Kapitel 5

Story by SethGodofChaos on SoFurry

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Kapitel 5

Kampfeinsatz

Die Cherit und Chafren traten ebenfalls näher und sahen was Cepheus in Angst und Schrecken versetzt hatte und selbst den hart gesottenen Sadral zu seiner barschen Aussage bewegte.

„Bei Sachmet“, entfuhr es Hadron.

Sie hatten den vermissten Inhalt der Stasisröhren gefunden.

Es waren zwei Gepardenanthros.

Allerdings sahen diese extrem ungewöhnlich aus. Sie hatten einen mit dem typischen getupften Fell überzogenen Körper und Hände, aber menschliche Beine und Füße, und was viel schwerer wog, sie hatten rein menschliche Köpfe.

Sie standen alle stumm davor und waren sich der Tragweite dieser Entdeckung nicht bewusst. Was sie sahen übertraf ihr logisches Denkvermögen, ihr Bewusstsein.

„Wie ist das möglich?“, fragte Sitara.

Apophis sah Finlay an und der nickte kurz. „Intronenmutation“, sagte der Leopard trocken.

„Nur in eine vollkommen andere Richtung“, ergänzte der Säbelzahntiger.

„Jetzt wird es sehr spannend. Was wohl Jodys Schwangerschaft hervorbringt?“

„Das ist ja alles schön und gut“, fuhr Sadral dazwischen. „Aber wir haben gerade etwas wichtigeres zu tun.“ Er deutete auf die beiden, nennen wir es mal Fundstücke.

„Warum sind nur sie aus der Stasis erwacht? Wie kamen sie selbständig heraus?“, fragte er.

„Weil sie geweckt wurden. Sie sollen einen Zweck erfüllen. Welchen weiß ich allerdings nicht“, sinnierte Ionos.

„Wie kommst du darauf?“, fragte Hadron an den Leoparden gewandt.

Ionos überlegte kurz. „Ist doch logisch. Aber du solltest mal dringend zum Friseur gehen, du hörst schlecht.“

Der Löwe grollte böse auf, weil er das wiederholt hören musste. „Dann klär uns doch mal auf, auch wenn wir hier eigentlich auf unserer Heimatwelt sind.“

„Ich frage dich einfach mal ab. Warum wurden die Verteidigungsanlagen er-richtet? Was ist auf Sabeth und Arongh los? Was haben bestimmte seltsame Geräusche und Gestalten in der Nähe von Zurok zu bedeuten?“

Hadrons Grollen verstummte und er begann nachzudenken. „Du denkst, dass das alles zusammen hängt?“

„Der bemähnte AnChafren erhält doch tatsächlich den Sonderpreis im Langsamdenken.“

„Mäßige dich, Leopard.“

„Okay, okay. Aber du hast recht.“

Apophis überlegte intensiv. „Ich erweitere um weitere Fragen. Haben die Bei-den sich selbst aus der Stasis befreit? Wenn nicht, befindet sich dann etwas aktives noch in der Station, was sie befreite?“

Cyron und Andrew sahen Apophis finster an.

„Du meinst, dass sich hier etwas Unbekanntes bewegt und auf Signale von Sabeth oder Arongh aktiviert wurde und gerade nur die beiden Geparden befreite? Zielgerichtet?“, fragte der Säbelzahnlöwe.

„Genau das.“

„Cepheus und Ionos, Cronos und Deinos, ihr sichert die Geparden und die Umgebung. Der Rest meiner Truppe wird die Ebenen -1 bis -5 nochmals durchsuchen.“

„Verstanden“, sagte Deinos.

Cyron und Drekal schnippten mit den Fingern und die Chafren übernahmen die Ebene -6, während die Cherit sich auf die Ebenen -8 bis -10 konzentrierten.

„Kira!“, rief Tarja, „Du solltest auf -6 mit Andrew an die Rechner gehen und auf Manipulationen achten. Wenn hier etwas sein Unwesen treibt, dann hinterlässt es unter Umständen Spuren.“

Kira nickte bestätigend. „Sollen wir die beiden Geparden wirklich hier sitzen lassen? Ich finde, dass sie bei uns besser aufgehoben wären“, warf die Luchsin noch schnell ein.

Ionos schüttelte mit dem Kopf. „Nein. Es wäre nicht klug eine unbekannte Entität, welche sich vielleicht auf dem Gelände und in der Station unbehelligt bewegt, wiederholt auf das Genlabor aufmerksam zu machen. Die Geparden bleiben einstweilen hier.“

„Gut, wir gehen dann. Viel Spaß und lasst euch nicht erschrecken.“

Somit zerstreute sich die Ansammlung endgültig.

Die Chafren zogen zur Ebene -6 und neben Kira und Andrew, blieben Apophis und Jody sowie Cyron und Stella, nebst Syrgon in den Computerräumen. Die Anderen verließen sie und sicherten das Genlabor.

„Was immer es sein mag. Wenn es das Labor verlässt oder betritt, muss es an uns vorbei“, sagte Wotan feierlich und sie verteilten sich in Sechsergruppen.

Die Kampfanthros erreichten die Ebene -5 und nistete sich dort ein.

„Haltet die Augen auf. Wir bilden drei Fünfergruppen und damit ein rotieren-des Wachsystem. Tripal, such dir vier aus. Ihr bildet die erste Wache“, befahl Sadral.

„Aye!“, entgegnete die Säbelzahntigerin.

„Sabik, Antares, Sadr und Menkalina, ihr kommt mit mir. Haltet die Augen offen.“

So setzte sich die Gruppe, bestehend aus einer Säbelzahntigerin, einem Königsgeparden, einem Wolf, einem Tiger und einer Füchsin in Bewegung, verteilte sich auf der Ebene.

„Und worauf genau sollen wir achten?“, fragte Sadr.

„Das wirst du sehen, wenn es soweit ist“, kam die knappe Antwort von Tripal.

„Fein. Also warten wir auf Etwas, von dem keiner weiß was es sein soll. Tolle Nummer.“

Derweil hatten die Chafren das Genlabor abgesichert und warteten ebenfalls auf den Moment der Erleuchtung.

Andrew und Kira bemächtigten sich der Computer und fuhren die Systeme hoch, was natürlich einige Zeit in Anspruch nahm.

Andrew schaute nicht gerade wie das blühende Leben drein und seufzte.

„Was hast du?“, fragte ihn Kira.

„Nicht schon wieder. Das Ganze sollte eigentlich hinter uns liegen. Aber was passiert? Der selbe Mist wieder von vorne“, kam seine nüchterne Antwort.

„Na ja, sieh es mal so. Wir beide sitzen bequem und müssen nur nach Anhaltspunkten suchen. Ich hoffe, dass es nicht so lange dauert.“

„Ich befürchte, dass es aber dauern wird. Immerhin sehen wir nur einige Spuren, haben aber keinen Schimmer wo wir genau anfangen sollen.“

„Das gibt sich.“

„Dein Wort in den Ohren der Götter.“

Die Cherit hatten unterdessen die Ebene -8 erreicht und sahen sich alles sehr genau an.

Drekal hob einen Arm und bewegt ihn kreisend. „Achtet auf jede Auffälligkeit. Jedes Detail kann wichtig sein“, kam ihre Anweisung und die Gruppe zerstreute sich schnell.

„Und was ist, wenn wir angegriffen werden? Fragen stellen oder gleich schießen?“, fragte Callisto.

Drekal sah ihn in diesem Moment nicht mal an. Sie schielte und starrte zur Decke, seufzte laut. „Dann verteidigt ihr euch, ist das denn so schwer zu verstehen?“

Der Tiger zuckte mit den Schultern.

Die Wölfin murmelte noch: „Anubis, lass Hirn regnen und schenke es diesem Tigerkater.“

Callisto streckte ihr noch im Gehen die Zunge raus und entfernte sich langsam.

„Das habe ich gesehen“, kam eine scharfe Stimme von hinten.

„Verdammt, da vorne liegt eine zerstörte Kampfeinheit. Hätten die hier nicht mal aufräumen können. Das ist doch keine Art.“

Der Schakal Goran drehte sich um und wollte noch etwas entgegnen, aber dazu kam er nicht mehr. Wie aus dem Nichts erschien plötzlich eine Gestalt im Gang, sehr diffus, aber halbwegs erkennbar.

Surat schrie laut auf und eröffnete in Panik das Feuer. Das Lasergewehr fauchte auf und traf das Ziel, allerdings drang der Strahl ungehindert hindurch und brannte sich in die Wand.

Die Gestalt selbst rannte rasend schnell auf ihn zu, fegte ihn von den Beinen und verschwand hinter der nächsten Biegung.

Der Elch rappelte sich auf und schüttelte sich. „Verdammt, was war das?“

„Eine sehr gute Frage. Es war da und auch nicht“, kam Callistos Antwort.

Drekal stand wie ein Fragezeichen im Bereich der Biegung und schaute der Gestalt hinterher, welche sich scheinbar in Luft aufgelöst hatte. Ihr klappte die Kinnlade runter. „Egal was es war, es ist extrem schnell und taucht unvermutet aus dem Nichts auf“, stammelte sie.

„Das nenne ich mal eine sehr präzise Beschreibung“, schnaubte Surat.

„Hast du eine bessere Idee?“, schnauzte Selestral.

Der Elch war sichtlich angeknabbert und hob kurz die Arme.

„Der Gang führt weiter nach unten, zur nächsttieferen Ebene. Die Gestalt rannte auf die nächsthöhere“, sagte Drekal, griff abrupt zum Funkgerät.

<„Cepheus, hier Drekal. Haltet die Augen offen. Wir hatten gerade eine unheimliche Begegnung.“>

Der Puma antwortete prompt. <„Tja, du wirst es nicht glauben, aber die hatten wir auch, wenn auch nur sehr kurz und quasi im Vorbeigehen.“>

<„Was hier ablief kam eher einer Flucht gleich. Surat hat es von den Beinen gehauen.“>

<„Oh, hat er sich verletzt?“>

<„Nein, er ist nur überrascht.“>

<„Wie haben die beiden Geparden reagiert?“>

<„So gut wie gar nicht. Entweder sind die noch nicht ganz wach und bekommen dadurch nur sehr eingeschränkt ihre Situation mit oder aber ihr Hirn ist leer, zumindest sieht der Blick danach aus.“>

<„Gut. Behaltet die beiden im Auge. Bei der Geschwindigkeit brauchen wir die Anderen nicht mehr zu warnen. Die sollten mittlerweile alle die gleichen Erfahrungen gemacht haben“>, knurrte die Wölfin. <„Drekal, Ende.“>

Auf Ebene -6 hörte man den Funkspruch mit, hatte allerdings nichts auffälliges gesehen. Somit konnte sich die gesichtete Gestalt nur auf Ebene -5 oder schon höher aufhalten.

<„Hier Cyron. Egal was es sein mag, aber hier ist gar nichts. Alles ruhig auf unserer Ebene.“>

<„Danke Cyron“>, erwiderte die Wölfin über Funk.

„Frag mal nach, ob sich was bei Sadral eingefunden hat oder zumindest vorbeiflog, wenn ich es so nennen kann“, wandte sich Selestral an Drekal.

Die nickte kurz. <„Sadral? Hier Drekal.“>

<„Ja, was gibt es?“>, meldete sich der Löwe.

<„Hat sich bei euch irgendwas ereignet?“>

<„Nicht, dass ich wüsste. Hier ist alles ruhig.“>

<„Okay. Drekal, Ende.“>

„Nun... Es wird immer mysteriöser. Erst haben wir Kontakt auf -8 und Surat fällt auf die Nase, Cepheus nebst der anderen auf -7 haben ebenfalls Kontakt und auf -6 und -5 ist alles in Ordnung und nichts taucht auf. Was immer es war, es kann sich doch nicht in Luft auflösen“, versuchte Goran angesäuert zusammen zu fassen. Wohl eher um selbst zu begreifen was für ihn und auch die anderen vollkommen unfassbar war.

„Worauf willst du hinaus?“, fragte Surat.

„Das wir gerade etwas gesehen haben, was nicht sein kann. Es existiert, aber die Laserwaffe durchdringt das Wesen und brennt ein Loch in die Seitenwand des Gebäudes. Es existiert, aber ist diffus und nicht zweifelsfrei identifizierbar.

Es existiert und ist so materiell, dass es Surat von den Hufen reißt. Es existiert und ist extrem schnell. Es existiert und löst sich einfach so eine Ebene höher in Luft auf? Wir alle haben es gesehen, einer von uns hatte körperlichen Kontakt.“

„Verdammter Mist!“, polterte Callisto.

„Okay, Waffen im Anschlag behalten. Erhöhte Aufmerksamkeit. Behaltet euch gegenseitig im Auge. Gehen wir weiter runter zur Ebene -9.“

Drekal war sichtlich genervt, ob der unbefriedigenden Situation.

Unterdessen waren die Computer betriebsbereit und Kira und Andrew machten sich an die Arbeit und hofften schnell die benötigten Informationen zu Tage zu fördern.

Wie nicht anders zu erwarten war fanden sie nichts. Entweder war nichts zu finden, weil nichts existierte und sie alle überstresst waren oder es gab etwas, wollte sich aber nicht zeigen. Das es existiert, wussten mittlerweile alle.

Die großen Fragen waren nur, ist es aggressiv und was genau ist es? War alles Zufall oder Absicht?

Kira stellte einen Plan auf, der Gewissheit bringen sollte. So suchten beide nach der berühmten Nadel im Heuhaufen, besser gesagt nach etwas merkwürdigem, wenn nicht sogar kuriosem.

Nach einigen Stunden wurde Andrew schließlich mürrisch, sah Kira an und stand auf. Dann sah er Cyron und Stella an. „Das ist doch sinnlos. Wir können hier ewig herumsitzen und uns den Blödsinn durchlesen und finden eh nichts.“

„Sekunde mal, Schatzi!“, sagte Kira.

„Was ist?“, fuhr Andrew unwirsch herum.

„Ich habe da was, glaube ich zumindest.“

„Was hast du gefunden?“, fragte Apophis neugierig.

„Das ist mir selbst etwas peinlich. Aber es fiel mir dann ein, dass die Ebenen kameraüberwacht sind“, entgegnete Kira und wirkte zerknirscht.

„Aha. Jetzt mach es bitte nicht so spannend“, bohrte Apophis.

„Gemach, gemach. Bei anderen Sachen bist du bestimmt auch nicht so schnell.“

„Klar, die machen auch Spaß. Das hier ist eher ne Strafarbeit“, stöhnte er.

Jody errötete, bekam einen starren Blick, stand auf, ging zur Tür und verließ stumm den Raum. Sekunden später hörte man sie vom Gang her lauthals lachen.

Nach zwei Minuten stand sie wieder im Raum und hatte sich beruhigt.

„Geht es dir gut?“, fragte Syrgon, der Form halber.

Jody schaute den Wolf an und nickte bestätigend. „Klar oder hast du was anderes gehört?“

Syrgon verschluckte eine weitere Bemerkung und drehte sich zu Kira. „Mach einfach weiter.“

„Jetzt sag endlich was du gefunden hast und fang nicht wieder beim Urschleim an“, maulte Andrew.

„Die Kameraüberwachung ist bewegungsgesteuert, heißt also, erst wenn sich etwas bewegt wird aufgezeichnet.“

„Fein und das heißt?“

„Sieh auf den Monitor.“

Kira tippte etwas auf der Tastatur ein und der große Wandmonitor erhellte sich.

Andrew stutzte. „Das gibt es doch nicht. Siehst du was ich sehe?“