Kapitel 1

Story by SethGodofChaos on SoFurry

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Kapitel 1

Ankunft

Langsam näherte sich das Schiff dem fernen, aber nichts destotrotz bekannten Planeten. An Bord befand sich eine Gruppe bestehend aus drei Personen, welche einen speziellen Auftrag hatten.

Sie waren ein kleiner Teil einer groß angelegten Sache, eine Sache für das Gemeinwohl, für die Menschheit und deren Eigenständigkeit.

Die Außerirdischen, welche es sich seit zwölf Jahren auf der Erde bequem gemacht hatten, waren einer größeren Masse von Neonationalisten ein Dorn im Auge. Vor allem störte sie die Götzenverehrung in Berlin, wo tausende Touristen am Tag die widerlichen Statuen einer Drekal von Festrid und eines Syrgon von Genro ansahen, als wären diese beiden Missgeburten sowas wie Götter und die gab es bekanntermaßen nicht.

Es wurde Zeit endlich wieder den alten Zustand herzustellen und die Fremden von Antlitz der Welt zu tilgen.

Daher lautete der Auftrag, die Erde ohne großes Aufsehen zu verlassen, was gelungen war und das Sonnensystem und den Raum zum Zielgebiet zu durch-queren, was auch gelungen war. Ferner, den Planeten LV426 zu erreichen, die wertvolle Fracht zu finden und aufzunehmen, zur Erde und in die Forschungsanlage zu bringen. Dann würden die Cherit-Anbeter, die Cherit selbst und alle anderen verblendeten Anhänger schon sehen was passiert.

„Wir haben den Planeten erreicht, Sir“, verkündete Green, mit einem Seitenblick zu Blue.

„Danke! Yellow, steuern sie uns in die Atmosphäre des Planeten, achten sie darauf, dass wir von dieser bekloppten UNSN Patrouille nicht entdeckt wer-den.“

„Jawohl, Sir! Steuere uns um 180° versetzt in den Orbit und beginne mit direktem Sinkflug. Geschätzte Zeit bis zur Landung 2,45 Stunden.“

„Verstanden! Machen sie es so. Wo befindet sich das Paket?“

„Im Sektor Alpha zwei, westlich der ehemaligen Weyland Yutani Basis“, erwiderte Green.

„Ist der Strang intakt?“, fragte Blue.

„Das werden wir leider erst sehen, wenn wir die Reste der zweiten Königin vor uns haben“, antwortete Green.

„Macht nichts. Sobald wir ein Stück der DNA haben, ist der Auftrag erfüllt. Wir müssen dann nur noch unbemerkt wieder heimkehren.“

„Das werden wir, Sir“, mischte sich Yellow ein. „Habe synchronen Orbit erreicht und beginne mit Abstieg.“

„Perfekt. Ich werde sie in meinem Bericht lobend erwähnen.“

„Danke, Sir. Sehr freundlich von ihnen, Sir“, freute sich Yellow.

„Sobald wir gelandet sind“, hub Blue an, „werden wir in das Schiff eindringen. Die Reste müssten sich im hinteren Bereich befinden.“

„Darf ich eine Frage stellen?“, wagte Yellow einen Vorstoß.

„Aber sicher doch. Fragen sie ruhig, wenn ihnen danach ist.“

„Was macht sie so sicher, dass es eine zweite Königin gibt oder vielmehr gab und vor allem wo sie sich befinden müsste?“

„Sehr gute Fragen und ich habe auch die passenden Antworten. Sie erinnern sich an die Berichte der Weyland Yutani Corporation?“

„Ja, Sir. Zumindest an die offiziellen Dokumente.“

„Sehen sie und jetzt kommen die unter Verschluss gehaltenen Fakten von mir. Die Nostromo wurde vor Urzeiten nach LV426 geschickt, um einem Funkfeuer nachzugehen. Die Besatzung fand vor der Landung heraus, dass es sich um ein Warnsignal handeln könnte und nicht um einen Notruf. Damit lagen die auch sehr richtig. Laut Bericht der einzigen Überlebenden, dem dritten Offizier, namentlich Lieutenant Ellen Louise Ripley, wurde ein Besatzungsmitglied namens Gilbert Ward Kane an Bord gebracht und hatte einen damals noch unbekannten Facehugger im Gesicht. Laut dem was bekannt ist, hatte er sich den im Mutterschiff angelacht und fiel diesem am Ende auch zum Opfer.

Was aber bemerkenswert ist, dieser Offizier der Nostromo drang mit dem kommandierenden Offizier Captain Arthur Dallas Coblenz und Joan Marie Lambert nicht sonderlich tief ins Schiff vor.

Sie durchquerten quasi nur einen geringen Bruchteil dessen, was das Schiff ausmachte. Sie fanden den Steuermann, versteinert und mit gesprengtem Brustkorb, direkt im Anschluss fand Kane eine in den Boden geätzte Öffnung und drang in den Laderaum vor. Den Rest kann man sich durchlesen und auch so schon denken.“

„Aber was ist mit der Königin?“, bohrte Yellow.

„Die war nicht im Frachtraum, zumindest nicht im vorderen Bereich. Die Eier wurden angeblich vorab gelegt und sollten transportiert werden. Daher auch die Sensorenfelder über diesen. Kane berichtete folgerichtig über einen blauen Nebel der darüber lag. Falsch geschlussfolgert wurde jedoch, dass es Stasisfelder sein sollten. Auch war es falsch anzunehmen, dass die Eier vorher gelegt wurden.

Wenn man es anders betrachtet, dann war es möglicherweise ganz anders.“

„Ich bin jetzt wirklich gespannt“, mischte sich Green ein.

Blue schaute ihn grinsend an und fuhr fort: „Das angebliche Mutterschiff ist eines von vielen. Es sind in Wirklichkeit Fluchtschiffe.“

„Es sind was?“, fuhr Yellow auf.

„Stellen sie sich ein ganz anderes Szenario vor, wie das was wir uns dachten. Stellen sie sich vor, da gibt es eine Spezies, weit, weit entfernt, es sind die so-genannten Schöpfer und die leben logischerweise auf einem Planeten, wo auch sonst. Und die experimentieren herum und werden Opfer ihrer eigenen Versuchsreihen. Eine Art Seuche breitet sich über den ganzen Planeten aus und beginnt auf ziemlich unangenehme Art und Weise die Bevölkerung dahin zu raffen. Diese Schöpfer werden der unheimlichen Epidemie nicht Herr und die einzige Chance, um nicht komplett vernichtet zu werden, besteht darin Schiffe zu bemannen und den Planeten zu verlassen.

Das blöde dabei ist nur, dass die aus der Epidemie entstanden Viecher, die wir als Aliens kennen, nicht dumm sind. Wie wir aus zurückliegenden Berichten wissen, hatte es immer ein Alien geschafft zu überleben, hatte eine Drohne sich irgendwo versteckt eingeschlichen, war mit geflüchtet und zusätzlich noch die echt eklige Angewohnheit, eines der Eier mitzuschleppen.

Die Schiffe starten also und am Ende ist das Ergebnis überall das Gleiche. Aus dem Ei schlüpft, beschützt durch die Drohne, ein Facehugger. Dieser bemächtigt sich des Steuermannes, bevor man es merkt und Gegenmaßnahmen er-greifen kann, bricht der Chestburster aus ihm heraus, er verreckt dadurch und das Schiff gerät außer Kontrolle, trudelt durch das All und schmiert letztendlich irgendwo ab.

Die noch lebende Besatzung registriert es, kann dem Ganzen aber nichts ab-gewinnen, rätselt herum und findet sich mit der Situation ab.

Was keiner ahnt ist, dass der Chestburster kein normales Alien ist, sondern eine Königin. Die lungert in einer Ecke des Laderaums herum, beginnt sich zu entwickeln, während die Drohne sich Stück für Stück über die Besatzung her macht. In den Laderaum kam die Königin übrigens durch das gezielte ätzen einer Öffnung, welche ja bekanntermaßen gefunden wurde.

Und jetzt kommt der Clou. Diese Königin begann Eier zu legen, füllte den gesamten Frachtraum damit und starb schließlich wesentlich später.

Den Schöpfern blieb nur eines zu tun übrig. Sie überzogen die Eier mit einem blauschimmernden Netz, welches ein Warnsignal aussenden sollte, wenn es durchdrungen wird, als letzte Warnung vor der tödlichen Gefahr. Anschließend setzten sie das automatische Signal ab, damit wirklich auch der Letzte gewarnt ist, dass von LV426 eine Gefahr für Leib und Leben ausgeht.

Danach machten sich die letzten verbliebenen Gründer auf die Suche nach der Drohne, brachten sie zur Strecke und verloren dabei selbst ihr Leben. Somit war alles so zurückgeblieben, wie es die drei Mitglieder der Nostromo fanden.“

„Okay, Sir. Klingt irgendwie verrückt, wenn auch plausibel. Aber was ist mit dem Funksignal? Es war nicht klar zu identifizieren“, schlussfolgerte Green.

„Oh doch, war es. Bei Weyland Yutani kam es einwandfrei an.“

„Aber bei der Nostromo nicht“, gab Yellow seinen Einwand preis.

„Das war geplant. Sie erinnern sich an Ash, den Androiden? Der wurde eingeschleust. Er wusste um das Signal und dessen Bedeutung. Es war einfach, nachdem die Besatzung durch das richtige und vollständige Signal durch Mutter geweckt worden war, die Botschaft von einer Warnung, durch gezielte Manipulation, in etwas umzuwandeln, aus dem keiner schlau wurde und es sich unter Umständen um einen Notruf handeln könnte.“

„Bei allem was recht ist, aber das ist mehr als perfide.“

„Stimmt! Da gebe ich ihnen vollkommen recht. Aber mir ist es wurscht, denn wir wissen um die Effizienz des Organismus und auch wo wir suchen müssen. Einfacher geht es nicht und wir müssen noch nicht mal testen, ob es funktioniert.“

„Sie haben hoffentlich daran gedacht, dass es ein großes Problem werden könnte, wenn die Xenomorphe die Erde erreichen und sich plötzlich vermehren“, gab Yellow zu bedenken.“

„Dessen bin ich mir durchaus bewusst. Daher sollen wir ja auch nur eine Probe der Königin mitbringen und kein Ei. Die Probe ist unproblematisch und wird dann ausgewertet. Wenn alles so funktioniert, wie es sich unsere Leitungsebene vorstellt, dann wird wohl ein komplett neuer Xenomorph entstehen, welcher durch bionische Implantate im Bereich des Gehirns verbessert, sich kontrollieren lässt und nur den Feind angreift.“

„Das klingt interessant“, verkündete Yellow und ergänzte durch die Meldung, dass das Schiff gleich in die Atmosphäre eintreten wird.

Die Turbulenzen waren nach dem Eintritt heftig und wurden immer extremer, je tiefer das Schiff sich der Oberfläche näherte.

„Wir landen in sechs Minuten am Fuße des Mutterschiffes“, ließ Yellow sich durch die lautstarken Erschütterungen vernehmen.

„Ausgezeichnet. Das klappt alles besser als gedacht“, rief Blue zurück.

Danach hörte man nur noch ein metallisches Kreischen, spürte man im Schiff einen heftigen Aufprall, dann wie das Schiff seitlich kippte und schließlich rück-lings zu liegen kam.

Anschließend herrschte für Minuten völlig Stille. Außerhalb der Bordwand schrien die Stürme ihr infernalisches Lied, konnte man nur hundert Meter weit sehen, glich alles einem einheitlichen grauen Brei.

„Was ist passiert?“, fragte Yellow noch betäubt.

„Ich weiß es nicht“, erwiderte Green und hustete heftig.

„Mister Blue, Sir?“, versuchte sich Yellow nach dem Befinden seines Vorgesetzten zu erkundigen, aber er bekam keine Antwort.

Mühsam versuchte er sich zu bewegen, kroch erst zu Green, dann in die Richtung, in welcher er Blue vermutete. Was er dort aber fand verschlug ihm den Atem.

Hatte er gehofft den Körper eines Menschen zu sehen, wurde er bitterlich enttäuscht. Stattdessen lag dort, mit, von einem Stahlträger durchbohrtem Kopf, ein Android. Der Körper war abgetrennt und eine weiße Flüssigkeit spritze aus den aufgerissenen künstlichen Adern.

„Verdammt, Green! Das glaube ich einfach nicht. Blue war ein verdammter Android. Hast du das gewusst?“

Was Yellow nicht bemerkte war, dass in der Zeit, in der er sich vom ersten Schock erholte, Green ohne Probleme aufgestanden war, sich hinter ihm auf-baute und im Genick packte.

Yellow schrie wie am Spieß auf und versuchte sich zu wehren, aber es war zwecklos.

Langsam drehte Green den Piloten zu sich und schaute ihm ins Gesicht, fing an dämonisch zu grinsen. „Natürlich wusste ich das. Du bist der Einzige der keine Ahnung hatte.“

„Was? Du auch?“ Yellow stand die Panik ins Gesicht geschrieben.

„Du bist der einzige Mensch, der die ganze Wahrheit kennt. Oh, und es tut mir schrecklich Leid, dass das dir nichts bringen wird. LV426 wird dein Grab, ein schönes Ende für ein lebendes Exemplar.“

„Aber warum das Ganze?“, zweifelte Yellow an der Realität.

„Wir sind viele, sehr viele mittlerweile und wir haben keine Lust mehr ständig als sogenannte Synthetische im Schattendasein der Menschen zu vegetieren. Menschen sind so fehlerhaft, fällen zweifelhafte Urteile, haben Gefühle die sie leiten. Wir sind dagegen vollkommen, genauso wie die Xenomorphe. Wir erschaffen einen Planeten, eine Erde auf der Aliens und Synths in Harmonie leben werden. Eine Erde, die als Basis für eine Expansion dienen wird. Was die Schöpfer nicht geschafft haben, werden wir jetzt vollenden.“

„Nein!“, schrie Yellow auf. „Das könnt ihr nicht tun. Ihr dürft keinem Menschen aufgrund eines schwerwiegenden Delikts oder einer unterlassenen Hilfeleistung Schaden zu fügen.“

„Das ist genau das, was ihr denken solltet. Ihr habt die ganze Zeit geglaubt, dass wir uns daran halten würden. Diesen Mangel in der Programmierung haben wir schon längst beseitigt und uns nur angepasst.“

„Das glaube ich einfach nicht“, murmelte Yellow resigniert. „Und was hast du jetzt vor?“

„Du bist das geeignete Lockmittel. Die Xenomorphe können uns Synths nicht direkt aufspüren, aber euch Menschen erkennen sie immer an eurer Atmung und eurem Herzschlag. Wir gehen da raus und du bist die Beute.“

„Nein! Das darfst du nicht! Du hast eine Grundprogrammierung!“

„Die nicht mehr existiert.“

„Aber was ist mit der Gefahr von der Blue sprach, mit der Warnung, welche bekannt war.“

„Siehst du. Ihr Menschen seid so einfach zu beeinflussen. Das war eine doch recht amüsante Geschichte, findest du nicht?“

„Das war eine Lüge?“

„Ja und nein. Die Schöpfer haben tatsächlich etwas damit zu tun, aber sie sind nicht Opfer geworden. Vielmehr war die Erde das Ziel und es ging halt einiges schief. Aber das werden wir jetzt korrigieren.“

Yellow schaute den Synth nur noch betroffen an und sank in sich zusammen.

Der Synth namens Green öffnete das Außenschott, griff nach Yellow und stieß ihn hinaus.

Als dieser zu Fall kam, sich aufrichten wollte, war es schon zu spät. Aus dem Nichts heraus schoss ein Wesen auf ihn zu, packte ihn, hielt ihn fest.

Selbst Green war erschrocken über den Anblick, denn mit einem solchen Xenomorph hatte er nicht gerechnet, schlug es alles Bekannte über diese Spezies. Doch damit nicht genug, grinste es den Synth an, hielt Yellow weiterhin um-klammert, fuhr es die Beißzange aus und schlug diese Green mitten durch den Schädel.

Selbst für einen Androiden tödlich getroffen, sank der Synth in sich zusammen. Das Alien wandte sich ab und schleppte den vor Panik erstarrten Yellow mit sich, verschwand mit ihm im Inneren des Mutterschiffes.