Camilla - Die Eroberin, Kapitel 22

Story by SethGodofChaos on SoFurry

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Kapitel 22

Anuset erstarrte und schaute ihn an, rang nach Worten, fand sie schließlich: „Apophis!“, rief er, „Was machst du hier? Ist es dir auf Cyndra langweilig geworden?“

Der drachenartige sah den Taur verwundert an: „Seth? Bist du das? Du solltest dir einen besseren Körper besorgen, dich erkennt ja niemand.“

„Seth und Anubis in einer Person. Was machst du hier?“

„Deine tollen Mumien wollen unbedingt das System der Höhlen ausbauen, neue Fallen anlegen, die Osiris-Fragmente umlagern um ihre Verluste auszugleichen.“

„Dafür das Feuer. Sie wollen die Gänge aus dem Gestein schmelzen, wegen der Stabilität“, schlussfolgerte Anuset.

„Tut mir Leid, wenn ich euch erschreckt haben sollte.“

„Schon okay. Ich konnte mir denken, dass du das nicht freiwillig machst. Aber sag, wie können wir da Ganze beenden?“

„Das fragst du mich? Es sind deine Leute die hier den Unsinn machen.“

„Weißt du, ob die Fragmente noch an ihrer ursprünglichen Stelle liegen?“

„Bisher habe ich nichts anderes bemerkt. Immerhin fing ich auch erst an mit der Feuerspuckerei.“

„Hör einfach damit auf. Um die Mumien kümmern wir uns“, insistierte Anuset.

„Ihr? Wer ist denn noch alles bei dir?“, fragte der Unterweltdrache.

„Meine Partnerin Camilla, eine Hyäne namens Onari, der Butler meiner Geliebten, ihr Stiefbruder Stephen und dann Maahes, Sachmet und Nephtys.“

„Ach herrje. Ist ja wirklich wie in alten Zeiten auf Cyndra. Pass auf, ich höre mit dem Zeug auf, ihr macht die Mumien hier platt, ich begleite euch und offiziell hast du mich mal wieder besiegt.“

„Lass den mythologischen Scheiß. Alle die mit von der Partie sind wissen Bescheid“, ermahnte ihn Anuset.

„Oh. Wie wollt ihr mich hier wegbekommen? - Und du hast ihnen wirklich kein Drama eingeredet, dass wir auf Leben und Tod kämpfen müssen, dass ich die Sonne fresse und der Herrscher der Nacht bin, während du mich erschlägst und ich die Sonne ausspucke?“, erkundigte sich Apophis.

„Das lass mal unsere Sorge sein“, rief Camilla plötzlich von hinten und kam näher, „Das Problem mit den Mumien hat sich erledigt. Sachmet und Maahes kümmern sich gerade um die Reste innerhalb dieser Katakomben.“

„Sehr löblich, aber Apophis hat Recht. In den Transporter passt er nicht“, stellte Anuset fest.

„Wer bist du denn?“, hub der Unterweltdrache an.

„Mein Name ist Camilla Queen und ich bin Anusets Gefährtin.“

„Sehr angenehm Camilla, ich bin Apophis. Aber wer ist Anuset? – Wobei ich mir diese Frage selbst beantworten kann, da der Taur zur einen Hälfte Seth und zur anderen Hälfte Anubis ist.“

„Ganz richtig“, bestätigte die Fuchswölfin und lächelte kurz, „trotzdem eine wichtige Frage zu meinem Verständnis, wie habt ihr ihn denn hierher bekommen, wenn er in keine Fähre oder einen Transporter passt?“

„Gute Frage. Wir waren es nicht. Er war am Ende auf der Byblos und auf Cyndra. Es würde nur mit einem Dimensionsverzerrer gehen. Leider sind die Geräte dem Gau zum Opfer gefallen“, seufzte der Taur.

„Mitnichten“, mischte sich der Drache ein, „einer funktioniert noch und ist im Besitz deiner Armee. Jedenfalls werde ich unter Druck gesetzt und falls ich nicht gehorche, dann werde ich in eine Dimension versetzt, aus der ich garantiert nicht mehr zurückkehre. Unsterblich und dann in einer Dauerschleife, das wünsche ich meinem ärgsten Feind nicht.“

„Das klingt nach einem Alptraum aus dem wir dich herausholen. – Ich wusste gar nicht, dass meine Untoten so kreativ sind.“

„Du bist jetzt nicht wirklich stolz?“, entrüstete sich Camilla.

„Ich würde Lügen, wenn nicht, aber die Umstände sind sehr unangenehm. Daher bin ich hin und her gerissen“, entschuldigte sich der Taur.

„Vergiss es einfach, da bist du ganz Seth und einfach unverbesserlich“, jammerte Camilla und hob die Arme.

„Ist er eigentlich immer noch so umtriebig wie bei Sachmet?“, platzte es aus Apophis heraus.

„Was?“, fragte Camilla irritiert.

„Untersteh dich, Drache“, grollte Anuset.

„Wenn du mich so fragst … ich weiß nicht wie er bei Sachmet war, aber er hat die Potenz mit Löffeln gefressen.“

Apophis fing an lauthals zu lachen: „Es hätte mich auch gewundert. Hat er dir von seinen Nummern während der Sprengung erzählt?“

„Das geht zu weit“, entrüstete sich der Taur.

„Halt!“, ermahnte ihn Camilla, „Jetzt wird es interessant. Sachmet deutete da etwas an.“

„Auf Cyndra, lange ist es her, sprengten wir Höhlen und Gänge für eine wissenschaftliche, experimentelle und biologisch-cybertronische Anlage ins Gestein unter der Oberfläche. Er und Sachmet hatten schon lange was am Laufen, dachten, dass wir es nicht wüssten.“

„So, so“, entfuhr es Camilla.

„Apophis. Lass es, es ist lange her.“

„Trotzdem verlangt es Sachmet immer noch nach dir“, witzelte Camilla.

„Ah. Das ist interessant“, hub Apophis wiederholt an, „wie dem auch sei. In der größten Kaverne hatten wir schon stabile atmosphärische Bedingungen geschaffen, wussten aber nicht, ob die Abschirmungen halten würden, wenn wir sprengen. Also hatten alle Schutzanzüge an, so auch Seth und Sachmet. Da beide aber nicht voneinander lassen konnten, versteckten sie sich hinter einigen Kisten mit Sprengstoff und als wir die Sprengung auslösten, es wundervoll bumm machte, da machte es bei Seth tief in Sachmet auch bumm.“

„Mit den Schutzanzügen?“, hakte Camilla irritiert nach.

„Natürlich nicht“, empörte sich Anuset, „die hatten wir ausgezogen. Auf jeden Fall waren wir gerade beim Höhepunkt angekommen und die Explosionen übertönten unseren Aufschrei der Lust.“

„Und dann zogen beide wieder ihre Anzüge an damit es niemand merkt, allerdings waren die maßgefertigt und hatten plötzlich Beulen an Stellen die da nicht passend waren“, gab der Unterweltdrache zum Besten.

„Woher weißt du das alles?“, fragte Anuset irritiert.

„Du denkst doch wohl nicht, dass uns das Ganze nicht aufgefallen war. Ihr habt ja zu jeder Zeit nacheinander gesabbert“, donnerte der Drache lachend.

„Und jetzt?“, bohrte Camilla.

„Ich gehöre zu dir und du zu mir. Ich bin Anuset und bleibe ein Taur. Seth kann von mir aus in seiner Hülle zu Sachmet gehen.“

Die Fuchswölfin bekam ein zauberhaftes Lächeln auf die Lippen, ging zu Anuset, umarmte und küsste ihn hingebungsvoll.

„Ähm …, sollten wir nicht erst einmal hier raus?“, ermahnte Apophis.

„Oh, natürlich. Wir sollten die Fragmente einsammeln und den Drache mittels des Verzerrers aus der Katakombe befreien.“

„Das wäre eine sehr gute Idee“, bestätigte Apophis.

„Wie sieht es überhaupt mit den anderen Katakomben aus?“, erkundigte sich Anuset, „Können wir auf deine Hilfe zählen?“

„Warum nicht, wir müssen den Verzerrer nur passend einstellen.“

„Was stehen wir noch rum?“, fragte Camilla.

„Wir warten auf die anderen? Diejenigen die noch fehlen und sich gerade mit den restlichen Mumien vor Ort herumschlagen?“

„Hallo?“, schrie jemand von geschätzt weit her.

„Wir sind hier drüben“, schrie Anuset zurück.

„Wo ist, hier drüben?“

„Wir haben Apophis gefunden.“

„Oh toll. Wir kommen zu euch rüber.“

„Ich dachte ihr wisst nicht wo drüben ist?“

„Jetzt schon.“

„War das grade Maahes?“, fragte Apophis nach.

„Hörte sich so an, jedenfalls spricht der komische Humor für den Löwen“, grummelte der Taur.

Plötzlich hörten sie Schritte und dann standen die Übrigen neben ihnen.

„Hallo Apophis“, grüßte Sachmet den Unterweltdrache.

„Ich grüße dich Sachmet und natürlich auch Maahes, Isis und Nephtys. Den Rest kenne ich leider noch nicht, habe lediglich eure Namen von Anuset gehört.“

„Er ist charmant“, stellte Onari fest, „und ich hatte schon befürchtet, dass er uns grillen würde oder Anuset fressen.“

„Habt ihr den Bereich gesäubert?“, erkundigte sich der Taur.

„Keine Mumien mehr vorhanden. Alles zerstückelt und zu Staub zerrieben.“

„Fein. Habt ihr eventuell einen Dimensionsverzerrer gefunden?“

„Was? Aber nicht doch. Junge, du weißt doch ganz genau, dass diese Technologie im Gau zerstört wurde“, knurrte Maahes und schüttelte leicht den Kopf.

„Apophis?“, forderte der Taur den Drache auf.

„Ich wurde hier festgehalten um weitere Tunnel aus dem Gestein zu schmelzen, ebenso sollte ich hier für die Abwehr von Eindringlingen sorgen. Es gibt hier irgendwo noch einen Verzerrer.“

„Aber nicht doch … oder doch?“, begann der Löwe zu zweifeln und sah den Drache schief an.

„Was meinst du wie ich hierher kam?“, versuchte Apophis den Löwen zum Nachdenken anzuregen.

„Okay … Sachmet … Anuset … wir gehen auf die Suche, der Rest bleibt hier“, sagte Maahes.

„Können wir denn nicht doch helfen?“, fragte Camilla.

„Weißt du wie ein Dimensionsverzerrer aussieht?“, hakte Maahes nach.

Die Fuchswölfin schüttelt den Kopf.

„Eben, aber wenn du möchtest, dann kannst du mich begleiten und der Rest darf sich an die anderen beiden heften. Allerdings sollten Frank und Nephtys hier bleiben und auf Apophis aufpassen“, entschied Anuset und reichte dem Dobermann einen Laserstrahler.

„Was soll ich denn damit?“, fragte der Rüde entrüstet.

„Schießen?“, half Stephen ihm auf die Sprünge.

„Das ist mir schon klar, Mister Fang. Aber in welcher Situation sollte ich ihn benutzen? Gehen sie in der Tat davon aus, dass sich hier noch etwas bewegt, was uns gefährlich werden könnte? Wenn ja, dann kann ich ihnen nur eine sehr schlampige Arbeit unterstellen."

„Danke für die Blumen“, knurrte Sachmet, „aber es gibt immer Nischen und Abzweigungen die man schnell übersehen kann und Untote springen ganz gerne mal plötzlich auf.“

„Gibt es sonst noch etwas was ich beachten muss?“, erkundigte sich Frank Simson.

„Zielen sie bevorzugt auf den Kopf“, empfahl Isis und schloss sich mit Stephen der löwenköpfigen Sachmet an, während sich Anuset und Camilla in anderer Richtung auf den Weg machten und Maahes sich mit der Hyäne Onari zusammentat.

„Du hast dich also mit Nephtys eingelassen?“, begann Apophis sich mit dem Dobermann zu unterhalten, während die anderen die Katakombe verließen.

„Weißt du wo wir suchen müssen?“, hakte Camilla an ihren geliebten Taur gewandt nach.

„Ich habe keine klare Vorstellung, könnte aber eine Vermutung anstellen. Übrigens, habt ihr sowas wie eine Toilette gefunden?“

„Ja. Wir fühlen uns sehr erleichtert. War aber nichts mit dem gewohnten Komfort.“

„Gut. Nicht das du mir noch ins Höschen machst.“

„Keine Sorge, ich habe mich diesbezüglich sehr gut unter Kontrolle.“

„Ausgezeichnet. Wir biegen da vorne nach rechts ab, sieh zu, dass du einen Blick in die Kammer schräg links wirfst. Ich mag keine Überraschungen, welche mich unvorbereitet überraschen“, versuchte Anuset sich an einem Witz.

Die Fuchswölfin presste sich gegen die Wand, rutschte Stück für Stück vorwärts, schaltete den Scheinwerfer auf dem Lasergewehr ein und warf sich förmlich in den Raum, leuchtete in Windeseile herum: „Sauber“, rief sie.

„Sie sind also der Gott des Gemetzels?“, versuchte Onari etwas Kontakt zum Löwen herzustellen.

„Das steht so in der alten ägyptischen Mythologie, aber sie wissen selbst, dass das nur Folklore ist.“

„Ja. Es erstaunt mich übrigens auch, dass sie als Löwe mit einer Hyäne wie ich es bin unterwegs sind und nicht sofort Einspruch erhoben haben“, warf Onari in den Raum.

„Warum sollte ich?“, hub Maahes an, „Ich habe keine Probleme mit Hyänen.“

„Früher gab es zwischen Löwen und Hyänen immer wieder kleinere Reibereien, lag wohl an unseren Ursprüngen“, erklärte der erste Offizier.

„Das sind Urinstinkte. Sowas gibt es bei uns Antermerianern nicht mehr.“

„Sie meinen, dass sie überzivilisiert sind und sich so etwas wie Emotionen nicht mehr leisten können?“, bohrte die Hyäne.

„Miss Onari!“, wurde der Löwe etwas lauter, „Wir haben sehr wohl Gefühle, solange sie der Freundschaft, Liebe, dem Fortschritt und dem Miteinander allgemein dienen, aber auch Abneigung und Hass, Wut und Zorn sind uns sehr wohl bekannt. Wir haben es nur, lassen sie es mich so ausdrücken, besser unter Kontrolle.“

„Das Gefühl der Lust und Begierde kennen sie auch? Zumindest fiel mir auf, dass es das beides bei Anuset sehr wohl gibt.“

„Oh … aber natürlich. Wobei wir die Destruktivität, zum Beispiel die Eifersucht abgelegt haben.“

„Sie würden ihre Partnerin teilen und dabei nicht mal sauer werden?“

„Miss Onari, wenn ich eine Partnerin hätte, dann würde es sich ihr verbieten, dass ich sie teilen müsste. Eine Ausnahme ist, wenn sich beide Seiten einig sind, dass die Partnerschaft nichts bringt und nur Unmut hervorbringt. So war es seinerzeit mit mir und Sachmet. Also gab ich sie frei, da sie sich zu Seth gehörig fühlte und wohl immer noch fühlt.“

„Und sie sind nicht mal ein bisschen sauer?“

„Anfangs schon, konnte es nicht verstehen. Aber mit der Zeit verstand ich es und bestreite mein Leben seither allein.“

„Was für eine Verschwendung“, murmelte die Hyäne unüberhörbar.

„Miss Onari“, fuhr der Löwe auf und blieb abrupt stehen, „wird das hier ein Verhör oder wollen sie mich aushorchen und flirten mit mir?“

„Wie kommen sie denn darauf?“, entrüstete sich der erste Offizier.

„Auch Hyänen haben Gelüste und ich spüre sehr deutlich, wenn jemand Interesse an mir zu haben scheint. Dafür bin ich zu lange allein, um das nicht zu bemerken“, grollte der Löwe kehlig.

„Mein lieber Mister Maahes. Ihre Lust strömt ihnen geradezu aus den Augen, wenn sie mich ansehen.“

„Was? Das ist jetzt aber wirklich unerhört. Was bilden sie sich ein?“

„Entschuldigung“, warf die Hyäne schnell ein, aber Maahes fuhr einfach fort: „Denken sie etwa, dass ich auf eine Frau mit geflecktem Fell stehe? Eine Frau die einen sauberen, extrem kräftigen Biss hat, hervorragend gepflegte Zähne, einen frischen Atem bevorzugt, wundervolle grüne Augen hat und einen Körper ihr eigen nennt, welcher astrein durchtrainiert ist, Muskeln bis zum Abwinken besitzt und wahrscheinlich zwischen den Schenkeln nass ist wie ein Wasserfall, so dass ein Löwenkater wie ich wild und ungestüm in die offene Vulva gleiten könnte, so dass alle Hemmungen in purer Geilheit verloren gehen?“

Maahes stand da, atmete hörbar schwer, hatte geweitete Pupillen, starrte Onari an, rührte sich nicht.

Die Hyäne war dem Redefluss des Löwen gefolgt, ging einige Schritte auf ihn zu, baute sich vor ihm auf, umschlang ihn fest und begann ihn zu küssen.

Zunächst kam keinerlei Reaktion von Maahes, aber das änderte sich abrupt als er merkte was die Hyäne gerade mit ihm anstellte, umarmte sie zögerlich, dann fester, zog sie hart an sich heran und bohrte seine Zunge in ihren Mund, fand dort die ihre.

So ging das einige Sekunden, wurde zu einigen Minuten, bevor sich beide trennten.

„So war das nicht geplant, Miss Onari“, polterte Maahes.

„Oh, war es so schlimm, Mähne?“

„Es war ganz und gar grauenhaft“, polterte der Löwe weiter, „Es war so grauenhaft, dass ich es zu jeder Zeit wiederholen will.“

„Schön, du Dummkopf. Unter deiner Mähne steckt so wenig Verstand, dass ich dir mit Vergnügen beibringen werde, was es heißt mit einer Hyäne eine Bindung einzugehen und diese mit allen Dingen aufrechtzuerhalten.“

„Ich bin gespannt, ob und wie das funktionieren soll“, schnauzte Maahes gespielt.

„Fein, sehr fein. Ich werde mir einen Sattel besorgen. Wird Zeit das der Herr Löwe zugeritten wird.“

„Du versautes Stück“, entfuhr es Maahes, „ich könnte dich gerade ...“

„… Warum tust du es nicht?“, forderte die Hyäne den Löwen auf.

„Du vergisst wo wir sind und was wir suchen?“, ermahnte er.

„Stimmt schon, aber meinst du nicht, dass wir beide die wenigen Augenblicke Zeit haben?“, stichelte Onari weiter, „Ach ja, bevor du mir dein Ding reinsteckst, ich heiße übrigens Lina.“

Der antermerianische Löwe überlegte kurz, sah sich um, griff nach der Hyäne, hob sie an und setzte sie auf einen Felsvorsprung. So schnell er konnte riss er sich seine Bein- und Unterleibsbekleidung herunter, während Lina Onari dasselbe tat und sich ihm breitbeinig anbot.

„Nimm mich“, stöhnte sie heiser und schaute auf das erregte Glied des Löwen.

„Spüre meine Härte und meine Widerhaken, Hyäne“, grollte er noch, stellte sich zwischen ihre Schenkel, drang ohne zu zögern in sie ein.

Im selben Moment schrien beide auf, hallten ihre Stimmen durch die Gänge der Grotten, als sie bei der ersten intimen Berührung kamen.

„Verdammt“, keuchte Onari, „das war rekordverdächtig.“

„Beim nächsten Mal lassen wir uns mehr Zeit“, rechtfertigte sich Maahes.

„Davon bin ich überzeugt. Wie es scheint haben wir beide genau das gebraucht.“

„Es wurde höchste Zeit, dass ich mal wieder was anderes spürte.“

„Spürte? Du bleibst schön bei mir, mein Großer. Dich lasse ich nicht mehr gehen.“

„Das habe ich auch nicht vor und jetzt ziehen wir uns wieder an und suchen nach dem Dimensionsverzerrer.“

„Aye, Sir“, erwiderte die Hyäne, sprang vom Felsvorsprung und wischte sich die Spuren von ihrer Scham, „Schnell, aber ergiebig. Möchte wissen was das wird, wenn wir uns Zeit lassen.“

„Das wirst du sehen, wenn es soweit ist, du versaute Aasfresserin.“

„Nicht so frech, dreckiges Mähnenvieh.“

„Hmmm … du weißt auf was ich stehe.“

„Ich habe da noch ein bestimmtes Etwas, aber das wird eine Überraschung.“

„Ich bin für alles offen“, erwiderte Maahes und grinste zweideutig.

„Und du willst unbedingt Seth wieder zurück?“, hub Isis an, nachdem die Dreigruppe mit Stephen, ihr und Sachmet gute 100 Meter fortgeschritten war.

„Warum nicht? Maahes hatte mich freigegeben, weil er spürte, dass Seth und ich mehr gemeinsam haben als uns trennt. Sowas wie den Mulihengst-Hybrid lasse ich mir doch nicht wieder wegnehmen.“

„Du weißt aber auch, dass Anuset, also Anubis und Seth sich in Camilla Queen verliebt haben und umgekehrt auch“, gab Isis zu bedenken.

„Ich bin ebenso nicht begeistert, dass es so ist wie es sich gerade zu entwickeln scheint. Ich passe auf mein Schwesterchen sehr gut auf und kann sehr sauer werden, wenn ihr jemand weh tut“, mischte sich Stephen ein.

„Stephen“, hub Isis an, „Sachmet bekommt Seth im Seth-Körper, wenn auch nur eine Kopie aus unserem Netzwerk. Camilla wird ihren Anuset behalten mit allen geistigen und körperlichen Merkmalen die sie an ihm begehrt, schätzt und die sie sich wünscht.“

„Das beruhigt mich“, sagte der Wolfsrüde und atmete erleichtert durch.

„Hier drüben ist nichts“, rief Lina Onari, nachdem sie etwas in das Innere der Seitenkammer vorgedrungen war, „Gibt es hier sowas wie Spinnen?“

„Wie kommst du darauf?“, fragte Maahes erstaunt, „So viel wie ich weiß, gibt die Atmosphäre sowas wie Spinnentiere oder Insekten allgemein nicht her und das Terraforming ist ja auch nicht gerade das Gelbe vom Ei.“

„Da hast du zweifelsohne Recht, aber ich dachte, dass ich so etwas wie ein Spinnennetz gesehen habe.“

„Bleib da wo du bist, ich komme“, dröhnte die Stimme des Löwen.

Wenige Augenblicke später stand Maahes neben seiner frisch erworbenen Hyäne und sah sich um: „Wo?“

„Da oben“, sagte Lina und zeigte auf die Stelle.

Maahes leuchtet mit der Taschenlampe: „Das sollte eigentlich nicht sein. Es sei denn, dass durch die aufgebaute Sauerstoffatmosphäre und durch das bekloppte und unvorsichtige Einschleppen jetzt tatsächlich eine Spinne da oben hockt.“

„Aber so groß?“, zweifelte die Hyäne.

„Na ja, das Netz mag ja groß sein, aber die Spinne selbst muss es nicht.“

Plötzlich hörten sie ein klackerndes Geräusch im Hintergrund, drehten sich langsam um.

„FEUER!“, schrie Onari und eröffnete selbiges.

Wenige Sekunden später feuerte Maahes ebenfalls und brachten sie beide die Erbauerin des Netzes zu Boden und beförderten sie ins Reich der Toten.

„Unglaublich!“, flüsterte Lina, „sieh dir dieses Monster an.“

„Mit einer Spinne in der Größe eines irdischen Kleinwagens hätte ich beim besten Willen nicht gerechnet“, seufzte Maahes, „Lass uns schnellstmöglich in der Kaverne suchen und dann die anderen warnen.“

„Vergiss es, wir werden sofort die anderen suchen, warnen und dann in größerer Gruppe hierher zurückkehren“, hub Onari an, „Und nein, das ist ein Befehl, gewöhn dich dran.“

„Keine Widerworte?“

„Denk nicht mal dran.“

Der Löwe seufzte und ergab sich in sein Schicksal: „Lass uns gehen.“

Minuten später standen beide bei Apophis, Nephtys und Frank Simson.

„Habt ihr irgendwas Beunruhigendes gesehen oder gehört?“, fragte Lina an Nephtys gewandt.

„Nein. Sollten wir?“, mischte sich Frank ein, bevor Nephtys antworten konnte.

„Es hätte sein können, dass euch etwas verdammt großes mit acht Beinen über den Weg gelaufen ist“, erklärte die Hyäne.

„Klingt nach einer Spinne?“, fragte Frank verunsichert.

„Ja, hat wohl jemand eingeschleppt und ist durch die dünne Atmosphäre und erhöhte Strahlung mutiert“, erklärte Maahes.

„Sehr groß?“, bohrte Frank.

„Ein irdischer Kleinwagen, also nicht zu übersehen“, antwortete Maahes wiederholt.

„Das ist verdammt groß“, seufzte Nephtys.

„Scheint aber ein Einzelexemplar gewesen zu sein. – Wo sind die anderen?“

Nephtys zeigte in süd-westliche Richtung, sagte nichts weiter.

„Wir sind dann mal auf dem Weg“, seufzte Maahes und schüttelte den Kopf, „Komm Tüpfelchen“, flüsterte er leise.

Außer Hörweite sah die Hyäne ihren Löwen schief an: „Hast du mich vorhin tatsächlich Tüpfelchen genannt?“

„Wenn das falsch gewesen sein sollte, dann entschuldige ich mich hiermit.“

„Nein, es kam nur überraschend, meine Zottelmähne.“

„Ah – ich sehe da hinten jemanden herum laufen“, lenkte Maahes ab und zeigte in Gehrichtung.

„Wer …? Ah – sehr gut, es ist Isis“, beantwortete die Hyäne ihre Frage selbst.

Sie beschleunigten ihren Schritt und erreichten nach circa zwei Minuten die Gruppe um Sachmet, Stephen Fang und Isis.

„Was macht ihr denn hier? Habt ihr was gefunden?“, fragte Sachmet.

„Wie man es nimmt“, hub Onari an, „den Verzerrer nicht.“

„Was dann?“, ging Isis entnervt dazwischen.

„Wir sollten nicht in kleinen Gruppen suchen“, begann Maahes, „wir beide fanden ein Spinnennetz an der Decke und später die Besitzerin.“

„Oh, auf Sirius gibt es keine Spinnen oder Insekten überhaupt“, widersprach Stephen.

„Eingeschleppt, schon“, warf die Hyäne ein.

„Okay“, murmelte der Wolfsrüde gedehnt und kratzte sich am linken Ohr.

„Und das ist so wichtig?“, fragte Isis neugierig.

„Wenn die Spinne mutiert und etwa drei mal zwei Meter groß ist, sollte man Ahnungslose informieren“, begründete Maahes.

„DAS“, schrie Stephen schrill auf, „ist verdammt groß.“

„Deshalb sind wir hier. Wo sind Anuset und Camilla?“

„Die andere Richtung“, erklärte Isis.

„Kommt mit, die sind auch nur zu zweit.“

„Aber Camilla hat Anuset bei sich“, versuchte sich Stephen selbst zu beruhigen.

„Auf geht’s. Anuset ist kein Roboter mehr und in seinem Körper verwundbar“, knurrte Onari.

„Warum haben wir eigentlich keine Funkgeräte?“, bohrte Stephen.

„Weil, bei unserer Funkdisziplin und wie wir uns hier bewegen, die Mumien schneller gewusst hätten wo wir uns befinden als wir selbst? Außerdem hatte wohl gerade Anuset nicht mit einer solch merkwürdigen Gegenwehr gerechnet, schon gar nicht mit der Anwesenheit von Apophis.“

„Punkt für dich!“, erwiderte Stephen und hob kurz die Hände in die Luft.

So machte sich die Gruppe auf den Weg, nicht um den Dimensionsverzerrer zu suchen, sondern Camilla und ihren göttlichen Taur.

Während die einen ein Duo suchten, sich ausnahmsweise gezielt in die richtige Richtung bewegten, tingelten die anderen, bestehend aus Camilla und Anuset, von links nach rechts, sahen sich überall gründlich um, hatten keine außergewöhnlichen Begegnungen, keine weiteren Mumien, nicht mal eine Spinne, egal wie groß oder klein.

„Hast du schon was gefunden?“, fragte Anuset an seine Partnerin gewandt.

„Ne. Bisher nichts, nicht mal Gold, Juwelen oder Geschmeide.“

„Was soll das denn? Das wirst du hier auch nicht finden.“

„Ich weiß, wir suchen einen Dimensionsverzerrer.“

„Genau! Sieht aus wie eine Laser-Langwaffe, hat aber keinen gestreckten Lauf, sondern einen sehr kurzen und stumpfen, wirkt insgesamt klobig.“

„Hattest du bereits erklärt. – Aber mal was anderes. – Wie sehen eigentlich die Fragmente aus, beziehungsweise wie sind die verpackt?“, fragte Camilla gedehnt.

„In kleinen sarkophag-artigen Behältern. Warum fragst du?“

„Weil ich gerade drei Stück gefunden habe?“, antwortete die Fuchswölfin halb fragend.

„Was? Hier? Das kann gar nicht sein und schon gar nicht drei Stück“, entgegnete Anuset irritiert und ging zu Camilla, schaute ihr über die Schulter: „Was zum Geier …?“

„Treffer?“, hakte die Fuchswölfin nach.

„Volltreffer, fehlt jetzt nur noch der Verzerrer.“

„Da seid ihr ja“, rief Maahes schon von weitem.

„Wo sonst“, entfuhr es Anuset, „Wobei ich mich frage was ihr hier macht.“

„Wir wollten euch nur vor eingeschleppten Krabbelviechern warnen“, ergänzte der Löwe.

„Das müssen ja echt schlimme Exemplare sein, wenn ihr alle zusammen hier erscheint“, sagte Camilla.

„Wenn dir drei mal zwei Meter reichen?“, warf Stephen in den Raum.

„Okay, das ist wirklich groß. Aber wir können euch beruhigen, sowas ist hier nicht aufgetaucht.“

„Dafür haben wir was anderes gefunden“, warf Anuset dazwischen.

„Schieß los, Großer“, forderte Maahes auf.

„Drei kleine Sarkophage, wobei die hier eigentlich nicht sein sollten“, richtete der Taur seine Worte an Isis.

„Was? Das wäre endlich mal was Positives?“, freute sich die Antermerianerin.

„Nicht unbedingt“, fuhr Anuset fort, „Gut ist, dass wir schon mal drei Fragmente haben. Schlecht ist, dass es drei sind.“

„Du solltest uns jetzt dringend erklären was bei dir gut und was bei dir schlecht ist“, forderte ihn Onari auf.

„Wie erwähnt, drei ist gut, fehlen nur noch acht. Aber …“, begann der Taur und wurde von Camilla barsch unterbrochen: „Süßer, jetzt mach schon. Himmel und verdammt noch mal, wenn du mich vögeln willst, rennst du doch auch nicht erstmal einen Kilometer ums Bett.“

„… eigentlich müsstest gerade du es besser wissen“, empörte sich Anuset gespielt.

„Na ja, du bist ein leckerer Anblick, aber spüren ist immer schöner als nur anschauen“, merkte Camilla an.

„Beim ersten Mal wolltest du aber erstmal genau schauen.“

„Das liegt daran, dass ich zunächst abschätzen musste“, rechtfertigte sich die Fuchswölfin, „Übrigens – Miss Onari, sie machen einen so entspannten Eindruck.“

„Das liegt an mir“, entfuhr es Maahes.

„Soll das etwa heißen …“, weiter kam Anuset nicht und erntete einen strengen Blick seiner Partnerin, kam zum eigentlichen Thema zurück, „… wenn hier drei Fragmente liegen und das sollten sie nicht, dann liegen die anderen irgendwo, aber ebenfalls nicht da wo sie sein sollten.“

„Okay, das klingt nach einer langen Suchaktion“, seufzte Isis.

„Meinst du, dass in dieser Katakombe überhaupt noch welche liegen?“, hakte Stephen nach.

„Nein, wenn es wenigstens halbwegs normal ist, dann liegen in jeder Katakombe drei Fragmente. Wir nehmen die hier mit und sind zumindest dahingehend fertig.“

„Fehlt nur der Dimensionsverzerrer“, knurrte Maahes und zeigte in eine Richtung in welche die Gruppe noch nicht gegangen war.

„Los geht’s“, motivierte Camilla und ging voraus.

Die Felswände waren schroff, grau, hatten keinerlei Vorsprünge.

„Sieht so aus, als ob Apophis vorher hier aktiv gewesen war“, sinnierte Onari.

„Mich deucht, dass wir auf der richtigen Fährte sind, denn wenn das hier vom Drache stammt, dann müsste der …“, sagte Anuset noch, bog etwas seitlich ab, schaute in eine Nische und pfiff laut.

„Hast du was gefunden?“, fragte Stephen.

„Und ob – jetzt haben wir alles“, sagte der Taur, ging einen Schritt ins Halbdunkel, beugte sich nach unten und förderte den gesuchten Verzerrer ins Licht, „Das war jetzt aber zu einfach.“

„Deine Mumien haben wohl nicht damit gerechnet, dass hier jemand sucht“, stellte Camilla fest.

„Ich denke, dass die nicht damit gerechnet haben, dass hier überhaupt jemand auftaucht. Was für ein stümperhafter Sauhaufen“, schnaubte Anuset.

„Lass das Schnauben.“

„Warum?“

„Das macht mich wuschig.“

„Soll ich noch etwas wiehern?“

„Das können Esel nicht“, hielt Camilla gegen.

„Ich bin ein Muli und kein Esel, bei mir ist sehr viel Pferd mit drin.“

„Und Schakal.“

„Nur die Zähne und die Krallen an Pfoten und Händen.“

„Könntet ihr eure anatomischen Ausflüge später fortsetzen?“, fragte Stephen genervt, „Ich möchte hier gerne wieder weg und zur nächsten Katakombe.“

„Genau. Ab zu Apophis. Nephtys und Frank einsammeln und dann weg hier.“

„Können wir den Verzerrer eigentlich alle benutzen?“, erkundigte sich Camilla.

„Nein. Eine Verzerrung reicht für eine Person, daher schicken wir Apophis zur nächsten Katakombe.“

„Und dann?“

„Wir müssen mit ihm reden. Vielleicht kann er schon mal etwas aufräumen, bevor wir eintreffen.“

„Dann los“, forderte Camilla barsch auf, „Was stehen wir noch rum?“