Anders vergangene Weihnacht
Nur ein kleines Detail, und eine altbekannte Gesichte erhält völlig neue Nuancen.
So, da versuche ich also, an einem Werk Charles Dickens herumzudoktern.
Und als Zugabe übersetze ich bis morgen das Voynich-Manuskript.
Würde etwa auf die gleiche Menge geistiger Gesundheit hindeuten.
Aber bis dahin bekommt ihr hier eine Szene, die mich bei der Lektüre des Originals so plötzlich überfallen hat, dass sie schlicht nieder geschrieben werden musste.
Wie immer ist auch diese natürlich nur Personen mit voller Volljährigkeit zugänglich zu machen.
Viel Spaß derweil.
Anders vergangene Weihnacht
(eine pöse kleine Furry-Parodie)
Der Geruch des frohen Weihnachtsfestes hing noch in der Luft die den großen, dunklen Laden erfüllte. Heißer Punsch und kalter Braten, Mistelzweige und Weihrauch, dazu das staubige Aroma der großen Stoffballen an den Wänden. Die Hitze der vielen Leiber, die sich wild auf der Tanzfläche zu den Klängen der Fiedel drehten war tief in das Holz selbst eingedrungen. Man wollte meinen, der laute Ball mit Musik, Tanz und köstlichem Essen klang noch immer von den Wänden des großen Handelskomptor wieder. Ja, in der Firma des Alten Fezziwig wurde die Heilige Nacht gefeiert wie nirgendwo sonst. Und nun, nicht eine Stunde nachdem sie mit dem Aufräumen fertig waren, lagen die beiden Lehrlinge der Firma in ihren Betten, die sich unter der Ladentheke befanden. Ein jeder von ihnen war viel zu aufgekratzt um auch nur an Schlaf zu denken.
"Dieses Weihnachtsfest werde ich mein Lebtag nicht vergessen!", sagte Dick feierlich. Der junge Esel wälzte sich in seiner Kuhle, auf der Suche nach dem bequemsten Platz, und streckte wohlig die Glieder von sich.
"Ich auch nicht", säuselte der Fuchs auf der anderen Bettstatt. Versonnen drehte dieser ein Krüglein zwischen den schwarzen Fingern. "Soviel habe ich nimmer je getanzt."
"Aber Ebs", raunte Dick ihm zu. "Die Blicke, die diese Isabella dir zugeworfen hat, die waren auch nicht ohne. Ich wette, die träumt schon von deinem Ring an ihrem Finger."
"Ach ja?", fragte der Fuchs.
"Wenn ichs dir sage!", beteuerte der Esel. "Deine ganze Zurückhaltung und Schüchternheit, darauf sind die Weiber versessen. Glaub es mir. Hat man erst eine Frau, ist alles halb so wild, und die Leute reden nicht mehr so dumm daher."
"Die Leute kümmern mich nicht", wisperte Eb. Er öffnete den Tiegel und tauchte den Finger in das Schmalz darin.
"Sollte dich aber kümmern", meinte Dick. "Wo auch immer du auf der Welt hingehst, alles ist voll mit Leuten."
"Hier nicht", erwiderte der Fuchs. Es schmatzte leise und schmutzig.
"Was machst du da?", fragte Dick, ein Zittern lag in seiner Stimme, als fürchte er die Antwort.
"Ich bereite dir ein Weihnachtsgeschenk", gurrte Eb voller Anzüglichkeit. Geschmeidig rollte er aus dem Verschlag, drapierte die Decke auf den harten Dielen und kniete sich darauf nieder. Im schwachen Mondschein, der durch ein Giebelfenster herein fiel, sah Dick dass der Fuchs längst sein weißes Nachthemd bis an die Brust hochgeschoben hatte. Und nun legte der Rotpelz auch noch in Verspottung aller Sittsamkeit die Lunte beiseite und spreizte die Beine weit auf.
"Genauer gesagt", säuselte er dabei. "Wohl ein Weihnachtsgeschenk für uns beide."
"Wir...", krächzte Dick mit ausgedörrter Zunge. "Wir wollten dergleichen doch nicht mehr tun. Jetzt, wo sich die Weiber endlich für uns interessieren."
"Hast du denn eine bei dir?", stichelte Eb, drückte den Rücken durch und ließ galant seine flauschigen Hinterbacken kreisen. Dabei tauchte er den Finger abermals tief in das Schmalztöpfchen.
"Sehr komisch", zischte Dick. Der Esel hatte alle Mühe, seine Lippen am flehmen zu hindern und erhob sich, da er nicht länger auf dem Bauch liegen konnte.
"Es spricht doch auch nichts gegen die Weiber", gab Eb ein Stückchen nach. "Aus Prinzip zumindest nicht. Aber bis du einer einen Ring an den Finger schiebst, was hältst du von meinem Ring?" Mit diesen Worten bohrte er seine vor Schmalz glänzenden Finger tief zwischen seine wohl geschwungenen Hinterbacken. Er stöhnte wohlig als klebriges Schmatzen durch das gesamte Kontor hallte. "Und deinem... Finger."
"Eb, das sollten wir nicht...", stammelte Dick, doch zeitgleich fühlte Eb in den Knien, wie sich die Dielen gegeneinander verschoben. Der Esel stand auf und trat hinter ihn.
Der Fuchs hob noch einmal einladend die Lunte, ganz wie er es bei den Damen in den Gassen neben dem Fischmarkt gesehen hatte. Ihr Trick überzeugte wohl selbst Dick, dessen kraftvolle Hände sogleich Ebs Hüften packten.
"Oh, du verlockendes Luder!", keuchte der Esel und zog den Fuchs an sich. Eb hieß ihn willkommen, bewegte sich in geschickter Übung gerade so, dass die stumpfe Spitze ihr Ziel fand. Tief schnappte er nach Atem als das Fleisch des Esels tief in ihn glitt.
"Dick!", seufzte Eb hingebungsvoll. Das prall geschwollene Glied bahnte sich erbarmungslos seinen Weg, und er genoss es mit jeder Faser seines Wesens. Getragen von der Wucht der Stöße, prallte die baumelnde Männlichkeit des lieben Freundes gegen die seine, und versetzte ihre Beutel in köstliche Schwingung. Schnaubend zerpflügten die Nüstern des Esels Ebs Rückenfell. Die Hitze des mächtigen Körpers umschlang ihn, und ließ ihn seine Nähe noch stärker und wunderbarerer fühlen.
"Tiefer Dick", bat Eb in den kurzen Pausen, ehe der Pfahl des Esels ihm erneut die Luft aus den Lungen trieb. "So tief es nur geht, heute bin ich dein!"
Dick war dabei längst verschwunden, hinab gesogen in das Delirium schlichter animalischer Lüste. Sein großer, starker Leib hielt den kleinen Fuchs umfangen, und nahm ihn ganz wie es ihm beliebte.
Eb gab sich ganz der dehnenden Kraft hin, die an seinen Eingeweiden zerrte. Keuchend fiel sein Kopf nach unten, in den Kragen seines Nachthemds, und zwang ihm den Blick entlang seines Bauches auf. Dort konnte er es sehen, die Wölbung unter seinem hellen Fell, wo der stramme Pfahl des Esels in ihn fuhr. Ein Blitz wollüstiger Freude vertrieb jeden Schmerz in ihm. Er fühlte Dick in sich, tiefer als jemals zuvor. Jede Bewegung, jede Regung des Freundes pflanzte sich so wundervoll in ihm fort, dass es ihm die Zunge aus der Schnauze trieb und ihn wie von Sinnen hecheln ließ. Die Liebe des Freundes so zu spüren brachte ihn dem Wahnsinn nahe, und er konnte nichts mehr denken als den tiefen Wunsch, Dick für ewig in sich zu fühlen. Beinahe löste er sich auf in dieser Wohltat.
Doch Eb spürte, dass etwas heute noch etwas anders war. Wann immer es ihm sonst gelang, Dick zu verführen, so brauchte er dennoch stets die Hilfe seiner eigenen Finger um auch selbst einen Blick in den Himmel werfen zu können. Doch dieses Mal krallte er sich lediglich fest, empfing das bohrende Eselsglied voller Genuss, und spürte dennoch die Säfte in sich aufsteigen. Dick schnaubte wie eine überhitzende Dampflok. Seine Schenkel stießen Eb vor sich her wie Laub in Wind. Es explodierte die Hitze im Leib des Fuchses, und sein flacher Bauch wurde weiter und weiter nach außen getrieben, dabei geschah es.
Ob um Dicks Mühe, seine Hingabe oder als wahres Wunder zur Weihnacht, Eb erzitterte, biss die Zähne zusammen und vergoss mit unterdrücktem Jaulen seine Saat. Mit sanftem Plätschern schlugen die klebrigen Tropfen auf, und ihr unverkennbarer Geruch mischte sich mit dem des vergangenen Festes. Ein Teil landete auf seinem vorgewölbten Bauch, ein Teil in seinem Nachthemd, der Rest auf der Decke die ihn Nacht um Nacht wärmte. Und als Dick von ihm abließ, und sich schlürfend aus ihm zurückzog, fügte er letzterer auch seinen stattlichen Teil hinzu. Eb fiel der Länge nach hin und schmiegte sich an den nassen Stoff, auf dass der Geruch jener Nacht bis auf alle Ewigkeit um ihn sei.
Ungesehen von den schnaufenden Liebenden betrachtete ein verhärmter alter Fuchs die wollüstigen Zuckungen derer er Zeuge werden durfte.
"Dick Wilkins", seufzte Ebenezer Scrooge, und seine harten Gesichtszüge zerflossen in seliger Erinnerung. Dabei betastete er seinen Bauch, just an der Stelle, an der jener seines jüngeren Selbst gerade so anschwollen hervor trat. "Sie sehen Geist, er hatte mich sehr lieb, der Dick."
"Ich sehe", sagte der Geist vergangener Weihnachten, dessen Wangen glutrot leuchteten.