeit war für ihn ein Fremdwort.“

Natahn fiel fast die Kinnlade runter, so wie Travir mit dem König sprach und das brachte beide fast zum Lachen.

„Brauchst nicht so zu schauen Natahn. Du bist erst seit 5 Jahren hier, ich seit 24 Jahren. Ich kenne Karl schon seit er überrascht aus dem Zimmer gerannt kam und mich fragte, wieso sein Penis plötzlich so groß geworden war.

Travir heulte auf, als ihn Karl mit der Faust auf die Schulter schlug.

„AAAAUUU…! Nicht die Schulter Karl.“

„OH! Tut mir leid, habe ich deine Narbe erwischt?“

„Fast hättest du´s!“

Kurz lächelten sie breit und dann sagte etwas sein König, mit dem er nichts anfangen konnte.

„Und?“

Travir strahlte übers ganze Gesicht.

„Sind zusammen.“

Lächelnd legte sein König eine Hand auf Travirs Schulter und drückte leicht zu.

„Tut gut sich nicht selbst zu Pfoten, oder?“

„Scheiße ja. Sie saugt mir jede Nacht alles raus, manchmal dachte ich mir, dass sie mir sogar das Knochenmark raussaugen und massieren möchte.“

Verstohlen sah sich Karl kurz um und als nach wenigen Sekunden die Umgebung begutachtet wurde, legte sich plötzlich die Hand seines Königs auf den Schritt von Travir und packte zu.

„Tatsache.“

„Sagte ich ja. Meine Eier sind so klein wie Wachteleier.“

„Aber du bist halbfest, versprach sie dir dort weiter zu machen, wo ihr aufhören musstet?“

„Und noch viel mehr mein König und mein Freund. Aber… das ist nicht der Grund, wieso ich mit dir sprechen muss.“

Nun wurden die Augen seine Königs hart und recht langsam, zog sich die Hand von Travis Schritt zurück. „Sprechen wir beim Baden. Natahn, du solltest auch Baden und dich für heute Nacht vorbereiten.“

Natahn war ganz schockiert von dem, was er vorhin gesehen hat. Er kannte Travir als ein Männchen, der nie ein Blick auf einem Männchen geworfen hat. Doch sein König konnte einfach so den Tiger begutachten und wie sie beide miteinander sprachen, machte ihn schon fast eifersüchtig. Sie gingen zu dritt ins Königliche Bad, wo er nun jetzt weiß, dass Prinz John es mit Prinz Katosh getrieben hat. Und gerade als sich sein König auszog, erhob der das Wort.

„Natahn, geh bitte rauf und sag meinen Sohn, das ich auch etwas von dem Mittel brauche.“

Natahn nickte und seine Schritte waren überraschend leicht.

Es tat gut ins warme Wasser zu gleiten und gleich darauf kam auch Travir hinzu.

„Ich vermute mal, dass ich dich wieder wie damals, als du noch klein warst, waschen soll.“

„Die Zeiten sind vorbei, aber… wenn es dir nichts ausmacht… dann…“

„Ist schon gut…“, flüsterte Travir plötzlich und schmiegte sich von hinten an Karl an, um ihn dann fest zu umarmen.

Karl schloss die Augen und machte sich mit der Wange auf der Brust gemütlich.

Travir war nicht nur sein bester Freund im Palast, sondern war für ihn damals wirklich da, als sein Vater plötzlich verstarb, kurz nachdem er die Krone geerbt hat. Nur hier war Karl damals alleine und nur hier, konnte er seiner Trauer freien Lauf lassen. Eines Nachts hörte das Travir und schritt gekleidet ins Wasser, um ihn einfach fest in die Arme zu nehmen. Ab diesem Moment, kam Travir jedes Mal mit, als Karl in der Nacht ins Bad ging. Travir wusch ihn, erzählte von sich und von der Welt und nachdem, saßen sie einfach da im Stillen, während er von ihm umarmt wurde. Es ging so lange, bis er seine Frau kennenlernte.

„Das weckt schöne Erinnerungen.“

„Stimmt Karl, aber wie du sagtest, die Zeiten sind vorbei.“

„Doch… deine Hände sind noch immer so warm und weich.“

„Nana, wenn das jemand hört, könnte er sich was zusammenreimen.“

„Ach hör schon auf. Bestimmt weiß schon jeder das ich Schwul bin.“

„Fast jeder… HIHIHIHI!“

Karl stimmte fast mit ein beim Kichern, aber etwas wollte er von Travir wissen, was ihm persönlich wichtig ist.

„Stört es dich, dass ich schwul bin?“

„Nein, überhaupt nicht. Ich habe es schon von Anfang an geahnt. Als du noch klein warst und du nicht so stressige Tage hattest, wurdest du hier schon öfters steif, hast es aber immer versucht zu verbergen.“

„Damals wusste ich auch nicht, dass ich schwul bin. Es gefiel mir halt nur sehr gut und ich wurde eben steif, was mich immer vor Scham erröten ließ, wie die Menschen es so schön sagen.“

Eine Pause trat ein und Karl wurde langsam bewusst das, wenn er sich so an Travir anlehnte, es ihm vielleicht unangenehm war.

„Stört dich das jetzt, wenn ich mich so an dich anlehne?“

„Nein Karl, obwohl du jetzt groß und ein starkes Männchen geworden bist, sehe ich dich noch immer wie den Jungen von damals an, nur das du jetzt weißt das du schwul bist. Deswegen stört es mich auch nicht, wenn du mich in den Schritt fasst, oder das du dich genüsslich mit dem Kopf auf meiner Brust gemütlich machst, sofern nicht mehr passiert.“

„Was meinst du mit mehr?“

„Also… ähm… wieso fragst du eigentlich nach?“

„Darf ich das nicht?“

„Doch schon, aber du fragst mich gerade aus.“

„Stimmt… tut mir Lei-…“

„Also wenn du an meinen Hintern ran willst, geht das zu weit.“

Karl blieb das Wort im Hals stecken. Denn er wusste sofort, was Travir nicht zu weit gehen würde. Deswegen setzte er sich auf und sah ihn völlig entgeistert in das heile Auge.

Der Blick seines Freundes war felsenfest, doch die Mimik zeigte wie Unsicher der Tiger war.

„Was… ist los?“, wollte Karl jetzt wirklich wissen.

„Ok… wir sind eh schon sehr Intim und du sitzt auf meinen halbsteifen Schwanz, wenn dir das nicht aufgefallen war, aber ok, ich erzähle dir was mich so beschäftigt.“

Tatsache, er saß tatsächlich auf Travirs halbsteifen menschlichen Penis und weil er nun das wahrnahm und weil Travir ihm seine Grenzen aufgesagt hatte, fing sein eigener Penis zu pochen an.

„Also Karl… nachdem ich mit Kajan einen Tag verbracht habe, war ich schon in sie verliebt. Sie ist… unglaublich und besiegt mich im Schwertkampf nach wenigen Sekunden.“

„Was? Ihr habt gekämpft?“

„Jaaa… nachdem wir in der Stadt waren und einen Tee getrunken haben, fragte ich sie, worauf sie Lust hatte und sie sagte einfach, dass sie sich mit mir Messen wollte. Zuerst verstand ich nicht was sie damit meinte, aber als sie mich zum Übungsplatz der Stadtwache führte und ein Übungsschwert erhob und es mir zuwarf, war ich ganz schockiert wie leicht sie mich entwaffnen konnte. Darauf fragte sie mich, worauf ich Lust hatte und ich brachte sie in mein Gemach. Ihr Götter… ist sie gelenkig. Wir trieben es stundenlang und in der Zeit… kam ich mindesten Zehnmal. Aber… das ist ein Gesprächsthema, wo wir erst einmal ziemlich viel Wein brauchen. In der Nacht dann, fragte sie mich, ob ich nicht bei ihr Leben möchte. Ich fragte sie, wo sie Wohnt und dann, traf mich der Blitz, als sie sagte, dass sie im Haus Rosé lebe. Denn auch ich… wollte schon immer mal hin und… einiges Ausprobieren, wenn ich das so sagen kann. Gleichzeitig aber, stellte ich mich dem, was mich dazu trieb etwas auszuprobieren.“

Genau im Richtigen Moment unterbrach ihn Karl.

„Ich will es nicht hören, nicht nüchtern.“, sagte und er rutschte von Travirs Schoß runter, um ihm dann denn Rücken zuzuwenden.

„Und… wirst du die Palastwache verlassen?“

Travis schnappte sich ein Schwamm vom Beckenrand und fing langsam und gefühlvoll seinen König zu waschen an.

„Wäre es schlimm?“

„Mir wäre es einerlei, aber… Axel und die anderen würden auf einen guten Trinkkumpanen und guten Freund verlieren.“

„Dann… werde ich bleiben, mein König.“

„Ich denke nicht, dass es das ist, wieso du mit mir sprechen wolltest. Ich denke, dass du mir sagen wolltest, dass du die Königswache verlassen wirst. Und ehrlich gesagt, wünsch ich dir einfach nur noch Kajan. Werde Glücklich und zufrieden, bekomme Kinder und zieh sie auf, so wie du mich aufgezogen hast, Travir.“

Die Hand seines Freundes ruhte auf seiner Schulter und das für viele lange Sekunden. Im stillen wurde es beschlossen und die Königswache hatte eine wichtigen Teil verloren, das aber schon nach langem nach seinem Glück sehnte und nicht selten betrunken und verweint in Karls Zimmer getorkelt kam.

„Und Kajan… hat sie was dagegen, weiß sie von dem… du weißt schon.“

„Sie… hat es mir sogar recht offen vorgeschlagen. Während sie Qadir im Auge behält, will sie auch mich in ihrer Nähe haben.“

Karl lachte laut auf und sah nach hinten.

„Sie denk womöglich, dann du mit einem nicht Weibchen im Bett, sie auch nicht hintergehen kannst!“

Verdutzt sah ihn Travir an und kurz war ein grinsen zu sehen, bevor das laute schallende Lachen im Raum hallte. Einige Minuten lachten sie fröhlich und gelassen, bis Natahn zurückkam und eine kleine weiße Flasche in der Hand hielt.

„Mein König, ich soll Euch ausrichten von Prinz Axel, dass er in einer Stunde mit seinen Freunden fertig sei.“

Karl hörte augenblicklich mit dem lachen auf und zerrte Travir mit sich aus dem Becken. Der zukünftige Kommandant zwang sich den Blick oben zu behalten, während sein König nackt vor ihm stand und die Flasche entgegen nahm.

„Wir drei nehmen jetzt einen Schluck und dann holt Natahn für uns drei eine Morgentoilette.“

Karl fummelte am Kork herum, als ihn Travis was fragte.

„Was passiert denn wenn wir einen Schluck nehmen.“

Breit grinsend öffnete der König die kleine Flasche und nahm sich einen kleinen Schluck, um dann die Flasche an Travis weiter zu reichen.

„Wir werden dann ordentlich nebeneinander scheißen.“

„Aber… das brauch ich nicht Karl!“

Noch breiter Grinsend, drückte er die kleine Flasche in Travis Hand.

„Dann verpasst du alles mein Freund, erst vor kurzem hat Sir Conrad seine Meinung geändert, wie du wohl sicher gesehen hast.“

Nachdenklich sah sich der gut gebaute und alte Kater die Flasche in der Hand an, um nach wenigen Sekunden mit der Schulter zu zucken.

„Für alles gibt es ein erstes Mal!“, und mit diesem Kampfspruch, nahm auch Travir einen Schluck und reichte die Flasche an Natahn weiter. Ohne zu zögern trank Natahn die Flasche aus und sah erwartungsvoll die anderen zwei an.

Karl zeigte beim Grinsen die Zähne.



Auf der Landstraße

„Ich werde das machen, was euer Vater mir aufgetragen hat! Aus Pasta jetzt!“

„ABER… ICH WILL NICHT DAS DU IMMER BEI MIR BIST!“

„Ach… ihr werdet mich nicht sehen. Ihr könnt tun und lassen was ihr wollte, aber ab 20 Uhr ist Schluss und es wird Zeit fürs Schlafen gehen.“

„DAS IST VIEL ZU FRÜH! ALLE WERDEN NOCH WACH SEIN!“

„Mein Prinz… ihr seid noch viel zu Jungs um noch länger wach zu sein. Ihr braucht euren Schlaf, glaubt mir und wenn ihr früh ins Bett geht, dann könnt ihr auch früh den Tag beginnen. Ihr werdet der erste sein, der das frisch zubereitete Frühstück isst. Ihr könnt euch als erster… euren Gefährten… aussuchen und nicht die nehmen müssen, die noch übrig bleiben.“

Der kleine Leopardenjunge, der gerade einmal 13 geworden ist und als Geschenk für den guten Abschluss in der Schule von seinen Vater den König über die Ferien ins Haus Rosé gehen durfte und das auch noch, am Neu-Neueröffnungstag, sah schmollend zu ihm rauf.

„Schaut mich nicht so an, ihr wisst ich ertrage nicht diesen Blick.“

Das kurze dichte braune Fell mit den schwarzen Flecken, wo man noch gut sehen konnte, dass der Prinz noch mehr ein Kind als ein Jugendlicher war, stand im leichten Kontrast zu den himmelblauen Augen, die ihn anstarrten.

Die Straße war holprig und er passte genauestens drauf auf, dass die Vorhänge zu waren. Sie waren Inkognito unterwegs, deswegen war die Kutsche billig und alt. Deswegen war sein Prinz schlicht gekleidet und deswegen waren sie auch alleine. Aber sie waren nicht unvorbereitet abgereist. Sie hatten die kleine Truhe voll Gold bei sich, die in der Sitzbank versteckt war. Gleichzeitig wusste König Karl van Helm von ihrer Anreise und würde sie mit offenen Armen begrüßen. Auch überlegte er noch immer das Angebot anzunehmen, dass ihm der König dieses Land gegeben hat. Nämlich seinen Prinzen, Michael, oder auch nur Mika, von Hause Blauschild, dessen Oberhaupt der König und Mikas Vater war, den Prinzen Axel, Karls Sohn, zu übergeben und mit seinen Freunden gemeinsam die Zeit im Haus Rosé zu verbringen.

Es tat ihm schon leid, dass Mikas Freunde und dessen Familien nicht die Summen aufbringen konnte, die das Haus Rosé für eine Woche verlangte und somit war Mika alleine über die zwei Wochen. Bestimmt würde es ihm gut tun, jemanden bei sich zu haben, der ebenfalls ein Prinz war und wusste, welche Last ein Prinz tragen musste.

Was ihn bis jetzt aber erstaunt hat war, wie offen Mika auf die Frage seines Vaters geantwortet hat, als der ihn fragte, was er sich wünschte für den guten Abschluss. Natürlich und wen würde es Wundern, war der König und Vater völlig perplex, als Mika sagte, dass er über die Ferien ins Haus Rosé gehen wollte. Jeder im Kontinent, der sich ein wenig über Edelbordelle informierte, oder etwas im Rotlichtviertel an Zeit verbracht hat, hat hier und dort etwas über das Haus Rosé gehört und besonders jetzt, da fast überall die Werbung von der Neu-Neueröffnung herumgeisterte, wusste mittlerweile der ganze Kontinent, was sich im südlichen Land abspielte.

Was ihn aber stolz machte war, wie selbstsicher so Mika seine Neigung aussprach. Sein Prinz hat sich als Schwul offenbart, was seinen König bestimmt Kopfzerbrechen bereitete und weil sein König so schwach gegenüber dem Sohn war, wusste wohl Mika, dass sein Vater alles für ihn tun und dafür auch kein Tadel erhalten würde. Im ganzen Hof, war er, Sir Otto, der einzige der Mika Paroli bietet. Und vielleicht lag es auch daran, dass er so eine gute Beziehung zu Mika hatte und das war wohl auch der Hauptgrund, wieso der König für ihn 100 Goldstücke zahlt. Es waren zwar keine 800, wie bei Mika, aber da er nur als Leibwache an Mikas Seite bleiben wollte und sonst nur ein Schlafplatz und Essen brauchte, wurde diese Summe für ihn vereinbart.

Er selbst als Kater konnte sich nicht vorstellen, nackt neben Mika herumzulaufen, obwohl sie schon öfters gemeinsam gebadet haben. Es fühlte sich jetzt falsch an, weil er wusste, dass Mika schwul war. Er wollte für seinen Prinz nicht ein Objekt der Begierde sein wollen, da er sich über sein Körper und seine Statur deutlich im Klaren war.

„Ich… ich bin nervös Otto.“

„Wieso denn? Ihr… du wolltest doch über die Ferien hin.“

„Ja schon… aber… ich kennen dort keinen.“

„Ich werde dort sein und immer für euch da sein.“

„Schon… aber… du wirst aber nur zuschauen…“

„Ich stehe eben nicht auf Männchen, wie ihr mein Prinz.“

Mika fing breit zu grinsen an und fing mit dem Pfoten zu schaukeln an.

„Wie ich sehe, freut ihr euch dennoch.“

Noch breiter grinsend steckte Mika eine Hand in die Hosentasche und zog einen gefalteten Zettel hervor.

„Das Haus Rosé ladet euch Herzlich für die Neu- Neueröffnung ein! Erlebt euch selbst, erlebt das Leben, erlebt… was Männchen zu Männchen macht!“, las Mika den ersten Satz vor und strahlte ihn dann mit weit aufgerissenen Augen an.

„Wir bieten so vieles an, das es auf diesen Steckbrief nicht Platz hätte. Kommt und seht selbst was wir für euch alles tun können. Doch einige Sachen möchte ich jetzt schon Preisen. Wer das nötige Kleingeld hat, kann in unserem Haus übernachten, das mehr als 70 Meter hoch sein wird und von wo man das ganze Land sehen kann. Wir bieten Dienste an, von denen ihr noch Wochen, Monate, wenn nicht sogar noch Jahre danach eure Seele dürsten wird. Wir bieten nicht nur was für Erwachsene an, sondern auf für die, die gerade erwachsen geworden sind. Wir bieten für die kleinen ein Lager, wo sie für einige Tage mit gleichaltrigen die Tage verbringen können und wo jeder sich selbst erkunden kann. In diesem Lager, können die Jungs die ersten Schritte in die Sexualität machen und dann selbst erfahren, ob es das ist, was sie fühlen. Und für die Erwachsenen, bieten wir die süßesten Jungs, die durchtrainiertesten Erwachsenen, in einer Umgebung an, wo man sich am liebsten selbst verlieren will. Badet mit euren ausgewählten Gefährten in den hängenden Gärten, lasst eure Seele baumeln, während ihr im Schatten und überdacht in der Wiese liegt. Und dann noch für die, die was Exotischen wollen, haben wir allerlei Tier, das auf euch wartet.“

Verträumt faltete Mika den Steckbrief langsam zusammen und sah langsam zu ihm auf.

„Was… was dort drauf steht… Otto… ich kann es vor mir sehen. Ich kann sehen wie ich dort Bade, wie ich dort in der Wiese liege…“

„Und ich werde an eurer Seite Wache halten.“

Genervt stöhnte Mika auf und drückte mit der linken Hand in den Schritt.

„Müsst ihr aufs Klo? Wir können schnell links ranfahren.“

Heftig schüttelte Mika den Kopf und sah noch genervter drein.

Ganz genau wusste er was in Mika vorging, denn man konnte die Anzeichen auch nicht übersehen. Doch er war ein Ritter und über den prinzlichen Schwanz durfte ein Ritter nicht sprechen. Doch für eines war er seinen König sehr dankbar, nämlich, dass er und Mika die Hauptstadt verlassen konnten. Das Archaische Reich hat mit der Belagerung der Stadt weite Teile verwüstet. Tote Soldaten, Freunde, bildeten Leichenberge auf den Straßenrändern und über die zwei Wochen, wo nun auf dem ganzen Kontinent Ferien herrschten, war nun auch Frieden eingekehrt. Und wegen des Friedensvertrag und, weil das Archaische Volk beim Wiederaufbau half, um natürlich als Gegenzug einen Intellektuellen Austausch zu erhalten, atmete nicht nur sein Land auf.

Und weil er uns sein König nicht wollten, dass Mika sowas sehen musste, war der andere Grund, wieso der König seinen Sohn davonschickte. Das eine, passte hervorragend zum andren zusammen. Für zwei Wochen war Mika nicht da und in der Zeit konnten zumindest die Toten begraben werden und zum anderen, bekam der kleine Prinz das, was der sich gewünscht hat.

„Sind… Sind wir bald da?“, fragte ihn sein Prinz und Otto hob seine gepunktete Jaguar Hand und zog vorsichtig den Vorhang zu Seite. Sie waren schon sieben Tage auf reisen und er selbst hoffte bald, oder eigentlich jetzt, endlich da zu sein.

Grinsend drehte er den Kopf zur Seite und blies die einzelne Kerze aus, die im Wagen brannte.

Dann zog er beide Vorhänge auf seiner Seite zurück und Mika sprang auf und drückte das Gesicht gegen die Fensterscheibe.

Ein gewaltiger Turm ragte aus der Landschaft auf. Die Lichter brannten schon in den Fenstern und auf den Balkonen. Greifen und Drachen zogen ihre Kreise über den Turm, um dann nacheinander zu landen. Immer mehr Flugtiere kamen im Mondschein in Sicht und niemals zuvor, haben Mika und Otto so viele Drachen am Himmel gesehen. Bis hierhin konnten sie ihre animalischen Schreie hören. Gleichzeitig schien der Trum von unten auch zu brennen. Es mussten tausende Lichter sein, die den Turm so erhellen mussten und die einwöchige Reise war es wirklich wert, die sie hinter sich hatten, nur um in diesem Moment das sehen zu können, was ihre Augen erblickten. Ihre Herzen rasten von dem, was sie sahen. Es war ein Moment auf den Kontinent, den man nur einmal pro Jahrhundert vor Augen vorgeführt bekam. Sie beide ergriff etwas, was man als Ehrfurcht benennen konnte. Was sie sahen, würde sich für immer in ihre Köpfe einbrennen.

„Wir sind für morgen früh angemeldet Mika. Wie es im Steckbrief steht, öffnet das Haus Rosé erst um Mitternacht und du musst dir selbst eingestehen, dass es für dich zu spät sein wird.“

„Ich… Otto… können wir nicht zumindest jetzt kurz hinfahren? Ich möchte mit meinen eigenen Augen sehen, was sich dort abspielt. Bestimmt warten tausende darauf, dass das Tor geöffnet wird.“

„Das… können wir machen, aber auch nur weil es nur eine Neu-Neueröffnungstag geben wird und das möchte ich persönlich dir nicht verwehren.“

Dass ihn sein Prinz vor Dankbarkeit ansprang, war er nicht vorbereitet gewesen. Doch dafür war die Umarmung, die er daraufhin bekam, erwartet. Gemütlich setzte sich Mika dann auf seinen Schoß und lehnte sich Seitlich an seiner Brust an, um dann verträumt nur noch den Turm anzustarren, wo nun auch die goldene pyramidenförmige Spitze aufglänzte.

Mika glaubte plötzlich jemanden zu sehen. Er hatte wirklich gute Augen und die Gestalt die er wahrnahm, stand stolz im obersten Stockwerk. In seinen Gedanken stellte er sich vor, selbst dort oben zu stehen und das zu sehen, was die Gestalt nun sah. Bestimmt würde er dort oben die Kolonnen der Kutschen sehen. Beobachten wie die Drachen und die unzähligen Greifen landeten.

„Mika.

„Ja Otto?“

„König Karl van Helm hat uns, also dir auch angeboten, dass in der Zeit, wo du im Bordell bist, mit seinen Sohn die Zeit verbringst. Du wirst mit Axel die Tage verbringen und wer weiß, vermutlich werdet ihr in der Zeit auch Freunde werden.“

„Ich… ich weiß nicht… was… was würdest du machen?“

„Alsooo… ich würde das Angebot annehmen. Zumindest hätte ICH jemanden von Anfang an, an den ich mich wenden könnte. Und… das ist jetzt meine Meinung… aber… egal was man macht, zu zweit ist es immer schöner.“

„Hmmm… ok.“

„Das ging aber schnell!“, kam es aus ihm raus und Mika fing zu kichern an.

„Hihihi… ich höre eben auf das, was du sagst.“

„Da frage ich mich, warum du dann nicht auf das hörst, was dein Vater zu dir sagt.“

Mika machte sich nun vollends auf ihn gemütlich und in den Augen des Jungen konnte man den Turm sehen.

„Für mich bist du mehr Vater, als er.“

„… Sag doch sowas nicht…“

„Er liebt mich… das weiß ich, aber… er… Otto… du bist hier, nicht er. Du sagst mehr zu mir *Nein* an einem Tag, als er in einem Jahr. Nur durch dich weiß ich, dass man sich für etwas anstrengen muss, um es zu bekommen.“

„… Mika…“

„Nein Otto, das ist die Wahrheit. Seit Mama fort ist, bist du… bist du… für mich… sehr wichtig geworden…“

Und wieder ist Otto sprachlos wegen Mikas Offenheit. Der junge Prinz ist einfach ein Herzensbrecher und wenn sein Prinz nicht schwul wäre, würden die Weibchen in paar Jahren auf ihn fliegen. Da es aber nicht so sein wird, hoffte er innig das Mika jemanden finden wird, in den er sich verliebt.

„Ich bete für dein Glück, mein junger kleiner Prinz.“, hauchte Otto zum Jungen runter und gab ihn einen Sanften Kuss auf den Kopf. Grinsend schloss Mika die Augen danach und nach wenigen Minuten, rutschte der kleine Körper langsam nach hinten, bis der Prinz in seinen Armen lag und einschlief.

Es dauerte noch eine Stunde, bis die Kutsche langsam halt machen musste. Aber bis sie stoppen mussten, sah sich Otto den Prinzen genau an. Mika war einfach süß, alles war am Jungen süß, ob das Gesicht, die wohlgeformten Finger, die Beine und sogar die Pfoten. Nur das Beste hat der Junge geerbt von seinen Eltern bekommen und er hoffte, dass seine zwei kleinen Brüder nach Mika kommen werden.

Als sie stoppen mussten, sah Otto raus und stellte fest, dass es nichts auf der Welt gab, das ihnen bei der Weiterfahrt helfen konnte. Es würde ihn sehr viel Kraft kosten, doch zumindest das wollte er Mika gewähren. Deswegen stieg er mit dem schlafenden Jungen aus der Kutsche und bat den Kutscher, dessen Name Sir Robert ist und einer seiner unterstellten Ritter war, hier in der Nähe zu warten und auf die Kutsche aufzupassen, bis er mit dem Prinzen zurückkam.

Knapp eine Stunde brauchte er und in der Zeit, ging er an eine Kutsche nach der anderen vorbei. Einige hatten die Vorhänge geschlossen, doch sehr viele nicht. Innerlicht musste er lachen, weil in so vielen Kutschen so viele Leute in einfacher Kleidung drinnen saßen. Es war einfach Auffällig unauffällig vieles Inkognito und das erkannte er daran, dass die Personen, die einfach gekleidet waren, viel zu gepflegt waren. Auch der Aussprache nach, die man hier und dort hören konnte, glich mehr die des Adels, als die des Volkes.

Aber es gab auch die, die nicht Inkognito unterwegs waren und die Personen, zeigten was sie hatten. Das auffälligste was er bis jetzt gesehen hat, war die gewaltig große Kutsche, die sogar den eines Kaiser übertrumpfen würde. Die Kutsche war mindestens zehn Meter lang, drei Meter breit und vier Meter hoch. Die Außenwände bestanden aus wehender Seide, 20 Wachen in Stoffrüstungen und gekrümmten Schwertern begutachteten jeden, der Vorbeiging. Eine niedrige Kohlepfanne spendete in der Kutsche Licht und Wärme und was er sehen konnte war, dass wohl nur eine Person drinnen war.

Die Person, so glaubte er, lag gemütlich auf einem Kissenmeer und verspeiste schon fast gelangweilt eine Traube nach der anderen. Das verrieten ihm das Schattenspiel und der süße Duft nach Trauben. Als dann zwei Wachen zu ihm kamen, weil er vielleicht für eine Sekunde zu lange stehen geblieben war, gab er sich den spontanen Impuls nach, der just in den Moment aufkam.

„Vielleicht möchte der Herr sich die Pfoten vertreten und mit mir nach vorne zum Tor spazieren gehen?“

Es war wohl keine so gute Idee gewesen die Stimme zu erheben, denn die Wachen hatten plötzlich die Waffe in der Hand und mit der anderen, nahmen sie den kleinen Schild von ihren Rücken runter und gingen in Kampfhaltung auf ihn zu.

„GEH!“, fauchte eine Wache und Otto verbeugte sich gleich und schritt zwei Schritte zurück, bis sich etwas in der Kutsche bewegte. Der Seidenvorhang glitt zur Seite und eine weiche Stimme, in einer fremden Sprache, war zu hören. Die Wachen stoppten, steckten die Waffen weg und fielen auf die Knie, um ihr Gesicht auf den Boden zu pressen.

„Ich komme gerne mit.“, Otto stockte er Atem. Egal ob das nun ein Männchen oder ein Weibchen war, wer vor ihm stand, fand er einfach nur heiß. Die Person, die aus der prachtvollen Kutsche ausgestiegen war, war fast einen Kopf größer als er, schlank, filigran und hatte eine Eleganz im Gang, das einfach nur noch betörend war.

Von der Hüfte bis zu den Knien, hing ein Tuch das Bestickt mit Figuren war. Der Rand des Tuchs bestand aus Goldfäden und Gold, sah man fast am ganzen Körper. An den Knöcheln hingen dünne Goldketten, breite dünne Goldarmbänder waren zu sehen, als sich die Person den Stoff glattstrich. Ohrringe aus Gold klimperten leise bei jeder Bewegung des Kopfes und was am auffälligsten war, war die bombastisch breite Halsschmuck, das von einer Schulter über die Brust bis nur nächsten Schulter am Körper hing und wo darauf ein Rot-Blaues Auge draufgeprägt war.

Beim Näherkommen der Person sah er dann, dass die Person geschminkt war. Die Augen waren Gold umschminkt und ein dicker schwarzer Rand hob die Augen noch weiter hervor, die im Übrigen braun-golden waren. An den Fingern sah man Ringe, wo Rubine, Saphire und Smaragde eingebettet waren. Allein waa diese Person, dieser Kaiser an sich trug, reichte womöglich aus um ein Jahr im Haus Rosé zu verweilen.

Als diese Person dann bei den Wachen vorbeiging, erhoben sie die Wachen und positionierten sich direkt seitlich hinter ihn. Sekunden später, tauchten dann wohl die Diener auf, die schlicht gekleidet waren und den Blick gesenkt hielten. Es waren vier Diener und der erst der Wache, umkreiste sie nun und standen mit dem Rücken zu ihnen und hielten wohl Ausschau nach etwaigen Angreifern.

Alles schrie, dass diese Person jemand sehr wichtiges war und vor Demut, senkte er den Kopf, als die Person vor ihm stand. Denn die Aura, in der er schwamm, war so dicht, so erhaben und so warm, das er sofort wusste, dass diese Person noch weit höher gestellt als ein Kaiser war.

„Wie lautet dein Name?“, wurde er gefragt und er wollt schon hinaufschauen, aber er konnte sich nicht überwinden.

„Ot-…. Otto mein Herr.“

„Was… für ein schlichter Name… aber er gefällt mir.“

Da bewegte sich plötzlich die rechte Hand der Person und kam seinen Kopf immer näher, bis er einen Finger am Kinn spürte und mit dem Finger am Kinn, sah er langsam auf. Nur weil von hinten der Kohlebecken zu ihnen schien, konnte er die Konturen der Person erkennen, aber auch sah er, das der Arm kein Gramm Fett an sich hatte und deutlich konnte man die Muskeln unter dem kurzen und glänzend glatten Fell erkennen. Die Person hatte ein schwarzes Fell, das aber violett schimmerte im Feuerschein.

Und als er endlich ins Gesicht der Person blicken konnte, sah er nur die Augen und das Gold und nach wenigen Sekunden, dann die glänzend weißen Zähne beim Lächeln.

„Mein Name lautet Hator.“

Otto verschlug es die Sprache. Erst vor kurzem hat er was in einem Buch gelesen über den östlichen Kontinent. Dort soll die Sonne herrschen, mit dem Kaiser, der von der Sonne herabgestiegen war. Und der Sohn des Kaisers Neith, war Hator, der von Falken gebracht wurde.

Wieder einmal verbeugte sich Otto und sagte: „Willkommen auf den westlichen Kontinent Hator, Sohn von Kaiser Neith.“

„Oh… das überrascht mich aber. Der Name scheint nicht zur Person zu passen.“

„Machst du dich über meinen Namen lustig?“, sagte er leicht grinsend und mit funkelten Augen, nachdem er sich wieder aufgerichtet hat. Wie erwartet reagierten die Wachen auf seine Drohung und er musste jetzt verdammt aufpassen was er sagte, denn sonst würde er von mindestens 12 Schwertern aufgespießt werden.

„Mitnichten, Otto. In meinem Land, bedeutet der Name etwas. Nur hier… ist ein Name einfach nur ein Wortlaut, das die Person benennt. Für mich, könntest du genauso gut auch nur „Eins“ heißen, oder „Zwei“, weil wie gesagt, die Namen hier keine Bedeutung haben.“

„Verstehe, doch ich muss etwas hinzufügen. In diesem Land, geht man nicht nach Bedeutung, sondern nach Klang, nach Sagen und Geschichten. Es gab zahllose Helden in den Geschichten dieses Kontinents, die Otto hießen und man hat mir deswegen den Namen gegeben, weil meine Eltern das gleiche in mir sahen, als ich geboren wurde. Sie sahen in mich einen Helden der Vergangenheit, der die Zukunft gestalten kann.“

„Das… ist mir Neu, aber… es gefällt mir. Ja… wenn ich jetzt so darüber nachdenke, dann klingt Otto zwar schlicht, aber stark.“

„PFF…! Immerhin ein Anfang!“, vergrämt drehte Otto den Kopf zu Seite und kurz darauf, hörte man Hators warmes Lachen.

„Sie es mir nach Otto. Ich bin das erste Mal hier auf diesen Kontinent und du bist die erste Person, die fast auf Augenhöhe mit mir spricht.“

„Na auf deiner Augenhöhe kann sowieso keiner Sprechen, so groß wie du bist.“

Wieder hörte er Hator lachen und dabei, fing sich Mika zu bewegen an und gähnend drehte sich sein Prinz auf die Seite und drückte das Gesicht gegen seine Brust.

„Welch… süßen Sohn du doch hast, Otto.“, grinsend sah er runter.

„Er… ist nicht mein Sohn. Er ist mein Schutzbefohlener und wo er hingeht, werde ich auch hingehen.“

„Also… geht ihr beide ins Haus Rosé?“

„Nur er, ich passe dabei nur auf.“

„So Jung… und schon geht er in ein Bordell? Was sagt der Vater dazu?“

„Der Vater gab den Wunsch seines Sohnes nach. Jetzt herrschen Ferien, zwei Wochen lang und da Mika so gut in der Schule war, darf er über die zwei Wochen im Haus Rosé bleiben.“

„Das ist nett vom Vater, aber ich denke nicht, dass ein Bordell das richtige für so einen jungen Kater wäre. Besser wäre wenn der Vater ein oder zwei Sklaven gekauft hätte, mit dem sich der Junge vergnügt hätte.“

„In dem Land aus dem wir kommen, gibt es seit 100 Jahren keine Sklaverei mehr und auf in dem Königreich, in dem wir stehen, wurde sie zuletzt abgeschafft. Somit… blieben Mika nur sehr wenig Optionen übrig.“

Hator hob die Hand und strich einmal sanft mit der Hand über Mikas Kopf.

„Pass gut auf ihn auf, Otto. Ich Spüre in dem Jungen die Sonne, die bald aufgehen wird.“

Zwar fand Otto es nicht so gut, dass Hator einfach so Mika über den Kopf strich, doch was er hörte, war etwas, was er schon lange beobachtet hatte. Mika war sich seiner Stellung bewusst, war aber nicht Arrogant geworden. Dem Jungen war bewusst, dass durch seine Stellung, er die Möglichkeit hatte etwas zu bewegen, etwas voranzubringen. Der Junge redete nicht wirklich darüber das er schwul sei, es war nämlich von Anfang an eine Feststellung gewesen und so, überging er einfach den Moment, wo er sich offenbart hatte und ging gleich weiter.

„Wollen wir los Hator?“

„Gern Otto. Ich langweile mich schon seit fast einer Woche in der Kutsche, obwohl das Land so vielseitig war. Und dieses Gespräch, ist bis jetzt der Höhepunkt meiner Auslandsreise und das ist traurig, aber auch sehr aufschlussreich und lustig gewesen.“

„Manchmal muss man einfach zu jemand zugehen, um was Neues zu erleben. Jeder hier hat eine Vergangenheit, seine Geschichten und Träume. Genau das habe ich bei dir gemacht.“

„Interessant… ich habe dir nicht erlaubt mich zu duzen.“

„Ich nahm mir einfach das Recht, Hator. Du bist nicht in deinen Reich, genauso wie ich und Mika. Wir drei sind Gäste, oder wie man es hier nennt „Touristen“. Du und Mika habt dasselbe Ziel, wenn auch andere Vorstellungen.“

„In meinem Land, hätte man dir vor einer Minute die Arme und Beine abgeschlagen.“

„Dann bin ich froh nicht in deinem Land zu sein…!“

Stille kehrte ein, während sie nebeneinander eine Kutsche nach der anderen passierten und umringt von Hators Wachen waren. Sie haben schon mehr als die Hälfte der Strecke geschafft, als Hator die Stimme erhob.

„Ich habe darüber nachgedacht und… ich lade dich und Mika ein mit mir in mein Land zu kommen. Ich würde euch gerne als Gäste in meinem Heim willkommen heißen und mit euch das Bett teilen.“

Das kam für Otto völlig unerwartet und es gab tausend gründe um nicht mitzukommen. Zwar kann er nicht für Mika sprechen, doch zumindest für sich, kann er sprechen.

„Das ist ein wundervolles Angebot, aber ich stehe nicht auf Männchen. Und meine Pflichten als Ritter, binden mich an mein Land und an meinem König. Was aber Mika anbelangt, so kann ich nicht für ihn sprechen. Deswegen müsstest du ihn direkt fragen, wenn er wach ist.“

„Jetzt hätte man dir den Kopf abgeschlagen.“

„Dann müsstest du jetzt mit einem Kopflosen sprechen müssen.“

Die Ringe und Ketten mischten sich beim lauten Lachen ein und sogar Otto musste Lachen wegen dem eigenen Kommentar.

„Du hast immer eine Antwort parat und das gefällt mir. Ich verstehe langsam, was du meinst mit „Zu einem hingehen“. „

„Dann warte mal ab, was du im Haus Rosé erleben wirst.“

„Was werde ich erleben Otto?“

„Bis vor kurzem… ok nein, das ist Vergangenheit. Also, was ich gehört und recherchiert habe ist, dass dort die, mit denen du im Bett landen wirst, mehr von dir verlangen werden, als du von ihnen. Sie geben zwar ihren Körper für Geld her, aber wenn du einen ausgesucht hast, dann soll es so sein, als ob du deren Sklave sein wirst. Kurz gesagt, sie werden mit dir auf Augenhöhe sein und darüber.“

„Das hoffe ich. Mit Sklaven im Bett ist es langweilig geworden. Sie machen nur dies, was man von einem verlangt, mehr aber auch nicht. Deswegen wollte ich sehen, was dieses Haus Rosé so alles bietet. Ich bin hier um was zu erleben, woran ich mich nur zu gerne erinnern würde. Also habe ich mir gesagt, dass ich einen Monat das ganze Programm machen möchte.“

„EIN MONAT!“, schoss es aus Otto raus und im nächsten Moment sah er erschrocken runter zu Mika, weil er laut geworden war. Doch Mika schien das nicht zu stören, der Junge schlief nun tief und fest.

„Ist das zu kurz?“

„Im Gegenteil Hator. Überleg doch mal! Einen Monat… einen Monat Sex und andere Sachen zu machen… nach dem Monat wird dir dein… prinzliches Gemächt fast abfallen!“

„Ach… so schlimm wird das schon nicht sein.“

Otto blieb stehen und ließ Mika nur noch auf einem Arm liegen, um mit den anderen Hator die Hand auf die Schulter zu legen. Alle Wachen atmeten erschrocken ein, sahen sich nervös an und auch Hator, sah runter zur Hand auf seiner Schulter.

„Du hast keine Ahnung Hator.“

Hator nahm Ottos Hand in beide Hände und hielt ihn sanft fest. Kurz sah ihn Hator warm in die Augen, bevor sie runter zur Hand gingen. Die Hand wurde gedreht, bis die Handfläche nach oben sah und im nächsten Moment, glitten vier warme und überaus weiche Finger über seine Handfläche.

„Deine Hand… ist rau, wie der eines Krieges. Doch… sie ist an manchen Stellen auch sehr weich. Das sagt mir, dass du eine raue Schale und einen weichen Kern hast. Die Lebenslinie… ist nicht gerade und das zeigt mir, dass du einiges erlebt hast und noch vieles erleben wirst. Weißt du… in meinem Land ist das erste Gesetz und gleichzeitig das wichtigste, mich und jeden der vom Pharao abstammt, nicht zu berühren. Wir sind von der Sonne geküsst, von der Sonne stammen wir ab und wer uns berührt, ohne die Erlaubnis bekommen zu haben, raubt uns unsere Sonne. Wenn ich dich also nicht schon als Gast und als Freund betrachtet hätte…“

„Ja ich weiß, ihr hättet mir die Glieder und den Kopf abgeschlagen, jaja.“

„Nicht nur das Otto, es gäbe Krieg.“

Da schluckte Otto schwer und zog dann langsam seine Hand von Hators davon. Ohne weiteres darauf einzugehen ging Otto weiter und langsam bereute er es zutiefst den Schritt zu Hator gemacht zu haben.

„Habe… habe ich was Falsches gesagt?“

Otto blieb seufzend stehen und drückte Mika fester an sich.

„Andauernd sagst du mir, was geschehen wäre, wenn ich das bei dir im Land gemacht hätte. Das sind Drohungen und… ich dachte nicht das bei dir alles so schwerwiegende Konsequenzen hat. Ich bin nur ein Ritter, der den Prinzen beschützen soll, meinen Prinzen, Mika. Wir hier sind anders, wir sind offener, wir begrüßen aneinander mit einem Händeschütteln, oder mit einer freundschaftlichen Umarmung. Wir sagen was wir denken, sofern es der Status erlaubt. Ich würde durch die Blume mit meinen König sprechen, aber dennoch würde er verstehen, was meine Kernaussage wäre. Bei dir bin ich nicht sicher, ob durch ein falsches Wort ein Krieg ausbrechen würde, von dem mein Land schon ausgebeutelt genug ist. Wir haben erfolgreich drei Jahre die Hauptstadt gegen eine Belagerung halten können und wir brauchen jetzt keine weitere. Also… vergiss deine Gebräuche hier und lerne unsere Kennen, wenn du so behandelt werden willst, wie ich es bis vor kurzem gemacht habe. Schönen Abend noch.“

Otto hatte genug. Hator war eine schlechte Bekanntschaft, das hat er nun festgestellt und es war ihm egal, ob er jetzt die Gefühle von Hator verletzt hat, oder nicht, aber zumindest hat er seine Meinung gesagt und der Schutz Mikas, ist für ihn das wichtigste. Ohne ihn aufzuhalten ließen ihn die Wachen passieren und ihm fiel ein Stein von den Schultern, als er diese Gesellschaft hinter sich lassen konnte.

Als seine Arme brannten, war er endlich da, aber er war nicht der einzige, der am Hügel war und runter sah. Hunderte standen oder saßen am Hügel. Edelmänner, reiche Kaufleute, verkleidete Prinzen und Könige, glaubte er zumindest, weil sie sehr, sehr gepflegt waren und wie am Hofe redeten, sprachen sie leise, oder sahen verträumt runter zum großen Doppeltor, das verschlossen war und mitten in einer Pyramide eingebaut war.

Etwas abseits an am Hang, setzte sich Otto hin und weckte Mika, indem er ihm die Nase kitzelte. Mika schlug nach der Fliege, die über seine Nase lief. Immer wieder schlug er zu, bis langsam die Augen aufgingen und das erste was er sah, war Otto der lächelnd zu ihm runter sah. Mikas lächeln ging in ein Gähnen über und der junge Prinz streckte sich ausgiebig auf seinen Schoß, um danach schmatzend die Augen wieder zu schließen.

„Wir sind da mein Prinz.“

„Schlafen…“, hörte er ihn gleich darauf murmeln, doch Otto ließ das nicht zu. Zumindest noch nicht. Also fing er ihn an der Brust und am Bauch zu kitzeln an und sofort fing Mika zu lachen an und versuchte verzweifelt sich gegen die Hand zu wehren. Als dann Mika nach Gnade flehte und schon vor Lachen zu Tränen anfing, hörte Otto langsam auf und setzte seinen Prinz im Schoß auf. Kichernd sah ihn Mika kurz in die Augen, bevor sich langsam der Kopf drehte.

Nur zu gut konnte er sich vorstellen, wie Mikas Augen glänzten und jedes Detail aufsogen. Selbst fand er es auch einfach nur wunderschön. Die Vorhänge an den Balkonen, wo schon an jedem Balkon die zwei Feuerschalen brannten, ließen den Turm magisch erscheinen. Die zwei nebentürme, die in der Mitte mit dem Haupt Turm verbunden waren, sollten eigentlich sofort herniederstürzen, was sie aber nicht taten und den Turm, oder das gewaltige Haus, noch magischer erscheinen ließ. Unten im Kreisrunden Hof herrschte reges Treiben, doch eine Person nach der anderen ging in das Haus hinein.

Hinter den Fensterwänden am Hof gingen noch einige und er glaubte, dass noch Kisten und andere Sachen getragen werden.

„Es ist gleich soweit.“, Otto hätte gehofft diese Stimme nicht mehr hören zu müssen. Und um es zu verdeutlichen, dass er nicht mehr in Kontakt mit Hator stehen möchte, antwortete er nicht darauf.

„Wer ist das Otto?“, doch leider hat er nicht die Rechnung mit Mika gemacht.

„Das ist nur… ein zukünftiger Gast von Haus Rosé. Wir haben ein paar Sätze gewechselt.“

Aus dem Augenwinkel sah er, das dieser Satz ziemlich verletzend für Hator war, was er eigentlich nicht wollte, aber wiederum doch wollte. Was er aber auch sah, war wie wunderschön Hator war. Jetzt da das Gesicht erhellt war, sah er den schwarzen Schakal in seiner ganzen Pracht und auch die Brust und der Bauch, waren so trainiert und muskulös, wie er sich es im Geist vorgestellt hat.

„Hallo, ich bin Michael, aber nenn mich ruhig Mika!“

Durch Mikas offene und herzliche Art konnte Otte nicht anders und seufzend, wandte er sich dann Hator zu.

„Mika, das ist Hator und er ist ebenfalls ein Prinz. Er ist er seit kurzem hier auf dem Kontinent und lernt noch unsere Gebräuche, aber er ist sehr nett und höflich.“

Leicht lächelnd und schon fast dankend, sah ihn Hator mit den braun-goldenen Augen an.

„Hator, das ist Mika, mein Prinz und Schützling. Er ist süß, herzlich und offen. Er sagt was er denkt und schmollt gerne, wenn ihn was nicht in den Kragen passt.“

„Freut mich sehr dich kennen zu lernen Mika.“, sagte Hator leise und warm und streckte Mika die Hand aus. Mika ergriff sie und die Kleine Hand schüttelte die große. Nachdem sie sich begrüßt haben, wandte sich Hator an Otto.

„Ich… möchte noch was sagen.“

Otto grinste breit, weil Mika noch breiter grinste und völlig verträumt das ganze Anwesen ansah und nur beiläufig sagte er: „Ich höre.“

Man hörte die Tiere. Sie riefen, so glaubten sie beide das.

„Es ist lange her… seit mich jemand gemaßregelt hat. Der letzte der es tat, war mein Vater vor vielen Jahren und sowas, nehme ich persönlich und sehr ernst auf. Um eines klar zu stellen, ich bin dir deswegen nicht böse. Ich habe wohl nur vergessen, mich auf diese Reise vorzubereiten. Gleichzeitig aber musst du auch verstehen, dass ich nicht alles zulassen kann. Deswegen werde ich dir wegen der Zurechtweisung vergeben und bitte dich auch im selben Atemzug, mir meine Fragen zu beantworten, wenn ich welche über die Gebräuche hier hätte. Und ich wünsche mir und gebe dir die Erlaubnis, und natürlich auch Mika, offen mit mir zu sprechen.“

Ottos Kopf sah von Mika rauf und drehte sich dann Hator zu.

„Gut. Freunde?“, sagte er und reichte gleichzeitig die Hand.

Hator ergriff gleich die Hand und ein Freundschaftlicher Bund war geknüpft worden.

Auf der Straße zum Haus Rosé

„Jaaaa… tiefer!“

„Mein König, hier habe ich einen Brief von euren Sohn Ignus.“

„Dann ließ ihn vor.“

„Wie ihr wünscht.“

„Mein Lieber Vater, es beschämt mich zu hören, dass Ihr euer Land verlässt und nur mit euren Lenden denkt. Ich war sogar schockiert, als ich erfahren habe wohin ihr reist. Was soll der Ade-…“

„BLABLABLA, zerreiß den Brief und ließ mir den nächsten vor.“

„Der nächste Brief mein Herr, stammt von euren Hof Arzt. Soll ich ihn wirklich vorlesen?“

„Ja, aber deutlich.“

„ÄHEM… blablabla… Floskel Floskel Floskel… ah da. Wenn ihr euch auf eure Reise macht, dann schont euren Rücken und wenn es geht, solltet ihr während der Reise liegen. Anbei im Brief habe ich ein schmerzstillendes Pulver, dass ihr eine Stunde vor der Eröffnung zu euch nehmen solltet, weil dann genau zur Eröffnung die Wirkung eintritt. Sie wird aber nur 2 Stunden anhalten, deswegen solltet ihr das Rezept, das ich darunter niedergeschrieben habe, den Hausarzt vom Haus Rosé übergeben, damit er weiteres für euch herstellen kann. Leider konnte ich für eure Ausdauer nicht schnell genug die Reagenzien zusammentragen, daher kann ich euch nur einige Tipps geben. Esst scharf, wenn ihr euer Blut in Wallung bringen wollt. Trinkt viel Tomatensaft, damit die Prostata gut funktioniert und versucht so wenig Alkohol zu trinken, wie es nur geht… ok… der Rest sind auch nur Abschieds Floskeln.“

„Scheiße…“

„Ich verstehe euch mein König.“

„Seb… kennst du irgendwelche Mittel damit ich länger hart bleibe? Du als junger Bursche müsstest doch was kennen.“

„Tut mir Leid mein König, aber ich… weiß leider von nichts… da ich nicht dieselben Probleme habe, wie ihr es habt.“

„Für was bist du dann schon seit drei Jahren mein Diener?“

„Naja mein König, ich kümmere mich natürlich um eure Bedürfnisse, aber erst kurz vor unserer Abreise erfuhr ich, das der Stolze Löwe König Raul ins Haus Rosé fahren wird und zur selben Zeit hat mir der König verraten, und das nur beiläufig, dass das Königliche Gemächt nicht mehr die Standhaftigkeit von damals besitzt.“

Raul sah rüber zu seinen Diener und der Gepard grinste ihn frech an in der kurzen braunen Hose und im braunen Hemd.

„Das hast du aber schön durch die Blume gesagt, du SCHEIßKERL!“, sein Diener fing zu lachen an und rutschte von der Bank runter um sich direkt vor seinen Kopf am Boden hinzusetzen. Die warmen Hände von Sebastian legten sich auf seine Wangen und gleich darauf, kam der Kopf näher und die Geparden Stirn legte sich auf seine.

„Ich werde alles machen, damit mein König zwischen den Beinen die Ausdauer von damals wiedererlangt. Ihr werdet euch in den zwei Wochen wie damals fühlen, das verspreche ich. Auch wenn eure braune Mähne zum fast grauen Gestrüpp geworden ist.“

„Ok, du bist offiziell das Arschloch Nummer EINS Seb.“

„Und genau deswegen mögt ihr mich.“

„PFFFF! Bild dir nur nichts darauf ein.“

Sebastian ließ vom Kopf des Königs ab und stand auf.

„Ich mach weiter…“, sagte er und der andere Diener ließ von Rücken des alten Löwen ab und verließ die Kutsche. Draußen war lautes Gemurmel zu hören und ein Teil des großen und prachtvollen Hauses war zu sehen. Schwungvoll setzte sich Seb mit gespreizten Beinen auf den Arsch des Königs und legte beide Hände auf den Rücken des alten Löwen.

Von unten nach oben glitten Beide Hände über den Rücken, bis rauf zur Schulter und dann wieder runter bis knapp über den Arsch. Von König war nur ein „HMMMM!“ zu hören und dabei erinnerte sich Sebastian, wie prachtvoll der König damals war, als er noch klein war. Die dunkelbraune Mähne wehte im Wind. Die beschlagene Silbern-Goldene Rüstung untermalte die festen braunen Augen, die weitblickend in die Ferne ging.

Doch nun, war der König alt geworden, schon fast gebrechlich und aus den tiefen seines Herzen wünscht er sich, dass der König die zwei Wochen in vollen Zügen genießen kann.

„Mein König…“

„Kannst du nicht einmal die Klappe halten?!“

„… ich mache mir Sorgen wie man über euch am Hof denken wird.“

„Ist mir doch egal.“

„Euch vielleicht, aber eure Söhne…!“

„Ach die sind sowieso alle…“

„Arrogant, Intolerant, Bösartig, Hinterlistig, Nachtragend, Gierige, Machtstrebend…“

„Bist du mal fertig meine Söhne zu beschimpfen?“

„OHHHHH… ich kann noch so viel mehr sagen.“

„HMPF!“

„Okok, kommen wir zurück zum Thema. Ich persönlich denke mir nichts, weil ihr für zwei Wochen, oder länger, ins Haus Rosé geht. Aber einer eurer Söhne wird die Krone erben und man wird nie mehr vergessen, das der ach so Stoltze König Raul, das Bett mit einem Jungen teilen möchte.“

„Das geht verdammt nochmal auch nur mir was an.“

„Stimmt, aber da ihr als König kommt, geht es auch der Krone was an.“

„Hmpf… und was soll ich deiner Meinung nach tun?“

„Ich verfasse hier und jetzt einen Brief, wo ihr einen eurer Söhne gleich zum König erklärt. Die Zeremonie wird gleich stattfinden, wenn ihr zurück seid.“

„Das Thema hatten wir schon Seb, bis jetzt hat sich keiner meiner vier Söhne wirklich hervorgetan.“

„Aber nur weil ihr so sehr an der Krone festhält. Wenn ihr in Aussicht stellt, bald einmal den wertlosen Schmuck weiter zu reichen, dann würde sich einer eurer vier missratenen Söhne hervortun, und vielleicht hat dann auch dieser das Zeug euer Reich nicht in den Ruin zu stürzen.“

„… sag das doch nicht so…“

„Aber es ist die Wahrheit. Ihr seid nicht mehr der Jüngste, mein geliebter König. Ich… habe jeden Tag Angst, wenn ich euch aufwecke, dass ihr in der Nacht von mir gegangen seid… Ich… will und kann mir das nicht vorstellen.“

„Ach Seb… ich bin grade mal 56 geworden. Die vielen Schlachten und das tragen der Rüstung hat mir meinen Rücken kaputt gemacht. Wenn ich mich schone, dann werde ich noch mindestens 20 Jahre da sein und darf mir dein loses Mundwerk anhören.“

„Das hoffe ich…“, hauchte Seb und legte sich sachte auf seinen Lieben König.

„Seb?“

„Ja mein König?“

„Spüre ich da deinen harten Katzenpenis?“

„Natürlich nicht!“, schoss es gleich aus den Geparden raus und sogleich richtete er sich auch auf und zog einen eleganten Stift aus der Hosentasche.

„Seht ihr, ich bin immer vorbereitet!“

„Gut, dann hilf mir beim Aufstehen und beim Umziehen.“

„Ach, bitte gibt mir noch ein paar Minuten. Ich liebe es auf euren festen Arsch zu sitzen.“, sagte der Gepard schelmisch und nutzte den Königlichen Arsch wie eine Matratze beim leichten auf hüpfen. König Raul fing ausgelassen zu lachen an. Das war einer der Gründe, wieso er Seb so mochte. Der Gepard nahm wirklich keinen Blatt vor dem Mund, war aber auch sehr intelligent und scharfsinnig. Und, er brachte Freude in seinen schmerzvollen Alltag. Sebastian war auch der erste den er offenbart hatte, dass er sich doch auch zu Männchen hingezogen fühlte und der Grund dafür war, dass sein Diener voller Hingabe und mit ganzer Seele für ihn da war.

„Genug jetzt Seb, für das Ritual ist nun Zeit.“

Seb hörte auf den königlichen Arsch als Matratze auszunutzen und glitt sachte und leichtfüßig von ihm ab. Bevor er anfing, schnappte er sich den Brief vom Arzt und leerte den Pulver im Brief in einen Kelch mit Wasser, das immer bereit stand. Dann holte er eine große Schüssel und eine, wo sich der König draufsetzten konnte. Die dritte war mit Wasser gefüllt und Tuch und Badetuch bereitete er auch vor.

Das Ritual, so nannte sie das, war eigentlich nur die Deckung der Grundbedürfnisse des König. Doch auch die einfachen Sachen schaffte der König kaum noch ohne Schmerzen und deswegen, nahm er das sehr ernst und ging dabei komplett auf den König ein. Er half ihn sachte und langsam bei Aufstehen, zog ihn das Hemd und die Hose aus und ließ dann den nackten König auf die Schüssel draufsetzen. Da der König kaum noch den Rücken krümmen konnte, war die zweite Schüssel dafür gedacht, dass darin der König seine Blase entleeren konnte. Sogar dabei musste er helfe und die Felltasche haltend, zielte er mit dem Gemächt in die Schüssel. Danach tropfte er die Felltasche mit einen sauberen Tuch ab und rieb die Felltasche mit einen wohldufteten Öl fest ein.

Dabei erwachte die das Gemächt etwas und wurde etwas fester, aber das war jedes Mal so, wenn er das machte. Nachdem er damit fertig war, fing er den König mit einem sauberen und nassen Tuche zu waschen an. Er arbeitete sich von oben nach unten und ließ keine Stelle aus.

Bei diesem Ritual sprach er kaum ein Wort, weil er nur die helfende Hand war, die der König so unbedingt brauchte und weil es absolut privat war. Das einzige was er normal immer sagte ist, ob der König fertig war und das bezog sich immer auf das große Geschäft.

Doch das fragte er immer, nachdem er ihn sauber gemacht hat und die Mähne gekämmt war.

„Fertig?“

Der König nickte leicht und Sebastian half seinem König beim Aufstehen. Sogleich zog er die Schüssel davon und begutachtete das Geschäft.

„Ihr solltet mehr Wasser trinken.“

„Noch mehr?“

Sebastian half dabei, dass sich der König oben an der Stange festhalten kann, damit er ihn hinten sauber machen kann.

„Ich werde euch ausgiebiger sauber machen, wenn das euer Wunsch ist.“

„Bitte.“

Es dauerte ein paar Minuten länger als sonst, seinen König zwischen den Po Backen sauber zu machen, weil er wirklich gründlich vorging. Als dies dann auch geschafft war, hob er den Kelch auf und legte den Rand an die Lippen von König Raul.

„Das Schmerzmittel ist schon drinnen und hat sich aufgelöst, in spätestens einer Stunde könnt ihr fast ohne Schmerzen das machen, was ihr in eurer Blütezeit gemacht habt.“

Mit einen dankenden Blick trank der König das Wasser samt letzten Tropfen auf und Seb freute sich zu sehen, wie Flammen in den Augen seines Königs langsam aufloderten. Doch anders als die letzten Rituale davor, zog er jetzt den König nicht das Hemd und die Hose an, sondern wandte sich von ihm ab und öffnete das Paket, das schlicht in Papier eingewickelt war.

„Es… es ist nicht besonderes, aber… ich dachte mir… ähm…“

Langsam öffnete Seb das Paket und ein großer weichaussehender, weißer Bademantel rollte sich aus. Auf der linken Brustseite war das Wappen des Königs gestickt worden.

„So… könnt ihr euch auch ohne meine Hilfe verhüllen, wenn der Bedarf da ist.“

Der König ließ die Stange an der Decke los und kurz verzog sich das Gesicht vor Schmerz, als der Rücken belastet wurde.

„Es ist aus Baumwolle und… riecht einmal dran.“

König Raul nahm den Bademantel entgegen und das weiß schien zu leuchten. Es war wirklich sehr weich, dick und leicht, was das wichtigste war. Dann hob er es an und roch tief ein.

„Lavendel!“

„Eure Tochter ist es zu verdanken. Sie hatte die Idee und ich soll euch ausrichten, dass ihr, wenn ihr zurückkommt, eine dicke Backpfeife bekommt und das ihr die Zeit genießen sollt.“

„Lavenia…“

„Ja, sie sollte Königin werden.“, sagte Seb leise, aber ernst und nahm den Bademantel in die Hände, um seinen König beim Anziehen zu helfen.

„So könnt ihr das Haus Rosé betreten!“

„WAS? Mit diesem Ding?!“

„Dieses DING hat mich ein vermögen gekostet und ich würde sagen, das ihr vorbereitet in das Haus einkehrt. Keiner muss wissen wie euer Rücken am Auseinanderbrechen ist.“

Kurz war ein Knurren zuhören, dass aber schnell wieder verstummte und das eine heile Augen, starrte Seb direkt an.

„Wenn ich dich nicht hätte… Sebastian.“

Es klopfte an der Tür und Seb machte sie gleich auf. Ein Greif ohne Flügel stand nur im Lendenschurz vor ihnen und reichte ihnen ein Stück Papier entgegen.

„Mein Name ist Lofar und ich sende Grüße von Inhaber Qadir. Wie abgemacht werde ich ihnen alles erkälten und alle Fragen beantworten.

„Sehr gut, kommt rein Lofar!“, Seb grinste breit und auch der König ballte die Hände zu Fäusten, als Lofar die Kutsche betrat.

„König Raul, wie mir Berichtet wurde, haben sie es schlimm mit dem Rücken. Darf ich fragen, wie schlimm es in Wirklichkeit ist?“

„Mein König kann sich nicht mehr Bücken, das lag an den Rüstungen den er immer getragen hat. Auch hat er schmerzen beim langen gehen, allgemein, kann er nur noch aufrecht ohne Schmerzen den Tag bestreiten.“

„Gut, ich selbst habe lange Zeit Rüstungen getragen von daher kenne ich die Schmerzen, aber so, wie es mir beschrieben wird, ist es doch anders. Deswegen, sofern der König einverstanden ist, könnte sich unser Hausarzt sie einmal anschauen.“

„Wir wollten sowieso mit ihm sprechen.“, antwortete der König nun und Lofar verbeugte sich tief und öffnete danach die Tür.

„Banjamin?“, einer kleiner Fauch in einem weißen Kittel stieg mit einen Koffer in den Wagen.

„Schaust du dir den Rücken des Königs an? Anscheinend hat er schwere Probleme wegen der Plattenrüstung die er lange getragen hat. Aber ich glaube da steckt noch mehr dahinter.“

Aufmerksam hörte der Fuchs zu und sah sich dann den König an. Nachdem Lofar zu Ende Gesprochen hat, setzte der den Koffer auf den Boden ab und verbeugte sich tief.

„Mein Name ist Benjamin und ich bin der Hausarzt im Haus Rosé. Ich werde mich euch jetzt Anschauen König Raul. Wenn ich bitten dürfte, ziehen sie zuerst den Bademantel aus und stehen sie gerade da.“

Seb half wieder beim Ausziehen und Benjamin blieb hintern dem König stehen und nahm sich die Zeit den Stand zu begutachten.

„Die Schultern sind etwas schief…“, fing Benjamin zu flüstern an und legte eine Hand auf den Rücken über den Po.

„Heb mich mal auf Lofar.“, bat Benjamin darum und als er aufgehoben wurde, fuhr er dem Rückgrat entlang.

„Ok, lass mich wieder runter.“, als er wieder unten war sah er sich den König von vorne an, was dem König etwas unangenehm war.

„Lofar, könntest du draußen warten, ich mache dann weiter mit den Hausregeln.“

„Klar!“, kam es nett zurück und als Lofar die Kutsche verließ, ließ auch die Anspannung vom König ab.

„Tut ihnen das stehen weh?“

„Leicht.“

„Beugen sie sich einmal soweit runter, wie es ihnen möglich ist und wenn es geht, verharren sie dann kurz in der Position.“

Als sich der König langsam nach vorne beugte, biss der sich schon auf die Lippen.

„Ok, mehr brauch ich nicht zu sehen. Es kommen jetzt ein paar recht intime Fragen und ich wünsche mir, dass sie wahrheitsgemäß beantworten werden.“

Kurz sahen sich Seb und der König an, bevor er den Fuchs zunickte.

„Haben sie Probleme beim Wasserlassen?“

„Ähm… ja.“

„Haben sie Probleme beim Stuhlgang?“

Seufzend nickte der König.

Haben sie schmerzen im unteren Körperbereich beim Gehen?“

„Nein, nur wenn ich die Beine etwas zu sehr anziehe.“

Der Fuchs fing nachzudenken an und ging zwei Schritte zurück.

„Heben sie etwas die linke Schulter.“

Sofort jaulte König Raul auf und Seb war sofort zur Stelle und stützte seinen lieben König ab.

„Darf ich fragen was schon alles unternommen wurde?“

Mit besorgtem Blick sah Seb zu seinen König, der allein durch diese kleine Bewegung vor Schmerzen außer Atem war.

„Rückenmassage und Schmerzmittel wurde ihn verordnet.“

„Mehr nicht?!“

Nun waren beide überrascht, wieso der Fuchs so besorgt klang.

„Stimmt was nicht?“

„Wisst ihr welche Schmerzmittel König Raul bekommen hat?“

„Auf der Bank, der offene Brief!“

Er hatte es schon aufgegeben, doch es war plötzlich wieder da, die Hoffnung. Der Fuchs setzte sich auf die Bank und nahm den Brief zu Hand.

„Darf ich meinen König wieder anziehen.“

Erschrocken sah der Fuchs auf.

„OH! Ja, tut mir leid…“, und sogleich war er wieder im Brief vertieft.

„Seb, was denkst du?“, fragte ihn sein König und er sah im heilen Auge das, was er fühlte.

„Warten wir mal ab, was der Arzt sagt.“, flüsterte ein paar Sekunden später zurück, während er vorne den Bademantel zu machte und das Gemächt des Königs verhüllte.

„SO EIN STÜMPER!“, rief plötzlich der Fuchs und sprang quasi auf. Wutentbrannt hielt er ihnen den Brief entgegen.

„Wisst ihr überhaupt was er das schreibt?! Es ist ein Schmerzmittel, aber nicht für jemanden in euren alter! Zusätzlich ist darin nicht einmal ein Mittel gegen Entzündungen! HAT ER ÜBERHAUPT STUDIERT!?“

Beide waren sprachlos und sahen sich fragend an.

„Ähm… unser Hausarzt ist schon seit 30 Jahren unser Arzt.“, zum ersten Mal in seinen Leben hörte Seb seinen König etwas kleinlaut.

Der Fuchs seufzte und massierte sich beide Schläfen. Dann wurde der Brief zusammengeknüllt und achtlos nach hinten geschmissen.

„Ok, ich will es euch mal erklären.“

Der Fuchs ging wieder zum König und knöpfte den Bademantel auf, sodass der König wieder nackt vor dem Fuchs stand.

„Also…“, ein Finger legte sich auf den Bauch, knapp unter den Bauchnabel.

„… König Raul hatte einen Hexenschuss, dass kann von der Rüstung kommen, liegt aber vermutlich daran, dass er auch noch schwer etwas gehoben hat. Das wurde Chronisch, also dauerhaft. Es muss aber nicht dauerhaft bleiben, wenn man das machen würde, was jeder Arzt euch hier sofort gesagt hätte. Also von hier…“, der Fuchs ließ den Zeigefinger runterwandern und fuhr dabei sogar über die Felltasche des Königs, bis runter zum Oberschenkel.

„… bis hier, ist alles verspannt und entzündet. Rückenmassage- ja, aber nicht nur. Allein das ihr immer in der Schonhaltung seid, verschlimmert die Schmerzen nur. Das ist auch der Grund, wieso der König Erektionsstörungen hat, aber da kann ich auch dagegen helfen.“

So schnell der Bademantel offen war, so schnell war er wieder zu und verknotet.

„König Raul, ihr braucht richtige Medizin und einen richtigen Arzt. Ich kann die chronischen Schmerzen therapieren, sodass ihr ohne Schmerzen leben könnt, doch das braucht Zeit, viel Zeit. Es werden sicher Ein bis zwei Monate brauchen, bis ihr euch ohne Schmerzen völlig frei bewegen könnt. Doch ihr dürft nicht zurück in euren Alltag, wenn ihr die Schmerzen vermeiden wollt. Egal was ihr in den letzten Monaten und Jahren gemacht habt, ist nun vorbei. Wichtig ist jetzt viel Bewegung, Rückentraining, nicht heben, sondern dehnen und meine Regelmäßige Medikamente müsst ihr zu euch nehmen. Wenn ihr das ein oder zwei Monate macht, dann werdet ihr wieder so fit wie vor 20 Jahren sein.“

Es war Seb, der es für den König tat. Er verlor für ihn die Tränen der Hoffnung und des Glücks, während sein König wie erstarrt war.

„Also… ich werde euch jetzt ein Mittel geben, dass Rektal eingeführt werden sollte, damit sie König Raul für die nächsten Stunden keinen schmerzen verspüren müssen. Da es rektal eingeführt wird, wird es sehr schnell wirken und es verträgt sich mit dem Pulver, was ihr vermutlich schon zu euch genommen habt. Und morgen Vormittag werde ich vorbei kommen und da werden wir die erste Sitzung für euren Rücken machen.“

Dann kam gleich das nächste, nachdem der Fuchs den Koffer geöffnet hat und eine kleine Flasche mit einer roten Substanz rausgeholt hat.

„Die Hälfte der Falsche auf den Penis verteilen. Es wird für fünf Minuten stark brennen, aber dann kann der König wann immer er will, so hart wie ein Fels werden. Die Wirkung hält knapp einen Tag. Hier.“

Das kleine Fläschchen wurde in Sebs Hand gedrückt und sie beide starrten das an, wonach der König schon Monate gesucht hat. Doch dann kam es noch dicker. Der Fuchs setzte sich hin und packte fast die gesamte Tasche aus. Mörser und Stößel, zwei Reagenz Behälter, eine Wage und verschiedene leere Phiolen und Fläschchen mit unterschiedlich farbigen Mitteln darin.

„Wollen wir mein König?“

Schwer schluckte König Raul und das weiße blinde und das gesunde Auge sahen ihn sorgenvoll an.

„Ich halte euch auch die Hand mein König!“

Wieder schluckte der König und diesmal kam kein bissiger Kommentar zurück und das wusste Seb, dass sein König wirklich besorgt war.

„Wir legen euch hin und den Rest überlasst ihr mir. Na kommt…“, zuerst wollte der König nicht, doch dann fügte er sich und mit ganzer Körperkraft und so zärtlich wie nur möglich, lag dann nach wenigen Minuten der König auf den Rücken und das Gemächt wurde entblößt.

„Ich… ziehe jetzt die Felltasche zurück und… dann fange ich an.“

Gesagt getan. Der rosarote und Zeigefinger lange Löwenpenis wurde entblößt und Seb leerte die halbe Flasche auf die Eichel rauf und als der erste Tropfen den Penis berührte, schnappte sein König schon nach Luft. Nachdem er dann mit der anderen Hand den Penis des Königs in die Hand nahm und sachte das Öl einschmierte, war die Kutsche mit einem Knurren erfüllt, das tief in die Brust ging.

Währenddessen mixte der Fuchsarzt die Medizin zusammen und stopfte es in eine durchsichtige Kapsel. Nachdem das geschafft und alles wieder im Koffer verstaut war, lag auch schon sein König ruhig da und atmete normal ein und aus.

„Gut, das wirkt schon mal und das hier, sind zwei Kapseln. Die müssen jetzt rektal eingeführt werden. Das eine ist ein starkes und langanhaltendes Schmerzmittel und das andere ist eins gegen Entzündungen. Morgen kommt mehr und das sollte für die Zeit reichen, wo ihr hier seid.“

„Herr Benjamin… ähm… wir sind nur für zwei Wochen im Haus Rosé… für einen längeren Aufenthalt sind wir finanziell nicht vorbereitet.“

„Ich habe doch gesagt, dass König Raul mein Patient ist, das bedeutet, dass er in meine Klinik kommt. Sofern das gewollt ist.“

„Ich… werde mit ihm später darüber sprechen.“

„Sehr fein und nun die Kapseln.“

Voller Hoffnung sah er zu seinen König, der nur noch grinste und die Augen mit dem linken Unterarm verdeckte hatte.

„Ähm, wie meinen?“

Der Fuchs ging in die Hocke und lächelte ihn an.

„Waschen sie sich ausgiebig die Hände, ich mach das schon.“

Seb war den Fuchs so dankbar. Nichts nur, dass sein König doch noch geheilt werden konnte, sondern auch wegen dem, was aufrecht und dunkelrot nach oben stand und was seinen König schon länger und recht intim den Kopf zerbrechen ließ.

„So König Raul, bitte rollen sie sich mit dem Rücken zu mir auf die Seite und entspannen sie sich so gut es geht.“

Seb sah beim Händewaschen zu wie sich der König ganz langsam drehte und wie der Fuchs den Bademantel rauf zum König zog. Der königliche Arsch wurde entblößt und der Fuchs steckte sich zwei Fingern in den Mund und fuhr dann mit den Fingern zwischen die Arschbacken rein. Die Hand verschwand zwischen den Backen und kurz darauf, erzitterte der König kurz. Sekunden darauf zog sie die Hand wieder zurück und hatte die zwei kleinen Kapseln in der Hand, die so groß wie seine Daumenkuppe waren. Wieder verschwand die Hand und diesmal, erzitterte der König etwas länger.

Und wie es der Arzt gesagt hat, als er fertig mit Händewaschen war, waren auch schon die zwei Kapseln in seinen König verschwunden.

„Sie waren sehr Tapfer mein König, nun bleiben sie am besten so liegen, bis sie die Wirkung spüren.“

Nachdem sich Seb die Hände getrocknet hat, setzte er sich zum Arzt auf dem Boden und bevor es weiter mit der Hausordnung ging, verdeckte er den geliebten Arsch seines Königs.

„Also, die Hauordnung Herr Benjamin.“

Ein zauberhaftes Lächeln setzte der Fuchs auf und er fing ihn sofort zu mögen an.

„Also… die Hausordnung ist recht simpel. Vieles was hier und bei euch verboten ist, ist auch bei uns verboten. Wir achten sehr darauf, dass man höflich, nett und zuvorkommend ist. Wer Streit, oder eine Schlägerei anzettelt, der wird gleich vom Gelände verwiesen…“

„Hört ihr das mein König, kein Alk für euch!“, rief Seb und ließ die Handfläche auf den Königs Hintern runterfallen, sodass es einmal laut klatschte.

„WARTE BIS ICH STEHEN KANN SEB!“, rief der König gleich drauflos und Seb lachte auf und fing dann die Schulter seines Königs zu massieren an.

„Des Weiteren sind die drei Klassen etwas aufgeteilt im Gebiet. Darf ich fragen welche Klasse der König hat?“

„Die Höchste.“

„Gut, also die Drachenklasse. Dafür bekommt der König einen Jungen, oder einen Erwachsenen und hat Zugriff auf fast alle Tiere.“

Noch bevor Seb dazu ein Kommentar äußern konnte, rief schon der König: „WEHE DU SAGST WAS DAZU!“

„Die einzige Ausnahme, wofür der König noch zusätzlich bezahlen müsste, wäre einen Tag mit unseren Drachen, sonst hat er vollen Zugriff. Gut, Frühstück ist bis zwölf und Mittagsessen ist ab elf.“

„Das sind aber komische Zeiten.“

„Tja das liegt daran, dass manche vielleicht die Nacht durchmachen und später Frühstücken wollen, wobei es dann noch die gibt, die früh einschlafen, frühstücken gehen und dann etwas später, nach etwas spaß und Entspannung, Mittagessen wollen. Am Abend gibt es Abendessen, wobei ein ausgegrenzter Bereich für ein wohlhabendes Dinner abgegrenzt ist und so, kommen wir auch gleich zu Kleiderordnung. Grundsätzlich hat es sich verändert zu damals. Jetzt ist es so, dass man sich verdecken MUSS! Ob ein Lendenschurz, oder ein Bademantel, wie es der König trägt, ist nun Pflicht. Es gibt nun ausgewählte Bereiche, wo man die Hülle fallen lassen soll und das liegt daran, dann es weniger Barrieren zur Außenwelt gibt und es viele als störend empfinden würden, wenn man die ganze Zeit in den Schritt gestarrt bekommt. Die Erklärung der Symbole, sind auf dem Papier der Hausordnung drauf. Über jedem Raum sind Symbole angebracht und so wird einem gesagt, was man darf. Wer gegen diese Regel mehr als dreimal verstößt, wird wieder vom Anwesen verbannt. Das… wäre jetzt das wichtigste und nun zum Appel vom Haus an euch, die Gäste. Es gibt Balkone und wir würden uns freuen, wenn dort auch das Liebesspiel stattfindet, doch in der Nacht bitten wir, dass vielleicht andere schlafen wollen und von daher, wäre es angebracht die Lautstarke so gering wie nur möglich zu halten. Wer das nicht kann, und über die Nacht hinweg seine Lenden nutzen möchte, den bitten wir die Betten auf unserer Wiesenlandschaft zu nutzen, wo man ungestört und in voller Lautstärke seinen Trieb nachgehen kann.“

Der Fuchs sah langsam rauf und Seb freute sich einfach nur. Denn sein König saß nun leicht vornübergebeugt hinter ihm und sah runter zur Hausordnung, während das Königliche Gemächt eisern aus dem Bademantel rausragte.

Als sich ihre Blicke trafen, wurden mehr als 1000 Worte ausgetauscht und er sah seinen König zum ersten Mal vom Herzen, breit lächeln.

Am Hügel beim Haus Rosé

„Hier sind wir, mein Sohn. Das ist das Land, wo momentan der König Karl herrscht. Wie du gesehen hast, ist dieses Land dankt den Drachen schon lange keine Kriegsschauplatz gewesen.“

Die lange weiß-blaue Mähne am Halsrücken und Kopf fiel elegant seitlich runter und etwas aufgeregt schabten die Huse über das Gras, während der Blick den Bauwerk hochging.

„Welch Narren sie doch sind. Jedes Bauwerk ist dafür da, um irgendwann einzustürzen.“

„Aber Vater, dieses Bauwerk wurde mit Hilfe von Magie geschaffen!“

„Das Bedeutet nichts. Eine Ameise hat eben gelernt einen Stock zu benutzen. Ich war dabei als vor 1638 Jahren die ersten Halbtiere auf diesen Kontinent ihren Fuß gesetzt haben. Mehr als 300 Jahre lebten sie noch in Höhlen, bevor sie langsam die Umwelt um sie nutzen.“

„Aber schau nun zu was sie es langsam bringen!“

„Larion… lebe nochmal 1000 Jahre, dann wirst du dieses grobschlächtige Bauwerk mit ganz anderen Augen betrachten.“

„In diesen grobschlächtigen Bauwerk werde ich einige Zeit verbringen Vater.“

„Ihr Götter… nimm das Thema nicht mehr auf. Es ist schon schlimm genug das sich deine Mutter auf deine Seite gestellt hat, aber es ist unverzeihlich, dass du mit diesen Wilden auch noch Beischlaf haben möchtest.“

„Einer dieser Wilde, Vater, hat mich im Schach geschlagen. Einer dieser wilden, konnte länger die Luft anhalten als ich. Einer dieser Wilden war es egal, als er mein Horn gesehen hat. Sie entwickeln sich, und das in ein Tempo, das wir nicht mal mehr wahrnehmen. Es wird die Zeit kommen, wo wir irgendwann sie um Hilfe bitten müssen und nicht umgekehrt.“

Sein Vater, dessen Mähne fast den Boden berührte, sah ihn mit den pechschwarzen Augen an. Das Horn auf der Stirn war leicht geschwungen und so weiß wie Perlmutt. Der komplett weiße Hengst schritt langsam auf allen vieren auf ihn zu und in den letzten Jahrzehnten war dies das zweite Mal, dass sein Vater den Kopf auf seinen Hals legte.

„Vielleicht hast du Recht mein Sohn. Vieles was ich sehe, erkenne ich nicht wieder. Das liegt wohl daran, dass die Zeit für uns anders abläuft, als für die Sterblichen. Ich messe nicht in Tagen, sondern mittlerweile in Jahrhunderten. Du… bist noch so, so jung. Für mich ist es ein Wimpernschlag gewesen, als du zu Welt gekommen bist, aber das ist schon 60 Jahre her.“

„Vater…“

„Sag nichts. Ich kann kaum wahrnehmen die Zeit. Vielleicht sind wir schon zu spät, oder drei Wochen zu früh. Doch eines ist sicher, deine Zeit ist nun gekommen.“

Sein Vater zog sich zurück und das prickelnde Gefühl der Allmacht verschwand allmählich.

„Werde ich dich wieder sehen Vater?“

„Wer weiß, für mich wird das früh genug sein, doch für dich… wenn ich komme, dann bin ich da. Bleiben wir doch dabei?“

„Abgemacht Vater.“

„Abgemacht Larion.“

Lautlos drehte sich sein Vater um und schritt langsam davon. Nach einer Minute, war nichts mehr zu sehen, nichts mehr zu fühlen und das erste Mal nach so vielen Jahren, war er alleine. Keine Mutter, keine Schwester, nur er und wie sein Vater sagte, diese Wilden.

Doch so sah er sie nicht an. Jahre hat er sie studiert. Es war ein Dorf, nahe zu seinem Zuhause. Er sah, dass sie auch Familien hatten. Sie fanden sich zu Freunden zusammen und beides steckte in ihnen, Gutes und Böses.

Und sie hatten große fleischliche Lust. Er kannte sowas nicht, noch nicht und das war der Grund, wieso er sich entschieden hatte, den Ruf von Haus Rosé zu folgen. Sie versprachen vieles und er hoffte, dass er hier die fleischliche Lust verstehen und miterleben kann.

Doch nun war es an der Zeit sich neu zu formen. Er nahm die Gestalt an, die er sonst immer nahm, wenn er in das Dorf ging um hautnah alles mitzuerleben.

Er nahm die Gestalt eines Halbhengstes an und das Gras um ihm herum bat er, sich zu einer Tunika zu verändern, damit die sterblichen sich nicht schämen musste ihn anzusehen. Nach einigen Sekunden bewegte sich das Gras, färbte sich weiß und die Tunika war für ihn gewachsen. Nachdem er sich das Kleidungsstück angezogen hat Schritt er voran. Wie sein Vater ging er lautlos und er musste sich zwingen bei jedem Tritt seiner Hufe Geräusche zu verursachen.

Weiter unten sah er eine große Ansammlung und dorthin ging er. Kurz bevor er die bunte Gruppe, die viele verschiedene Rassen beinhaltete, erreichte, fragte er sich, ob er zu spät kam. Und dies fragte er gleich den ersten den er traf.

„Du bist genau richtig Herr. Siehst du die Fackeln über den Eingang? Es sind zehn an der Zahl und die Zehn stehen für die letzte Stunde.“

„Es brennen nur noch zwei, also…“

„Genau, in spätestens Zwölf Minuten öffnen sich die Tore.“

Larion lächelte breit.

Auf einer Wiese

Karl hat befohlen jetzt noch zu schlafen und alle taten es im Schatten der Kutschen und der Drachen. Nur er und Kajan war noch wach und saßen nebeneinander auf der Wiese und lehnten sich nach hinten an der Kutsche.

Sie nahmen ein Sonnenbad, das herrlich gut tat.

„Es wundert mich, das ihr keine Fragen an mich habt mein Herr.“

„Was sollte ich dich schon fragen Kajan. Ich sehe doch das du glücklich bist, mehr brauch ich nicht zu wissen.“

Es verging fast eine Stunde, bis Kajan wieder die Stimme erhob.

„Ihr solltet euch jetzt auch hinlegen und etwas schlafen. Ich werde über euch wachen.“

„Ich kann nicht, mir geht zu vieles durch den Kopf.“

„Dennoch solltet ihr es versuchen.“

„Könntest du es, wenn du noch ein Reich zu führen hast?“

Kajan sah nachdenklich gen Boden und flüsterte ein einfaches „Nein.“

„Ich… *seufz*… kann mir nur bis morgen Zeit für mich erübrigen, dann muss ich wieder für ein paar Stunden zum Schreibtisch im Palast zurückkehren.“

„Ihr seid ein guter Herrscher.“

„Das… wird sich noch herausstellen. Die kommenden Generationen sollen darüber entscheiden. Ich weiß, dass meine Herrschaft mit Blut befleckt sein wird, wenn sie endet. Vielleicht nennen sie mich den Schlächter, den Verräter, oder sie geben mir noch schrecklichere Namen.“

Plötzlich spürte er eine Hand auf seiner Wange, sie war so schmal und die Finger waren so dünn und warm. Das erinnerte ihn sofort eine seine verstorbene Frau und er musste sehen, wer diese Person war, der die gleichen Finger hatte wie sie.

Doch als er die Augen öffnete, war nur Kajan da, die ihn warm ansah.

„Denkt nicht über sowas nach, mein König. Kommt, legt euch auf meinen Schoß und schließt die Augen.“

Es war eine magische Einladung und die weiche Stimme eines Weibchens, konnte er noch immer nicht widerstehen, besonders wenn sie so warm und einladend war. Er bettete sein Haupt auf ihren Schoß, das so warm und weich war und auch so verführerisch duftete. Und als er dann auch noch seine Augen schloss, nahm er wahr, wie er sich entspannte und alle Sorgen verschwanden. Nachdem seine Sorgen verschwunden waren, zog sich sein Geist weit zurück und das nächste was er sah, war wohl ein Traum.

Er erlebte solch wunderschöne Sachen, solch erotische, die dann von einem Moment auf den nächsten verschwunden waren, als er ganz deutlich seinen Namen hörte. Er wusste nicht, ob er noch die Augen geschlossen hatte, oder ob sie schon offen waren. Denn es war stockfinster.

Aber als er den Drang verspürte zu Gähnen, wusste er, dass er doch wach war und das er auf Kajans Schoß eingeschlafen war.

„Wie… wie lange habe ich geschlafen?“

Egal wie lange es war, er fühlte sich seit langem wieder richtig erholt und frisch.

„Neun Stunden sagte Kajan.“

Geschockt schnellte sein Oberkörper in die Höhe.

„NEUN STUNDEN!“, schrie er fast außer sich und fluchte einmal laut und das so derb, das er froh war, dass keine Kinder in seiner Gruppe waren.

„Nur keine Eile Karl, wir haben schon alles vorbereitet, du musst nur in die Kutsche steigen und wir können schon los.“

„Travis, sag mir nicht ich soll mich nicht beeilen, dass stress mich nur noch mehr!“

Karl stand schnell auf und als er stand, platzte fast seine Blase und er konnte kaum noch den Druck zurückhalten und machte sich fast in die Hose, so schnell und sofort musste er im Stehen seine Blase entleeren.

„Wenn du fertig gepisst hast, dann komm in die Kutsche, es gibt eine Neuigkeit, die du hören solltest.“

Travis schritt davon und hinter ihm ging ein Licht an. Recht lange entleerte sich seine Blase und er seufzte zufrieden, weil es eben die kleinen Dinge im Leben sind, die das Leben lebenswert machen.

Nachdem er fertig war drehte er sich um und sah nur noch zwei Kutschen, statt drei. Das wird wohl die Neuigkeit sein die Travis meinte. In der Kutsche saßen Natahn, Travis, Crom und Frederick. Crom der rote Drache und Frederick der schwarze Jaguar, sahen schon sichtlich nervös aus. Doch der, der schon vor Nervosität am Körper zitterte, war Natahn. Der Hengst und Kommandant war so nervös, dass ein Huf so angespannt war, dass der dauernd am Boden klapperte.

„Ich vermute mal, dass die Neuigkeit ist, dass Richard schnell weg musste.“

„Erraten. Er sagte nur, dass wir schon vorfliegen müssen. Er müsse noch jemanden abholen, der recht wichtig war.“

Karl war jetzt nicht ganz glücklich darüber, aber ändern kann er jetzt auch nichts daran.

„Gut, ich schau nochmal bei den Jungs vorbei und dann geht’s gleich los.“

Karl verließ die Kutsche wieder und ging zur anderen, wo die vier Jungs drinnen saßen.

„Na ihr, alles ok bei euch?“

Er sah sich die vier Jungs in den weißen Bademänteln an und der einer glänzte mehr als der andere. Es roch nach Früchten und Kokos in der Kutsche und die Jungs haben deutlich mit den Duftwässern übertrieben.

„J-Ja Vater…“, sein Sohn war so nervös, das es ihn fast die Stimme versagte.

„Ich bin auch nervös, aber wenn wir dann dort sind und wir uns dort gemütlich gemacht haben, wird schon die Anspannung verschwinden. Das gleiche bei euch.“, zuletzt sah er sich die Freunde von Axel an, die vor Anspannung beim Atmen zitterten.

„Ok, ich gehe jetzt zurück und dann sind wir in wenigen Minuten da. Also… haltet euch gut fest, wenn der Drache euch hochhebt.“

Er lächelte sie noch zuversichtlich an bevor er ging und in seine Kutsche stieg. Travis gab den Befehl zu abheben und innerhalb der nächsten Minute, hoben die zwei Drachen ab und packten die verstärkte Kutsche oben am Dach. Dann drückte es sie alle in die Sitze und sie hielten sich unten an der Bank fest. Zum Glück wehte kein Wind und somit konnte sich Karl gemütlich nach hinten lehnen und die Beine auf die Bank ihm gegenüber legen. Sein Blick ging runter auf das Lichtermeer. Sogar von hier oben sah er die die gewaltige Schlange von Kutschen, die vom Haus Rosé aus kilometerweit in sein Reich reichte.

„Ihr habt euch wirklich übertroffen…“, dachte sich Karl als er jetzt das erste Mal das umgebaute Haus von oben sah. Es war nicht nur mehr ein Haus, es war nun eine gewaltige Anlage. Das Haupthaus an sich, war sehr wahrscheinlich höher als sein Palast. Er sah sogar von hier oben die Tiere, die gemütlich auf der Wiese lagen und nur darauf warteten von den Gästen erwählt zu werden. Die Poolterrassen waren weitläufig und wurden mithilfe von Kristallen saphirblau beleuchtet. Nun verstand er auch die horrende Rechnung, die er von den Magiern erhalten hatte. Auch erkannte er die Betteninseln, die wie Palmen von hier oben aufgebaut waren und wie näher sie kamen, desto mehr Details konnte er wahrnehmen. Es herrschte große Hektik in der Anlage. Kisten wurden noch von A nach B geschleppt. Die Bars wurden hochbestückt und die Dienstmädchen sahen sich noch einmal jedes Bett und die Zubehörs an, die auf einem Nachtkästchen neben den Betten bereitstanden.

Jetzt wurde es langsam soweit. Seine Tagträume wurden langsam Realität und in seiner Hose wurde es immer enger. Wie ein kleines Kind, freute er sich auf die kommenden stunden. Dann lachte er strahlend und extrem breit grinsend auf, als er unten eine weiße Gestalt erkannte, die ihnen hochwinkte.

„Was ist Karl?“

Karl konnte sich kaum noch zurückhalten und dann, konnte er es auch nicht.

Er streckte die Hände hoch, schrie ein „YEAH!“ und packte seinen steifen Penis im linken Hosenbein.

„Es ist soweit! Stunden, Tage, meine Götter, mein restliches Leben wird nur noch aus Sex und Schwänzen bestehen!“

Schallend fing Travis zu lachen an, sogleich hielt er sich den Bauch und Crom nahm sich einfach das Recht heraus und stützte sich am Oberschenkel des Königs ab, um ebenfalls das sehen zu können, was der König sah.

Frederick sah bestürzt Crom an und auch Natahn, war nicht minder bestürzt. Doch Karl schien das nichts auszumachen und sie beide starrten die weiße Person unter ihnen an.

„Wer ist das?“, fragte Crom und sofort schoss Karl die Antwort raus.

„Das ist mein lieber Tom!“, mit weit aufgerissenen Augen starrte ihn Crom an.

„Ja, der Tom.“

Mit einem „UIUIUUI…“, setzte sich der rote Drachen zurück auf seinen Platz.

„Wer ist Tom?“, fragte Natahn leise und es war Travis, der antwortete.

„Für sehr viele der Inbegriff von Begierde. Er ist groß, schneeweiß, muskulös und so wild wie ein Sturm im Bett. Man sagt auch, dass er einen die Seele aus dem Körper ficken kann und er kennt Stellungen, wo du dich selbst wie ein Weibchen fühlst. Aber wofür er wirklich bekannt ist, war sein Gemüt und seine herzliche und offene Art. Er kommt gleich als Freund zu dir, spricht dich freundlich und höflich an und innerhalb von Sekunden, und ehe du dich versiehst, siehst du dich selbst als seinen besten Freund an.“

„Das… ist nur die Spitze des Eisberges…“, kommentierte das Karl.

„Ich… ähm… habe gehört, wie einige eine große Truhe voller Gold für einen Tag mit Tom ausgeben würden.“, hier und dort hörte das Natahn am Hof und von dem, was er von seinen König und von Travis gehört hatte, würde wohl das was er selbst gehört hatte, wahr sein.

„FESTHALTEN!“, kam es vom Ritter, der ihren Drachen flog. Die Landung war holprig und er war froh, dass er sich wirklich festgehalten hatte. Doch als sie gelandet waren und der Drachen auf dem Platz ebenfalls gelandet war, konnte Karl endlich aussteigen.

Mit offenen Armen wurde er von Tom begrüßt und er konnte nichts anders, als die Einladung anzunehmen. Sie umarmten sich herzlich und gaben sich einen Langen Kuss, der schon recht feucht war. Doch nachdem der Kuss vorbei war, zog sich Karl zurück und jetzt erst hörte er die tausenden Stimmen, die, obwohl flüsterten, lautstark über die zwei Drachen sprachen und über die Tatsache, dass zwei Kutschen im Anwesen gelandet waren, während alle anderen noch warten mussten.

„TOM!“, kam es mehrfacht von hinten und sein liebster drehte den Kopf um und Axel und seine Freunde eilten zu ihm und umarmten ihn alle an der Hüfte oder am Bauch.

„Hey, nicht so stürmisch!“

Karl gab Tom und Axel die Zeit sich zu begrüßen und auch Axels Freunde, schienen Tom schon sehr gut zu kennen. Vor ihnen ging er in die Hocke und öffnete einen Bademantel nachdem anderen um sie zu betrachten.

„Ihr habt euch aber sehr schick gemacht und wie ich sehe, könnt ihr es kaum noch erwarten.“

Karl musste kichern, als er sie alle eifrig nicken sah.

„Dann geht schon mal rein und geht euch ordentlich Waschen. Meldet euch unter den Namen von Axels Vater an, wo ihr dann den Zimmerschlüssel erhält. Macht euch schon mal gemütlich oben, denn leider wird es noch etwas dauern.“

„Kommst du dann nochmal zu uns rauf?“

„Ich versuche es Axel, aber du musst verstehen, dass ich heute sehr viel zu tun haben werde.“

„Oh… ok.“

„Sowas möchte ich heute nicht hören Axel! Freu dich, denn bald geht der spaß los!“

Sofort wurde Axel wieder heiter und wie ein kleines Kind, rannte sein Sohn schon mal vor und verschwand mit seinen drei Freunden im riesigen Haupthaus.

„Darf ich vorstellen, Frederick, Crom und Natahn und Travis. Natahn wird das Amt seines Vaters übernehmen.“

Tom sah sie breit lächelnd an und reichte jedem die Hand.

„Welches Amt wird es sein?“

Augenzwinkernd antwortete Karl darauf.

„Das Amt des Kommandanten.“

Da Verschlug es Tom die Sprache und mit großen Augen sah er sich den Hengst an. Schlicht, wie die anderen zwei, war der Hengst gekleidet und so konnte man sehen, wie durchtrainiert er war, genauso wie die anderen zwei.

„Ich hoffe du hast für sie ein Zimmer frei.“

„Ui Karl, das kommt ziemlich knapp.“, sagte Tom niedergeschlagen doch dann klimperte er mit den Augen.

„Ihr bekommt zu dritt ein Zimmer. Sagt einfach das ihr ein violette Zimmer braucht.“

Karl wandte sich zu seinen Begleitern und Travis verstand sofort. Wie besprochen, ging Travis zu seiner Kajan und erst in den nächsten Tagen würden sie sich wiedersehen.

„Kommt Jungs, wir gehen auch, denn unser König braucht etwas Zeit für sich.“

Nachdem seine Begleiter ebenfalls im Haupthaus verschwunden waren, war er endlich mit Tom alleine.

„Ich… habe es kaum noch ausgehalten, Tom.“

„Ich habe auch die stunden gezählt Karl.“

„Doch sag mir Tom, wieso ihr noch etwas Zeit braucht? Sind die Lieferungen zu spät gekommen?“

„Auch, die letzte traf erst vor einer Stunde ein und das war die große Weinlieferung von Süden. Gleichzeitig mussten wir uns noch um ein paar Gäste draußen kümmern, die körperlich noch nicht so fit waren und die etwas Fürsorge gebraucht haben. Dann haben wir, um etwas Zeit nachhinein zu sparen, den Gästen unsere Hausordnung übergeben, oder vorgelesen und es gleich unterschreiben lassen. Den Fehler von letzten Mal, wollte wir nicht machen. Dann ist sogar jetzt noch Albrecht und Lofar dabei das Gold einzusammeln und den Gast dann einen Stempel auf die Hand zu drücken, dass sie schon bezahlt haben. So müssten man nicht stunden anstehen, nur weil das Gold gezählt, oder abgewogen werden musst. Rath und Aron sind schon zwei Stunden damit beschäftig das Gold hin und her zu tragen und wenn du sehen kannst, was für ein Berg unten in der Kammer schon ist… ich könnte damit vermutlich die Hauptstadt kaufen.“

Plötzlich wurde es immer lauter und vermutlich jede Person die zu ihnen hinabblickte, schrie sich die Seele aus dem Leib.

Tom musste nicht Hekis Winken sehen um zu verstehen, dass es nun Zeit war.

„Es ist so weit.“, musste Tom schon fast zu ihm schreien, obwohl sie nebeneinander standen. Karl ging zum großen Brunnen, wo Tom und Tanos, erregt, als Statur gemeißelt die Besucher willkommen hießen, um sich auf den Brunnenrand zu setzten.

Tom Schritt nach vorne und hob die Arme und begrüßte die Gäste, die schon so lange auf die Öffnung gewartet haben. Und die Menge schrie, pfiff, johlte so laut, dass Tom und Karl die Ohren wehtaten.

Dann ging Tom einen Schritt nach vorne und es wurde noch laute. Mit jedem Schritt den er tat, wurde es immer lauter, dann wurde es still, als Tom die Arme sinken ließ und schnell zum Tor ging und das Tor alleine aufriss.

Auf den Absatz machte Tom kehrt und rannte zurück und ließ ihn am Brunnen stehen. Karl folgte Tom mit seinen Augen und er sah dann, wie Tom mit ausgestreckten Armen vor der Haustür stand und dann, bebte er Boden. Die ersten Gäste rannen an Karl vorbei und blieben unten an der Treppe vor Tom stehen. Dann wurde es immer mehr Gäste und Karl konnte nicht fassen, wie viele es waren. Es dauerte nur wenige Minuten, bis der Hof vollkommen voll war und Karl umringt von notgeilen Männchen war.

Es wurde wieder laut und die Meute verlangte nach Einlass. Doch als Tom den linken Zeigefinger auf die Lippen legte, wurde es gleich wieder still und dann, schrie Tom.

„MEINE LIEBEN! ES DAUERT LEIDER NOCH EIN PAAR MINUTEN! DIE, DIE SCHON BEZAHLT UND DIE HAUSORDNUNG UNTERSCHRIEBEN HABEN, BILDEN BITTE BEIM LINKEN TORFLÜGEL EINE REIHE. UND DIE, DIE DAS NOCH MACHEN MÜSSEN, BILDEN BEIM RECHTEN TORFLÜGEL EINE REIHE! GIBT DIESE NACHRICHT NACH HINTEN WEITER! ES SIND NUR NOCH MINUTEN, DANN KÖNNT IHR ENDLICH EURE SEELE BAUMELN LASSEN!“

Dann verschwand Tom ebenfalls ins Haus und Karl hörte, wie die Nachricht nach hinten weitergereicht wurde.

„Scheiße Seb… ich kann nicht mehr…“, hörte Karl neben sich und die Antwort darauf, brachte ihm zum Lachen.

„Der königliche Schwanz hat schon lang genug geruht, ein paar Minuten kann er noch weiter ruhen.“

Was er aber als nächstes hörte, verleitete ihn zum Aufstehen.

„Was lachst denn so du Dreckskerl?“

Karl nahm es noch immer mit Humor auf, weil eben die beiden die gesprochen haben, breit und fröhlich lächelten. Sie standen direkt neben ihm und der alte Löwe, er ein erblindetes weiße Auge hatte und wo schon die Mähne fast komplett Grau war und das Braun nur noch leicht rausschimmerte, fixierte ihn mit seinen gesunden Auge.

„König Raul und sein Diener Sebastian, redet man so mit dem König dieses Landes?“

Die beiden sahen sich geschockt an und es war der Gepard, der für sie beide sprach.

„Ich entschuldige mich für meinen König und wir hoffen, dass uns dieser kleine Ausrutscher verziehen wird.“

Das was Karl hörte, sah er auch in König Rauls Auge.

„Ihr braucht euch nicht zu entschuldigen. Ich weiß nämlich ganz genau, wie schwer das warten jetzt sein kann. König Raul, Tom hat mir erzählt, dass sein Hausarzt ein paar Gäste behandelt hat, wart ihr einer derer?“

„Es… es war sein Rücken Herr.“

Karl merkte wie standhaft König Raul stand.

„Es hat wohl geholfen?“

„OHJA! Der kleine Fuchs schien zu zaubern und ich fühle mich jetzt so wie 30!“, schrie der König und zeigte die Muskeln seiner Oberarme, während sich der Oberkörper drehte. Dabei verrutschte der Bademantel etwas und nicht nur Karl konnte sehen, wieso der König nicht mehr warten konnte.

„Mein König, euer Gemächt…“, flüsterte Sebastian und verdeckte sich vor Scham die Augen. Doch es war Karl, der den Bademantel zurückrückte und ihn wieder strammzog.

„Ich sehe wie ihr vor Kraft und Potenz nur so strotzt und deswegen, spart euch dies für die Nächte die noch kommen werden auf.“

„D-Danke…“, murmelte der König und verkroch sich leicht hinter Sebastian, da nun er, der alte Löwe, momentan im Mittelpunkt stand. Doch Karl nutzte den Moment aus, wo jeder sie anschaute und er stieg auf den Brunnen.

„MEINE GÄSTE!“, rief er und langsam sah der ganze Hof zu ihm auf.

„ICH BIN KARL VAN HELM, DER KÖNIG DIESES LANDES! ES FREUT MICH SO SEHR EUCH ALLE HIER ZU SEHEN. ES FREUT MICH DASS DIE KÖNIGE UND KAISER DAS HAUS ROSÉ ERLEBEN WOLLEN. VIELE SIND NICHT OFFIZIEL HIER UND DAS IST AUCH VÖLLIG IN ORDNUNG. WAS ICH EUCH SAGEN WILL IST, DASS ICH IN DIESES HAUS VIEL INVESTIERT HABE. AUCH MEINE VERBÜNDETEN, DAS ARCHAISCHE REICH, HAT SICH AN DIESEN PROJEKT BETEILIGT! HIERFÜR BEDANKE ICH MICH OFFIZIELL! ALSO HABT NOCH ETWAS GEDULD, DENN ES WIR JEDEN MOMENT LOSGEHEN.“

Tom

„Die Bars?“

Qadir Blätter durch die ganzen Stapel durch.

„Voll!“

„Tänzer?“

„Bereit!“

„Was sagt die Küche?“

„Mannschaft voll und alles vorbereitet. Auch das Buffet steht schon.“

„Meine Familie?“

„Angekettet und aufs höchste erregt! Barbos hält sie auf den laufenden und wenn die Tür aufgeht, sollte Heki Barbos Bescheid geben.“

„Der Empfang?“

„Überbesetzt, es warten Zehn nette Damen und Herren.“

„Das ist zu wenig, Heki, lauf zu den Dienstmädchen und sag ihnen, das wir ihre Hilfe dringend brauchen, jeder Handgriff den die Zehn nicht machen müssen, bringt die Gäste schnell ins Haus.“

„Jawohl Paps!“, und da lief schon Heki los.

„Tom!“

„Nein Qadir! Wir sind voll, wenn auch nur ein Gast eine Sekunde für das Einchecken braucht, dann sind es immer noch stunden, bis der letzte sein Zimmer beziehen kann. Wir brauchen mindestens 20 bis 30 im Empfang… ich dachte das würdest du wissen…!“, Tom war stinkesauer deswegen auf Qadir und Qadir sah seinen Zorn und erwiderte deswegen nichts.

„Was ist mit den Bars am Pool?“

„Auch bereit.“

„Gibt es irgendwelche technischen Probleme? Funktionieren die Lifte?“

„Alles reibungslos und wenn es ein Problem gibt, ist Matilde sofort zur Stelle.“

„BILL!“, rief Tom und der verhüllte Wolf erschien aus dem Schatten neben ihm.

„Sag Matilde das wir ihre magische Kraft beim Einchecken brauchen.“

„Jawohl.“, und sofort verschwand Bill.

„Jetzt übertreibst du aber…“

„Mir ist lieber wird sind übervorbereitet, als andersrum. Wenn Matilde nichts zu tun hat, dann kann sie auch wieder gehen.“

In diesem Moment war Qadir froh, dass Tom da war und nochmal alles durchging. Das mit dem Einchecken hatte er offensichtlich unterschätzt.

„Wir sind durch.“, sagte Qadir, als sie durch die ganze Liste gegangen waren.

Tom atmete ein und dann wieder aus. Konzentriert atmete er seine Nervosität aus und die Ruhe ein.

„Alex und Chris sind noch oben, oder?“

„Soweit ich weiß, ja.“, schwer rieb sich Tom mit der linken Hand über die Stirn.

„Ok… okokokok… gut…GALE!“

„Ja Tom?“, sagte der verhüllte Drache, der aus dem gleichen Schatten herausgetreten war, wie Bill.

„Sag jeder Abteilung, dass es jetzt losgeht.“

„Jawohl… und Tom?“

„Hm?“

„Es wird schon.“, mit diesen Worten verschwand Gale, der mit Bill schon ein Hochzeitstermin ausgemacht hat.

„Qadir du-…“

„Ich helfe beim Einchecken!“, Tom grinste Qadir hinterher. Der Jaguar hat wohl verstanden, wie wichtig es war, das jeder Gast so schnell und unkompliziert ins Haus gehen möchte und auch sollte. Es lag in ihrer Verantwortung, dass es reibungslos vonstattengeht.

„PAPS!“, hörte er Heki und hinter ihm sah er die Dienstmädchen und auch Julia und Adelberts Frau waren dabei, um zu helfen. Es waren alle, alle 30 Dienstmädchen und seine zwei Freundinnen. Sie lächelten ihn zu, sagten aber nichts, weil sie konzentriert dem Empfang zuhören mussten, wie das einchecken funktionierte. Listen der Namen und der Inkognito Namen wurden verteilt. Die drei verschiedenfarbigen Armbänder wurden aufgeteilt und innerhalb von Sekunden waren nun Zehn Stationen für das Einchecken vorhanden. Qadir erklärte noch schnell alles, was nicht verstanden wurde und deswegen, ging er nur langsam zum großen Flügeltor.

„Heki, wenn ich aufmache, bahn dir einen Weg durch die Menge und sag denen die noch weiter hinten warten, dass sie sich gleich aufteilen sollte. Die die bezahlt haben und die die es noch nicht getan haben. Wenn du Albrecht und Lofar siehst, sag ihnen, dass sie weiter machen sollen, so würden wir einen Stau noch weiter abfedern.“

„Mach ich Paps.“, Heki sein lieber Wildhund und einer seiner ersten Jungs die er bekommen hatte, war so wie er, mit einem Lendenschurz bedeckt und machte sich schon bereit.

Tom nahm die Türklinken in die Hand und schrie nach hinten: „ES GEHT LOS!“

Dann riss er das Flügeltor auf und in einer fließenden Bewegung, hieß er jeden der vor ihm stand, mit offenen Armen willkommen.

Doch es bewegte sich keiner.

„Ähm… KOMMT REIN IHR GEILEN ÄRSCHE!“, schrie er dann, nachdem er kurz verwirrt runter zur Menge sah und erst nachdem sein Schrei verklungen war, fing der gesamt Hof zu jubeln an. Auf den Brunnen stehend sah er Karl, der die Faust in den Himmel gereckt hatte und neben ihn, stand ein alter Löwe, der ebenfalls die Faust in den Himmel gestreckt hat und fauchend vor glück jubelte.

Tom machte der Menge Platz und sofort fing das Einchecken an. Es ging schnell, sogar recht schnell. Der Name wurde genannt, gleichzeitig wurde er gesucht und Sekunden später wurde eine Farbe genannt und das Band am Handgelenk des Gastest festgemacht. Vier bis fünf Sekunden brauchten zehn Gäste fürs Einchecken, das bedeutet das 50-60 Gäste pro Minute in das Haus strömen wird. Das bedeutet, dass die Wartezeit höchstens eine Stunde betragen wird, zumindest für die, die schon gezahlt haben. Die, die es noch nicht getan haben, musste leide etwas länger warten. Doch bis jetzt, sah er nur Zehn an der Zahl, die noch zahlen und die Hausordnung durchlesen und unterschreiben mussten.

„Es läuft…“, sagte er leise zu sich.

Richard

„Wegen dir verpasse ich die große Eröffnung Rax!“

Richard konnte sehen, wie voll unten der Hof von Haus Rosé war. Irgendwo dort unten würde bestimmt auch sein Karl sein und nur weil Rax so lange gebraucht hat, um das Portal zu durchschreiten, konnte er mit seinem lieben Karl nicht gemeinsam die große Stunde genießen.

„Wieso… bin ich hier?“

„Weil ich möchte, dass du persönlich mit Tom sprichst, was du den Echsen angetan hast, wie du sie trainiert hast und zum Teil auch, wie du sie sexuell misshandelt hast.“

Natürlich war das nicht alles, er hatte noch viel mehr im Sinn.

„Ist das nicht Phantastisch Garuru?“

„Ja mein König, es ist… ich bin einfach nur sprachlos.“

„Nenn mich einfach Richard.“

„Ähm… wirklich?“

„Ja, das macht mir nichts aus, besonders nicht bei dir mein Freund.“

Garuru hatte so viel zu tun gehabt, das er den Tag völlig vergessen hatte. Erst, als mitten im Dorf der Drache samt Kutsche landete und sein König rausstieg, wurde ihm bewusst was heute für ein Tag war. In aller Eile organisierte er alles im Dorf und Hasur, sein Partner, übernahm die Geschäfte während er weg war.

„Wie viele es nur sind…“, flüsterte Garuru und war vollkommen aus dem Häuschen.

„Und die Echsen aus Archaia sind noch nicht dabei. Sie kommen erst, wenn die Sonne aufgeht.“

„Habt ihr das befohlen?“

„Natürlich. Ich habe es von der Botschaft so befohlen. Es sind nämlich einige unter den Gästen, mit denen wir bis vor kurzem noch Krieg geführt haben und ich wollte nicht, dass etwaige Streitigkeiten auftreten. Auch habe ich befohlen, dass kein Dorf, Stadt, oder eine Versammlungsstelle vor dem Anwesen errichtet wird… zumindest… noch nicht.“

Sie kamen immer weiter runter, aber leider war kein Platz mehr im Hof, wie es mit Karl ausgemacht war. Deswegen mussten sie auf der Wiese landen. Doch bevor sie landeten, wandte sich Karl nochmal an Garuru.

„Willst du mit Karl und mir ein Zimmer Teilen, oder doch lieber alleine eins haben?“

Garuru zögerte, stammelte etwas und bekam keine Antwort raus.

„Wie ich höre… würdest du gerne mit uns das Bett teilen wollen? Nun gut, dann ist das so beschlossen. Aber sei gewarnt, vielleicht wirst du auch in unser Liebesspiel hineingezogen.“

Garuru starrte seinen starken und breiten König nur an. Durch die schwarze Tätowierung, die nun der König von den Priestern erhalten hat, war sein König noch anziehender, als er schon zuvor war. Es war die Tätowierung eines Priesters von Alszass, nur das sie aggressiver und noch mehr auf das Gemächt betont war. Zackenmustern, schöne Schwünge und sogleich sah man, von wo die Tätowierung ausging. Und von wo sie ausgingen, sah auch man, wie erregt der König selbst war. Nur beiläufig hat er ganz kurz gesehen, dass sich der König das Glied mit einem festen Seidentuch am Körper angebunden hat, damit der Stoff um die Hüfte nicht dauernd angehoben war und somit jeder sehen konnte, wie erregt der König im Wirklichkeit war.

Die Armbänder hielten die starken Muskeln an den Oberarmen zurück. Ketten aus Gold hingen an den Knöcheln und an den Handgelenken. Die Kieferringe glänzten golden im Feuerschein und das starke und markante Gesicht sah verträumt runter zum Anwesen. Weil der König breitbeinig dasaß und somit die gesamte Banklänge für sich beanspruchte, konnte er gut erkennen wie die Waden vor Aufregung erbebten. Auch schnaufte Richard regelmäßig heiß und laut aus und er wollte sich nicht vorstellen, was in dessen Kopf vorging.

Dann landeten sie und es war wegen des hohen Grases eine sanfte Landung. Sofort stieg Richard aus der Kutsche und zerrte Rax an der Kette mit sich. Der grün und blau geschlagene Clanführer schnaufte vor Schmerzen und humpelte leicht.

„Das passiert eben wenn man meinen König ans Bein pisst und dabei noch unverhohlen lügt.“, dachte sich Garuru und würdigte Rax keines Blicks. Auf gleicher Höhe gingen sie los, aber kamen nicht weit. Bis rauf zum Hügel stauten sich die Gäste und obwohl schnell jeder ins Haus kam, wusste sie beide, dass sie sich Zeit lassen konnten.

Deswegen setzte sich Richard einfach auf die Wiese und ließ sich nach hinten in das hohe Gras fallen. Neben ihn setzte sich Garuru und etwas abseits Rax, der wieder leicht aufstöhnte. Nach etwas zögern, sammelte Garuru seinen gesamten Mut zusammen und legte sich dann mit dem Kopf auf Richards Brust, der nur kurz überrascht deswegen war, aber sich dann schnell wieder völlig entspannte und eine Hand auf Garurus Brust legte.

„Kannst du es auch noch kaum erwarten Richard?“

„… ich platze fast. Nicht nur meine Eier platzen fast, sondern auch meine Neugier auf Tom, den Apostel von Alzsass.“

„Wieso das?“

„Weil ich mit ihm sprechen möchte, mit Karl zusammen. Ich… brauche seine geistige Führung, wenn man es so sagen möchte.“

„Ich habe gehört, dass der Hohe Priester von Alzsass Haslar, gemeinsam mit Siral, der zweiten hohen Priesterin, zum Apostel gegangen sind, stimmt das Richard?“

„Ja, sie sollten von der Priesterlichen Seite prüfen, ob das was ich ausgerufen habe, auch der Wahrheit entstammt.“

„Und?“

„Sie… sind noch nicht zurückgekehrt.“

„Das ist, finde ich, ein gutes Zeichen.“

„Finde ich auch…“

Garuru fühlte sich plötzlich unwohl und im nächsten Moment, wusste er, dass jemand in ihrer Nähe war.

„König Richard, mein Name ist Gale und ich bin hier um euch zu König Karl zu bringen.“

Richard richtete sich gleich auf und beim Aufstehen jammerte er schon, dass es verdammt nochmal Zeit wurde, dass ihn jemand abhole.

Auch Garuru musste aufstehen und das gerade, als er es wirklich genoss auf der Brust seines Königs zu liegen und zu spüren, wie sanft dessen Finger über die Brust fuhren. Nur sehr, sehr langsam kam er vom Arbeitsgemüt ins Freizeitgemüt. Und er wird noch länger brauchen, bis sich sein Kopf ausschaltet, sodass seine Lenden die Führung übernehmen können.

Otto und Mika

„Kommt mein Prinz, wir sind schon lange genug wach. Fahren wir in die Stadt, wo wir endlich in einem gemütlichen Bett uns erholen können, bevor ihr dann eure zwei Wochen hier verbringt.“

Zu seiner Überraschung sagte Mika nichts. Sein Prinz stand sogar von selbst auf und wartete, bis er aufgestanden war.

„Ihr wollte nicht gleich rein?“

„Nein Hator. Mein Prinz ist schon viel zu lange wach. Er wollte nur sehen, wie die große Eröffnung sein wird, um dann in der Stadt sich auszuschlafen und am Morgen einzuchecken.“

„Otto, tut mir leid wenn ich das so sagen muss, aber… das ist völlig unlogisch. Ihr geht jetzt nochmals mindestens 20 Minuten zurück, wenn nicht länger, dann wollt ihr in die Stadt fahren, die vollkommen überfüllt ist und zur einer… Taverne fahren? Ihr werdet mehr als Zwei Stunden brauchen, bis ihr überhaupt die Taverne erreicht habt. Doch jetzt seid ihr hier, ihr könnt gleich runter gehen und innerhalb von 20, oder 30 Minuten ist dein Prinz schon im Bett.“

Fragend sah nun Mika zu ihm auf und Otto fand es jetzt, so wie es Hator gesagt hat, auch recht unlogisch.

„Ähm… wir müssen sowieso zurück zur Kutsche, denn bezahlt haben wir noch nicht und das Gold ist dort sicher verwahrt.“

„Und das heißt? Worauf willst du hinaus?“, kam es gleich wieder zurück.

Nun war Otto vollkommen verunsichert und er befand sich in einer Lage, die nur eine Person hier lösen konnte.

„Mika, was würdest du machen wollen?“, es waren die Ferien seines Prinzen, deswegen überließ er die Entscheidung auch ihm. Wenn auch widerwillig. Und sofort sah er wie sich Mika entschieden hat, als er dessen Grinsen sah.

„Na gut… dann… gehe ich jetzt zurück und hole das Gold, damit wir Einchecken können.“

Sein Prinz stieß die Fäuste in den Himmel und jubelnd, lief der Junge gleich los.

„WARTE MIKA! DU WEIßT JA NICHT MAL WO UNSERE KUTSCHE IST!“, rief Otto und rannte seinen Prinzen hinterher.

Hator sah den beiden Grinsend hinterher und als sie in der Dunkelheit verschwunden waren, blickte er wieder nach vorne zum großen Haus. Seine Augen sahen die Leute, die heute mit ihren Schwänzen dachten. Er stellte sich vor, wie es ab morgen überall zugehen wird. Dieser Gedanke weckte was in ihm, was er schon lange vermisst hatte.

„Mein König.“

„Pestos.“

„Es wurde bezahlt mein Pharao, wenn ihr wollt, dann könnt ihr…“

„Nein, die paar Minuten kann ich noch warten auf sie.“

„Das sind Wilde, ohne Verstand. Ihr seid der Pharao, Herrscher eines ganzen Kontinents, sie…“

„Nein Pestos.“, sagte Hator ruhig und sah kurz nach links oben. Sein Berater Pestos, sein Lehrer und Schwertmeister, der genauso gekleidet wie die Wachen war, war der einzige der ihn beim Ansprechen ansehen durfte.

„Weißt du Pesto, Otto hatte Recht, das verstehe ich jetzt. Ich bin hier nur zu Gast, ich habe keine Ansprüche auf das Land, auf die Bauern, oder auf ihre Kultur. Nicht sie müssen sich an mich anpassen, sondern ich an ihnen… auch wenn es schwierig ist. Und es gefällt mir, muss ich sagen. Sie haben weniger Etikette, sie sagen was sie denken und so ist ihr Leben weniger von Vorschriften geprägt, wie das Leben bei uns.“

Pestos setzte sich neben ihn und entschleierte den Kopf. Sein Lehrer und Kampfmeister sah nun ebenfalls hinunter.

„Wie lange wollt ihr bleiben?“

„Mindestens so lange wie Mika und Otto.“

„Ihr mögt die beiden?“

„Ja, sogar sehr.“

„Soll ich einen Brief schicken, damit bei uns für sie ein Haus in der Nähe bei euch errichtet werden soll?“

„Das ist eine gute Idee. Es… wird aber nicht nur für sie sein Pestos. Ich möchte ein Haus haben, wo all meine Freunde, die ich hier kennenlernen werde, dort leben können. Ich möchte… ich will genauso so ein Zimmer haben wie dieses da im Haus.“

Elegant hob Hator die Hand und zeigte mit dem Finger auf das Haupthaus.

„Ich vermute mein Pharao, dass die Zimmer alle gleich sind.“

„Noch besser!“

„Wie ihr wünscht Pharao.“

Da nun alles besprochen schien, genoss Hator die Ruhe und somit konnte er in aller Ruhe zusehen, wie Leben in das Haus reinkam. Die ersten Gäste sah man schon an den Balkonen und sie alle waren nicht alleine. Die Hüllen waren schon gefallen und hier und dort, hörte und sah man schon die Vereinigung. Es war überaus Lustvoll und man merkte sofort, was sich alles angestaut hat und ausbrechen wollte.

Eine Ungeduld erfasste ihn, die er ebenfalls schon lange nicht mehr gespürt hatte. In seinem Land, bekam er was und wann er wollte. Jederzeit konnte er sich einen Sklaven nehmen, doch hier war das nicht der Fall und zum ersten Mal, brannte er darauf sich zu ergießen. Doch noch hatte er Geduld, obwohl sie schnell dahinschmilzt.

Die Minuten schlichen dahin und es kam ihn wie eine Ewigkeit vor, bis er das Lachen von Mika vernahm. Passend dazu, hatte er auch keine Geduld mehr und er brannte schon darauf einzuchecken.

Und gerade als er sich umdrehte um nach Otto und Mika zu sehen, ergriff jemand seine Hand.

„Hilf ihn bitte Hator!“

Völlig überrascht sah er runter und Mika hatte seine Hand in beiden Händen und sah hilfesuchend zu ihm auf. Als er das sah, hob er blitzartig die andere Hand, weil er genau wusste, was Pesto machte. Pestos Klinge war nur Zentimeter von Mikas Hals entfernt und nur weil er so schnell reagieren konnte, lag Mikas Kopf nicht auf dem Gras.

„Ich sage das nur einmal Pestos: Solange ich hier im Haus bin, gelten unsere Regeln nicht mehr!“

Im nächsten Augenblick war auch schon die Klinge verschwunden und sein Lehrmeister warf sich auf dem Boden und drückte das Gesicht ins Gras.

Otto hat es genau gesehen und er hatte keine Chance zu reagieren. Sein Herz war schon in seine Pfote gerutscht und er hatte schon seinen Prinzen einen Kopf kürzer vor sich gesehen. Aber noch, ist alles gut gegangen.

NOCH!

„HATOR!“, schrie er verzweifelt und ließ nun doch die Truhe fallen, die aufsprang und die Goldmünzen flogen durch die Luft. Er rannte zu seinem Prinzen, der nichts von alldem mitbekommen hatte. Ihm kamen die Tränen, als er ihn fest umarmte. Er platzte vor Zorn und die zornestränen rannen ihn über die Wange, während er schützend seinen Prinzen an sich drückte.

Hator seufzte und beschämt senkte er den Blick.

Doch Otto hatte endgültig genug. Sein Prinz wäre fast gestorben, vor seinen Augen und nur weil er so naiv war, einer fremden Person zu vertrauen.

Weinend hob er seinen Prinzen an sich gepresst auf und ohne ein Wort und voller Hass, ging er zur Truhe zurück, um das Gold anzusammeln, was sein König mühevoll zusammengekratzt hat.

„Was ist denn Otto?“

„Nichts mein Prinz, doch ich möchte das ihr mit Hator nie wieder redet, kommt ihn nicht zu nahe! Versprecht es mir! VERSPRECHT ES MIR MEIN PRINZ!“

Als Hator das hörte, geschah etwas, was er bis jetzt nur einmal in seinen Leben gefühlt hatte.

Es war schmerz.

Die Erinnerung, wie er am Bett seines Vaters in der großen Halle saß und mitansehen musste, wie sein geliebter Vater von ihm schied, war genauso schmerzvoll, wie die paar Worte die Otto gesagt hatte, nein, voller Hass und Zorn geschrien hatte.

Nun wollte er alleine sein, nichts von alledem mehr sehen.

Pestos hörte seinen Pharao wie der sich setzte und natürlich hatte er gehört, was der wilde gesagt hatte. Und als er dann seinen Pharao schluchzen hörte, wusste er was er getan hat. Anstatt ihn und seine Sonne zu schützen, hat er ihn stattdessen verletzt.

Er kannte seinen Pharao schon seit der auf die Welt gekommen war. Er war dabei als Hator die ersten Schritte gemacht hat. Er war dabei, als das erste Wort gesagt wurde. Er war bei allem dabei und die Schuld die er nun verspürte, war grenzenlos. Sich bei seinem Pharao zu entschuldigen, würde die Situation nicht bessern. Deswegen gab es nur eines, um den Bruch wieder zu richten und seinen Pharao glücklich zu machen.

Es verstieß gegen so viele Etikette, fast gegen alles, was er seinen Pharao beigebracht hatte und selbst lebte, doch es musste sein.

Er stand auf und kehrte seinen Pharao den Rücken. Die anderen Wachen sahen ihn verstört und teils sogar wutentbrannt an, doch das war ihm egal. Er würde hier und jetzt, sein Leben für seinen Pharao hergeben, sofern mit seinem Opfer, sein Pharao wieder glücklich werden konnte.

Als er sich den beiden näherte, nahm dieser Otto seinen Prinzen wieder in die Arme. Es erinnerte ihn an so viel, als er das sah.

Langsam setzte er sich vor ihnen auf die Knie. Sein Krummschwert samt Scheide zog er aus seinen Gürtel und beim Verbeugen, hob er kurz die Waffe mit beiden Händen. Als er sich wieder aufrichtete, legte er die Waffe auf die Wiese und stieß sie davon.

Dann beugte er sich wieder nach vorne und drückte das Gesicht ins Gras.

„Mein Name ist Pestos. Ich bin der Lehrmeister unseres großen und gottgleichen Pharaos. Hiermit entschuldige ich mich für mein ungebührliches verhalten. Es tut mir außerordentlich leid.“

„Verschwinde!“, kam es gleich von Otto und er hörte, wie ein Schwert gezogen wurde.

„Nehmt mir das Leben, aber bitte verzeiht meinen Pharao. Es war nicht auf seinen Befehl, es war mein Handeln, was fast den Kopf eures Prinzen gekostet hat.“

„VERSCHWINDE HABE ICH GESAGT!“, schrie nun Otto und zeigte mit den schönen Schwert eines Kriegers in seine Richtung.

Pestos erhob sich und öffnete die Stoffrüstung an der Brust, bis die Brust entblößt war.

„Stößt zu, aber bitte verzeiht den Pharao!“

Sei beide starrten sich an und Otto sah im Puma Gesicht die Entschlösset.

Aber Otto war nicht so entschlossen. Er würde niemals vor seinen Prinzen jemanden umbringen, niemals. Und obwohl er noch immer innerlich kochte und entsetzt war, weil er seine Pflichten vernachlässigt hatte und so naiv war, wusste er welches Risiko der Lehrmeister einging und welch großes Opfer der darbrachte.

Alles hatte er erwartet, doch keine Worte hätten ihn umstimmen können. Doch das, ein Opfer für eine Entschuldigung, hatte er nicht erwartet.

„Scheiße!“, stieß er von sich und steckte das Schwert weg.

„Es ist doch nichts passiert Otto.“

„Aber mein Prinz… fast…“

„Es ist nichts passiert Otto! Und jetzt lass mich los!“

Mika wandte sich von ihm los und stand stolz vor Pestos. Es war schon fast komisch, wie sie sich auf Augenhöhe ansahen, während Mika stand und Pestos kniete.

„Ich nehme die Entschuldigung an und als Wiedergutmachung verlange ich, dass du Otto dabei hilfst die Münzen aufzusammeln.“

Pestos beugte sich nach vorne und drückte fest das Gesicht ins Gras.

„Ich danke euch für eure Gnade und für eure Weitsicht!“

„Kein Ding!“, kichernd drehte sich Mika um und fing sogleich wieder damit an die Goldmünzen aufzusammeln. Dieses Kichern, das so fröhlich und ehrlich war, sprengte die Ketten und riss die Mauern ein. Sie sprachen zwar nicht miteinander, doch die Stimmung war gelassen und jeder schaute, dass ja keine Münze übersehen wurde. Nach wenigen Minuten und mit Hilfe einer Fackel, war jeder sicher, dass keine Münze mehr am Boden lag und wieder alle in der Truhe waren. Sogar die restlichen Wachen halfen mit, kurz nachdem Pestos anfing.

Als Otto die Truhe aufheben wollte, kam Pestos und nahm sie stattdessen in beide Hände.

„Ich werde sie tragen.“

Mika grinste breit, da alles in Ordnung schien und deswegen rannte er vor.

„Wehe du läufst mit der Truhe davon.“, flüsterte er bedrohlich Pestos zu.

„Das werde ich nicht. Du hast mein Ehrenwort als Lehrmeister des Pharaos.“

Ottos Zorn war kaum noch vorhanden und die alte Gelassenheit kehrte zurück. Doch nun kam das letzte, bevor sie endlich Einchecken konnten und Mika, wartete schon sehnsüchtig darauf. Hator hatte das Gesicht in den Armen vergraben, während der auf der Wiese eingekauert dasaß.

„Na komm. Mika kann es kaum noch erwarten.“

Als Hator langsam zu ihm aufsah, ging Otto gleich in die Knie.

„Die Schminke ist ja ganz verschmiert… was würde nur dein Vater dazu sagen, wenn er dich so sehen würde.“, noch während er sprach, wischte er im wunderschönen Gesicht die verlaufene goldene Schminke mit dem Daumen weg. Nachdem das gröbste weggewischt war, lächelte Hator dezent.

„Ich danke dir Otto.“

„Gern geschehen.“

Hator fühlte sich besser, viel besser und beim Aufstehen, war auch der Schmerz verschwunden, den er so kräftig in der Brust gespürt hatte. Mika hielt sich mit einer Hand an Ottos fest und reichte die andere Hator.

Das Lächeln des Pharaos, des jungen Pharaos, wurde noch breiter, als der Mikas Hand ergriff.

Gemeinsam gingen sie hinunter.

König Raul und Sebastian

Besorgt sah Sebastian zu, wie sich sein König betrank. Ein Gläschen Wodka nachdem anderen verschwand im königlichen Rachen und er wusste, dass seinem geliebten König etwas nicht passte. Sie waren in einer der zwei Bars, die völlig überfüllt waren und wo schon manche Gäste einen Begleiter ausgesucht haben. Die Jungs vom Haus waren mehr als süß, mehr als Lüstern, aber hatten sich unter Kontrolle. Das lag wohl daran, dass man hier in den zwei Bars nicht Intim werden durfte und begleitet die Bars betreten musste.

Doch sein König nahm das kaum war und weil sie zusammen bei der Bar standen, umringt von Notgeilen Gästen, wurden sie auf andauernd angerempelt, was ihn selbst etwas störte, aber den König nicht.

„Was ist los?“

Wieder traf er auf taube Ohren, oder es lag daran, dass die Musik und die Trommeln zu laut waren, sodass ihn sein König nicht gehört hatte. Es tat ihm im Herzen weh, ihn so zu sehen. Noch vor ein paar Minuten, grölte und schrie sein König Tom zu, doch als sich die Menge in Bewegung setzte und sich König Karl von ihnen verabschiedete, versank sein König in eine dunkle Stimmung.

Das einzige was er wollte war jetzt, seinen König Beistand zu leisten und wenn es sein muss, noch viel mehr für ihn zu machen. Er schlang einen Arm um die königliche Hüfte und legte die Hand auf den kleinen Bäuchlein. Sanft fing er ihn so zu streicheln, während er den Kopf auf dessen Schulter legte.

„Ich habe… mich zum Gespött gemacht… *rülpst*…“

„Nein mein König. Ihr habe euch zu DEM GESPÖTT gemacht!“, flüsterte er kichernd.

„Jeder hat meinen Schwanz gesehen…“

„Er ist aber auch sehr prächtig, dafür müsst ihr euch nicht schämen.“

„Seb… wenn wir nicht umringt wären, dann würde ich dir den Kopf abreißen.“

„Besser wäre, wenn ihr euren Schwanz jetzt in einen reinsteckt und den Druck ablässt.“

„Ach… die süßesten und besten sind schon alle vergeben…“

„Das wisst ihr nicht. Wie wäre es, wenn wir Einchecken und selbst nachsehen was noch übrig ist?“

„Meinst du?“

„Ja und wenn keiner euren Vorstellung entspricht, dann werde ich in der Nacht für euch da sein.“

„Das möchte ich nicht. Das wollte ich nie.“

„Ich tue es nur für euch mein König. Ich möchte, dass ihr Glücklich seid. Ihr habt mich von der Straße aufgelesen, als mich mein Vater als unpraktisch für seine Lenden ansah und mich verstoßen hat. Wegen euch durfte ich zur Schule gehen, Staatskunde studieren und deswegen bin ich euch für immer dankbar. Wir sind Freunde, ich kenne euch besser als jeder andere. Lasst mich das wenigstens etwas zurückgeben, was ihr mir geschenkt habt.“

„Sebastian…“

„Gehen wir Einchecken und schauen wir mal, was noch übrig geblieben ist und wie gesagt, wenn nichts euren Geschmack entspricht, dann…“

Seine Hand am Bauch des Königs wanderte langsam runter, glitt unter den Bademantel und gleichzeitig als er die Hitze wahrnahm, berührte er mit den Fingerspitzen die feuchte glatte Löweneichel des Königs, die aus der Felltasche raushing.

Sein König schnaufte leicht, die Hüfte bebte ungesehen und sein König starrte runter ins Glas.

„Meine Herren, bitte nicht in der Bar.“

Erschrocken zog Sebastian die Hand zurück und lächelnd drehte er den Kopf zur Seite.

„Wir haben doch nichts gemacht Herr Wachmann!“

„Da habe ich was anderes gesehen.“

„Dann… werden wir jetzt verwarnt?“

„Diesmal nicht, ich drücke ein Auge zu, aber für heute Nacht gebe ich euch ein Platzverbot.“

„Darf mein König zumindest noch zu Ende trinken?“

„Trinkt zu Ende und dann verlasst die Bar.“

Die schwarzgekleidete Wache verließ sie wieder und ging in eine Ecke des Raumes, wo es schön dunkel war. Sebastian war wirklich überrascht, dass er die Wache vorher nicht gesehen hat und auch jetzt, war sie kaum wahrnehmbar, so gut war sie versteckt.

Sein König stürzte auf einmal den Wodka in den Rachen und ging ohne ein Wort zu sagen davon. Sebastian hatte Schwierigkeiten wegen des Sandes, dass der Boden war, mit seinen König Schritt zu halten. Die feierliche Stimmung in der Bar wurde immer intensiver und vielleicht hätte er es nicht tun solenl, vielleicht hätte sich sein König von der Stimmung eine bessere Laune bekommen. Doch das war jetzt nicht mehr wichtig, denn sie durfte sowieso heute Nacht nicht mehr die Bar betreten. Er folgte seinen König zur großen Eingangshalle, wo vier Pulte mit je dre Bedienten für das Einchecken verantwortlich waren.

Was ihn sofort ins Auge fiel war, wie ein großer stattlicher Hengst, mit strahlend weißem Fell, einer weißen Tunika und sogar einem Horn an der Stirn, mit einem gut gekleideten Jaguar und einem kaum bekleideten schwarzen Puma sprach. Seine Hufe verursachten kaum ein Geräusch auf dem Glasboden, wo man darunter fein gearbeiteten Marmor sah. Toms Statue in der Mitte des Raums, war wirklich lebensecht, jetzt, da er auch ein Vergleich mit dem echten Tom machen konnte.

„König Raul.“

„Einen Moment bitte.“

Die Bedienstete blätterte die Dokumente durch und in der Zwischenzeit sah sich der König etwas um. Die Wandmalereien waren meisterhaft und sehr erregend. Hier und dort erkannte er sogar ein Gesicht, das er vorher in der Bar gesehen hat. Sie sahen so lebensecht aus und wenn die Gesichter schon dazu passten, dann müsste der restlichen Körper auch richtig dargestellt worden sein.

Schon jetzt sah er ein paar Jungs, die er nur zu gerne vernaschen würde und deswegen, musste er einfach lächeln.

„Habt ihr schon jetzt ein paar Ausgesucht, mein König?“

König Raul war noch immer wütend auf Sebastian, aber nicht was er getan hat, sondern das der sich ihm angeboten hat. Sebastian war für ihn wie ein Sohn, mehr sogar. Sebastian war der Sohn, den er sich immer gewünscht hätte und deswegen, war das Bild, was Sebastian in seinen Kopf projiziert hat, so befremdlich.

„Ja, ein paar gibt es…“

„König Raul. Ich muss nur noch ein paar Sachen bestätigen lassen. Sind sie mit der Hausordnung einverstanden?“

„Das bin ich.“

„Unser Hausarzt hat sie auf der Liste seiner Patienten gesetzt, von daher wird er sie regelmäßig besuchen kommen, sind sie damit einverstanden?“

„Ich bitte sogar darum.“

„Die kosten des Hausarztes sind im Preis inkludiert, somit müssen sie keine weitere Kosten aufbringen, sofern der Arzt nichts extra für sie einliefern muss. Ist das ok für sie?“

„Ist ok.“

„Gut. Dann frage ich nur noch schnell ab, was sie reserviert haben, damit jeder Fehler ausgeschlossen ist.“

„Bitte, fangen sie an.“

„Sie haben die Drachenklasse gewählt, ist das soweit richtig?“

„Habe ich.“

„Dann haben sie Zugriff auf das gesamte Haus. Sie haben vollen Zugriff, bis auf den Drachen Rath. Der kostet pro Tag 100 Goldstücke. Möchten sie Rath Buchen wollen?“

„Möchte ich nicht… aber was für Tiere haben sie und wie sind sie eintrainiert… oder… was können sie so?“

„Wir haben Reitechsen aus Archaia, der Großteil unserer Tiere besteht aus ihnen. Dann haben wir Greifen, Hengste, Reitwölfe, Reitkatzen und ein paar Raptoren, ein paar Anubis, drei Reitdrachen – Flügellos- und einen Wyvern. Sie alle sind völlig zahm und sie können so ziemlich alles mit ihnen machen. Auch haben sie ihren Trieb noch und würden sie besteigen, falls sie sich ihnen anbieten. Achso… wir haben auch einen Allosaurus. Zusätzlich haben die Tiere eine sehr große Ausdauer, von daher können sie teils länger als eine Stunde ihren Trieb an ihnen auslassen, wenn ich es so sagen kann. Anders herum können sie aber auch den ganzen Tag ihre Lust an ihnen auslassen, was den Tieren in keiner Weise stört. Dennoch sollten sie nicht vergessen, dass sie Lebewesen sind, die auch ihren Schlaf brauchen. Jeden Morgen und am Abend werden sie gefüttert, also sollten sie das in ihrer Tagesplanung einplanen. In der Zeit sollten sie die Tiere auch kurz in Ruhe lassen, da sonst das Problem mit dem Futterneid auftreten kann und somit die Gefahr besteht, dass sie verletzt werden können. Falls sie weitere Fragen haben, wenden sie sich bitte an Tom, seinen Stellvertreter Albrecht, Barbos, oder Ratahl. Die Vier sind für die Tiere zuständig. Wenn sie keine weiteren Fragen haben und verstanden haben, was ich gesagt habe, dann sagen sie bitte *Verstanden*.“

„Verstanden. Und… kann ich mich jederzeit dazu entschließen zu den Tieren zu gehen?“

„Da wenden sie sich bitte an die vier genannten Personen König Raul.“

„Ok.“

„Haben sie noch weitere Fragen König Raul?“

„Momentan nicht.“

„Gut, es steht für sie ein Junge, oder ein Erwachsener zur Verfügung in den zwei Wochen. Sie können täglich wechseln und wenn sie wechseln, dann bis Elf Uhr Vormittag. Wenn sie das nicht tun, dann bleibt der Begleiter bis zum nächsten Tag bis Elf Vormittags an ihrer Seite. Sie werden jetzt von mir ein goldenes Band erhalten. Damit haben sie vollen Zugang zum Haus und zum Anwesen und an diesem Band hängt auch der Schlüssel ihres Zimmers. Wenn sie dann einen Begleiter aussuchen, Binden sie sich dessen Band, was am Hals umgebunden ist, am Handgelenk fest. Darauf stehen der Name und die Nummer des Begleiters, den sie ausgesucht haben. Falls sie noch Fragen haben, dann kommen sie zu mir, oder zu meinen Kollegen. Wir werden jede Frage die sie haben versuchen zu beantworten.“

„Danke, ich werde auf das Angebot zurückkommen.“

„Ihr Zimmer ist im 14. Stockwerk. Sie können die Treppe verwenden, oder den Aufzug. Wir empfehlen natürlich den Aufzug. Falls sie fragen zum Aufzug haben, ein Bediensteter steht im Raum und wird alle Fragen beantworten.“

„Ok.“

Die Bedienstete holte das goldene Armband hervor und band es am Handgelenk des Königs fest, das ihr dargeboten wurde.

„Wenn sie nun weiter gehen, dann kommen sie in die Dusch und Pflegeräume. Dort können sie jederzeit eine Massage erhalten, oder ein wohltuendes Schlammbad nehmen. Auch eine Saune ist vorhanden, was ihren Rücken bestimmt gut tun würde. Wie sie sicherlich wissen, ist das Waschen bevor man das eigentliche Anwesen betritt, Pflicht. Auch ist es Pflicht, sich im Genitalbereich anschauen zu lassen, damit keine Krankheiten in das Haus eingeschleppt werden. Nachdem sie als Gesund eingestuft wurden und sich gewaschen haben, können sie ihren, oder ein Bademantel, Lendenschurz, oder ein Handtuch von uns nehmen. Das ist deswegen so, weil man nicht in jeden Bereich Nackt gehen darf und nur in ausgewählten Bereichen und Plätzen die Hüllen fallen lassen darf. Dabei beachten sie bitte, dass die Kleiderordnung nicht immer mit der Ordnung der Intimität und der Berührung einhergeht.“

„Was bedeutet das genau?“

„Das bedeutet, dass man in der Haupt Bar angezogen sein muss, sich aber dezent am Körper berühren und küssen darf, aber nicht im Intimbereich. Bitte achten sie auf den Kuss, den Penis und den Mantelsymbol über jeden Raum und am Gang.“

„Ok, jetzt verstehe ich… das ist schon recht kompliziert…“

„Nur für den Anfang, aber später werden sie verstehen, wieso wir uns dafür entschieden haben. Manche möchten in der Bar einfach in Ruhe ihren Tropfen genießen und da würde ein Pärchen, das Sex hätte, die Ruhe stören. Andererseits im Theater kann man oben in den Rängen ziemlich alles machen, wogegen unten höchstens das Blasen erlaubt ist und das auch nur, wenn es leise passiert. Ja, wir haben auch ein Stille Symbol. Aber wie gesagt, es soll nur für die Stimmung dienen und sie nicht wirklich einschränken. Bei guten Wetter, wie wir es jetzt haben, können sie auch draußen die großen und weichen Himmelbetten nutzten, wo alles erlaubt ist und wo jede Insel eine Bar und Snacks für sie hat.“

„Apropos Snacks, wie sieht es mit dem Essen aus?“

„Bis Zwölf ist Frühstück und ab Elf Mittagessen. In erster Linie bieten wir ein Buffet an, was aber reichhaltig und für jeden Gaumen etwas hat. Täglich gibt es was Neues und falls es sie Interessiert, was es an welchen Tag gibt, können sie es im Wochenplan im Zimmer, oder vor dem Speisesaal ablesen. Wenn die Sonne untergeht, wird ein Teil des Saals für ein Dinner für zwei, oder für mehrere abgegrenzt werden, damit mit in Ruhe und in gehobener Gesellschaft was essen kann, genauso wie sie es in ihrem Schloss hatten. Täglich gibt es eine neue Karte und die Empfehlung des Küchenchefs, dazu gibt es eine Weinbegleitung mit dem besten Weinen der uns bekannten Welt. Wir haben mehr als 500 Rebsorten im Weinkeller für sie bereit, falls sie es gerne Wein trinken. Falls sie sich für ein Dinner entscheiden, dann müssen sie sich bis spätestens Zwölf Uhr des Tages anmelden. Kleidervorschrift ist gehoben, oder Adel.“

Sofort sah König Raul zu Sebastian.

„Habe ich sowas dabei?“

„Ich… fürchte nicht.“

„Meine Herren, falls sie wünschen, kann ich für sie ein Termin bei unserem Schneider machen. Er wird sie persönlich aufsuchen, die Maße nehmen und noch am selben Tag vorbeibringen. Sein Stil ist modern und kommt aus dem Norden.“

„Dann machen sie ein Termin aus, wenn ich bitten darf.“

„König Raul, dies ist nicht im Preis inkludiert.“

„Wie hoch wird der Preis sein?“

„Mindestens 20 Goldmünzen, doch dafür werden sie vom Schneider des Königs aufgesucht und auch so behandelt.“

Wieder wandte sich sein König an ihm.

„Wieviel haben wir noch?“

„Notreserven sind genau 40, also zwei rollen.“

„Kann sich das ausgehen Seb? Wir müssen noch den Obulus dazurechnen.“

„wir haben letztens 10 Goldstücke bezahlt, also hätten wir noch 30 übrig.“

Mit einem Fluch auf der Zunge wandte sich sein König wieder eine die Bedienstete, die eine schöne Schäferhündin war.

„Glauben sie, dass ich mit 30 Goldstücken weit komme?“

„Das… ähm… werde ich jetzt in Erfahrung bringen mein Herr!“

Die Bedienstete in einem wirklich sehr schicken engen Hemd, die sogar eine blaue Hose anhatte, stand vom Stuhl auf und ging um sie herum um sich an dem Jaguar zu wenden, der noch immer mit dem großen weißen Hengst sprach. Sie beide sprachen fast ganze zwei Minuten miteinander, bevor der Jaguar den Blick hob und sie ansah.

Jaguar und Bedienstete kamen zu ihnen und der überaus gut gekleidete Herr reichte Ihnen die Hand.

„Mein Name ist Abd-al-Qadir al`Sharif, doch für sie König Raul, nur Qadir. Ich bin der Inhaber vom Haus Rosé und wie ich hörte, sind sie gerade nicht sehr Liquid.“

Sein König schüttelte die Hand und sah besorgt nach hinten, wo einige anstanden und genau zuhörten.

„Machen sie sich um die anderen keine Sorgen. Ich weiß, dass nicht jeder mit tausenden Münzen herumrennt und deswegen, geht der Schneider aufs Haus. Luci, mache ein Termin aus für unseren stolzen König Raul, der sein Land in einem Zehnjährigen Krieg vereint hat.“

„Das ist zu gütig Herr!“, sprach Sebastian gleich seinen Dank für sie beide aus.

„Ihr braucht euch nicht zu bedanken, doch leider wartet wer auf mich und ich muss mich jetzt entschuldigen.“

So schnell Qadir kam, so schnell war er wieder weg und sprach weiter mit dem weißen Hengst.

„Das ist aber nett mein König, oder?“

„Schon…“, kam es leise zurück und in dem Moment, wusste er nur zu genau, was im Kopf seines Königs vorging.

„Nehmt es als Geschenk auf. Ihr habt schon genug gezahlt, da sollte schon ein Schneider inkludiert sein.“

„Hm…“

Die Bedienstete setzte sich wieder auf ihren Platz hin und lächelte sie beide an.

„König Raul, wann wäre es ihnen Recht, dass der Schneider vorbeikommt?“

„Vormittag, so um… sagen wir zwischen Neun und Zehn.“

Die Bedienstete schrieb es nieder und König Raul sah am linken Pult jemanden, der auffällig groß war. Als er dann den Kopf etwas drehte, sah er einen Jaguar, einen kleinen Leoparden, der vor Aufregung kicherte und nicht stillstehen konnte und einen schwarzen, großen und mit goldenen schmuck versehenen Schakal. Allein was der Schakal ans ich hatte, war mehr wert als er für die zwei Wochen bezahlt hat. Vermutlich würde allein der Smaragd am Ring ausreichen, um vier Wochen der Drachenklasse bezahlen zu können.

„König Raul, noch heute wird der Brief gesendet und wir versprechen als Haus, das der Schneider zwischen neun und zehn bei ihnen sein wird.“

„Danke.“

„Haben sie noch Fragen?“

„Nein, sie haben einen guten Dienst gemacht.“

„Dann heiße ich sie im Haus Rosé, im Haus der Gelüste und des Stöhnens, willkommen, König Raul. Falls sie Beschwerden haben, dann melden sie sich unverzüglich.“

Die Arme seines Königs glitten vom Pult runter, der bis zur Brust ging und die Bedienstete zeigte freundlich mit dem Arm, dass links von ihr und hinter dem Sichtschutz, der Eingang ins Haus Rosé war. Doch sein König bewegte sich nicht und er ahnte schon wieso.

„Ich bin bei dir, mein König.“, als er seine Hand ergriff, sah er seine Dankbarkeit und seine Nervosität im Auge. Leicht führte er seinen König weiter, sie stiegen die eine Stufe hinauf und gingen links am Sichtschutz vorbei. Sie öffneten die Doppel Flügel Glastür und ein schwall aus Dampf und das Geräusch von fließenden Wasser kam zu ihnen rüber. Es roch nach Blumen im Bad und kurz erschrak sich sein König, als der Blick runter ging.

„Scheiße nochmal… wieviel haben sie denn für das alles ausgegeben?!“

Der Dampf lichtete sich etwas und ein gewaltiger Raum wurde sichtbar. Der gesamte Raum war Meerblau gefliest, das Wasser fiel warm von der Decke und vermutlich einen warmen Regen spürte, als eine Dusche. Räume mit Massageliegen, Schlammbäder, Salzbäder, einfach alles, was man gehört, aber nie gesehen hatte, war hier vorhanden. Und es war unnatürlich natürlich hell hier drinnen. Obwohl es Nacht war, war es so hell in der Duschanlage, dass man glaubt die Sonne schien zu ihnen runter.

Sie beide staunten einfach nur, als sie die gläserne Treppe runtergingen und als sie unten angelangt waren, sahen sie nun auch die anderen Gäste. Sein König schluckte schwer, sehr schwer, als so viele steifen Schwänze zum Vorschein kamen. Alle Formen, alle Größen, von Kleine bis gigantische war alles vorhanden und deutlich zu sehen. Und alle liefen sie aus. Die Vorfreude bildete einen langen Faden, bevor sie auf dem Boden tropfte.

Seb bemerkte, dass auch Gruppen hier waren. Freunde vermutete er, die die Zeit in den Ferien genießen wollten. Aber die meisten waren alleine unterwegs. Plötzlich erhellte ein lautes kindliches lachen den Raum und eine Gruppe aus vier Jugendlichen rann quer durch den Raum, was viele Erwachsene zum Lachen brachte. Augenblicklich wurde die Stille allein durch das Lachen, durch die fröhlichen Gesichter, angehoben. Und dann geschah es. Die Erwachsenen, obwohl sie sich nicht kannten, fingen einfach miteinander zu reden und zu lachen an.

Diese Jugendlichen haben es geschafft, dass ein Zusammenhalt aller in diesem Raum aufkam. Und sogar sein König, der bis jetzt mürrisch und schlecht gelaunt war, grinste breit und ging nun selbstsicher weiter.

„König Raul!“

„Banjamin!“, stieß der König von sich und der Fuchsarzt wurde einfach vom König aufgehoben und fest gedrückt. Natürlich war Benjamin sehr überrascht deswegen, genauso wie Sebastian, doch keiner sagte was.

„Danke nochmals.“, gab sein König fast unter Tränen von sich und Sebastian war schwer gerührt von dieser Geste.

„Ist schon gut König Raul.“

„Für dich Raul, Benjamin.“

„Ok, kein Ding Raul. Doch nun muss ich dich einmal durchchecken. Also… lasst du mich runter?“

Sogleich ließ sein König den Fuchs runter und als Blick des Königs zu ihm ging, war es nun soweit. Von hinten öffnete Sebastian den Bademantel und streifte ihn von seinen König runter. Nackt und stolz stand sein König da und sah runter zu Benjamin.

„Folgt mit bitte, es muss ja nicht jeder mitansahen was ich mache.“

Sebastian folgte seinen König hinter die Treppe wo ein kleines Separee mit zwei Höcker da war. Die Wände des Separees gingen nur rauf bis zur Brust und sein König setzte sich auf einen Hocker, während Benjamin den anderen nahm.

Das brauchte Sebastian nicht zu sehen und daher, war es nun am ihm die Sachen fallen zu lassen. Da er die Hausordnung kannte, zog er sich vor dem „Lager“ aus, das die gesamte Wandlänger einnahm und wo man alle Wertsachen abgeben konnte. Im Gegenzug bekam man eine Nummer, die man sich ans Armband festmachen kann und auch sollte. Die Ware wurde von einen der 30 Mitarbeiter besichtigt, niedergeschrieben und dann vorgereicht, damit er sehen kann, das Richtig aufgezählt und gezählt wurde. Erst nachdem dieser Akt gemacht wurde, musste er unterschreiben und alles was er hergegeben hat, wurde in einen der unzähligen Stahlspinte verstaut und dann auch versiegelt. Der Schlüssel zum Spint wurde ihn überreicht und gleichzeitig, bekam er ein Bademantel und einen Lendenschurz.

Nachdem er alles an sich nahm und fest den Spint Schlüssel in der Hand hielt, ging er zurück zum König, der schon auf ihn wartete und sich in der Zwischenzeit mit Benjamin unterhielt.

„Hier mein König, euer Spint Schlüssel.“

„Danke und Benjamin, wir sehen uns morgen oder?“

„Ja, wann soll ich am besten kommen?“

„Also… wenn du nicht zu viel zu tun hast, dann… komm einfach ein Vormittag vorbei und dann werden wir sehen, wie wir das alles machen.“

„Gut, also dann, bis morgen.“

Der König winkte den Fuchs zum Abschied und Sebastian stellte fest, dass sein König felsenfest war.

„War er so zärtlich?“

König Raul grinste einfach nur breit und zuckte leicht mit den Schultern. Bevor sie duschen gingen, legte Sebastian die paar Sachen auf einen der vielen Bänken um dann mit seinen König unter die Regendusche zu stehen.

Es fühlte sich einfach wundervoll an, wie das Wasser auf sie fiel und gleichzeitig, massierte sie das Wasser an den Schultern und am Kopf. Wie es seine Pflicht war, holte sich Sebastian eine Seife und fing seinen König am ganzen Körper einzuseifen ein. Besonderen Wert legte er auf den Königlichen Hintern, auf dessen zwei Eiern und auf die Felltasche. Den Königsständer machte er komplett mit Wasser sauber und kurz bevor er fertig war, rann auch sein König langsam aus.

Er sagte dazu nichts, machte keinen schnippischen Kommentar, sondern sah es wie immer, ernst und als Pflicht an. Obwohl sein König momentan keine Schmerzen spürte, so konnte sich sein König noch nicht selbst um die Intimregionen kümmern. Dafür war er zuständig.

Nachdem er mit allem fertig war, machte er sich schnell sauber und trocknete seinen König und dann sich selbst ab.

Nun waren sie soweit, nachdem sie sich den Bademantel angezogen haben und Sebastian auch noch den Lendenschurz dazu. Sie steigen die andere Treppe hinauf und machten abermals eine Tür auf und dabei, huschten fünf Jugendlichen unter ihren Armen in Bademäntel vorbei.

Die fünf rannten nach links und vor dort kam auch ein wirklich leckerer Duft. Dort war es auch ziemlich voll, genauso wie links am Ende des Ganges und sogar die Bar vorne, war ziemlich voll.

Sie standen in einem runden Raum.

„Hmm… was wohl die Höhlen sind?“, hörte er leise seinen König.

„Willkommen König Raul.“, sie beide sahen nach links und der Greif stand wieder vor ihnen, den sie zuvor bei ihrer Kutsche gesehen haben.

„Mein Name ist Lofar und ich wurde von Qadir gebeten, sie zu unterstützten, falls sie Fragen haben sollten.

„Ich habe sogar eine Frage.“

„Dann schießen sie los!“

„Kann ich dich auch aussuchen?“

„Ähm… naja… grundsätzlich schon… aber nicht in der ersten Woche.“

„Wieso nicht?“

„Weil ich in der ersten Woche die Meinungen der Gäste niederschreibe. Auch möchte ich eine Zeitung nur für uns einführen, wo Geschichten der Gäste drinnen stehen. Ob anonym oder nicht, ist die Entscheidung der Gäste überlassen.“

„Was soll das bringen?“

„Machen wir es so. Ich würde zu gerne hören, wie sie herausgefunden haben, dass sie Schwul sind, oder auf beide Geschlechter stehen. Ich werde es niederschreiben, wenn sie sich öffnen wollen und in erster Linie wäre die Geschichte anonym, außer es ist ihnen egal.“

„Ähm…“, sein König sah zu ihm und Seb sah, wie der König mit sich rang.

„Lofar, vielleicht später. Mein König möchte nun langsam zur Sache kommen, also könnt ihr uns verraten, wo wir seinen Begleiter aussuchen können?“

„Natürlich folgt mir.“

Lofar ging in den linken Gang und sogleich fragt sein König was.

„Was sind die Höhlen?“

„Dort kann man es im Wasser treiben, oder nur seinen Druck in einem Hintern entlassen, der aus der Wand rausschaut.“

„Wie rausschaut?“

„Also die Jungs und die Erwachsenen liegen auf eine Liege, die in den anderen Raum rausfahrbar ist. Die Gäste, also ihr, könnt dort einfach nur den Hintern der rausschaut ficken, also den Druck ablassen. Wenn ihr aber Lust habt, euch an einem Penis auszutoben und nur an einem Penis und den Hoden, dann gibt es in den Höhlen auch diese Möglichkeit. Lecken und ficken, das sind die Höhlen.“

„OH… und wieso sollte man das tun, wenn man einen Begleiter haben kann?“

„Für den Fall, dass man den Tag mit jemand anderen genießen möchte, als mit eine von uns. Oder wenn ihr vorhabt den Tag betrunken zu genießen, dann wäre das auch die beste Wahl.“

„Das… wirkt etwas komisch.“

„Nun König Raul, ihr werdet schon noch sehen, was es bedeutet einen Begleiter an eurer Seite zu haben, der niemals gesättigt werden kann.“

Da schaltete sich Seb ein.

„Mein König ist ebenfalls unersättlich.“

Lofar fing leicht zu lachen an.

„HAHAHA… wir werden sehen, wie ihr morgen darüber denkt.“

Sein König sah ihn schon jetzt etwas besorgt an und Sebastian glaubte es kaum, aber er glaubte der Aussage von Lofar.

„Das Theater, was hat es damit auf sich?“

„Dort werdet ihr visuell stimuliert. Erotische Tänze, Theaterstücke und andere Sachen werden dort am Abend gespielt und oben bei dem separierten zuschauerrängen, könnt ihr euch dann austoben.“

„Warte mal Lofar…“, sein König blieb stehen und über den Eingang des Theaters waren einige Symbole.

„Wenn ich das richtig deute, ist das Küssen, das berühren und… was sind die anderen Symbole Seb?“

„Berühren, Küssen, Blasen und Stille. Und man darf auch dort Trinken.“

„Richtig.“, gab Lofar Sebastian Recht.

König Raul wandte sich wieder an Lofar.

„Also kann man dort auch nackt rein, also sein?“

„Da kein Kleidersymbol ist, ja. Man darf sich dort ausziehen.“

„Ich denke, dass ich das alle langsam verstehe Seb.“

Sebastian sah die anderen um ihnen, die ihnen zugehört haben und sich am Anfang auch gefragt haben, was erlaubt und was nicht erlaubt war. Sein König sah dann weiter nach links und dachte laut nach.

„Zuschauerränge… keine Symbole. Ähm… Wenn ich das jetzt richtig verstehen, dann sind nur Symbole was man machen darf da, wenn man Einschränkungen unterliegt.“

„Genau, wenn nichts da hängt, dann ist alles erlaubt, sofern es nicht die Regeln der Hausordnung verletzt. Und allgemein, wird immer um ruhe gebeten, außer man ist draußen bei den Himmelbetten. Denn vielleicht fühlen sich andere Gäste wegen dem Lärm gestört.“

„Ok… langsam kapier ich es. Gut wollen wir weiter?“

„Da müsst ihr mich nicht Fragen König Raul.“

Sebastian fiel auf, wie es von Minute zu Minute immer voller auf dem Gang wird. Andere Gäste kamen mit einem Jungen, oder mehreren aus dem Saal vor ihnen. Auch Erwachsene wurden zahlreich ausgewählt und immer mehr, fielen die Scham und die Barrieren. Fast alle hatten die Hände beim anderen im Gemächt und die Luft war erfüllt von reiner Männlichkeit, das süß in seine Nase stieg.

Als sie dann weitergingen, kam lauter Applaus aus dem Theater und viele Paare, stiegen schmusend zu den separierten zuschauerrängen. Zwanzig Meter mussten sie gehen und dabei betrachtete sein König die Wandmalereien, die so heiß waren, dass sogar er stocksteif wurde, obwohl er nicht wirklich auf das gleiche Geschlecht stand. Wobei seine Gefühlswelt, sowieso eine riesige Baustelle war.

Dann erreichten sie den großen Saal und der wirklich riesig. Und nicht nur das, die Begleiter, die man sich aussuchen konnte, waren alle an Bänken und an aufgestellten Wänden gefesselt. Die Augen waren zugebunden, das Maul war ebenfalls zugebunden und sie hatten alle nur ein Lendenschurz an. Und bei jedem war ein Schloss, um die Ketten oder die Seile aufzuschließen.

Zu gut konnte sich Sebastian vorstellen, wie voll es vor einer Stunde gewesen sein muss, wenn er jetzt den fast leeren Saal sah. Vielleicht Zehn Jungs und Erwachsene pro Wandreihe, die über 50 Meter weit ging, waren noch übrig geblieben und seine Hoffnung, dass dies nicht der Fall wäre, zerbrach in einen Scherbenhaufen. Sein König hatte kaum noch Auswahl und dennoch, obwohl er das nicht vermutet hat, war sein König noch immer gut gelaunt.

„Worauf habt ihr Lust mein König? Wollt ihr einen Jungen? Einen Erwachsenen? Soll der Penis draußen hängen, oder habt ihr doch Intimlippen lieber? Wir haben auch ein paar, die Intimlippen und raushängende Hoden haben.“

„Ich… möchte einen Jungen haben… ja, ein Junge soll es sein. Der Rest ist mir Egal, nur alt soll er nicht sein.“

„Dann kommt, schauen wir mal was noch übrig ist.“

Sie waren nicht die einzigen, die noch beim Auswählen waren. Dutzende Gäste gingen den Saal durch und schauten hier und dort sogar unter dem Lendenschurz.

„Hier haben wir einen Waranjungen. Kubu ist sein Name und er ist sehr, sehr süß und er ist erst 13.“

„Jüngere habt ihr nicht?“

„Nein König Raul. Kubu ist schon eine absolute Ausnahme. Normal werden die Jungs erst mit 14 zum Arbeiten geschickt. Es war Kubus ausdrücklicher Wunsch, dass er arbeiten gehen möchte und ich versichere euch, dass ihr eure Wahl nicht bereuen werdet.“

Plötzlich drängelte sich wer durch und wollte schon den Jungen berühren, doch sein König reagierte blitzschnell.

„ICH NEHM IHN!“

Da reagierte Lofar und schnappte sich in der Luft den Arm, der gerade kurz davor war den Jungen zu berühren.

„Tut mir herzlich Leid mein Herr, aber der Junge ist nun vergeben.“, und als das Lofar sagte, erwachte der Junge und kämpfte gegen die Ketten an.

„Ich denke… Kubu möchte euch kennenlernen König Raul.“

„Danke… Lofar, aber ich denke, dass ich nun selbst zurechtkomme.“

„König Raul.“, der Greif verbeugte sich tief und allein wie der das machte, wusste er, dass der Greif alle Etikette des Adels kennen musste. Nachdem Lofar sich aufgerichtet und davongegangen war, ging er zu seinen König und nahm ihn den Schlüssel von Band ab.

„Hey Kubu, mein Name ist Sebastian und ich bin der Diener von König Raul. Er… ist nicht mehr der Jüngste und hat es mit seinen Rücken. Also… er wird dich jetzt nicht tragen können und bitte siehe es ihm nach, wenn er gewisse Sachen nicht machen kann.“, flüsterte er den Jungen zu, während er das Band am Hals des Jungen abnahm, es seinen König überreicht und zum Schluss das Schloss aufsperrte.

Die Ketten fielen nach unten und Sebastian entfernte das Band um die Augen und löste das andere Band um die Schnauze. Blinzelnd sah sich der Junge kurz um, als kurz darauf sein König eine Hand auf die Schulter von Kubu legte.

Kubu grinste, das grinsen wurde immer breiter und im nächsten Moment, wurde sein König umschlungen und die Hände des Jungen verschwanden unter dem Bademantel.

Sofort fing sein König laut zu schnurren an, die Augen verdrehte sich und der Körper erbebte.

„Seb… scheiße… Kubu… gehen wir auf mein Zim-… verdammt… Zuschauer... separierte… Zuschauer… „STÖHN“… „SCHNURR“.

Sein König drückte den Jungen von sich und für einen kurzen Augenblick, sah er den Schwanz seines Königs, der die Vorfreude auf Kubu abspritzte. Einen Moment später führte sein König den Jungen an der Hand aus dem Saal und dabei, hatte der Junge den Bademantel erhoben und eine Hand zwischen den Arschbacken seines Königs versunken.

Nun rannten sie und Sebastian glaubte es kaum, aber sein König hat die richtige Treppe erwisch, die rauf zu den separierten Zuschauerränge führte. Oben angelangt, ging es sowas von heiß her. Es wurde schwer gefickt, geblasen, geritten, befingert und geleckt und sein König nahm den ersten freien Platz der in der Nähe war, um sich sofort auszuziehen und hinzulegen.

Sebastian machte etwas Platz für die, die rein, oder schon rausgingen. Mehrere Ebenen waren zu sehen, die von drei Seiten runter zum Theater angelegt waren und dann vom restlichen Theater von einer Glaswand getrennt war. Jede Ebene war ungefähr zwei Meter tief und die Rückwand ein Meter hoch und jeder Platz war damit markiert, dass um ein großes Polster mehrere kleine waren. Dann hatte jeder Platz ein kleines Nachtkästchen, wo diverse Hilfsmittel standen. Und eines der Hilfsmittel, benutzte gerade Kubu. Sein König lag auf den Rücken und der wiesengrüne Junge massierte sich gerade mit einem durchsichtigen Gel den Penis ein. Gleich darauf hob der die Beine des Königs an und brachte sich in Position.

Sein König riss da Maul auf und Sebastian hörte schon den Schrei, der aber nicht kam. Stattdessen hörte er ihn laut stöhnen, dass sich mit dem lauten Stöhnen im Raum vermischte. Der Junge hämmerte gegen den königlichen Arsch und sein König hielt nun selbst die Beine und versuchten sie noch weiter zu sich zu ziehen.

„SEB!“, schrie nun sein König.

„KOMM… eine STUNDE!“

Sebatian hat es verstanden. Er soll ihn in einer Stunde abholen.

„OK!“, schrie er nicht ganz so laut zurück und stieg die Treppe runter zum Gang.

Nun hatte er Zeit für sich und sein Ziel war nun die Bar. Es war sehr voll und kaum war noch ein Platz frei. Dennoch bestellt er sich eine Falsche Wein und ein Glas an der Bar, die wirklich wunderbar eingerichtet war. Aus dunkelbraunem poliertem Holz bestand der Boden, die Wände waren mit einen braun-roten Holz verlegt rot tapeziert und alte schöne Laternen erhellten den Raum, der leicht nach Zigarren roch. Während er sich so umsah, bemerkte er eine Person, die so wie er, keinen Armband trug. Es war ein Puma, der nicht gerade sehr gut gelaunt runter ins Glas starrte.

„Hallo, darf ich mich zu dir setzen?“

Der Puma sah langsam zu ihm rauf und nickte ernst. Sebastian setzte sich zu ihm am Tisch und stellte Flasche und Gals ab.

„Ich habe gesehen, dass du auch kein Band am Handgelenk hast, also musst du, so wie ich, ein Diener sein, oder?“

„Du… hast gute Augen.“

„Es geht, ich denke, dass es eher Zufall war. Mein Name ist Sebastian und ich bin der Diener von König Raul.“

„Pestos.“

„Na dann Pestos, auf zwei wundervolle betrunkene Wochen!“, Sebastian hob das Gals mit dem guten Wein und sarkastisch kichernd, stieß Pestos an.

Larion

„Sehr interessant, also wurdest du Neugierig was die fleischliche Lust anbelangt, während du uns studiert hast.“

„So ist es.“

„Gut, dann… was hast du dir denn vorgestellt, damit ich ein ungefähres Bild habe.“

Qadir hob verwundert eine Augenbraue, als Larion die Schultern zuckte. Das wiederum war für ihn ein Problem. Larion war speziell, sehr sogar und so einen speziellen Gast hat er nicht eingeplant. Die Bude war voll und von den Zahlen her, wenn jeder Gast einen Lustsklaven aussuchen würde, hätte er sogar zu wenig für alle Gäste. Deswegen hat er jedem die Anweisung gegeben, die Gäste alles auszusaugen und raus zu massieren, bis sie von ihnen davonlaufen um endlich eine Pause zu bekommen. So bekäme jeder in der kurzen Zeit einen Sexsklaven.

„Naja, es gibt ja Mittel und Wege es herauszufinden. Schauen wir zuerst einmal ob überhaupt ein Zimmer für dich frei ist.“

Das Recht Larion an der Hand zu führen, nahm er sich heraus und als er mit Larion am Pult war, lächelte Luci schon breit und wartete auf seine Frage.

„Haben wir noch freie Zimmer?“

„Ein Moment bitte Herr Qadir.“, während er wartete, dachte er nach was den Hengst gefallen würde. Aber am Ende war es sowieso irrelevant, weil er womöglich alles einmal mit ihm durchgehen muss.

„Tut mir Leid Herr Qadir, alle Zimmer sind belegt.“

„Sogar die Notfallzimmer?“

„Sogar die, ja. Erst letztens mussten zwei Parteien in ein Zimmer einquartiert werden.“

„Und wann wird ein Zimmer wieder frei?“

„Ähm… es soll erst morgen Abend ein Zimmer frei werden.“

„Dann Buch schon mal das Zimmer auf den Namen Larion.“

„Ein… Moment… ähm, gemacht.“

Da wandte sich Qadir zum Hengst.

„Hast du etwas das 40 bis 100 Goldstücke wert ist? Oder wie lange willst du bleiben?“

„Also Qadir… je nachdem wie sich alles entwickelt, bleibe ich entweder einen Tag, oder mehrere. Und ich habe das in einer Höhle gefunden, es ist schön und es gefällt mir persönlich weil es schön blau ist.“

Larion griff sich in die Mähne und vom weißen Haar verdeckt, sah Qadir ein Saphir, der mindestens so groß wie eine Walnuss war. Geschickt wurde der Edelstein von einer Haarsträhne ausgewickelt und auf dem Pult gelegt.

„Ähm… Patricia, kannst du den mal schnell schätzen?“, sagte Luci rüber zum Pult drei. Eine sehr weibliche und gut gebaute Puma Dame kam zu ihrem Pult mit einer Wage und einer großen Linse. Der Edelstein wurde zuerst gewogen, dann schätze sie das ungefähre Gewicht des Steins am Edelstein weg und nahm eine Liste zur Hand, die sie unter dem Pult hervorhob.

Sie Blätterte schnell durch und ging die Zeilen runter.

„So wie es scheint, ist es tatsächlich ein Saphir von sehr hohe Qualität. Kaum bis gar keine Verunreinigungen und hat 1232 Karat. Ein Moment bitte.“

Patricia holte unterm Pult eine Feder und ein kleines Stück Papier zur Hand und fing zu rechnen an. Ungeduldig warteten alle auf ihr Ergebnis und Patricia bekam selbst große Augen, als sie fertig war.

„Also, sofern ich mich nicht verrechnet habe, ist der Saphir 2200 Goldmünzen wert. Herr Qadir, könnt ihr bitte meine Berechnung überprüfen.“

Sie schob das Stück Papie zu Qadir und der Rechnete sofort nach. Nur Sekunden später blickte er langsam auf.

„Also Larion… du könntest mit dem Saphir 22 Tage im Haus bleiben, dabei wird dir am ersten Tag nur die Hälfte berechnet, weil kein Zimmer frei ist. Und diese 22 Tage ist mit der höchsten Klasse berechnet, wenn du die niedrigste Klasse wählst, dann könntest du über drei Monate bleiben.“

„Was ist der Unterschied der niedrigsten zur höchsten klasse?“

„Die niedrigste Klasse hat kein Zugriff auf die Tiere draußen und die höchste auf alle Tiere.“

„Dann… nehme ich die höchste Klasse und bleibe mal für 22 Tage hier. Auch wenn es mir vielleicht nicht gefällt, so könnte ich zumindest mein Studium weiterführen.“

„Sehr gut, dann bekommst du jetzt ein goldenes Band für dein Handgelenk und wenn du morgen Abend wiederkommst, dann bekommst du von Luci auch dein Zimmerschlüssel.“

„Gut und was jetzt?“

„Kennst du die Hausregeln?“

„Kenne ich, sind auch einfach und unkompliziert.“

„Ok!, dann wird es Zeit für die Dusche und für die Untersuchung vom Arzt.“

„Was… soll der der Arzt untersuchen? Glaubst du etwas ich bin krank?“

„Ähm…“, Qadir gab sich im Geist selbst eine Backpfeife. Larion ist eben hier um die erste Erfahrungen zu machen, woher sollte der also eine Geschlechtskrankheit haben. Und wie kam er dazu zu glauben, dass eine Mythische Kreatur sterbliche Krankheiten haben könnte.

„… da hast du wohl Recht. Doch Duschen musst du dennoch!“

„Das mache ich gerne, ich liebe es unter den Wasserfällen zu stehen.“

Zumindest das hat geklappt. Er führte Larion weiter und sie gingen runter in die Dusche und vor seinen Augen, zog sich Larion die Tunika aus. Zum Vorschein kam ein Körper, der wirklich neidisch machte. Stark, Muskulös, aber nicht aufgebläht waren die Muskeln die der Hengst hatte. Der Hintern war wie erwartet ein absoluter Hingucker und was man zwischen den Beinen sehen konnte, ließ ihm den Drang aufkommen mit Kajal im Bett zu verschwinden.

Larion war nicht nur eine Jungfrau, sondern sah sogar noch jungfräulich aus. Die gedehnte Hauttasche und der Hodensack, der zwei prallgefüllte Hoden beinhaltete, waren schön rosarot und ging mehr ins Rosa, als ins rot.

Und weil das so war, war er in der Dusche ein wirklicher Blickfang.

Qadir entschloss sich dann genug gesehen zu haben und ging nun die andere Treppe rauf, um oben auf ihn zu warten. Während er wartete, ging er seinen Tagträumen durch und schneller als erwartet, stieg Larion in einen Bademantel gehüllt zu ihm rauf.

„Du hast mich angestarrt.“

„Wer würde das nicht machen Larion.“

„Darf ich fragen, wieso?“

„Zuerst möchte ich wissen, ob du deswegen auf mich böse bist.“

„Ich habe keinen Grund einen groll gegen dich zu hegen.“

„Gut, dann… du hast einen sehr anziehenden Körper und für Männchen wie mich, ist die Farbe in deinem Schritt sehr anziehend und auch, wie groß und fest deine Hoden aussahen.“

„Wieso?“

„Rosarot verbindet man bei uns mit Jungfräulichkeit, also… es vermittelt wenig Erfahrung, oder gar keine in Sachen Sex. Das ist sehr anziehend, weil jeder Erwachsene im Kern nur ein großer Junge ist. Und die großen festen Hoden, scheinen… nun… prallgefühlt von deinem Sperma zu sein, was natürlich nicht stimmt, aber auch das haben wir sterblichen so im Kopf.“

„Verstehe, das bedeute… das alles was klein ist, auch unattraktiv ist, oder?“

„Bitte nimm das nicht als Faustregel für alles, sieh es eher als Leitfaden, mit fielen Abzweigungen. Es ist eben meine Subjektive Sicht und das kann man auf viele Erwachsene übertragen, aber nicht auf alle.“

„Dann ist es so, dass du mich… sexuell attraktiv findest?“

„Kurz gesagt, Ja. Sehr sogar.“

Larion lächelte und sah zur Tür rüber. Da er verstand was der Blick bedeuten soll, führte er Larion weiter ins Haus hinein und er bog gleich nach links den Gang rein.

„Faszinierend…“, hörte er neben sich den Hengst sagen, während der die Wandmalereien ansah.

„Bewegt sich was zwischen deinen Beinen, wenn du dir das anschaust?“

„Nein, wieso? Sollte sich dort was bewegen?“

„Ähm… wird dein Penis größer, oder gleitet er beim Betrachten der Malerei raus?“

„Nein, nichts von dem was du fragst passiert.“

Nun bekam Qadir Kopfschmerzen und er hofft, dass zumindest noch ein Sexsklave frei ist. Doch, als er sah, dass einige Gäste in den Saal gingen und den Saal bis ganz nach hinten gingen und dann enttäuscht zurückgingen, wusste er, dass der Saal leer war. Und das war der Grund, wieso er stehen geblieben ist und mit sich rang. Während er nachdachte, sah er rauf zu Larion, der noch immer die Malereien ansah.

„Ok Larion… ich werde mich persönlich um dich kümmern. Aber viel Zeit werde ich nicht für dich übrig haben. Wenn das nicht funktioniert, dann bist findest du uns sterbliche nicht Sexuell stimulierend.“

Darauf Antwortete der Hengst nicht, doch in den fast komplett schwarzen Augen glaubte er Hoffnung zu sehen.

„Komm, gehen wir runter in die Höhlen. Wenn es klappt, dann hast du unten die Chance deinen Trieb, der vielleicht erwacht, komplett auszulassen.

Qadir drehte sich um und ging zurück und schon beim Gehen, zog er sich das Sakko und sein Hemd aus. Bei der Treppe war schon der Gürtel offen und als er unten angelangt war, fummelte er an seiner Hose.

Sie waren nun in der Höhle. Die vier rechteckigen Pools, die einfach nur gewaltig waren und von unten blau beleuchtet wurden, erhellten den gesamten Raum in derselben Farbe, wobei man an der Wand sah, wie sich das Wasser bewegte. An jeder Wand waren terrassenförmig Bänke aufgebaut, sodass man mehrere Ebenen hatte, wo man sich auf das Holz hinsetzen, oder legen konnte.

Dann gab es zwei Eingänge zu den Nebenräumen pro Wand, wo die Jungs, oder die Erwachsenen, mit ihren Unterkörper aus der Wand raussahen.

Und wie erwartet, war es auch hier völlig überfüllt und der gerillte Holzboden, hatte wirklich Schwierigkeiten die ganze Vorfreude abrinnen zu lassen.

„Vorsicht, nicht ausrutschen.“

Er sah sich um und alles war belegt.

„Es riecht… süßlich hier drinnen.“

„Nicht nur süßlich, das andere was du riechst ist der Moschus.“

Während Larion die Augen schloss und immer tiefer durch die Nase einatmete, entdeckte er gerade ein paar, das ins Wasser wollte und somit die Bank frei machte.

„Komm schnell!“, sagte er nach hinten und ging schnell zur Bank, bevor jemand anderes die Bank besetzt. Die Bank war in der dritten Ebene von drei und er musste über zwei paare Steigen, die es beide in der Löffelstellung wild trieben.

An der Bank angekommen, zog sich Qadir die Hose aus und war endlich wieder nackt. Selbstverständlich war er hart und feucht und das lag daran, dass er nun ein Einhorn hatte, der nur hier war, um die fleischliche Lust kennenzulernen.

Auch Larion stieg über die zwei Paare und Qadir empfing ihn stehend. Er zog den Hengst den Bademantel aus und legte es zu seinen Sachen rauf und als dies getan war, legte er seine linke Hand auf die breite Brust von Larion und die rechte legte sich um dessen Hüfte.

„Mach das auch bei mir so.“, es war schon recht lüstern wie er es gesagt hatte und das lag vermutlich daran, weil er am Bauch spürte, welch große Hitze wohl die Hauttasche von Larion auf ihn ausstrahlte. Denn stellte er fest, dass auch dessen Hände überaus warm waren und dann, fing er langsam an. Die Hände fingen den tollen Hengst zu streicheln an. Die Hand an der Hüfte strich rauf am Rücken und dann runter bis zum Hintern, um dann gezielt den Hintern zu streicheln. Die andere Hand strich rauf zum Hals, über den Hals und dann rauf zu den Wangen.

Dabei drückte er sich gegen Larion und als er deutlich die Hauttasche am Bauch spürte, fing nun auch der Hengst ihn zu streicheln an. Dabei sahen sie sich in die Augen und als das ansehen, zumindest für Qadir, zum unangenehmen starren wurde, ging seine Hand von der Wange rauf zum Kopf, wo er dann den Kopf zu sich nach unten drückte, natürlich sanft.

Als die Nüstern seinen Hals berührten, sog Larion seinen Duft ein und zum ersten Mal hörte er ein Einhorn zufrieden murren. Nun drückte Qadir seine Nase gegen den Hals des Hengstes und der Duft von Wiese, von Freiheit und frischen Wind, stieg ihm tief in die Nase.

Plötzlich spannten sich die Arme um ihn an und er wurde immer fester an den Hengstkörper gedrückt. Das war für ihn ein weiteres Zeichen und deswegen wanderte nun auch die andere Hand auf den Hintern des Einhorns. Mit beiden Händen streichelte er den festen Apfelhintern und wanderte dabei immer tiefer zwischen die zwei steinharten Po Backen, wo es dazwischen heiß-feucht war.

„Das… fühlt sich mehr als gut an… Qadir…“, hörte er ihn nun endlich flüstern und das war ein großer Erfolg. Nun wusste er das Larion nicht unempfindlich gegenüber körperlichen Reizen war und sie vermutlich erst einordnen musste.

„Dann machen wir den nächsten Schritt.“

„Gern…“

Nachdem er das hörte, drückte er sich von Larion weg und nur sehr widerwillig, ließ ihn der Hengst los. Qadir drückte ihn an der Brust nach hinten und als sich Larion hinsetzte, setzte er sich breitbeinig auf seinen Schoß rauf und sah an sich runter. Der Hengst folgte seinen Blick und ohne das er was sagen musste, hob der die Hand und nahm den triefendnassen Katerpenis in die Hand.

Stöhnend genoss es das Prickeln der Hand, als sie über seinen Penis rauffuhr und dann wieder runter. Gleichzeitig hörte er ihn schnaufen und danach tief einatmen.

Aber nun war er am Zug.

„Mach leicht den Mund auf…“, stöhnte er schon fast aus sich, weil er mittlerweile sehr geil auf den Hengst war. Im selben Moment, wo sich die weißen Lippen öffneten, hatte er schon seine Lippen raufgepresst und strich mit der Zunge über die von Larion. Gleichzeitig legte er eine Hand auf den Bauch des Hengstes und strich gezielt runter. Er glaubte zu spüren, dass die Hauttasche noch weiter gedehnt war, als er zuvor gesehen hat. Doch das war ihm jetzt egal, denn er drang einfach mit der ganzen Hand in die Hauttasche ein und in dem Moment, wo die Finger über den Pferdepenis strichen, stöhnte Larion in seinen Rachen und fing sogleich mit ihm zu schmusen an.

Dann folgte eines nachdem anderen. Er musste kaum den Pferdepenis massieren um ihn aus der Hauttasche raus zu locken, denn der kam schon von selbst raus. Schwer gegen seinen Hintern pochend, wurde der immer fester und als der so fest wurde, dass er wie ein heißes Schüreisen gegen den Hintern drückte, musste er sich von Larions Lippen entreißen.

„DU! GLEITGEL!“, rief er das Pärchen eine ebene unter sich zu und überrascht sahen sie zu ihm rauf. Als er mit der Hand wedelte, verstanden die beiden, dass es schnell gehen soll und sogleich wurde ihm das Glas Gleitgel in die Hand gedrückt.

„Qadir…!“, hörte er Larion schnaufen und auch für ihm selbst, ging es nicht schnell genug. Er ließ etwas von der Flüssigkeit auf die andere Hand fallen, rieb sich seine Rosette fest ein, wobei er den Rest über den geilen Pferdepenis rieb, was Larion wieder zum schnaufen und leicht zum Stöhnen brachte.

Nachdem er das Glas abgestellt hat und sich etwas aufsetzte, drückte er die Lippen wieder auf die des Einhorns und packte dessen Pferdeschwanz mit einer Hand.

Dann setzte er sich langsam und der dicke Kopf von Larion drang geschmeidig zwischen seine Po Backen ein. Wenige Zentimeter später, drückte der Kopf schon gegen seine Rosette und einen Moment darauf, öffnete sich die Rosette für den Hengst.

Dann ging es schnell und Qadir setzte sich tief, sehr tief in Larions Schoß und genauso tief, wanderte der riesig heiße Penis seinen Bauch hinauf.

Die Hüfte fing sich zu heben an und Qadir und Larion musste aufhören zu schmusen und der Speichel des anderen rann ihnen an den Lippen hinunter. Langsam wollte Qadir starten und es gelang ihn nur schwer, nicht gleich seinen Hengst zu reiten, während er sich an dessen Schultern festhielt. Larion indessen lehnte sich mit den Kopf nach hinten, hielt ihn an der Hüfte fest und genoss einfach, was mit ihm geschah und was er erlebte.

Langsam erhörte er das Tempo und immer höher setzte er sich auf, um sich dann wieder tief in Larions Schoß fallen zu lassen. Dabei spürte er nur zu deutlich die zwei festen und großen Hengsthoden, die seinen Sturz abfederten.

Als er dann seine Geheimtechnik einsetzte, wo er seinen Rosette zusammenzog und den Hengstpenis mit der Rosette über die ganze Länge strich, wurde der Peniskopf plötzlich um ein vielfaches dicker und dabei atmetet Larion flach und schnell.

Da ging er wieder in ein schnelles reiten über und nachdem er sich ein zweites Mal in Larions Schoß fallen ließ, verkrampfte sich der Hengst und die Hüfte hob sich. Der Hengstpenis drang so komplett in ihm ein und als Larion endlich lauthals zu stöhnen anfing, holte sich Qadir nach wenigen Sekunden selbst einen runter und spritzte Larion mehrere Landungen ins Gesicht. Sie Beide badeten lange in ihren Orgasmus und Qadir spürte was für eine Ladung er in den Bauch gespritzt bekommt.

Es war einfach nur übertrieben viel und glühend heiß.

Irgendwann sackte Larion einfach zusammen und durch die schnelle Bewegung nach unten und das harte aufkommen, wurde der Hengstpenis noch tiefer in ihm gerammt, was Qadir vor Geilheit aufstöhnen ließ und wo er dann erschöpft vom Akt nach vorne Kippte.

Sanft wurde er aber aufgefangen und schon fast liebevoll umarmt.

Sie sprachen kein Wort miteinander, denn Larions Geste, wie der ihm über den Rücken strich und ihn einen Kuss nachdem anderen Auf den Kopf gab, sprach schon für sich.

Einige Minuten saßen sie dann so da, bis sich Larions Penis langsam aus Qadir entzog und in der Hauttasche verschwand. In der Zeit kam auch Qadir von der Ekstase zurück und hatte auch schon einen kühlen Kopf.

„Ich… muss jetzt wieder zurück… Larion…“

„Du sagtest ja, dass du nur wenig Zeit hast.“

„J-Ja… das habe ich wohl.“

Qadir rutsche von Larions Schoß auf die Seite und sah, was aus ihm alles ausgelaufen war, was er wiederum nicht einmal gespürt hatte.

„Larion… ähm… schau dich hier etwas um und genieß die Zeit und vielleicht… sehen wir uns ja bald einmal wieder.“

„Wenn du willst, dann sehen wir uns auch wieder, Qadir und… danke!“

Während das Larion sagte, zog sich Qadir schon an und als er fertig angezogen war, stand der Hengstpenis wieder felsenfest aufrecht.

„Du hast einen wunderschönen Penis.“

Larion sagte nichts darauf, als Qadir den komplett rosaroten Penis und Larion hinter sich ließ und die Treppe rauf zum Foyer nahm.

Larion hingegen verstand nun völlig was die fleischliche Lust war. Es war etwas, das zwischen zwei Personen war, etwas wichtiges, etwas Intimes. Etwas, von dem er nicht mehr genug bekommen kann und deswegen, stand er auf und tat das, was Qadir gesagt hatte. Er sah sich um und als er in einen der Nebenräume ging, sah er die anderen Gäste. Sie sabberten, stießen mit der Hüfte nach vorne und stöhnten. Sie stöhnten wie er und dann sah er auch, in was sie stießen.

Überrascht sah er an sich runter. Aus seinen Penis rann etwas Dickflüssiges raus, das durschichtig war und er verband das nun mit dem Gefühl, noch einmal das zu fühlen, was ihm zum Stöhnen brachte. Deswegen reihte er sich in die Reihe ein und konnte kaum erwarten dranzukommen.

Otto und Mika

„Das macht Zweitausendvierzig Goldstücke.“

Pestos hob die Truhe auf den Tresen und es knirschte bedrohlich.

„Können wir schon rein?!“, Mika war kaum noch zu zügeln und körperlich war der Jungs schon längst am Auslaufen.

„Einen Moment bitte.“, die Bedienstete hinter dem Pult winkte kurz in eine Ecke wo ein paar Wachen Standen. Die Plattenrüstungen waren kaum zu hören, so gut waren sie bearbeitet. Zu zweit hoben sie die Truhe vom Pult auf und ließen sie dann hinter dem Pult runter.

„Sir Otto, bitte kommen um dem Pult und seien sie Zeuge wie ich das Gold wiege.“

Mika wollte ihn schon nicht mehr loslassen, weil der ganz wackelige Beine hatte und aus diesem Grund hielt sich der Junge mit beiden Händen an Hators Hand fest, der es mit einem Lächeln zuließ und interessiert selbst hinter dem Pult runter sah.

„Zuerst wiegen wir eine Goldmünze ab, dann schütten wir das Gold auf die Waage.“

Eine Goldmünze nahm die Bedienstete aus der Truhe raus und legte sie auf eine der zwei Schalen. In die andere Schale legte sie ein Gewicht drauf, das gerade einmal so groß wie eine Fingerkuppe war. Sofort verlagerte sich das Gewicht in Richtung Gewicht und deswegen tauschte sie das Gewicht aus und siehe da, die Waage wurde waagrecht.

„Sir Otto, eure Münzen entsprechen eine halbe Unze. Wir aber handeln im Süden mit einer ganzen. Somit verdoppelt sich die Anzahl der Münzen, die wir für die Bezahlung der der Kosten verlangen.“

„O-Ok.“, Otto schluckte schwer und er hoffte innerlich, nein, er betete zu den Göttern, dass sein König dies bedacht hat. Nachdem die Bedienstete nickte, schütteten die zwei Wachen, die eher wie Ritter gekleidet waren, den Inhalt der Truhe in die Schale der großen Waage hinter dem Pult.

Es klimperte laut und das viele Sekunden lang und dabei, hob die Bedienstete die nötigen Gewichte rauf in die zweite Schale. Nach einer halben Minute war das Schauspiel vorbei.

Otto Grinste breit und als er sich umdrehte und erleichtert ausatmete, erlaubte er seine Anspannung mit einem seufzen rauszulassen.

„Bitte sehr, 140 Goldstücke bekommen sie zurück, was in unserem Land eigentlich 70 sind. Bitte bedenken sie das, wenn sie wieder mit den Goldmünzen handeln wollen.“

„Werde ich.“

„Wollen wir dann zum nächsten Punkt übergehen?“

„Nur zu.“

„Kennen sie die Hausordnung?“

„Nö.“

„Dann lesen sie sich das bitte durch und unterschreiben sie die, wenn sie damit einverstanden sind.“

Ein Blatt Papier wurde ihn über dem Pult gereicht und als Otto dies in die Hand nahm, sah er Fragen zu ihr rüber.

„Soll ich es ihnen vorlesen?“

„Bitte.“

„OTTO!“, kam es wieder von unten und Mika packte seine Hand und sah flehentlich zu ihm rauf.

„Ähm… Kann mein Prinz schon mal vor? Ich bleibe hier und kümmere mich um den ganzen Kram, aber er möchte schon rein.“

Die Bedienstete Stand auf und beugte sich tief nach vorne. Lächelnd erhob sie sich und kam zu ihnen rüber, um vor Mika in die Knie zu gehen.

„Hallo mein süßer, mein Name ist Vici. Du kannst schon vor wenn du willst, aber du musst dich im Bad ordentlich duschen und waschen, besonders zwischen den Beinen und beim Popo. Der Arzt wird dich auch anschauen. Er schaut ob es dir körperlich gut geht, ob du irgendwelche körperliche Probleme zwischen den Beinen hast und dir dann ein paar wichtige Sachen erklären, die nur für deine Ohren gedacht sind. Wenn du dich aber unwohl fühlst im Bad, dann wird der Arzt für dich da sein, solange Sir Otto hier beschäftigt ist.“

Mika grinste von einem Ohr zum andren und nickte eifrig.

„Gut, dann gebe ich dir ein goldenes Band und werde einen Schlüssel daran befestigen. Das wird euer Zimmerschlüssel sein und wenn du im Bad bist und die Treppe runtergehst, dann ist direkt hinter dir das „Lager“, wo du alle Sachen abgeben kannst, die du abgeben willst. Wenn du etwas abgegeben hast, dann bekommst du von dem Angestellten ebenfalls ein Schlüssel, den du am besten an deinem Band festmachst.

Wieder nickte Mika eifrig und Vici erhob sich und ging um das Pult, um ein goldenes Band hervorzuholen um den letzten Schlüssel dranzumachen. Dann ging sie wieder um den Pult und befestigte das Band an Mikas linkes Handgelenk.

„Er kann jetzt ins Bad gehen, Sir Otto.“

Da regte sich auch Hator und drehte den Kopf leicht zur Seite.

„Pestos, du kannst auch schon vor gehen. Ich bleibe bei Otto.“

„Jawohl Herr.“

Otto ging nun ebenfalls in die Knie vor Mika.

„Mika, warte nachdem Bad auf mich. Ich versuche mich zu beeilen und rede mit keinem außer dem Arzt, Ok? Nimm keine Einladung an, geh nicht spazieren, sondern wirklich, warte auf mich!“

„JAJAJA! Ich warte auf dich! Darf ich jetzt gehen?!“

Otto sah Pestos verstohlen nach, wie der um den Sichtschutz ging, um dann wieder Mika in die Augen zu sehen.

„Versprich mir das.“

„MAAAAANOOOOO!“

„MIKA?!“

„Ok… ich verspreche, dass ich nachdem Bad auf dich warten werde. Darf ich jetzt?“

Otto starrte in Mikas Augen und er hatte ein mulmiges Gefühl im Bauch. Doch den hat er schon seit sie das Land betreten haben.

„Gut, geh!“

Mika entriss sich aus seinen Händen und lief jubelnd um den Sichtschutz herum.

„Keine Sorge, Pestos wird auch ein Auge auf ihn haben.“

„Das… bereitet mir ja sorgen…“

Hator lachte auf und legte einen Arm um seine Schulter.

So standen sie da, als Vici wieder um das Pult ging, sich setzte und die Hausordnung vorlas.

„Otto?“, flüsternd und kaum hörbar sprach das Hator und Otto flüsterte ein Einfaches „Was denn?“ zurück.

„Ich würde nur zu gerne mit dir das Bett teilen wollen, könntest du dir das vorstellen? Du sagtest, dass du nicht auf Männchen stehst, aber wärst du offen genug, es einmal etwas auszuprobieren, solange wir hier sind? Ich meine… du wirst nun zwei Wochen nur von nackten Männchen umringt sein… ich verlange jetzt keine Antwort, aber ich bitte dich, überlegt dir das.“

Otto erstarrte zu Eis. Der Pharao hat ihn gerade gebeten das Bett mit ihm zu teilen. Er, ein Ritter, ein einfacher Ritter, der nur von König etwas begünstigt wurde, weil Mika ihn mochte. Er war ein nichts in diesem Land, in seinem Land und nun, bat ihn ein Pharao, der hier ein Großkaiser wäre, mit ihn das Bett zu teilen. Er sah es nicht als bitte an, sondern als Befehl. So wurde er erzogen, ausgebildet und trainiert, dass er jeden Befehl seines Königs, ausführt.

Doch Hator war nicht sein König, sondern nur der Pharao, der über ein Land regiert, das so groß wie dieser Kontinent war. Er hat es versucht zu überhören und so zu tun, dass Hator nicht mehr nur ein Prinz sei, sondern der neue Pharao geworden ist. Für Hator hat er es getan, weil er ihn nicht an den Tag erinnern wollte, als dessen Vater starb und der neue Pharao ausgerufen wurde. Er nahm es sozusagen locker hin und tat so als ob das nichts Großes wäre.

Doch das ganz große Problem war die Konsequenz. Was würde passieren, wenn er verneint. Was würde das für den Kontinent bedeuten. Was würde das für seinen König bedeuten, wenn dessen Ritter den Pharao vergrämt. Politisch gesehen, sollte er noch heute Nacht für den Pharao da sein.

Er muss sich ihm hingeben, damit sein König keine Konsequenzen drohen. Doch er als Person, als ein männlicher Jaguar, war nicht einmal ein Funke von Interesse vorhanden mit Hator das Bett zu teilen. Er fand die vier Bediensteten zum Anbeißen, weil eine heißer und süßer, als die andere war. Doch Hator war ein Männchen und darauf, hat er überhaupt keine Lust. Dennoch sollte er darüber nachdenken und das Angebot annehmen, später zu Antworten.

„Verstehe.“, flüsterte er nun zurück.

Hator grinste breit und rieb kurz die Wange an seiner, was bei Otto ein prickeln verursachte und ihm falsch vorkam.

Mika musste einfach „WOW!“, sagen als er die Treppen runterging. Die Leute hier redeten offen und lachten. Sie waren alle nackt und überall sah er dicke feste Penisse. Seiner pochte wie verrückt als er einen großen starken blauen Drachen sah, dessen Penis so groß wie sein Unterarm war und breiter als sein Schenkel. Dann die zwei gigantischen Hoden drunter, brachten ihn fast zum sabbern. Und zu allem Überfluss blieb dann der Drache stehen und drehte sich zu ihm um. Auf Augenhöhe sah ihn der leckere Drachenpenis an, der keine Eichel hatte, sondern dick zum Körper und vorne spitz war.

„Hey süßer!“, kam es von oben und Mika konnte sich fast nicht von diesem geilen Anblick losreißen. Doch er wurde angesprochen, glaubte er, und deswegen sah er langsam hoch. Er glaubte einen Berg hochzuschauen, so groß war der blaue Drache mit den hellbraunen Bauch und Brust.

Der Drache zwinkerte ihn zu und sagte: „Ich habe das Zimmer 212. Kommt du mal vorbei.“

„Ähm… ähm…“, da erinnerte er sich an Ottos Worte, dass er mit niemanden sprechen soll. Aber nur sprechen, dachte er sich und grinste wie ein kleiner Kobold.

Er nickte und hob die linke Hand.

Der Drache grinste nun ebenfalls so wie er und beugte sich runter um das Handgelenk zu betrachten.

„214… Hey wir sind im selben Stockwerk! Ist ja geil! Ich bin mit Freunden hier für ein paar Wochen. Wie wäre es wenn du einmal morgen vorbeikommst? Dann wären wir zu viert und vier sind besser als drei. Auch haben wir zwei Gefährten gebucht und die werden wir etwas in den Seilen zappeln lassen.“

Mika nickte eifrig und strahlte mit den Augen hoch.

„Mein Name ist Bonzo Großkralle von Clan der Großkrallen. Wie ist dein Name?“

Er wollte es schon sagen, aber er hat Otto was versprochen.

Daher schüttelte er den Kopf und sah traurig zurück. Der große starke und breite Drache lachte.

„Verstehe, du hast einen Aufpasser und das ist auch gut. Er ist wirklich gut, dass er dir verboten hat mit mir zu sprechen. Machen wir es doch so, kommt morgen mit deinen Aufpasser zusammen. Ich rede mit ihm und er wird mich kennenlernen und falls es ihm nicht passt, dann können wir vielleicht dennoch Freunde sein, obwohl wir nicht zusammen ein paar Stunden und Tage spaß haben. Also vergiss nicht, Bonzo, Zimmer 212. Bis später mein süßer!“

Mit einem Winken der großen Hand, die scharfe Krallen an den Fingern hatte, verabschiedete sich Bonzo von ihm und ging zur anderen Treppe hinüber. Mika folgte ihn mit den Augen und er sah nun den geilen riesigen und festen Hintern unter dem breiten und langen Schwanz.

Doch dann blieb Bonzo stehen und Mika riss die Augen auf. Ein Fuchs stand nun bei Bonzo und redete mit ihm. Gleichzeitig glitten beide Hände über den roten Penis bis rauf zum Körper. Die Augen des Fuchses verengten sich, während der Penis und dann die Hoden betrachtet und abgetastet wurden.

Dann redeten sie wieder und Bonzo ging in die Knie runter. Nun tuschelten sie und der Fuchs drehte sich um und holte etwas aus dem Koffer neben sich am Boden. Eine Phiole wurde rausgeholt und Bonzo hielt es dann wie einen Schatz in beiden Händen. Darauf flüsterten sie wieder und Bonzo richtete sich wieder auf und drehte sich um und der Fuchs, spreizte die Po Backen auseinander, als Bonzo den Schwanz hob. Die Lippen vom Fuchs bewegten sich und wieder holte der etwas aus der Tasche und schmierte sich etwas Weißes auf die Hände, um dann mit beiden Händen im Hintern des Drachens zu verschwinden.

Bonzo schloss dabei die Augen und ein Lächeln kam zum Vorschein, das nicht lüstern war, sondern wohltuend. Wieder sprach der Fuchs und die Hände verschwanden aus den Hintern des Drachens. Kurz darauf sprachen sie wieder von Angesicht zu Angesicht und Bonzos Gesicht sah dabei ernst aus.

Mika erkannte erst jetzt, dass der Fuchs einen weißen Umhang trug, aber für einen Umhang sah das viel zu komisch aus.

„AH!“, kam es aus seiner Kehle, als er glaubte, dass das der Arzt sein musste.

Mika ging zu ihm hin, nachdem sich Bonzo vom Fuchs verabschiedet hat und die Treppe raufging. Er sprach den Arzt an, während der sich die Hände wusch.

„Ähm… Hallo, ich bin Mika und bist du der Arzt?“

Der Fuchs grinste ihn freundlich an.

„Ja der bin ich.“

„Super! Vici sagte das du mich untersuchen wirst.“

„Eher sollte. Doch zuerst solltest du dich ausziehen und duschen.“

„Ähm…“, in diesen Augenblick kam die Scham auf. Sein blick ging nach hinten zu den offenen duschen, wo ihn jeder anstarren konnte. Wo er sich zwischen den Beinen waschen musste.

„Brauchst dich nicht zu schämen Mika. Alle starren jeden an und wieder zurück. Wenn dich wer anstarrt, dann starre zurück und die Person wird augenblicklich aufhören dich anzustarren.“

„Sicher…?“

„Natürlich.“

Doch Mika mochte nicht angestarrt werden.

„Kannst du… gibt es hier keine Kabinen oder so?“

„Leider nein, aber weißt du was, ich kann zumindest mit einem Handtuch etwas verhüllen. Da hast du dann zwei Hände frei und kannst dich ohne Probleme waschen.“

„Super!“, der Arzt war wirklich nett und zuvorkommend.

„Wie ist dein Name eigentlich.“

„Benjamin und vor mir brauchst du dich wirklich nicht schämen müssen. Ich habe selbst zwei Kinder und wenn du fertig mit waschen bist, musst du sowieso nackig vor mir stehen. Also wollen wir?“

Das zu hören beruhigte ihn wirklich. Benjamin war wohl wirklich ein Artz und in seinen Augen sah er auch, dass er ihn nicht lüstern oder so ansah. Bis jetzt wurde alles sachlich und so besprochen. Daher vertraute er jetzt Benjamin und folgte ihm zum Tresen hinter der Treppe, wo er sich dann langsam auszog. Beim Ausziehen nahm sich Benjamin ein Handtuch vom Tresen und umspannte ihn damit um die Hüfte.

Mika konnte sich so ohne Probleme ausziehen. Das Hemd, die Hose und seine Unterwäsche hielt er dann in der Hand, als Benjamin das Handtuch um die Hüfte festband. Dann nahm er ihm die Wäsche aus der Hand und ging zum Tresen.

„Die Sachen von Mika sollten gewaschen werden, bevor sie eingelagert werden.“

„Machen wir Benjamin und hier der Schlüssel.“, die Sachen wurden in einen Leinensack, wo drauf eine Nummer war, reingesteckt und Benjamin ging wieder zurück und machte den Schlüssel an seinen Band fest.

„So, den Schlüssel nicht verlieren und nun gehen wir duschen.“, noch beim Sprechen, zog sich Benjamin aus und legte seine Sachen gefaltet auf den Tresen beim Lager. Mika musste einfach starren und er saugte mit den Augen auf, was er zwischen den Beinen beim Arzt sah. Dessen Penis, der eine Runde Eichel hatte, hing runter und schimmerte rosarot.

„Kannst ruhig schauen, mich stört das nicht.“, an der Schulter führte ihn Benjamin dorthin, wo das Wasser von der Decke runterfiel und da ging das Handtuch wieder auf und Benjamin hielt das Tuch um ihn fest.

„Wie alt bist du Mika?“, wurde er gefragt, als er sich langsam den Kopf wusch.

„Fast 13.“

„Also 12.“

„12 zweidrittel.“

Benjamin kicherte und sah ihn warm an.

„Mein jüngster ist auch Zwölf und genauso niedlich wie du es bist. Ich könnte mir direkt vorstellen, dass ihr gute Freunde werden könnten.“

„Wie ist sein Name?“

„Daniel ist sein Name und er ist auch schwul wie du.“

„Wirklich?!“

„Ja, er war von Anfang an Schwul und wie war es bei dir?“

„Bei mir…“, Mika sah runter weil er sich nun ordentlich zwischen den Beinen waschen wollte.

„Ähm… haben wir seife oder sowas?“

„Ja haben wir, halte mal, dann hole ich dir eine.“, Mika hielt nun das Handtuch und er sah eigentlich nur Benjamins Hintern, als der davonging. Und als Benjamin wieder zurückkam, sah er dessen Penis herumbaumeln.

„Hier.“, die Seife wurde ihm überreicht und das Handtuch wurde wieder für ihn gehalten.

„Also… ähm… es war so… bist du Schwul Benjamin?“

Benjamin grinste und nickte dann.

„Oh…!“, innerlich jubelte Mika.

„Also Benjamin… ähm… ich bin im Zimmer 214 und… ich würde dir gerne deinen Penis lutschen.“

„Das ist sehr direkt Mika.“

„Ich weiß, also kommst du?“

„Wieso fragst du mich das? Du bist doch Gast hier und kannst dir einen Gefährten aussuchen.“

„Ja schon… aber…“, Mika traute sich nicht weiterzusprechen.

„Ist es… weil wir uns nun etwas kennen?“

Mika nickte leicht.

„Du hast noch keine Erfahrung und willst deswegen hierher, weil du deine erste Erfahrung machen willst. Oder?“

Mika wollte nicht drauf antworten.

„Weißt du… erst vor wenigen Wochen habe ich meinen Freunden und meiner Familie gesagt, dass ich schwul bin. Sie haben es sehr gut aufgenommen und meine Frau, mit der ich noch immer jede Nacht das Bett teile, unterstützt mich dabei. Ich vermute, dass du nicht alleine da bist und die Person, oder Personen, sind für dich da und helfen dir so gut sie können. Doch sie können dir nur soweit helfen, wie du es zulässt. Das bedeutet, wie offener du deiner Vertrauensperson bist, desto mehr können sie dir helfen und dich untersetzten. Ich… bin nicht deine Vertrauensperson, weil ich keine Zeit für dich haben werde. Deswegen ist es völlig ok, wenn du Fragen die unangenehm für dich sind, nicht beantwortest. Aber deinen Vertrauenspersonen, solltest du ganz offen sein. Und, hab Mut. Alle hier sind schwul, also fast alle. Die meisten Mitarbeiter sind nicht schwul, dass solltest du wissen. Deswegen bist du einer von vielen. Du bist nun ein Gast, du hast bezahlt für die Zeit die du hier bist. Du suchst dir einen Gefährten aus, der fast alles für dich machen wird und zulässt. Mit ihm wirst du wundervolle Stunden erleben und so viel Neues erleben. Sie haben alle mehr Erfahrung als du, dass solltest du wissen und das ist für dich was sehr gutes. Du wirst aufgeregt sein in den ersten Minuten und Stunden, aber lass alles zu wie es sich entwickelt. Du weißt noch nicht wirklich was du willst, weil sich vieles erst entwickelt oder hervorkommt. Also… wasch dich jetzt, dann schaue ich mich dich an und dann bist du schon startbereit.“

Das war alles sehr viel für Mika. Doch die offenen Worte halfen ihn wirklich sich auf das kommende vorzubereiten. Auch hatte er sich Gedanken gemacht, was hier alles passierten wird und Benjamin hat ihn ein klareres Bild geben von dem, was er erleben wird. Deswegen freute er sich jetzt umso mehr und fing sofort an sich eifrig zwischen den Beinen zu waschen.

Plötzlich klingelte es laut von der Decke und die vielen Nackten Männchen in der Dusche jubelten laut.

„Was ist los?!“, wollte Mika wissen.

„Das erste Even startet gerade. Draußen in der großen Eingangshalle stand eine Tafel, wo fast stündlich ein großes Event startet. Was für dich interessant sein wird ist, dass in einer Stunde alle Jugendlichen und Kinder bis 15 Jahren, die Gäste bei uns sind, sich am Jugendlager zusammenfinden können, um dort unter der Aufsicht eines Stellvertreters von Tom zu feiern.“

„ECHT!“

„Ja. Ich weiß nicht was sie geplant haben, aber ich denke das es ziemlich heiß sein wird!“

Nun wusch sich Mika noch eifriger, weil er das Haus sehen möchte, das Geländer auskundschaften wollte und sein Zimmer sehen möchte. Dann soll er noch einen Gefährten aussuchen und das alles noch mit Otto besprechen.

„Fertig!“

„Wirklich?“

Mika nickte.

„Du weißt aber schon, dass ich dich gleich nackig sehen werde?“

Mika wusch sich jetzt nochmal und diesmal auch etwas mehr den Po. Da Benjamin aber lachte, musste er auch lachen und sein schlechtes Gewissen verschwand augenblicklich.

„So, jetzt aber.“

„Sehr gut.“, sagte Benjamin und hob ihn überraschend auf. Mika war überrascht wie stark Benjamin war, denn der trug ihn nur mit einer Hand hinter die Treppe, wo sie in ein kleines Separee gingen, wo die Wände nur etwas über einen Meter hoch gingen. Dort wurde er auf einen Hocker runtergelassen.

„So hier und trockne dich ab, während ich dir erst einmal ein paar Fragen stellen muss und ich wünsche mir, dass du sie beantwortest.“, Mika nahm das neue Handtuch entgegen und trocknete sich gleich den Kopf ab.

„Das werden ein paar wichtige und Intime fragen sein und keiner wird was davon erfahren, verpochen als Arzt. Also Mika, hattest du schon Sex.“

Mika hielt kurz inne und sah durch einen Spalt beim Handtuch Benjamin an.

„Keiner wird was erfahren?“

„Keiner.“

„Ähm… ich habe… meinen Penis ins Hasso gesteckt.“

„Und Hasso ist wer?“

„Unser… unser Hund.“

„Ok. Hattest du auch einen Orgasmus in Hasso?“

„Nein…“, flüsterte Mika.

„Hast du schon Intimen Kontakt mit deinem Mund gehabt?“

„Nein…“

„Hat dir irgendwer irgendwas in den Popo gesteckt?“

„Nein…“

„Hat dich schon ein anderer Arzt untersucht und wenn ja, auch Intim?“

Mika schüttelte den Kopf.

„Ok, und schon sind wir fertig.“

Mika war erleichtert. Das waren wirklich die Intimsten Fragen die ihm bis jetzt jemand gestellt hat. Aber jetzt in nachhinein, fand er sie nicht so schlimm. Das lag wohl daran, dass Benjamin nicht bestürzt von dem war, was er schon probiert hat und es einfach als Information aufnahm.

„So, dann wollen wir mal das Handtuch öffnen. Ich werde dich im Schritt anfassen, wenn du nicht damit einverstanden bist, dass ich dich jetzt untersuche, dann sag es.“

Da er nun Benjamin sehr vertraute und ihn schon mehr preisgegeben hat, wie keinem anderen, war das was jetzt kommt, für ihn überhaupt kein Problem. Und deswegen öffnete er das Handtuch um seine Hüfte und stand auf.

Als er untersucht wurde, sah er in keiner Sekunde Benjamin grinsen, oder lüstern dreinblicken. Es war sachlich, wie er erwartet hatte. Er hustete mehrmals als er aufgefordert wurde. Bückte und entspannte sich und in keiner Sekunde fühlte er sich unwohl, er war sogar gespannt, was Benjamin sagen wird. Nach ein paar Minuten war es auch schon vorbei und er konnte sich setzen.

„Ok Mika. Kurz gesagt, du bist gesund und auch fruchtbar. Das einzige was man sagen kann ist, dass deine Vorhaut vielleicht etwas zu eng ist, aber das sollte dich in keiner weiße stören. Das kann man entgegenwirken, indem man die Vorhaut streckt, indem man sie ganz zurück über den Penis zieht und so täglich ein paar Minuten verweilt. Nach ein paar Wochen löst sich dann das Problem auf.“

„Ok… und das ist wirklich kein Problem?“

„Nein.“

„Und was hatte Bonzo? Ihr habt viel getuschelt.“

„Das verrate ich nicht, ist ein Arztgeheimnis.“

„Aber… ich möchte es wissen, weil er mich zu sich eingeladen hat. Ist das was Schlimmes? Ist das Ansteckend?“

„Nein es ist ein Problem was viele Drachen haben und es ist für ihn nur etwas nervig, doch mehr verrate ich nicht.“

Da war Mika erleichtert, denn er hat sich fest vorgenommen Bonzo zu besuchen, und wenn es heißt, dass er sich aus dem Zimmer stehlen muss, während Otto schläft.

„Nun trockne dich fertig ab und dabei hole ich dir den Lendenschurz und den Bademantel.“

Mika stand gleich auf und trocknete den restlichen Körper ab. Dabei kam ihn eine Idee und er fragte gleich Benjamin, als der zurück mit den Sachen kam.

„Benjamin… wird Daniel heute auch zum Lager kommen?“

„Ja wird er, obwohl seine Mutter völlig dagegen ist, aber Daniel wollte es unbedingt.“

„Wirst du… auch das sein?“

„Geplant ist das so, wieso?“

„Weil ich auch da sein werde.“

„Und?“

„Und… ähm… nun weißt du… ich…“

„Verstehe. Also, wenn du mich siehst, dann setz dich einfach zu uns, ok?“

Am liebsten hätte er jetzt Benjamin umarmt, doch in letzter Sekunde konnte er sich zurückhalten. Schweigend nahm er die Sachen von Benjamins Hand entgegen und zog sich grinsend den Lendenschurz und dann den flauschigen und warmen Bademantel an.

„Ähm… ich muss los und schauen, ob Otto auf mich wartet.“

„Ich bleibe bei dir, denn alleine warten ist doof. Ist das ok für dich?“

„Ähm… ich… ich weiß nicht ob das Otto gutheißt. Er meinte, dass ich mit keiner fremden Person reden soll…“

„Das hat er gut gemacht. Dann reden wir auch nicht, ich stehe einfach nur da und zufällig stehst du neben mir.“

Nun nahm sich Benjamin das Handtuch und trocknete sich ab. Mika konnte nicht anders als zuzusehen. Benjamin war knapp einen Kopf größer als er und schon erwachsen. Und weil dies der Fall war, wollte er umso mehr Zeit mit ihm verbringen.

Er wollte mit jedem mehr Zeit verbringen, den er schon hier kennenlernen durfte. Hator kam ihm etwas komisch vor, aber auch ihn fand er ziemlich heiß.

Benjamin war fertig mit dem Abtrocknen und zog sich wieder an und als sie gemeinsam losging, blieb Mika stehen und versteckte sich hinter der Mauer.

„Was ist los?“, fragte ihn Benjamin, doch Mika hatte schon längst eine trockene Kehle. Mit einem Auge lugte nun Mika um die Mauer und blitzschnell versteckter er sich dahinter.

Als die zwei Personen sprachen, wusste er gleich worum es ging und was Mika vorhatte.

„Guten Tag die Herren. Mein Name ist Benjamin und ich bin der Hausarzt von Haus Rosé. Wenn sie mit dem Duschen fertig sind, dann würde ich sie beide gerne Untersuchen.“

„Kein Problem.“, hörte Mika die Stimme von Hator und auch Otto willigte mit einem „Von mir aus.“ ein. Benjamin kam zurück und lehnte sich gemütlich auf der Wand an, während Mika wieder um die Mauer schaute.

Otto und Hator zogen sich aus und er sah dann zwei Ärsche, wo er sofort sein Gesicht darin vergraben wollen würde. Hator war schlank, sehr gut gebaut und hatte eine sehr schmale Hüfte, was aber den Hinter umso mehr hervorhob. Otto hingegen war stählern. Der Arsch war stählern, die Beide und Arme waren stählern und dann, fasst er sich durch den Bademantel in den Schritt.

Er bekam ganz große Augen und fing sogar zu schnurren an.

„Gute Güte… das sind ja mal zwei geile Männchen.“

Mika massierte sich und wollte einfach nur noch fauchen. Doch dann wurde er um den Bauch gepackt und hochgehoben.

„Das gehört sich nicht hier Mika. In der Hausordnung steht, dass man in der Dusche nicht kommen darf. Auch darf man andere nicht intim berühren und die einzige Ausnahme war der Arzt, der sachlich sein musste. Deswegen wartest du jetzt oben vor der Tür, während ich mich um die zwei Kümmere.“

Schmollend sah Mika rauf in Benjamins Gesicht, aber er wusste, dass er nichts sagen darf. Denn, wenn er es doch machen würde, dann würde er eine Rüge vom Haus bekommen, oder was noch schlimmer wäre, gleich rausgeworfen werden.

Oben an der Treppe wurde er abgesetzt und wegen des Wasserdampfs, konnte er nichts mehr sehen, außer den zahlreichen Gästen, die das Bad verlassen, oder betraten. Plötzlich hörte er jemanden Lachen und die Stimme war nicht die eines Erwachsenen.

„Axel, nehmen wir uns doch bevor es losgeht ein Salzwasserbad!“

Mika drehte sich gleich um und vor ihm ging eine Gruppe von vier Jugendlichen vorbei. Einer war weiß-schwarz und hatte ein dichtes Fell am Hals, doch das restliche Fell war kurz. Oben am Kopf hat sich der Junge eine Mähne wachsen lassen und sie hellblau färben lassen.

„Mario, weißt du das du nachdem Bad wieder deine Frisur machen darfst?!“, sagte der junge Drache neben den jungen mit der blauen Mähne am Kopf. Der Drache war vorne am Hals braun und ab der Seite blau und die Muster die er hatte auf dem sehr feinen blauen Schuppenkleid, machte ihn jetzt schon fast unwiderstehlich. Auch konnte er kaum glauben das der Drachenjunge ein Junge war, so breit und fest gebaut wie der war. Sie beide lachten laut und der andere Junge, dessen Name wohl Mario war, strich die blaue „Frisur“, schräg nach vorne, was Mika sowas von heiß fand.

Dahinter kamen dann die anderen zwei.

Der eine Junge war schwarz und hatte etwas von einem Wolf in sich. Nur an der Wange und an der Stirn war der Junge weiß und die Bernsteinfarbenen Augen sahen nun zum letzten rüber.

„Axel, komm schon! Das ist super für die Haut und für den Schwanz! Man wird schneller und länger hart und es hilft wirklich gegen die Anspannung.“

Da sah sich Mika den letzten an und der war eine fast schon schmächtige Hyäne. Doch als der Junge die Hand hob und zum Kinn führte, um so nachzudenken, sah er den dünnen Arm und er verbesserte sich. Die Hyäne war nur dünn gebaut, hatte aber scharfe und sehr intelligente Augen.

„Eigentlich habe ich vorgehabt jetzt noch schnell zu Paps zu fahren und ihn zu sagen, was wir vorhaben.“

„König Karl hat wohl ganz andere Sachen im Kopf, als dir zuzuhören, was wir vorhaben.“

„Lancel, Mario, Boris.“, sagte die Hyäne und einer nachdem anderen drehte sich zur Hyäne um. So konnte Mika auch etwas die Namen zuordnen und dann dämmerte es ihm, wer vor ihm war.

„Lasst uns ein Salzbad nehmen und jeder soll die Pfote im Schritt des anderen haben.“

Der mit der blauen Frisur und der Drache hoben die Arme und jubelnd fingen sie zu lachen an, während der schwarze mit der weißen Wange und der Stirn den Bademantel etwas öffnete und so den eisenharten Penis präsentierte.

„Darfst mir im Bad auch einen runterholen Axel, du kleiner süßer Prinz!“

„Nanana, warte bis zum Lager draußen im Wald, ich weiß schon was passieren wird und da können wir uns dann wirklich austoben!“

Prinz Axel grinste über beide Ohren und sprintete plötzlich los. Lachend und völlig ausgelassen rannte sie alle die Treppe runter und sehr wahrscheinlich quer durch den Raum.

Mika brannten die Pfoten. Er musste sofort runter zu Otto und ihn sagen, was er gerade erlebt hatte. Das Blut pochte in seinen Ohren, als er die Treppe runterrann und eifrig nach Otto Ausschau hielt. Aber er fand nur Hator, der hinter der Treppe an der Wand gelehnt, runter in das Separee runterstarrte.

Dorthin lief er und als er vor Hator stehen blieb, drehte der sich zu ihm um.

„Mika, was kann ich für dich tun?“

„O-Ott-OTTO?!“

„Lässt sich gerade untersuchen.“, sagte Hator lässig und zeigte mit dem Daumen runter.

„Was brauchst du Mika?“

„Ich… habe Axel… gesehen! Kann ich… zu ihm!?“

Ottos Kopf erhob sich und wie sich der Kopf erhob sagte ihm, dass er, wie er selbst, vornübergebeugt die Untersuchung am Hintern hatte.

„Du solltest jetzt eher schlafen gehen.“

„Biiiiiiitteeeeeeee OtttoooooooOOOooooOOOooo!“

„Scheiße nochmal Mika.“

„BITTE! BITTE! BITTE! BITTE! BITTE! BITTE! BITTE! BITTE! BITTE! BITTE! BIT-…“

„Schon gut… bevor du auf die Knie fällst… wie lange wirst du weg sein?“

Mika riss die Arme hoch und schaffte es nicht einmal zu jubeln, weil er so glücklich war.

„Ähm… *Schnauf*… lange? *Schnauf*!“

„Ja wie lange frage ich dich.“

„LANGE!“

Otto wollte schon was sagen, doch sagte was Hator, das Otto verstummen ließ.

„Otto, siehst du nicht wie dem Jungen fast das Blut aus der Nase läuft? Er braucht das jetzt und nicht dich.“

Mika starrte zurück in Ottos Augen und als er ihn seufzen hörte, war sein Sieg schon sicher.

„Ok Mika, ABER, wir treffen uns am Sonnenaufgang im Speisesaal. Wenn du nicht kommst, dann warte ich höchstens zwei Stunden und falls du dann auch nicht auftauchst, dann werde ich nach dir suchen lassen und wir reisen SOFORT AB!“

Mika wurde schwindelig und er musste sich an der Wand abstützten. In selben Augenblick wurde er an der Brust festgehalten und er hörte Benjamins Stimme, die recht besorgt klang.

„Legt ihn hin und hebt die Füße etwas.“

Sein Körper wurde ganz taub und er wurde auf dem Boden gelegt. Hator sah sorgenvoll zu ihm runter und als nächstes kam Otto hinzu.

„Es ist nur sein Kreislauf. Dafür habe ich was.“, jemand hob seine Beine etwas an und sein Bademantel rutschte zur Seite. Er wusste, dass er nun entblößt dalag und er schämte sich sehr dafür. Doch keiner schaute an ihm runter. Sein Kopf wurde angehoben und dann sah er Benjamin.

„Trink das, das ist süßer Orangensaft. Das wird dir helfen und nach ein paar Minuten ist wieder alles in Ordnung.“

Benjamins lächeln fand er wunder, wunderschön und langsam trank er den wirklich leckeren Orangensaft, den ihn Benjamin an den Lippen hielt.

„Otto, hol etwas kaltes Wasser und schütte es ihm langsam über den Schritt.“, Otto Kopf verschwand gleich und gleichzeitig entblößte ihn Benjamin noch weiter. Nun wollte er vor Scham im Boden versinken, denn jeder sah ihn nun in den Schritt, sogar Otto, als der wieder kam.

Das Wasser war wirklich eiskalt und er schnappte sofort nach Luft.

„Mika.“, doch Mika sah ihn nicht an und drehte sogar den Kopf vor Scham davon.

„Es ist dein Kreislauf, wir müssen es machen, damit du nicht ohnmächtig wirst und die Gefahr besteht, dass du einen Kollaps bekommst. Nur wir drei sind hier, keiner schaut uns zu. Wirklich. Schau, sie schauen nicht mehr.“

Mika drehte etwas den Kopf und Hator und Otto sahen ihn lächelnd und warm in die Augen. Auch Benjamin sah ihn fest in die Augen.

„Trink den Orangensaft aus, es ist wirklich alles in Ordnung. Du brauchst dich also nicht zu schämen. Otto wird noch einmal etwas kaltes Wasser über dich schütten und gleich darauf werde ich dich wieder mit deinen Bademantel zudecken und dann wird es so sein, als ob nichts passiert wäre.“

Otto verschwand wieder und während er wieder den Orangensaft trank, kam Otto wieder und als das eiskalte Wasser über ihn geschüttet wurde, sah ihn Otto in die Augen.

„Wie fühlst du dich? Ist dein Körper noch taub, oder geht’s schon?“

„Geht schon…“, flüsterte er zurück, nachdem nichts mehr im Glas war.

„Danke meine Herren, lassen sie mich bitte mit Mika alleine, ich mach nun den Rest.“

„Holen wir uns unsere Bademäntel Otto, du hast ja Benjamin gehört, er macht den Rest und… Benjamin, sagen sie Mika dann, was Otto von ihn verlangt hat.“

„Mache ich.“, sagte Benjamin über ihn und das einzige was er sah, war Ottos völlig besorgter Blick.

Als sie wieder alleine waren, wurde er aufgehoben und davongetragen. Er lag so unglaublich gemütlich in Benjamins Armen, dass er überhaupt nicht mehr runter wollte.

„Ok Mika. Wir sind wieder im Separee und du bist nicht mehr steif.“, während Benjamin das sagte, wurde sein Lendenschurz zurechtgerückt und er spürte kurz Benjamins Finger am Penis. Danach wurde der Bademantel zurechtgerückt und dann wurde er aufgesetzt.

Kurz wurde er beobachtet und in der Zeit, atmete er öfters tief ein und aus.

„Gut, immer schön tief ein und ausatmen.“

Sanft legte Benjamin eine Hand auf Mikas Brust und drückte leicht.

„Tief ein und ausatmen bitte.“, gegen den Druck zu atmen, war recht anstrengend, doch er merkte, wie sich sein Sichtfeld besserte und er sich immer frischer fühlte.

„Ok, ich denke das sollte reichen. Kannst du stehen?“

Mika nickte und er wurde hochgehoben und auf die Pfoten gesetzt. Zuerst zittert er etwas, doch schnell stand er fest auf dem Boden.

Benjamin grinste und sah auf die Pfoten runter. Sekunden später sah ihn dann Benjamin in die Augen.

„Ok Mika. Ich habe das alles mitangehört und möchte dich was fragen.“

„O-Ok…“, noch immer atmete Mika tief ein und aus, weil er es noch musste und weil es sein Körper danach verlangte.

„Weißt du wie der Sex bei Schwulen ist? Ich frage dich, da Axel und seine Freunde nicht so viel Erfahrung und Praxis haben, wie die Gefährten, die du dir aussuchen kannst. Das Personal hier ist geschult und wissen wie und was benutzt werden sollte.“

Mika konnte nur den Kopf schütteln.

„Ok, gut zu wissen. Also, überall gibt es Gleitgel. Das stammt aus der Aloe Vera Pflanze und man trägt es auf dem Penis, oder auf der Rosette auf, am besten auf beidem. So gleitet der Penis besser rein und die Schmerzen bleiben aus. Auch haben wir ein Öl, das bei dem Gleitgel steht. Dieses Öl trägt man auf dem Penis auf, am besten nur ein paar Tropfen. Dein Penis wird kurz heiß werden, oder leicht brennen, aber das wird nur wenige Minuten anhalten. Durch dieses Öl wirst du viel leichter steif werden, sehr viel leichter. Es öffnete die Blutgefäße und dadurch wirst du länger und härter sein, als du es normal gewohnt bist. Danach solltest du dir unbedingt die Hände waschen, dieses Öl darf NICHT in die Augen gelangen. Falls doch, dann sofort das Gesicht und so gut es geht die Augen waschen und zu mir kommen! Dann haben wir noch ein Mittel. Dieses Mittel ist speziell und für einen Jungen in deinem Alter und in deiner Größe nicht wirklich zu empfehlen, aber du kannst es benutzten. Auf dieser braunen Flasche steht „MAXI“, merk dir das. Wenn du es trinkst, dann nur einen Schluck. NICHT-MEHR! Wenn du mehr trinken solltest, dann komm zu mir, SOFORT! Denn dieses Mittel lässt dich für über eine Stunde sowas von heiß und geil werden, dass du in der Zeit… wirklich Sex haben kannst. Wenn du aber mehr trinken solltest, dann kannst du ernsthafte Schwierigkeiten mit deinem Kreislauf bekommen. Jeder Gast hat es in der Hausordnung gelesen und per Unterschrift verstanden. Ich bin mir ziemlich sicher, dass du sie dir nicht durchgelesen hast, deswegen sage ich es dir und wenn jemand was anderes sagt, dann hör nicht auf ihn, verstanden?“

Mika nickte und konnte langsam normal atmen.

„Sehr schön. Dann noch zu dem was Otto gesagt hat, aber weißt du was, ich werde mich darum kümmern, dass du rechtzeitig mit Otto frühstücken gehst. Da ich weiß, dass Axel und seine Freunde auch heute um Drei im Waldlager da sein werden und ich dem König versprochen habe ein Auge auf ihn zu haben, werde ich mich auch um dich kümmern, wenn du mit Axel kommst. Passt dir das?“

„Ja…!“, Mika war wirklich erleichtert Benjamin in der Nähe zu wissen. Mit Otto hätte er sowas nicht gemacht, denn der war nicht schwul und würde nicht verstehen, was er fühlt und will.

„Gut, dann bringe ich dich jetzt zu Axel, da ich weiß wo er hier verschwunden ist.“

Diesmal tat es Mika und umarmte Benjamin der auf dem Hocker saß.

„Danke.“

„Kein Ding Mika.“, Benjamin umarmte ihn fest und wieder war er verwundert, wie stark der Fuchs war und dann, wie sanft sich die Lippen auf seinen Kopf anfühlten.

„Gehen wir zu Axel.“

Sie lösten sich voneinander und Benjamin führte ihn durch den brechendvollen Baderaum in einen Nebenraum, der offen zum Bad war.

„Axel, das ist Mika.“

Die vier Freunde hatten die Augen geschlossen und Mika sah im Wasser, wo deren Pfoten waren. Die Hyäne öffnete die Augen und dann tat es der Rest.

„Michael! Mein Vater hat gesagt das du vielleicht kommst.“

„Ich lasse euch nun alleine und Axel, treibt es nicht zu wild mit Mika. Er ist über ein Jahr jünger als du.“

Mika sah Benjamin hinterher und nervös grinsend, wandte er sich dann der Gruppe zu.

„Hallo. Ich bin Mika und ich bin Schwul.“

Hator und Otto

„Und was machst du jetzt Otto?“

„Ich… weiß es nicht. Du?“

Hator sah nach links und sah die Gäste, die leer vom Saal zurückkamen und keinen Gefährten bei sich hatten.

„Ich würde gerne… ich werde mir ein paar Männchen schnappen und die Himmelbetten nutzen. Du bist jederzeit eingeladen mitzumachen.

„Danke, aber jetzt noch nicht, ich muss über dein Angebot wirklich nachdenken.“

„Ich möchte dich nicht zwingen, es war nur eine Feststellung. Wenn du eine Entscheidung getroffen hast, dann sag es mir einfach irgendwann.“

Otto nickte ihm zu.

„Gut… dann gehe ich mal auf die Jagt…“, gesagt und getan. Otto sah zu, wie Hator in den linken Gang ging und mit den Gästen sprach, die leer ausgegangen waren. Schon der erste gab Hator einen saftigen Kuss auf die wunderschönen Lippen.

„Scheiße…“, er musste fluchen und er brauchte jetzt was Hartes. Zum Glück für ihn, war direkt vor ihm eine riesige Bar, wo er gleich reinging und sich zwischen zwei Schwule Rüden drängte, der eine legte gleich eine Hand auf seine Hüfte und fing ihn langsam dort zu massieren an.

„Ein Wodka… ach wissen sie was, geben sie mir gleich eine Flasche!“

Er konnte nichts gegen die Hand unternehmen, denn wenn diese Hand verschwinden würde, käme gleich darauf eine andere und deswegen machte er das Beste aus der Situation.

Genießen.

Mit dem Gals Wodka in der einen und der Flasche in der anderen Hand, versuchte er diese Streicheleinheit einfach zu genießen.

„Jeder mag doch eine Streicheleinheit…“, sagte er leise und zu sich selbst, nachdem er das erste Glas leergetrunken hat.

„… Pestos…“, hörte er plötzlich von hinten und er hörte, wie der Lehrmeister mit wem anstieß.

„Scheiße…“, er verließ den Bartresen und sah Pestos schon von weitem. Bei ihm saß ein Leopard und beide hatten einen weißen Bademantel an, genauso wie er. Ohne nachzufragen, setzte er sich zu ihnen und sah wie ihn der Leopard überrascht ansah, gleich drauf ging der Blick an sein Handgelenk und der Leopard fing breit zu lächeln an.

„Ein weiterer Diener, der von seinen König, Prinzen, Baron, und was es sonst noch gibt, nicht gebraucht wird und warten darf, bis der königliche Schwanz schlaff und gebraucht wieder in der Felltasche verschwindet.“

Pestos fing so laut und schallend zu lachen an, das von einigen Tischen eine „PSSSSST“ kam.

„Du hast ein sehr loses Mundwerk… das gefällt mir. Otto ist mein Name.“

„Mein Name ist Sebastian und das ist…“

„Pestos, wir kennen uns schon.“

„Oh? Dann kann ja der Abend nun endlich anfangen.“

Pestos bekam sich langsam wieder ein und lehnte sich zu ihnen zwei rüber.

„Besaufen wir uns einfach und gut ist.“

„Wie wäre es, wenn wir auch noch ein paar Geschichten erzählen, bestimmt hat jede was über seinen Herren zu meckern.“

Nachdem das Sebastian sagte, hob Otto die Hand.

„Darauf trinken wir mal. Auf das Meckern!“

Otto und Sebastian stießen an und sogar Pestos, der loyale Lehrmeister des Pharaos, stieß mit ihnen an.