Botschafter

Story by Sturmfeder on SoFurry

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Erotische Pferdegeschichte in mittelalterlicher Umgebung mit Anthros.

Kurz und knapp: Der Sohn eines Herrschers wird entsandt um Verhandlungen zu führen. Dort entdeckt er jedoch schnell, das er dasselbe Geschlecht mag und verliebt sich. Nach und nach dreht sich mehr um Sex bis sein Vater eintrifft.


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Diese Geschichte enthält explizite erotische Passagen. Wenn du als Leser damit Schwierigkeiten hast, wird dir empfohlen, nicht weiterzulesen.

Solltest du unter 18 Jahren sein, darfst du ab diesem Punkt ebenfalls nicht mehr weiterlesen.

Copyright Sturmfeder 2018

Kapitel 1 - Toran

Die hölzernen Räder der Kutsche rumpelten und knackten gefährlich, als sie über die schlecht gepflasterte Straße holperten. Das ständige Quietschen und Schaukeln war schon auf dem Lande nervtötend gewesen, doch hier in der Stadt war es auf dem harten, unebenen Untergrund irgendwie noch viel schlimmer. Wie sollte man hier vernünftig verhandeln, wenn offensichtlich noch nicht einmal eine Straße richtig gebaut werden konnte? Krum und schief waren die Steine. Außerdem roch es hier nicht gerade angenehm. Die Kanalisation hatten sie also auch nicht richtig im Griff.

Toran gab ein leises, wieherndes Schnauben von sich und rieb seine weichen Nüstern. Auch wenn er wusste, das sein Pferdegeruch schnell etwas streng werden konnte, bemühte er sich stets und entsprechend oft um eine ausgewogene Hygiene. Sofern es ihm die Zustände eben erlaubten.

Er zog prüfend an seiner langen, mit etwas goldenem Faden verzierten Tunika und fuhr sich anschließend durch die weiße Mähne, um sie locker aufzuschütteln. Das spitz zulaufende, elfenbeinfarbene Horn auf seiner Stirn funkelte dabei immer noch nahezu auf Hochglanz. Toran gehörte zu einer der herrschenden Königsfamilie von Einhörnern, die westlich des großen Flusses lebten, ganz im Gegensatz zu denen, wie sie es stolz unter sich selbst nannten, gewöhnlichen Pferden ohne Hörner auf der anderen Seite. Obwohl dies an sich der einzige Unterschied beider Rassen war, verlief die Entwicklung doch strickt getrennt. Jedoch kam es in den letzten Jahren immer mehr zu Auseinandersetzungen. Um die Gefahr eines in weiter Entfernung liegenden Krieges schon im voraus einzuschränken, verständigten sich die Seiten schließlich auf eine Verhandlung. Diese Aufgabe hatte man Toran übertragen, der sich aufgrund seines Status und trotz seiner etwas abwertenden Gefühlen gewöhnlichen Pferden gegenüber, leider nicht verweigern konnte.

»Herr? Wir sind gleich da«, gab ihm sein Kutscher zu verstehen, worauf er noch einmal rasch einen letzten, prüfenden Blick in einen kleinen Spiegel warf. Wie schon sein Vater hatte auch er dieselbe hellgraue Fellfarbe mit einer dunklen Zeichnung auf der Stirn geerbt, die bei seiner Familie so typisch war. Nur sein Horn inmitten der Zeichnung war etwas kleiner geraten, was bei seiner sehr schlanken Statur dem Gesamtbild aber keinen Abbruch tat. Eigentlich war er nicht unbedingt das Idealbild eines stattlichen Hengstes, wirkte er doch zierlich genug um oft genug einer Stute den Rang ablaufen zu können. Doch daran störte er sich nicht und dank seines Stellung vermieden es andere, ihm üble Scherze deswegen an den Kopf zu werfen. Toran nickt sich selbst zu. Passabel, doch, er wirkte noch ganz passabel.

Er zog den roten Vorhang aus Stoff des Fensters ganz zur Seite, der bisher wenigstens den Großteil des Staubes abgehalten hatte und blickte in das geschäftige Treiben der fremden Gassen hinaus. Man schenkte ihm so gut wie keine Beachtung stellte er fest, obwohl die Kutsche nicht wie eine gewöhnliche aussah. Fast etwas unwohl erinnerte er sich daran, dass man ihm als Botschafter keine Wache mit auf den Weg gegeben hatte. Ein Teil der Abmachung. Wachen sollte er hier gestellt bekommen, ihm würde in dieser Stellung schon nichts passieren, sagte man ihm. Soviel Ehre sollten auch diese gewöhnlichen Pferde haben, vermutete er halb hoffend. Toran packte seine Tasche und eine hellbraune Mappe mit verschiedenen Dokumenten und legte sie auf seinen Schoß. Es würde wohl etwas dauern, bis er sich an seine Aufgabe gewöhnt hatte. Vielleicht machte er sich auch einfach zu viele Gedanken darüber, aber warum man ausgerechnet jemand schicken musste, der sich nicht um eine solche Aufgabe riss, war unklar. Erfahrung hatte er kaum auf diesem Gebiet, dennoch bestand sein Vater versessen darauf, dass dieses mal sein Sohn die Verhandlungen führen sollte. Da sein Volk jedoch in dieser Angelegenheit alle Trümpfe in der Hand hielt, schien es offensichtlich zu sein, dass auch ein Anfänger keinen schwerwiegenden Fehler machen konnte. Außerdem sollte er für die Zukunft etwas lernen, wenn er es einmal zu etwas bringen sollte. Dies gab ihm immerhin etwas mehr Zuversicht. Auch wenn ihm selbst nicht ganz klar war, warum er alleine kommen sollte, doch die Gegenseite wünschte anscheinend keine weiteren Einhörner auf ihrem Gebiet.

Die Kutsche hielt an und nach einer kurzen Weile, wurde ihm die Tür geöffnet.

Am liebsten würde er sich nun erst einmal etwas hinlegen, doch als Diplomat gehörte es sich nun einmal, dass er den Herrscher sofort begrüßte und nicht erst wenn es ihm selbst genehm war.

»Hoffentlich kriege ich das alles hin«, murmelte der junge Hengst und ging noch einmal im Kopf diverse Formalitäten durch, bevor er seinen Huf langsam auf den Tritt der Kutsche stellte und in die trockene Hitze hinaus stieg.

Kapitel 2 - Elis

Die Sonne brannte heiß und erhitzte den leicht flimmernden Steinboden schon eine ganze Weile, so dass er die Wärme bereits spürbar reflektierte. Toran blickte sich kurz um, wobei sein Interesse aber eher der Treppe galt, die in das Gebäude vor ihm führte. Selbst wenn es von der Größe her recht eindrucksvoll war und auch gut gepflegt schien, war es noch lange kein Vergleich, zu ihrem eigenen Palast Zuhause. Weder aufwändige Verzierungen noch wertvolles war in großem Maße zu sehen. Kurz rümpfte er die Nüstern, als auch schon ein älterer, auf einen Stock gestützter Mann langsam zu ihm herab hinkte. War das etwa der Empfang? Außer den nicht wirklich aufmerksam wirkenden Wachen an den Eingängen befand sich niemand hier.

»Ihr müsst der Abgesandte von den Einhörnern sein, Toran, habe ich Recht?« fragte der Ältere und neigte musternd und grüßend zugleich den Kopf. Auf einem Auge war er anscheinend blind, was eine unschöne quer darüber verlaufende Narbe vermuten ließ. Sein einfaches Gewand hing bis knapp über dem Boden und wies an den unteren Rändern eine leichte Schmutzschicht auf. Ohne Zweifel ein unpraktisches Kleidungsstück, doch die tadellose Mähne zeigte, dass dies keine Vernachlässigung war.

»Ich bin Toran, das habt ihr gut erkannt«, scherzte er leicht, da er wohl ohnehin das einzige Pferd weit und Breit war, welches ein Horn auf der Stirn hatte. »Obwohl ich von der langen Reise müde bin, würde ich gerne eurem Herrscher meine Aufwartung machen«, fuhr er fort.

»Ah, das kann warten, er ist gerade ohnehin nicht hier und der Zeitpunkt eurer Ankunft ist ja ohnehin nicht sonderlich präzise gewesen«, konterte ihm der Ältere und deutete dann einladend nach oben. »Deshalb würde ich vorschlagen, ihr folgt mir auf euer Zimmer und ich erkläre euch, wie der Ablauf in den nächsten Tagen sein wird. Ach, übrigens, ich bin Elis, zuständig für, sagen wir einmal, alles am Hof hier, das nicht alltäglich ist. So wie ihr.« Obwohl dies etwas ironisch klang, streckte er ihm freundlich die Hand zum Gruß entgegen. Toran wackelte überrascht mit den Ohren, fand er diese so grob umrissene Aufgabe doch einigermaßen irritierend, im Gegensatz zu den festen Aufgabenverteilungen wie er es kannte. Dann nahm er aber die Hand und erwiderte die Geste, die Anspielung einfach nicht beachtend. Aber unter einem entsprechenden Empfang hatte er sich etwas anderes vorgestellt. War das hier auf diese Art etwa üblich? Immerhin kam er um wichtige Dinge zu verhandeln.

»Wenn ihr meint, dass es noch etwas gibt, das über meine persönlichen Vorbereitungen als Botschafter hinaus wichtig ist, könnt ihr mir das gerne erklären«, meinte er etwas zu sehr herablassend, als es eigentlich hätte klingen sollen. Sein Gegenüber holte kurz Luft aber schnaubte nur leise, und ging dann langsam die Treppe voraus hinauf.

»Ihr seid recht jung für diese Aufgabe, scheint es mir«, führte Elis das Gespräch fort und spielte damit auch auf Torans Erscheinung an. »Verfügt ihr schon über genug Erfahrung in diesem Bereich? Mein Herr ist nicht sonderlich gut darauf zu sprechen, wenn jemand bei Verhandlungen ohne Wissens gegen das Protokoll oder gute Sitten verstößt, wisst ihr?« Langsam gingen sie durch das geöffnete Tor in das Gebäude. Zu Beiden Seiten des Eingangs standen in regelmäßigen Abständen wenige Wachen verteilt, die den Neuankömmling interessiert musterten. Manche starrten sein Horn an, während die Blicke einiger aber ohne Zweifel an seinem Hinterteil hängen blieben, was ihn etwas unsicher nach hinten schielen lies, ob er dort etwa dreckig war.

»Beachtet die Blicke einfach nicht«, durchbrach Elis die unangenehm eingetretene Stille. »Sie haben noch nie jemand von drüben gesehen, es ist ganz normal, dass sie euch etwas genauer unter die Lupe nehmen wollen«, verriet er ihm und schmunzelte, ahnend was in den Köpfen mancher Wachen vorging, die einen Geschmack für das selbe Geschlecht hatten. Und die zierliche Statur Torans machte es dabei nicht besser.

Immerhin erfuhr er nebenher auch etwas über das Volk und wie sie sich die Verhandlungen vorgestellt hatten, während er ihm die wichtigsten Bereiche des Gebäudes zeigte. Der Herrscher schien ebenfalls nur anwesend zu sein, wenn sie eine Übereinkunft hatten, die grundlegenden Verhandlungen überließ er seinen Untergebenen. Toran nickte immer wieder nur beiläufig, versuchte sich nebenher die vielen Wege und die Namen einzelner Angestellter zu merken, denen er vorgestellt wurde.

Endlich erreichten sie den langen Korridor, wo sich auch sein Zimmer befand. Eine ganze Reihe von Türen machte aber schnell klar, dass er hier lange nicht alleine war. Elis führte ihn bis zu seiner Tür und öffnete sie für ihn. »Warten wir noch einen Moment, gleich kommt ein Diener, den ihr noch alles Mögliche fragen könnt, wenn ihr etwas braucht. Er ist zuständig für den Westflügel und äußerst verlässlich.« Toran lehnte sich an die Wand und lehnte die Spitze eines Hufes auf den Steinboden.

»Es ist etwas anders hier, wie ich zuerst dachte«, gab er zu und nannte ein paar Beispiele, wie es zu Hause gehandhabt wurde, was Elis ein leichtes Kopfschütteln entlockte. Dann schmunzelte er jedoch.

»Wir haben trotz allem eine recht flache Hierarchie mit vielen Freiheiten. Bei manchen Dingen vielleicht sogar zu vielen. Vielleicht empfindet ihr deshalb manches von uns als so chaotisch oder wild, gar unzivilisiert«, vermutete sein Begleiter. »Doch lasst euch nicht täuschen, im Herzen ziehen wir hier alle an einem Strang und sind friedfertig.« Langsam nickte Toran, eine gewisse Sympathie für Elis verspürend, nachdem er eine Weile mit ihm geredet hatte. Weise war er, das musste man ihm zugestehen. Und freundlich dazu. Er war gespannt, wie die weiteren Tage verlaufen würde. In diesem Moment erschien am Ende des Flures ein junges Pferd und beschleunigte hastig seine Schritte als es sah, dass es offensichtlich bereits erwartet wurde.

Kapitel 3 - Schai

Eindeutig beschämt wegen seiner offensichtlichen Verspätung hielt der Junge kurz vor ihnen an und versuchte noch einige letzte ordnungsgemäße, elegante Schritte zu machen. Dann strich er sich rasch durch die etwas zu kurz gestutzte Mähne und neigte den Kopf begrüßend. »Es tut mir sehr leid, dass ich zu spät bin aber ich wurde leider von etwas noch aufgehalten. Ich bin Schai und für alles zuständig, was diesen Bereich hier angeht«, erklärte er stolz und musterte Toran dann neugierig, welcher den Blick ebenso prüfend erwiderte und dann mit einem Finger auf ihn deutete.

»Dein erstes Einhorn, das du siehst, hm? Aber Du bist noch ziemlich jung«, meinte er und neigte einen Moment verwundert den Kopf. Die kurze, braune Tunika, welche ihn als Bediensteten auswies, saß etwas verrutscht an seinem Körper und das hellbraune Fell an sein Armen war völlig zerzaust. Darauf wollte er nun aber nicht näher eingehen. So ein Aussehen wäre bei ihm zu Hause zwar bestraft worden, davon abgesehen, das Einhörner ohnehin ungern solche Arbeiten verrichteten.

»Ich bin noch nicht lange erwachsen«, gab Schai bestätigend zurück und folgte dem Blick des Fremden mit seinen Augen, um erschrocken das zerzauste Fell zu bemerken. Rasch schleckte er sich dann über die Handflächen und strich das Fell mit einem Anflug von erröten glatt. »Aber wenn es darum geht meine Arbeit zu tun, werdet ihr keinen Besseren finden«, erklärte er sichtlich stolz und blickte zu Elis, der bestätigend nickte.

»Der Junge hat Recht, er ist ohne Zweifel ein Naturtalent, wie ihr sicherlich schon bald selbst feststellen werdet. Ich lasse euch nun aber besser alleine. Ihr könnt euch ja ausruhen oder heute Abend noch etwas unternehmen. Ich denke wir fangen Morgen mit einem Stadtrundgang an, damit ihr wisst, wie wir so leben. Dafür werde ich euch abholen. Schai weckt euch zur rechten Zeit, falls ihr verschlafen solltet.« Elis winkte ihm kurz grinsend zu und hinkte dann gemächlich den Flur zurück, um sie Beide alleine zu lassen.

Toran wollte noch kurz etwas erwidern, lies aber dann die Hand sinken und blickte auf den nahezu gleich großen Schai. Er blinzelte einen Moment und bemerkte dann erst richtig, dass selbst dieser gerade ausgewachsene junge Hengst bereits kräftiger schien wie er selbst. Obwohl er einige Jahre älter war, blieb ihm sein zierlicher Körper erhalten.

»Euer Zimmer ist bereits vorbereitet, wenn ihr euch vielleicht umschauen wollt?« fragte ihn der junge Hengst freundlich und trat ein. Es war nicht übermäßig eingerichtet, aber für die Dauer seines Aufenthaltes benötigte er nun nicht wesentlich viel mehr. Die Einrichtung sah sehr ordentlich gepflegt aus und die Bettwäsche sogar frisch, was er äußerst wohlwollend nickend zur Kenntnis nahm. Sogar eine Schale mit frischem Obst stand auf dem Tisch.

»Und wo finde ich dich, falls ich etwas benötige?« fragte Toran und legte seine Unterlagen und die Tasche auf den Tisch, bevor er sich einen Apfel nahm und daran schnupperte. Zufrieden biss er hinein um seinen ersten Hunger zu stillen.

»Mein Zimmer ist das letzte auf der anderen Seite des Flures Herr. Und wenn ich dort nicht sein sollte, dann wahrscheinlich in einem der Zimmer oder eine kurze Besorgung machend. Jeder kennt mich hier, fragt sonst einfach.« Schai räusperte sich leise und fixierte das elegante Horn seines Gegenübers wieder. »Ich will nicht unhöflich sein, aber ist das beim anziehen nicht sehr unpraktisch?« brachte er schließlich heraus und hoffte, mit dieser Frage nichts falsch zu machen. Toran erstarrte im Biss und warf dem Jungen einen völlig überraschten Blick zu. Dann begann er laut zu lachen und klopfte ihm auf die Schulter.

»Ich muss gestehen, das hat mich in der Tat noch niemand gefragt Schai«, schmunzelte er belustigt und setzt sich dann auf das weiche Bett. »Alles eine Sache der Übung.« Sogar der junge Hengst gefiel ihm auf Anhieb. Vielleicht war es hier doch nicht so schlecht oder anstrengend wie er zunächst befürchtet hatte. Zumindest nahm man ihn gut auf und machte auch nichts besonderes aus ihm, obwohl dies zu erwarten gewesen wäre. War dies bereits ein erster Unterschied? Alle schienen auf einer gewissen Ebene gleich zu sein. »Ich glaube du kannst dann gehen, ich brauche momentan nichts außer etwas meine Ruhe.«

Schai nickte, doch ziemlich froh, dass er in kein Fettnäpfchen getreten war und wandte sich zum gehen. »Ich hole euch zum Abendessen in ein paar Stunden ab, ist das in Ordnung?« fragte er noch kurz mit dem Türgriff in der Hand. Toren nickte ihm zu und der Junge schloss die Tür leise, mit seinem Schweif vergnügt einmal wischend. Dann war er alleine in seinem Zimmer und lies sich nach hinten auf das Bett fallen um etwas zu dösen. Die langweilige und lange Fahrt hatte ihn doch mehr ermüdet, als er sich vorgestellt hatte und einige Zeit dämmerte er still und gemütlich vor sich hin. Doch inmitten eines schönen Traumes zerplatzte der Traum in Nichts.

Japsend fuhr Toren aus seinem Schlaf hoch und blickte sich rasch um. Seine Ohren stellten sich auf und er hielt den Atem kurz an. War da ein kurzer Schrei gewesen? Sein Blick fiel zum Fenster wo die Sonne schon bald untergehen würde. Er musste länger als geplant geschlafen haben und rieb sich einen Moment den Schlaf aus den Augen, dann lauschte er nochmals. Wieder hörte er ein leises aufstöhnen und stand langsam auf. Langsam ging er auf die gegenüberliegende Seite des Zimmers und legte den Kopf an die Wand um zu lauschen. Tatsächlich. Auf der anderen Seite hörte er immer wieder ein dumpfes, unterdrücktes Stöhnen. Etwas ratlos, was er tun sollte, ging er leise in Richtung der Türe um sie einen Spalt zu öffnen und auf den Flur hinaus zu spähen.

Nichts. Er drehte den Kopf hin und her. Der Flur war völlig verlassen wie auch bei seiner Ankunft. Nur die Türe neben seinem Zimmer war einen Spalt offen und nun hörte er es deutlicher, ein leises aber gleichmäßiges aufstöhnen. Toran atmete kurz tief durch und schlich sich dann hinaus. So leise er konnte trat er mit seinen Hufen auf um kein Geräusch zu machen bis er nebenan angekommen war und ganz langsam die Türe soweit aufzog, bis er weit genug hinein spähen konnte. Und was er dort sah, lies ihm den Atem stocken und in der Bewegung erstarren.

Kapitel 4 - Heimliches Vergnügen

Auf dem Boden verstreut lagen die Rüstungsteile und die Waffe einer der Wachen, gefolgt von einigen Kleidungsstücken in einer sauberen Spur, die zum Bett führte. Dort stand der recht kräftige Hengst völlig nackt über eine kleinere Gestalt gebeugt, die auf allen Vieren auf dem Bett kniete und ihren Schweif weit angehoben und zur Seite gelegt hatte. Leise keuchend bewegte sich die Hüfte der Wache immer wieder ruckartig nach vorne und entlockte dem anderen ein nur schwer unterdrücktes Stöhnen. Obwohl er die Szene nur von hinten betrachten konnte, war es deutlich zu sehen, wie das große Glied sich fast zu leicht schon immer wieder Zugang verschaffte und den jungen Körper zitternd erbeben ließ.

»Schai...?« hauchte Toran kaum hörbar und entsetzt, wurde der junge Bedienstete doch offensichtlich gerade vergewaltigt. Doch er wagte keine Bewegung, geschweige denn ein lautes Wort zu sagen. Leise und flach ging sein Atem bis ihm richtig bewusst wurde, was ihm dabei seltsam vorkam. Schai wehrte sich nicht, im Gegensatz, sein Stöhnen klang sogar genießend und flehend. Verwirrt starrte er eine Weile auf das ungleiche Paar, bis sein trockener Hals sich bemerkbar machte und er schwer schluckte. Ein dabei plötzlicher und deutlicher Druck in seiner Hose lies Toran dann an sich nach unten blicken. Als ihm bewusst wurde, dass er selbst dadurch erregt wurde, schoss ihm die Scham sofort ins Gesicht. Gerade, als er von der Beule in seinem eigenen Schritt wieder aufblickte, hatte Schai den Kopf gedreht und schielte mit einem Auge zur Tür. Zwar sah er nicht viel von ihrem heimlichen Zuschauer, aber das Horn, welches im Türspalt schimmerte war genug um zu wissen, wer dort stand. Sein Mund öffnete sich um etwas zu sagen, doch der nächste und harte Stoß lenkte den jungen Hengst sehr schnell wieder ab, bis dieser gezwungen lustvoll aufwieherte, als er den Höhepunkt seines Liebhabers über sich ergehen lassen musste. Dann brach er unter dem Gewicht der Wache zusammen und sie schnaubten Beide erschöpft auf dem Bett.

Rasch wandte sich Toran ab und schlich ertappt und beschämt zurück zu seinem Raum, die Türe hinter sich schließend um sich dagegen zu lehnen. Dann ging er nach einer Weile langsam zu seinem Bett und stützt sich darauf ab. Der Geruch beider Hengste hing ihm noch in den Nüstern, was seine eigene Erregung nicht abklingen lies. Ihm wurde bewusst, das er selbst noch nie mit einem anderen Einhorn eine ähnliche Affäre gehabt hatte, geschweige den mit dem selben Geschlecht und versuchte einzuordnen, was er soeben erlebt hatte. Fast schon unbewusst massierte seine Hand seinen Schritt und tastete über die große Beule darunter und ein starkes Verlangen kam in ihm auf. Nein, er konnte doch nicht hier ... Kopfschüttelnd versuchte sich das Einhorn zu beruhigen. Sollte er jemandem erzählen was er gesehen hatte? Nein, lieber auch nicht, mit diesem Thema würde er sich ohne Zweifel in die Nesseln setzen. Unerfreut schnaubte er laut auf und begann ruhelos umher zu wandern. Seine Hufe mit den verzierten Eisen daran klackten pferdetypisch. Wenn die beiden es schon treiben mussten, warum nur direkt im Zimmer nebenan? Ein bisschen mehr Anstand hätte er sich gewünscht. Vielleicht sollte er dem Jungen doch einen kleinen Hinweis in Sachen Benehmen geben.

Toran wusste gar nicht, wie lange er sich so seinen Gedanken hingab, bis es an seiner Tür klopfte. Rasch prüfte er, ob man ihm noch die Erregung ansehen konnte oder er gar einen feuchten Fleck hatte, bevor er den Besuch herein bat. Zögernd öffnete sich die Tür und Schai trat in den Raum, etwas nachdenklich zu ihm herüber blickend. »Hallo Herr, ich wollte nur sagen, dass es Zeit zum Essen wäre.« Offensichtlich war es ihm unangenehm, wusste er doch nicht, wie Toran reagieren würde. Ob es die Sache jedoch besser machte, dass er sich noch nicht richtig gewaschen hatte und daher noch nach Hengst und Sex roch, war ihm in diesem Augenblick nicht klar.

Angestrengt überlegte Toran ob er ihn nun tadeln sollte und rieb sich sein Horn nachdenklich, den jungen Hengst dabei musternd, doch dann schüttelte er den Kopf. »Also, Schai, ein kleiner Hinweis für dich. Wenn du oder er das nächste Mal ...« er räusperte sich verlegen um das Wort auszulassen, »dann vielleicht nicht direkt nebenan, weil ...« versuchte er seinen Satz zu vollenden ohne gewisse Dinge zu erwähnen und Schai drehte den Kopf etwas fragend. Ohne Zweifel war man hier nicht ganz so zurückhaltend in Sachen Vergnügen.

»Falls es euch gestört hat tut es mir wirklich leid, aber wir haben uns nichts dabei gedacht, schließlich passiert das hier relativ häufig und ich mag es sehr, wenn ein kräftiger Hengst mich ...« Toran hob die Hand rasch und schnitt ihm das Wort ab.

»Äh, ich weiß was du meinst, du brauchst es nicht weiter auszuführen. Ich bin nur nicht gewohnt, dass es hier so freizügig zugeht und auch noch gleichgeschlechtlich«, gab er zu. Selbst wenn es ihm nicht unbekannt war, welchen Spaß Hengste miteinander haben konnten, selbst bei seinem Volk, war es ihm als unerfahrener Junghengst nicht sonderlich geläufig. »Lassen wir das Thema vielleicht einfach, ja?« schlug er vor und strich sich durch die Mähne. Wenn sie noch weiter über das Thema redeten, würde er gar nicht mehr zum Essen kommen, sondern musste wohl doch noch selbst Hand an sich legen. Sein Körper reagierte offensichtlich viel zu stark darauf und der Anblick hatte sich schon in sein Gedächtnis gebrannt.

»Wie ihr wollt Herr, doch fragt gerne bevor ihr einen falschen Eindruck bekommt und das möchte ich nicht. Es ist hier eben so und viele mögen solche jungen Hengste mit etwas schlankerer Statur wie mich ganz gerne«, erklärte er dann wie normal es bei ihnen war, bevor ihm einfiel, das Toran ungefähr die selbe Statur wie er hatte. Verlegen drehte er sich um und ging still voraus in den Flur, einen leicht zerzausten Schweif hinter sich bewegend.

Toran blickte ihm kurz zögernd hinterher, bevor er folgte und Schais Satz leise fortführte. »Solche Hengste wie mich zum Beispiel.« Still gingen sie neben einander her, während sie versuchten ein neutrales Gespräch zu führen, doch im wurden nun einige der Blicke, die man ihm zu warf klar. Mit seiner Figur musste er ein Objekt der Begierde sein.

Kapitel 5 - Raul, der Schmid

Die Nacht war unruhig. Selten hatte Toran so schlecht geschlafen, wenn man es überhaupt schlafen nennen konnte. Es war eher ein zwanghaftes dahin dösen. Obwohl der Abend doch besser als gedacht geendet hatte, lies ihm der Gedanke an Schai keine Ruhe. Die halbe Nacht lag er halb erregt im Bett und hing seinen beginnenden Fantasien nach. Selbst Elis hatte ihm beim Essen öfter einen zwar unauffälligen aber eindeutigen Seitenblick zugeworfen, so als ob er wüsste, was vorgefallen war. Selbst die Abmachung, Wachen würden ihm hier zur Verfügung stehen, bereitete ihm nun Unbehagen. Morgen würde man ihm die Stadt zeigen und er wusste nicht, was ihn am meisten beunruhigte. Die Tatsache, dass er Schutz bekam oder die Tatsache dass der Schutz ihn in irgendeiner Seitengasse wie eine Stute nahm. Ein Schauer lief ihm den Rücken hinab und irgendwann bat er Elis, ihn zu seinem Quartier zurück zu bringen.

Nun stand er sich das Gähnen verkneifend auf der Straße, zusammen mit Elis und zwei Wachen und wartete auf ihren Aufbruch. Zu seiner Begeisterung würden sie zu Fuß unterwegs sein, denn der Ältere war fest überzeugt, dass er nur so das Leben hier richtig erfassen konnte. Immerhin würde er so vielleicht nicht einschlafen und zum größten Glück war die Wache von gestern nicht dabei.

Eine Hand tippte ihm auf die Schulter. »Ich möchte das ihr diesen Ring hier tragt Toran«, sagte Elis und hielt ihm einen silbernen Ring mit einem goldenen Schriftzug hin. »Es ist zwar offensichtlich, dass ihr nicht gerade ein einfaches Pferd von Rang seid aber kennen tut euch trotzdem niemand hier. Der Ring zeigt die Zugehörigkeit zum Hofstaat an. Das sollte im schlimmsten Fall helfen.« Das Einhorn streckte die Hand aus und Elis schob ihm den Ring prüfend an einen Finger. »Gut so, dann wollen wir aufbrechen, es gibt viel zu sehen!«

Der Ältere ging mit seinem hinkenden Gang voraus, und die Beiden Wachen folgten ihnen mit etwas Abstand, während Toran versuchte den ständigen Erklärungen seines Begleiters zu folgen. Durch enge Gassen und breite Straßen führte ihr Weg und zu fast jeder Stelle schien es eine kleine Geschichte zu geben. Irgendwann schwirrte dem jüngeren Hengst langsam der Kopf und er versuchte etwas das Thema zu wechseln. »Darf ich fragen, was mit eurem Bein passiert ist?«

Elis hielt kurz an und drehte den Kopf zu ihm. Eine Minute lies er sich Zeit bevor er sich eine Antwort erlaubte.

»Das ist ziemlich lange her. Ich war damals in eurem Alter und war noch Soldat. Irgendwann marschierten wir ziemlich lange und ich war müde. So begann ich einen Fehltritt und knickte mit dem Huf um. Verheilt ist es aufgrund mangelnder Versorgung nie richtig und so musste ich mir einen neuen Beruf suchen. Um es interessanter zu machen sage ich jedoch immer, es wäre eine Kriegsverletzung.« Er wackelte etwas mit dem Huf und stützt sich dann wieder auf seinen Stock.

»Und wie kommt man vom Soldaten zu eurer Tätigkeit? Das stelle ich mir doch etwas kompliziert vor«, wandte Toran ein, denn vom einfachen Soldaten zu so einer Aufgabe war es ein gehöriger Sprung. Elis tippte ihm fest auf die Brust und flüsterte ihm zu: »Lesen mein Lieber, lesen. Wenn ihr nicht mehr gut gehen könnt, habt ihr plötzlich ganz viel Zeit für andere Dinge. Das ist gar nicht so schwer, wenn man beginnt sich auszukennen.« Er lächelte Toran an und strich ihm unter die Schnauze, sie etwas anhebend. Irritiert zuckte das Einhorn zusammen und wollte ihm gerade schon die Hand wegnehmen, als er sich plötzlich umdrehte und ihm winkte. »Deswegen unterschätzt niemanden, der vieles weiß und nun kommt! Ein paar Meter sollten wir heute schon noch schaffen.«

Stunden irrten sie durch die Stadt und erkundeten, unterhielten sich mit den Anwohnern und ließen sich verschiedene Arbeiten erklären, bis Toran um eine Pause bat. Ihm schmerzten die Hufe nach soviel ungewohnten umherlaufen und der fehlende Schlaf machte sich immer stärker bemerkbar. Es war ihm zwar peinlich, das Elis immer noch gut unterwegs war und keine Ermüdungszeichen zeigte, aber irgendwann war es einfach gut für ihn. Sollten sie sich ihren Teil einfach denken.

»Wir gehen noch bis dort vorne, da könnt ihr etwas trinken und euch setzen, gleich gegenüber der Schmiede. Da kann ich euch sogar eine schöne Geschichte dazu erzählen, die sicherlich interessant ist«, warf Elis sogleich begeistert ein und kramte in seinem Gedächtnis schon nach seinen Erinnerungen. Toran winkte nur noch erschöpft ab und lies sich dort endlich auf den wohlverdienten Stuhl fallen, den Kopf verspannt in den Nacken legend und sich ausstreckend.

Eine der Wachen stelle ihnen zwei Becher mit frischem Wasser auf einen Tisch und er nahm es dankbar an, um gleich darauf einen tiefen Schluck zu nehmen.

»Da ist übrigens Raul, der Schmied,« begann sein Begleiter und deutete auf die andere Straßenseite. Eine dunkle Gestalt bewegte sich im Sonnenschutz einer kleinen Schmiede und frischer Rauch stieg aus dem Feuer auf. »Er ist einer der Besten in unserer Stadt und er fertigt hervorragende Hufeisen. Wenn ihr also einmal eines benötigt, bei ihm seid ihr in den Besten Händen.« Dann begann er mit seiner kleinen Geschichte rund um die Schmiede, während Toran hinüber blickte. Wobei Blicken eigentlich das falsche Wort war, er starrte förmlich mit leicht offenem Mund auf den Schmied, der gerade begann mit dem Hammer ein Stück Eisen zu bearbeiten.

Raul war ein völlig schwarzer Hengst mit einer langen, wilden Mähne, die teilweise zu Zöpfen geflochten war. Kräftige Muskeln spielten bei jedem Hammerschlag in seinen Oberärmen und sein durchtrainierter Körper war nur mit einer dünnen Lederschürze gegen die heißen Funken geschützt. Darunter trug er einen Lendenschurz, was seine einzige Kleidung momentan war und gerade noch sein Geschlecht verbarg aber das arbeiten bei dieser Hitze am offenen Feuer erträglicher machte. Geschickt bearbeitete er das glühende Metal mit beinahe rhythmischen Schlägen und drehte es prüfend immer wieder hin und her. Toran hielt sich an der Lehne des Stuhles fest bis sein Knöchel weiß hervortrat. Das war das schönste Pferd, das er jemals erblickt hatte. Seine andere Hand zitterte leicht als er einen weiteren Schluck Wasser nahm und mit dem Becher fast den Tisch beim zurückstellen verfehlte. Einen Moment senkten sich seine Augen etwas schuldbewusst, da ihm so spontan ein Männchen so sehr gefiel und es verwirrte ihn in dieser Minute, doch das aufgeregte Gefühl verhinderte alle Zweifel.

Es verging eine ganze Weile, bis sein Starren irgendwann doch zu auffällig wurde und das sonore Hämmern mit einem Mal verstummte. Der schwarze Hengst drehte den Kopf und blickte zu ihnen herüber. Erst jetzt fiel ihm wohl auf, dass hier ein recht seltenes oder auch exotisches Wesen zwischen den anderen am Tisch saß und ihn schon beobachtete. Neugierig legte er den Hammer zur Seite und trat neben einen Pfosten um sich daran anzulehnen, die Arme verschränkend und ebenso neugierig zurück blickend. Ein Einhorn, in seiner Stadt, welch seltener Anblick. Und was für eines auch noch, etwas klein und zerbrechlich wirkend aber sehr anziehend. Dazu dieses hellgraue Fell, ein wunderschöner und irgendwie unschuldiger Anblick. Raul schnaubte amüsiert bei seinen Gedanken. Den Kleinen konnte er wahrscheinlich ohne Mühe hochheben oder gar... wer weiß. Aber leider machte er keinerlei Anstalten zu ihm herüber zu kommen. Das musste wohl an seiner Begleitung liegen, mit der sich Raul jetzt auch nicht unbedingt anlegen wollte. Stattdessen zog er langsam seine Lederschürze aus, so dass er gut sichtbar für das junge Einhorn nur noch im Lendenschurz da stand und sich posierend streckte. Dann musste er plötzlich lachen, eine Mischung aus wirklichem lachen und amüsiertem wiehern, als sein Gegenüber seinen Schritt verdeckte. Ganz offensichtlich hatte er eine beschämende Reaktion verursacht. Na immerhin wusste er nun, dass dieses Einhorn das selbe Geschlecht zu mögen schien. Grinsend zog sich dann Raul in seine Schmiede zurück um weiter zu arbeiten. Wenn er etwas von ihm wollte, konnte er gerne jederzeit kommen.

»Und so kam es, das wir die Besten Hufschmiede der ganzen Gegend haben«, beendete Elis die Geschichte und tippte Toran an die Schulter, der sich bisher gar nicht dazu geäußert hatte und inzwischen mit peinlich berührten und geröteten Wangen neben ihm saß. »Toran? Alles in Ordnung? Ihr wirkt so abwesend«, fragte er ihn besorgt, doch dieser schüttelte heftig den Kopf.

»Nein, nein, es ist alles gut, alles, irgendwie. Uh, Elis? Können wir vielleicht weiter gehen?« Verwundert zog Elis die Braue hoch und sah zu den Wachen hinüber, die die Schultern nichts ahnend hoben.

»Natürlich können wir weiter gehen, aber ich glaube wir sollten Schluss machen für heute, ihr scheint genug zu haben mein Freund. Sicher, das alles gut ist?« Er griff dem Einhorn hilfreich unter den Arm und zog ihn vorsichtig von seinem Stuhl, zum Glück nicht etwas tiefer an seinem Körper nachsehend. »Wenn wir zurück sind legt ihr euch am Besten erstmal hin, Schai wird eine Weile bei euch bleiben, für alle Fälle.« Blind schloss er sich Elis an um den Rückweg zu finden und warf nochmals den Kopf nach hinten, als ob er diesen wundervollen Hengst nochmals sehen könnte. Leise murmelte er dann vor sich hin. »Raul, ja. Raul.« Eine der Wachen, die ihm dicht auf folgten verdrehte die Augen dabei und meinte ganz lapidar zurück: »nicht Raul, Herr. Schai. Raul ist nur der Schmied.« Verlegen nickte Toran. Was war nur los mit ihm. Er war wohl völlig übermüdet, dass er sich für dieses Pferd interessierte. Aber dieses Gefühl, das kannte er so noch nicht. Langsam beschlich ihn die sichere Vermutung, das die Zeit bei diesem Volk ihn wirklich fertig machen würde. Was ihn aber noch mehr beschäftigte war, er musste diesen Hengst wiedersehen, heute Nacht.

Kapitel 6 - Ein nächtlicher Ausflug

Das Geräusch der geknackten Nuss unterbrach die Stille wie schon einige Male zuvor und gelangweilt schob sich Schai den Inhalt in den Mund. Die Schale vor ihm war nur noch halb voll und langsam hatte er keine Lust mehr darauf. Seine Augen wanderten vom Fenster zu den Nüssen und dann wieder zum Bett, wo das Einhorn auf dem Bauch lag und ein Kissen über seinen Kopf gezogen hatte. Bestimmt hatte das Horn den Stoff des Kissens zerrissen und musste nun geflickt werden. Schai seufzte. Er war ja gewiss einer der Jüngsten hier aber gerade kam es ihm so vor, als ob Toran in seinem schönen Leben auf der anderen Seite des Flusses irgendetwas verpasst hätte. Nun hatte es ihn wohl eingeholt. Und hier saß er nun und passte auf ihn auf, ganz wie es ihm gesagt worden war. Seine Augen richteten sich auf den Schweif und das Hinterteil des Einhorns.

»Ich weiß wie ihr euch fühlt«, entschloss sich das junge Pferd endlich einmal vorsichtig das Thema zu eröffnen, auch falls es das falsche sein sollte. »Ich kenne diesen Ausdruck und gewisse dazugehörige Reaktionen ganz gut«, versicherte er. »Ich muss aber zugeben, das ich sehr erstaunt bin, wie schnell das passiert ist. Ihr müsst ja wirklich sehr beeindruckt worden sein. Wo habt ihr denn die Stute getroffen?«

Das Kissen glitt leicht von Torans Kopf und ein Auge richtete sich auf Schai. »Ich weiß gar nicht was du meinst«, wehrte er sich aber recht schwach, kreisten seine Gedanken doch quer um Raul und das er ihn heute Nacht besuchen wollte. Vielleicht war es eine dumme Idee aber nur so konnte er vielleicht wieder einen klaren Kopf bekommen.

»Das wisst ihr bestimmt sehr gut, zumindest würde es mich wundern, wenn eure Erregung von einer gewöhnlichen Stadtführung herkommt.« Dann winkte Schai ab und grinste, denn er hatte die Beule bei der Rückkehr sehr wohl gesehen. »Aus Erfahrung würde ich einfach sagen, lasst euch drauf ein, guckt was passiert. Wir sind ein sehr offenes Volk, aber rennt nicht jeder beliebigen hinterher. Viele wollen nur etwas von euch, weil ihr ein Einhorn seid. Das Besondere ausnutzen wäre zu schade.« Mit der Hand begann er die Nussschalen zusammen zu kehren und in einen leeren Behälter zu schieben.

»Ich möchte heute Nacht in die Stadt«, teilte ihm Toran dann leise mit und strich sich nachdenklich durch die Mähne. Schai war dicht an der Wahrheit dran, ohja. Nur dass es ihm um einen Mann ging wollte er lieber nicht verraten. »Kannst du mir dabei helfen?« Sein leicht flehender Blick würde schon viel ausrichten aber Schai war ja ohnehin mehr oder weniger für ihn da. Also nickte der junge Diener langsam halb gezwungen, während er zu überlegen begann.

»Um ehrlich zu sein halte ich das für keine gute Idee, ein Einhorn nachts alleine in den Straßen unterwegs. Ich glaube nicht, dass ich das gut heißen kann. Dafür müsste ich erst den Wachen Bescheid geben, damit sie euch begleiten.« Das Pferd streckte sich dann und stellte sich verschränkten Armen vor das Bett. Toran drehte sich auf die Seite und zog ein Bein dabei leicht an, unbewusst sich in eine recht ansprechende Pose drehend.

»Ich will keine große Begleitung, ich will nur jemanden besuchen. Und ich möchte nicht, das es sich herumspricht«, fasste Toran seinen Entschluss und warf Schai einen auffordernden Blick zu. Er wusste aber auch, dass dieser Recht hatte. Alleine wäre es eine völlig schwachsinnige Idee. »Also, kannst du etwas arrangieren oder nicht? Du bist doch der Beste in so etwas?«

Schai stützte seinen Kopf nachdenklich und lächelte dann verdächtig. »Es gibt schon eine Möglichkeit, ja. Ich könnte natürlich mit gehen aber ich bestehe auf zumindest eine Wache. Das lässt sich wohl noch organisieren. Aber dafür habe ich etwas gut bei euch.« Erwartungsvoll sah er das Einhorn an und begann seine Idee auszuarbeiten. »Ein bisschen trage ich ja die Verantwortung für den Botschafter, also, entweder so wie ich es möchte oder gar nicht. Ich würde jedoch meinen Vorschlag akzeptieren, bevor ihr euch die nächsten Tage unterm Kissen verkriecht.« Er kicherte leise. Sollte er einwilligen, wäre das ein ziemlich interessanter Vorteil.

Toran nickte leicht. »Es gefällt mir nicht ganz aber gut. Du hast mein Wort. Wann geht es los?« Schai blickte kurz aus dem Fenster und machte ein seufzendes Geräusch.

»Hm, also ich muss noch jemand überreden, das könnte schnell gehen wenn ich Glück habe. Dann sobald es richtig dunkel ist. Wo müssen wir denn hin?« Toran dreht sich nun ganz um und lies die Beine über die Bettkante hängen. Leise räusperte er sich.

»Zu Rauls Schmiede.« Schai nickte und drehte sich dann herum um zu gehen als ihm etwas komisch vorkam. »Aber dort wohnen doch gar keine... ohh!« wurde ihm plötzlich etwas klar und er grinste Toran ermutigend an. »Überraschend, wirklich sehr überraschend aber eine sehr gute Wahl!« Dann verschwand er und lies ihn mit erneut glühenden Wangen zurück.

Ruhelos marschierte Toran vor dem Fenster auf und ab. Es war längst vollkommen dunkel und Schai tauchte einfach nicht auf. Das Klacken seiner verzierten Hufeisen war bestimmt in den Nebenräumen zuhören, doch einfach herumsitzen konnte er nicht. Sogar die ersten Nachrichten für seine Tätigkeit hatte er inzwischen aufgesetzt. Schließlich musste er ohnehin bei allen bekannt werden und die ersten Gedanken, die er zu manchen Sachen hatte, unterbreiten. Doch nun gab es gerade nichts mehr zu tun außer zu warten. Vor dem Spiegel blieb er stehen und musterte sich eine Weile, bis er sich überlegte ob er den Hengst nur sprechen wollte oder er sich darunter etwas mehr ausmalte. Er knallte sich die Hand unterhalb seines Horns auf die Stirn. War er wirklich so naiv? Endlich klopfte es und Schai trat ein.

»Wir können los, ich habe soweit alles geregelt.« Eine Öllampe warf etwas gedämpftes Licht herein und zeigte den Umriss eines recht kräftigen Pferdes, das mit einer Hand grinsend Schais Wange streichelte, der diese Hand vor Torans Augen einen Moment küsste und ableckte. »Später«, flüsterte der junge Hengst und zwinkerte Toran zu. »Ich habe leider kein Geld zum bestechen«, entschuldige er sich und winkte ihn dann heraus. »Los, ich will nicht die ganze Nacht da draußen verbringen, schließlich brauche ich auch meinen Schlaf.« trieb er das Einhorn an und sah dann an der sich räuspernden Wache hinauf, die ein gutes Stück größer war. »Oder ... auch nicht?«

Die drei Gestalten machten sich leise auf den Weg zurück in die Stadt, Toran dabei in die Mitte nehmend und ihm einen Umhang über die Schultern werfend. Sein Horn lies sich natürlich nicht verstecken aber es war besser als nichts. Und wie froh er war die Beiden bei sich zu haben. Weder war der Weg korrekt, den er sich gemerkt hatte noch waren die Straßen gar nicht so leer, wie er es von Zuhause gewöhnt war. So gingen sie in einer Mischung aus schleichen und Selbstbewusstsein zeigend fast den direktesten Weg, bis sie in die bekannte Seitengasse kamen und Toran den Umriss der Schmiede erkennen konnte. Auf die Idee das Raul schlief war er irgendwie gar nicht gekommen. Doch das Glück schien ihm hold. Trotz der zugehängten Fenster schimmerte deutlich Licht auf die Straße hinaus. Zögernd sah er seine Begleiter an.

»Wir werden in der Nähe warten, gebt uns Bescheid wenn ihr ... fertig seid,« scherzte Schai. Toran nickte und wandte sich dann der Tür zu. Leise klopfte er dreimal gegen das stabile Holz und schluckte tief. Sein Herz schlug schnell und schmerzte beinahe. Ein letzter versichernder Blick nach hinten lies ihn aber nur die Augen verdrehen, als die Wache gerade ihre Hand in Schais Hose steckte und er rasch den Kopf weg drehte. Schwere Schritte erklangen hinter der Tür und er hielt den Atem an. Langsam öffnete sie sich einen Spalt und ein misstrauisch blickendes Pferd mustere die fremde Gestalt in der Dunkelheit.

»Wer ist da?« wollte Raul wissen und das Licht seine Kerze erhellte das verräterische Horn auf Torans Kopf. Er öffnete die Tür erkennend etwas weiter. »Oh, ich erkenne euch, habt ihr mich heute nicht beobachtet?« Der Schmied lächelte und trat zur Seite. Anscheinend hatte er doch Eindruck gemacht, wenn sein Bewunderer es so eilig hatte. »Na kommt lieber herein, ich lasse die Türe nachts nicht gerne auf. Vor allem mit einem Besucher aus dem Nachbarreich.« Rasch schlüpfte Toran an ihm vorbei nach innen wo es angenehm warm war. Irgendwie hatte er eine schmutzige und chaotische Wohnung erwartet aber was er sah war das komplette Gegenteil. Obwohl es nicht viel an Einrichtung gab, schien alles geputzt und gepflegt zu sein. Auf dem Tisch lag sogar ein aufgeschlagenes Buch, was ihm Raul noch sympathischer machte. Gänzlich uninteressiert an Lektüren war er also nicht.

Die Tür fiel ins Schloss und ein Schlüssel drehte sich klickend. Raul lehnte sich an die Tür und betrachtete nun schmunzelnd und neugierig seinen nächtlichen Besucher. Er selbst trug wie üblich zu dieser Tageszeit keine Kleidung mehr und zeigte sich so zwar völlig nackt aber sehr selbstbewusst. Seinen gut gebauten Körper musste er nicht verstecken, vor allem nicht im eigenen Heim um diese Zeit.

»Ihr könnte euren Umhang gerne ablegen. Ich schaue mir meinen Besuch ganz gerne genauer an.« Bei diesen leicht zweideutigen Worten und der Nacktheit seines Gastgebers errötete Toran so stark wie noch nie und öffnete die Schließe des Umhangs. Der Stoff rutschte ihm von den Schultern und fiel raschelnd zu Boden. Er hatte nur ein dünnes Oberteil, dessen Seiten nicht zusammen genäht waren an, welches ein Stück weit über seinen kurzen Lendenschurz hing. Die Kleidungswahl war fast schon zu offensichtlich, aber nachdem ihm Rauls Körper so unglaublich gut gefiel, wollte er versuchen ihn ebenfalls etwas zu beeindrucken. Und das gelang ihm, denn der schwarze Hengst schnaubte leise. Langsam und genießend musterte er die kleine, schlanke Statur des Einhorns. Dann ging er zu Toran und stellte sich dicht vor ihn. Dieser begann vor Aufregung zu zittern, bis ihm Raul beruhigend die Hände auf die Schultern legte. Um seine Unsicherheit zu überspielen suchte dieser sich rasch ein Thema um zu entspannen.

»Ich habe euch heute zum ersten Mal gesehen, als ihr etwas geschmiedet habt und euer Anblick war einfach so unglaublich ...« bekam er mühevoll über die Lippen und spürte wie sein Glied steif zu werden begann. Beschämt senkte Toran den Blick, als sich sein Lendenschurz ganz leicht anhob. Seine Nüstern nahmen den starken, männlichen Duft des Hengstes auf und erweckten ein tiefes Verlangen in ihm. Und man konnte es ihm leicht ansehen. In diesem Moment war beiden äußerst klar, wozu er gekommen war und er sollte es auch bekommen.

»Hattet ihr denn schon einmal jemanden?« fragte Raul nach einer Weile leise und legte die Hand auf die Brust des kleineren Einhorns. Spürbar schlug dessen Herz aufgeregt und sein Körper war wärmer als sonst.

Toran schüttelte peinlich berührt den Kopf. Die Meisten in seinem Alter hatten sich fast wortwörtlich schon die Hörner abgestoßen. Beinahe wollte er davon rennen, als plötzlich Raul seine kräftigen Arme um seine Hüfte legte und seinen Körper dicht an sich heran zog. Ein starker fordernder Kuss presste sich auf die weichen Lippen und er riss die Augen auf. Sein Körper spannte sich reflexartig widerstrebend an. Sein Atem stockte bis der Kuss schließlich so lange ging, bis er sich ganz langsam wieder entspannte. Immer mehr gab er sich der ersten Zärtlichkeit des erfahrenen Hengstes hin und schloss die Augen. Selbst als sein Glied gegen Rauls Bauch presste und einen feuchten Fleck zwischen ihnen formte, lies er nicht ab sondern schmiegte sich in seine starken Arme, eine für ihn völlig unbekannte Geborgenheit spürend. Langsam löste sich dann ihr Kuss und Raul lächelte ihn an.

»Du bist süß, etwas anders als alle anderen«, verzichtete er auf eine besondere Anrede und meinte dies sogar aufrichtig und nicht nur, um ihn ins Bett zu bekommen. Tatsächlich, er hatte schon viele Pferde beider Geschlechter in seinem Bett glücklich gemacht, doch dieses hier war anders und das spürte er instinktiv. Oder reizte ihn doch das Exotische?

Langsam knotete er Torans Gürtel mit einer Hand auf und warf ihn beiseite. Dann streifte er ihm die nun locker hängende Tunika langsam vom Körper, bevor er nach dem Lendenschurz griff. Mit einem Ruck löste er dessen Knoten und lies ihn ebenfalls herab gleiten, zum Rest der wenigen Kleidung, die sich um Torans Hufe ansammelte. Etwas unsicher und völlig nackt stand das junge Einhorn nun vor ihm. Aufgeregt lehnte sich sein Körper hingebungsvoll an ihn, einen langen Moment die Erotik zwischen ihnen betonend. Sein Glied zuckte dabei immer wieder vor Erregung und es würde keinen wundern, wenn er nicht alleine davon kommen könnte. Erneut küsste ihn Raul, sanft das Glied packend und es auf und ab reibend, was Toran winseln lies und er krallte sich an der starken Schulter des schwarzen Hengstes fest.

»Ich will dein sein«, flüsterte er bettelnd und presste den Kopf an die Schulter, leicht mit der Hüfte zustoßend, als ihm mehr Tropfen aus der Spitze rannen. Tief keuchte er auf und konnte sich nur mit Mühe zurück halten. Dann lies Raul wissend los, seine Hand beschnuppernd und abschleckend. Es war leicht zu spüren wie schnell er den jungen, unerfahrenen Hengst zum Höhepunkt treiben konnte. Er wollte aber etwas anderes.

»Wie könnte ich dein Angebot ablehnen«, hauchte er ihm heiß in sein Ohr zurück und knabberte lockend daran, bevor er das Einhorn mühelos hochhob und auf den Armen zu seinem Bett trug. Dort legte er ihn vorsichtig ab und bewunderte seinen kleinen Hengst ausgiebig, ehe er sich langsam zu ihm gesellte. Sein kräftiger Körper legte sich besitzend halb auf Toran, während sie Küsse austauschten und sich die Brust gegenseitig streichelten. Genussvoll lies er sich Zeit, bis seine eigene Männlichkeit hart gegen Torans Bein drückte. Seine Hand strich langsam über dessen helles Fell bis zum Bauch hinab und über die Schenkel. Immer langsamer die Finger kreisen lassend, zog er sie an der Innenseite wieder nach oben, was das Einhorn erschauern lies. Dort angekommen nahm er vorsichtig dessen Hoden in die Hand, wiegend und mit dem Daumen daran reibend, ihre Form nachzeichnend. »Du hast die Statur einer Stute Kleiner«, flüsterte er ihm zu und zog Torans Hände über dessen Kopf, sie sanft aber bestimmend auf das Bett drückend, um ihn in eine wehrlose Pose zu bringen. »Das ist so unglaublich anziehend und sexy.«

Fast schon untypisch für sich, begann er Toran zärtlich das weiche Fell an den Wangen zu reiben, bis dieser seine Hand zu küssen und zu lecken begann. Dabei hielten sie einen tiefen, innigen Blickkontakt. Erst als Toran jeden Finger einzeln sanft zu lutschen begann, richtete sich Raul etwas weiter auf und zog Torans Körper dabei mit, ihm vertrauensvoll zuflüsternd, dass er sich umdrehen sollte.

Aufgeregt nickte Toran und drehte sich langsam, bis er neben Raul kniete, der ihn ein weiteres Mal in einen tiefen Kuss verwickelte. Dabei strich seine Hand sanft forschend an seinem Rücken hinab bis zu seinem Schweif und dann zärtlich darunter. Das Einhorn keuchte auf, sein Schweif zuckte kurz umher und hob sich dann aber in einem leichten Bogen willig an. Ein Finger strich suchend darunter umher, die Einladung dankbar annehmend und ganz vorsichtig die warme und weiche Öffnung ertastend und reibend. Eine ganze Weile verharrten sie so und Raul benetzte seinen Finger immer wieder mit Torans eigener Freudenflüssigkeit, bis er ohne viel Widerstand in den jungen Hengst rutschte und dieser lüstern aufstöhnte. Ganz sanft begann Raul ihn zu massieren, immer wieder fingernd, bis er den Körper des Einhorns langsam nach vorne beugte und Toran vor ihm war. Sein Kopf beugte sich nach hinten und sah, wie sich der schwarze Hengst das eigene Glied noch etwas massierte. Ein ängstlicher Schauer lag dabei in seinen Augen. Er war so groß. Aber der starke Geruch des Hengstes zusammen mit dem starken Körper war fast schon die reinste Dominanz für ihn, der er sich nur unterwerfen wollte. Leise wieherte Toran auf und sein Schweif wischte einmal umher, bevor er ihn ganz zur Seite hob. Leicht gruben sich seine Hände in das Bett.

Damit begab sich Raul hinter ihn, sanft sein Glied zwischen Torans Backen reibend, bis seine Lust nass glänzend und glitschig immer mehr an ihm haften blieb. Geübt setzte er die Spitze dann an ihr Ziel, dem kleinen Hengst jede Sekunde an Lust bietend, die er konnte. Mit einem leichten Druck auf seinen Eingang beugte sich sein Körper über ihn, den leichten Widerstand keuchend annehmend und mit weiteren sanften aber bestimmtem zudrücken, dehnte er langsam den Muskelring auf. Instinktiv spannte sich Toran an und biss die Zähne zusammen.

»Nicht, bleib ganz locker Kleiner«, flüsterte Raul ihm sanft zu. Dann rutschte seine ganze Spitze mit einem Mal in ihn und er stöhnte bei der Enge so laut auf, dass der kurze Aufschrei unter ihm fast unterging. Tief durchatmend spreizte Toran die Beine weiter und legte langsam auch den Oberkörper auf das Bett, während sich sein Liebhaber auf ihn legte und immer tiefer in ihn eindrang. Tränen rannen aus seinen zusammengekniffenen Augen und der junge Hengst schnaubte angestrengt auf. Er fühlte sich aufgespießt und gefüllt, doch auf eine ganz besondere Art, die ihn ebenfalls so erregte, wie noch nichts zuvor. Eine Hand packte sein Horn und zog seinen Kopf daran nach hinten, heißer Atem schnaubte über seinen Nacken. Ein erster Stoß und Toran winselte bereits hingebungsvoll. Raul wartete danach, nur um ihn mit den Zähnen am Hals festzuhalten. In tiefster Lust zwickte er die Haut mit den Zähnen und begann, trotz der immer weiter steigenden Gier, noch immer sanft zu zustoßen. Der junge Hengst wandte sich unter ihm, fest im Griff gehalten und hatte keine Wahl, als sich ihm hinzugeben. Immer wieder drang das Glied in seinen Körper, nahm ihn in Besitz und zeigte ihm, dass er dem schwarzen Hengst gehörte. Doch etwas anderes wollte er auch gar nicht. Keuchend buckelte er, wenn das Glied etwas zu tief rutschte und er vergrub immer fester die Finger im Kissen.

Bald schon schmerzte sein Nacken, die Zähne Rauls suchten immer wieder neuen Halt und seine kräftige Hüfte drückte sein Glied immer mehr in einem sanften Rhythmus schmatzend in den zitternden Körper. Das war schließlich zu viel für den jungen und unerfahrenen Hengst, der in einem kurzen und doch lauten aufwiehern erbebte. Willig begann sich sein warmer Samen unter ihm zwischen Fell und Bett zu verteilen. Raul kicherte als er die Reaktion spürte und dann ebenfalls ein letztes mal in das Einhorn drang. In diesem Ruck presste er die Hüfte schnaubend an ihn, bis sein eigener Samen Toran rasch zu füllen begann.

»Zu verlockend«, brachte er gerade noch keuchend heraus, als er seinen Höhepunkt in ihm langsam ausritt. Minutenlang hielten Beide in dieser Stellung inne und keuchten tief, bis Torans Körper sich erschöpft entspannte. Raul begann ihm zärtlich den Nacken zu lecken und zu beknabbern, aber Toran bekam kaum noch etwas davon mit. Er gab sich einfach dem verdienten Schlaf hin und döste geborgen unter seinem starken Hengst ein, der ihn warm und sicher in den Armen hielt.

»Ich glaube du bist das, was ich gesucht habe, wenn es dir gefällt«, hauchte seine Stimme dem weggetretenen Hengst leise ins Ohr und schmiegte sich an ihn, zusammen mit ihm etwas ausruhend.

Ohne selbst zu schlafen, hielt er sein Einhorn lange Zeit in den Armen, bis dieser wieder von selbst zu sich kam und das Gesicht an seine Brust drückte. Lächelnd blickte er zu ihm nach oben und leckte über seine weichen Nüstern. »War ich lange weg?« fragte er entschuldigend, was Raul auflachen lies.

»Keine Sorge, nicht zu lange. Aber mach dir nichts daraus, für dein erstes Mal ziemlich gut«, lobte er ihn und gab ihm einen so liebevollen Kuss, das Torans Glied schlagartig wieder hart wurde. Raul legte seine Hand darum und bewegte sie sanft. »Leg dich hin mein Kleiner«, lächelte er ihm zu und kniete sich neben das Bett. Sanft streichelte er Torans Gesicht und spielte an seinen Lippen, bevor er einen Finger dazwischen drückte um ihn daran saugen zu lassen. Schmunzelnd hatte Raul die Ohren nach vorne gestellt, als er seinen Hengst weiter massierte, der willig die Beine spreizte und zu keuchen begann. Jedes bisschen seiner Erregung ihn spüren lassend. »Ich liebe es, wenn du dich nicht zurück halten kannst«, flüsterte er ihm zu und lies dann von seinem Glied ab, als sich der erste Tropfen wieder abzeichnete und mit einem leichten Faden in sein Bauchfell tropfte. Lockend glitt die Hand über seine Hoden nach unten, seinen benutzten Eingang erneut suchend, nur um dann sanft die Finger in den leicht nachgebenden Muskel zu drücken.

Das Einhorn bäumte sich auf, noch sehr empfindlich dort, fühlte sich das erneute Eindringen doch wie ein kleiner Stromschlag an. »Raul«, winselte er leise, doch der Hengst schüttelte den Kopf, als Toran sich aufrichten wollte. Langsam bewegte er dann die Finger in seinem Eingang, was wie erwartet schnell Erfolg hatte. Keuchend spreizte Toran die Beine und wie von alleine zuckte sein Glied immer wieder mit den suchenden Stößen. Raul wusste genau was er tat und begann zu grinsen, als sein kleiner Hengst sich anspannte. »Raul«, bettelte er als er spürte, wie sein Höhepunkt sich wieder näherte, ohne das sein Glied auch nur berührt wurde. »Raul ... Raul!« schrie er dann laut auf und winkelte die Beine an, als die stetig eindringenden Finger seine Lust explodieren liesen und sein Samen in mehreren Schwallen sich über seinen ganzen Oberkörper ergoss. Keuchend fiel Torans Kopf zur Seite, tief durchatmend und seine Hoden zuckten freigiebig, als sie alles gegeben hatten.

»Ich will dich für immer besitzen« sagte Raul ihm dann leise und liebevoll zuflüsternd, ihm die Worte schon so in den Mund legend. Toran drehte den Kopf zu ihm, tief in seine Augen blickend und überrascht blinzelnd. Eine Sekunde war er verwirrt in dieser Situation, mit seinem eigenen Samen bedeckt neben dem Hengst liegend, der seine Finger noch in ihm stecken hatte und dann so direkt gefragt wurde.

»Ja«, war dann alles, das er schwach heraus bringen konnte, den mehr hätte es nicht sein können, so schnell wie Raul ihn küsste und die Hand über sein verklebtes Fell gleiten lies. Gerade, als er seinen neuen kleinen Freund auf die Seite drehen wollte, um ihn erneut zu nehmen, klopfte es fast schon entschuldigend an die Tür. Eine gedämpfte Stimme erklang davor.

»Äh ... Toran? Entschuldigt aber die Zeit drängt langsam, wir müssen wirklich los«, erinnerte jemand daran, dass sie nicht alleine waren. Still sahen sie sich an, bevor Raul ihm einen festen Klaps auf das Hinterteil gab und dann rau für ihn antwortete.

»Gib ihm eine Minute zum anziehen«, erwiderte er, auch wenn die Formulierung nahelegte, was sie getrieben hatten. »Du lebst also im Palast?« war nicht schwer zu erraten, denn Schais Stimme war ihm bekannt und er wusste wo dieser arbeitete. Langsam stand der Schmied auf und zog den Kopf des Einhorns in seinen Schritt. Sanft kraulte er Toran zwischen den Ohren und lies ihn an sich schnuppern, bis die Zunge an seinen Hoden einen Moment leckte. »Ich glaube du musst wirklich los, aber ich weiß ja, wo ich dich finden kann.« Raul zog den jungen Hengst vom Bett und stellte ihn hin, schmunzelnd seine Gestalt musternd. »Du siehst genauso richtig heiß aus. Tu mir den Gefallen und lass alles so bis du auf deinem Zimmer bist, ich mag den Gedanken, dass du so aussehend gehst«, bat er ihn lächelnd, was Toran die Röte in die Wangen trieb. Doch er nickte zustimmend und klaubte seine Kleider langsam auf, bis auf den Lendenschurz, der unter dem schweren Huf seines Freundes eingeklemmt war. »Und den da behalte ich mein Kleiner, damit ich eine Erinnerung an dich habe. Du hast ja noch den Umhang um dich zu bedecken«, schmunzelte er, vor allem als Toran ihm weiter beschämt gehorchte und sich eben soweit anzog wie es ging.

Danach öffnete Raul die Tür, hinter der Schai bereits ungeduldig wartend mit der Wache stand. Obwohl auch Schais Fell im Gesicht etwas zerzaust und verklebt wirkte, gab er sich ganz korrekt, als ob nichts geschehen wäre. »Na endlich, wird auch Zeit«, warf er ihnen vor, nur um Zeuge eines so intensiven Abschiedskusses zu werden, dass die Wache Toran auffangen musste, dem die Beine dabei einknickten und selbst Schai unterbrechend hüsteln ließen. »Uh, okay, aber jetzt reicht es für heute, ja?«

Dann nickten sie sich endlich zu und die drei Gestalten verschwanden in der nächsten Gasse wieder, während die Tür zur Schmiede leise ins Schloss fiel.

Kapitel 7 -

Vorbereitungen

Der darauf folgende Tag hätte aufgrund der kurzen Nacht eigentlich etwas anstrengend sein müssen. Spät waren alle Beteiligten ins Bett gekommen, doch Toran hatte als einziger keine Probleme mit dem aufstehen gehabt. Selbst als er noch eine ganze Weile zufrieden lächelnd wach lag und sein Hintern merklich brannte. Dieser süße Schmerz war es ihm jedoch mehr als Wert gewesen. Selbst die teilweise recht offensichtliche Erregung in seiner Hose, wenn er das Erlebte in Gedanken nochmals herbeisehnte, störte ihn nicht, während er dabei den Gängen folgte.

Dies hielt sogar so lange an, das er gut gelaunt in dem kleinen Sitzungssaal ankam und interessiert den politischen Beratungen lauschte um zu lernen, wie es hier gehandhabt wurde. Immer wieder konnte er seine Meinung zu etwas kund tun oder man fragte ihn neugierig, wie solche Fälle auf seiner Seite gehandhabt wurden. Alle Anwesenden schienen die Anwesenheit eines Einhorns sogar angenehm zu finden und manche schienen sogar Spaß daran gefunden zu haben, gerade jene Beispiele heraus zu picken, bei denen Toran wirklich zugeben musste, dass sie bei diesem Volk besser als bei seinem eigenen gelöst waren.

Er durfte einigen wichtigen Entscheidungen beiwohnen und auch den ganzen kleinen Streitereien zuhören, die die Anwohner nicht selbst untereinander regeln konnten. So verging der Morgen wie im Flug für ihn, ohne dass die lebhafte Erinnerung von Raul in seinen Gedanken ihn bei irgendetwas unsicher machen würde. Irgendwie hatte er ein Gefühl genau das gefunden zu haben, das ihm nach seiner Tätigkeit genau das gab, was er brauchte.

So begannen die ersten Tage und sogar Wochen angenehm vorüber zu gehen, bei denen sie sich leider nicht immer sehen konnten. Jedoch begannen sie einander, sich immer wieder eine Kleinigkeit gegenseitig zu schicken oder ausrichten zu lassen. Der Wunsch, seinen Freund in seine kleine Wohnung einzuladen, drängte sich Toran dabei jedoch immer stärker auf. Sicher, inzwischen wussten wohl genug Leute um ihn herum, dass er gerne seinen Schweif für einen Hengst hob, doch das schien nicht anstößig zu sein. Hier war das anscheinend eine ganz normale Sache und jeder konnte den Partner wählen, der zu ihm passte. So gesehen wollte er gar nicht mehr nach Hause.

Eines Tages bat man ihn diesbezüglich jedoch um ein Privatgespräch und wer diesem bereits beiwohnte, überraschte Toran doch ziemlich. Neben Elis war auch sein Freund Raul anwesend und beide schienen schon eine Weile zusammen zu sitzen. Die Gläser vor ihnen waren bereits halb geleert und sie lächelten jedoch, als er endlich eintraf.

»Toran, schön dich zu sehen. Es gibt da ein oder zwei Dinge, die wir bereden sollten«, begann er ohne große Umwege und deutete auf den freien Platz. »Du weißt ja selbst, dass es den wichtigen Leuten hier zumindest grob bekannt ist, dass du wohl ein Verhältnis mit Raul hier hast«, schmunzelte er, als Toran leicht dabei errötete. So direkt hatte ihn ja noch niemand darauf angesprochen.

»Und das ist schlecht?« mutmaßte das Einhorn voraus, den Blick auf seinen Freund fallen lassend, der dabei nur den Kopf schüttelte.

»Nein, ist es nicht, das ist sogar ziemlich gut«, gab Elis zu. »Das, was zwei verfeindete Völker am ehesten anstatt etwas Diplomatie benötigen ist, wenn sich ein Paar zwischen ihnen findet. So wie ich das sehe, ist das ein großes Glück für alle. Das eure Stände dabei so grundverschieden sind, wird vor allem dem einfachen Volk sehr gefallen. Auch wenn es keine … Kinder geben wird. Was aber nicht so gut ist, sind die mehr oder weniger inoffiziellen Besuche. Ein Botschafter sollte sich natürlich nicht alle paar Tage mehr oder weniger alleine zu seinem heimlichen Freund begeben. Ich verstehe es zwar aber das sieht für unser Volk so aus, als ob ihr etwas verbergen wollt. Ich habe schon eine Weile mit Raul darüber geredet, und er kann sein Haus und seine Schmiede schlecht alleine lassen«, führte der ältere Hengst recht umfangreich aus. Dann hob Raul die Hand und deutete hinter sich.

»Daher haben wir uns bisher so geeinigt, dass du unter der Woche bei mir leben könntest und am Wochenende würde ich hierher kommen. Dabei wird jemand auf mein Geschäft aufpassen.« Raul begann zu schmunzeln. »Andersherum wäre es für mich momentan nicht möglich, es sei denn ich kann hier eine Schmiede aufmachen aber das dürfte dem aktuellen Schmied nicht gefallen«, lachte er dann und Elis nickte.

»Natürlich ist das nur eine grobe Idee, die wir kurz gefasst haben. Was meinst du dazu, Toran?« fragte Elis dann und beide blickten den Jungen Hengst an, der darüber nachdachte.

»Das klingt ganz gut, schätze ich, »und mir fällt nun auch nichts ein, was dagegen sprechen könnte. Also, wenn ihr euch so sicher seid damit«, gab er zu. »Solange ich jedenfalls ohne Bedenken zwischen den Wohnungen hin und her kommen kann?« warf er noch ein, doch beide schüttelten den Kopf.

»Das wird kein Problem sein, wenn es einen offiziellen Hintergrund hat, wird eine Wache immer dabei sein und auch Raul wird dich begleiten. Ein einzelnes Einhorn wie du«, meinte Elis dann und räusperte sich verlegen, »weckt durchaus die Gelüste mancher hier. Sobald es jedoch so weit bekannt ist, dass du vergeben bist, überlegen es sich die zwielichtigen Gestalten zweimal, denn dann haben sie erst recht Schwierigkeiten, sollte etwas passieren. Zusätzlich noch dazu, das es um einen Botschafter ginge«, erklärte er, was auch einleuchtend klang.

»Dann bin ich wohl einverstanden«, stimmte Toran zu und wurde kurz darauf völlig überrascht von Raul geküsst, der ihm wie einer willigen Stute förmlich den Kopf in den Nacken zog. Elis sah ihm angetan zu, ließ sich aber nichts anmerken. Er wusste inzwischen, dass der Schmied eine ziemlich dominante Person war.

»Dann werde ich alles nötige veranlassen. Wir haben leider das halbe Wochenende bereits verschenkt, aber wenn ihr wollt, kann Raul heute schon hier bleiben. Dann werde ich eine Wache zu seinem Haus schicken.«

Bevor sich Toran das überlegen konnte, stimmte sein Freund für ihn schon zu. »Natürlich machen wir das, ich habe einwenig nachzuholen«, grinste dieser lüstern und küsste ihn dann etwas sanfter.

»Uhm, ja«, nickte Toran beschämt, als Raul in seiner ungestümen Art, die er manchmal hatte praktisch offen auf den Tisch legte, dass er ihn heute Nacht ordentlich durchnehmen würde.

»Also gut, das war es dann, es freut mich für euch Beide und auch für mich selbst, da ich bald keine Anfragen mehr beantworten muss, ob der Botschafter denn fremd geht, wenn er sich herum schleichen muss«, lächelte Elis und stand auf, nachdem er rasch einige Notizen gekritzelt hatte. »Dann sieht man sich Morgen wie gewöhnlich«, verabschiedete er sich von beiden und verließ die kleine Kammer um die beiden Hengste alleine zu lassen.

»Ich hoffe dein Zimmer hat ausreichend dicke Wände«, hauchte ihm Raul in ein Ohr und lutschte einen Moment vergnügt daran, während seine Hand Toran über die Brust strich und sanft an der Stellte zwickte, wo er die Brustwarze spüren konnte. Japsend zuckte sein Geliebter auf und wurde erneut rot und vor allem hart. Eher schlecht als recht versuchte er sich zu wehren, doch in den Händen seines Freundes war er nur ein Spielball.

»Nicht so wirklich, keuchte dieser auf und wusste ja, das manchmal auch das Nebenzimmer besetzt war. »Und die Tür ist auch nicht sonderlich dick«, gestand er und versuchte aufzustehen. In diesem kleinen Raum wollte er sich nicht unbedingt nehmen lassen.

»Das ist schade«, erwiderte Raul und half seinem Freund dann auf, nur um ihn eng von hinten zu umarmen und ihm kurz in den Nacken zu beißen. »Denn mir ist es gleich, wenn man dich hört«, lächelte er wieder sanfter und schob seine Hand an dem protestierenden Einhorn nach unten, fest seinen Schritt greifend, wo er das ohnehin schon merklich härtere Glied zu massieren begann.

»Bitte lass uns wenigstens noch zum Zimmer gehen«, flehte er schwach, als der Schmied ihn auch schon an die Wand drückte. Spürbar drückte sich seine Beule an Torans sich windendes Hinterteil.

»Und was bekomme ich dafür? Es ist nicht einfach meine Lust zu bremsen«, raunte er lüstern und bespielte seinen Hengst gemein weiter, bis es eine feuchte Stelle auf dem Stoff seiner Hose gab.

»Ich weiß nicht«, stöhnte Toran leise verkniffen auf und zuckte zusammen, als ihm eine Hand kräftig auf den Hintern patschte. Verdammt! Wenn ihn das alles nur nicht so furchtbar erregen würde. »Was willst du?« fragte er der Einfachheit halber nach und wusste nicht, was er seinem Freund besonderes anbieten konnte, das er nicht ohnehin schon hatte.

»Hm«, überlegte Raul und drehte den jüngeren Hengst herum, so dass sie sich ansehen konnten. »Tanz für mich und zieh dir etwas erotisches an, dann darfst du ordentlich auf das Zimmer gehen«, überlegte er und stellte die Ohren auf. Torans beginnendes Lächeln brach etwas. Das hatte er nicht erwartet.

»Ich soll … wirklich?« wiederholte er und sah zu Boden. »Ich hab aber gar nichts in dieser Richtung«, gab er dann zu. »Ich habe nur meine Botschafter Kleider und etwas schlichteres«, bot er an und war zumindest nicht abgeneigt, denn in seiner Position konnte man tanzen.

»Oh, ich weiß schon wen du fragen wirst deswegen«, grinste Raul dann fies und küsste ihn nochmals. Freizügig öffnete er die Tür, so als ob es beschlossene Sache wäre und schubste seinen Freund hinaus. »Geh zu Schai und wehe es ist nicht sexy«, forderte er, ehe er ihm folgte. »Ich sehe mich hier noch einen Moment um, oft hat man ja nicht die Chance hier zu sein«, erklärte er und wollte sich noch orientieren, solange Toran Zeit brauchte um sich vorzubereiten.

»Schai?« klang der suchende Ruf des Einhorns durch die Gänge, bis er endlich die vertraute Gestalt seines Helfers entdeckte. Der junge Hengst stand mit vollgestopften Armen und fragendem Gesichtsausdruck da. »Schai! Ich brauche etwas, dringend!« begann Toran rasch und übergang dabei den Jungen, der offensichtlich froh war nichts fallen zu lassen.

»Äh, Toran! Natürlich bin ich für euch da, ich brauche doch nur einen Moment um die Schriftrollen ins Archiv zu bringen, wenn ihr denn solange warten könntet«, flehte er fast schon und machte andeutend einige Schritte weiter. »Was ist denn so wichtig?« wollte er wissen.

»Ich brauche … Kleidung«, kratzte sich Toran am Kopf und seine Stimme wurde leiser. »Bis heute Abend«, drängelte er und schob einige der Rollen wieder auf Schais Arme, anstatt ihm etwas abzunehmen.

»Na dann schicke ich gleich den Schneider zu euch«, erklärte Schai verwirrt und drehte sich herum.

»Nein!« schrie Toran schon fast. »Kein Schneider! Es soll etwas spezielles sein«, verriet er ihm und hielt Schai an den Schultern fest, der grummelnd erneut eine Schriftrolle verlor.

»Also gut, wie speziell ist es denn? Könnt ihr mir das zumindest sagen?« bat er dann mühsam beherrscht.

»Ich brauche etwas sehr erotisches zum anziehen um für Raul zu tanzen«, erklärte er dann beschämt aber wichtig. Schai blinzelte einige Male und konnte sich dann ein auflachen nicht verkneifen.

»Nein, wirklich?« schmunzelte er dann und entschuldigte sich rasch. Immerhin stand er dem Botschafter gegenüber. »Ihr meint es wirklich ernst?« wiederholte er dann nochmals die Forderung und verdrehte die Augen. »Das ist nicht einfach aber ich habe vielleicht eine Idee«, überlegte er laut. »Trefft mich in ein paar Minuten vor dem Ratsaal, dafür müsst ihr dabei sein.« Damit drehte sich Schai endgültig um und ging rasch davon, doch sein leises lachen war noch eine Weile zu hören.

»Raul, du treibst mich zu Dingen an«, zischte Toran leise. »Aber das Gefühl es für dich zu tun ist wundervoll.«

So verging die kurze Wartezeit wie im Flug und Toran stand schon eine ganze Weile alleine wartend herum, ehe sich Schai auch nur blicken ließ. Merklich später kam er außer Atem schnell um die Ecke und entschuldigte sich. »Es ist soviel zu tun«, schnappte er nach Luft und zog Toran an der Hand dann weiter, einen Gang hinab, den er so noch nicht wahrgenommen hatte.

»Wohin gehen wir?« wollte er wissen und konnte bald schon eine leichte Spur Parfüm in der Luft riechen.

»Es gibt weit und breit nichts, dass ich euch geben könnte und die einzigen, die wir fragen können sind natürlich die Tänzerinnen. Ihr kennt sie noch nicht, da es noch keinen Anlass gab aber nun ist das vielleicht der Weg«, erklärte er laut und führte Toran vor eine Tür, an der er höflichst anklopfte. Sie hörten näher kommende Hufe auf Steinboden und die Türe öffnete sich. Eine junge Stute mit braunem Fell schob ihren Kopf heraus und machte große Augen, als sie das Einhorn sah. Sprachlos starrte sie auf das prachtvolle spitz zulaufende Horn und öffnete die Türe weiter, damit sie eintreten konnten.

»Welche Ehre!« war alles, dass sie von sich gab. Die übrigen Stuten im Raum verstummten und alle richteten ihre Blicke auf die Besucher, ähnlich unglaubwürdig blickend. Schai winkte schließlich ab.

»Meine Damen, verzeiht den unangekündigten Besuch, aber wir sind hier mit einem äußerst delikaten Wunsch, den nur ihr auf die Schnelle erfüllen könnt.« Ein kurzes Raunen ging durch die Reihe der Stuten und manche setzten ein wollendes Gesicht auf, da sie wohl dachten, der zierliche Hengst würde eine Gespielin für die Nacht suchen. Doch als Schai zu erklären begann schlug die erstaunte und anbietende Stimmung in eine halbwegs lachende aber ernstzunehmende um. Auch wenn einige zutiefst enttäuscht blickten.

Eine der Stuten mit fast gleichfarbigem Fell wie Toran selbst, kam auf ihn zu und ging langsam musternd um ihn herum. Dann strich sie ihm mit der Hand langsam unter seinem Kinn entlang, was ihn schlucken ließ. »Ich glaube, wir haben genau das, was euren Freund richtig heiß macht«, flüsterte sie ihm zu. »Kommt, lasst uns sehen welche Größe ihr benötigt, vermutlich passen sogar meine Sachen«, schätzte sie ihn kurz ab. »Es macht euch ja nichts aus, Kleider einer Frau zu tragen?« lächelte sie ihn umwerfend an und schätzte ihn diesbezüglich richtig ein. Oh, Raul war auch ihr bekannt und sie ahnte, was ihm gefallen könnte.

»Zieht euch also aus«, forderte sie dann, während sie herum gestikulierte, damit man ihr das brachte, was sie wünschte. Toran schluckte noch viel schwerer und begann sich wortlos zu fügen, den er wusste, wenn es gut passen sollte musste er es anprobieren. Langsam fielen seine Kleider und Schai stellte sich etwas besser in Position. Zum ersten Mal hatte er Gelegenheit Toran nackt zu sehen und er fand ihn heiß.

»Toran«, begann er langsam und ließ es so aussehen, als ob er ihn geschäftlich ablenken wollte. »Dafür schuldet ihr mir aber ganz schön was, ihr sammelt viele Gefallen bei mir«, gab er zu bedenken und Toran nickte nur ohne nachzudenken wild, da er rasch seinen Schritt bedeckte, als die Damen begannen verschiedene Kleider an ihn zu halten.

»Gut, das wollte ich nur bestätigt wissen«, wiederholte Schai und genoss dann die kurze Show, während er ohne Zweifel Hintergedanken hatte.

Kapitel 8 - Tanz

Die Sonne war längst untergegangen, als Raul begann Kerzen zu entzünden. Stimmungsvolles Licht tauchte den Raum in eine flackernde Farbe. Er hatte viel Geduld und auch die Tür zu Torans Zimmer blieb solange offen, wie er noch nicht da war. Sein Wunsch war ja auch etwas ausgefallen, das musste er zugeben. Wenn er aber an die vielen Nächte in verschiedenen Gasthäusern dachte, wo eher leicht bekleidet getanzt wurde, musste er sich eingestehen, dass sein Freund ein sehr erregendes Bild abgeben würde. Selbst wenn man ihn als Botschafter sah, war es doch ein ganz normaler und süßer Hengst, der ebenfalls Begierden hatte.

Leise klackten Hufpaare über den Boden, als sich Schritte näherten und Rauls Ohren stellten sich auf. Er entkleidete sich wie Zuhause und setzte sich gemütlich auf das Bett, ein Bein so anwinkelnd, dass man nicht viel sehen konnte. Dann wartete er. Die Schritten hielten inne und verschwanden schließlich im Zimmer nebenan. Raul vermutete blind, dass er sich dort umziehen würde, denn in der Kleidung die er erwartete, würde er gewiss nicht bis hierher laufen.

»Toran, nach all dem Zusammensein mit eurem Freund wundert es mich doch sehr, wie langsam ihr manchmal im ausziehen seid«, fand Schai, der die auserwählten Kleider passend zurecht legte, während das Einhorn sich erneut vor ihm entkleidete. Vernichtende Blicke trafen ihn und Schai schnaubte amüsiert. Inzwischen blickte er Toran ganz offen mit einer gewissen Begierde an, die dieser jedoch zu überspielen versuchte und vorsichtig begann sich wieder anzukleiden. »Ihr könnt das, als ob ihr es gewöhnt seid solche Kleider zu tragen«, wunderte sich der Junge dann und half dem Einhorn nur bei ein paar schlecht zu erreichenden Stellen. Den Spaß, dessen Hoden mit einer Schleife zu versehen, ließ er sich dabei jedoch nicht nehmen und zog sie absichtlich etwas enger, bis Toran leise stöhnte. Ein Detail, das die Damen sich ausgedacht hatten und er liebte es Toran dort zu berühren. »Ich denke ihr seid soweit«, nickte er dann und sammelte die überflüssigen Kleider auf. »Wartet kurz, dann geht«, erklärte er und verschwand aus der Türe, um Raul ein Zeichen zu geben.

Leise schnaubte Raul erwartungsvoll und streckte einen Moment seinen kräftigen Körper. Kurz schüttelte er seine Mähne auf und richtete seine Aufmerksamkeit dann rasch auf die Tür. Eine bekannte Silhouette erschien im Kerzenlicht und schloss sie leise hinter sich, bevor sie sich in die Mitte des Raumes begab und die Augen niederschlug.

Er atmete kurz tief ein und schnalzte mit der Zunge, während seine Augen Toran musterten, als der junge Hengst sich langsam einmal im Kreis drehte.

Seide umhüllte nur einen Bruchteil seines nackten Körpers und die langen Stoffstücke bewegten sich elegant mit seiner Drehung mit. Sein Schritt wurde von goldenen Kettchen hervorgehoben, die sich schmal wie sein Körper nach hinten wanden und den Schweifansatz umspielten. Nur der Oberkörper war von einem kurzen Top bedeckt, das gerade einmal seine Brust bedeckte. Um seine sanften Bewegungen zu unterstreichen, trug er an seinen Armen mehrere dünne Bänder, die bis zu seiner Hüfte herab reichten. Selbst seine Schenkel wurden mit den langen Seidenstücken umspielt. Die stets gepflegte Mähne war mit schwarzen Bändern aufgelockert, die mit Rauls Fellfarbe übereinstimmte. Für ein wildes Aussehen hatte jemand sie auseinander gekämmt.

»Du bist so heiß, aufregend und sexy«, lobte ihn sein Freund nach einer Weile leise und richtete sich auf dem Bett leicht auf. Toran verzog die Lippen zu einem leichten lächeln. Das peinliche Gefühl, dass er Damenkleider trug und es ihm ausgezeichnet stand schwand langsam und er begann sich zu bewegen. Wenige Tänze kannte er, die solchem Rahmen entsprachen, doch er versuchte zu improvisieren und drehte und tänzelte langsam und geschmeidig für seinen Freund umher. Dieser folgte ihm gierig und bewundernd mit den Augen, prägte sich Details ein, die selbst Toran nicht erahnen würde und wischte mit seinem Schweif über das Bett.

Fast schon zu gekonnt, verwandelte sich das Einhorn in eine willige, tänzelnde Stute, die in ihrer erotischen Darbietung gefangen war. Leise hallte das klackern aufdringlich aber auch rhythmisch bis hinaus, unterstrichen von dem warmen Kerzenschein, der mal mehr mal weniger Anblick bot. Unsichtbar für Beide versuchte ein Auge, welches von Außen durch das Schlüsselloch linste, etwas zu erkennen. Nicht viel offenbarte sich dabei, doch war es genug die Fantasie zu beflügeln. Toran war ein Naturtalent. Immer sicherer bewegte er sich zu einem völlig neuen Tanz, die Arme angehoben und sich drehend, den Schweif in einer Kurve anhebend und die Beine spreizend, kein Stück seines Körpers war ihm zu schade zu zeigen. Erregter Duft lag in der Luft, während Toran sich selbst aufheizte und weiter erregte, seinem Freund immer stärker bewies, was ihm gehörte. Lange bot er Raul die Darbietung, ließ die Anstrengung für sich spürbar werden und kam langsam zu einem Ende.

Er präsentierte sich ein letztes mal, poste und strich um seinen Freund herum, bis dieser seine Hand greifen konnte. Verlangend sah er ihn an, sein prachtvolles Glied stand ein gutes Stück hervor, als er das Bein zur Seite drehte. »Komm zu mir mein Süßer, meine Stute«, neckte er ihn, doch Toran wurde angespornt von dieser Anrede. Langsam drehte er sich nochmals um die eigene Achse und rollte sich so praktisch in Rauls Arm.

»Ich bin deins und alles was du willst«, versprach Toran ihm und bekam den Kuss, auf den er so sehnsüchtig wartete. Tief und fest, in inniger Umarmung, ließ er sich mit und ganz auf das Bett ziehen. Ohne den Kuss zu lösen, musste er auf Rauls Schoß rutschen und stützte sich auf dessen Brust ab, während sein Freund die kräftigen Hände langsam hinab an dessen Hüfte legte. Sein Glied rutschte unter Toran entlang und dieser schmiegte sich dagegen. Seinen Unterleib langsam hin und her bewegend, bot er sich an, bis er angehoben wurde und das große Glied unter seinen Schweif rutschen konnte.

»Reite mich«, befahl Raul lustvoll und drückte auch schon etwas die Spitze zwischen Torans Pobacken, überließ ihm aber die Entscheidung wie schnell er sich darauf sinken lassen wollte.

Rasch spürte er den Druck. Toran hob den Kopf und begann sich an ihn zu pressen, seine Atmung beschleunigte sich. Immer weiter und verlangender gab seine Öffnung nach und er keuchte befreiend auf, als Rauls Glied ein gutes Stück in ihn hinein rutschte. Ein kurzes aufwiehern entkam ihm, während sein Freund zufrieden schnaubte. Die gewohnte heiße Enge empfing ihn. Erneut rutschte er tiefer. Langsam quälend bohrte sich sein Hengst weiter hinein, dehnte ihn auf seine Größe, bis sein eigenes Glied dabei immer härter wurde. »Mach mich stolz«, schnaubte Raul nun, Toran fest auf den Hintern patschend, bis dieser sich schüttelte und nickte, ehe er sich auf ihm auf und ab zu bewegen begann. Stöhnend und sich windend akzeptierte er mehr und mehr der Länge. Fast so als ob er aufgespießt wurde, genoss er das wundervolle Gefühl in sich und gab seinen Körper erneut der Lust hin.

Lange wiegte er sich hin und her, rollte die Hüfte gegen Rauls und biss die Zähne zusammen, je weiter er vordrang, bis dieser einen bestimmenden Ruck machte, der das harte, dicke Glied völlig in ihm vergrub. Wimmernd verharrte Toran so um seinem Freund eine Freude zu machen, dabei bettelten seine Augen bereits um Erlösung.

»Du bist einfach gut mein Süßer«, raunte Raul dann und hielt Toran fest, um ihn langsam zur Seite zu kippen, so dass dieser auf dem Rücken lag, die Beine an seine eigene Brust angewinkelt. Nun kniete er dicht an ihm, ohne je sein Glied ganz heraus gezogen zu haben und nahm die Zügel in die Hand. Rhythmisch begann er zu stoßen, sich etwas herausziehend und mit einem harten Ruck fast schon zu fest in das Einhorn rammend. Er wusste Toran hielt es aus und genoss es auf seine Art. Beide Hengste schnaubten und keuchten, stöhnten sich ihre Namen lustvoll zu, je härter und fordernder Raul ihn nahm. Schmatzend tauchte sein Glied in die gut gedehnte Öffnung und er drückte die Hände auf Torans Brust. Sicher hielt er ihn fest um in seine Augen zu sehen. »Ich werde dich nicht mehr hergeben«, schnaubte er auf, was nur ein schwaches Nicken hervorrief. Sein Stute spielender Freund wand sich in Ekstase. Samen triefte ihm aus dem Glied und er konnte nicht mehr, doch Raul umgriff seine Spitze und drückte sie zusammen. »Noch nicht Kleiner, noch nicht«, wollte er ihn hinhalten und erhöhte seine Anstrengung. Nun nahm er ihn hart, deckte ihn förmlich mit kurzen und starken Hüftbewegungen, die sein Glied fest und in ganzer Länge in ihn trieben. Tränen rannen Toran über die Wangen vor Lust, Schmerz und Hingabe. Plötzlich bäumte er sich auf und schrie los, als sein Samen sich trotz des Griffes heraus zwängte und er schwach Halt suchte. Pochend ergoss sich sein Glied weiter und ließ die warme fruchtbare Masse über sich selbst spritzen.

Dann erlöste ihn auch Raul und stieß einige letzte Male zu. Genussvoll hob er Kopf und Mähne um sie zu schütteln und wieherte lüstern auf, während er Toran füllte. Keuchend und angestrengt gab er ihm Schwall um Schwall alles was er hatte, bis es nass und glitschig aus ihm zu rinnen begann. Beide hielten erschöpft inne. Wärme erfüllte ihre Körper tief und der Geruch von Liebe hing in der Luft.

»So gut bin ich noch nie in dir gekommen«, gestand Raul und holte tief Luft. Sanft belohnend streichelte er dabei Torans Wange mit seiner samenverklebten Hand. Sanft leckte dieser an den Fingern und brachte ein lächeln zustande.

»Du … stößt ziemlich hart, weißt du das?« fragte er aber ohne einen Vorwurf daraus zu machen. Immerhin war er die Größe seines Freundes inzwischen gewöhnt.

»Nur wegen dir, weil du mich wahnsinnig machst Kleiner«, schmunzelte er und küsste die weiche Nase, das Horn mit einem Finger entlang fahrend. Dann zog er sich heraus, sein Glied pendelte kurz schlaff zwischen seinen Beinen. Wie immer fand sein Freund es unglaublich schön und beeindruckend, vor allem, dass es tatsächlich in ihn passte.

Sie schmiegten sich aneinander, schmusend und kuschelnd. »Alles was ich je gebraucht habe, bist du«, flüsterte er zu Raul, vergnügt an dessen Ohr lutschend und dafür tadelnd sanft gebissen wurde.

»Das bin ich«, stimmte er zu und strich seinem Hengst sanft über das weiche Fell an der Seite. »Ruhe dich etwas aus Süßer, die Nacht hat erst angefangen«, riet er ihm dann lächelnd und massierte Torans Schritt und Hoden soweit, dass sein Glied wieder zur Hälfte heraus rutschte.

Kapitel 9 - König und Sohn

»Erklärt mir nochmal, warum wir dieses Land wollen«, begann der an der Spitze reitende Mann erneut zu fragen und deutete um sie herum. Sein Horn an der Stirn hatte die Spitze wohl schon vor langer Zeit eingebüßt und Verzierungen sowie ein königlicher Edelstein waren dort angebracht worden. Seine Kleidung war eher gerüstet und doch erhaben genug um zu zeigen, dass er kein einfacher Soldat war.

»Wegen des Reichtums und des Landes, Herr«, ertönte die Stimme eines seiner Gefolgsleute hinter ihm, was den König zum lachen brachte. Wieder einmal.

»Ich gebe zu, die Berichte geben ein anderes Bild. Wäre ich damals persönlich hier gewesen, hätte ich ihnen diese ereignislose Einöde gelassen. Auch wenn hübsche Flecken dabei sind, zugegeben.« Sein schweres Streitross schnaubte wie bestätigend auf und folgte dem kaum sichtbaren Weg sicher. Die Augen des erfahrenen Königs waren auch nach so einem langen Ritt wach und aufmerksam. Sein kleines Gefolge bestand dabei weniger aus Diplomaten, sondern eher aus erfahrenen Kämpfern. Allesamt schienen schon älter zu sein, doch da sie immer noch aktiv im Dienst waren, sprach ohne Zweifel für sie.

»Ich glaube mir fällt wieder ein, warum ich meinen Sohn hierher geschickt habe. Zumindest scheint seine unzureichende Gabe hier auf fruchtbaren Boden zu fallen. Seine Berichte sind zumindest vielversprechend.« Erneut hob er eine Schriftrolle vor seine Augen und lass den Text quer. »Selbst wenn ich nicht mit allem einverstanden bin, was er tut. Vielleicht hat er sich schon zu sehr an die einfachen Pferde gewöhnt«, überlegte er.

»Herr, ich möchte noch einmal einwenden, dass es sich nicht ziert ohne Ankündigung ihr Reich zu betreten, selbst wenn euer Sohn euch dort vertritt«, meinte ein in einen staubigen Waffenrock gehüllter Krieger aus einer Reihe weiter hinten. Er trug einen langen Stab mit der kleinen Fahne und dem Zeichen ihres Königs, die leicht im Wind flatterte.

»Einwand zur Kenntnis genommen«, kam die knappe Antwort. »Ich will sehen was mein Sohn tut, ohne sich auf meinen Besuch vorzubereiten oder ihr Adel entsprechende Anweisungen gibt. Sollte er tatsächlich einmal an meinem Hof einen höheren Posten haben, muss er stets vorbereitet sein und nicht nur, wenn er weiß, das etwas geschieht. Dies ist die Beste Gelegenheit.« Damit war die Sache für ihn erledigt. Der König richtete sich etwas im Sattel auf, als er die fernen Dächer einer Stadt erkennen konnte. Bald waren sie da.

Um möglichst wenig Aufsehen zu erregen, war die kleine Gruppe querfeldein gereist und hatte soweit es ging öffentliche Straßen gemieden. So gelang es ihnen tatsächlich relativ dicht an die Stadt heran zu kommen, ehe sie bemerkt wurden und sich ganz langsam die Kunde von ihnen verbreitete.

»Elis!« rief eine aufgebrachte Wache und rannte den Gang entlang, um seinen Vorgesetzten zu finden. Die Wache stützte sich schwer auf einen Speer und deutet irgendwo auf die Außenseite. »König … der König ist da!« stammelte er, doch das Ältere Pferd nickte nur ohne aufgeregt zu werden.

»Ich weiß, keine Sorge. An sich habe ich schon eine ganze Weile darauf gewartet«, erwiderte er und stand auf, um seinen Stock zu greifen. »Es ist nicht deine Ausgabe, doch gib meinen Dienern Bescheid, damit sie ein paar Räume herrichten. Ich gehe zu unserem Herrn«, meinte er und entließ ihn mit einer kurzen Handbewegung. Wenn er nun noch Toran finden könnte, wäre alles gut. Er war sich nicht sicher, in welchem Umfeld er seinen Botschafter finden sollte.

Es dauerte noch eine ganze Weile, bis sich die kleine Gruppe dem Haupttor näherte und erst Recht um bis zu ihrem Palast zu kommen. Zuviele neugierige Bürger standen umher und betrachteten staunend die Gruppe Einhörner. In dieser Zeit war das notwendigste längst vorbereitet und Elis stand wie schon zu Torans Empfang wartend auf der Treppe. Sein einziger Gedanke war, als er sie sah, dass sie sich etwas friedvolleres anziehen hätten können. Doch das Bild passte wenigstens zu seiner Meinung. Toran tat ihm jedoch einwenig leid.

»Willkommen Herr«, begann er nicht übertrieben höflich und verneigte sich kurz, ehe er auf ihn zuging und wartete, bis alle abgestiegen waren. Dann gingen sie die Höflichkeitsfloskeln durch, wobei sich keine Seite eine Blöße gab und der König schließlich anerkennend nickte.

»Etwas wenig Empfang für meinen Geschmack aber ihr seid redegewandt und wisst, was ihr tut«, entgegnete er dann zufrieden.

»Wir haben wenig Personal und sind ein einfaches Volk, welches nicht viel Wert auf zu viel … Feinheiten legt«, erklärte Elis lächelnd. »Wenn ich euch dann den Palast und die Zimmer zeigen kann, ihr wollt euch vielleicht ausruhen?« fragte Elis vorsichtig und deutete nach oben. Der König sah sich um und brummte etwas ungehalten.

»Wo ist mein Sohn?« fragte er dann ohne darauf einzugehen. »Ich hätte erwartet, dass er ebenfalls meine Ankunft zur Kenntnis nimmt.« In diesem Moment näherte sich Schai und flüsterte Elis besorgt etwas zu, der daraufhin kurz die Mine verzog.

»Nun, euer Sohn scheint am Fluss zu sein, da gibt es eine flache Stelle die zum Baden einlädt«, begann er vorsichtig. »Ich werde nach ihm schicken«, erklärte er dann voraus greifend. Das alte Einhorn hielt ihn zurück.

»Das wird nicht nötig sein, kümmert euch um meine Männer und weißt mir nur den Weg. Ich werde selbst nach ihm schauen.« Die Worte boten keinen Widerspruch und Schai hob daraufhin zögernd die Hand, um als Führer den Weg zu weisen.

Eine ganze Weile folgte der König dem jungen Pferd und sah sich halbwegs interessiert um. Allein seine sichere Ausstrahlung hielt jeden davon ab, sich ihm freiwillig zu nähern und seine Hand an seinem Schwertgriff lies ahnen, dass er nicht mit sich spaßen lies. Doch nach einer Weile, in der ihn Schai langsam aber sicher nicht den direktesten Weg nehmen ließ, wurde es ihm zu dumm.

»Kleiner«, legte er ihm die Hand auf die Schulter und drückte kurz fest zu, was Schai zusammen zucken ließ. »Es ist zwar schön, dass du mir die Stadt gleich zeigen willst aber ich will zu Toran und zwar direkt. Klar?« machte er es verständlich und das junge Pferd nickte nur schnell.

»Klar, tut mir leid Herr«, gab er zurück und seufzte leise. Armer Toran, hoffentlich war er fertig mit was immer er auch dort getan hatte.

Ihr Weg war nun merklich zielgerichteter und schon bald näherten sie sich einer Brücke, neben der sie einen schmalen Weg nach unten nahmen. »Ich gehe vor Herr«, meinte Schai und wollte sich schon beeilen, als er zurück gehalten wurde.

»Ich finde den Weg nun alleine, gehe zurück zum Palast und kümmere dich um deine Arbeit«, befahl er, worauf Schai mit leicht gesenkten Ohren langsam wieder verschwinden musste. »Keine ausgebauten Wege, Bäume und Büsche nicht gepflegt«, begann er aufzuzählen, was ihn störte. »Wachen? Kaum zu sehen, hätte ich das gewusst, wäre ich einfach einmarschiert«, redete er mit sich selbst und folgte dem Pfad hinab, bis er sich unter einen Baum in den Schatten stellte. Sein Blick fiel über die wenigen Gestalten, die im Gras und Sand lagen. Ein Einhorn sollte nicht schwer zu finden sein und so war es auch, doch was er sah, ließ ihn die Augen zusammen kneifen.

Ein ohne Zweifel kräftiger Hengst stand nicht unweit am Ufer und zu seinen Füßen eine kleine, schmächtige Gestalt, die sich an einem seiner Beine festhielt. Beide waren nackt und betrachteten etwas in der Ferne. Sein Griff um den Schwertknauf wurde fester. Was er sah war ohne Zweifel eher ein Liebespaar denn ein Botschafter geschweige denn sein Sohn. Halbwegs geahnt hatte er es jedoch immer, doch dieser Ausflug sollte ihn eigentlich auf andere Gedanken bringen. Er neigte sich etwas mehr in die Schatten, als Toran den Kopf reckte und seinem offensichtlichen Freund einen Moment grinsend zwischen die Beine leckte. Die Hand des kräftigen Pferdes legte sich um sein Horn und führte seinen Kopf so langsam etwas hin und her an sich, was ihn spielerisch erregte. Deutlich sichtbar schachtete dessen Glied aus und sein Sohn öffnete den Mund um die Spitze in Empfang zu nehmen.

Der König gab ein düsteres knurren von sich. Er hatte genug gesehen und den Rest konnte er sich ausmalen. Mit einem Ruck drehte er sich um und stapfte den Pfad zurück nach oben. War er wütend auf seinen Sohn? Vielleicht, doch für Wut war kein Platz in seiner Position. Was er brauchte, waren klare Vorgaben. Er würde ihn also prüfen und wusste jedoch schon, wie das Ergebnis ausfallen würde.

Später am Abend saß er alleine in seinem Zimmer, die Hufe auf dem Tisch ruhend und einen Becher Wein in der Hand. Für den Moment hatten sie alles erledigt, selbst die offizielle Audienz war auf die Schnelle sozusagen erledigt worden. Dies war ihm ganz lieb, denn das einzige, was er wirklich aus der Welt schaffen wollte, lag noch vor ihm. Die kurzen aber aufschlussreichen Gespräche diesbezüglich hatten seine Entscheidung leicht gemacht. Einige Schriftstücke hatte er nun aufgesetzt und wieder verworfen, bis er hatte was er wollte. Nur eine Unterschrift fehlte darauf. War er enttäuscht? Nein, nicht mehr. Er hatte versucht aus seinem Sohn einen richtigen Mann zu machen und er hatte sich für einen anderen Weg entschieden. Er respektierte es, doch es gab Regeln und Gesetze in ihrem Land. Aber umsonst war er nicht der Herrscher, er bildete sich Meinungen und respektierte andere. So auch in diesem Fall. Unvorbereitet oder unfair war er gewiss nicht.

Dann klopfte es an der Tür.

»Komm rein«, antwortete er leise. Er wusste wer es war und seine Augen richteten sich auf die Türe, als die junge Gestalt eintrat. Natürlich hatte er es inzwischen erfahren, dass sein Vater ihn am Fluss mit Raul gesehen haben musste. Sein Verhalten wies klar Unsicherheit und Scham darüber auf.

»Mein Herr«, begann er förmlich und verneigte sich, doch eine kurze Handbewegung ließ ihn innehalten.

»Spare es dir Toran. Wir sind alleine und es ist spät. Keine Notwendigkeit dafür.« Er stand auf und ging vor den schweren Tisch, auf den er sich leicht setzte. Beiläufig spielte er mit seiner Mähne, die mit goldenen Kugeln verziert war. »Wie ich hörte, hattest du einen angenehmen Tag«, begann er lächelnd und sah seinen Sohn abwartend an. »Manchmal würde ich mich freuen, wenn du mich an deinem Leben teilhaben lassen würdest, zumindest an besonderen Ereignissen«, fand er. Er stieß sich ab und trat ans Fenster, sich etwas mehr Wein einschenkend.

»Ich, also, ich weiß nicht ob ich das erklären kann Vater«, gab Toran leise zu. Er scharrte unruhig auf dem Boden. Er wusste, dass sein Vater es gehört hatte aber wieviel oder was genau, das wusste er nicht.

»Ich habe interessante Unterhaltungen geführt«, begann er dann und drehte den Kopf. Ein Auge blitzte leicht im Halbdunkel. »Ich glaube nicht alles was ich höre, auch wenn es sicher ist. Ich überzeuge mich gerne selbst von etwas.« Toran nickte verstehend und wartete auf etwas. Er war unsicher, was er sagen oder tun sollte. Sein Vater lehnte sich an die Wand und verschränkte die Arme. »Zieh dich aus«. Kam der knappe aber sehr deutliche Befehl. Toran stockte der Atem hörbar. Er bewegte sich nicht aber seine Haltung versteifte sich. »Ich wiederhole mich nicht und du weißt was das bedeuten kann«, verdeutlichte der König seine Anordnung, was das junge Einhorn etwas blass werden ließ. Langsam folgte er dem Wunsch, öffnete den Verschluss seiner Kleidung bis Stück für Stück zu Boden fiel. Nackt stand er vor seinem Vater, dem König und richtete seinen Blick zu Boden.

Erfahrene Augen wanderten über ihn und Stille lag zwischen ihnen. Minutenlang bis etwas geschah, was Toran die Schamesröte zurück ins Gesicht trieb. Sein Glied wurde schließlich etwas härter, als er so ausharren musste. Ein amüsiertes lächeln umspielte die Mundwinkel des älteren Einhorns. »Gehe zum Tisch und lege die Hände drauf«, verlangte er dann und ging langsam um Toran herum, ihn von hinten betrachtend. Toran machte die wenigen Schritte und tat wie ihm befohlen wurde. Er ahnte verschiedenes doch greifbar war nichts. »Was hast du vor?« brachte er heraus und blickte nach hinten um gleich darauf scharf einzuatmen. Sein Vater hatte sein eigenes Glied befreit und stellte sich hinter ihn.

»Das mein Sohn, ist ein Test, den ersten Teil hast du schon verloren«, erklärte er und zwängte seine Spitze unter Torans Schweif, der betroffen den Kopf senkte.

»Warum?« war alles, was er wissen wollte.

»Weil dein Körper nicht lügt«, erklärte er und drückte langsam zu, bis seine Spitze den Muskel überwand und mit einem kurzen Ruck sicher in Toran sank. Ein aufstöhnen folgte gleich dem ungebetenen eindringen und Toran biss die Zähne zusammen, um nicht weiter zu stöhnen. «So leicht wie ich eingedrungen bin, ist es gewiss nicht dein erstes Mal, hab ich Recht?« verlangte er die Antwort und stieß kurz zu.

»Nein!« keuchte sein Sohn laut auf, als der kurze Stoß in ihm die Lust entfachte. Sein Vater hatte Recht, sein Körper würde nicht lügen.

»Wie oft habt ihr es getan?« wollte er wissen und quälte seinen Sohn mit langsamen Bewegungen, bis dessen Glied sich zur Gänze aufrichtete.

»Sehr … oft«, keuchte er beschämt und begann sich zu winden. Obwohl sein Vater ihn mehr sachlich nahm, schien er selbst nicht weiter davon erregt zu werden. Es war für ihn nur Mittel zum Zweck.

»Und wie oft bist du der Mann dabei?« Toran winselte förmlich auf bei dieser Frage. Sein Glied pochte. In ihrem Volk war das sehr eng gesteckt, es gab nur Mann und Frau vor dem Gesetz. Sein Vater bohrte sich nun tiefer und Toran japste auf, als dieser dann den Winkel änderte. Toran wimmerte.

»Ich … ich …« begann er flehend.

»Wie oft bist du der Mann, mein Sohn, mein Erbe und Botschafter meines Reiches?« quälte er ihn und zog sich kurz fast ganz heraus, nur um seine ganze Länge fordernd in ihn zu rammen. Der Schrei war zimmerweit zu hören und Toran zuckte dabei nur heulend auf.

»Nie! Niemals!« wimmerte er und legte dann erschöpft den Oberkörper auf den Tisch, während sein Vater aus ihm herauszog. Samenfäden zogen sich vom Boden bis zum Glied seines Sohnes. Er war nicht richtig gekommen aber das Bild zeigte deutlich, wie dicht er davor war. Sein Vater wischte sich an der Unterkleidung Torans sauber und zog sich an, während dieser sich nicht bewegte. Sein Schweif war brav in einem leichten Bogen zur Seite gehoben. Leise schniefte er, bis ein Stück Papier samt Kopie vor ihn geschoben wurde und eine Feder daneben gelegt wurde.

»Unterzeichne das … Sohn«, forderte er dann und hielt sich nicht mit Erklärungen auf, während Toran halb ängstlich seinen Namen darunter setzte.

»Darf ich mich … anziehen Vater?« fragte er leise, während das alte Einhorn die Tinte trocknete.

»Du darfst«, nickte er ohne hinzusehen. »Ich werde deine Hochzeit mit Raul ab Morgen planen, ich denke das ist in eurem Sinne«, begann er dann überraschend. »Ich finde die Idee zwischen unseren Völkern eine Verbindung so zu schaffen sehr gut, auch wenn ich für dich eigentlich eine reiche Stute geplant hatte. Sie dürfte enttäuscht sein, dich an einen Mann zu verlieren«, gab er zu und blickte Toran an.

»Ich weiß nicht was ich sagen soll«, stammelte Toran völlig verwirrt. »Was habe ich unterzeichnet? Bist du nicht enttäuscht oder wütend?« war er verunsichert. Das er ihn bis gerade noch genommen hatte, war zwischen ihnen plötzlich vergessen.

»Warum sollte ich das sein? Das einzige, was du kompliziert machst, ist unser Gesetz mein … Sohn«, erklärte er und hielt das Pergament hoch. »Ich bin sehr offen für alles mögliche aber es gibt auch Regeln, an die ich mich halten werde.« Er sah seinem Sohn in die verständnislosen Augen und seufzte. »Und wozu habe ich dir einen privaten Lehrer gegeben … unser Ehegesetz Toran, alles basiert auf der Tatsache, das sich Stute und Hengst vereinigen«, schmunzelte er. »Eure Hochzeit ist problemlos aber Zuhause wird einer von Euch den Titel der Dame führen müssen.« Toran hob die Hand und wollte gerade Einwände erheben, als sein Vater den Kopf schüttelte. »Mit deiner Unterschrift stimmst du zu in meinem Reich in eurer Partnerschaft offiziell als Stute geführt zu werden.« Er genoss den Blick seines Sohnes, als dieser sich erinnerte, dass es tatsächlich irgendwie so geregelt war. Ein altes Gesetz aber es war gültig.

»Ich weiß nicht, ob ich das tun kann«, gab er kleinlaut zu.

»Wenn ihr hier heiratet, müsst ihr es auch drüben tun, sonst hat es keine Bedeutung. Du wirst aber dauerhaft hier wohnen, dann wird dein Leben gleich bleiben aber wenn du zu Besuch bist«, er blickte auf das Schriftstück, »wird Raul und meine Tochter Tora, seine Frau das Reich betreten. Ich bin mir sicher, dass die Schneider Kleidung machen können, die einem Hengst als auch einer Stute steht und deine feminine Seite betont. Immerhin kann ich nun bestätigen, dass du nach deiner Mutter kommst. Du wirst verstehen, dass ich wegen dir kein Gesetz ändere. Du darfst nun gehen«, entließ er ihn und Toran tapste unsicher hinaus. Es war zuviel für ihn und er war voller Fragen und verwirrt. Langsam machte er einige Schritte den Gang entlang, bis er gegen eine dunkle, kräftige Gestalt lief.

»Raul? Was machst du hier?« wunderte sich das Einhorn und blickte rasch über die Schulter. Die Türe zu seinem Vater blieb jedoch geschlossen.

»Ich dachte ich sehe mal nach, was dein alter Mann mit dir so treibt«, lächelte er und betrachtete die leicht verknitterte Kleidung mit den Tropfen daran. Ordentlich war anders.

»Habt ihr geredet?« wollte Toran forschend wissen und kniff die Augen zusammen, während er seinen Freund fixierte.

»Natürlich, nur kurz aber der König hat eine ziemliche Weitsicht und er mag dich sehr. Aber du musst dich an gewisse Regeln halten Kleiner«, lächelte er und legte die Arme um ihn. »Und ich gebe zu, mir gefällt die Idee, wir sollten dein Zuhause oft besuchen meine süße Stute.« Er drückte ihn an die Wand und küsste ihn tief und innig, seine Hand von seiner Brust zu seiner Hose führend. »Ganz fertig bist du ja nicht geworden«, schmunzelte er und griff das halbharte Glied unter dem Stoff, um es zu massieren.

»Nicht hier!« bettelte Toran schwach und spürte wie rasch es sich in seiner Hose regte, die ohnehin schon völlig vollgetropft war.

»Doch, hier«, widersprach Raul und hielt seinen Freund fest, sein Glied schön lockend massierte. Lüstern flüsterte er ihm ins Ohr, wie er ihn heute Nacht nehmen würde und Schai dabei zusehen durfte. Immer schwächer gab sich Toran seinem dominanten Hengst dabei hin. Keuchend wurde er gehalten und förmlich gezwungen seine Lust auszuleben. Raul biss seinen Nacken fordernd, zwickte ihn in seine Rolle, bis Toran begann lauter zu werden. Sein Stöhnen und Betteln hallte den Flur hinab, während sein Vater in seinem Zimmer der Lust seines Sohnes lauschte. Lächelnd nahm dieser es hin, dass der Schmied das vollzog, was jeder weitere Stoß von ihm in seinen Sohn auch ergeben hätte. Plötzlich erfolgte ein kurzer hilfloser Aufschrei und ein befreiendes, lang anhaltendes Schnauben und Wiehern, als Toran zum Höhepunkt gezwungen wurde.

»Du hast das mit Absicht gemacht, Raul!« schimpfte Toran und sah keuchend an sich herab, während der Schmied ihn hielt und musterte. Warmer Samen rann förmlich über seine ganze Vorderseite herab.

»Natürlich, dein Vater würde dich nicht so weit nehmen, du gehörst ja mir. Aber er wollte hören wie du klingst, wenn ein richtiger Hengst dich in Besitz nimmt«, grinste er ihn frech an. Toran holte tief Luft. Nun war es ihm egal, wer ihn so sah und hörte.

»Und wie klinge ich dabei?« fragte er schon lauter werdend, doch richtig böse wurde er nicht. Nur das alles mal wieder ohne ihn abgesprochen wurde.

»Du klingst wie eine Stute, meine Tora«, lachte er dann und küsste ihn so fest, bis ihm langsam die Luft wegzubleiben drohte und die Sinne schwanden. Doch das, was er dabei deutlich spürte, war wie ihm dabei ein Ring über den Finger geschoben wurde. Damit schmolz jedes seiner Bedenken und er schenkte Raul erneut alles was er besaß, während sie sich liebevoll umarmt vor der Tür des Königs verlobten.