Das Erbe der Digiritter - Kapitel 1 - Ein Tag mit Höhen und Tiefen

Story by Meister Fuchs on SoFurry

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Hallo ihr Lieben!

Ich danke euch fürs Reinschauen und das Interesse an meiner neusten Kreation. Bevor ihr die Story lest, nehmt euch bitte kurz Zeit für meine Erklärung und eine Warnung dazu:

Diese Geschichte habe ich im Auftrag von KyhanHyena begonnen. Sie ist aus der Sicht und mit den Worten des ersten Hauptcharakters, Mike, geschrieben und spielt in einer Welt, die nach den Digirittern der ersten und zweiten Generation entstanden ist. Nur wenige Vorgaben hatte ich auch bei dieser Kommission. Das Hauptthema habt ihr sicherlich schon erraten: Digimon. Im Großen und Ganzen geht es um einen jungen Menschen, der seiner Liebe zu Digimon nachgeht und dabei auch in tiefere Bereiche eindringen wird. (Die Anspielung war beabsichtigt. ;3 )

Er versucht neben dem Schulalltag seine schüchterne und unbeholfene Art zu überwinden, um vielleicht endlich mal einem weiblichen Wesen näher kommen zu können. Dabei wird er einige Male auf die Nase fallen, aber auch gelegentlich Glück haben. Er wird sich verlieben. Ob er diese Liebe erkennen und dann auch beschützen kann, werdet ihr selber nachlesen müssen. Zurzeit peilen wir eine Länge von fünf Kapitel mit je 10-15 Seiten an. Ob sie etwas länger wird und ob es irgendwann einen zweiten Teil gibt, das kann nicht mal ich sagen. Und ich bin immerhin derjenige, der sie schreibt. XD

Warnung: In dieser Story wird mindestens ein Fußfetisch vorkommen. Im ersten Kapitel zwar noch nicht, aber im Laufe der Story mit Sicherheit, da dies vom Auftraggeber gewünscht ist. Falls dies euch nicht gefällt, müsst ihr es überlesen oder gar nicht beginnen. Diese Entscheidung ist natürlich euch überlassen. ;3


Das Erbe der Digiritter

Geschrieben von Meister Fuchs - Kommission für KyanHyena

Prolog/Einleitung:

Mehr als 170 Jahre nachdem die Digiritter der ersten und zweiten Generation die Digiwelt und ihre Welt vereint hatten, lebten die Menschen und Digimon in tiefer Freundschaft zu einander. Natürlich gab es noch hier und da bösartiges Verhalten, sowohl unter den Digimon, wie auch den Menschen. Die große Mehrheit der beiden Völker folgte jedoch dem Licht und das sorgte für friedliche Zustände und ein ruhiges Leben für alle. Nur selten kam es daher zu Problemen zwischen den beiden Rassen, die zu ernsten Ausschreitungen führten. Der bisher größte Vorfall war durch die Frage entstanden, ob ein Mensch und ein Digimon eine eheliche Bindung eingehen durften. Da viele Menschen zu diesem Zeitpunkt ihre Digimon wie Haustiere betrachteten, war der Gedanke einer ehelichen Partnerschaft etwas Unnatürliches und Abstoßendes.

Nach vielen Jahren des Streites und der endlosen Debatten, endete die Diskussion über dieses Thema schließlich, als eine neue Art des Digivice auftauchte. Dieses ermöglichte die Kombination des menschlichen DNS-Codes mit dem Datencode der Digimon. Schlagartig bekamen die Fürsprecher einen großen Zuwachs, als bekannt wurde, dass ein Mensch und ein Digimon mit Hilfe dieses Digivices einen Nachkommen zeugen konnten. Obwohl niemand wusste, woher diese Erweiterung der Digivices gekommen war, erklärte man es sich später so: „Das Digivice ist eine Verbindung zwischen dem Herzen des Menschen und des Digimon. Wenn die Liebe zwischen diesen beiden Herzen stark genug ist, müsste das Digivice darauf reagieren können.“

Vor etwa 70 Jahren und damit zwei Jahre nach dem Auftauchen des neuen Digivices, stimmten schließlich die ersten Länder und Nationen für die eheliche Partnerschaft zwischen Menschen und Digimon. Damit wurden die Digimon gleichzeitig per Gesetz auf eine Stufe mit dem Menschen gestellt. Das war der Startschuss für eine tiefere Freundschaft zwischen den beiden Völkern, als jemals zu vor. Schon wenige Monate danach wurden die ersten offiziellen Kinder und Digimon geboren, die sowohl den menschlichen DNS-Code als auch den Datencode der Digimon besaßen. Es wurden Menschen geboren, die Digimon-Attacken beherrschten und ebenso entstanden völlig neue Digimon-Eier.

Viele der alten Digimon-Arten nahmen im Laufe der Jahre immer mehr menschliche Eigenschaften an. Aufrechter Gang, menschenähnlicher Körperbau und Fortpflanzungsorgane, sowie die menschlichen Hände wurden von den Digimon angenommen. Lange Zeit schien es, als ob die Kinder nur das Beste der beiden Völker übernahmen. Aber das blieb natürlich nicht so. Viele Digimon verloren die Fähigkeit zu digitieren und wurden sterblich. Die menschliche Art der körperlichen Entwicklung wurde vorherrschend. Digimon kamen immer seltener aus Eiern und wurden stattdessen geboren. In ihren ersten Lebensjahren konnten sie sich noch in andere Digitationsstufen weiterentwickeln und somit ihre Gestalt verändern, doch war ein bestimmtes Alter erreicht, wurde es nahezu unmöglich noch einmal zu digitieren.

Für die Menschen hatte es ebenso Vorteile wie Nachteile. Menschen konnten Digimon-Attacken ausführen, doch oft verlangte das eine große Menge an Kraft und Ausdauer. Man stellte schließlich fest, dass das Einsetzen einer solchen Fähigkeit ohne ausreichendes Training die Lebensdauer des Menschen stark verkürzte. Viele Kinder erhielten jedoch andere Vorzüge von ihrem Digimon-Elternteil. War das Elternteil ein nachtaktives Digimon, so erhielten die Kinder oft verbesserte Sicht bei Dunkelheit. Ein muskulöses Digimon schenkte seinen menschlichen Nachkommen oft erhöhte Körperkraft. Generell schienen ein oder zwei verbesserte Sinne, die am meisten vererbten Vorteile zu sein.

Natürlich heirateten nicht alle Menschen ein Digimon und ebenso waren nicht alle Digimon an einer Beziehung mit einem Menschen interessiert. Viele Digimon betraten nie die Menschenwelt und viele Menschen nie die Digiwelt. Dennoch blühten beide Völker durch die Zusammenarbeit auf. In der Digiwelt wurden Städte errichtet und einige Menschen lebten ihr ganzes Leben dort. Auch viele Digimon verbrachten ihr Leben in der Welt der Menschen. Da sich die Digimon mit der Zeit immer mehr der menschlichen Lebensart anpassten, gingen die Jüngeren zur Schule, während die Älteren irgendeine Arbeit verrichteten. So lebten beide Völker in Frieden und sahen frohen Mutes in die Zukunft, aber genug jetzt davon. Ich sollte mich wohl endlich vorstellen:

Hallo! Mein Name ist Michael Reilers, aber die Meisten nennen mich einfach nur Mike. Ich bin 16 Jahre alt und ein Mensch ohne Besonderheiten. Mein Großvater war zwar ein Ex-Veemon und mein Vater hat von ihm auch eine erhöhte Muskelkraft geerbt, aber ich habe davon leider nichts mehr abbekommen. Ich kann mit Stolz sagen, dass ich die Digimon bewundere, sowohl die Humanoiden, als auch die einfachen Digimon. Außerdem bin ich ein großer Fan der legendären Digiritter, die einst die beiden Welten vereint haben. Ich kann mir zwar nicht vorstellen, wie die Menschen und die Digimon jemals unabhängig voneinander existiert haben sollen, aber das ist mir auch ehrlich gesagt egal. Mir gefällt es so wie es jetzt ist.

Ich habe euch gerade schon einiges über die Geschichte der Welt erzählt, in der ich lebe, aber was ich euch eigentlich erzählen will, ist meine eigene Geschichte. Oder besser gesagt, einen Teil meiner Geschichte. Nämlich als sich mein Leben durch den Umzug in eine neue Heimat änderte und ich meine erste große Liebe fand. Ich wünsche euch viel Spaß.


Kapitel 1: Ein Tag mit Höhen und Tiefen

Früh weckte mich meine Mutter an jenem Mittwoch-Morgen. Wir waren Anfang der Woche nach Digiheim gezogen, einem kleinen Dorf westlich von Neu-Frankfurt und heute sollte ich zum ersten Mal in meine neue Schule gehen. Ich freute mich sogar darauf, denn in meiner alten Schule gab es unter den 500 Schülern gerade mal 30 Digimon. In der Neuen sollten angeblich mehr als ein Drittel, der über 2000 Schüler, Digimon sein und es hieß, dass sogar die Direktorin ein Digimon ist. Ein Sakuyamon um genau zu sein. Sie ist eine der wenigen Mega-Level-Digimon, die nicht in der Digiwelt lebten.

Freudig sprang ich daher aus meinem Bett und ging zum Kleiderschrank. Nachdem ich mir frische Unterwäsche angezogen hatte, holte ich mir eine blaue Jeans und ein T-Shirt raus. Eilig lief ich ins Badezimmer und verteilte etwas Deo auf meinem Körper, bevor ich die Hose und das T-Shirt anzog. Ich kämmte mir schnell meine kurzen braunen Haare zu einer leicht stacheligen Frisur und flitzte zurück in mein Zimmer. Mit einigen Handgriffen warf ich das Nötigste in meinen Schulrucksack und ging damit in die Küche. „Guten Morgen“, begrüßte ich schnell meine Mutter und nahm mir das Pausenbrot, das sie mir geschmiert hatte.

„Guten Morgen Schatz. Viel Spaß in der neuen Schule“, kam von ihr, während sie mich kurz umarmte. „Ja danke, bye“, rief ich noch und lief dabei in den Flur und kurz darauf war ich auch schon zur Haustür raus. Mit schnellen Schritten eilte ich die wenigen Hundert Meter zur Bushaltestelle und fuhr in die nächst größere Stadt, wo ich an der Haltestelle meiner neuen Schule ausstieg. Freudig bemerkte ich die zahlreichen Digimon, die wie ich auch, auf dem Weg ins Schulgebäude waren. Nachdem ich kurz nach dem Weg ins Sekretariat gefragt hatte, ging ich den beschriebenen Weg entlang und klopfte an der Tür. Kurz darauf hörte ich schon das: „Herein!“, und ging rein.

„Guten Morgen“, begrüßte ich die drei Frauen hinter dem Tresen. „Guten Morgen. Was kann ich für dich tun?“, fragte mich die Vordere, die dem Tresen am nächsten war. Ich nannte meinen Namen und erklärte, dass ich ein neuer Schüler war und fragte dabei auch gleich in welche Klasse ich gehen sollte. „Klasse 10b bei Herrn Friedrich. Der ist im zweiten Stock. Der Raum mit der Nummer 212“, antwortete mir die Sekretärin. Nachdem ich mir die Wegbeschreibung gemerkt und einen Zettel für meinen Klassenlehrer bekommen hatte, ging ich wieder und manövrierte mich durch das dichte Gedrängel aus Kindern und Jugendlichen. Nun fiel mir die leichte Mehrheit an Menschen doch auf, aber dennoch sah ich immer noch deutlich mehr Digimon, als in meiner alten Schule.

Grinsend lief ich daher einfach weiter und suchte den richtigen Klassenraum. Im zweiten Stock auf der rechten Seite fand ich ihn schließlich und genau rechtzeitig. Der Lehrer schloss bereits die Tür auf und keine zwei Sekunden später klingelte es zum Unterricht. Ich folgte den übrigen Schülern in den Klassenraum und ging direkt nach vorn zum Lehrer. Nachdem ich mich kurz vorgestellt hatte, gab ich ihm den Zettel der Sekretärin. Er nickte und bat mich einem Moment zu warten. Es dauerte eine kleine Weile bis alle saßen und ruhig nach vorn schauten. Als es endlich ruhig war, sprach der Lehrer: „Wir begrüßen heute einen neuen Mitschüler.“ Er sah mich an und fügte hinzu: „Bitte stell dich selbst vor.“

Da war ich nun. Die Blicke der Schüler spürte ich auf meinem ganzen Körper. Endlich. Eine neue Schule, ein Neuanfang. Ich war fest entschlossen, doch dann rutschte mir das Herz in die Hose. „G-Guten Morgen. I-Ich heiße Michael Reilers, aber die Meisten nennen mich M-Mike. Freut mich euch kennenzulernen“, stammelte ich schüchtern vor mich hin. Glücklicherweise war es noch verständlich genug, sodass ich mich nicht vollkommen blamierte, aber von cool war es dennoch meilenweit entfernt. Und wieder spürte ich die Blicke. Einige grinsten, andere tuschelten. Da stand ich. Wie bestellt und nicht abgeholt. In meiner blauen Jeans und dem grauen T-Shirt, auf dem ein schwarzer Fußabdruck eines Drachen-Digimon abgebildet war. Es vergingen vielleicht zwei oder drei Sekunden bevor der Lehrer mir einen freien Platz zuwies, aber für mich fühlte es sich an wie Stunden.

Ich schlurfte, von mir selbst enttäuscht, zu dem Platz und setzte mich. In der dritten Reihe am linken Ende bei den Fenstern saß ich nun. Neben mir war noch ein Platz frei, aber so gefiel es mir eigentlich ganz gut. Es ist sehr praktisch den ganzen Tisch für sich allein zu haben. Nachdem ich mein Mäppchen und einen Schreibblock rausgekramt hatte, sah ich wortlos nach vorn. Der Lehrer stellte sich mir als Herr Friedrich vor. Er wirkte recht alt, aber ich glaube, dass würde jeder Jugendliche sagen. Ansonsten war er sehr schlank, trug eine Brille und hatte einfache Klamotten an. Er wirkte recht freundlich, schien aber auch lauter werden zu können, wenn er es musste. Der typische Lehrer halt.

Die ersten beiden Stunden hatten wir mit ihm Mathe. In der großen Pause erkundete ich ein wenig den Schulhof. Ich stellte fest, dass meine neue Schule recht groß war. Grund- und Realschule befanden sich im ersten Gebäude, dass auch das Größte war. In zwei kleineren Gebäuden befanden sich jeweils die Hauptschule und ein Gymnasium. Auf diese vier Schultypen waren ungefähr 2250 Schülerinnen und Schüler aufgeteilt. Dementsprechend groß waren auch die Schulhöfe. Das Gymnasium hatte allerdings einen eigenständigen Schulhof, der von dem restlichen Schulgelände mit einem Zaun abgetrennt war. Für die zwei Gittertüren hatten nur die Lehrer die Schlüssel.

Warum das so war, darüber konnten wir nur spekulieren. Vielleicht wollten die reichen Eltern nicht, dass ihre Kinder mit Mittelschichtkindern in Kontakt kamen. Zumindest war das die am meisten vertretene Meinung unter den Schülern. Als es schließlich wieder geklingelt hatte, lief ich zurück zu meiner Klasse. Zum Glück erkannte ich im Gedrängel die Treppen rauf eine meiner Klassenkameradinnen und konnte ihr folgen. So konnte ich mich wenigstens nicht verlaufen. Als sich alle Kinder und Jugendliche auf den Gängen vor ihren Klassen gesammelt hatten, wurde es deswegen natürlich nicht ruhiger. Wild schnatterten sie alle durcheinander und warteten dabei auf die Lehrer.

Das Warten auf den Lehrer gab mir die Gelegenheit mir meine Klassenkameraden nochmal etwas genauer anzusehen. Im Unterricht hatte ich zwar schon etwas rumgeschaut, aber natürlich nicht allzu viel, um nicht aufzufallen. Von meinen 34 Klassenkameraden waren zehn Digimon. Allerdings waren sie alle samt humanoide Digimon. Unabhängig von der Art waren sie etwa so groß wie ein Mensch, hatten einen aufrechten Gang und menschliche Hände oder manchmal sogar menschliche Füße und trugen Schuhe. Ich erkannte ein Flamedramon, Ex-Veemon, Gatomon, Agumon, Lillymon, Flamemon, Gazimon und ein Guilmon. Dazu kamen noch ein Lopmon und ein Terriermon, die wohl Geschwister waren.

Einige der weiblichen Digimon hatten sogar einen Ansatz von Brüsten. Aber alle samt trugen sie Kleidung, deswegen konnte ich es nicht mit Sicherheit feststellen. Meine übrigen Klassenkameraden beachtete ich nicht weiter, da mich Menschen nicht wirklich interessierten. Nur wenige Minuten nach dem Klingeln kam schließlich auch eine Lehrerin zu uns. Eine blonde Frau irgendwo in den Dreißigern oder so. Recht hübsch sah sie aus, wirkte aber sehr streng. So eine Möchtegern-Domina. Kennt ihr sicherlich auch noch. Als meine Klassenkameraden sie begrüßten, erfuhr ich auch gleich mal ihren Namen. Frau Schneider hieß sie und war wohl unsere Biologielehrerin.

Biologie war schon immer ein schönes Schulfach für mich. Besonders, wenn das Thema Digimon dran war. Während wir den Klassenraum betraten, hoffte ich innerlich, dass sie dieses Thema mit der Klasse noch nicht durchgenommen hatte. Als alle saßen, sah sie zu mir und sagte: „Scheint so, als hätten wir hier ein neues Gesicht. Stell dich bitte vor.“ Ich antwortete leicht stotternd: „G-Guten Morgen. M-Mein Name…“ Doch sie unterbrach mich und meckerte: „Nein, so nicht. Bitte stell dich anständig vor. Also aufstehen und dann laut und deutlich sprechen.“ Natürlich sah ich sie etwas überrascht an. Domina - sag ich doch.

Ich wusste allerdings, worauf sie hinauswollte. In meiner früheren Schule hatte ich eine Lehrerin, die aus Japan stammte. Sie hat das von uns auch immer erwartet. Allerdings mit Verbeugung und zwar von allen gleichzeitig. Ich grinste innerlich etwas, erhob mich von meinem Platz und stellte mich gerade hin. Meine Arme legte ich seitlich an meinen Körper, sodass meine Handinnenflächen auf meiner Kleidung auflagen. Langsam bewegte ich meinen Oberkörper nach vorn und verbeugte mich. Dabei sprach ich laut und deutlich: „Guten Morgen Frau Schneider. Mein Name ist Michael Reilers. Es freut mich sie kennenzulernen.“

Ich erhob mich wieder, blieb jedoch so stehen und wartete auf ihre Antwort. Diesmal sah ich in ihr überraschtes Gesicht, das kurz darauf vor Freude strahlte. „Wow. Warum nicht gleich so? Freut mich ebenso, Michael. Du darfst dich setzen“, sprach die Lehrerin lächelnd und während ich mich wieder setzte, schaute sie zur Klasse und verkündete: „Genauso werdet ihr mich ab sofort immer begrüßen. Das wäre doch mal was oder nicht?“ Zuerst waren da nur geschockte Gesichter mit teils offenen Mündern zu sehen, doch plötzlich drehten sie alle ihren Kopf zu mir und sahen mich mit bösen Blicken an.

Mir lief es natürlich eiskalt den Rücken runter. „Na super“, dachte ich mir, doch dann fing Frau Schneider lauthals an zu lachen: „Ihr müsst ihn doch nicht gleich auf den Scheiterhaufen stellen! Das war doch nur ein Witz, aber das war echt super gerade. Alle Köpfe haben sich gleichzeitig in seine Richtung gedreht und das musstet ihr noch nicht mal vorher proben.“ Während ich etwas in meinem Stuhl runterrutschte und mich kleiner machte, lachte sich unsere Lehrerin eine Weile die Seele aus dem Leib. Sie fand das saukomisch, doch natürlich waren meine Klassenkameraden davon eher weniger begeistert.

Nach ein paar Minuten hatte sich das Ganze wieder gelegt und Frau Schneider begann mit dem Unterricht. Meine Stimmung hellte sich schlagartig auf, als sie das Thema verkündete: Fortpflanzung und Entwicklung zwischen Menschen und Digimon. Natürlich eines meiner Lieblingsthemen überhaupt. Obwohl ich es schon mindestens zum zwanzigsten Mal hörte, es war mir egal, ich fand es dennoch faszinierend und ich erfuhr sogar einiges, was ich noch nicht wusste. Sie erzählte uns, dass alle Digimon ursprünglich geschlechtlos waren und keine Nachkommen zeugten. Digieier fielen in der Stadt des ewigen Anfangs praktisch einfach vom Himmel herunter und wurden dann von Pfleger-Digimon aufgezogen.

Erst viele Jahre nach der Vereinigung mit der Menschenwelt tauchte das DNS-Digivice auf. Dies machte es möglich, dass ein Mensch mit einem Digimon einen Nachkommen zeugen konnte. War der Mensch weiblich, dann sorgte das Digivice für eine Schwangerschaft und mischte den Datencode des Digimon mit der DNS der Mutter. In 99% der Fälle gebar die Mutter ein menschliches Kind, oft mit einer besonderen Fähigkeit. War der Mensch männlich, dann generierte das Digivice mit dem vermischten Erbgut ein Digiei, aus dem schließlich ein humanoides Digimon schlüpfte. In der ersten Generation bekamen die Digikinder oft nur eine menschähnliche Körpergröße und menschliche Hände.

Erzeugte dieses Digimon erneut einen Nachkommen mit einem Menschen, so besaßen diese Digikinder schon die Fortpflanzungsorgane eines Menschen und konnten so Kinder ohne die Hilfe des Digivice zeugen. Hierbei war es Glücksache ob ein Mensch oder ein Digimon geboren wurde. Leider ging bereits den Digimon dieser Generation die Fähigkeit öfters zu digitieren verloren und die nächste Generation durchlief schließlich die menschliche Art der körperlichen Entwicklung. Sie waren äußerlich zwar noch immer Digimon, wurden jedoch geboren, alterten und starben irgendwann. Heute unterscheiden wir in zwei Hauptgruppen von Digimon. Die humanoiden und die einfachen Digimon.

Als Humanoide gelten all jene, die menschliche Vorfahren haben. Die einfachen Digimon leben größtenteils nur in der Digiwelt und besitzen keine menschliche DNS. Hauptsächlich sind das all jene Digimon, die aus irgendeinem Grund nichts mit Menschen zu tun haben wollen. Zum Beispiel die rein bösartigen Digimon, aber auch viele der heiligen Mega-Level-Digimon. Leider gingen diese zwei Stunden Biologie viel zu schnell um. Bei solchen Themen konnte ich schon immer endlos lange mitmachen. In der großen Pause lief ich wieder ziellos über den Schulhof. Hin und wieder rempelte mich jemand an und manchmal hörte ich dann die Worte: „Sorry, hab dich nicht gesehen.“

Ich seufzte genervt. Es war zwar erst der erste Tag, aber schon jetzt fiel ich wieder in meine alte Rolle: Der unsichtbare Außenseiter, den keiner beachtete. Erinnerungen kamen hoch. Es gab Zeiten, da klebte ich mir selbst ein Tritt-Mich-Schild auf den Rücken, nur damit die Anderen mich bemerkten. Es tat zwar weh, aber das war manchmal besser, als ständig nur Luft zu sein. Armselig, ich weiß. Aber so war ich – oder bin ich? Bevor ich meine Gedanken weiterführen konnte, klingelte es schließlich zum Pausenende. Und wieder drängte ich mich durch die zahllosen Kinder und Jugendlichen.

Diesmal wusste ich wohin ich gehen musste. Die Schule war zwar groß aber, wenn man den Weg zwei oder dreimal gelaufen war, dann fand man sich eigentlich gut zurecht. Ich suchte mir einfach einige Punkte, die ich mir merken und an denen ich den Weg nachverfolgen konnte. Und schließlich standen wir wieder vor der braunen Holztür, die zu unserem Klassenzimmer führte. Ich sah schweigend zu Boden und machte mir so meine Gedanken. Plötzlich hörte ich jedoch eine weibliche Stimme: „Entschuldige, war dein Name Michael oder Mike? Ich habe es vergessen.“ Etwas überrascht darüber, dass mich jemand tatsächlich ansprach, sah ich auf und blickte in das niedliche Koboldgesicht von Lillymon.

Ein sehr schönes Digimon, wie ich finde. Obwohl die rosafarbene Blume auf ihrem Kopf sicher nichts für Allergiker war. Zum Glück war ich nicht allergisch gegen Pollen. „Michael Reilers heiße ich, aber meine Freunde nennen mich Mike“, antwortete ich schüchtern. Sie lächelte. Damit konnte sie Eisberge schmelzen, davon war ich sofort überzeugt. Ich wurde etwas rot im Gesicht, was sie natürlich amüsierte. „Na dann werde ich dich auch Mike nennen, wenn du erlaubst. Ich bin Lilly. Freut mich dich kennenzulernen“, sagte sie schließlich und reichte mir dabei ihre Hand.

Bei einem kurzen Händeschütteln erwiderte ich: „Freut mich ebenso. Das ist das erste Mal, dass ich ein Ultra-Level-Digimon sehe. Du bist wunderschön.“ Als ich meine Worte begriff, wäre ich am liebsten sofort im Boden versunken. Lilly lächelte nur erfreut auf und bedankte sich direkt: „Vielen Dank, das ist sehr lieb von dir und du brauchst nicht so schüchtern zu sein. Ich beiße nicht.“ „Ja, das weiß ich natürlich. Immerhin sind Lillymon durch und durch gutherzige und freundliche Digimon“, antwortete ich schnell und versuchte dabei nicht über meine eigenen Worte zu stolpern.

Erstaunt fragte Lilly: „Das ist korrekt. Du scheinst eine Menge über Digimon zu wissen oder? Zumindest hast du in Bio auch viele Fragen beantworten können.“ Ich nickte etwas zögernd und erklärte: „Ich bewundere Digimon seit ich denken kann. Ich glaube, ich weiß mehr über Digimon als über Menschen.“ Lilly lehnte sich neben mir an die Wand und zeigte auf ein Digimon der Nachbarklasse, während sie fragte: „Was weißt du über dieses Digimon?“ Ich sah rüber und erkannte es direkt. Selbstsicher antwortete ich: „Das ist Gargomon. Ein menschenähnliches Tierdigimon auf dem Champion-Level. Es ist vom Typ Serum, hat aber menschliche Hände anstatt der üblichen Maschinengewehre. Für das Schulleben sicherlich besser so. Es ist ein kämpferisches Digimon, aber eigentlich immer freundlich.“

„Richtig. Was ist mit dem Digimon neben ihm?“, hakte sie neugierig nach. Ich sah nochmal rüber und antwortete: „Das ist Gaomon. Ein Rookie-Level-Digimon vom Typ Datei. Er hat zwar keine menschlichen Hände, aber auch nicht seine Boxhandschuhe an. Vom Charakter her sind sie sehr ruhig, zurückhaltend und zudem sehr treu und loyal.“ „Wieder richtig. Sehr beeindruckend“, gab Lilly darauf zurück, was mich erneut leicht rot werden ließ. „Danke“, stammelte ich, doch bevor Lillymon erneut etwas sagen konnte, lief plötzlich ein Lehrer an uns vorbei und schloss unsere Klasse auf. „Wir quatschen die nächste Pause weiter, okay?“, erkundigte sie sich plötzlich.

„Ja gerne. Sekunde – wieso nächste Pause?“, fragte ich erstaunt, woraufhin sie erklärte: „Wir haben jetzt noch vier Stunden Sportunterricht. Wusstest du das nicht?“ Natürlich schüttelte ich den Kopf. Woher sollte ich das auch wissen? Auch Lilly fiel es ein: „Ach ja. Heute ist ja dein erster Tag. Entschuldige.“ Wir folgten dann unseren Klassenkameraden und gingen in die Klasse. Alle packten sie ihr Zeug zusammen und so räumte ich auch meine Sachen ein und folgte ihnen einfach. Mit unserem Sportlehrer zusammen liefen wir zur Rückseite des Schulgeländes. Glücklicherweise hatte unser Lehrer auch einen Schlüssel für die Tore zum Schulhof des Gymnasiums, so mussten wir nicht komplett außen rumlaufen.

Auch die Sporthalle war ein riesiges Gebäude. Von Lilly erfuhr ich, dass es im Inneren der Halle drei ausfahrbare Wände aus Aluminiumplatten gab. So konnte die riesige Halle in vier kleinere Hallen unterteilt werden, sodass mehrere Klassen gleichzeitig Unterricht abhalten konnten. Nur für Feste, besondere Events oder andere Gelegenheiten wurden die Wände eingefahren, sodass die ganze Halle genutzt werden konnte. Jede, der vier kleineren Hallen hatte auch einen eigenen Umkleidebereich mit abschließbaren Spinten. Ich fand das ziemlich praktisch. Sowas gab es an meiner alten Schule nicht. Ich schloss meinen Ranzen weg und ging direkt in die Sporthalle, da ich natürlich kein Sportzeug dabeihatte.

Auch der Sportlehrer, der Herr Stramm, hatte diesbezüglich ein Einsehen, nachdem ich ihm gesagt hatte, dass es heute mein erster Schultag war und ich noch keinen Stundenplan bekommen hatte. Ihr habt es sicherlich bemerkt. Ein Sportlehrer namens Herr Stramm. Bei dem Namen denkt man doch schon an Qualen und ich muss zugeben, ich hatte Mitleid mit meinen Klassenkameraden. Während ich am Rand auf einer Bank saß und meinen Mitschülern entspannt zusah, quälten die sich durch die erste Stunde. Herr Stramm nutzte die erste Stunde zum Aufwärmen und machte wohl immer ein leichtes Lauftraining. Zumindest bezeichnete er es als leicht. Die vollen 45 Minuten mussten meine Klassenkameraden auf verschiedene Arten durch die Halle laufen, rennen oder joggen.

Hin und her flitzten sie, liefen im Kreis an der Hallenwand entlang und absolvierten Runde für Runde oder wurden im Zickzack zwischen orangenen Hüttchen hindurchgepeitscht. Als die Stunde um war, krochen die Meisten schon auf den Knien umher. Selbst die Digimon machten trotz ihrer erhöhten Ausdauer schließlich schlapp. Die zweite Sportstunde erfuhr ich auch warum unser Sportlehrer das so machte, denn nun kamen einige Runden Dodgeball dran. Dodgeball kennt ihr oder? Es werden zwei Teams gebildet. Jedes Team befindet sich in einer Hälfte der Halle. Ziel ist es alle gegnerischen Teammitglieder mit einem fußballgroßen Gummiball abzuwerfen und somit aus dem Spiel zu schicken.

Es geht also um Ausweichen und Zielen. Könnt ihr euch vorstellen wie lange ein solches Spiel dauern würde, wenn ein Drittel der Mitspieler verbesserte Sinne und Reflexe hat? Wenn man die Spieler vorher nicht etwas auspowerte, konnte das verdammt lange dauern. Als auch diese Schulstunde um war, kam endlich die halbe Stunde Mittagspause von 13-13:30 Uhr. Meine Klassenkameraden liefen eilig in die Umkleide und zogen sich ihre Straßenschuhe wieder an. Als ich Lilly gerade fragen wollte, nahm sie sich nur meine Hand und schleifte mich mit. Ich erfuhr auch kurz darauf warum sie es so eilig hatten.

Das Gymnasium hatte seinen eigenen kleinen Kiosk und dort konnte man für ein paar Digidollar (Ist die weltweite Währung, die auch in der Digiwelt angenommen wird) ein warmes Mittagessen bekommen. Es gab jeden Tag etwas Anderes. Tomatentaschen, Pizza, Bockwurst mit Brötchen oder etwas Ähnliches. Nichts Großartiges, aber immer noch besser als Süßkram oder ein Butterbrot. Und ich verstand auch schnell warum meine Klassenkameraden es so eilig hatten. Natürlich war vor dem Kiosk die Hölle los. Es dauerte immer eine Weile bis sich zwei saubere Schlangen gebildet hatten und oft gingen die Letzten leer aus. Diese mussten sich dann mit dem üblichen Zeug begnügen, wie zum Beispiel Milchschnitten oder belegte Brötchen.

Heute gab es Pizza und die war meist am schnellsten weg. Es wurde allerdings irgendwann eingeführt, dass sich jeder nur ein Stück kaufen durfte. Ihr könnt euch sicherlich denken warum. Als wohlerzogener Gentleman lud ich Lilly ein. Wir waren zwar nicht die Letzten, aber nah dran. Nach uns bekamen vielleicht noch acht oder neun Leute etwas, danach war die Pizza leer. Lillymon und ich liefen zurück zur Sporthalle und setzten uns davor auf eine Bank. Während wir genüsslich die Pizza aßen, erzählte sie mir einiges über die Schule, unsere Klasse und unsere Lehrer. Sie warnte mich vor denen, die gegen Stören im Unterricht allergisch waren und gab mir Ratschläge welcher Lehrer welches Verhalten gut fand und was ich besser sein lassen sollte.

Später schrieb ich mir auch bei ihr noch schnell den Stundenplan ab. Mit Entsetzen musste ich feststellen, dass ich montags und mittwochs acht Schulstunden hatte. Montags war von der fünften bis achten Schulstunde Werken oder Hauswirtschaft dran. Mittwochs war es Sport, aber das wusste ich bereits. Als es schließlich erneut zur siebten Stunde klingelte eilten wir in die Turnhalle, wo Herr Stramm schon wartete. Da ich erneut der Erste war, der in der Halle ankam, gab er mir einige Aufgaben. Ich sollte verschiedene Sportgeräte schon mal aus dem Lager holen. Zum Glück hatten die Meisten davon Füße mit eingebauten Rollen, so konnte ich diese auch alleine rausschieben. Da meine Klassenkameraden nur ihre Schuhe wechseln mussten, kamen sie schnell dazu, sodass ich mich schließlich wieder setzen konnte.

Lange konnte sich mein Hintern aber nicht an die Bank gewöhnen, denn plötzlich hoben zwei meiner Digimon-Mitschüler die Bank hoch und trugen sie mit mir zusammen in die Mitte der Halle. Nachdem sie die Bank wieder abgesetzt hatten, erhob ich mich und ging zurück an die Hallenwand, aber auch diesmal konnte ich hier nicht lange bleiben. Unser Sportlehrer drückte mir nämlich ein Klemmbrett und einen Stift in die Hand und sagte: „Du kannst die Punkte aufschreiben, die ich dir sage. Dann stirbst du mir hier nicht vor Langeweile.“ Ich nickte nur wortlos und sah auf den Zettel. Es war eine Namensliste mit einigen freien Feldern hinter jedem Namen. Als ich mir die Sporthalle ansah, verstand ich auch warum.

Meine Mitschüler hatten einen großen Parcours aufgebaut. Die Anzahl der Stationen entsprach der freien Felder hinter den Namen auf der Liste. „Herr Stramm, bitte verzeihen sie, aber ich kenne noch gar nicht die Namen meiner Klassenkameraden. Jeder müsste mir daher kurz seinen Namen sagen, bevor er den Parcours beginnt“, erklärte ich auf den fragenden Blick des Lehrers. Der nickte nur zustimmend und klärte das mit meinen Klassenkameraden. Kurz darauf fingen wir an. Meine Klassenkameraden gingen einzeln an den Start, nannten mir ihren Namen und wenn ich ihn in der Liste gefunden hatte, gab unser Lehrer den Parcours frei. Für jede Station vergab der Herr Stramm eine Punktzahl von eins bis zehn, je nachdem wie gut die Station absolviert worden war. Ich schrieb die Zahlen einfach nur mit, die ich hörte, ohne groß vom Zettel wegzuschauen. So gingen wir jeden durch, bis schließlich alle einmal durch den Parcours gelaufen waren.

Nachdem die Geräte alle wieder weggeräumt waren, durfte meine Klasse sich für die restliche Zeit der letzten Schulstunde ein Spiel aussuchen. Natürlich viel die Wahl auf Fußball. Ich führte diesmal die Punktetafel und musste zugeben, dass es mir Spaß machte. Ich brauchte mich nicht groß anzustrengen, mir wurde aber auch nicht langweilig und mal ehrlich: Die ganzen Mädels in ihren kurzen und engen Sportklamotten rumrennen und rumhüpfen zu sehen – nun ja. Mir fiel jedenfalls kein Grund ein, mich zu beklagen. Ihr versteht schon oder? Aber leider ging auch die letzte Stunde irgendwann zu Ende.

Nachdem es zum Schulschluss geklingelt hatte, entließ uns Herr Stramm endlich und der Schultag endete damit. Meine Klassenkameraden schlurften erschöpft in die Umkleideräume, während ich den Fußball zurück ins Lager räumte. Ich verabschiedete mich von unserem Sportlehrer und lief ebenfalls in die Umkleide. Ich musste feststellen, dass die Meisten sich gar nicht mehr umzogen, sondern nur ihre Straßenschuhe anzogen und in Sportkleidung heimgingen. Warum auch nicht. Noch waren draußen gute 25 Grad. Nachdem ich mir meinen Rucksack aus dem Spint geholt hatte, verließ ich ebenfalls die Turnhalle. Auf dem Weg zur Bushaltestelle verlangte die Natur jedoch plötzlich nach ihrem Recht. Da ich es nicht bis nachhause einhalten wollte, ging ich doch nochmal zu den Schultoiletten.

Ich sah eher beiläufig auf das Schild neben der Tür. Mit etwas Verwunderung bemerkte ich, dass es hier keine Urinale gab, dachte mir aber nichts weiter dabei und ging in die letzte Kabine. In meiner alten Schule hatte es anfangs auch nur ein Urinal gegeben und das wurde später ebenfalls entfernt. Ohne weiter darüber nachzudenken, öffnete ich meine Hose und entleerte meine Blase. Kurz die Spülung gedrückt, die Hose zugeknöpft und den Deckel runtergeklappt, schon drehte ich mich um und öffnete die Verriegelung der Kabinentür. Die Spülung war schon wieder ruhig, als ich den Griff gerade runterdrücken wollte. Plötzlich hörte ich, wie die Tür aufging und eine weibliche Stimme etwas sagte: „Nun komm schon. Hier rein.“

Mir rutschte das Herz in die Hose. War ich etwa auf dem Weiberklo? Langsam setzte ich mich auf den Toilettendeckel und versuchte keinen Ton von mir zu geben. „Warte. Ich will kurz nachsehen, ob jemand hier ist“, sprach die weibliche Stimme und sofort zog ich meine Beine hoch. Mit einer Hand stützte ich mich an der gekachelten Wand rechts von mir ab und betete, dass sie mich nicht schon gesehen hatte. Einige Sekunden stille herrschten bevor die Stimme erfreut verkündete: „Okay, es ist niemand hier.“ Danach hörte ich einige Geräusche. Ich hatte wohl richtig getippt. Sie hatte sich hingekniet, nach Beinen geschaut und stand gerade wieder auf.

Schließlich hörte ich eine männliche Stimme: „Okay. Wie hättest du es denn gerne?“ Etwas erleichtert spitzte ich die Ohren und versuchte die Geräusche zu identifizieren. Als erstes kam das weiche Rascheln von Stoff. Es hörte sich an als würde eine Hose runtergestreift werden. Danach antwortete die weibliche Stimme: „Da meine Mutter bestimmt schon auf dem Parkplatz wartet, haben wir nicht viel Zeit. Also - schnell und hart. Zeig mir, was in dir steckt.“ Die männliche Stimme konterte leicht genervt: „Wir hatten gerade vier Stunden Sportunterricht und jetzt soll ich mich schon wieder abrackern? Na schön, aber nur, weil du es bist.“ Nun lachte die weibliche Stimme kurz auf: „Natürlich. Als ob nur ich was davon hätte…“

Erneut hörte ich das Rascheln von Stoff und schließlich fiel wohl eine Hose komplett zu Boden. „Die werden doch nicht…?“, fragte ich mich im Geiste, doch meine Frage wurde schon im nächsten Moment beantwortet, als die männliche Stimme feststellte: „Schnell und hart - also kein Vorspiel. Wie tragisch.“ Keine Sekunde später hörte ich ein Spucken, dann ein leises glitschiges Geräusch und danach ein langes Stöhnen der beiden Stimmen. Mir rutschte das Herz in die Hose. „Die – die tun es - hier!? Sind die bekloppt?“, rief ich mir in Gedanken zu und hörte weiter dem Stöhnen zu. Kurz darauf hörte ich ein dumpfes Klatschen, gefolgt von einem erneuten Aufstöhnen der Beiden.

„Ich muss das sehen!“, schrie ich mich im Geiste an und sah zur Kunststoffklinke der Kabinentür. So langsam und vorsichtig wie möglich, drückte ich die Klinke runter und öffnete die Tür, ohne dabei das leiseste Geräusch zu machen. Da ich nicht wusste in welche Richtung die Beiden sahen, war mir klar, dass das einem Selbstmord gleichkam, doch es war mir einfach egal. Selbst wenn ich nur einen Bruchteil des Geschehens zusehen bekäme, es wäre den qualvollen Tod danach wert. So dachte ich zumindest. Behutsam zog ich die Tür zu mir, solange bis ich mit einem Auge gerade so durch den Spalt schauen konnte. Ich stellte erfreut fest, dass die Beiden nicht in meine Richtung sahen. Doch was ich da sah, glaubte ich kaum. Ich riss meine Augen auf, hörte auf zu atmen und spürte deutlich wie sogar mein Herzschlag kurz aussetzte.

Es dauerte eine ganze Weile bis mein Geist das Bild, dass sich gerade in mein Hirn eingebrannt hatte, halbwegs verarbeitet hatte. Dort stand ein weibliches Flamedramon mit dem Oberkörper nach vorn gebeugt, während ihr langer blauer Schweif steil nach oben ragte. Sie hielt sich an den Waschbecken fest und wippte jedes Mal etwas nach vorn, wenn die Hüfte des Jungen gegen ihren Hintern prallte. Beide hatten nur noch ein weißes T-Shirt an. Die kurze Sporthose des Jungen lag schon auf dem Boden. Er stand nur noch mit seinen Füßen drin. Die Sporthose des Flamedramon hing zwischen ihren leicht gespreizten Beinen unterhalb ihrer Knie. Ihr weißer Slip hing nur wenige Zentimeter über ihrer Hose und da die Beiden etwa in der Mitte des Raumes standen, hatte ich von meiner Position aus die perfekte Sicht auf das Geschehen.

Ich sah einfach alles. Unter Stöhnen rammte er immer wieder mit aller Kraft seinen Penis in ihre Scheide und hielt sich dabei an ihrer Hüfte fest. Ich sabberte. Ich konnte nicht glauben, was ich da sah, aber gleichzeitig speicherte ich jeden noch so kleinen Moment im meinem Gehirn ab. Ich sah, wie die Hüfte des Jungen immer wieder gegen die blauen Arschbacken des Flamedramon klatschten, was beiden erneutes Stöhnen entlockte. Immer wieder versank der Penis in dem bebenden Körper des Digimon. Ich sah, wie etwas ihres Saftes runtertropfte. Ich sah, wie die Lippen ihres Tunnels sich immer wieder um das menschliche Fleisch schlossen, während dieses rein und raus glitt. Und selbst ihr wildzuckendes Loch über diesem Geschehen, blieb vor meinem scharfen Blick nicht unentdeckt.

In diesem Moment wünschte ich mir nichts sehnlicher, als mit diesem Glückschwein zu tauschen. Was würde ich alles mit diesem blauen Drachen-Digimon anstellen. Die versautesten Fantasien gingen mir durch den Kopf. Doch wahrscheinlich wäre ich wieder viel zu feige, um sie überhaupt anzusprechen. Obwohl ich hoffte, dass das Schauspiel niemals enden sollte, so fand es schon wenige Minuten nachdem es begonnen hatte, ein lautes Ende. Ich sah, wie der Junge seine rechte Hand hob und diese schnell und hart auf der blauen Arschbacke niedersausen ließ. Das laute Klatschen erfühlte den Raum und wurde sofort von einem lüsternen Stöhnen überrollt, dass gar nicht mehr zu erlöschen schien.

„Das hat sie jetzt zum…?“, dachte ich gerade noch, doch dann stöhnte auch der Junge nochmal auf und versenkte sein Glied mit einem letzten kräftigen Stoß in dem heißen Tunnel und hielt inne. Beide Körper bebten und zitterten vor sich hin. Kurz darauf sah ich wie etwas von seinem weißen Saft zwischen ihren Beinen runtertropfte. Schwer atmend behielten sie noch einen kleinen Moment diese Position, bis der Mensch schließlich seinen Penis aus ihrem Tunnel zog und dabei stöhnte: „Wie immer - einfach - nur geil.“ Sie antwortete darauf jedoch nicht, sondern versuchte nur wieder Luft zu bekommen. Der Junge zog seine Hosen wieder weiter hoch, um laufen zu können und ging zu einem der Spender für Papiertücher. Ich entschloss mich dazu, nicht weiter zuzusehen, um nicht doch noch entdeckt zu werden. Langsam zog ich mich zurück und drückte die Tür wieder etwas weiter zu.

Ich hörte, wie der Junge sich einige Papiertücher zog und sich damit wohl grob etwas säuberte. Kurz darauf zog er seine Hose wieder hoch, nahm sich seine Tasche und ging. „Bis morgen!“, rief er noch und ließ dabei schon hinter sich die Tür zufallen. „Typisch“, stöhnte Flamedramon genervt. Kurz darauf rief sie: „Hey Süße! Würdest du mir gerade mal bitte helfen?“ Mir rutschte das Herz in die Hose. Schlagartig war ich kreidebleich im Gesicht und brachte natürlich keinen Ton raus. „Na komm schon. Ich weiß, dass du da in der letzten Kabine bist. Ich höre dich atmen. Komm schon raus und hilf mir mal bitte. Ist doch nur ein kleiner Dienst unter uns Mädels und da du uns sowieso zugesehen hast, ist das doch wohl das Mindeste“, sprach sie plötzlich und ich verstand gar nichts mehr.

„Mädels? Denkt sie etwa, dass ich ein Mädchen bin? Oh je, ich bin sowas von tot“, dachte ich mir und nur wenige Sekunden später fragte Flamedramon erneut: „Komm schon. Nach den vier Stunden Sport und dem Geficke hier kann ich mich kaum noch bewegen. Etwas Hilfe wäre echt super von dir.“ Ich kämpfte mit mir selbst. Einerseits wollte ich tatsächlich nur helfen, aber andererseits wie sollte ich das bitte anstellen? Erst was sagen und dann rauskommen oder besser nicht rausgehen und nur was sagen? So wirklich fand ich keine Antwort darauf und egal wie, sobald sie begriffen hatte, dass ich kein weibliches Wesen bin, würde sie mich wahrscheinlich zu einem machen.

Ich nahm all meinen Mut zusammen und verließ die Kabine. Ich holte mir einige Papiertücher vom Spender und wischte damit vorsichtig das Sperma von ihrer Scheide und das, was ihre Beine bereits runtergelaufen war, etwas ab. Sie hatte ihren Kopf auf ihrem Arm abgelegt und nicht aufgesehen, daher bemerkte sie nicht, dass ich nicht weiblich war. Ich bemühte mich nicht an das zu denken, was ich da machte und verdrängte die Bilder, die meine Augen sahen. Nachdem ich auch ein paar Spuren aus ihrer Unterhose entfernt hatte, zog ich diese hoch. Danach folgte die Sporthose und als letztes verschloss ich die Lasche über ihrem Schweif. Ich ging einige Schritte zurück, drehte mich um und sprach: „F-Fertig. Wenn du mich jetzt umbringen willst, dann bitte mit deiner Feuer-Attacke. Das geht wenigstens am schnellsten.“

Obwohl ich in die andere Richtung schaute, wusste und hörte ich, dass sie entsetzt aufsah. Ich spürte ihren Blick in meinem Nacken. „Was zum Geier machst du im Mädchenklo?!“, fragte sie geschockt. Da ich mit meinem Leben schon abgeschlossen hatte, antwortete ich kühl: „Draußen auf dem Schild steht, dass das hier die Toilette für Kerle ist.“ „Hallo? Inzwischen weiß doch jeder, dass die Grundschüler andauernd die Schilder vertauschen“, meckerte sie direkt, doch wieder antwortete ich ruhig: „Ich nicht. Heute ist mein erster Tag an dieser Schule.“ Plötzlich packte sie mich an meiner rechten Schulter und drehte mich um. Ich rechnete schon mit dem Schlimmsten, doch dann sah ich in das erstaunte Gesicht von – Linda?! Sie war die Flamedramon-Dame aus meiner eigenen Klasse.

„DU?!“, fragte sie geschockt. Ich kniff schon die Augen zu, da ich mit dem Ende rechnete, doch sie machte nichts weiter. „Tut mir leid. Es war keine Absicht“, stammelte ich schnell und öffnete dabei die Augen, jedoch änderte sich plötzlich ihr Gesichtsausdruck. Sie hatte auf einmal ein merkwürdiges Grinsen im Gesicht, dass nichts Gutes erahnen ließ. „Na sieh mal einer an. Gleich am ersten Tag bekommst du eine kostenlose Show von mir, die dir offensichtlich sehr gefallen hat“, stellte sie fest und verschränkte dabei ihre Arme. Ich brauchte einen Moment bis ich begriff und sah an mir runter. Trotz meiner festen Jeans, sah man eine dicke Beule in meiner Hose. Hastig verdeckte ich sie mit meinen Händen und lief dabei knallrot an.

Ich brachte keinen Ton mehr raus. Hätte sie mich doch gleich in Flammen aufgehen lassen, das wäre mir lieber gewesen. Sie hatte allerdings andere Pläne. Mit ernster Stimme befahlt sie: „Hände weg.“ Ich sah zu ihr erstaunt auf und blickte in die funkelnden Augen eines Drachen-Digimon. Sofort hatte ich meine Hände von meinem Schritt weg und sah sie wartend an. „Mach deine Hose auf“, forderte sie und ich widersprach ihr nicht. Immerhin war sie einen guten Kopf größer und bedeutend stärker als ich. Als ich meine Jeans geöffnet hatte, zog ich sie mir ein Stück runter, sodass mein Penis in den Boxershorts eine noch größere Beule erzeugte. Natürlich musste ich danach auch die runterziehen.

Diesmal brauchte ich schon länger, aber dennoch tat ich es. Schlimmer konnte das Ganze sowieso nicht mehr werden. Sofort sprang mein steinharter Penis hervor, stellte sich dabei auf und war so bereit wie noch nie. „Nicht schlecht für einen Zwerg. Du bist fast doppelt so groß wie die Pfeife, die eben hier war“, gab sie nur von sich und kam langsam auf mich zu. Ich ging einen Schritt zurück und sah sie ängstlich an. „Nun mach dir mal nicht ins Hemd“, erwiderte sie und blieb schließlich vor mir stehen. Sie nahm sich meine Hände und legte diese seitlich auf ihre Oberschenkel. Ich sah sie verwirrt an, doch sie legte nur ihre Hand um meinen Penis und fing an ihn langsam zu massieren. Ich stöhnte auf und zitterte etwas.

„Ist das letzte Mal schon so lange her?“, erkundigte sie sich erstaunt, doch ich streichelte nur sachte über ihre starken Schenkel und stammelte: „Ich habe noch nie – ich meine – noch nie mit jemand anderem…“ „Aha? Na dann bete, dass das nie die Jungs aus unserer Klasse erfahren“, erklärte sie mir, doch in diesem Moment war mir das egal. Langsam strich ich mit meiner linken Hand höher ihren Oberschenkel rauf und stoppte, als ich an ihrer kurzen Hose ankam. Fragend sah ich sie an. Sie nickte nur. Ich sah wieder auf meine Hand runter und bewegte sie etwas weiter nach hinten. Langsam glitt ich unter ihre weiße Sporthose und streichelte sanft über die untere Hälfte ihrer rechten Pobacke.

Währenddessen bewegte Linda ihre Hand immer wieder an meinem Penis rauf und runter. Meine Beine zitterten und ich spürte, dass ich nicht mehr lange durchhalten würde. Ich nahm meine Hände von ihren Oberschenkeln und legte sie auf ihren unteren Rücken links und rechts neben den Ansatz ihres langen blauen Schwanzes. Wieder sah ich sie fragend an. „Nur zu“, flüsterte sie mir ins Ohr und rieb dabei kräftiger und schneller über meinen Penis. Ich öffnete den Knopf der Lasche über ihrem Schweif und glitt danach mit meinen Fingerspitzen unter den Bund ihrer Hose. Mit beiden Händen strich ich über ihre starken Arschbacken und zog dabei ihre Hose mit runter. Als ich diese bis unter ihre Backen geschoben hatte, nahm ich meine Hände aus dem Hosenbund und legte sie erneut an ihren unteren Rücken an.

Ich genoss jeden Quadratmillimeter, während ich erneut mit beiden Händen über ihre strammen Arschbacken streichelte und glaubte den Himmel auf Erden gefunden zu haben. Als ich meine Finger fester gegen ihre Backen drückte und diese damit etwas massierte, entwich auch Linda ein leises Murren. Für mich jedoch, war das bereits zu viel. Ich stöhnte auf und stieß meine Hüfte einige Male in ihre Hand. Sie begriff, was kommen würde und wich schnell zur Seite aus, ohne dabei meinen Penis loszulassen. Mit schnellen und festen Bewegungen massierte sie mich weiter, bis ich einen Orgasmus erreichte und mein Sperma quer durch den Toilettenraum spritzte. Noch einige Male rieb sie über mein Glied und drückte auch den letzten Rest an Samen aus mir heraus.

Meine Beine gaben nach, sodass ich erschöpft auf die Knie ging. Linda ließ dabei auch meinen Penis los und sah grinsend den mit Sperma versauten Boden an. „Nicht gerade wenig…“, murmelte sie vor sich hin und ging sich die Hände waschen. Ich brauchte einen Augenblick, um wieder zu mir zu kommen. Als ich wieder aufsah, reichte sie mir bereits einige Papiertücher, mit denen ich mich etwas säubern konnte. Nachdem ich wieder aufgestanden war, zog ich mir die Hosen hoch und fragte: „Warum hast du…?“ Mehr brachte ich nicht über meine Lippen. Linda zog sich ebenfalls ihre Hose wieder hoch und verschloss dabei die Lasche. Danach nahm sie sich ihren Schulranzen und antwortete: „Als kleines Dankeschön für die Hilfe vorhin.“

Sie lief zur Tür, öffnete diese und bevor sie verschwand, drehte sie sich nochmal zu mir um und sagte mit einem fiesen Grinsen: „Und für die Show schuldest du mir was.“ In der nächsten Sekunde ließ sie auch schon die Tür zufallen. Ich stand da wie eine Steinstatue. Mit offenem Mund und einem ziemlich dämlichen Gesichtsausdruck sah ich nur die Tür an und fragte mich: „Ist das nun gut oder schlecht?“ Da ich darauf natürlich keine Antwort fand, machte ich schnell das Gröbste der Sauerei weg und lief danach eilig zur Bushaltestelle. Leider hatte ich gerade einen Bus verpasst und musste 30 Minuten auf den nächsten warten. Während dieser Zeit dachte ich über meinen ersten Schultag nach, aber natürlich besonders über die letzten Ereignisse davon.

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