Der letzte Engel 16: Alyssa vom sengenden Licht

Story by Highlight on SoFurry

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Alyssas Reise findet ein Ende. Ein Ende welches sie sich selbst niemals erträumen hätte können. Was Madame Liavannia mit ihr getan hatte wollte nicht in ihren Kopf. Es war ihr einfach nicht geheuer. Ein letztes Mal muss Alyssa durch das Schloss und sich den Dämonen stellen die es bewohnen. Ihre Gegner erwarten sie bereits sehnsüchtig.


Alyssa fühlte sich wie durch den Fleischwolf gedreht. Ihr ganzer Körper fühlte sich müde an obwohl sie gerade erst aufgewacht war. Es war nicht sonderlich hell in dem Schlafzimmer in dem sie aufwachte doch für ihren Geschmack trotzdem noch viel zu grell. Vergeblich versuchte sie sich auf die Seite zu drehen. Ein schmerzhaftes Ziehen an ihren Schulterblättern verhinderte den Versucht. Mit einem Stöhnen setzte sie sich auf und warf die weiche Decke von sich ab. Sie musste sich zwar erst den Schlafsand aus den Augen reiben, doch dann wurde ihr wieder klar wo sie hier war. Liavannias Schlafzimmer. In der Hölle. Alyssa schluckte als ihr ihre Situation wieder bewusst wurde. Sie brauchte nicht lange zu suchen und fand die Fledermaus in einem Stuhl sitzend vor. Sie hatte die Ellenbogen auf ihre Knie gelegt und saß nach vorne gebeugt einfach nur da, lächelte zufrieden und … starrte sie an? Alyssa wurde ungut bei dem Blick den ihr die Fledermaus zuwarf. Ein zufriedenes, geradezu stolzes Grinsen zierte ihr Gesicht. Wortlos zeigte sie auf einen Spiegel der über einer Kommode hing. Alyssa verstand nicht so recht, doch sie kämpfte sich unter der Decke hervor und ging zu der Kommode. Was die silbrige Oberfläche des Spiegels ihr jedoch zeigte musste eine Lüge sein. Fassungslos starrte Alyssa ihr Spiegelbild an welches eindeutig ihres war und doch nicht sein konnte.

„Beeindruckend, nicht wahr?“, fragte Liavannia und stand von ihrem Sessel auf. Alyssa jedoch war unfähig zu antworten. Sie sah über ihrer Schulter im Spiegel wie die Fledermaus zu ihr kam doch sie rührte sich keinen Millimeter. Hätte sie die Fingerspitzen der Fledermaus nicht auf ihren Flügeln gespürt, so hätte Alyssa niemals glauben können, dass sie tatsächlich ihre waren. Sanft strich Liavannia über die schneeweisse, gefiederte Flügelkante von Alyssas Schwingen. Ohne ihr zutun breiteten sich diese ein Stück aus. Sie spürte es, konnte die Muskeln spüren die sie vor wenigen Stunden noch nicht hatte. Es fühlte sich so fremd an. Mit einer zittrigen Hand fuhr sie über ihren Kopf. Sie traute sich kaum ihn zu berühren doch sie musste es. Der goldene Schein um ihren Kopf war warm, doch schien keine Substanz zu haben. Sie konnte durch den Heiligenschein einfach hindurch greifen. Es fühlte sich so sonderbar an.

„Deine Verwandlung hatte es ganz schön in sich“, grinste Liavannia über ihre Schulter und deutete auf die Trümmer eines früher garantiert prunkvollen Kleiderschrankes.

„Ich wusste das Licht brennen kann aber dass es so intensiv werden würde hatte ich nicht erwartet“, scherzte Liavannia bevor sie Alyssa zu sich umdrehte. Sie behielt beide Hände auf ihren Schultern und musterte den neugeborenen Engel von Kopf bis Fuß.

„Spann sie auf!“, befahl ihr Liavannia. Alyssa wusste nicht so recht wie. Ihr Körper jedoch schien nicht mehr als einen Gedanken zu brauchen um die prächtigen weißen Schwingen zu bewegen. Liavannia trat einen Schritt zurück um sie als Ganzes zu betrachten.

„Absolut perfekt!“, urteilte sie. Alyssa entspannte sich etwas. Sie war nervös gewesen, so kritisch betrachtet zu werden war unangenehm, doch das Lob fühlte sich gut an.

„Was ist mit mir passiert?“, fragte sie schlussendlich doch.

„Genau das was ich dir gesagt habe! Du hattest immer schon die Seele eines Engels. Es ist mir unerklärlich warum man nicht schon früher auf dich aufmerksam wurde und dich in den Himmel geholt hat. Es war mein Glück. Sonst hätten wir uns vermutlich erst auf dem Schlachtfeld kennengelernt. Das!“, sie deutete auf Alyssa.

„Das war immer schon in dir, man musste es nur noch hervor holen. Denkst du immer noch, man würde dich im Himmel nicht respektieren?“, fragte Liavannia schelmisch. Alyssa jedoch war noch überfordert mit der Situation.

„Du wirst eine Weile brauchen dich daran zu gewöhnen, doch sei versichert, du hast alle Unterstützung die du brauchst. Allerdings bleibt noch eines zu tun bevor ich dich in meine kleine Familie an direkten Untergebenen aufnehmen kann“, sprach Liavannia und ihr Blick wurde ernster. Es gefiel Alyssa ganz und gar nicht wie Liavannia ein paar Schritte von ihr weg ging.

„Schwöre mir die Treue Alyssa!“, forderte sie Liavannia todernst auf.

„Schwöre das du mir dienen wirst und mir Gefolgschaft leisten wirst bis der letzte Atemzug deinen Körper verlässt!“

Alyssa zögerte. Einem Dämon, einem Höllenfürsten sogar die Treue schwören? Durfte ein Engel so etwas überhaupt? Ihre Gedanken rasten. Was würde es bedeuten? Sie müsste für Liavannia in die Himmel gehen und als ihre Botschafterin mit den Engeln verhandeln. Ein Plan der alleine schon vollkommen absurd in ihren Gedanken war. Sie hatte doch keine Ahnung von Politik. Das war alles viel zu viel für eine einfache Maus aus einem beschaulichem Kloster.

„Ich … ich will aber niemanden töten“, presste Alyssa stotternd hervor. Liavannia blickte sie verdutzt an bevor sie den Kopf schüttelte. Ein leises Lachen drang durch ihre geschlossenen Lippen.

„Wie kannst du nur nach allem was dir widerfahren ist immer noch so denken? Hier, in der Hölle selbst stehst du vor der zukünftigen Lucifer die deine Treue verlangt und deine einzige Sorge ist das? Alyssa du wirst dich niemals ändern“, lachte Liavannia.

„Gut, ich werde dir niemals befehlen jemanden zu töten. Im Gegenteil. Ich erlaube dir sogar einmal im Jahr jemanden zu begnadigen. Ohne Fragen, ohne Bedingungen. Du sagst er soll leben, er wird leben, einverstanden?“, fragte Liavannia grinsend.

„Zehn! Zehn Leute!“, rief Alyssa mutig und Liavannia lachte lauthals auf.

„Zwei!“

„Fünf!“

„Einverstanden!“, nickte Liavannia. Alyssa freute sich diebisch über ihren Sieg. Sie würde fünf Leben retten können, jedes Jahr! Das war besser als alles was sie bisher gehabt hatte und sie hatte keine Scheu zuzugeben wie stolz sie auf sich selbst war, dass sie sich getraut hatte mit Liavannia zu verhandeln.

„Nun, da wir das geklärt haben“, fuhr Liavannia fort und streckte ihre Hand ein Stück vor. Alyssa verstand was sie von ihr wollte. Sie hatte das schon ein paar Mal gesehen. Sie wusste wie ein Treueschwur funktionierte. Auf zittrigen Beinen kam sie zu Liavannia. Ihr Herz bebte in der Brust als sie sich auf ein Knie sinken ließ und die Hand von Liavannia mit den ihren ergriff. Sie zögerte, unsichtbare Ketten schienen sie davon abhalten zu wollen es zu tun, doch Alyssa durchbrach sie. Mit einem Kuss auf ihren Handrücken besiegelte sie ihr Schicksal. Es war nur eine winzige Geste doch danach übermannte unbändige Angst sie. Was hatte sie da gerade nur getan! Sie war jetzt eine Dienerin der Hölle. Der Hölle! Sie! Alyssa wurde schwindelig bei dem Gedanken daran. Mit ängstlichen Augen sah sie zu Liavannia auf. Ihre schreckensgeweiteten Augen trafen auf die der Dämonin und Alyssa hätte schwören können dass sie gerade den größten Fehler ihres Lebens gemacht hatte.

„Willkommen in meiner Familie, Alyssa … vom sengendem Licht!“, verkündete Liavannia breit grinsend und zog ihre Hand hoch. Die Maus hatte sie noch immer nicht los gelassen und ließ sich problemlos von ihr auf die Beine führen.

„Vom was?“, fragte diese unsicher.

„Du denkst doch wohl nicht allen ernstes das der einzige Engel der Hölle. Mein Engel, weiterhin eine bürgerliche Klosterschwester ist? Nein, Alyssa. Das ist dein Titel den du von nun an tragen wirst so wie es alle Dämonen von höchstem Rang tun. Aber genug der Formalitäten. Ich denke es wird Zeit, dass du ein paar Besuche machst. Du musst dich schließlich noch vorstellen“, zwinkerte Liavannia ihr zu ein Lächeln zog sich auf Alyssas Gesicht. Sie konnte Ihre Gesichter kaum erwarten. Liavannia brachte sie nicht sofort zurück. Erst noch bestand sie darauf Alyssa etwas passendes zum Anziehen zu besorgen. So wirklich begeistert war sie von der Wahl der Fledermaus jedoch nicht.

„Ist das wirklich notwendig“, fragte Alyssa als sie sich im Spiegel ansah.

„Du hast ja keine Ahnung wie notwendig“, erklärte Liavannia. Sie konnte nicht sehen wie die Fledermaus sich die Lippen leckte und vermutlich war das auch gut so. Braune Sandalen trugen ihre Füße doch ihre Riemen und Bänder schlangen sich bis unter ihr Knie hoch. Ein dünnes Seidentuch verdeckte ihren Schritt. Zwei dünne Goldkettchen verbanden es mit einem zweiten welches ihre Rückseite verdeckte. Der Stoff war dünn, sehr dünn, zu dünn für Alyssas Geschmack. Der extravagante Lendenschurz reichte ihr bis zu den Knien, ließ aber seitlich ihre Beine vollkommen frei. Einzig die beiden Goldkettchen schlangen sich um ihre Hüfte. Ein Oberteil aus der gleichen Seide hing locker auf ihren Schultern. Es reichte nicht einmal bis zu ihrem Bauchnabel hinab. Mit den gleichen goldenen Kettchen wie schon weiter unten wurde es in Form gehalten. Es war seitlich offen und wurde von den Ketten locker zusammengehalten. Liavannia hatte darauf bestanden dass sie sich entsprechend präsentieren müsste, wenn sie die anderen traf. Filigrane Armreife aus purem Gold zogen sich über das schneeweiße Fell ihrer Unterarme. Eine dünne Halskette die, wie Alyssa selbst etwas ironisch fand, ein goldenes Kreuz trug. Nicht einmal ein gestürztes, sondern ein richtiges. Fein gearbeitete Ohrringe, einen Ring der Liavannias Sigel trug. Die Fledermaus schmückte sie wie einen Weihnachtsbaum. Das goldene Krönchen hatte sie ihr zumindest ausreden können. An seiner statt war einzig ein kunstvoll verzierter Haarreif. Alyssa hatte noch nie Gold an ihrem Körper getragen. Auf einmal so viel davon zu bekommen war überwältigend. Für Liavannia war es nur Kleingeld, wie sie mehrmals anmerkte doch für Alyssa war es ein wahr gewordener Traum. Der Traum den sie früher als kleines Mädchen immer gehabt hatte einmal selbst teueren Schmuck und feine Stoffe zu tragen. Das alles tat sie nun. Sie sah in den Spiegel und musste Lächeln. Sie war hübsch.

„Ich muss noch einiges erledigen. Geh zu den anderen. Ich bin mir sicher du kannst es kaum erwarten dich ihnen zu zeigen!“, scheuchte sie Liavannia schlussendlich zurück zu der Pforte durch die sie die Hölle betreten hatte. Alyssa war aufgeregt wie ein Schulkind als sie daran dachte was die anderen für Augen machen würden. Shakazara wollte sie zuerst besuchen. Sie Schritt durch das Portal und machte sich sofort auf den Weg zu ihr. Es war ungewohnt durch das Schloss zu gehen ohne Angst haben zu müssen. Im Gegenteil. Die Wachen wichen ihr aus, machten ihr respektvoll Platz, salutierten vor ihr, Diener verbeugten sich in ihrer Anwesenheit. Alyssa war das alles beinahe zu viel. Sie war regelrecht froh endlich das Treppenhaus erreicht zu haben welches zu Shakazaras Turm führte. Mit einem letzten Atemzug machte sie sich bereit bevor sie anklopfte und eintrat. Die Schlange saß wie gewohnt gewunden um ihren Kissenberg in der Mitte. Der vertraute Anblick ihrer Wasserpfeife und der gewohnte Geruch ihrer Kammer halfen Alyssa etwas sich zu entspannen. Dennoch ging sie nervös ein paar Schritte auf sie zu bevor sie stehen blieb. So ganz sicher fühlte sie sich noch nicht in ihrer Haut. Vor allem der viele Schmuck machte war ihr etwas unangenehm. Verlegen wandte sie leicht den Blick ab und rieb sich den rechten Oberarm.

„Da steckte doch tatsächlich ein Engel in meinem kleinen Mäuschen“, lachte die Schlange leise bevor sie sich auf sie zu schlängelte. „Lass dich ansehen meine Kleine“, forderte sie sie auf und Alyssa präsentierte sich vor ihr. Shakazara schlängelte sich einmal komplett um sie herum und beendete anschließend ihre Begutachtung.

„Als mir Liavannia von ihrem Plan erzählt hatte, da habe ich ihr gesagt dass sie den Verstand verloren hat. Es sieht wohl so aus, als hätte sie recht behalten. Willkommen Alyssa. Wir haben alle schon sehr lange auf dich gewartet!“, schloss die Schlange ab und gab ihr einen kurzen Kuss auf die Stirn. Sie schlängelte sich kurz zurück zu ihrem Berg bevor sie mit einem vertrauten Gegenstand zurück kam.

„Du musst noch etwas zurück bringen“, wechselte die Schlange das Thema und hielt ihr den magischen Dolch hin.

„Ich bin mir sicher du bist auch neugierig darauf Nerzalt kennen zu lernen. Ich weiß das er es ist“, sprach Shakazara bevor sie sich wieder zurück zu ihrem Kissenberg schlängelte. Es war noch immer ein ungutes Gefühl für Alyssa, wenn sie daran dachte alleine durch das Schloss zu gehen. Sie hatte jetzt vor niemanden mehr etwas zu befürchten, doch seltsam war es doch. Sie wollte dem Frieden einfach nicht trauen. In den Baracken bot sich ihr ein absurdes Bild. Kaum hatte sie einen der großen Säle betreten die zu Nerzalt führten und als Unterkunft dienten brach dort die Hölle aus. Zahllose Kreaturen der Unterwelt überschlugen sich und heilloses Chaos brach aus welches von einer Sekunde auf die andere verschwand. Alyssa sah fassungslos auf das Spalier welches für sie gebildet wurde. Die Dämonen hatten alles stehen und liegen lassen, zum Teil ihre Waffen direkt auf den Boden fallen lassen um in Windeseile Aufstellung zu beziehen. Unsicher schritt Alyssa durch die Gasse die sie ihr gebildet hatten. Diese Form der Aufmerksamkeit mochte einem König gefallen, doch sie selbst spürte nur lähmende Nervosität wenn sie an die vielen Augen dachte die nur ihr folgten. Sie atmete tief durch als sie das Ende erreichte und vor Nerzalts Kammer stand. Kammer war vermutlich der falsche Ausdruck, es war ebenso ein Saal wie der andere.

Jetzt wusste Alyssa was Liavannia damit gemeint hatte, dass sie das Risiko nicht eingehen wollte, dass sie auf eigene Faust versuchte ihn zu überwältigen. Nerzalt war kein einfacher Dämon, er war ein Ungetüm. Auf vier Beinen die dicker waren als jeder Baumstamm den sie bisher gesehen hatte thronte ein massiger Körper aus dem gleich zwei Köpfe ragten. Wie ein übergroßer Hund sah er aus, jedoch waren die Beine kürzer, dicker und er hatte keinen Schweif. Die beiden Köpfe sahen sie neugierig an. Zähne so lang wie der magische Dolch blitzten auf. Alyssa musste den Kopf in den Nacken legen um zu ihm aufzublicken. Sie schätzte ihn auf gute sechs Meter Höhe ein. Er war so groß wie ein ganzes Haus. Mit nur einem der beiden Mäuler hätte er ein ganzes Pferd am Stück verschlingen können. Feuriger Atem drang ihm aus dem Mund als er zu ihr sah.

„Alyssa vom sengendem Licht“, donnerte seine Stimme. Nur einer der Köpfe sprach. Der andere schien permanent zu knurren.

„Es ist mir eine Ehre dich kennenzulernen“, sprach der Höllenhund. Die verschwindend kleine Maus vor ihm jedoch war unfähig zu antworten. Dieses Monstrum wäre sogar für den Drachen aus dem Heizkeller ein schwerer Gegner gewesen wenn es um rohe Kraft ging.

„Du hast mir meinen Dolch zurück gebracht, ich danke dir“, sprach er ruhig doch seine Stimme ließ die Wände erzittern. Alyssa legte die Waffe auf einen nahen Tisch und ging wieder Rückwärts zu der Tür.

„Tod! Krieg! Verderben! Sie hat die Schlacht begonnen!“, keifte der zweite Kopf plötzlich völlig außer sich.

„Ja das hat sie. Es wird eine glorreiche Schlacht. Eine Schlacht gegen Dämonen auf den Feldern der Hölle!“, verkündete Nerzalts anderer Kopf wieder ruhiger.

„Wir danken dir Alyssa vom sengendem Licht. Du wirst die größte Schlacht beginnen die die Höllen jemals gesehen haben! Ein Blutbad von unvorstellbarem Ausmaß und ich werde unsere Armee in diesen Kampf führen. Ehre und Blut für die Schlacht! Ruhm und Sieg für unsere Herrin!“, sprach er lauter und nun war sich Alyssa wirklich sicher, dass der Boden etwas bebte. Alyssa wurde das ganze zu ungeheuer. Er mochte von ihr halten was immer er wollte doch sie lief davon. Diese Bestie war anders als die anderen. Sie war ein Dämon so wie man ihn ihr immer beschrieben hatte. Blutrünstig und so voller Bosheit dass sie förmlich von ihm tropfte. Als sie die Baracken endlich verlassen hatte, atmete sie tief durch. So schnell wollte sie diese Bestie nicht noch einmal sehen. Seine Worte jedoch beunruhigten sie genauso. Sie war sich zwar sicher was Liavannia von ihr wollte, doch wäre wirklich sie schuld wenn in der Hölle Krieg ausbrach? Darüber müsste sie mit der Fledermaus noch einmal reden. Im Moment jedoch machte sie sich auf den Weg zu den Gärten. Sie wollte unbedingt Flora zeigen was aus ihr geworden war.

„Heb die Flügel gefälligst ein Stück an! Noch kein voller Tag in deinem Besitz und schon sind die Federn dreckig!“, schnauzte sie eine Stimme von der Seite an.

„Spann die Schultern gerade, du trägst deine Flügel als wären sie ein Sack Mehl du undankbare Göre!“

Alyssas Blut kochte auf als sie die krächzende Stimme ausmachte die in einem Seitengang auf sie einsprach. Astra würdigte sie nur mit einem Schnauben.

„Du wirst gefälligst auf dein Gefieder aufpassen und wenn ich dir jede abgebrochene Feder einzeln auszupfen muss!“, schallt sie die Harpyie.

„Lass mich sehen!“, keifte sie sie an und hielt ihr Gesicht dicht an Alyssas Flügel. Die Maus wusste dass sie nur einen winzigen Schubs davon entfernt war erneut mit der Harpyie auf dem Boden zu enden. Sie versuchte ihr Möglichstes es nicht so weit kommen zu lassen.

„Sehen zumindest gesund aus die Flügel. Gute Federdichte, schöne Ausrichtung, stabiler Muskel. Wenigstens etwas. Sobald du sie richtig bewegen kannst werde ich dir das Fliegen beibringen, bis dahin pass auf das du Trampel damit nirgends anstößt!“, schnauzte sie die Harpyie an doch Alyssa war ihr nicht mehr ganz so böse. Sie brachte ihr Blut noch immer in Wallung doch auch wenn die Harpyie es vielleicht nicht bemerkt hatte, Alyssa hatte das kleine Lächeln gesehen als sie ihr Gefieder inspiziert hatte. Astra mochte sie. Sie würde es vermutlich nie zugeben, doch Alyssa hatte gesehen dass sie von Alyssas Flügeln beeindruckt war. Astra war gerade davor hinter der nächsten Ecke zu verschwinden als ihr Alyssa nach rief.

„Vogelscheuche!“

„Geflügelte Ratte!“, schallte es aus dem Gang hervor und Alyssa musste kichern. Kopfschüttelnd ging sie weiter. Sie wollte noch zu Flora und zu Lilith. Der Weg in den Garten war ereignislos. Salutierende Wachen, kniende Diener. Alyssa versuchte einfach nicht hinzusehen und ging weiter. Als sie die Gärten endlich betrat rief sie sofort laut nach Flora. An ihrer statt kam jedoch nur einer der Panther zu ihr. Sie befahl ihm kurzerhand sie zu Flora zu bringen und dieser wies ihr den Weg. Flora schien gerade in einem der Gewächshäuser zu sein also wartete Alyssa ungeduldig. Nach nur fünf Minuten kam Flora heraus. Sie warf die Maske achtlos beiseite und starrte Alyssa ungläubig an. Alyssa musste grinsen als sie die unverschleierte Verblüffung in Floras Augen sah. Wie auf ein unsichtbares Kommando rannten die beiden aufeinander zu und fielen sich in die Arme. Lautes Gekreische kam von den beiden als sie sich einfach nur freuten. Alyssa drückte Flora ein Stück weg und drehte sich vor ihr einmal im Kreis. Stolz zeigte sie ihr ihre Flügel, die wunderschönen Kleider und den Schmuck den Liavannia ihr gegeben hatte. Flora musste Quietschen vor lauter Freude für Alyssa.

„Du siehst unglaublich aus! Lass sie mich berühren!“, forderte sie sofort auf. Alyssa hielt ihr einen Flügel hin und fasziniert stürzte sich Flora darauf. Sie strich über die Federn, die Flügelkante, die Spitzen als hätte sie in ihrem Leben noch niemals Federn gesehen. Floras offene Freude war wie ein ansteckendes Lauffeuer für Alyssa. Sie hatte nie das Gefühl gehabt sich bei Flora verstellen zu müssen. Sie war die einzige vor der sie ihre kindliche Freude über ihre Verwandlung wirklich ausleben konnte und Flora freute sich einfach mit ihr. Ehrfürchtig streckte Flora die Hand nach ihrem Heiligenschein aus. Sie fuhr mit der Hand hindurch und staunte als diese einfach hindurch glitt.

„Unglaublich!“, staunte sie bevor sie Alyssa noch einmal fest an sich drückte.

„Meine Schwester ist ein Engel!“, lachte sie lauthals auf und Alyssa stimmte mit ihr ein.

„Darum also das Fest“, sprach sie kurz bevor sie sich den Armreif von Alyssa ansah.

„Welches Fest?“, fragte Alyssa.

„Liavannia hat heute Abend ein Fest befohlen. Sie hat meinen gesamten Bestand an Wein verlangt und sogar meinen Schnaps von dem sie eigentlich nicht einmal etwas wissen dürfte! Ich wette Shaki hat ihr davon verraten diese verräterische Schlange!“, ärgerte sich Flora.

„Es wird großartig. Wir hatten schon lange kein großes Fest mehr. Das letzte ist bestimmt sechzig Jahre her und das ging etwas ungünstig aus“, erklärte Flora leicht säuerlich.

„Was meinst du?“, fragte Alyssa.

„Naja, du weißt doch das Shaki und ich eine etwas nunja, … hitzigere Trennungsphase hatten und das Liavannia irgendwann einmal der Kragen geplatzt ist, oder?“

Alyssa nickte.

„Das war auf einem Fest, damals in der Hölle. Ich habe versucht Shakes Wein mit Ralfs Öl zu verdünnen. Sie hat den Braten gerochen und das Glas mit der Säure nach mir geworfen. Sie hat aber nicht getroffen und stattdessen Nerzalts Bein erwischt. Dieser ist vollkommen ausgerastet und hat einen halben Schlossflügel von Liavannia in seiner Wut dem Erdboden gleich gemacht. Liavannia war so sauer dass man sie vermutlich bis in die Himmel schreien gehört hat. Kein schöner Abend. Aber heute wird es sicher großartig! Shaki und ich haben uns vertragen und auch Nerzalt hat uns mittlerweile verziehen. Zumindest die vernünftige Hälfte von ihm. Ich freue mich schon darauf!“, verkündete Flora.

„Dann sollte ich mich beeilen. Ich will noch zu Lilith und ihr alles zeigen“, sprach Alyssa und Floras Blick wurde deutlich unanständiger.

„Ja … ich bin mir sicher Lilith kann es kaum erwarten dich so zu sehen“, sprach sie kryptisch und wandte sich dann von ihr ab.

„Viel Spaß“, wünschte sie ihr anzüglich grinsend bevor sie ihre Maske wieder vom Boden aufhob und ins Gewächshaus zurück an die Arbeit ging. Alyssa wusste nicht so recht was sie davon halten sollte, doch sie würde es vermutlich bald erfahren. Von einem Panther ließ sie sich zurück zum Ausgang bringen und ging dann alleine weiter. Ihr letzter Weg führte sie in die Kapelle zu Lilith.

Die Succubus wartete bereits am Altar auf sie. Sie schien nicht im geringsten Überrascht zu sein als sie Alyssa sah.

„Schon ironisch, nicht wahr?“, rief ihr Lilith vom Altar aus zu während Alyssa noch an der Pforte stand.

„Als du das erste Mal hier her gekommen bist, da war ich der Engel der diesen Gang entlang schritt“, lachte die Dämonin laut auf und Alyssa kam nicht umhin selbst etwas zu grinsen. Gemessenen Schrittes ging sie auf den Altar zu und trat vor Liliths prüfenden Blick.

„Sollen sie mich doch hassen es mir scheißegal ich werde keine Sekunde länger warten!“, sprach Lilith plötzlich bevor sie Alyssa an sich riss und sie küsste. Überrumpelt von der Succubus hatte Alyssa kaum eine Wahl und wurde sofort von Lilith davon überzeugt, dass sie diese Wahl auch gar nicht wollte. Sie packte Alyssa an den Hüften und schwang sie herum bis sie mit dem Hintern an den Altar an stieß. Lilith ließ ihr keine Chance. Wie besessen küsste sie sie und entzündete damit das Feuer welches Alyssa schon eine Weile vermisste. Es brannte nun deutlich heißer und Alyssa entschied das es genug war. Sie hatte sich lange genug benutzen lassen, jetzt nicht mehr. Sie packte Lilith am Hinterkopf und presste sie fester an sich. Die Dämonin schien einen Moment überrascht zu sein, nahm die Herausforderung jedoch an. Erbittert kämpften sie um die Vorherrschaft. Alyssa gab alles und drang forsch in Liliths Mund ein doch diese gab sich nicht so leicht geschlagen. Eine Hand glitt zwischen Alyssas Beine und schob sich unter das nutzlose Seidentuch welches ihren Schritt verdeckte. Alyssa brach den Kuss um laut aufzustöhnen als Liliths Daumen sich direkt auf ihren Kitzler drückte.

„Unfair!“, keuchte sie doch Lilith lachte nur diabolisch.

„Du denkst doch wohl nicht allen ernstes dass du mich besiegen könntest! Ich habe dir gesagt das du mir gehören wirst und bei Lucifer du wirst mir gehören!“, sprach sie auf Alyssa ein während sie mit ihrer Hand dafür sorgte das sich der neugeborene Engel in ihrem Griff räkelte und wand. Lilith packte sie mit der freien Hand an der Kehle und zog sie grob zu sich. Wieder küsste sie sie doch dieses Mal ließ Lilith sie genau wissen wie chancenlos sie in diesem Kampf war. Alyssa musste die Waffen strecken. Lilith zu besiegen war ihr einfach nicht möglich. Nicht auf diesem Schlachtfeld. Mit der Hand an ihrer Kehle drückte Lilith sie auf den Altar bis ihr Rücken den glatten Stein berührte. Sofort war Lilith über ihr. Alyssas Flügel hingen nutzlos seitlich vom Altar während sich Lilith auf sie stürzte. Zwei Finger schoben sich in Alyssa und begannen sofort sie zum Stöhnen zu bringen. Liliths Hand schob ihr seidenes Oberteil ein Stück nach oben bevor sich ihr Mund um einen ihrer Nippel schloss. Alyssa schrie lauthals auf doch der Schrei endete in einem langen Stöhnen als sie die Zunge von Lilith spürte. Hätte sie sie damals nicht aufgehalten, dann wäre sie verloren gewesen, dass wurde ihr gerade schmerzlich bewusst. Lilith wusste ganz genau was sie tat und sie tat es ausgesprochen gut. Ihre Finger alleine hätten schon ausgereicht sie um den verstand zu bringen doch Liliths Lippen die sich immer wieder um ihren Nippel schlossen, ihn drückten, drehten, zogen, war einfach zu viel. Alyssa spürte kaum eine Ankündigung bevor sie kam. Keuchend ließ sie ihre Muskeln erschlaffen und rang nach Atem. Lilith ließ von ihrem Nippel ab und zog sie an ihrer Halskette ein Stück zu ihr.

„Oh nein, du bist noch lange nicht fertig!“, sprach sie mit drohender Stimme und zog auch die Finger aus ihr.

„Ich habe zu lange darauf gewartet um dich so einfach vom Haken zu lassen, meine kleine Alyssa!“, sprach Lilith und richtete sich auf. Sie rutschte ein Stück nach vorne und kniete sich dann über Alyssas Gesicht. Alyssa sah die feuchten Lippen von Lilith direkt vor ihrem Gesicht. Ohne zu zögern leckte sie darüber. Lilith stöhnte lauthals auf als sie Alyssas Zunge spürte. Alyssa konnte kaum glauben wie gut sie schmeckte. Sie war eine Succubus, sie hatte bereits erwartet dass es gut sein würde, doch nicht so gut. Sofort stürzte sich Alyssa darauf und drang mit ihrer Zunge tief in Lilith ein.

„Oh ja! Darauf habe ich gewartet!“, stöhnte Lilith und begann ihren Schritt fester auf Alyssas Gesicht zu drücken. Die junge Maus unter ihr bekam kaum noch Luft doch kaum etwas hätte sie weniger Kümmern können. Lilith übernahm wieder die Initiative und ritt ihr Gesicht mit fieberhaftem Eifer.

„Ich wusste du würdest dich nicht beherrschen können um bis zum Fest zu warten“, sprach jemand an der Pforte doch Alyssa hörte die Stimme nur gedämpft. Liliths Schenkel drückten gegen ihre Ohren und machten diese taub für jede Störung.

„Das ist mir scheißegal!“, stöhnte Lilith ohne auch nur daran zu denken aufzuhören. Shakazara lachte nur bevor sie sich zu ihnen schlängelte. Alyssa sah sie nur aus dem Augenwinkel. Sie war zu konzentriert darauf Lilith zu lecken um sich wirklich um die Schlange zu kümmern. Erst als sie Shakazaras Zunge zwischen ihren Beinen spürte schrie Alyssa auf. Lilith erstickte ihren Schrei indem sie sich fester auf sie setzte. Alyssa begann sich zu winden doch unter Liliths Gewicht und den starken Armen der Schlange war sie hilflos gefangen. Sie war Shakazaras Mund schutzlos ausgeliefert und Lilith dachte nicht einmal im Traum daran an diesem Zustand etwas zu ändern. Sie rieb ihre Lippen weiter über Alyssas Mund und stöhnte dabei lauthals auf. Als Lilith endlich kam dachte Alyssa sie würde ertrinken. Der Schrei der Succubus hallte durch die ganze Kapelle und vermutlich das ganze Schloss. Alyssa war ganz froh, dass ihre Schenkel ihre Ohren schützten weil sie ansonsten garantiert ihr Gehör verloren hätte. Lilith fiel nach vorne und musste sich mit den Händen abstützen um nicht direkt auf Alyssas Gesicht zu landen. Die Maus war zwar froh das Lilith ihr Gewicht von ihrem Gesicht genommen hatte, doch an Shakazaras Zunge hatte sie sich noch immer nicht gewöhnt. Vor ihren Augen wurde Lilith in die Luft gehoben. Der schuppige Schwanz von Shakazara hatte sich um ihre Taille gelegt und während die Succubus noch dagegen ankämpfte, wurde sie von der Schlange einfach weggeworfen. Krachend landete sie in ein paar Kirchenbänken. Alyssa zuckte zusammen als sie den Aufprall hörte.

„Wer nicht warten kann der verdient es nicht anders!“, hörte Alyssa eine neue Stimme. Bevor sie sich jedoch umsehen konnte um ihren Verdacht zu bestätigen hatte sich Shakazara um sie geschlängelt und sie vom Altar gehoben. Kurz wirbelte die Maus durch die Luft bevor sie mit dem Bauch wieder auf dem Altar landete. Ihre Beine hingen über die Kannte und kaum eine Sekunde nachdem sie wieder bei Atem war drückte sich etwas gegen ihre Lippen. Sie kannte das Gefühl noch, so schnell würde sie es nicht vergessen.

„Ich war damals noch nicht fertig mit dir, Ratte!“, hörte sie Astras Stimme und sofort begann sie zu strampeln und zu treten. Shakazara jedoch hielt sie eisern in ihrem Würgegriff. Astra drückte sofort ihre Flügelkante gegen Alyssas exponierte Lippen und begann sie fest daran zu reiben. Die Maus stöhnte laut auf. Die bereits von Lilith und Shakazara geleistete Vorarbeit hatte sie empfindlich gemacht und die grobe Behandlung fühlte sich nun umso intensiver an. Hilfesuchend sah sie in Shakazaras Gesicht doch diese schüttelte nur den Kopf.

„Verräterin!“, beschuldigte sie Alyssa zwischen zwei Atemstößen bevor sie die Augen zusammenkniff und laut aufschrie. Astra hatte ihr Tempo deutlich angezogen und schien fest entschlossen dieses Mal zu vollenden was Lilith beim letzten Mal unterbrochen hatte. Was aus der Succubus geworden war wusste sie zwar nicht, doch sie hatte im Moment dringlichere Probleme. Allem voran den Flügel der gegen ihren Kitzler rieb und sie dabei vollkommen um den Verstand brachte. Die Maus kämpfte verbissen dagegen an. Nicht weil sie nicht kommen wollte, sie wollte nur nicht wegen Astra kommen. Das hatte diese verdammte Harpyie nicht verdient. Es war ein aussichtsloser Kampf und je mehr sie sich wehrte, desto mehr schien Astra es zu genießen.

„Na los, Ratte! Komm für mich!“, forderte sie sie auf und Alyssa biss sich auf die Zunge um sich abzulenken. Es war ein vergeblicher Versuch. Alyssa spürte es bereits und es gab keine Möglichkeit mehr es aufzuhalten. Mit verzogenem Gesicht und fest aufeinander gepressten Lippen um zumindest nicht zu schreien kam sie. Sie hörte Astra hinter sich lachen und hasste sie in diesem Moment so sehr wie sie nur irgendjemand hassen konnte. Schlimmer noch wurde es nur noch weil der Höhepunkt einfach großartig war. Astras grobe Behandlung hatte sie nicht nur kommen lassen, sondern sie förmlich explodieren lassen. Als Shakazara sie schlussendlich von Altar hoch hob wusste sie kaum wie ihr Geschah. Die Schlange wand sich um ihren Oberkörper und zog ihn nahe an sich heran. In der Luft hängend schwebte sie mit dem Rücken zu Shakazaras Brust. Sie spürte die Schlange wie ihr Kopf dicht neben ihrem Ohr war. Als Alyssa wieder die Augen öffnete sah sie gerade wie Astra sich mit einem genüsslichen Blick die Feuchtigkeit von ihrer Flügelkante leckte. Als sie Alyssa sah grinste sie sie direkt an und wiederholte den Prozess betont langsam. Alyssa würde ihr die Flügel ausreißen. Eines Tages würde sie es tun. Das schwor sie sich. Shakazaras Hände packten sie an den Schultern und das Schlangenknäuel fiel von ihr ab. Die Schlange drückte sie mit dem Rücken gegen ihre Brust und sofort band sie ihr langer Körper dort fest. Ihr Kopf ruhte direkt zwischen den voluminösen Brüsten der Schlange während der Rest ihres Körpers von der Schlange umwunden wurde. Alyssa spürte wie sich etwas durch die Windungen schob. Sie konnte nich an sich hinab sehen doch sie spürte es. Langsam schob sich die Spitze von Shakazaras Schwanz in die junge Maus. Alyssa riss den Mund wortlos auf als sie brutal gedehnt wurde. Die Schlange stieß grob in sie und verharrte anschließend um ihr einen Moment zu geben sich daran zu gewöhnen. Alyssa bezweifelte dass sie das jemals könnte.

„Ihr gottverdammten Egoisten! Ich hasse euch alle!“, schrie Flora plötzlich vom Eingang der Kapelle aus.

„Ihr seid das Letzte! Ehrlich! Es hieß erst beim Fest!“, regte sie sich lautstark auf und stampfte wütend auf Shakazara zu. Die Schlange ließ sich davon nicht beeindrucken und machte unbeirrt weiter. Sie drehten ihren Schwanz ein kleines Bisschen und sofort stöhnte Alyssa lauthals auf.

„Pass gefälligst auf ihre Flügel auf!“, krächzte Astra die Schlange an doch diese ignorierte sie.

„Ich schwöre wenn ich mir auch nur einen Fingernagel deswegen abgebrochen habe dann wirst du das bereuen!“, mischte sich Lilith ein die sich unter einem Berg aus Trümmern freikämpfte. Ihr Blick fiel kurz auf Flora.

„Was willst du denn hier? Es hieß erst beim Fest du Egoistin!“

Ohne mit der Wimper zu zucken schlug Flora sie nieder. Mit nur einem Schlag hatte sie die Dämonin wieder auf die Bretter geschickt und kam anschließend auf Shakazara zu.

„Verzeih mir Alyssa, doch ich hänge an meiner Haut“, flüsterte Shakazara ihr zu bevor sie in einem Ruck ihren Schwanz aus ihr zog und ihn stattdessen ein kleines Stück tiefer wieder in sie rammte. Alyssas atemloser Schrei war die einzige Reaktion und Shakazara war auch ganz glücklich darüber. Sie wollte schließlich nicht das Flora etwas von ihrem Wechsel bemerkte.

„Meine geliebte Flora, ich habe extra auf dich gewartet und dir den besten Platz frei gehalten“, schleimte die Schlange und löste ein paar ihrer Windungen um Alyssas Unterleib. Alyssa konnte die Falschheit der Schlange kaum glauben. Hätte sie nicht jeden Atemzug in ihrer Lunge dazu gebraucht lauthals zu stöhnen seit die Schlange in ihren Hinten gestoßen war und diesen brutal gestreckt hatte, hätte sie sie sofort verraten. So jedoch kam Flora auf Shakazara zu und kletterte an der Schlange hoch um ihr einen Kuss auf die Wange zu geben.

„Ich wusste dass ich mich wenigstens auf dich verlassen kann“, sprach sie lächelnd bevor sie wieder herunter sprang und sich Alyssa zuwandte. Alyssa bebte vor Wut. Nichts hätte sie lieber getan als die Lüge von Shakazara aufzudecken die Flora so grausam hintergangen hatte. Sie raffte alles an Atem zusammen was sie konnte um es zu tun.

„Flora!“, rief Alyssa und sofort drückte Shakazara ein Stück fester zu doch Alyssa würde sich davon nicht aufhalten halten. Dazu müsste sie sie schon ganz zerquetschen. So lange ihr Mund frei war konnte sie sie nicht aufhalten.

„Sie hat … Mmmhhh!“, Alyssa schäumte vor Wut als sie die kratzigen Lippen der Harpyie spürte die sich auf die Ihren drückten. Sie wehrte sich, doch es war vergebens. Mit ihren Flügeln hielt sie sich scheinbar ganz ohne damit schlagen zu müssen vor Alyssa in der Schwebe. Sie wegzustoßen funktionierte dennoch nicht. Egal wie diese Harpyie flog, sie tat es nicht auf natürliche Art und Weise. Der Kuss brach und Alyssa rang wieder nach Luft.

„Na na na, wir wollen doch keinen Unfrieden sähen, nicht wahr?“, tadelte sie Astra leise. Sie hätte niemals gedacht das Shakazara und diese Vogelscheuche unter einer Decke steckten doch ihre Abscheu der Harpyie gegenüber war nur noch gewachsen.

Flora zwängte sich an Shakazaras Körper vorbei ohne darauf zu achten was über ihr passierte. Mit lüsternem Blick sah sie auf die Stelle in der der dicke Schwanz der Schlange in Alyssas Hintern verschwand. Die Schlange hatte nicht gelogen, der beste Platz war noch frei und so nahm Flora ihn ein. Probehalber leckte sie ein paar Mal über Alyssas Lippen doch diese waren so feucht, dass es keinerlei zusätzlicher Stimulation mehr bedurfte. Ohne zu zögern ließ sie zwei Finger in die Maus gleiten und begann in ihr herum zu spielen. Sie wusste noch das Alyssa es beim letzten Mal nicht so genossen hatte, doch dieses Mal hatte sie vorgesorgt. Aus einem kleinen Fläschchen an ihrem Gürtel tropfte sie ein dünnflüssiges Öl auf Alyssas Spalte. Mit ihren fingern begann sie sofort es einzumassieren und zu verteilen. Alyssa war über ihr verstummt doch vermutlich nur weil sie schon wieder Astra küssen musste. Sie hätte gar nicht gedacht das die Harpyie Alyssas Typ war doch sie gönnte ihr jede Freude.

Alyssa versuchte die Harpyie mit bloßen Blicken zu verbrennen. Es gelang nicht. Immer wenn sie den Mund aufmachte um etwas zu sagen schoss sie vor und versiegelte ihre Lippen in einem Kuss. Es schien ihr einen diebischen Spaß zu machen und vor allem deswegen weil Alyssa sich mit jedem Mal mehr ärgerte. Sie würde niemals wieder in ihrem Leben den Fehler machen einer Schlange zu trauen. Sie waren verlogene Verräter! Allesamt! Ein erschrockenes Fiepen entkam ihr als etwas kaltes über ihre Lippen gegossen wurde. Sie konnte nicht an sich herab sehen doch sie spürte es dafür umso deutlicher. Sie nahm an das es Flora war die diese kalte Flüssigkeit gerade in ihrem Schritt verteilte. Ihr Hintern wurde für einen Moment freigegeben, dann jedoch rammte ihn die Schlange umso gröber in sie. Überrascht stellte Alyssa fest, dass dieser nahezu problemlos in sie glitt.

Flora kippte noch den letzten Rest aus dem Fläschchen aus und begann ihn gründlich zu verteilen. Sie strich auch einen großzügigen Teil davon auf Shakazaras Schwanz als dieser ein Stück aus Alyssa gezogen wurde. Die Schlange schien sofort verstanden zu haben und zog ihn bis zur Spitze heraus um ihn von Flora einölen zu lassen. Als die Schlange ihre Arbeit wieder aufnahm tat Flora es ihr gleich. Ohne zu zögern schob sie vier Finger in Alyssa und begann diese zu bewegen. Sie nahm sich mehr Zeit als beim letzten Mal und die junge Maus darauf vorzubereiten. Alyssas Stöhnen erklang wieder über ihr und Alyssa genoss es ihre Schwester so glücklich zu hören. Ihr Daumen drückte sich zu den anderen Fingern und begann langsam in sie zu gleiten. In aller Ruhe schob sie ihre Hand immer wieder gegen den schwindenden Widerstand von Alyssas Körper. Ihre zweite Hand war dabei fieberhaft damit beschäftigt an ihr selbst zu spielen. Sie konnte kaum beschreiben wie sehr es sie erregte so mit Alyssa zu spielen. Nachdem sie sich sicher war, dass sie bereit war tat sie es.

Alyssa schrie lauthals auf als Flora ihre Hand in sie schob. Atemlos keuchte und stöhnte sie während sie die Harpyie nur belustigt ansah. Oh wie sehr hasste Alyssa sie. Wieso musste sie ihr dabei überhaupt zusehen? Welches perverse Vergnügen bereitete ihr dieses Theater? Alyssa wusste keine Antwort und hatte auch nicht die Kraft eine zu suchen. Während Flora überraschend behutsam vorging, konnte sie das von Shakazara nicht behaupten. Diese fickte sie gnadenlos mit ihrem Schwanz in den Hintern. Es wäre ihr egal gewesen wenn die Schlange nicht so dick gewesen wäre. Sie drang nicht tief in sie ein und Alyssa war sich sicher dass wenn sie es tun würde, sie aufreißen würde, doch sie war einfach viel zu dick. Alyssa konnte sich einfach nicht daran gewöhnen und da ihr Schwanz nicht gleichmäßig dick war, sondern spitz, wurde sie mit jedem Stoß von neuem gedehnt. Zusammen mit Flora die nun langsam begann sie ebenso mit ihrer Hand zu ficken war es zu viel für Alyssa. Noch während sie das Lachen der Harpyie hörte kam sie. Ihr ganzer Körper verkrampfte sich und zog sich zusammen. Alyssas Herz raste in ihrer Brust und ein Gefühl stieg in ihr auf das sie bereits einmal gespürt hatte. Panik machte sich in ihr breit doch als sie eine Warnung ausrufen wollte wurde ihr Mund erneut von dieser elendigen Harpyie verschlossen. Wenn Alyssa es genau betrachtete, dann hatten sie eine Warnung gar nicht verdient, keine von ihnen! Die junge Maus ließ es geschehen. Sie hörte auf dagegen anzukämpfen und gab sich vollends ihrem Höhepunkt hin. Sie spürte das Licht bereits in ihrer Brust brennen und mit einem letzten Zucken ihres Körpers brach es frei.

„Ich dachte du nimmst an deinem Fest teil?“, fragte Nerzalt seine Herrin die lässig über einem Stuhl lehnte.

„Welches Fest denn? Das war nur ein Vorwand um Flora ihren Schnaps zu klauen“, lachte diese und kippte sich ein kleines Gläschen davon die Kehle hinab.

„Ich dachte du wolltest sie beim Fest mit den anderen in Besitz nehmen?“, fragte Nerzalt erneut. Seine Form war geschrumpft. Er tat das nicht gerne, doch wenn Liavannia ihn zu sich in ihre Gemächer befahl, dann musste er das tun. Zumindest konnte er so auch etwas von dem Schnaps kosten. Floras Schnaps war der Beste.

„Ha! Denkst du wirklich auch nur eine dieser hormongesteuerten Furien wird bis zum Fest warten? Vermutlich liegt Alyssa jetzt schon verschwitzt in den Armen von einer von ihnen“, schüttelte sie den Kopf. Nerzalt zuckte mit der Schulter. Er nickte zu der Flasche und Liavannia goss ihm noch ein Gläschen ein. Manchmal ärgerte es ihn das er vier Beine hatte und nicht zwei Hände. Dann allerdings erinnerte er sich daran wie er mit seinen vier Beinen durch Legionen von Angreifern trampelte und wusste wieder das es ein kleiner Preis war den er bezahlte. Bevor er den Mund um das Glas stülpen konnte erschütterte ein lauter Knall das Schloss und ließ die Wände beben. Mit verzogenem Gesicht sah Nerzalt auf das umgestoßene Glas und den Schnaps der sich nun auf dem Tisch verteilte. Schulterzuckend leckte er mit der breiten Zunge den Schnaps vom Tisch.

„War das Alyssa?“, fragte er beiläufig. Ein langes unendlich genervtes Stöhnen drang aus Liavannias Kehle.

„Ich hätte wissen müssen das diese Idioten sich alle zusammen auf sie stürzten werden. Bitte sag mir das der Rest vom Schloss noch steht!“, flehte sie Nerzalt an der sich kurz konzentrierte und dann erleichtert aufseufzte.

„Bis auf die Kapelle ist das Schloss noch ganz“, versicherte er ihr. Liavannia hatte die Augen geschlossen und atmete durch zusammengebissene Zähne ein und aus.

„Du hast dir einen Engel in die Hölle geholt. Was dachtest du denn wie das werden würde?“, fragte Nerzalt grinsend. Liavannias Mine lockerte sich etwas. Ihr Grinsen wurde etwas zu breit für seinen Geschmack.

„Wie es werden wird willst du wissen?“, fragte sie überraschend ruhig. Nerzalt schluckte als er das Feuer in ihren Augen sah. Ein breites Grinsen war auf ihr Gesicht gepflastert und sie strahlte eine Selbstzufriedenheit aus die ihn schaudern ließ.

„Es wird die Hölle auf Erden!“