Kapitel 19
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Kapitel 19
der Geheimdienst der Cherit
im Jahr 2056
Zwei Jahre nachdem Ceres und der Esel-Raubkatzen-Hybrid-Klon namens Samuel Dan Ralson von der Erde geflohen waren, setzte die kleine Personenfähre innerhalb des Regierungsviertels der nördlichen Hemisphäre des Planeten Festrid auf.
Mehrere Sicherheitsbedienstete waren bereits erschienen, hatten die Waffen in Anschlag gebracht, waren informiert, dass sich im Schiff ein wichtiger Informant befinden soll, welcher menschlich war und nicht sonderlich umgänglich.
Die Schleusentür öffnete sich zischend und die Rampe senkte sich langsam zu Boden.
„Willkommen, Captain Viranda!“, ertönte eine computergenerierte Stimme aus dem Hintergrund und in die Sicherheitsgruppe kam Bewegung. Sie näherten sich dem Schiff und bauten sich links und rechts des Zugangs auf.
Die Löwin schaute sich um, schritt die Rampe hinab, stellte sich am Ende seitlich und beobachtete wie zunächst zwei Mitglieder ihrer Besatzung und dann Ceres, Ralson und in Handschellen Colonel Hawkins das Schiff verließen und auf ihrer Höhe stehen blieben.
„Sicherheit! Wir haben einen Gast. Bringen sie ihn in Gewahrsam“, verkündete Viranda und zeigte in Richtung des naheliegenden Gebäudes.
Die Computerstimme schaltete sich wieder ein: „Sicherheitsteam! Ziel, Ebene 16, Trakt 4, Quadrant Aleph, Quartier 6.“
Ohne ein Wort zu verlieren, griffen zwei der Anthro-Stiere Hawkins unter die Arme und führten ihn ab.
Der Ralson-Hybrid schaute dem Ganzen interessiert zu und pfiff leise. „Ihr seid ja mächtig auf Draht“, entfuhr es ihm.
Ceres nickte zustimmend und Viranda lächelte milde. „Ich weiß nicht, inwiefern dich Ceres schon unterrichtet hat, aber wir sind ein seit langer Zeit den Raum bereisenden Volk. Wir trafen in der Vergangenheit auf zahlreiche fremde Spezies und nicht jede ist friedlich, euch Menschen eingeschlossen. Daher war und ist es zwingend erforderlich sehr schnell zu handeln, wenn Gefahr im Verzug ist.“
„Ihr seid bei uns Menschen, aber verdammt langsam. Wobei ich das Wort WIR mal langsam streichen sollte, denn ein Mensch bin ich nicht mehr. Zwar trage ich den Geist eines solchen in mir, aber der Körper ist der eines von euch. Da-her bin ich auch hier“, entgegnete Ralson.
„Nun denn. Unser Start war nicht gerade optimal“, hub Viranda an, „Aber ich will einen zweiten Versuch wagen. Ich bin Viranda von Tabalth und die höchste Ordensträgerin unseres Clans.“
„Sehr erfreut“, willigte Ralson ein, „und ich heiße Samuel Dan Ralson.“
„Wenn du versprichst dich in Zukunft etwas zurückhaltender zu benehmen, dann könnte ich mich unter Umständen dazu hinreißen lassen, mich näher mit dir zu beschäftigen.“
Ralson begann sichtlich zu strahlen, während Ceres leicht die Kinnlade runter klappte. „Was?“, entfuhr es ihm.
„Siehst du. Ich bin halt umwerfend.“
„Immer schön langsam. Gerade mal ein Hengst geworden und schon von sich eingenommen“, bremste Viranda mahnend.
„Du hast ja recht“, beschwichtigte Ralson.
„Außerdem passt dein Name nicht zu uns. Da müssen wir uns noch etwas überlegen. Er ist zu menschlich und du fällst damit sofort auf. Und da sich unter der Bevölkerung mittlerweile herumgesprochen hat, was alles vorfiel und aktuell geschieht, ist der Begriff Mensch nicht gerade sonderlich beliebt. Ich hoffe, dass du das verstehst.“
„Voll und ganz“, bestätigte der Esel-Hybrid.
„Was schwebt dir denn vor?“, mischte sich Ceres ein und schaute Viranda fragend an.
„Es sollte etwas Uriges und vor allem Treues sein. Etwas was keinerlei Fragen aufkommen lässt und für sich spricht“, überlegte die Löwin.
„Etwas rein eseliges scheidet da wohl aus“, wandte Ralson ein und entblößte daraufhin seine Zähne, zeigte sein makelloses Raubkatzengebiss.
„Hmmm...“, staunte Viranda, „da haben sich deiner Erzeuger mächtig viel Mühe gemacht. Ein Hybrid aus Eselhengst und Raubkatze, wie exotisch. Wir sind zuweilen auch gezwungen zu klonen, damit der Genpool nicht frühzeitig zusammenbricht, aber Kreuzungen vermeiden wir stets. Deinen Phänotyp zu deklarieren dürfte einiges an Erklärungen kosten. Aber wir lassen uns schon etwas ein-fallen.“
„Da bin ich ja mal gespannt“, frohlockte Ralson grinsend und zwinkerte der Löwin zu. Diese sah ihn zunächst scharf an, konnte aber nichts finden was sie argwöhnen ließ und nickte kurz.
Viranda drehte sich zu den verbliebenen Sicherheits-Stieren und zeigte in Richtung des Gebäudes, in welchem bereits die anderen beiden inclusive Hawkins verschwunden waren. „Lasst uns gehen. Es gibt vieles zu besprechen.“
Auf dem Weg dahin gesellte sich Ralson zur Löwin und ging schweigend neben ihr her. Schließlich brach er das Schweigen: „Ich habe viele Fragen an dich.“
„Aha?“
„Ja. Wenn ich schon hier lebe, dann möchte ich natürlich wissen, was alles auf mich zukommt. Gesellschaft, Infrastruktur, Gesetze, Natur, Architektur, Wissenschaften“, bohrte der Esel-Hybrid.
„Du bist ganz schön neugierig, junger Anthro“, grinste Viranda.
„Na ja. So jung nun auch wieder nicht. Als Mensch war ich 55 Jahre alt.“
„Aha. Danke für die Information. Und bevor du fragst, ich bin 37 Jahre alt und partnerlos. Und da du so neugierig bist, habe ich wohl auch gerade den pas-senden Namen für dich gefunden. Alathfar passt zu dir.“
„Alathfar? Das kommt auf der Erde aus dem arabischen Sprachraum und bedeutet unter anderem Kralle. Faszinierend. Scheinbar haben die Menschen und die Cherit Ähnlichkeiten in der Sprache.“
„Das mag durchaus sein. Denn, wenn man alle Möglichkeiten zusammenfasst, ist es in der Tat sehr wahrscheinlich, dass wir alle einen Ursprung haben könnten. Zumindest unsere beider Spezies.“
„Du spielst darauf an, was mir Ceres bereits erzählte“, ergänzte der neu benannte Alathfar.
„Ah. Er hat dich also schon darauf vorbereitet?“
„Nicht wirklich. Er meinte nur, dass er nicht alle Fakten kennt und gab nur Rahmendaten preis.“
„Sehr gut. Umso mehr haben wir beide miteinander zu besprechen“, warf Viranda kurz zurück und legte ihren linken Zeigefinger auf die Lippen. „Still jetzt. Wir reden später weiter.“
Alathfar nickte kurz, aber flüsterte: „Warum?“
„Wir betreten jetzt das Gebäude des Geheim- und Aufklärungsdienstes. Die Befragung Hawkins' wird wahrscheinlich schon begonnen haben.“
„Und was haben wir damit zu tun?“
„Einige Fragen werden wir auch beantworten müssen, vor allem du. Aber keine Sorge, ich habe da auch noch ein Wörtchen mitzureden“, beruhigte ihn die Löwin.
„Schön, dass du auf meiner Seite bist“, seufzte der Eselhengst.
Die Befragungen dauerten Stunden über Stunden. Schließlich wurde Hawkins aus dem Verhörraum geführt und wieder in seine Unterkunft gebracht. Er wirkte, als er die Wege von Viranda und Alathfar, welche auf ihren Termin warteten, kreuzte, müde, aber nicht überstresst und zeigte auch keinerlei Anzeichen von Folter oder anderweitigem Zwang.
„Der Anblick erstaunt mich jetzt nicht“, raunte der Esel-Hybrid der Löwin zu.
„Wie meinst du das?“
„Ceres erwähnte etwas von einem Cerebralausleser und dass ihr keine Foltermethoden kennt.“
„Genauso ist es. In grauer Vorzeit war es mal anders, aber seit Jahrtausenden nicht mehr.“
„Ihr habt der Menschheit vieles voraus und ich freue mich sehr auf unsere Ge-spräche“, sagte Alathfar noch und lächelte gewinnend, was Viranda leicht erwiderte.
Plötzlich öffnete sich eine Seitentür und ein ziemlich finster drein blickender Wolf betrat den Flur. „Samuel Dan Ralson?“, fragte der Canide barsch.
„Ja, der bin ich“, sagte er und stand auf. Sein Puls beschleunigte sich spürbar, ob des dominanten Auftritts seines Gegenübers.
Viranda erhob sich unaufgefordert und stellte sich neben ihn. „Entschuldigung, Befragender. Den Namen Samuel Dan Ralson gibt es nicht mehr.“
„Wer sind sie?“, fragte der Wolf unwirsch, ob ihrer Einmischung.
„Ich bin Viranda von Tabalth, höchste Ordensträgerin des Clans.“
„Ah. Sie sind also Captain Viranda des Forschungskreuzers Thiboth. Sie haben den Gefangenen Hawkins und den neben ihnen stehenden Samuel Dan Ralson zu uns gebracht.“
„Genauso ist es.“
„Erklären sie, warum der Name des zu Befragenden nicht mehr dem irdischen entspricht?“
„Er heißt Alathfar.“
„Zur Kenntnis genommen. Nichts destotrotz ist er ein menschliches Produkt und untersteht jetzt meinem Bereich. Wenn sie möchten, dürfen sie gerne mit hereinkommen“, lud der Wolf ein.
„Einverstanden! Aber er ist einer von uns. Das möchte ich hiermit vorab betonen“, wandte die Löwin ein.
„Ebenfalls zur Kenntnis genommen und jetzt kommen sie bitte herein“, betonte der Befragende seine Bitte nochmals, wenn auch in einem sanfteren Ton.
Viranda schaute Alathfar an und nahm plötzlich seine Hand, zog kurz daran und betrat den Befragungsraum.
Der Esel-Hybrid sah sich um, erwartete eine klinische Einrichtung, irgendetwas in Richtung eines Stuhles auf dem er gefesselt würde und neben dem ein silberner Metalltisch stehen würde, auf welchem medizinische Instrumente liegen. Aber er fand nichts dergleichen. Vielmehr sah das Ambiente gediegen aus, erinnerte an ein irdisches Büro.
Im hinteren Teil des Raumes befand sich ein weitläufiges Fenster. Eingerahmt wurde es von leichten, fast durchsichtigen Vorhängen. Durch das Fenster hindurch erkannte man einen schmalen Streifen des Horizonts, den bläulichen Himmel mit einem Hauch von Zimt, links und rechts erhoben sich die marmorweißen Fassaden zweier Wolkenkratzer, deren Fenster verspiegelt waren. Insgesamt vermittelte der Ausblick den Eindruck einer gigantischen Metropole.
Vor der Fensterfront stand ein dunkelbrauner Schreibtisch, zum Fenster hin ein hellbrauner Ohrensessel und vor dem Tisch zwei kleinere und einfachere Stühle. Den Boden überzog ein cremefarbener Teppich und die Wände waren in ein leichtes beige getaucht.
Alles in allem, machte es einen sehr einladenden Eindruck.
„Setzen sie sich“, ordnete der Wolf kurz und knapp an.
„Danke“, sagte Viranda leise, nahm Platz und deutete auf den freien Platz neben sich.
Nachdem Alathfar sich gesetzt hatte, bequemte sich der Befragende auch in seinen Sessel und lehnte sich zunächst entspannt zurück.
„So! Um erst einmal etwas Feuer aus der Sache zu nehmen; mein Name ist Grandur. Ich bin ein einfacher Wolf im Dienste der Aufklärung und habe lediglich einige Fragen an sie. Es ist also weder etwas bewegendes, noch ehrenrühriges. Es geht vielmehr um die Fakten, welche uns vorliegen oder im Nachgang vorliegen sollten, damit wir abschätzen können, welche Schritte unsererseits von Nöten sind um den Planeten zu schützen“, leitete er ein.
„Das hört sich beruhigend an“, entfuhr es Alathfar.
„Da bin ich ganz ihrer Meinung“, hub Grandur an, „fangen sie mal an.“
„Wo genau soll ich anfangen?“, fragte der Esel-Hybrid.
„Am besten ganz am Anfang, also bei dem was sie auf der Erde als letztes gemacht haben“, forderte ihn der Wolf auf und lächelte leicht.
„Oh! Das dürfte ein erheblicher Schock werden“, entgegnete Alathfar und kaute auf der Unterlippe. „Aber sei es drum. Ich war als Mensch im Dienste verschiedener Herren und in verschiedenen Ländern der Erde tätig.“
„Klingt interessant. Was genau haben sie getan?“, hakte der Befragende nach.
„Ich war ein Mörder, besser gesagt ein Auftragskiller im Dienste verschiedener Geheimdienste. Heute hier, morgen da und am darauffolgenden Tag wieder ganz wo anders“, platzte es aus dem Esel-Hybrid hervor.
Viranda schaute ihn von der Seite her an und zog ein Gesicht was auf der einen Seite zwar Respekt ausdrücken sollte, aber eher auf Befremdlichkeit hinauslief. „Was hast du getan? Du hast Menschen getötet? Deinesgleichen?“
Alathfar schaute sie leicht entschuldigend an und zuckte mit den Schultern. „Es war ja nicht so, dass ich wahllos getötet habe. Ich hatte meine Auftraggeber.“
„Und die waren?“, mischte sich die Löwin in die Befragung ein.
„Einen Moment bitte!“, schnaubte Alathfar etwas genervt, „Wer stellt hier eigentlich die Fragen?“
„Normalerweise ich“, warf Grandur ein, „aber ihre Frage ist berechtigt.“
„Meinetwegen, jetzt komme ich mir wirklich vor, wie vor einem Tribunal. Ich bekam meine Aufträge von den Geheimdiensten der verschiedenen Länder. Es ging darum Personen unschädlich zu machen, welche die entsprechende nationale Sicherheit gefährdeten“, erklärte er.
„Aha und warum haben diese Geheimdienste es nicht selbst gemacht?“, bohrte Grandur weiter.
„Ich wurde immer dann gerufen, wenn die eigenen Leute versagten oder schon vorab zum Scheitern verurteilt war. Vor allem, wenn man feststellte, dass es Sicherheitslücken gab und die Zielpersonen im Voraus informiert waren, dass sie ins Fadenkreuz geraten waren. Meine Aufträge kamen immer von ganz Oben.“
„Du warst also das Ass im Ärmel, wenn alles andere nicht mehr funktionierte?“, fragte Viranda nach.
„Genauso ist es. Es kamen Aufträge vom Mossad, dem CIA, dem damaligen KGB, dem NSA und auch einmal vom BND. Es ging darum, Doppelagenten das Handwerk zu legen. Die eigenen Geheimdienste konnten das nicht, da diese Agenten ja untereinander schon bekannt waren. Also griff man auf mich zurück, den berühmten Mister Unbekannt.“
„Schön und gut, aber irgendetwas muss ja schief gelaufen sein, sonst wären sie jetzt nicht hier und kein Esel“, konstatierte Grandur.
„Ja. Leider wurde ich selbst zum Opfer und damit zum Gejagten. Mein letzter Auftrag führte mich nach Peru. Dort sollten angeblich Artefakte aufgetaucht sein, welche die Sicherheit bedrohten. Meine Zielperson war ein leitender Wissenschaftler. Er hatte einigen führenden Stellen zu kühne Hypothesen, wurde als Verschwörungstheoretiker bloß gestellt, aber war nicht klein zu kriegen.
Als er dann wirklich etwas fand, schaltete man mich ein. Was genau den Stein ins Rollen brachte weiß ich nicht. Da fehlen mir die Fakten.“
„Inwiefern sollte durch Artefakte die Sicherheit bedroht sein? Was ist an Wissen schlimmer als an Unwissen?“, hinterfragte der Wolf.
„Wenn es die Entstehung und Entwicklung der Menschheit betrifft werden einige Kreise auf der Erde leicht nervös“, erwiderte Alathfar.
„Und die wären?“
„Die amtierenden Religionen, egal welcher Richtung.“
„Auch das noch“, entfuhr es Viranda leise.
„Die Religionen der Erde sind ein Kapitel für sich. Gerade das Christentum und der Islam sind da in gewissen Grenzen mit einigen Blüten vertreten über die man nicht nur den Kopf schütteln kann, sondern gegen die man vorgehen muss.“
„Beschreiben sie“, forderte Grandur auf.
„Sie geraten immer wieder aneinander. Auf der einen Seite bauen normale und gesittete Muslime und Christen ein Miteinander und Toleranz auf und hintenherum gibt es einige Elemente die es mit dem Arsch wieder einreißen.“
„Inwiefern?“
„Extreme Elemente für die es nicht akzeptabel ist, dass es Andersdenkende gibt. Diese ergießen dann ihren Frust in die Gesellschaft, versuchen Gleichgesinnte zu finden, diese zu motivieren und zu Terroranschlägen zu verleiten. Lei-der klappt das immer wieder.“
„Mord und Totschlag im Auftrag eines Gottes?“, fragte Viranda irritiert.
„Ja. Ich habe mich sehr intensiv mit der Bibel, dem Koran, dem Talmud, den Veden, dem Kanjur, selbst mit der Wicca auseinander gesetzt und nirgends steht auch nur ansatzweise, dass man im Auftrag seines Gottes irgendjemanden meucheln soll.
Wenn so etwas passiert, dann glaube ich eher, dass diese Attentäter den wahren Glauben an irgendeinen Gott verloren haben und in ihnen ein solcher Hass die Oberhand gewonnen hat, dass sie sich nicht mehr anders zu helfen wissen.
Es ist eher nicht der Hass und der Zorn auf Andersdenkende, es scheint eher der Hass auf sich selbst zu sein und dass eigene verpfuschte Leben, wenn man feststellt, dass man lieber links anstatt rechts hätte abbiegen sollen, es aber nicht mehr rückgängig machen kann. Es ist ja auch einfacher Unterschiede zu finden, anstatt die Gemeinsamkeiten zu suchen. Ebenso ist es leichter die Fehler bei anderen herauszustreichen als die eigenen zu akzeptieren und mit ihnen umzugehen“, erklärte Alathfar seine Einstellung zu den Ereignissen.
„Das klingt aber sehr düster für die Menschheit“, murmelte Grandur.
„Mitnichten! Wie ich schon erwähnte, handelt es sich um einzelne Blüten, um Umtriebe die glücklicherweise nicht die Oberhand in der Gesellschaft gewinnen, aber leider in ihrem Tun sehr viel Schaden anrichten und das Klima vergiften.“
„Verstehe! Aber was hat das mit ihrem letzten Auftrag zu tun?“
„Angeblich ging es um Artefakte die alles in Frage stellen und die Religionen dermaßen destabilisieren könnten, dass alles in die Luft fliegt. Um das zu verhindern, wurde ich auf den leitenden Archäologen angesetzt.“
„Und das ging schief?“, fragte Viranda neugierig dazwischen.
„Lass' es mich mal so ausdrücken“, fuhr Alathfar fort und lächelte die Löwin an, „Ich lernte den Meister des Umgrabens kennen, bekam einen oberflächlichen Einblick in dessen Arbeit und entschied mich. Ich kehrte unverrichteter Dinge in die Vereinigten Staaten zurück. Aber irgendjemand muss wohl weitergegeben haben, dass ich den Auftrag nicht ausführte und der CIA erklärte mich auf Grund der Verweigerung seinerseits zur Zielperson. Man hängte mir mehrfachen Mord an, dass ich ein nationales Sicherheitsrisiko wäre und schaltete, unter vorspielen falscher Tatsachen, das FBI ein. Tja und nun bin ich hier.“
„Das erklärt einiges und auch warum sie, laut Aussage des Gefangenen Colonel Hawkins, plötzlich die Seiten wechselten“, stellte Grandur abschließend fest.
„Plötzlich, würde ich nicht sagen. Eher ist es so, dass mir am Ende nur noch die Quintessenz durch Ceres fehlte um mich zu entscheiden“, entgegnete der Esel-Hybrid mit fester Miene.
„Eine weitere Frage habe ich dann noch“, hub Grandur erneut an. „Wie weit sind entsprechende Stellen mit der Klon-Technologie?“
„Sie sehen mich und was ich bin. Reicht das als Antwort?“, erwiderte Alathfar lapidar.
„Ja. Ich sehe sie sehr wohl. Mir geht es eher darum, ob sie Informationen da-rüber haben, ob es noch mehr von ihnen gibt.“
„So viel wie ich weiß und das ist nur das, was ich von Hawkins weiß, bin ich wohl der Erste. Eine Serie soll folgen, bin quasi der Prototyp.“
„Aber warum gerade sie?“
„Weil ein gewisser Professor Walner es so wollte. Aber um diesen müssen sie sich nicht mehr sorgen. Der lebt nicht mehr, ebenso seine Assistentin.“
„Sie haben sie getötet?“
„Nicht nur sie.“
Gandar seufzte deutlich hörbar. „Und ihre Funktion in diesem Schachspiel wäre?“
„Ich sollte der Stachel in eurem Fleisch sein. Ich sollte die Cherit infiltrieren und von innen heraus auflösen, Informationen liefern und gezielt eingreifen um verwundbare Stellen zu finden.“
„Und die Forschungen gehen weiter?“
„Mit Sicherheit. Allerdings dürfte es schwieriger werden, nachdem die führen-den Köpfe gerollt sind. Das Material von Ceres, verschiedensten Tierarten und auch von einem Charon liegen immer noch vor.“
Viranda zuckte beim letztgenannten Namen zusammen. „Charon? Du meinst Charon von Tabalth?“
Alathfar sah sie betroffen an, da er sich gerade bewusst wurde, dass dieser weiße Anthro-Tiger, von dem innerhalb der Anlage die Rede war, irgendetwas mit ihr zu tun zu haben schien. „Ja. Was ist mit dir?“
„Er war mein Großvater.“
Entsetzt und erstarrt schaute er die Löwin an. „Dann… „, begann er zögerlich, „ist ein Teil von mir dein Großvater.“
„So fügt sich eins zum anderen“, sinnierte Grandur und rieb sich unter dem Kinn. „Alathfar. Willkommen auf Festrid. Captain Viranda, sie nehmen sich seiner an und führen ihn in unsere Gesellschaft ein. Er bekommt eine Wohnung in ihrer Reichweite. Sie können dann gehen.“
Er erhob sich und deutete freundlich zur Tür.
Nachdem die Löwin diese hinter sich geschlossen hatte, sah sie den Eselhengst auffordernd an. „Dann komm mal mit. Es gibt vieles zu erklären und zu lernen.“
„Ich bin schon sehr neugierig.“
Im Zuge des weiteren Weges schwiegen sich beide an, durchschritten die Gänge des Gebäudes und betraten schließlich die davor liegende Freifläche.
„Hier entlang. Wir benutzen die U-Bahn, der Eingang liegt seitlich links“, wies sie kurz an und zog ihn mit sich.
Die Rolltreppe, an deren Zugang sie standen, führte steil hinab und sie waren allein, da es niemand wirklich bevorzugte in der Nähe des Geheim- und Aufklärungsdienstes zu flanieren.
Während sie die mit schwarz glänzendem Granit ausgekleidete Schräge hinunter fuhren, änderte sich nach und nach der Zustand der Zweisamkeit. Durch die Zwischenetagen strömten immer mehr Cherit hinzu, reihten sich in die Menge der Bahnbenutzer ein, erreichten sie gemeinsam tief im Untergrund den Bahnsteig und bestiegen die eingefahrene U-Bahn.
Diese entsprach jedoch nicht den irdischen Verhältnissen und sorgte bei Alathfar für eine Überraschung. Sie war nicht gleisgebunden, sondern auf Magnetfeldern schwebend, fast geräuschlos und extrem geräumig.
„Faszinierendes Verkehrsmittel. Euer Planet scheint sehr stark bevölkert zu sein, aber die Waggons sind relativ leer. Wie schafft ihr das?“
Viranda grinste schief. „Die Aneinanderreihung der Waggons ist nicht zufällig und auch nicht permanent. Jeder Wohnblock hat seinen eigenen Bahnanschluss. Diese kleineren Zwischenbahnstationen liegen nicht so tief wie der zentrale Hochgeschwindigkeitstransit.
Jeder Block hat seinen eigenen Waggon, welcher in einem Fahrplan rotiert und in höheren Tunneln wartet. Dort steigen die Fahrgäste zu, dann schwebt er zu einem tiefer gelegenen Bereich, wird dort mit anderen gekoppelt, schwebt danach weiter in den nächsten noch tiefer gelegenen Tunnel und so weiter.
Schließlich vereinen sich alle Waggons im Haupttransit und bilden die U-Bahn, welche du gerade siehst. Die Waggonnummern zeigen an von wo sie kommen und an welcher Station sie den Verband wieder verlassen.“
„Das nenne ich wirklich effektiv“, staunte der Esel-Hybrid und nickte anerkennend.
Zwanzig Minuten später hielt der Zug zum x-ten Mal und ein leichter Ruck ging durch den Wagen. Wenig später spürte man wie er sich hob und den Transittunnel verließ, eine höhere Ebene erreichte und tief unter ihm die entstandene Lücke durch den davor und dahinter liegenden Zugteil geschlossen wurde und die U-Bahn ihre Fahrt fortsetzte.
„In der Tat beeindruckend. Ich bin ehrlich gesagt offen für alles“, verkündete der Eselhengst und griff nach Virandas Hand.
Diese sah ihn an und festigte den Griff ihrerseits. „Es ist schön, dass du zu uns gefunden hast … Hiermit ernenne ich dich, Kraft meiner Position als höchste Ordensträgerin der Tabalth zu Alathfar von Tabalth. Mögest du ab sofort Teil unseres Ordens sein, gutes Tun, anderen helfen und der Wahrheit dienen.“
Er lächelte sie an und nickte zustimmend. „So soll es sein. So lange ich lebe.“
Mit diesen Worten kam der Waggon an seinem Ziel an, dockte in einer kleinen Station an und öffneten sich die Türen. Die anwesenden Cherit stiegen aus und einige von ihnen warfen dem ungleichen Paar fragende Blicke zu, lächelten aber dabei und zwinkerten verschmitzt.
„Wie es scheint sind die anderen wohl damit einverstanden“, stellte der Esel fest und lockerte den Griff, entließ die Löwin, damit sie vorging und ihm den Weg wies. Er wusste was er früher gesucht hatte und nie fand. Eine Person zu der er gehören wollte und die ihm den richtigen Weg wies.
Zu dumm nur, dass er dafür erstmal seine menschliche Hülle verlieren musste und ausgerechnet zu einem Esel wurde, wenn auch mit Krallen und Raubkatzengebiss. Eines war ihm ab diesem Moment absolut klar... Er würde alles daran setzen, dass der beginnende Krieg beendet wird, dass es nicht geschehen durfte, dass Geheimorganisationen auf der Erde das letzte Wort hatten und sich willkürlich Menschen von der Straße greifen konnten, um sie als Waffe gegen eine scheinbar durch und durch friedfertige Spezies zu missbrauchen.
Nachdem auch sie die Station verlassen hatten und an der Oberfläche ankamen wurden sie regelrecht überrannt. Das Gedränge und Gewühl der Massen war gleich dem einer Großstadt wie New York, Chicago, Paris, Istanbul, Kairo, Delhi, Moskau, um nur einige zu nennen in denen sich seinerzeit Samuel Dan Ralson aufgehalten hatte.
Es war diesen Städten ähnlich, aber doch anders. Der Himmel hatte eine andere Farbe und die Luft war sauber. Keinerlei Abgase von Verbrennungsmotoren verpesteten die Luft, die Cherit waren sozial und zuvorkommend, rempelten sich nicht gegenseitig an, warteten geduldig an Engstellen bis Entgegenkommende diese passiert hatten. Der private Oberflächenverkehr verteilte sich auf schmale Straßenzüge und die Luft. Alle Fahrzeuge sahen gleich aus, es gab keine üblichen Statussymbole. Durch die Luft bewegten sich schillernd bunte Vögel, segelten an den Wänden der Hochhäuser entlang, pfiffen und schrien.
Die Cherit selbst unterhielten sich in einer ihm fremden Sprache, welche ihn aber sehr entfernt an eine undefinierbare Mischung aus hebräisch und arabisch erinnerte. Glücklicherweise verstand er arabisch fließend und konnte einige Wortfetzen auffangen in denen es scheinbar ums Geschäft ging und auch um sehr private Belange, teilweise sogar sehr offenherzig um die nächste nächtliche Aktivität unter Pärchen.
Nachdem die Beiden sich langsam durch die Häuserschluchten geschlängelt hatten, wandte sich Viranda einem Zugang zu. „Hier wohne ich und direkt nebenan du. Wir teilen uns den Zentralzugang, werden uns also immer wieder über den Weg laufen.“
„Das freut mich. Wie lange wirst du noch auf Festrid sein? Ich meine, du bist Captain und wohl des Öfteren unterwegs.“
„Du hast wohl jetzt schon Sehnsucht nach mir?“, stellte die Löwin fest und grinste frech.
„Wer weiß?“, zwinkerte Alathfar. „Aber mal im Ernst. Was soll ich jetzt machen? Ich meine, ich brauche eine Arbeit.“
„Oh, die hast du bereits. Du bist im Sicherheitsdienst auf meinem Schiff tätig. Die Registrierung deiner Person ist bereits geschehen.“
„Was? Wann?“
„Schon auf unserem Heimflug von der Erde.“
„Hatten wir da nicht einen kleineren Disput wegen meiner Art mit dir zu reden?“
„Stimmt! Aber die Art deines resolut frechen Auftretens war für mich Anlass, alles Nötige in die Wege zu leiten. Außerdem hast du noch einen zusätzlichen Vorteil. Falls es zum Krieg kommen sollte, dann kennst du den Feind.“
„Ah! Also hatte es schon einen tieferen Sinn“, murmelte Alathfar leicht resigniert.
„Das schon, aber auch nur bis dahin. Alles andere kam von mir und aus tiefstem Herzen.“ Die Löwin streckte eine Hand aus und fuhr dem Esel sanft über die linke Wange.
Er schloss die Augen und schnaubte zufrieden. „Wann musst du wieder weg?“
„Im Moment stehen keine Termine an und wir starten wohl erst in einigen Wochen wieder und dann auch nur auf einen normalen Patrouillenflug.“
„Schön“, entfuhr es ihm abrupt.
„Komm mit!“, forderte sie ihn auf und betrat ihre Wohneinheit.
Die Inneneinrichtung sah gemütlich aus, aber zeigte keinerlei Luxus.
„Lebt ihr alle gleich oder gibt es doch so etwas wie unterschiedliche Statussymbole?“, fragte Alathfar neugierig.
„Nicht mehr“ begann Viranda. „Früher, also Jahrtausende zurück, hatten unsere Vorfahren noch Wert auf Unterschiedlichkeiten gelegt.“
„Was führte bei euch zum Umdenken? Bei den Menschen ist es normal, dass man sich über Andere stellen muss um etwas darzustellen.“
„Das ist wohl bei fast allen Spezies der Fall. Zumindest ist es bei den Vertanern, Haloniern und Origianern so.“
„Oh. Es gibt also noch andere Raumfahrer?“
„Ja, aber natürlich.“
„Komisch, dass wir keinerlei Kontakt haben und ihr seid uns quasi vor die Füße gefallen.“
„Das liegt an euch und eurer Art und Weise. Die Menschen sind einfach zu unterentwickelt und zu unreif. Zu viele Konflikte untereinander, zu viele Waffen in falschen Händen, zu viel Feindseligkeit gegenüber Fremden und keinerlei Ahnung wie denn die Konsequenzen des Handelns aussehen. Das hast du selbst bei der Befragung ausgesagt.“
Der Esel-Hybrid nickte nachdenklich und überlegte. „Dafür bin ich ja wohl das beste Beispiel.“
„Eben!“
„Wie bist du eigentlich Captain geworden?“
„Familienbande. Mein Großvater war schon bei der Raumfahrt und erster Offizier, mein Vater ist immer noch auf einem kleinen Raumer tätig und in der Kartographie. Momentan im Flug in den Elara-Sektor.“
Alathfar zuckte sichtbar zusammen. „In welchem Sektor?“, gab er schnaubend von sich.
„Im Elara… Moment!“, sie hob einen Zeigefinger, „Was weißt du über diese Region?“
„Nicht viel. Leider. Ich kann nur sagen, dass er dort nicht sein sollte.“
„Warum?“, zischte sie aufgebracht.
„Weil dort Menschen sind.“
„WAS?“, brüllte sie auf.
„Genauer gesagt auf Genro. Ich erinnere mich, dass dieser Hawkins etwas von sich gab und mir gerade der Begriff Elara etwas sagte.“
„Besteht Gefahr?“
„Nicht das ich wüsste, zumindest nicht akut.“
„Ich gebe es sofort weiter. Und du, mein lieber Hengst, bleibst hier bei mir, falls dir noch etwas einfallen sollte“, sagte sie noch und war schon am Com-Terminal.
Wenige Minuten später war die Situation geklärt und sie betrat wieder den Raum, setzte sich auf den Diwan und schaute Alathfar auffordernd an, klopfte mit der rechten Hand auf die freie Sitzfläche neben sich.
Nachdem er Platz genommen hatte, schauten sich beide intensiv in die Augen, wobei sie in seinem Blick zu ergründen versuchte was er noch wissen könnte. Aber da war nichts, stattdessen räusperte er sich, spürte wie sein Puls stieg und eine gewisse Wärme in ihm hochstieg.
Wie auf Kommando schnellte Viranda plötzlich nach vorn, packte den Esel bei den Ohren und küsste ihn hingebungsvoll, ließ nicht ab und drückte ihn nach hinten. Davon vollkommen überrascht und mit einem Angriff rechnend, ließ er sich nach hinten überfallen, geriet aus dem Gleichgewicht, packte instinktiv die Löwin bei den Schultern und kippte mitten im Kuss mit ihr vom Diwan, schlugen beide unsanft auf dem Teppichboden auf.
Laut lachend brach sie den Kuss ab und setzte sich auf seinem Schoss aufrecht.
Mehr als irritiert fragte Alathfar: „War das so geplant oder kann es sein, dass auch bei euch das Eine oder Andere schief geht?“
„Das bleibt mein Geheimnis“, schnurrte sie leise und schaute ihm tief in die Augen, begann seine Brust zu streicheln.
„Hmmm... eure hohe Weißheit verwirrt mich gerade. War da vor einiger Zeit nicht ein sehr unsanfter Griff zwischen meine Beine erfolgt und die Androhung der Kastration im Raume?“
„Wirklich?“, erwiderte die Löwin unschuldig. „Ich habe mich wohl geirrt und deine Kastration ist auf unbestimmte Zeit ausgesetzt. Meiner Meinung nach brauchst du die beiden noch, wäre ja schade drum.“
„Um was?“, stellte der Eselhengst die Gegenfrage.
„Das wirst du schon noch erleben.“ Viranda beugte sich bei diesen Worten nach unten und begann ihn wieder zu küssen. Diesmal war Alathfar nicht mehr überrascht und gab sich ihren Lippen hin, begann mit ihr zu züngeln, küssten sich beide in Ektase.
Schließlich erhob sich die Löwin von seinem Schoss, entkleidete sich und sah ihm lüstern in die Augen. „Was ist? Willst du ewig warten?“
Er betrachtete ihr schneeweißes Fell, sah in ihre grünen leuchtenden Augen, wanderte mit seinem Blick über ihre nicht übertrieben schlanke Figur, ihre handfesten Hüften und wieder hoch, blieb auf Höhe ihrer fülligen Brüste hängen und schnaubte unbewusst.
„Und? Willst du oder nicht?“, fragte Viranda unwirsch.
Er spitzte die Lippen, atmete kurz durch und entledigte sich seines Overalls, stand vor ihr und es wurde deutlich was er wollte.
„Na, wenn das mal kein JA ist“, merkte sie an und starrte unverblümt auf seinen Unterleib.
„Nun ja, ich bin halt ein Hengst.“
„Das sehe ich immer deutlicher und bin schon begierig darauf die Herausforderung anzunehmen.“
„Dann rede nicht mehr, sondern fang an“, befahl Alathfar in sanftem Ton.
Innerhalb der Wohneinheit glich in den darauffolgenden Minuten und später Stunden die Atmosphäre einem reinen Zentrum der Lust, Gier und wilden Hemmungslosigkeit. Folgten ungezügelte Schreie, einer vorausgehenden Orgie der Sinne, überhäuften sich wollüstiges Gewieher und lautes Brüllen, bis schließlich beide in einem gemeinsamen Höhepunkt explodierten, umschlungen und ineinander verkrallt nach Atem ringend liegen blieben.
„Wow! Du kannst damit verdammt gut umgehen, wenn ich bedenke, dass du sowas zuvor nicht hattest“, keuchte sie und schnurrte dabei.
„Na ja, zumindest nicht in der Größe“, gab er kichernd von sich.
„Das reicht auch vollkommen aus, immerhin möchte ich noch weiterleben und nicht am Spieß enden.“
„An meinem bestimmt nicht.“
„Das will ich hoffen.“