Kapitel 33

Story by SethGodofChaos on SoFurry

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Kapitel 33

der Mech

Der Waffenträger hob das linke Bein und stampfte wütend auf, dann folgte das rechte Bein.

Die Schritte waren weit ausladend und erinnerten in der Tat an die Bewegung einer Raubkatze. Majestätisch donnerte der Roboter, einen Schritt nach dem anderen setzend, aus dem Hangar. Der Lärm den er dabei verursachte und die Erschütterungen waren sogar in der Ebene zu spüren, in der die anderen Chafren schliefen.

Zuerst wurde Diana wach. Sie öffnete die Augen und wusste erst gar nicht, warum sie munter geworden war. Dann spürte sie eine Erschütterung. Sie schaute sich irritiert um und zu den anderen. Wotan erwachte und schaute zu Diana rüber, schüttelte sich den Schlaf ab und stieß Sirius an. Der knurrte und schreckte hoch, als er ebenfalls der Erschütterung gewahr wurde. So hob einer nach dem anderen den Kopf.

„Verdammt, was ist das?“, fragte Chiron.

„Das kommt von oben und hört sich fast so an, als ob etwas extrem schweres versuchen würde zu laufen“, sinnierte Helios.

„Das muss der Mech sein“, rief Tarja und alle sprangen auf und rannten die Treppe hinauf.

Jeder wollte der Erste sein.

Helios gewann den Wettlauf und öffnete die Tür zum Hangar. Sie traten in die Halle und sahen gerade noch wie die gewaltige Maschine die Räumlichkeit verließ. Sie liefen hinterher und beobachteten staunend die fast schon grazilen Bewegungen der Beine, was bei der Größe des Ungetüms gar nicht so einfach war.

Diana ertappte sich dabei, dass sie die Bewegungen sogar irgendwie erotisch fand und schüttelte diesen Gedanken schnell ab. Kira und Andrew liefen links und rechts neben dem Roboter her und kontrollierten seine Schritte. Sie woll-ten sichergehen, dass alles richtig funktionierte und nichts dem Zufall überlassen.

Syrgon war in diesem Moment der stolzeste Chafre den man je gesehen hatte und grinste von einem Ohr zum anderen. Auf dem Vorplatz angekommen, hielt er die Kampfmaschine an.

Er öffnete die Kanzel und schaute herab. „Das Ding ist einfach spitze. Er läuft zwar etwas holperig, aber ich glaube, das ist nur so, wenn er langsam geht.“

Kira nickte: „Wenn er schneller wird, dann gibt sich das.“

Die anderen Chafren waren mittlerweile auch angekommen und begutachteten das Werk der drei.

„Das sah ja richtig gut aus“, sagte Cyron.

„Das war allerdings nur ein Vortest“, antwortete Andrew, „Wenn wir genau wissen wollen, ob alles funktioniert und der Mech auch das tut, was er tun soll, müssen wir wohl oder übel einen längeren Marsch damit machen.“

Tarja seufzte. „Na ja. Ich denke mal, dass eine Runde nach Felgan und wieder zurück genau das Richtige ist. Dass der Mech existiert wissen eh alle und damit gehen wir auch kein Risiko ein, dass wir Daten preisgeben, die die Anderen nicht erfahren sollten.“

Cyron schaute seine Tochter an, ließ den Blick über die Gesichter der Anderen schweifen und blickte schließlich nach oben, zu Syrgon. „Okay, mach dich auf den Weg nach Felgan, probiere die Steuerung aus und teste die Systeme durch. Kehre anschließend sofort zurück und halte Funkkontakt mit uns. Wir werden einen Gleiter startbereit halten, für den Fall, dass es Schwierigkeiten gibt.“

Syrgons Grinsen wurde noch breiter und er nickte freudig.

Die Gruppe trat zurück, als der Wolf die Kanzel schloss. Er blickte auf die Energieanzeige. Die Fusionszelle war im Nominalbereich und die Warnlämpchen für die Energiezufuhr und die Überlastung schwiegen, blieben dunkel.

Der Wolfsrüde bewegte den Bewegungsjoystick und unter dröhnenden Schritten verließ er das Gelände, brach durch das Unterholz und ließ Bäume brechen. Syrgon hinterließ eine breite und hohe Schneise der Verwüstung.

Grey hatte sein Funkgerät eingeschaltet. <„Wie sieht es aus, großer Beherrscher der Technik?“>

<„Bisher sehr gut. Der Roboter steuert sehr sicher über jede Unebenheit und Bäume scheinen ihm kein Hindernis zu sein. Er läuft einfach quer durch den Wald und macht dabei alles platt.“>

<„Das sehen wir, die Verwüstung ist ja nicht zu übersehen und die Geräusche des Mechs hört man immer noch.“>

<„Okay, ich bin aus dem Wald raus. Ich werde mich jetzt nach Felgan begeben. Bis später.“>

<„Gut. Melde dich hin und wieder.“>

<„Ja, ja. Ich mach schon.“>

Grey verdrehte die Augen. „Typisch. Kaum gibt man den Wölfen was in die Hand, drehen die am Rad.“

Wotan und Sirius knurrten leise und warfen mit missbilligenden Blicken um sich.

„Wir können im Moment nichts tun. Jetzt müssen wir warten bis Syrgon zurückkehrt“, sagte Stella.

Sie setzten sich auf den Boden und ließen jetzt einfach einmal alle Fünfe gerade sein. Grey legte sich flach hin und Sinja legte ihren Kopf auf seine Brust, kraulte sein Kopffell. Wotan und Sirius schmusten und kuschelten sich aneinander. Die vier erwachsenen Tiger plauschten über Belanglosigkeiten und genossen, wie alle anderen auch, die Sonnenstrahlen. Helios machte sich mit Dia-na bekannt und Torus unterhielt sich mit Apophis. Andrew und Kira waren in der Station verschwunden. Keiner fragte warum, denn die Antwort konnten sie sich selbst geben. Das verübelte den beiden keiner, auch wenn sie ab und zu den falschen Zeitpunkt erwischt hatten.

<„Syrgon hier. Ich überquere jetzt den Tiglus.“>

Es war tatsächlich eine Stunde vergangen, seitdem er weg war.

<„Okay, mach weiter“, sagte Grey, „aber erschrecke die Felganer nicht so.“>

Aus dem Funkgerät kam nur ein lautes Lachen.

„Jetzt dreht er ab“, grummelte Sinja.

Cyron stand auf und ging in die Station.

„Kira“, sagte Cyron, als er ankam, „ich habe hier etwas, was du dir dringend ansehen solltest.“

Er legte ihr die Papiere auf den Tisch. Sie nahm sie, las sie durch und kniff die Augen zusammen.

„Das ist irgendwie nicht logisch. Was hier steht widerspricht, wenn man die Geschichte weiter ausmalt, den Berichten der Wissenschaftler.“

Cyron nickte, gab aber zu bedenken: „Es sei denn, die Berichte der Wissenschaftler sind die offizielle Version und sogar bewusst gefälscht oder man hatte die Wissenschaftler bewusst falsch informiert und sie wussten überhaupt nicht was sie hier wirklich taten. Wir dürfen nicht vergessen, dass das Militär die ganze Zeit über seine Hände über die Station hielt. Zumindest anfangs.“

Kira nickte zustimmend. „Das klingt einleuchtend. Lass mich das mal laut zusammenfügen: Die Menschen hatten vor eintausend Jahren einen Krieg mit den Cherit vom Planeten Festrid. Diese Spezies scheint anthropomorph zu sein, wie wir. Sind das jetzt Verwandte oder andere Anthros? Die Menschen haben keine Chance dem Feind beizukommen, es sei denn man züchtet Cherit oder was artähnliches, um sie gegen die eigene Spezies einzusetzen. Man nutzt dabei unseren Planeten als Basis. Man experimentiert herum, erreicht nur Fehlschläge und plötzlich kommt Andrew dabei heraus und am Ende wir. Das klingt im ersten Moment nicht logisch. Immerhin hatte man die DNS von einheimischen Tieren der Erde verwendet und sie mit Intronenviren versetzt.“

Apophis war hinterher gekommen, stand in der Tür und hatte interessiert zugehört. „Das klingt logisch und nur das“, sagte er plötzlich.

Die beiden sahen zu ihm rüber.

„Was meinst du damit?“, fragte Cyron.

„Nehmen wir mal an, es gibt eine Urbevölkerung von Anthros. Sie ist technisch sehr weit entwickelt und bereist, genau wie die Menschen heute, den Weltraum, allerdings tausende Jahre zuvor. Sie haben auf ihrer Heimatwelt Probleme und müssen ihren Planeten verlassen.

Sie reisen also sehr weit und treffen auf den Planeten der Menschen, die Erde. Sie richten sich dort ein und leben in Frieden. Dadurch, dass ihre Art zahlenmäßig klein ist, kämpfen sie mit dem Problem des genetischen Zerfalls. Um dem beizukommen, pflanzen sie sich nicht nur mit ihren eigenen Artgenossen fort, sondern nutzen unter Verwendung der Gentechnik, die auf der Erde lebende Tierwelt. Sie hinterlassen dadurch ihre Erbanlagen auch in den irdischen Lebewesen. Dann passiert irgendwas und sie werden vernichtet. Es vergeht sehr viel Zeit.

Dann tauchen plötzlich weitere Cherit auf und die Menschen sehen sich bedroht. Es kommt zum Krieg, mit dem Ergebnis, dass die Menschen keine Chance haben und Cherit züchten wollen, die ihre eigene Spezies vernichten sollen. Die Genexperimente schlagen aber fehl und es kommt gerade noch rechtzeitig zu einem Friedensvertrag.

Das Militär gibt den Planeten auf, die Wissenschaftler übernehmen ihn, allerdings unter anderen Maßgaben. Man will einen Jagd- und Vergnügungsplaneten errichten. Die Experimente werden fortgesetzt und das einzig nennenswerte Endergebnis sind wir. Das Militär hat sich an den Genetikfragen die Zähne ausgebissen und nur minderintelligente Tiere erhalten, aber keine Cherit.

Die Wissenschaftler wollten nur halbwegs intelligente Tiere haben, erhielten aber genau das, was das Militär gerne gehabt hätte, nämlich Cherit. Die Frage ist nur, was haben wir damit zu tun und sind wir jetzt Chafren oder Cherit und vor allem, wem gehört das unbekannte Schiff in der Landungsbasis?“

Das klang jetzt wirklich einleuchtend, aber es warf sehr viele zusätzliche Fragen auf, die nicht ausgesprochen wurden.

Wo sind diese anderen Anthros jetzt? Wo liegt ihr Planet? Waren sie wirklich auf der Erde oder ist das alles nur ein großer Zufall?

„Aber was hat dann dafür gesorgt, dass die Computer der Stationen auf Verteidigung gingen?“, fragte Kira neugierig.

„Das Schiff, das in der Station landete, gehörte vielleicht den Cherit. Sie sind gelandet und in die Basis eingedrungen. Sie wurden vermutlich eliminiert. Aber der Computer der Basis hier stellte fest, dass sich Cherit im Inneren einer Station befinden und löste einen Großalarm aus. Es handelte sich nur um eine Fehlinterpretation der verfügbaren Daten.“

Egal wie man es drehte, die Richtung war vorgegeben und es gab nur einen Weg und der führte zur Erde.