Das Haus Rosé 2 - Der Tag - Ende

Story by Bluewing on SoFurry

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Hier fängt auch schon ein teil der neuen Saga Ascardia an. Leider wird es auch das Ende vom Haus Rosé bis auf weiteres sein. Falls Interesse besteht an das Haus Rosé, dann meldet euch. Ich kann noch ziemlich viel erzählen und die Charaktere haben noch so viel zu erleben.

Gleichzeitig bin ich auch sehr Neugierig wie euch die neue Saga gefällt, wo es sichtbar eine roten Fanden geben wird.

Hiermit bedanke ich mich auch an die Leser, die bis hierhin gekommen sind ;-) weil es schon sehr viele Seiten sind, die man lesen musste, um bis hierhin zu kommen. Grob geschätzt wären es knapp an die 2500 Seiten die geschrieben und von euch gelesen wurden.

Danke nochmal und viel spaß beim Lesen.

„Aber mein prächtiger König…! Es ist noch viel zu früh für euch!“

Sebastian versuchte schon den ganzen Morgen seinen König Raul davon zu überzeugen, dass ein Tag im Haus Rosé nicht gut für den Rücken war. Doch jedes Mal wurde sein Flehen abgeschmettert. So wie dieses auch.

„Ach quatsch Seb. Ich kann gehen! Und das sogar aufrecht!“

„Aber mein KÖNIG!“

„Genug jetzt Sebastian!“, aufgebraust drehte sich Raul um zu seinen Diener.

„Ich gehe jetzt durch dieses Tor! Ich werde mir jetzt den süßesten Jungen schnappen und ihn einen ganzen Tag durchrammeln!“

Sebastian ballte die Fäuste zusammen.

„Das… das könnt ihr auch mit mir machen! Ihr wisst was ich für euch empfinde! Und ich weiß auch, wie es um euch steht und somit könnt ihr das viel besser genießen!“

Von einem Moment auf den nächsten, verrauchte Rauls Wut, als er das hörte.

„Sebastian. Du bist wie ein Sohn für mich und es schmerz mich zu hören, was du gerade gesagt hast. Sowas will ich auch nie wieder hören und das eine Mal, wird auch das eine Mal bleiben. Du hast es mir versprochen es nie wieder anzusprechen…“

„Aber… ok… aber dennoch… ich vermisse unsere morgendliche Routine.“

„Das… das…“, es war schwer für Raul die letzten Monate nicht zu vergessen, weil es ihm auch sehr, sehr gefallen hat. Das was Sebastian für ihn getan hat, hat ihn zurückgeholt von der Dunkelheit. Aber jetzt, wo er nun weiß das Sebastian viel mehr für ihn empfand, als er zuvor wusste, machte auch dieses Thema kompliziert für ihn. Aber er war kein Narr. Irgendwann würde er das Haus verlassen müssen und was dann? Wem hätte er noch an seiner Seite? Nur Sebastian wäre da und alle die er kannte, würden sich von ihm abwenden für das, was er hier gemacht hat und was er machen wird.

Er WAR ein König. Seine Tochter wird die nächste werden und als Dank dafür, bekam er eine Kiste voll Gold, damit er sich hier im Haus noch austoben konnte, während seine Tochter Ordnung ins Reich und in die Familie bringen konnte.

Sie hat ihn quasi von allem abgeschottet, ihn von der Familie abgestoßen, damit das Königshaus wieder glänzen konnte. Und komischerweise, war er froh darüber. Er wusste das seine Begierden dunkel und schmutzig waren. Einen Jungen zu ficken, der noch so jung wie möglich sein soll, fand er selbst als abscheulich, aber so war es nun mal und er stand dazu.

Und genau aus diesem Grund, hatte er auch einen Brief geschrieben, der in der Tasche in seinem Bademantel war. Darin steht, dass er sich von allem zurückziehen möchte. Er möchte nicht mehr in Kontakt zur Familie stehen, zumindest nicht mehr offiziell. Sein Erbe möchte er glänzen sehen, sein Reich und sein Land. Jedoch stand sein jetziges Ich, im Weg von allem. Sebastian und er, werden nicht mehr im Hof erscheinen. Das stand im Brief.

Deswegen stand er nun so im Zwiespalt. Sebastian der in anbetete und er, der ihn wie ein Sohn sah und auch so für ihn fühlte. Aber es war nun Zeit, bevor er das Haus betrat, genau dieses Thema zu besprechen und zu klären.

„Also gut Seb. Wie hast du dir das vorgestellt, wenn wir uns zurückziehen?“

„Nicht mehr, als das was wir schon hatten mein König! Ich… biete euch nur mehr an, falls ihr es braucht…!“

„Aber ich will nicht mehr!“

„Ich biete es euch nur an!“

Raul schnaufte seinen Ärger raus und ihm wurde Kalt im Hof und unter dem Mantel.

„Na gut. Wie damals, aber nicht mehr!“

Sebastians Gesicht hellte sich auf und wie damals, verbeugte sich sein Diener vor ihm.

„Wann soll ich euch zurückerwarten?“

„Am Abend Sebastian. Vielleicht.“

„Soll ich das so Julia ausrichten?“

Raul schluckte und sein Magen wollte sich schon umdrehen.

„Ich werde pünktlich zu Abendessen da sein.“

„Schon besser mein harter König!“

Raul sah wohin sein Diener schielte und er konnte nichts gegen seinen Steifen unternehmen. Allein der Gedanke wieder in das Haus zu gehen, ließ die Vorfreude gegen den Bademantel spritzen.

Sebastian verbeugte sich noch tiefer und beim Wiederaufrichten, drehte sich sein Diener um und ging elegant und grazil davon. Als sich auch Raul umdrehte und dabei den Hof sah, fingen seine Eier richtig zu pochen an. Er sah die feiernden hinter der Glaswand in den Bars. Sie lachten, tanzten und tranken und es war einfach nur voll. In der linken Bar sah er die normalen Gäste, die in der halbrunden Bar nur feiern wollten. In der rechten Bar aber, sah er die Gäste vom Haus, die feierten und wo der Körperkontakt normal war. Er sah die Jungs, die bei ihren Gästen waren, wo aber auch dort der Intimkontakt verboten war. Dennoch tranken sie mit, feierten mit ihnen und er war glücklich über den Umstand, dass nur Jungs ab einem gewissen alter was trinken durften.

Und anscheinend war die Bar sehr beliebt in der Gegend. Denn unaufhörlich kamen Gäste runtergeritten. Es waren einzelne, oder kleine Gruppen, die einfach im Haus Rosé feiern wollten. Die wenigen weißen Echsenpriester, die allesamt Tom gehörten, führten die Reittiere in den Stall, während gleichzeitig welche rausgeführt wurden für die Gäste, die abreisten.

So gesehen, war sehr viel los im Haus und um das Haus Rosé. Und wie die neuen Gäste die jetzt gerade ankamen und womöglich in das Haus gehen wollten, staunte er auch über dieses Bauwerk. Denn, es war immer wieder unglaublich, wie hoch und schön es war, und unmöglich zu bauen wäre. Nur durch Magie, die Technik aller Länder, konnte dieses Bauwerk überhaupt gebaut werden. Und in den letzten drei Wochen, wurde noch dazu gebaut und er möchte unbedingt wissen, was alles noch dazukam.

Gehört hatte er schon, dass nun auch hier im Anwesen die Neuen „Lustsklaven“, ausgebildet werden. Julia hat ihm erzählt, dass es im Winter zu kalt am See war und nun in den kalten Tagen hier im Anwesen die neuen ausgebildet werden. Auch konnte man in der Zeit sich „verkaufen“ beim Empfang und man wird dann gleich zum neuen Anbau hingeführt.

Und es gab ein Anbau, dass völlig geheim war und das viele Gäste rätseln ließ. Im Großen und Ganzen, war das Haus wieder was Neues für ihn und er war sehr gespannt, was heute so alles passieren wird.

Und deswegen, ging er nun geschwind über den Platz, passierte die Statue vom nackten Tom, der einen erregten Anubis ritt, um das Eingangstor zu öffnen. Es war viel los, zu viel für ihn, weil er es kaum noch erwarten konnte.

Er sah Väter und Söhne. Gruppen und einzelne Personen, die allesamt in Reih und Glied vor den Pulten darauf warteten, sich anzumelden. Der teure Marmor unter dem Glasboden, war diesmal bearbeitet worden und er sah nackte Männchen, die allesamt in einer sehr heißen Pose zu ihm aufsahen.

Nachdem er sich in die kürzeste Schlange angestellt hatte, hörte er wie alle aufgeregt miteinander flüsterten. Er konnte kaum was verstehen und was er verstand, war genau das, was er im Kopf und in den Lenden hatte. Nach wenigen Minuten kam er endlich dran und eine schöne schwarze Puma Dame empfing ihn mit einem Lächeln.

„Willkommen im Haus Rosé!“, sagte sie weich.

„Danke. Es soll für mich reserviert worden sein.“

„Darf ich dann ihren Namen erfahren?“

„König… Raul, oder nur Raul.“

„Einen Moment bitte.“, die Puma Dame sah auf ihrer Liste auf dem Pult nach und sie schlug mehrere Seiten zur Seite und fing erst dann zu lesen an.

„König… König…“, flüsterte sie leise und als sie dann am Ende der Liste angelangt war, schlug sie wieder einige Seite zur Seite.

„Raul… Raul…“, gerade als er dachte, dass es doch keine Reservierung für ihn gab, sah sie zu ihm auf und lächelte breit.

„Raul Franz Esterwind?“

Er nickte und es verwunderte ihn nicht, dass seine Tochter ihn unter diesen Namen reserviert hat. Denn es war sein Name, bevor er König Raul Ostward wurde. Als er noch jung war und sein Land im Feuer der vielen Schlachten erkämpft hatte, wurde er als Ostwald von der Kirche zum König gekürt. Denn so, sollte in den Geschichtsbüchern der erste König heißen und weil es auch sein Wunsch war, dass sein alter Name nicht mehr erwähnt wurde. Seine Vergangenheit wollte er so vergessen, weil sein Vater ein Trunkenbold war und bei jedem schulden hatte. Deswegen, wollte er mit einem frischen und neuen Namen sein Königreich regieren, ohne das die Vergangenheit die Krone beschmutzt.

Aber es war ironisch. Er hatte einen neuen Namen gewählt, weil er die Krone nicht beschmutzt sehen wollte und jetzt, hat er es selbst beschmutzt mit seine Dunkeln und schmutzigen Begierde. Vielleicht, nein, ganz sicher sogar, war die Entscheidung seine Tochter als Königin zu wählen, die richtige Entscheidung gewesen. Sie war seine bessere Hälfte, sie war sein ganzer Stolz.

„Gut, dann sollten wir die Hausordnung durchgehen.“

„Ich kennen sie schon. Vor vier Wochen war ich schon einmal hier.“

„Ah! Sehr schön, aber ich muss sie dennoch bitten sie einmal durchzulesen und zu unterschreiben. Sonst können sie leider nicht das Haus betreten.“, sagte sie und überreichte ihn gleichzeitig die dreiseitige Hausordnung. Da er keine Wahl hatte, ließ er sich die Hausordnung durch und er fand sogar ein paar Zeilen, die Neu für ihn waren.

Unter den drei Reservierungen, kann man nun auch nur für einen Tag rein. Die kosten dafür sind nur Zehn Goldstücke, sofern man eine Echse aus Archia war und 20, wenn man keine Echse war. Zusätzlich bekommt man auf den vier Armbänder, die man je nach Reservierung bekam, noch eine Markierung darauf. So war für jeden ersichtlich, ob er lieber einen Jungen, oder einen Erwachsenen haben möchte.

„Wieso bekommt man die Markierung überhaupt?“

„Da die ersten Tage vorbei sind und einige unserer „Lustsklaven“ nicht gebucht, oder ausgesucht sind. Warten sie auf die Gäste und gleichzeitig können sie gleichsehen, was sie, oder die Gäste, bevorzugen.“

„Verstehe.“

Raul las weiter, aber den Rest kannte er schon.

„Ähm… ist vielleicht… ein Anzug für mich da? Ich frage nur, weil ich letztens wo ich da war, auch der Schneider mich besucht hat, um für mich eine Abendgarderobe anzufertigen.“

„Sie waren vor vier Wochen schon hier? Und sie waren unter König Raul eingeschrieben?“

„So war es.“

„Dann einen Moment bitte.“

Raul erinnerte sich nur ungern, was vor vier Wochen passiert war. Er schämte sich deswegen sehr und auch deswegen, weil er Benjamins Hilfe gebraucht hatte, als der Schneider von König Karl kam, damit er überhaupt aufrecht stehen und die Arme heben konnte. Die Puma Dame holte ein Buch unterm Pult hervor und gleich auf der zehnten Seite, fand sich auch seinen Namen. Das Buch wurde dann gleich zurückverstaut und in einer fließenden Bewegung, holte sie ein zugeschnürtes Paket hervor.

„Das ist ihres, Herr Raul.“, auf dem Paket stand „KÖNIG RAUL! LIEBE GRÜßE!“. Als er sein Titel las, schmerzte es ihm doch sehr, nicht mehr der König zu sein. Nun war er ein alter Löwe, der einen jungen ficken wollte.

„Danke.“, schaffte er noch irgendwie nett zu sagen, um dann die letzten Zeilen der Hausordnung durchzulesen, um sie dann mit der zur Verfügung stehenden Feder, zu unterschreiben.

„Danke Herr Raul. Sie haben Zimmer 011. Es ist im linken kleinen Anbauturm.“, die Puma Dame holte gleich ein blaues Armband hervor, aber überreichte es ihm nicht.

„Herr Raul. Ich habe gelesen, dass Herr Qadir ihren Aufenthalt vor vier Wochen pausiert hat, wegen ihren Beschwerden. Somit haben sie noch 12 Tage vom letzten Mal übrig. Die Neureservierung aber hat nur normal für sie reserviert. Von den 12 Tagen die sie vom letzten Mal hatten, kommen jetzt nochmal 30 dazu. Somit sind sie auf 42 Tage hier reserviert. ABER, diese 12 Tage vom letzten Mal, sind gerade sehr schwer irgendwo unterzukriegen. Es kann also sein, dass wir sie nach den 30 Tagen irgendwo anders unterbringen müssen. Sie können aber auch die 12 Tage gutschreiben lassen und sie ein anderes Mal nutzen. So gesehen, wäre das für sie sogar besser.“

„Wieso sollte das besser sein?“

„Weil in der Neureservierung ihr Diener Sebastian nicht inkludiert ist.“

„Das verstehe ich nicht.“, sagte er offen, weil das ein Widerspruch war. Es ist sogar schlecht das Sebastian vergessen worden war.

„Zum einen, weil alle großen Zimmer für die Drachenklasse gerade völlig ausreserviert sind und zum anderen, weil ihr Zimmer nur ein Doppelbett hat und somit euer Diener kein Zimmer im Haus hat. Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass sie das Zimmer mit ihren Diener teilen wollen, während sie sich vergnügen. Und, da die Reise lange und beschwerlich ist, wäre es nicht sonderlich angenehm euren Diener zuerst zurückzuschicken, um dann wieder herzuholen, wenn die Tage der Drachenklasse in Anspruch genommen werden. Und sowieso, müssten sie für ihn zahlen, falls er doch bei ihnen bleiben soll.“

Das wiederum ergab Sinn.

„Verstehe…“, es war nicht schön, dass jetzt Sebastian nicht mal in das Haus gehen dürfte, da er unter Normal reserviert wurde und das ohne ihn.

„Gut, dann werde ich die normale Reservierung nutzen, ohne die alte zu benutzen.“

„Sehr schön. Dann hier das blaue Band. Und bevor sie jetzt unseren Service genießen können, kommt nur noch eine letzte Frage.“

Sie überreichte ihm das blaue Band, wo schon drauf sein Schlüssel für das Zimmer dranhing. Als nächstes sah er ein braunes und ein gelbes kleines Band.

„Braun steht für Erwachsen und gelb für Jungen. Welches wollen sie haben.“

„Gelb! Helles, strahlendes gelb und junges Gelb!“, schoss es gleich aus ihm und die Puma Dame grinste sehr breit und band das kleine gelbe Band um das blaue.

„Dann wünsche ich ihnen wundervolle und spritzfreudige 30 Tage im Haus Rosé, Herr Raul. Wenn sie jetzt den Gang entlanggehen, wartet der Badebereich auf sie und gleich darauf, werden schon die süßen und jungen Jungs auf sie warten, oder sogar schon aussuchen!“

Raul pochte das Herz das Haus wieder als Gast zu betreten. Er roch schon das Lavendel der Seife, als er die Sichtschutzwand hinter sich gelassen hat. Er roch das Salz in der Luft, kurz bevor er die gläserne beschlagene Tür aufmachte.

Und sein Herz und seine Lenden zersprangen vor Freude, als er runter in das riesengroße und blau geflieste Bad runter sah.

Axel und John

Axel sah sich im Spiegel an und am liebsten wollte er weinen. Er sah sich im Zimmer an und tränen rannen ihn über die Wange. Er sah das Bett seines Vaters, den Schreibtisch seines Vaters, den Kamin, wo sein Vater davor oft im Stuhl eingeschlafen war. Als er nach rechts sah, sah er den Kleiderschrank seines Vaters. Axel schloss die Seitentür vom Schrank, dass gleichzeitig auch der Spiegel war.

„Mein Königsss…“, Axel sah zur offenen Tür, wo eine schmächtige Echse mit einem Holzbein stand. Sie hatte die goldene Rüstung der Königswache an und sah nicht minder so traurig aus, wie er.

„Ichss vermissenss auch Karlsss… aber heutess euer Tagsss!“

Axel wandte den Blick ab und wischte sich die Tränen davon.

„Ja, heute ist unser Tag, Sorak.“

Der Mantel wog schwer auf seinen Schultern, als er an Sorak vorbei in den Gang tritt. Die Krone war viel zu groß und schwer, obwohl sie genau passte. John stand schon vor ihm und war nicht minder so prachtvoll wie er angezogen. Seit sie ihr Vater verlassen hat, suchten sie beide Trost beim anderen.

Sie haben etwas wieder zueinander gefunden. Sie konnten wieder miteinander sprechen, ohne dass gleich die Fäuste flogen. Dann sah er sich Katosh an, der Glücklich und mit einem Prachtvollen und goldverzierten Gürtel neben John stand. John sah ihn verbittert, traurig und schlecht gelaunt an.

„Wollen wir diesen Scheiß hinter uns bringen Axel?“

Axel sah es nicht als scheiß an. Denn heute, war ihre Körnung. Aber er verstand John, diesmal. John musste heute die Heirat mit Katosh vollziehen, weil König Richard es so wollte und weil John und Katosh dann in das Archaische Reich ziehen mussten, um dort ihre Kind zu zeugen. Wobei das eher Katosh überlassen war. Dennoch, John war eine Spielfigur, die hin und hergeschoben wurde und eigentlich erst Jahre später in das Archaische Reich ziehen sollte, nachdem König Richard zu alt für das Amt als König wurde.

Es war eine Zwangsheirat und das gleiche, hatte er nun auch vor sich. Seine Gattin hieß Tzira und er hörte das sie hübsch für eine Echse sein soll. Und sein Sohn, wird schon in Acht Monaten auf die Welt kommen. Allein die Tatsache, dass Julia gleich schwanger von ihm wurde und auch noch ein Sohn auf die Welt bringen wird, brachte ihn fast wieder zum Weinen.

Er wurde Vater, genauso musste sich wohl auch sein Vater gefühlt haben, als er herausfand, dass John kommen wird. Er war einfach nur Glücklich, obwohl er erst 15 Jahre alt war. Mit 16 wird er Vater werden und Tzira wird die Mutter seines Sohnes werden.

„Mein König, wollen wir?“, hörte er zum ersten Mal ihre Stimme. Sie war spärlich bekleidet. Die zwei Brüste, die nicht gerade als Brüste bezeichnet werden konnten, wurde von einem weißen Tuch umhüllt. Um die Hüfte hatte sie den typischen Gürtel einer Echse von Archia. Auch war der Gürtel mit Gold verziert und beim hängenden Stoff, sah er das Wappen seines Hauses, seines Königreiches. Sie war wirklich sehr hübsch. Sie war elegant gebaut, hatte weiße-braune Schuppen vorne und hellblaue am restlichen Körper.

Und sie roch sehr verführerisch. Vom Auftreten sah sie sehr feminin aus, für eine Archaische Echse und er wusste nicht so genau, ob das gut oder schlecht war. Jedoch spielte es dann keine Rolle mehr, als sie seine Hand in ihre bettete. Denn, zu dem Zeitpunkt, war er wirklich Glücklich sie an seiner Seite zu haben. Tzira wird seine Frau werden, die Königin und sie wird ihm das Bett wärmen und die Beine heute Nacht für ihn spreizen.

Als sie vier losschritten, sah er kurz zu John, der sich seufzend die feuchten Augen abwischte.

„Geht's John?“

„Geht schon, und bei dir?“

„Ich… bin nervös.“

Bestimmt sah es komisch aus, dass Tzira seine Frau einen Kopf größer war als er. Doch das spielte alles keine Rolle mehr, als sie das Ende der Treppe erreicht haben und die restlichen Königswachen sie empfingen.

Sie werden nun auf sein Wort hören. Tun was er sagt, genauso wie die ganzen Adeligen im Saal, die sich alle vor IHM verbeugten. Er wird König werden. Er wird er König über ein ganzes Reich werden. Seine Aufgaben waren nun sein Land und das von Archia zu versorgen und sein Land zu beschützen.

Natahn in der goldenen Rüstung, empfing ihn mit einer Verbeugung am Tor. Und auch vor John verbeugte sich der Hengst. Ein Grinsen musste er aber unterdrücken, als die Erinnerung an die letzten Tage im Haus Rosé aufkamen. Natahn war ein versauter Hengst und verbrachte die Tage zwischen den Beinen seiner Freunde Mario, Lancel und Boris.

„Mein Prinz, mein König Axel van Helm. Seid ihr bereit für die Krönung? Prinz John van Helm, Prinz Katosh. Seid ihr auch bereit für eure Krönung?“

Sie vier nickten und wieder sah Axel rüber zu John. Bevor die Tür aufging, nahm Katosh Johns Hand und hob sie an. Sanft gab er Johns Hand einen Kuss und sein Bruder sah daraufhin zu Katosh.

Katosh grinste und als John wieder nach vorne sah, grinste nun auch endlich sein Bruder.

Axel hat sich in den letzten Tagen immer gefragt, was sein Bruder für Katosh wirklich empfand. Doch dieses Lächlen sagte alles. John war nicht wirklich glücklich, aber auch nicht unglücklich. Es sah eher so aus, als ob sich John in dem Moment dem Schicksal hingab und das Beste daraus tat.

Die Tür ging auf und es war ein kristalliner Himmel empfing sind. Der Weg runter vom Palast war mit einem roten Teppich ausgelegt. Auf halben Weg runter, war der Körungsplatz, wo die Bevölkerung vor den Toren der Zeremonie beiwohnen konnte.

Als sie rauschschritten, hörten sie die Bevölkerung. Die Jubelrufe waren bis hier rauf fast schon ohrenbetäubend. Zwei Völker haben die Stadt belagert. Zwei Völker winkten ihren zukünftigen Königen und Königin zu.

Sowas zu erleben, hätte Axel bis vor paar Minuten für undenkbar gehalten. Aber nun, schritt er runter und er sah, wie die Kirche der Neun und die Priester von Archia, auf sie warteten, um beide Paare zu Körnen. Am Platz warteten die Clanführer, die zurückgeblieben waren und die Stellvertreter der Clanführer, die jetzt gerade ihren Kampf austragen sollten. Für Axel standen seine Freunde unten und warteten auf ihn. Boris, der normal fast nichts trug, hatte heute eine Kleidung ausgesucht, die so wundervoll sein Gemüt darstellte. Rosarot war der Anzug das Baros trug. Mario mit seiner hellblauen Frisur, grinste ihn von unten mit einem himmelblauen Anzug an. Und Lancel hatte seine Traditionskleidung an. Aus den Schuppen eines roten Drachens, war die Rüstung gefertigt die Lancel trug und neben Lancel, stand sein Gatte. Lancel wurde vor zwei Tagen verheiratet und der Drache war um die 300 Jahre älter als Lancel. Aber er war sehr lieb und sehr zuvorkommend und hat noch nicht mit Lancel das Bett geteilt. Sir Sarta Rotkralle wollte abwarten, bis Lancel Blauschuppe zu ihm kam ins Bett.

Und das fand Lancel schon fast Verliebens wert. Erst wenn beide das Bett teilten, wollten sie sich ihren Sohn aussuchen, doch bis dahin, hatte Lancel alle Freiheiten, die er vorher hatte. Doch ab der Nacht, nachdem sie beide dann Sex hatten, würde Lancel von Sarta in sein Geschäft eingeführt. Sarta war ein Reicher Händler, der teuren Schmuck von den Drachenclans hier in der Stadt verkauft. Lancel soll als Juniorchef im Geschäft eingeführt werden, damit er auch noch Zeit für ihr Kind haben soll. Somit war Lancel das Weibchen in der Beziehung, was seinen Freund nicht wirklich störte, da wie gesagt, Sarta mehr als 300 Jahre älter war und es unter Drachen üblich war, dass das Männchen älter als das Weibchen war.

Zum Schluss, sah er dann Markus. Tom letzter Wunsch, und der Wunsch seines Vaters, Karl, erlaubten Markus bei ihm zu bleiben. Markus war nun ein Teil seiner Familie, ein Zögling und gleichzeitig, sein Bettgefährte. Nur durch ihn konnte er überhaupt letzte Nacht schlafen. Markus war es, den er heiraten wollte. Aber er konnte nicht und er wollte es eigentlich auch nicht. Zum einen erlaubten es die Gesetze nicht und zum anderen, liebte ihn Markus nicht so, wie er ihn liebte.

Markus hat ihm gestanden, dass er ihn sehr anziehend fand, wegen seiner Gestalt. Und sie haben sich auch völlig ausgesprochen und Axel hat ihn auch das, was seinem Vater zugestoßen ist, verziehen. Dieses Thema aber, war der Grund wieso er ihn nicht heiraten konnte, und wollte. Dieses Thema war es, wieso es nicht ging.

Denn, wenn er die Person heiraten würde, die König Karl fast umgebracht hätte, dann würde die Bevölkerung völlig ausarten und eine Rebellion gegen die Krone starten.

Rational gesehen, würde das bestimmt eintreffen. Doch seine Gefühle galten nur Markus, den er über alles liebte.

Als John und er zu ihrem jeweiligen Priester gingen, sah John zu ihm.

„Axel… Vater wäre Stolz.“

Dieser eine Satz, ließ ihm die Tränen fließen. Er hörte kaum die Worte die der Priester vor ihm sagte. Er kannte den Ablauf und wusste was zu sagen war, dennoch, in seinem Kopf war jetzt nur Karl, sein Vater, der jetzt um sein und um das Leben aller Kämpfte. Diese Zeremonie, sah Axel nun als lächerliche Farce an. Was würde er schon erreichen, wenn die menschliche Streitmacht vor der Tür stand? Gar nichts! Sie hatten nichts mehr, was dazu fähig war, ihr Land zu verteidigen. Wenn also sein Vater fallen würde, dann würden sie auch fallen.

Wie immer, stand sein Vater vorne und beschützte ihn und wenn er fällt, dann fallen alle.

John war zwiegespalten. Zum einen wollte er nicht Katosh Weibchen sein, doch andererseits, fand er es ziemlich heiß und geil Katosh geilen Penis wieder im Bauch zu fühlen, oder wieder fühlen zu dürfen. Sein Angebot an Albrecht und Tom, wurde nicht erwidert und somit war er nicht mehr und war nie, von den beiden ihr Weibchen.

Er sprach die Worte, die ihm Katosh und Sorak vorgesagt haben. Er schaffte es sogar fast ohne Akzent. Aber, als es daran ging, Katosh zu küssen, drang wieder das Bild von seinem Vater auf, der vor ihm kniete und ihn einfach umarmte. Seine Tränen benetzten ihre Lippen, als sie sich trafen und am liebsten würde er Katosh jetzt bespringen und rammeln, nur damit er dieses verdammte Bild loswerden konnte.

Dieses Bild, das sein Herz zerbrochen hat.

Die Bevölkerung jubelte. Weiße Tauben wurden freigelassen und die Glocken in der Stadt wurde alle gleichzeitig geläutet. Es war feierlich. Es war so ein schöner Tag für John und deswegen, zog er jetzt jede Sekunde in die Länge und sah sich alles eindringlich an.

Das war nun sein Tag, sein Krönungstag und den, konnte ihn keiner nehmen, nicht einmal sein Vater. Voller Freude, als die Zeremonie abgeschlossen wurde, was recht schnell geschah, sah er zu Katosh. Sein Gatte, sein Männchen, weinte vor Glück und das tat nun auch John.

Sie nahmen sich gleichzeitig in die Arme und in dem Moment stellte John fest, dass alles was er getan hat, was er gesagt hatte, nur das verdecken und überspielen sollte, was er wirklich empfand. Wie er Katosh im Bad kennengelernt hat, wie er von ihm gefickt wurde. Stunden und Tage wurde er von ihn gefickt und von ihn gezeichnet, dass er sein Weibchen war. Und nun, wollte er es auch sein.

Denn, als es zwischen ihnen rauskam und alles in Gang setzte, wie er von seinem Vater an Tom übergeben wurde, wie er Albrecht zuerst hasste und sich dann fast in ihn verliebt hatte, sollte nur das überspielen, was er innerlich wirklich wollte.

Von Anfang an und daran erinnerte er ich gerade, wollte er mit Katosh Zusammensein. Er war die Echse, das Männchen, in dem er wich wirklich verliebt hatte. Das ganze Schauspiel am See, hat er nur deswegen gemacht, weil er sich sicher war, dass er Katosh nicht haben konnte. Auch als Katosh zum Lustsklave ausgebildet wurde, war er sich sicher, dass er ihn nicht bekommen wird, weil er ihn ziemlich derb und schmutzig zurückgewiesen hat.

Doch jetzt, jetzt war er sein Weibchen. Sie waren jetzt verheiratet und er freute sich so sehr, dass er endlich wieder lachen konnte.

„Mein Männchen!“, stieß er freudig hervor und das gleiche bekam er von Katosh zurück.

„Mein Weibchen! Ich wusste es immer, dass du mich haben wolltest!“

John wollte schon fast derbes sagen, aber durch Albrecht hat er gelernt, es besser sein zu lassen.

„Erhebt euch König Axel van Helm. König über das Land, dass eure Ahnen für euch aufgebaut haben!“, schrie der Priester und noch mehr weiße Tauben wurden freigelassen und Goldnir, der unten am Tor Wache hielt, schrie auf und das war das Zeichen.

Die ganze Stadt fing zu jubeln an. Alle Kehlen beglückwünschten sie beide und bejubelten ihren neuen König.

John ließ Katosh los und ging zu Axel, der gerade jetzt Tzira geküsst hatte, die sich dabei runter zu Axel beugen musste. Gleich drauf, sah Axel zu ihm und John hob gleich beide Hände, um die Tränen von Axel Wangen zu wischen.

„Mein König Axel! Möget ihr lange Leben. Mögen unsere zwei Länder auf ewig befreundet sein. Und… möge mein Bruder glücklich werden.“, sagte John und er musste sich schon richtig überwinden, die passenden Worte zu finden und nicht in sein altes Ich zurück zu rutschen.

Axel wollte schon wieder Tränen vergießen, doch stattdessen wurde John von ihn umarmt und John drückte genauso fest wie er.

„Na komm Bruder, gehen wir ficken!“

„Ja, ficken wir, aber in getrennten Betten bitte.“

„Scheiße. Ich würde es geil finden, wenn du neben mir ficken würdest.“

„Wirklich?“

„Na klar! Ich liebe es Zuschauer zu haben.“

„Aber wehe… du berührst mich!“

„Scheiße…!“

„Versprich es mir John!“

„Ja gut… wir berühren uns dabei nicht. Aber zuschauen darf man?“

„Von… mir aus…!“

„Geil und ich spüre wie du schon hart wirst.“

„Ich spüre dasselbe bei dir, nur das du schon fast nass bist.“

„Verdammt, ich habe genau deswegen drei Unterhosen an.“

„Typisch John.“

„Typisch Axel, will nie was neues Probieren.“

Sie lösten die Umarmung und sahen sich lächelnd an.

„Wann musst du los John?“

„Erst in paar Stunden, also genug Zeit für Fi… für etwas Ruhe.“

„Und wann sehen wir uns wieder?“

„In ein paar Monaten erst. Ich muss mit meinen Männchen die Clans besuchen gehen und Richards Befehl ausführen.“

„Welchen Befehl denn?“

„Ach, es geht um den Clan der Züchter. Sie sollen verstoßen werden und hier ihr neues zu Hause finden. Besser als abgeschlachtet zu werden in ihrem Land.“

„Na dann…“

„Ja gehen wir und Axel?“

„Ja?“

„Tzira? Teilst du sie nur für heute?“

„Dachte du bist schwul?“

„Bin ich auch, aber meinen Schwanz in sie zu stecken, in ein Weibchen, möchte ich auch mal.“

„Frag sie doch am besten selbst, aber dann ist auch Katosh für mich zu haben, oder?“

„Götter, natürlich! Er ist ein außerordentlich guter Ficker. Und ich habe auch MAXI für heute mitgenommen, damit wir den ganzen Tag abspritzen können.“

„John, zumindest jetzt, heute, solltest du dich in der Öffentlichkeit benehmen.“

Bevor John darauf antworten konnte, wurde er von Katosh auf die Seite genommen. Er wusste, dass es nun Zeit war mit den Clanführern und den Stellvertreter zu sprechen. Das gleiche galt nun auch für Axel. Auch er durfte nun mit den Ministern sprechen und von ihnen ihre Glückswünsche anhören.

Das dauerte einige Minuten und John musste nur ein paar Minuten auf Axel warten, bis auch diese Etappe vorbei war. Die nächste Etappe war nun in den Kutschen durch die Straßen zu fahren und sich der Bevölkerung zu zeigen.

Es war für sie beide lästig, immer nur zu grinsen und zu winken. Katosh und Tzira hingegen gaben sich dem völlig hin und das überschattete von ihnen beiden, wie lästig sie das fanden. Dennoch, kurz bevor auch die Kutschenfahrt vorbei war, fanden sie das auch schön. Sie sahen die vielen freudigen Gesichtern, sahen wie ihnen zugewunken wurde und wie alle vor Glück ihn als König zu haben, lachten und weinten. John sah seine Leute, seine Echsen aus Archia und da wurde ihm langsam bewusst, wen und was er regieren wird an Katosh Seite.

Das größte, potenteste und aggressivste Volk auf dem Kontinent, war sein Reich, seine Bürger, seine Landsleute. Er war neben Katosh, der König von Archai. Er würde ein Archaisches Kind großziehen. Ihn seine Traditionen zeigen und auch die, die die Echsen aus Archia haben. Er wird mit ihm Jagen gehen, seine ersten Schritte sehen und, sein Vater sein.

„Ich möchte von dir mindestens drei Kinder haben Katosh!“, flüsterte er ihn dann zu, als die Kutschenfahrt langsam dem Ende zuging.

„Ich wollte eigentlich vier, mein Weibchen.“

„Vier sind auch ok.“, sie beide grinsten sich zu, bevor sie sich vor Glück küssten. Da wurde ihm abermals etwas bewusst und das Erfüllte sein Herz mit Trauer. Seine Familie, das Haus Rosé und alle die er kennenlernen durfte, waren nun Vergangenheit. Es war eine schöne und gleichzeitig traurige Zeit gewesen. Die erste Hälfte war nicht gerade rosig gewesen, aber als er Albrecht kennenlernen durfte, und dann sich selbst, wurde es eine wundervolle Zeit. Alle die er dort kannte und kennengelernt hat, haben ihn zu dem gemacht, was er heute ist. Und weil er so ist, dankte er Albrecht für alles, was der blöde schwule Greif für ihn gemacht hat, indem er sich an Katosh anschmiegte und seine Gefühle, einfach zuließ.

Axel hingegen tauchte in die Vergangenheit. Er erinnerte sich an die Zeit, als John noch im Palast lebte, an die Zeit, wo alles zwischen ihnen begann. John war schon immer verdorben gewesen, von Anfang an. Seine erste Erinnerung war, wie ihn John zwischen den Beinen anfasste. Immer hat er seine Hand gefühlt am Penis und an den Hoden. Immer wenn sie zu dritt aßen, spürte er dessen Pfoten im Schritt. Und in den Nächten, schlüpfte John in sein Bett, um dann einfach weiter zu machen. Jahre ging es so und er empfand es als normal. Doch John wollte eines Tages mehr und wurde darauf aggressiv. Sehr aggressiv. Das war der Tag, wo sie sich beide gegenseitig verprügelt haben. Natürlich war John der, der mehr einstecken und austeilen konnte und ihn eigentlich verprügelt hat. Aber er hat auch ausgeteilt und am Ende, auch gewonnen, indem er mit voller Wucht John zwischen den Beinen trat. Seit diesem Zeitpunkt, wo John so aggressiv wurde, verstand er was John mit ihm gemacht hatte. Das war der Moment, wo er ihn zu hassen anfing. Das war der Moment, wo er nur noch ein Weibchen neben sich haben wollte, bis Markus auftauchte.

Jetzt aber, wo er mit John, neben John seine Tzira nehmen wird, hat er das alles John vergeben. Vor vier Tagen kam Sartesh zu ihm, um mit ihm zu sprechen und da fragte er ihm, was Johns Problem war und dann erfuhr er alles. Was John alles vom Privatlehrer erleben und durchleiden musste. Wie John den Lehrer aus dem Fenster geschubst hatte. Und was das alles aus John gemacht hat. Vor drei Tagen, hat er ihn dann all das verziehen und seitdem, sprachen sie wieder. Denn, John hatte keine Schuld an alldem. Gleichzeitig störte es ihm auch nicht, wenn sie nebeneinander liegen, denn John war nicht mehr sein Bruder. Denn sein Bruder hat er vor einigen Jahren schon vergraben. Nun waren sie Freunde, vielleicht sogar gute Freunde, die den heutigen Tag einfach miteinander verbringen wollten, bis John für einige Monate ins Archaische Reich reist.

Und irgendwie kam ihm der Gedanke auf, dass John doch nicht die Finger bei sich behalten kann. Und irgendwie, würde es Axel auch nicht mehr stören. Deswegen fing er zu grinsen an, als sie noch einmal der Welt zuwinkten, bevor sie in den Palast schritten, gefolgt von der Königsgarde.

Mika ,Otto und Hator

Ihnen war heiß, trotz der Kleidung die sie anhatten. Das war auch das einzig schlechte hier in Ascardia. Denn, was sie bis jetzt gesehen haben, erlebt haben, war eine komplett andere und wunderschöne Welt. Der Palast und das Palastgelände, war einfach nur riesig. Die Hauptstadt hieß wie der Kontinent, Ascardia und war gleichzeitig der Mittelpunkt und die größten Stadt auf dem Kontinent. Hunderttausende Leben in Ascardia und die gleiche Anzahl reiste rein, um Waren zu verkaufen, und reiste dann auch wieder raus.

Wohin sie beide auch blickten, sahen sie die Stadt. Man hörte von hier oben im Palast, wenn man runter zur Stadt sah, wie die Stadt lebte und florierte. Der Palast war sehr offen und jeder Eingang in einen Bereich oder in ein Zimmer, war hoch und breit. Wie die Stadt, so war auch der Palast aus braunem Stein gebaut worden. Die Dächer waren nur weiße Leinen, die entweder etwas lose runterhingen, oder fest gespannt waren.

Und es war viel los im Palast, Minister der Stadt und den anderen Städten kamen um mit Hator, den Pharao zu sprechen. Diener huschten umher, um den Ministern und Priestern Wasser und Essen zu bringen. Wobei das Essen eher leichte Kost wie Früchte war. Für Mika, war jeder Tag ein neues Abenteuer gewesen, so wie es ihm Otto gesagt hatte.

Und heute war auch der Tag, wo er Hator, seinen Vater, wieder sehen wird. Denn bis jetzt, hatte Hator so viel zu tun gehabt, dass sie ihn nicht mehr zu Gesicht bekamen. Heute war auch der Tag, wo Otto mit Hator vermählt wurde und deswegen mussten sie den Tag im Palast verbringen. Deswegen war Otto neben ihm schon den ganzen Tag sehr nervös. Und er war es auch. Denn heute würde er auch zum Prinzen gekürt und ausgerufen werden und deswegen, waren sie auch so prächtig und schwer gekleidet worden.

Das ihn Diener anzogen, störte Mika nicht wirklich. Sowas hat er schon in seinem alten Königreich gehabt, bevor er an Hator verkauft wurde. Es klang zwar hart, aber wenn man es nüchtern betrachtet, dann war es wirklich so. Für Frieden und fünf Kisten Gold, hat ihn sein Vater an Hator verkauft. Und er sah es seinen Vater langsam nach. Er war schwul und somit ungeeignet sein Land zu führen, weil er keine Erben mit einem Weibchen zeugen wollte und konnte.

Am Anfang war er Böse auf seinen Vater gewesen, weil er dachte, dass er ihm nichts nicht bedeutet. Aber dem war nicht so. Denn heute würde sein Vater anreisen um bei der großen Zeremonie dabei sein zu können.

Heute war sowieso für alle ein großer Tag. Denn Hator hatte wenig Zeit und noch so viel musste sein neuer Vater besprechen, bevor die Abreise anstand. Otto wird verheiratet und konnte kaum noch stillstehen. Und das ging ihm ziemlich auf die Nerven. Und er bekommt heute einen Lehrmeister zur Seite gestellt. Sein Lehrmeister wird ihn alles beibringen, was nötig war und das Einzige was er von ihm wusste war, dass dessen Name Argos war.

Otto konnte kaum glauben, wie ruhig Mika auf der Terrassenmauer sitzen konnte. Seufzend, weil er nicht wusste wann Hator zu ihnen gestoßen kommt, setzte er sich halb neben Mika auf die Mauer und sah sich den Plast vor ihm an. Es war Pyramidenförmig aufgebaut. Über große Terrassen, wobei bei jeder Terrasse ein Wasserbecken war, um sich abzukühlen, konnte man den eigentlichen Palast und deren Gärten erreichen. Der eigentliche Palast bestand aus einigen sehr offenen Zimmern, einer großen königlichen Empfangshalle und einen großen Garten, der um den Palast angelegt war. Auch war dort eine große Poolanlage, wo man den Tag unter dem blauen Himmel im kristallklaren Wasser verbringen konnte.

Aber sie hatten keinen Zutritt, weil nur die Minister, die Diener vom Palast und die Familie vom Pharao eintreten konnte. Natürlich auch die Ansuchenden, aber sie durften nur die Empfangshalle betreten, sofern sie ein Termin mit den Ministern ausgemacht haben und, wenn der Pharao es auch so wollte.

Es war schade, dass sie von hier oben aus, nicht die weiten Dünen sehen konnten. Denn genau das braucht er, um runter zu kommen. Als sie Ascardia erreicht haben und sie alle die unendlichen Dünen erblickten, fühlte er sich so kleine und unbedeutend, dass er in völlige Ruhe eintauchte. Diese Bild, wo nur zwei Farben herrschte, nämlich braun und blau, war etwas, was er nie mehr vergessen wird.

Eine kühle Brise kam auf, da erst vor kurzem die große und heiße Sonne aufgegangen war. Es war für ihn völlig ungewohnt, diese Brise auch im Lendenbereich zu spüren. Als die Brise vorbeigezogen war, brannte auch schon die Sonne auf sie zwei herab.

„Götter ist es heiß hier…“, schimpfte Otto und zog am Kragen. Sein kurzer Weiß-Goldner Rock war etwas zu eng und drückte schmerzlich auf die Hüfte. Seine Arme waren schwer, weil die ganzen Goldarmbänder, die vermutlich so teuer waren wie das ganze Haus Rosé, und somit taten ihn auch die Schultern weh. Apropos Schultern, Sein Halsschmuck war so schwer und so groß, weil es aus Gold bestand, dass es ihm bis zu den Schultern reichte und deswegen, tat auch schon sein Rücken weh.

Und gerade als er wieder schimpfen wollte, sah Otto wie Pestos die Treppe hochkam. Und er war nicht alleine. Hinter Pestos ging ein Gepard, der fast gleich angezogen war wie Pestos. Sie beide trugen ein langes und ärmelloses Hemd, das nur aus einem Stoff zu bestehen schien. Der Gürtel der den Stoff zusammenhielt, war schmuckvoll und nicht allzu billig. Gut konnte man die Gestalten der beiden durch den Stoff erkennen.

Mika, der genauso angezogen war, wie Otto, glitt von der Mauer runter und stellte sich neben seinen neuen Vater. Pestos und der Gepard knieten sich vor ihnen beiden hin, um dann mit ausgetreckten Armen das Gesicht auf den Stein zu legen. Genau fünf Sekunden taten sie das, bevor sie aufstanden und erst jetzt ließen die Etikette zu, dass sie sich grüßten und umarmten.

Mika schmiss sich schon auf Pestos, der ihn mit offenen Armen auffing.

„Mika, als Prinz solltest du nicht so offenkundig deine Gefühle zeigen.“

„Aber was soll ich sonst tun, wenn ich einfach nur froh bin dich zu sehen Pestos?!“

„Jedenfalls nicht springen!“, breit grinsend sagte dies Pestos und ließ dann Mika runter.

„Es tut mir leid, dass ihr warten musstet. Haben euch zumindest die Diener die Stadt gezeigt?“

„Das haben sie und es ist unglaublich wie groß und schön sie ist.“, gab Otto zurück und es war die Wahrheit.

„Nun, ab heute ist das auch eure Stadt, mein Prinz und mein Pharao.“

„Nenn mich nicht so Pestos.“, schoss Otto zurück, weil es nur einen Pharao gab und das war Hator.

„Ich MUSS euch so nenne, mein Pharao. Erst wenn wir Privat sind, kann ich euch anders ansprechen und das auch nur, wenn wir im Palast sind. Deswegen solltet ihr euch beide gleich daran gewöhnen.“

Otto wollte Pestos einfach nur in die Arme nehmen wollen, da er ihn seit mehr als zwei Wochen kaum zu Gesicht bekommen hat.

„Prinz Michael.“ Fing Pestos an und wurde gleich unterbrochen.

„Nur Mika. Ich befehle es.“

Pestos grinse und sah zu den Geparden.

„Also gut, nur Mika…“

„Nein nicht SO, MIKA ich heiße MIKAAAAAAAAA!“, stampfte Mika grinsend auf den Boden und das nahm Otto die ganze Anspannung, als er seinen Jungen so sah.

„Gut MIKAAAAAAAA!“

Da fingen sie alle zu lachen an und auch Otto, gab sich dem voll hin.

„Ok Mika. Ich habs verstanden.“, sagte Pestos dann, als sie zu lachen aufgehört haben und sich vor dem Jungen auf die Knie setzte. Auch der Gepard tat dies und Otto ahnte schon, was als nächstes kommt.

„Das ist Argos. Er hat erst vor kurzem seine Meisterschaft absolviert und wurde von mit Ausgewählt, um dich zu unterrichten. Er wird dir alles zeigen, alles Lehren, was ich auch meinen Pharao gelehrt habe, auch das Kämpfen.“

„Ist er auch so, wie du zu Hator?“

Pestos und Argos grinsten und nickten dann Mika zu.

„Ja. Er will dein Freund sein und er hofft, dass du ihn dann auch so behandelst. Er ist nun dein Diener, dein Vertrauter, wenn du Probleme hast. Aber sei gewiss, dass in der Zeit, wo du bei ihm lernst, das Lernen im Mittelpunkt steht. Es ist geplant, dass von Sonnenaufgang, bis zu der Zeit, wo die Sonne am höchsten steht, du seinen Lehren zuhören wirst und das auch alles lernen sollst. Einmal im Monat wird er dich dann Prüfen, so wie ich meinen Pharao geprüft habe. Also, streng dich an, mein Prinz und zukünftiger Pharao.“

Mika sah zu Argos und der Gepard verbeugte sich tief.

„Bist du auch schwul?“, fragte Mika einfach drauflos und Otto blieb die Spucke weg, als er das hörte.

„Ich bin das, wofür ihr mich braucht mein Prinz.“

„Wirklich? Dann zieh dich jetzt aus!“

Pestos grinste, ging aber dazwischen.

„Ihr könnt ihn später begutachten mein Prinz. Denn zuvor und das ist mein Geschenk an euch, dürft ihr euch freuen…!“, Argos und Pestos rutschten zur Seite, damit Mika es sehen konnte. Sie vier blickten in Richtung Treppe und dann, kamen vier Jungs raufgeschritten. Sie alle hatten nur ein weißes Tuch um die Hüfte gebunden, damit sie jetzt nicht als nackt zählten.

„Ich gab bekannt, dass der neue Prinz sich einen Freund wünscht. Und die vier, möchten mit euch befreundet sein, mein Prinz.“

Mika schritt gleich zu den vier Jungs. Einer war ein Gepard, der andere ein schwarzer Schakal, der dritte ein brauner Schakal und der viert war ein Jaguar. Das Erste was Mika tat, war nicht das heben des Stoffs, sondern, er streckte ihnen die Hand entgegen. Während die vier Jungs Mikas Hand schüttelten, erklärte Pestos noch was.

„Die vier werden im Palast wohnen und ihr könnt sie jederzeit besuchen gehen. In der Freizeit könnt ihr mit ihnen spielen, schwimmen, oder das machen was euch sonst noch in den Sinn kommt. Sie werden auch so wie ihr von Argos unterrichtet werden und zu fünft, macht auch das Lernen spaß. Mika, ich wünsche mir wirklich, dass ihr Freunde werdet, dass ihr Gemeinsam das Land beschützen werdet und in schweren Zeiten euch gegenseitig unterstützt.“

Mika verstand es. Sie waren nicht seine Diener, keine Lustsklaven, sondern wirklich vier Jungs, die seine Freunde sein wollen. Deswegen stellte er nicht die Frage, die er vorhin Argos gestellt hatte. Er sah sich gleich als Freunde an. Als Freunde fürs Leben. Er wünschte sich die gleiche Zeit mit ihnen zu verbringen, wie im Haus Rosé mit Axel, Boris, Lancel und Mario.

Deswegen, nachdem er die Hände von allen vier geschüttelt hat, nahm er dann einem nachdem anderen in die Arme. Und es wurde von jedem erwidert. Otto sah auch, dass die vier Jungs wirklich glücklich wirkten.

„Was hat es mit den vier Jungs auf sich?“, fragte Otto leise Pestos.

„Die vier waren Außenseiter. Keiner wollte mit ihnen befreundet sein, weil sie… nun ja, du weißt schon… wie Tom sind.“

Otto verstand sofort und er war froh, dass Mika das nicht gehört hatte und gleich mit den Jungs zu sprechen anfing.

„Nun denn, wieso wartet ihr hier?“

„Weil wir nicht reindürfen.“

„Das… stimmt so nicht. Heute ist euer Tag. Heute werdet ihr zum Prinzen und Pharao gekrönt. Somit ist es euch erlaubt in den Palast einzutreten.“

Otto schupste sich von der Mauer ab und sah zu Mika.

„Mika. Es wird Zeit. Gehen wir rein.“

Mika drehte sich um und kam breit grinsend zu ihm.

„Kommen meine Freunde nicht mit?“, fragte Mika noch schnell Pestos, bevor sie dann losgingen.

„Sie kommen mit. Das ist auch schon mit dem Pharao besprochen worden. Das ist jetzt auch ihr zu Hause und unser Pharao hat für sie sozusagen der Onkel.“

Es war ein schöner Gedanke von Hator gewesen, dass die vier Jungs im Palast wohnen durften. So hatte Mika immer jemanden zum Reden. Und deswegen ging Mika nochmal schnell zu seinen vier Freunden, schnappte sie alle an der Hand und führte sie selbstsicher zum geschlossenen Tor. Die Vier Schakal Wachen öffneten erst das Tor, als auch Otto und Pestos zu Mika stießen. Was sie erblickten, war ein Schlichter Thronsaal. Aber weil es schlicht war, kam alles hervor, was hervorkommen sollte. Links und rechts waren zwei Becken mit kristallklaren Becken, die von Eingang bis zum hohen Thron reichten. An den Wänden waren kleine Palmen, die den braunen großen und langen Raum die Farbe gaben. Die Wände waren bemalt worden und man konnte an den Figuren und an der Schrift vermutlich die Geschichte dieses Landes lesen.

„Was steht da?“, fragte Mika und bekam große Augen durch die Malereien.

„Das wirst du schon noch lernen und auch dann, lesen lernen, mein Prinz.“

Otto war hin und weg wegen Pestos. Der brummige Kater von damals, war hier ganz anders. Immer lächelnd, immer sanft und warm war die Stimme, als sie zu hören war. Und unendlich Ausdauer besaß Pestos, da jede Frage von Mika beantwortet wurde.

Hier in diesem Land, zeigte Pestos was für eine nette und warme Person er war und wenn das Otto schon früher gehört und gesehen hätte, dann wäre er ganz anders auf Pestos zugegangen. Aber nicht nur Pestos war so, sondern jeder. Jeder den er traf, mit dem er gesprochen hatte, sah glücklich und zufrieden aus. Es gab kein Streit, man sah keine mürrischen Gesichter, alles schien in Harmonie zu sein.

Langsam kamen sie den Thron näher und Mikas Freunde hafteten an seinen Jungen, als sie alle vor dem Thron stehen blieben.

„Wo ist Hator?“, fragte Mika leise und starrte dabei rauf zum Thron.

„Er wird gleich kommen mein Prinz. Es müsste jeden Moment soweit sein.“

„Und wo werde ich sitzen?“, flüsterte Otto Pestos zu.

„Falls ihr bei meinem Pharao sein werdet, werdet ihr zu seine rechten auf einem Hocker sitzen. Denn keiner darf höher sitzen als der Pharao, weil er von der Sonne kam.“

„Achso…“, gab Otto zurück und aus war der Traum, neben Hator zu sitzen.

„Aber macht euch keine Sorgen mein… zukünftiger Pharao. Ihr werdet mindestens genauso ehrenvoll behandelt werden, wenn nicht sogar unter bestimmten Umständen, besser.“

„Wieso das?“

„Weil ihr das Herz von Pharao Hator erobert habt. Niemand hätte gedacht, dass Pharao Hator ein anders Männchen heiraten wird, besonders noch so einen prachtvollen!“

Als der Satz ausgesprochen wurde, zwinkerte ihn Pestos zu. Und sie mussten tatsächlich nicht lange warten. Nur Sekunden darauf, kamen schon die ersten Priester in weißen Roben hinter dem Thron hervor. Das weiße Gold in den Schalen, das auch Weihrauch genannt wurde, verströmte sein Duft und den weißen Nebel, während die Schale hin und her geschwungen wurden.

Eine ganze Zeremonie von Priester kam hinter dem Thron hervor und Argos, Pestos und die Freunde von Mika, warfen sich auf dem Boden.

„Pharao Hator der Erste, Gottkaiser von Ascardia. Gottgeborener. Sohn von Neith den Eroberer.“

Als Hator vorgestellt wurde, verbeugten sich Mika und Otto. So war der Brauch. Alle bis auf die Familie sollen sich auf den Boden werfen. Die Familie soll sich vor dem Pharao verbeugen, um ihn Respekt zu Zollen.

Sie hörten das klimpern vom Schmuck, die weichen Schritte aller. Und es kamen immer mehr in dem Raum. Wachen schritten an ihnen vorbei. Priester umrundeten sie und Weihten sie mit dem goldenen Gold. Jemand stieg die Treppe rauf zum Thron und dann, hörte sie Stoff gleiten.

„Erhebt euch…!“, wurde ausgerufen und Otto verschlug es die Sprache. Genauso wie jedem anderen.

Man konnte sagen, dass Hator alle Register gezogen und sich so aufwendig wie möglich für heute angezogen hat. Otto konnte kaum glauben, dass Hator auf dem Thron saß, so prachtvoll und beschmückt war der.

Zwar hatte Hator nur ein weißes Gewand an, aber es bestand aus der teuersten Seide. Ringe an jedem Finger und an jedem Zeh war zu sehen. Goldene Arm und Pfotenbänder klirrten bei der kleinsten Bewegung. Ein einzig großes Schulterschmuck, dass über die Schulter reichte und aus Gold bestand, und dazu noch mit Smaragden und Rubinen verziert war, ließ fast den Gesamten Raum erstrahlen. Links hielt er ein Zepter und recht einen goldenen Wedel. Der Gürtel bestand nur aus Gold und wurde ebenfalls mit Smaragden verziert. Und dann kam die Maske. Es war eine goldene Schakal Maske. Die aufrechtstehenden Ohren waren innen mit Smaragdstaub bemalt. Die Augen waren schwarz nachgezeichnet du Rubine waren als Augäpfel eingefasst. Mit der gleichen Schwarzen Farbe wurde das Gesicht nachgemalt und der goldene Hals ging fließend zur Brust und Schulterschmuck über.

Und gerade, als er glaubte es würde nicht prachtvoller gehen, hob Hator langsam die Hände und legte sie sanft auf die Maske. Die Maske wurde angehoben und bei runternehmen der Maske, kam ein Diener hinter dem Thron hervor, natürlich gebeut, damit Hator über alles und jedem stand, um die Maske, die Krone vom Pharao, aus den Händen von Hator zu nehmen.

Braun goldene Augen strahlten förmlich zu ihnen runter. Das Goldverzierte Gesicht sah gnadenlos aus, aber auch mehr als anziehend für Otto. Es passte Hator einfach wundervoll, wie der Goldstaub um die Augen, auf den Augenbrauen und leicht an den Ohren, dessen Gesicht völlig hervorhob. Ohrringe aus Smaragden, Rubinen und Saphiren vollendeten den Göttlichen Eindruck, das Hator verströmte und ihnen auch offen zeigte.

Wenn er Hator nicht schon besser kennen würde, dann würde er sich nun auch auf dem Boden schmeißen und das Gesicht in den Dreck drücken. So einen erhabenen Eindruck kam von Hator zu ihnen gestrahlt.

„Wir die Priester von Ascardia, werden unter der Sonne und den Göttern, den Bund der Ehe mit unserem Pharao und mit Sir Otto beiwohnen. Wir werden Zeuge werden, wie unser Gottkaiser, seinen Gemahl vor seinen Göttern zu sich nimmt. Mögen die Götter euch gesegnet sein. Möge Sir Otto unseren Pharao Hator, Glücklich machen. Gleichzeitig werden wir Michael, vor den Augen der Götter zur Sonne schreiten lassen. Möge er von der Sonne gesegnet werden. Möge er den Segen der Sonne zu uns tragen. Möge er der Sohn, der auserwählte, der gesegnete, der berührte Pharao werden, wenn die Zeit gekommen ist. Möge er das Reich leiten, möge er uns führen, möge er uns Frieden geben und, möge er den nächsten Pharao erwählen. So ist der Wille der Götter.“

„SO IST DER WILLE DER GÖTTER!“, sagten alle im Raum gleichzeitig und alle, sogar Mika und Otto, wiederholten es dreimal, wie sich das gehört.

„DANN PREISET DIE SONNE!“, rief der oberste Priester am Sockel des Throns und oben, wo zuvor noch ein weißes Tuch als Decke war, fiel herab vor Ottos und Mikas Pfoten und die Sonne erstrahlte den ganzen Raum.

„PREISET DIE SONNE!“, sagten alle laut und dann, wurde es still.

Hator erhob sich und bei jedem Schritt hörte man die Bänder am Körper. Genau auf der Hälfe vom Sockel beim Thron, blieb Hator stehen und erhob langsam die Hand.

„Sir Otto, die Götter geben ihr Einverständnis. So stelle ich euch die Frage: Wollt ihr mein Gemahl werden?“

Otto schritt bedächtig nach vorne, schritt zwei stiegen rauf zum Thron, sodass drei Stiegen zwischen ihnen war. Dann beugte er sich runter, bis seine Lippen den Ring küssten, den Hators Vater seinen Gemahl am Sterbebett schenkte.

Genau drei Sekunden lagen seine Lippen auf den Ring und erst, nachdem er sich erhoben hatte und in die gold-braune Augen sahen, sagte er das, was sein Leben für immer verändert wird.

„Ich möchte euer Gemahl sein, mein Pharao. Mögen mich die Götter strafen, falls ich jemals meinen Blick von eurer Sonne abwenden sollte. Ich…“, Otto war noch nicht fertig, als hinten die Tür aufging. Es war totenstill, als Mikas Vater den Saal betrat und die Tür dann leise wieder schloss.

Otto sah, wie Hator außer sich vor Zorn war und kurz davorstand, den armen König einfach zu köpfen, weil der die ganze Zeremonie gestört hatte. Aber Otto ließ es nicht dazu kommen. Von unten legte er seine Handflüche auf Hators Handfläche, sodass er ihn nur ganz kurz berührte und ihn so damit zwang, zu ihm runter zu schauen. Und es wirkte, als Hator zu ihm runter sah und fast schon grinste.

„Ich werde für immer für euch da sein. Ich werde unsere Kinder großziehen. Ich werde für den kommenden Pharao all mein Wissen zur Verfügung geben, damit unser Reich noch größer und Ruhmvoller wird. Ich werde deinen Willen gehorchen. Ich werde den Göttern ehren, so wie ich euch ehren werde. Die Götter sollen mein Zeuge sein, die Sonne soll mein Zeuge sein, dass ich euch immer Treu bleibe, egal was kommt. Das ist mein Wille. Das ist der Wille der Götter.“

„DAS IST DER WILLE DER GÖTTER.“, sagten wieder alle, bis auf Hator und Otto, die sich nur noch in die Augen sahen.

Hator drehte nun die Hand und so auch automatisch die von Otto. Er wurde hochgeführt, genau zwei Stiegen, und stand nun eine unter Hator.

„Sehet meinen Gemahl. Sehet wie ihn die Sonne küsst und ihn so segnet. Er wird die nächste Sonne hervorbringen…“, Als Otto das „hervorbringen“ hörte, bemerkte er das Hator von der Zeremonie abwich. Denn, normal wäre es nun, dass er „Zeugen“, sagen sollte.

„… Er wird und ist, euer Pharao. Möge er mir zur Seite stehen, wenn ich Rat brauchen sollte. Möge er mir das Bett wärmen, wenn mir in der Nacht kalt werden sollte. Möge er unser Reich beschützen, wenn mir etwas passieren sollte. Und möge er in die Sonne schreiten, wenn unserer Zeit kommen sollte! Das ist der Wille der Götter!“

„DAS IST DER WILLE DER GÖTTER!“, sagten wieder alle gemeinsam, bis auf Hator und Otto. Als das letzte Wort im Raum verklungen war, drehte sich Otto um und sah nun als Pharao zu allen runter. Dann hob Hator die andere Hand und zeigte sie geschmeidig zu Mika.

„Michael, der aus einem fernen Land kam. Der dabei ist in die Sonne zu schreiten. Möchtest du den Traditionen ehren, der Sonne ehren, und auch den Göttern ehren, wenn ich dich nun Frage.“

„Ich werde den Traditionen ehren, der Sonne ehren und den Göttern.“, sagte Mika und machte einen Schritt nach vorne.

„Wirst du auch den Pharao ehren? Wirst du auch das Land ehren? Wirst du auch das Schicksal der Götte ehren?“

„Ich werde euch ehren Pharao.“, sagte Mika und machte wieder ein Schritt nach vorne.

„Ich werde mein Land und den Bewohnern ehren.“, und wieder ein Schritt.

„Und ich werde das Schicksal, was die Götter für mich haben, ehren und es ehrenvoll beschreiten.“, nun Stand Mika beim Sockel zum Thron.

„Dann frage ich dich Michael aus einem fernen Land. Möchtest du der Sohn von Ascardia werden? Möchtest du der Sohn vom Pharao werden? Möchtest du der Sohn der Götter und der Sonne werden?“, immer lauter sprach das Hator, bis er kurz davor war zu schreien.

„Ich möchte der Sohn von Ascardia werden.“, Mika nahm die erste Stufe.

„Ich möchte der Sohn von euch werden.“, Mika nahm die nächste Stufe.

„Und ich möchte der Sohn der Sonne und er Götter werden.“, dann kam die letzte Stufe und Hator beugte sich tief runter, um Mika einen Kuss auf die Stirn zu geben.

„Die Priester. Die Sonne und die Götter sind Zeuge, dass Mika mein Sohn werden möchte. Er wird euer nächster Pharao werden, wenn die Zeit von mir und Otto gekommen ist und wir zurück in die Sonne schreiten. Das ist der Wille der Götter!“, schrie nun Hator, sah jedoch sehr warm und herzlich runter zu Mika und alle im Raum schrien vor Glück und das genau dreimal: „DAS IST DER WILLE DER GÖTTER! DAS IST DER WILLE DER GÖTTER! DAS IST DER WILLE DER GÖTTER!“

Nun drehte sich Mika um und Hator legte die Hand auf dessen Schulter. Wie es sein sollte, stand Mika nun eine Stufe unter Otto und zwei unter Hator.

„Wir die Priester von Ascardia, waren nun Zeuge davon, wie unser Gottkaiser seinen Gemahl zu sich nahm. Wir waren Zeuge, wie unser Gottkaiser seinen Sohn erwählt hat. Mögen die Götter und die Sonne sie segnen.“

Wi wiederholten das die Priester dreimal. Dann, drehte sich jeder zum Thron und alle fielen sie auf die Knie, um das Gesicht auf den Boden zu drücken.

Ganze zehn Minuten verharrten alle so und als die Zeit mit einem kleinen und leisen Glockenschlag eingeleitet zu Ende ging, blies der Palast in die Hörner.

Es waren hunderte Hörner, allesamt so groß wie ein Weinfass und so, hörte die ganze Stadt, dass der Pharao vermählt worden war. Bis hier rein in den Thronsaal, hörten sie alle ihre Bevölkerung jubeln. Die Türen wurden geöffnet und Hator schritt den Thron hinunter. Weil die Türen offen waren, war das Jubelgeschrei nun so laut, dass man so laut sprechen konnte wie man wollte, ohne das sein gegenüber überhaupt was hören konnte.

Sie schritten durch die Halle und die Priester folgten ihnen. Neben Pharao Hator schritt nun Otto, der nun glaubte, dass sei alles nur ein Traum. Knapp hinter Hator, folgte ihnen Mika und hinter den Jungen kamen seine Freunde.

Sie schritten auf die Terrasse, wo er mit Mika vorhin gewartet hatte. Dann gingen sie die Treppe runter zur nächsten Terrasse, woher Mikas Freunde bekommen waren. Als sie dann die nächste Terrasse erreicht haben, schritten zu der Hüfthohen Mauer und sie drei, blieben dann dort stehen. Sie blickten runter und sahen, wie in jeder Straße, in jeder Gasse und auf jedem Dach, ihr Volk stand und zu ihnen raufjubelten. Hator überkreuzte die Arme auf der Brust und das Volk fing noch lauter, noch energischer zu jubeln an.

Sie standen fast eine halbe Stunde dort unter der prallen Sonne und genossen so, auch wenn es unendlich heiß war, ihren Tag. Die Priesterschaft schritt schon durch die Straßen und gaben Bort und Wein als Geschenk für die treue Bevölkerung. Es wurde gefeiert, getrunken und gesunken wurde für die tanzenden.

Und als Hator das sah, Otto neben sich sah und Mika auf der anderen Seite, konnte er kaum mehr die Tränen zurückhalten. Es war ein Geschenk, er war vermählt unter den Augen der Götter. Sein Volk weiß nun das er schwul war, dass er mit Otto verheiratet war und sie jubelten ihn dennoch zu. Alle preisten sie, seine Familie aus einem fernen Land.

Es ist der schönste Tag seines Lebens.

Nachdem endlich die halbe Stunde vorbei war, war es nun Zeit für die Opfergaben. Und wie es der Brauch vorschreibt, wurden sie jetzt alle mit einer großen Sänfte zum Heiligtum der Priester getragen. Die Sänfte wartete schon hinter ihnen und nur er mit Otto und Mika und ihren Lehrmeistern dürften die Sänfte betreten. Zwanzig Diener hoben dann die Sänfte, als sie sich in das Polstermeer niedersaßen. Rot-goldene Seidenvorhänge verhüllten sie drinnen in der Sänfte, wo schon Wein, Datteln und Trauben als Stärkung angeboten waren.

Vor dem Tisch setze sich Hator hin und lehnte sich gemütlich nach hinten in die Polster. Die Lehrmeister saßen ganzen Hinten auf den Knien und haben den Blick gesenkt. Otto setzte sich neben Hator und zum Tisch setzte sich Mika und fing gleich die Trauben zu essen an.

Otto hätte am liebsten gleich seinen Gemahl vernascht, aber das war gegen den Brauch. Auch hätte er gleich mit ihm gesprochen, aber auch dies war gegen den Brauch. Was aber nicht gegen den Brauch war, war das sie sich die Hand hielten. Und das taten sie gleich und strichen mit dem Daumen über den Handrücken des anderen. Und was noch nicht gegen den Brauch war, war sich in die Augen zu sehen. Otto sah, worauf sich Hator freute. In den Augen und am Stoff, sah er es ganz deutlich.

Das entging auch Pestos nicht und hüstelte in die Faust. Hator aber winkte ab und sah Kopfüber nach hinten zu Pestos. Sei beide grinsten sich zu und fingen fast zu lachen an, als Hator kurz in Pestos Schritt sah und ihn zuzwinkerte.

Doch dann riss sich Hator zusammen und sah sein Volk auf der Straße an, dass laut und schon fast heißer jubelte und ihnen alle ihre Glückwünsche rüber schrien. Fast eine Stunde musste sie abwarten, bis sie endlich am Heiligtum angelangt waren. Hundert Priester warteten auf sie und alle standen um eine Feuerschale, die auf dem Großen Platz vor dem Tempel stand. Der Tempeleingang war schlicht, aber links und rechts gesäumt von zwei Obelisken. Vom Eingang führte ein Gang runter in das Heiligtum der Götter, wo sie dann als nächsten nachdem Opfer gehen müssten.

Doch zuerst kam das Opfer. Nachdem die Sänfte auf den Boden glitt, stiegen sie Fünf aus und schritten zum Feuer. Vor dem Feuer standen drei Schalen. Eine mit Getreide, die andere mit Datteln und die letzte war leer.

Zuerst nahm Hator eine Hand voll Getreide und schmiss es ins Feuer. Danach sah er hoch zur Sonne und öffnete mit geschlossenen Augen die Arme, um den Segen zu erhalten. Danach schmiss er die Datteln ins Feuer, um dann auch den Segen mit offenen Armen zu empfang. Als er bei der dritten Schale angelangt war, kam ein Priester zu ihm geschritten und bot ihm ein Messer an. Hator nahm das Messer entgegen streckte die andere Hand nach vorne und schnitt sich leicht am Finger. Genau drei Tropfen fielen in die leere Schale, die er dann aufhob, nachdem er das Messer wieder in die Hände des Priesters gelegt hatte, um das Blut in die Feuerschale Tropfen zu lassen.

Dann, als Hator wieder die Arme öffnete und die Augen schloss, geschah etwas unerwartetes. Das kleine Feuer fing laut zu lodern an und wurde immer größer. Ein raunen der Priester war zu hören und Hators ganzer Körper fing zu kribbeln an.

„Die Götter haben euch Gesegnet!“, schrie ein Priester und alle anderen stimmten dem Ruf ein. Auch als nun Otto dran war, hörten die Priester nicht mehr auf und unter diesem Mantra, machte Otto das gleiche wie Hator zuvor. Auch bei ihm schoss die Flamme hoch und als Mika als letztes drankam, färbte sich die Flamme in blau und grün.

Sie alle sahen die Flamme an, die nicht größer als zuvor war, aber ein magisches Licht verströmte. Die Priester tuschelten leise, besorgt sah Mika hoch zu Otto und Hator. Auch Hator war sich nicht sicher, was das zu bedeuten hatte. Noch nie war sowas geschehen. Auch blau-grün hatte in der Situation keine Bedeutung für Mikas und die Zukunft seines Reichs.

Doch dann, kam der hohe Priester zu ihnen geschritten und stellte sich vor Mika hin.

„Prinz Michael. Die Flammen zeigen, dass ihr ein Wandeln verursachen werdet. So frage ich euch, werdet ihr ein Wandeln zum Guten, oder zum Schlechten machen. Wenn ihr es wisst, dann werden die Flammen eure wahre Natur offenbaren.“

Hator hatte davon gehört und gelesen. Es gab schon einmal solch eine ähnliche Situation. Die Flammen zeigten helle violett und das war ein schlechtes Omen. Daraufhin wurde sein Ahne das gleiche gefragt und es stellte sich heraus, dass er ein schlechtes Omen für ihre Feinde war. Denn dieser Ahne, hat das ganze Kontinent unter der Sonne vereint, sodass es keine Feinde gegen die Sonne mehr gab. Als ihm das wieder einfiel, sah er es auch in den Augen des Hohenpriesters Maltael. Mika stand eine große Zukunft bevor, doch die Frage war, ob es ins schlechte, oder ins gute ging. Mika konnte großes Unheil verursachen, oder großes Glück hervorbringen.

Das nächste Opfer wird es zeigen.

Mika ließ abermals drei Tropfen seines Blutes in die Schale fallen und diesmal goss der Hohe Priester das Opfer selbst in das blau-grüne Flamme. Dann sahen alle, was die Götter mit Mika vorhatten. Die Flamme erlosch augenblicklich und die Priester schrien auf, nicht aber der Hohepriester. Der blickte in die Schale und wartete ab.

„Bei den Göttern…!“, hauchte der Hohepriester und alle verstummte. Die Flamme wurde wiedererweckt und diesmal war es reines rot. Sie züngelte nicht, sondern bewegte sich langsam und geschmeidig. Immer höher wurde sie, bleib aber so dünn, wie eine kleine Flamme. Die Priester warfen sich alle auf den Boden und Mika starrte die Flamme an und ganz langsam, hob er die Hand. Otto wollte schon dazwischengehen, aber Hator hielt ihn gleich zurück. Mika Griff in die Flamme und als er das tat, schlängelte sie sich gleich um dessen Arm. Der ganze Körper wurde anschließend umhüllt von der reinen roten Flamme und für einen kurzen Augenblick, war Mika in der Flamme getaucht.

Dann verschwand die Flamme und zurück bleib Mika, der einfach die Hand anstarrte.

„DIE GÖTTER HABEN EUCH GESEGNET!“, rief der Hohe Priester abermals und alle Priester riefen einmal dasselbe. Da hob Mika den blick und sah nach hinten zu Hator.

„Was war das?“, sofort sprang der Hohepriester auf und kniete sich vor Mika hin.

„Das mein Prinz, mein zukünftiger Pharao, war der Gott der Sonne und es steht geschrieben, dass ein Erbe von ihn, zu uns kommen wird. Ihr wurdet von der Sonne geküsst, mein Prinz. Ihr werdet ein wahrer Erbe von Pharao Hator sein, obwohl ihr nicht von seinen Blute seid. Ihr habt das Recht der Herrscher dieses Landes zu werden. Ihr seid sein Erstgeborener, sein rechtmäßiger Nachfolger und egal ob er ein Kind zeugen sollte, so werdet IHR den Thron besteigen, als Pharao und unser Reich zum Ruhme führen.“

Hator war nicht nur erstaunt darüber, sondern verlor fast völlig die Fassung. Er hatte nämlich Angst, falls Mika erwachsen wird, dass der Junge traurig unter dem Schatten seines echten Sohnes leben müsste. Doch nun, haben ihn die Götter wahrlich gesegnet, ihn offiziell zum Thronerben ernannt und in Mika, ruht nun sein Erbe der Götter. Mika ist nun das Gefäß, was er zuvor für seinen Vater war.

Die Götter haben ihn, Otto und Mika wahrlich gesegnet. Er beschritt den richtigen Weg und die Götter gaben ihn hiermit auch die Bestätigung.

„Ich habe nichts anders von meinen Sohn Michael erwartet.“, sprach Hator stolz aus, was er sich nun dachte. Von Anfang an fühlte er, dass Mika was besonders war und die Götter haben es ihm hiermit bestätigt.

Der Hohepriester erhob sich und verbeugte sich vor ihnen dreien, nur um sich dann aufzurichten und in das Heiligtum zu gehen. Die Zeremonie wurde fortgesetzt und Otto, Hator und Mika folgten den Hohenpriester in das Heiligtum hinein.

Unten war es still und kühl. Sie standen in der Mitte eines runden Raumes, wo alle Zwölf Götter sie umringten und auf sie hinuntersahen. Gemeinsam gingen sie von einer Statue zur nächsten und beteten bei jeder Gottheit für einige Minuten. Natürlich unter den wachsamen Blick des Hohen Priesters.

Nachdem auch das getan war, schritten sie hinaus zum Feuer, wo schon die die Priester auf sie warteten. Aber besonders auf Otto warteten sie.

Denn nun, war es an der Zeit, seine Maske der Götter zur erhalten. Es war fast dieselbe Maske wie die von Hator, nur in silbern gehalten. Otto ging dabei auf ein Knie runter, damit der Hohepriester ihn die Maske aufsetzen konnte. Danach wurde ihm das Zepter und den Wedel überreicht, woraufhin er, nachdem er beide in eine Hand nahm, die Arme überkreuzte und sich leicht vor der Flamme verbeugen musste.

Danach ging er wieder vor dem Hohepriester runter auf ein Knie und seine Maske und das Zepter und der Wedel legte er auf das weiße Kissen des Priesters neben ihm.

„Die Götter und die Sonne sind einverstanden mit eurer Vermählung und auch, dass Prinz Michael neben euch, die Sonne erblickt hat. Das ist der Wille der Götter!“

Die Priester wiederholten den letzten Satz und nun, war die Zeremonie vorbei. Hator und Otto strahlten sich und dann Mika an und zu dritt, gingen sie wieder in die Sänfte. Auch auf den Rückweg mussten sie schweigen und mehr als Händehalten war nicht dabei. Diesmal setzte sich Mika zu ihnen beiden und hielten den Jungen, ihren Sohn, die Hand.

Mika konnte noch immer nicht glauben, was geschehen war. Er war von den Göttern, von seinen Göttern gesegnet worden. Er IST nun der rechtmäßige Erbe von Ascardia und wenn Hator, oder Otto seinen Bruder zeugen sollten, dann würde der Junge nicht das Recht auf den Thron haben. Der Rückweg und diese halbe Stunde, war für jeden eine Qual. Sie drei haben schon fast zu lange in der Sonne gestanden und haben kaum was zu sich genommen.

Deswegen, freuten sie sich jetzt auf das Festmahl im Plast, besonders Otto, Denn er hat kaum was gegessen in den letzten Tagen, weil er so aufgeregt auf heute war. Sie rochen schon unten am Tor zum Palast ihr Festmahl, doch zuvor musste noch was gemacht werden. Hator musste noch die Glückwünsche aller Minister seines Reiches hören und die Geschenke annehmen. Otto und Mika mussten noch mit König Augustin sprechen, Mika Vater, der ihn gezeugt hat.

Doch bis dahin, wurden sie in voller Pracht empfangen. Harfen und Blasinstrumenten empfingen sie. Diener wedelten ihnen leicht mit Straußenfedern eine angenehme Brise zu. Die Stimmung war königlich, Feierlich und voller Freude. Rhythmisch und im selben Tempo wie die Musik spielte, wurden sie in der Sänfte rauf zu Palast getragen und als die Sänfte auf den Boden gelegt wurde, der Seidenvorhang für sie auf die Seite geschoben wurde, Empfingen sie ein großer Roter Teppich, Krieger die ihre Ausrüstung zu Hochglanz poliert haben und natürlich alles Minister, die sich tief vor ihnen drei verbeugten.

Hator führe sie über den Teppich zum Thron und leicht hinter den Pharao, ging Otto und neben ihm dann Mika. Hocker waren für sie zwei vorbereiten worden am Thron und wie sich das ziert, stellten sie sich vor den Hockern und setzten sich erst, als Hator sich elegant und setzte. Erst dann, richteten sich die Minister auf und fingen laut zu applaudieren an. Während die Minister applaudieren, kamen schon die ersten Geschenke, die von zwei Diener getragen und vor dem Thron abgestellt wurden.

„Ein Geschenk von Minister Harlen aus der Provinz Südarc.“

Es war eine Truhe die geöffnet wurde und neben den ganzen Goldmünzen und den Schmuck, kam auch der Minister zur Truhe geschritten. Der Minister war ein brauner Schakal und war in einem weißen Stoffgewand und mit einer weißen Kopfbedeckung gekleidet. Ein einzelnes Amulett hing ihm um den Hals und sonst war kein Prunk mehr am Minister zu sehen. Doch was der Minister in den Händen hielt, sah sehr wertvoll aus.

„Mein Pharao. Ich möchte unseren Prinzen das Schwert meiner Ahnen schenken. Schon mein Großvater hat das Schwer geführt und immer, wenn er es in der Schlacht trug, kam er Siegreich zurück. Genau das gleich Wünsche ich Prinz Michael, Hator und Ottos Sohn.“

Ein Diener kam und nahm das Schwert entgegen, um dann gleich rauf zum Thron zu schreiben und drei Stufen vor dem König das Haupt zu senken und das Schwert zu präsentieren. Hator beugte sich nach vorne und zog das Schwert aus dem Heft. Es war auf Hochglanz poliert und hatte Wellenlinien auf der Breitseite.

„Es ist ein besonderer Stahl, das hundertmal gefaltet wurde und die Klinge fast unzerstörbar macht. Auch muss man es nur alle 20 Jahre nachschleifen wurde mir gesagt.“

Hator steckte die Klinge wieder in dem Heft, das schlicht, aber auch teuer beschmückt war. Leicht winkte dann Hator und sein Minister des Palasts sprach gleich laut.

„Pharao Hator nimmt dankend euer Geschenk an und wünsch euch und euerer Familie und eurer Provinz, Glück und Wohlstand.“

So ging es fast zwei Stunden und nicht nur Otto brummte der Magen, als sich die Geschenke schon um den Thron stapelten und das letzte zu den anderen gelegt wurde. Was Otto wunderte war, dass zwei Minister ihre Söhne ihnen als Geschenk machten und sagten, dass sie den Prinzen Dienen wollen und all seine Wünsche erfüllen würden. Dann von zwei anderen Ministern, bekam sie je zwei Sklaven, die von einem fernen und unbekannten Kontinent stammten.

Diese vier Sklaven sahen wie Wölfe aus, aber dann wiederum auch nicht. Sie waren zu groß dafür. Fast einen Kopf überragten sie bestimmt euch Hator. Dann sahen sie auch zu wild aus. Das Fell am Hals, an den Schultern und am Rücken und Brustbereich, war lange und buschig. Die Krallen an den Pfoten und an den zugebundenen Händen sahen lang und scharf aus.

Dann noch die Augen, die wie die eines Raubtiers zu ihnen raufblickten, sahen zwar gebrochen, aber immer noch selbstsicher zu ihnen rauf. Otto ahnte schon wofür die Sklaven dann benutzt werden sollten und er war selbst schon gespannt, obwohl er die Sklaverei verabscheute, war es in diesem Land, in seinem Reich, noch gang und gebe, obwohl es auch nicht die Sklaverei war, die er normal kannte.

Bevor auch die Geschenks Übergabe sich dem Ende neigte, flüsterte Hator seinen Diener hinter dem Thron, dass sie sie Sklaven und Diener, die sie geschenkt bekommen haben, gewaschen und in ihre Gemächer gebracht werden sollen.

Bis jetzt, war Mika nur aufgeregt gewesen und seine Nervosität stieg noch weiter an, als er seine zwei Diener sah, die abgeführt wurden und die ihn fast die ganze Zeit lächelnd ansahen. Er war nicht dumm und Pestos hat ihn schon auf so eine Situation vorbereitet. Er musste vorsichtig sein, was er zu ihnen sagt, sonst aber, konnte er über sie verfügen wie er wollte.

Und er freute sich das mit seinen vier Freunden zu erleben. Harlan, Randel, Matos und Nektos. Sie haben schon gesprochen, den Tag im Wasser spielend zu verbringen. Doch jetzt, wo die zwei Diener da waren, würden die Spiele eine ganz andere Intensivität erreichen.

Hator wollte nur noch seine Gewänder ausziehen und mit Otto essen. Ihr gemeinsames Essen als Ehepaar, war nun das, was er sich wünschte. Dabei noch Mika zu haben, der nun wahrlich sein Sohn war und auch sein Erbe in sich tragen wird, machte den Tag einfach nur perfekt.

Als ihnen wieder applaudiert wurde, erhob sich Hator und öffnete die Arme.

„Ich danke euch für die vielen und schöne Geschenke. Die Götter und die Sonne waren zeuge, dass ihr euer wichtigstes und teuerstes Gut als Geschenk überreicht habt. Möge euch die Sonne Segnen und möge euch das Festmahl schmecken.“

Es war schon kurz nach Mittag, als Hator die Treppe vom Thron unterschritt und Otto und Mika ihn folgten. Die Minister wurden links hinter dem Thron geführt, wo schon eine große Tafel voll mit Köstlichkeiten und reichlich Wein auf sie wartete. Sie drei aber, schirrten durch einen Eingang und blieben dann in einem langen und hohen Gang stehen.

Sie warteten und Pestos und Argos stießen kurze Zeit zu ihnen und kurz darauf, führte ein Diener König Augustin zu ihnen. Es war seltsam für Otto und Mika, dass ihr alter König und Vater, sich nun vor ihnen verbeugte.

„König Augustin, Willkommen in meinen Palast und in meinem Reich. Eigentlich hätte ich euch früher erwartet.“, Otto atmete erleichtert aus, weil die Störung der Zeremonie nicht zu Sprache gebracht wurde.

„Es tut mir auch außerordentlich leid Pharao Hator, dass ich zu spät gekommen bin und auch noch die Zeremonie gestört habe. Ich betrat den Saal in der Hoffnung, dass die Zeremonie noch nicht gestartet war, doch dem war leider nicht so und deswegen, entschuldige ich mich noch einmal.“

Sofort sah Otto, wie mürrisch und missgelaunt Pestos und Argos König Augustin ansahen.

„Schon in Ordnung, mein Gemahl hat, wie sagt man es bei euch… ja… das Ruder noch rumgerissen. Also machen sie sich deswegen keine Gedanken mehr.“

Ottos alter König, verbeugten sich abermals vor ihm und das kam ihm etwas verkehrt vor.

„Ich danke euch Pharao Otto.“, sprach sein alter König und richtete sich einigen Sekunden wieder auf.

„Da ihr nun hier seid, wollt ihr bestimmt mit meinem Sohn Mika sprechen.“

„So ist es.“

„Dann gebe ich euch die Zeit. Argos, führe sie in einen ruhigen Raum, wo sie sprechen können und dann, soll König Augustin mit den Ministern feiern gehen. Bring auch die Weibchen zu den Ministern und Mika führst du zum Familiensaal.“

Argos verbeugte sich und führte König Augustin und Mika links den Gang entlang. Erst nachdem König Augustin und Mika in einem Raum geführt wurde, wo sich dann gleich zwei Wachen neben den Eingang positioniert haben, sah Hator seinen Gemahl lüstern an und drehte sich geschmeidig um und ging rechts den Gang entlang.

Otto wusste, dass sie jetzt endlich Zeit für sich hatten. Nach wenigen Metern kam rechts eine Treppe zum Vorschein, die schwer Bewacht von vier Wachen waren. Die Wachen beugten leicht ihr Haupt, als sie rauf die Treppe gingen und nun die Königlichen Gemächer betraten.

Am höchsten Platz des Palastes, werden sie nun wohnen und leben. Es war im Grunde ein riesiger Garten, wo in jeder Himmelrichtung ein offener Raum war. In diesen Räumen werden sie schlafen und nur Seidenvorhänge schütze sie vor neugierigen Blicken. Jeder Raum war durch einen Gang mit dem nächsten Raum verbunden, damit man nicht durch das Wasser schreiten musste. Denn, mehr als die Hälfte der großen Fläche, war in ein tiefes Becken sauberes und plätscherndes Wasser eingelassen. Und um jeden Raum war der Wasserbecken gezogen wurde. Vor ihnen, in der Mitte des Platzes, war ein großer runder brauner und tiefer Holztisch, auch zum Hochglanz poliert, wo darauf alle Arten von Speisen und auf sie warteten. Diener die mit Weinkrügen auf sie warteten, verbeugten sich, als sie zum Tisch gingen und sich dann auf die großen und weichen weißen Polster setzten.

Wein wurde ihnen eingeschenkt und die Diener zogen sich gleich darauf wieder einige Meter zurück.

Hator saß im Schneidersitz und stützte den Kopf mit einer Hand am Tisch ab. Pestos saß hinter Hator und lud dessen Teller mit Speisen voll. Und Otto, setzte sich vor Hator und fing mehr als nur breit zu grinsen an. Nach einigen Minuten, wo sie sich nur ansahen, stand Pestos auf und setzte sich hinter Otto, um euch sein Teller mit speisen zu beladen.

Beide wusste nicht, was sie sagen sollten. Es war bis jetzt so ein schöner Tag gewesen. Es war ihr Tag und am liebsten würden sie sich gegenseitig überfallen. Otto aber wollte was sagen und das tat er dann leise.

„Haben wir alles hinter uns gebracht?“

Hator nickte und grinste noch breiter.

„Phuu…“, erleichtert sah Otto nach oben, wo weiße Stoffplanen das Dach waren und sie von der prallen Sonne schützten.

„Mein Gemahl…“, hauchte ihn Hator einfach zu.

„Sieht so aus… auch ich kann es kaum glauben.“

„Wieso das denn?“

„Ich… ähm… bin nun ein Pharao, oder?“

Hator nickt wieder.

„Genau DAS ist es! Ich hätte mir nie zu träumen gewagt, dass ich mal ein Pharao werde! Noch dazu schwul bin, dich kennenlerne werde und dich dann auch noch HEIRATE!!! Es… ging alles so schnell und… ich kann das noch immer nicht glauben…“, sprach Otto das aus, was er jetzt wirklich fühlte und dachte.

Hator sah lächelnd nach links zu einem Diener und der Diener verschwand schnell in einem der offenen Zimmer, oder Raum.

„Lass es zu Otto. Genieße jetzt dein Leben neben mir. Wir werden jetzt auf ewig zusammen sein. Wir werden Kinder zeugen, sie aufwachsen sehen neben Mika, unseren Sohn. Wir werden die Nächte liebend verbringen und ich werde dir alles Schenken, was du auch willst. Mir ist nur wichtig, dass du dich hier wohlfühlst und es langsam als dein zu Hause ansiehst. Denn, erst wenn man zu Hause ist, fühlt man sich auch wohl.“

Der Diener kam zurück und hatte zwei Weibchen als Begleitung. Eine schwarzen Schakal Dame und eine Jaguar Dame, die mit Goldketten am Hals, an den Handgelenken und an den Pfotengelenken beschmückt waren. Ansonsten hatten sie nichts an uns kamen nackt wie sie die Natur gebaut hat, zu ihnen geschritten. Otto bekam große Augen, als er sie betrachtete, den Spalt zwischen den Beinen sah, die Hängenden Brüste bewegen sah und auch, wie sie nass zwischen den Beinen waren.

„Sie beide werden unsere Kinder austragen und es ist brauch, dass gleich nach der Heirat, der König sich mit seiner Königin vereinigt, um am diesen Tag das Kind zeugt.“

Bevor Otto was sagen konnte, zog ihn schon die Jaguar Dame langsam aus. Sie roch sehr verführerisch, ihre Hände waren mehr als nur weich und der Geruch eines geilen Weibchens, schoss ihm in die Nasse.

Auch Hator wurde von seinem Weibchen ausgezogen und sie fing wie bei ich, von oben an. Als von ihnen Beiden der Oberkörper frei gemacht wurde, zogen beide Weibchen ihnen die Röcke hoch, bis sie beide entblößt waren. Gleichzeitig setzten sich dann beide Weibchen auf sie, ließen sie in sich eindringen und Otto wurde das Erste Mal von einem geilen und willigen Weibchen geritten.

Hator neben ihm wurde auch wild geritten, sah aber dabei zu Otto und warf ihm einen Kuss zu.

Otto und Hator schlossen die Augen und sie genossen, wie ihre Eichel im Weibchen rauf und runterglitt, bis sie leise stöhnten.

Mika

Eigentlich hat Mika gedacht, dass sein Vater mehr sagen würde. Doch, schon seit sie den Raum betreten haben, hielt ihn sein Vater in dem Armen. Dann aber, verstand er es, als sein Vater zu ihm runter sah, und allmählich feuchte Augen bekam. Schon im nächsten Moment, weinte und schluchzte er und wollte einfach nur wieder zu nach Hause.

Sein Zimmer wollte er zurückhaben. Mit Otto im Hof spielen und alles was seit der Reise ins Haus Rosé passiert war, vergessen.

„Nimm mich mit…!“, schrie er unter Tränen und seine Stimme, versagte dann.

Argos, der dies mit ansah, wollte schon einschreiten. Aber es war ihm von Anfang an klar gewesen, als er alles von Pestos über Mika erfuhr, dass der Abschied das Schlimmste werden wird, was sein Prinz in seinen Leben erfahren wird. Deswegen stimmte er Pestos zu, für Mika alles zu machen, ihn aber auch deutliche Grenzen zu zeigen. Er war in der Priesterschule gewesen, wurde im Kampf geschult und das, aufs härteste, um den nächsten Pharao auszubilden. Das wird Michael, oder wie der nächste Pharao genannt werden wollte, Mika sein.

Jedoch war er nicht der beste Absolvent gewesen. Es gab noch 20 anderen Anwärter als Lehrmeister für den nächsten Pharao und er wurde nur deswegen ausgewählt, weil er die richtige Antwort gab. Pestos frage jeden der Anwärter, wie sie reagieren würden, wenn der junge König weinen würde. Zwar verriet ihm Pestos nicht, was die anderen Anwärter auf die Frage geantwortet haben, aber seine, schien wohl die richtige zu sein. Denn, seine Antwort war einfach und kam aus dem Herzen.

„Ich würde den Prinzen in die Arme nehmen. Ihm Zeigen, dass ich für ihn da bin und solange an seiner Seite verweilen, bis der Prinz wieder lächelt.“

Als er dann seinen Prinzen sah, verstand er Pestos Frage. Mika kam wirklich aus einem anderen Land, aus einem weit entfernten. Kein Prinz würde auf der Mauer sitzen und raus auf die Stadt schauen. Kein Prinz würde einfach auf ihm zugehen und lächeln. Und kein Prinz würde ihn offen darum bitten sich zu entblößen. Mika stand tatsächlich auf andere Männchen, wie Pestos es gesagt hatte. Zuerst hat er es nicht wirklich glauben können, doch dem war so.

Sich vor Mika zu entblößen, war für ihn kein Problem. Seine Bereitschaft alles für Mika zu machen, war grenzenlos, als er in seine Augen das erste Mal sah. Zu wohlbehalten wurde Mika aufgezogen, sah kaum die Welt und hatte wohl wirklich wenig Welterfahrung. Für ihn, war Mika wie ein ungeschriebenes Blatt Papier, dass momentan nur von seinen Gefühlen gesteuert wurde und vor allem anderen, mit offenen Herzen zu jedem zuging.

Diese Einstellung war schön, fast schon göttlich schön, aber dadurch würde Mika sehr oft verletzt werden, wenn eine Person die Absicht hatte, Mika zu verletzten. Und deswegen war er nun an Mikas Seite. Er würde ihn zeigen, lehren, wie man sich in solchen Situationen schützen kann, ohne sich selbst zu verstellen, oder das eigentliche Ich, aufzugeben.

„Das geht nicht Mika…“, König Augustin hat selbst schon fast die Stimme verloren, so sehr rang er mit seinen Gefühlen, Mika als Sohn hergegeben zu haben.

„Aber…!“, schluchzte Mika zurück und sein Vater schüttelte nur leicht den Kopf darauf, um ihn dann noch fester zu umarmen.

Nun Schritt Argos ein, um die Sache etwas sachlicher zu klären und es Mika verständlich zu machen. Neben Mika ging er in die Hocke und sah ihn an.

„Mika, mein zukünftiger Pharao. Es ist üblich, dass Könige ihre Töchter mit anderen Königen, oder Prinzen vermählen lassen. Die Töchter Verlassen ihr zu Hause, um in einem anderen Land, beim König oder beim Prinzen zu leben, um mit ihn gemeinsam das Land zu reagieren und zu führen…“

„Das weiß ich doch!“, unterbrach ihn Mika schon fast schreiend und schwer am Weinen.

„Es tut mir leid Mika, dass wusste ich nicht. Aber ich muss dir sagen, dass du nun diese Rolle innehast. Du bist nun der Sohn von Hator und Otto, meinen zwei Pharaos. Du wirst in einigen Jahren selbst dieses Land regieren und führen. Aber ich verstehe genau, wieso du so reagierst. Von einem Tag auf den nächsten wurdest du von deinem Vater und dein zu Hause weggerissen. Hast erfahren, dass dein Vater dich hergegeben hat und du nun hier dein restliches leben verbringen wirst. Ich verstehe dich so gut, wirklich so gut. Und deswegen ist dein Vater hier, um mit dir das zu besprechen, sich zu verabschieden und dir zu sagen, dass er dich noch immer mehr als jeder Gott, liebt. Du bist nicht allein, wurdest nicht alleingelassen. Im Gegenteil sogar, du hast nun so viele Personen die dich lieben und schätzen und Väter, die das gleiche fühlen, wie kein anderer Junge zuvor. Aber was du vermutlich jetzt fühlst ist einfach nur Heimweh. Du willst zurück in DEIN Bett in dein ALTES Leben, doch solange die Zeit voranschreitet, schreitet auch dein Leben voran.“

Mika wusste das schon alles, er war ja nicht blöd. Aber er fand dennoch Trost in Argos Worten. Es ausgesprochen zu hören, war was völlig anderes, als es nur zu wissen. Doch der Schmerz sein Zimmer, seine Burg, sein altes Leben zurückzulassen, war für ihn im Moment, das Schlimmste was er je fühlen musste. Besonders sein Papa nicht mehr zu sehen, der ihn jeden Morgen geweckt hatte, ihn zum Frühstück trug, seine Pfeife nicht mehr zu riechen, während sein Vater die Berichte und Dokumente las, alles was für ihn normal war, zurückzulassen, war für ihn ein Ding der Unmöglichkeit.

Denn, er konnte sich nicht einmal von allem verabschieden. Es fühlte sich für ihn so an, als würde er in paar Tagen wieder zurück nach Hause reisen. Als wäre dieses ganze Pharaoding, die ganzen Zeremonien und die ganzen heißen Tage, nur ein Zwischenstopp, um dann endlich nach Hause zu fahren.

Niemand hat ihn gefragt, niemand hat nach seiner Meinung gefragt, wie ER darüber dachte, ob ER es überhaupt wollte. Wie eine Spielfigur, wurde er von A nach B geschoben. Jeder andere entschied über sein Schicksal, doch jetzt im Moment, entschied er sich einfach nach Hause fahren zu wollen und dennoch, konnte und durfte er es nicht, weil schon andere über ihn und sein Schicksal entschieden haben.

Seine bitte, dass ihn sein Vater mitnehmen soll, war die verzweifelte Hoffnung, dass er doch noch über sich selbst entscheiden konnte. Aber sogar sein Vater, sein richtiger Vater, gewährten ihn diesen Wunsch nicht und das, ließ etwas in Mika zerbrechen.

Aus den Armen riss sich Mika davon und mit schwammigem Blick, rannte er aus dem Raum.

Karl und Richard

Es war Mittag. Die Armeen standen bereit. Nun war es an der Zeit zu warten. Alle sahen dorthin, wo der Ozean auf dem Himmel traf. Sie haben einen Tag verloren, weil die Späher berichtet haben, dass die Schiffe schneller kommen würden, als gedacht. Was er noch von den Spähern gehört hatte, war eigentlich nur Verzweifelnd. Die hunderte Schiffe, bestand laut der Späher nur aus Eisen. Waren fast um die 200 Meter lang und 30 Meter breit.

Hators zwei Generäle, waren untypisch für Hator gewesen. Sie stammten von einem anderen Kontinent, von dem er noch nie was gehört hatte. Der eine General war ein blauer alter Drache, der andere ein junge Greif. Er hat gehört, dass sie beide mit Hilfe einer mächtigen Zauberin ihr Kontinent und womöglich auch dieses, gerettet haben und als Dank, hat Hator sie beide zu seinen zwei Generälen erhoben. Sie standen vorne am Strand und küssten sich gerade das letzte Mal.

Er fand es so schön, wie sich die zwei Männchen einfach vor jedem küssten. Und das gleiche, tat er dann mit Richard, der neben ihm im Sand saß.

Richard war überrascht deswegen, freudig überrascht. Und er wusste, dass Richard wegen der Anspannung nicht einmal an so eine kleine Zärtlichkeit denken konnte.

Sie sagten nichts, tauschten keine Gedanken aus, sondern sahen sich einfach in die Augen, um den anderen zu zeigen, was liebe bedeutet. Abseits von allem und am Strand stehend, war auch Tom. Tom hatte den Blick auf den Horizont gerichtet und neben ihm, stand Orion.

Die beiden waren die ganze Zeit zusammen gewesen. Es gab kein Augenblick, wo er einen von ihnen allein sah. Auch als sie ihn begrüßt haben, waren sie schon zusammen gewesen. Doch seit Tom das Lager erreicht hat, wirkte er unnahbar und zurückgezogen. Karl wusste das Tom was vorhatte, doch bis jetzt, konnte er es nicht erraten.

Egal wem er gefragt hat, keiner konnte ihn eine Antwort geben, was Tom vorhatte. Und das bereitete ihn sehr große Angst. Richard und Tom, beide sah er als Partner fürs Leben an. Mit beiden wollte er sein Leben verbringen. Tom war einfach die erste Person, die ihn geküsst hat. Die ihn gefickt hat. Der ihn einen beglasen hat und, nach dem Tod seiner Frau, auf dem Schoß er eingeschlafen war.

Richard wusste was er fühlte und auch sein Gemahl, würde Tom in dieser komischen, aber wundervollen Beziehung willkommen heißen. Denn, auch Richard, fand Tom extrem heiß und Liebenswert und möchte nur zu gern mehr Zeit mit seinem Apostel verbringen. Besonders im Bett. Er wusste, was Richard alles mit Tom anstellen würde, was Tom alles mit Richard tun durfte. Wie sie drei gemeinsam im Bett lautstark ficken würden, wenn der Tag vorbei war und sie alle noch am Leben sind, war das ein Wunsch von ihnen beiden.

Doch über allem, war der Wunsch den Tag einfach zu überleben und gemeinsam, wieder zurückzukehren, um dann auch zusammen alt zu werden. Mehr wollten Richard und Karl nicht. Und deswegen, waren sie hier, um diesen Wunsch wahr zu machen. Und nicht nur sie hatten den Wunsch, auch die anderen, die Armee, die Krieger und Kriegerinnen, hatten denselben Wunsch.

Sie alle waren hier, um eine Zukunft zu haben und ihren Kindern, diese Zukunft zu schenken. Alle waren bereit dafür zu sterben, sich für ihr Land, für ihre Kinder zu opfern. Und was er so gehört hatte, hat Tom die Reise für alle sehr angenehm gestaltet. Immer wann die Erste von den Zehn Armeen eine Pause gemacht hatte, gab es eine riesige Massenorgie. Tom und seine Freunde, mischten sich dann unter die Echsen und sie alle fickten dann, als wäre es ihr letztes Mal.

Sogar die Tiere bezog Tom mit ein. Denn auch sie, in Toms Augen, sollten spüren, was Freude und Glück bedeutet.

Die Stunden vergingen, Hators Generäle standen wie Tom, die ganze Zeit am Strand. Und als die Sonne sich rot färbte, lösten die zwei Generäle von Hator die Umarmung auf.

Schlagartig löste sich die Anspannung. Karl hörte von tausenden, wie sie seufzten und von Millionen, wie sie langsam aufstanden. Das ohrenbetäubende klirren von Schwertern, die gezogen wurden, das aufschreien der Tiere, als sie spürten, dass es gleich los gehen wird, machten sie zwei fast taub.

Der Horizont, der rote und halb versunkende Feuerball, dass ihre Sonne war, verschwand langsam im Rauch, dass den gesamten Horizont verdeckte. Karls Herz und das von Richard, fingen zu rasen an, als sie sahen, wie schnell die Schiffe näherkamen.

Sie hatten Millionen Krieger aus ihrem Kontinent hierhergeholt und Hator hatte drei Millionen Krieger, hierher rufen lassen, um dann mit ihnen gemeinsam zu kämpfen.

Aber es war nicht genug. Es würde niemals ausreichen. Sie waren einfach noch viel zu wenige.

Das schoss ihm in den Kopf, als er die Armada sah. Soweit sein Auge reichte, sah er die Stahlkolosse, dass die Schiffe der Menschen waren. Schon von so weit entfernt, sahen sie einfach nur gigantisch aus.

Da bewegten sich die beiden Generäle von Hator und schritten zur Armee zurück. Der blaue Drache hob den Arm und das war ihr Zeichen, sich zurückzuziehen. Auch Karl drehte sich mit Richard um, aber im letzten Augenblick bemerkte er, dass sich Tom kein bisschen rührte. Verwundert sah er dann runter zu Tom und in dem Moment, ahnte er langsam was Tom vorhatte. Diese Ahnung, wurde langsam zu Gewissheit. Denn, genauso würde sein Tom handeln. Und diese Gewissheit und die Gewissheit, dass die Menschen hier waren, um sie alle zu töten und das Land zu erobern, ließ Karl in Panik geraten.

So schnell ihn seine Pfoten tragen konnten, rannte er runter zu Tom. Gleichzeitig sah er, wie die hunderten Schiffe der Menschen Boote zu Wasser ließen. Jeder Schritt, jede Sekunde zählte. Nun waren tausende kleine Boote auf den Weg zu ihnen, und das so schnell, dass er Tom eigentlich wegtragen musste, um sich beide noch in Sicherheit bringen zu können.

Die kleinen Boote waren nur noch paar hundert Meter entfernt, als er Tom endlich erreichte. Überrascht und geschockt sah ihn Tom an, als er ihn hochheben wollte, es aber aus irgendeinem Grund nicht konnte.

„TOM WIR MÜSSEN WEG HIER!“, schrie Karl, doch Tom, überwand schnell den anfänglichen Schock und schüttelte den Kopf.

„Lauf Karl. Ich bleibe hier. Ich muss es versuchen! Ich muss versuchen, dass wir den Krieg, den Konflikt, auch ohne Tode lösen können.“

Karl war mehr als Verwirrt. Angst und Entsetzen packten ihn. Der Gedanke hier zu sterben, sinnlos und Axel und John und alle anderen, zurückzulassen, besonders Richard, ließen ihn langsam rückwärtsgehen.

„Bitte TOM! KOMMT MIT!“, es war eine verzweifelte Bitte, weil er schon die Antwort in Toms Gesicht sah. Bittere Tränen rannen dann über Karls Wange. Sein Herz schrie auf vor Trauer, Tom zurückzulassen. Entsetzte darüber, dass er Tom zurückließ, obwohl er ihn schon als Gatten in seinen Träumen gesehen hatte, war mehr als er verkraften konnte. Hin und Hergerissen, gewann am Ende sein Überlebensinstinkt. Er rannte um sein Leben, voller Scham, voller Trauer und, voller Schmerz.

Er hörte wie die Archaischen Krieger voller Wut und Schmerz wegen Tom aufschrien. Auch sie wollten ihn nicht verlieren. Doch ihr Plan stand fest, wie auch der von Tom.

Tom und Orion

„Bist du bereit mein spritzfreudiger Hengst?“

„Ich habe schon längst angefangen, mein nimmersatter Tom.“

„Gut.“, sagte Tom und sah dann nach vorne, wo tausende kleine Boote, die ebenfalls aus Metall bestanden, landeten. Orion schloss die Augen und dann, ging eine zweite Sonne auf. Tom erblickte die tausenden menschlichen Krieger. Die Helme bestanden nicht aus Metall, die Rüstung ebenfalls nicht. Die Gesichter waren von einem Tuch verborgen, die Augen von einer komischen großen Brille und deswegen konnte er nicht in ihre Augen sehen. Es waren tausende, die aus den Booten stiegen, durch das Wasser wateten und ihre Füße auf dieses Land setzten.

Die Menschen bewegten sich leise auf ihm zu. Eigentlich hätte er geplant, dass Orions Licht sie blenden würde, aber dem war nicht so und so, wurde er von vielen Soldaten umkreist. Doch bevor Tom was sagen konnte, brüllten die Waffen der Menschen auf. Es Blitze von überall um ihn herum auf. Es war Ohrenbetäubend. Er musste sich die Ohren zuhalten, weil es so laut war. Gleichzeitig sah Tom eine hellgelbe Kugel um sie auftauchen, wann immer einer der Waffen aufblitzte. Nach nur wenigen Sekunden, konnte Tom erblicken, dass es Projektile waren, die auf sie geschossen wurden. Spitze Kugeln hingen in der Luft vor der hellgelben Kuppel.

Die Menschen schossen tatsächlich auf sie beide, ohne zu fragen wer sei waren, warum sie hier waren und wenn Orion nicht zu ihm gekommen wäre, und ihnen seine Hilfe angeboten hätte, würde vermutlich die Geschichten von ihnen allen, heute Enden.

Diese Gewissheit, dass sie eigentlich verloren waren, wenn sein Plan nicht aufging, brachte ihn zum Weinen. Er fing so schwer zu weinen an, dass er runter auf die Knie sank. Wenn das nicht klappt, dann würden Keyn, Markus, Sartesh, Albrecht und alle die er kannte, früher oder später sterben.

Doch, nach etlichen Minuten wo auf ihm geschossen wurde, hört es auf einmal auf. Tom blickte auf und sah, wie die Menschen mit gesenkten Waffen um ihn standen. Das war sein Augenblick, seine Chance.

„Wir möchten nicht kämpfen!“, sagte er laut und deutlich und ein Mensch, hob die Faust und die anderen Menschenkrieger zogen sich etwas zurück. Im nächsten Moment führte der Mensch die Faust zum Ohr und Zeige und Mittelfinger wurden auf das Ohr gelegt.

Der Mensch flüsterte und die Armada der Menschen, reagierte. Laternen wurden entfacht, die so stark waren, dass sie hunderte Meter überbrücken konnten und sie beide als Ziel hatten.

Zwischen zwei Armeen, die eine die erobern wollte und die andere, die das aufhalten wollten, stand Tom auf. Er hatte nur seinen Apostelrock an, um den Menschen zu zeigen, dass er unbewaffnet war. Einen Schritt ging er auf dem Menschen zu, der sich nicht zurückgezogen hat, um dann vor ihm die Arme zu öffnen.

„Wir möchten nicht Kämpfen! Wir möchten reden! Bevor es zum Krieg, wieder zum Krieg kommt, sollten wir doch zuerst anhören, was der andere zu sagen hat, oder? Dies… dies ist die Einzige Chance für uns beide. Nutzen wir die Chance! Reden wir, bevor wir die Waffen sprechen lassen!“

Tom gab seine ganze Hoffnung in jedes Wort das er sagte rein. Er hoffte, dass der Konflikt ohne Kampf gelöst werden konnte. Und die Hoffnung war noch nicht verloren, als der Mensch ihm mit der Waffe zu verstehen gab, näher zu kommen.

„Was ist euer Angebot?“, wurde ihm gefragt und Tom bekam die Chance.

„Frieden! Reden wir über den Frieden. Ich möchte mit euren Anführer sprechen, um mit ihm über den Frieden von unseren zwei Nationen zu sprechen.“

Daraufhin flüsterte der Mensch wieder, aber es war so leise, dass es Tom nicht verstand.

„Das ist kein Angebot… soll ich ausrichten.“

„Dann… richten sie auch aus, dass wir uns wehren werden.“, sagte Orion und öffnete die Augen. Im nächsten Moment verschwand das Licht von Orion und der ganze Strand versank in Dunkelheit. Doch im selben Augenblick zogen sich Wolken über der Armada zusammen. Immer dichter und gefahrvoller sahen die Wolken aus. Wind kam auf, dass über das Meer zu ihnen peitschte. Ein grollen donnerte über sie und die ersten Blitze durchzuckten die schwarzen Wolken, die langsam zu kreisen begannen.

„Wir möchten das nicht. Wir wissen das ihr wiederkommen werdet! Wir suchen nach einer dauerhaften Lösung, wirklich!“, rief Tom und hoffte, dass Orions und sein Plan zum Erfolg führen.

Gleich nachdem, hob der Mensch die Waffen und alle anderen, die um sie standen, machten das gleiche.

„Sag ihn das er damit aufhören soll! SOFORT!“, schrie der Mensch.

„Dann sagt mir zu, dass ich mit euren Anführer sprechen kann. Das wir über den Frieden über unser beider Völker reden können. Sonst wird mein Freund die geballte Macht der Natur gegen euch entfesseln!“

Orion war am Limit, die macht die er willentlich entfesselte, zerrte seine Macht mehr als nur schnell auf. Das war ihr Bluff. Sie mussten zeigen, dass sie sich gegen sie und die Schiffe verteidigen konnten.

Die Sekunden vergingen, ohne dass die Menschen nachgaben. Orion hat schon längst seine Grenzen überschritten und war kurz davor zusammenzubrechen. Aber er konnte nicht zusammenbrechen, weil sonst ihr ganzer Plan dahin war. Aber nach fünf Sekunden, musste er aufhören und er betete zu Alszsass, dass das ausreichen würde.

Nachdem er das Stoßgebet im Kopf ausgesprochen hatte, sprach der Mensch.

„Ich soll ausrichten, dass du auf unser Schiff kommen sollst. Und darüber kann man nicht verhandeln.“

Da ging sein Plan dahin und er spürte, wie aufgewühlt sein schwitzender Hengst neben ihm war. Ihr eigentlicher Plan war, dass ihr Anführer zu ihnen kommt und dass Orion seine Gabe benutzt, um den Menschen verständlich zu machen, was sie alle fühlten. Doch dieser Plan, diese Tür, war nun verschlossen. Doch eine andere Tür ging auf und in diesem Moment wusste er, dass der Traum nicht nur ein Traum war. Tom sah nach hinten, wo seine Freunde, seine Geliebten bestimmt auf ihn warteten. Er sah zu Orion, der ihn einfach nur anstarrte. Sanft legte er seine Hand auf den Hals, strich einmal rauf und dann runter.

„Ich werde den dornigen Weg wählen Orion.“

Orion schloss die Augen, senkte das Haupt, um dann kurz darauf sich einfach umzudrehen und davonzugehen. Tom dankte ihn für alles im Geist. Orion würde nun den eigenen Plan durchführen, während er nun den Weg beschritt, wo am Ende, hoffentlich, der Frieden für sie alle wartete.

Dann wandte sich Tom zu Menschen vor ihm, der wieder die Waffe gesenkt hatte und sogar den Helm abgenommen hat. Das Gesicht wurde gezeigt und der Mensch hatte ganz kurze Haare, sah ihn mit festentschlossenen Augen an und, ein Hauch von einem Lächeln war zu sehen.

„Ich bin bereit.“, sagte Tom und schritt voran.

Mika und Argos

Argos fand nach wenigen Minuten seine Prinzen wieder. Mika saß wieder auf der Mauer und der Blick war nicht auf die Stadt, sondern auf den Horizont gerichtet. Er ahnte wohin der Blick ging, was Mika dort zu sehen hoffte.

„Es ist jetzt so heiß, dass sich jeder in der Stadt zurückzieht.“, fing Argos an zu sprechen, nachdem er sich neben Mika gestellt hat.

„Immer wenn es Nachmittag wird, zieht sich unser Volk zurück in den Schatten, um dort ihr Leben weiter zu führen. In ihren Häusern und Wohnungen machen sie weiter und warten ab, bis die Sonne den Horizont küsst. Dann erst kommen sie raus in den kühlen Abend und zünden die Fackeln in der Straße an. So geht es jeden Tag und jeden Tag, wollte ich schon einmal hier stehen und es selbst mit eigenen Augen sehen, wie es von hier oben ist. Pestos und Pharao Hator kommen jeden Abend hierher, um sich das Lichtermeer anzusehen. Es soll magisch sein, wurde mir gesagt.“

Mika seufzte und wischte sie die Tränen davon.

„Auch ich… wurde von mein zu Hause entrissen. Meine Familie verkaufte mich an die Priester. Sie zahlten gut für mich, weil ich ein schöner Junge war. Ich weinte viel und hasste meine Familie am Anfang. Doch nach einigen Tagen, sah ich den Tempel wo ich gewohnt habe, als mein zu Hause an und ich war nicht allein. Ich habe 20 Freunde gefunden, die dasselbe Schicksal erlebt haben wie ich. Die Priester waren streng und schlugen uns mit einem Stock, wenn wir nicht aufgepasst, oder wenn wir zu wenig gelernt haben. Doch am Abend, hatten wir Zeit für uns und wir spielten solange vor den Tempeln, bis wir reingerufen wurden. Jetzt, hasse ich meine Eltern nicht. Ich danke ihnen sogar, weil ich das Glück hatte, was zu lernen. Ich lernte so viel über die Welt, über unsere Kultur und über unserer Geschichte. Jetzt sogar, danke ich ihnen aus ganzen Herzen, nicht wegen dem, was ich im Tempel erleben durfte, sondern, weil ich nun bei dir sein darf. Lassen… wir mal außen vor, dass du mein zukünftiger Pharao bist, dass du mein Prinz bist. Ich freue mich sehr, an deiner Seite zu sein, dass ich dein Diener sein darf. Ich… sehe so viel in dir Mika und ich weiß was du fühlst, wie tief der Schmerz ist und ich verstehe dich, dass du alleine sein willst. Aber du tust dir jetzt im Moment nur selbst weh. Und deswegen…“, Argos schlich sich seitlich hinter Mika und nahm ihn schnell in die Arme.

„… muss ich dich in die Arme nehmen. Nicht weil es von mir verlangt wird, oder weil es meine Pflicht ist. Sondern, weil ich dein Freund bin. Freunde helfen einander in schweren Zeiten. So wie du sie jetzt hast.“

Anfangs rührte sich nicht Mika, aber nach wenigen Minuten und nach mehreren seufzen, lehnte sich der Junge langsam nach hinten gegen ihn.

„Ich bin schwul…“, hörte er seinen Prinzen flüstern.

„Ich weiß und das ist für mich überhaupt kein Problem, Mika.

„Aber weil ich schwul bin, bin ich jetzt hier…!“

„Sieh es nicht so, mein Prinz. Weil du so bist wie du bist, hat das Reich, dein altes zu Hause, uns als Freunde gewonnen. Du bist das Bindeglied zwischen zwei Reichen und du gehörst auch zu beiden. Keiner verbietet dir, dass du nie wieder dein altes zu Hause besuchen kannst. Jedoch wirst du die nächste Zeit hierbleiben, um dein neues zu Hause kennenzulernen. Du wirst sehen, dass du nach wenigen Tagen, das Leben, diesen Palast, langsam als dein neues zu Hause ansehen wirst.“

„Wirklich Argos? Werde ich das alles hier, irgendwann mein zu Hause nennen?“

„Ja Mika, das wirst du. Otto, mein Pharao ist auch hier. Mir wurde gesagt, dass du immer mit ihm gespielt hast und das kannst du auch weiterhin. Hator wird dich wie ein liebender Vater behandeln. Denn, er wollte schon immer einen Sohn wie dich haben. Die Diener erfüllen dir fast jeden Wunsch. Deine vier Freunde, werden an deiner Seite sein. Auch wenn du sie vielleicht jetzt noch nicht als Freunde siehst, so werden sie von mir so behandeln, als wären sie das. Ich werde im Unterreicht keinen von euch bevorzugen, ich werde euch fünf streng rannehmen. Und der Beste, der meine Prüfung am Ende jeden Monats schafft, bekommt von mir ein Geschenk. Und wenn du dich anstrengst und in Folge drei Monate der beste bist, dann werde ich mit deine zwei Vätern sprechen.“

„Was willst du mit ihnen besprechen?“, fragte Mika und sah endlich zu ihm rauf.

„Ob wir nicht gemeinsam zu dein altes zu Hause reisen, oder uns ins Haus Rosé für einen Monat verkriechen. Natürlich schicken wir dann eine Einladung zum König Axel und seinen Freunden.“

„WIRKLICH!“, schrie Mika und stand in seinen Armen auf, um sich gleich auch, zu ihm zu drehen.

„Ich verspreche es dir mein Prinz. Aber sei gewiss, dass deine vier Freunde nicht dumm sind. Auch ihnen werde ich ein ähnliches Angebot geben, wenn sie drei Monate in Folge am besten abschneiden.“

„Das ist mir egal! Ich befehle ihnen einfach schlechter als ich zu sein!“

„Mika…“

„War nur ein Scherz…!“, zuerst war Argos verärgert das zu hören und kurz kam ihn der Gedanke auf, ob es ein Fehler war, dass Mika zu verraten. Doch als er hörte, dass es nur ein Scherz war, atmete er erleichtert auf.

„Wenn ich merke, dass es doch kein Scherz war…!“

„Es war wirklich ein Scherz!“, entschuldigend sah ihn Mika an und der Blick ging schon fast in ein Flehen über.

„Nun gut Mika, ich glaube dir. Dann machen wir es so. Die nächsten drei Monate versuchst du dich hier wohl zu fühlen. Versuch das hier alles als dein zu Hause anzusehen. Nach diesen drei Monaten, fangen dann meine Prüfungen an und der erste der es dann schafft, drei Prüfung als Bester zu bestehen, bekommt einen Wunsch erfüllt.“

„Also… frühestens in einem halben Jahr…?“

„Ja Mika, frühestens in einem halben Jahr. Aber du wirst sehen, wie schnell die Zeit verfliegt. Ein halbes Jahr ist nicht lange, zumindest nicht für mich. Denn, ich habe viel was ich euch fünf lehren möchte und noch viel mehr, was ich euch zeigen möchte. Wir werden über die Dünen wandern, um die Städte zu bereisen, die dieses Land so prachtvoll gemacht haben. Ihr werdet sehen, wo ich im Tempel gelernt habe, wo ich mit meinen Freunden gespielt habe. Ihr werdet per Schiff zu Städten reisen und dort Speisen und Waren und Schmuck sehen, dass ihr zuvor noch nicht gesehen habt. Ich will euch nicht hier einsperren mein Prinz. Ich will euch zeigen, eure eigenen Augen sollen sehen, worüber Ihr später herrschen werdet. Und in der Zeit, werde ich immer bei euch sein. Euch das Bett wärmen in den kalten Nächten. Für euch das Frühstück vorbereiten und sogar euch waschen, wenn ihr das möchtet.“

Mikas Augen nahmen einen träumerischen Ausdruck an und Argos sah, wohin Mikas Phantasie ihn trug.

„Das… klingt wundervoll Argos und auch, etwas schwul.“

„Auch das mache ich gerne, wenn es euer Wunsch ist. Aber es werden auch Diener dabei sein, genau für diesen Zweck. Oder es kann sogar sein, dass einer deiner vier Freunde das gleiche fühlt, was ihr fühlt. Findet es heraus mein Prinz.“

„Dann… bist du auch schwul?“

„Dieser Ausdruck trifft nicht auf mich zu, mein Prinz. Ich bin für euch da und wenn ich eure Gelüste befriedigen soll, dann mache ich das lächelnd und mit offenen Armen. Wenn ihr weint und euch alleine fühlt, dann bin ich da und nehme euch in die Arme. Wenn ihr Schimpf bekommt, dann werde ich da sein um euch zu trösten.“

Argos sah lächelnd seine Prinzen an, der nun auch lächelte, ihn aber etwas schamvoll ansah.

„Dann… wirst du heut Nacht auch in meinem Bett… sein, sofern… sofern… wir noch da sein werden?“

Dieses Thema wollte Argos nicht aufnehmen. Es war sowieso von den Göttern ungerecht gewesen, dass ausgerechnet heute schon, die Menschenflotte eintreffen wird und nicht erst morgen. Deswegen gibt es viel Stress im Palast, um falls nötig, gleich aufzubrechen. Doch zuvor mussten alle Wichtigen Dokumente und Papiere zusammengetragen werden, damit noch etwas von ihrer Kultur und ihrer Geschichte übrigblieb, falls der Fall kommen sollte, dass sie verlieren.

„Ich werde euer Bett sein, falls es soweit kommt. Aber ja, ich werde da sein, wenn ihr euch schlafen legt.“

„Und… ähm… wenn ich… nicht gleich schlafen möchte?“

„Dann schauen wir mal, was ihr brauchen werdet, damit ihr in Ruhe einschläft mein Prinz.“

Mika schluckt laut und sichtbar, was Argos sehr niedlich und belustigend fand. Auch das hat ihn Pestos gefragt. Die Frage war anfangs für ihn sehr intim, aber er wusste, dass es eine Wichtige Frage war und das sich vermutlich auch deswegen Pestos umentscheiden wird, falls er damit nicht einverstanden war.

Doch der Wille den Prinzen zu dienen, wofür er das ganze Leben vorbereitet und ausgebildet wurde, ließ nur eine Antwort offen. Nun mehr denn je, gab er sich seinen Prinzen hin und dass für alles, was kommen mag.

„Dann… möchte ich dich… sehen…!“, stammelte Mika vollkommen nervös und Argos grinste beim Nicken. Gemütlich öffnete Argos den Gürtel und legten es dann auf die Mauer neben Mika ab. Als nächstes hob er sein Gewand über den Kopf und faltete es auf seinen linken Arm zusammen.

Die Sonne wurde orange, als er nackt vor Mika stand.

Doch Mika sah ihn sich nicht an, sondern blickte einfach nur in seine Augen. Nach wenigen Sekunden bekam Mika feuchte Augen, vereinzelte Tränen liefen über die Wangen und dann, umschlang ihn der junge Leopardenjunge, sein Prinz, sein alles und flüsterte ihn ins Ohr: „TUT MIR LEID! ICH…“

„Es ist nichts passiert.“, flüsterte er zurück.

„Doch…! Ich… habe dir befohlen… ich will sowas nicht! Mach das nicht mehr für mich, nie wieder!“

„Doch, du darfst und ich will das auch für dich machen Mika.“

„A-Aber… Freunde machen… sowas nicht! Du hättest nein sagen sollen! Du sollst wütend sein! Du solltest mit mir Schimpfen!“

Argos war so gerührt von den Worten, von dem, was Mika wirklich wollte, dass er die Augen schloss und Mika auch umarmte.

„Ich… verstehe. Dann machen wir es einfach so. Für jeden Tag wo ihr fleißig lernt, lacht und spielt, gebe ich euch die Erlaubnis, mich auszuziehen. Das bedeutet, wenn ihr Glücklich seid, ehrlich und aus eurem herzen lacht und das leben hier langsam akzeptiert, dann gebe ich mich euch hin, oder, ich werde euch beglücken. Ihr könnt es dann entscheiden am Abend, wenn wir uns ins Bett legen.“

„Ich… i-ich weiß nicht… ob ich das kann…!“

„Das sagst du jetzt Mika. Doch morgen ist ein anderer Tag und der heutige ist noch nicht vorbei. Also so gesehen, steht noch alles offen.“

Mika wischte sich die Tränen davon, bevor er ihm in die Augen sah.

„Dreht euch um, wenn ich mich wieder anziehe, Mika. Husch!“, befahl er seinen Prinzen und seinen zukünftigen Pharao und Mika gehorchte nach einem Schluchzen und drehte sich zur Stadt um.

Argos lächelte als er sich wieder anzog und war recht zufrieden von dem, wie es gelaufen ist. Nachdem er sich angezogen hatte, hob er einfach Mika an der Brust auf und setzte ihn auf den braun-roten Boden ab.

„Und nie wieder möchte ich euch auf der Mauer sitzen sehen! Wenn ihr runterfallen würdet, dann würden unsere zwei Pharaos mir den Kopf abschlagen. Und deswegen, möchte ich das ihr es mir verspringt das nie wieder zu machen und das, grinsend!“, befahl er wieder Mika und der Junge, sein Prinz, grinste über beide Ohren und nickte mehrmals.

„Sagt es!“, etwas rauer war nun sein Ton, weil er Mika vermitteln wollte, dass es völlig ernst gemeint war.

„Ich verspreche nie wieder auf der Mauer zu sitzen.“

Einige Momente sah er streng zu Mika runter und er hörte erst auf so ernst zu blicken, als Mikas grinsen verschwand und ein besorgter Gesichtsausdruck kam.

„Gut, viel besser. Das war auch ernst von mir gemeint. Auch wenn ihr mein Prinz seid, habt ihr auch Regeln zu befolgen und diese Regeln, gebe ich an und natürlich auch eure zwei Väter. Aber in der Hinsicht, habe ich freie Hand von meinen zwei Herrschern bekommen. Und wenn euch etwas nicht passt, was ich euch sage und ihr zu euren Vätern läuft, dann werden sie dir sagen, dass du mir gehorchen musst.“

Mika schluckte schwer nach dieser Ansage und verstand auch, dass Argos nicht nur sein Lehrmeister, sondern auch seine Aufsichtsperson war. Argos war für ihn verantwortlich und er musste das tun, was ihm befohlen wurde. Das gefiel Mika sehr. Ihm wurden Grenzen gesetzt und er wusste nun, wie groß sein Spielraum war, gleichzeitig aber, bekam er auch sein Spielraum, wo er sich bewegen konnte.

„Ich sehe, ihr habt verstanden. Gut, dann wollen wir zurück zu König Augustin. Er wartet sicher sehnsüchtig darauf, dass du wieder zu ihm kommst.“

Mika nickte und Argos lächelte und reichte ihm die Hand, die sofort ergriffen wurde. Sie beide gingen zurück zum Thronsaal, wo langsam die Geschenke von Dienern und den Palastminister durchschaut und niedergeschrieben wurden. Auf dem Weg dachte Mika nach und er verstand nun, dass er sein Leben selbst in der Hand hatte. Er war nun ein Prinz, der zukünftige Pharao von Ascardia. Er ist nun der Sohn von Otto und Hator und beide mochte er sehr. Otto sah er schon immer als ein Vater und Hator, war so nett wie sein eigentlicher Vater. Otto und Hator passten einfach zueinander wie ein Topf und ein Deckel.

Und jetzt, nachdem er das alles von Argos gehört hatte, weiß er nun auch, dass er ein Kind von zwei Reichen war. Sie wollten ihn nicht hier einsperren und ihn auf den Thron setzen. Sie gaben ihn die Freiheit auch sein altes zu Hause zu besuchen, wenn er im Unterricht aufpasst und gut ist. Er verstand nun auch, was er für jeden ist. Die Diener warfen sich vor ihm auf den Boden, als sie den Thron passierten. Sein Land, wo er aufgewachsen war, wird Hilfe von Ascardia bekommen für den Aufbau und die nötigen Ressourcen, werden dringend gebraucht, damit jede Familie auch ein Dach über den Kopf hat. Von ihm hing so viel ab, aber keiner verlangte etwas von ihm, außer dass er glücklich wird. Sie alle wollten nur das er glücklich wird und sein Vater, wollte sich nur von ihm verabschieden und bestimmt auch sagen: „Wir sehen uns später mein lieber Sohn.“

Und so war es auch, als er wieder bei seinem pummeligen Vater war und in die Arme genommen wurde. Fast fünf Minuten entschuldigte sich sein Vater für diese schrecklich Entscheidung, die Mika jetzt nicht einmal als so schrecklich empfand. Nicht mehr. Sie sprachen viel und Mika fing vom Haus Rosé und von Axel und seinen Freunden zu erzählen an. Er ging jetzt nicht in die Intimen Details ein, aber erzählte was er sah, wie alles ausgestattet und für die Gäste vorbereitet war und, er erzählte genau was er in der Nacht der Eröffnung sah und gefühlt hatte. Er vergaß sogar, dass es ein Abschied war, während er erzählte. Aber, als er fertig war und sein Vater erzählt hat, wie die Reise hierhin war und wo sie kurz gewohnt haben, kamen alle Gefühle wieder auf. Sein Vater weinte und das tat er dann auch. Sie nahmen sich wieder in die Arme und Mika betetet zu jedem Gott, dass sie nach diesem Tag noch eine Zukunft haben.

Fast eine Stunde, hielten sie sich nur in den Armen, bis Mika innerlich spürte, dass es nun Zeit war. Diese eine Stunde tat ihm so gut und er konnte sich wirklich verabschieden. Mit Worten und mit Gefühlen, konnte er sich verabschieden. Er konnte endlich einen sauberen Schnitt machen, der kein Schmerz, oder fast keinen, hinterließ. Er war bereit für den nächsten Schritt und er fand heraus, dass er eigentlich immer das Recht hatte seinen Vater und seine drei jüngeren Geschwister zu besuchen. Das dies von Anfang an so ausgemacht war, auch, dass ihn sein Vater jederzeit besuchen kommen kann, half ihm sehr, sich grinsend vorrübergehend von seinem Vater zu verabschieden.

Er wusste nun, dass sein Besuch, oder der Besuch seiner Familie, jederzeit passieren kann. Er wusste, dass er sein altes Leben nicht hinter sich lassen musste, sondern einfach nur einen großen Schritt nach vorne tat, auf seinen Weg des Lebens, so wie es Argos gesagt hatte.

Als Mika dann ganz langsam zurücktrat, lächelte sein Vater und sie beide wusste, dass es den anderen gutgehen wird. Mit dieser Gewissheit, dass sie sich wiedersehen werden, verließ Mika schlussendlich den Raum, gefolgt von Argos.

„Mika, ich führe dich jetzt rauf und dann begleite ich deinen Vater zu der Feier, ok? Ich komme auch gleich wieder.“, die letzten Tränen wischte sich Mika beim Nicken davon und er wurde den Gang entlanggeführt. Und an der Treppe, wurden sie schon erwartet.

„Was macht ihr hier?“, fragte Argos und sah runter zu den vier Jungs.

„Wir… warten auf Michael… auf den Prinzen!“, sagte Matos der braune Schakaljunge.

„Wart ihr schon oben?“, alle vier nickten und sahen voller Scham runter auf den Boden.

„Stimmt was nicht?“, wollte Argos wissen.

Und es war Matos, der wieder antwortete.

„Ähm… tja… wir wollten sie nicht stören… sie sind gerade… schwer beschäftigt.“, und gerade als Matos zu ende sprach, hörten sie sechs und die vier Wachen von oben ein langes stöhnen.

„Daran solltet ihr euch gewöhnen. Ihr werdet oben wohnen und schlafen... Ihr müsst verstehen, dass Pharao Hator und Pharao Otto, nur die letzten Momente miteinander verbringen möchten, bis sie jeden Moment aufbrechen müssen.“

Das stöhnen führte zu einer Reaktion bei den vier Jungs und unauffällig auffällig, wanderten ihre Hände nach vorne und drückten leicht auf den Schritt. Das entging Mika nicht und er musste es nicht mehr herausfinden, was seine Freunde in Wirklichkeit empfanden. Er fand es sogar super und er fühlte sich in dem Moment genauso hingezogen zu ihnen, als noch vor einer Woche zu Axel und seinen Freunden.

Auch bei ihnen, konnte er, er selbst sein und mit ihnen gemeinsam viel erleben.

Auch Argos sah es und wusste warum das geschah. Da er es sah, musste es auch Mika gesehen haben und somit war das Geheimnis, kein Geheimnis mehr. Deswegen konnte er nun offen sprechen.

„Ok ihr vier. Ihr müsst mir jetzt etwas versprechen.“

Die vier süßen Jungs sahen zu ihm auf und für einen kurzen Augenblick, sah er sich selbst wieder als kleinen Jungen wieder.

„Ihr nehmt keine Befehle von Mika an. Egal was es ist. Er ist euer Prinz, ja, aber er möchte euch als Freunde und Freunde, befehlen einem nichts. Wenn er euch befiehlt, dass ihr auf ein Bein hüpft, dann sagt nein. Wenn er euch befiehlt, bei ihm im Bett zu schlafen, dann sagt nein. Ihr seid gleichgestellt mit Mika und nur ich, Pestos und unseres zwei Pharaos können euch fünf etwas befehlen, verstanden?“

Mikas Freunde nickten eifrig und auch Mika, hob die Hand und schwor es, was dann die anderen auch taten. Sie hoben die Hand und schworen es auf die den Pharao.

„Gut, dann noch was. Wenn einer was vom anderen möchte, dann fragt einfach. Fragt einfach so, als ob ihr eure Eltern was fragen wollt, oder einen Freund. Auch Pharao Otto und Pharao Hator könnt ihr einfach etwas fragen. Sie werden euch wie ein Vater behandeln und sie möchten auch, dass ihr sie so behandelt. Ihr seid nun ein Teil der Familie des Pharaos und habt hier im Palast die gleichen Rechte wie ein Prinz. Ihr werdet bei jeder Zeremonie dabei sein, wie Mika es auch sein wird. Ihr sollt auf Augenhöhe sein, das war der Wunsch des Pharaos.“

Mika freute sich so extrem, als er das hörte, weil er zuerst dachte, dass seine Freunde unter ihm standen. Dass sie gezwungen wären, mit ihm befreundet zu sein. Aber dem war gar nicht so.

„Dann… sind wir Brüder?“, fragte wieder Matos.

„Ihr seid alle Halbbrüder. Ihr habt alle Pflichten und Freiheiten, die Halbbrüder haben. Es ist deswegen so beschlossen worden, weil… nun ja… wenn Brüder das Bett teilen… ist das schlimm. Aber bei Halbbrüdern sieht es ganz anders aus. Da schaut keiner hin, wenn ihr mich versteht.“

Verwirrt sahen sich die fünf Jungs an, aber wie erwartet, fing als erstes Mika leicht zu grinsen an.

„Ihr werdet es noch verstehe, keine Sorge. Dann gehen wir rauf, ziehen uns um und essen etwas.“

„Aber… sie… machen es beim Tisch…“, sagte es nun Harlan der kleine Gepard.

„Und? Dann schaut nicht hin!“, gab Argos zurück und war nicht gerade sehr erfreut darüber, dass seine zwei Pharaos es gleich beim Tisch trieben und vermutlich auch Pestos mit einspannten.

„Ok, ich werde mich gleich darum kümmern, doch zuvor muss ich König Augustin zur Feier führen. Also wartet hier.“

Argos hat den König fast vergessen und er verbeugte sich entschuldigend vor dem König, der geduldig im Raum auf ihn gewartet hat. Schnell führte er ihn zur Feier und dabei mussten sie in den Gang gehen, wo auch Mika mit seinen vier Freunden auf ihn warteten.

Zum Glück aber, winkte Mika nur zum Abschied und rief König Augustin ein „Bis bald PAPA!“ hinterher, bevor sie in den Thronsaal gingen. Einige Schritte später, standen sie im Eingang, wo zwei Wachen an beiden Seiten versuchten, das geschehen im Raum zu ignorieren.

Der König bekam große Augen und auch in Argos regte sie was, als sie beide in den Raum sahen.

„Feiert König Augustin, das ist der Wunsch des Pharaos. Haltet euch nicht zurück und genießt den Abend einfach.“

Zwei Leopardendamen schritten zu ihnen und schmiegten sich lüstern an den pummeligen König ran. Ihr Hände erkundeten den Körper des Königs ausgiebig, während im Hintergrund schon längst alle Hüllen gefallen waren.

„Wenn euch die Weibchen nicht zusagen, dann sagt den Wachen, dass sie Männchen bringen sollen.“

Der König, der ein recht schönes Gesicht hatte, brachte kein Wort hervor, was vermutlich daran lag, dass beide Damen jeweils eine Hand schon vorne in der Hose des Königs hatten. Und ohne Worte und Grinsend, ging der König von den Lenden gesteuert, in den Raum rein. Auch die Hüllen des Königs, fielen auf den Boden recht schnell und genoss, was die zwei Damen mit ihm machten.

Argos wusste nicht wirklich was er über den König denken sollte. Doch schnell kam er zum Entschluss, dass der König alles richtig bei Mika gemacht hatte. Er verspürte einfach nur Dank, dass Mika so wohlerzogen war und so eine wundervolle Persönlichkeit hatte. Er war dankbar, dass ihn Pestos erwählt hatte, dass er nun für Mika zuständig war, dass sein jetziger Pharao glücklich wurde, nachdem schweren Verlust. Er war einfach nur Dankbar für alles und für jeden, dass er nun hier stehen konnte.

Zufrieden, dass er das spüren durfte, ging er zurück zu Mika und seinen vier Freunden. Was er sah, war herzergreifend. Der Gepardenjunge hatte Mika in den Armen.

„Alles in Ordnung?“

„Alles in Ordnung Argos.“, sagte Harlan und grinste einfach nur breit. Da alles in Ordnung schien und er sich nicht in die Beziehungen der fünf Jungs einmischen wollte, wandte er sich an einer der vier Wachen, die die Treppe bewachten.

„Hast du noch was gehört?“, flüsterte er der Wache zu und die Wache schüttelte den Kopf.

Das war gut und schlecht. Pestos hat ihn berichtet, was die Späher was gesehen haben. Jetzt, wo es oben ruhig war, waren wohl beide fertig miteinander, oder sie bereiteten sich gerade darauf vor, an die Front zu gehen.

Er hoffte das es das erstere war, als sie gemeinsam rauf in die Gemächer der Familie des Pharaos gingen. Das Essen am Tisch war kaum angerührt, Pfaue stolzierten auf den Gängen vor den offenen Räumen. Es wirkte sehr still, schon fast verlassen, wenn sie nicht drei Schatten im Raum sahen, der am Ende des Platzes vor ihnen war. Sie standen mitten auf den Platz, der ein Kreis war und wo man gemeinsam das Essen zu sich nehmen konnte.

„Mika, links ist dein Gemach. Dort hat auch Hator seine Jungend verbracht. Das Gemach zu meiner rechten, ist für deine Freunde. Und wenn ihr geradeaus seht, seht ihr das Gemach deiner Eltern und euren Onkeln.“, das mit den Onkeln war an Mikas Freunde gerichtet.

Bevor sich die fünf Jungs umschauen konnten, kamen Hator, Otto und Pestos aus dem Gemach des Pharaos geschritten. Argos verbeugte sich tief, als die gerüsteten Pharaos vor ihnen standen. Hator und dann Otto lächelten, als sie bei jedem Jungen die Hände auf die Wangen legten und ihnen warm die Lippen auf die Stirn drückten.

Einen nachdem anderen nahmen sie sich vor, bis jeder durch war und sie beide wieder vor den Fünf Jungs standen.

„Ich und Hator kommen wieder. Haltet bis dahin die Stellung und seid brav!“, sagte Otto fröhlich und schüttelte den Zeigefinger am Ende.

Mika Schritt nach vorne und umschlang Otto und Hator an der Hüfte. Das frisch vermählte Paar legten zuerst zurückhaltend eine Hand auf Mikas Schulter, bis nach wenigen Sekunden auch ihnen, die Gefühle übermannten. Kurz aber Intensiv, nahmen sie Mika in die Arme, bevor sie sich von ihrem Sohn lösten und schweigend hinter ihnen die Treppe runtergingen.

Mika wusste seit dem Tag als sie von Haus Rosé aufbrachen, dass dieser Tag kommen würde. Aber mit jedem Tag den er mit Otto unten in der Stadt verbracht hatte, wo er ihn so richtig kennenlernen durfte, und Otto immer mehr für ihn ein Vater wurde, desto weniger konnte er sich vorstellen, nicht weinend zusammen zu brechen, wenn dieser Moment des Abschieds kam.

Doch in dem Moment, wo er von beiden fest umarmt wurde und ihre Liebe wirklich spürte, konnte er seine Tränen zurückhalten. Argos und sein eigentlicher Vater haben ihn dabei geholfen, dass sein Leben weitergehen wird, dass er versteht, das seine Freunde, Bekannten und seine Familie, auch andere Wege bestreiten werden, als er es tut.

Es kann sein, dass er in einer Stunde der neue Pharao sein wird. Dann wird er dieses Land führen müssen. Ein Land, das den Krieg verlieren wird. Jetzt war keine Zeit mehr für Tränen, denn das Erbe von zwei Reichen lagen nun auf seinen Schultern. Auch wenn er nicht mehr wirklich der Erbe seines Heimatlandes war, so war jetzt dieses Reich, Asacardia, sein Reich geworden, um das er sich kümmern musste.

„Argos, es ist alles bereit. Wenn du das Horn hörst, dann brich mit allen auf.“

Als Argos das von Pestos hörte, ihn bewaffnet und gerüstet sah, wusste er, was zu tun war, wenn alles fallen sollte. Doch bis dahin, sollten die Jungs zumindest etwas Essen und Trinken.

„Danke Pestos, mein Meister und Freund.“

Sie sahen sich tief in die Augen, als sie sich die Hand gaben und sich dann kurz darauf, mit einer Umarmung verabschiedeten.

Als sie dann völlig alleine waren, bis auf ein paar Diener, wandte sich Argos zu den Jungs.

„Mika, wir ziehen dir mal das Prinzengewandt aus und in der Zwischenzeit können sich deine Freunde umziehen und waschen.“

Er führte seine Prinzen zum linken Raum. Zwei Pfaue schliefen links am Eingang und hoben nur den Kopf, als sie an ihnen vorbeiging und den Raum betraten. Der Raum war groß, vielleicht Acht mal Acht Meter und ihnen gegenüber war ein großes und kuscheliges Bett. Die Decke war ein Tigerfell, während die Polster mit Pfauenfedern gefüllt waren. Hinter dem Bett war auch die einzige Wand, die ganz war, während die restlichen drei Seiten offen waren und mit einem dicken Seidenvorhang die Neugierigen Blicke abwehrten. Es brannten in jeder Ecke eine Feuerschalen, die nur eine kleine Flamme hervorbrachten. Doch das gespendete Licht reichte aus, um alles im Raum zu sehen, aber auch um friedvoll einzuschlafen, ohne dass das Licht einem störte.

Kurz gesagt, fanden es beide, Argos und Mika, sehr warm wie der Raum beleuchtet war. Links neben dem Bett war eine große Truhe. Rechts ein Schrank und in beides sah Mika rein.

„Wenn deine Anwesenheit nicht vonnöten ist, dann läuft der Prinz, also du, nur mit einem einfachen Lendenschurz, oder mit einem kurzen Rock rum. Jeder im Palast weiß wer du bist und somit brauchst du auch nicht zu zeigen, wer du bist. Du kannst aber auch das Prinzengewand tragen, wenn du willst und solltest es auch, wenn du vor hast in die Stadt zu gehen. Falls dir aber alles nicht zusagt, dann hat dir Hator auch ein einfaches Gewand vorbereiten lassen, dass ich auch trage. Es wurde aus einem Stoff gefertigt und der Gürtel ist überaus leicht.“, erklärte er den Prinzen, während er ihn langsam auszog. In den Schrank wurde die Festtagskleidung aufgehängt und sorgfältig verstaut.

„Unterm Bett findest du dein Nachttopf und die Diener leeren jede Stunde jeden Nachttopf aus.“

Als Mika nackt mit dem Rücken zu ihm stand, holte er aus der Kiste den Lendenschurz hervor und überreichte es Mika. Mika drehte sich mit dem Stoff in den Händen zu ihm um und sah rauf.

„Ich denke…, dass ich heute nicht… mehr lachen kann… Argos.“

Argos nahm sanft den Lendenschurz aus Mika Händen und zog darauf selbst den Prinzen an.

„Das verstehe ich Mika. Ich könnte es auch nicht in deiner Situation. Deswegen sollten wir jetzt etwas essen und danach sollten wir alle gemeinsam ins Wasser hüpfen und ich zeige euch danach den Palast.

Sachte führt er Mika aus dem Raum zum Tisch, wo schon dessen vier Freunde auf sie warteten. Argos setzte sich neben Mika, nur um von allem was Angeboten wurde, etwas auf Mikas Teller zu geben. Als er fertig war, machte er für Mikas Freunde Platz und setzte sich als letzter neben Randel den schwarzen Schakaljungen. Die Diener kamen und schenkten den fünf Jungs frisches Orangensaft ein, während Argos den Wein nicht wollte und stattdessen Wasser zu sich nahm. Es war zwar schon alles kalt, oder höchstens lauwarm, aber dass sie überhaupt noch das Festtagsessen essen konnten, war schon ein wunder. Denn, der ganze Palast musste sich auf eine plötzliche abreise vorbereiten und darunter fiel auch die Versorgung und die Küche.

Doch die Köche des Palastes gaben ihr Bestes und kochten die Nacht durch, damit sie doch noch alles bekamen, was man am Hochzeitstag bekommen sollte.

Sie alle aßen etwas und die Stimmung war mehr als nur im Keller. Argos wusste, dass die Stimmung noch stunden so bleiben wird, oder bis Hator und Otto zurückkamen und ihnen allen sagten, dass sie gewonnen haben.

Als er kein Hunger mehr verspürte, legte er das Besteck zur Seite und stand auf. Er schnappte sich jeden Jungen, legten jeden einen Arm um die Schulter, um sie dann an sich zu drücken, nachdem er sich hinter Mika gesetzt hat.

„Ich will euch nicht anlügen. Die nächsten Stunden werden für alle schwer sein und eigentlich sollten wir schon auf den Weg nach Süden sein. Doch heute war euer Tag, dein Tag Mika und der Tag deiner Väter. Alle drei wollten dich dabeihaben, oder dich sehen und auch den Tag der Heirat vollführen. Hator und Otto wollten verheiratet Seite an Seite an die Front fahren. Du solltest und wurdest, heute zum Prinzen von Hator und Otto und bist nun auch mein zukünftiger Pharao. Doch, eines muss dir bewusst sein, egal was kommt, du wirst von uns allen beschützt werden. Und, Otto und Hator werden auch zurückkommen. Ich selbst, bin mir sogar so sicher, dass ich deswegen sogar beide Hände ins Feuer legen würde. Jedoch werden Otto und Hator nicht begeistert sein, wenn sie riechen, wie ihr stinkt!“

Mika blickte hoch und grinste über beide Ohren.

„Wenn ich stinke, dann stinkst du jetzt auch!“

„Dann ändern wir das jetzt!“, sagte Argos breit lächelnd und schnappte sich Mika und lief dann mit dem Prinzen auf der Schulter zum Wasser, wo einige Seerosen geschockt zusahen, wie zuerst Mika ins Wasser geworfen wurde und danach Argos reinhüpfte. Die Seerosen bangten um ihr Leben als gleich darauf Mikas vier Freunde zu ihnen gerannt kamen und dann ins Wasser sprangen, als Mika und Argos aus dem Wasser auftauchten. Man hörte viermal ein lautes Platsch und danach ein Lachen und ein Gekicher. Sie spritzten sich Wasser zu, Argos versuchte zuerst Mika und dann die anderen zu fangen. Und jeden den er in die Hände bekam, warf er mit einen Überkopfwurf nach hinten ins Wasser. Dem männlichen Pfaue trällerten ihren Gesang, während sie spielten und ausgelassen im Wasser herumtrieben.

Während sie im Wasser herumtollten, war alles andere vergessen. Doch das spielen raubten Argos schnell die Kraft und deswegen, erholte er sich am Wegesrand zwischen den Räumen und saß angelehnt im Wasser und sah zu, wie die fünf Jungs das taten, wozu sie gerade Lust hatten. Gerade jetzt, machten sie ein Wettbewerb, wer länger unter Wasser den atmen anhalten konnte. Wie erwartet, landete Mika auf den letzten Platz. Da Mika in seinen Leben nie schwer arbeiten musste, die anderen aber schon, deswegen hatte Mika nicht die Lungenkapazitäten wie die anderen. Dennoch schaffte es Mika über zwei Minutenlang die Luft anzuhalten und das war schon sehr gut, wenn man den Umstand miteinbezieht, dass sie schon mehr als eine Stunde miteinander spielten. Da das Becken nicht tief war und zwei Diener ein Auge auf die Jungs hatten, konnte sich Argos kurz zurückzeihen, um sich abzutrocknen und sich dann gemütlichen einen Lendenschurz anzuziehen.

Obwohl seine Kleidung angenehm war, so waren die Tage heiß und die Nächte kalt. Es klang zwar unlogisch sich in der Nacht nicht dicker anzuziehen, aber er war einer, der die Kühle mehr schätzte, als die Wärme. Dafür musste er die Treppe runtergehen und gleich links neben der Treppe, war sein Gemach, das einmal Pestos gewesen war. Es roch sogar noch nach Pestos hier drinnen und das erinnerte ihn, dass sie alle noch keine Nachricht erhalten haben, wie der Kampf verlief.

Er nahm es positiv auf, obwohl es komisch war, dass man sogar hier oben nichts von der Schlacht hörte, obwohl die Front nur drei Kilometer entfernt war. Etwas musste passiert sein, das sagte ihm sein Bauch.

Doch sein Bauch verstummte, als er wieder raufging und sah, wie die vier Jungs in Lendenschurze, von den Dienern abgetrocknet wurden.

Sie waren außer Atem und er half den Diener die Jungs beim Abtrocknen, während er dabei überlegte, was die Jungs vom Palast sehen sollten und was nicht. Hator hatte sehr spezielle Gelüste und jeder im Palast wusste davon. Sogar die Minister wussten es und sahen drüber hinweg, weil Hator ein guter Herrscher war und die Provinzen nicht vernachlässigte. Jeder war zufrieden und weil das so war, gaben die Minister es auch zurück.

Deswegen, wurden auch die vier überaus wilden und großen Wölfe als Sklaven bei der Hochzeit überreicht, weil es etwas Neues für Hator war und nun auch, für Otto und Mika. Sofern Mika sowas wollte. Doch spätestens Morgen, würden die fünf Jungs alles mitbekommen und vermutlich auch noch Nasenbluten bekommen, wenn sie aufstehen und aus ihren Räumen blicken.

Argos fragte sich, wie es Pestos aushielt, wenn alle Diener raufkommen. Sogar bei ihm rührte sich viel, wenn er sich wieder daran erinnerte, was Pestos ihn alles gesagt und schon gezeigt hatte.

Doch er entschied sich alles zu zeigen, damit die vier Jungs auf andere Gedanken kamen. Aber, bevor es soweit war, setzte er sich runter auf seine Knie vor den Jungs, nachdem sie abgetrocknet waren.

„Gut, ich zeige euch jetzt den Palast und die Quartiere für die ganze Diener. Doch seit gewarnt! Ihr werdet viel sehen und danach Hator mit anderen Augen betrachten. Mika, vielleicht wirst du es mehr verstehen als deine vier Freunde, wenn du dann alles gesehen hast. Ich bitte dich, dass du Verständnis für deine Freunde hast.“

Mika nickte aufgeregt und sah zu seinen Freunden. Die sahen alle Mika an und nickten dann ebenfalls, weil sie Mika vertrauten.

„Gut. Dann gehen wir.“

Argos fand es süß, wie Mika gleich seine Hand ergriff und so, führte auch Mika seine Freunde hinter sich. Sie gingen dir Treppe runter und bevor sie nach links abbogen, hackten sich Mikas Freunde in Argos Lendenschurz ein. Mika bekam deswegen ganz große Augen.

„Das ist normal Mika. In der Familie machen das die Kinder bei ihren Eltern, wenn sie irgendwo hingehen.“

„Also… halten die Kinder nicht die Hände ihrer Eltern?“

„Das machen eher verliebte und Ehepaare. Nicht aber Kind und Elternteil.“

Verunsichert und schüchtern blickte darauf Mika zu ihm rauf und Argos verstand ihn nur zu gut und deswegen, drückte er fester Mikas Hand und lächelte zu ihm warm runter.

„Halte dich gut fest Mika.“, überaus warm sagte er das und ging weiter. Sie passierten sein Quartier und sie erreichten die erste Abbiegung nach links. Aber bevor sie abbogen, waren ihnen gegenüber an der Wand, zwei Eingänge.

Er führte die Jungs zuerst in den linken und als sie alles sahen, bekamen alles Jungs große Augen. Sie sahen Drachen und Echsen, jede Farbe war vertreten und sie alle waren nackt. Die Diener spielten Karten, oder redeten leise und ausgelassen miteinander. Doch als sie ihre Gäste erblickten, standen sie alle gleich auf und stellten sich vor ihnen in einer Reihe auf. Alle verbeugten sich dann tief und die fünf Jungs und Argos, erblickten zehn prächtige Männchen, die alle recht Jung wirkten. Vermutlich waren sie gerade 20 geworden, aber nicht älter als 25.

„Du kannst jederzeit jemanden Aussuchen Mika. Aber dazu sage ich später mehr.“, sagte das Argos einfach und nickte den zehn Dienern zu, um dann wider den Raum zu verlassen. Sie gingen in den nächsten Raum und dort waren Tiger, Löwen, Leoparden, Geparden und Jaguare. Wieder waren es Zehn und kamen gleich zu ihnen, um sich zu verbeugen, nachdem sie sich vor ihnen aufgestellt haben.

Als sich dann auch den Raum verließen, kamen noch drei weitere. In einem waren Dalmatiner, Schäferhunde, Dobermänner und noch vier oder fünf andere Rassen vertreten. Im nächsten sahen sie Hirsche, Hasen, Bullen, Hengste und auch Greifen. Und bevor sie den letzten Raum betraten, wandte sich Argos wieder den Jungs zu.

„Der nächste Raum ist etwas sehr speziell. Nicht jeder mag es und Hator braucht es ab und an. Aber wenn ihr den Wunsch auch verspürt, dann solltet ihr es uns sagen und wir gehen dann mit euch hier rein und ihr könnt euch dann einen, oder mehrere aussuchen.“

Nachdem Argos das vermittelt hat, führte er sie in den letzten Raum. Darin waren wilde Tiger, Löwen, Geparde und Jaguare. Von jeder Rasse waren drei Männchen vertreten und sie lagen alle gemütlich im Heu und schienen zu dösen.

„Das sind ja Tiere?“, wandte Nektos der Jaguarjunge ein.

„Genau. Und Hator hat auch einen Greif und einen Drachen bestellt, die in paar Tagen ankommen sollten. Nur für den Fall, falls Mika etwas aus seiner Heimat braucht.“

Da sahen die vier Jungs Mika erstaunt an. Mika grinste darauf nur, sah runter zu den Poften und fing mit ihnen zu spielen an.

„Schaut nicht so. Fragt Mika einfach, was ich damit gemeint habe.“, als Argos das aussprach, fiel ihm dann etwas ein.

„Wisst ihr was, wie wäre es, wenn Mika von seinem Abenteuer im Haus Rosé erzählt. Ich persönlich möchte es aus seinem Munde hören und ich bin mir sicher, dass es euch auch gefallen wird.“

Grundsätzlich hätte Mika kein Problem damit, aber es gab ein Grund wieso er es nicht machen wollte. Er hat schon verstanden worauf seine vier neuen Freunde standen, die er erst heute kennengelernt hat und genau deswegen, wollte er nicht darüber erzählen.

Er ist kein Prahler und möchte nicht ausgefragt werden über das Haus Rosé, wenn seine vier Freunde nicht einmal wussten, was das war. Aus dem Grund, sah er den Gang weiter entlang.

„Da sind noch ein paar Räume.“

Vielleicht war Argos zu weit gegangen. Sogar bestimmt. Denn Mika zog leicht an seiner Hand und ließ das, was er vorgeschlagen hat einfach hinter sich.

„Dort werden wir die Küche, die Wasch und die Lagerräume finden.“

Auch die Räume zeigte er ihnen. In der Küche war nichts los. Zwei Köche, wo früher über ein Dutzend waren, saßen auf zwei Hocker und sahen zuerst gestresst und düster auf dem Boden, bevor sie sich dann fast auf den Boden warfen, als man sie entdeckte. Bevor sie in den nächsten Raum gingen, rief Mika noch in die Küche „Es war sehr lecker, danke!“.

Die Lagerräume waren groß, aber wenig Waren noch da und jeder wusste auch, aus welchen Grund. Bei den Waschräumen blieben sie stehen. Dort waren die vier riesengroßen Wölfe an der Wand angekettet. Die Hände waren über den Kopf an der Wand angekettet, während ein Diener den ersten wusch. Es war sehr still im Raum und sie Sechs sahen, dass die neuen Diener Angst hatten.

„Du nennst sie Diener, aber sind sie eigentlich nicht alle Sklaven?“

„Das stimmt Mika. Alle hier im Palast bis auf die Köche, ich und Pestos und die Wachen sind eigentlich Sklaven. Aber nur, weil wir sie aufgekauft, oder geschenkt bekommen haben. Sie haben jedoch einige Rechte. Wie zum Beispiel zu schlafen, zu essen und sie können sich auch frei im Palast bewegen, bis auf die Gemächer des Pharaos.“

„Und sind sie auch alle schwul?“

„Mitnichten. Das spielt in der Hinsicht keine Rolle mehr. Pharao Hator interessiert es wenig, was die Diener fühlen.“

„Das… gefällt mir nicht…“

„Das kann ich nachempfinden, aber du wirst sehen, dass die Diener damit kein Problem haben. Es ist ein geben und nehmen, darauf achtet Pharao Hator schon drauf. Am Anfang war es für jeden Diener schwer, doch schon nach wenigen Tagen, sahen sie das ihr Leben nicht so schrecklich ist, wie zuerst angenommen. Sie Hungern nicht, werden nicht geschlagen und genießen die Zeit, die sie mit dem Pharao haben. Auch untereinander genießen sie die Freizeit und so, fühlen sie sich auch nicht alleine. Einige sind schon mehr als Zehn Jahre hier und unser Pharao sieht sie als Freunde, und das gleiche sagen auch die Diener. Sie sprechen auch frei mit Hator und man kann wirklich sagen, dass es ihnen jetzt besser geht, als in ihren vorherigen Leben.“

Mika sah zu den vier Wölfen.

„Können sich wirklich alle im Palast frei bewegen?“

„Ja, nur jetzt wurden sie aufgefordert in ihren Räumen zu warten, für weitere Anweisungen. Normal würdest du und jeder in der Familie des Pharaos von den Diener belagert werden.“

„Wieso das?“

„Weil sie von dir, oder von Pharao Hator eingeladen werden möchten. Das… war zumindest so, bevor unser Pharao euer Kontinent bereist hat. In den nächsten Tagen, so wurde mir berichtet, dürfen sich dann die Diener auch in den Gemächern des Pharaos begeben, ohne dass sie eingeladen wurden.“

Der erste Wolf war fertig mit dem Waschen und der Diener nahm eine Schere und eine Klinge zur Hand und stellte sich vor den zweiten.

„Was macht er da?“, fragte nun der süße Randel und das schwarze Schakalfell schimmerte leicht violett im Fackelschein.

„Wie ihr seht, sind diese Wölfe ungepflegt und der Diener sieht sich jeden neuen Diener genau an, um seine Stärken hervorzuheben. Kurz gesagt, er macht sie schön, wäscht sie anschließend und bringt sie dann in die Quartiere.“

„Aber… habt ihr keine Angst vor ihnen?“

„Wir sind natürlich vorsichtig bei den Neuen Dienern. Sie werden unterwiesen sich zu fügen und es so gut es geht zu genießen. Natürlich erklären wir ihnen auch was ihre Aufgaben sind, wofür sie da sind und meist ab diesen Zeitpunkt, fügen sich fast alle.“

„Und was ist… wenn sie sich nicht fügen?“, Randel atmete schon stoßweiße und zitterte leicht am ganzen Körper.

„Hast du Angst vor ihnen Randel?“

„Ja… etwas.“

„Das brauchst du nicht. Du kannst sie ruhig berühren.“

Randel schüttelte gleich den Kopf und umschlang gleich sein Bein.

„Also… die, die sich nicht fügen und sich vehement dagegen sträuben, werden zu den Steinbrüchen geschickt, wo sie das Stein für unsere Stadt und für unsere Gräber vorbereiten und rausmeißeln. Aber ich möchte wie gesagt ehrlich sein. Es gab auch Fälle, wo die Diener Handgreiflich wurden und die haben wir mit einem Hammer zu Eunuchen gemacht, um sie dann zu den Steinbrüchen zu schicken.“

„OUCH!“, stieß Harlan von sich und der kleine Gepard fasste sich in den Schritt.

Argos passte das Randel diese Frage gestellt hatte, denn so haben die Neuen Diener vermutlich auch mitbekommen, was ihnen blüht, wenn sie Handgreiflich werden.

„Du Argos?“

„Ja Nectos?“, der Jaguarjunge sah nachdenklich die vier Wölfe an.

„Die Steinbrüche, oder der Steinbruch… ist das eine Strafe für die Diener, die nicht wollen?“

„Wenn man das Leben hier mit dem Leben im Steinbruch vergleich, ja. Im Steinbruch werden sie wie Sklaven behandelt und sie bekommen nicht annähernd das Essen, was sie hier bekommen. Auch der Schlaf, den sie haben, ist schlecht, weil sie unter den freien Himmel schlafen müssen und mehr als Sechs Stunden bekommen sie auch nicht. Und Freizeit, werden sie bis sie von uns gehen, auch keine mehr haben.“

Mit gemischten Gefühlen hörte sich Mika das alles an. Er wusste schon, dass Staaten, oder Reiche, die Sklaverei erlaubten, wahrlich erblühten wegen der billigen Arbeitskraft. Aber woher nimmt man das Recht jemanden zu unterjochen, ihn die eigene Entscheidungsgewallt zu nehmen. Wenn man das Leben schätzt, dann sollte man auch andere so behandeln, wie man selbst behandelt werden möchte.“

„Gab es aufstände von den Sklaven in der Stadt?“, fragte dann Mika plötzlich und er erhoffte sich, eine ehrliche Antwort.

„Nein. Es ist so. Die Diener werden gut behandelt. Man kauft sie, oder bekommt sie, für eine bestimmte Aufgabe. Wenn sie die Aufgabe gut machen, dann haben sie alle Freiheiten, als wären sie keine Diener. Wenn sie aber die Aufgaben schlecht machen, dann nehmen wir ihnen die Freiheit. Sprich, es ist ein Belohnungssystem. Weißt du, sogar zwei Minister sind Diener von Hator und von dessen Vater Neith gewesen. Sie waren Jahrelang Treu gegenüber der Familie des Pharaos gewesen und als Belohnung dafür, haben sie den Posten als Minister erhalten. Auch deren Familien haben den Status als Diener und sie tragen diesen Status voller Ehre mit sich. Es ist auch üblich, dass Diener und Herren und Herrinnen, den Bund der Ehe eingehen.“

„Also ist die Beschränkung einzig und allein die Aufgabe, die die Diener machen sollen und wenn sie die Aufgabe gut machen, dann sind sie quasi frei.“

„Kann man so sagen. Viele verkaufen sich aber auch selbst und freuen sich, wenn ein reiches Haus, sie als Diener aufnimmt. Denn, viele hatten ein schweres Leben und mussten auch viel ertragen. Entweder haben sie ihre Familie verloren, oder sie wurden in die Armut geboren. Die sehen dann die gut gepflegten Diener, die nicht hungerten wie sie. Die vielleicht im Haus des Herren eine Familie gegründet haben, oder sogar für die gute Leistung ein Weibchen, oder ein Männchen, zu Seite gestellt bekamen. So ein sorgenfreies Leben, wo man versorgt wird, wünschen sich sehr viele.“

Das System erinnerte ihn an das Haus Rosé. Dort waren auch alle, die im Haus für die Gäste da waren, in so einem ähnlichen System. Alle sahen glücklich aus und mussten sich keine Sorgen machen ein Dach über den Kopf zu haben. Auch gab es immer viel und gutes Essen für sie. Und sie machten ihre Arbeit mehr als gerne. Wer würde auch nicht gerne sein restliches Leben nur mit Sex verbringen wollen.

„Und was ist mit denen, die niemand haben möchte? Die sich als Diener verkaufen möchten, aber nie gekauft werden?“

Argos dachte über diese Frage nach, weil selbst er, wusste nicht was mit diesen Personen geschah.

„Das… weiß ich nicht mein Prinz. Aber ich muss auch sagen, dass ich nie solche Personen, solch von unglückbehafteten Personen mit eigenen Augen gesehen habe. Es gibt immer etwas in einem Haushalt zu tun. Selbst Greise, die kaum was sahen, die alleine waren, werden von vielen Häusern aufgenommen, und wenn es nur dafür ist, die Teller zu trocken, oder vor der Tür zu kehren.“

„Also… gibt es kein Leid auf der Straße? Keine Bettler, niemand, der Brot oder Früchte von den Ständen klaut, weil die Person hungert?“

„Nein mein Prinz, sowas gibt es bei uns nicht. Jeder gehört wem an, ob als Familie, oder als Diener. Es ist besser als Diener bei einem armen Korbflechter zu leben, als alleine auf der Straße zu leben. Fragt euch selber, was euch lieber ist.“

Das hörte Mika zum ersten Mal, dass ein Staat, ein Reich, kein Leid auf der Straße hat. Und er fragte sich auch selbst, was er machen würde, wenn er auf der Straße landen würde. Und die Antwort war klar. Er würde lieber ein Diener sein, als alleine auf der Straße leben zu müssen. Er würde alles machen, dass die Person, oder die Familie reicher wird, weil er vielleicht etwas von dazugewonnen Reichtum als Belohnung für seine schwere Arbeit, abbekommt. Vielleicht bekommt er auch einen Wunsch erfüllt, als Belohnung.

„Wie ich sehe mein Prinz, habt ihr heute was dazugelernt.“

Lächelnd sah Mika auf und nickte einmal.

„Ich weiß wie die Sklaverei in eurem Kontinent abläuft und im Vergleich zu hier, in eurem Land, ist es dort mehr als nur barbarisch. Kinder werden von den Familien entrissen, sofern die Familie überlebt. Man schlägt sie, lässt sie fast verhungern und ergötzt sich an ihren Leid. Hier aber, werden die Diener dann einfach freigelassen, wenn sie ihre Aufgabe nicht gut machen und dann sehen sich die Diener alleingelassen auf der Straße wieder. Sie haben nichts, bis auf den Lendenschurz, den sie anhaben, und haben alles was sie sich auch selbst aufgebaut haben, verloren. Das will kein Diener wieder erleben, der schon diese Erfahrung gemacht hat. Und wenn der Diener es Leid ist die Aufgabe zu machen, dann redet er mit seinen Herren. Sie versuchen normal, dass der Diener eine Aufgabe bekommt, dass ihn dann mehr zusagt und wenn alles nichts hilft, dann kümmern sich die Herren, dass der Diener sich nicht auf der Straße wiederfinden und in ein anderes Haus kommt. Meistens werden dann Diener getauscht. Und dieser Markt, ist recht groß. Einige Häuser verkaufen so ihre Diener, weil sie vielleicht spezielle Fähigkeiten haben, oder sogar in einigen Aufgaben eingeschult wurden, die recht speziell sind.“

„Wieso machen sie sich eigentlich die Mühe zu tauschen, wenn sie auch das Recht hätten sie auf die Straße zu schmeißen?“

„Ganz einfach. Die Diener wohnen unter demselben Dach wie die Herren. Sie werden nach einer Zeit selbst zum Teil der Familie und viele Herren, tut es weh, wenn der Diener ihr Haus verlassen möchte. Obwohl sie Diener sind, sind die auch Personen mit Gefühlen und Wünschen. Wie ihr und ich, mein Prinz. Ich habe Greise gesehen, die drei Generationen in einem Haus großgezogen haben. Ich habe Weibchen gesehen, die für drei Haushalte die Kinder über den Tag aufgenommen haben, um auf sie aufzupassen, während die Eltern auf Reisen waren. Ich habe Jungs wie euch gesehen, die einzig und alleine für den Jungen des Herre als Freund aufgenommen wurden. Alle waren sie glücklich und das liegt vielleicht daran, dass die Deiner eine Aufgabe hatten. Manchmal ist es für jemanden, der Frei ist, schwer für sich die passende Aufgabe zu finden, die passende Berufung. Und wenn man dir die Aufgabe gibt, dass du am Morgen Körbe flechten sollst und am Nachtmittag Wasser vom Brunnen bringen sollst, dann ist dein Alltag geregelt. Du weißt was du zu tun hast und du bekommst Essen und Wasser, wofür du nichts zahlen musst, außer die Aufgaben die du gestellt bekommst, zu verrichten.“

Irgendwie gefiel Mika dieses System sehr. Es hört sich so an, als ob alle eine große Familie wären. Es gab keine Armut, weil man am Ende selbst entscheidet, ob man doch lieber sein Leben als Deiner weiterleben will. Und wenn man sich dazu entschließ, dann würde man alles bekommen, was man zum Leben braucht und mehr, wenn man die Aufgabe gut macht.

„Dann… arbeiten in den Steinbrüchen, die Diener… die aggressiv wurden?“

„Wenn du dich auf die Deiner der Stadt beziehst, dann ja und nein. Die Steinbrüche sind bei uns das, was bei euch das Gefängnis ist. Natürlich gibt es auch Diebstahl, Neid und Zorn. Auch Tote, wie in jedem Land. Dort wo Gefühle sind, ist das Leid nicht fern. Die Verurteilten werden in den Steinbruch geschickt.“

„Dann sind die Diener, die es hier nicht machen möchten, also im Palast… schlimmer dran als die in der Stadt?“

„Naja, wenn du es so sagst dann ja. Aber, hier haben die Diener mehr Freiheiten als die, die in der Stadt sind. Der ganze Palast steht ihnen zur Verfügung, sie haben auch Weibchen, die sie besuchen können und die, besuchen unsere Männchen. Die Kinder von Ihnen, werden zu unserem neuen Dienern, natürlich wenn sie alt genug geworden sind. Diese Räume, die wir vorhin gesehen haben, sind eigentlich die Räume derer, die keine Familie haben. Wir haben einen separaten Bereich, wo die Diener zusammen mit ihren Familien leben können. Und natürlich, sind die Diener dort auch zur Verfügung.“

Mittlerweile hat der Diener angefangen das Fell vom Wolfen etwas kurz zu schneiden und an der Brust aufwärts hervorzuheben.

„Ich möchte den Bereich sehen.“, die Neugier hat Mika gepackt. Wie mehr er darüber hörte, was die Diener haben konnten, umso mehr interessierte ihn das System. Es war so anders und er musste es mit eigenen Augen sehen.

Und als Argos nickte und sie losgingen, warf Mika einen letzten Blick zu den vier Wolfen, die komischerweise, ihn interessiert ansahen.

„Verstehen die vier Wölfe unsere Sprache?“

„Man sagte mir, dass es so ist.“

Deswegen haben sie ihn vermutlich so interessiert angesehen. Und der Grund war auch klar. Da sie nun wissen, dass sie Diener waren, würden sich auch gerne wissen, was ihre Aufgabe war, oder Aufgaben.

Argos führte sie zum Thronsaal und rechts von ihnen, als sie den Saal betraten, sahen sie die große Orgie im Raum. Doch schnell ging Argos weiter und sie betraten einen Gang, der gegenüber dem Raum war, wo die Orgie stattfand. Es war ein langer Gang und alle zwei Meter war ein Eingang zu einem Raum. Langsam schritten sie den Gang entlang, damit sie alle in die Räume blicken konnten. Und tatsächlich, sah er in jeden Raum ein Paar mit einen, oder mehreren Kindern und Säuglingen. Es waren kleine Räume und wenn das Paar mit ihre zwei Kindern im Raum waren, dann war nur noch sehr wenig Platz darin. Aber was sie sahen, waren glücklichem Gesicht. Mütter die ihre Säuglinge stillten. Männchen, die ihr Stöhnen unterdrückten, weil die Kinder schon schliefen, während das Weibchen ihren Männchen ritt. Paare, die engumschlungen schliefen. Und auch Männchen, die am Bett saßen, während alle anderen schliefen und nachdachten. Auch im letzten raum war es so, dass das Männchen wach war und nachdachte.

„Und es gibt noch zwei weitere solcher Bereiche.“

„Wofür… brauchen wir so viele Deiner? Ich meine… sie stehen mir… uns alle zu Verfügung, aber… ist das nicht schon zu viel.“, fragte Mika leise nach und sah sich den roten Drachen an, der sie noch nicht bemerkt hat, weil der auf den Boden starrte und sich geistesabwesend dabei die Eichel durch die Vorhaut massierte.

„Wenn der Pharao sie nicht mehr will, aus welchen Gründen auch immer, bleiben sie solange hier, bis die Kinder laufen können. Dann kommt es zum Gespräch mit Pharao Hator und der Palastminister wird dann was Passendes für die Diener und deren Familien finden. Meistens werden sie dann zu den anderen Ministern geschickt und deren Gemahlinnen, freuen sich sehr für das Geschenk und auf das Männchen. Was die Diener hier lernen und machen, werden sie in anderen Häusern weiterleben dürfen. Auch einige männliche Minister freuen sich auf diese Deiner. Doch die Diener, die nicht mehr so ein Leben weiterleben wollen, bekommen einen Sack von Gold zum Dank und werden dann freigelassen. Das passiert aber nur sehr selten, weil sie dann auf der Straße stehen mit ihrer Familie und selbst sich um alles kümmern müssen. Zuallererst eine Bleibe, dann müssen sie noch irgendwie Geld für sich und ihre Familie verdienen. Viele verzweifeln daran, weil sie schon zu lange Diener waren und sich in der freien Welt nicht mehr zurechtfinden können. Deswegen werden die meisten mit ihren Familien wieder zu Diener. Was recht schwierig ist, wegen der Familie. Aus dem Grund, verkaufen sie dann ihre Kinder wieder an den Pharao, weil viele Häuser keine Kinder als Diener benötigen. Und dort, gehen wir jetzt hin.“

Auf den Weg, erzählte Argos weiter.

„Die Kinder von den Diener, die die Freiheit erhalten haben und dann zu uns geschickt werden, leben in einem sehr separierten Bereich. Die Eltern machen das nur, weil sie wissen, wie das Leben im Palast war und auch, weil sie wissen, dass es ihren Kindern dort besser ergeht, als bei ihnen.“

Sie gingen zurück zu dem Gang, wo die Diener für den Pharao waren und blieben bei der Treppe stehen. Rechts die zwei Wachen machten ihnen Platz und Argos legte die Hand auf die braune Mauer. Geräuschlos glitt die Mauer nach hinten auf und sie betraten einen Raum mit einem sehr großen Balkon.

Mitten in diesem großen Raum, war eine Treppe die in die Decke führe. Als sie den Raum betraten, sahen sie an die 20 Jungen, die schon allesamt in ihren Betten schliefen.

„Werden sie auch zu Diener für uns?“

„Ja und nein. Zuerst werden sie die persönlichen Diener des Pharaos und kümmern sich nur um sein Wohlergehen. Pharao Hator mag es spielende Kinder um sich zu haben und sie alle mögen auch ihn. Wenn sie dann etwas älter werden, spricht dann der Pharao mit ihnen und gibt ihnen die Entscheidung zu wählen. Entweder sie werden zu seinen Diener, oder sie können den Palast verlassen und der Palast kümmert sich darum, dass sie einen Platz als Diener finden. Oder sie wählen die Freiheit, wie es die Eltern getan haben. Die meisten wählen die Chance als Diener wo anderes unterzukommen. Ein paar wählen die Freiheit und nur ein oder zwei alle paar Jahre, wollen beim Pharao bleiben. Das bedeutet auch für euch, dass ihr sie nicht zwischen den Beinen anfassen sollt.“

„Das hätte ich sowieso nicht getan.“, verteidigte sich Mika sofort und auch seine Freunde sahen bestürzt aus.

„Ich sag ja nur. Und nun, kommen wir auf das Thema, was ich schon mit euch am Anfang besprechen wollte. Also, das sind die Diener des Pharaos und nicht eure. Erst, nachdem ihr ein halbes Jahr hier seid, werde ich euch die Erlaubnis geben, mit den Diener Beischlaf zu haben und auch nur, wenn ihr fleißig lernt. Mika, du hast jetzt zwei Diener bekommen von den Ministern. Diese zwei Jungen, gehören dir. Deswegen solltest du dir überlegen, welche Aufgabe sie erhalten sollen. Wenn sie mit dir das Bett teilen sollen, dann musst du es ihnen sagen, dass es ihre Aufgabe ist, sich dir hinzugebe. Ich vermute sogar, dass dies der Grund war, wieso du sie bekommen hast. Aber, und das sage ich dir, weil ich es schon oft gesehen habe, gib ihnen nicht diese Aufgabe. Das schadet dir sehr, wenn du es machst. Nach ein paar Tagen wirst du wahrscheinlich Gefühle für sie entwickeln. Du glaubst dann auch, dass sie dieselben Gefühle für dich haben, aber, das werden sie nicht. Sie sind deine Diener, sie wurden dir als Geschenk überreicht. Deswegen, solltest du mit ihnen reden und zuerst herausfinden, was sie wollen, bevor du ihnen ihre Aufgaben sagst. Und wenn sie wirklich deswegen für dich da sein sollen, dann bitte, nimm sie nicht mit ins Bett. Zumindest nicht, bis du ein oder zwei Jahre älter geworden bist. Du… wirst nur verletzte werden und… weil ich dir das nicht verbieten kann, dann bitte erhöre mein Flehen, warte ab!“

Mika wusste was damit gemeint war. Er sah es auch bei Axel. Die Liebe zu Markus war ein zweischneidiges Schwer gewesen. Zum einen war Axel extrem glücklich wann immer er mit Markus im Bett lag, aber immer, wenn Markus kurz nicht das war, war Axel nicht mehr so voller Liebe und sehnte sich nach Markus. Der Gedanke Markus zu verlassen, machte Axel fast wahnsinnig. Und schon damals, hat sich Mika geschworen, sich nicht in einen „Lustsklaven“ zu verlieben. Die Liebe findet man außerhalb eines Bordells, nicht darin.

„Kein Problem. Ich weiß sowieso nicht was ich mit ihnen machen soll.“

Argos lächelte breit und nickte zufrieden runter zu seinen Prinzen.

„Gut, dann sollten wir jetzt langsam schlafen gehen.“

Mika glaubte nicht das er schlafen konnte, auch wenn er die Müdigkeit hinter den Augen spürte. Das gleiche sah er auch bei seinen Freunden. Aber eines hatte das Bett, es war warm. Denn die Kühle drang langsam in seine Knochen und er war kurz davor, zu zittern.

Argos führte seine fünf Jungs rauf, nachdem er die Steintür geräuschlos geschlossen hat. Zuerst brachte er die Freunde von Mika ins Bett, die alle in einem großen Bett schlafen würden. Jeder hatte eine Truhe für sich an der Wand wo das Bett stand. Jeden der vier gab er einen Väterlichen Gutenachtkuss und wünschte ihnen eine erholsame Nacht.

Als Mika von Argos in sein Gemacht geführt wurde, zitterte er aus zwei Gründen. Zum einen war ihm jetzt wirklich kalt und zum anderen, fragte er sich, ob noch was kommen wird. Die Decke wurde für ihn aufgeschlagen und Mika legte sich das erste Mal in sein neues Bett. Es war gemütlicher als erwartet und die Decke wärmte ihn auch sehr, aber nicht zu sehr. Argos deckte ihn zu und Mika sah dann zu, wie sich Argos auf die andere Seite des Bettes bewegte und sich dann zu ihm legte. Der warme Geparden Körper schmiegten sich von hinten an ihn ran, ein starker und warmer Arm wurde um seine Brust geschlungen und sein Kopf wurde anschließend auf den anderen Arm gebettet.

An den Pfoten spürte er Argos Beine und er wusste nicht, ob es Absicht war, aber am Po spürte er Argos Lendenschurz und von dort, strahlte es warm auf seinen Po aus.

Mika überlegte nicht lange und drehte sich dann um. Er drückte die Nase gegen Argos Brust, legte ein Bein über die Hüfte seines Lehrmeisters und schmiegte sich dann fest an ihn. So hat er im Haus Rosé immer mit Lancel und Boris geschlafen. Es war für ihn so natürlich geworden, dass er es auf der Reise hierhin vermisst hatte. Er spürte sie so am ganzen Körper und sie ihn. Nur noch so, konnte er wirklich gut schlafen. Mit dem Geruch seines Freundes in der Nase, ihn am ganzen Körper spürend und wissend, dass er aufwachen und bei ihm sein würde. So träumte er immer friedvolle Träume und wachte erfrischt und gut gelaunt auf.

Doch Argos war nicht Boris und Lancel und deswegen, fragte er nach.

„Stört es dich…?“

„Nein Mika. Sowas kannst du immer mit mir machen.“, kam es von oben runter und dabei, atmete er den Duft von Argos ein. Es war pure Männlichkeit das seine Nase flutete, wie bei Lancel und ungewollt, fing er leicht zu schnurren an.

„Wieso schnurrt ihr?“

„Weil du für mich toll riechts Argos.“

Argos störte Mikas liege Position überhaupt nicht. Aber was anderes ließ ihn schwer nachdenken. Es war die erste Nacht mit Mika und in der ersten Nacht, am ersten Tag, am Krönungstag, wäre es nur fair sich seinen Prinzen, Mika, hinzugeben und ihn die Erlaubnis zu geben, ihn auszuziehen. Aber er wusste nicht, was Mika mit ihm machen würde. Auch Pestos hat nichts verraten, was Hator alles mit ihn gemacht hat. Das Einzige was er ihn gesagt hatte war, dass es nur den Prinzen und ihn was anginge. Und zu seiner Scham gestand er sich, dass, wenn er Mika die Erlaubnis gab, es seine erste Sexuelle Erfahrung werden wird. Und Mika hat da schon einiges mehr erfahren und mehr erlebt, als er vermutlich glaubte und zu hören bekam.

Er war jetzt nicht aufgeregt, oder Schamvoll als er sich die richtigen Worte zusammensuchte. Es war seine Pflicht, sein Wille und wenn er Mika zum Grinsen und lächeln bringen konnte, dann würde er jeden Tag sich den Prinzen hergeben. Denn jetzt, wo er etwas Zeit mit Mika verbracht hat, gestand er sich, dass er ihn sehr mag. Mika war aufgeweckt, intelligent und trotz der anfänglichen Neugier, zurückhaltend. Es schien, als ob Mika sehr gut differenzieren kann und schon wusste, was er durfte und was nicht. Auch spürte er nicht, dass ihn Mika begehrte, sondern nur, dass sein Prinz so einschlafen konnte. Es war eine sehr intime Stellung die sie hatten, intimer als er sich zuvor vorgestellt hat, aber gleichzeitig zeigte ihn so Mika, was er von ihn hielt.

Das sie schon am ersten Tag so vertraut sein werden, hat er sich nicht vorgestellt.

„Mein Prinz Mika. Ihr habt heute bestimmt viel gesehen und erlebt. Ich muss nicht noch einmal sagen, wie sich alle freuen euch hier zu haben. Deswegen und, weil ihr euch so gut benommen habt, gebe ich euch die Erlaubnis mich auszuziehen.“

Jetzt, da es Argos hörte, klang es für ihn etwas zu förmlich.

Erwartungsvoll, wartete er auf Mikas Antwort. Doch das Einzige was er bemerkte war, wie sich Mika mit dem Unterkörper noch fester gegen ihn drückte und kurz hielt er die Luft an, als er spürte, wie Mika seine Lenden gegen ihn drückte, sich mit den Lenden an ihn schmiegte und dann, einfach entspannte.

„Nicht… heute Argos und… ich will dann nur… wenn du es auch willst, nicht aber, weil ich es verdient habe…“

Argos platzte fast vor Stolz wegen dem, was er vernommen hat und in dem Moment, verstand er nun wirklich, was Mika damit meinte. Er hat sich selbst als Diener runtergestuft und sich seinen Herren präsentiert. Mika aber kam aus einem Land, wo es sowas nicht mehr gibt. Mika kam aus einem Freudenhaus, wo jeder das eine wollte. Mika Sexualleben war um so vieles reicher und besser geformt, als das seine.

Er hat es nicht geglaubt, als die Gerüchte die Runden machten, dass Pestos einfach so, seinen Pharao rannahm, ohne zu fragen. Vielleicht war es zu früh für sie beide intim zu werden. Oder, er war noch nicht bereit dazu und Mika spürte es.

So oder so, heute Nacht würde nichts zwischen ihnen passieren, dass wusste er jetzt und deswegen, schloss er die Augen und drückte seinerseits die Nase auf Mikas Kopf.

Der Tag war nicht nur für Mika schwer gewesen, auch für ihn, war es ein langer und aufregender Tag gewesen. Deswegen, fiel er schneller in die Traumwelt, als es Mika tat. Bevor er aber wirklich abtauchte, formten sich seine Lippen zu einem Grinsen, weil er, wenn er erwacht, so umarmt in Mikas armen aufwachen wird. Und wer weiß, was der nächste Tag bringen wird.

Ehemaliger König Raul

Raul hat den Anblick schon fast vermisst. Überall nackte und stramme Hintern. Prachtvolle Eier und Schwänze in jeder Größe und in jedem Stadium. Doch, was viel besser war, war das Duschen ohne Schmerzen. Seine Lenden zuckten bei jedem Tropfen, die auf seinen steinharten und pochenden Penis fielen. Endlich wieder steif zu werden, ohne Hilfe, war ein Segen. Ehrlichgesagt hatte er auch genug immer in denselben Königlichen Hintern abzuspritzen. König Amber, der weiße Tiger mit der Gicht, hat es zwar genossen wann immer er ihn gefickt hat, seit Benjamin nicht mehr da war, aber er hatte schon genug von ihn. Er wollte jetzt einen richtig jungen Burschen haben.

Und als er raufblickte, durch den Übergang der aus Glas bestand, sah er schon einginge junge Burschen, die sich aufgeregt umsahen.

Ein anderer Arzt, der ein stattlicher Bär war, untersuchte ihn noch schnell, bevor er die gläserne Treppe rauf nahm. Nachdem er seinen Bademantel festgezogen hatte, beeilte er sich schon, damit niemand anderes die Burschen schnappte.

Als er bei der Gruppe ankam, sahen natürlich alle auf sein Armband.

„Na, wer ist der jüngste und süßeste von euch allen?“, fragte Raul einfach drauflos und die Jungen sahen lüstern zu ihm rauf.

„Wir alle sind jung und süß!“, sagte ein Fuchsjunge, der ihn gerade mal bis zum Bauch reichte. Aber Raul wollte keinen Fuchs, Benjamin hat ihn schon gut genug bedient. Doch dann sah er wen, den er haben möchte und nicht so klein war wie der Fuchs.

„Wie ist dein Name?“

„Andi.“, sagte der kleine blaue Bangaajunge und grinste ganz breit, als Raul ihn das Halsband abnahm und sich es auf dem linken Handgelenk umschnallte.

„Gut Andi, dann zeig mir mal das Haus.“

Die kleine Hand packte die seine und energisch zog ihn der Junge aus dem Bad. Andi war so groß, dass der Junge ihn im Stehen, die Nippeln kauen konnte. Schlank, trainiert und eine wundervoller Hintern, machten Raul noch heißer, als er schon zuvor war. Zuerst wurde er in den Speisesaal geführt, wo sehr viel los war. Es hat sich fast nichts geändert seit dem Tag der Eröffnung. Nur dass es viel weniger Echsen aus Archia gab. Doch dafür gab es mehr Drachen, Echsen und Hundeartige. Typisch eben für dieses Land. Bei ihm zu Hause gab es fast nur Löwen und Tiger.

Dann wurde er auf die Terrasse geführt und dort sah er dann, was alles dazugekommen war seit seinem letzten Besuch im Haus. Die offene Terrasse von damals, wurde zu eine Winterterrasse umfunktioniert. Der Weg zu den Himmelbetten und der ganze Bereich dort, war nun auch für den Winter umgebaut worden und die Glaswände und Überdachung, hielten alle Warm, während man im tiefsten Winter seiner Lust nachkommen kann, ohne dass es einem kalt wurde.

Es wunderte ihn immer wieder, wie Bangaas was durch den metallischen Sichtschutz sahen. Der Sichtschutz war schön verziert worden mit Lilien und dennoch, konnte ihn Andi gezielt alles zeigen. Der Große Tier Saal gegenüber vom Speisesaal, wo er vor drei Wochen Kubu ausgesucht hatte, war das nächste Ziel. Der Tier Saal war verwinkelt, hatte ein Stockwerk und viele Abteile. Man hörte das stöhnen der Tiere und der Gäste von überallher und es roch mehr als nur nach Sperma in dem Saal.

Dann wurde er wieder zum Theater geführt, wo Fünf heiße Jungs nackt miteinander tanzten und wo die Gäste meistens dabei einen geblasen bekamen.

Die Bar kannte er schon und durch die Bar wurde er geführt. Die Himmelbetten waren fast alle belegt und sein Blut kochte vor Lust, als er die vielen Jungs sah, die vor Geilheit stöhnten und sich beim abspritzen verkrampften.

Die anderen Gäste grinsten und schnauften, während sie zusahen, wie die Jungs zum Höhepunkt kamen, um dann selbst mit geschlossenen Augen den Jungen vollzupumpen. In einigen Betten lagen die Pärchen, die teils einen gravierenden Altersunterschied hatten, gemütlich beisammen lagen und streichelten sich nach dem lustvollen akt. Andere wiederum saßen nebeneinander auf dem Bett und erkundeten einfach den Schritt des anderen. Sie streichelten, liebkosten und küssten den Penis, oder die Hoden des anderen. Finger wurden zwischen die Intimlippen gedrückt, was zum erschaudern des Körpers führte. Einige wenige schliefen aber auch, was sich Raul kaum vorstellen konnte bei dem Lärm den es hier gab.

Oder sie hatten die Augen geschlossen, um mit der Welle der Lust zu reiten.

Dann stand Raul vor einer großen Glaswand und Andi grinste zu ihm rauf.

„Hier werden die Neuen über den Winter ausgebildet.“, sagte Andi einfach und Raul verstand nun was er sah. Hinter der Glaswand sah er eigentlich nur viele Schlafstätten und dutzende Gruppen. In jeder Gruppe war wohl ein Anführer, der sich gerade mit einem Jungen, oder einer Echse aus Archia beschäftigte. Es wurde gesprochen, geküsst und mit den Händen Gestreichelt. Aber auch wild gefickt und das ziemlich lange. Oder geblasen, und der Körper, den der Penis gehörte, war festgebunden und Hände und Beine waren mit einem Seil zusammengeschnurrt worden.

Er sah, wie die Person, die einen geblasen bekam, sich in den stricken wandte. Er glaubte sogar die Schreie zu hören, die aus der aufgerissenen Schnauze kamen.

Und das war extrem heiß.

„Sehen sie uns nicht?“, fragte Raul und Andi schüttelte gleich den Kopf. Das fand Raul noch heißer und er war nicht der Einzige, der es so empfand. Denn, auf der ganzen Länge der Glaswand, waren liegen und jede einzelne war belegt.

Und dann, schoss ihm eine so bescheuerte Idee in den Kopf, dass er sie fast schon wieder verwarf.

„Kann ich… was muss man tun, um mitmachen zu können?“

Zuerst sah ihn Andi verwirrt an, doch schnell fing der Junge dann zu grinsen an.

„Ich denke nicht, dass du das noch packen kannst, mein alter stattlicher Löwe!“

„Na hör mal aber auf!“, schoss Raul dagegen und fuhr sich dabei unbewusst über die braun-graue Mähne. Andi grinste ihn noch breiter an und leckte sich dabei leicht über die Lippen. Diese eine Geste machte ihn so scharf auf Raul. Nicht nur, weil in den letzten drei Wochen herausfand, dass er auf alte Männchen stand, sondern auch, weil Raul ein wirklich stattlicher Löwe war. Schon von erstem Augenblick sah man Raul an, was er alles im Leben erlebt hatte und wie zurückhaltend der Löwe in Sachen Sex mit Jungs war. Sein letzter Gast der ein Gepard war, hat sich ihm gleich geschnappt und sie verließen die letzten drei Tage nicht das Bett.

Raul aber nahm sich die Zeit und mit jedem Schritt, mit jeder Minute die verging, musste er sich immer mehr zurückhalten Raul nicht einfach anzuspringen. Sein Wille wurde sogar noch mehr unter Probe gestellt, als er den Löwen zu einer freien Liege führte und sie sich nebeneinander auf die Liege setzten.

Andi wusste, dass das Thema noch lange nicht gegessen war. In den einem gelb-goldenen Auge sah er, was Raul wollte.

„Du meinst es ernst, oder mein alter heißer Löwe?“

Raul schnaufte die Anspannung raus und sah nach links zur Glaswand.

„Ja.“

„Wieso? Du bist noch König und hast ein Land und das Recht dir Jungs ins Bett zu nehmen.“

„Das… bin ich nicht mehr. Und in meinem Land wird Sex mit einem Jungen sehr hart bestraft.“

Andi wusste nun was in Raul vor sich ging, als er den schmerzvollen Blick sah. Ein einsamer Löwe, der eine Neigung für Jungs hatte, verlassen, alleine und ausgegrenzt, war wohl seine Hoffnung hinter dieser Glaswand.

„Dann… reden wir doch später mit Qadir… wenn die Sonne untergeht… und nachdem wir beide nicht mehr voneinander lassen können…“, hauchte Andi seinen Löwen rauf und stand danach auf, um Raul eine Hand auf die Schulter zu legen und ihn so mit leichten Druck auf die Liege zu legen. Grinsend folgte Raul der Geste und die zarten kleinen Hände von Andi öffneten den Band vom Bademantel an der Hüfte, bevor sie dann schlussendlich auch den Bademantel öffneten.

Andi lief das Wasser in der Schnauze zusammen, als er den geilen Löwenkörper sah und wie wohl Raul ununterbrochen erregt war. Der Spitze und rote Löwenpenis ragte senkrecht nach oben. Die Vorfreude die ausrann, ließ den Penis glänzen. Die zwei festen und recht großen Hoden im braunen Hodensack lagen fest an und ein unverwechselbarer schwerer Duft nach einem Kater, schoss ihm in die Nase.

Doch bevor er ran durfte, musste er den Löwen befriedigen und sein seidener Lendenschurz fiel lautlos auf den Boden, nachdem sein roter steifer Penis befreit war. Sofort saugte Raul alles mit dem einem Auge auf, was Andi ihm nun präsentierte.

Bevor Andis auf die Liege stieg, stellte er die Liege auf Senkrecht ein und er musste schon grunzen vor Lust und Geilheit, als er zwischen seinen Beinen Rauls Kopf hatte und den heißen Atem vorne an der Eichel spürte, die aus der Vorhaut raus sah.

Rauls Blicke sagten mehr als tausend Worte, als sie sich ansahen und Andi den Blick sah, den er bis jetzt bei jedem Gast gesehen hatte. Es war der Blick einen Erwachsenen, dessen schwarzer schmutziger Traum in Erfüllung ging.

Andi beugte sich nach vorne, bis er sich mit den Händen an der Liege abstützte und als er an sich runter sah, war seine Eichel in perfekter Position.

„Fang ihn.“, flüsterte Andi und dabei legte er seine Eichel auf Rauls weiche Lippen. Doch anders als erwartet, schloss Raul zuerst die Augen und sog tief die Luft durch die Nase ein. Der jugendliche Duft, den Raul in der ganzen Nase hatte, war genau das, wonach er sich in den letzten Tagen und Wochen gesehnt hatte. Und innerhalb von wenigen Sekunden, konnte er sich entspannen, die trüben Gedanken fallen lassen, die ihn seit wenigen Tagen belasteten.

Grinsend öffnete er die Lippen, um die fast heiße und violette aufgeblähte Eichel in der Schnauze willkommen zu heißen. Doch sie war verschwunden. Er riss die Augen auf und die Eichel schwebte nun zwei Zentimeter über seine Lippen und ließ einen schweren und glitschigen Tropfen Vorfreude in seine Schnauze fallen.

Der Geschmack machte ihn nur noch wilder. Aber er verstand nun was Andi meinte mit „Fang ihn.“.

Blitzartig hob er den Kopf um den Penis ins Maul gleiten zu lassen. Doch Andi war schneller und die Eichel drückte nun gegen seine linke Wange. Als Raul kurz rauf sah, grinste ihn Andi von oben an.

Sein Jagdtrieb wurde geweckt und Raul wusste gleich, dass nun Andis Penis in der Schlechtmöglichsten Position war. Er musste nur den Kopf drehen und er hätte den Penis mit den Zähnen gefangen. Doch so leicht wollte er sich das selbst nicht machen. Deswegen legte er den Kopf wieder auf die Liege und Andi bewegten den Penis wieder vor seinen Lippen. Raul sah, wie sich ein Tropfen Vorfreude vorne an der Eichel bildete und mit leicht geöffneter Schnauze, wartete er solange ab, bis der einen Tropfen in sein Maul landete.

Der Geschmack war unbeschreiblich geil und er streckte die Zunge aus, um mehr von diesem Geschmack von der Eichel zu lecken. Es wurde ihm sogar gewährt und die glatte heiße Eichel auf seiner Zunge ließ ihn buchstäblich erzittern.

Und auch Andi erzitterte dabei, als die Zunge von Raul über seine Eichel glitt und nur aus Dank für dieses unbeschreibliche geile Gefühl, senkte er die Hüfte runter und wurde mehr als nur liebevoll von Rauls Schnauze empfangen. Sie beide grunzten laut und hatten die Augen geschlossen, als Andi seinen ganzen Penis in Rauls Schnauze reinfahren ließ, bis die Lippen fest gegen seinen Körper drückten.

Raul schluckte und massierte den Penis in der Schnauze mit der ganzen Zunge. Der Junge war so geil, hatte einen Penis, der perfekt für seine Vorstellungen war und der weiche Hodensack, der an seinen Unterkiefer anlag, bewegte sich auch leicht während die die zwei kleinen Hoden über sein Fell wandern.

Fast eine Minute ließ Andi seinen Penis in Rauls Schnauze stecken und durch seine Geilheit und der wundervollen leichten Masur von Rauls Zunge, wäre er schon fast gekommen, wenn er sich nicht kurz zuvor wieder zurückgezogen hätte.

Wieder war der Penis vor Rauls Schnauze und weil er nun wusste wie Andis schmeckte, wie heiß und tief Andis Penis in seine Schnauze drinnen stecken konnte, spielte er nun grinsend mit und jagte den Penis mit den Lippen. Bei jedem zweiten Versuch fing er Andis Penis und als Belohnung senkte Andi schnaufend und mit geschlossenen Augen die Hüfte zu ihm runter. Aber es wurde nicht der Penis in sein Maul gesteckt, sondern, Andi gab sich ihm hin. Er durfte sich in im Schritt des Jungen ausleben und Raul tat es ausgiebig und wild. Er verschlang beide Hoden im weichen weißen Hodensack, saugte an ihnen, kaute leicht auf ihnen und wollte sie sonst nur in der Schnauze haben. Aber er ließ den Penis nicht hintenanstehen.

Der Penis von Andi wurde auf genaueste mit der Zunge erkunden, liebkost und abgeleckt. Mehrmals musste sich Andi schnaufend und zitternd zurückziehen und Raul wusste, sah und roch, wieso das Andi machen musste. Immer wann Andi sich zurückzog, tropften einige wenige weiße flüssige Samentropfen auf seine Lippen, die eine Geruchsexplosion in seiner Nase verursachten und seine Lust in ungeahnte Höhen trieb.

Als das Spiel schon fast eine Stunde so ging, hatte Raul genug als er beim nächsten Mal die Eichel mit den Lippen fing. Sachte aber bestimmt legte er nun seine Hände auf die Kniekehlen des Jungen und fuhr mit beiden Händen rauf über die Oberschenkel. Die weichen und winzig kleinen Schuppen an den Schenkel wurden noch kleiner und, als er mit beiden Händen über den kleinen und straffen runden Po fuhr, hauchte Andi ein „Raul…!“ von sich. Beide Pobacken passte perfekt in seine Hände, als er nun so Andi packte und festhielt. Der Junge konnte sich nicht mehr zurückziehen und Andi, wollte es auch nicht mehr.

Mit dem Gaumen massierte er von unten die Eichel, mit der Zunge strich er über die zwei Hoden, die auch in seiner Schnauze waren und es brauchte nicht viel Zungenspiel, bis Andi zu zittern anfing.

Als es dann endlich soweit war, ließ sich Andi auf Raul fallen, was für Raul überhaupt kein Problem darstellte. Andi stöhnte als er endlich kommen durfte und er spürte, wie Rauls Finger tief zwischen seine Pobacken reinfuhren. Es war mehr als nur wundervoll, schon fast himmlisch war das Gefühl, wie sein ganzer Penis und sein Hodensack in der warmen und nassen Schnauze stecken, als sein Körper sich dem Orgasmus hingab.

Mit einem Schub, füllte er Rauls Schnauze mit seinem Samen aus. Noch während er in den ersten Sekunden seines Orgasmus war, rollten sie sich beide auf die Seite, bis Andi plötzlich unten lag.

Raul wollte etwas machen, was schon seit Tagen in seinem Kopf herumgeisterte. Er staute den heißen und wundervollschmeckenden Samen des Jungen in der Schnauze. Es war viel, aber weniger als er erwartet hatte. Doch es reichte aus für sein Vorhaben. Während Andi noch in der Welle des Orgasmus badete und sich nun auch langsam verkrampfte, ließ er den Samen, das Sperma des Bangaajungen aus dem Maul fließen. Der weiße und wundervollschmeckende Samen floss auf dem weißen Bauch des Jungen und als nichts mehr aus der geilen Eichel kam, ließ er von den Hoden und den Penis ab und ließ beides aus der Schnauze gleiten, um dann mit der Zunge, das Sperma am Bauch zu verteilen und gleichzeitig langsam aufzulecken.

Das wiederum ließ Andi laut aufstöhnen. Es war ein geiles Gefühl, eine geile Geste und es fühlte sich geil an, wie Rauls weiche Zunge über seinen Bauch fuhr, wie die warme Nase über seinen Bauch drückte und warm die Luft rausblies.

Es war für Andi bis jetzt der schönste Übergang von einem Orgasmus zur Liebkosung gewesen. Obwohl der Orgasmus geil und gut war, wäre er doch liebe noch ein paar Sekunden länger in der Schnauze von Raul gewesen. Jedoch wusste er auch, dass dies etwas war, was Raul unbedingt wollte und er sah zufrieden und lächelnd zu, wie Raul mit geschlossenen Augen, mit der Zunge über seinen Bauch fuhr, der sich schnell hob und senkte und sein Sperma langsam aufleckte. Und weil Andi noch immer mehr als Spitz war, pochte sein weißer Penis mit den dunkelroten-violetten Eichel im Hintergrund.

Sie beide werden noch so viel spaß haben und im selben Moment, wurde auch schon sein Hodensack in die Hand genommen. Mit geschlossenen Augen und grinsend, gab er sich den Schmerz hin, als die Hand immer fester zupackte.

Tom

Es war kalt und angekettet saß er auf einem stählernen Stuhl. Bis jetzt wurde ihm der Sack, den er auf dem Boot über den Kopf gestreift bekam, nicht entfernt und so sah er nichts als Schwärze.

Auch hörte er nichts und deswegen, damit seine Angst nicht die Oberhand gewann, erinnerte er sich an die letzten Tage. Sie waren heiß gewesen und er erinnerte sich an jeden Orgasmus und an den Geschmack des Samens, den er von jedem trinken konnte.

Den starken roten Hohenpriester Resdel jammerte und flehte darum freigelassen zu werden, nachdem er ihn zwei Tage gefesselt hängen gelassen hatte. In diesen zwei Tagen hat er ihn jeden Tropfen Samen aus dem Körper geblasen und ausgesaugt und auch, als nichts mehr kam, und er sich zurückgezogen hatte, um Hubek dasselbe anzutun, kamen seine zehn Jungs, um sich um Resdels hängenden Penis zu kümmern, der dann für den restlichen Tag für die zehn Jungs zur Verfügung stand. Hubek brachte kein Wort hervor, weil der Schmerz so gewaltig war, dass der nur noch weinte, zwischen den Orgasmen. Nur Haslar konnte sich zusammenreißen und das lag vermutlich daran, weil der wusste, was auf ihn zukam.

Mit Haslar verbrachte er einen ganzen Tag zusammen, um alles wieder aufzufrischen, was sie damals in den Vier Tagen hatte. Sie beide liebten sich wahrlich an dem Tag und Tom gab sich dem Gefühl völlig hin. An diesem Tag, hatte er Haslar geliebt und Haslar, ihm.

Es war etwas ganz Spezielles was sie füreinander empfanden und sie gaben sich dem Gefühl nur dann hin, wenn sie wirklich Zeit für sich zwei hatten. Und als der Tag vorbei war, waren sie beide mehr als Gesättigt von der Liebe und der körperlichen Liebe. Die darauffolgenden Tage verbrachte er mit jedem ein paar Stunden im Bett, besonders viel mit Albrecht.

Aber es gab auch die Stunden mit Orion und die waren wahrlich magische gewesen. Und gerade als er sich selbst sah, wie er knieend unter Orion saß und raufblickte zwischen die Beine des Hengstes, hörte er wie die Tür aufging, wo er vor so langer Zeit hindurchgegangen war.

Jemand betrat den Raum und sein ganzer Körper reagierte auf die Person. Unbeschreiblich war die Aura der Person und er war von Angst und Ehrfurcht gebannt worden.

Es war totenstill und nur wegen seines feinen Gehörs konnte er noch hören, wie diese Person sehr leise atmete.

„Ich gebe dir eine Minute.“, hörte er eine tiefe und brummige Stimme sagen und genau darauf, war sein Plan ausgelegt.

Schnell atmete Tom einmal aus und ein, bevor er seinen einstudierten Text aufsagte.

„Ich möchte um eine friedliche Lösung verhandeln. Das Blutvergießen ist völlig sinnfrei, wenn man zuerst miteinander redet. Wir sollten zuerst eine Friedliche Lösung finden, bevor man die Waffen zückt und deswegen bin ich hier. Doch zuerst, bevor wir verhandeln, brauche ich die Information, wieso ihr uns angreift. Vielleicht können wir zusammenarbeiten um das Problem zu lösen. Falls das nicht geht, so möchte ich zumindest von ihnen die Bedingungen hören, um ein Krieg zu verhindern.“

Es wurde still und ein kratzen erfüllte in der nächsten Sekunde den Raum und er wusste, dass noch ein weiterer Stuhl in diesem Raum sein musste, wie der auf dem er saß. Denn, sein Stuhl hat auch so über den Boden gekratzt.

„Wenn du wirklich Verhandeln möchtest, dann musst du wissen, dass wir die letzten Menschen sind.“

Das änderte alles. Dieser Satz, änderte einfach alles. Doch das Erste was er sich dachte und fragte war, wieso sich der Mensch in so eine schlechte Lage manövriert.

„Wenn das wirklich…“, fing Tom an, verstummte aber. Denn er fragte sich, wieso Orion nichts davon wusste. Oder wusste es doch sein Freund, hat aber nichts davon erzählt. Oder war er, Tom, am Ende sogar Orions Spielfigur und falls es so wäre, was hatte Orion davon.

„Du wolltest was sagen?“, fragte ihn der Mensch und Tom kam schlagartig zurück in die Wirklichkeit.

„Ähm… ja. Wenn… das wirklich so ist… wieso seid ihr dann hier?“

Der Mensch stand auf und bevor die Tür zuging, hörte er ihn einen Satz sagen.

„Das wirst du gleich selbst sehen.“

Mika

Mika wachte auf, weil seine Blase drückte. Argos schlief tief und fest als er sich von ihm zurückzog und dann schnell vom Bett runterrutschte. In letzter Sekunde fand er den Nachttopf auf dem er sich gleich raufsetzte, nachdem er sich den Lendenschurz ausgezogen hat. In der stille der tiefen und dunklen Nacht entleerte er leise seine Blase und schlafgetrunken gähnte er einmal herzhaft.

Schmatzend sah er sich in seinem offenen Zimmer um. Es war alles so neu und fremd für ihn und er vermisste sein zu Hause und sogar das Haus Rosé, wo er zwei Wochen gelebt hatte. Er vermisste seine Freunde und sogar Otto.

Doch gleichzeitig war er auch aufgeregt, weil es nun so vieles gab, was er erkunden konnte. Er konnte alles haben, sofern Argos zustimmte. Der Gepard und nun auch sein Lehrmeister, mochte er sehr. Nicht nur war Argos ehrlich und super freundlich, sondern auch sehr heiß für einen Erwachsenen. Fast hätte er zugestimmt, als sich Argos ihn anbot, aber sowas wollte er nicht. Er wollte nicht über Personen herrschen, die er als Freund betrachtete.

Er würde solange warten, bis es auch Argos wollte und erst dann, würde er sein wahres Ich zeigen. Nachdem er fertig war und sich wieder angezogen hat, war er wach geworden. Und wenn er einmal wach war, konnte er nicht so schnell einschlafen.

Deswegen entschloss er sich etwas im Palast umzusehen. Fast lautlos schritt er aus seinem Gemach und erreichte den großen Runden Tisch, wo er mit den anderen gegessen hat. Der Tisch war aufgeräumt und die Speisen waren verschwunden.

Aber er war nicht alleine am Tisch.

Matos saß am Tisch und blickte gedankenverloren rauf zu den Planen die über das ganze Areal gespannt waren. Der braune Schakaljunge war fast gleichgroß wie er und die Ohren zuckten leicht, als er sich neben ihn setzte.

Bis jetzt war Matos der schweigsamste von allen gewesen. Nicht einmal hat er seine Stimme gehört und Mika entschied sich, dass jetzt der Zeitpunkt war seine Stimme zu hören.

„Kannst du auch nicht schlafen?“, fragte er ihn und Matos sah darauf langsam zu ihm. Mika sah in die braun-grünen Augen, als der Kopf geschüttelt wurde.

„Ich auch nicht. Ich… musste mal und dabei wurde ich wach.“

In dem Moment sahen sie sich beide genau an und Mika mochte die schlanke Figur von Matos. Und auch Matos gefiel wohl was der sah, da der Junge leicht zu lächeln anfing.

„Wie alt bist du Matos?“, fragte Mika um die Stille zu durchbrechen.

„Zwölf… und du?“

Matos Stimme war noch wirklich kindlich, hatte aber schon einen leicht erwachsenen Unterton in sich.

„Fast Dreizehn.“, gab Mika zurück und dann geschah etwas Merkwürdiges und Unvorhergesehenes. Matos drehte sich zu ihm und für einen Bruchteil einer Sekunde sah Mika ganz deutlich die Konturen von Matos Penis durch den Stoff, bevor sich dann der Stoff wieder entspannte. Das wiederum machte Mika sofort spitz, was wiederum dazu führte, dass er ganz lässig beide Hände zwischen seinen Pfoten und vor den Schritt auf dem Polster drückte worauf sie beide saßen, damit Matos nicht sah, wie Mikas Körper deswegen reagierte.

Er versuchte nicht mehr daran zu denken, wie wunderschön der Penis von Matos durch den Stoff aussah und wie es dann in Natur aussehen würde. Stattdessen konzentrierte er sich auf das wunderschöne Gesicht von Matos, dass nun fast vor Fröhlichkeit strahlte.

„Wieso siehst du so glücklich aus?“

Etwas zurückhaltend sah Matos kurz zurück, rutschte etwas näher an Mika und dabei, hätte Mika fast wieder runtergesehen, weil Matos im Schneidersitz dasaß und jeder einfach auf dessen Schritt starren konnte.

„Weil du… mit mir sprichst! Das… das hat noch kaum jemand mit mir gemacht.“

„Wieso?“, Mika war wahrlich verwundert.

„Weil… unten in der Stadt… werden solche wie ich… nicht gerne gesehen.“

„Was… heißt das?“

Das fröhliche Gesicht verschwand und stattdessen kam ein Gesicht das voll von schmerzlichen Erinnerungen geplagt war.

„Weil ich… für die anderen nicht… normal bin…“

„Weil du… schwul bist?“

Traurig ließ Matos den Kopf hängen nachdem nicken.

„Haben… die schwulen so einen schlechten Ruf hier?“

Matos nickte und blickte langsam rauf.

„Man sagt, dass wir in der Nacht die Kinder verführen und sie dann auch schwul machen.“

Mika musste fast lachen als er das hörte, doch Matos sprach gleich weiter.

„Es ist schon oft passiert. Diener haben die Kinder ihres Herren verführt und sie in der Nacht zu sich ins Bett mitgenommen. Die Diener wurden… entmannt, aber die Kinder wurden dann alle schwul… und so… haben wir den Ruf erhalten.“

„Kinder werden so nicht schwul gemacht…“

„Ja schon… aber dennoch haben wir den Ruf sowas zu machen und deswegen, müssen wir ein Leben voller Lügen leben, wenn wir als Diener wo aufgenommen werden wollen.“

„Warst du ein Diener Matos?“

Matos nickte und sah hoch zu den planen.

„Was hast du gemacht? Was haben deine Eltern dazu bewogen?“

Der kleine braune Schakal zog nun die Beine zu sich rauf und fast hätte Mika wieder runtergesehen, weil so Matos das gesamte Gemächt zwischen den Beinen rausdrückte und der Stoff vollkommen gespannt war.

„Meine Eltern… waren die Diener von König Neith. Sie wollten aber nicht mehr und der Pharao schenkte ihnen die Freiheit. Sie erzählten mir, dass der Anfang sehr schwer war, aber sie schafften es. Sie haben Arbeit gefunden auf den Plantagen. Sie schliefen die ersten Jahre unterm freien Himmel und sparten die Münzen, bis sie sich selbst ein zu Hause aufbauen konnten. Als ich geboren wurde, haben meine Eltern ihre erste Dattelplantage gekauft und konnten von dem Leben. Als ich aufwuchs, haben meine Eltern zwei Diener gekauft und mit denen konnten sie ihre Plantage besser bewirtschaften und bald auch, eine zweite kaufen. Als ich dann gehen konnte, waren wir wohlhabend, doch…“

„Doch?“

„Ark, ein Diener von uns… er verführte mich… der Jaguar war stark und ich mochte ihn sehr. Er lud mich ein und… in der Nacht schlich ich mich aus meinem Zimmer… jedoch… mussten mich meine Eltern gehört haben. Denn genau dann, als ich mich zu Ark unter die Decke legte und mein Herz wie wild schlug, kamen sie herein. Du kannst dir nicht vorstellen, was dann los war. Ark… wurde gleich verkauft und ich wurde schon fast eingesperrt. Sie machten sich schrecklich sorgen um mich, weil sie glaubten, dass ich nun auch schwul werde.“

„Aber das warst du schon, sonst wärst du der Einladung nicht gefolgt, oder?“

„Ähm… Ark… hat mich tatsächlich… schwul gemacht. Es war sein Lächeln, sein starker Körper und die Augen, die viel Spaß versprachen. Immer wenn wir gesprochen haben, hat er mehr gemeint, als er tatsächlich sagte. Es war ein Spiel von ihm und mit jedem Tag der verging… wollte ich immer mehr mit ihm im selben Bett liegen. Doch der Moment, als ich es wirklich wollte und mich dazu hinreißen ließ war, als ich ihn heimlich beim Duschen beobachtet habe.“

Mika hörte aufmerksam zu. Noch keinem hat er selbst gesagt, wie es bei ihm war. Was sein Grund war, wieso er auf Männchen stand und Matos erzählte ihn gerade alles aus dem Nähkästchen. Aus diesem Grund, stand Mika selbst kurz davor alles von sich zu erzählen.

„Und… wie bist du zu einem Diener geworden?“

„Ich… ähm… hielt es zu Hause nicht mehr aus. Jeder sah mich mit diesem Blick an. Jeder auf unserem Land wusste von dem Vorfall. Und… ich wollte Ark wiedersehen.“

„Also bist du deinen Herzen gefolgt?“

Matos zuckte einmal mit den Schultern.

„Ich weiß nicht ob es mein Herz war, aber ich wollte ihn wiedersehen, um mich bei ihm zu entschuldigen. Nur weil ich schwach war, hat er alles bei uns verloren.“

„Und? Hast du ihn gefunden?“

Leicht schüttelte Matos den Kopf und starrte nun Mika in die Augen.

„Ich fand das Haus, wo er dann zuletzt gearbeitet hat. Dort habe ich mich der Familie als Diener angeboten und sie nahmen mich auf. Sie hatten zwei Söhne und ich erfuhr, dass Ark es bei beiden auch versucht hatte und als Strafe, entmannt und in den Steinbruch geschickt wurde.“

Mika schnalzte mit der Zunge und sah traurig Matos an.

„Und, wie ging es dann weiter?“

„Ich… habe tatsächlich ein paar Tränen vergossen, als ich davon hörte. Doch ich hatte keine Zeit um weiter um Ark zu trauern. Die Familie war eine große Nummer in der Stadt und sie haben mich als Diener aufgenommen, damit ich ihre Briefe weitergebe. Von Sonnenaufgab bis Untergang, bin ich den ganzen Tag gelaufen. Ich hielt es ein Jahr aus, bis ich nicht mehr konnte. Jeder Tag war gleich. Essen, Waschen, anziehen und dann den ganzen Tag laufen, bis es dunkel wurde. Dann erst durfte ich mich waschen und hinlegen.“

„Und wie hat dich dann Argos gefunden?“

Matos grinste breit und sah verlegen runter zu den Pfoten.

„Es war… zu Mittagszeit. Ich lief und war schon am Ende meiner Kräfte und weil ich alles nur noch verschwommen sah, war es schon zu spät, als ich in Argos und Pestos gelaufen bin. Ich fiel nach hinten, doch vier weiche Hände fingen mich auf, bevor ich den Boden berührte. Dann wurde ich hochgehoben und man gab mir was zum Trinken. Ich… schämte mich sehr und versuchte es zu verbergen, aber… aber… noch keiner… hat mich so sanft gehalten und berührt, wie es Pestos und Argos tat. Sie sahen kurz an mir runter und… und… sie sahen es, dass es mir sehr gefiel wie sie mich berührten. Noch am selben Tag wurde ich von der Familie abgekauft und man sagte mir dann, was meine Aufgabe werden wird.“

„Und was war deine Aufgabe?“

Nun fing Matos breit zu grinsen an.

„Das darf ich nicht sagen.“

Genervt, weil seine Neugier nicht gestillt werden konnte, klatschte Mika beide Hände aufs Gesicht und als er sich noch genervter nach hinten abstützen wollte, geschahen zwei Dinge gleichzeitig. Zum einen fiel ihn wieder ein, wieso er die Unterarme vor dem Schritt hatte und zum anderen, sah er wie Matos von unten schnell wieder zu ihm in die Augen schaute. Das Nächste was Matos machte war, die Beine noch weiter an den Körper anzupressen, sodass nun dessen Gemächt von den Schenkeln verdeckt wurden.

Beide Jungs lösten den Blickkontakt. Denn beide wussten was der andere gesehen hat und ein Beklemmendes schweigen trat ein, dass für mehrere Minuten anhielt.

Selten hat sich Mika so verklemmt gefühlt und es war untypisch für ihn, nicht einfach vorzupreschen.

Jedoch war dieses Schweigen so unangenehm, dass er etwas dagegen machen musste. Also stand er einfach auf und achtete darauf, dass Matos nicht alles sehen konnte, oder musste. Die kühle der Nacht regulierte sein kochendes Blut schnell runter, als er zu der eingelassenen Treppe ging.

„Wohin gehst du Michael?“

„Nenn mich einfach Mika und ich will etwas spazieren gehen.“, noch bevor er die Treppe erreicht hatte, kam schon Matos zu ihm gerannt. Und für Mika ungewohnt und das völlig Neu, hakte sich Matos mit der rechten Hand and der Hüfte in seinen Lendenschurz ein. Der Schakaljunge war fast einen Kopf kleiner als er und da wusste Mika, dass Matos nicht alleine sein wollte.

Und nicht nur das schoss ihm in den Kopf. Sie beide wussten vom anderen, dass er schwul war und das so eine Geste, sehr wahrscheinlich mehr bedeuten würde. Zumindest für Mika, der die Finger an der Hüfte spürte, wie sie gegen ihn gepresst wurden durch den Lendenschurz, bedeutete diese Geste was ganz Besonderes.

Als er aber dann den fragenden Blick von Matos sah, ahnte er das seine Annahme ganz daneben lag. Es war eine Geste der Nähe, der Familiären Bande, und die Frage, ob er sein Freund sein möchte. Aus dem Grund, grinste Mika einmal breit und ging dann die Treppe runter mit Matos, der sich an seinen Lendenschurz festhielt. Gemeinsam schritten sie runter die Treppe und wurden von ihren vier Palastwachen empfangen, die allesamt tief das Haupt senkten. Die vier Wachen waren vier schwarze Schakale, aber ihr Fell war nicht annähernd so prachtvoll wie das von seinen Vater Hator.

Bei ihnen blieb er stehen und sah sich einen nachdem anderen an. Sie waren alle gleich gekleidet. Sie trugen einen schweren weißen Rock, dass durch Lederstreifen verstärkt war. Um ihren Hals trugen sie alle eine Kette wo ein großer Anhänger runterhing und das Wappen des Pharaos zu sehen war.

Die Speere sahen tödlich aus, die Krummschwerter hingen an der Hüfte befestig und sahen sehr scharf aus. In der anderen Hand hielten sie ein Schild fest, das am Boden stand und worauf auch das große goldene Augen des Pharaos zu sehen war.

„Hallo! Ich bin Mika!“

Die vier Wachen hoben ihr Haupt und sahen grinsend zu ihm runter. Gleichzeitig sagten sie: „Mein Prinz!“.

Mika grinste als er ihre stählernen Körper betrachtete.

Er war gerade dabei etwas zu sagen, was aus seinen Lenden kam. Doch schnell und bevor er es sagen konnte, hörte er Matos kindliche Stimme im Ohr.

„Das sind die Wachen des Pharaos! Sie werden alles Hator berichten!“, als Mika das hörte, schluckte er ganz schnell die Worte wieder hinunter, die er schon auf der Zunge hatte. Mit einem Lächeln verabschiedete er sich von den vier Wachen und nach wenigen Schritten, hörte er sie leise flüstern. Er wusste nicht, ob es mit Absicht gemacht wurde, aber er konnte hören, was die ersten zwei sagten.

„Wie Hator…!“

„Ja, also sollten wir wohl auch ohne Lendenschurz herumlaufen, damit es schnell geht…“

Das gehörte machte Mika wieder sowas von Spitz und er musste mehrmals tief ein und ausatmen. Doch eine Frage lag ihm auf der Zunge und aus dem Grund blieb er stehen und wandte sich zu Matos.

„Wusstest du was ich fragen wollte?“, fragte er ihn ganz offen.

Schüchtern blickte Matos runter und bekam ganz große Augen. Nachdem dies Mika sah, wandte er sich wieder von Matos ab und ging langsam weiter den Gang entlang. Doch nach wenigen Schritten wurde er zum Anhalten gezwungen, weil Matos stehen geblieben war und ihn so auch am Lendenschurz zum Stehenbleiben zwang.

„Ich… wollte sie… als wir gewartete haben auf euch… fragen…“

Mehr brauchte Mika nicht zu hören. Denn es schien, als ob sie beide den gleichen Geschmack hätten.

„O-Ok… gehen wir weiter?“

Nachdem er nichts von Matos hörte, schritt Mika dann einfach weiter und der Schakaljunge und sein Freund, folgte ihm. Er ging nicht ohne Ziel. Sei beide sahen in die Zimmer der Diener, die allesamt Hator und nun auch Otto gehörten. Es war dunkel und nur eine Kerze schien in jedem Zimmer. Doch nun war alles bunt gemischt. Fast alle schliefen, nur wenige schliefen mit anderen im selben Bett und noch weniger, waren noch wach und beschäftig mit dem anderen im Bett.

Es war nichts Besonderes mehr für Mika zwei liebende Männchen zu sehen, nach Haus Rosé. Doch für Matos war es völlig Neu und er musste seinen Freund zwingen mit ihm zu gehen.

Am Ende standen sie in der Tür, wo die vier Wolfen angekettet an der Wand standen. Sie waren nun gewaschen, geschert und angezogen worden. Das schwarze Fell was sie hatten, stand im krassen Kontrast zum weißen Lendenschurz.

Leise schritt er rein und Matos zog an seinen Lendenschurz.

„Nicht Mika!“

„Hast du Angst?“, flüsterte er zurück, als er Matos ängstliches Flüstern hörte.

Sein Freund nickte und sah dann zu dem vier riesigen Wolfen rüber.

„Brauchst du nicht. Sie sind angekettet.“, sagte er nun selbstbewusst und zog Matos hinter sich her, bis er vor dem ersten Wolfen stand. Jetzt konnte er wirklich sagen, dass sie riesig waren. Er selbst reichte ihnen gerade mal bis zur Hüfte und somit war er auf Augenhöhe mit dem völlig angespannte vordere Teil des Lendenschurzes, wo darunter das Gemächt des Wolfens verborgen war.

Mika sah hoch in das Gesicht des Wolfens und es sah mehr tierischer aus, als er es gewohnt war. Die Schnauze war länger und von hier unten konnte er die Spitzen der Reißzähne sehen, die vermutlich an die Zehn Zentimeter lang waren. Die Brust war breit, die Taille schmal und auch die Hüfte war sehr schmal im Vergleich zur Brust.

Das kurze Fell glänzte leicht violett und sah schön glatt auf den Bauch aus. An der Brust bis rauf zu den Schultern und über den Hals bis zum Kopf, war das Fell lang und hing geschmeidig runter. Die Schenkel waren breit wegen der vielen Muskeln, die Waden sahen noch muskulöser aus. Und deren Pfoten, waren doppelt so groß wie seine Hand.

Es waren wirkliche Riesen für sie zwei und dennoch, hatte Mika keine Angst vor ihnen. Nicht nur weil sie angekettet waren, sondern auch, weil sie von Anfang an keine Aggressionen gezeigt haben. Aber er war nicht unvorsichtig deswegen. Was noch nicht war, kann jederzeit noch werden.

Langsam hob Mika die Hand und näherte sich mit der Hand den Bauch des Wolfens. Doch kurz bevor er den Bauch erreichte, hielt er inne. Denn, er wurde von oben angeschnauft. Langsam sah er deswegen rauf und zwei Bernsteinfarbenen Augen starrten von oben herab zu ihm runter. Sie starrten sich für mehrere Sekunden einfach nur an, bis Matos es unterbrach und sich leicht von der Seite an Mika anschmiegte.

„Ich möchte gehen… bitte Mika!“

Hin und hergerissen war Mika zwischen seiner Neugier und Matos Flehen. Doch dann riss er den Arm runter, als sich hinter ihnen eine tiefe und dunkle Stimme erhob.

„Wenn der „Prinz“ schon unseren Schwanz will, dann soll er zuschauen, dass es uns auch gefällt!“

Mika und Matos rissen den Kopf rum und der vierte Wolf sah sie scharf an mit seinen fast feuerroten Augen und spuckte dann auch vor ihren Pfoten hin. Völlig überrumpelt von dem Wolfen, packte Mika die Angst. Angst von dem was er fast gemacht hatte, von dem, ob sie jemand gesehen hat, oder ob die Wolfen von ihren nächtlichen Besuch was verraten werden.

Sie rannten schon fast aus dem Raum, doch bevor er den Raum verließ, sah er noch einmal kurz zurück zu dem einen Wolfen mit den Bernsteinfarbenen Augen. Ohne Hass oder Vorurteilen, eher Neugierig, sah ihn der Wolf an, bevor sie dann den Gang entlangliefen und kurz vor dem Ende des Ganges stehen bleiben.

Atemringend, lehnte sich Mika nach hinten an die Wand an und gleich darauf, wurde er schon von Matos umarmt. Sein Freund zitterte am ganzen Laib und drückte das Gesicht gegen seine Brust. So verharrten sie ein paar Minuten, bis Mika wieder ruhig atmen konnte.

„Das… war aufregend!“, hauchte Mika dann von sich und sah runter zu Matos.

Er sah wie Matos grinste.

Tom

Tom war erschrocken von dem was er sah. Die Bilder, der „Film“, was er sah, zeigte den Schrecken der alten Legenden. Er war nicht mehr gefesselt und saß nun neben der Person, mit dem er zuvor gesprochen hat. Was auch kommen mag, darauf war keiner gefasst.

Dämon, so groß wie das Haus Rosé, verwüsteten ganze Landstriche der Menschen. Leichenberge wurden verbrannt von Dämonen, die um das Feuer tanzten. Städte wurden niedergerissen, die noch fester befestigt waren, als eine ihrer Burgen.

Es schien, als ob nichts die Dämonen aufhalten konnte.

„Deswegen sind wir hier. Wir sind die letzten überlebenden. Wir haben all unsere Ressourcen in diese Schiffe gesteckt, die du gesehen hast. Was wir wollen, ist eine Heimat und wir würden dafür sogar kämpfen. Wenn es aber möglich ist, eine Heimat ohne Blutvergießen zu bekommen, dann würden wir gerne verhandeln.“

Tom war noch immer von dem „Film“ gebannt und mit immer mehr schrecken sah er zu, was auf dem Kontinent der Menschen passiert war.

„Werden… die Dämonen… auch uns angreifen?“

„Wir gehen nicht davon aus, doch es kann sich jederzeit was ändern.“

„Dann… verhandeln wir.“

So. Damit Endet jetzt für eine ganze Weile das Kapitel Haus Rosé. Ich werde mich nun auf andere Charaktere und ihre Lebensgeschichten konzentrieren. Einen kleinen Vorgeschmack habt ihr schon erhalten. Auch werden vielleicht alte Charaktere wieder vorkommen, wie Rinel und Leon. Doch bis Kapitel drei von Haus Rosé wird Zeit vergehen.

Danke fürs Lesen und vergesst nicht die Storys zu bewerten, falls sie euch gefallen haben. Bis dahin, sehen wir uns in anderen Arcs!