Mika in Ascardia -III-
Hier ist der nächste und wie ihr schon bereits festgestellt habt, mache ich jeden Teil etwas kürzer, damit man es besser lesen kann. Ich Bitte euch auch, dass ihr diesen Teil bewertet damit ich weiß, ob es euch gefällt, oder auch nicht! Über Kommentare würde ich mich auch freuen, egal wie sie sein werden! Somit wünsche ich euch viel spaß beim Lesen!
Ehrliche Worte
Mika hatte die Beine leicht gespreizt und massierte sich unterm Lendenschurz die eigenen Lenden. Er war erregt von dem, was er roch und was er bis vor ein paar Minuten mit Randel erlebt hatte. Randel sagte etwas, tat aber das Gegenteil. Er wusste deswegen nicht, worauf er hören sollte. Randel schien ihn zu begehren und das gleiche war auch mit ihm. Randel war einfach heiß und selbstbewusst, zumindest vorher, bevor er so abgemagert war. Jetzt war der Schakal nur noch ein Schatten von damals und dennoch, schien es so, als ob er nicht auf ihn böse war, obwohl es sein Recht wäre.
Er verstand einfach die Welt nicht mehr. Doch vielleicht konnte es Nats für ihn aufklären, der nun zu ihm ins Bett stieg. Neret kam dann auch dazu und legte sich hinter Nats hin. Mika rutschte zur Seite, um seinen zwei Freunden Platz zu machen. Nachdem Nats ein Arm um ihn geschlungen hat und seitlich zu ihm sah, wurde es immer wärmer unter der Decke, bis es so warm wurde, dass er einschlafen konnte.
„Kannst du mir was erklären Nats?“
„Was denn mein PRINZ?“
„Wieso verhält sich Randel so?“
„Du meinst wohl, dass er dich provoziert?“
„Auch… er weist mich noch immer ab, will aber nicht sagen, dass er nicht mehr bei mir sein möchte.“
Nats dachte nach und er hatte schon eine starke Vermutung. Auch hat er von seiner Position einiges gesehen, was seine Vermutung untermauern würde. Aber er befand dieses Thema als etwas, was Mika selbst durchmachen musste, um daraus seine Lehren zu ziehen.
„Ich weiß es nicht.“
„Hm…“
„Mika, geht’s dir wieder gut?“
Genervt rollte Mika nun mit den Augen und drehte sich zu Nats um, um in seine leuchtend roten Augen zu schauen.
„Natürlich! Und… können wir diese Sache endlich hinter uns lassen?!“
„So einfach ist es aber nicht Mika. Was ist, wenn sowas ähnliches nochmal geschieht? Was ist, wenn dich jemand betrügt, den du vertraust, oder… den du dein Herz geschenkt hast? Wer wäre die Erste Person zu dem du gehen würdest? Sag es jetzt und sofort!“
„Du! Otto und Hator und Zasar!“
Nats war zutiefst gerührt die erste Person zu sein, der sich Mika zuwenden würde, wenn sowas ähnliches nochmal passiert.
„Und was ist mit Argos?“, fragte Nats nach, der nun langsam zum eigentlichen Thema ging.
„Argos…“, sagte Mika seufzend und er bekam ein schlechtes Gewissen, weil er ihn völlig vergessen hatte.
„Ja Argos, der anscheinend immer an dich gedacht hatte. Der durch sein Verhalten fast gestorben wäre. Weißt du, jeder kann Fehler machen und sein Fehler war, dass er nicht im richtigen Zeitpunkt zu dir gehalten hat und für dich da war. Was wirst du zu ihm sagen, wenn er wieder wach ist? Was wirst du tun, wenn er nicht mehr der alte ist? Wie würdest du dich fühlen, wenn er nicht mehr bei dir sein möchte?“
Diese Frage hat er sich bis jetzt noch nicht gestellt und ehrlich gesagt, wüsste er es auch nicht, wie er sich dann fühlen würde. Egal wie es anfangen und enden würde, er wusste es nicht.
„So wie ich es sehe Mika, hat er dich mehr verletzt, als du es selbst siehst. Schau in dich hinein und frage dich, ob du noch immer das gleiche für ihn empfindest, wie vor dem Vorfall.“
Mika sah in sich hinein, wie es Nats gesagt hatte und dort, fand er eine große klaffende Wunde.
„Also… um ehrlich zu sein… ist es mir mittlerweile egal, ob er bei mir ist, oder nicht.“
Mika war über seine eigenen Worte sehr traurig, weil er Argos bis zum Vorfall mehr als mochte. Doch als er ihm konfrontiert hatte, ob er auch dasselbe dachte, wie Randel und Nektos damals und er daraufhin keine Antwort bekam, spürte er und hörte es ganz laut, wie alles zerriss zwischen ihm und Argos.
„Also waren deine Worte gelogen, als du gesagt hattest, dass er wieder gesund werden soll und du ihn, als deinen besten Freund bezeichnet hast?“
Mika seufzte und zuckte mit den Schultern.
„Ich wollte dich damit nur konfrontieren Mika, weil es dann bestimmt dazu kommen wird, dass du und Argos euch gegenüberstehen werdet und ich wollte, dass du dich bis dahin im Klaren bist, was du sagen wirst. Ich persönlich fand Argos nett und ehrlich und bis zu dieser Nacht, war er wirklich immer für dich da gewesen. Die Frage die du dir bis dahin stellen solltest ist, ob du ihn dann auch verzeihen kannst. Mehr, wollte ich nicht sagen.“
„Ich…“, Mikas Gedanken wanderte sofort zu Zasar. Jetzt im Moment sehnte er sich nach dem Dorf und zu seiner Familie dort. Es war die klaffende Wunde im Herzen, die dort kaum zu spüren war. Er wusste, dass er dort glücklich sein konnte und dort bis er Alt wird, leben konnte.
Aber es war ihm auch klar, dass er wieder davonlief in seinen Gedanken. Schon fast weinend, weil er sich nicht mehr seinen Problemen stellen konnte und auch nicht wollte, rutschte er etwas näher zu Nats, bis er das Gesicht wieder in das Brustfell seines Freunds drücken konnte. Erst als er sein Gesicht darin vergrub, ließ er alle sein Schmerz freien Lauf.
Seufzend fing Mika zu weinen an und als Nats das bemerkte, wusste er, was das eigentliche Problem an ALLEM war. Es waren nicht die vier Jungs gewesen, die bösartig über Hator und Mika gesprochen haben, sondern Argos zögern im Falschen Moment, das dies alles verursacht hat.
Argos war Mikas Mittelpunkt gewesen und als das Vertrauen zum Kater verschwand, verschwand auch alles für Mika und seine neue Welt, fand Mika im Dorf bei Zasar. Nats betete zu seinem Gott, dass Hator und Otto es schaffen würden, dass Mika sie dann als seinen neuen Mittelpunkt ansah. Denn sonst, würde Mika ein komplett falsches Bild von einer Familie bekommen und auch, was Freunde für einem waren und wozu sie da sind. Oder es war auch andersrum. Mika wusste ganz genau was Freunde sind, hat aber noch nicht wirklich ein Bild einer richtigen Familie vor sich gehabt. Oder es war so, dass sich Mika schon von Anfang an nach einer Familie gesehnt hatte, wie die von Zasar.
Auf jeden Fall ist es so, dass es noch LANGE nicht überstanden war und das Mika jederzeit wieder, vor seinen Problemen davonlaufen würde und vorhin nur so tat, als ob das Problem überstanden wäre
Und ein mögliches Problem, schlich sich gerade in den Raum. Schnell tat Nats so, als ob er schlafen würde und gespannt, spitzte er seine Ohren.
Randel hatte fast alles erwartet, aber nicht, wie Mika weint. Noch leiser, sammelte er seine letzten Kräfte zusammen, um sich unter die Decke zu verkriechen und dann von hinten, eine Hand auf Mikas Arm zu legen. Mika drehte erschrocken den Kopf in seine Richtung und Randel, konnte selbst kaum noch die Gefühle die aufkamen, zurückhalten. Mika wieder weinen zu sehen, war etwas, was ihn in den Träumen, in seinen Alpträumen, heimgesucht hatte.
In dem Moment, wurde ihm so RICHTIG bewusst, was er angestellt hatte. Langsam, sehr langsam, zog er seine Hand zurück und sagte die Worte.
„Ich… möchte… nicht mehr bei dir… sein…“
Noch langsamer drehte sich Randel um, um das Bett zu verlassen.
Mika fasste nicht, was er gehört hatte.
„ZUERST VERNICHTEST DU MEINE WELT! UND DANN… LÄUFST DU DAVON! DU BIST DAS GRÖßTE ARSCHLOCH DAS ICH KENNE! VERSCHWINDE DU HURRENSOHN UND LASS DICH NIE WIEDER BLICKEN DU VERFICKTES ARSCHLOCH!“, schrie Mika im völligen Hass und in seiner absoluten Verzweiflung.
Randel hörte es und es tat so weh, wie tausend Messerstiche. Er saß auf dem Bett und berührte mit seinen Pfoten fast den Steinboden. Und doch, schaffte er es nicht zu gehen. Mika hatte nämlich so Recht. Im Verließ hat er um Vergebung gebetet. Still und heimlich, damit es keiner sah. Er wusste, was er getan hatte und, dass es mehr als Falsch gewesen war. Aber er tat es nur, weil er selbst verzweifelt war und es keinen zeigen wollte. Er wollte nicht Schwäche zeigen, sondern stärke. Und er hoffte, dass er genug gebüßt hatte und, dass es ab heute, wieder schön sein wird.
Jedoch, als er Mikas verweintes Gesicht sah, sah er, dass er was angerichtet hat, was man nicht wieder zurückdrehen konnte. Er sagte deswegen diese sieben Worte, weil er glaubte, dass nur so, Mika wieder nach vorne blicken konnte. Stattdessen aber, hat er ihn nur wieder wehgetan und das, war nie seine Absicht gewesen. Schon von erstem Tag an, wollte er Mika nicht wehtun und auch in der Nacht, wollte er es eigentlich nicht.
Und doch, schaffte er es immer wieder. In seiner Wut über sich selbst, drehte er sich um zu Mika und um weinend, selbst zu schreien an.
„DANN BIN ICH EBEN EIN ARSCHLOCH! DANN BIST DU…“, die Stimme versagte ihm, weil er die letzten Tränen die sein Körper noch hatte, aus sich fließen ließ und seine Stimme fing zu krächzen an, weil er nicht schluchzen konnte.
Von einem Moment auf den nächsten, verflog Mikas Wut, als Randel so zu weinen anfing. Randel weinte sogar noch schlimmer, als er es konnte. Die Nase lief aus, der ganze Körper bebte, die Augen waren nass und ununterbrochen liefen die Tränen. Die gold-braunen Augen sahen ihn voller bedauern und reue an. Und als seine Wut verflogen war und er Randel so sah, wusste Mika, dass sich Randel wegen dem noch immer die alleinige Schuld gab.
Er konnte Randel nicht so verletzt zurücklassen. Er wollte nicht, dass Randel für sein restlichen Leben von der Schuld zerfressen wird. Er wollte ihn bei sich haben. Randel war sein Freund, sein Halbbruder und deswegen, wollte er jetzt bei ihm sein. Deswegen schnappte er sich ihn und zog ihn zu sich. Zumindest für heute Nacht, sollte Randel spüren, dass er nicht die alleinige Schuld hatte.
Mika sagte dann etwas, was er schon von Anfang an hätte sagen soll.
„Bitte, bleib bei mir Randel.“
Als Randel das hörte, ging für ihn eine Sonne auf und gleichzeitig, wurde sein Körper so leicht wie eine Feder.
Nachdem das Nats hörte, war seine anfängliche Angst um Mika, verschwunden. Grinsend legte er nun auch den Arm um Randel und flüsterte beiden etwas zu.
„Schlaft jetzt und wärmt euch gegenseitig. Ihr werdet sehen, dass der morgige Tag ein ganz anderer sein wird, wie dieser.“
Grinsend sah Nats zu, wie Mika und Randel, langsam einschliefen.
„Morgen?“, hörte er hinten von Neret flüstern und Nats wollte schon seufzten, hielt es aber zurück. Stattdessen schob er sich ein wenig mit dem Oberkörper zurück, bis er bei Neret anlag. Der Rüde verstand und schlang dann seinerseits einen Arm um seinen Freund. Sie beide waren schon so geil, dass sie sich zueinander hingezogen fühlten.
Bis Mika den nächsten Schritt auf sie zu machte, haben sie sich ausgemacht, würden sie sich zurückhalten. Und Nats musste sich eingestehen, dass es sich schön anfühlte von Neret umarmt zu werden. Es war eine Bekundung der Zuneigung, eine Geste der Nähe, die ihm friedlich einschlafen ließ.
Mika hingegen wurde heimgesucht in der Nacht. Er sah in seinen Träumen, wie Argos brutal zusammengeschlagen wurde. Helfen wollte er ihn im Traum, aber wie es im Traum so war, konnte er ihn nicht erreichen und musste stattdessen zusehen, wie sein Freund und Lehrmeister, minutenlang Faustschläge zwischen den Beinen aushalten musste. Weinend und schreiend streckte Argos hilfesuchend die Hand nach ihm aus, die er ergreifen WOLLTE, aber nicht konnte. Mika weinte und weinte weiterhin, als es dunkel um ihn wurde.
Minutenlang rannten ihn die Tränen über das Gesicht und keiner konnte ihn Trost spenden. Kein Randel, kein Nats, kein Neret. Obwohl sie bei ihm lagen, konnten sie ihm nicht helfen, weil sein Gewissen ein eigenes Leben hatte und bis jetzt, von keinem beeinflusst werden konnte.
Es gab nur eines, was sein Gewissen zum Schweigen bringen konnte und das war, sich etwas einzugestehen. Er wollte Argos wieder bei sich haben. Auf seinen Schoß wollte er wieder sitzen, sein Lächeln wieder sehen und so tun, als ob es diese Schreckliche Nacht niemals gegeben hätte. Am liebsten hätte er die Zeit wieder zurückgedreht, bis zu diesem Zeitpunkt. Aber dann würde er Zasar nicht kennenlernen und schon wieder, fing der Kreis der Verzweiflung an ihm zu nagen an. Wieso musste er so viel verlieren, um was zu bekommen, fragte er sich andauernd. Wieso mussten so viele wegen ihn leiden, und er selbst so schrecklich leiden, damit er etwas bekam, das nur halb so schön war, als das vorherige.
Mika verfluchte sein Schicksal und wollte nur noch zurück und dieses schreckliche Land verlassen, dass ihm bis jetzt so schrecklich leiden ließ. Aber dann fielen ihm die Worte von Nats ein, dass der nächste Tag, ein ganz anderer wird. Mit dieser Hoffnung, an dieser Hoffnung klammernd, drehte er sich um zu Nats und dabei, glitt etwas an seinem Schienbein entlang.
Er wusste sofort was es war und augenblicklich, erwachte sein Glied zum Leben. Pochend wurde sein Lendenschurz angehoben, als ihm bewusstwurde, was er und Nats hatten, was sein Freund ihm angeboten hatte. Das war die Ablenkung die er brauchte. Und er war in der perfekten Position. Nats hatte den Arm auch um Randel gelegt und somit ihn nicht eingeschlossen.
Es war beschlossen und ganz langsam, während eine kleine Kohlepfanne knisterte, tauchte er unter in die Decke. Randel lag hinter ihm und auch bei ihm, konnte er es machen, wenn er es gewollt hätte. Kurz davor stand er schon, als er auf Hüfthöhe von ihm lag und sich nur noch umdrehen musste. Jedoch hat er nun riesige Lust auf Nats und auch, was Nats unter dem Lendenschurz alles versteckt hatte.
Als er dann soweit unten war, roch er schon Nats und es war einfach nur der Wahnsinn. Es war stockfinster, als er sein Kopf nach vorne bewegte und mit dem Lippenvoran, den heißen Lendenschurz berührte. Bevor er startete, gab er den prallvollen Lendenschurz einen Kuss. Nats lag auch perfekt und bevor er den Knoten oben an der Hüfte öffnete, legte er seine Hand auf den Lendenschurz und wieder, war er erstaunt wie weich, wie heiß und prallgefüllt es unter dem Lendenschurz war.
Wieder glitt seine Hand um den ganzen Hügel und in einer Bewegung, glitt dann auch seine Hand hoch zur Hüfte, wo der Knoten war. Ein ziehen reichte aus und der Knoten öffnete sich. Er spürte wie der Stoff runterglitt und ein Geruch schoss ihm in die Nase, die ihm ganz berauschte. Bevor er Anfing, und er spürte schon die Hitze von den Lenden am Gesicht, zog er sich selbst den Lendenschurz aus. Sein Penis pochte, die Vorfreude rann aus seiner Eichel raus, als er sich selbst etwas massierte und auch, seine Eier fingen zu ziehen an.
Das war sein typisches Zeichen, dass er wirklich geil wurde und es war schon lange her, dass er sowas verbotenes gemacht hatte. Das letzte Mal als er das gespürt hatte war, als er Axel eine ganze Nacht über die Eichel abgeleckt und in der Schnauze hatte. Er hatte es sogar geschafft, Axel im Schlaf zweimal abspritzten zu lassen und dessen Sperma, war köstlich gewesen.
Er hörte in seinen Ohren sein Herz klopfen, als er die Erinnerung zur Seite schob und sich nun auf das hier und jetzt konzentrierte. Seine Hand an der Hüfte, glitt runter und das Erste was er spürte, war dichtes, knausriges Fell und kurz danach, hielt er den Atem an. Entzückt glitten seine Finger unter dem Lendenschurz, seine Eichel wollte platzen, seine Eier fingen zu pochen an, seine Rosette geriet unter Feuer. Grinsend ertastete er mehr, fühlte mehr, hielt mehr in der Hand und erkundete Nats gesamten Schritt. Er musste ihn sogar aus dem Lendenschurze rausheben, damit alles befreit war.
Das sein Freund so GEIL war, hätte er sich nicht gedacht und die schmutzigsten Gedanken ließ er zu, die seinen Kopf zum Rauchen brachten.
Nats hatte zwei wundervolle Hoden. Die Eier waren so groß wie seine Faust, wobei er recht kleine Hände hatte. Dennoch, waren sie für ihn sehr groß. Der Hodensack war glatt und ohne Fell und wie bei Axel, hatte der Hodensack unten zwischen den Hoden ein Fellstreifen, doch noch viel länger und ausgeprägter war, als bei Axel. Der Hodensack war so dünn, dass er die zwei Hoden wirklich gut ertasten konnte und sie hatten auch etwas Spielraum darin. Wann immer er sie in die Hand nahm, bewegte sich der andere Hoden nebenan. Und als er sie losließ, hingen wie etwas runter und er konnte fast beide von unten anheben, wobei sie schon recht schwer waren.
Und er wollte sich nicht vorstellen, wie die beiden Hoden Nats wehtun müssten. Der gesamte Körper zuckte jedes Mal, wenn er sie berührte, sie anhob, streichelte, küsste und auch, ableckte. Sie passten auch knapp in seine Schnauze, doch das tat er nur mit dem kleineren linken Hoden, da Nats nicht mehr aufhörte am Körper zu zucken.
Nachdem der Hodensack komplett mit seinem Speichel nass war und er den Fellstreifen nach einigen Minuten saugen in der Schnauze, rausließ, wollte er sich dem anderen widmen, was den unwiderstehlichen Duft von sich gab.
Der Penis von Nats war einfach nur geil. Handlang war er schon im schlaffen Zustand, und wenn er Nats Aussage Glauben schenkte, würde der nur etwas länger werden beim steifwerden. Doch dafür deutlich am Umfang dazunehmen. Doch das war ihm jetzt egal. Denn, der Penis war einfach nur geil. Schlaff wie der war, war der schon lang genug für ihn. Er nahm ihn in die Hand und der schlaffe Penis hing gemütlich in seiner Hand. Die Haut war dünn und geschmeidig. Leicht konnte er ihn in allen Richtungen biegen und schwer, lag er in seiner Hand, als er von unten die Schnauze öffnete und mit der Zunge voran, die Öffnung der Vorhaut ertastete.
Nats Unterbauch verkrampfte sich einmal kurz, als seine kleine Zunge in die Öffnung eindrang und er fühlte, dass Nats öfters richtig geil geworden war und die Vorfreude aus ihm kam. Denn, die Vorhaut um die Eichel war etwas Verkrustete von der Vorfreude, was ihm an seinem Vorhaben überhaupt nicht störte. Es feuerte ihn sogar an, weil er dann auf der ganzen Zunge ihn schmecken konnte, als er zwischen Vorhaut und Eichel, reinfuhr. Ganz langsam, fuhr er einmal mit der Zunge um die Eichel, die sich typisch anfühlte, jedoch so geil war, wie immer. Es war sogar noch geiler, weil Nats nicht auf Männchen stand, weil Nats mit diesem Penis, einen Sohn gezeugt hatte, der aber leider verstarb.
Dennoch, war es so geil, dass er am liebsten sich selbst gepfotet hätte. Als er dann die zweite Runde startete und seine Lippen auf der Öffnung der Vorhaut lagen und er schon mit der Vorhaut fast zu schmusen anfing, kam aus Nats Eichel ein Tropfen Vorfreude raus. Voller Genuss, ließ er den einen Tropfen auf der Zunge zergehen und er ließ es zu, dass er kurz und leise stöhnte.
Es schmeckte schön salzig, herb bitterlich und der Uringeschmack, kam auch, für ihn, wundervoll hervor. Nun war es Zeit für ihn und er brauchte es jetzt auch. Am Penisschaft zog er langsam nach hinten und somit, befreite er langsam die Eichel. Gleichzeitig folgte er mit den Lippen hinter der Vorhaut, während er immer mehr von der Eichel freilegte. Er zog so weit nach hinten, bis die Eichel komplett in seiner Schnauze steckte, um dann die Lippen hinter den Eichelrand zu legen. Danach, ließ er den Penis los und legte gemütlich den Kopf auf das Bett.
Er hatte nun seine Position gefunden und als er langsam anfing, die Eichel vorne abzulecken, fing er auch an mit der anderen Hand die zwei geilen und ovalen Hoden zu streicheln und leicht zu kneten. Immer mehr von der Vorfreude benetzte seine Zunge und es war ein Spiel auf Zeit, was er vorhatte. Eine Minute nach der anderen verging und regelmäßig, verkrampfte sich Nats Hüfte, nur um sich Sekunden später zu entspannen. Mika verlor jegliches Zeitgefühl und er freute sich jedes Mal, wenn er von der Eichel einen Tropfen Vorfreude bekam.
Doch, er musste bereit sein und irgendwann, nach einer gefühlten Ewigkeit, war es soweit. Nats Hüfte verkrampfte sich wieder, nur diesmal, etwas länger und auch, wurde diesmal etwas Blut in die Eichel gepumpt, was das Zeichen war. Mika war bereit und doch, musste er etwas warten, bis es dann endlich soweit war. Zuerst kam ein kleiner Schub von Wolfssperma, was herb, richtig Bitter und säuerlich schmeckte. Es war genau sein Geschmack. Doch dann, ergoss sich Nats in ihm. Mit einem Mal, war seine gesamte Schnauze vollgepumpt worden und es kam immer mehr.
Er musste fest seine Lippen um die Eichel legen, damit ja kein Tropfen verloren ging und er konnte kaum schnellgenug schlucken, um dem Herrn zu werden, was kam. Seine Backen waren vollkommen ausgefüllt und in der gesamten Schnauze, schmeckte er das schlierige Sperma von Nats.
Mika fühlte sich schon Satt, als er immer noch schluckte. Er dachte, dass es überhaupt nicht mehr aufhörte. Doch dann, wurden seine Backen langsam kleiner und er atmete auf, weil der Strohm endlich aufgehört hatte.
Als er langsam den letzten Schluck von Nats Spermas im Hals runtergleiten ließ, steckte er sich den gesamten Penis in die Schnauze. Sein Würgereflex hat er sich im Haus Rosé abtrainiert, bei einem Event mit Julian und daran hat er auch weitertrainiert, als sie gemeinsam dann die wirklich schlimmen und schmutzigen Sachen machten.
Und er war froh darüber, dass er das Training gemacht hatte. Denn so, konnte er Nats gesamten Penis in seiner Schnauze und teils im Hals, spüren und gleichzeitig, die Nase in das Intimfell drücken und so, einmal durchatmen. Nats war so geil, roch so geil und bevor er wieder normal atmen konnte, zog er den Kopf wieder zurück, um wieder von vorne zu starten.
Aber anders als zuvor, fing Nats Penis zu pochen an und in seiner Schnauze, blähte sich die Eichel auf. Mika bekam ganz große Augen, als die Eichel immer größer und größer wurde, bis er fast angst bekam, dass seine Zähne die Eichel verletzten. Doch im richtigen Augenblick, hörte sie auf dicker und heißer zu werden. Zwar hatte er vollkommen die Schnauze offen, aber sie steckte mehr als nur passen in ihm und er hatte eine breite zum Ablecken, die richtig geil war. Die ganze Vorderseite hatte er zum lecken und er dachte sich auch, dass Nats Penis nun noch geiler wurde, als zuvor. Die Eichel hat sich in die breite und auf die Länge aufgepumpt.
Nun konnte er ganz gemütlich, den steifen Penis ablecken. Über die gesamte vordere Seite, woher der wundervolle Samen kam, woher der Urin aus den geilen Wolfskörper kam, konnte er jetzt einfach ablecken.
Doch, gerade als er anfangen wollte, bewegte sich Nats. Mika geriet ihn Panik. Sein erster Gedanken war, sich zurückzuziehen. Aber vielleicht hätte er ihn so mit den Zähnen verletzt, dann hätte er richtig Probleme. Sein Kopf konnte nicht schnell genug denken und somit, verharrte er so wie er war.
Dann geschah etwas, womit er nicht gerechnet hatte. Nats drehte sich auf den Rücken und zog so, die Eichel aus seiner Schnauze. In nächstem Moment, wurde er am Nackenfell gepackt und hoch über Nats gezogen. Es war Scham, als er runter in Nats roten Augen sah. Die schatten flatterten an der Wand, Neret Atmete laut durch die Nase. Randel schlief tief und fest und Nats, grinste breit. Weil Nats grinste, traute er sich auch zu grinsen.
Die große Wolfshand glitt über seinen Körper, bis sein Po in der Hand war. Sachte, fast schon liebevoll wurde sein Po leicht massiert, als Nats zu flüstern begann.
„Ich sagte doch…, dass ich literweiße was zum Kosten habe. Hats dir geschmeckt?“
Mika nickte und grinste noch breiter.
„Gut, dann hast du für heute genug geleckt und gestreichelt.“
„Du warst wach?“, fragte Mika ganz überrascht.
„So leicht kann mir im Schlaf keiner einen blasen, ohne dass ich das bemerke, mein PRINZ. Aber um deine Frage zu beantworten, ja, ich war noch wach.“
„Wieso?“, wollte Mika wissen.
„Weil ich noch nachgedacht habe. Und als du geweint hast… wollte ich dich schon trösten… mein Junge, aber dann… hast du dich wohl selbst getröstet.“
„Ich hatte einen Alptraum…“
„Und worum ging es Mika?“
„Um… um Argos. Ich… wollte nicht das ihm das alles zustößt. Ich möchte ihn zurückhaben. Ich möchte ihn wieder bei mir schlafen haben.“
„Du willst viel…“
„Ich weiß. Ist das schlimm?“
„Ja und Nein. Es zeigt nur, dass du dich nach vielen Freunden sehnst. Doch…, wenn sie dich verletzten, dann wird eine kleine Wunde, zu einer großen.“
„Also… mache ich mich so verletzlich?“
„Nur wenn du die falschen Freunde hast, Mika.“
Mika verstand wieder ein bisschen mehr über sich. Nats hat ihn bis jetzt mindestens genauso viel geholfen, wie Zasar. Jedoch, zeigte ihm Nats, was er gut und falsch macht und auch, seine Schwächen zählt er ihn auf, ohne dabei Persönlich zu werden.
„Du bist eben jemand, der jeden umarmen will Mika. Randel zum Beispiel, ist genau da Gegenteil. Er lässt nur auserwählte Personen an sich, zu sich ran. Du hast es leicht jemanden als Freund zu finden, er hingegen hat es schwer, weil er sich nur sehr schwer öffnen kann.“
„Und wieso… ist er dann so abweisend?“
„Weil…“, Nats überlegte sich sehr gut, ob er das sagen soll. Aber wenn er nichts sagt, dann würde es zwischen ihnen vermutlich noch schlimmer werden. Mika wollte ihn bei sich haben, aber Randel wollte gehen.
„Weil du blind bist, Mika. Es sind die Kleinigkeiten, auf die du achten musst. Vielleicht schämt er sich auch das zu sagen, was er sich wirklich denkt und seine Taten, lässt er dann sprechen. Konfrontiere ihn nicht immer offen, sondern erwidere seine Gesten und du wirst sehen, dass er sich über kurz oder lang, sich dir dann ganz langsam öffnen wird.“
Mika verstand langsam, was Nats damit meinte. Es gab schon ein paar Momente, wo Randel sich ihm geöffnet hatte, aber er hat sie immer missverstanden, oder komplett falsch interpretiert. Und dann, war es im auch zu viel gewesen, am Marktplatz und so, hat er Randel eine komplett falsche Nachricht zurückgesendet.
„Wenn ich ihn… bei mir haben möchte, dann sollte ich auf ihn zugehen, aber etwas weniger offen. Ist es das was du meinst?“
„So ungefähr. Es ist ein Anfang, doch den Rest solltest du selbst herausfinden und nun, wird geschlafen. Ich halte dich fest, damit ich auch etwas schlaf bekomme.“, gesagt getan, Nats hat beide schwere Arme um ihn gelegt und er konnte kein besseres Bett finden. Das Brustfell war wunderschön weich und er hatte Nats Geruch in der Nase, als er den Kopf auf die Brust lag. Es war auch schön warm unter und über ihm. Der rhythmische Herzschlag verleitete ihn schon die Augen zu zumachen.
Bevor er langsam spürte, dass er am Einschlafen war, fragte er sich nebenbei, wieso dann Nats noch hart wurde, obwohl der große Wolf schon abgespritzt hatte. Doch das würde er ihn fragen, wenn sie etwas unter sich am nächsten Tag waren.
Randel konnte auch nicht schlafen und er hatte alles mitbekommen. Was Mika gemacht hatte, worüber Nats und Mika gesprochen haben, einfach alles hat er mitbekommen. Er verfluchte sich, dass er nicht so sein konnte wie Mika und er verflucht auch Mika. Weil Mika so war, sind all seine Nachrichten an ihn, nie wirklich angekommen. Jedes Mal wurde seine Hoffnung einfach zerschmettert und so wie er jetzt aussah, hätte er nun überhaupt keine Chancen. Nun war er es, der still und heimlich die Tränen vergoss und sich in den Schlaf weinte.
Ein trauriger Morgen
Mika wachte wegen seiner vollen Blase auf. Schlaftrunken lag er wieder neben Nats. Anscheinend ist er in der Nacht von ihm gerutscht. Schnell kroch er unter der Decke runter vom Bett und es war ihm jetzt alles egal, bis auf seine volle Blase. Schnell fand er den Nachttopf und es nervte ihn, dass er erregt war. So dauerte es ewig, bis seine Blase entleert war und kurz darauf, meldete sich auch sein Darm. Er drehte divh mit dem Topf um und sah raus aus dem Raum. Die Pfaue gingen den Gang entlang und, sahen sich nach Futter um. Die Seerosen waren gerade dabei sich zu öffnen. Es herrscht Zwielicht und dann, kamen die Diener.
Es war das erste Mal, seit er hier war, dass die ganzen Diener von seinen Paps kamen. Es war eindeutig, wofür sie kamen. Sie hatten eine leichte Goldkette um die Hüfte und vorne hing nur ein Tuch aus Seide über die Lenden. Es war so dünn, dass es schon fast umsonst war. Aber man musste runterschauen, um alles zu sehen. Wenn man es nicht tat, dann konnte man doch nicht hindurchsehen. Und jeder hat sich schick gemacht. Sie haben sich die Schuppen eingeölt, das Fell gekämmt und eingeölt und der Schmuck am ganzen Körper, hob viel hervor und sie wussten, was ein Blickfänger anrichten konnte.
Sie machten es sich überall gemütlich und trugen sogar ein paar Möbelstücke mit rein. Récamiere, gepolsterte und lange Bänke und einige große Kissen brachten sie mit und verteilten sie überall.
„Komm Mika, ich mach dich sauber.“, hörte er hinter sich Nats sagen und Mika war so von dem was er sah, gebannt, dass er einfach aufstand. Es fühlte sich etwas seltsam an von Nats sauber gemacht zu werden, weil die Hände so groß waren. Doch am Ende wurde er genauso schön saubergemacht, wie von Argos. Nats zog ihn auch einen Lendenschurz von seinen Brüdern an und erst als er fertig war, drehte sich Mika zu Nats um. Sein heißer Freund saß auf dem Bett und weckte Randel sachte an der Hüfte schüttelnd.
Randel bewegte sich und gleich darauf, hob ihn Nats auf. Als Nats Randel den Lendenschurz auszog, der vorne ausgebeult war, drehte sich Mika um und ging zum Eingang des Raumes. Gemütlich lehnte sich Mika am Eingang an und sah zu, wie der ganze Platz sich verwandelte. Überall saßen, oder lagen sie da. Sprachen miteinander, badeten im Wasser, oder legten sich bereit für die Sonne, die immer mehr die Dunkelheit vertreibt. Es wurde wirklich sehr schnell hell und da, entschied er sich seine Väter zu wecken. Er wollte jetzt raus, er wollte raus auf dem Markt und die Stadt mit ihnen erkunden und erleben. Es freute ihn, sich auf etwas zu freuen.
Aber nicht nur auf das freute er sich, sondern auch darauf, dass er nach diesem Tag zu Zasar reisen durfte. Doch jetzt, freute er sich auch hier zu sein. Jetzt wo die Diener da waren, fühlte er sich nicht mehr so alleine mit allen. Es fühlte sich nun lebendiger an und nicht so getrennt, wie die Schlafräume. Ja, dass störte ihn etwas, dass sie alle so getrennt schliefen und eigentlich auch den Tag verbringen. Bei Zasar und dessen Familie, war man eigentlich immer zusammen und hat gemeinsam den Tag bewältigt. Vielleicht lag es auch daran, dass er sich so schnell in der Familie und im Dorf, mehr als nur heimisch gefühlt hatte.
Gestern Abend war ein guter Anfang und er hoffte, dass heute noch ein schönerer Tag mit seiner neuen Familie wird. Hoffnung, war wahrlich das passende Wort, was er fühlte.
„Morgen… Mika.“, hörte er Randels Stimme und Mika grinste, als er sich umdrehte. Er ging zu ihm hin, der noch immer auf dem Nachttopf saß und vor ihm, kniete er sich hin. Randel sah sehr zurückhaltend in seine Augen, doch Mika grinste und nahm ihn einmal fest in die Arme, bevor er wieder Aufstand und seine alte Position am Eingang einnahm.
„Weißt du Randel… ich weine viel, weil ich viel haben möchte. Ich möchte tolle Freund haben und wenn ich sie nicht bekomme, dann macht mich das sehr schnell, sehr traurig. Wenn ich sehen, dass ich mit etwas nicht zurechtkomme… dann ziehe ich mich zurück, oder… laufe davon. Ich… wollte dir das nur sagen… und… ich würde dich wirklich als Freund haben wollen. Aber ich akzeptiere, wenn du es nicht mehr willst, wenn du kein Interesse mehr an mir hast. Ich gehe jetzt meine… unsere Väter wecken und dann gehen wir einkaufen fürs Frühstück. Wenn wir dann gemeinsam Essen, dann sitze ich mich neben dir und dann, möchte ich deine Antwort hören.
Nats wischte gerade Randel sauber und er dachte sich: „Naja, es war zumindest ein Ansatz von Zurückhaltung vorhanden.“
Mika fühlte sich sofort heimisch, als er die ganzen fast nackten Diener grüßte und an ihnen vorbeiging. Denn, sie grüßten mehr als herzlich zurück und sie verbeugten sich nicht einmal, was ihn immer gestört hatte hier. Er war doch auch nur ein Kater, wie jeder andere und sonst, nichts Besonderes. Das erste Mal betrat er den Raum, wo seine zwei Väter schliefen und was er sah, war so vertraut und doch, etwas komisch. Ein großer starker Tiger lag auf den Rücken zwischen Hator und Otto. Der Tiger schlief und die Felltasche und dessen Hoden sahen mehr als nur verkrustet aus. Es war nämlich so verkrustet, dass es schon wieder feucht wirkte. Otto und Hator waren auch nur von der Decke an der Hüfte zugedeckt und so, sah er ihre tollen Körper. Hinter Otto, lag ein nackter Berglöwe, der die Schnauze in das Nackenfell von Otto gedrückt hatte. Er musst zweimal hinsehen, um festzustellen, dass es Pestos war, der hinter seinen Vater lag.
Pestos war heiß. Er hatte einen durchtrainierten Körper, lange schlanke Beine und einen Po, wo die Äpfel neidisch werden hätten können. Hator fing sich zu bewegen an und drehte sich auf dem Rücken. Die Decke rutschte fast an den schwarzen Körper runter und Mika, wollte schon wegsehen, konnte es aber nicht, als er sah, wie nur noch ein Zipfel von der Decke über den Körper lag und deutlich angehoben war.
Doch mit jeder Minute die verging, hätte er mit seinen Vätern weniger Zeit und so, schluckte er seine Scham herunter und ging rüber zu Hator, um ihn an der Schulter zu wecken. Hator ließ sich nicht so leicht wecken und die schmutzigsten Gedanken schossen ihm durch den Kopf. Doch dann flatterten doch noch die Augen auf und als sich Hator im Bett streckte, rutschten dann auch der letzte Zipfel an der Hüfte runter und Mika, sah für eine Sekunde hin, errötete im Gesicht und zwang sich runter zuschauen.
„Du… bist…*Schmatz*… wach… Mika?“
„Ja Paps und die Sonne geht schon auf! Wir wollten doch gemeinsam einkaufen gehen!“
Hator richtete sich sofort auf und sah erschrocken seinen Jungen an.
„Du hast Recht!“, nachdem das Hator mit den roten verschlafenden Augen sagte, reArisierte er, dass er nackt im Bett lag und Mika, konnte alles betrachten, falls der Junge es wollte. Jedoch war sich Hator mehr als bewusst, was für einen tollen Körper er hatte und dass er sich für ihn nicht schämen brauchte. Auch nicht vor Mika. Denn, das zusammenleben, wird in den nächsten Wochen und Monaten immer mehr familiärer. Er wollte es langsam so angleichen, wie bei Zasar. Ihm gefiel die Vorstellung, dass sie alle gemeinsam und ohne Scham und Hemmung, zusammenschliefen. Zwar nicht im selben Bett, aber bald im selben Raum.
Wobei ihm für einen kurzen Augenblick der Gedanke kam, wie es wohl sein würde, mit der schnuckeligen Mika im selben Bett zu liegen und was dann in der Nacht passieren würde. Bestimmt viel, wenn er dessen Augen im Moment, richtig las. Eigentlich wäre es ja kein Problem, das sie nicht Blutsverwand waren, aber für den Augenblick, wäre es noch ein Ding der Unmöglichkeit. Er war sein Vater, Otto war sein Vater und das, musste Mika zuerst verstehen, bevor es dann irgendwann, sofern die Götter ihn nicht vorher verstoßen, etwas mehr wird. Natürlich müssen es beide Seiten wollen.
Doch bis dahin, wird noch sehr viel Zeit ins Land ziehen und er hatte seinen Otto, den er über wirklich ALLES liebte. Diese Nacht, war schon recht geil gewesenund er konnte nicht glauben, dass er nun jede Nacht mit ihm verbringen konnte und durfte.
„Ich muss mal die Morgentoilette nutzen, weck du mal Otto und Pestos auf.“, noch bevor Mika irgendwie reagieren konnte, saß schon sein Paps auf dem Nachttopf und er hörte es darin spritzen.
Mika wollte im Boden vor Scham versinken. Doch er tat was ihm gesagt wurde und kroch aufs Bett. Über den schlafenden Tiger, streckte er seine Hand und schüttelte Otto an der Schulter. Jetzt sah er, dass sein zweiter Vater, mit der Nase fast die zwei runden Hoden des Tigers berührten und da fragte er sich, was die beiden getrieben haben. Aber, er konnte es sich schon denken.
Das hatte er sich vorgestellt, als er im Eingang von Schlafgemach seiner Eltern stand.
Stattdessen sah es wirklich gefühlvoll aus, als Hator den schlafenden Otto mit dem Finger übers Gesicht fuhr. Zwischen ihnen, lag Pestos, der sogar im Schlaf erschöpft und Müde wirkte. Und unten am Boden auf der Seite von Hator, lag ein Tiger, der eingerollt schlief. Sie lächelten sich beide an und Hator hatte so ein schönes Lächeln, dass er es schon fast schade fand, ihn nicht schon viel früher kennengelernt zu haben. Hator war ein Vater, auf den er wirklich stolz sein konnte.
„Wir kommen gleich, geh du schon zu Argos, wir kommen gleich nach.“
Mika schluckte und sah dabei auf dem Boden, weil er alleine nicht Argos besuchen gehen wollte. Nats sah es, weil er seinen PRINZEN immer im Auge behielt. Jetz in dem Moment, sah Mika genauso aus wie sein Junge. Auch sein Sohn, ließ immer die Ohren hängen, wenn ihm was nicht passte.
„Ich bringe ihn hin.“, sagte er gleich und hob Mika auf. Sogleich bekam er ein dankendes Lächeln von Hator und Nats, grinste freudig zurück. Weil er kurz mit Mika alleine sein wollte. Und Mika passte es auch, weil er was seinen Nats fragen wollte.
Während sie bei dem ganzen Dienern vorbeigingen, hatte Mika nur Augen für Nats. Der schwarze Wolf mit den weichen, aber scharfen Gesichtszügen, faszinierte ihn immer mehr. Besonders jetzt, nachdem er ihn geschmeckt und geleckt hatte.
Nats war eben ein prachtvolles Männchen. Doch er wollte sich nochmal absichern.
„Du Nats?“
„Ja mein kleiner?“
„Macht es dir nicht aus, was ich getan habe?“
„Ne, überhaupt nicht!“
„Wirklich? Ich… mache mir nur sorgen…, dass du da was verwechselst…!“
„Das hatten wir schon. Ich weiß das du Mika bist und nicht mein Sohn. Ich werde dich nur so… liebevoll behandeln, wenn ich das darf.“
„Ich… frage mich Nats… ob du mich auch so behandelt würdest, wenn du keinen Sohn gehabt hättest…“
Das fragte sich Nats nun auch. Mika war ein lieber Junge und vielleicht, wäre das gleiche rausgekommen.
„Ich denke… mein PRINZ…, wenn ich keinen Sohn gehabt hätte, hätte ich mir gewünscht, dass meiner so sein wird wie du.“
Das hatte Mika gehofft von Nats zu hören. Denn, dass Nats ihn als Sohn betrachtete, ihn vielleicht sogar verwechselte, spukte ihm die ganze Zeit im Kopf herum. Nats war so lieb zu ihn und er hätte es nicht ertragen können, ihn zu verlieren. Nicht jetzt und nicht in den nächsten Jahren. Deswegen, umschlang er ihm am Hals und gab ihm einen dicken saftigen Kuss auf die Wange.
„Bleibst du für immer bei mir Nats?“
„Immer ist ein langer Zeitraum, aber ich werde solange bei dir sein, bis ich nicht mehr gehen kann, mein PRINZ!“
Als er das hörte, war er mehr als Glücklich und schmiegte sich ganz fest an ihm ran und drückte sogar die Wange, gegen die von Nats. Das wiederum, ließ Nats Herz höherschlagen. Genauso umarmte ihn sein Junge auch immer.
„Wo ist eigentlich Neret?“
„Er wäscht sich… untenrum.“
„Wieso das?“
„Weil er natürlich gerochen hat, dass ich abgespritzt habe.“
Da fiel Mika das anderen ein, was er ihn fragen wollte.
„Darf ich jetzt… in der Nacht immer…?“
„Ja natürlich mein PIRNZ!“, flüsterte ihn Nats ins Ohr und grinste nun mehr als breit und zufrieden.
„Und auch, am Tag?“, flüsterte Mika zurück und er sah und hörte, wie Mika nervös wurde und schneller zu Atmen anfing.
„Wenn wir hier sind, oder wenn die Gelegenheit passt, gerne.“, gab er zurück und Mika starrte kurz verträumt nach vorne.
„Du Nats?“
„Ja?“
„Wieso warst du nicht hart am Anfang, sondern erst danach? Warst du wirklich die ganze Zeit wach?“
Das war eine sehr interessante Frage, gestand sich Nats und eigentlich hatte er gedacht, dass die nicht kommen würde. Jedoch konnte er zu Mika immer ehrlich sein und er wollte es auch, weil jede Lüge kurze Beine hat und irgendwann, hätte es Mika vielleicht sowieso erfahren.
„Also… ich haben wirklich geschlafen, muss ich gestehen. Ich wurde erst nachdem ich wundervoll geträumt und darin ein Weibchen gefickt und dann abgespritzt habe, von deiner Zunge geweckt. Ich war… sehr überrascht das du mich… im Schlaf zum Höhepunkt gebracht hast und als ich dann auch reArisiert habe, was du da gemacht hast, wurde ich sofort hart wie ein Stein. Doch es war spät und obwohl ich deine Schnauze, deine weiche Zunge mehr als nur genossen habe, war es auch spät und du musstest früh aufstehen. Deswegen, habe ich das Spiel von dir und mir unterbrochen.“
„Und… wenn ich nicht hätte aufstehen müssen?“
Nats grinste jetzt über beide Ohren und beantwortete so die Frage. Mika hingegen ging seinen Tagträumen nach und er stellte sich vor, was sie beide alles gemacht hätten, wenn er nicht so früh aufstehen hätte müssen
„Wieso… wäscht sich eigentlich Neret untenrum?“
„Weil er genauso lange nicht abgespritzt hatte wie ich und seine Klöten tun ihm schon heftig weh. Am liebsten würde er alles bespringen und totficken, aber… du bist der Clanführer und er wartete, bis du ihn fickst und einen Bläst.“
„Und freust du dich auch, wenn ich dann hinter dir stehe?“
„Naja… ich würde es bevorzugen, wenn du mich nicht wie eine Stute deckst. Ich würde dir lieber in das Gesicht schauen, und sehen, wie geil du meinen Hintern findest.“
Das fand Mika richtig erregend und am liebsten, hätte er gleich Nats gefragt, ob er sie nicht schnell in einen leeren Raum gehen würden. Doch, nun standen sie im Raum von Argos.
Heute war es ganz anders als beim ersten Besuch. Argos schien einfach zu schlafen und keine Schläuche verschwanden in der Schnauze von seinem Lehrmeister und Freund. Er bat Nats ihn runterzulassen und als er auf den Pfoten war, ging er schnell rüber zu Argos. Mika verlor Tränen, als er die große Narbe auf der Brust sah, die runter zum Bauch ging. Sie war frisch verheilt und das alles, war nur wegen ihm Geschenk.
Mika kämpfte dagegen an, sich in einen Weinkrampf auf Argos zu werfen. Stattdessen umarmte er seinen Freund und Geparden am Hals und drückte die Nase in den Hals. Argos roch wie immer, nach Sand und Männchen. Es war so ein einfacher Duft, aber so fein und es erinnerte ihn sofort an die Nacht, als er auf Nats rücken lag und die Sterne beobachtete.
Obwohl er dagegen angekämpft hatte, flossen ihn dann doch einige Tränen und er wünschte sich über alles, dass Argos völlig gesund wird.
„Mika?!“, eine sehr vertraute Stimme hörte Mika plötzlich und völlig überrascht deswegen, drehte der den Kopf zur Seite. Erstarrt von der Person, die er vor sich sah, kamen alle Erinnerungen vom Haus Rosé zurück. Nachdem er liebevoll in die Arme genommen wurde, ließ er allmählich Argos los und nahm stattdessen seinen Freund in die Arme.
„Benjamin!“, schrie er schon fast vor Glück.
„Du bist etwas größer geworden Mika!“, sagte der Fuchsarzt und drückte Mika von sich, um ihn anzuschauen.
„Meine Götter, du bist wirklich mindestens ein paar Zentimeter größer geworden!“
Sie grinsten sich zu und es fühlte sich wie eine Ewigkeit an, als sie sich zuletzt gesehen haben.
„Was machst du hier Benjamin?!“, fragte er den Fuchs im weißen Kittel, der über beide Ohren strahlte.
„Ich kümmere mich um Argos. Pharao Hator hat darum gebeten und ich bleibe solange bei Argos, bis er aufwacht. Es war geplant, dass es heute soweit wäre. Doch bis jetzt, wachte Argos noch nicht auf. Aber es kann sich nur noch um Minuten handeln, vielleicht ein paar Stunden. Doch spätestens zu Mittag, wird er die Augen offen haben.“
„Schon HEUTE!?“, fragte Mika völlig aus dem Häuschen.
„Ja und dann werden wir erfahren, wie es ihm so geht.“
„Was fehlt ihm denn?“, wollte Mika jetzt unbedingt wissen.
„Naja… zum einen muss die Narbe versorgt werden. Die muss gedehnt, massiert und mit Cremen versorgt werden, damit sie sich wie normales Fell und Haut anfühlt. Ansonsten wird er sie sein ganzes Leben spüren. Dann muss noch geschaut werden, ob er einen Samenerguss haben kann.“
„Wie? Passt da was nicht?“
„Er hat erhebliche Verletzungen im Unterbauch und im Lendenbereich erlitten. Es kann sein, dass er keine Kinder mehr zeugen kann. Deswegen untersucht der Mensch dann den Samenerguss.“
Mika hatte gehört von den Dienern im Palast, die getuschelt haben, dass ein Mensch sich um Argos gekümmert hat und das der Medizinische Kenntnisse hatte, die bis jetzt noch völlig unbekannt waren. Doch das mit Kinderkriegen, beunruhigte ihn zutiefst.
„Ist es wirklich so schlimm?! Bitte, sag es mir!“
„Leider ja…, aber wir beide sind guter Dinge. Die Schwellungen sind verschwunden, die Verletzungen an den Hoden wurden behoben und auch die Blutversorgung wurde wiederhergestellt. Es sieht alles gut aus, dennoch müssen wir das überprüfen. Und auch der Penisbruch, wurde völlig geheilt. Den Rest, müssen wir dann mit Argos besprechen. Alles andere, wäre dann nur noch Spekulation.“
Nats schmerzte der ganzen Lendenbereich, als er dies alles hörte. Die Schmerzen mussten schrecklich gewesen sein für Argos und er würde es nicht seinen schlimmsten Feind wünsche, so verletzt und geschlagen zu werden.
„Das hört sich gut an Benjamin. Sag uns bitte sofort Bescheid, wenn wir Argos besuchen kommen können.“, hörten sie alle die Stimme von Hator sagen.
Mika drehte den Kopf dorthin, woher die Stimme kam und dort, sah er Otto und Hator in einfachen Lendenschürzen stehen. Ohne Prunk, oder Schnickschnack, waren sie gekleidet und Mika glaubte kaum, dass sie so rausgehen wollten.
„Sag Mika auch, wieso du noch hier bist!“, sagte Otto nun und schlang einen Arm um Hators Hüfte, wo die Hand unter den Gürtel glitt und dort, seinen anderen Vater streichelte. Sofort drehte Mika wieder den Kopf zu Benjamin, der lüstern grinste.
„Nun Mika. Ich habe auch den Greifen und den Drachen auf Herz und Nieren überprüft. Sie beide sind Jung und Potent und, warten schon oben auf dich beim Familienplatz. Jetzt gerade, wird der Platz noch erweitert außen, damit du, oder auch andere, zu ihnen runtergehen könnt.“
Das verstand Mika nun nicht so ganz. Eigentlich waren unten die Schlafplätze der Söhne von den Diener, um die sich Hator kümmerte.
„Wie unten?“, fragte er seinen Vater einfach so.
„Meinst du wo jetzt die vielen Jungs schlafen? Oder wie?“
„Nicht mehr. Ich werde in einer Stadt, oder in einem Dorf, für sie dort ein Haus bauen lassen, wo sie von dem Stadtbewohner ein Handwerk lernen können. Oder sie entschließen dann dort in eine Dienerschaft zu gehen.“
Auch das verstand Mika nicht so wirklich, was Hators Blick nicht entgangen war.
„Ich habe es von dir, Mika. Statt sie im Palast leben zu lassen, wie einen Prinzen, haben ich sie alle dorthin geschickt. Dort werden sie andere Leute treffen, mit ihnen Freundschaften schließen und so, langsam in ein richtiges Leben geführt. Alles dank dir, Mika.“
„Und was ist mit denen, die bei dir bleiben möchten?“, wollte nun Mika wissen.
„Die… naja…, die bleiben natürlich. Es sind nur drei, aber sie schlafen schon bei dem anderen Dienern von mir. Sie wissen worum es geht, was sie erwartet und das ist auch das, was sie wollen.“
Da dies nun geklärt war, waren seine Gedanken bei seinen zwei Tieren.
„Können sie auch fliegen?“
„Ja, beide sogar. Der Drache wurde als Reittier von einem Ritterorden verwendet und wurde uns als Geschenk gegeben, weil sie erst später herausfanden, dass der kein Weibchen besteigen wollte. Der Greif hingegen, hat uns Qadir zugesendet, weil er schon zu viele schwule Greifen hatte. Er ist von Heki trainiert worden und kann alles machen, was du schon einmal am eigenen Leib gespürt hast.
Nats und Otto, schielten zu Mika und beide dachten sich, was wohl DAMIT gemeint war.
Grinsend sah Mika zu Hator und Hator, grinste wissend zurück.
„Du musst jetzt nicht jeden Tag zu ihnen gehen, nur wenn du Lust hast und in der Zwischenzeit, werden sie für einige Botengänge benutzt. Sonst wird ihnen noch ganz langweilig.“, ergänzte Hator noch und winkte Mika zu sich.
Mika kam mit großen Schritten zu seinem Vater, den er fest am Bauch umarmte. Voller dank, grinste er zu ihm rauf und hakte sich dann am Gürtel des Lendenschurzes fest. Diese Geste sagte alles und Hator möchte nun auch aufbrechen, bevor es zu warm wird und der Markt überfüllt war. Mit einem besorgten Blick verabschiedete sich Mika von Argos und streckte Nats die Hand entgegen. Doch Nats schüttelte den Kopf.
„Ich kümmere mich um Randel und die anderen. Ihr seid doch eh bald wieder da, also habt spaß.“
Mika gefiel das nicht. Es wäre auch das erste Mal, dass Nats nicht bei ihm war. Seit dem ersten Tag, wo er zum Prinzen gekrönt wurde, war Nats bei ihm gewesen. Und er wusste jetzt nicht so genau, wo und wie er seine lüsternen Gedanken etwas ausleben konnte.
Doch dann fiel ihm etwas ein und er wollte schauen, wie seine Väter darauf reagieren würden. Doch Hator kam ihn zuvor und er war mehr als nur überrascht das zu hören.
Doch zuvor, versammelte sich die Palastwache um sie. Es waren nur Sechs die mitgingen, aber die waren auch wirklich schwer bewaffnet und mit denen, würde sich Mika wirklich nicht anlegen wollen. Sie hatten eine Schakalmaske an, die schwer wirkte und vermutlich als ein Helm diente. Der Brustpanzer war vergoldetet und die Verzierung zeichnete die Muskeln an der Brust nach. Arme und Beine wurden ebenfalls mit vergoldendem Arm und Beinschienen beschützt. Der Rock, der bis runter zu den Knien ging, war weiß und hatte in regelmäßigen Abständen einen goldgestickten Seidenstreifen der runterhängen. Alle Sechs hatten einen Krummsäbel an der Seite, einen schweren und großen Schild in der linken und ein Kurzspeer in der rechten Hand.
Was ihn einen schrecken einjagte, auf das er wirklich nicht vorbereitet war, war als sich die Masken der Wachen bewegten. Sie ahmten die Gesichtszüge nach, obwohl das Gesicht nicht sichtbar war. Hator fühlte wie sich Mika an ihn geschmiegt hatte, als die Palastwachen zu Mika runtergrinsten und da hat er ganz vergessen, etwas von seiner Familie zu erzählen.
„Weißt du Mika, unsere Familie, also die der Pharaonen, stieg von der Sonne herab. Der erste Pharao Menes, hatte seinen Wache diese Maske gefertigt. Es gibt mittlerweile nur noch Zehn von ihnen und die Zehn die sie haben, sind unsere Besten Wachen. Wenn ich den Palast verlasse, ohne zu Pferd, dann rüsten sich die Palastwachen so aus.“
Mika war nun ganz fasziniert von den Masken. Sowas hat er noch nie zuvor gesehen und er fragte sich, welche Technologie es damals gab, um solch eine Maske herstellen zu können. Oder war es doch Magie?
„Kann man… noch solche Masken herstellen?“
„Leider nein. Menes hat alles mit ins Grab genommen und wie du weißt, würden wir ihn entehren und seinen totenschlaf stören, wenn wir sein Grab öffnen würden. Aber ich habe schonmal mit dem Gedanken gespielt, muss ich ehrlich sein. Denn… wie es scheint, sind die Masken mehr als nur außergewöhnlich. Sogar die Menschen, waren höchst interessiert daran, als sie die Masken das erste Mal erblickten und die sind uns Jahrhunderte in der Technologie voraus.“.
Sie gingen langsam los während Hator dies Mika erzählte.
Sie erreichten das Tor unten im Palast, als Hator zu Ende gesprochen hat und als die Tore aufgingen, hakte sich Mika auch in Otto Lendenschurz fest. Und Otto grinste Hator an, als dies Mika tat. Es war wenig los, weil es so früh war und dennoch, waren die Straßen und Gassen halb voll. Sie gingen schnell zum Markt und auf dem Weg, erzählte Hator dann etwas, weswegen Mika innerlich lüstern grinste.
„Wisst ihr, mir gefällt es nicht so, dass wir getrennt schlafen auf so weiter Distanz. Deswegen wird demnächst alles überarbeitet. Ich habe vor, dass wir alle in einem Raum schlafen. Es wird ein runder Raum werden, wo wir in der Mitte dann Essen können und rum um den Tisch, werden dann unsere Betten sein.“
„Wie bitte?!“, Mika grinste innerlich noch breiter, als Otto erschrocken Hator ansah.
„Oder ist es dir Lieber mein lieber Otto, dass wir gleich alle gemeinsam in einem großen Bett schlafen?“
Da fiel Otto die Kinnlade runter und Mika fing einfach zu lachen an, als er das sah. Grinsend, sprach Hator weiter.
„Es ist ja so… wir sind ja alle nicht wirklich verwandt. Und Mika wird auch älter und erwachsener. Er versteht ja schon alles was im Bett abläuft und so, so denke ich, stört es ja auch keinem, wenn überall herumgemacht wird, oder?“
Sofort beugte sich Otto rüber zu Hator und das flüstern, war mehr als nur gut zu hören.
„Aber dann kann er uns ja zuschauen?!“
„Und?“
„Was UND?! Wollten wir nicht ein gutes Beispiel geben?“
„Tun wir doch?“
„Und… wenn er auf andere Gedanken kommen sollte?“
„Du meinst, wenn er bei uns mitmachen möchte?“
„JA GENAU!“
„Wäre das für dich wirklich ein Problem? Ich meine, ernsthaft ein Problem?“
Otto sah runter zu Mika und dachte angestrengt nach.
„Allein das du schon nachdenkst Otto, verratet alles mein Liebster. Für mich wäre es kein Problem. Er ist süß und wenn er das will, dann soll er doch. Aber ich denke nicht, dass es sobald kommt. Er hat doch Argos, Neret und Nats. Wir als Familie, sollten zusammenhalten und getrennte Räume, wenn wir dann so viel zu tun haben werden, sind da nicht gerade vorteilhaft, um eine Familienbande zu knüpfen. Und wenn er zu uns ins Bett hüpft, dann nur um die körperliche Liebe auszuleben und das würde unsere Beziehung nur stärken.“
„Ich weiß nicht…“, gab Otto zurück und sah seine liebsten an.
„Wir werden Seidenvorhänge haben, das schon. Aber ich möchte keine getrennten Räume mehr haben. Und es wäre doch schön, wenn unsere Kinder, die gerade ausgetragen haben, von allen versorgt werden können, oder?“
Da sah Mika auf und störte die geflüsterte Unterhaltung.
„Ihr habt Kinde gezeugt?“
Hator grinste runter und Otto, sah überrascht nach unten.
„Ja Mika. Sechs Weibchen tragen gerade unsere Kinder aus. Während du dich zurückgezogen hast, haben wir Weibchen geschwängert, damit unsere Familie noch größer und schöner wird. Du wirst der große Bruder von allen sein und ein wunderschönes Beispiel von Liebe und Güte sein. So gesehen, wären sie deine Halbgeschwister, genauso wie Randel und die anderen.
Das er nun auch Geschwister bekommt, mit denen er spielen konnte wie mit Band und Levet, freute ihn so sehr, dass er ein „JUHU!“, schrie und der Tag bekam ganz andere Farben.
Sie erreichten den Markt und ab da, fingen sie zu schlendern an. Sie sahen sich was angeboten wurde. Nüsse, Linsen, exotische Früchte, einfach alles sahen sie sich an und kosteten auch, was ihnen zusagte. Die Händler wusste auch sofort wer vor ihnen stand, als sie die Wachen erblickten. Die Sonne tauchte gerade den Markt in ein schwaches gelb, als sie etwas Fladenbrot für jeden einkauften und weiter gingen.
Mika entdeckte am Rand des Markts plötzlich einen Sklavenmarkt und auch, wie ein paar reiche Händler sich die Ware ansahen. Die Händler trugen ein bestimmtes Abzeichen, auf den Rücken und verwundert sah er zu, wie die sich nur die Männchen ansahen. Auf die Entfernung glaubte er zu sehen, dass das Zeichen einen Schnabel darstellte. Aber es könnte auch ein Falkenkopf sein.
Otto sah das auch und als Hator dann auch rüber blickte, erklärte er auch was sie alle sahen.
„Das sind Bordellbesitzer, die sich gerade die neue Ware anschauen. Sie betreiben Bordelle für beide Geschlechter und sie wissen, was Luxus ist. Es sind kleine Bordelle mit großen Arealen und Bädern. Man kann es mit dem Haus Rosé vergleichen, aber nicht so groß und… angebotsreich. Man sollte einmal eine Nacht in so einem Bordell verbringen, sagt jeder.“
„Und was bieten sie so an?“, fragte Mika, weil er es einfach nur wissen wollte.
„Ziemlich alles, bis auf Sex mit Tieren. Das ist ihnen zu teuer, weil die Unterhaltskosten zu teuer sind in der Wüste.“
Sie sahen zu, wie die reichen Käufer sich ein paar flügellose Greifen ansahen, die angekettet bei einem Pfahl, verlegen zur Seite blickten, als die Käufer sich das Gemächt ansahen und auch, die Felltasche runterzogen und den Penis entblößten. Mika schnappte nach Luft, als sie dann auch noch am Penis zu reiben anfingen und der darauf steif wurde.
„Sie schauen wohl, ob es sich lohnt den Greifen zu kaufen. Egal, lasst uns weiterschauen.“
Mika biss sich auf die Lippen, als er versuchte nicht steif zu werden wegen dem, was er gesehen hatte. Doch dann, fiel ihm seine Frage ein, die er Hator stellen wollte.
„Habe ich das Recht eigentlich… jeden in der Stadt zu mir ins Bett einzuladen?“
Mit erhobenen Augenbrauen sah Hator verwundert zu ihm runter.
„Wieso solltest du das nicht haben? Wenn du etwas älter bist und Argos mit deinem Lernfortschritt zufrieden ist, dann hast du natürlich das Recht dazu. Aber zu diesem Zeitpunkt, stehen dir dann auch die ganzen Diener und deren Familien zur Verfügung.“
Wieder biss sich Mika auf die Lippen und sah nun jeden auf der Straße anders an. Überall sah er heiße Männchen. Ob Puma, ein paar Löwen, Jaguar, Wölfe, Hundeartige, Echsen aller Art und auch Drachen, in jeder Farbe und aus jedem Stammbaum. Junge, heranwachsende, erwachsene und alte. Alle hatten jetzt für ihn einen gewissen Anreiz und sogar ein paar Weibchen, die mehr als nur liebreizend ansahen und sich beim Vorbeigehen verbeugten.
Dann geschah etwas, womit er wirklich nicht gerechnet hat. Hator hatte wohl Interesse an einem Händler gefunden und grinsend, sah der zu Otto, der auch schon grinste und wohl die Gedanken von Hator lesen konnte.
Hator hatte einen Händler vor sich, der halb Drache und halb Echse war. Grün war das Schuppenkleid und gelb das Federkleid am Kopf, dass schon wie eine Frisur wirkte. Erfreut sah sie der Händler an und dabei hoben sich die Federn am Kopf. Brust, Bauch und die Innenseiten der Schenkel waren hellgrün und als der Händler sich umdrehte, der genau wie sie einen Lendenschurz trug, sahen sie auch, dass die Po Innenseiten hellgrün waren. Der Halbdrache hatte wunderschöne hellbraune Augen und eine Schnauze, die vorne breit und abgerundet war. Die Muster auf den Rücken und den grünen Schuppenkleid erinnerte an Wellen. Dann, fingen die Verhandlungen an.
„Gute Entscheidung! Der Traubensaft wurde erst heute Nacht gemacht und ist wunderschön süß und hat wenig Säure!“
„Gut und von welcher Familie stammt der?“
„Von meiner! Wir betreiben erst seit kurzem unser Handel mit einfachen Traubensaft zum Trinken und unser Geschäft wächst von Tag zu Tag. Wein kennt ja jeder, aber Traubensaft, ist für jedermann.“
„Dann bist du der Sohn, der auch mit einem schönen Lächeln die Kunden lockt?“
„Richtig mein Pharao! Ich bin der älteste Sohn meiner Familie und meine zwei Brüder und drei Schwestern helfen bei der Produktion des Saftes.“
„Ui, viele Kinder haben deine Eltern gezeugt.“
„Große Familie, großer Handel.“
„Stimmt.“, und Hator grinste schön.
„Nun… ähm… wieviel wollt ihr kaufen mein Pharao?“
„Wenn es schmeckt, also mir und meinen Gatten, dann alles!“, breit grinsend, ging Hator um den Stand und zog somit jedem mit sich. Sofort schnappte sich der Händler ein Becher und füllte den Becher mit dem Traubensaft von einem Krug. Es roch schon süßlich, als Hator mit beiden Händen den Becher aus der Hand des Halbdrachen nahm. Dabei glitten zufällig die Finger über den Handrücken des Händlers, der daraufhin kurz zu den Wachen sah und nun etwas nervös wirkte.
Hator nahm eine schluck und war wirklich begeistert, wie lecker es war. Deswegen gab er den Becher gleich an Otto weiter, der auch begeistert vom Geschmack war.
„Der Saft schmeckt bestimmt besser, wenn er richtig gekühlt wäre!“, meinte Otto, als dann auch Mika das Becher gereicht wurde. Er zog die Hand von Otto Lendenschurz zurück, um den Becher zu nehmen und Mika war hin und weg vom Geschmack. Es schmeckte so intensiv nach Trauben, dass er am liebsten sofort einen Liter getrunken hätte.
„Das freut mich sehr, dass es der Familie des Pharaos schmeckt.“, sagte der Händler sichtlich erfreut und verbeugte sich leicht. Mika gab den Becher dem Händler zurück, der es gleich wegstellte und daraufhin, machte Hator den nächsten Zug.
„Also, wollen wir verhandeln?“, hauchte er den Händler zu und legte dabei eine Hand auf dessen Brust rauf.
„Wieviel würde es kosten… deinen SAFT… zu bekommen…?“, Hators Hand strich sanft die Brust runter zum Bauch und der Händler schluckte schwer.
„I-Ich… ähm… bin mir nicht ganz sicher… mein Pharao… ob es euren Ansprüchen auch WIRKLICH entspricht…“
Hators Hand hat schon den Bund am Lendenschurz erreicht.
„Hmm… mal schauen… ich muss wohl kurz überlegen, ob die Ansprüche die ich habe, erfüllt werden können…“, schon während sein Paps sprach, waren die Lenden in der Hand und wurden fest begutachtet. Der Händler musste sich mit einer Hand am Stand abstützen und mit halbgeschlossenen Augen, seufzte der Halbdrache. Dann aber schloss der Händler die Augen und verkrampfte sich fest, als die Hand unter den Lendenschurz wanderte und dort sein Werk tat.
„Ich denke, die Ansprüche die ich habe, werden erfüllt. Falls du aber glaubst, dass es nicht so sein wird, dann muss ich dich wohl über übel, mit der Dienerschaft BESTRAFEN…!“
„Ich… ich…*seufz*… glaube…, dass ich bestraft werden… sollte!“
„Gut!“, sagte Hator erfreut und zog die Hand aus dem Lendenschurz des Dieners raus.
„Dann veranlasse alles, ich kauf alles. Wir warten solange hinter uns im Gasthaus und beeil dich, wir wollen alle gemeinsam im Palast frühstücken! Du wirst dann auch mit dabei sein… ähm… dein Name?“
„Pilas… mein Pharao.“
„Gut Pilas, ich bin Hator und ab nun, bist du einer meiner Diener. Deine Familie sollte davon hören und das Gold wird deiner Familie zugesendet werden.“
„Jawohl, Hator.“, sagte der Händler und wirkte über allen Maßen erfreut und glücklich.
Hator nahm sie wieder alle mit und führte sie zum Gasthaus wohin er gezeigt hatte. Sie saßen sich zu dritt zu einem niedrigen Tisch und die Polster waren noch kalt von der Nacht, weswegen der Wirt Decken ihren Wachen überreichten, die gleich an sie weitergegeben wurden. Als sie dann zu dritt unter den Decken einen Tee serviert bekamen, natürlich aufs Haus, merkte Mika, wie kühl der Morgen wirklich war und auch, wie durchgefroren er war.
Der Tee schmeckte lecker, aber er rührte nicht das Süßgebäck an, dass ihnen daraufhin serviert wurde.
„Ist er jetzt einer deiner Diener Paps?“
Hator hatte Pilas im Blick, bis er ihn das fragte, dann sah ihn Hator breit grinsend an.
„Ja mein Sohn. Wenn wir einen Diener aus der Bevölkerung aussuchen, dann bekommt die Familie 30 Goldstücke dafür als Entschädigung. Damit können sie fast ein Jahr in Luxus leben und jede Familie würde sich wünschen, dass einer ihrer Söhne von mir ausgesucht wird. Zumindest in dieser Stadt ist es so, doch Zasar hat abgelehnt und das, finde ich mehr als nur lobenswert für den Kater.“
„Du hast es ihn angeboten?“
„Natürlich. Ich wollte das er für dich da sein sollte. Ich sehe doch, wie ihr euch beide mögt.“
Mika fand es sehr schade das Zasar es abgelehnt hatte. Doch so war eben der Puma und Familienvater und er war deswegen überhaupt nicht verwundert. Während Hator zusah, wie der Händler alles packte und den Stand schloss, schmiegte sich von hinten Otto an ihm ran und ließ die Hände unter Hators Decke verschwinden.
„Mein Gatte, hast du schon nicht genug Diener?“, flüsterte Otto und Mika hörte einfach nur zu.
„Er ist nur das Gewürz für unser Liebesspiel, mein Gatte.“, flüsterte Hator zurück und drückte die Hand aufs Otto Nase, die unter dem Lendenschurz von Pilas war. Otto sog die Luft ein und fing breit zu grinsen an.
„Wundervoll.“
„Und das ist er auch. Bestimmt riecht Mika genauso, weswegen Zasar ihn so mag.“
Mika grinste und war wegen der Offenheit von Hator etwas überrascht, aber im positiven Sinne. Mika bemerkte, wie der Händler einen Karren belud und zu ihnen lächelte, als der dann den Karren davonzog. Überrascht sah er nach hinten, als er plötzlich aufgehoben wurde und von Hator auf den Schoß abgesetzt wurde. Er spürte am Po, wo Ottos Hände waren und was sie dort machten. Nun sah er vor Scham Otto an, der nicht minder schamvoll deswegen Hator ansah.
„Hator, ich bin damit nicht einverstanden.“
„Mein Herz, meine Seele, mein Otto. Wir sind keine normale Familie und das solltest du akzeptieren. Du weißt doch selber, dass uns Mika körperlich begehrt. Ich war wach, als du das Gespräch im Flug hattest und ich war stolz, als du Nein gesagt hattest. Diese Grundeinstellung liebe ich an dir so sehr. Jedoch empfindest du auch mehr für Mika, sonst hättest du das nicht alles für ihn gemacht. Dir selbst ist es nur nicht so klar, wie mir. Ich als schwules Männchen, nicht als sein Vater, würde es nicht stören, wenn wir gemeinsam eine, oder mehrere, Nächte zusammen verbringen. Zumindest in der Nacht, oder Nächten, können wir Zeit miteinander verbringen. Wenn Argos wach wird und wir mit ihm gesprochen haben, wird Mika bald darauf das Land bereisen und dann, werden wir uns für längere Zeit nicht mehr wiedersehen. Bis dahin, möchte ich meinen Mika besser kennenlernen.“
Otto schloss die Augen und dachte über das gehört nach. Minuten darauf, zog Otto dann eine zittrige Hand aus dem Lendenschurz von Hator und legte die Hand auf Mikas Schenkel. In dem Moment, wurde Mikas dunkelster und versauerte Wunsch war und ganz langsam, und in Ottos wundervollen braunen Augen blickend, öffnete er seine Schenkel für die Hand.
Sie beide hauchten sich den warmen Atem zu, als Ottos große Hand langsam in Mikas Schritt fuhr und kurz darauf, Hators dazukam. Beide Hände, glitten gleich unter dem Lendenschurz und Mika schloss genießerisch die Augen.
„Na bitte, jetzt haben wir Mika besser KENNENGELERNT…“, betonte Hator das letzte Wort und die Wachen grinsten sich zu. Mika seufzte leise und genoss, was mit ihm gemacht wurde aufs Höchste. Er begehrte beide sehr, mehr als sehr. Sie waren einfach heiß, aber er hatte wie Hator gesagte, den Väterlichen Respekt.
Jetzt mehr als jemals zuvor, liebte er sie beide als seine Väter. Sein größter Wunsch, wieso er überhaupt schwul wurde, war von seinen Vater benutzt zu werden. Diese Vorstellung, geisterte ihn im Kopf, seit er den feuchten Traum hatte. Dieser Wunsch war es, dieser dunkle und verdorbene Traum war es, wieso er schon immer Otto mehr als seinen Vater sah, als der, der ihn gezeugt hatte.
Weil Otto eben heiß war und ihn wie sein Sohn behandelt hatte. Axel wusste als einziger davon, weil Mika gesehen hatte, was Axel bei seinem Vater gemacht hatte, als der draußen in den Himmelbetten schlief. Da wusste er, dass Axel den gleichen Wunsch hegte und als er ihm das fragte, nickte Axel nur und Mika gab dann auch sein Geheimnis preis.
Aber er traute sich das nicht zu sagen, sondern, gab es anders preis. Als er im Schritt so richtig erkunden und massiert wurde, wanderte seine Hand verstohlen und unter den Decken, ganz langsam über Otto Schenkel, der schräg neben ihm saß. Otto zitterte dort, wo seine Hand das Fell berührte. Es wurde immer wärmer, wie weiter er hochglitt und als es schon ganz warm wurde, glitt seine Hand langsam in die Innenseite des Schenkels. Überrascht zuckte er kurz zurück, als seine Finger auf dem Stoff trafen, doch dann glitten seine Finger über den Stoff und er war mehr als nur entzückt, was er fühlte und ganz langsam in die Hand nahm.
Mika seufzte, wie länger und fester er über den Stoff glitt und gerade als er unter dem Stoff gleiten wollte, in die Hitze eintauchen wollte, öffnete er die Augen, als sich jemand zu ihnen setzte.
Die Hände verschwanden aus den Lendenschürzen und zu dritt, grinsten sie Pilas an, der wie die Sonne grinste.
„Das ist Otto, mein Gatte und der süße Junge, ist Mika, dein Prinz.“
Pilas verbeugte sich uns sah alle drei an.
„Ich vermute, die Dienerschaft besteht darin für euch da zu sein?“
„Nicht so ganz. Für mich und meinen Gatten. Mein Sohn darf noch nicht zu den Dienern.“
Pilas nickte und sah Hator an.
„Mein Herr, es steht mir nicht zu das zu fragen, aber einer meiner Brüder würde ebenfalls als Diener für euch mitkommen wollen. Er… hat es schwerer als ich, weil es schon bekannt wurde, dass er auf Männchen… ja. Ich hingegen hege nicht solche Gefühle, aber ich würde es zu gerne einmal versuchen.“
Hator sah Otto an und Otto sah zurück.
„Wir… haben eigentlich genug Diener und du selbst bist nur das Gewürz für unser Liebesspiel. Jedoch… möchten wir ihn uns einmal anschauen.“
Hoch erfreut drehte sich Pilas um und winkte jemanden zu sich. Es kam ein Junge zu ihnen, der etwas kleiner war als Mika und vermutlich auch jünger. Er war ebenfalls grün und sah sehr schnuckelig aus, wie der, nervös und volle Scham, vor ihnen stand. Die Muster auf dem grünen Schuppenkleid waren härter, mehr gezackt, dennoch wunderschön anzusehen.
Als der große Aufstand, um den kleine Bruder Beistand zu leisten, sahen sie drei jetzt, wie beide einen tollen Körper hatten. Schlanke Beine, Taille und Brust. Beim größeren Bruder sah man wie hart der gearbeitet hatte an den Beinen und Armen, da schon gut die Muskeln zu sehen waren, wogegen der kleinere eher zierlich wirkte, aber ebenfalls so einen Körper wie der große bekommen wird.
„Dein Name?“
„Sein Name ist Aris.“
„Gut, ist er schon reif?“
„Das… weiß ich nicht!“
Hator sah sich den kleinen an, der vor Scham auf den Boden blickte.
„Kannst du sprechen Aris?“, fragte Hator nun mit fester Stimme und der Junge nickte sofort und sah erschrocken, aber sehnsüchtig auf.
„Zeig es mir.“, befahl Hator und der Junge sah noch erschrockener aus, bevor der Blick wieder zu Boden ging und sich ganz langsam die Augen schlossen. Sie warteten eine Minute, aber es geschah nichts.
„Hm… tut mir leid Aris, Pilas. Aber Kinder werden nicht in die Dienerschaft aufgenommen.“
„Aber…“
„Kein ABER!“, sagte Hator laut und der kleine Halbdrache, fing zu schluchzen an. Doch da schritt Mika dazwischen und stand auf. Vorsichtig sah Mika einmal zurück zu Hator, der ihn nun interessiert ansah. Aris sah in seine Augen, als er zu ihm schritt. Auch Arris hatte wunderschöne braune Augen und Mika legte daraufhin einfach die Lippen auf die des kleine Halbdrachen. Er küsste ihn und leckte anschließend über die Lippen des Jungen, die süßlich schmeckten. Als Mika spürte, wie langsam auch Aris Zunge zwischen den Lippen rausfuhr, schloss er die Augen und stellte sich vor, eine Gewisse Person so zu küssen, mit der so zu schmusen, wie mit Aris jetzt.
Er spürte, wie ziemlich schnell etwas gegen seinen Schritt drückte und daraufhin, löste er sich von Aris, der ihn schon fast verliebt ansah. Mika machte einen Schritt zur Seite und hatte nun ein schlechtes Gewissen.
„Ich sehe… gut. Aris, wenn du willst, kannst du in meine Dienerschaft treten. Aber… wie ich sehe, willst du bei Mika bleiben…“, Mika sah überrascht zur Seite und er sah, wie ihn Aris von der Seite anstarrte und sich nun nicht mehr richtig schämte, erregt vor allen zu stehen im weißen Lendenschurz.
„Ich werde mir das überlegen und nachdem Wochenende darüber entscheiden. Nun kommt, es wird Zeit das wir die Waren in den Palast bringen.“
Der Rückweg war lange und während Mika bei seinen Vätern eingehakt war, sah er öfters zurück zu Pilas und Aris, die sich leise unterhielten.
„Willst du Aris bei dir haben Mika?“, fragte ihn Hator aus dem heiteren Himmel.
„Ich weiß nicht. Er ist schon süß und so, aber…“
„Genau das ist es. Du hast doch schon deine vier Brüder und Argos, Nats und Neret. Er könnte höchstens dein Kissen in der Nacht sein. Oder einfach deine Lust stillen, wenn dich in der Nacht die Lust überkommt. Ich habe auch eine Zeit gehabt, wo ich ein paar Diener bei mir gehabt habe, wenn ich in der Nacht aufgewacht war und ich was in der Schnauze haben wollte.“
Der Gedanke gefiel Mika, aber er hatte nur zwei Seiten in der Nacht und da würde schon immer jemand liegen, den er in der Nacht beglücken würde, oder sich seiner Gier hingeben konnte, wie bei Nats heute Nacht. Aber dann dachte er über seine Brüder nach, die alle noch so geschwächt waren und bestimmt für zwei Monate nicht reisen konnten, weil sie einfach körperlich nicht in der Lage waren.
„Ich… nur solange… vielleicht, bis Randel und Nektos und die anderen… wieder die alten sind. Aris kann dann ja auch für sie da sein, oder?“
„Verstehe und ja, er könnte der Deiner für euch fünf sein. Daran habe ich noch nicht gedacht. Aber ich muss noch darüber nachdenken, weil ich so einen Fehler wie vorhin… nicht noch einmal begehen möchte. Bist du damit einverstanden?“
Mika nickt gleich und sah schon, wie die Palast Tore immer näherkamen. Sie gingen die vielen Treppen hoch und Mika spürte, dass er zu Hause war. Es kam ihm langsam alles bekannt vor und er konnte sich langsam richtig zurechtfinden. Eine Palastwache schnappte sich Pilas und Aris, was Mika erst bemerkte, als sie bei der Küche standen und die anderen Wachen die Waren in der Küche ablieferten.
„Macht uns daraus was Schmackhaftes und den Traubensaft, möchten wir auch dabeihaben der gleich kommen sollte.“
Als sie auf den Weg nach oben waren und sie schon die Palastwachen alleine ließen, fragte Mika was Hator.
„Wo werden sie hingebracht?“
„Sie werden von den anderen Diener gewaschen und untersucht werden.“, Mika machte sich etwas sorgen um Aris und er fragte noch etwas, was ihm sehr komisch vorkam.
„Sie sahen für mich nicht so aus wie Drachenstämmige. Aber auch nicht wie Echsen, wie kann das sein?“
„Das Mika, ist eines der Wunder hier in Ascardia, aber es passiert nur selten, deswegen nennen wir sie Wunderkinder.“
Mika dachte nach, ob er noch wem gesehen hatte, der etwas komisch war.
„Worüber denkst du nach Mika?“, fragte Hator nach und sie haben fast die Treppe erreicht.
„Ich habe mich nur selbst gefragt, ob ich solche Wunderkinder noch irgendwo gesehen habe.“
„Das hast du. Am Marktplatz. Der Greif ohne Flügel. Er stammte von einem Greifen und einer Katzenartigen ab. Ich habe selbst auch einen im Haus Rosé gesehen, also musste er von Ascardia stammen, oder dessen Eltern, oder ein Elternteil.“
Als sie die Treppe hochnahmen und sie die sechs Wächtern begrüßten, dachte Mika nach, ob es nicht noch mehr von denen gab. Was birgt Ascardia noch für Geheimnis wollte er jetzt wissen. Nats und Neret erwarteten sie schon oben an der Treppe und wie üblich, gingen sie auf allen vieren zu ihnen hin und begrüßten zuerst Mika, indem sie den Kopf gegen ihn drückten und erst danach, grüßten sie die zwei Pharaos mit einem Kopfnickten und sagten dabei „Willkommen zurück.“.
„Ok, bevor wir essen und es dauert noch etwas, waschen wir uns drei. Wir treffen uns wieder am Tisch und dann Mika, erzähle ich dir etwas von Ascardia.“
Mika nickte grinsend und war froh, wieder bei Nats und Neret zu sein.
„Und wie wars?“, fragte gleich Nats, der Mika auf seinen Rücken hob und rüber zum Becken ging, wo die Seerosen sie schon freudig begrüßten.
„Sehr heiß!“
„Aber die Sonne… oh… ich verstehe.“, Mika wurde ins Wasser gelassen und das feuchte nass, fühlte sich herrlich an. Danach kamen Nats und Neret und er wurde so gewaschen, dass er auf Nats Knie saß und Neret ihm vorher den Lendenschurz auszog, bevor dessen warmen Pfoten über sein Fell glitten. Gefühlvoll und sorgsam machte das Neret und Mika dankte es Neret, indem er ihm mit der Pfote die Lenden streichelte. Das wiederum brachte Neret regelmäßig zum schnaufen.
„Und was war so heiß?“
„Ich habe was über mich selbst herausgefunden.“
„Und das ist?“
„Das ist ein Geheimnis!“
Nats grinste und akzeptierte die Antwort. Sein Mika war noch nicht soweit, dass verstand er wirklich. Hauptsache aber war, dass Mika glücklich war und es schien, als ob das Geheimnis den Jungen sogar guttat. Ununterbrochen grinste Mika und ging seinen Tagträumen hinterher, die wohl sowas von heiß sein musste, da Nats sehen konnte, wie es im Wasser pochte. Dabei fiel ihm ein, und es schien, als ob es Mika vergessen hatte, dass Randel auf Mika wartete.
„Nachdem waschen solltest du zu Randel gehen, Mika.“
Mika zuckte am ganzen Körper als er sich erschrak.
„Stimmt ja! Wie geht es ihm und die anderen?“
„Es geht ihnen gut, sofern man das offensichtliche weglässt. Randel aber war sehr still, als ich ihn gewaschen habe und ich denke, dass er sehr viel nachdenkt.“
„Also… überlegt er sich es? Ich… hoffe er bleibt…!“
„Wieso hoffst du das?“
„Weil er… weil er… wenn er nicht mehr da ist… dann fehlt mir etwas… würde ich sagen.“
Auch das verstand Nats. Egal was es war, ob streiten, oder lachen, wenn diese Person aus dem Leben schreitet, fehlt einem diese Person. Mika hatte einen ganz speziellen Band mit Randel geknüpft und beide würden wohl den anderen vermissen, wenn der eine den anderen verlässt. Besonders Randel würde es dann später sehr bereuen, dachte sich Nats und sah rüber zum Raum, wo Randel im Bett lag. Randel hat ihn nämlich gebeten zurück in den Raum zu tragen, damit er dann alleine mit Mika sein konnte, wenn er auf die Frage antwortete.
„Das sollte wohl reichen, sonst spritzt Neret noch die Seerosen voll.“, mit diesen Worten hob er Mika aus dem Wasser und setzte ihn auf dem Gang ab. Mika aber, sah kurz rüber zum Gemach seiner Eltern, seiner Väter, als Nats aufstand und schon mit dem ganzen Oberkörper aus dem Wasser sah, während er darin schwimmen musste. Auch Neret war fast so groß wie Nats und während er so viel im Kopf hatte, bemerkte er, wie Nats schwer schnaufte.
Bevor er was sagen konnte, legten sich die großen Hände von Nats auf ihm und das Wasser wurde überaus fest aus seinem Fell gestrichen. Nach nicht einmal einer Minute, fühlte er sich schon trocken und aus dem Grund, schüttelte er sich und die letzten Tropfen Wasser flogen herum.
„Geh nun Mika, wir kommen gleich nach.“, sagte Nats und hielt Mika dessen den Lendenschurz hin. Mika schnappte es sich, zog es an und rann schon fast zu Randel. Als Mika verschwunden war, drehte sich Nats zu Neret um.
„Ich helfe dir jetzt, aber wenn Mika dir an die Wäsche geht, dann musst du es aushalten.“, im nächsten Moment hielt Neret den Atem an. Sein Lendenschurz tauchte langsam auf und mehr als nur genüsslich, sogar schon völlig wahnsinnig vor Lust, schloss er die Augen. Sekunden später, fragten sie die Seerosen, was die weiße Wolke unter ihnen wohl war.
Aufgeregt wie wohl Randels Antwort ausfallen wird, hatte er schon fast Angst Randel zu wecken. Sein Bruder schlief nämlich friedlich, doch auf sein Gesicht, sah er die eingetrockneten Tränen. Irgendetwas musste Randel schwer bekümmert haben, dass der so geweint hatte. Mika gestand sich, dass sogar jetzt, in diesem abgemagerten Zustand, Randel einfach wunderschön aussah. Das schwarze glänzende Fell, das so weich und glatt aussah, wollte er schon fast streicheln. Die Spitzen und langen Ohren, erinnerten ihn gleich an seinen Vater Hator. Dieses Merkmal fand Mika nämlich exotisch heiß, was noch mehr dafürsprach, dass er Randel bei sich haben wolle. Denn, er wollte mit ihm im Bett landen. Er wollte, Sex mit ihm haben. Schon von Anfang an, wollte er es.
Die ganzen Berührungen die sie sich ausgetauscht haben, sprachen auch dafür, dass es Randel ebenfalls wollte. Bis zu dieser Nacht, zumindest. Ab da, verstand er ihn nicht mehr. Alles was Randel von diesem Zeitpunkt zu ihm signalisiert hatte, war widersprüchlich. Mika hatte schon fast die Hand auf Randels Schulter gelegt, als ihm was klar wurde.
Er musst sich jetzt darauf einstellen, dass er auch eine Absage zu hören bekommt. Mit dem musste er rechnen und auch, dass Randel bei ihm bleiben will. Mit beiden Antworten, musste er nun rechnen. Und seine Gefühle konnten nicht unterschiedlicher sein, je nach Antwort die er sich im Kopf ausmalte.
Es waren nur Sekunden die er brauchte, um dann gefasst die Hand auf die Schulter zu legen und Randel zu wecken.
„Mika…!?“, hörte er ihn sanft überrascht fragen, nachdem Randel die Augen aufgemacht und gegähnt hatte.
Mika grinste breit und legte sich vor Randel hin, damit sie, mit dem Kopf auf einem Kopfkissen, sich anschauen konnten. Randel ließ den Blick über Mikas Körper wandern, bevor er die Decke über Mika legte. Das war ein gutes Zeichen, fand Mika.
„Du willst meine Antwort hören?“, flüsterte Randel leise, aber mit sicherer Stimme und Mika nickte und konnte nicht mehr aufhören zu grinsen.
„Dann… muss ich dir noch etwas erzählen.“
Aufgeregt rutschte Mika näher und ihre Pfoten berührten sich dann leicht.
„Ich… war so glücklich, als ich Auserwählt wurde dein Freund und Halbbruder zu werden. Ich… denke sogar, dass wir Brüder sind und nicht nur Halbbrüder. Das fühlte ich schon als ich dich das erste Mal gesehen habe. Als wir dann im Wasser gespielt haben, gemeinsam zu Abend gegessen haben, ging für mich eine Sonne auf, Mika. Ich… ähm… wollte dich nur noch für mich haben. Also versuchte ich mein Glück beim Markt und ich hoffte… das du… es bemerkst… aber das hast du nicht. Ich war danach so… so wütend auf dich und… mich… das ich was getan und gesagt habe… was ich eigentlich nie wollte. Jetzt… sehe ich so aus… du hast wegen mir was Schreckliches erlebt und wirst es auch nie vergessen. Was ich dir angetan habe, allen angetan habe, ist unverzeihlich. Auch wenn du mich bei dir haben willst, werden mich alle so… so ansehen. Deswegen werden sie auch dich so ansehen, wenn ich ja sage…“
Mika ahnte schon wohin das führen wird und er wollte es nicht wahrhaben.
„… deswegen, für dich Mika… ich… ich kann nicht bleiben…!“
Er wollte es nicht wahrhaben. Aufgrund dessen stand er schnell vom Bett auf und stellte sich davor hin. Seine Gedanken überschlugen sich und sein Hass auf Randel, brodelte wieder auf. Doch der Hass war nur ein Schatten davon, was dann kam. Die Trauer Randel nicht mehr bei sich zu wissen, war etwas, was er sich nicht stellen wollte und deswegen, kam wieder der Hass.
„Also willst du mich wieder verletzten? Du willst mich mit ABSICHT VERLETZEN!“, schrie Mika wieder am Ende und die Tränen der Trauer und des Hasses rannen ihm wieder runter.
„Ich WILL das NICHT! Ich… muss es Mika. Bitte, verstehe das doch! Ich will doch bei dir sein, für immer! Aber… ich habe dir so wehgetan, dass du eben so, reagierst, wie jetzt!“, Randel war der Gefangene seiner Gefühle. Er pendelte regelrecht zwischen seinen zwei Gefühle hin und her und noch immer, verstand Mika nicht, was er für ihn wirklich empfand.
Mika konnte nicht mehr. Nicht schon wieder. Er hatte es so satt. Er wollte nicht mehr hier sein, er wollte nicht mehr der Prinz sein. Seine Pfoten trugen ihn irgendwohin. Seine Tränen, flossen wieder ununterbrochen.
Hilfe ist unterwegs
„Gut Argos, wie es aussieht, kannst du wohl wieder gehen.“
Argos fühlte sich schwach an, als er vom Bett runter auf dem Boden sah. Er traute seinen eigenen Beinen nicht, als er langsam den warmen Steinboden berührte und die Beine langsam belastete. Er wollte zuerst ohne Hilfe aufstehen, was ganz langsam klappte. Seine Narbe zog etwas, als er sich aufrichtete und dann nur stand.
„Gut, sehr gut Argos.“, sagte Benjamin vorsichtig und hatte die Hände auf Argos Hüfte gelegt, falls der Gepard Schwierigkeiten haben sollte. Aber er war sich nicht so sicher, ob Argos gehen sollte.
„Machen wir ein paar schritt, mehr aber nicht!“
Argos nickte zustimmend und Benjamin ging rückwärts, während Argos ein paar Schritt vorwärts ging.
„Gut, und wieder zurück.“, Argos zitterte schon, bevor er überhaupt das Bett erreichten. Und erschöpft, ließ sich der Kater fast aufs Bett fallen. Benjamin war begeistert. Eigentlich hätte Argos nicht mal gehen können, nach so langer Zeit im Bett und im künstlichen Schlaf. Er half ihm sich wieder aufs Bett zu legen und massierte ihn die Waden und Schenkel, damit der Kreislauf nicht einfach abfällt und Argos ohnmächtig wird.
„Wo ist Mika?“
Im ganzen Palast sprach man wieder davon und sogar er, hat davon erfahren was wieder passiert war. Doch jetzt sollte sich Argos auf sich schauen und nicht auf andere.
„Später Argos. Zuerst bist du dran.“, Benjamin hob den Lendentuch hoch und legte es auf dem Bauch.
„Das wird jetzt etwas seltsam werden, aber ich möchte sehen, ob auch der Penisbruch gut geheilt ist.“, mit diesem Worten, legte Benjamin seine Hand in Argos schritt. Argos verzog leicht das Gesicht und das war abzusehen.
„Das ziehen und der leichte schmerz kommt von der Operation. Die Narbe wird dich noch etwas heimsuchen, aber wir sind guter Dinge, dass sie ganz verschwinden wird.“
Argos hatte schon die Augen geschlossen und atmete ganz ruhig, während Benjamin mit fachkundigem Blick, nach zwei Minuten alles ansah.
„Tuts weh?“
Argos schüttelt den Kopf.
„Und das?“
Argos hielt den Atem an, um dann Sekunden später wieder die Luft rauszulassen.
„Normal, wenn ich das so sagen darf.“
„Gut und tut mir leid, wenn ich zu festgedrückt habe. Aber es ist ein sehr gutes Zeichen. Beide sehen auch gut aus und fühlen sich auch gut an. Ich denke, du bist wieder ein gesundes Männchen. Nun… das nächste wird dir gefallen. Also entspann dich, denn ich brauche jetzt eine Samenprobe von dir, die ich dann in den Nebenraum bringe, wo mein Kollege auf mich wartet. Er wird dann feststellen… ob du noch zeugungsfähig bist.“
Nachdem Argos genickt hatte, fing Benjamin an. Argos entspannte sich so gut es ging und dachte dabei an was Schönes. Er hatte auch schon was im Kopf und schon fast grinsend, hielt er nach kurzer Zeit den Atem an.
„Gut, das wars. Ich komme gleich wieder.“, bevor Benjamin ging, wurde wieder das Tuch über seine Lenden gelegt. Argos indessen, gestand sich, dass dieses Bild im Kopf ihm schnell zum Höhepunkt gebracht hatte. Obwohl er gegrinst hatte, fühlt er sich deswegen sehr schlecht. All seine Gefühle schlugen Purzelbäume, als er den Kopf zur Abendsonne drehte. Schuld, Hingabe, Hass, Trauer, Zuneigung, und Liebe, wechselten sich andauernd ab, bis Benjamin zurückkam.
„Nun Argos… es ist so… du bist NOCH Zeugungsfähig… aber… du wirst viele versuchen brauchen, bis du ein Kind zeugen kannst. Also um es so auszudrücken, deine Zeugungsfähigkeit hat um knapp 90% abgenommen. Das haben wir beide erwartet, aber du kannst dir noch den Traum einer Familie erfüllen, sofern du das geplant hattest.“
Erleichtert von dem was er hörte, drehte er den Kopf wieder um und öffnete die Augen.
„Wird es mit der Zeit besser werden?“, wollte er wissen, weil das wirklich irgendwann ein Wunsch von ihm war.
„Vielleicht. Und wenn ich vielleicht sage, dann liegt die Chance bei 30%, dass deine Zeugungsfähig rauf auf 50% geht. Aber es wird dauern.“
„Das reicht mir und nun sag mir, was mit Mika passiert ist.“
„Später…“
„NEIN… nein… ich will zu ihm, bitte.“
Benjamin seufzte und setzte sich zu Argos aufs Bett.
„Was ich dir jetzt erzähle, ist das, was in den letzten Wochen bis jetzt passiert ist, damit du auf dem neusten Stand bis. Aber alles was ich dir erzähle ist das, was ich so aufgeschnappt habe von den vielen Dienern und Palastwachen.“
Benjamin fing zu erzählen an und ungewöhnlich ruhig, hörte Argos zu. Am Ende, sah Argos nachdenklich rauf zu Decke und es war fast dunkel geworden.
„Ich muss gehen Benjamin.“
„Ich rate davon ab als Arzt. Aber… ich habe mir das fast gedacht. Viel habe ich von dir gehört Argos und deswegen, habe ich was vorbereitet. Warte hier, ich hol es schnell.“
Argos sah Benjamin hinterher, als der aus dem Raum verschwand und sofort richtete er sich im Bett wieder auf. Der Boden war schon kalt geworden, als er aufstehen wollte.
„Bleib sitzen!“, befahl ihn Benjamin ungewöhnlich barsch und Argos erkannte, dass es eine dumme Idee war aufzustehen. Auch, weil er kaum noch Kraft hatte aufzustehen. Benjamin drückte ihn mit einer Hand ins Bett, während die andere ihn einen Krug reichte.
„Das ist ein Aufbaugetränk. Es ist sehr süß und voll von Kohlenhydraten. Trinke es aus und warte ein paar Minuten.“, Argos nahm gleich den Krug entgegen und trank das braune und dickflüssige Getränk auf einmal aus. Es war wirklich süß, sehr sogar. Jedoch schmeckte es nach Leimsamen, Erdbeeren und Trauben. Es schmeckte sogar etwas Mandeln raus, die er überhaupt nicht mochte, aber er trank es dennoch, bis der Krug leer war.
Sein Magen wollte es schon wieder rauswürgen, aber er schaffte es alles bei sich zu behalten. Es dauerte einige Minuten, während Benjamin bei ihm saß und ein wachsames Auge auf ihn warf, bis er spürte, dass er an Kraft dazugewann.
„Es ist der Zucker und der Traubenzucker, der dich jetzt aufputscht. Die Samen geben dir im Nachhinein die Kraft stehen und gehen zu können. Aber du solltest in ein oder zwei Stunden unbedingt was essen, sonst wirst du nach der Wirkung kaum noch aufrechtstehen können. Verstanden?“
Argos nickte und rieb sich die Narbe an der Brust.
„Du solltest auch heute noch damit beginnen, die Narbe alle paar Stunden zu strecken. Lehn dich dabei einfach für eine Minuten nach hinten, sonst wirst du richtig Probleme bekommen, wenn du es nicht tust. Und immer schön die Salbe raufgeben.“, Mit dem letzten Satz, überreicht ihn Benjamin ein kleines Glas das gefüllt war mit einer weißen Salbe.
„Einmal am Tag, bestens am Morgen, solltest du die Salbe auf die Narbe auftragen. Sie verhindert eventuelle Entzündungen und hält die Narbe auch feucht. Du wirst sie für viele Tage spüren können und wenn du tust, was ich sage, sollte die Narbe in paar Wochen fast verschwunden und nicht mehr zu spüren sein. Doch… du wirst schmerzen spüren, wenn das Wetter umschlägt, oder vielleicht auch nicht, mal schauen.“
Benjamin grinste zufrieden, als Argos langsam aufstand. Das er ihn retten konnte, hätte er sich nicht gedacht. Zumindest nicht mit dem alten Wissen, was er hatte. Doch jetzt, mit seinem neuen Lehrmeister, fand er sein ganzes altes Studium fast schon zum Lachen. Er musste sein Wissen an der Akademie der Medizin weitergeben, sonst würden sie für weitere 100 Jahre im dunklen Zeitalter feststecken. Mit dem heutigen Wissen, war es auch ein Wunder, dass er damals Tom so lange am Leben erhalten konnte. Und er hat noch so viel mehr zu lernen. Allein das Buch über den Aufbau eines Körper und der Zweck der einzelnen Organe, war schon fast wert ein eigenes Studienfach zu werden. Und vom Gehirn ganz zu schweigen. Dafür müsste er Jahre studieren, um es wirklich zu verstehen und auswendig zu können. Was Argos Narbe anbelangt, dafür hat er ein ganzes dickes Buch bekommen, oder geliehen bekommen. Wie welche Schicht zusammenwächst, wie man bei Narben am besten verhindert, dass sie dick und schmerzhaft werden, all das, stand in einem einzigen Buch. Ein Buch für Narben, wogegen er in seinem Studium nur ein paar Seiten lernen musste. Es war einfach lächerlich, wie weit sie hinten waren.
„Achso, ich habe da noch ein Pulver vorbereitet gegen die Schmerzen.“, Banjamin war so in Gedanken verloren gewesen, dass er ganz Argos Schmerzmittel vergessen hatte. Schnell schnappte er sich das Pulver, das in einem kleinen Blatt Papier gefaltete war, und gab das Pulver darin in ein Glas. Nachdem er das Mittel darin mit einem Löffel verrührt und sich das Pulver aufgelöst hatte, übergab er Argos das Glas.
„Es wird bitter und schlecht schmecken. Doch dafür wirst du bis morgen Früh keine Schmerzen mehr spüren. Das heißt aber nichts, dass sie nicht da sind. Also Vorsicht und pass auf dich auf!“
Argos nickte wieder, bevor er das Glas austrank. Es schmeckte sogar schlimmer als er befürchtet hat, aber er wusste, dass er Benjamin vertrauen konnte. Den ganzen Tag war er für ihn da gewesen und nun war es an der Zeit, dass er für Mika wieder da war.
Doch sein Vorhaben war schwerer als Gedacht. Schon als er den Raum verlassen hat, ging ihm die Puste aus. Sein Körper hatte die Energie fürs gehen, aber seine Ausdauer war stattdessen im Keller. Und das führte dazu, dass er ganz weiche Knie bekam. Doch wie der Zufall wollte, sah er vor sich im Gang einen Diener, der ziemlich verloren schien.
„Hey!“, der Diener sah sich zuerst um und schien nicht zu wissen, woher das kam, bis der Diener ihn erblickte und fragend mit dem Zeigefinger auf sich zeigte.
„Ja… *schnauf*… komm…!“, angestrengt hob Argos dem Arm und winkte ihn zu sich. Wieder sah sich der Diener um und es schien so, als ober der nach einer Ausweichmöglichkeit sich umsah. Doch dann, gab der Diener auf und kam langsam zu Argos geschritten.
„Du bist… neu… oder?“
Der Diener nickte.
„Und wie ist dein Name?“
„Aris, mein Herr.“
„Gut Aris… hilf mir… ich muss… aus dem… Palast…!“
„Aber… darf ich das überhaupt?“
„Wenn… ich es sage… dann schon!“
Argos wusste, dass er noch nicht die Vollmachten hatte, aber es war nun Notwendig, sich den Diener zu schnappen. Als Argos den grünen Arm des Jungen Halbdrachen um die eigene Hüfte schlang, verstand der Junge, dass der ihm helfen soll beim Gehen. Der Junge war auch recht stark, was man ihm nicht ansah und das war Argos glück. Mit dessen Unterstützung, war das gehen für ihn viel einfacher. Er spürte es am ganzen Körper, dass was im Palast nicht stimmte und auch die Palastwachen, die ihn erstaunt ansahen, sahen zuvor missgelaunt drein.
Die Wachen wollten ihn jetzt helfen, doch ihre Hilfe wollte er nicht mehr haben. Nicht nachdem sie ihm das alles angetan hatten. Es waren nicht alle gewesen, nur die im Verlies der Stadt, doch seine Angst und Abscheu gegenüber den Wachen, war so fest wie geschmiedetes Stahl.
Als er die Terrassen runterging mit Aris, ging er nochmal all seine Informationen durch. Mika war mit seinen Eltern in diesem Dorf, wo sich Mika versteckt gehalten hatte. Dort wollte sich Mika nachdem Nervenzusammenbruch zurückziehen, wiedermal. Aber er musste wem anderen Treffen. Nämlich dem, der dies wiedermal verursacht hatte und jetzt irgendwo in der Stadt war.
Doch kurz, bevor sie den Palasttor erreichten, holte sie jemand ein.
„WARTE ARGOS!“
Eigentlich hatte er keine Zeit dafür, doch seinen Freund, wollte er nicht die kalte Schulter zeigen. Pestos kam die Treppen zu ihnen runtergerannt und außer Atem, blieb der dann vor ihnen stehen. Sie zwei sahen sich an und Argos, hob einen Arm und Pestos kam einen Schritt näher und ließ sich von ihm umarmen.
„Als ich hörte, dass du gehen konntest, schrieb ich gleich einen Brief an Hator. Ich wollte dich danach sehen, aber Benjamin sagte mir, dass du weggingst. Du solltest lieber im Bett liegen, Argos.“
„Ich kann nicht mein Freund.“
„Ich weiß und deswegen bin ich hier. Ich begleite dich und Aris kann wieder zurück in den Palast.“
„Nein, ich brauche ihn noch, aber du bist herzlich eingeladen mitzukommen.“
„Wofür brauchst du ihn denn?“
„Das weiß ich noch nicht, aber das werde ich dann wissen, wenn es soweit ist.“
Ihr geflüsterte Gespräch endete, als sie sich ansahen. Pestos sah mitgenommen aus und sah ihn voller Mitgefühl an.
„Es ist nicht deine Schuld Pestos.“
„Doch, das ist es. Ich hätte für dich was anderes suchen müssen und nicht DAS Haus.“
Argos schüttelt den Kopf und sah mit festen Augen in Pestos braune Augen.
„Ich habe nichts anderes verdient. Es ist alles meine Schuld, wieso Mika nun so viel Leid erfährt. Ich hätte Randel gleich die Schnauze stopfen und ihn die Predigt seines Lebens halten sollen. Doch meine Unerfahrenheit hat dies alles verursacht und deswegen sah ich das einfach nicht vorraus. Jetzt aber, nach alldem, weiß ich, was ich zu tun habe. Ich muss jetzt zwei Leben retten, nicht nur das von Mika, sondern auch das von Randel.“
„Glaubst du das es so schlimm ist?“, fragte sein Freund nach und sah ihn etwas skeptisch an.
„Ja. Ich weiß jetzt, wie zerbrechlich Mika ist. Und was ich so erfahren habe über Randel, weiß ich nun auch, was in ihm vor sich ging. Randel hat Mika wehgetan, indem er sich selbst verletzt und das sagt mir, wie zerbrechlich auch Randel ist. Beide verdienen sich gegenseitig und das muss Randel einsehen. Und wir müssen uns beeilen, bevor es zu spät ist. Randel hat mittags den Palast verlassen und du weißt, was das bedeutet.“
„Die Hitze…“, flüsterte Pestos und sie beide wussten, dass nun jede Sekunde zählt. Und sogleich sprach Pestos weiter.
„Der Junge musste nicht weit gekommen sein. Schauen wir uns in den Gassen um den Palast an.“
Als Pestos nickte, trat er einen Schritt zurück und bückte sich runter, um Argos und Aris das Tuch vor den Lenden zu einen Lederschurz zu machen. Es war bei beiden recht eng, aber anders konnten sie den Palast nicht verlassen. So war das Gesetz.
Pestos half nun ebenfalls Argos bei gehen und so, konnte der Gepard schon fast normal gehen. Es war viel los auf den Gassen. Güter und Waren wurden von den starken Diener der Häuser und Haushalte getragen und zum Zielort gebracht. Familien aßen gerade in den erleuchteten Häusern und manch Kinder, spielten noch in den Gassen. Sie gingen mit System vor und sahen hinter jeder Kiste, hinter jedem Fass nach, ob dort nicht Randel lag. Immer weiter weiteten sie ihr Suchradius aus, bis sie dann einsahen, dass sie so Randel nicht finden konnten.
„Wo könnte er stecken?“, fragte sich Argos laut und war schon am Verzweifeln.
„Wenn wir bis jetzt nicht Randel gefunden haben, dann hatte er noch genug Zeit und Energie irgendwohin zu gehen und das bedeute das er bei…
„DIE TRADENS!“, sagten sie beide fast gleichzeitig und sahen sich voller Zuversicht an.
„Wer sind sie?“, fragte plötzlich Aris, der ihnen ebenfalls geholfen hatte nach Randel zu suchen, aber sonst sehr Still war. Es war Pestos der auf die Frage Antwortete, weil Argos die Narbe spürte und wie sie sich zusammenzog. Deswegen lehnte er sich nun nach hinten und ließ seinen Freund sprechen.
„Ein kleines schwules Händlerpärchen. Sie bevorzugen süße kleine Jungs und nehmen sie deswegen in die Dienerschaft auf, um sie dann mit ins Bett zu nehmen. Wir trafen ganz zufällig Randel, weil er Angst hatte beim ersten Mal und deswegen davonlief und somit, in unsere Arme lief.“
„Ich habe Gerüchte gehört von so einen Paar, aber das sie sowas wirklich machen… naja. Dienerschaft eben.“, sagte Aris leise und kleinlaut und Argos gefiel, wie selbstbewusst doch der kleine war. Da bemerkte auch Argos, wie bildhübsch Aris war und wie der Junge vielleicht besser zu Mika gepasst hätte, als Randel. Doch so schnell gab er den jungen schwarzen Schakal nicht auf.
Es war nämlich auch seine Schuld, dass Randel in die Lage kam und das, wollte er wiedergutmachen.
„Kommt, gehen wir zu den Tradens.“, voller Zuversicht sagte das Argos, nachdem er sie wieder aufgerichtet hatte und spürte, wie die Narbe weniger zog. Das Glas mit der Salbe, verstaute er nun im Lendenschurz, weil es ihm nervte, das Glas immer in der Hand zu halten.
Da sie nun beide wusste, was ihr nächstes Ziel war, flogen ihre Pfoden nur so dahin über den sandigen Boden. Kinder liefen beim Spielen an ihnen vorbei und Aris sah ihnen traurig nach. Das entging Pestos nicht und deswegen, sprach er nun mit dem neuen Diener.
„Ich habe gehört, wie du zu uns gekommen bist. Gefällt es dir bei uns? Hast du dich schon etwas eingelebt?“
Aris zuckte mit den Schultern und sagte nur ein schwaches „Geht…!“.
„Komm schon, mehr nicht? Du lebst jetzt im Palast und bist von heißen Männchen umgeben!“, Pestos versuchte den Jungen aus der Reserve zu locken und es gelang ihm etwas.
„Ja das schon…, aber das ich mit meinen Bruder im selben Bett schlafen soll… naja… und ich kennen noch keinen. Ich dachte… ähm…, dass es gleich… was zu tun gibt und so… aber dann… ich stand nur rum und so. Alle waren dann weg und waren ganz still und keiner sprach mehr… als das mit dem Prinzen geschah…“
„Ja das ist sehr schlimm mit Mika. Er ist so zart besaitet und das Leben prügelt auf ihn ein ohne Gnade.“
Argos verzog das Gesicht vor Schmerz, weil das Erinnerungen aufrief, der er am liebsten vergessen wollen würde.
„Aber so ist das Leben und wir und seine Eltern, sind für ihn da, oder sollten zumindest für ihn da sein. Jedoch… haben wir ganz unterschätzt, wie leicht man Mika verletzen konnte und Argos und ich, müssen das alles wieder korrigierten.“
„Ich würde das nicht korrigieren nennen.“, meinte Argos und sah seinen Freund an.
„Gut, nennen wir das Zurechtbiegen. Hast du Aris, auch schon schlimme Sachen erlebt?“
„Ja…“
„Darf ich fragen welche?“
„Ich… wir haben unseren Bruder im Kindsbett verloren. Das war ganz schlimm für jeden und ich verlor meine Freunde, als ich meinen besten Freund küsste und der es daraufhin den anderen erzählte. Seitdem… habe ich keine Freunde mehr und ich verbringe die meiste Zeit damit, die Trauben zu pressen.“
„Dafür, dass du so viel erlebt hast, gehst du damit doch sehr gut um.“
„Muss ich ja… aber Pilas und jeder in der Familie stand mir zur Seite, als das mit meinen Freunden geschah.“
„Hast du viel geweint?“
„Ja… sehr viel.“
„Und wie fühlst du dich jetzt?“
„Verloren…“
Argos und Pestos sahen sich nach diesem Wort von Aris, besorgt an.
„Wieso das?“
„Weil alles neu ist… ich kenne niemanden… bis auf euch zwei. Zumindest weiß ich jetzt, dass ihr Nett seid und mit mir sprecht.“
„Dann stelle ich uns beide mal vor.“, sagte Pestos und grinste freundlich runter.
„Mein Name ist Pestos und ich bin der Lehrmeister des großen Pharaos Hator. Das ist Argos und der Lehrmeister von unsren künftigen Pharao und jetzigen Prinzen Michael, oder auch genannt Mika.“
Aris fiel die Kinnlade runter und da auch fast der Arm um Argos Hüfte runterglitt, stolperten Argos und Pesto auch fast.
„Ich… I-Ich wusste nicht… ES TUT MIR SO LEID MEINE HERREN!“, stammelte Aris zuerst, bevor die blanke Ehrfurcht hervorkam.
„Passt schon und wie du siehst, sind wir auch nur zwei Kater wie jeder andere. Nur weil wir die Titel haben, heißt es nicht, dass wir was Besonderes sind. Also… halte mich bitte gut fest.“
Aris schluckte nervös und tat, was ihm befohlen wurde. Fest hielt er Argos gegen sich gepresst und er hätte lieber früher Fragen sollen, wen er vor sich hat. Denn dann, hätte er nicht so ehrlich gesprochen. Nun hatte er nämlich Angst, dass er durch seine Worte die Dienerschaft verlieren würde.
Die Sorgen im Aris Gesicht konnten sie beide deutlich sehen. Doch dann blieb Argos wie versteinert stehen und daraufhin auch Pestos. Deswegen fiel Aris fast nach vorne und fragend war sein Blick, als der hoch ging. In ihren Gesichtern sahen sie pures Entsetzen.
Aris folgte ihren Blick und seine Drachenaugen weiteten sich, als er sah, worauf die beiden Lehrmeister blickten. Sofort ließ Aris den Lehrmeister von Mika los und rannte zu der Gestalt hin, die zwischen zwei zerbrochenen Wasserkrügen und unter einem Stock lag. Ebenfalls Entsetzt stellte er fest, dass der junge, kleine und fast verhungerte Schakal zusammengeschlagen wurde. Das Gesicht war vollkommen geschwollen, die Lippen aufgeplatzt und überall wo seine Hände den Jungen berührten, spürte er Schwellungen. Nur schwach atmete der Junge und ließ die Luft völlig erschöpft aus den Lungen weichen.
„Er lebt!“, schrie er verzweifelt und in dem Moment, geriet Aris fast in Panik.
„HARVIS!“, schrie Pestos und im nächsten Moment rannte ein ganzer Truppe Palastwachen aus der Gasse, aus der sie gekommen waren. Der Truppenführer der Palastwachen, blieb zuerst bei Pestos stehen, aber als der seinen Blick folgte, ließ der Truppenführer gleich Waffe und Schild fallen und rannte gleich zu Randel. Vorsichtig setzte Harvis seinen Helm ab und drehte vorsichtig Randel auf den Rücken, um dem Herzschlag zu lauschen.
„Es geht ihm ganz schlecht.“
Nun ließ auch Argos seinen Freund los und schritt mit sehr weichen Knien zu Randel. Der Anblick war mehr als er verkraften konnte. Doch in dem Moment, wo er sich umdrehen wollte, öffnete Randel langsam die Augen und flüsterte Aris was zu. Gebannt starrten alles das Schauspiel an, bis Randel zusammensackte. Wieder lauschte Harvis dem Herzschlag und eine Sekunde später, sprang er mit dem Jungen in den Armen auf und rannte so schnell wie der schwarze Schakal konnte, davon.
Mit flacher Stimme und geschockt von dem, was er jetzt mitangesehen hatte, sprach nun Argos.
„Was hat er gesagt?“
Aris sah zu ihm hoch und fing langsam an Tränen zu vergießen. Die Stimme war leise und gebrochen, als der Junge sprach.
„Ich soll Mika eine Nachricht… überbringen…“, als die Worte ausgesprochen wurden, wusste Argos was das zu bedeuten hatte.
Es war nur Argos, der rauf zum Palast sah und hoffte, nein, sogar betete, dass es nicht Randels letzter Wille war.
Der Rückweg raubte Argos letzte Kraft. Er brauchte fast eine Minute für eine Stufe. Doch dies konnte sich Pestos nicht mehr anschauen. Aus dem Grund, nahm er Argos vorsichtig Huckepack und trug ihn rauf in den Palast. Aris an ihrer Seite schwieg auf den ganzen Rückweg und weinte leise. Es war ein Fehler gewesen, den Jungen mit sich genommen zu haben.
Er setzte Argos erst ab, als es kein Durchkommen gab. Der ganze Gang war voll von Dienern, die um das Leben von Randel bangten, oder sich vermutlich von ihn verabschieden wollten. Diese Ungewissheit machte Pestos jetzt so rasend, dass er laut und fauchend schrie. Die Lustdiener, Köche und Wachen, machten ihnen daraufhin Platz.
Eine Wand aus Palastwachen stand vor ihnen und dahinter, war der Raum wo Argos die letzten Wochen behandelt wurde. Sie hörten Benjamin und den Menschen aufgeregt sprechen.
„Lasst mich durch!“, befahl Pestos und in dem Moment hörte er, wie der Mensch sprach.
„… verdammt, die Rippe hat den linken Lungenflügel verletzt…“, gleichzeitig schüttelte die Wachen den Kopf.
„Laut Benjamin, darf keiner rein. Nicht einmal die Pharaos.“, sagte Harvis, der mitgenommen ihn ansah. Da wusste Pestos, dass es sehr schlimm um Randel stand und sie waren nun verdammt zu warten. Als er dies hörte, setzte er Argos ab und sah ihn zuerst an, bevor er kurz zwischen den Wachen sah, aber nichts sehen konnte. Die Zeit nutzte er, um Aris zu helfen das gesehene zu verarbeiten. Zu den Pfoten der Wachen, setzte er sich auf dem Boden und lehnte sich dann an die Wand an, als er Aris zu sich schob. Der Junge fiel auf die Knie und vergrub das Gesicht in seine Brust, nachdem er einen Arm um die Schulter des Jungen gelegt hatte. Das Schuppenkleid fühlte sich wie Haut an, als er ihn tröstend über den Rücken und über die Seite fuhr.
Argos setzte sich ihm gegenüber im Gang und atmete erst einmal durch. Aris weinen, hallte wider. Die Wachen, setzten sich langsam ebenfalls und das taten dann alle im Gang. Alle Diener setzten sich und warteten ab, was mit Randel passieren wird. Die Herzen aller war so voll Trauer ergriffen, dass nun die ersten ebenfalls zu weinen begannen.
Obwohl Randel nur kurz hier war und schlimmes gemacht hat, wusste jeder im Palast was Mika für Randel empfand. Es waren zwei Kinder, die sich mögen, die sich liebten, aber nicht verstanden, was und wie der andere dachte. Sie würden sich nicht mehr aussprechen können. Sie würden nicht mehr zusammenfinden. Mika würde seinen Halbbruder, seinen Bruder verlieren, der alles andere als Bösartig und Hinterlistig war. Pestos kannte ihn als freudigen und lachenden Jungen, der es kaum erwarten konnte Mika das erste Mal zu sehen. Randel war der Junge, der die anderen anführte und sie auch darauf freuen ließ, Mika kennen zu lernen. Und er hat viel Zeit mit ihm verbracht. Er kannte Randel besser als Argos und Mika zusammen. Randel sprach ganz offen zu ihm und deswegen, wollte er das Mika und er Freunde werden. Sie sind sich so ähnlich, wenn Randel sich öffenet, es aber bis jetzt nicht geschafft hatte.
Und weil sie sich so ähnlich sind, reagiert Mika so auf Randel. Pestos wischte sich die Tränen davon, als er Argos betrachtete, was der als nächstes tat. Und es war lange, sehr lange her, seit er das getan hatte.
Er kannte es noch immer in uns auswendig. Jede Bewegung, der Gedanke bei jeder Bewegung. Und so schloss er die Augen und setzte sich neben Argos auf das Knien hin. Obwohl er Hators Lehrmeister war, so war er auch einmal im Priestertum gewesen. Er hob die Hände rauf in den Himmel und sprach: „Möge die Sonne ihn Beschützen.“. Daraufhin legte er die Hände aufs Gesicht und sagte: „Möge die Sonne ihn erleuchten.“
„Möge die Sonne seinen Weg weisen.“, sprach als nächstes Argos und hatte die Stirn auf den Boden gelegt und leise hörten sie etwas nach vorne kommen.
„Möge die Sonne sein Herz erleuchten.“, sagte Pestos als nächstes auf und legte die Hände auf die Brust, nachdem er sich aufgerichtete hatte, bevor er die Hände wieder in den Himmel streckte. Und da, hörten sie beide „Das… ist der Wille der Götter.“.
Argos, Pestos und auch alle Diener, beteten nun für Randel. Sogar die Wachen hatten die Augen geschlossen und sagten nach jedem Stoßgebet, das es der Wille der Götter sei.
Pestos erinnerte sich dabei, wie schön Randels lachen war, als sie fünf gemeinsam raufgingen, um sie Mika vorzustellen. Er hätte es sich nicht gedacht, oder erträumt, welches schlimme Schicksal die Jungs hatten. Zutiefst betrübt darüber, wie die letzten Tage und Wochen für Mika und Randel waren, hörte er im Hintergrund, wie Benjamin und der menschliche Arzt um Randel kämpften. Sie fluchten, schrien sich gegenseitig kurz an, um dann wieder zu schweigen und ihre Werkzeuge sprechen zu lassen.
Eine Stunde wurde zu zwei und Argos und Pestos Knie und Stirn, wurden schon Wund, weil sie ununterbrochen beteten. Mittlerweile war wohl schon der gesamte Palast hinter ihnen, als sie aufblickten und Benjamin in blutdurchtränkten Kittel sahen.
Pestos stand langsam auf und als er zu ihm schritt, drehte sich Benjamin um und führte ihn in den Raum. Es sah wie ein Schlachtfeld aus. Überall lagen blutdurchtränkt Tücher.
„Seine Leber hatte eine riss und er hat in den Bauchraum geblutet. Eine Rippe hat seine Lunge durchstochen und… es war schlimm Pestos und ohne Herrn Lienbacher, hätte ich es alleine unmöglich geschafft.“
„Er lebt?“, war alles was Petos wissen wollte, doch es war nicht Benjamin, der Antwortete.
Der Mensch kam aus dem Nebenraum, der einen blauen Kittel trug und eine weiße Maske vom Gesicht runterschob.
„Er hat viel Blut verloren und all meine Blutkonserven sind wegen ihm aufgebraucht worden. Normal… ohne Benjamins kleine Finger, hätten wir die die Leber nicht retten können und somit… auch nicht das Leben dieses Jungen.“, der Mensch hatte teils graue Haare, einen Schnurrbart und einen spitzen Bart unter den Lippen. Der Mann war dürr, schlank aber in den Augen, sah Pestos unglaubliche Intelligenz und Wissen.
„Aber…“, sprach nun Benjamin weiter.
„… durch sein Blutverlust, liegt er jetzt im Koma.“
„Was bedeutet das?“, Pestos bekam ein ganz schlechtes Gefühl.
„Das bedeutet, dass wir nicht wissen, wann und auch… ob… er wieder aufwacht.“
„Und wir wissen auch nicht, ob er neurologische Schäden davontragen wird, weil sein Herz für zwei Minuten ausgesetzt hat zu schlagen.“
Wie mehr Pestos hörte, umso mehr wurde ihm bewusst, was die beiden geschafft hatten. Und der Mensch sprach auch weiter.
„Es hängt nun alles vom Jungen ab. Sein Wille zurückzukommen ist jetzt das, was zählt. Aber ich muss auch sagen, dass es sein kann, dass er auch nie mehr aufwachen wird. Deswegen solltet ihr euch gut überlegen, ob ihr das für ihn wollt.“
„Was soll das heißen?“, fragte Pestos und verlor fast den Boden unter den Pfoten.
„Das soll heißen…“, fing Benjamin wieder zu sprechen an und legte die Hand voll mit Blut, auf Pestos Arm.
„… was ist, wenn er erst in einen Monat aufwacht? In einem Jahr… in zehn… oder, in dreißig…“
Pestos taumelte langsam nach hinten, als er es langsam verstand. Geschockt von dieser Vorstellung, dass Randel vielleicht erst in dreißig Jahren aufwachen würde, war etwas, was er sich nicht vorstellen wollte. Sprachlos ging er aus dem Raum und der gesamte Palast starrte ihm an.
Er konnte es nicht sagen. Er wollte es nicht aussprechen. Unter aller Augen nahm er Argos Huckepack und schnappte sich Aris und zog ihn mit sich. Der Palast fing laut zu weinen an und für viele, wurde die Nacht zum Alptraum.
Er peitschte die Pferde an und der Streitwagen flog nur so über den Sand dahin. Er musste es seinen Pharaos sagen und es war nun Zeit, dass Aris den letzten Wunsch, die letzten Worte von Randel den unvorbereiteten Mika sagte. Diese Nacht, so war er sich sicher, würde einer der dunkelsten Stunden dieses Reiches unter der Sonne werden.
Der Wille der Sonne
Mika fand Trost in Zasars Armen. Er fand Trost an den Lippen, die ihn schon so unendlich lange den Hals küssten. Er fand Trost in den Händen, die in seinem Lendenschurz steckten. Er fand Trost in den Worten, die ihn so liebevoll verführten. Er fand Trost in der Liebe, die sich von Zasar über ihn ergoss. Er fand Trost darin, auf dem Steg zu sitzen und auf den Ozean zu blicken.
Und er fand auch Trost darin, dass seine zwei Väter neben ihnen saßen. Nur wegen ihnen, wegen den drei Personen, schaffte er es nicht mehr zu weinen. Aber ausschlaggebend war eben Zasar. Denn Zasar hatte immer die passenden Antworten und konnte ihn aus der dunkelsten Stunde das Licht zeigen. Es war die Liebe von Zasar und dessen Aura, in die er eintauchen konnte und alles um sich vergaß. Das war das, was ihn wirklich trösten konnte.
Und obwohl Mika wusste, dass er abermals davonlief, weil er sich nicht von Randel verabschieden wollte und konnte, so war er auch seinen Vätern dankbar, dass sie ihn hierhin gebracht haben. Er war ihnen so unendlich Dankbar dafür, dass er fast schon wieder lachen konnte. Er hätte es sogar fast, doch dann legten sich Zasars Lippen auf seine und zum ersten Mal, küssten sie zwei sich. Und es war ein bezaubernder Kuss, der nicht schöner und gefühlvoller sein konnte.
Sie küssten sich fast zwei Stunden lang und immer wieder brachte ihn Zasar an den Rand zum Höhepunkt, als Hators Name laut gerufen wurde. Hator, der fast eingeschlafen war auf Otto Schoß, hob sofort den Kopf, als er Pestos Stimme erkannte.
„Argos…“, flüsterte Hator überrascht und als Mika das hörte, tauchte er aus Zasars Liebe auf und drehte gleich den Kopf in die Richtung, wohin sein Paps sah. Mika fing übers ganze Gesicht zu strahlen an und da wusste Zasar, dass nun eine Pause kam und half Mika beim Aufstehen, der sich gerade sehr ungeschickt dabei anstellte.
Hator traf auf halbe Weg Pestos und Mika, rannte zu Argos, der müde vor dem Steg auf dem Boden saß. Alle nahmen sich in die Arme, aber aus ganz unterschiedlichen Gründen. Pestos war froh Hator bei sich zu wissen, um so die Entscheidung, den Pharao zu übertragen. Und Mika, fing gleich Argos mit Küssen auf den Gesicht zu überschütten an.
Argos lachte und eine Sonne ging für ihn auf, als er so von Mika begrüßt wurde. Aber dann, als sich ihre Lippen trafen, sahen sie sich an und Mika setzte sich dann neben ihm. Erst dann, lösten sich ihre Lippen und Mika lehnte sich gleich gegen ihn und sogleich schlang sich ein Arm um ihn.
Sie sprachen nicht, sondern genossen einfach, den anderen jetzt wieder neben sich sitzen zu haben. Mika merkte erst jetzt, wie schrecklich er Argos vermisst hatte. In dem Moment, hat er ihn schon alles verziehen und alles vergessen. Als sich dann auch noch Zasar zu ihm setzte, war seine Welt fast wieder vollkommen in Ordnung.
Und gerade als die Welt fast perfekt schien, hörte er, wie Pestos Randels Namen aussprach und auch, wie geschockt Hator und Otto im Mondschein Pestos anblickten. Daraufhin drehte sich Pestos zur Seite und winkte jemanden zu sich. Sofort erkannte er Aris und Pestos zeigten dann auf ihm. Sofort stand Mika auf und er wusste nicht weshalb.
Etwas in seiner Brust riss weiter auf, als er den weinenden Aris sah. Als er dann die Nachricht erhielt, wurden seine Beine taub und er sackte zusammen. Die Worte hallten in seinen Kopf wider.
„Mika, ich liebe dich, aber ich KONNTE es dir nicht sagen. Weil ich dich liebe, konnte ich nicht länger bei dir sein. Bitte vergiss mich nicht.“
Diesmal half nichts mehr gegen seine Tränen, als er auch noch von Pestos erfuhr, was mit Randel geschehen war.
Hator war von unsäglicher Wut und Trauer fast aufgefressen worden. Nur einer stand noch zwischen ihn und seiner völligen und unbeschreiblichen Wut, und das war, Otto. Nur wegen Otto, ließ er sein gesamtes Königreich nicht in Flammen aufgehen. Nur wegen Otto, seiner Liebe fürs Leben, die so unverhofft in sein Leben kam, wollte er Mika vor dem Abgrund retten. Denn, nur die Liebe, kann einem Retten, wie Otto es gerade mit seiner Anwesenheit tat. Mika soll die Liebe erfahren, die er schon längst erfahren hätte sollen.
Für Mika, machte er dies und es war ein Wagnis, den nächsten Schritt zu gehen. Dafür musste er aber weit in die Wüste reiten. In die schwarzen Sande. Genau dort, hat sich vor Jahrhunderten, vor Jahrtausenden, ein Zweig seiner Vorfahren zurückgezogen, um dort ihr Dasein zu fristen. Es war der Verbotene Stamm, der Verlorene Stamm. Viele Namen hatte dieser Stamm, aber alle Namen führten zu diesem Ort. Dort, wo der Stamm hauste.
Sie beide fuhren fast bis in den Morgen hinein, als der braun-rote Sand, langsam schwarz und düster wurde. Die Götter haben den Stamm verflucht, so sagt man, weil sie sich gegen sie gestemmt haben. Die Legenden sagen, dass sie nur noch auf dem schwarzen Sand leben konnten, weil wenn nicht, dann würden die Götter selbst hinabsteigen und jeden vom Stamm töten.
Er war schon einmal hier gewesen, mit seinem Vater und auch einmal selbst. Sein Vater war so verzweifelt wegen des Todes seiner Frau gewesen, dass er den Stamm um Hilfe bat. Als Antwort erhielten sich nur, dass sie keine Toten zurückholen konnten. Das wiederum hieß aber, dass sie wohl die nicht toten zurückholen konnten und Randel, war so einer.
Bei seinem Vater verlangten sie danach dann nur wegen dieser Antwort ein Blutopfer und er gab fast einen Liter seines kostbaren Blutes, um frei das Höhlensystem zu verlassen, wo der Stamm lebte. Doch Hator war nicht sein Vater. Als er die Felswand ansah, die fast sein ganzes Reich in zweiteilte, Befahl er laut, dass sie ihm Einlass sollen.
„Ich bin Pharao Hator, Neith Sohn. Ich befehle euch, dass ihr mich einlässt. Das ist der Wille der Sonne!“
Minuten geschah nichts und Otto wollte schon was sagen, bis rechts von ihnen ein Eingang sich öffnete. Anders als damals, kam niemand raus und somit, nahm sich Hator das Recht in das Reich des Verbotenen Stammes zu treten.
Bevor sie eintraten, hörten sie schon was, aber es war unmöglich zu sagen, was es war. Was als nächstes kam, kannte schon Hator, aber Otto noch nicht. Sie stiegen eine metallische Treppe runter und der Gang den sie gingen, war ebenfalls völlig aus Metall. Und gerade als es langsam sehr dunkel wurde, wurde es vor ihnen wieder hell. Kristalle, die an der Decke angebracht wurde, spendeten weißes Licht und in diesem Licht, standen sie vor einer verschlossenen Tür aus Metall.
Völlig lautlos, öffnete sie sich und verschwand einfach in die Wand hinein.
„Pharao Hator.“, die Stimme von dieser Person, klang schwach und müde. Es war ein weißer Schakal, der ebenfalls nur ein Lendenschurz trug. Hator neigte den Kopf und sagte etwas, womit Otto nicht gerechnet hatte.
„Pharao Kleoph.“
„Wie ich sehe, Pharao Hator, habt ihr mich nicht vergessen.“
„Wie könnte ich auch?“
Der weiße Schakal grinste und sah nun Otto an.
„Dein Gemahl soweit ich weiß, oder?“
„Und wo ist dein Gemahl?“, fragte Hator zurück und es kam Otto mehr als nur Sonderbar vor. Sie glichen sich beide schon fast wie Zwillinge, nur das der andere das genaue Gegenteil vom anderem war. Sie gingen sogar gleichzeitig aufeinander zu und im selben Moment hoben sie auch die Hände. Es war ein Kriegergruß und was als nächstes geschah, hatte er auch nicht erwartet.
Sie küssten sich.
Otto verschlug es die Sprache, als er das sah und er fragte einmal laut, was das alles soll.
„Was ist hier los? Wieso küsst ihr euch? Hator!?“
Hator löste schnell den Kuss und kam gleich zu Otto rüber, um ihn zu küssen.
„Das ist Kleoph, oder einfach nur Kleo. Ich hatte Angst, dass sein Vater noch herrschen würde, aber unser Glück, dass es nicht so ist. Sein Vater war ein Tyrann und ein Arschloch. Aber Kleo und ich… naja, wir waren einmal für ein paar Wochen zusammen, bis sein Vater uns erwischt hatte. Seitdem, haben wir uns nicht mehr gesehen.“
„Und ich vermisse noch immer die Nächte mit dir!“, hauchte Kleo gleich nach und zwinkerte Hator zu.
„Jetzt wo dein Vater nicht mehr da ist, kannst du uns ja besuchen kommen! Habt ihr schon ausprobiert, ob ihr die schwarzen Sande verlassen könnt?“
„Haben wir und wie du siehst, leben wir noch.“
„Sehr schön, dann… ich brauche deine Hilfe Kleo. Nur du kannst meinen Sohn und dessen Freund, retten.“, sprach Hator und fing spontan zu erzählen an. Aber Otto, konnte nicht den Blick von Kleo abwenden. Er musterte ihn genau und, da er Hators Körper mehr als nur Auswendig kannte, stellte er sich gerade vor mit zwei Hators im Bett zu liegen. Denn er konnte unmöglich sagen, wer von den beiden heißer und geiler war. Weiß und Schwarz und beide sind schwul. Wenn also Kleo zu Besuch käme, dann müsste es im Bett enden, anders konnte er es sich nicht vorstellen und wie er Hator kannte, hatte der denselben Gedanken.
Der Gedanke fesselte in Otto sehr, dass er nichts mehr wahrnahm, bis er bemerkte, wie Kleo und dann auch Hator, ihn anstarrten.
„Ähm… Entschuldigung, ich war in Gedanken.“
Beide fingen gleichzeitig zu grinsen an.
„Kleo hat gefragt, ob wir mitkommen wollen, während er sich mit seinen Priestern berät.“, hauchte ihn Hator ins Ohr, was Otto wie immer vor Lust auf seinen Liebling, das Blut in die Ohren schießen ließ.
Kleo drehte sich um, sah aber zu ihnen nach hinten und das, ließ Otto schwer schlucken. Denn Kleo hatte genauso einen heißen Arsch, wie Hator und er konnte nicht anders, als zu nicken und diesen Arsch in Weiß, zu betrachten.
„Muss ich mir sorgen machen?“, flüsterte Hator ihn wieder ins Ohr und da, riss sich Otto zusammen.
„Nein… es ist nur… ihr seid euch so ähnlich…“
„Ich weiß und das war schon immer so.“
Während sie kurz sprachen, führte sie Kleo durch den Raum in einen Gang. Doch dieser war ganz anders, als der von dem sie gekommen waren. Es verschlug Otto sprichwörtlich die Sprache, was er sah. Es war ein leicht gebogener Gang und links, waren Fenster, wo er runtersehen konnte auf eine gigantische Stadt in einer noch gigantischeren Höhle sehen. Hunderttausende Lichter sah er unten in der Stadt. Häuser, die so hoch waren, wie der Turm Rosé und manche waren noch viel größer. Und die Stadt lebte. Er vermutete, dass er hundert Meter, oder Hundertfünfzig Meter über der Stadt ging, wenn nicht sogar nochmehr, und er sah überall weiße Gestalten. Wohin er auch sah, sah er nur diese gigantische Stadt und das Leben darin.
Doch die Bauweise, war ihm völlig unbekannt. Die Gebäude waren Robust und eckig gebaut worden, auf den Straßen und Gassen fuhren selbstfahrende Wagen. Vieles was Otto sah, verstand er einfach nicht, aber er traute sich auch nicht zu fragen.
Als der Gang endete, ging wieder eine Tür auf und sie standen in einen großen Raum, der einen roten Teppich hatte und wo Banner von der Decke hingen. Weiß-gelbes Licht erhellte den Raum und es wirkte schon fast so, als ob hier drinnen die Sonne schien.
Als sie mitten im Raum standen, sah Otto nach rechts und er sah den Thron auf einen großen Podest.
„Ziemlich Protzig, nicht wahr?“, sagte Kleo und Otto stimmte ihm in Gedanken zu. Sie wurden weitergeführt und er bemerkte, wie Hator in Gedanken war. In einem gemütlich wirkenden Raum blieb Kleo stehen und drehte sich zu ihnen wieder um.
„Wartet hier, während ich mich mit meinen Priestern berate.“, noch bevor sie darauf antworten konnten, ging Kleo schon an ihnen vorbei und lautlos schloss sich dann die Tür hinter ihnen.
„Was habe ich da gerade gesehen?“
„Etwas, was nur die Familie des Pharaos weiß, Otto.“
„Aber was hat das alles zu bedeuten? Wieso gleicht ihr euch so? Was ist in Ascardia nur los?“
„Das… ist alles Teil unserer Geschichte Otto.“, sagte Hator und ging zum Sofa, der Ebenfalls rot war wie der Teppich darin. Breitbeinig setzte sich Hator hin und klopfte neben sich, um Otto zu zeigen, dass der sich neben ihn setzen soll. Otto war so neugierig, dass er der Bitte gleich nachkam.
„Also… Der Verbotene Stamm, so sagt man, nein. Fangen wir anders an. Was nicht gesagt wird in unserer Geschichte ist, dass Menes, der erste Pharao, einen Bruder hatte. In einem Streit, gingen sie auseinander und das sahen die Götter nicht gerne. Während Menes ihren Weg ging, ging der Bruder den falschen Weg. Statt Frieden auf dem Kontinent zu bringen, brachte der Bruder Krieg und Verwüstung. Daraufhin wurden die Götter böse und schlugen mit ihren Fäusten auf den Bruder einmal ein. Der schlag war so titanisch, dass sich der Sand schwarz färbte und die Stadt, daraufhin unter dem Sand vergraben wurde. Doch wie die Götter eben sind, haben sie den Bruder am Leben gelassen und alle die ihn folgten, verflucht. Sie waren verflucht hier unten zu leben, auf ewig, bis man ihnen vergab, was sie uns allen angetan haben.“
„Und was haben sie getan?“
„Krieg, Otto. Es war ein Bruderkrieg. Damals starben Millionen und die Ebenen waren von Leichen gepflastert.“
„Und wie kann es dann sein, dass Kleo dir so bis ins kleinste Haar gleicht?“
„Das war, ist der Fluch von den Göttern.“
„Das… verstehe ich nicht.“
„Ganz einfach. Nehmen wir zum Beispiel Kleo. Wenn er mich sieht, dann sieht er, was aus ihm geworden wäre, wenn er nicht vom Verbotenen Stamm stammen würde. Die Götter mögen es zu spielen und die Personen, die in ihre Ungnade gefallen waren, zu ärgern und sie so wehzutun.“
Otto fand es sehr interessant. Man konnte hier sprichwörtlich die Geschichte anfassen. Man konnte sehen, wie es damals war, wo die Götter noch richtig präsent waren.
„Aber… woher wusstest du dann, dass Kleo ebenfalls auf Männchen steht? Gleicht ihr euch auch in euren Gefühlen?“
„Das… ja. Man kann es so sagen. Aber wir beide fanden auf unterschiedliche Weise dorthin. Kleo hatte so eine schreckliche Mutter, dass ihn Weibchen so nicht mehr interessierten. Dafür sah er seinen Vater, der stark und selbstbewusst war und deswegen, fühlte er sich zu Männchen hingezogen. Bei mir aber war es so, dass mich Männchen schon immer Interessiert haben. Bei mir gab es keinen Auslöser, wie bei Kleo.“
„Und wie habt ihr euch kennengelernt?“
„Als… mein Vater vor Trauer zerfressen war, weil meine Mutter starb, kam er hierher, weil er dachte, dass sie meine Mutter zurückbringen konnten. Dabei habe ich ihn kennengelernt, und da war ich nur ein paar Jahre alt und dann, Jahre später, als ich mit Pestos die Reise durch die Geschichte durchging und mit ihm hierherkam, traf ich oben Kleo an. Beim Sonnenuntergang, fingen wir an uns zu küssen. Pestos wusste was das bedeute und schwieg bis jetzt darüber. Es war eine geheime Liebe von zwei Jungs und während Pestos sich in einer Stadt einmietete, blieb ich bei Kleo. Jeden Abend kam er zum Eingang um zu schauen, ob ich schon rausgeflogen bin. Aber ich blieb für acht Wochen bei Kleo und sah alles. Und wir machten auch alles im Bett. Es war eine schöne und aufregende Zeit, wo keiner von uns beiden wusste, wieso, weshalb und warum, jeder so war wie er war. Bis eines Nachts, sein Vater in sein Zimmer kam und uns beide im Bett erwischte. Du kannst dir ja nicht vorstellen, wie sein Vater dann geschrien hat. Es war auch ein Wunder, dass er mich nicht mit einem Tritt rausgeworfen hat, so wütend wurde sein Vater.“
Otto verliebte sich ein zweites Mal in Hator. Diese Träumerischen Augen, die er nun sah, zeigten wie Gefühlvoll Hator im Herzen wirklich war.
„Und jetzt? Wie fühlst du dich?“
„Ich muss ehrlich sagen, dass ich aufgewühlt bin, als ich ihn vor mir sah. Er ist noch immer so… verführerisch wie damals. Und ich denke mir, dass er genauso über mich denkt. Ich… spüre förmlich, wie wir uns beide zum anderen hingezogen fühlen. Das… ist aber nicht das, was ich wirklich fühle. Otto, ich liebe dich über alles. Nichts kann mich von dir trennen. Nichts, aber wirklich nichts, wird unsere Familie trennen. Ich würde einen Krieg für euch alle anzetteln, wenn einer von euch mich darum bittet.“
Nun hatte Otto ein schlechtes Gewissen, weil er sich vorgestellt hatte, mit Kleo und Hator im Bett zu landen.
„Ich… muss dir auch was gestehen Hator. I-Ich… Ich… finde Kleo… genauso heiß wie dich. Vorhin… stellte ich mir vor… wie wir drei im Bett landen.“
„Wirklich?“
Otto nickte und sah entschuldigend seinen Liebsten an. Doch Hator fing zu grinsen an und Otto kannte dieses Grinsen.
Denn, es war ein lüsternes Grinsen.
Und Otto Antwortete darauf mit seinem lüsternen Grinsen.
Sie fingen an sich zu küssen und die Hand des anderen, wanderte dabei in den Schritt des anderen. Doch gerade als sie sich fast besprangen, hörten sie ein „Ähem!“.
Zuerst zogen sie die Hände vom Schritt des anderen zurück und erst danach, lösen sich auch ihre Zungen voneinander. Sie brauchten dann ein paar Sekunden, um sich zu sammeln und sich wieder auf Kleo zu konzentrieren, der vor ihnen stand.
„Ich habe mich mit meinen Priestern besprochen und sie meinten, dass Randel zu ihnen gebracht werden soll. Aber ich denke nicht, dass der kleine körperlich es schaffen würde und deswegen… komme ich mit.“, erst als Kleo zu Ende gesprochen hat, bemerkte Otto den kleinen silbernen Kasten in dessen Händen.
Hator aber stand gleich auf.
„Ihr könnt ihn helfen?“
„Ja und meine Priester gaben mir das mit. Sie sagten, dass ich es auf seine Brust legen soll und, dass wir dann alle den Raum verlassen sollen. Keiner darf reinschauen oder im Raum sein, wenn es beginnt.“
Otto stand nun auch auf und vor Glück, umschlang er Hator von hinten. Sie beide bekamen wegen dieser freudigen Nachricht feuchte Augen. Doch Kleo war noch nicht fertig.
„Aber wir haben eine Bedingung.“
Das war das, was er befürchtete. Hator wusste, dass jeder Handel mit dem Verbotenen Stamm einen Haken hat. Und er hatte gehofft, dass es diesmal keinen gab, wegen ihrer Vorgeschichte. Aber dennoch, war er darauf vorbereitet.
„Und die wäre?“, sprach Hator und irgendwie wusste er, dass die Bedingung nicht leicht wäre zu erfüllen.
„Wie du weißt Hator, stehe ich auf Männchen. Und da du es auch tust, werden von uns nie Kinder in liebe gezeugt werden. Somit haben wir beide keine rechtmäßigen Nachkommen. Doch, was ich so über Randel erfahren habe, ließ mich zu der Entscheidung verleiten, ihn als meinen Prinzen haben zu wollen. Das Schicksal nimmt seinen Lauf Hator. Als du deinen Prinzen aus einem fremden Land zu dir nahmst, so möchte ich es auch haben, nur dass es Randel sein wird.“
Wie vor dem Kopf gestoßen, fühlte sich Hator. Er hätte sich lieber eine Hand abgehackt, als Randel heilen zu lassen, um ihn dann wieder zu verlieren. Er konnte darauf nicht eingehen.
„Ich kann nicht Kleo. Ich würde dadurch Mika verlieren, meinen Sohn würde ich deswegen verlieren. Bitte… bitte tu mir das nicht an. Schlag mir die Hand ab, oder ein Bein, aber bitte verlang nicht DAS von mir!“, fing Hator zu betteln an und ging dabei sogar runter auf die Knie. Und auch Otto, ging runter auf die Knie, weil er genauso dachte.
Doch dann, fing Kleo zu grinsen an und seufzte erleichtert.
„Bin ich glücklich, dass ihr darauf nicht eingegangen seid…“, sagte Kleo und setzte sich nun völlig entspannt und erleichtert auf dem Sofer. Otto und Hator sahen sich verwirrt an und standen vorsichtig auf.
„Ich musste das sagen, von meinen Priestern aus. Aber ich habe auch gleichzeitig gesagt, wenn ihr nicht darauf eingeht und uns voller Hass wieder verlässt, dann würde der Fluch weiterhin unser Volk heimsuchen. Das verstanden sie und gaben mir auf, dass ich von dir Hator, für den Fall das ihr ablehnt, eine Phiole voll Blut haben möchte. Wir denken, dass in eurer Blutlinie, unsere Erlösung schwebt. Deswegen das Blut.“
Daraufhin öffnete Kleo das Kästchen und zeigten ihnen zwei, was darin war. Ein Messer, eine Glasphiole und Verband.
Hator ging zu Kleo und nahm das Kästchen aus dessen Händen.
„Hilfst du mir Otto?“
„Natürlich.“, sagte gleich Otto und sie beide gingen zurück zum Sofa. Es dauerte nur wenige Minuten, bis der Schnitt am Arm genug Blut in die Phiole tropfen ließ und dann verbunden war. Kleo nahm dann auch gleich die Phiole entgegen und verließ schnell den Raum. Wieder waren sie alleine und Otto, hatte seinen Hator in den Armen. Diesmal ging jeder den eigenen Gedanken nach, bis Otto etwas fragte, was Hator grinsend aufblicken ließ.
„Ich frage mich, ob Kleo überall weiß und Rosa ist. Ich meine das Rosa an seiner Nase.“
„Ja, ist er. Bis auf eine Stelle, wo er genauso violett werden kann, wie ich.“, sagte Hator leise und das, ließ Otto erschaudern. Kurz darauf, kam Kleo wieder und diesmal, war der nicht alleine. Otto sprang auf und bekam ganz große Augen, während Kleo die zweite Person vorstellte.
„Das ist mein Gemahl, Travan. Er war in meiner Wache und hat bei uns Medizin studiert. Leider kann er uns nicht begleiten, da ihn der Fluch daran hindert.“
Sogar Hator stand auf und blickte Travan an, der nicht minder so geschockt war wie Otto.
„Die Götter spielen wohl auch mit dir Otto…“, hauchte Hator von sich, als er das weiße Spiegelbild von Otto sah. Der Kater war komplett weiß und die schwarzen Ringe die Otto hatte, waren bei Travan eher ein dunkles weiß, was fast in ein helles grau ging. Otto verstand nun, was Hator meinte mit hingezogen. Obwohl die Situation mehr als skurril war, so hatte es auch was Schicksalhaftes. Travan und Otto gingen um den anderen rum und betrachteten den anderen. Otto fühlte sich sofort mit Travan mehr als nur vertraut, es war eher so, als würden sich zwei Brüder, zwei alte Liebhaber nach vielen Jahren treffen. Und es schien, als ob sich auch die fast gleichen Gedanken hatten, als sie beide die Hand hoben und sie auf die Brust des anderen legten.
„Unfassbar…!“
„Einfach Unfassbar!“, sagten beide fast gleichzeitig und sahen sich deswegen auch sehr komisch an. Und beide sahen dann zur Seite zu ihren Gatten.
„Wie kann das sein?“
„Kann das sein?“
Sagten beide wieder fast gleichzeitig und wieder, sahen sie sich gegenseitig an. Da unterbrach Hator den Moment und ging zwischen ihnen.
„Wie ihr beide sieht, haben wohl die Götter auch euch auserkoren. Ihr seid in ihren Augen wohl mehr als nur berechtigt der Gemahl des Pharaos zu sein und auch euch selbst Pharao zu nennen.“, doch Hator ging nicht umsonst zwischen ihnen, denn er brauchte kurz ruhe fürs Nachdenken. Dieser Zufall, war mehr als nur Zufall. Es war Schicksal, dass sie sich treffen müssten. Und dann, kam ihm ein irrsinniger Gedanke. Aber er traute sich nicht den Gedanken auszusprechen.
„Randel wartet, Kleo.“, haucht Hator stattdessen von sich raus.
Sofort drehte sich Travan zu Kleo und nahm ihn in die Arme. Otto glaubte in den Spiegel zu sehen, denn genauso küsste er auch Hator und hatte genauso in den Armen.
„Bis später mein Geliebter.“, hörten sie Travan flüstern und Kleo gab das gleiche zurück. Als sie dann den Raum verließen und Kleo eine Tasche aufhob die vor der Tür lag, gingen sie den gleichen Weg zurück.
Doch Hator war in Gedanken. Bis jetzt hat sich alles gespiegelt und die Götter spielten ihr Spielchen, aber etwas fehlte und er fragte sich, ob das der Moment, das Zeitalter sein konnte, wo ihre beiden Völker wieder zusammenfanden.
Als sie in den Streitwagen stiegen, der eigentlich nur für zwei Personen gedacht war, musste Otto die Arme um Hator und Kleo Hüfte haben, um sich irgendwie festhalten zu können. Gleichzeitig war es nun mehr als eng auf den Wagen und sie pressten sich deswegen fest aneinander.
Gleich als Hator den Wagen lenkte und langsam losfuhr, wandte sich Kleo an ihm.
„Du siehst aus wie Travan. Ich… es… kann sein… dass ich dich vielleicht mit ihm verwechseln werde, deswegen entschuldige ich mich schonmal im vornherein, Otto.“
„Ist schon gut. Auch du… siehst Hator mehr als ähnlich.“, Otto musste wegsehen, als ihn Kleo zulächelte, weil er sonst Angst hatte, sich noch in den weißen Schakal zu verlieben, wie es bei Hator der Fall war. Kleo roch sogar fast gleich wie Hator und das, verwirrte sein Herz umso mehr.
Sie fuhren fast bis in die Nachmittagshitze rein und als sie endlich ihre Stadt betraten, bekam Kleo ganz große Augen.
„Es ist… so wunderschön hier. Alles leuchtet und erstrahlt in Farben, die ich noch nie gesehen habe.“
Otto konnte sich nur ausmalen, wie es wohl für ihn sein würde, wenn er das erste Mal die Stadt von Kleo von unten sehen würde. Was es wohl alles zu entdecken gab, zum Probieren und zum Kosten, all das stellte sich Otto nun vor und er war sogar jetzt eifersüchtig auf Hator, da der schon alles gesehen hatte.
Die Wachen im Palast sahen verwundert ihren Pharao an und auch den Gast, der bei ihnen war. Staunend betrachtete Kleo alles und saugt auch alles mit den Augen auf. Wie ein kleines Kind, benahm sich nun der Pharao aus dem Untergrund und war fasziniert von dem, was er sah. Das fand Otto sehr süß und auch Hator, grinste breit und dachte an damals, wie er unten in der Stadt sich so verhalten hatte.
Doch als sie in den Gang im Palast zu Randel schritten, blieben sie stehen. Sie sahen wie alle noch immer beteten für Randel und das, berührte sie zutiefst.
„Ich dachte, er sei nicht so gemocht worden?“, fragte Kleo leise nach.
„Er hat Fehler begangen, ja. Aber alle wissen, was Randel für Mika empfand. Es war so offensichtlich und doch, konnte keiner ein Wort darüber verlieren, weil es sonst Mika erfahren hätte.“
Kleo war schwer ergriffen von den Gefühlen der Personen im Gang die beteten. So eine Hingabe sah er zum ersten Mal und er wusste nun wahrlich, wieso Hator die erste Bedingung abgelehnt hatte. Es war nun so offensichtlich, dass er das gleiche getan hätte.
Als sie den Raum betraten, wo Randel lag, schritt gleich Kleo zum Jungen. Er sah sich dessen Gesicht an, die Wunden und das, was ihm alles erzählt wurde.
„Gut, bitte verlasst den Raum jetzt und keiner darf mehr rein. Bis ich sage, dass ihr reinkommen könnt.“, während Kleo sprach, setzte der den Koffer auf den Boden ab, der recht schwer klang.
„Otto, kannst du mich und Kleo kurz alleine lassen?“, Kleo war nun etwas verwundert und sah auch so rüber zu Hator. Als Otto der Bitte nachkam, näherte sich Hator Kleo und nahm seine Hand. Er führte ihm zum Fenster, wo er kurz rausblickte.
„Was gibt es Hator?“
„Ich habe bemerkt, dass ihr die Schmiede zum Laufen gebracht habt.“
„Du hast gute Augen Hator. Ja, endlich haben wir die Schmiede von Menes nachbauen können.“
„Was habt ihr jetzt vor mit der Schmiede?“
„Ganz ehrlich? Wir wissen es nicht. Es hat und Jahrhunderte gekostet die Schmiede zu bauen und der Hass von damals, ist schon längst verschwunden, wie ich dir schon damals gezeigt habe.“
„Weißt du… von unseren Feinden?“
„Ich habe Berichte erhalten, aber nichts konkretes.“
„Und was sagen deine Berichte? Was sagen dein Spione auf den anderen Kontinenten?“
„Zwei von… Acht sind gefallen Hator.“
„Werdet ihr kämpfen, wenn es soweit ist?“
„Wie du weißt, können wir das nicht. Der Fluch hindert uns daran.“
„Und was ist… wenn es keinen Fluch mehr gäbe?“
„Dann würde es ganz anders aussehen. Aber wieso fragst du?“
„Hast du es nicht bemerkt?“
„Was bemerkt?“
„Etwas fehlt!“
„Was fehlt?“
„Dein Sohn!“, und jetzt, sah Hator langsam zu Randel. Kleo folgte den Blick und sah entsetzt Hator wieder an.
„Was ist mit Mika?“
„Er würde sich freuen?“
„Wieso das?!“
„Weil er dann einen Gatten bekommt!“
Kleo hob beide Augenbrauen und als er dann verstand, worauf Hator hinauswollte, sah er dann ebenfalls raus auf die Stadt.
„Glaubst du wirklich daran?“
„Ich bin mir sogar sicher. Die Götter wollten das es so kommt. Dir fehlt nur noch ein Sohn, und Randel ist schwarz. Dir muss es doch auffallen wie mir, dass es die Götter so wollten.“
„Wenn ich Randel als Sohn zu mir nehmen sollte, dann würde für Mika eine Welt untergehen. Ich kann es deswegen nicht machen, weil sonst wieder ein Hass zwischen unseren Reichen herrschen würde.“
„Wenn du es so machst, dann schon. Aber wie wäre es, wenn du ihn nur für ein paar Monate mitnimmst und wir dann zur Vermählung, zu dir kommen? Und nach der Vermählung, gehen wir beide mit Mika und Randel zum Tempel der Sonne, wo wir vier um Vergebung für deinen Stamm beten werden?“
„Glaubst du das reich? Glaubst du wirklich daran Hator?“
„Wenn das nicht reicht, dann gibt es nichts mehr auf der Welt, was den Fluch brechen könnte. Außer die Götter selbst steigen herab und lösen den Fluch auf.“
Kleo erinnerte sich mit Entsetzen daran, wie sein halber Trupp in Flammen aufging, als sie eine Pfote auf den braunen Sand setzten. Der Fluch war schon schwächer geworden, aber es gab noch immer keine Möglichkeit festzustellen, wer den Fluch hatte und wer nicht. Es starben so viele, weil sie nicht mehr im Untergrund leben wollten und er als ihr Pharao, musste ihren Bitten nachkommen, wenn sie sein Reich verlassen wollten, um in der Freiheit zu leben. Komisch war nur, dass er wohl nicht den Fluch hatte, als Nachkomme von Menes Bruder. Ausgerechnet er, hatte den Fluch nicht und das sagte ihm, dass Hator vielleicht Recht hatte. Vielleicht war es sein Schicksal Randel als Sohn aufzunehmen, wie es von den Priestern gefordert wurde.
Vielleicht war es ihr Schicksal, dass alles so kommen musste. Es war wohl Schicksal, dass seine Mutter schrecklich war, dass er deswegen auf Männchen stand und Hator draußen im Sonnenuntergang abermals traf. Dass sie sich küssten, sich Tag und Nacht liebten und so viele Jahre später, wieder trafen.
Vielleicht hat es mit Hator begonnen und vielleicht, wird es mit Mika und Randel enden.
„Wie wirst du es Mika beibringen können? Ich muss Randel mit mir nehmen, gleich nachdem er aufwacht.“
„Wir werden alle zu ihn kommen und du wirst es sein, der es Mika beibringt. Es ist besser, wenn er es von dir hört, anstatt von mir. Wenn er dich sieht, wird er es verstehen und akzeptieren können.“
„Und die Vermählung?“
„Besprechen wird dann. Wir haben ja noch Zeit für alles und wir überlegen uns das dann alles ganz genau?“
„Gut Hator. Wenn die Vermählung stattfindet, dann bis du und alle die du mitnimmst herzlichst eingeladen. Ihr seid alle herzlichst Willkommen. Und… nehmt auch Zeit mit, bleibt bei mir und ich zeige dir und dein Freunden abermals meine Stadt!“
Hator nickte und grinste breit. Gleichzeitig sah er an Kleo runter und fragte etwas.
„Wo werden ihr dann alle Hausen wollen, wenn der Fluch gebrochen ist?“
„Du meinst falls und ich hätte schon eine Idee…!“, Kleo sah zum Palast und als Hator das bemerkte, konnte er sich nicht mehr zurückhalten.
„Darf ich ihn wieder sehen?“
„Nur wenn ich deinen Sehen darf!“
Sie beide grinsten breit und zogen am Lendenschurz des andere. Beide bekamen strahlende Augen und sahen sich mit diesen Augen an.
„So rosa wie in meine Erinnerungen.“, sagte Hator zuerst und Kleo kicherte wie damals als sie noch so jung waren.
„Deiner ist so magisch schwarz, wie in meinen Erinnerungen.“
Sie ließen ihre Lendenschürze wieder los und sahen gemeinsam zu Randel.
„Dann verlasse bitte den Raum Hator.“
„Wieso? Ich kenne doch schon all eure Geheimnisse?“
„Nicht dieses. Bitte.“, bat ihn Kleo und Hator gab ungern der Bitte nach.
Otto hat alles mitangehört und er war Hators Meinung. Als er sein weißes ich sah, verstand er, dass in Ascardia was Sonderbares vonstattenging. Bestimmt war es nur ein Geheimnis von vielen und er war sehr neugierig, was noch alles passieren wird, an Hators Seite. Das mit den Wunderkindern war schon mehr als Außergewöhnlich. Nun der Verbotene Stamm und ihre Spiegelbilder in Weiß. Dann noch die Schmiede, von dem Hator und Kleo kurz sprachen. Und zum Schluss das, was er in der Stadt gesehen hatte. Wie mehr er in Ascardia eintauchte, umso komischer kam ihn alles vor.
Als Hator zu ihm kam und sich neben ihm an die Wand stellte, warf Otto den Blick Hator zu, den er immer gab, wenn er alles mitangehört hatte.
„Ich sehe es so wie du jetzt. Es ist Schicksal.“
„Ich weiß, deswegen bist du mein Gemahl, Otto.“
Sie grinsten sich zu.
„Nennt man das den Willen der Sonne?“, fragte Otto und Hator hatte darauf nur eine Antwort.
Nämlich einen Kuss und seine Zunge, die sanft über Ottos fuhr.