Kapitel 19
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Kapitel 19
auf dem Holzweg
Captain Seth, Prior, Sherat und Danae, eine grazile Stute und leitende Exo-Biologin auf der Re-harachte, setzten einen Fuß vor den anderen. Sahen sich relativ selbstsicher um und entdeckten nichts, außer Sand, Staub, Felsen und dass sich der Fixstern des Planeten Genro so nach und nach anschickte hinter dem Horizont zu verschwinden und damit die Beleuchtungsverhältnis zunehmend zu wünschen übrig ließen.
„Na klasse, jetzt wird es auch noch dunkel. Wir sollten uns sputen und irgendetwas finden, ansonsten drehen wir um und kehren erstmal zur Fähre zurück“, gab Sherat zu bedenken.
„Ja, du hast recht. Bei Dunkelheit können wir nichts machen“, entgegnete Danae.
„Moment mal“, rief Sherat plötzlich. „Ich registriere eine Bewegung. Zwar schwach und am Rande des Messfeldes, aber eindeutig ist da was im Gange.“
„Richtung?“, fragte Seth ungehalten.
„Wie es aussieht ist es direkt vor uns, zwar tausend Meter entfernt, aber, wenn wir den Weg geradlinig fortsetzen, kommen wir genau drauf zu.“
Langsam gingen sie weiter, sahen zwar nichts, hörten noch weniger, aber das konnte sich schnell ändern, spätestens, wenn sie die felsige Anhöhe vor sich überquerten.
Grey war mit Sinja in ihrem Quartier angekommen und setzte sich in einen der Sessel.
„Wie geht es dir?“, fragte die Füchsin sorgenvoll.
„Ich kann mich daran erinnern, dass es mir schon mal besser ging, aber im Moment doch recht gut.“
„Willst du dich nicht lieber hinlegen?“
„Schon wieder liegen? Wenn ich es recht bedenke, habe ich eigentlich genug gelegen.“
Sie lächelte daraufhin und gab ihm einen Kuss.
„Darauf kann ich mich sehr gut einlassen“, entgegnete er, stand auf und um-schlang seine Geliebte. „Wenn ich es mir recht überlege, geht es mir genauso.“
Kurze Zeit später lagen sie im Schlafraum des Quartiers, eng aneinandergekuschelt, übersäten sich mit Zärtlichkeiten und gaben sich schließlich ihrer aufkeimenden Lust hin.
Auf Ebene -6 sah Kital nach Sirius, welcher immer noch in der Stasisröhre schwamm, dessen Wunden am Rücken sich aber nicht schließen wollten. Zudem trat noch ein anderes Problem auf.
Die Kätzin sah besorgt auf die Anzeigen des Vitalmonitors und schüttelte den Kopf, als sie sich durch die Zahlenkolonnen quälte, ihre übermüdeten Augen rieb und beim Wert für die Harnstoffwerte im Blut besorgt seufzte.
Just in diesem Moment tippt ihr jemand auf die linke Schulter. Sie zuckte zusammen und fuhr erschrocken herum.
Unbemerkt hatte Parais das Labor betreten und gefolgt von Tristan, Sitara und Finlay, sich alles genau angesehen.
„Hallo, entschuldige bitte, wenn ich dich erschreckt habe, mein Name ist Parais“, stellte sich der Schneeleoparden-Taur vor.
„Ah, die gewünschte Verstärkung“, intonierte die Kätzin. „Mein Name ist Kital. Ich bin leitender medizinischer Offizier der Osiris.“
„Ah ja, und zur Zeit wohl die leitende Medizinerin dieser interessanten Einrichtung. Freut mich sehr“, scherzte er.
Kital konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen. „Interessant ist nicht ganz der richtige Ausdruck, finde ich zumindest. Beeindruckend und ansatzweise beängstigend ist wohl eher zutreffend.“
„Das empfinde ich auch so“, mischte sich Finlay ein.
„Ah, hallo. Und wer seid ihr?“, fragte die Kätzin.
„Finlay, ich bin Mediziner in Strongham oder vielmehr jetzt in Peschdan und meine bezaubernde Begleitung ist Sitara, meine geliebte Ehefrau.“
„Genau und ich bin Tristan. Ich bin Parais' Partner.“
Kital gab allen freundlich die Hand und nickte bestätigend. „Ihr kommt gera-de zum richtigen Zeitpunkt“, fuhr sie fort.
„Sieht so aus. Was genau gibt es denn für Sorgen und Probleme?“, fragte der Taur.
„Die Wunde auf dem Rücken des Wolfs will sich nicht schließen, zumindest nicht in dem Tempo wie sie sollte und zudem sind die Harnstoffwerte im Blut erhöht.“
Parais stellte sich neben sie und schaute auf den Monitor, schließlich nickte er langsam. „Sieht nach zerstörten Nieren aus. - Hast du schon an eine OP gedacht und vor allem einen Spender zu finden?“
„Bisher blieb mir dafür keine Zeit. Wenn du das Drama hier in den Stasisröhren ansiehst und vor allem auf Ebene -7, dann kannst du dir ja ein Bild vom allgemeinen Zustand machen.“
„Wann hast du das letzte Mal geschlafen?“, fragte Parais.
„Kann ich mich nicht mehr erinnern“, antwortete Kital und rieb sich die Schläfen.
„Dann geh jetzt schlafen, in deinem Zustand kannst du weder den Test sauber durchführen, um den Spender zu analysieren, noch kannst du eine Nieren-transplantation durchführen.“
Kital gähnte, nickte nur und schlurfte aus dem Labor hinaus.
Finlay sah Parais an: „Ich kümmere mich um den Spender.“
„Ausgezeichnet, dann werde ich mal den OP sondieren und die Instrumente prüfen. Es bleibt nur wenig Zeit.“
„Bin schon auf dem Weg.“
Der Captain der Re-harachte und seine drei Mitstreiter näherten sich dem Fuße der Felsanhöhe und zogen es in Betracht diese zu erklimmen.
Nachdem sie zwanzig Meter der Schräge überwunden hatten, schaute Danae die Anhöhe hinauf und erstarrte. „Psst, keiner bewegt sich“, flüsterte sie über die Helmlautsprecher.
„Was ist los?“, fragte Seth, „und warum zum Geier flüsterst du?“
„Das wirst du wissen, wenn du nach oben schaust.“
Somit hob der Angesprochene sein Haupt und richtete seine Aufmerksamkeit in die entsprechende Richtung, allerdings mit einem gänzlich anderem Ergebnis, als es zuvor bei der Stute der Fall war.
„Hmmm..., ich glaube, egal was wir jetzt tun, es wird das Falsche sein“, kam gedrückt seine Stimme über den Helmfunk.
Auch Prior und Sherat hatten erkannt, dass ihre Situation nicht die angenehmste war, wenn man es harmlos ausdrücken wollte.
Vielmehr war es so, dass die vier, zwanzig Meter über dem festen Boden, an eine ziemlich schräge Felswand geklammert hingen und fünfzig Meter weiter oben, direkt über ihren Köpfen etwas zu sehen war, was nichts Gutes bedeutete.
Dieses Etwas war die Quelle der vor vierzig Minuten registrierten Bewegung, welches jetzt aber bedrohend über ihren Köpfen war und reglos auf sie herab-starrte.
„Was immer es ist, es sieht schlecht gelaunt aus.“
Damit nicht genug, ertönte im gleichen Augenblick eine hallende, künstlich anmutende Stimme. „Sie befinden sich auf gesperrtem Gelände. Zutritt ist Unbefugten strengstens untersagt. Identifizieren sie sich.“
„Identifizieren? Wer sind denn sie?“, mahnte Sherat in Richtung der Stimme.
„Ich bin Wachposten eins Punkt zwanzig. Sie sind auf dem Weg in eine Sperr-zone. Sollten sie ihren Weg fortsetzen, laufen sie Gefahr schwerer Verletzungen, gefolgt von ihrer Festsetzung.“
„Wenn sie uns abschießen wird aber nicht mehr viel bleiben, um es festzunehmen“, entgegnete Prior, biss sich aber auf die Zunge.
Sekunden der Stille vergingen, Sekunden die an den Nerven zerrten. Nach gefühlt zehn Minuten, real aber nur zehn Sekunden, kam plötzlich die Einlenkung. „Klettern sie zu mir herauf und warten sie dann auf weitere Anweisungen.“
„Na also. Geht doch“, frohlockte der Hengst.
„Freu' dich ein anderes Mal. Mir gefällt die ganze Sache nicht“, mahnte ihn Sherat.
„Schluss jetzt“, ging Seth dazwischen, „spart euch das für später. - Mich würde interessieren was das da oben ist. Von hier kann ich das nicht genau erkennen.“
Zwanzig Minuten standen sie auf einer gigantischen Freifläche, welche von mehreren dieser Wachposten, wie der, der sie aufgegriffen hatte, nach allen Himmelsrichtung abgesichert wurde.
Jetzt erkannten sie auch, wer vor ihnen stand.
Es war kein Lebewesen, zumindest schien es keines zu sein.
Es hatte zwei gewaltige Scheren, welche es hoch in die Luft reckte, mehrere langgestreckte Fühler, die aus seinem Kopf kamen und nervös hin und her pendelten.
Außerdem stand es auf acht Beinen, welche links und rechts am Körper seitlich ansetzten und in einem fast rechten Winkel auf dem Boden standen, den Körper in einer Höhe von geschätzten neun Metern hielten.
Wenn dieses Geschöpf bis hierhin schon bedrohlich wirkte, so war das Waffensystem, was es am Ende des Körpers, welcher in einem langen gegliederten, biegsamen und platten Schwanz endete, trug, dass bedrohlichste überhaupt.
Es handelte sich eindeutig um eine Multiphalanx mehrerer Waffensysteme, die nur einen Zweck zu erfüllen schienen; die Vernichtung von Bedrohungen die nicht nur normaler organischer Struktur waren, sondern wer weiß wo herkamen, vielleicht nicht mal aus dieser, der ihnen bekannten Welt stammten.
„Bei allen Göttern. Was ist das?“, platzte es aus Prior heraus.
„Ich bin Wachposten eins Punkt zwanzig.“
„Das ist ja schön und gut, aber wie sollen wir das verstehen?“
„Ich bin einer von zwanzig.“
„Klar, jetzt weiß ich garantiert wer du bist, was das hier ist?!“, Priors Stimme klang etwas ärgerlich.
„Captain, ich werde das Gefühl nicht los, dass das da ein Roboter ist und irgendwo auf dem Gelände sich jemand einen schlechten Scherz erlaubt oder uns hinhalten will.“
„Wer seid ihr? Namen, Rang und Spezies?“, fragte einer von zwanzig.
„Ah ja. Die Identifikation ...“, begann der Captain, „... Ich bin Seth, Spezies Esel, Captain der Re-harachte und meine Begleiter sind Prior, Spezies Pferd, Sicherheitspersonal der Re-harachte, dann Sherat, Spezies Leopard, ebenfalls in der Sicherheit meines Schiffes tätig und Danae, Spezies Pferd, leitende Biologin. Wir alle sind Cherit.“
„Cherit? Was machen sie hier draußen und so weit entfernt von Festrid?“
„Oh, sie sind gut informiert. Wir wurden im Subraum angegriffen und waren auf der Flucht als wir in den Normalraum sprangen und hier vor Genro ankamen.“
„Von wem wurden sie angegriffen?“
„Das wissen wir auch nicht. Wir haben eine solche Bauform nie zuvor gesehen und vor allem diese Waffensysteme.“
„Sind diese Gegner ihnen gefolgt?“
„Das kann ich nicht bejahen, aber auch nicht verneinen. Seither sind Wochen vergangen und nichts weiteres ist geschehen.“
„Treten sie näher. Ich werde sie ins Innere des Komplexes bringen.“
Der Roboter, ging mit allen Beinen in die Knie, so dass sein Körper auf dem Boden auflag. An seiner linken Seite öffnete sich ein Zugangsschott.
Die vier sahen sich unsicher an, schauten durch die Gegend und entschlossen sich die Einladung anzunehmen, denn wer immer dahinter stecken mochte, er wollte sie sprechen und nicht umbringen.
Wenige Minuten später, setzte sich einer von zwanzig in Bewegung und steuerte das Zentrum der Ebene an. Die anderen Wachroboter rückten nach und fächerten sich auf, schlossen die entstandene Lücke.
Captain Drekal war wie immer auf der Brücke und ging auf und ab, schaute auf den einen Stationsmonitor, dann mal auf einen anderen.
„Cernos! Verbinden sie mich mit der Basis auf Genro. Ich will mal ein paar Neuigkeiten und hier nicht nur so sinnlos herumhängen.“
„Aye, Captain! - Verbindung steht.“
<„Oh. Hallo, Captain Drekal“>, sagte Andrew sichtlich erfreut.
<„Ja. Lang nicht gesehen und trotzdem wieder erkannt. Aber mal im Ernst, gibt es was Neues bei euch?“>
<„Ja. Eine ganze Menge. Wir sind natürlich auch an Neuigkeiten interessiert.“>
<„Gut. Dann fange ich mal an. Seth, Melina und Maahes sind in einer Umlauf-bahn um Cyndra, viel mehr weiß ich auch noch nicht, außer, dass es Seth dar-auf anlegte auf die Oberfläche zu gehen.“>
<„Oh, das klingt nicht gerade sehr vernünftig, vor allem nachdem was hier alles geschehen ist.“>
<„Da bin ich doch mal ganz Ohr.“>
<„Also. Die Umbauten sind komplett abgeschlossen. Alles ist vernetzt, verkabelt und funktioniert.
Cyron hatte ein Depot entdeckt und eine patrouillierende Kampfeinheit sowie eine Messerdrohne. Die warteten auf eine Aktivierungscodierung des Auftraggebers.
Anschließend erschien ein Cyron aus einer anderen Dimension in Form eines Hologramms und meinte, dass unser Cyron der Auftraggeber sei. Daraufhin machte sich unser Cyron mit vier Freiwilligen auf den Weg zu diesem Depot. Er gab den Aktivierungscode durch und wir wurden angegriffen, verloren den Hangar.“>
<„Oh. Habt ihr den wieder zurück?“>
<„Ja. Seit geraumer Zeit. Aber jetzt kommt der Hammer. Den haben nicht wir zurückerobert.“>
<„Wie? Wer dann?“>
<„Unsere vermeintlichen Feinde waren es.“>
<„Welche von denen?“>
<„Die Götter. Sachmet, Anubis und Co.“>
<„Hä? Jetzt mal ganz langsam. Was ist genau passiert?“>
<„Also, der Hangar war besetzt durch acht Kampfeinheiten und neunzehn Messerdrohnen. Da erschienen auf Ebene -6 plötzlich unsere Götter. Also, genauer gesagt, es sind Lebewesen wie wir auch, sie kommen lediglich aus einer anderen Dimension und so beendeten Sachmet, Anubis, Seth, Horus, Maahes, Sobek und Thot die Belagerung.“>
<„Das ist sehr viel für ein paar Neuigkeiten.“>
<„Nicht ganz!“
<„Wieso? Kommt da noch mehr?“>
<„Ja. Unser Cyron hat den anderen Cyron gefangen genommen und der schwimmt jetzt auf Grund seiner Verletzungen in einer unserer Stasisröhren.“>
<„Das ist jetzt aber genug. Zumindest reicht mir das. Klärt das da unten schnellstens auf. Wir werden den Raumabschnitt jetzt noch gründlicher beobachten.“>
<„Tut das. Bis später. - Andrew, Ende.“>
Die Verbindung war beendet und Drekal schaute noch finsterer als sie es eh schon tat.
Sitara und Finlay waren der unterdessen nicht untätig und wirbelten durch die Station, nahmen Blut- und Speichelproben, um einen geeigneten Spender zu finden.
„So, ich habe alle durch“, merkte Sitara an, „Wie sieht es bei dir aus?“
„Ich bin fertig. Jetzt wollen wir mal schauen was die Ergebnisse sagen.“
Die Auswertung dauerte Stunden, aber am Ende wurden sie fündig.
„Also. Ich habe keinen“, begann Sitara, „aber du hast zwei Treffer.“
„Ah, das ist mehr als gut.“
„Nicht ganz. Einer scheidet aus.“
„Warum?“
„Ein geeigneter Spender wäre Lyra, aber die liegt auf Ebene -7, ist verletzt und hat eh schon einen Arm weniger. Der sollten wir nicht auch noch eine Niere entnehmen.“
„Nein. Die Gute würde sonst als Ersatzteillager herumlaufen und das muss nicht sein. Wer wäre die zweite Variante?“
„Das wird ein Volltreffer und derjenige ist garantiert bereit, wenn wir ihn fragen.“
„Ah?“
„Ja, es ist Wotan.“
„Wotan? Sirius' Partner? Das wäre ja fantastisch.“
„Genau.“
„Dann sollten wir ihn gleich mal einweihen und Parais informieren.“
Sie standen auf und begaben sich ins Labor, auf der Suche nach dem Leoparden-Taur, aber die Umgebung der Stasisröhren war leer. Im Hintergrund hör-ten sie ein leises Klappern, begaben sich in Richtung der OP-Räume und schauten um die Ecke.
Der Anblick war nicht ganz das, was sie erwartet hatten und wirkte für die Umgebung etwas befremdlich.
Während die beiden Leoparden sich auf die Suche nach einem geeigneten Nierenspender gemacht hatten, waren Parais und Tristan allein geblieben. Kital schlief endlich nach Tagen wieder und war auch nicht zugegen.
Somit waren beide ungestört und nachdem die OP-Instrumente als zuverlässig und steril eingestuft waren, sahen sich Taur und Greif an und fielen über-einander her, gaben sich einander auf dem Boden des OP-Raumes hin.
Wenn bis dahin soweit alles steril und für eine Operation bereit war, der Fußboden war es anschließend nicht mehr und bedurfte dringend einer Reinigung.
Das Geklapper welches Sitara und Finlay vernahmen rührte von den letzten Aufräumarbeiten der beiden Gefangenen der Lust und lediglich gewisse For-men und Farben im Bereich der Flankeninnenseiten verrieten die frisch zurückliegenden Ereignisse.
Die Leopardin sah ihren Ehekater verheißungsvoll an, legte einen Finger vor die Lippen und deutete mit dem Zeigefinger der anderen Hand an, dass sie sich dezent zurückziehen sollten.
Gesagt, getan.
Vor dem Labor angekommen grinste Finlay schief. „Ideen haben sie ja. Das muss man ihnen lassen.“
„Hätten wir das nicht auch getan? Oder besser gesagt. Waren wir nicht auch mal so?“
„Wir? Niemals. Wo denkst du hin?“
„Na?“
„Ja, stimmt“, gab er schließlich zu und errötete um die Nasenspitze herum.
Plötzlich räusperte sich jemand und Parais stand hinter ihnen.
„Hallo. Habt ihr was erreicht?“
„Oh, hallo Parais. Schön dich zu sehen.“
„Ah ja. Beim nächsten Mal, schleicht nicht einfach wieder raus. Meine Ohren sind noch ganz gut, auch, wenn mich der Liebestaumel übermannt hatte.“
„Ähm... wir konnten ja nicht ahnen, dass es euch überkam.“
„Egal. Es ist ja alles in schönster Ordnung. Aber trotzdem, habt ihr einen Spender gefunden?“
„Ja, haben wir. Es ist Wotan.“
„Perfekt! Der wird einverstanden sein.“
„Aber so was von“, ertönte eine Stimme aus dem Hintergrund. Wotan hatte sich unbemerkt genähert und wollte ursprünglich nur nach dem rechten sehen.
„Oh, gut das du da bist. So sparen wir uns den Weg und die Suche nach dir.“
„Ihr müsst mich nicht lange fragen, es wäre das wenigste was ich tun kann, um meinen Geliebten zu retten.“
„Gut“, ging Parais dazwischen, „der OP ist frisch und steril. Jetzt müssen wir nur noch Sirius vorbereiten, aber das sollte schnell gehen.“
Vierzig Minuten später lagen Sirius und Wotan auf zwei Liegen und neben-einander im OP.
Auf Cyndra hatte der riesige Roboter-Skorpion die Mitte der Ebene erreicht und es stellte sich heraus, dass er auf der Plattform eines Aufzugs zu stehen kam, denn diese begann sich zu bewegen und senkte sich langsam Meter um Meter in die Tiefe.
Als sie ankamen, befand sich vier Kilometer Gestein über ihren Köpfen und es roch extrem steril, fast wie auf einer Krankenstation.
„Wo sind wir?“, fragte Danae, ohne auf eine Antwort zu hoffen.
Stattdessen ruckelte es kurz und das Schott öffnete sich, entließ die vier aus dem Inneren des Roboters.
„Folgen sie dem grün beleuchteten Weg“, kam eine Anweisung und entsprechend leuchtete eine schmale Markierung inmitten des Bodens auf.
„Was meint ihr?“, fragte Danae.
„Ich weiß nicht was ihr meint, aber ich meine, dass wir der Markierung folgen sollten“, entgegnete Sherat.
„Gute Idee. Machen wir das.“
Grey und Sinja hatten sich wiederholt und stundenlang ihrer Liebe hingegeben.
„Wow, so schlecht kann es dir in der Tat nicht gehen“, merkte Sinja an und streichelte den Säbelzahntiger.
„Dafür kann es mir nie schlecht genug gehen“, entgegnete er und streichelte der Füchsin sanft über die Brüste, knabberte zärtlich an ihrer Kehle.
„Eh, du bist ja regelrecht ausgehungert. Wir sollten duschen und was essen gehen.“
„Noch einmal und dann duschen wir.“
Sie kicherte, während er vorsichtig ihre Flanken streichelte. „Dann mach weiter“, stöhnte sie leise und schloss die Augen.
Er sagte nichts daraufhin, sondern schritt zur Tat.
Wenige Minuten später waren ihre Triebe gestillt und beide sanken in sich zusammen.
„Wie war das mit dem duschen und essen?“, fragte Grey.
„Vergiss es“, gab die Füchsin hechelnd von sich.
„Braves Mädchen“, flüsterte er und bekam dafür einen Biss ins rechte Ohr.