Kapitel 57

Story by SethGodofChaos on SoFurry

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Kapitel 57

Cromwells Flucht

Das war die Gelegenheit für die neue, selbsternannte Eminenz. Er musste sie nutzen, denn die Chance würde nie wieder kommen.

Plötzlich rannte Cromwell los. Er duckte sich zwischen Apophis und Chiron hindurch, warf sich auf den Boden und rutschte links an Drekal vorbei. Die blanken Stahlplatten des Hangars unterstützten ihn bei seinem Vorhaben und bremsten seine Gleitbewegung nur minimal. Als er bei Tripal ankam hob er seine rechte Hand empor, erwischte im vorbeirutschen ihre Waffe, riss sie aus dem Holster, aktivierte sie und feuerte ohne bewusst zu zielen noch in der Bewegung.

Er rappelte sich auf, lachte hysterisch und sprang in eines der Kampfschiffe. Als die Sicherheitskräfte begriffen was passierte, war es schon zu spät. Cromwell hatte die Antriebe des Schiffes aktiviert und raste aus dem Hangar.

Seine Flucht war geglückt.

Hilflos mussten die anderen zu sehen, wie Cromwell auf die junge Säbelzahntigerin zu rutschte. Sie hatten gar keine Zeit zu reagieren und schon gar nicht die Gelegenheit sich um den flüchtenden Cromwell zu kümmern. Der riss nämlich Tripals Waffe an sich und schoss.

Der Strahl traf Drago direkt in die Brust und er brach röchelnd zusammen. Als Cromwell mit dem Schiff verschwunden war, lösten sie sich aus ihrer Erstarrung und eilten zu dem am Boden liegenden Puma. An der Stelle, wo einst sein Herz war, befand sich nur noch ein großes Loch.

Er war tot.

Drekal stand da, holte tief Luft und kniff die Augen zusammen. Tripal nahm den Kopf des Toten und begann ihn zu streicheln. „Von uns ist bisher noch niemand ums Leben gekommen. Man hat uns so ausgebildet, dass wir den Tod nicht fürchten und uns regelrecht für unsterblich halten. Außerdem wurde uns ein Chip ins Gehirn implantiert, welcher zusätzlich eine Steuerung ermöglichen soll. – Jetzt liegt einer meiner Freunde tot vor mir und ich spüre eine Leere in mir aufziehen.“

Apophis kniete sich neben sie. „Hey“, flüsterte er, „du kannst uns helfen. Du und die anderen können uns unterstützen, in dem sie Menschen wie Cromwell das Handwerk legen.“

Tripal sah in traurig an. „Wir sind zu Feinden gemacht worden. Wir wussten nicht mal genau wie unsere Gegner aussehen und sollten es auch nie erfahren. Er und ich wissen, dass es falsch ist euch anzugreifen und dass die Menschen die wahren Feinde sind. Sie haben uns gezüchtet um ihre Feinde auf bequeme Art und Weise loszuwerden. Das wir ihnen in Wirklichkeit nichts Wert sind, zeigt mir Dragos Tod.“

Apophis drückte sie an sich und streichelte sie tröstend. „Die Erfahrung haben wir auch machen müssen. Ein Teil von uns sind nämlich keine echten reinen Cherit, sondern stammen aus einem Genlabor der Menschen, sind gezüchtet worden. Die Motive waren allerdings noch unehrenhafter als bei euch.

Denn während ihr noch einen kämpferischen Tod gestorben währet, sollten wir eigentlich einen Tod als billiges Jagdobjekt sterben und das nur um als Trophäe zu enden.“

„Das zeigt mir noch mehr, wer unsere wahren Feinde sind und das wir dringend gegen die Menschen vorgehen sollten. Bei uns brodelt es eh schon seit geraumer Zeit, aber bisher hatten wir nicht den Mut gefunden uns aufzulehnen und auch nie die Gelegenheit. Wisst ihr, dieser Chip in uns wird immer dann aktiviert, wenn das Versorgungsschiff in unserer Basis eintrifft und dadurch werden wir regelrecht paralysiert.

Wenn wir eine Möglichkeit hätten das zu beenden, dann könnten wir euch tatsächlich helfen“, sagte die Säbelzahntigerin fest entschlossen.

„Moment, nicht so hastig“, ging Chiron dazwischen.

Apophis mischte sich ein. „Nicht alle Menschen sind so. Wir haben einige Freunde unter ihnen gefunden, die uns mehr als nur unterstützen. Ich selbst bin mit einer menschlichen Frau zusammen und genieße die Zeit mit ihr.“

Tripal sah ihn an und versuchte das Gehörte zu verarbeiten. „Vielleicht hast du recht. Aber was sollen wir tun?“

„Wir müssen die Genlabore und die erzeugten Klone zerstören oder besser noch, retten und von der Erde fortschaffen. Wie dem auch sei, die Forschungen müssen beendet werden. Zuvor werden wir uns aber des Problems mit euren Implantaten annehmen.“

Die Säbelzahntigerin nickte und seufzte. „Okay, ich werde euch helfen. Wie es mit den Anderen aussieht weiß ich nicht genau.“

„Wie viele seid ihr denn?“, fragte Drekal.

Tripal ließ Drago los und stand auf. „Momentan sind wir achtzig Anthros. Unsere Basis befindet sich auf dem Mars. Wo sich unsere Zuchtstation befindet, wissen wir nicht. Aber einmal im Monat kommt ein Versorgungsschiff bei uns an und bringt zehn neue Klone sowie Nahrungsmittel und Betriebsstoffe. Die haben garantiert die Koordinaten.“

„Das wäre immerhin eine Chance. Wobei wir nicht vergessen dürfen das Cromwell abgehauen ist und bestimmt alles mobilisiert und gegen uns wirft, was er kriegen kann“, sagte Apophis.

„Wann ist das Versorgungsschiff das letzte Mal bei euch gewesen?“, fragte Chiron.

Tripal überlegte kurz. „Vor 28 Tagen.“

„Das ist es. Wir müssen handeln und zwar sofort“, wetterte Drekal.

„Wie lange braucht man von hier bis zum Mars?“, fragte Apophis.

„Etwa zwanzig Stunden, wenn man unter voller Leistung und auf direktem Weg fliegt.“

„Okay“, rief die Wölfin in die Runde, „Wir haben eine Aufgabe zu erledigen und sollten sofort unsere Ärsche bewegen.“

Sie ging an eine der Kommunikationskontrollen des Hangars. <„Sitral!“>

<„Aye, Captain!“>, ertönte ihre Stimme aus dem Lautsprecher.

<„Informiere alle Stationen. Wir verlassen den Orbit und setzen Kurs auf den Mars.“>

<„Captain?“>

<„Du hast meine Weisung gehört?“>

<„Ja, das habe ich.“>

<„Dann tu was ich sage, wir haben keine Zeit. Wir kommen jetzt alle auf die Brücke.“>