Kapitel 61

Story by SethGodofChaos on SoFurry

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Kapitel 61

Enthüllungen

„Moment noch“, rief Apophis. „Bevor wir fliegen und die beiden Gefangenen den Gerichtsbarkeiten überstellen, müssen sie mir noch ein paar Fragen beantworten.“

Krings sah zu Boden und wandte sich dem Tiger zu. „Wird ja auch Zeit, dass ihr richtig fragt, dann schießt mal los.“

„Das können sie nicht tun“, plärrte Cromwell.

Krings schaute ihn nur traurig an. „Sie werden wohl nie merken, wenn es aus ist. Die Wahrheit ist im Moment das Einzige was noch zu retten ist. Alles andere ist vollkommen sinnlos geworden.“

„Sie Narr, sie können unseren Feinden doch nicht unser Vermächtnis in die Hände spielen“, Cromwell stand kurz vor einem Nervenzusammenbruch.

„Schafft den hier bitte weg“, sagte Cyron und zeigte auf Cromwell, wandte sich dann Krings zu: „So und jetzt erzählen sie mal.“

„Stell Fragen und ich gebe Antworten.“

„Okay“, begann Apophis, „wie kommt es zu dieser Artenvielfalt unter den intelligenten Spezies? Wieso waren wir für euch von Anfang an Feinde? Warum gibt es auf Genro Lebewesen, die es auf Festrid nicht gibt?“

„Das sind viele Fragen auf einmal“, stellte Krings fest, „aber ich fange einfach mal an.“

„Auf Festrid liegt tatsächlich euer aller Ursprung. Die Cherit existieren schon seit fast 5,4 Millionen Jahren. Eine Überbevölkerung ihres Planeten zwang sie zum anteiligen Exodus. Jahre suchten sie nach einem Planeten um sich nieder-zulassen und neu anzufangen. Schließlich kamen sie zur Erde und stellten fest, dass es eine primitive Spezies namens Homo erectus gab. Das war vor etwa 2,6 Millionen Jahren.“

„Das kann nicht sein. Unsere Daten sagen, dass es vor 50.000 Jahren dazu kam, dass ein Schiff mit Vertretern unserer Welt gestartet wurde“, mischte sich Chiron ein.

„Dann sind eure Informationen nicht ganz vollständig. Fakt ist, dass es vor 2,6 Millionen Jahren Cherit auf der Erde gab. Diese Informationen haben wir bewusst geheim gehalten. Diese Cherit bevölkerten nach und nach viele Teile der Erde. Ihre Technologie war extrem hoch entwickelt. Sie waren der Gentechnik mächtig und schafften es ihre DNA zu manipulieren.

Im Laufe der Jahrtausende manifestierten sich diese Änderungen in den Cherit. Es traten gravierende Veränderungen ein. Die einheimische Tierwelt dürfte es nicht gerade leicht gemacht haben, denn fressen und gefressen werden stand auf der Tagesordnung. Die Cherit beschlossen einzugreifen und kombinierten ihre Erbmasse mit derer der hiesigen Tierwelt. Sie versuchten dadurch einen Konsens herbeizuführen. Das schlug aber fehl, denn die Gene der einheimischen Fauna waren extrem dominant. Viele Cherit starben durch Tierangriffe.

Die Überlebenden verließen teilweise die Erde und traten erneut die Suche nach einem neuen Zuhause an. Die Menschheit entwickelte sich weiter, machte Fortschritte und übernahm die Vormachtstellung auf dem Planeten, welches, wenn die Cherit nicht zum größten Teil gegangen wären, niemals passiert wäre. Sehr schnell füllten die Menschen alle Ecken aus. Es entwickelten sich erst wesentlich später die Kulturen der Mayas, Inkas, Azteken, Babylonier, Kelten, Germanen, Römer, Ägypter.

Zuvor gab es aber die Ankunft eines zweiten Cheritschiffes, welches vor 50.000 Jahren ankam. Sie wurden später für die meisten dieser Kulturen zu Göttern. Allerdings kam es zu Konflikten und die Cherit wurden verdrängt.

Die letzten gesicherten Funde stammen aus der Zeit zu Ramses II. in Ägypten, danach versickern diese. Die Gruppe der Cherit die von der Erde floh um weiter zu suchen ist auf Genro gelandet. Sie entwickelte sich prächtig und hatte wie zuvor auf der Erde sehr schnell den ganzen Planeten in Besitz genommen. Auf der Erde fand man mittlerweile die ganze Wahrheit heraus und verfiel in Panik. Der ganze Glaube an die göttliche Vorsehung geriet ins Wanken. Also beschloss man etwas zu unternehmen.

Im Jahre 1967 war es soweit. Ein lichtschnelles Raumschiff war fertig gestellt worden und startbereit.“

„Stopp, Stopp“, sagte Shana. „Sie wollen uns doch wohl nicht weiß machen, dass es im Jahr der ersten Mondlandung bereits ein solches Schiff gab?“

„Doch, das gab es. – Die erste Mondlandung war ein primitives Ablenkungsmanöver. Primitiv, aber effektiv. – Tatsächlich waren die offiziellen Kreise erst so-weit, dass man auf dem Mond landen konnte. Die geheimen Stellen waren schon viel weiter. Einer der federführenden Forscher war der Deutsche Werner von Braun.“

„Der Erfinder der V2. Na toll. Für Geld haben die Deutschen scheinbar schon immer alles getan“, grollte Jody.

„Da haben sie vielleicht nicht ganz Unrecht“, sagte Krings und fuhr fort. „Wir starteten also das Schiff und es gelang unentdeckt zu bleiben. Wir taten es als Wetterballons ab und viele glaubten an Ufos oder gar eine Verschwörung.

Über das Weitere können wir eher nur mutmaßen, aber so wie es sich uns darstellt, wird es wohl wie folgt gewesen sein. Das Schiff kam auf Genro an, landete und es kam zum Kampf. Die Cherit wurden mit List und Tücke überrollt und vernichtet. Gleichzeitig fanden wir aber Aufzeichnungen. Aus diesen konnten wir entnehmen, dass es einen weiteren Cheritplaneten gibt. Allerdings war der so weit entfernt, dass wir uns entschlossen ihn nicht anzugreifen. Der Plan schien auch aufzugehen und es blieb ruhig und friedlich.

Die Cherit auf Festrid aber dehnten ihren Handel unablässig aus und kamen schließlich zur Erde. Da wir zu diesem Zeitpunkt schon wussten wer die Cherit waren, schrillten hier die Alarmsirenen auf. Viele, die von unserer geheimen Vergangenheit wussten, wurden sehr nervös. Die ersten Schiffe ließen wir passieren und merkten, dass die Cherit scheinbar nichts vom Verbleib der beiden Raumschiffe wussten. Zunächst war noch Stille.

Aber dann tauchten immer wieder Schiffe auf und plötzlich geschah das Dramatische. Die Cherit fanden Überreste ihrer Spezies auf der Erde, genauso, wie ihr sie gefunden habt. Damit war klar, dass es zu einem offenen Kampf kommen musste.

Wir schossen die beiden Schiffe im Orbit ab und bemächtigten uns der Leichen. Wir extrahierten die DNA und konservierten sie. Zu dieser Zeit mussten wir unsere Forschungen nach Genro verlagern, da die Cherit nach ihren beiden Schiffen suchten und dahinter kamen, dass wir sie abgeschossen hatten. Es kam zum Krieg.

Auf Genro wurden die Basen errichtet und die Forschungen begannen. Ursprünglich wollte man aus den vorhandenen Raubkatzengenen eine Krieger-elite generieren. Dem Militär gelang es aber nicht. Warum wissen wir nicht.“

„Aber wir wissen es“, platzte Chiron heraus.

„Ach so?“

„Ja. Wir hatten ein Schiff im Orbit postiert und die gewonnen Daten in den Basen sanft manipuliert. Egal was ihr Menschen auch tatet, es war immer falsch. Außerdem kamen ja noch die gestreuten Gene von uns dazu und die waren unberechenbar.“

„Das ist sehr interessant und erklärt jetzt einiges. Clever, wirklich sehr clever. Tja, also misslangen die Experimente.

Die Cherit wurden des Krieges müde und ein Friedensvertrag wurde abgeschlossen. Die Basen blieben erhalten und wurden der Genforschung überstellt. Genro sollte ein Vergnügungs- und Ausflugsziel werden. Mittlerweile war die Menschheit in der Lage überlichtschnelle Raumschiffe in großen Stückzahlen zu bauen, welche eine solche Reise ermöglichten. Das Ergebnis dieser Forschungen kennt ihr ja.“

„Das ist ja alles schön und gut, erklärt aber immer noch nicht, wie es zur Artenvielfalt kommen konnte. Auf Festrid gibt es keine Vierpfotler, abgesehen von Tauren.“

„Das liegt ganz einfach daran, dass es eure Vorfahren geschafft hatten ihre Gene so ziemlich überall einzustreuen. Letztendlich kamen sie auch bei den Reptilien an und diese wurden größer und größer und größer und es entstanden Drachen. Durch andere Mutationen entstanden dann wohl auch die Pegasi und Einhörner.

Die Cherit selbst bestanden ursprünglich fast ausschließlich aus Anthros. Ihr Chafren seid hundertprozentige Cherit. Ihr wurdet lediglich rückgezüchtet. Auf eurem Planeten Genro wart ihr die ersten und wir Menschen haben ihn euch genommen. Genauso wie wir euch vor über einer Millionen Jahren die Erde genommen haben.“

„Du meinst, wir sind nicht auf einem Planeten zuhause?“, fragte Tarja erstaunt.

„Nein. Ihr seid ein Volk von vielen Planeten. Ihr seid die rechtmäßigen Bewohner von Festrid, der euer eigentlicher Ursprung ist, aber auch der Erde und von Genro. Wir Menschen hatten nur Glück und verdanken unsere Existenz der Verknüpfung von Umständen. Was wir am Ende daraus gemacht haben, sieht man ja.“

„Das sind schwerwiegende Antworten und unsere Existenz beruht somit ganz klar nicht auf menschlichen Experimenten.“

„Nein, ganz klar nicht, denn wenn es nicht zum Angriff auf Genro gekommen wäre, dann würdet ihr heute wesentlich höher entwickelt leben als ihr es jetzt tut. Wir haben euch in eurer Entwicklung blockiert.“

„Ihr verdammten Menschen. Ihr habt uns unsere Vergangenheit gestohlen, ihr habt uns massenweise ermordet und das nur um eure eingebildete gottgleiche Stellung zu bewahren. Was ist das bloß für ein Glaube der den Mord an ganzen Völkern sanktioniert?“, schnaubte Apophis wütend.

„Würdet ihr für euren Glauben nicht das Gleiche tun?“, fragte Krings.

„Niemals. Wir sind in Frieden hergekommen und wollten nur Antworten. Wir hatten nie die Absicht euch die Erde streitig zu machen.“

„Das könntet ihr auch gar nicht“, sagte Krings überheblich.

„Das glaubst du. Wenn die Cherit von Festrid und Genro sich zusammenschließen, dann hättet ihr keine Chance“, sagte Selestral scharf.

„Wer bist du überhaupt, dass du es wagst so etwas zu sagen?“, brüllte der Wissenschaftler auf einmal.

„Ich bin Selestral vom Stamm der Jaguare und ich bin Einer der Nachkommen des Exodus vor 50.000 Jahren. Ich habe gegen die ägyptischen Armeen gekämpft, ich habe Ramses II. persönlich ins Gesicht geschaut und ich lebe noch heute.“

Krings schrak zurück. „Das ist nicht möglich.“

„Doch, ist es“, sagte Apophis sarkastisch. „Ihr habt nicht alles auslöschen können, weil ihr blind seid in eurer Arroganz.“

Krings senkte den Kopf.

„Ihr seid so unwissend und werdet irgendwann die Quittung dafür bekommen“, sagte Selestral.

„Ich habe das Gefühl, dass du das gerade sehr genossen hast und es dir eine Genugtuung war“, sagte Apophis an die Jaguarin gewandt.

„Ja, das war es in der Tat. Aber jetzt sollten wir gehen und diesen Planeten für immer verlassen. Er sollte unsere Heimat werden, ist es aber nie geworden. Meine neue Heimat liegt auf Genro, denn nach Festrid möchte ich nicht zurückkehren.“

Als sie die Brücke betraten, sah Sitral aufmerksam zu Drekal. „Captain! Die gesamte Besatzung will dir folgen und auf Genro bleiben.“

„Und was jetzt?“, fragte Chiron in die Runde.

„Wissen Teile eurer Bevölkerung eigentlich schon von der ganzen Wahrheit?“, fragte Drekal.

„Nein“, entgegnete Cyron, „wir wollten sie, nachdem wir auf bestimmte Sachen gestoßen waren nicht unnötig schocken und vor der Wahrheit verschonen. Wir wussten ja nicht, was noch alles auf uns zukommt.“

„Wir alle sind intelligente und lernfähige Lebewesen. Sie werden es verstehen. Außerdem werden fast alle von ihnen zum ersten Mal in ihrem Leben einem Menschen gegenüberstehen“, sagte Shana.

Drekal schaute die Frau schief an und fing an zu lächeln. „Das glaube ich dir unbesehen und eure Existenz lässt sich nicht leugnen, warum auch. – Okay, lasst uns heim fliegen, nach Genro. Denn das soll unsere neue Heimat werden und unser Volk hat ein Recht darauf die Wahrheit zu erfahren. Wir haben nichts zu verbergen und eine Kultur, die älter ist als viele andere und das überall im Universum.“

Die Wölfin nahm ihre Rangabzeichen ab und legte sie auf den Tisch. „Es wird höchste Zeit für einen Neuanfang und Genro braucht uns.“

Die Ra-em wandte sich langsam von der Erde ab, verließ die Umlaufbahn und beschleunigte. Kurze Zeit später öffnete sich der Subraumtunnel vor dem Kreuzer und Schiff und Besatzung waren auf dem Weg nach Genro, um ihre Mission fortzuführen.