Kapitel 6

Story by SethGodofChaos on SoFurry

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Kapitel 6

Reaktivierungen

Minuten des Weges vergingen und immer mehr Dorfbewohner versammelten sich, beobachteten das Trio genau.

Schließlich kamen sie am Wirtshaus an und Hylas öffnete die Tür.

„Dann tretet mal ein und setzt euch“, intonierte er halb feierlich und rief in die Schänke hinein: „Shiva! Sieh‘ mal, wir haben Besuch.“

Die Jaguarin ließ nicht lange auf sich warten und erschien neben dem Tresen. „Hallo!“, leitete sie eine Begrüßung ein und erstarrte.

„Ich grüße dich, Shiva!“, begann Zoya.

„Lange Säbelzähne und ein halbmenschlicher Körper… Du kannst nur die Tochter von Apophis und dieser Jody sein“, stellte die Raubkätzin fest.

„Das ist richtig. Mein Name ist Zoya und ich bin in Begleitung von Zeus und Mister Kromberg hier“, erklärte die Hybridin, breitete ihre blutroten Schwingen aus und deutete abwechselnd auf den Einhornhengst und den Menschen.

„Eure Anwesenheit ehrt mein bescheidenes Ambiente. Aber sagt, was genau treibt euch hierher? Aber setzt euch doch erstmal. Wie unhöflich von mir.“

So nahmen das Trio, Shiva, Hylas, der neu hinzugekommene Pathenon Platz.

„Nun“, hub Zoya an, „wir sind mit der Har’lin’ga hier. Ihr erinnert euch bestimmt noch an die Berichte von der Erde und die Antermerianer, ebenso die Haldoraner?“

„Ja, leider sind wir auch vertraut damit, dass Drekal und Syrgon nicht mehr leben“, warf Pathenon ein.

Zoya nickte lediglich und fuhr fort: „Wir sind hier, weil es zu Verhandlungen mit einer abtrünnigen Strömung der Antermerianer kommen soll und Genro ist zum Schauplatz erkoren worden.“

„Uns bleibt aber auch nichts erspart. Ich vermute, dass diese Har’lin’ga im Orbit um unseren Planeten schwebt?“, fragte Hylas.

„Ja und wir werden in Kürze nach Bri’tek aufbrechen. Außerdem sind die Osiris, die Nephys und die Amun-Re ebenfalls in einer Umlaufbahn. Ihr könnt also ganz entspannt sein, alles ist absolut sicher“, erklärte Zoya weiter.

„Ich glaube kaum, dass wir uns entspannen werden“ knurrte Pathenon. „Zu viel ist passiert, zu viele sind gestorben und zu viel ist bei jedem einzelnen zerstört worden. Und jetzt taucht ihr auf und wollt uns auf etwas Vorbereiten was wir lieber verdrängen würden.“

„Was genau ist während unserer Abwesenheit passiert? Was ist innerhalb von 14 Jahren hier geschehen?“, hakte Zeus nach, während Zoya etwas überfahren wirkte und schwieg.

„Wo soll ich anfangen?“, sinnierte Shiva. „Ich fange am besten mal mit der Totenliste an. Nach Ende des Krieges auf der Erde sind wir ja nach Genro zurückgekehrt und nur die wenigsten blieben. Zwar hatte sich eine Art von Versorgungs- und Transportflotte aufgebaut, aber in den letzten Jahren versiegte diese immer mehr.“

„Warum?“, warf Zoya dazwischen.

„Das weiß keiner und wir hoffen, dass ihr da etwas Licht ins Dunkel bringen könnt“, fuhr Shiva fort. „innerhalb dieser Jahre starben Sandra, Uri, Don, Groodarn, Casandra und Hargot. Vielleicht erklärt das einiges und warum wir etwas seltsam sind.“

„Das trifft mich jetzt zutiefst und ich bedauere die Verluste“, versuchte Zoya ihr Mitgefühl auszudrücken.

„Lass es“, knurrte Hylas, „du kanntest sie nicht.“

„Tut mir Leid.“

„Schon gut“, versuchte Shiva etwas die Situation zu entschärfen, „ihr könnt ja nichts dafür. Aber Samantha wird sich bestimmt freuen Zeus widerzusehen.“

Der Hengst zuckte zusammen und zog es vor darüber zu schweigen. „Und wie geht es den anderen?“, erkundigte er sich um abzulenken.

„Nun ja, wir werden alle älter und es wäre schön, wenn wir die Dauerraumfahrer auch mal wieder zu Gesicht bekämen. Es ist schmerzlich, wenn alle, die sich seit Welpenbeinen kennen, getrennt und ohne Abschied wegsterben“, seufzte Shiva.

„Da kann ich euch beruhigen“, sagte Zoya und zog ihren Kommunikator aus der Tasche. „Vermittlerin Zoya an Nephtys, können sie mich hören?“

„Hier Nephtys, Com-Offizier Tyris. Wir hören sie!“

„Wir sind zunächst im Dorf Felgan eingetroffen, um die Bewohner in der näheren Umgebung auf das Eintreffen der Delegationen vorzubereiten. Leider gibt es Umstände die es erforderlich machen unsere Gastgeber positiv zu motivieren. Ich erbitte daher, dass die an Bord der Kreuzer befindlichen Chafren auf die Oberfläche dürfen.“

„Hier Captain Theseus“, mischte sich der Widder ein, „ich verstehe ihr Ansinnen nicht ganz. Präzisieren sie bitte!“

„Hallo Captain“, fuhr Zoya fort, „ es geht ganz einfach darum, dass in letzter Zeit sehr viele gestorben sind und dass das Gefüge aus Freundschaften gelitten hat und vieles zerbrach. Um bei den bevorstehenden Verhandlungen möglichst bestens auf alles vorbereitet zu sein, wäre es schön, wenn bekannte Gesichter zur Oberfläche geschickt würden und der Kontakt wieder aufleben würde. Des Weiteren wurde mir berichtet, dass die Versorgungsflotte in den letzten Jahren sehr unzuverlässig wurde und fast zum Erliegen kam.“

„Zur Kenntnis genommen und Erlaubnis gewährt. Wir schicken die anwesenden Chafren von allen umkreisenden Schiffen zur Planetenoberfläche. Außerdem werde ich mich erkundigen was aus den Handelsschiffen geworden ist. Theseus, Ende!“

„Das sind endlich mal schöne Nachrichten“, frohlockte Shiva und stand auf. „Wer möchte eine Glas Met?“

„Ich lasse Mister Kromberg in eurer Obhut und werde lediglich mit Zeus aufbrechen und nach Bri’tek fliegen. Wir haben viel zu tun und wenig Zeit“, verkündete die Hybridin.

„Macht das. Wir werden mit Herrn Kromberg schon fertig“, intonierte Shiva, kam mit einer Flasche Met und mehreren Gläsern hinter dem Tresen hervor, stellte alles auf den Tisch und setzte sich wieder. „Nun Herr Kromberg, jetzt erzählen sie doch mal etwas von sich.“

Zoya machte eine unauffällige Handbewegung und forderte Zeus damit auf sich tunlichst mit ihr auf den Weg zu machen.

Der Hengst verstand und beide verließen recht unauffällig die Schänke.

„Was sollte der heimliche Abgang?“, fragte Zeus.

„Kromberg ist gut beschäftigt und bevor er mitbekommt, dass wir weg sind, sind wir schon längst über alle Berge.“

„Ah, daher weht der Wind.“

„Jetzt schnell weg hier, bevor alles vergebens war und wir den Kerl doch wieder an den Hacken kleben haben.“

Auf der Erde, genauer gesagt vor der Villa der Grauen Eminenz Krondal hatte sich alles in Stellung gebracht.

Eben noch herrschte vor dem Haus und auch dahinter Ruhe, jetzt jedoch hörte man das bersten von Holz, vernahm das Fauchen von Lasergewehren, dann ward wieder Stille.

Eine gefühlte Ewigkeit später wurde die Fronttür von Innen geöffnet und Altarion Rogers erschien. „Niemand zuhause“, sagte er bitter. „Kommt rein. Wir müssen alles durchsuchen. Hier stimmt was nicht.“

Zunächst versammelten sich alle in der Bibliothek und sahen sich um.

„Und schon wieder ein Deja vu“, grummelte Andrew.

„Das wird sich in Zukunft auch nicht mehr ändern“, seufzte Kira. „Jeden Ort, welchen wir aufsuchen, hatten wir schon mal.“

„Ja, und meist in negativer Erinnerung.“

„Das ist jetzt nebensächlich“, mischte sich Rogers ein, „wir sollten schleunigst herausfinden wohin Krondal und auch der Rest hin sind. Es kann doch nicht sein, dass hier alles ausgeflogen ist.“

„Wenn wir einmal von den Drohnen im Garten des Hauses absehen“, hub einer der Privates an, „wann hat eigentlich jemand zum letzten Mal von diesem Krondal etwas gehört oder gesehen?“

„Ähmmm…“, entfuhr es Cyron und er starrte überlegend in die Luft.

„Nun ja. Das letzte Mal war es als er uns umbringen wollte“, warf Stella ein.

„Ja. Bei mir hätte es auch fast geklappt“, knurrte Apophis.

„Kann es sein, dass du die Probleme irgendwie anziehst?“, fragte Jody Thorn mit einem Augenzwinkern.

„Ich finde das nicht lustig“, begann der Kater gespielt zu jammern.

„Ich auch nicht, aber es ist schon auffällig. Krondal bringt dich fast um, jetzt die Drohne im Garten. Ich habe langsam das Gefühl, dass du mich loswerden willst und es nur schaffst indem du dich in den Tod stürzt.“

„Also bitte, ja?! Wenn ich das wollte, dann würde ich es nicht so auffällig machen und wenn doch, dann hätte ich einen Weg gewählt, bei dem mir keiner hätte helfen können.“

„Ach ja, und der wäre?“, bohrte Jody nach und war plötzlich sehr ernst.

„Der Gelegenheiten waren genug. Notfalls hätte ich ja Zeus bitten können…“, hub Apophis an und wurde von seiner Gemahlin sofort unterbrochen: „… halt die Klappe. Das ist jetzt echt fies und vor allem ein ziemlich unanständiger Gedanke.“

„Wobei… Samantha hat ihn ja auch überlebt. Also scheidet diese Methode wohl bei genauerer Betrachtung aus.“

„Du bist ein versautes Stück Tiger, mit langen Zähnen“, ereiferte sich Thorn.

„Ich weiß mein Liebling und ich habe noch ganz andere lange Sachen.“

„Das will hier gar keiner hören“, ging Rogers dazwischen und schüttelte den Kopf.

„Was denn?“, fuhr Apophis fort, „ich meinte damit meine Beine.“

„Genau!“, bestätigte Jody. „Vor allem eins davon.“

Cyron schaute Stella an, Chiron zu Tarja.

Aus ihren Blicken war deutlich zu lesen was sie dachten und das war die Frage, ob sie wirklich für diesen Kater verantwortlich sind oder ob da eher der Milchmann oder der böse Nachbar die Hand im Spiel hatte.

„Ich lehne für dieses Produkt jede Verantwortung ab“, platzte es aus Chiron heraus.

Tarja lief knallrot an der Nasenspitze an, atmete tief durch. „Ach ja? Wer soll denn sonst der Vater sein, wenn nicht du?“

„Keine Ahnung, aber das hat er nicht von mir.“

„Von mir auch nicht, aber trotzdem ist er unser Sohn, denn immerhin kannst du nicht leugnen, dass ich auf dir saß und du nicht entkommen konntest.“

„Stimmt. Ich erinnere mich immer wieder sehr gerne an den warmen Sand in meinem Rücken und Deinen heißen Schoß auf mein….“

„Schluss! Aus! Pfui! Jetzt ist aber genug hier“, schrie Stella. „Das entartet gerade zu einem billigen Porno.“

„Oh bitte. Mom, du willst doch nicht etwa behaupten, dass es bei dir und Papa züchtig zuging.“

„Oh doch“, entglitt es Cyron.

„Klappe, Cyron! Das geht niemanden etwas an.“

„Was denn? Wir haben es mustergültig getan, deine Mutter vor mir auf den Knien, den Schwanz zur Seite gelegt und ich …“

„… es reicht jetzt“, brüllte Rogers so laut er konnte. „Jetzt wird es wirklich versaut und kein Wort mehr von Stellungen und körperlichen Proportionen. Wir haben hier ein Problem und das müssen wir lösen. Die Frage, wohin ist Krondal, ist immer noch nicht beantwortet.“

„Ich hätte da eine Idee“, rief Kira aus dem Treppenhaus über die Brüstung der ersten Etage.

Unbemerkt hatten sich Andrew und sie während der Erotikstunde abgesetzt, waren über den linken Treppenbogen zur ersten Etage gegangen und hatten sich dort umgesehen.

„Wo seid ihr?“, rief Stella fragend aus der Bibliothek heraus.

„Hier oben, eine Etage höher. Ihr könnt uns nicht verfehlen“, rief Kira zurück.

Wenige Minuten später hatten sich alle in einer Art Labor versammelt und sahen aufmerksam zu Kira und Andrew.

„Schießt los. Was habt ihr herausgefunden?“, bohrte Cyron.

„Tja, auch das ist ein Dejá vu“, floskelte Kira und knallte eines der Bücher aus den Schreibtisch. „Krondal ist hier, wahrscheinlich sogar in der Nähe, wenn nicht sogar in diesem Raum.“

„Wie ist das möglich?“, fragte Rogers nach.

„Phasenverschiebung“, murmelte Apophis, der gerade die Seiten des Buches überflog, „die gleiche Methode wie die der Antermerianer. Die Frage ist jetzt nur, wie er das geschafft hat. Wie kam er an einen… - Vergesst es, er hatte die Drohnen und die haben einen Transverter eingebaut. Nächste Frage ist, was hat er vor und was kann er jetzt anrichten?“

„Ich befürchte, eine große Menge“, warf Andrew ein. „Er kann sich durch die Dimensionen schieben wie er lustig ist, zumindest aber eine Ort zu Ort Transversion durchführen.“

„Das Artefakt“, entfuhr es Rogers, „Verdammt, wenn er sich durch die Verschiebung unbemerkt an einen anderen Ort versetzen kann, sich dort in unsere Raum-Zeit zurück überführt, dann kann er an das Artefakt zur Kontrolle der Lichtwesen. Sowas blödes. Woher weiß er davon? Woher weiß er wo es ist?“

„Weiß er wirklich wo es ist?“, fragte Apophis. „So wie ich das hier lese, gibt es zehn Orte an denen es sich befinden könnte. Einige sind so unwirtlich, dass er es schwer haben wird diese aufzusuchen oder von dort lebend wieder zurückzukehren.“

„Ich hoffe, dass er daran verreckt“, entglitt es Stella.

„Nein“, erwiderte Rogers, „wir brauchen ihn lebend. Er hat das Wissen was wir brauchen und es darf nicht an die Lichtwesen zurück und schon gar nicht in die Hände der Abtrünnigen fallen. Im Moment haben wir die Fäden halbwegs in der Hand, die dürfen uns zu keiner Zeit entgleiten.“

„Was ist, wenn Marduk die Informationen vor uns bekommt und die Quelle, also das Artefakt findet und aktiviert?“, fragte Cyron.

„Das Ende. Dann war alles umsonst und Marduk sowie alle alten Götter der ausgestorbenen Zivilisationen kehren zurück, übernehmen die Herrschaft und die Erde wird ein Sklavenplanet“, konstatierte Andrew.

„Was machen wir jetzt?“, fragte Stella.

„Wir fackeln das Gelände ab“, beschloss Apophis.

„Und dann?“, hinterfragte Jody.

„Dann kann kein anderer mehr an das was wir und auch Krondal weiß. Es reicht, dass es zwei Seiten gibt oder vielmehr drei. Eine vierte oder noch mehr können wir uns nicht leisten, ganz zu schweigen, dass wir jetzt schon Probleme mit der Kontrolle haben.“

„Dann lasst es uns tun und hier für klare Fronten sorgen“, stimmte Rogers zu.

„Hat jemand Feuer?“, fragte Jody und machte eine schnippende Bewegung mit den Fingern.

„Das Notstromaggregat im Keller“, hub Kira an, „sollte, wenn mich nicht alles täuscht, mit Wasserstoff laufen. Wir müssen nur die Tanks öffnen, uns verdrücken und aus sicherer Entfernung mit einem Plasmawerfer das Gemisch zünden.“

„Hervorragende Idee.“ Andrew klatschte kurz in die Hände.

„Und ihr meint, dass das ausreicht?“, zweifelte einer der Privates.

„Privat, ein kurzer Exkurs in die Geschichte… Am 06.05.1937 verunglückte LZ129. Genauer gesagt handelte es sich dabei um ein Luftschiff namens Hindenburg, prall gefüllt mit ca. 200.000 Kubikmetern Wasserstoff“, gab Andrew zum Nachdenken preis.

„Wie viele Kubikmeter sind in den Tanks?“, fragte der daraufhin.

„Mit 5.000 können wir rechnen“, schätzte Rogers. „vielleicht auch mehr.“

„Das sollte für ein Gebäude dieser Größe reichen“, stellte Andrew fest, „den Rest wird das um sich greifende Feuer und das Papier in der Bibliothek erledigen. Lasst es uns angehen.“

Der Keller ward schnell gefunden, ebenso die Tanks. Der Rest war einfach und die Sicherheitsventile überbrückbar.

„Alles raus hier“, schrie Rogers. „Das Gas steigt nach oben, da es leichter als Luft ist. Bewegt euch!“

Schnell, aber in einer Linie verließen sie das Gebäude, schlossen die Türen, entfernten sich vom Grundstück und gingen schweigend dreihundert Meter.

Dann stoppten sie, drehte sich Rogers um, nahm sein Plasmagewehr und feuerte auf eines der Fenster im obersten Geschoss.

Als es zerbarst geschah für einige Augenblicke scheinbar nichts, lediglich das Glas splitterte… dann folgte ein gleißendes Licht, ein Feuerball, welcher um sich griff, welcher sich rasend schnell in alle Richtungen innerhalb der Villa ausbreitete, das Dach anhob, die Giebel seitlich auseinander drückte, Türen und Fenster nach außen schleuderte und schließlich das obere Gemäuer zum Einsturz brachte.

„Saubere Arbeit“, intonierte Rogers und klopfte Apophis auf die rechte Schulter.

„Wir alle, Sir!“, erwiderte der Säbelzahntiger die Geste.