Kapitel 24

Story by SethGodofChaos on SoFurry

, , , , ,

Imported from SF2 with no description provided.


Prolog 2

Im Jahre 2047 sah sich die Menschheit einer Bedrohung gegenüber, einer Bedrohung die alles bisherige in den Schatten stellte.

Immer wieder kamen in der Vergangenheit, im Zeitraum von 12 Jahren, zwei außerirdische Raumschiffe an, bis an die Zähne bewaffnet, umkreisten sie wie ein Hornissenschwarm die Erde und zwangen die Menschen zur Gegenwehr.

Das dritte wurde abgefangen und zerstört.

An Bord befanden sich Tiere, zwar aufrecht gehend, aber eindeutig Tiere. Es waren Carnivoren und Herbivoren, die es irgendwie geschafft hatten sich menschlicher Fähigkeiten zu bemächtigen. Der Mensch an der Spitze der Hierarchie im ganzen Universum schien in Gefahr zu geraten.

Egal wie, die ansatzweise geeinigten Staaten, welche sich nur noch durch die Regierungen und auch Religionen voneinander unterschieden, waren sich einig, schritten ein und stellten abgeschirmt von der Öffentlichkeit ein Programm auf.

Ziel war es eine schlagkräftige Armee aufzustellen, um den Feind mit seinen eigenen Mitteln zu schlagen. Zunächst auf der Erde und in Erdnähe, kurze Zeit später auf einem fremden Planeten. Einem Planeten in einem fremden Sternensystem. Das Ziel war das Sternensystem Elara und der Zielplanet hieß Genro, welcher von einem Mond namens Cyndra umkreist wurde.

Dieser Planet bot hervorragende erdähnliche Bedingungen zur Zucht artgleicher Spezies wie die des Feindes. Ziel war es die feindlichen Linien zu unter-wandern, den Feind zu infiltrieren, seine Pläne zu durchschauen und von innen heraus seine totale Vernichtung einzuleiten.

Was wirklich erreicht wurde und was am Ende geschah, lag irgendwo in den Giftschränken der Geheimdienste und unterlag der strengsten Geheimhaltungsstufe.

Niemand, wirklich niemand, durfte erfahren, was im Friedensvertrag stand, was die Forschungen in den Anlagen auf der Oberfläche von Genro hervorbrachten. Keiner durfte erfahren, dass sich im Jahre 2150 auf einem anderen Planeten eine Katastrophe ereignete, die das Militär zwang eben diesen Friedensvertrag einzugehen. Niemand durfte erfahren, was sich auf dem kleineren Kontinent des Planeten Genro ereignete und was sich dort vermutlich immer noch aufhielt.

Aber gottlob würde es auch keiner jemals erfahren, denn dort lebte keiner mehr und das was bei weiteren Forschungen und Genexperimenten auf Genro bis zum Jahre 2389 das Licht der Welt erblickte ist wahrscheinlich eh schon zu Staub zerfallen und über sechshundert Jahre lagen dazwischen.

Nur die reine Menge der Daten hinterließ Hinweise auf die Ereignisse, darauf, dass sich die Forschungen weit entfernt der Erde in eine Richtung entwickelt hatten, die nicht geplant war.

Kapitel 24

irdische Erkenntnisse

Während auf dem genroischen Mond Cyndra die drei Subraumkreuzer Re-harachte, Horem-hab und Nephtys auf der Oberfläche gelandet waren und die sechs Monate andauernden Umbau- und Aufrüstungsarbeiten begannen, war man an ganz anderer Stelle sichtlich irritiert.

Es war jetzt fast vier Jahre her, dass sich ein außerirdisches Raumschiff in der Umlaufbahn der Erde befand. Ein Schiff, welches an die orbitalen Kriegszustände erinnerte, die nunmehr knapp eintausend Jahre zurücklagen.

Das Militär war beunruhigt und in den Alarmzustand versetzt worden. Dann ergab sich seinerzeit eine Situation, die alles wieder einschlafen ließ. Später kursierten vage Gerüchte über fremde Besucher die wie aufrecht gehende Tiere ausgesehen haben sollen, über Ausgrabungen in Ägypten die wundersames zu Tage gefördert haben sollen, und, und, und. Aber es waren alles nur Gerüchte, klare Fakten gab es keine, da ein Unfall den größten Teil der angeblichen Funde vernichtete.

Nur drei Fakten gab es. Der erste war, dass Fletcher im Rang eines Leutnants zu Tode kam und das wohl auf eine sehr unschöne Art. Jedenfalls soll er körperlich nicht mehr ganz beisammen gewesen sein. Warum, wusste keiner. Der Fall wurde zu den Akten gelegt und sollte nur bei Bedarf wieder ausgegraben werden. Insgeheim hoffte aber ein jeder, dass dieser nicht eintreten würde.

Der zweite Fakt war, dass man die Leiche von Krondal fand. Da war es aber ein Leichtes zu klären wie er starb. Immerhin hatte er einen tiefen Messereinstich mitten in der linken Herzkammer und allein schon diese Tatsache brachte die Erkenntnis, dass er nicht einem Schnupfen erlag. Des Weiteren fand man die Leichen seiner Leibgarde, die von dutzenden ägyptischen Fellachen und auch einigen toten Ägyptologen, was dann darauf schließen ließ, dass es sich wohl um einen Streit zwischen Wissenschaftlern, religiösen Fanatikern und ein paar unterernährten Arbeitern handelte.

Und der dritte Fakt war, und dieser wog wesentlich schwerer, dass sich ein halbes Bataillon schwerbewaffneter Soldaten unter dem Kommando eben jenes Fletchers, buchstäblich den Arsch aufgerissen hatte. Vier Wochen hatten Spezialkräfte des Geheimdienstes den Schauplatz des Dramas abgeriegelt, die Bevölkerung abgewehrt, Schaulustige vom Start weg inhaftiert, mit einem Maulkorb zum Schweigen gebracht, wieder auf freien Fuß gesetzt und die Presse mit einer Flut von Enten versorgt, um im Fall des Falles, falls doch einer Quatschen sollte, diesen vorab schon mal als Spinner hinzustellen. Um den bunten Haufen von furries die unglücklicherweise Zeugen eben jener Ereignisse geworden waren, brauchte sich keiner weiter zu kümmern, denn wer glaubte schon einer Gruppe, die sich in alberne Tierkostüme zwängte und sich dann auch noch wie solche benahm.

Aber da war noch eine kleine Ungereimtheit, welche sich jedoch unter den Tisch kehren ließ. Es war ein etwas regerer Flugverkehr zwischen der Erde und dem Mond und dann der Tod von Ralf Warl und David Flint sowie das spurlose Verschwinden von Jody Thorn. Deren Leiche fand man nämlich nicht. Aber es sollte keinen weiter stören, denn Menschen waren austauschbar und gerade beim Militär gab es immer wieder den einen oder anderen Schadens- und Verlustfall. Außerdem wurde in internen emails des Öfteren erwähnt, dass Warl hinter Thorn hinterher war und es daher ein Indiz dafür sein könnte, dass es sich um ein Beziehungsdrama handelte, in dessen Verlauf sich Warl und Flint in die Haare bekommen hatten, sich gegenseitig umbrachten und Thorn die be-rühmte Fliege machte.

Die Wahrheit lässt sich bekannter Maßen nicht totschlagen, zumindest nicht für immer.

Astronomen sind meist sehr neugierige Leute, zuweilen zu neugierig und wenn dann noch kleinere bemannte Raumschiffe den Orbit der Erde verlassen und sich aus eben dieser Neugier heraus in Richtung des Asteroidengürtels auf den Weg machten, dann hat das einen Grund, nämlich eben diese unersättliche Neugier.

Schon zu der Zeit, als das fremde Raumschiff im Orbit auftauchte und dann verschwand, keiner wusste zu diesem Zeitpunkt, dass es auf dem Mond gelandet war, waren dutzende fachlich kompetente Himmelsbeobachter aufmerksam geworden und nahmen die Ereignisse erregt zur Kenntnis.

Es dauerte aber nicht lange und es kam eine Drohung nach der anderen ins Haus geflattert, mal per email, mal als amtlicher Brief, mal durch den direkten Besuch von schwarzen Anzügen, dann durch die Zahlung von Schweigegeldern oder im ärgsten Fall durch Beugehaft. Daher hielten sich außerhalb der kommunizierenden Kreise die Erkenntnisse sehr dünn.

Wie dem auch sei, ein findiger Milliardär unterstützte einige Astronomen und ließ unter einem Vorwand ein kleines Forschungsschiff bauen und wollte damit einigen Sachen auf den Grund gehen.

„Guten Morgen, Herr Schmidt“, tönte es von der gerade geöffneten Tür her.

Der Astronom drehte sich vom Fernrohr weg und wandte sich der Richtung, aus welcher die Stimme kam, zu. Der kleine grauhaarige und immer murrige Astronom hasste es, wenn Cruncher einfach so hereinschneite.

Klar, er war der Geldgeber der Aktion und Schmidt auch äußerst dankbar, dass er die Chance bekommen sollte sich gewisse Dinge mal näher anzusehen. Dinge die wie aus einem schlechten Film herauskopiert zu sein schienen. Aber er behielt die Fassung und grüßte betont freundlich zurück.

„Gibt es Veränderungen?“, fragte der Milliardär frei heraus.

„Nein, bisher unverändert. Und ich frage mich immer noch, wieso keiner bisher davon Notiz genommen hatte.“

„Typische Blindheit von Gelehrten. Es darf nicht sein, was nicht sein darf.“

„Das glaube ich weniger. Immerhin schicken wir seit Urzeiten unbemannte Flugkörper zu allen Planeten unseres Solarsystems, haben Sonden gebaut und gestartet, die schon längst im interstellaren Raum verschwunden sind und, weiß Gott allein, gar seltsame Sachen erleben.“

„Ich sage doch, es ist einfache Blindheit.“

„Wenn sie meinen.“

„Aber zum Thema. Was macht denn unser Schätzchen da draußen?“

„Wenn sie ihren Raumer meinen, dem geht es gut.“ Schmidt drehte sich zu den Computermonitoren und deutete auf einen leicht verschatteten Punkt.

„Ausgezeichnet. Dann schauen sie als entfernter Beobachter mal weiter. Ich fahre jetzt rüber ins Leitzentrum und werde die Sache von dort aus verfolgen. Sie haben ja meine Mobilnummer.“

„Wenn etwas passieren sollte, dann erfahren sie es selbstverständlich als erster.“

„Sehr gut.“

Cruncher drehte sich auf dem Absatz um und verließ den Raum.

Eine halbe Stunde später erreichte er sein kleines privates Flugleitzentrum.

Als er den Raum betrat, drehten sich automatisch vier Augenpaare zu ihm, begrüßten ihn wortlos.

„Gibt es Neuigkeiten?“, fragte Cruncher.

„Nein Sir. Alles läuft nach Plan. Der Besatzung geht es ausgezeichnet.“

„Perfekt!“ Er setzte sich auf einen etwas höher gelegenen Platz und verschaffte sich einen Überblick.

Die Insassen des Raumers, es waren nur zwei Personen, welche Cruncher persönlich ausgesucht hatte, hatten bisher einen ruhigen Flug erlebt. Das kleine Schiff hatte die Umlaufbahn des Mars vor Monaten passiert und näherte sich unaufhaltsam dem Asteroidengürtel und damit leider auch den von den Antermerianern erwähnten Kampfinseln, denn anders als erwartet, hatte das auftauchen der Anthros Voyage, des Cheritkreuzers Ra-em nicht nur das Militär auf den Plan gerufen. Trotz aller Erpressungen und Einschüchterungen gab es da noch Cruncher und der wollte der Sache gnadenlos auf den Grund gehen, hatte Astronomen, Astrophysiker, Luft- und Raumfahrtexperten aufgesucht, sie zur Mitarbeit ermutigt und saß nun inmitten seines Erfolges.

Die Frage, die er sich von Anfang an stellte, war: Wo kamen die fremden Schiffe her und was wurde übersehen?

Eine gefährliche Frage, und die Suche nach Antworten war noch gefährlicher, aber er war sich seiner Sache sicher und hatte genügend Rückendeckung durch Gönner, wenn man es so ausdrücken wollte, die sich innerhalb der Sicherheitskreise der Geheimdienste befanden. Einigen derer gefiel es nämlich auch nicht sonderlich, dass es massenhaft Ungereimtheiten gab und keine Erklärungen dafür.

Schmidt war ein fähiger Mann und selbst für sein Alter von 82 Jahren extrem fit im Kopf. Er wusste sofort, wo er zu suchen hatte und wurde schnell fündig, nachdem er den Asteroidengürtel genauer unter die Lupe nahm, Aufnahmen machte, diese auswertete und darauf Dinge entdeckte, welche da nicht hingehörten. Vor allem hatten es ihm zwei riesige, sehr kompakte und extrem künstlich anmutende Brocken angetan. Ihm fiel schnell auf, dass diese vermeintlichen Asteroiden extrem präzise am Rande der natürlichen Trümmer herum schwebten und penibel darauf achteten nicht zu auffällig zu wirken. Für einen toten Felsen ein doch recht merkwürdiges Verhalten, wie er fand. Und das sollte dringend vor Ort untersucht werden.

Cruncher saß also da, sinnierte und beobachtete die geordnete Ruhe im Leitzentrum. Alles lief nach Plan.

Die langsame Annäherung des Privatraumers blieb nicht unbemerkt und auf beiden antermerianischen Kampfinseln schrillten plötzlich die Alarmsirenen.

Seit Jahrmillionen herrschte Ruhe, keiner dachte daran, dass sich jemals daran was ändern könnte. Sie wurden eines besseren belehrt.

Keinesfalls durfte ein Mensch sie entdecken, keinesfalls in die Nähe kommen und schon gar nicht einen Fuß auf eine der Kampfinseln setzen.

Niemand durfte erfahren, dass die Antermerianer das Aussehen der altägyptischen Götter hatten, denn es würde womöglich die Menschheit in die finsterste Steinzeit zurückkatapultieren. Auch durfte niemand erfahren, dass die Antermerianer seit Menschengedenken die Klonierung perfekt beherrschten und dass ihre Abgesandten auf Genro die DNA-Spender, aber keine Einzelexemplare waren. Dass die gesamte Besatzung der Inseln aus Klonen bestand und da-mit ein Heer aus altägyptischen Göttern auf ihnen lebte. Der Schock wäre vernichtend.

„Commander Ptah 34! Welche Vorgehensweise empfehlen sie?“, fragte Anubis 140.

Die Klone waren aufgrund ihres identischen Aussehens nummeriert, trugen die Identifikationsnummer auf der linken Seite ihres Overalls und auf der rechten Brustseite einen Farbbalken der ihre Zugehörigkeit anzeigte.

So stand ein rein roter Farbbalken für die Führungscrew, ein gelber für die Technik, ein grüner für das medizinische Personal, ein grauer für die Systempflege der KI's, ein weißer Balken für die Kampfpiloten, ein violetter für die Hangar- und Verladetätigkeiten und ein blauer für die Sicherheit.

Die genannten Farben konnten in einer Kombination mit rot auftreten und kennzeichneten dann den entsprechenden Leiter der Sektion oder Gruppe, wo-bei hier der rote Balken vom Overall entfernbar war und damit dynamisch vergeben wurde. Lediglich die Kommandozentrale hatte feststehende rote Balken.

Die vierzig Ptah-Klone waren stets Commander, die dreißig Thot' stets in der Kommunikation, die einhundert Horus' in den medizinischen Abteilungen.

Die Kampfpiloten wurden von den dreitausend Maahes' gestellt, fünfhundert Seth-Klone für die Sicherheitsaufgaben im inneren Bereich der Kampfinseln und auch für den Begleitschutz, fünftausend Anubis- und sechstausend Sachmet-Klone für Außeneinsätze.

Lediglich die Administration selbst, als Gehirn des Ganzen, hatte keine Farbcodierung und umfasste nur sechs Personen, drei Isis- und drei Osiris-Klone.

„Wie sieht der Kurs des Schiffes aus?“, fragte Ptah 34.

„Noch nicht bedenklich, aber ich befürchte, dass wir handeln müssen.“

„Nein! Solange wir nichts unternehmen besteht die Hoffnung, dass die Menschen auf einen Glückstreffer setzen und nur einen Schuss ins Blaue riskieren.“ Ptah 34 schaute den Sicherheitsoffizier entspannt an.

„Du meinst abwarten und hoffen, dass es ein Zufall ist und einfach an uns vorbeigeht?“

Der temporäre Commander rieb sich am Kinn. „Klingt wohl nach einer dummen Idee, oder?“

„Zumindest nicht vielversprechend.“

„Gut! Stören wir erstmal den Funkverkehr und schauen dann, was die machen. Mit etwas Glück drehen sie ab und fliegen heim.“

„Und was, wenn nicht?“

„Unauffällig abfangen und an Bord bringen.“

„Hat unsere Maahes 1 bis Maahes 10 – Staffel beim Misserfolg der Funkstörung sofort Starterlaubnis oder brauchen wir noch eine besondere Genehmigung?“

„Die Piloten sollen sich schon mal in die Gleiter setzen und sich bereit machen. Falls es nicht funktioniert müssen sie sofort handeln.“

„Verstanden, Commander.“

„Danke, Anubis 134. Wegtreten!“

„Aye!“