Kapitel 21

Story by SethGodofChaos on SoFurry

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Kapitel 21

der geheimnisvolle Hengst

Auf Cyrons Geheiß hin, hatte sich Sandra also des unbekannten und ach so geheimnisvollen schwarzen Einhornhengstes angenommen.

Sie durchstreiften zielstrebig die Station und gingen in Richtung Hangar. Sandra hielt es für das Beste beim sogenannten Urschleim anzufangen und das war laut ihrer Meinung der Hangar.

„So, hier hätten wir den Hangar. Wie du siehst gibt es hier einiges zu sehen.“

„Ja, das habe ich schon beim Eintreffen bemerkt.“

„Du scheinst eine schnelle Auffassungsgabe zu habe.“

„Nein, nicht mehr als alle anderen auch.“

Sie ging mit ihm im Schlepptau in einen Seitenbereich und zeigte auf die Gleiter. „Damit fliegen wir in die verschiedenen Regionen, Städte, Dörfer, zum Fluss und besorgen damit auch unsere Lebensmittel. Ganz am Anfang hatten wir diese Aufgaben mit den Drachen erledigt, stellten aber schnell fest, dass sie mehr Platz zum Starten und Landen brauchen und auch wesentlich langsamer sind als die Flugschlitten.“

Zeus nickte verstehend. „Außerdem sind es Lebewesen wie wir und brauchen Ruhepausen.“

„Genau. Ich sagte ja, du bist schnell“, entgegnete die Stute und lächelte etwas.

„Was befindet sich denn im hinteren Teil des Hangars. Ich glaube, ich hatte da etwas wie eine Öffnung im Boden gesehen.“

„Ah ja. Das ist eine Aufzugplattform, welche den Hangar mit der Ebene -40 verbindet.“

Der Hengst grübelte und runzelte etwas die Stirn: „War da nicht die Rede von Ebene -20?“

„Nein, nein. Der Mech stand auf Ebene -40. Bis Ebene -20 führt auf der anderen Seite des Komplexes ein Aufzug und auf Ebene -10, betretbar über ein zentrales Treppenhaus, befindet sich ein Archiv.“

„Ah, okay. Was hat es mit diesem Mech auf sich?“

„Du bist ganz schön neugierig“, merkte die Stute an, konnte sich ein Grinsen aber nicht verkneifen. „Das fragst du am besten Syrgon. Er kann dir da sehr de-tailliert Auskunft geben“, beendete sie ihre Ausführungen.

„Gut. Ich bin gespannt den Rest zu sehen“, eiferte Zeus.

„Immer mit der Ruhe. Wir haben es nicht eilig, zumindest nicht so sehr.“

„Entschuldige bitte, normalerweise bin ich nicht so schnell, da lasse ich mir dann meist doch mehr Zeit.“

Sandra schaute ihn kurz an, seufzte leise und rollte mit den Augen. ,Nicht auch noch der, mit diesen zweideutigen Bemerkungen', dachte sie bei sich und deutete an, den Rundgang fortzusetzen.

So gingen sie Seite an Seite durch die unbenutzten Ebenen -1 bis -4.

Währenddessen verwickelte die Stute den Neuankömmling in ein privates Gespräch, um mehr über ihn herauszufinden.

„Wo genau kommst du eigentlich her?“, begann sie unverfänglich.

„Wenn du meinen Geburtsort meinst; den kenne ich leider nicht und auch nicht meine Eltern.“

„Oh?“

„Nein. Ich wurde am Rande von Zurok aufgezogen. Da liegt am Rande des Wüstengebietes ein kleines Dorf.“

„Oh, das klingt interessant. Wie kommt ihr da an Wasser?“

„Also, für den Ackerbau haben wir ein ausgeklügeltes Bewässerungssystem entwickelt. Die ausgedehnten Felder werden über lange Rohrleitungen mit Wasser direkt aus dem Meer versorgt. Die Strecke ist nicht so extrem lang, da unsere Siedlung nur wenige Kilometer entfernt vom Meeresrand liegt, die Süd-spitze der Wüste dort sehr schmal ist und dann gleich das Grünland folgt.“

„Ihr habt Wasserkraftwerke?“

„Nein, so etwas haben wir nicht. Wir fördern das Wasser mit Muskelkraft.“

„Sehr interessant.“

„Na ja, so interessant ist es nicht. Außerdem leben dort nur zwanzig Anthros. Es handelt sich ausschließlich um Einhörner. Leider halten sich die meisten für et-was besseres und von den Göttern gesandt.“

„Ups. Und wie kommen sie darauf?“

„Keine Ahnung. Ich war dieses Dünkels jedoch überdrüssig und bin meines Weges gegangen, außerdem wollte ich die Ururenkelin unseres Dorfältesten nicht heiraten. Und vielleicht war meine Ankunft hier und zu dieser Zeit vorherbestimmt. Ich werde das Gefühl nicht los, dass ich hier eine Aufgabe zu erfüllen habe, aber komme beim besten Willen nicht dahinter was es sein sollte.“

„Du kommst schon noch drauf, da bin ich mir sicher.“

„Das denke ich auch, aber lass uns weiter gehen.“

„Sehr gern.“

Sie setzten ihren Weg fort.

„Es gefällt mir sehr, dass gerade du mir die Station zeigst“, entfuhr es Zeus plötzlich.

„Ach so? Und woran liegt das?“

„Du hast eine sehr schöne Stimme und ansonsten bist du auch sehr anmutig und Stolz.“

„Oh, danke für die Blumen. Ich habe auch einiges mitgemacht. Bin zwar wohlbehütet in meinem Elternhaus aufgewachsen, aber nachdem ich mich dem bunten Haufen hier angeschlossen hatte, hatte ich auch den einen oder anderen herben Rückschlag erleiden müssen.“

„Oh.“

„Ja. Ich verlor meinen Partner, einen schneeweißen Pegasushengst namens Ikarus.“

„Das tut mir wirklich Leid.“

„Dafür schenkte er mir aber seine Liebe und ich bekam Apollo, meinen Sohn.“

„Ah, du meinst den jungen Einhorn-Pegasus?“

„Ja, genau den“, sagte sie und lächelte.

„Es ist bestimmt nicht einfach, einen jungen Hengst allein groß zu ziehen.“

„Wie kommst du darauf? Immerhin gebe ich mir die größte Mühe.“

„Na ja, es gibt ab einem bestimmten Alter so gewisse Sachen die man wohl eher von Männchen zu Männchen bespricht, als so etwas mit seiner Mutter auszumachen.“

„Ach, das meinst du. Ja, er ist gerade in dieser Phase und hat mich sehr verblüfft, mit seiner doch sehr offenen Art damit umzugehen.“

„Siehst du, das meine ich.“

„Ich denke, dass ich das überleben werde.“

„Mit Sicherheit.“

„Was hast du denn so erlebt auf deinem doch sehr langen Weg hierher?“

„Viel Wüste, viel Sand, einige Staubstürme, Wanderdünen, dann endlich frisches Gras unter den Hufen und einen kleinen Bach, an dem ich meine Wasserreserven auffüllen konnte.“

„Das klingt eher nach sehr dürftiger Abwechslung.“

„Du sagst es. Die größte Abwechslung war dann die Ankunft am Rande eines großen Flusses und meine Durchreise durch ein nettes kleines Dorf. Allerdings waren die Bewohner sehr scheu und reserviert was mich betrifft. Die Dorfbewohner waren fast ausschließlich Raubkatzen.“

„Ah, du warst in Felgan. Ja, das ist ein nettes Raubkatzendörfchen, mit einer netten kleinen Schänke.“

„Das stimmt. Der Gastwirt, sein Name war glaube ich Aldo, war sehr freundlich und wies mir die Richtung zum Urwald und zu dieser Station, als ich ihn nach wissens- und sehenswertem fragte.“

„Was? Sehenswertes. Hmmm ... klingt fast wie nach einer Touristenattraktion.“

„Nein. Er meinte auch, dass es ihm zum ersten Mal passiert, dass ihn jemand nach solchen Dingen fragt und auch, dass niemand zuvor je ein schwarzes Ein-horn gesehen hat.“

„Ja, ich auch nicht. Aber bevor ich zur Gruppe dazu kam, hatte ich auch noch nie einen Drache gesehen.“

„Ich auch nicht und immer noch nicht. Ich habe gehört, dass sie feuerspeiende Monster sein sollen?“

Sandra lachte laut auf. „Entschuldige bitte, dass ich gerade lachen musste. Das ist ein Ammenmärchen, um wahrscheinlich Welpen und Fohlen zu erschrecken.“

„Hm. Faszinierend“, sinnierte Zeus.

„Was denn?“

„Wenn du so lachst, dann erinnerst du mich an jemanden aus meiner Vergangenheit. Ich kann aber nicht sagen, um wen es sich handelt.“

„Ah, erste Erinnerungen. Wir machen Fortschritte.“

„Ich habe ja nicht meine Erinnerung verloren, aber ich scheine Dinge zu wissen die mir vorgegeben sind, aber auf die ich nicht zugreifen kann.“

„Wir werden sehen, wenn es soweit ist.“

Der Hengst nickte.

„Wie alt bist du denn, wenn du so über Dinge aus deiner Vergangenheit sprichst?“

„Ich bin relativ jung und erst 90 Jahre alt.“

Sandra zuckte zusammen. „Erst 90 Jahre alt? Habe ich dich richtig verstanden?“

„Ja. Warum fragst du?“

„Ich bin 28 Jahre alt und finde, dass ich gerade so beginne in der Mitte des Lebens anzukommen?“

„Oh, so jung noch? Quasi ein Fohlen.“

„Hey, mal nicht so frech“, empörte sie sich gespielt, denn in Wahrheit fühlte sie sich geschmeichelt.

„Wie alt sind denn die anderen?“

„Im Durchschnitt zwischen 20 und 50 Jahren.“

„Also alle jünger wie ich.“

„Wie es scheint kommst du aus einer Region in der alle älter zu werden scheinen als der Rest von uns.“

„Das mag durchaus sein. Der Älteste des Dorfes ist vor einem halben Jahr 167 Jahre alt geworden.“

„Das nenne ich jetzt aber wirklich alt.“

Zeus musste jetzt seinerseits lachen.

Sie setzten ihren Weg fort und betraten die Ebene -5.

„Da vorne stehen zwei Leute vom Sicherheitsdienst, da gehen wir einfach mal dran vorbei“, ermahnte ihn die Stute.

„Warum? Was ist hinter der Tür?“

„Wenn du nicht eine unangenehme Überraschung erleben willst, dann belasse es dabei und frag nicht weiter nach.“

„Oh nein, jetzt will ich alles wissen“, sagte er noch und schritt gezielt auf die Tür zu. „Hallo, darf ich fragen was sich hinter dieser Tür befindet?“

Die beiden Sicherheitsstiere, links und rechts der Tür, sahen ihn schief an.

„Entschuldigt bitte, er ist neu hier und kennt sich noch nicht aus“, warf Sandra ein.

„Ah, daher. Er sieht auch recht ungewöhnlich aus“, murmelte Rasal.

„Darf ich in den dahinterliegenden Raum schauen?“, fragte Zeus frei heraus.

„Hältst du das für eine glorreiche Idee?“, fragte Hadar vorsichtshalber.

„Ich denke, ja. Was sollte mir schon passieren?“

„Wir stehen nicht umsonst hier. Das sollte eigentlich schon Warnung genug sein.“

„Ach, zur Not kann ich euch ja um Hilfe bitten. Außerdem freue ich mich immer über neue Bekanntschaften.“

„Neue Bekanntschaften? Dann mal viel Spaß da drin“, seufzte Rasal und ließ ihn widerwillig gewähren.

Zeus klopfte an und die Tür öffnete sich leise zischend.

Im Türrahmen erschien eine Jaguarin, welche gerade ihrem Temperament freien Lauf lassen wollte, aber es sich schnell anders überlegte, ob des Anblicks des schwarzen Hengstes. „Na sieh mal einer an“, gurrte sie laut. „Wer bist du denn?“

„Hallo, mein Name ist Zeus.“

„Ich bin Samantha und sehr erfreut.“

„Die Freude ist ganz auf meiner Seite“, kam die unbedarfte Antwort.

„So sollte es auch sein. Du bist mir ja ein richtig Prächtiger und nicht solch ein verkümmerter Ochse, wie sie ständig vor meiner Tür stehen; kommst genau im richtigen Moment. Wie wäre es, wenn du rein kommst und wir uns tiefgründig unterhalten. Du hast da ein schickes Horn und ich habe etwas, was ich dir dringend zeigen muss.“ Ihre Stimme hatte dabei alles zwischen Triebhaftigkeit und präorgiatischer Wollust.

„Zeus, komm weiter. Das ist keine gute Idee. Glaub mir!“, flehte Sandra.

„Klappe, weiße Hornschlampe“, zischte Samantha, packte den Einhornhengst und zog ihn zu sich.

Nachdem der Hengst im Raum verschwunden war und die Tür geschlossen, schauten sich die beiden Stiere an und dann zu Sandra.

„Solltest du ihm nicht reichen?“, merkte Hadar an.

„Was? Wie meinen? - Ach so. Nein, wir sind kein Paar“, entgegnete sie irritiert.

„Schade für dich. Ihr gebt ein nettes Pärchen ab.“

Sandra schaute von einem zum anderen und runzelte die Stirn. „Wir kennen uns noch nicht mal.“

„Das gibt sich noch“, zwinkerte Rasal.

„Das wird ja hier immer doller. Paarvermittlung Urwaldbasis?“

„Im Moment sind wir eher gespannt, wann er wieder raus gerannt kommt.“

„Vor allem in welchem Zustand“, ergänzte Hadar seinen Kollegen und grinste eindeutig.

Die Einhornstute traute ihren Ohren nicht und schüttelte nur noch den Kopf.

'Bin ich so alt geworden oder einfach nur verklemmt?', ging es ihr durch den Kopf.

Im selben Augenblick öffnete sich die Tür und Zeus erschien.

„Oh, du lebst noch?“, fragte Hadar erstaunt.

„Ja, warum denn nicht? Es gibt nichts dem ich nicht gewachsen wäre.“

Im Türrahmen stand Samantha und leckte sich über die Lippen, schluckte kurz, grinste breit und drehte sich um. Die Tür schloss sich wieder und den beiden Stieren klappte die Kinnlade herunter.

Sandra sah den Hengst scharf an und schnaubte verächtlich, drehte sich um und verließ die Szenerie. ,Bloß weg hier.'

Zeus eilte ihr nach: „Was ist mit dir? Warum bist du plötzlich gegangen?“

„Das fragst du noch? Findest du es nicht etwas daneben, dass ich mit dir durch die Station gehe, dir alles zeigen soll, du mir ganz nebenbei Komplimente machst, bei mir den Eindruck erweckst, dass du dich öffnen willst und dann so einfach mal mittendrin mit einer verdorbenen Jaguarschlampe ein Nümmerchen schiebst?“

„Oh. War das falsch? Ich meine, ich dachte, dass sie dafür hier wäre?“

„WAS? Das glaube ich jetzt nicht. Warum immer die hier ist, bestimmt nicht dafür. Und schon gar nicht dafür, dass du hier ankommst und im Vorbeigehen deine Säfte freigiebig verteilst.“

„Aber, aber. So freigiebig bin ich nun auch nicht.“

„Na schön. Du scheinst ja sehr offen zu sein was deine Triebe angeht. Beherrsche dich wenigstens etwas in der Gegenwart der anderen. Wir gehen jetzt wieder zur Ebene -6. Das Niveau lässt gerade mehr als zu wünschen übrig.“

Dort angekommen, standen Cyron und Stella im Raum und schauten Sandra und Zeus etwas befremdet an.

„Was war denn auf Ebene -5 los?“, fragte Cyron frei heraus.

Der schwarze Einhorn-Anthro druckste herum, aber Sandra hielt sich nicht zurück. „Der feine Herr war der Meinung bei Samantha seine Fracht abzuladen.“

Stella zuckte etwas zurück. „Wow, eine solche Bemerkung hatte ich von dir jetzt nicht erwartet, vor allem diese sehr direkte Wortwahl.“

Apollo, welcher daneben stand, fing an breit zu grinsen. „Willkommen bei den Lebenden, Mutter.“

„Freu dich nicht zu früh, Bursche. Der Schuss kann schnell nach hinten los gehen.“

„Vor dieser Samantha sollte erstmal jeder Ruhe haben. Ich glaube, dass ich sie beruhigt habe“, gab Zeus zu Protokoll.

„Was macht dich so sicher? Immerhin hat die, was ihre Lust angeht, den Teufel höchstpersönlich im Leibe“, motzte Shiva im Vorbeigehen.

Sie war mit Pathenon auf dem Weg zur Ebene -7, da beide dort die Verletzten mit versorgten.

„Ich bin mir sicher. Ich habe sie definitiv überfordert“, rief er hinterher.

„Wow. Du musst es wirklich dringend nötig haben“, warf die Jaguarin noch schnell in den Raum und war wieder weg.

Sandra mischte sich ein: „Wir sollten ihn, wenn er denn einverstanden ist, im Labor mal dringend untersuchen. Er kommt vom Rande der Wüste und ist laut seiner Aussage 90 Jahre alt, der Älteste in seinem Dorf ist gerade 167 Jahre alt geworden.“

Andrew schaute fasziniert drein und musterte den Hengst von oben bis unten. „Wärest du denn mit einer eingehenden Analyse einverstanden?“

„Ja, warum nicht. Vielleicht findet ihr ja heraus was mit mir los ist und woher ich wirklich komme. Immerhin kenne ich meine Eltern gar nicht.“

„Das ist sehr interessant. Ein schwarzes Einhorn habe ich auch noch nicht gesehen, da bist du das erste“, ergänzte Kira.

„Ihr bekommt von mir alles was ihr braucht.“

Sandra verdrehte die Augen: „Nicht schon wieder diese Großzügigkeit.“

„Wie meinst du das?“, fragte Stella und gab sich gleich die Antwort, „Ach ja, die Nummer mit Samantha.“

„Also, ich habe nichts dagegen, auch da bin ich freigiebig.“

Die Stute lief unter dem Fell knallrot an, aber nicht vor Scham, sondern vor Wut. „Du bist ein echt unmöglich versautes Exemplar.“

Apollo fing an zu lachen. „Genau mein Humor.“

„Vergiss es, Bürschchen. Du bist mein Sohn und ich will nicht, dass du auch auf solche Gedankengänge kommst.“

Andrew stand auf und gab zu verstehen, dass er das Labor aufsuchen will, winkte Zeus zu und beide gingen.

„Auch gut. Sollen es die Kerle miteinander ausmachen“, schnauzte Sandra.

„Oh nein. Da gehe ich mit. Der Kerl ist mir suspekt“, sagte Kira noch schnell und war verschwunden.

„Warum das denn?“, fragte Apollo ablenkend.

„Schon vergessen? Mein Andrew ist ein Hermaphrodit und man weiß ja nie was dieser Zeus mit seinen Hengstmanieren so alles anstellt.“

„Solange er nicht den Stationsbeschäler mimt“, warf Stella ein.

„Davor mögen uns unsere Götter bewahren.“

„Apropos Götter. Ich habe so das Gefühl, dass da auch noch was auf uns zu kommt“, sinnierte Cyron.

„Egal. Ich bin erstmal gespannt was bei diesem Zeus rauskommt.“

„Wie bitte?“, entglitt es Sandra gereizt.

„Ich meine die Ergebnisse.“

„Ach so, das.“

Im gleichen Moment stand Kira in der Tür und war etwas neben der Spur.

„Oh, Kira. Schon wieder da? Was gibt es neues im Labor?“, fragte Cyron unverfänglich.

„Das wollt ihr nicht wissen. Aber halt, vielleicht doch.“

„Wir hören.“

„Andrew hatte bereits alle Vitaldaten genommen, die sind komplett im normalen Bereich. Der Rest ist dann eine Überraschung.“

„Wir sind ganz Ohr.“

„Also, es ist einiges bei raus gekommen.“

„Aha“, grinste Apollo.

„Ja. Auch das. Nicht nur sprichwörtlich. Der sprang direkt auf Andrew an und die Probe war sehr aufschlussreich.“

Sandra drehte den Kopf zur Decke: „Bitte nur Ergebnisse und keine Details.“

„Ich werde es versuchen und mich kurz halten.“

„Sehr verbunden“, versuchte sich Sandra zu entspannen.

„Gut. Schieß los.“

„Die DNA-Analyse ist bei ihm sehr eindeutig. Er ist ein fehlendes Bindeglied.“

„Inwiefern“, sagte Cyron und lehnte sich zurück.

„Die Zellprobe und auch die Spermaanalyse sind mehr als umfangreich. Entschuldige bitte, wenn das etwas zweideutig klingt, aber seine Zellen sind ständig in einer Regenerationsschleife, was bedeutet, dass er quasi nicht oder nur extrem langsam altert. Und was seine Flüssigkeit angeht, so sind alle Spermien zu 100 Prozent vital und keines ist wie das andere.“

„Wie meinst du das?“

„Er ejakuliert unterschiedliche Formen und laut DNA-Sequenzer könnte es sich sogar um verschiedene Spezies handeln die er hervorbringen könnte.“

„Wie das denn?“

„Das fragst du mich? Ich habe keine Ahnung. Es scheint so, als ob er dazu aus-erkoren wurde die genetische Vielfalt auf unserem Planeten oder vielleicht so-gar auf anderen Planeten zu erhalten oder zu maximieren.“

„Das heißt also, er ist kombinierbar mit anderen Arten?“

„Ja, genauso ist es. Er könnte anhand der vielfältigen Spermien und der darin enthaltenen DNA einen Leoparden zeugen, ein Einhorn, einen Pegasus, einen Löwen, einen Tiger, Luchs, Wolf, womöglich sogar einen Drache.“

„Wow, das sind jetzt aber durchschlagende Neuigkeiten.“

„Das heißt, egal welches Weibchen er begattet, es würde ein artreiner Embryo entstehen?“, fragte Stella.

„Ja. Oder, wenn es so sein sollte, ein Hybrid.“

„Na klasse. Das Problem mit der genetischen Austrocknung auf unserem Planeten scheint gelöst“, rief Cyron begeistert aus und klatschte in die Hände.

„Bist du bescheuert?“, schrie Sandra. „Fehlt nur noch, dass sich jetzt jedes Weibchen seinem übersteigerten Lustego hinzugeben hat.“

Andrew und Zeus näherten sich dem Disput.

„Nein. Ich mag zwar recht umtriebig sein, aber das würde ich glattweg ablehnen“, gab der Einhorn-Anthro von sich.

„Na, das beruhigt mich jetzt aber sehr“, entglitt es Sandra.

„Aber mal was anderes. Eine der Stasisröhren fand ich sehr interessant.“

„Ah, welche denn?“

„Da ist dein Ebenbild drin, Cyron.“

Der Angesprochene schluckte kurz. „Aha und was ist an ihm so interessant?“

„Ich weiß es nicht, aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich wegen ihm hier bin, dass ich da eine Verbindung sehe.“

„Er bleibt erstmal da drin und gut ist“, entschied Cyron und schlug auf den Tisch.