Rindersorgen

Story by Were-Gato on SoFurry

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Es gibt Tage, die können nur noch zu Ende gehen...


So, das kam mal wieder etwas plötzlicher über mich, und ich hab keine Ahnung ob es letztlich überhaupt Sinn ergibt.

Hoffentlich kann mir das hier einer sagen. Natürlich ist das Ganze wieder mal nur für die Vollgejährten.

Rindersorgen

(eine kurze, pöse Furry-Fantasy)

Ist das das Richtige? Joe hätte alles für eine Antwort gegeben. Die Frage hing so schwer und drückend über ihren Köpfen, dass niemand sie auszusprechen brauchte. Mühsam unterdrückte der große Büffel ein Seufzen und blickte zur Seite.

Neben ihm bebte seine Tochter vor unterdrückten Tränen. Die junge Kuh, klammerte sich mitten in der sterilen Arztpraxis an den billigen Stuhl, und krümmte sich soweit zusammen, dass sie fast wieder wie ein Kälbchen wirkte. Ihre Finger gruben sich tief in seine Hand, während ihre Mutter von der anderen Seite sanft über ihren Rücken strich.

"Chastity", sagte die ältere Kuh voller Wärme. "Wenn du willst, können wir es sicher noch einmal aufschieben."

Über den Rücken des Kälbchens hinweg tauschte sie einen sorgenvollen Blick mit Joe. Beide wussten sie, dass es eigentlich nicht möglich war, aber die Sehnsucht nach Trost, irgendeinem Trost, wog schwerer als alle Realität.

"Bestimmt" Joe hob den schweren Kopf. "Nicht wahr, Doktor?"

Der Hamster im weißen Kittel blickte ihn mit hochgezogenen Brauen an. In seinem Gesicht ließ stand breit die Wahrheit geschrieben. Dennoch setzte er zu einer Beschwichtigung an. "Wir machen es möglich. Die Interessenten haben sicher Verständnis genug für einen Aufschub, und..."

"Nein!", zerriss die halb ertrunkene Mädchenstimme seine Rede.

Chastity bäumte sich auf, drückte den Rücken durch und klammerte sich an den Stuhl. "Tun sie es, Doktor! Geben sie es dem Paar. Da ist es besser aufgehoben als... als..."

Ihre Stimme versagte. Jedes weitere Wort versank in Rotz und Tränen. Sie warf sich gegen Joe und presste das Gesicht in seine Schulter. Im Nu waren Jacke, Hemd und Fell durchnässt. Der große Büffel bemerkte es kaum als er die Arme schützend um die junge Kuh legte, die in diesem Augenblick so klein und zerbrechlich wirkte.

Ihre Mutter streichelte Chastitys Nacken, der Arzt hielt sich dezent zurück und leerte den Bildschirm. Die Akten der neuen Eltern verschwanden, denen Chastity Lactirce ihr Kind anvertrauen würde. Nun, Kind im weiteren Wortsinn. Die Frucht jugendlicher Liebe, die zum abrupten Ende jener Liebe geführt hatte. Ein neunwöchiger Fötus, dem warmen Bauch entnommen und im kalten Schlaf gelagert, und jetzt jemandem anvertraut, dem dich die Natur verweigert hatte. Die Einwilligung des Vaters blinkte bereits in der Akte, Chastitys wurde soeben hinzugefügt, und ihre Mutter bestätigte beides.

Joe begnügte sich damit, die schluchzende junge Kuh zu halten.

Der Weg aus dem Krankenhaus fühlte sich unwirklich an, wie durch einen Klartraum zu schwimmen. Sie sprachen kein Wort bis sie auf dem Parkplatz ankamen. Chastity konnte sich inzwischen wieder auf den eigenen Hufen halten, das Fell hing feucht und strähnig aber zumindest sauber in ihrem Gesicht. Den Blick starr auf den Boden gerichtet stapfte über das Pflaster. Joe folgte ihr nur einen Schritt entfernt, bereit sie jederzeit aufzufangen.

"Keine Spur von ihm", murrte die ältere Kuh neben ihm leise.

"Emily", antwortete Joe im selben gedämpften Tonfall. "Das kannst du doch von dem Jungen nicht erwarten."

"Ich meine Chris!", zischte die Kuh. "Wenn unsere Tochter so etwas durchmacht, könnte er zumindest..."

"Er hat es versucht!", wandte Joe ein, und seine Stimme nahm eine Färbung an, die jeden Widerspruch unterband. "Ist ja nicht so, als wäre er zum Vergnügen unterwegs. Und das heute war auch nicht geplant, das weißt du genau!"

"Ja, ja", gab Emily zähneknirschend zu. Beeindruckend schnell stampfte sie mit dem Huf auf. "Großmutter Barda hat immer gesagt, ich brauche einen Platz für meine Wut."

"Da bist du sicher nicht die Einzige."

"Bestimmt nicht"

Die ältere Kuh schloss zu ihrer Tochter auf.

"Wir haben den Sandsack wieder aufgehängt", begann sie, ohne den Versuch fröhlich zu klingen. "Oder möchtest du etwas Verrücktes tun? Um es raus zu lassen. Ich habe mich mal am ganz Körper lila gefärbt."

Joe schloss die Augen; wieder diese alte Geschichte.

Emily räusperte sich, schüttelte den Kopf. "Das ganze Haus ist für dich da, das weißt du doch, oder?"

Langsam nickte Chastity, es sah aus als wöge jedes ihrer kleinen Hörner eine Tonne.

"Ich will bei Joe schlafen", sagte sie tonlos. "Auf Dad warten"

Beide Erwachsenen starrten einander überrascht an, dann die junge Kuh.

"Chastity, ich..." Mit sichtlicher Mühe schluckte Emily einiges an spontanem Widerspruch hinunter. "Ich meine, wenn das geht...?"

Joe zuckte die Achseln. "Dein Bett ist immer gemacht. Aber Chris wusste nicht mal, ob er es heute noch schafft. Willst du ihn nicht lieber anrufen?"

Chastity schüttelte langsam den Kopf. "Will allein sein."

Joe arbeitete an den Zeitplänen, im müßigen Versuch sich abzulenken. Seit sie zuhause angekommen waren, hatte Chastity sich in ihrem Zimmer verkrochen. Alle zehn Minuten sah er nach ihr und fand sie wieder und wieder vor ihrem Tablet. In unbeweglicher Fixierung sah sie sich immer wieder dieselbe Episode irgendeiner Serie an. Joe hatte dieser schon beim ersten Mal nicht folgen können. Sobald er den Raum betrat starrte Chastity ihn an, bis er wieder ging. In diesem Rhythmus war es Abend geworden.

"Joe?"

Im ersten Moment dachte der Kaffernbüffel, er hätte sich die Stimme eingebildet. Dann drehte er sich um und sah die junge Kuh im Nachthemd hinter ihm stehen. Ihre Augen glänzten fiebrig rot.

"Chasty", rief er, halb erschrocken, halb erfreut dass sie ihr Zimmer verlassen hatte. "Brauchst du was? Möchtest du was essen?"

Chastity schüttete den Kopf. "Joe, wann hast du gemerkt, dass du Dad liebst?"

Das war eine Frage, auf die der Büffel nicht gefasst gewesen war.

"Also das, äh, ich meine..." Er suchte nach Ausflüchten, aber der abgeklärte Blick im Gesicht geröteten der jungen Kuh schien dafür kaum empfänglich. "Ich würde ja gern sagen, bei unserm ersten Date. Aber es war glaube ich später, du warst jedenfalls daran beteiligt."

Die junge Kuh zog eine fragende Schnute.

Joe lächelte versonnen. "Als du ihn mit Karottensaft bekleckert hast."

"Was?"

"Da warst du noch um einiges kleiner. Keine Ahnung, wann genau das war. Chris hatte dich ungeplant hier, als wir beide ein freies Wochenende hatten. Irgendwie hast du ihm einen halben Krug Saft über gegossen, und geweint weil es dir so leid getan hat. Tropfnass und klebrig hat er dich im Arm gehalten und getröstet. Das weiß ich noch, ganz eindeutig. Da hab ich mir zum ersten Mal gedacht, das wäre ein Mann, mit dem ich alt werden könnte."

"Ernsthaft?"

Ausweichend hob der Büffel die Arme. "Es hat auch nicht geschadet, dass er sein nasses Hemd ausgezogen hat."

Joe wusste nicht, ob es an seiner Formulierung oder der Betonung lag, aber plötzlich huschte etwas wie ein Lächeln über die Schnauze der jungen Kuh. Nur um im nächsten Augenblick auf ihren Wangen zu gefrieren. Das nächste Schluchzen kratzte erdrosselnd an ihrer Kehle.

"Ich bin ein Miststück!", hauchte sie. Schwankend klammerte sie sich an die nächste Stuhllehne. Joe fing sie unter den Achseln auf, senkte sie langsam auf den Sitz. Chastity wollte ihn fort stoßen, doch gurgelnde Tränen brachen ihren Kraft.

Ruhig strich der Kaffernbüffel über den Rücken der jungen Kuh, bis deren Atem nicht mehr rasselte.

"Chasty..."

"Ich hab mein Kind hergegeben, Joe!", krächzte die junge Kuh. Ihre Stimme drohte zu versagen. "Und alles was ich denken kann ist, dass Corbin jetzt sicher nicht mehr zu mir zurückkommt." Zitternd hob sie den Kopf, ihre verquollenen Augen bebten. "Warum bin ich so ein Miststück, Joe? Komme ich nach Mom? Sie hat mit Dad doch auch nur was angefangen, um mich zu kriegen. Das ist doch auch irgendwie das gleiche, oder? Ich dachte... ich weiß nicht mal mehr, was ich dachte. Irgendwas was ein Miststück denkt!"

"Chasty, wenn..."

"Es stimmt Joe!", stieß die junge Kuh dem Büffel entgegen. "Ich weiß es! Und fang jetzt nicht mit dem; alles verarbeiten und bewältigen Müll an. Das hör ich bei Mom im Herdenhaus schon von allen Seiten. Ich weiß, was für ein Miststück ich bin! Eins, dass ihr Kind hergibt, und danach nur ihrem Beschäler hinterher trauert!"

Die Wucht der Worte ließ Joe zurückweichen.

"So kann man das sehen", meinte er tonlos, griff nach dem Wasserkrug und schenkte ein Glas ein. "Und ganz ehrlich, ich weiß jetzt nicht wirklich, was ich dir sagen soll. Außer vielleicht, trink!"

"Was?"

"Trink. Irgendwo müssen die Tränen ja herkommen."

Fassungslos starrte Chastity ihn an, riss ihm das Glas aus den Fingern und stürzte es hinunter. "Du bist ein Arsch!"

"Auch das kann man so sehen", sagte Joe ungerührt und schenkte ihr nach. "Oder man könnte es so sehen, dass du heute jemandem der dir vollkommen fremd ist, ihren tiefsten Herzenswunsch erfüllt hast. Oder dass du einen Fehler den viele andere auch machen, besser wegstecken kannst als die. Oder, dass es einen Grund gibt, warum man nicht sofort wenn der Körper es verlangt, für Nachwuchs sorgen sollte. Man kann es noch auf viele Arten sehen, und das Schöne ist, sie sind alle wahr."

Chastity schüttete ein weiteres Glas Wasser in ihre Kehle, und ein drittes. Die Tränen flossen weiter. Ganz langsam ließ ihr Zittern nach.

"Soll ich... soll ich zu dem Kind gehen?", hauchte sie schließlich. "Ich meine, wenns mal größer ist? Ich darf das, ich weiß, aber... es wird mich hassen, oder? Das muss es doch!"

Joe bedachte sie mit einem mitleidigen Blick. Nur zu gut kannte er diese Art von Gedankengebäuden, sie sich im Nu in einem aufgewühlten Kopf auftürmten.

"Das Kind", sagte er bedächtig, wobei er es seltsam beruhigend fand, dass Chasty ihm keinen Namen gegeben hatte. "muss erst mal nur auf die Welt kommen. Alles weitere findet sich dann. Müssen wird es noch viel, aber niemand muss hassen."

"Aber..."

"Niemand!", wiederholte Joe eindringlich und blickte tief in die verquollenen Augen der jungen Kuh. "Und selbst dann, ist das meiste was jemand muss oder nicht eine Folge von dem, was andere anbieten."

Er vollführte eine trickreiche Handbewegung und hielt plötzlich einen grobkörnig schimmernden Lutscher zwischen den Fingern. Der Seljoy-Schriftzug glitzerte im dämmrigen Licht.

Chastitys Blick verdunkelte sich.

"Ernsthaft?"

Joe zuckte die Achseln. "Nicht mehr, als ein Angebot."

Mit zornigen Schnauben stieß Chasty den Tisch von sich, stand auf und stapfte zur Treppe. Dann drehte sie auf dem Huf um, riss Joe den Lutscher aus den Händen, und stampfte die Treppe hinauf.

Später begann Joe wieder, nach ihr zu sehen.

Als Joe die Treppe wieder herunter kam, fand er in der Küche einen schlanken Stier im abgetragenen Businessanzug vor, der gerade die frischen Blumen aus der Vase nahm. Mit Gusto biss er hinein.

"Ich hab deine Küche so vermisst", schmatzte er mit vollem Mund.

"Das seh ich", meinte Joe süffisant. "Darfs noch eine Vinaigrette dazu sein? Balsamico, oder vielleicht eher Joghurt?"

Der schlanke Stier schluckte eilig alles hinunter und stellte den angebissenen Strauß zurück ins Wasser. "Nicht nötig. Ich brauche etwas anderes viel dringender."

Eilig umrundete er die Kücheninsel.

"Ach?" Joe legte nachdenklich einen Finger an seine Schnauze. "Und was könnte das sein?"

"Rate!"

Die Schnauzen der beiden Rinder fanden in einem gierigen Kuss zueinander, ein heißer Körper presste sich gegen den anderen als wollten sie jedes Molekül Atemluft zwischen sich zerdrücken. Schon wollte Joe seinen Mann rücklings auf die Kücheninsel drücken, da riss er die Augen auf.

"Chasty ist oben!", keuchte er, und der schlanke Stier erstarrte in der Bewegung.

"Hier? Ich dachte sie wäre..."

"Ja, so war es auch geplant."

"Wie gehts ihr? Sie hat den ganzen Tag nicht auf meine Nachrichten reagiert. Ich wollte schon zu ihr fahren, aber dann war es so spät, und..."

"Chris, ihr gehts gut", fuhr Joe ihm ins Wort. "Den Umständen entsprechend, meine ich. Sie ist ziemlich fertig."

"Ich muss zu ihr." Der schlanke Stier riss sich aus der Umarmung seines Mannes los. Wie ein brauner Blitz eilte er die Treppe hinauf und war oben ehe Joe auf nur einen Huf auf die Stufen setzen konnte. Erst auf der Türschwelle des alten Kinderzimmers holte er ihn ein.

"Sie schläft", flüsterte Chris verwundert. Mit äußerster Behutsamkeit setzte er die Hufe auf den abgetretenen Korkboden und näherte sich dem Bett seiner Tochter. Die junge Kuh lag tief in ihrem Bett vergraben. Unruhig wälzte sie sich umher und wand die Decke um sich. Dabei hatte sie längst die Knöpfe ihres Pyjamaoberteils aufgerissen und die rosigen Kronen ihrer üppigen Brüste entblößt. Chris kniete an der Seite des Bettes nieder, richtete ihr das Hemdchen und deckte sie ordentlich zu. Seine kleine Chasty mochte schon fast erwachsen sein, doch wirkte wirkte sie in seinen Augen hilfsbedürftiger denn je. Leises Seufzen entwich seiner Kehle. Er beugte sich vor und drückte einen Kuss auf die Stirn seiner Tochter. Beruhigte sie sich dadurch, oder wollte er das nur glauben?

Chris strich das zerwühlte Haar hinter ihre kleinen Hörner, und griff dabei in eine breite Sabberspur, die sich über das Kissen erstreckte. Er beugte sich hinab und hob das zerkaute Holzstäbchen auf, an dem diese Spur ihren Ausgang nahm. Fein säuberlich war auch das kleinste bisschen Salz abgeleckt. Chris erkannte die Marke; Seljoys. Chastiy hatte diese schon als kleines Kälbchen geliebt. Doch seit der Pubertät wollte sie von derartig kindlichen Freuden nicht mehr belästigt werden. Seit über einem Jahr hatten sie keine mehr gekauft.

Chris blickte über seine Schulter und sah Joe im Türrahmen stehen. Das trübe Licht aus dem Gang umspielte sein struppiges Fell wie eine silbrige Aura.

"Tut mir leid, dass ich die Stimmung ruiniert habe", murmelte Chris und vergrub seine Schnauze noch tiefer in der Armbeuge des großen Kaffernbüffels. Gemeinsam saßen sie auf der Couch und Joe verzehrte noch die letzten Reste des Blumenstraußes.

"Unsinn", meinte Joe und leckte sich die letzten Tropfen Dressing von den Fingern. "Chasty geht vor."

"Ja" Der schlanke Stier drehte sein Weinglas zwischen den Handflächen. "Aber du gehst auch vor, das weißt du doch, oder? Ich glaube, ich sag das viel zu selten, und ich..."

Der Kaffernbüffel ergriff das Kinn seines Mannes und leckte ihm mit der breiten Zunge quer über die Nase. Verständnislos sah Chris zu ihm auf.

"Da war noch Dressing", erklärte Joe wie selbstverständlich.

"Mehr Dressing", wiederholte Chris blinzelnd. Dann stahl sich ein schelmisches Lächeln auf seine Schnauze. "Genau, ich will auch noch mehr Dressing!"

"In der Küche ist noch..."

"Nein", gurrte der Stier. "Das nicht."

Raunend drückte er seine Stirn in die wollige Brust des Kaffernbüffel.

"Mhmm, die Art von Dressing", seufzte Joe während sein Mann an seinem Nippel saugte.

Chris brummte eine Zustimmung. Ohne seinen Mund von der Brust zu lösen, kämpfte er sich aus dem Hemd. Als der schmutzige Leinstoff endlich zu Boden fiel, sah der bebende Stier sich einem Kaffernbüffel gegenüber, der keine Hose mehr trug; und auch sonst nicht mehr viel.

"Wie machst du das?", keuchte er und griff nach der Brust des Büffels.

"Alles Vorfreude", gurrte Joe tief und drückte sich dem Stier entgegen. Dabei öffnete er weit die Schenkel und schlang den rechten um die Hüfte seines Mannes.

"So herum?" Chris blickte hingebungsvoll zu Joe auf. "Aber das sollte für dich sein!"

Der Kaffernbüffel streckte sich der Länge nach auf die Couch, ohne seinen Mann aus dem Griff seiner Beine zu entlassen. Wie beiläufig fischte er einen Flakon voller Öl aus dem kleinen Nebentisch. Tiefes Muhen rumpelte in seiner Kehle. "Dann lass mich nicht warten."

Joe gurrte als die Finger seines Mannes gleich darauf in ihn fuhren. Das zimmerwarme Öl rann kühl über seinen erhitzen Körper, ehe es sich über die bebende Härte des vollends erstarrten Stierfleisches verteilte.

Der leere Flakon fiel zu Boden. Nichts hätte gleichgültiger sein können.

Für einen ewigen, viel zu raschen Moment, besaß das Universum nur zwei Bewohner, die einander liebten.

Sanft hauchte Joe ein Muhen in Chris zitterndes Ohr, als der Stier zärtlich in ihn eindrang. Er hieß ihn willkommen, empfing ihn mit aller Hingabe und ließ ihn ungebremst durch seinen After gleiten. Seinen Mann wieder in sich zu spüren stieß berauschende Erinnerungen in seinem Kopf an. Zwischen seinen Hörnern erschienen all die denkwürdigen Male, die sie sich geliebt hatten. Vom ersten Date, über den Park, mit Freunden und Fremden und der Hochzeitsnacht, jedes einzelne Mal berauschend.

Chris bewegte sich, und Joe wusste, dass er er Liste etwas hinzufügen durfte. Heiß und brünstig umwaberte sie ihr ureigenster Geruch, vermengte sich mit verkochtem Öl.

Der Stier stieß in ihn, schaffte es am Anfang sogar, sich noch zurück zu halten. Doch mit jedem Stoß der den Büffelanus klingeln ließ, und mit jedem Schmatzen des gierigen Arsches konnte er sich weniger halten.

Bald schon rammte Chris seinen Mann mit aller Wucht in die Couch, und dieser drängte sich jedem einzelnen Ansturm entgegen. Sie küssten sich, bis ihnen die Luft weg blieb, und dann wieder sowie sie nur den geringsten Atem wieder fanden.

Bis Joe es spürte, so bald schon, doch etwas anderes hatte er nicht erwartet. Zu gut kannte er die Art seines Mannes. Er drückte Chris an sich, schloss die Beine um seine Schenkel. Da bäumte der schlanke Stier sich auf, und mit heißem Zischen durchzuckte ihn der Höhepunkt.

Genießerisch wand Joe sich über die Couch, drückte seinem geliebten Stier das Becken entgegen und nahm jeden dicken, schweren Tropfen heißen Rindersamens in sich auf. Sein eigener Schaft schlug ihm voll entfaltet und pochend gegen den Bauch. Zähe Fäden entspannen sich zwischen den wolligen Fellhaaren und der rot geschwollenen Spitze. Es reichte immer nur fast, wenn Chris ihn nahm. Immer nur bis an die letzte Schwelle heran, über die er nie ohne Hilfe gelangte. Doch so konnte er die Erwartung in die Länge ziehen, seinen Mann noch viel länger in aller Gier empfangen.

Plötzlich schlossen sich starke Finger zart um sein Glied. Flackernd öffneten sich die Augen des Büffels, sahen den schnaubenden Stier und den unsagbaren Ausdruck maßloser Liebe auf seinem Gesicht.

"Chris, ich..." Weiter kam Joe nicht. Mit nur einem geschickten Griff hatte sein Mann geschafft, wozu die vergangen Tage ihm alle Kraft geraubt hatten. In einem einzigen, gewaltigen, fast schmerzhaften Ruck schoss das alles nun aus ihm heraus. Alles in ihm zog sich zusammen. Seine schweren Hoden stießen sämtliche Vorräte aus. Hoch stieg die weiße Fontäne zwischen den beiden Rindern auf. Chris weicher werden der Schaft flutschte schmatzend an die Luft, gefolgt von blubbernden, cremigen Tropfen.

Joe presste die Kiefer aufeinander als sein eigener Höhepunkt ihm durch den Körper jagte, und sich für einen Augenblick anfühlte als schieße der Samen des Stieres direkt durch ihn hindurch. Ein heißer Tropfen seiner eigenen Saat klatschte ihm vom unten gegen die Schnauze.

"Endlich!" Keuchend fiel Chris auf seinen Mann nieder. Seine Hand grub sich tief in das vom Samen klebrige Brustfell. Er fand kaum noch genügend Kraft, den verführerischen weißen Tropfen vom Kinn des schnaufenden Büffels zu naschen. "Entschuldige, das war zu stürmisch, oder? Ich... ich konnte nicht..."

"Stürmisch", nickte Joe zwischen tiefen Atemzügen. Ächzend beugte er sich vor, und drückte seinem Mann einen tiefen Kuss auf die Schnauze. "Aber nicht zu stürmisch. Du ahnst ja nicht, wie sehr ich mir den ganzen Tag schon ein Problem gewünscht habe, das ich lösen kann, indem ich nur die Hosen runter lasse."