Kapitel 39

Story by SethGodofChaos on SoFurry

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Kapitel 39

in der Umlaufbahn

Ein neuer Tag brach an, ein Tag wie viele andere zuvor, jedoch auch ein Tag, der in seinem Verlauf nicht so sein sollte wie alle anderen.

Während sich auf der Erde die Menschen ihrem täglichen Geschäft widmeten, war es soweit und die beiden antermerianischen Kampfinsel reduzierten ihre Annäherungsgeschwindigkeiten gravierend, schwenkten in einem gut vorherberechneten Vektor, in einer Entfernung von viertausend Kilometern, in die Erdumlaufbahn ein.

Als die Sonne auf ihrer scheinbaren Bahn am Firmament im Zenit stand und damit die beiden Schiffe anstrahlte, deren Konturen nachzeichnete, die Oberflächen ihre Lichtphotonen reflektierten, war klar, dass die Erde zwei Trabanten mehr hatte. Diesmal nicht natürlichen Ursprungs, sondern einer fremden Spezies angehörend.

Die beiden Kampfinseln hatten sich dabei so aufgeteilt, dass sie jeweils die gegenüberliegende Hemisphäre der Erde unter Beobachtung hatten. Egal ob es Tag oder Nacht war, der irdische Himmel war nicht mehr der gleiche, ständig war ein Zehntel des die Häupter überkrönenden Gewölbes von einer gewaltigen Konstruktion aus Duranium, Titan, Edelstahl und massivem Gestein bedeckt.

Nervös, aber nicht von purer Angst erfüllt, nahmen die Menschen von der Ankunft Notiz, hatten die ersten Meldungen sie doch schon lange genug vorbereitet.

Die Ra-em war, laut den Berechnungen, soweit und verließ endgültig den Subraum, trat an vorbestimmter Stelle, in der Nähe des Erdmondes in den Normalraum ein.

„Colras!“

„Captain?“

„Scanne die nähere Umgebung. Ich möchte wissen, wo genau sich die beiden Kampfinseln aufhalten.“

„Aye, Captain!“

Während Captain Drekal in ihrem Sessel, in der Mitte der Brücke saß, stand die Antermerianerin Isis neben ihr und schaute dem Tiger bei der Arbeit zu, ging schließlich zu ihm, schaute auf die Anzeigen und zeigte auf zwei Tableaukombinationen.

„Ah ja. Danke. Da ist ja die richtige Einstellung“, murmelte er.

„Kein Problem. Die Änderung sind teilweise gravierend und ihr habt euch sehr schnell und gut damit vertraut gemacht“, lobte sie im Gegenzug.

„Jetzt habe ich sie gefunden“, intonierte Colras schließlich. „Captain! Die beiden Kampfinseln befinden sich in stabilen Umlaufbahnen, beide sind direkt gegenüberliegend und überstreichen jeweils eine der Hemisphären. Keinerlei Aktivitäten im Außenbereich, alle Waffensysteme deaktiviert.“

„Ausgezeichnet! Wie es scheint sind wir nicht zu spät. Einen Scan im Langstreckenbereich können wir uns wohl sparen, da sollte nichts sein, sonst wäre es nicht so friedlich“, stellte die Wölfin fest.

„Ich würde gern mit Osiris sprechen“, warf Isis ein.

„Aber natürlich. - Sitral, stelle eine Verbindung her.“

„Aye, Captain! Verbindung kommt.“

„Willst du dich setzen?“, fragte Drekal an die Antermerianerin gewandt.

Die schüttelte nur den Kopf und blieb neben dem Captainsessel stehen.

„Verbindung steht!“, kam die Bestätigung der Schneeleopardin an der Com-Kontrolle.

„Bitte schön“, gab Drekal mit einem Handzeichen das Gespräch in Isis´ Hände.

<„Commander Isis an Bord des Cherit-Subraumkreuzers Ra-em ruft Byblon und Atikon.“>

Keine zwei Sekunden später erschien das Gesicht von Osiris und hellte sich auf. <„Ah! Ich grüße dich, meine wundervolle Partnerin. Es freut mich sehr dich in meiner Nähe zu wissen.“>

<„Ja, das kann ich mir denken. Wenigstens kannst du jetzt keinen Unsinn mehr machen, wie vor einigen Monaten.“>

<„Aber, aber. Ich hatte meine Gründe.“>

<„Und die wären?“>

<„Ganz einfach. Ich war es leid die Füße stillhalten zu müssen, während im Asteroidengürtel ein Forschungsschiff der Menschen auftauchte, uns so gut wie entdeckte, wir den Funkkontakt erfolgreich stören konnten, aber es sich dann mit einem, immer noch unerklärlichen, Lichtphänomen aus dem Staub machte. Wir wissen nicht was passiert ist, wer es war und vor allem wo sie hin sind.“>

<„Gut. Dem ersteren müssen wir noch auf den Grund gehen. Beim zweiteren kann ich dich beruhigen, denn wir wissen wo es ist.“>

<„Ah, sehr schön. Dann erleuchte mich mal.“>

<„Der Raumer ist an Bord dieses Schiffes und die beiden Insassen wohl auf und in ihren Quartieren.“>

<„Kannst du mir das erklären? Soll das heißen, dass die bei euch sind?“>

<„Ja, so ist es. Sie tauchten in eben jenem, von dir gerade so kurz angesprochenem Lichtphänomen, im Elara-System auf.“>

<„Hört sich nicht sonderlich beruhigend an.“>

<„Genau. Vielleicht war deine Aktion zur Erde vorzurücken gar nicht so verkehrt, auch, wenn du jetzt die Menschen gezwungen hast eine Reaktion zu zeigen.“>

<„Reaktion? Ich wäre froh, wenn die sich überhaupt rühren würden. Da unten tummeln sich zwar die Gerüchte in den Medien und der Funk gibt keine Ruhe mehr, das Militär ist im Alarmzustand, aber ansonsten geht alles seinen gewohnten Weg.“>

<„Das macht mich jetzt aber stutzig.“>

<„Frag mich mal.“>

<„Wir machen folgendes. Ich werde versuchen die richtigen Zielpersonen aus-findig zu machen um einen Kontakt herzustellen. Das erfordert natürlich das entsprechende Fingerspitzengefühl. Du bleibst brav hier oben und beobachtest das System. Wenn dieser plötzliche Transfer des Raumers keinen natürlichen Ursprung haben sollte, dann wird hier über kurz oder lang die Hölle los sein.“>

<„Ich bin einverstanden. Wie steht es um die fünf anderen Kreuzer? Sind die schon auf dem Weg? Der letzte Datenabgleich im Hauptsystem sagte mir, dass der Umbau abgeschlossen sei und die Beladung in den letzten Zügen lag.“>

<„Dann sollten die Schiffe in den nächsten Wochen hier eintreffen. Und hoffen wir, dass hinter den Merkwürdigkeiten nicht unsere abtrünnigen Freunde stecken und sich unter Umständen gerade auf dem Weg hierher befinden. Vor allem nicht bevor unsere Verstärkung hier eintrifft.“>

<„So oder so. Stell den Kontakt her. Mach den Menschen klar, dass sie in Gefahr sind. Ich halte hier die Stellung und werde mit allen Mitteln verhindern, dass da unten auch nur einer der Abtrünnigen einen Fuß auf den Boden bekommt.“>

<„Das mache ich und passt alle auf euch auf“>, sagte Isis und breitete eindrucksvoll ihre Schwingen aus.

<„Immer wieder ein wundervoller Anblick“>, entgegnete Osiris lächelnd und beendete die Verbindung.

Die Antermerianerin drehte sich zu Drekal und überlegte. Dann hub sie an: „Ich brauche die Anthros Voyage. Ich brauche folgende Personen: Cyron, Chi-ron, Tarja, Shana Grant, Walter Skort, Syrgon und dann auch noch diesen Cromwell. Bei dem wird es Zeit, dass wir ihn los werden, denn nach unserem Eintreffen hat er eh keine Chance mehr noch Schaden anzurichten.“

„Verstanden. Ich sorge für die Vorbereitungen.“

„Fantastisch. Dann läuft erstmal das. Alles andere wird sich dann zeigen. Gib mir Bescheid, wenn alles soweit ist.“