Kapitel 18

Story by SethGodofChaos on SoFurry

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Kapitel 18

„hab_den_Gleiter_vollgeladen“

oder

ab wann verliert Sicherheitspersonal die Nerven

Der Sicherheitsoffizier Theras war ein gestandener Stier. Seit fünfzehn Jahren im Dienst, angefangen als kleiner Wachmann bei Gefangenenzellen auf Festrid, später Bewachung der Quartiere von hochrangigen Gästen auf der Ra-em, Geleitschutz des Captains bei Empfängen auf fremden Planeten oder als Rückendeckung bei gefährlichen Außenmissionen. Kurz und knapp, er hatte eigentlich alles erlebt was einen Sicherheitsmann ausmacht und abhärtet.

So war er zwar streng und bestimmt unterwegs, hatte den Schneeleoparden-Taur Parais und seinen Partner Tristan eingesammelt, gefolgt von der Jaguarin Shiva, die sich auf Pathenon freute und ihre gute Laune verbreitete. Dann kamen Sitara und Finlay mit in den Gleiter und die Stimmung war auf dem absoluten Höhepunkt.

Jeder kannte jeden und alle kamen gut miteinander aus, freuten sich sichtlich die anderen wieder um sich zu haben.

Na ja, bis zu diesem Zeitpunkt. Genau dem Zeitpunkt, als der Gleiter in eine Gasse einbog, um den letzten Passagier aufzulesen.

Shiva zog eine Augenbraue hoch und Finlay sank in sich zusammen. „Oh nein“, flüsterte er, aus der nicht vorhandenen Deckung, „bitte nicht das.“

Theras schnaubte vergnügt vor sich hin, denn noch war er es. NOCH!

Er stieg aus dem Gleiter, näherte sich dem Haus und klopfte an.

Ein folgenschwerer Fehler, wie sich herausstellte und bestätigte, nachdem die Tür geöffnet wurde und Samantha erst den Stier sah und dann Shiva.

Die anderen interessierten sie gar nicht erst.

Der Ärmste konnte nicht mal angemessen reagieren. Noch ehe er begriff was sich über seinem Haupte zusammenbraut, kam ein Kampfgeschrei an seine Ohren, durchstach die Trommelfelle, bohrte sich in sein Hirn und schien aus den Augen wieder herausquellen zu wollen.

Kurzum, er hatte, ohne es zu wissen, die Büchse der Pandora geöffnet und würde sie auch nicht mehr geschlossen bekommen.

Wer von beiden jetzt vulgärer und lauter war, ließ sich später in der Station nicht mehr nachvollziehen.

Wer wem welche Biss-, Kratz- und Hiebverletzungen verabreicht hatte, stand auch auf einem unbeschriebenen Blatt.

Leider konnte der Stier sich auch nicht erinnern, wer von beiden versucht hatte ihn, durch einen heftigen Tritt und anschließendem daran zerren, zu entmannen.

Shiva schwor, dass sie es nicht war und alles, bedingt durch ihr vorheriges Verhalten, sprach gegen Samantha. Die aber wies alle Schuld von sich, gab aber zu, dass sie sich gewünscht hätte, die Dinger (ihre eigenen Worte) mal in den Händen gehalten zu haben.

Jedenfalls erreichte der Gleiter die Basis. Mehrere Sicherheitsleute erschienen, trennten die Mörderzicken voneinander, geleiteten die Vernünftigen freundlich zur Ebene -5, damit sie dort ihre Sachen verstauen konnten und unterstützten den gepeinigten Theras bei seinem Versuch die Krankenstation auf Ebene -7 zu erreichen und einen Eisbeutel abzugreifen.

„So etwas ist mir noch nie passiert“, war sein erster verständlicher Satz, gefolgt vom auflegen des Eisbeutels und einem entspannten lauten Aufschnauben.

„Leg dich nie mit Weibern an“, sagte einer seiner Kollegen.

„Das waren keine Weibchen. Das waren Dämonen, direkt aus der Hölle.“

„Wie dem auch sei. Kühl dich erstmal runter und schau nach, ob noch alles dran ist.“

„Ich lache, wenn es mir wieder besser geht.“

Samantha wurde unterdessen auf Ebene -4 geleitet und zwei Stiere vom Wachpersonal davor postiert, denn sicher war sicher.

„Wenn einer von euch Lust auf eine heiße Schneeleopardin hat. Ich laufe nicht weg“, gurrte sie noch lüstern, bevor sich die Tür hinter ihr schloss.

Warum auch immer sie mit auf die Station sollte, sie war unterirdisch, dauerrollig, vulgär und frivol bis unter die berühmte Hutkante. Keiner konnte sich zu diesem Zeitpunkt vorstellen was ihre Anwesenheit unabdingbar machen sollte oder überhaupt konnte.

„Jetzt erzählt mal. Wer ist das, da? Ist es Cyron?“, fing Kira an.

Sie hatten sich im Computerraum versammelt und der Stühle bemächtigt. So saßen Kira und Andrew im Zentrum und an den Monitoren, überflogen ab und zu die Datenkolonnen und die Kamerabilder. An den Rändern saßen Cyron, Tarja, Chiron, Hadron, Ariana, Apophis, Jody Thorn und in der Tür standen Apollo und Sandra. Ferner hatte sich noch, wenn auch nicht ganz freiwillig, Cromwell in Begleitung von zwei Sicherheitsleuten eingefunden.

„Das ist schnell erklärt. Es handelt sich scheinbar um den Cyron der hier als Hologramm auftauchte und uns in eine Falle lockte“, sagte der echte Cyron.

„Was macht dich so sicher?“, fragte Apophis.

„Als er sich auf mich stürzte, schrie er, dass er mich umbringen will.“

„Aber warum?“

„Das ist wiederholt eine gute Frage. Ich habe da eine Idee.“

„Lass uns daran teilhaben“, forderte Jody ihn auf.

„Ich greife mal weit zurück. Ganz an den Anfang. Chiron hatte die Anfänge der ganzen Sache schon mal erlebt, die Auswirkungen waren aber verheerend und die so ziemlich einzig Überlebenden waren Cyron und Chiron. Warum ich Cyron sage obwohl ich es bin, dazu komme ich automatisch.

Bar jeder passender Bewaffnung flüchten Chiron und Cyron ins Gebirge und stoßen durch Zufall auf eine gigantische Höhle die mit Waffen und anderem Material angefüllt ist. Es handelt sich um Waffen, die sie vorher gebraucht hätten.

Des Weiteren stoßen beide auf ein Tor, ein Gerät und eine passende Anleitung dazu. Es handelt sich um ein Zeitportal. Sie studieren es und gelangen zu dem Entschluss es zu nutzen und damit den Verlauf der Dinge zu ändern. Bei den Waffen und dem restlichen technischen Zubehör fangen sie an. Sie lesen beide die Bedienungsanleitungen und die Detailzeichnungen, fangen an sie zu modifizieren und passen auch die Anleitungen an.

Als sie fertig sind, transportieren sie alles durch die Zeit, zurück zu einem Punkt an dem es sicher ist, dass die ganze Sache mit den Stationen noch nicht begonnen hat. Das komplette Paket kommt auch tatsächlich an und sogar passend in der gleichen Höhle aus der es abgeschickt wurde.

Ferner wird Chiron durch das Portal geschickt und kommt auch in der Vergangenheit an. Für Cyron reicht aber die Energie nicht aus und so entschließt er sich das Portal zu sprengen, damit keiner der Spur folgend kann.

Was ist nun, wenn er es zwar gesprengt hatte, es aber zu einer Rückkopplung kam und er nicht bei der Explosion ums Leben kam, sondern in eine Paralleldimension geriet. Betrogen um sein Leben, baut er immer mehr Hass auf und versucht alles um denjenigen und diejenigen zu töten, die er dafür verantwortlich macht.“

„Klingt faszinierend“, murmelte Apophis vor sich hin, „Warum aber taucht er gerade jetzt auf?“

„Weil er vorher keine Chance hatte unserer habhaft zu werden.“

„Das klingt mir zu einfach.“

„Was würdest du denn denken?“, fragte Cyron an seinen Enkel gewandt.

„Was wäre, wenn es so ist, wie du es schilderst, aber er doch durch das Portal ging.“

„Und dann?“

„Er ging hindurch, aber durch den Energiemangel kam er nicht ganz durch, blieb quasi stecken in einer Art Übergangsdimension, halb da, halb nicht da. Und durch eine instabile Phasenverschiebung ist er mal präsent, mal verschwindet er ganz aus dem Diesseits. Mal ist er in der Vergangenheit, mal in der Zukunft, mal in der Gegenwart. Er springt ohne Kontrolle durch mehrere Dimensionen und Zeiten.“

„Du meinst, er wollte uns gar nicht umbringen, es ging nur um Cyron?“, fragte Andrew.

„Ja. Er ist Cyron, aber er weiß nicht genau in welcher Zeit er ist, ob er materiell ist oder wieder nur in einer der unzähligen Phasenverschiebungen festhängt. Er dreht sich quasi im Kreise und versucht dem zu entfliehen und am Ende steht sein Entschluss fest. Egal wo er gerade aus der Phase austritt, materiell wird, muss er den anderen Cyron töten, damit er stabil bleibt.“

„Aber er ist ja jetzt stabil, wie es scheint.“

„Ja, das stimmt allerdings. Wobei mir etwas einfällt. - Hatten denn unsere Götterwesen nicht auch Probleme mit der Phasenverschiebung? Zumindest sagte das Horus als sie zu siebt auf dem Gang standen.“

„Du meinst, dass der Cyron der gerade in Stasis schwebt die Dimensionen und das Zeitgefüge beschädigt hat?“

„Das liegt im Bereich des möglichen, sollten es auf jeden Fall weiter beobachten.“

„Könnten noch mehrere Cyrons hier auftauchen?“, fragte Stella sichtlich genervt.

„Auch das kann passieren. Es sei denn, diese Götterwesen schließen das Tor und beenden die Instabilität. Wobei ich nicht weiß, ob sie zu unserem Universum gehören und nur in Mitleidenschaft gezogen wurden und ganz wo anders hingehören.“

„Oder sie hatten diese Transfers fest im Griff bis ich und anschließend Cyron durch die Zeit gingen“, schloss Chiron ab, „Dann hätte ich Schuld an dem gan-zen Desaster.“

„Nein, hast du nicht!“, knurrte Tarja. „Es handelt sich einfach um einen Unfall.“

„Ein Unfall mit großer Tragweite“, warf Apophis ein, „Ein gutes hat es aber. Wir wissen jetzt schon mal, dass die Götterwesen nicht unsere Feinde sind. Wir haben es im Moment mit keinem weiteren Feind zu tun. Der Cyron in Stasis ist ein Rätsel, welches nur er selbst klären kann und unter Sabeth gibt es zwar etwas, aber ich glaube kaum, dass es dort etwas gibt, was uns bedroht. Vielmehr erhoffe ich dort Antworten und jede Menge Computer, die uns diese Antworten gerne geben werden.“

„Das hört sich gut an, mein Liebster“, mischte sich Jody ein, „aber du vergisst eins. Da oben sind fünf weitere Cheritkreuzer und die wurden im Subraum an-gegriffen. Also ist da noch was.“

„Ja, aber das ist nur ein Problem und nicht sechs Probleme mit einem Mal. Es wird also übersichtlicher und wir müssen nicht mit noch mehr Verwundeten rechnen.“

Jody nickte.

„Aber wir haben dafür noch etwas ganz tolles“, warf Kira ein.

„Ah?“ Cyron und Tarja waren gleichzeitig sehr aufmerksam geworden.

„Ja. Cyrons kleiner Fehltritt, wenn ich es mal so nennen darf, hat uns erheblich weiter gebracht, wenn auch unerwartet.“

„Dann lass mal hören.“ Cyron schien ungeduldig zu werden.

„Die Kampfanthros haben den Aufzug und den Zugang zum Tunnel nach Sabeth entdeckt. Tarnfeld und Nanowand verschwanden direkt, nachdem du die-se ominöse Codierung an die Kampfeinheit übermittelt hattest.“

„Wow! Das ist gut“, entfuhr es Chiron und Cyron lächelte.