Kapitel 12

Story by SethGodofChaos on SoFurry

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Kapitel 12

vernetzt und gefunden

„Kira, Hadron. Ihr könntet mir mal helfen“, rief Ariana über die Ebene.

Wiederholt fiel schon erwähntem Techniker ein Element beim Türeinbau aus der Hand und ging scheppernd zu Boden.

„Sag mal, bekommst du das heute noch in den Griff oder willst du erst jemanden erschlagen?“, fauchte die Löwin säuerlich.

„Entschuldigung, aber wenn es schnell gehen soll, dann kann das schon mal passieren.“

„Schön, aber passiert dir das nicht etwas häufig? Ein Wunder das unser Schiff noch existiert.“

Der angesprochene Leopard zuckte nur mit den Schultern.

Hadron und Kira tauchten auf und schauten die Löwin erwartungsvoll an.

„Du hast uns gerufen?“, fragte Kira frei heraus.

„Genau! Wir tauschen einen Großteil der Konsolen im Labor aus, vernetzen diese intern. Was für Daten brauchst Du aus dem Labor heraus auf deinen Computern?“

„Ich würde sagen, so ziemlich alles. Immerhin werden wir es wohl kaum ständig im Labor aushalten.“

„Das stimmt.“ - Sie wandte sich um und an einen Luchs. „Lyn. Sei so lieb und schau mal in den Computerraum. Wir müssen da wohl auch einiges erneuern und zieht dann Datenstrippen zwischen Labor und den Rechnern. Wir brauchen alle Daten.“

„Machen wir. Sonst noch Wünsche?“

„Im Moment nicht. Ich melde mich, wenn was sein sollte.“

Der Luchs entfernte sich in Richtung Computerraum. Dort angekommen schob er die Anwesenden etwas harsch zur Seite. „Leute, wir müssen hier arbeiten und die Zeit drängt. Darf ich vielleicht mal durch?“

„Okay, wir machen hier mal Platz“, verkündete Andrew.

„Wo sollen wir hin?“, fragte Stella.

„Egal, Hauptsache raus hier. Je länger wir hier im Weg stehen, umso länger wird der Umbau dauern.“

Binnen weniger Minuten hatte sich der Raum geleert und lediglich vier Techniker bemächtigten sich der Datenleitungen und Computer.

„Okay Jungs, wir werden in dieser Ecke einen Server installieren, von dort aus richten wir zwanzig Monitore ein mit entsprechenden Zweigrechnern. Die Tische stellen wir etwas um. Das wird hinterher richtig chic“, frohlockte Lyn.

Gesagt getan.

Die Techniker verließen den Raum, begaben sich zum Hangar und vor das Gebäude. Als sie das nötige Equipment gefunden hatten, hoben sie drei Kisten an, schickten sich an in einer Kette das Gebäude wieder zu betreten.

Allein beim Gedanken blieb es. Zunächst war es nur ein diffuses Geräusch, es schien sich aber zu nähern.

Die vier kannten es nicht, leider. Wären die Chafren anwesend gewesen, so hätten die sofort gewusst was es ist. So aber standen die Techniker zunächst da, wussten nicht was los ist und lauschten nur.

Das Geräusch, welches zunächst weit entfernt schien, näherte sich, zwar langsam, aber es näherte sich scheinbar stetig.

„Was ist das?“

„Keine Ahnung. Ich habe so etwas noch nie gehört.“

Sie setzten die Kisten langsam wieder ab, lauschten weiter angestrengt.

Jetzt konnte man deutlicher erkennen, dass es sich um ein metallisches Scheppern handelte und ein quietschen, so als ob ein schweres, rostiges Eisentor ins Schloss fallen würde und dann war da noch ein anderer Ton. Ein sehr leises Surren begleitete das Scheppern und Poltern.

„Wir sollten lieber reingehen.“

„Du hast recht. Lasst alles stehen und liegen. Wir sollten Bescheid sagen.“

Gerade noch rechtzeitig rannten sie in den Hangar, gerade noch rechtzeitig erreichten sie den Zugang in die Basisgänge und schlossen das Tor hinter sich.

Wenige Minuten später trafen sie auf Ebene -6 ein, sahen die Chafren und schrien so laut, dass die halbe Ebene auf sie aufmerksam wurde.

„Leute, da draußen ist etwas und wir wissen nicht was es ist.“

Andrew nebst Cyron standen direkt im Gang, drehten sich um. „Was ist los?“

„Keine Ahnung was es ist“, begann ein Wolf namens Regar.

„Beruhige dich erstmal und sag was los ist“, versuchte Andrew ihn zu beruhigen.

Mittlerweile waren auch Tarja, Hadron, Syrgon, Apophis und Wotan aufmerk-sam geworden und umringten die vier.

„Da draußen ist etwas. Wir haben es zwar nicht gesehen, aber gehört.“

Syrgon machte ein sehr finsteres Gesicht. „Warum beschleicht mich ein mieses Gefühl?“, murmelte er.

„Ruhig bleiben. - Was für ein Geräusch war das?“

„Es war. So etwas habe ich zuvor noch nie gehört.“

„WAS?“, Cyron wurde unwirsch.

„Es hörte sich an wie ein rostiges metallisches Etwas und dann war da noch ein seltsames Surren in der Luft.“

Hadron grollte auf und Syrgon schnappte wütend in die Luft. „Na großartig. Jetzt geht der Scheiß wieder los. - Ihr bleibt hier und rührt euch nicht vom Fleck.“

„Was ist denn los?“, fragte Ariana besorgt, die den Tumult bemerkt hatte und hinzukam.

„Wir bekommen ungebetenen Besuch wie es scheint“, entgegnete Hadron.

„Inwiefern?“

„Nachdem was deine Techniker da beschreiben, handelt es sich um eine Messerdrohne und eine Kampfeinheit“, erklärte der Löwe kurz und bündig.

„Um was?“

„Um etwas sehr übles, wenn wir es nicht schnellstens beseitigen.“

„Geht es etwas genauer?“

„Ja, aber das würde dich zu sehr beunruhigen.“

„Ah ja und das kannst du beurteilen?“, grollte die Löwin sichtlich gereizt.

„Warum so gereizt? Lass mich nur machen, ich kenne die Dinger sehr gut. Also, bleib schön hier drin und mach mal da weiter, wo du weiter machen willst.“

Ariana schaute ihn scharf an und blies die Wangen auf. „Weiß du, dass du ein ganz schöner Chauvie bist?“

„Nein, aber wenn du das sagst...“

„Pass wenigstens auf dich auf. Ich würde dich vielleicht vermissen.“

Cyron hob eine Augenbraue und sah Hadron fragend an. Der beachtete ihn aber gar nicht, hatte nur Augen für die Löwin, lächelte versonnen, ging einen Schritt auf sie zu, umarmte sie und gab ihr unvermittelt einen hingebungsvollen Kuss.

Die Herumstehenden beobachteten die Szene, machten erstaunte und fragende Gesichter, erwarteten jetzt eine heftige Abwehrreaktion der Löwin.

Die ließ auch nicht lange auf sich warten, denn Ariana drückte ihn weg, holte aus und gab ihm eine schallende Ohrfeige. „Das war jetzt respektlos, Mister.“

Hadron stand jetzt etwas begossen da und suchte nach Worten, die fand glücklicherweise die Ohrfeigende. „Respektvoller wäre es gewesen, wenn du wenigstens gewartet hättest bis wir allein sind und vor allem du wieder zurück bist. So sieht es eher nach einem Abschied für immer aus.“

Hadron fing an zu grinsen und Ariana tat es ihm gleich, umarmte ihn ihrerseits und küsste ihn heiß und innig.

„Da haben wohl zwei Herzen Feuer gefangen“, kicherte Tarja.

„Ja, aber jetzt wird es Zeit. - HADRON!“, herrschte Cyron.

Der Löwe trennte sich nur widerwillig von seiner frischen Errungenschaft, drehte sich kurz um und nickte. „Ich komme wieder und dann setzen wir das fort, immerhin hat man mich unfreiwillig aus deinen zärtlichen Armen gerissen.“

Die Löwin nickte und streichelte noch kurz über seine Hand.

„Okay, schnappen wir uns unsere Waffen und dann los.“

Im gleichen Atemzug waren Syrgon, Cyron, Pathenon, Andrew und Hadron vier Räume weiter verschwunden und kamen mit leichten Maschinenkanonen bewaffnet wieder zum Vorschein.

„Früher hätte ich nach Sandra gerufen, aber die soll lieber bei ihrem Fohlen bleiben“, murmelte Cyron vor sich hin.

„Warum so schüchtern, Tiger?“, kam eine glockenhelle Stimme von hinten.

Der Kater drehte sich abrupt um und glaubte seinen Augen nicht zu trauen.

Da standen Wotan und Sirius nebeneinander, hatten je einen Flammenwerfer parat und einsatzbereit und zwischen beiden standen Sandra und ihr Apollo.

Während die Einhornstute von den beiden Wölfen mit der Doppelmaschinenkanone ausgerüstet worden war, stand der junge Einhorn-Pegasus-Hengst als Spiegelbild seines Vaters, bewaffnet mit den Doppellaserkanonen vor ihnen.

Tarja, die das sah, liefen die Tränen und sie ging zu ihnen. „Du bist deinem Vater sehr ähnlich, wenn das Horn auf deiner Stirn nicht wäre, dann hätte ich gedacht das Ikarus auferstanden wäre.“ Sie gab ihm einen sanften Kuss auf die Nüstern und lächelte.

Selbst Syrgon stand die schmerzhafte Erinnerung ins Gesicht geschrieben.

Ariana war etwas verwirrt, fragte aber nicht.

„Nun gut. Dann lasst uns den beiden mal einheizen“, intonierte Hadron feierlich.

Während die neun Helden unter voller Bewaffnung die Ebene verließen und sich anschickten, Geistern aus der Vergangenheit zu begegnen, spielte sich auf der Ra-em etwas ganz anderes ab.

Grey lag seiner eigenen Meinung nach wohl lang genug im künstlichen Koma. Jedenfalls öffnete er langsam die Augen, drehte den Kopf, sah sich um und sein Blick fiel auf Sinja, welche eingedöst war.

„Hallo, meine Liebste“, flüsterte er noch etwas schwach.

Die Füchsin schreckte hoch, sah in die Augen des Säbelzahntigers und schrie vor Freude auf.

„Psst, nicht so laut. Ich höre noch sehr gut.“

Im gleichen Augenblick kam Adhara angerannt und schaute zunächst auf die Monitore. „Na, das sieht doch sehr gut aus.“ Anschließend beugte sie sich über den Patienten. „Na, wie geht’s uns denn heute?“

„Blöde Frage. Woher soll ich wissen wie es dir geht?“

„Gut. Deinen Humor hast du nicht verloren. Hast du noch Schmerzen?“

„Nein, nur wenn ich lachen muss. Aber dafür bin ich im Moment noch etwas zu schwach.“

Das Pumaweibchen schaute zu Sinja und nickte: „Viel Spaß mit ihm. Er hat einen sehr gesunden Humor. Es kann sich nur noch um Stunden handeln, dann kannst du ihn mitnehmen.“

Sinja lächelte das breiteste Lächeln was man sich je vorstellen konnte.

Die Re-harachte, Horem-hab und Nephtys flogen zwar auf gleichem Kurs, aber wesentlich langsamer als geplant.

Auf dem Wandschirm der Nephtys waren per Audio und Video die Captains der beiden anderen Schiffe aufgeschaltet und eine Diskussion entbrannte.

<„Was haltet ihr von dieser Wölfin?“>, fragte Melina.

<„Was soll ich von ihr halten? Sie ist der Captain der Ra-em“>, erwiderte Maahes.

<„Ich meine als Person“>, polterte die Stute.

<„Sie ist, nun ja. Sie ist sehr direkt“>, warf Seth ein.

<„Schön das du es so siehst. Ich finde sie ist arrogant und verdammt respektlos.“>

<„Vielleicht liegt es daran, dass wir auch nicht gerade besonders freundlich waren?“>, gab Maahes zu bedenken.

<„Warum sollten wir freundlich sein? Immerhin waren wir in einen Raumkampf verwickelt.“>

<„Melina. Nicht nur wir. Bedenke mal aus was und wem die Bevölkerung und vor allem aus welchen Spezies sich die Besatzung der Ra-em seit der Ankunft auf der Erde zusammensetzt. Ich glaube, dass die etwas mehr durch haben als wir. Drekal hat da einen verdammt bunten Haufen am Hintern kleben und da sind vor allem Zivilisten dabei und keine ausgebildeten Kämpfer wie wir.“>

<„Trotzdem ist sie arrogant.“>

<„Na ja, du bist auch manchmal eine echte Zicke“>, entfuhr es Seth.

<„Hey, pass bloß auf.“>

<„Siehst du, da haben wir es wieder. Du gehst viel zu schnell an die Decke. Manchmal glaube ich, dass dein erster Offizier der bessere Captain gewesen wäre.“>

Die Stute wurde innerlich zum Dampfkessel, versuchte aber die Beherrschung zu wahren. <„Wir wechseln besser das Thema und konzentrieren uns auf die vor uns liegenden Aufgaben“>, wechselte Melina schnell die Richtung.

<„Genau!“>, merkte Maahes schnell an.

<„Gut, wir fliegen momentan sehr gemächlich dahin. Der Grund ist uns allen bekannt. Die Frage ist, ob wir, wenn wir unangenehme Nachrichten erhalten was den Mond Cyndra betrifft, abbrechen oder erst recht weitermachen?“>

<„Ich würde auf jeden Fall weitermachen. Ich bin einfach zu neugierig was uns dort erwartet“>, sagte Melina und ihre Meinung schien festzustehen.

<„Na gut. Dann brauchen wir wohl kaum weiter zu diskutieren“>, setzte Seth an, <„und erhöhen unsere Geschwindigkeit auf das Maximum. Egal was uns da an Informationen noch erreichen sollte, es sollte uns nicht davon abhalten auf der Oberfläche zu landen, diese zu untersuchen und wenn möglich unsere Schiffe zu reparieren.“>

<„Gut, so machen wir es“>, stimmte Maahes zu und gab umgehend den Befehl dazu.

<„Wir sehen uns, wenn wir in der Umlaufbahn sind. Seth, Ende!“>

Drekal saß auf der Brücke, hatte von der Unterredung der anderen drei Captains nichts mitkommen und erhielt plötzlich einen Hinweis von Sitral.

„Captain. Die Horem-hab, Re-harachte und Nephtys haben die Geschwindigkeit erhöht.“

„Was?“, die Wölfin schoss aus ihrem Sessel hoch, „Welchen Kurs haben sie gesetzt?“

„Immer noch direkter Kurs auf Cyndra.“

„Aha. Die hat wohl die Vergnügungssucht gepackt. - Verbinde mich mit Seth.“

„Verbindung steht.“

Das Gesicht des Captains der Re-harachte tauchte auf dem Wandschirm auf.

<„Captain Seth. Sie können sich denken was ich von ihnen möchte?“>

<„Captain Drekal. Aber natürlich. Ich gedenke mit den anderen Cyndra zu erreichen und uns dann mal genauer dort umzusehen. Egal was sie auch vorbringen möchten. Von unserem Vorhaben werden uns weder sie noch irgendwel-che anderen Umstände abhalten.“>

<„Sie scheinen sich ihrer Sachen sehr sicher zu sein.“>

<„Das bin ich und keine Sorge, kleiner Captain. Wir sehen uns wieder“>, sagte Seth und zwinkerte der Wölfin zu.

Danach brach er die Verbindung ab.

Drekal stand zunächst nur da, starrte auf den Wandschirm, welcher wieder die Sternenkonstellationen zeigte und am unteren Rand den Planeten Genro, weiter entfernt Cyndra.

„Hat der mich gerade als kleinen Captain bezeichnet?“

Sitral schaute die Wölfin nicht an, starrte ein Loch in die gegenüberliegende Wand und rührte sich nicht.

„Sag was, Sitral!“

„Besser nicht. Ich bin gerade sprachlos.“

„Frag mich mal. Der sollte besser nicht wiederkommen, sonst wird er es bereuen.“ Mehr sagte sie nicht dazu und setzte sich wieder auf den Captainsessel, vergrub das Gesicht.

Grey unterdessen versuchte aufzustehen, was sich aber als keine gute Idee herausstellte und er unter Hilfestellung von Sinja und Adhara wieder die liegende Position einnehmen musste.

„Bleib noch liegen, Liebster“, mahnte ihn die Füchsin.

„Vielleicht hast du recht.“

„Ich bin ja bei dir.“

Beide lächelten sich an und küssten sich.

Auf Genro hatten Cyron, Andrew, Syrgon, Hadron, welcher von Ariana erfolgreich abgenabelt worden war sowie Sandra und Apollo den Hangar verlassen und standen auf dem Basisgelände.

„So, macht euch bereit. Ich will nur hoffen, dass es falscher Alarm war“, merkte Cyron an.

„Bei unserem Glück bestimmt nicht“, wetterte Syrgon.

„Da gebe ich Syrgon nur ungern Recht, aber ich höre etwas sehr bekanntes“, sagte Sandra.

„Du hast recht, ich höre es auch“, warf Hadron ein.

„Und das will was heißen“, versuchte Cyron die Stimmung etwas aufzuhellen.

„Ich lache später.“

„Okay, auf geht’s und seid bereit.“

Sie verließen das Gelände und sicherten sich nach allen Seiten ab.

„Ich sehe nichts, aber höre es. Was soll das?“, fragte Syrgon.

„Keine Ahnung. Lasst uns mal nach rechts gehen und am Zaun des Geländes entlang. Vielleicht werden wir dann eher fündig.“

So bewegte sich die kleine Gruppe langsam vorwärts. Sandra hielt ihren Sohn im Hintergrund, aber das leise fiepen seiner Laserkanonen und der vors rechte Auge gedrehte Zielmonitor verrieten, dass er entschlossen war.

„Schaut euch mal um und sucht die Umgebung mit euren Zielerfassungen ab. Wenn ihr was rotes seht, dann gebt irgendwie Bescheid“, flüsterte Hadron.

Es kam keine Antwort, aber die beiden Angesprochenen begannen alle Ecken und Ende des Waldes abzusuchen und wurden nach dreihundert Metern des Weges fündig.

„Ich hab sie“, raunte Apollo.

„Wo?“

„Sie bewegen sich circa vierhundert Meter entfernt von uns durch das Unterholz. Sehr langsam zwar, aber in Bewegung.“

„Das sieht aber mal merkwürdig aus“, sinnierte Cyron, „Wenn die uns als Ziele ausgemacht hätten, dann wären die schon längst hier. Das jetzt sieht dann aber mehr nach einem routinemäßigen Kontrollgang aus.“

„Hä? Was soll das? Wo kommen die überhaupt her?“, fragte Sandra.

„Wo genau bewegen die sich und in welche Richtung?“, fragte Syrgon dazwischen.

Sandra sah auch in die fragliche Richtung. „Wie es aussieht schauen die sich um. Scheinen es nicht eilig zu haben, bleiben gerade stehen und gehen jetzt langsam weiter.“

„Ein neues Rätsel?“

„Wenn es ein Rätsel ist, dann passt es in die allgemeine Szenerie“, murmelte Hadron.

„Hmmm... glaubt jemand an einen Zufall oder glaubt jemand eher daran, dass irgendwas nicht stimmt und es scheinbar noch eine Basis gibt?“, fragte Cyron.

„Darüber gab es keinerlei Aufzeichnungen und vor allem, warum haben die uns nicht schon vorher besucht?“, überlegte Syrgon.

„Gute Frage, aber eine schnelle Antwort ist auch parat.“

„Und die wäre?“, fragte Apollo neugierig.

„Wie ihr wisst hat sich vieles im Gefüge geändert. Es tauchen Dinge auf, die vorher nicht da waren. Es geschehen Sachen die mehr als mysteriös sind.

Da tauchen Raumschiffe aus einem angeblich anderen Universum auf, Wesen die sich durch Dimensionen bewegen können und als unsere Götter getarnt uns angreifen, da werden Klone aus den Stasisröhren befreit und rennen geistlos durch die Gegend, da existiert wahrscheinlich ein unterirdischer Tunnel nach Sabeth, auf einer ominösen Ebene und so mir nichts dir nichts tauchen plötzlich ein Kampfroboter und eine Messerdrohne auf einem Patrouillengang auf. Ich glaube eher, dass da eine Basis existiert, eine Basis noch weiter im Urwald und diese wurde aktiviert.“

„Schön und gut, aber warum greifen die nicht an?“

„Weil die keinen Grund dazu haben. Okay, wir gehen weiter auf die Einheit und das Messer zu und werden sehen was passiert.“

„Hältst du das für eine gute Idee?“

„Hast du eine bessere?“

Hadron zuckte mit den Schultern.

„Dann mal los“, forderte Apollo auf und ging in die entsprechende Richtung.

Cyron sah zu Hadron, grinste schief und deutete an dem Pegasus-Einhorn-Hengst zu folgen.

Innerhalb der Urwaldbasis waren mittlerweile die Monitore im Computerraum durch größere und wesentlich bessere ausgetauscht worden, der Server stand an seinem Platz, die Rechner waren untereinander vernetzt.

„Gut, dann schalten wir mal ein“, verkündete Ariana und drückte auf das berühmte Knöpfchen.

Der Server startete und wenige Minuten später die Einzelrechner, nebst Monitoren.

„Haha, perfekt. Sieht richtig gut aus.“

<„Cyron an Basis.“>, kam die Stimme des Tigers leise aus dem Funkgerät.

<„Basis hier. Wie sieht es bei euch aus?“>

<„Also. Wir haben eine Kampfeinheit und eine Messerdrohne im Blickfeld und gehen da mal hin. Irgendwas stimmt nicht mit denen. Die scheinen uns bisher zu ignorieren und wir wollen da mal eine verrückte Idee ausprobieren.“>

<„Gefällt mir nicht, aber ihr müsst wissen, was ihr tut.“>

<„Genau. Cyron, Ende.“>

„Noch hundert Meter“, flüsterte Apollo.

„Okay, geben wir die Deckung auf und stellen uns den beiden mal vor“, sagte Cyron. „Sandra, Apollo, gebt unseren Ärschen Feuerschutz.“

Entschlossen und ohne sich weiter umzusehen ging Cyron direkt auf die Kampfeinheit zu und blieb nur sechs Meter vor ihr stehen.

Der Roboter drehte sich zu ihm um und das Messer schwebte über selbigem. Mehr taten die beiden nicht.

„Hallo. Wie geht’s euch denn?“, begann er, was eigentlich eine vollkommen blöde Frage war, aber immerhin ein Versuch.

„Unbekannte Lebensform, identifizieren sie sich“, schnarrte der Roboter.

„Mein Name ist Cyron und ich bin ein Bewohner dieses Planeten, ein Chafren.“

„Identifikation erfolgreich. Womit können wir helfen?“

„Hä? Bitte nochmal.“

„Womit können wir helfen?“

„Im Moment nicht. Aber danke, ich komme gerne wieder darauf zurück. Aber halt, ihr könntet mir eine Frage beantworten.“

„Fragen sie.“

„Wie viele seid ihr und vor allem was macht ihr hier?“

„Wir warten auf Anweisungen des Auftraggebers. Aktivierung nur über persönlichen Zugangscode möglich. Bei positiver Aktivierung stehen dreißig Messerdrohnen und zehn Kampfeinheiten zur Verfügung.“

„Danke, das war es erstmal.“

Cyron drehte sich um und ließ die beiden zurück.

Als er bei den anderen ankam, machte er ein langes Gesicht. „Gut jetzt bin ich genauso schlau wie zuvor. Jedenfalls geht von den beiden keine Gefahr aus. Aber wir sollten zurückkehren und in der Basis weitermachen.“

„Vermutest du es nur oder bist du dir sicher?“, fragte Sandra.

„Ich bin mir sehr sicher, aber kann mir keinen Reim drauf machen.“

Hadron nickte.

Somit kehrten sie alle wieder in die Station zurück.

Als sie ankamen, waren der zuvor erwähnte Server, die Zweigrechner und Monitore schon in Betrieb und die Techniker machten sich an der Verbindung zwischen Labor und Computerraum zu schaffen.

„Hallo. Da sind wir wieder“, intonierte Hadron laut genug, dass es die gesamte Ebene hörte.

„Hallo Löwe, schön das du wieder da bist“, schnurrte Ariana.

„Schön dich zu sehen, Löwin.“

Der Kater lächelte sie an und beide nahmen sich in die Arme.

„Was ist da draußen los gewesen?“, fragte Kira neugierig.

„Das fragst du am besten Cyron“, entgegnete Apollo.

Jody war hinzugekommen und lauschte der folgenden Diskussion.

Derweil hatten die drei Subraumkreuzer Cyndra erreicht und schwenkten in eine enge Umlaufbahn ein.

„Oberflächenscan“, befahl Seth.

„Scan läuft.“

Während die Re-harachte die Oberfläche von Cyndra in Augenschein nahm und auf Ergebnisse wartete, begann Cyron auf Genro mit seinen Ausführungen.

„Ich kann mir aus der Sache kein schlüssiges Bild machen.“

„Schieß los und mach es nicht so spannend“, herrschte ihn Stella an.

Apophis verschränkte die Arme und schaute seinen Großvater auffordernd an.

„Es handelt sich in der Tat um eine Kampfeinheit und eine Messerdrohne. Allerdings sind die nur auf Patrouille. Die greifen definitiv nicht an.“

„Okay. Aber woher willst du das wissen?“, fragte Jody frei heraus.

„Ich habe mit der Einheit gesprochen.“

„Du hast was?“ Jody schaute entgeistert.

„Ich habe mit dem Roboter geredet.“

„Und was hat er gesagt? - Jetzt komm endlich mal auf den Punkt.“

„Er fragte mich, wer ich denn sei?“

„Er hat was?“, fragte Andrew dazwischen.

„Er hat mich gefragt, wer ich bin.“

„Aha. Fein. Und was hast du gemacht?“

„Ich habe mich, höflich wie ich bin, vorgestellt.“

„Sehr netter Zug von dir und dass er nicht geschossen hat sehen wir ja.“

„Genau, aber er hat geantwortet und mir dabei ein großes Rätsel aufgegeben.“

„Und das wäre?“, Apophis fragte mit verdrehten Augen, „Verdammt nochmal, dass man hier jedem die Antworten aus der Nase ziehen muss. Ist das ein Kettenwitz?“

„Nein. Aber ihr werdet jetzt selbst ins Grübeln kommen. - Er fragte mich also wer ich sei und ich antwortete, dass ich Cyron bin, ein Chafren und Bewohner dieses Planeten. Darauf antwortete er, dass die Identifikation positiv wäre und fragte mich dann, ob er mir helfen kann?“

Jetzt trat genau das ein, was Cyron vorhergesagt hatte. Die Blicke wurden starr, leer und die Gesichter noch leerer.

„Tja, ich hatte euch gewarnt, aber es wird noch besser.“

Es erfolgte keine Reaktion, also fuhr er fort.

„Ich fragte ihn dann was er hier macht und wie viele es denn von seiner Sorte währen.“

Immer noch keine Reaktion.

„Er meinte, dass er mit der Messerdrohne auf Patrouille wäre und dass es sich um insgesamt zehn Kampfeinheiten und dreißig Messerdrohnen handeln würde.“

Jetzt füllte sich zumindest das Gesicht von Stella mit Geist. „Okay. Aber was macht dich so sicher, dass er nicht angreift?“

„Er sagte mir, dass er und die anderen Messer und Einheiten auf einen Aktivierungscode vom Auftraggeber warten.“

Andrew schnappte nach Luft. „Welcher Code, welcher Auftraggeber?“

„Das sind halt die Fragen.“

„Aber wie immer werden die Antworten irgendwann über uns hereinbrechen“, konstatierte Kira.

„Wer verdammt ist dieser Auftraggeber?“, grübelte Andrew laut.

„Moment mal, mich überkommt da eine dunkle Ahnung. Sekunde ...“, er verließ kurz den Raum, stellte sich auf den Gang, sah sich um und rief nach Chiron. „ … Ich hoffe, dass sich vielleicht gleich was aufklären wird.“

Der Tigerkater trat in den Computerraum und alle Blicke ruhten auf ihm, vor allem der von Cyron. „Sag mal an, mein lieber Schwiegersohn. Hast du da draußen wieder irgendetwas veranstaltet, ich meine damit wiederholt eine Zeitreise und uns eine andere Zukunft beschert?“

„Eine Zeitreise?“, fragte Andrew neugierig.

„Ja“, ging Apophis dazwischen, „eine Zeitreise. Aber das ist gut so, sonst würden wir hier alle nicht stehen.“

„Na gut, ich will gar nicht wissen wie es jetzt hier aussehen würde, wenn er das nicht gemacht hätte“, winkte Andrew ab.

Kital trat ein. „Hallo, ich wollte nur mitteilen, dass die Sani-Betten auf Ebene -7 stehen und vernetzt sind. Die Daten sollten auf euren Computern zu sehen sein.“

„Ah, das sind doch mal gute Neuigkeiten“, rief Kira begeistert, setzte sich an einen der Computer und klickte sich durch die Fenster. „Ah, da ist es ja. Fehlen nur noch die Patienten.“

„Die sollten nicht lange auf sich warten lassen“, sagte Aquirius, ein hochgewachsener, durchtrainierter Zebrahengst und Leiter der Sicherheit. Er schaute gerade um die Ecke und wollte kurz verkünden, dass die ersten Verwundeten mit einer der Fähren eingetroffen waren.

„Ah, perfektes timing“, freute sich Kira.

„Aber jetzt zurück zu dir, Chiron“, fuhr Cyron fort, „hast du uns irgendetwas mitzuteilen?“

Chiron schüttelte den Kopf. „Nein, definitiv nicht.“

„Dann wird das Rätsel noch rätselhafter. Fakt ist lediglich, dass der Roboter mich erkannt hat und ein Hilfsangebot im Raum steht, wenn der Ident-Code stimmt und der vom Auftraggeber kommt.“

Kital wandte sich in diesem Moment ab, wollte den Raum verlassen, bog innerhalb des Türrahmens nach rechts ab und erstarrte. Das nächste was man Sekunden später hörte war ein entsetzter Aufschrei, welcher ungeteilte Aufmerksamkeit auf sich zog.

Kital wandte sich hin und her, schaute zum einen in den Computerraum und dann wieder auf den Gang der Ebene -6. Die anwesenden Techniker zogen gerade die letzten Datenleitungen und verstummten.

Mitten im Raum stand eine Gestalt. Es handelte sich um einen Tigerkater, allerdings war er sehr diffus, streckenweise kaum zu erkennen und eindeutig nicht materiell.

Andrew, Kira, Tarja, Jody und Cyron traten in den Gang und zuckten zurück.

Alle Blicke richteten sich jetzt auf Cyron.

„Das kann ja nicht wahr sein“, entglitt es Jody. „Ein zweiter Cyron.“

In der Tat, da stand eine Art Hologramm, mitten im Raum und versuchte irgendetwas mitzuteilen.

„Was will er?“, flüsterte Kira.

„Ich gehe näher heran, vielleicht verstehe ich ihn?“, warf Cyron ein und schickte sich an, auf den Hologramm-Tiger zuzugehen.

„Ich wiederhole mich nur ungern. Aber hältst du das für eine gute Idee?“

„Ja und das ist normalerweise Hadrons Spruch. Und jetzt seid still, damit ich was verstehen kann.“

Im Gang herrschte absolute Stille und alle konzentrierten sich nur noch auf den echten Cyron und sein Hologramm.

„Was willst du uns mitteilen?“

„Warnung.... Hinweise.... Dimen.... Trans....“, waren kurze Fetzen die man verstehen konnte.

„Verdammt nochmal, damit kann ich nichts anfangen.“

Das Hologramm verblasste kurz, schien verschwinden zu wollen und manifestierte sich wenige Augenblicke später. „Cyron, ich habe eine wichtige Mitteilung für euch. Diese Wesen die euch angreifen und aussehen wie unsere Götter sind keine Götter. Es sind Lebewesen die sich über Dimensionsgrenzen hinwegsetzen können. Das Tor durch welche sie kommen befindet sich unter Sabeth.“

„Was hat es mit den Kampfeinheiten und den Messerdrohnen auf sich?“, fragte Chiron, der hinzugetreten war.

„Schön dich zu sehen und zu sehen, dass unser Plan aufging. Du erinnerst dich an das Zeitportal, welches du durchschritten hattest. Ich habe es gesprengt, aber etwas ging schief und ich wurde in eine andere Raum-Zeit-Dimension versetzt. Diese Nachricht ist vielleicht die einzige die ich euch zukommen lassen kann.

Die Einheiten und Messer habe ich durch die Dimension, in der ich gefangen bin und auch bleiben werden, zu euch geschickt und in einem Depot untergebracht. Nutzt sie und schickt sie nach Sabeth, der Tunnel liegt hinter einer Nanopolymerwand.

Cyron, der Auftraggeber-Code lautet Omikron-Alpha-Sigma-Sechs. Du bist der Auftraggeber, daher bist du als Authorisationsberechtigter gespeichert.

Vernichtet diese Spezies, sie spiegelt euch unsere Götter nur vor, um euch ab-zuhalten etwas gegen sie zu unternehmen. Unser gesamtes Universum ist in Gefahr, schließt das Dimensionstor.“

Cyron und Chiron sahen sich an, dann wieder auf die Projektion, welche sich endgültig in Luft auflöste.

„Omikron-Alpha-Sigma-Sechs“, wiederholte Chiron.

„Ich weiß nicht was beängstigender ist. Diese Projektion an sich, die Mitteilung die wir erhalten haben, dass was bisher geschah oder dass was jetzt noch kommt“, sinnierte Apophis.

Was keiner bemerkt hatte war, dass Ariana und Hadron verschwunden waren.

Die beiden hatten die Gunst der Stunde genutzt und sich auf die Ebene -7 zu-rückgezogen. Die Räumlichkeiten waren bereits eingerichtet, die Krankenbetten mit dem Server im Computerraum der Ebene -6 vernetzt und die beiden allein.

Hadron schaute sich um und pfiff anerkennend. „Das sieht richtig gut aus.“

Das jedoch war nicht das Hauptansinnen Arianas. Sie konnte es kaum erwarten sich seiner zu bemächtigen und schritt zur Tat. Schnell hatte sie sich ent-kleidet und stand buchstäblich wie eine ausgehungerte Löwin vor ihm, fummelte an Hadrons Sachen herum.

„Hey, hey. Du gehst aber ran“, raunte der Löwe.

„Eine bessere Chance bekommen wir im Moment nicht und ich bin hungrig.“

„Ich hoffe, dass du mich nicht fressen willst“, kicherte er.

„Das wirst du schon sehen“, sagte sie noch und drückte ihn schon auf eines der Betten.

Hadron wollte noch etwas erwidern, aber sein Unterleib hatte eh sein eigenes Leben entwickelt, ob der üppigen, weiblichen Rundungen Arianas und so ergab er sich sehr devot in sein Schicksal.

Sekunden nachdem er lag, saß die Löwin schon auf seinem Schoß, verschmolz mit dem Kater.

Getrieben von ihrer Wollust fletschte sie die Zähne, bewegte sich wild und unersättlich, schrie auf, als sie es nach wenigen Sekunden geschafft hatte, sich ihre geballte Weiblichkeit entlud und sie spürte wie Hadron sich in ihr ergoss.

„Das ging etwas schnell“, grollte der Kater, „aber es war schön.“

„Das war genau das was ich gebraucht hatte.“

„Soll das heißen, dass ich gerade ein Nothäppchen war?“, fragte er etwas mürrisch.

„Wenn du das denkst, dann denkst du aber sehr falsch. Das war nur für den Moment. Mehr kommt später, mein Süßer“, entgegnete sie und küsste ihn heiß und innig.

„Das will ich hoffen und mir beim nächsten Mal mehr Zeit lassen.“

„Da bin ich mir ganz sicher“, sagte sie noch, zog sich an und verließ den Raum.

Hadron schaute ihr hinterher, erhob sich, zog sich ebenfalls an, drehte sich zum Bett um und schaute auf die Monitore am Kopfende. „Na toll, noch auffälliger ging es nicht“, murmelte er vor sich hin und betrachtete die langsam verblassenden Linien der Anzeigen von Blutdruck, Körpertemperatur und Puls.

Er musste sich aber keine Sorgen machen, denn während sie sich ihren Gelüsten hingaben, waren alle anderen mit der Tatsache beschäftigt, dass da ein Hologramm-Cyron auf dem Gang stand und sehr unangenehme Neuigkeiten verbreitete.