Kapitel 28

Story by SethGodofChaos on SoFurry

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Kapitel 28

das Ende der Versteckspiele

Innerhalb der Urwaldbasis waren die Teams um Doktor Thomas nicht untätig und der Multianalyser spuckte die Sequenzen aus. Sie waren lückenhaft, aber nicht hoffnungslos zerstückelt.

„Das wird jetzt wieder Zeit kosten“, intonierte Rieger und Dreyer nickte verstehend.

„Das sind ziemliche Fetzen der Helix“, murmelte Laufer.

„Wir ergänzen sie durch die DNA des Harris-Hybriden“, verkündete Thomas. „Damit erreichen wir schneller das gewünschte Ergebnis.“

„Einverstanden. Wir machen uns an die Arbeit und analysieren die passenden Stellen“, entgegnete Rieger.

„Phantastisch“, entfuhr es Thomas und verließ das Großlabor. Auf dem Gang kam er aber nicht sehr weit, denn die Truppe um Master Sergeant Paul war zu-rückgekehrt und betrat genau in diesem Augenblick den selbigen.

„Oh, hallo Mister Paul. Schon zurück vom Ausflug? Haben sie unsere Tierchen gefunden und wieder zurückgebracht?“, versuchte Thomas zu scherzen, merkte aber schnell, dass es den Soldaten nicht danach gelüstete.

Pauls Gesichtsausdruck sprach Bände und er schob den Unterkiefer deutlich hervor. „So!“, hub er an, „Jetzt will ich wissen, was hier wirklich gespielt wird. Jedes dreckige Details will ich hören. Ich habe nämlich das Gefühl, dass wir hier verarscht werden und das passt mir nicht.“

Thomas wurde leichenblass und versuchte sich sichtlich aus der Situation zu stehlen, fand aber keine Lösung für sein entstandenes Problem. „Ich rufe Altenhoffer dazu. Wir treffen uns im Steuerungsraum, in zehn Minuten. Seien sie bitte alle anwesend.“

„Sehr gut, sehr gut“, flüsterte Paul zustimmend und mit gereiztem Unterton.

Es dauerte etwas länger als geplant, aber nach fünfunddreißig Minuten tauchte Altenhoffer auf und war in einer Stimmung, welche vorsichtig ausgedrückt, mehr als gereizt war.

„So!“, begann er in einem herrischen Tonfall. „Wer will jetzt was genau wissen? Oder sollte ich eher fragen, wem ich zuerst die Hammelbeine langziehen darf, um zu verhindern, dass der oder die weiterhin blöde Fragen stellt?!“

„Sir! Es tut mir Leid, aber da sind einige Merkwürdigkeiten aufgetaucht und diese bedürfen einer Klärung“, tastete sich Harris langsam heran.

„Reden sie nicht um den heißen Brei, Corporal“, knurrte Altenhoffer, „Es gibt nichts was ich mehr hasse als Herumgerede.“

„Oh. Das tut mir jetzt aber ebenso Leid, alter Freund. Du hast von Anfang an gespielt und vertuscht. Meinst du allen Ernstes, dass ich dir noch ein Wort glaube? Wie wäre es jetzt einmal mit der kompletten Wahrheit. Vielleicht lasse ich mich dazu hinreißen dir irgendwann nochmal zu vertrauen“, polterte Paul.

Altenhoffer war das alles gar nicht recht, aber nach einem langanhaltenden Seufzer, schloss er kurz die Augen, öffnete sie wieder, sah jedem der Anwesenden in die Augen und begann detailliert zu berichten.

Nach einer gefühlten Stunde endete er mit seinen Ausführungen und schwieg.

„Kurz und knapp“, hub Harris an, „handelt es sich auf diesem Planeten um falsche Voraussetzungen, Vertuschungen, Pfusch und einem Gemenge aus mehreren Leuten, die sich an ihre Machtstellung klammern und denen jedes Mittel recht ist, um diese zu erhalten. - Habe ich da etwas vergessen?“

„Nein! Im Prinzip haben sie den Nagel auf den Kopf getroffen“, antwortete Thomas, anstatt Altenhoffers und kaute auf den Lippen.

„Was genau schwebt ihnen jetzt vor?“, fragte Frey.

„Genau! Was kann noch versaut werden, damit man die Unerträglichkeit nicht mehr spürt?“, zynelte Zeller.

„Die DNA des Hybriden ist entschlüsselt und die rekombinieren wir gerade mit der eines irdischen Tieres.“

„Und was meinen sie, sollte dabei heraus kommen?“, fragte Paul.

„Der Hybrid eines Hybriden. Wir werden wiederholt einen Intronenvirus einschleusen und hoffen, dass der Klon den aufrechten Gang beherrscht, dass sich die Zellverbindung nicht wieder auflöst. In der Vergangenheit hatte das ja schon einmal funktioniert“, erklärte Thomas das weitere Vorgehen. „Ich werde jetzt ins Labor gehen und hoffen, dass wir mit der Zellkultur beginnen können. Ich empfehle mich!“

Nachdem Doktor Thomas verschwunden war, sahen sich die Soldaten fragend an und Master Sergeant Paul drehte sich zu Altenhoffer. „Bitte! In Zukunft nicht wieder diese Winkelzüge.“

„Versprochen. Aber mal eine Frage meinerseits. Was zum Geier machen deine IT'ler und Techniker ständig auf Ebene -40? Oder dachtest du, dass dein kleines Geheimnis unbemerkt an mir vorüber geht?“

„Gut. Wenn wir schon reinen Tisch machen... In der Vorzeit, also einige Jahrzehnte zurück, hatten sich ein paar Militärtechniker an einen Tisch gesetzt und einen Kampfroboter entwickelt, einen Waffenträger, welchen sie kurz und knapp Mech nannten, wobei der Name schlichtweg inspiriert ist.“

„Oh je. Ich kenne die Bücher und Spiele. Mein Sohn hatte die zu gerne gespielt und mir hallten wochenlang die Ohren von „Mechstart entdeckt“ und „schwerer Treffer“ oder „Notabschaltung“. Grauenhaft, sage ich dir.“

„Mag sein, aber die Pläne liegen dort unten, sind aber noch nicht umgesetzt. Und, wenn ich die vergangenen Ereignisse so recht bedenke, dann wäre dieses Waffensystem wohl genau das Richtige um zur richtigen Zeit einsatzbereit zu sein“, erklärte Paul.

„Ich bin einverstanden. Aber macht es ganz einfach offiziell, dann müssen deine Junges nicht immer so klammheimlich durch die Station schleichen und im Dunkeln arbeiten“, versuchte Altenhoffer etwas aufzulockern.

„Sehr gerne. Gibt es sonst noch etwas?“

„In einigen Monaten taucht das nächste Schiff auf. Laut meinen Informationen befindet sich eine weitere Lieferung irdischer Tiere und weiteres Personal an Bord. Die ältere Besatzung der Station wird zur Erde zurück reisen und ersetzt. Ihr verschwindet auch. Alles Weitere ist ab jetzt nur noch reine Wissenschaft und eine echte Bedrohung gibt es hier nicht. Für den Ernstfall stehen die Messerdrohnen und Kampfeinheiten außerhalb und innerhalb der Station zur Verfügung.“

„Na schön. Dann machen wir das. Ich gehe jetzt“, entgegnete Paul noch gedämpft und verließ den Raum. Die anwesenden Soldaten zuckten mit den Schultern und begaben sich auf ihre Quartiere.

Innerhalb des Großlabors herrschte Betriebsamkeit, die Computer hatten die Rekombination abgeschlossen und den passenden Platz für den Intronen fest-gelegt, welcher ab einem Stadium von vier Entwicklungsmonaten aktiv werden sollte.

„So, dann ab in die Eizelle und dann in die Schale mit ihm.“

„Wie lange wird es dauern bis wir einen Anfang sehen?“, fragte Dreyer.

„Nach spätestens zwei Wochen muss sich was tun. Danach kann es dauern. Aber zur Sicherheit legen wir mehrere Kulturen an und gehen verschiedene Wege. Einer von denen wird es schon schaffen“, sagte Thomas und versuchte zu lächeln.

Sehr zum Leidwesen aller Beteiligten begannen sich nur drei von zwanzig Zellkulturen zu teilen, sich zu entwickeln. Der Rest rührte sich nicht und wurde vernichtet.

Nach einer Woche begann eine mit der Teilung, nach zwei Wochen die nächste, die dritte stand kurz vor der Vernichtung, da sie nach vier Wochen der Meinung war sich nicht entscheiden zu wollen, aber dann, quasi über Nacht, den entscheidenden Schritt ging.

Während sich die ersteren beiden Kulturen schnell entwickelten, ließ sich die andere einfach nur Zeit und machte zwischendurch das eine oder andere Päuschen, war scheinbar aber immer darauf bedacht den richtigen Punkt zu erwischen um der Vernichtung zu entgehen. So reiften Nummer Eins und Zwei relativ schnell heran, wenn man denn den Zeitraum von einem knappen Jahr als schnell bezeichnen wollte. Nummer Drei war ein Schläfer und war nach mehr als einem Jahr immer noch ein reiferer Fötus, zeigte aber die deutliche Tendenz, dass sich ein Klon entwickeln wollte der definitiv aufrecht ging.