Tele-Shop Runde 2

Story by elpoyodiabolo on SoFurry

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Eine kleine indirekte Fortsetzung meiner Tele-Shop Geschichte von vor einiger Zeit.

Inspiriert von diesen wahnsinnigen Tele-Shop-Sendungen aus den frühen 90ern.

Nichts ernstes... einfahc ein bisschen Spaß...


Er saß auf seinem Sofa und hatte seine Füße auf den Wohnzimmertisch gelegt, so, wie er es immer tat, wenn er sich nach einem langen, arbeitsreichen Tag entspannen wollte. Seine rechte Hand hielt eine eiskalte, gerade frisch geöffnete Dose Bier, dessen herber, hopfiger Duft ihm bereits in die Nase stieg und den Mund wässrig machte. Nelli hatte es sich neben ihm bequem gemacht und ihren Kopf entspannt auf seinen Schoß gelegt, während seine linke Hand sanft auf ihrem Nacken ruhte und sie gelassen streichelte.

Es war ein Ritual, das sich schon sehr schnell etabliert hatte, nachdem Nelli bei ihm eingezogen war. Er kam nach getaner Arbeit nach Hause, Zog seine Schuhe aus, legte Jacke, Schlüssel und Telefon ab, kam ins Wohnzimmer und setzte sich aufs Sofa, sie holte ihm sein Feierabend-Bier und gesellte sich zu ihm. Der Rest des Abends wurde mit Trash-TV verschwendet, bis er sich aufraffte und ein Abendessen zubereitete.

Soweit waren sie aber heute noch nicht, erst einmal war es Zeit für ein wenig Trash-TV.

“Hmmm, was möchtest du dir heute ansehen?”

fragte er sanft und kraulte sie hinter dem Ohr, während Nelli nach der Fernbedienung angelte.

“Ich möchte Shopping-TV gucken, das ist immer so herrlich bescheuert.”

antwortete sie und versuchte, den Fernseher einzuschalten, hatte aber Schwierigkeiten mit den kleinen Tasten. Als sie schließlich nach einigen Versuchen aufgab, schnaufte sie frustriert und reichte ihm murrend das Bedienteil, dass für ihre ungeschickten Pfoten zu klein war.

“Hatte ich dir doch diese Drachen-Universal-Fernbedienung kaufen sollen, die sie letzte Woche beworben haben?”

scherzte er, während er das Gerät einschaltete und den gewünschten Kanal auswählte. Nelli war nicht amüsiert und nippte ihren “Besitzer”, wie die Menschen sich immer noch nannten, obwohl “Angestellter” oder “Diener” die wohl passendere Bezeichnung wäre. Schließlich arbeitete er nicht umsonst Überstunden, es tat das um “ihr” all “ihre” Wünsche zu erfüllen und schließlich brachte er das Geld zu “ihr” nach Hause um “ihre” Hort, wie sie ihre Wohnung nannte, mit allen möglichen Dingen und vor allem Futter zu füllen.

“Autsch … das war nicht nötig!”

rief besagter “Besitzer” und rieb seinen Oberschenkel, in dem gerade noch ihre kleinen, aber nadelspitzen Zähne gesteckt hatten. Sie wusste mittlerweile, wie feste sie ihn zwicken konnte, bevor sie ihn wirklich verletzte, schließlich wollte sie nicht, dass er nicht arbeiten konnte. Es ging einzig und allein darum, ihm eine kleine Lektion zu erteilen.

“Doch, war es … du hättest diesen Fernseher kaufen sollen, den mit der Sprachsteuerung!”

protestierte die, zugegeben, kleine, grüne Drachin neben und fletschte bereits wieder ihre Zähne. Schnell hielt er seine Hand über seinen Oberschenkel, bevor Nelli auf dumme Gedanken kommen konnte.

“Hey, du weißt genau warum das nicht geht. Ich verdiene einfach nicht genug, um dir einen Fernseher zu kaufen, der mehr als zwei meiner Monatsgehälter kostet, nur damit du ihn auf Drakonisch umprogrammierst, damit ich nicht mehr meine Sendungen gucken kann.”

erwiderte er und wurde mit einem erstaunlich tiefen Knurren belohnt.

“Du sollst diese komischen Fleischbeschau Filme nicht gucken. Ich bin das einzige weibliche Wesen in deinem Leben. PUNKT! Ende der Diskussion!”

fauchte Nelli und verteilte einige weitere kleine Bisse, wohl bedacht darauf, ihren “Bediensteten” zwar zu necken, aber ihm nicht unnötig weh zu tun. Der fing an zu quietschen und zu lachen, während er verzweifelt versuchte, sich gegen die Attacken seiner kleinen Flugechse zu wehren, ohne dabei sein Bier zu verschütten.

Nach einem weiteren Moment hatte sie dann endlich Gnade mit ihm, legte ihren Kopf wieder auf seinem Schoß ab und stupste seine Hand mit ihrer Nase an. Er atmete tief durch und legte seine freie Hand wieder auf ihren Hals, wo er fortfuhr, ihre glatten, geschmeidigen Schuppen zu streicheln. Es dauerte nicht lang, bis Nelli zufrieden murrte und sich insgesamt näher an ihn kuschelte. Es war nicht so, dass sie diesen haarlosen Affen nicht mochte, ganz im Gegenteil, sie war mehr als froh, dass dieser Mensch sich sie ausgesucht hatte, als er zur Drachenauffangstation gekommen war. Wer wollte schon einen grünen Drachen mit verkrüppelten Flügeln… anscheinend ein Mensch, der einsam war und jemanden brauchte, der ihm Gesellschaft leistete.

Die Erkennungsmelodie ihrer Lieblings-Shopping-Sendung riss sie aus ihren Gedanken, bevor sie sich weiter damit beschäftigen konnte.

Die Kamera schwebte über das Studio und zeigte eine totale des aufwendig gestalteten Bühnenbilds, während die Melodie des Titelthemas im Hintergrund lief und eine Stimme aus dem Off die beiden Gastgeber der Sendung ankündigte:

“Und hier kommen sie wieder, unsere liebreizende Viola und unser smarter Harry und sie haben wieder einen bunten Blumenstrauß toller Angebote für sie mitgebracht. Schnallen sie sich an meine sehr geehrten Zuschauerinnen und Zuschauer, denn diese Achterbahn fährt gerade erst los.”

Damit fuhr die Kamera rasant zurück über das Bühnenbild und hin zu den beiden in teure Designerkleidung gehüllten Gastgebern, die durch eine stilisierte Tür am hinteren Ende des Studios kamen und bereits jetzt breit lächelten. Sie sahen in die Kamera und begannen ihren wohl einstudierten und choreographierten Tanz mit dem Aufnahmegerät.

“Hallo und herzlich willkommen, meine sehr geehrten Zuschauerinnen und Zuschauer zu Hause an den Empfangsgeräten, meine reizende Kollegin Voila und ich haben heute wieder viele besondere Angebote für Sie vorbereitet …”

begann Harry mit einem künstlich aufgeregten Tonfall und gestikulierte zu Viola, die bereits ein paar Schritte weiter gegangen war und sich an einem Tresen postiert hatte, auf dem einige mit rotem Stoff verdeckte Gegenstände lagen.

“... oh ja, das kannst du laut sagen, Harry. Wir haben heute so viele nützliche Alltagshelfer für Sie im Angebot, dass ich jetzt schon voraussagen kann, dass unsere Leitungen heiß laufen werden. Also, falls Sie in der heutigen Sendung auch nur ein Produkt sehen, dass Sie interessiert, zögern Sie nicht, sondern bestellen Sie es sofort.”

kommentierte Viola mit einem gewinnenden Lächeln, während sie demonstrativ zu ihrem Comoderator hinüber sah, der sofort wieder übernahm.

“Richtig meine Liebe, heute sollten unsere Zuschauer auf keinen Fall zögern. Das letzte Mal, als wir ein solch hochkarätiges Line-up hatten, waren wir noch während der Sendung ausverkauft. Das war der absolute Wahnsinn. Aber warum erzählst du den Zuschauern denn nicht, was wir heute alles für sie im Petto haben?”

fragte Harry, der sich ganz gemächlich durchs Studio bewegte und dabei durch die einzelnen Sektionen ging, die für die Präsentation der einzelnen Angebote vorbereitet worden waren. Viola nickte derweil eifrig hinter ihrem Tresen und legte ihre Hände auf das erste, noch verdeckte Produkt vor sich.

“Oh Harry, du wirst es lieben. Später kommt Vergil von Deluxe Panther vorbei und stellt uns deren neuestes Produkt vor, eine Smartpantie … ich war, wie immer, schon mal frech und habe sie mir schon einmal angesehen … ich weiß wer nachher eine Groß-Bestellung macht.”

rief sie regelrecht zu ihrem Kollegen, der gerade am anderen Ende des Studio erreichte.

“Oh Wow, das hört sich interessant an!”

gab er zurück, während er vor einer großen stählernen Tür stand. Viola wechselte derweil zum nächsten Objekt.

“Oh ja, sehr, aber zuerst begrüßen wir eine alte Bekannte von uns. Cathrin von Winged-Logistics kommt vorbei und wird uns zeigen, wie wir unseren Drachen das Leben ein wenig komfortabler gestalten können.”

erklärte die Moderatorin und wandte sich zu einer Tür im Hintergrund, die effektvoll geöffnet wurde und einer Frau im mittleren Alter Einlass gewährte, die freudig lächelnd und winkend das Studio betrat. Harry, der noch immer in einem anderen Abschnitt des Studios stand, kam mit schnellen Schritten zu den beiden Frauen und begrüßte Cathrin mit heiterer Stimme:

“Oh Cathrin, wie schön, dich mal wieder hier im Studio zu haben.”

Die Angesprochene winkte und blies ihm einen Kuss zu, während sie zu Viola an den Tresen kam und die Moderatorin umarmte.

"Ja, ich freue mich auch, euch beide mal wieder besuchen zu dürfen, es ist schon viel zu lange her.”

rief sie und lächelte ein breites, ganz klar aufgesetztes Lächeln in die Kamera.

Natürlich war alles nur Schauspiel, aber das gehörte nun mal dazu.

Während Harry sich zu ihnen gesellte, vertiefte Viola derweil den Smalltalk ein wenig.

“Sag, Cathrin, was war nochmal das letzte Produkt, dass du uns vorgestellt hast?”

Cathrin hob ihre Hand und zählte publikumswirksam an ihren Finger ab:

“Also das letzte Mal war ich hier mit unserem modularen Gurtsystem, mit dem sie ihren Drachen viel wirksamer als Einkaufshelfer nutzen können …”

begann sie und Viola hakte sofort ein:

“Oh ja, ich erinnere mich, ein absoluter Verkaufsschlager, wir waren damals noch während der Sendung ausverkauft …”

kommentierte sie und ihr Gast nickte eifrig.

“Mhm, wie haben eine ganze Weile lang echte Lieferschwierigkeiten gehabt. Die Kunden haben sie uns aus der Hand gerissen, sobald sie wieder am Lager waren. Danach habe ich die Flight-Goggles Pilot easy pro bei euch vorgestellt …”

dieses Mal war es Harry der sich zu Wort meldete:

“Oh ja, davon habe sogar ich zwei Stück gekauft und ich habe es nie bereut.”

Cathrin grinste.

“Ja, wie geht es übrigens Schmaugi-Snaugi? Ich hoffe, er ist bei bester Gesundheit.”

Harry konnte sich bei dieser Frage ein Lachen nicht ganz verkneifen.

“Oh, lass ihn diesen Kosenamen bloß nie hören, oder er könnte echt fuchsig werden. Aber ich kann verkünden, dem Kleinen geht es bestens und wir benutzen die Brille bei jedem Ausflug.”

gab er zurück und imitierte das Aufsetzen der Flugbrille, während die beiden Frauen herzhaft lachten.

“Ja, ha ha ha, so soll das sein. Natürlich dürfen wir auch den Joyride nicht vergessen, ein wahres Meisterstück unserer Forschungsabteilung, den die Kunden auch nach wie vor in großen Mengen kaufen.”

erklärte Cathrin und imitierte einen Reiter im Galopp. Wieder brach heiteres Gelächter unter den Moderatoren aus.

“Oh ja, genau, wie könnte man den nur vergessen, aber genug dieser alten Kamellen, was hast du uns heute mitgebracht, ich bin ja sooo gespannt.”

erwiderte Viola und Harry nickte ebenfalls eifrig. Die Repräsentantin von Winged-Logitics trat an den Tresen heran, faltete ihre Hände und holte tief Luft, bevor sie mit ihrer Erklärung begann:

“Also, ich muss zuerst ein wenig ausholen. Wir bei Winged-Logistics setzen, wie ihr alle sicherlich wisst, vorrangig auf grüne Drachen für unsere Lieferungen. Nicht nur, weil deren Farbe so gut zu unserem Logo passt, sondern vor allem, weil grüne Drachen in aller Regel zugänglicher, weniger aggressiv und deutlich einfacher auszubilden. Wir haben zwar auch ein paar blaue und rote Drachen auf der Gehaltsliste, aber der größte Teil unserer Auslieferer hat tatsächlich grüne Schuppen.”

begann sie und Viola nickte, während Harry einhalten:

“Also ich kann mich bei meinem roten Drachen nicht über Aggressionsprobleme beschweren. Smaug ist ein sehr braver kleiner Drache.”

erklärte der Moderator und Cathrin grinste ihn breit an.

“Nun, du kannst einen kleinen Hausdrachen nur schwerlich mit einem ausgewachsenen Archon-Drachen vergleichen. Unsere Drachen wiegen in aller Regen zwischen 4 und 6 Tonnen und könnten dich als Snack verdrücken, zwischen zwölf und Mittag.”

gab sie mit einem diebischen Vergnügen zurück, woraufhin Harry unsicher kicherte.

“Also, wie ihr sicherlich auch alle wisst, sind grüne Drachen vorrangig in bewaldeten Gebieten beheimatet. Gemäßigtes Klima, milde Winter, warme Sommer, aber keine extremen Temperaturen. Wir alle wissen, dass Drachen im Grunde genommen Reptilien sind, die ihre Körpertemperatur nur bedingt selbst regulieren können.”

stellte sie das Offensichtliche noch einmal für die Zuschauer fest, bevor vollständig in den Lehrermodus wechselte:

“Rote Drachen sind an das heiße Klima in Wüstenregionen und Vulkanen angepasst und durch ihr eigenes Feuer können sie auch in kalten Regionen für eine Weile klarkommen. Blaue Drachen hingegen sind an das raue Klima in den hohen Bergen und den arktischen Regionen angepasst, kommen aber in heißeren Gebieten an ihre Grenzen.”

erklärte sie und hob einen mahnenden Finger.

“Bei den grünen Drachen, die bekanntlich kein eigenes Feuer besitzen, sieht die Sache schon ganz anders aus. In harscheren Wetterbedingungen kommen sie schnell an ihre Grenzen und können nicht weiter eingesetzt werden.”

schloss sie ihre Lehrstunde und Harry halte direkt wieder ein:

“Stimmt ja, die grünen Drachen spucken Säure, nicht wahr?”

fragte er, aber Cathrin schüttelte verneinend den Kopf.

“Nicht direkt Säure. Es ist eine Mischung aus ihrem Magensaft und einem Sekret aus einer der Drüsen in ihrem Rachen. Es ist hochgiftig, ätzend und dient dazu, potenzielle Gegner zu blenden und zu irritieren. Aber wir schweifen ab.”

antwortete sie und die beiden Moderatoren nickten zustimmend.

“Also, zurück zum Thema: Da unsere grünen Drachen mit den heißen und kalten Temperaturen nur bedingt klarkommen, haben wir unsere Entwicklungsabteilung beauftragt, eine Lösung für dieses Problem zu finden. Anfangs dachten wir, wir könnten einfach diese Klimawesten, die sowohl heizen als auch kühlen können abwandeln …”

begann sie und wieder war es Harry der ihr praktisch ins Wort fiel:

“Oh ja, die sind super, ich trage die fast täglich, damit ich nicht so schwitze …”

plapperte er, zog sein Hemd hoch und zeigte auf das mit kleinen Schläuchen durchzogene Kleidungsstück. Viola zeigte kichernd auf ihn.

“Guck, Guck, er ist dem Druck nicht gewachsen.”

scherzte sie und ihr Gast konnte dem nicht widersprechen, stattdessen fuhr sie fort.

“... Ja, genau diese Westen meine ich, wir haben einige Prototypen bauen lassen, die von der Größe her unseren Drachen hätten passen müssen, allerdings stellte sich bei unseren Tests heraus, dass die Drachen die Westen nicht tolerierten. Sie störten beim Flug, verursachten Windturbulenzen und behinderten die freie Bewegung ihrer Schwingen. Noch dazu waren die Batterien, die für den Betrieb dieser Kühlwesten notwendig waren, einfach zu schwer und reduzierten die Transportkapazität der Drachen so weit, dass es einfach nicht mehr wirtschaftlich war, sie zu nutzen.”

erklärte sie und deutete auf eine Art Zelt, dass etwas weiter hinten auf der Bühne aufgebaut war. Viola sah zu dem Gebilde hinüber und blinzelte ungläubig.

“Was, das ist eine dieser Westen?”

fragte sie und sah wieder Cathrin an. Diese nickte.

“Ja, in der Tat habe ich einen der Prototypen mitgebracht, damit ihr euch ein Bild davon machen könnt. Wir brauchten also eine andere Lösung für unser, beziehungsweise das Problem unserer Drachen.”

fuhr sie fort und drehte sich nach links, bevor sie den Beiden bedeutete, ihr zu folgen, während sie langsam durch das Bühnenbild zu dem Bereich ging, den sie für ihr Produkt vorbereitet hatten.

“Wie ihr sicherlich wisst, ist es eine gängige Praxis, sich kaltes Wasser über die Handgelenke laufen zu lassen, um sich an heißen Tagen abzukühlen.”

erläuterte Cathrin und demonstrierte das Verfahren an einem Waschbecken, indem sie ihre Handgelenke unter das fließende Wasser hielt, während die beiden Moderatoren eifrig nickten.

“Ja, genau, das hat schon meine Oma immer gemacht, wenn es so heiß war.”

stimmte Viola zu und gesellte sich zu Cathrin.

“Aber, wie willst du einem Drachen in der Wüste kaltes Wasser über die Handgelenke laufen lassen?”

fragte sie und deutete auf die Handgelenke ihres Gastes, die breit grinsend den Wasserhahn zudrehte und nach einem Handtuch griff, das neben dem Waschbecken bereit lag.

“Das ist eine exzellente Frage und eine, die sich unsere Produktentwickler auch gefragt haben. Sie kamen auf die glorreiche Idee, Armbänder zu entwerfen, die über einen Schlauch gekühltes Wasser aus einem Reservoir pumpen und es um die Gelenke unserer Drachen zirkulieren lassen, bevor es zurück in das Reservoir gepumpt wird.”

erklärte sie und winkte ihre beiden Tele-Shop Gastgeber zu einem weiteren Tisch, auf dem etwas lag, das noch von einem Tuch abgedeckt war.

“Oh, du hast es uns mitgebracht?”

fragte Harry und wollte schon nach dem Tuch greifen, bekam aber von Cathrin eins auf die Finger, bevor sie ihren Zeigefinger mahnend erhob.

“Ja, wie ihr wisst, bringe ich gerne neues Spielzeug mit in die Show, aber ich muss euch warnen, dies ist ein Prototyp, der vielleicht noch nicht ganz ausgereift ist.”

sagte sie und legte verschwörerisch ihre Hände auf den roten Samt.

“Wir haben leider feststellen müssen, dass auch diese Idee am Ende nicht für unsere Drachen geeignet ist. Das Armband ist zu groß, zu klobig um es sinnvoll einsetzen zu können und zusätzlich war die Kühlleistung durch die schuppige Haut unserer Drachen zu sehr eingeschränkt. Wir konnten die Kühlleistung nicht mehr signifikant verbessern, ohne die Größe und das Gewicht des Geräts weiter zu erhöhen, was aus demselben Grund ausschied wie bei der Kühlweste.”

erläuterte Cathrin und zog langsam das samtene Tuch von dem Gerät, das sich auf dem Tisch befand. Sowohl Harry als auch Viola betrachteten es mit einer Mischung aus echter Faszination und aufgesetzter Bewunderung.

Für einen Prototypen sah es bereits erstaunlich serienreif aus. Das Gehäuse war aus einer Mischung aus Karbon und Aluminium, was dem Versuch Gewicht zu sparen geschuldet war, es befanden sich zwei Sichtfenster im Gehäuse und zeigten eine dunkelblau eingefärbte Flüssigkeit, die an dieses Kühlgel erinnerte, dass man so häufig in Cold-Packs vorfand. Die innere Manschette schien aus einer Art Synthetikstoff gemacht zu sein und es blinkten einige kleine LEDs hier und da.

Alles in Allem sah es aus wie eine futuristische Orthese, wenn man sich den Arm oder das Bein verstaucht hatte, und Harry konnte verstehen, warum die Drachen es als zu unhandlich erachteten. Vorsichtig steckte er seine Hand in die, für einen Menschen, viel zu große Öffnung und befühlte den Stoff im Inneren.

“Also kalt macht es auf jeden Fall.”

gab er nach seiner Untersuchung zu und Cathrin bestätigte seine Einschätzung.

“Oh ja, es funktioniert prächtig, und wir werden es wahrscheinlich tatsächlich auch in abgewandelter Form bei unserem Bodenpersonal einsetzen, aber für unsere Kurierdrachen ist es leider untauglich.”

erklärte sie und deckte den Prototypen vorsichtig wieder ab. Viola sah sie skeptisch an und hob ihre Hand leicht.

“Also, wenn das nicht das Produkt ist, welches ist es dann?”

fragte sie und sah sich um, konnte aber keine weitere Produktpräsentation sehen, nur Cathrins diabolisches Grinsen, als diese ihre Hand in die Tasche ihres Jacketts schob.

“Nun, ich weiß wie neugierig du sein kannst, deswegen habe ich das Produkt direkt mit ins Studio gebracht, damit du nicht vorwitzen kannst!”

sagte sie mit einer diebischen Freude und während Viola noch damit kämpfte, ihre Empörung nicht zu offen zu zeigen, zog Cathrin ihre Hand wieder aus ihrer Jacketttasche.

Was sie jetzt in der Hand hielt sah einem großen Sexspielzeug verdammt ähnlich.

“Ich präsentiere euch den Cooler Vent 3000 ultra max.”

verkündete Cathrin mit dem geübten Ton eines Marktschreiers, der gerade das neuste und beste Produkt anpreiste. Viola blieb ihr Kommentar im Halse stecken, während Harry kurz nach Luft schnappte. Keiner der Beiden hatte damit gerechnet, was Cathrin wirklich zu freuen schien. Sie drehte und wendete den Phallus in ihren Händen, so dass die Kamera ihn aus jedem erdenklich Winkel sehen konnte.

Sein glattes, schwarzes Gehäuse glänzte unter dem Licht der Studioscheinwerfer und ließ nur bedingt einen Rückschluss auf die wirkliche Oberflächenbeschaffenheit des Gegenstands zu. Am oberen Ende lief er konisch zu und endete mit einer leichten Birnenform, wohingegen am unteren Ende des Geräts drei ringförmige Auswölbungen zu finden waren.

Cathrin legte es sich in die Armbeuge, wie man eine große Flasche tragen würde, und winkte die beiden Moderatoren zu sich heran.

Harry war der Erste, der sich aus seiner Schockstarre lösen konnte und auch seine Sprache wiederfand:

“Bitte sag mir, dass das nicht ist, wonach es aussieht.”

bat er und kam näher um sich den Cooler Vent 3000 ultra max genauer anzusehen, während Viola noch immer völlig baff zu sein schien. Ihr Gast hingegen grinste und nickte vergnügt.

“Oh doch, ist es, und zu allem Überfluss funktioniert es genau so, wie du es dir gerade in deinen Gedanken ausmalst.”

erklärte sie und gab Harry den Phallus in die Hand, der ihn vorsichtig nahm und genauer betrachtete. Viola schüttelte derweil ihren Kopf und gesellte sich zu den anderen beiden.

“Und … und die Drachen tolerieren … das?”

fragte sie schließlich und deutete dabei auf das Gerät in den Händen ihres Kollegen, der sich wie ein kleines Kind zu freuen schien und immer wieder mit seiner Hand über die Oberfläche fuhr. Cathrin nickte und vollführte eine einladende Geste hinüber zu der großen Stahltür, die das Ende des Bühnenbilds darstellte.

“Oh, sie tolerieren es nicht, sie lieben es. Kommt, lasst mich es euch zeigen.”

verkündete sie und ging mit schnellen Schritten hinüber zu der großen Schleuse, wo sie den Moderatoren je eine der dicken Jacken reichte, die neben der Tür bereit hingen. Beide nahmen die Jacken und streiften sie über ihre Designer-Kostüme und sahe mit den grell-oragenen Daunenjacken furchtbar albern aus, aber auch Cathrin, die dieselbe Jacke trug wirkte damit im warmen Studio völlig deplatziert. Dann aber öffnete sie die Schleuse und die eisig kalte Luft aus dem Inneren der Kältekammer fiel wie Nebel auf die Bühne.

“Da drinnen herrschen minus vierzig Grad. Das ist kälter, als die meisten Gebiete, die wir überhaupt mit unseren Drachen anfliegen.”

erklärte sie und schickte sich an, die Kammer zu betreten, als sie aber sah, wie die beiden zögerten, grinste sie.

“Also, ich habe auch eine Version für kleinere Rassen, wenn ihr je eins für Testzwecke haben wollt?!”

bot sie mit einem Augenzwinkern an, aber beide Moderatoren winkten energisch ab und kicherten verlegen. Cathrin nickte wissend und betrat dann, gefolgt von Harry und Viola sowie einem Kameramann, die Kammer.

Der Kühlraum war innen größer, als man es von außen vermutet hätte. Die Wände und der Boden waren aus Gitterplatten, hinter denen sich die Kühlrippen und die Technik der Kammer verbarg, an der Decke verliefen Rohrleitungen und einige Leuchtstoffröhren fluteten den Innenraum mit einem kaltweißen Licht, während sich mitten im Raum ein riesiger Eisblock befand, auf dem ein großer, grüner Drache lag und döste.

Jeder, der sich auch nur im Geringsten mit diesen Echsen auskannte, wusste, dass ein grüner Drache bei diesen Temperaturen, wenn er überhaupt noch lebte, eng zusammengekauert in einer Ecke sitzen und wie Espenlaub zittern würde, aber nicht dieser hier. Die Flugechse lag ausgestreckt auf dem Eis und schien vollkommen entspannt zu sein, während sie die Neuankömmlinge aus halb geschlossenen Augen beobachtete.

“Normalerweise würden wir einen grünen Drachen niemals solchen Bedingungen aussetzen, aber wir haben eine schriftliche Erlaubnis von ihm bekommen. Darf ich euch Kronkh vorstellen?”

fragte Cathrin und führte ihre Begleiter zum Drachen, dessen Augen sich nun langsam ein wenig mehr öffneten. Viola betrachtete das majestätische Wesen mit offenem Mund, während Harry lächelnd näher kam und sich den Drachen näher ansah.

“Wie ihr sehen könnt, ist Kronkh ein grüner Drache, und wie ich bereits erklärt habe, können grüne Drachen in der Regel nicht genügend Eigenwärme produzieren, um unter diesen Bedingungen operieren zu können. Unter normalen Umständen wäre er bereits steifgefroren … aber ich denke …”

fuhr sie fort und streichelte dem Drachen zärtlich über seine große, breite Nase, was mit einem wohligen Grunzen belohnt wurde.

“... wir können uns darauf einigen, dass es ihm im Moment ziemlich gut geht.”

stellte sie schließlich fest und wandte sich an die Moderatoren, die sie beide mit einer Mischung aus Neugier und Verwunderung anstarrten.

“Aber … aber wie?”

fragte schließlich Viola und Harry nickte eifrig.

“Hattest du nicht gesagt, der Cooling Vent 3000 ultra max, dient dazu einen Drachen herunterzukühlen? Ich meine, es wird nicht mehr wirklich kälter als hier drinnen …”

fügte der Moderator hinzu und trat auf der Stelle, als die Kälte ihm langsam die Beine hinauf kroch, aber Cathrin grinste nur und nickte.

“Oh ja, aber das ist das zweitbeste Feature unseres Produktes, es kann für beide Fälle eingesetzt werden. Es kühlt eure blauen Drachen in der Wüste und wärmt eure grünen Drachen in der Arktis. Es sorgt für ein angenehmes Klima in jeder Situation und hilft unseren schuppigen Freunden jederzeit, ihre Körpertemperatur aufs Grad genau zu regeln.”

erläuterte die Repräsentantin und zog ein weiteres kleines Gerät aus der Tasche.

“Jeder unserer Cooling Vent 3000 ultra max kommt mit diesem kleinen Transponder, der dem Träger hinter das Ohr geclipt wird. Er dient nicht nur zur Übermittlung der Telemetrie-Daten an die Basisstation, sondern ermöglicht es dem Drachen, seinen Cooling Vent 3000 ultra max via Sprachsteuerung selbst zu konfigurieren. Damit können wir vom Logistikzentrum oder unsere Kunden von sich zu Hause aus alle Daten des Trägers überwachen. Herzfrequenz, Temperaturen, Blutdruck, sowie die Trackingdaten des integrierten GPS Empfängers werden in Echtzeit an die Basisstation übertragen. Und keine Sorge, natürlich sind diese Daten mit einem End-to-End Verfahren und 128bit verschlüsselt. Niemand, noch nicht einmal wir, kann diese Daten abfangen und entschlüsseln, nur der Kunde, der die zum Transponder gehörige Basisstation besitzt.”

pries sie die Features und Funktionen ihres Produkts an und verlor zu keiner Zeit ihr Lächeln, während man den beiden Moderatoren langsam aber sicher ansah, das die Kälte ihnen zusetzte, selbst der Kameramann, hatte Schwierigkeiten, das Bild ruhig zu halten. Cathrin hingegen blieb von der Kälte ungerührt und wartete auf die Fragen ihrer Gastgeber.

“Das … das hört sich alles wunderbar an und ich gehe richtig in der Annahme, dass dieser Transponder und die Basisstation dann wohl das beste Feature dieser Erfindung sind?”

fragte Viola, deren Stimme leicht zitterte und Harry unterstrich die Frage mit einem erwartungsvollen Nicken, aber noch bevor Cathrin antworten konnte, füllte die raue, dunkle Stimme des Drachen die Kammer.

“Falsch … das bei weitem beste Feature dieses Geräts ist die Belohnungsfunktion …”

murrte Kronkh wohlig und streckte sich genüsslich, während Harry sich and Cathrin wandte.

“Belohnungsfunktion?”

“Wenn der Drache seine Aufgabe gut gemacht hat, kann man von der Basisstation aus eine Belohnung auslösen.”

erläuterte die Befragte und ihre Aussage wurde von einem tiefen, von Wohlgefühl erfüllten Grummeln unterstrichen, dass der Drache hinter ihr von sich gab. Viola blinzelte und Harry schüttelte seinen Kopf.

“Das ist jetzt nicht dein Ernst …”

platzte es regelrecht aus ihm heraus, während ganz leise im Hintergrund ein Summen zu hören war.

“Doch … es vibriert … es gibt zehn verschiedene Stufen.”

gab Cathrin kichernd zu und wandte sich noch einmal an Kronkh:

"Sei so nett und hebe dein Bein ein wenig an Kronkh, damit die Zuschauer einen kurzen Blick darauf werfen können."

bat sie die grüne Flugechse. Kronkh sah sie mit einem leichten Lächeln an und grummelte etwas von wegen Privatsphäre, bevor er ihrer Bitte jedoch trotzdem nachkam, sich leicht auf die Seite drehte und sein Hinterbein abhob. Der Cooling Vent 3000 ultra max stach dem geneigten Zuschauer sofort ins Auge, da er sich mit seiner matt-schwarzen Farbe doch stark von den blass-grünen Schuppen des Drachens abhob. Er schloss praktisch bündig mit der Oberfläche ab und nun, da Kronkh sein Bein gehoben hatte, war das Summen des Gerätes noch deutlicher zu hören.

"Danke Kronkh, du darfst dich wieder entspannen."

sagte Cathrin und wandte sich wieder zu Harry und Viola, die beide mit offenem Mund da standen.

"Ooooh ... Oh wow ..."

stammelte Viola, und Harry verglich vor seinem geistigen Augen das Gerät in seinen Armen mit dem Gerät, das so offensichtlich in Kronkh steckte.

"Ja, der Anblick ist schon was besonderes."

kommentierte Cathrin und streichelte dem Drachen über die breite Nase, der dies mit einem wohligen Grunzen quittierte.

"Und ... und er akzeptiert diesen Cooling Vent ein ... einfach so ...?"

fragte Harry und betrachtete das Gerät, das länger und dicker war als sein Unterarm, aber Cathrin grinste nur und nickte.

"In aller Regel tolerieren die Drachen es. Natürlich sollte man gerade beim ersten Einführen ein wenig Vorsicht walten lassen, oder man lässt es den Drachen selbst machen. Die meisten unserer Drachen nehmen sich ihre Einheiten bei Schichtbeginn schon selbstständig ..."

erklärte sie und imitierte das Einführen des Phallus, woraufhin Viola nach Luft schnappte.

"Soll Kronkh es euch einmal demonstrieren?"

fragte sie kichernd, aber sowohl Harry als auch Viola schüttelten vehement den Kopf. Die Repräsentantin von Winged Logistics wollte eigentlich noch ein wenig über Kronkh und den Cooling Vent 3000 ultra max sprechen, erwischte aber Viola wie sie einen verstohlenen Blick zur Luftschleuse sandte. Sie zeigte Gnade gegenüber den Moderatoren und deutete auf die rettende Öffnung im Raum.

“Ich denke, wir setzen unser Gespräch draußen fort … wir sehen uns später Kronkh.”

sagte sie und verabschiedete sich vom Drachen, der sanft lächelnd nickte, bevor er seinen Kopf wieder auf das Eis legte. Cathrin führte unterdessen ihre kleine Entourage wieder aus der Kältekammer und schloss die Schleuse hinter dem Kameramann.

Als sie alle wieder draußen waren, schaltete das Bild wieder auf eine der großen, stationären Kameras und die Drei legten die Jacken ab, während Harry und Viola allerdings deutlich mit den Folgen ihres Aufenthalts in der Kältekammer zu kämpfen hatten, schien Cathrin weiterhin völlig unberührt davon.

Schließlich war es Harry, der diese Tatsache als erster ansprach:

“Also … hrm … es ist mir nicht entgangen, dass dir die Kälte in der Kammer genauso wenig ausgemacht hat wie Kronkh. Bitte sag mir, dass du gerade keinen Cooler Vent 3000 ultra max benutzt.”

Das Grinsen auf Cathrins Lippen sprach mehr als tausend Worte.

“Gut ich sage es dir nicht.”

antwortete sie mit einem kurzen Kichern und genoss sichtlich, wie der Moderator ihr gegenüber nach Luft schnappte, während Viola nur ihre Hand vor den Mund nahm und schockiert in die Kamera sah.

“Ich sagte ja, ich habe auch Modelle für kleinere Rassen.”

schob sie nach und sorgte dafür, dass Harry das Gerät in seinen Händen keuchend noch einmal ansah.

Man konnte förmlich sehen, wie sich die kleinen Rädchen in seinem Kopf drehten und wie die Erkenntnis ganz langsam durchsickerte. Als er schließlich auf den Phallus in seinen Händen deutete und danach auf Cathrin, brach diese in lautes Gelächter aus.

“Ha ha ha ha ha … du solltest dein Gesicht jetzt sehen. Hoffentlich fangen die Kameras das für die Zuschauer ein und halten es für die Ewigkeit fest.”

Mit diesem Kommentar schwenkte eine der Krankameras des Studios herum und zeigte eine Nahaufnahme des verstörten Moderators, dessen Wangen erstaunlich schnell tiefrot anliefen. Die Repräsentantin von Winged-Logistics winkte kichernd ab und wandte sich an Viola, die noch immer ihre Hand vor ihrem Mund hatte.

“Keine Sorge, das Modell, dass ich trage, ist deutlich kleiner und auch nicht ganz so leistungsstark.”

erklärte sie und zog einen weiteren Cooling Vent 3000 ultra max aus ihrer Tasche, der tatsächlich deutlich kleiner war und eher einer Größe entsprach, die selbst ein normaler Mensch noch “komfortabel” tragen konnte. Sie hielt ihn zwischen Daumen und Zeigefinger und zeigte ihn der Kamera.

“Das Modell, dass Harry so liebevoll an seine Brust drückt, ist die Größe, die wir für unsere Drachen bis vier Tonnen einsetzen. Es ist in der Lage einen Drachen zwischen minus vierzig und plus fünfundsechzig Grad für etwa fünf bis sechs Stunden einsatzfähig zu halten, danach braucht das integrierte Ladegerät etwa fünfzig Minuten, um den internen Akku wieder zu achtzig Prozent zu laden. Für eine vollständige Ladung werden etwa zweieinhalb Stunden benötigt.”

erklärte Cathrin und deutete auf das kleinere Modell in ihrer Hand.

“Die hier ist unsere zweitkleinste Größe. Sie ist gedacht für Drachen bis zu einem Gewicht von etwa fünfundsiebzig Kilogramm, und ja, die kann auch einen Menschen vor einem Hitzschlag oder Unterkühlung bewahren. Allerdings ist die Akkulaufzeit größenbedingt bei dieser Variante auf etwa zwei Stunden beschränkt und man benötigt ein externes Ladegerät. Dafür ist der Akku nach nur etwas über dreißig Minuten wieder vollständig geladen.”

fuhr sie fort und achtete für einen Moment nicht auf die Moderatoren, die noch immer damit beschäftigt waren, sich zu sammeln.

Endlich kam Viola wieder zu sich und wandte sich an Cathrin.

“Also das ist alles sehr … interessant … aufschlussreich … und die Tatsache, das man … Frau dieses Gerät auch benutzen kann …”

Weiter kam die Moderatorin nicht, bevor Cathrin sich zu ihr umdrehte und breit grinste.

“Also, keine Sorge, dieses Modell funktioniert auch sehr gut bei Männern. Es ist fast so wie ein Zäpfchen …”

begann sie und sah zu Harry, dem der Cooling Vent in seinen Armen auf einmal so viel schwerer vorkam.

“... es tut auch gar nicht weh.”

fügte sie, nicht ohne Schadenfreude hinzu, woraufhin Harry heftig seinen Kopf schüttelte.

“Oh nein, ich glaube mir ist gar nicht mehr kalt, aber vielen Dank für das Angebot. Möchtest du unseren verehrten Zuschauern nicht einmal kurz erklären, welche Angebote du für sie hast, während ich diesen unbezahlbaren Prototypen hier ganz vorsichtig ablege.”

erwiderte der Moderator und packte den Phallus auf einen der Tische, bevor er etwas steif zu Cathrin kam, die gerade darauf wartete, dass zwei Studio-Mitarbeiter einen Tresen zu ihr Schoben, auf dem mehrere Bundles vorbereitet waren, die die heutigen Angebote repräsentierten.

“Das ist eine sehr gute Idee Harry, also lasst uns schauen, welche Angebote ich euch dieses Mal mitgebracht habe.”

begann sie und stellte sich hinter das erste kleine Paket, dessen Inhalt aus zwei der kleineren Cooling Vents bestand sowie einer kleinen, schwarzen Box und zwei Transpondern.

“Zuerst haben wir hier unser kleines Starter-Paket, bestehend aus zwei Cooling Vent 3000 ultra max XS, sowie einer Basis-Station und zwei daran gekoppelten Transpondern, und natürlich den dazugehörigen Ladegeräten. Dieses Paket ist für alle geeignet, die einen oder zwei noch kleine Drachen haben, oder …”

mit einem Zwinkern in Richtung des Moderators zu ihrer Linken.

“... vielleicht selbst nie wieder frieren wollen. Es ist direkt einsatzbereit und benötigt keine weitere Installation. Plug and Play sozusagen. Dann kommen wir zu unserem zweiten Paket. Hier haben wir einen Cooling Vent 3000 ultra max XS und einen der Größe M, der für die meisten Drachen passen dürfte, die noch als Haustier angesehen werden können. Natürlich wird auch dieses Paket mit einer Basisstation und den notwendigen Accessoires abgerundet.”

erklärte Cathrin und umschloss das zweite Paket mit ihren Händen, dessen zweiter Phallus schon deutlich größer war, aber vielleicht gerade noch im Bereich dessen war, was ein ambitionierter Mensch bewältigen konnte, doch dann ging sie einen weiteren Schritt nach rechts und präsentierte das letzte Paket, dass auf dem Tisch bereit lag.

“Und last but definitely not least, haben wir hier unser großes Paket, bestehend aus einem original Cooling Vent 3000 ultra max in der Größe L, inklusive der dazugehörigen Basisstation und dem benötigten Transponder. Dieser Cooling Vent 3000 ultra max wurde für Archon Drachen ab einer Größe von vier Tonnen entwickelt und ist definitiv nicht für andere Spezies geeignet …”

erklärte sie mit einem gewinnenden Lächeln.

“... allerdings können wir ihnen das natürlich nicht vorschreiben.”

fügte sie mit einem kleinen Seitenblick hinzu und Harry kicherte nervös, während Viola sich auf Cathrins andere Seite stellte und mit großen Augen das Angebot begutachtete.

“Das hört sich alles ganz nett an, aber was soll es denn kosten?”

fragte sie, ganz in ihrem Element und ihr Gast nickte eifrig, während sie ihr Hände schützend über das größte Paket hielt.

“Das ist natürlich eine berechtigte Frage, lass es mich erklären. Dieses, unser großes Standard Paket, kostet unsere Zuschauer nur heute, im Super-Sonder-Angebot, nur 369,99 inklusive Versand. Ein wahres Schnäppchen für ein Gerät, das ihrem Drachen das Leben so sehr erleichtert.”

erklärte sie, und Viola nickte, während sie auf ein Kärtchen sah, das sie aus ihrem Kostüm zog.

“Das klingt nett, aber kannst du da nicht noch was drauflegen? Ich meine, 370 Flocken sind trotzdem ein Haufen Geld und die Haltung eines großen Drachen ist auch so schon nicht billig.”

stellte Viola fest und Harry nickte, während er Daumen und Zeigefinger aneinander rieb. Cathrin grinste nur und schüttelte den Kopf.

“Oh, ihr Beiden seid schlimmer als die Wohlfahrt, aber ja, ich leg noch eins drauf. Wer noch innerhalb unserer Sendezeit bestellt, bekommt einen zweiten Cooling Vent 3000 ultra max L obendrauf.”

sagte sie und ging schnell ein Paket weiter, bevor Viola sie noch mehr ausnahm. Natürlich war das alles vorher abgesprochen, wie es in diesen Shows immer war. Als sie vor dem mittleren Paket stand, machte sie eine umfassende Geste.

“Dieses Kleinod kommt auch auf 369,99, aber bevor ihr meckert, vergesst nicht, es handelt sich von Anfang an um zwei Cooling Vents, inklusive allem Zubehör, was für den Betrieb notwendig ist.”

erklärte sie, aber Viola hakte trotzdem ein.

“Ja, es sind zwei, aber es sind die kleineren Varianten. Komm schon Cathrin, Schatz, mach es unseren Kunden ein wenig schmackhafter.”

forderte die Moderatorin mit einem raubtierhaften Lächeln und ihr Gast konnte nicht anders als zu grinsen.

“Oh, ich sage euch, ihr seid Räuber! Mein Chef wird mich hassen, aber in Ordnung, ich mache euch auch dieses Angebot noch ein wenig schmackhafter. Ich lege auch hier einen weiteren Cooling Vent 3000 ultra max in der Größe M oben drauf, so dass der geneigte Käufer einen weiteren Drachen damit ausstatten kann.”

bot die Repräsentantin an und zeigte auf die Basisstation im Paket.

“Sie können übrigens bis zu sechzehn Cooling Vents pro Basisstation betreiben und sie können jeden weiteren Cooling Vent 3000 ultra max, ganz einfach einer Basisstation zuteilen. Es funktioniert im Grunde genommen wie mit ihren Bluetooth Kopfhörern. Sie drücken dieses kleine Knöpfchen hier am Gerät und dann diesen hier am Cooling Vent.”

erklärte sie und demonstrierte das Verfahren kurz, bevor sie sich zum letzten Paket bewegte. Das kleinste der Angebotspakete wartete bereits auf das Trio und dieses Mal war es Harry, der Cathrin schon ins Wort fiel, bevor sie überhaupt anfangen konnte.

“Die anderen Angebote waren schon ganz nett, aber ich bin gespannt, was du uns hier anbieten kannst.”

plapperte der Moderator und Cathrin nickte langsam.

“Ja, dieses kleine Paket bietet viele schöne Möglichkeiten für den geneigten Kunden. Wir können dieses Paket für den unglaublichen Preis von nur 333,99 anbieten und weil ich weiß, dass ihr mich sowieso fragen werdet, sage ich es euch gleich: Wenn die Kunden dieses Paket noch während der Sendezeit ordern, lege ich nicht nur zwei weitere Cooling Vents oben drauf, sondern auch noch ein Pflege-Kit dazu.”

sagte sie mit voller Überzeugung und wurde mit einem begeisterten Nicken von Seiten der Moderatoren belohnt.

“Unsere Leitungen sie bereits für sie geschaltet, sehr geehrte Zuschauerinnen und Zuschauer, die Nummern für die einzelnen Pakete werden ihnen nun unten im Bildschirm eingeblendet. Zögern sie nicht, denn wir haben nur begrenzte Mengen am Lager. Wenn sie weg sind, sind sie weg!”

erklärte Viola der Kamera und deutete nach unten, wo sich der Rand des Bildschirms befinden würde.

“Habe ich eigentlich erwähnt, dass der Cooling Vent 3000 ultra max mit einer Garantie über fünf Jahren ausgeliefert wird?”

fragte die Repräsentantin von Winged Logistics und Viola verneinte.

“Nein, hast du nicht, aber das ist gut zu wissen. Fünf Jahre ist ziemlich lang für solch ein Gerät.”

bemerkte sie und ihr Gegenüber nickte eifrig.

“Ja, wir sind sehr von der Qualität unserer Produkte überzeugt, dass wir ihnen nicht nur die normalen zwei Jahre Gewährleistung bieten, sondern direkt volle fünf Jahre Rundum-Sorglos-Garantie.”

bestätigte Cathrin und nickte in die Kamera.

“Egal ob der Akku schlapp macht, das Funkmodule den Geist aufgibt, die Belohnungsfunktion sich nicht mehr ausschalten lässt, oder ihr Drache den Cooling Vent 3000 ultra max als Kauspielzeug missbraucht hat. Sie kontaktieren einfach unseren Kundenservice und einer unserer Kurierdrachen bringt ihnen unverzüglich Ersatz.”

zählte sie lächelnd an ihren Fingern ab, während Harry hinter ihr ein “Wow” mit seinen Lippen formte.

“Das ist die Kundenfreundlichkeit, die wir von euch kennen, ich bin begeistert.”

stimmte auch Viola zu und gab ein doppeltes Daumen hoch. Cathrin nickte derweil zufrieden in die Kamera und wandte sich dann an die Moderatorin.

“Ja, wir bilden uns schon etwas auf unsere Kundenzufriedenheit ein.”

Harry sah sich die einzelnen Angebote noch einmal an und hob dann fragend seine Hand.

“Also Cathrin, wir wissen jetzt, was dieses Gerät alles kann und wie man es in der Theorie benutzt und ich finde die Angebote, die du uns gemacht hast wirklich ansprechend, aber mir drängt sich eine Frage auf …”

begann er und die Angesprochene wandte sich zu ihm um.

“Aber natürlich kannst du ihn auch für einsame Stunden in der Nacht benutzen. Ich empfehle die Belohnungsstufe sechs oder sieben.”

antwortete sie noch bevor er seine eigentliche Frage überhaupt stellen konnte und Viola prustete laut los vor Lachen, während Harrys Ohren zu glühen begannen. Es dauerte einen Moment, bis die beiden Moderatoren sich wieder gefangen hatten, was Cathrin schamlos ausnutzen und einen der kleinen Cooling Vent 3000 ultra max vom Angebotstisch nahm und ihn, einem Dildo gleich, durch den Ring aus Daumen und Zeigefinger ihrer anderen Hand gleiten ließ.

Schließlich war es Harry, der sich zuerst wieder im Griff hatte und sich an seinen Gast wandte.

“... Oh Cathrin, was du schon wieder von mir denkst.”

monierte er und sein Gegenüber schoss ohne zu zögern zurück.

“Was denn? Liege ich etwa so falsch?”

fragte sie und deutete mit dem Cooling Vent auf ihn.

“Das habe ich nicht … hrm … das habe ich damit nicht gemeint.”

verteidigte er sich, während Cathrin sich zu Viola lehnte und:

“That’s what she said.”

murmelte, woraufhin die arme Moderatorin direkt wieder in hysterisches Gelächter ausbrach und Harry dramatisch mit den Augen rollte.

“Gut, dass wir erst nach zweiundzwanzig Uhr senden.”

zischte er und räusperte sich noch einmal, was ihm zumindest die Aufmerksamkeit von Cathrin einbrachte.

“Können wir uns bitte noch einmal ganz kurz einem ernsten Thema widmen?”

fragte er und als er sah, wie sein Gegenüber bereits für einen weiteren Kommentar Luft holte, beeilte er sich, seine Frage noch vorher herauszubekommen.

“Wenn dieser Cooling Vent in der Körperöffnung des Drachens steckt, die dieser auch für seine … hmmm … Ausscheidungen nutzt, dann sollte das Gerät nicht nur robust sein, sondern sich auch gut reinigen lassen, wie sieht es in diesem Bereich aus, Cathrin?”

Für einen ganz kurzen Moment konnte man sehen, wie sehr es sie störte, dass er ihr diese Gelegenheit für eine weitere Spitze versaut hatte, aber sie fing sich direkt wieder und ihr immerwährendes Lächeln kehrte auf ihre Lippen zurück.

“Oh, aber sicher Harry, die Reinigung ist natürlich ein essentielles Thema, gerade wenn, wie du es so richtig erwähnt hast, das Gerät IM Körper des Drachen zum Einsatz kommt.”

Sie betonte das Im mit Anführungszeichen und hob den Cooling Vent in ihren Händen in die Kamera.

“Wie ihr sehen könnt, ist das Gehäuse hermetisch versiegelt und der Anschluss für das Ladekabel ist nach höchsten Standards gegen das Eindringen von Flüssigkeiten abgedichtet worden. In unseren Laboren konnten wir eine Wasserdichte bis zehn Meter nachweisen, was für die allermeisten Anwendungsgebiete mehr als ausreichen sollte. Die Außenhülle ist aus einem Aluminium-Carbon-Verbundstoff, der resistent gegen nahezu alle Umwelteinflüsse sein sollte und selbst der harschesten Misshandlung durch einen Drachen widerstehen sollte. Also selbst wenn ihr Drache auf die Idee kommen sollte, den Cooling Vent 3000 ultra max als Kauspielzeug zu benutzen, so sollte das kein Problem sein, und wenn er es doch schafft, dann greift unsere rundum-sorglos Garantie!”

erklärte Cathrin und ging mit dem Gerät langsam hinüber zu dem Waschbecken, an dem sie anfangs das Kühlen ihrer Handgelenke demonstriert hatte. Sie zeigte den Vent noch einmal in die Kamera, drehte das Wasser auf und ließ das Gerät publikumswirksam in das Becken fallen. Das Klappern des Kunststoffs im Edelstahlbassin war deutlich zu hören, während sie weiterhin in die Kamera grinste.

“Wenn sie ihren Cooling Vent 3000 ultra max verwendet haben, dann wird er danach nicht mehr wirklich sauber sein, wie Harry so schön angesprochen hat. Das ist aber überhaupt kein Problem, denn, wie ich bereits erwähnte, ist ihr Cooling Vent 3000 ultra max vollständig Wasserdicht und sie können ihn ohne weiteres einfach unter fließendem Wasser mit etwas Seife oder Spülmittel reinigen.”

erklärte sie und zeigte der Kamera, wie sie das Gerät unter dem fließenden Wasser reinigte.

“Die Oberfläche ist ziemlich glatt, so dass in aller Regel kein Schmutz daran kleben bleiben sollte. Allerdings haben wir uns bewusst gegen eine Antihaftbeschichtung entschieden. Zum einen sind diese Beschichtungen nicht selten giftig, zum Anderen sind sie recht empfindlich. Außerdem haben uns unsere Drachen während der Testphase die Rückmeldung gegeben, dass sie die Textur des Oberfläche als recht angenehm empfanden und dass der Cooling Vent 3000 ultra max vielleicht zu leicht herausrutschen könnte, wenn wir die Oberfläche zu glatt machten … sooo, fertig …”

fuhr sie fort und als sie mit ihrer Demonstration fertig war, drehte sie das Wasser ab und schüttelte das Gerät ein wenig, bevor sie es in die Kamera hielt und ebenso demonstrativ einschaltete.

“... und wie sie sehen, es funktioniert einwandfrei.”

stellte sie fest und wandte sich an Harry, der nickend und lächelnd zu ihr kam.

"Oh, das hört sich ja alles Fantastisch an. Ich hatte mich schon gefragt, warum er so texturiert ist, aber das macht natürlich Sinn, wenn man ihn nicht noch anders sichern will.”

kommentierte er und Cathrin nickte, während sie auf die Birne und die Ringe an den jeweiligen Enden des Schafts deutete.

“Ja, das war tatsächlich ein Problem, dass wir von Anfang an hatten, aber nach vielen, teils sehr lustigen Versuchen, haben wir uns in Zusammenarbeit mit unseren Drachen für dieses Design entschieden.”

berichtete sie und umschloss die Birne am oberen Ende mit ihrer Hand.

“Dieser Bulbus kann von den internen Muskeln der Drachen gut gegriffen werden und hält den Schaft des Cooling Vent 3000 ultra max gut und sicher im Inneren des Drachen und diese Ringe …”

erklärte sie und fuhr mit ihren Fingern über die drei ringförmigen Ausbuchtungen am unteren Ende des Geräts.

“... dienen zum einen ebenfalls der Verankerung des Schafts am Eingang der … darf ich das Überhaupt im Fernsehen benennen?”

fragte sie und sah zu Harry, der mit den Schultern zuckte, dann aber nickte.

“In Ordnung, wenn du das sagst. Sie dienen der Verankerung des Schaftes am Eingang der Cloake des Drachens und gleichzeitig funktionieren sie als eine Art Dichtring, damit nichts … tropft.”

schloss sie ihre Erläuterung ab und sah, wie Viola wieder zu glucksen begann, aber sie konnte sich dieses Mal zumindest halbwegs beherrschen. Cathrin grinste und kam langsam wieder zurück zum Tresen, auf dem die Angebote bereit lagen und legte das Gerät zurück an seinen Platz.

Noch während sie damit beschäftigt war, den Cooling Vent schön auszurichten, meldete sich Harry nochmals zu Wort.

“Also ich habe gerade die Info bekommen, dass das Starterset bereits zu fast fünfundzwanzig Prozent vergriffen ist und das wir von dem großen Set auch nur noch die Hälfte übrig haben. Unsere Leitungen sind natürlich weiterhin für sie besetzt, greifen sie zu, solange die Vorräte noch reichen.”

warb der Moderator und deutete nochmals auf die im Bildschirm eingeblendeten Nummern.

Nelli sah noch immer mit einer Mischung aus Faszination und Unglaube auf den Bildschirm, während ihr Mensch sich fast nicht mehr einkriegte vor lachen. Er war versucht, nach seinem Telefon zu angeln, als sie ihm kräftig in den Oberschenkel zwickte.

“Auaaa …”

beschwerte er sich, während die kleine Drachin ihn anfunkelte.

“Wag es ja nicht so ein Ding zu bestellen, oder ich werde austesten, in welche deiner Körperöffnungen man das überall hineinstopfen kann.”

zischte sie und sah zu, wie ihr Besitzer sich seinen Oberschenkel rieb und zu einer Antwort ansetzte. Sie ließ ihm keine Chance, sondern nippte ihn noch einmal, nur um ihren Punkt zu untermauern.

“Aaah … wofür war das denn jetzt?”

jammerte er und versuchte beide Oberschenkel mit seinen Händen zu bedecken, in der Hoffnung, Nelli davon abzuhalten, ihn weiter zu traktieren.

“Das war dafür …”

begann sie und schnappte mit ihren Zähnen in der Luft.

“... dass du auch nur daran gedacht hast.”

fuhr sie fort und schnappte noch zwei weitere Male nach ihm.

“Ich bin nicht dein Spielzeug.”

stellte sie mit Nachdruck fest.

“Und ich bin nicht dein Beissring!”

hielt er dagegen und schob vorsichtig ihre Schnauze von seinem Schoß weg. Die kleine Drachin ließ ihn gewähren, er hatte Recht, er war nicht ihr Beissring, aber es machte einfach so viel Spaß ihn zu necken, und sie wusste auch, dass wenn er ehrlich war, möchte er es auch. Naja, vielleicht nicht ganz so fest, wie sie manchmal zubiss.

“Anders hörst du aber nicht auf mich!”

monierte Nelli und schob ihren Kopf wieder auf seinen Schoß und kuschelte sich näher an ihn an. Kichernd kraulte er sie hinter ihren Ohren.

“Ich kann nicht immer nur tun, was du willst, du kleines Monster.”

gab er zurück und genoss das leise, wohligen Knurren seiner Drachin.

“Hrrrmmm … natürlich kannst du. Ich bin deine Göttin, deine Erlösung und deine Verdammung.”

Die Selbstverständlichkeit, mit der Nelli dies sagte, traf ihn schon tief, gleichzeitig war er sich sicher, dass sie es nicht wirklich so meinte. Er atmete tief durch und seufzte, bevor er sie weiter kraulte.

Im Fernsehen pries Cathrin weiterhin ihren Cooling Vent an und die Moderatoren wurden nicht müde, die Zuschauern weiterhin darauf aufmerksam zu machen, wie begrenzt ihre Vorräte doch waren und gut das Angebot wäre. Man wäre dumm es nicht anzunehmen und zumindest eines der Angebote zu bestellen.

“Weißt du Nelli …”

begann er leise und ließ seine Hand ganz langsam ihren Nacken hinunter zu ihren Schultern gleiten.

“... Hmm …?”

murrte sie, streckte ihren Hals und ihre kleinen, stummeligen Flügel, damit er besser an die Muskeln ihres Rückens kam.

“... ich glaube, ich sollte tatsächlich eines dieser Sets bestellen.”

flüsterte er, aber noch bevor sie reagieren, oder sich beschweren konnte, legte er sachte seine zweite Hand auf ihre Nase.

“Ich glaube wir könnten eine Menge Spaß damit haben, meinst du nicht auch?”

fragte er leise und massierte ein wenig fester auf einem ihrer Muskeln, was sie sanft knurren ließ. Sie dachte einen Moment darüber nach und schüttelte schließlich ganz sanft ihren Kopf.

“Nein. Wenn ich Bedarf danach hätte, wüsste ich, woher ich es bekomme.”

flüsterte sie leise und sah aus den Augenwinkeln zu ihm hinauf. Es lag ein gewisses Funkeln in ihnen und er konnte nur lächeln.

Ja, sie wusste ganz genau, wo sie suchen musste.

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