Kapitel 34

Story by SethGodofChaos on SoFurry

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Kapitel 34

Syrgon

Syrgon ließ den Mech rennen und er erreichte, nachdem er den Fluss durchquert hatte, tatsächlich die angegebenen 120 km/h. Keinerlei Erschütterungen waren zu spüren und der Wolf sah seitlich aus der Kanzel. Die Maschine holte bei ihren Schritten sehr weit aus und bewegte sich in der Tat ähnlich den Hinterläufen einer vierbeinigen Raubkatze. Das Einzige was Syrgon merkte und hörte war das laute und dumpfe Aufschlagen der Füße auf der Oberfläche. Er entspannte sich und genoss es sichtlich aus der Station herausgekommen zu sein und den Blick über die Weite des Landes streifen zu lassen.

Er liebte seine Heimat und wollte sie auch behalten. Er war bereit zu sterben, um die Unberührtheit des Lebens auf seinem Planeten zu erhalten. Seine Au-gen wurden feucht und es lief die eine oder andere Tränen über seine Lefzen.

Würde es sein letzter Ausflug sein? Wenn er wieder in der Station war, dann gab es kein zurück mehr, nur noch den Weg nach vorn und das bedeutete, dass sie alle zur Rückseite ihres Heimatplaneten flogen, ihre Sachen einluden und einer verrückten Idee hinterher jagten. Der Idee, ihrem Schöpfer, den Menschen gegenüberzutreten. Keiner wusste bisher wo sie da suchen sollten, hofften aber, dass sich die entsprechenden Aufzeichnungen in der Raumschiffbasis befanden.

Aber was war, wenn es die gar nicht gab, würden sie dann trotzdem suchen, ohne zu wissen wo und ohne Aussicht jemals zurückzukehren?

Wehmut überkam ihn und er brach endgültig in Tränen aus. Er ließ den Joystick los und der Mech verlangsamte allmählich seine Schritte. Er gab sich ganz seinen Gefühlen hin und beneidete die Anderen um ihre Partnerschaften. Er selbst war immer ein einsamer Wolf gewesen, hatte niemals eine Partnerin gehabt, sich niemals verliebt, geschweige denn gepaart. Er würde, wenn er für immer verschwand, nichts hinterlassen und würde wohl in Vergessenheit geraten. Er schaute zu Boden, wischte sich die Tränen aus dem Gesicht und fing sich wieder.

„Das bringt nichts Syrgon, das bringt wirklich nichts“, dachte er laut.

Er beneidete Wotan und Sirius und spürte, dass er sich zu den beiden hingezogen fühlte. War er vielleicht auch homosexuell? Nahm er die beiden viel-leicht deshalb so sehr in Schutz vor den Anderen? Er wusste es nicht. Er hatte bisher nie die Gelegenheit gehabt es auszuprobieren und zu erfahren. Er biss sich auf die Unterlippe und drückte den Joystick energisch nach vorn. Der Mech trat plötzlich fast auf der Stelle und seine Beine schienen sich zu über-schlagen. Der Moment dauerte aber nur Bruchteile einer Sekunde und das schwere Gerät setzte sich wieder in Bewegung, donnerte mit Höchstgeschwindigkeit über das Land. Anderthalb Stunden später tauchte er am Rande von Felgan auf und entschloss sich eine Ehrenrunde über den Dorfplatz zu drehen.

Den Spaß wollte er sich gönnen und tat es auch.

Die ehemals zur Truppe gehörenden Chafren saßen auf dem Dorfplatz, vor der Schänke und im Wirtshaus verteilt. Sie tranken Bier und Met, aßen einen kräftigen Bissen und unterhielten sich über ihre weiteren Vorhaben und Ziele.

Ihnen fiel es schwer sich voneinander zu trennen und viele beschlossen spontan zusammenzubleiben. Die Stimmung war jedoch nicht gedrückt, sondern eher fröhlich und ausgelassen, als plötzlich die donnernden Schritte einer schweren Maschine an ihre Ohren drangen.

Crown sprang auf. „Da kommt was aus Richtung der Station und es muss gewaltig sein.“

Er schaute zur Tür hinaus, dort hatten sich schon alle erhoben und schauten in die Richtung, aus welcher der Lärm kam. Sekunden später sah man zwischen den Häusern eine riesige Stahlkonstruktion auftauchen. Die Glaskanzel schwebte dabei weit über den Dächern der Häuser und bewegte sich leicht schwankend. Die Maschine trat auf den Platz, drehte sich fast auf der Stelle und kam auf sie zu.

„Bei allen Göttern“, sagte Pathenon leise.

Wenige Meter vor dem Wirtshaus hielt sie an und die Kanzel wurde geöffnet.

„Eh, ihr solltet mal eure Gesichter sehen. So blöd habt ihr schon lange nicht mehr geschaut“, rief Syrgon herunter.

Gejohle und Gelächter brandete ihm entgegen. Er stieg aus und kletterte herunter. Eine wahre Begrüßungsorgie entflammte. Jeder wollte Syrgon in die Finger kriegen und ihn durch knuddeln. Er ließ es bereitwillig geschehen. Als letzter kam Tristan an die Reihe. Die beiden versanken im Kuschelglück und konnten plötzlich die Finger nicht mehr voneinander lassen.

Die Augen der anderen wurden immer größer. Syrgon und Tristan ein Pärchen? Das wäre ja mal ein Ding, und schon wurde getuschelt und die Gerüchteküche brodelte. Der Greif und der Wolf ließen voneinander ab und lächelten sich an. Syrgon spürte eine deutliche Veränderung in sich und schien zu wissen was er gesucht hatte.

Er griff zum Funkgerät. <„Station für Mech.“>

<„Hier Station. Syrgon, schön das du dich mal meldest. Wie sieht es aus?“>

<„Es sieht sehr gut aus. Der Mech ist voll funktionsfähig und schnurrt wie ein kleines Kätzchen.“>

<„Super! Wir sind ganz aus dem Häuschen. Komm wieder zurück. Es wird bald dunkel und dann solltest du wieder hier sein.“>

Syrgon schaute sich um, guckte zu Tristan und schloss kurz die Augen. Tristan warf ihm einen Blick zu, der keinen Zweifel über seine Entscheidung offen ließ.

<„Negativ, Station. Ich bleibe über Nacht im Dorf. So eilig haben wir es auch nicht. Außerdem weiß niemand, wann wir wieder hier sind oder ob wir jemals wieder hier sein werden.“>

Es folgte Stille, dann: <„Okay. Mach das, aber mit deinen Gedanken bist du nicht allein. Wir kommen mit den Gleitern rüber und gehen morgen früh geschlossen zur Basis zurück.“>

Syrgons Gesichtszüge hellten sich auf und die Menge war nicht mehr zu bremsen. Sie würden für einen Abend und eine Nacht alle noch einmal vereint sein und die Gesellschaft aller genießen dürfen.

Shivas Wirtshaus schien aus allen Nähten zu platzen, als die Gruppe aus der Station eintraf und sich zu den bereits Anwesenden gesellte. Die Begrüßung fiel mehr als herzlich aus und es wurde reichlich Bier und Wein ausgeschenkt.

Sie feierten als wäre es wirklich das letzte Mal, dass sie sich sehen würden.

Pathenon setzte sich zu Stella, Tarja, Chiron und Cyron.

„Sag mal, mein lieber Pathenon. Wie war das eigentlich damals, mit dir, Stella und Cyron?“, fragte Tarja plötzlich.

Pathenon wollte gerade an seinem Bier nippen, verschluckte sich jedoch und fing mörderisch an zu husten. Cyron blickte böse zu seiner Tochter, die ließ sich jedoch nicht einschüchtern und hielt seinem Blick stand. Stella versteckte ein hämisches Grinsen hinter ihrem Weinglas.

„Überlege dir genau, aber sehr genau, was du jetzt sagst“, brummelte Cyron gedehnt in Richtung Pathenon.

Pathenon starrte auf den Tisch und schien tatsächlich zu überlegen. Shiva gesellte sich zu ihnen und machte die Sache für den Tigerkater noch unbehaglicher.

„Ja, also“, begann er, „Die Sache ist nicht so einfach zu erklären. Wir waren damals noch sehr jung und ich wusste nicht das Cyron und Stella ein Pärchen waren. Jedenfalls zog es mich zu dieser wunderschönen Tigerin und ich umgarnte sie nach Strich und Faden. Sie war noch sehr jung und die erste Rolligkeit stand aus. Das interessierte mich aber auch nicht wirklich. Ich war Hals über Kopf verliebt in ihre schönen Augen und in ihre traumhafte Fellzeichnung. Sie machte einen so schüchternen und zurückhaltenden Eindruck. Das spornte mich an, mich noch mehr um sie zu bemühen.

Tja, jedenfalls machte ich ihr den Hof und schaffte es schließlich mir ein Herz zu fassen und an ihre Haustür zu klopfen. Leider öffnete nicht sie die Tür, sondern Cyron und der war extrem eifersüchtig. Er dachte, ich wolle ihm sein Weibchen abspenstig machen, packte mich, zog mich ins Haus und stellte mich zur Rede.

Ich wehrte mich und wollte gehen. Immerhin war ich ihm keinerlei Rechenschaft schuldig. Das wollte er aber nicht zu lassen und es entwickelte sich ein Handgemenge. Stella kam hinzu und wollte uns trennen. Wir waren aber so ineinander verbissen, dass wir sie ignorierten und uns in unsere Streitigkeit hineinsteigerten. Am Ende trennten Cyron und ich uns mit vielen Biss- und Kratzwunden. Ich zog ab und versprach, keinen Finger an Stella zu legen.“

„Ja und er hielt und hält sich auch daran“, ergänzte Stella.

Cyron nickte zustimmend. „Später sind wir uns dann des Öfteren über den Weg gelaufen und hatten die Streitigkeiten beigelegt. Außerdem brauchten wir uns gegenseitig für die Jagd und spätestens da war alles bereinigt und zwischen uns geklärt“, pflichtete Cyron bei.

Tarja nickte und konnte sich ein tiefgründiges Lächeln nicht verkneifen. So ein Verhalten hatte sie von ihrem Vater, der doch immer so ausgeglichen war und sich von allen Streitereien fernhielt, nicht erwartet.

Shiva schaute Pathenon ernst an. „So, so. Mein gestreifter Geliebter hat sich also mit einem anderen Streifenkater um ne Kätzin geprügelt. Ich hoffe, das würdest du auch tun, wenn es um mich geht oder bist du mittlerweile zu alt dafür geworden?“ Aus ihrem letzten Satz klang etwas Spott.

„Aber natürlich, denn nur du bist es wirklich wert, dass man um dich kämpft. Bei Stella sind die Hormone mit mir durchgegangen. Typische Reaktion für einen jungen Kater der voll im Saft steht.“

Stella zog einen Flunsch und knurrte leise. Cyron bemerkte es und küsste sie dafür.

„Ich möchte wirklich nicht wissen, wie es war, als du noch unter vollem Saft standest, denn das was ich bei dir bisher erlebt habe reicht vollkommen aus“, sagte das Jaguarweibchen leise.

Die beiden Tiger sahen sich derweil überglücklich an und ignorierten die weiteren Witzeleien von Shiva und Pathenon.

Um Sitara und Finlay hatte sich auch eine kleinere Gruppe gebildet und man unterhielt sich über Sitaras Jugend.

„Du bist groß geworden und wunderschön“, sagte Samantha.

Sie selbst war eine Schneeleopardin, die so manchem Kater das Blut in den Adern zum Kochen brachte. Sie geizte nicht mit ihren Reizen und war in der Vergangenheit mal mit dem Einen zusammen, dann wieder mal dem Anderen.

Ihr Leben war recht unstet, aber sie hatte stets ihre Würde bewahrt und war niemals unter ein gewisses Niveau gesunken. Allgemein galt dieses Weibchen als lebenslustig, neugierig und bereit alles auszuprobieren, außerdem hatte sie den Ruf sexuell sehr gierig zu sein.

„Wie lange haben wir uns nicht mehr gesehen?“, fragte sie.

Sitara überlegte kurz. „Es sind so ziemlich achtzehn Jahre“, erwiderte die Leopardin.

„Ist es wirklich schon so lange her?“ Samantha seufzte. „Die Zeit vergeht wirklich schnell. Erzähl doch mal. Was hast du alles gemacht und erlebt in dieser Zeit? Abgesehen davon, dass du einen so feschen Kater geheiratet hast.“

Sie warf Finlay einen begierigen Blick zu. Der übersah diesen aber einfach und konzentrierte sich auf seine Lebensgefährtin.

Sitara begann zu berichten und wurde bei ihren Ausführungen von Samanthas Och’s und Ach’s begleitet.

„Das ist aber wirklich eine herbe Geschichte. Ich freue mich für euch beide, vor allem dass ihr so glücklich seid“, sagte die Schneeleopardin schließlich.

Das Leopardenpaar nickte Samantha freundlich zu, stand auf und ging durch den Raum. Wobei man weniger von gehen sprechen kann, es war eher ein sich durchschlängeln und herumwinden, um im Weg stehende Chafren. Sie schau-ten mal hierhin, mal dorthin und schnappten die verschiedensten Gesprächsfetzen auf.

Als sie bei Tristan und Syrgon ankamen, stutzten sie. Die beiden unterhielten sich nämlich nicht einfach, sondern waren in ein sehr persönliches Gespräch vertieft und es kam ihnen eher so vor, als ob der Wolf dem Greif eine Liebeserklärung machen wollte. Finlay sah Sitara an, zwinkerte ihr zu. Sie schlängelten sich weiter durch und landeten schließlich am Tisch bei Tarja und den anderen Tigern.

Shiva lächelte den beiden zu.

„Hallo ihr zwei“, sagte Cyron erfreut, „Was macht ihr schönes?“

„Das, was auch die Anderen machen. Wir genießen die Stimmung und quatschen sinnloses Zeug. Wobei manche Sachen die in diesem Raum gesprochen werden gar nicht so sinnlos zu sein scheinen“, sagte Sitara.

„Ach so? Und das wäre?“, fragte Stella neugierig.

Sitara schaute kurz über ihre Schulter und beugte sich dann zu den Tigern hinab. „Ich glaube, zwischen dem Greif und dem Wolf da hinten an der Theke, entwickelt sich was“, flüsterte sie verschwörerisch.

Cyron machte einen langen Hals und Stella beugte sich nach hinten, um an Finlay vorbeizuschauen.

„Wen meinst du?“, fragte die Tigerin.

„Die Beiden da an der Theke. Psst. Schaut nicht so auffällig hin. Ich glaube, dass die beiden ihr Tächtelmächtel geheim halten wollen.“

Chiron stand etwas auf und starrte über Sitaras Schulter. „Ich sehe an der Theke nur Tristan und Syrgon“, sagte er.

„Ach, so heißen die beiden also. Ja, also. Genau die beiden meine ich.“

Die Tiger sahen sich staunend an.

„Syrgon hat was mit Tristan am Laufen?“, flüsterte Tarja. „Ne, das kann ich mir nicht vorstellen. Syrgon doch nicht. Bei Tristan vielleicht, aber nicht bei dem.“

„Glaub mir ruhig. Als wir vorbeigingen, unterhielten sich die beiden sehr zärtlich und liebevoll. Ich glaube da entwickelt sich was.“ Die Leopardin griente.

Cyron zuckte mit den Schultern. „Na ja, wenn’s schön macht. Lass die beiden mal machen, die wissen schon was sie tun.“

Die Tigerinnen kicherten und prosteten sich zu.

Als Tarja sich nach den beiden umdrehte, waren sie plötzlich verschwunden.„Oh, oh. Sitara hat Recht. Die beiden sind weg und wie es aussieht gemeinsam.“

„Es ist die vielleicht letzte Nacht in trauter Zweisamkeit, sollen die Beiden sie ruhig nutzen. Für Syrgon ist es vielleicht sogar das erste Mal, hoffentlich aber nicht gleichzeitig das letzte. Vielleicht will er auch nur was ausprobieren und zu sich selbst finden. Machen wir uns also keine Gedanken darüber“, erklärte Cyron.

Die anderen nickten.

„Ich bin müde“, sagte Tarja, „und werde jetzt mein Bett aufsuchen.“

Sie gähnte heftig und steckte Chiron damit an. „Wir gehen dann mal heim und legen uns aufs Ohr.“

Stella gab sich verständnisvoll und zwinkerte Tarja zu. „Macht das, aber versucht nicht zu laut zu schlafen.“

Tarja kicherte albern und Chiron kratzte sich hinter dem rechten Ohr. „Wir werden uns bemühen“, sagte er und sie gingen.

„Weißt du was“, sagte Stella zu ihrem Mann. „Wir sollten auch verschwinden und an der Matratze horchen. Es ist schon recht spät geworden und der neue Tag bringt wahrscheinlich wieder viel Aufregung und Hektik mit sich, wie schon so oft in der Vergangenheit.“

Cyron willigte ein und somit verschwand das zweite Tigerpärchen von der Bildfläche.

Als die beiden im Haus eintrafen, schlummerten Chiron und Tarja bereits eng umschlungen.

Kaum hatten sie sich selbst hingelegt, fielen ihnen auch schon die Augen zu.

Das Wirtshaus begann sich wie von Geisterhand geführt, immer mehr zu leeren. Von anfänglich fünfundvierzig Chafren waren jetzt nur noch zehn anwesend und halfen Shiva beim aufräumen. Die meisten Pärchen waren auch verschwunden, lediglich Andrew und Kira sowie Wotan und Sirius waren als solche noch da.

„Also, wenn ihr mich fragt. Syrgon benahm sich heute Abend recht merkwürdig“, sagte Sirius.

„Wie kommst du darauf?“, fragte Andrew.

„Ich weiß es nicht, aber er war nicht so wie sonst und außerdem hing er ständig mit Tristan zusammen.“

„Was soll daran ungewöhnlich sein? Er ist bisexuell.“

Wotan zuckte bei Andrews glasharter Feststellung zusammen. „Was ist er?“

„Ich sagte, dass er auf Männchen steht, genau wie ihr beide, allerdings auch auf Weibchen.“

Sirius schaute den Säbelzahnlöwen sehr schräg an. „Das glaubst du doch jetzt wohl selbst nicht.“

„Oh doch“, sagte er, „mein weiblicher Teil spürte deutliche Anziehung und mein männlicher ebenfalls. Das fiel mir schon beim ersten Zusammentreffen auf. Ich kann auf meine Instinkte sehr gut vertrauen.“ Er deutete auf seine Nase und lächelte schief.

„Du meinst also, dass Syrgon und Tristan …“

„Japp, genau das meine ich. Die beiden liegen bestimmt zusammengekuschelt in einer Ecke und tun genau das Gleiche, was ihr beide auch miteinander tut.“

Wotan sog die Luft hörbar ein.

„Und dieser Wolf ist noch Jungfrau oder vielmehr, er war bis jetzt noch eine solche“, ergänzte Andrew.

Jetzt waren alle platt. Das Andrew so viele Informationen aufnehmen konnte, hatten sie nicht für möglich gehalten.

„Und das alles kannst du spüren?“, fragte Kira.

„Ja. Ich rieche bestimmte biochemische Reaktionen die der Körper unfreiwillig Preis gibt. Aber das tut jeder von uns.“

Kira überlegte kurz und nickte schließlich. „Du hast Recht. Ich denke gerade an Hadrons Reaktion auf dich.“

Andrew schlug die Augenlider nieder. „Er sprach auf meine Pheromone an. Bei Syrgon spürte ich die gleiche Aura an Düften wie mein weiblicher Anteil sie produziert, aber er hatte sich sehr gut unter Kontrolle.“

Sirius pfiff leise. „Das nenne ich ja mal echte Neuigkeiten.“

Shiva schüttelte den Kopf. Als ob es so wichtig wäre zu wissen, wie die sexuelle Ausrichtung von jemandem ist. Sie waren mittlerweile mit ihren Aufräumarbeiten fertig, packten den Rest zusammen und verließen ebenfalls das Wirts-haus, um sich zur Ruhe zu begeben.

Tristan und Syrgon dachten derweil nicht an Schlaf. Der Greif führte den Wolfsrüden sanft in die Liebesspiele unter Männchen ein, ging dabei sehr geschickt vor und versuchte seinen Partner nicht zu schnell zu Handlungen zu drängen, für die der noch nicht bereit war.

Ihre Zärtlichkeiten, die sie sich angedeihen ließen, dauerten schon Stunden und beide spürten die Triebe mit sich durchgehen. Sie gaben sich ungestüm und wild einander hin. Wenig später schmiegten sie sich eng aneinander und schliefen befriedigt ein.