Dämonenalarm
Imported from SF2 with no description.
Faldarea war immer noch in ihre alchemistischen Experimente vertieft, mittlerweile hingen allerdings bedrohlich wirkende gelbe Wolken unter der Decke des Labors, welche auch durch die geöffneten Fenster nicht verschwinden wollten. Es waberte und schien sich irgendwie gerichtet zu bewegen, doch Fornoir war sich nicht sicher, ob das nicht nur eine Einbildung oder sogar eine Halluzination ausgelöst durch den Gestank im Labor war. Er hustete, um sich Gehör zu schaffen, aber auch weil die Luft seinen Hals ziemlich reizte.
„Oh, ich habe dich gar nicht kommen gehört, Fornoir.“ Bemerkte die Herrin und drehte sich um. „Diese Experimente laufen wirklich gut. Wenn das so weiter geht, dann muss ich nur noch etwas Schwefel und etwas geriebenes Einhornhorn dazugeben… Aber egal, das ist jetzt nicht wichtig.“
Nein, es war auch diesmal nicht leicht, sich auf das zu konzentrieren, was die Elfe sagte, wenn zwei Riesenbrüste einen Mann förmlich ansprangen. //In dem Ausschnitt kann man bestimmt Nüsse knacken.// dachte er sich und war ganz froh darüber, dass Faldarea bis jetzt keine Gedanken lesen konnte. „Ich habe ehrlich gesagt eh so gut wie kein Wort von dem verstanden, was ihr gesagt habt, Herrin. Obwohl… Ich weiß immerhin, was ein Einhorn ist.“
„Ist ja jetzt auch egal. Bis ich es testen kann, wird es noch eine ganze Zeit dauern. Und ich habe eh schon genug Zeug, was ich gerne mal ausprobieren möchte. An Freiwilligen, versteht sich.“ So freiwillig wie Sklaven eben sein konnten, wenn sie die Auswahl zwischen Trank und Bestrafung hatten. „Also, wie geht es unserem Drachen? Macht er, was ihm gesagt wurde? Oder hat er sich wieder nur in die Sonne gelegt, um dann nichts zu machen?“
„Och, er arbeitet. Fluchend, meckernd und mich am liebsten tötend, aber er arbeitet. Die Mühle ist schon ein gutes Stück kleiner, aber selbst er hat es nicht leicht. Sie scheint ein gutes Bauwerk gewesen zu sein.“ Der Sergal musste kurz husten. „Ich überlege, ob ich den Zaun da hinten nicht durch eine Bruchsteinmauer ersetze. Die ist deutlich haltbarer und man könnte das Material der Mühle gleich verwenden. Zudem haben wir ja vom anderen Feld noch einige Steine übrig, die können wir auch dafür verwenden.“
„Klingt zumindest nicht schlecht, das kannst du mal im Auge behalten. Und spann ruhig Manaltor zum Schleppen der Steine ein, er darf nicht geschont werden.“ Sie hatte sich schon wieder ihrem Labortisch zugewendet und räumte diesen auf. Jedenfalls war es zumindest eine Art aufräumen, denn Fornoir würde für diese dilettantische und primitive Art des Aufräumens definitiv eine Strafe erhalten. „Sonst noch was?“
Der Sergal seufzte. Diese Aussage kannte er zu gut, übersetzt hieß es eigentlich nichts anderes als ‚Mach, dass du weg kommst, ich habe zu tun.‘. „Ja, ich habe noch weitere Neuigkeiten zu berichten. Der Bauer, welches das eine Feld da oben bewirtschaftet, der Wolf, ihr wisst bestimmt, wen ich meine, erwartet jetzt sein erstes Kind.“ Faldarea verschränkte die Arme unter der Brust und hob die Augenbraue skeptisch. Dazu bewegten sich ihre Ohren in eine Position, die nicht unbedingt einen entspannten Ausdruck andeuteten. „Jaja, sowas interessiert euch nicht. Es ist aber vielleicht wichtig zu erwähnen, da er auch sagte, es gäbe Gerüchte über einen Dämon in der Gegend um die Stadt.“
„Ein Dämon? Bei der Stadt? Warum sollte ein Dämon dort auftauchen?“ Sie wirkte zwar skeptisch, doch sie tat es nicht ab. Stattdessen blickte sie zum Boden und legte die Stirn in Falten. „Hat er noch was gesagt? Wie sieht der Dämon aus? Gibt es Berichte über Opfer?“
„Natürlich hat er nichts dergleichen gesagt. Es ist wie so oft bestimmt nur eine dieser üblichen Bauerngeschichten. Da hat einer mal zu tief ins Glas geschaut oder der Wind oder-…“
„Still! Sowas dürfen wir nicht abtun. Dämonen sind real und sie tauchen von Zeit zu Zeit in unserer Welt auf. Jeder Magier weiß das, denn jeder Magier kann Opfer eines Dämonenangriffs werden. Sie verzehren sich an Magie, dabei spielt es keine Rolle, ob man seine Magie nur für etwas Gutes – was auch immer das sein soll – verwendet, oder Dinge tut, vor denen ich selbst zurückschrecke.“ Sie entfernte sich vom Labortisch und eilte zur Tür. „Komm mit, wenn auch nur ein Fünkchen Wahrheit daran ist, dann müssen wir uns zumindest vorbereiten.“
Er schüttelte den Kopf. Für ihn war es nur ein Hirngespinst, vielleicht eine Einbildung oder dergleichen, nichts was er wirklich ernst nehmen würde. Wie viele Dämonensichtungen hatte er schon erlebt, als er noch in Freiheit war? Und wie viele davon wurden dann wirklich bestätigt. „Denkt ihr nicht, dass wenn was daran ist, schon ein paar Kleriker und Inquisitoren nach dem Dämonen suchen?“
Die Elfe blieb im Türrahmen stehen, drehte sich dann hastig um. „Glaubst du wirklich, ich überlasse ihnen einfach so ein Dämon?“
//War ja klar, dass es darauf hinauslaufen würde...// „Nein, Herrin. Natürlich nicht. Ich weiß zwar nicht, warum ihr so scharf auf eine Konfrontation mit einem Dämon seid, aber ihr habt bestimmt eure Gründe.“
KLATSCH. Die Ohrfeige saß, obwohl sie wirklich nicht die muskulöseste war. Fornoir rieb sich die Wange, während sie schon wieder weiter ging. „Ich habe auch den dümmsten Sergal erwischt, den ich finden konnte… Ist dir denn gar nicht klar, wie wertvoll so ziemlich alles vom Dämon ist? Das Blut kann man nicht mit dem Zehnfachen des Gewichtes in Gold aufwiegen. Zähne, Klauen, Flügel. Alles kann man zu Geld machen. Und dazu muss man nicht mal auf den Schwarzmarkt, denn anders als bei unseren geschuppten Drachenfreunden ist es nicht verpönt, Dämonen auszunehmen. Es ist sogar erwünscht. Was glaubst du, warum die Kleriker und die Inquisition so mächtig sind? Nicht weil sie eine große Armee besitzen, obwohl sie sich die durchaus leisten könnten.“ Sie redete und redete, während sie mit ihrem Sklaven die Treppen des Hauses heraufeilte.
//Immerhin habe ich einen guten Blick auf ihren Hintern.// dachte er sich und schmunzelte, als er die kaum verdeckten Pobacken bemerkte. Fornoir musste sich sichtlich zusammenreißen, ihr jetzt nicht das Stück Stoff anzuheben und sich den Spalt dann näher anzuschauen. Wenn er das machen würde, würde er sich morgen nicht mehr für diese Art der Dinge interessieren. „Also wollt ihr damit sagen, dass sie die Dämonen jagen, töten und ihre Bestandteile verkaufen? Wenn es so viel Geld bringt, warum gibt es dann nicht mehr Leute, die das machen? Bisher habe ich immer nur von der Inquisition gehört.“
Wieder blieb sie stehen. „Erstens: Ja, sie machen das. Bis auf das Töten, denn einem toten Dämon kann man ja nur eine begrenzte Menge Blut entnehmen. Zweitens: Glaubst du wirklich, im Inquisitionsgefängnis sitzen Leute, die das ‚Falsche‘ glauben? Die interessiert es gar nicht, ob man jetzt an die Götter glaubt und wenn ja, an welche. Man kann sie auch ablehnen, oder sich über sie lustig machen, solang man sich eben nicht in ihre Geschäfte einmischt. Und was glaubst du, was man den einfachen Leuten leichter verkaufen kann? ‚Der hat den falschen Gott zur falschen Zeit angebetet‘ oder ‚Der wollte in unserem Gebiet wildern.‘“ Die Elfe wartete nicht einmal eine Antwort ab, sondern hastete gleich weiter die Treppen rauf. „Und da ich keine Lust habe, alle Nase lang mich mit der Inquisition rum zu schlagen, wohne ich hier und nicht in Gebieten mit verstärkter Dämonenaktivität.“
Das leuchtete selbst dem nicht magieaffinen Fornoir ein. Zwar hatte er in den letzten zwei Jahren kein Gerücht über Dämonen gehört, dafür aber auch keinen Besuch der Inquisition gehabt. „Ja, das ergibt Sinn. Dann wollt ihr euch auf jeden Fall dieses rare Exemplar schnappen bevor es jemand anderes machen kann.“ Er war gut im Sprinten, daher konnte er die Treppen mit Leichtigkeit nehmen, doch er war sichtlich erstaunt über die Kondition der Elfe. Aber sie musste ja auch keine schweren Klamotten mit sich schleppen.
„Exakt.“ Sie blieben vor der Tür zum Dachboden stehen und die Herrin griff nach ihrem Schlüssel, welcher normalerweise an einer ihrer Schenkelketten befestigt wurde. Schon als sie danach griff, ahnte der Sergal, in welche Richtung das Ganze gehen würde. „Oh. Ich habe in der Hektik meine Schlüssel vergessen, könntest du sie mir eben aus dem Labor bringen?“ Sie schaute ihn so unschuldig an wie sie nur konnte.
Ein Augenrollen verkniff er sich, denn das könnte schnell eine weitere Ohrfeige bedeuten. „Ja, ich hole sie euch geschwind. Wartet kurz.“ Fornoir sprintete die Treppen runter, nahm dabei zwei oder drei Stufen auf einmal und rannte dann in Richtung des Labors. //Na toll, in der Eile habe ich vergessen, zu fragen, wo sie denn liegen könnten.// dachte er sich in seinem halben Flug. //Soll ich nochmal zurück und fragen oder einfach selbst suchen?// Er entschied sich schlussendlich dann für letzteres, auch um sich keine blöden Sprüche der Elfe anhören zu müssen.
Im Raum selber ging er zuerst zu ihrer Arbeitsplatte und suchte dort. Bis auf verschiedene Ampullen und Kolben mit unterschiedlich farbigen Lösungen konnte er jedoch nichts finden. Auch bei den unterschiedlichen Destillen war nichts zu finden. //Verdammt, irgendwo müssen sie doch sein. Sie ist doch sonst immer darauf bedacht, die Schlüssel nicht zu verlieren.// Tatsächlich hatte der Sergal schon öfters mit dem Gedanken gespielt, die Schlüssel an sich zu nehmen und einfach auf Erkundungstour zu gehen, doch er wusste zum Einen nicht, ob er wirklich wissen wollte, was die Herrin hier alles eingelagert hatte und zum Anderen wollte er definitiv nicht die Reaktion der Elfe erleben. Sie sprach öfters von einigen Räumen, in die er auf keinen Fall gehen dürfte, aber den Inhalt erwähnte sie nie. Manchmal konnte er zwar einen Blick erhaschen, wenn sie selber die Räume betrat, aber viel zu erkennen gab es nicht. Eher vernahm er Geräusche, die auch einen Sergal unruhig werden ließen. Daher hatte er sich vor geraumer Zeit dazu entschlossen, die Geheimnisse der Räume nicht zu lösen. Sollte jemand anderes unvorsichtiger sein und sich dann den Zorn der Magierin einzufangen.
„Ah, hab‘ ich euch!“ Fornoir war glücklich, die Schlüssel schlussendlich dann beim Kalzinierofen gefunden zu haben. Tatsächlich war dieser im Betrieb und eine kleine Schale mit einem in allen erdenklichen Farben schimmerten Pulver wurde darin erhitzt. Es war schon sehr faszinierend, wie sich eine scheinbar tote Substanz so unterschiedlich verhalten konnte. „Jetzt aber nichts wie zurück bevor ich wieder Ärger bekomme.“
Erneut einen meisterschaftswürdigen Sprint hinlegend hechtete er die Treppen rauf, nur um vor einer offenen Tür etwas außer Atem stehen zu bleiben. Er starrte die Tür an, welche sehr weit geöffnet war und dann die Herrin, welche dahinter stand und mit den Armen unter der Brust verschränkt da stand. Sie tippelte bereits mit den Fingern unruhig auf dem Arm. „Da bist du ja endlich. Hast du dir zwischen drin einen runtergeholt oder warum brauchst du so lange? Muss ich im Labor nachzählen, ob noch alle Phiolen da sind?“ Sie klang nicht erfreut und schaute ihn erbost an. „Her mit den Schlüsseln, die haben nichts bei dir verloren.“
Mit einem grimmigen Blick warf er die Schlüssel achtlos in ihre Richtung. Sie hatte das Ganze also nur gemacht, um ihn zu ärgern und zu schikanieren. Warum wunderte ihn das jetzt so gar nicht? „Entschuldigt bitte, dass ich sie im Labor nicht gleich gefunden habe. Noch kenne ich die Plätze nicht, wo ihr eure Schlüssel gerne liegen lässt.“ erwiderte er schnippisch. Just in dem Moment biss er sich auf die Zunge, denn er realisierte, wie böse und in welchem Ton er mit der Herrin gesprochen hatte.
Sie hatte die Schlüssel wortlos gefangen, an ihren Ketten befestigt und dann zu ihm gegangen. Ihr Gesicht sprach Bände und sie hatte eine Art ‚Blick des Todes‘ aufgesetzt. Nun stand sie fast direkt vor ihm und blickte mit ihren blauen Augen in die seinigen. „Wenn du mit mir reden willst, dann mach es auf Augenhöhe. Alles andere ist unhöflich.“ Dann zog sie den rechten Arm zurück, ließ die Faust bedrohlich blau leuchten und schlug dem Sergal dann mit voller Wucht in den Schritt. „Du scheinst es auch noch nicht richtig begriffen zu haben, wie man mit seiner Herrin redet.“
„Wu-argh!“ Fornoir riss die Augen auf als die Faust die empfindlichen Kronjuwelen traf. Sie wurden hilflos zurück und wieder vorgeschleudert und anschließend am Schambein förmlich zerquetscht. Der Schmerz, der darauf folgte schoss wie eine glühende Lanze von seinen Hoden in den Bauchraum und ließ dort die Muskeln schmerzhaft krampfen. Verzweifelt versuchte er mit letzter Kraft noch stehen zu bleiben, ein Fünkchen Würde und Männlichkeit zu versprühen, doch es klappte nicht. Er fiel wie ein Kartenturm in sich zusammen, der Schwanz klappte wie bei einem Klappmesser durch die Beine hindurch nach vorne und er blieb als Häufchen Elend in Fötusstellung auf dem Boden des Observatoriums liegen.
„Ich… Es… Es tut mir Leid… Oh… Argh…“ Ein paar Mal rollte er auf dem Boden, stöhnte und tastete seine besten Stücke mehrfach ab. Sie hatten ihre Form behalten, aber fühlten sich jetzt schon deutlich größer und heißer an. „Verdammt… Meine Eier…. Oh, verdammte Scheiße…“ Der grelle Schmerz klang relativ schnell ab, er blieb aufgrund des dumpfen Schmerzes dennoch ziemlich erschöpft auf dem Boden liegen. Die Hände und der Schwanz schützten immer noch den Schritt, auch wenn er genau wusste, dass es im Ernstfall nichts nützen würde.
„Hör auf zu jammern und steh auf. So hart habe ich dich wirklich nicht geschlagen, ich kann mich daran erinnern, es schon mal härter gemacht zu haben.“ Natürlich wusste Faldarea, dass das bei Männchen immer länger ging, bis sie nach so einem Schlag auf den Beinen waren, aber das bedeutete nicht, dass sie ihnen auch die Zeit gab. „Ich zähle bis zehn und wenn du dann noch nicht stehst, war das erst der Anfang.“ Die Arme wieder verschränkt, diesmal auch mit der Fußspitze auf dem Boden wippend, stand sie neben ihm. „Eins… Zwei… Drei… Vier…“
„Ich steh schon auf, ich steh schon auf!“ rief Fornoir und streckte eine Hand in ihre Richtung. Er wollte definitiv nicht erleben, was passierte, wenn sie bei Zehn angekommen war. Langsam, mit seinem Sack noch in der einen Hand, stand er auf. Er zitterte und ihm war schlecht, wie nach jedem solcher Schläge. „Seht ihr, ich stehe wieder!“
Unbegeistert blickte sie ihn an, die Arme immer noch verschränkt. „Lass dir das eine Lehre sein.“ Dann griff sie unsanft nach dem behaarten Arm, welcher bis eben noch die Juwelen schützte. „Finger weg davon!“ Es erforderte sichtbar einiges an Willenskraft, doch er tat wie geheißen. Sie griff mit beiden Händen nach dem Sack und ließ die großen, geschwollenen Hoden durch ihre Finger gleiten. „So schlimm fühlt es sich nicht an, da habe ich nach einem Schlag auch schon mal mehr erreicht. Ich sollte unbedingt mal wieder trainieren.“
Nein, ein gutes Gefühl war es selten, die Hände der Herrin in dieser Region zu haben. Schon gar nicht, wenn diese kurz zuvor noch versucht hatte, Sergalomlett aus ihm zu machen. Fornoir kniff die Augen zu und wimmerte. Die Bauchmuskeln zogen sich wieder zusammen und sein eh schon schwacher Stand wurde noch schwächer, als sie die gereizten Organe ungeniert drückte und knetete. Er atmete schwer, denn der erste Schlag hatte ihm auch gefühlt die gesamte Luft aus den Lungen getrieben. Sein Schwanz zog sich auf wieder ein und begann, den nackten Oberschenkel der Elfe zu streicheln. „Herrin…. Gnarrgh…. Bitte…“
Faldarea dachte gar nicht daran, aufzuhören. „Na, wer ist hier nun ein großer, starker Sergal? Ein guter Kämpfer?“ Sie hatte Gefallen daran und beobachtete jede seiner Regungen genau. Das Zucken der Arme und des Bauches, wenn sie etwas stärker drückte, das schmerzverzerrte Gesicht, welches verzweifelt versuchte, alles nur nicht sie anzuschauen und natürlich das rote Schwanzende, welches mal höher und mal tiefer hing. „Eigentlich hätte ich ja schon mal wieder Lust auf was anderes… Aber dazu haben wir nun definitiv keine Zeit.“ Um die Genitalien der Sklaven zu quälen war aber immer Platz im Terminkalender. „Fornoir, schau mir in die Augen!“
Der Ton bedeutete nie was Gutes, aber wenn er es nicht tat, bedeutete es noch etwas viel Schlechteres. Langsam senkte er den Kopf, um ihr in die Augen blicken zu können. Ein breites, diabolisches Grinsen umspielte das tätowierte Gesicht, dann drückte sie mit aller Macht zu. „Uaargh!“ Ein neuer, scharfer Schmerz schoss durch seinen Unterleib und der Sergal schrie auf. Die Klauen schnellten zu seinen Hoden, welche aber immer noch im Griff der Magierin waren. Der Schwanz schnellte erneut nach oben, diesmal auch zwischen den Beinen der Elfe, sodass diese erstaunt zusammenzuckte, den Griff aber keine Sekunde lang locker ließ. Er zitterte, die Beine tapselten hin und her und das Männchen war sich definitiv nicht sicher, ob er nicht wieder auf dem Boden liegen bleiben sollte.
„Wenn du umfällst, gehören sie mir!“ Befahl sie ihm streng und beobachtete das Schauspiel noch einen kurzen Moment bevor sie ihn dann in seine Freiheit entließ. „Ach Fornoir, es macht einfach so viel Spaß, mit dir zu spielen. Findest du nicht?“ Die Wut über das unangemessene, aber durchaus verständliche Verhalten ihres Sklaven, war ganz offensichtlich verflogen. Sie war wieder ein einer sehr lockeren Laune und begutachtete recht zufrieden ihr Werk.
Sergals waren nicht dafür bekannt, im Kampf klein beizugeben, doch das war definitiv kein Kampf, den es lohnte weiter zu kämpfen. Sie hatte einfach die besseren Argumente in der Hand und konnte sich seine Schwachstelle ohne Widerstand aneignen. Dennoch schaffte er es, stehen zu bleiben, wenn auch sehr knapp. Er stand schief, die Beine fest um den Schwanz und die den Sack schützende linke Hand gedrückt, während er verzweifelt mit der rechten Hand ruderte um auch weiterhin den Stand zu halte. Sein gequälter Blick traf den zufriedenen der Herrin, er lächelte und nickte nur schwach. „Ja, Herrin. Es hat Spaß gemacht.“ Er verabscheute, diesen Satz jetzt sagen zu müssen, doch sie wollte ihn hören und er nicht noch einmal ihren festen Griff um seine Sergalmacher haben. Eigentlich sollte er sich ja glücklich schätzen, dass sie nicht noch ihre Fingernägel in sein empfindliches Fleisch gedrückt hatte. Nicht nur einmal war sein Hodensack danach blutrot.
„Also, wo waren wir stehen geblieben?“ Als sei nichts gewesen, drehte Faldarea sich um und ihre Robe flog hinter ihr her. Für einen kurzen Moment konnte der Sergal sich an ihrem nackten Hintern erfreuen, doch dann war auch schon wieder Stoff davor. „Wir wollen ja alles für einen Dämonen vorbereiten. Komm weiter rein.“ Sie winkte ihren Sklaven zu sich in den geräumigen Dachstuhl. Dieser war nicht weiter unterteilt, sondern auf der gesamten Fläche ein einziges Sternenobservatorium. Mehrere Ferngläser blickten durch Luken in den Himmel, Sternenkarten mit verschiedenen eingezeichneten Sternbildern lagen auf großen Tischen. Mehrere wild anmutende Geräte standen im Raum verteilt, allerdings alle so, dass man sie von jeder Seite aus gut erreichen konnte. Manche waren mit dem Dach verbunden, teils über eine einfache Eisenstange, andere über eine zumindest vergoldete. Überall glitzerte es und ein komisches Surren lag in der Luft.
Mit den Testikeln immer noch in der linken Klaue trat er in den Raum. Er war nicht zum ersten Mal hier, dies änderte aber nichts daran, dass er immer noch ziemlich begeistert von ihm war. Neugierig schaute er sich einige der Geräte an, konnte teils komplizierte Zahlenfolgen und Zahnräderkombinationen erkennen, doch er hütete sich, auch nur mit der Schwanzspitze in die Nähe zu kommen. Einmal hatte er mit seinem verlängerten Hinterteil eine Vase umgeworfen und sie zerstört, danach konnte er mehrere Tage nicht richtig sitzen. Daher packte er sich mit der freien, rechten Hand an seinem Schwanz und hielt diesen fest. Lieber sah er etwas komisch aus, als auch nur die geringste Beschädigung zu riskieren. Langsam folgte er seiner Herrin durch den Raum.
„Wenn da wirklich ein Dämon draußen ist, will ich keine Sekunde verlieren. Wir werden alles vorbereiten, um ihn ordnungsgemäß unter unsere Kontrolle zu bekommen. Ich will mich nicht nur auf meine Magie verlassen, manchmal hilft auch das ein oder andere Objekt.“ Sie stand vor einem Gerät, dessen Form zu beschreiben für den Sergal eine Unmöglichkeit war. Kristalle bewegten sich hin und her, mal aufwärts und mal nur seitwärts. Sie blinkten rot und blau, wobei sie bei Berührung durch die Herrin regelmäßig ihre Farbe änderten. „Du darfst deine Dinger gerne loslassen, ich tu ihnen nichts mehr.“
Kaum dass er seinen Hodensack losließ und die geschwollenen Innereinen ihr Gewicht wieder selber tragen mussten, schmerzten sie. „Ich bevorzuge, sie noch ein wenig in der Hand zu haben. Es sei denn, ihr habt einen Kältezauber für mich.“ Fornoir war sichtlich überrascht, dass sie tatsächlich nebenbei den Zeigefinger ausstreckte und einige Schneeflocken in Richtung seines Schritts flogen. Kurz hatte er die Befürchtung, dass die Herrin ihm nun den gesamten Bereich einfrieren würde, doch dem war zum Glück nicht so. Es wurde lediglich ausreihend kalt um den Schmerz in angenehmere Regionen zu lenken. „Danke, sehr nett von euch.“ Er wechselte mit seinem Schwanz in die linke Hand. „Den behalte ich dennoch hier drin, ich will nicht, dass er an Orte kommt, wo er nicht hin soll.“ Um etwas Lockerheit in die Situation zu bringen, wedelte er mit dem Schwanzende etwas hin und her. „Also, was ist das für ein Gerät? Was macht es überhaupt?“
„Schau es dir mal genauer an.“ Eine Handbewegung folgte und ein Gewirr aus magischen Linien tat sich vor den Beiden auf. Mal bewegten die Kristalle sich auf den Linien, mal zwischen ihnen. So recht konnte er allerdings immer noch nicht erkennen, was es war. Sein fragender Blick ließ die Magierin die Antwort geben. „Das ist unser Haus. Erkennst du hier die Ställe und da die Küche? Wir sind hier.“ Sie zeigte mit dem Finger auf einen Bereich ganz oben, an welchem zwei Lichtpunkte schwach leuchteten. „Es ist sozusagen eine kompakte Version. Ich könnte es mir in mein Labor stellen und wüsste sofort, wo ihr seid.“
„Ich verstehe… Nicht. Für was brauchen Leute wie ihr das? Ihr habt mir doch das Halsband gegeben, damit habt ihr alle Macht über mich. Und ich würde mich hüten, wo anders hinzugehen als ich soll.“ Er wusste immer noch nicht, was die Herrin von ihm wollte. Manchmal vermutete er, dass sie einen ausgeprägten Spieltrieb hat und sich daher gerne von den Geräten hier ablenken ließ.
„Dein Käsekopf ist wirklich nicht die hellste Kerze im Raum.“ meinte sie neckisch und boxte ihm kurz auf den Arm. „Wenn man uns sieht, sieht man auch alles, was nicht da sein sollte. Ich habe schon lang genug damit verbracht, um es so einzustellen, dass ich Dämonen und andere magische Effekte damit erkennen kann, auch wenn sie versuchen sollten, ihre Präsenz zu verstecken.“ Sie erklärte es, als wäre es das normalste der Welt, eine dreidimensionale Karte des Hauses zu haben. „Und diese Kristalle, die du hier siehst, haben mich ein kleines Vermögen gekostet.“ Ein Grinsen verriet, dass das Geld dafür nicht unbedingt durch legale Arbeit erworben wurde. „Es sind magische Fallen. Die blauen, die sind aktuell desaktiviert. Ich weiß noch nicht, wie ich das Gerät dazu bekomme, dass ihr von den Fallen nicht detektiert werdet, deswegen habe ich nur die kritischen Räume geschützt.“ Langsam konnte Fornoir sich in dem Modell zurechtfinden und er bemerkte auch, dass immer dort ein roter Kristall war, wo er wusste, dass er den Raum nicht betreten durfte. Dass er im Keller Räume sah, die er vorher noch nie gesehen hatte, verschwieg er bewusst.
„Also jetzt verstehe ich langsam. Ehe ihr jeden Raum einzeln schützt und eure Runen an die Wände malt, nehmt ihr lieber dies. Da muss man nicht durchs ganze Haus gehen und sieht sofort, wo was fehlt.“ Er kratzte sich am Kinn. Es war sehr clever, das musste er lassen. Jetzt lebte er zwei Jahre bei der Herrin und hatte immer noch nicht alles gesehen. „Und im Gegensatz zu den Runen sieht man sie auch nicht auf dem Boden, zudem kann einen auch niemand dabei beobachten. Ich könnte euch jetzt stundenlang zuschauen und ich müsste euch fast in die Ohren atmen, um zu erkennen, dass das unser Haus sein soll. Also wenn ich das nicht wüsste.“ Dann verstummte er plötzlich. „Ihr wollt nicht, dass Manaltor davon erfährt, oder?“ Kurz schaute er zu ihr rüber, sie grinste breit. „Ihr nutzt ihn als Köder. Man sagt sich, Dämonen suchen sich willige Helfer.“
Faldarea lachte laut los. „Gut erkannt. Ihr Sergals habt eine Begabung dafür, die Situation für eure Vorteile zu nutzen und dabei über Leichen zu gehen. Ja, er wird mein Opfer. Schade um den Drachen, aber der Dämon ist um Welten mehr wert. Mit den Besten von ihnen könnte ich den ganzen Raum hier bezahlen.“ Dann ging sie wie ein General um seine Karte um das Abbild des Gebäudes und blickte ihn durch es an. Sie beugte sich leicht nach vorne, sodass er noch einen besseren Blick auf ihre Oberweite und den Spalt dazwischen hatte. Mehrere Kristalle wurden verschoben und blinkten nun rot. „Sobald die Sonne untergeht, sind die Fallen aktiv. Bis dahin musst du im Gebäude sein und auch bleiben. Es könnte sonst unangenehm werden.“
Instinktiv griff er sich wieder an den inzwischen gut gekühlten Schritt. „Wie unangenehm?“
„Och, stell dir vor, du bist mit brennenden Seilen gefesselt ohne zu Brennen. Das in ungefähr. Ich will den Dämonen ja lebend, ich will ihn nicht töten. Wer sterben kann, das ist der Drache. Kann ich endlich seine nutzlosen Eier verkaufen, es gibt schon ein paar Leute, die sich dafür interessieren. Und ein paar andere Sachen. Du musst wissen, dass Drachen eine begehrte Ware auf dem Schwarzmarkt sind.“ Sie zuckte nicht einmal mit der Wimper als sie von ihren Sklaven wie von Dingen redete.
Was sollte man als Sergal darauf antworten? Viele seiner Rasse gab es hier in der Gegend auch nicht, gut möglich, dass er dann auch zu einer begehrten Ware geworden ist. Wollte er seinen Marktwert wirklich wissen? Oder würde das dann nur Gedanken auslösen, welche er nicht haben wollte. Fornoir entschied sich, nichts Genaueres wissen zu wollen. „Ehrlich gesagt ziehe ich es vor, wenn er seine Arbeitskraft behält. Wenn er arbeitet, arbeitet er kraftmäßig mindestens für sechs von uns.“ Nicht dass er ihn mochte und ihn davor schützen wollte als Dämonenfutter zu enden, aber er hatte definitiv auch keine Lust, sich selber um Dinge wie die Mühle zu kümmern. Und Hidalgo dazu zu bringen, dass er einen Pflug zog war auch eine Sache, die er sich seit Manaltors Ankunft nicht zurück gewünscht hatte.
„Jaja, ich auch nicht. Drachen sind schwer zu bändigen. Aber ich will mir auch nicht diesen Dämon aus den Händen gleiten lassen.“ Sie hatte ihr Ziel im Fokus und nahm nicht zu verachtende Kollateralschäden auf sich.
„Noch wissen wir doch gar nicht, ob es überhaupt einen Dämonen gibt und ob er den Weg zu uns findet. Warum dann gleich alle Geschütze abfeuern? Haben wir nichts kleineres?“ //Schnell weg von dem Thema, dass wir eigentlich nur Gegenstände für sie sind.// Jetzt war er zwei Jahre hier bei der Herrin und sie schaffte es immer noch, ihm das Gefühl zu geben, jederzeit durch jegliche Lebensform zu ersetzen zu sein.
Ein böser Blick traf ihn und instinktiv wurden die Genitalien mit beiden Händen geschützt, inklusive des darin befindlichen Schwanzes. „Sag mal, rede ich eigentlich eine Fremdsprache mit dir? Hörst du mir überhaupt zu? Wenn da wirklich ein Dämon ist, dann lasse ich ihn mir auch nicht entgehen. Egal, was die Vorbereitung kostet.“ Sie schlug mit der Faust auf den Tisch. „Ich warte schon seit der Zeit bevor du zu mir gekommen bist auf die Möglichkeit, ein solches Wesen zu fangen ohne die Inquisition auf mich zu bringen. Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie reich ich werden würde.“
//Wow. Sie ist noch stärker von der ganzen Sache überzeugt als ich angenommen habe. Ich hoffe jetzt einfach mal, dass diese Leidenschaft nicht irgendwie mich beeinflusst.// „Entschuldigt, ich habe einen etwas härteren Schlag in meine allerwertesten Teile bekommen und man sagt ja, dass der Kopf des Männchens…“ Er beendete den Witz nicht, aber das Grinsen auf dem Gesicht der Herrin verriet ihm, dass die Stimmung dadurch wieder entschärft wurde.
„Der Punkt geht an dich, Fornoir.“ meinte sie anerkennend und machte eine entsprechende Geste mit der Hand. Dann wand sie sich wieder dem Modell zu. „Also Fallen sind hier, hier und hier aktiv. In unsere Schlafzimmer kann er schon einmal nicht eindringen, außer zu Hidalgo und Manaltor. Aber Tiere interessieren Dämonen für gewöhnlich nicht und der Drache. Naja, du weißt ja was mit ihm ist.“
Fornoir versuchte sich irgendwie nützlich zu machen. „Wie sieht es mit Zeug zum Bannen aus? Braucht ihr da noch irgendwas? Soll ich noch was besorgen? Noch kann ich schnell zu der Kräuterfrau gehen und ein paar Sachen besorgen.“ Er blickte durch eins der Fenster nach draußen, konnte in diese Richtung allerdings keine Gewitterwolke erkennen. „Bevor eins der Gewitter uns erreicht.“
„Ach, Schwachsinn. Sehe ich etwas aus wie eine dieser Möchtegernhexen? Wir Magier können sowas ohne irgendwelche Kräuterhilfsmittel. Ich bin eh der Meinung, dass die meisten dieser Kerzen, Kreiden und was für einen Schwachsinn man noch alles als Hexe kaufen kann, total nutzlos ist. Wer es nicht ohne kann, sollte es gleich bleiben lassen.“ Verächtlich redete sie über Hexen und der Sergal fragte sich, wo wohl diese Verachtung herkam. Aber in dieser Disziplin war die Elfe schon immer gut, sie konnte nichts leiden, was ihr auch nur ansatzweise oder in der Theorie das Wasser reichen konnte. „Mach du einfach das, was du sonst noch normal machen würdest. Ohne das Haus nach Dunkelheit zu verlassen.“
„Alles klar… Braucht ihr mich dann hier überhaupt noch? Oder kann ich wieder an meine Aufgaben gehen?“ So langsam wurden ihm die Ausführungen der Herrin etwas nervig, sie neigte bei magischen Themen gerne dazu, ewig und drei Tage zu reden. Daher kam dieses Stichwort mehr als gelegen.
Faldarea hatte sich selber schon von der Hausüberwachung abgewendet und ging stattdessen auf ein als Raumteiler genutztes Regal voller Holzschatullen und kleinerer Kisten zu. „Nein, nein geh ruhig. Aber erzähl dem Drachen auf keinen Fall etwas von dem, was du hier gesehen hast. Erzähle einfach gar keinem davon, nicht mal Hidalgo.“ Sie verabschiedete ihn nicht einmal, ging stattdessen an den Kisten entlang und studierten deren zum Teil schwer leserlichen Aufschriften.
//Mir ist mein Leben dann doch zu lieb als dass ich es auch nur ansatzweise riskieren würde, jemandem davon zu erzählen.// dachte er sich und ging zurück zur Tür. Dort ließ er seinen Schwanz wieder los als er sich sicher war, dass dieses Körperteil nichts mehr beschädigen konnte.