Kapitel 4
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Kapitel 4
Alarmzustand
Als sie das Wirtshaus, welches seit geraumer Zeit unter Aldos Führung lief und somit auch den zentralen Dorfplatz von Felgan erreichten, wurden sie begeistert empfangen. Ihre Ankunft hatte sich wie ein Lauffeuer verbreitet. Alle Chafren der ehemaligen Gruppe waren erschienen, hatten sich kurzentschlossen auf den Weg von Peschdan hierher gemacht.
Eine wahre Begrüßungsorgie entbrannte. Es wurde reichlich Essen und Getränke gereicht, viele Gespräche und intensive Diskussionen entstanden.
Die Menschen wurden argwöhnisch beäugt, waren sie doch die Feinde der Cherit und der Chafren. Sehr irritierte die Beziehung zwischen Jody Thorn und Apophis, vor allem aber der anstehende Nachwuchs beider.
Aber das hielt nicht lange an und die Freude für die beiden überwog schließlich.
Was keinem in dem Trubel auffiel war die Tatsache, dass die Kampfanthros ihre Gleiter bestiegen und sich schnell und fast lautlos absetzten.
Die wussten aus den Berichten der Chafren und Cherit von der Basis im Urwald und steuerten nunmehr diese zielstrebig an. Sie waren zu neugierig auf das was vor ihnen lag und was dran sein würde an alldem gehörten und was sie wirklich vorfinden sollten.
Die Kampfanthros näherten sich schnell dem Rand des Urwalds und reduzierten die Geschwindigkeit.
<„Hier Staffelführer Sadral. Langsamer Anflug in Richtung Basis. Ich will hintereinander zwei saubere V-Formationen sehen. Achtet auf Bewegungen am Boden und in der Luft.“>
Sadral war ein Löwe, mit 38 Jahren im besten Alter und hatte auf der Erde, nach dem Tod von Dremal, die Führung übernommen.
Die Gleiter teilten sich reibungslos auf. Während der vordere Keil auf Ziele am Boden ausgerichtet war, visierte der hintere Keil Luftziele an.
Angeblich sollten sie keine Gegenwehr erwarten, aber man wusste ja nie.
Jedoch wie erwartet geschah nichts, lediglich auf dem Gelände der Station und direkt davor herrschte Chaos. Überall lagen verstreut Teile von zerstörten Kampfeinheiten und Messerdrohnen.
Auf dem Hof der Basis angekommen, entstiegen sie ihren Fluggeräten und sahen sich das Trümmerfeld genauer an.
„Wow! Unsere Chafrenfreunde haben ganze Arbeit geleistet. Sieht aus wie nach einem echten Krieg“, entfuhr es Sadral.
„Ich habe hier eine drei Meter tiefe und sieben Meter lange Grube gefunden“, rief Cepheus, an Sadral gerichtet.
Der näherte sich dem Fundort und pfiff kurz. „Sieht so aus als ob da was drin lag. Also Vorsicht!“
Er sah sich weiter um und fand den geöffneten Hangar. „Verteidigungspositionen einnehmen. Sichert alles ab. Falls jemand was verdächtiges hört oder sieht, will ich sofort eine Meldung. Auf geht’s!“
In einer ordentlichen Kette betraten sie den Hangar und fanden die zerstörte Einheit 1, welche damals von Tarja eliminiert wurde, nachdem der Zentralrechner den Chafren einen Strich durch die Rechnung gemacht hatte und die Kampfeinheiten wieder übernahm.
„Nichts verdächtiges, Staffelführer“, verkündete Cassan.
„Sehr gut, Flankenführer“, entgegnete Sadral und nickte dem Löwen zu.
„HALT! Da liegt etwas am Zugang zur Station“, rief plötzlich Cepheus.
„Sofort absichern und analysieren!“
Alle schwenkten mit ihren Waffen in diese Richtung.
„Ich nähere mich jetzt langsam dem Objekt und es wäre schön, wenn ihr die Freund-Feind-Kennung aktivieren würdet, um mich nicht über den Haufen zu ballern“, knurrte er.
Nachdem die Scanner ihre Arbeit aufgenommen hatten, ging der Puma vor-sichtig weiter. „Es ist ein unbekanntes Objekt. Augenblick. Es ist ein Körper, im Zerfall sehr weit fortgeschritten. Ich erkenne trotz allem aber heftige Zerstörungen.“
„Ich vermute mal, dass es tot sein dürfte. Mit etwas wie einem Zombie rechne ich hier nicht“, mischte sich Tripal ein.
„Moment! Keinerlei Zeichen von Aktivität. Irgendjemand hat den Körper mit Kugeln regelrecht durchsiebt.“
„Was siehst du noch?“, übernahm Sadral wieder den Dialog.
„Hier liegt eine Steuerungsphalanx mit Dutzenden Sensoren.“
„Alles in den Alarmzustand. Wir durchkämmen jedes Stockwerk, jeden Raum. Ich will detailliert wissen was hier passiert ist.“
„Wird gemacht, Staffelführer.“
„Sadral reicht vollkommen aus.“ Der Löwe grinste. „Und ich will Antworten, keine Worte wie: vielleicht, könnte sein oder möglicherweise.“
„Ja, Sadral.“
„Na also. Geht doch.“
Die zwanzig Anthros setzten sich sichtlich nervös, ob des unheimlichen Fundes, in Bewegung und betraten den ersten Gang.
Wie zu erwarten gab es keinerlei Lebenszeichen. Aber die Kampfspuren waren über deutlich. Es war aber auch eher nebensächlich, denn ihr Hauptziel lag sechs Ebenen unter der Oberfläche.
„Wir rücken zur Ebene -6 vor. Auf geht’s!“
„Aye! Bin schon auf das angebliche Genlabor gespannt.“
Sadral bekam ein löwisch-dämonisches Grinsen. „Das kann ich mir denken“, sagte er leicht zynisch.
Zur Sicherheit schauten sie auf allen Ebenen doppelt in jeden Seitenraum, fanden nichts und betraten schließlich nach einer Stunde das Genlabor.
Sie erstarrten bei dem Anblick.
Waren sie auch so entstanden?
Gezüchtet für den Kampf, als bewaffnete Sklaven missbraucht?
So untersuchten sie Stück für Stück das Labor, betrachteten jede Stasisröhre sehr genau.
„Der sieht aus wie ich“, entfuhr es Cepheus.
„Stimmt, aber er macht selbst in Stasis einen intelligenteren Eindruck, wie du im Wachzustand“, witzelte Adrianos.
„Lass den blöden Spruch, sonst beiße ich dir irgendwann noch in deinen Tigerhintern.“
„Soll das ein Angebot sein?“, kam als rein rhetorische Frage, gepaart mit einem schelmischen Zwinkern.
Cepheus schüttelte nur den Kopf.
„Hey, kommt mal her. Zwei der Röhren sind geöffnet worden und leer. Aber es befinden sich Flüssigkeitsreste am Boden.“
Sie versammelten sich bei den beiden Stasisröhren und ein sehr beklemmen-des Gefühl ereilte alle.
„Egal was da drin war. Es scheint zu leben und bewegt sich jetzt frei in dieser Station. - Kampf- und Sucheinsatz! Bewegungsscanner einsetzen!“, befahl Sadral.
„Ja! Jetzt wird es doch richtig lustig“, entfuhr es Ionos.
Die Cherit und Chafren vermissten die Kampfanthros immer noch nicht. Der Greif Tristan und der Schneeleopardentaur Parais machten sich miteinander bekannt, redeten viel über alles mögliche, umarmten sich plötzlich und kraul-ten sich sanft und vorsichtig.
Derweil unterhielten sich Syrgon und Drekal miteinander und berieten über die weiteren Schritte.
„Du bist und bleibst der Captain der Ra-em, mehr denn je“, sagte Syrgon beschwörend.
„Ich sagte bereits deutlich NEIN“, grollte die Wölfin lautstark.
Viele drehten sich zu den beiden um, ahnten sie anhand Drekals Ausbruch um welches Thema es gerade wieder ging.
„Doch“, wurde Syrgon ebenfalls deutlich, „und du wirst es bleiben oder meinst du, dass es ein anderer so schnell und souverän geschafft hätte die Final god zurück zur Erde zu jagen?“ Der Wolf sah sie durchdringend an.
„Du hast ein wirklich umwerfendes Talent mich zu überzeugen, Rüde.“
„Wenn du mich so nennst, werde ich immer so schwach.“
„Gut so.“
„Trotzdem musst du dir eingestehen, dass du der beste Captain bist.“
Drekal seufzte und verdrehte die Augen. „Trotzdem. Wie soll es weiter gehen?“
„Ich würde mir gerne mal die Verteidigungsanlagen und die Zentrale genauer ansehen.“
„Ja. Das ist eine sehr gute Idee. Die Kampfanthros würde das Ganze bestimmt auch interessieren.“
Drekal nickte und Syrgon sah sie an, besser gesagt, er sah plötzlich durch sie hindurch.
„Was hast du?“
„Wo sind die hin oder bin ich blind?“
Drekal sah sich in der Schänke um, stand auf und ging auf den Dorfplatz, überblickte ihn einmal, dann nochmals, dann zum dritten Mal.
Anschließend rannte sie wie von der Tarantel gestochen zurück ins Wirtshaus. „Die Kampfanthros sind verschwunden und es fehlen sechs Gleiter.“
Syrgon, Cyron, Tarja und Chiron sprangen auf, während die anderen versteinert sitzen blieben und versuchten den Sinn des Satzes zu greifen.
„Verdammt. Ich hätte es wissen müssen“, wetterte Chiron. „Die kochen ihr eigenes Süppchen.“
„Aber wo sollten die hin sein?“, fragte Tarja.
„Ich kann es mir fast denken“, sinnierte Cyron.
„Dann lass uns mal mit sinnieren“, mischte sich Pathenon ein.
Hadron und Andrew sahen einander an.
„Was wäre nach all den Geschehnissen wohl der interessanteste Ort für eine Gruppe neugieriger Anthros?“, führte Cyron seine Vermutung aus.
„Die Urwaldbasis“, platzte es aus Casandra heraus.
„Du bekommst hundert Punkte dafür“, dachte Andrew laut.
„Aber was bei Bastet sollten die dort wollen?“, fragte Stella.
„Informationen? Antworten? Techniken?“
„Da ist doch nichts mehr“, grollte Hadron.
„Oh doch.“
„Und was?“, fragte Hargot sichtlich verwirrt.
Plötzlich riss Selestral, die am Tresen stand, die Augen weit auf. „Das Genlabor, Rekombination, Genzerfall, Intronenviren.“
„Scheiße“, entglitt es Drekal. „Sofort alles in die Gleiter.“
In die Gruppe kam schnell Bewegung.
„Ich will einen ordentlichen Verband sehen und keinen Sauhaufen“, schnauzte die Wölfin.
Alles hielt in der Bewegung inne und starrte sie an.
„Noch bin ich der Captain und habe für Ordnung zu Sorgen und auch die entsprechende Verantwortung.“
„Ach ne, wie kommt's dazu?“, fragte Kira.
„Ganz einfach. Mein Rüde hat ein umwerfendes Talent mich zu überzeugen. Außerdem habt ihr mir gerade auf sehr eindrucksvolle Art und Weise gezeigt, dass ihr ein total wirrer und chaotischer Haufen seid und ohne mich vollkommen aufgeschmissen.“
Syrgon grinste breit, der Rest versuchte so etwas wie Verblüffung zu simulieren, wenn auch nur mit sehr zwiespältigem Erfolg.
„Und was schlägt der große Captain vor?“, fragte Apophis mit einem leichten Anflug von Sarkasmus, da ihm von vornherein klar war, dass sich Drekal den Posten des Captains niemals so einfach nehmen lassen würde, ganz zu schweigen vom Zurücktreten.
„Lass diesen Sarkasmus, Kater“, knurrte die Wölfin.
Apophis hob die Arme und rollte mit den Augen.
„Genau, aber jetzt mal wirklich ganz langsam. Wir sollten unsere treuen Drachen mal zusammen rufen. Man erwartet bestimmt, dass wir hinterher jagen und vor allem womit. Mit ein paar Drachen rechnen unsere kämpferischen Freunde bestimmt nicht. Also, lassen wir sie erst mal in Ruhe und starten morgen früh. Ich rufe über einen Sender Groodarn“, bestimmte Cyron.
Die Meisten nickten, wenige standen ratlos herum. Vor allem die Cherit schauten schräg drein, als der Begriff Drachen fiel.
Drekal nahm Cyron zur Seite. „Drachen?“
Cyron nickte. „Noch nie einen gesehen? Tja, dann wird es langsam mal Zeit“, sagte er frech und grinste.
Drekal sah zu Syrgon und machte ein merkwürdiges Gesicht, welches zwischen Groll, aufgrund Cyrons Offerte und interessiertem Staunen schwankte.
Der Abend neigte sich über das Dorf. Cyron hatte mit dem Sender Groodarn gerufen und hoffte, dass die Drachen am nächsten Morgen vor Ort sein würden. Jedenfalls leerte sich das Gasthaus merklich, die Stühle wurde gerückt und die Nachtruhe senkte sich endgültig über Felgan.
Am nächsten Morgen erwachten alle und vor allem die Cherit, aber auch der menschliche Teil der Truppe war aufgeregt, stand doch jenen die erste Begegnung mit einem Drache oder mehreren Drachen bevor.
So nach und nach trafen sich alle am Flussufer. Immerhin kannten die Chafren, wie auch die Drachen das Gelände und damit auch den bestmöglichen Landeplatz.
„So und nun großer Tiger, zeig uns das Wunder der Drachen“, intonierte Jody in Apophis' Richtung.
Der Kater grinste nur und vernahm in schnell schwindender Entfernung ein leises Geräusch. Einen feinen auf- und abschwellenden Summton, welcher mehr und mehr in einen Brummton überging.
„Tja, meine Liebste. Du wirst sie gleich sehen“, sagte er noch, als schlagartig die Sonne etwas verfinstert wurde und eine riesige Gestalt auf die Gruppe zu raste.
Jody, die anderen Menschen und auch die Cherit zuckten zusammen, aber Cyron beruhigte alle sehr schnell.
Wenige Augenblicke später kreiste der Schatten kurz und landete zu Füßen von Drekal, Syrgon und Cyron.
„Hallo, Tiger Cyron und Wolf Syrgon, ebenso Willkommen unbekannte Wölfin“, sagte Groodarn.
Cyron ging zu ihm, streichelte ihn kurz und gab ihm einen Kuss auf die Nüstern.
Der Drache plusterte und schnaubte zufrieden. „Es ist sehr lange her, dass wir uns sahen“, begann er das Gespräch.
„Ja, es ist eine Menge passiert und geschieht leider wieder. Daher rief ich dich. Wir brauchen dringend deine Hilfe. Aber mach dich doch erst einmal mit den Anderen bekannt. Du wirst ja bestimmt neugierig sein“, hinterfragte Cyron unterschwellig.
Groodarn lächelte gütig. „Du bist ein gestreifter Schelm geblieben, mein Freund. Nun. So soll es sein.“
Der Drache hub seine Stimme und stellte sich vor. „Ich bin Groodarn und in Kürze werden neun weitere Artgenossen hier landen. Wir sind friedlich und haben Cyron und all den anderen Chafren im Kampf schon oft geholfen. Habt also keine Angst vor uns.“
Apophis ging auf Groodarn zu. „Hallo Groodarn, wie ich sehe bist du ganz der Alte.“
Der Drache schaute den Säbelzahntiger prüfend an, schnupperte kurz und fing an zu lächeln. „Hallo, Säbelzahntiger Apophis. Du bist groß geworden. Es freut mich sehr, dass du wieder da bist.“
„Mich freut es auch, zumal die Umstände leider gerade nicht sonderlich umwerfend sind. Aber, darf ich dir meine Partnerin vorstellen?“ Er winkte nach einer sehr fremdartigen Person und Groodarn hob forschend den Kopf.
„Wer ist das?“, fragte er. „Ich habe ein solches Wesen noch nie gesehen.“
„Ich bin Jody Thorn und ein Mensch, eine Frau und Apophis' Gefährtin.“
Der Drache blinzelte, so als ob er gerade nicht richtig gehört hatte oder einer Fata Morgana gegenüber stand. Jedenfalls erlebten alle, die Groodarn kannten, einen Drache der irgendwie zu Stein erstarrt war. Es war sehr skurril, zumal ihn normalerweise so gut wie nichts, wenn überhaupt, aus der Fassung bringen konnte.
So schaute er von oben auf Jody und Apophis, blinzelte und war ansonsten regungslos.
Apophis fing an zu kichern, was Groodarn aus der Erstarrung löste und veranlasste seinen Kopf zu senken um Jody genauer zu betrachten und zu beschnüffeln. „Na ja. Das ist also, ein Mensch“, ließ Groodarn recht untypisch von sich vernehmen und Jody nickte. „Hmmm. Ich dachte, nach dem was mir zu Ohren kam, dass ihr größer wärt.“
„Ah ja. Das höre ich seit gestern dauernd. Ist aber nicht der Fall.“
„Das stimmt, aber dafür habt ihr uns, egal ob Drache, AnChafren oder QuChafren mit euren Hinterlassenschaften extrem auf Trab gehalten.“
Jody schaute den Drache unbehaglich an. „Ja, ich weiß es von Apophis. Es tut mir Leid. Wir wussten davon zuvor nichts. Es wusste so gut wie keiner etwas von irgendwas. Es war so streng geheim und auch für mich ein Schock.“
Groodarn nickte und lächelte gütig. „Aber nun bist du hier, Apophis' Partnerin und schwanger.“
Jody zuckte zusammen. „Woher weißt du das?“
Groodarn grinste schelmisch und Apophis tippte Jody zart mehrfach auf die Nasenspitze und dann auf die des Draches.
Jody verstand und nickte.
Derweil verfinsterte sich wieder der Himmel und Stück für Stück trafen die an-deren neun Drachen ein. Es gab die üblichen Begrüßungen, waren doch jetzt wirklich alle wieder zusammen, bis auf diejenigen die es leider nicht zurück nach Genro geschafft hatten.
„Was habt ihr vor, Tiger Cyron?“, fragte Groodarn wie immer.
„Wir vermissen ein Team aus zwanzig Kampfanthros und vermuten, dass sie in der Urwaldbasis sind um etwas zu finden. Wir hoffen nur, dass es sich um Informationen und direkte Antworten handelt. Zumal sie selbst auf der Erde gezüchtet wurden und ursprünglich gegen uns kämpfen sollten, ebenso gegen die Cherit. Aber sie stellten sich auf unsere Seite und sind nun leider abtrünnig geworden. Keiner weiß, was jetzt passiert oder vielleicht schon passiert ist.“
„Oh, das hört sich aber nach Alarmstufe Rot an.“
„Ja. Daher brauchen wir eure Hilfe.“
„Was können wir tun?“
„Wir werden mit euch fliegen und die Gleiter stehen lassen. Ihr seid leise und könnt schnell reagieren und vor allem wird keiner mit euch rechnen“, entgegnete Cyron.
Groodarn schnaubte bestätigend und nickte. „Sehr gern. Dann haben wir doch gemeinsam wieder etwas zu tun und wandeln auf bekannten Wegen.“
Cyron ließ einen kurzen Schrei los, hob einen Arm und zeigte deutlich an, dass alle auf die Drachen aufsteigen sollten. Ihm brandete zunächst nur Gemurmel entgegen, aber als er auf Groodarns Rücken saß und dabei eine recht gute Figur abgab, taten es so nach und nach die anderen dem Tiger gleich.
Hinter Cyron nahmen Stella, Apophis und Jody Platz. Auf dem nächsten saßen Pathenon, Shiva, Kira, Chiron und Tarja. So teilte man sich die Drachen friedlich auf.
Lediglich Syrgon bekam etwas auf die Pfoten. Nachdem Drekal zuvorderst Platz genommen hatte und der Rüde sich auf den Drache schwang, konnte er sich einfach nicht beherrschen und musste nicht nur sehr dicht an seine Wölfin heranrutschen, sondern er zog es vor sich an ihren Brüsten von hinten umschlungen festzuklammern. Der Captain sah das halt etwas anders und vor allen anderen mehr als unpassend.
Drekal wandte sich an die Runde und auch an die Drachen. „Ich möchte, dass wir gesittet und in aller Ordnung zur Basis fliegen. Ich möchte gerne eine nette Reihe haben und wir sollten mit allem rechnen.“
Zustimmendes Gemurmel und Schnauben folgte.
„Kommt mir sehr bekannt vor“, rief Sirius.
Chiron hob den Daumen und nickte.
Die Drachen hoben ab und die Chafren erfreuten sich an der luftigen Höhe und dem sanften Flug. Die Cherit waren sichtlich beeindruckt und tuschelten sehr viel miteinander. Drekal nahm Syrgons Hände und legte sie auf ihre Brust. Der Rüde fing an zweideutig zu grinsen, dabei wollte seine Partnerin eigentlich nur verhindern, dass ihr der tollpatschige Kerl vom Drache fiel.
Stunden später erreichten sie den Rand des Urwalds und machten eine kurze Rast.
Chiron ging auf seine ehemalige Hütte zu und blieb davor stehen. Er streichelte die alten Balken und Bretter zärtlich.
Tarja kam ihm langsam hinterher. „Soll ich euch beide lieber allein lassen?“
Er drehte sich zu seiner Ehekätzin um und küsste sie fest, aber trotzdem sanft. „Ich dachte, ich würde meine alte Hütte nie wieder sehen.“ Er atmete tief durch.
„Lass uns wieder zu den Anderen gehen“, sagte er schließlich und stutzte plötzlich. „Moment mal!“
Tarja drehte sich zu ihm. „Was hast du?“
„Hier stimmt was nicht!“ In seinen Worten schwang Unheil.
„Warum? Was meinst du damit?“ Tarja wurde nervös und schaute sich um.
„Hier lag eine Kampfeinheit. Zerstört von Groodarn.“
Etwas weiter entfernt stand Hylas herum, sah zu den beiden und merkte, dass sich Chiron etwas sehr merkwürdig vorsichtig benahm. Er ging zu Tarja und ihrem Kater.
„Stimmt was nicht?“, fragte er unbedarft.
„In der Tat. Hier lag eine zerstörte Kampfeinheit. Wo ist die hin oder habt ihr die entsorgt?“
Hylas schüttelte den Kopf. „Zum großen Reine machen hatten wir keine Zeit. Wir haben nur alles geplündert was in kurzer Zeit zu holen war. Als bei Sabeth und teilweise auch auf Arongh diese merkwürdigen Geräusche und Erscheinungen auftauchten, haben wir schnellstmöglich alles an Waffen demontiert, kopiert und installiert was wir greifen konnten. Tut mir Leid, aber wir konnten euch zu Ehren nicht sauber machen.“
„Dann stimmt wirklich etwas nicht und dieses Etwas treibt sich hier herum. Egal was es ist, es existiert und hat eine deutliche Spur hinterlassen.“
Tarja, Chiron und der Luchs Hylas schauten sich düster an.
„Lasst uns das Ganze den Anderen berichten. Dringend!“, sagte Tarja schnell und die drei berichteten kurze Zeit später von ihrer Entdeckung.
Wirklich begeistert war keiner von dieser Neuigkeit, aber ein Zurück gab es nicht mehr und die Kampfanthros waren entweder in der Basis angekommen und lebten oder ihnen war etwas zugestoßen, wenn man von irgendetwas zu hören bekam was vollkommen unbekannt war.
„Wir sollten weiter fliegen und direkt zur Station. Ein Drache sollten auf dem Dach landen und die anderen auf dem inneren Gelände und davor“, merkte Drekal an.
„Sehr gute Idee“, entgegnete Casandra.
„Ach, bin ich wohl nicht mehr der arrogante Captain?“, witzelte die Wölfin bewusst zynisch und gekünstelt.
Casandra zuckte nur mit den Schultern und winkte ab, was Drekal fast zu einer Geste und weiteren Bemerkungen verleitete, die aber ein neuerliches Kampfgeheul ausgelöst hätten. Also beließ sie es dabei.
Die Kampfanthros waren derweil auf der Suche nach dem unbekannten Inhalt der beiden Stasisröhren, aber egal wo sie auf Ebene -6 suchten, egal was sie intensiver unter die Lupe nahmen, es war immer das Gleiche.
Nichts! Nicht das Geringste!
Das war so ziemlich die Standardantwort bei der Durchsuchung.
Cepheus nahm derweil seine Pumasinne zusammen, schaute sich um und betrat schließlich auf eigene Faust den Gang in Richtung Ebene -7.
Unsere Helden näherten sich unterdessen, auf dem Rücken der Drachen, der Station und teilten sich über den Baumwipfeln auf, um in drei Gruppen gen Boden zu segeln.
Unbehelligt landete ein Drache nach dem anderen und die Cherit und Chafren verteilten sich auf dem Gelände, sicherten die Umgebung, das innere Stationsgelände und das Dach.
Drekal und Cyron gaben sich ein Zeichen um auf den verschiedenen Positionen vorzurücken.
Die Gruppe am Boden begab sich langsam zum Hangar, trat vor das offene Tor und schaute sich um. Nichts geschah.
Die Gruppe auf dem Dach mit Cyron, Stella, Apophis und Jody tat etwas vergleichbares und näherte sich einer Dachluke, um ebenfalls in die Station vorzu-dringen, allerdings sollte das vorläufige Ergebnis hier etwas anders ausfallen. Trotz Absicherung erwartete sie eine sehr unangenehme Begegnung. Etwas Bekanntes, mit dem allerdings niemand mehr gerechnet hatte, erschien innerhalb der Luke und zeigte überdeutlich an, dass es kein guter Freund war.
Als Cyron und Apophis die Dachluke öffneten, hörten sie plötzlich ein allzu vertrautes Geräusch. Es war dumpf, metallisch und surrend.
Alle vier warfen sich schlagartig auf das Dach, als die Messerdrohne wie aus dem Nichts im Schacht erschien und sofort das erste Ziel attackieren wollte. Auf der einen Seite war es unangenehm, aber auf der anderen war es an der Zeit für eine gute Zielübung und Stella fegte die Gefahr aus der Luft. Keine Verluste unter den Chafren, aber eine eindeutige Warnung zur Achtsamkeit.
„Was sollte das denn werden? Wo kam die her, vor allem nach der langen Zeit?“, stammelte Cyron unsicher.
„Na toll. Unsere alten Möchtegernfreunde erscheinen mir recht munter“, entgegnete Apophis.
„Ja, viel zu munter für meinen Geschmack“, ergänzte Stella.
„Wir sollten vorsichtig sein“, mischte sich Jody ein. „Vor allem sollten wir die anderen warnen.“
Cyron nickte, ging zum Rand des Daches und schaute auf die Gruppe am Hangartor.
„Drekal!“, rief er hinunter.
„Ja?“
„Ihr solltet sehr aufmerksam sein! Wir hatten gerade Gesellschaft von einer Messerdrohne bekommen.“
Drekal nickte kurz und sie betraten langsam den Hangar.
Cyron bedeutete den anderen dreien auf dem Dach, dass sie durch die Luke ebenfalls die Station betreten und von der inneren Seite des Verbindungstors in den Hangar gehen sollten.
Die Gruppe um Drekal verteilte sich im Hangartorbereich und schaute sich um. Die Gesichter sprachen Bände und zeigten von Unbehagen bis hin zu Genervtheit alle möglichen Facetten.
„Geht das wieder los?“, knurrte Wotan und Sirius nickte zustimmend.
„Mitnichten. Mich deucht es geht nicht wieder los. Es hat eher den Anschein, dass es nie aufgehört hat“, entgegnete Shana forsch.
Sirius schaute die Frau komisch an. „Danke, ihr Menschen habt ein tolles Talent, einen Wolf aufzubauen.“
„Wamanos“, sagte Kira kurz zu Andrew und alle rückten tiefer in den Hangar vor. Tarja schaute sich ebenfalls sehr intensiv um und gab schließlich Entwarnung. Sie hob die Hand um Aufmerksamkeit zu bekommen. „Nichts los hier, alles ruhig.“
„Kira“, rief Chiron der Luchsin zu, „schau' mal bitte im Kontrollraum nach, ob wir auf den Monitoren die Kampfanthros sehen können oder etwas was uns unter Umständen nicht gefällt.“
Kira nickte kurz und durchschritt die Halle in Richtung Kontrollraum, Andrew begleitete sie sicherheitshalber.
„Du bist ja schlimmer wie ein Schatten“, sagte Kira und grinste den Säbelzahnlöwen an.
„Glaubst du, dass ich dich auch nur eine Sekunde aus den Augen lasse, jetzt wo wir wieder im Kampfeinsatz sind und uns wie es scheint einer unbekannten Gefahr gegenüber sehen? Außerdem bin ich nicht dein Schatten, ich bin nämlich schneller.“
Plötzlich stutzte Kira und schaute in Richtung des Stationszugangs, wo sich gerade das Tor öffnete und Cyron mit Jody, Stella und Apophis erschienen.
Andrew blieb ebenfalls stehen, sah Kira an. „Was hast du?“
Kira schaute ihn nicht an, starrte nur stumm hinüber zum Tor und beobachtete Apophis, der sich gerade neben eine Sensorenphalanx mit Fellresten hockte.
„Ikarus?“, sagte Kira leise.
Drekal und Selestral waren zu den beiden hinzu getreten und schauten zuerst zum Stationszugang und dann zu Kira und Andrew.
„Was ist das?“, fragte die Wölfin unsicher.
„Ikarus“, wiederholte sich die Luchsin.
„Wer ist Ikarus?“, mischte sich Shana ein, welche sich unbemerkt dazu gesellt hatte.
„Er war ein Pegasushengst und Mitglied unserer Gruppe. Er fiel im Kampf, alles andere erzähle ich später, dazu bleibt uns gerade zu wenig Zeit.“
Drekal nickte langsam. „Eine kurze Frage zum Verständnis, vielleicht ist das nicht mein Tag und ich habe eine lange Leitung und stehe zudem noch drauf.“
„Nur zu“, entgegnete Andrew.
„Die Kampfeinheit vor Chirons Haus wurde entfernt. Richtig?“
Andrew und Kira nickten gleichzeitig. „Worauf willst du hinaus?“
„Ganz einfach, der Roboter wurde entfernt, wohin auch immer, der Leichnam des Pegasus' aber nicht? Warum?“
Jody kniff die Augen zusammen und stöhnte kurz auf. „Richtig, sie hat recht. Wenn sich hier jemand herum treibt und die Einheit entsorgt hat, warum nicht den Leichnam? Ich meine, wenn man mit dem Aufräumen anfängt, dann lässt man doch nicht die Hälfte liegen und schon gar nicht einen verwesenden Pegasus. Entschuldigt, wenn ich mich da etwas falsch ausgedrückt haben sollte.“
Kira sah in die Runde und biss sich kurz auf die Unterlippe. „Hier stimmt etwas nicht und das gewaltig!“, sagte sie scharf.
„Was meinst du jetzt damit?“, fragte Drekal.
„Ganz einfach, wir hatten nach den Scharmützeln den Leichnam des Pegasus vor der Station begraben. Er kann also nicht mehr hier liegen.“
„Willst du damit sagen, dass ihn jemand ausgegraben und hier wieder fein säuberlich abgelegt hat?“
„Es sieht so aus.“
„Schon gut“, fuhr Selestral dazwischen. „Wir haben dich schon richtig verstanden, Jody und teilen deine Fragen und auch die von Kira.“
„Okay“, wandte sich Drekal an Kira, „wir gehen in den Kontrollraum und schau-en uns mal die Sache an. Vielleicht finden wir ja einen Anhaltspunkt.“
Die kleine Gruppe betrat umgehend besagten Ort und Kira nahm am Computer Platz, tippte eine Codierung ein und die Monitore erwachten wieder zum Leben.
„Warum kommt mir alles so verdammt bekannt vor?“, flüsterte Andrew.
„Tja. Wir sind wieder da“, murmelte Kira vor sich hin und betrachtete die Monitore. „Gefunden. Die Kampfanthros sind auf Ebene -6 und ein Puma rückt zur Ebene -7 vor. Er ist allein.“
„Allein? Was macht der da?“, ging Drekal dazwischen.
„Was weiß ich?“, Kira zuckte mit den Schultern. „Auf Ebene -6 scheint es aber Ärger zu geben. Die scheinen verunsichert zu sein. Jedenfalls bewegen sie sich extrem langsam und suchen etwas.“
Drekal verließ den Kontrollraum und begab sich im Hangar zu Cyron und den anderen dreien. „Hallo, du hast doch ein Funkgerät dabei?“
Cyron nickte.
„Schalte es mal ein. Wir sollten in Erfahrung bringen was auf Ebene -6 los ist. Die Kampfanthros scheinen etwas zu suchen oder vermissen etwas. Was, weiß ich nicht. Außerdem hat sich ein Puma allein auf die Pfoten gemacht und befindet sich mittlerweile auf der Ebene -7. Warum? Auch das kann ich nicht beantworten.“
Er tat wie im geheißen und die passende Frequenz war schnell gefunden.
„Sollen wir Kontakt aufnehmen?“, fragte er Drekal und bekam eine nickende Bestätigung.
<„Cyron an Sadral, kannst du mich hören?“>
<„Hier Sadral. Ich höre dich laut und deutlich. Schön, dass ihr auch hier seid. Wir haben einige Fragen an euch.“>
<„Gut, wie wir gesehen haben, befindet ihr euch auf Ebene -6 und ein Puma treibt sich bereits auf Ebene -7 herum. Er ist allein.“>
<„WAS?“, schrie der Löwe ins Funkgerät. „Was hat der Verrückte da zu suchen? Der kann was erleben, wenn der mir in die Hände fällt.“>
<„Kann ich mir denken. Wir kommen jetzt rein und stoßen zu euch vor.“>
<„Gut, verstanden.“>
Das nächste was die Cherit und Chafren über den Funk hörten war in höchstem Maße verstörend.
<„Sucht weiter und dringt zur Ebene -7 vor. Cepheus ist allein auf Erkundungs-tour. Teilt euch auf, sichert euch gegenseitig ab und findet den verdammten Inhalt der beiden Stasisröhren und den vollkommen bescheuerten Puma. Bewegt euch!“>
Drekal sah Cyron an. „Stasisröhren?“
„Genlabor, Ebene -6. Unser Geburtsort, wenn man es so nennen möchte,“ entgegnete Stella bitter.
„Aber wieso sind die ausgerechnet dort und warum sind zwei Stasisröhren leer?“
„Das ist eine sehr gute Frage. Die suchten Antworten, haben aber keine gefunden. Stattdessen haben die jetzt zwei Fragen am Hals. Was war in den beiden Röhren und wo ist der Inhalt hin?“, sagte Cyron mit einem etwas seltsamen Unterton. „Egal was drin war. Es scheint zu leben und flitzt durch die Station, wo immer auch das sein mag.“
„Dann sollten wir nicht mehr herumstehen und schnellstens zur besagten Ebene gehen.“
„Du sagst es. Gehen wir“, sagte Cyron an die Wölfin gewandt und an die komplette Gruppe gerichtet rief er: „Alles mal her hören! Auf Ebene -6 scheint es Probleme zu geben, die schauen wir uns mal an.“
Drekal schnaubte kurz, da sie sich übergangen fühlte, aber der Kater hatte recht und kannte sich mit seiner Chafrengruppe wesentlich besser mit den Örtlichkeiten aus. So schnippte sie lediglich mit den Fingern und fast zeitgleich setzten sich alle in Bewegung, betraten die Station. Ebene für Ebene wurde nochmals durch sie untersucht, die Bewegungsscanner schwiegen.
<„Seid ihr schon auf dem Weg?“>, tönte Sadrals Stimme aus dem Funkgerät.
<„Ja. Wir sind gerade auf Ebene -6 angekommen, sind also fast bei euch.“>
<„Sehr gut!“>
Plötzlich hörte man einen schockierten Aufschrei. <„Ich habe sie gefunden! Bei allen Göttern, Jupiter stehe uns bei!“>
Die Cherit-Chafren-Gruppe brauchte nicht lange zu überlegen und rannte in Richtung des Gangs zu Ebene -7. Die Kampfanthros traten den gleichen Weg an.
<„Sadral,“> schrie Cyron ins Funkgerät, <„was ist da los?“>
<„Wir suchten eigentlich Antworten, fanden aber keine, zumindest bisher. Cepheus scheint allerdings welche gefunden zu haben.“>
<„Wir sind auf Ebene -7. Wir sehen Cepheus.“>
<„Wir sind auch gleich da. Sadral, Ende.“>
„Toll, dass die was suchen, einen Ausflug machen und einer von denen eine Extrawurst frisst“, knurrte Drekal stinksauer.
„Bleib ruhig. Da vorne ist er schon.“
Cepheus stand starr vor Schreck, rührte sich keinen Millimeter und zitterte lediglich am ganzen Körper.
„Egal was er gefunden hat, es scheint ihm Angst zu machen“, flüsterte Drekal.
Sekunden später trafen die Kampfanthros ein.
„CEPHEUS, MELDUNG!“, schnauzte Sadral.
Cepheus reagierte nicht, war nur eine zitternde Salzsäule.
„MELDUNG, FLANKENFÜHRER!“, brüllte der Löwe.
Der Puma rührte sich nicht und starrte nur in eine tiefere Nische des Gangs.
Endlich schaltete der Löwe die Logik ein und folgte mit dem Kopf dem Blick des Pumas. Das einzige was er hervorbrachte war: „Heilige Scheiße!“