University Days 05: Paint it Black
Nach einer mehr als überraschenden Zeit im Atelier, blieb Morr für den nächsten Morgen eine wichtige Aufgabe. Sie müsste Alpha das Portrait bringen. Was sie jedoch nicht wusste war, in wessen Territorium sie sich dafür begeben muss. In fremden Revieren zu jagen kann gefährlich sein, eine Lektion die Morr auch lernen wird.
Mit sichtlichem Sprung im Schritt ging Morr durch die Uni. Das Portrait von Alpha hatte sie bereits abgeholt. Allein der Gedanke daran ließ sie erröten. Früh Morgens, noch lange bevor andere Studenten überhaupt ans Aufstehen dachten, war sie in der Uni gewesen. Früh genug um sich nur durch das Reinigungspersonal zu kämpfen um ins Atelier zu kommen. Dort hatte sie sofort die Leinwand hervor geholt. Es war perfekt geworden. Selbst einen Tag danach war sie noch absolut davon überzeugt. Sie war noch viel zu früh hier und so hatte sie die Zeit direkt genutzt. Das Bild hatte ihr dabei gute Dienste geleistet. Es rief in ihn noch sehr lebhafte Erinnerungen an den gestrigen Tag hervor und Morr hatte es vollends genossen. Hätte sie gewusst, wie entspannt ein Unitag sein könnten, wenn man es sich früh Morgens bereits selbst besorgte, dann hätte sie es auf jeden Fall bereits öfters gemacht. Die Leinwand wurde sicher in einer Papphülle verstaut und mitgenommen. In ihren Spind konnte sie es nicht stellen, der war zu klein dafür. Deshalb musste sie es wohl oder übel bei sich tragen, während sie durch die Vorlesungen des Vormittags ging. Es war nicht schwer von daher war es kein Problem. Ein paar Studenten sahen sie neugierig an und fragten sich vermutlich, was für ein Bild es sei, doch angesprochen wurde sie von niemanden. Erst kurz vor Mittag wollte sie sich mit Alpha treffen. Er hatte ihr exakt aufgeschrieben, wann und wo sie ihm das Bild geben sollte und Morr gedachte sich daran zu halten. Es fiel ihr schwer sich auf den Unterricht zu konzentrieren, die Präsenz des Bildes neben ihr machte sie sichtlich nervös doch sie schaffte es dennoch. Trotzdem kam sie in ihren Vorlesungen nicht umhin zu bemerken, wie sie ständig mit dem Halsband spielte, dass Alpha ihr geschenkt hatte. Auch hierfür hatte sie einige seltsame Blicke bekommen, doch die meisten taten es mit einem Kopfschütteln ab und ließen sie zufrieden. Es war gewagt, doch genau das wollte Morr auch.
Als es war ein Zeichen, ein Symbol für die neue Zeit, die für sie angebrochen war. Eine Zeit, in der sie endlich anfangen würde ihr Leben auch zu genießen. Eine Zeit, die sie mit Alpha verbringen wollte. Die Vorlesung ging zu Ende und Morr machte sich auf den Weg zu ihrem Treffen mit Alpha. So kindisch es auch war, sie musste kurz kichern, als sie an ihn dachte. Es war ihr vollends bewusst, dass sie sich wie eine dieser Groupies bei den peinlichen Boybands benahm, doch sie konnte nicht anders. Sie packte die Leinwand und klemmte sich die Hülle unter den Arm und verließ den Saal in Richtung Sportplatz. Im Gang vor der Herrenumkleide wartete sie geduldig auf ihn. Wie gewohnt war sie etwas zu früh da und so lehnte sie sich an die Wand und wartete. Es war überraschend still in dem Gang und so steckte sich Morr ihre Kopfhörer in die Ohren und begann etwas Musik zu hören während sie ihre Gedanken schweifen ließ. Was Alpha wohl als nächstes mit ihr vor hatte?
Das laute Klacken von hochhackigen Schuhen füllte den Gang plötzlich und Morr sah verwundert in die Richtung aus der es kam. Ihr Gesicht fiel sofort ein. Nicht das noch. Mitsamt ihrer Clique stöckelte Jessica direkt auf sie zu. Die Leiterin der Cheerleader war so ziemlich alles was Morr hasste. Auf übertrieben hohen Stelzen, die schwarz-blonde, hüftlange Mähne perfekt gestyled und in ihr knappes Chearleeder-Outfit gekleidet, kam sie angewackelt und ihre treue Schar an Ja-Sagern und Speichelleckern folgte ihr wie die Hunde. Morr wandte ihren Blick ab und hoffte, dass sie sie nicht ansprechen würde. Bisher war es nie gut ausgegangen wenn Jessica jemanden auf dem Gang angesprochen hatte. Scheinbar dachte die aufgebalsene Katze, dass die gesamte Universität nur ihr allein gehörte. Morr versuchte sich auf ihre Musik zu konzentrieren und sah bewusst an die Decke um jeglichen Augenkontakt zu vermeiden.
"Hey!", hörte Morr die Stimme von einem von Jessicas Lakein. Offenbar schien sie sich nicht einmal die Mühe zu machen sie selbst anzusprechen. Morr ignorierte es, tat so als würde sie es durch die Musik nicht hören. Ein fruchtloser Versuch, denn sogleich kam einer und zog ihr den Stöpsel aus dem Ohr. Wieso mussten es immer die Katzen sein, die ihr solchen Ärger machten. Sasha wollte ihr zwar nie etwas Böses, doch auch sie machte ihr das Leben nicht unbedingt einfacher.
"Hörst du schlecht? Mit dir wird geredet!", sagte eine der Tussen um Jessica. Morr sagte nichts sondern sah nur Jessica an. Wenn dies eine der üblichen Demütigungen werden sollte, die sie schon so oft auf den Gängen bei anderen gesehen hatte, dann wäre es das Beste nichts zu sagen und zu hoffen, dass es bald vorbei wäre.
"Was hast du hier zu suchen, Schlampe?", fragte eine andere aus Jessicas Gefolge. Morr war geschockt, wie arrogant Jessica wirklich war. Sie ließ tatsächlich nur ihr Gefolge sprechen? Betrachtete sie so gering, dass sie es nicht einmal der Mühe wert fand selbst den Mund auf zu machen? Es war grauenhaft.
"Ich warte", antwortete Morr kurz und knapp. Würde sie jetzt sagen auf wen, dann wäre sie geliefert. Es war kein Geheimnis, dass Jessica ein Auge auf Alpha geworfen hatte. Er war der begehrteste Single der ganzen Uni und es war nur standesgemäß für sie, dass sie den Besten bekommen würde. Zumindest in ihrem verdrehtem Weltbild.
"Du hast hier auf niemanden zu warten. Verschwinde!", sprach ein junger Wolf, einer der wenigen Männer in ihrem Gefolge. Sie kannte ihn noch von früher. Er war ein absoluter Streber und er war es, der Jessicas Aufgaben in der Uni schrieb. Als Dank durfte er in ihrem Gefolge mitwatscheln, was ihm scheinbar etwas zu Kopf gestiegen war.
"Was ist das?", meldete sich Jessica zum ersten Mal zu Wort und zeigte auf die große Papphülle in der das Portrait war. Sofort schreckte Morr auf. Auf keinen Fall würde sie sich von diesen Idioten ihr Bild wegnehmen lassen. Es war viel zu wichtig dafür. Es verkörperte alles, was sie in den letzten Tagen erlebt hatte und wenn sie dafür untergehen müsste, dann würde sie es tun. Sofort nahm Morr die Hülle an sich und hielt sie fest an ihre Brust gedrückt. Ein Fehler wie sich sofort herausstellte. Jessica zu zeigen, dass es ihr wichtig war, war mehr als nur ein Fehler gewesen. Somit machte es die Hülle sofort auch wichtig für sie. Der kleine Wolf von vorhin kam zu ihr und griff danach. So gut sie konnte hielt Morr es fest während der Wolf mit einer Hand daran zog. Jessica durfte es nicht bekommen. Auf keinen Fall. Mit allem was sie hatte hielt Morr dagegen und tatsächlich schaffte sie es, dass er los ließ. Zumindest dachte sie das. Das laute, schmerzvolle Aufschrei ließ sie jedoch die Augen öffnen und verwirrt in die geschockte Runde sehen. Alle schienen gleich überrascht zu sein. Mit Ausnahme des Wolfes, dieser lag mehrere Meter weit weg auf dem Boden und rieb sich den Kopf.
Ein bedrohliches Knurren ließ Morrs Adern gefrieren und scheinbar war sie nicht die Einzige, die so dachte. Sofort machte sie alle Platz und gaben den Blick frei auf die beiden Verteidiger des Football Teams. Rocko, die massive Bulldogge, die allein schon jeden Türrahmen ausfüllte hatte die Hand noch ausgestreckt und ließ darauf schließen, dass er es war, der den bedeutend kleineren Wolf gepackt und durch den halben Gang geworfen hatte. Neben ihm stand sein bester Kumpel Boris. Er stand seinem Freund in nichts nach und die imposanten Hörner des Stieres machten ihn noch bedeutend bedrohlicher für jeden, der ihn auch nur ansah. Verwirrt sah Morr zu den beiden und fragte sich, warum sie ihr geholfen hatten. Sie kannte sie nicht. Mehr als ihre Namen war ihr nicht bekannt. Sie hatte noch nie etwas mit dem Football Team zu schaffen gehabt. Der junge Wolf schien langsam wieder auf die Beine zu kommen, doch ein Schnauben von Rocko allein reichte aus, dass er den Schwanz ein zog und davon lief. Morr hatte immer schon gewusst, dass er ein Wurm war.
"Was soll das ihr beiden hirnlosen Affen?", fragte Jessica empört. Es war allgemein bekannt, dass die beiden wirklich nicht von der hellsten Sorte waren, doch was ihnen im Kopf fehlte, glichen sie durch Muskelmasse wieder aus. Es erinnerte Morr jedoch auch daran, dass die beiden niemals etwas taten, was ihnen nicht vorher angesagt wurde. Jessica schien die Einzige zu sein, die von ihnen nicht eingeschüchtert war. Ihre endlose Arroganz ließ sie nicht einmal daran denken, dass Boris ihren Kopf vermutlich mit einer Hand zerdrücken könnte, wenn er wollte. Zugegeben, ein abwegiger Gedanke, doch die Vorstellung hätte Morr gefallen. Verdient hätte sie es auf jeden Fall. Statt einer Antwort traten die beiden nur einen Schritt zur Seite und gaben den Blick frei auf Alpha, der, lediglich mit einem Handtuch um die Hüfte gebunden, in der Tür stand. Rocko und Boris nickten nur einmal mit dem Kopf und schon verzog sich Jessicas Gefolge. Die beiden bulligen Football Spieler taten es ihnen gleich und gingen zurück in die Kabine. Gespannte Stille herrschte zwischen den Dreien als sie auf dem Gang standen. Nur langsam Hob Alpha seine Hand und streckte sie zu Morr aus. Sie verstand und überreichte ihm das Portrait mitsamt Hülle. Ohne zu zögern nahm er es entgegen und sehr zu Morrs entzetzen, griff er in die Hülle. Vor Jessicas Augen, zog er das Bild komplett aus der Hülle und lehnte diese an die Wand hinter ihm. Mit beiden Händen hielt er das Bild vor sich und sah es intensiv an. Mit einem kleinen bisschen Stolz sah Morr das geschockte Gesicht von Jessica. Ihre Wangen schienen zu glühen als sie sah, dass Alpha auf dem Bild komplett nackt war. Seine Größe schien ihr gehörig die Augenbraue in die Luft zu ziehen.
Morgen um diese Uhrzeit wäre sie zwar vermutlich tot, doch es war es wert gewesen. Ihren Blick zu sehen als sie sah, dass es ein Bild von Alpha war, noch dazu eines wo er vollkommen nackt war, war einfach zu gut. Vor allem wenn sie daran dachte, dass Jessica es sich nur vorstellen konnte, sie selbst es aber schon gespürt hatte, wie sich dieser Schwanz in ihr anfühlte. Alpha schien keinerlei Probleme damit zu haben ein Nacktportrait von sich vor den Augen der Cheerleaderin zu betrachten.
"Es sieht hervorragend aus. Danke!", sprach Alpha bevor er das Bild wieder in die Hülle steckte. Kein Wort kam über Jessicas Lippen und Morr senkte bescheiden den Kopf. Sein Lob zu hören ließ ihre Wange regelrecht explodieren. Es war ihr Glück, dass ihr Fell von Natur aus rot war. Ohne weitere Worte verschwand Alpha, mit dem Bild, wieder in der Umkleide.
Die beiden Mädchen blieben draußen stehen. Jessica schien sich als Erste gefangen zu haben.
"Alpha wollte, dass du ein Bild von ihm malst?", fragte sie verwundert. Morr nickte nur.
"Wieso sagst du nicht gleich, dass du nur seine Malerin bist!", sprach diese plötzlich mit aufgesetzter Freundlichkeit. Morr drehte sich beinahe der Magen um als diese ihren Arm um ihre Schulter legte. Es war abartig. Vor wenigen Minuten war sie in Jessicas Augen nur Dreck und jetzt? Jetzt wo sie gesehen hatte, das Alpha etwas mit ihr zu schaffen hatte, benahm sie sich als wären sie schon ewig beste Freundinnen. Zugegeben, es war besser als ihre Feindin zu sein und ihrem Zorn ausgesetzt zu sein, doch Morr kämpfte innerlich mit der Übelkeit bei so viel Falschheit.
"Ich wusste gar nicht, dass du auch Akt zeichnest!", sprach Jessica und begann mit Morr noch immer in ihrem Arm loszugehen.
"Du wusstest bis vor wenigen Minuten nicht einmal, dass ich existiere, du dumme Kuh!", dachte Morr, hielt jedoch den Mund.
"Ich denke du solltest mich auch einmal malen. Ich will auch so ein Bild wie Alpha. Was hältst du von heute Abend?", fragte Jessica und Morr gefror das Blut in den Adern. Sie sollte diese aufgeblasene Schnepfe zeichnen? Nur über ihre Leiche!
"Das Atelier ist für die nächsten zwei Wochen reserviert", sprach Morr leiser als sie gedacht hätte. Kaum mehr als ein Flüstern war es. Sie konnte nicht lauter sprechen. Es war kein Geheimnis, dass Jessica ihr Angst machte. Sie war eingebildet und oberflächlich und dachte sie wäre die Königin der Universität, doch die Wahrheit war, dass sie es wirklich war. Sie könnte ihr das Leben zur Hölle machen wenn sie nur einmal mit dem Finger schnippen würde.
"Wir haben ein Atelier hier?", fragte diese überrascht und ließ in ihrer Stimme keinen Zweifel daran, was sie davon hielt.
"Wir haben fünf", sprach Morr leise, wollte zumindest versuchen ihre Leidenschaft etwas zu verteidigen. Sie traute sich nicht voll in die Offensive zu gehen und auch wenn sie sich dafür hasste, hatte sie einfach zu viel Angst vor Jessica.
"Gut, welches brauchst du um mich zu malen?", fragte Jessica als wäre es nicht mehr als eine Tüte Chips, die man mal eben von der Tankstelle besorgen könnte.
"Raum 408B. Das ist das kleine Atelier in dem ich auch Alpha gezeichnet habe", sprach Morr automatisch. Sie wollte es nicht. Beim bloßen Gedanken daran, dass sie die arrogante Schlampe zeichnen sollte, drehte sich ihr der Magen um, doch sie hatte kaum Alternativen. Alpha würde nicht immer da sein, um sie zu retten. Würde sie Jessica jetzt die Meinung sagen, dann könnte sie auch gleich die Uni abbrechen. Sie würde ihr das Leben zur Hölle machen. Morr hatte keinen Zweifel daran, dass Jessica erst aufgeben würde, wenn sie freiwillig die Uni verließe. Sie hatte keine andere Wahl.
"Gut, heute um achtzehn Uhr dort. Ich regle das mit dem Raum, mach dir da mal keine Gedanken", sprach Jessica bemutternd und klopfte Morr dann mit der flachen Hand mehrmals auf den Kopf, wie man es bei einem Haustier machen würde.
"Schickes Halsband übrigens", sprach sie mit herablassendem Tonfall, bevor sie sich umdrehte und ging. Morr blieb alleine in dem Flur stehen und versuchte zu verstehen, was gerade passierte. Kurz schüttelte sie den Kopf und anschließend verschwand sie in die nächste Vorlesung.
Jessica wollte nur von ihr gemalt werden, weil sie das Gleiche wollte wie Alpha. Kunst war ihr völlig egal, genau wie sie selbst ihr völlig egal war. Es war nur wegen Alpha, dass sie ihr nicht sofort den Krieg erklärt hatte. Sie wollte scheinbar nicht, dass Alpha sah, wie sie jemanden zerquetscht. Traurigerweise hatte Morr keinen Zweifel daran, dass Jessica den Raum besorgen könnte. Es wäre ein Kinderspiel für sie. Es blieb ihr scheinbar wirklich nichts anderes übrig. Ob sie wollte oder nicht, sie müsste die arrogante Katze zeichnen.
Es war beängstigend, wie schnell es ging. Bereits in der nächsten Pause, hing eine neue Liste an der Tür des Ateliers. Es war nicht die Tatsache, dass sich Jessica nicht an die Uhrzeit gehalten hatte und den Raum gleich für die vorherigen zwei Stunden auch noch mitgebucht hatte, nein sie hatte es auf ihren Namen getan. Von vier Uhr Nachmittags bis acht Uhr am Abend prangte nun Morrs Name an der Tür. Kurz musste Morr schmunzeln als sie daran dachte, dass Jessica tatsächlich ihren Namen kannte. Vermutlich hatte dieser erbärmliche Verräter von einem Wolf ihn ihr gesagt. Sofort fühlte Morr sich schuldig. Man musste immer mindestens eine Woche warten, bis man das Atelier haben könnte und irgendjemand hatte sich eine ganze Woche lang darauf gefreut, es heute zu haben und nun war es ihr Name, der an der Tür stand. Dieses Miststück wollte nicht einmal ihren eigenen Namen benutzen. Wütend ging Morr wieder. Sie könnte es jetzt nicht mehr ändern und die nächste Vorlesung begann bald.
Mit einem Seufzen schloss Morr ihre Mappe und packte sie in ihren Rucksack. Schnell steckte sie ihre Kopfhörer in die Ohren und verließ den Hörsaal. Es war bereits fünf und Vorlesungen hatte sie keine mehr heute. Das Atelier war schon seit einer Stunde für sie frei also könnte sie auch früher dort hin gehen, befand sie. Wenn schon ihr Name dort stand, dann könnte sie es auch nutzen. Sie könnte zumindest einmal alles vorbereiten, die eigentliche Qual damit etwas verkürzen. Ohne Umwege ging sie direkt zu dem kleinen Atelier und schloss es auf. Ohne dem Raum ernsthafte Beachtung zu schenken betrat sie ihn und schloss die Tür hinter sich wieder. Ihre Tasche mit den Farben stellte sie direkt zur Leinwand und kaum hatte sie ihre Kopfhörer aus den Ohren genommen, stockte ihr der Atem. Sie war nicht allein. Sofort versteckte sie sich hinter der Staffelei und linste vorsichtig in den Raum. Ihre Augen drohten ihr aus dem Kopf zu springen, als sie Jessica sah. Mehr jedoch noch. Offenbar hatte es doch einen Grund, warum Jessica den Raum schon früher gebucht hatte. Jessica hatte wohl nicht damit gerechnet, dass sie auch einen Schlüssel zu dem Raum hatte.
Auf dem gleichen Sessel wo sie letztens noch Alpha gezeichnet hatte, saß nun jemand anderes. Sie kannte ihn nicht. Sein Gesicht hatte sie schon ein paar Mal gesehen, er war irgendeiner von den Baseball Spielern. Seine Augen hatte er verbunden und mit gespreizten Beinen saß er nackt in dem Stuhl. Vor ihm kniend war Jessica gerade dabei ihm einen zu blasen. Keiner von beiden schien sie bisher bemerkt zu haben. Mit beiden Armen bearbeitete Jessica den Schwanz des Hengstes der zufrieden stöhnte. Morr konnte ihren Blick nicht abwenden. Zu sehen wie die arrogante Jessica, die selbst ernannte Königin der Universität, nackt vor jemanden kniete und seinen Schwanz lutschte, war viel zu fesselnd. Das laute Stöhnen machte es Morr einfach unendeckt zu bleiben. Sie konnte sogar etwas zur Seite gehen um einen besseren Blcik auf das Geschehen zu bekommen. Morr blieb die Spucke weg als sie weit genug vorgegangen war, dass sie den Schwanz des Hengstes sehen konnte. Er war locker so dick wie Jessicas Arm und lang genug, um selbst Sasha das Fürchten zu lehren. Kaum mehr als die Krone bekam Jessica in den Mund doch diese bearbeitete sie fieberhaft. Warum der Hengst dazu eine Augenbinde tragen musste, wusste Morr zwar nicht, aber es war vermutlich einer der Ticks von Jessica. Es sollte ihr nur recht sein, andernfalls hätte der Hengst sie schon lange gesehen. So jedoch hatte sie einen Logenplatz um Jessica dabei zuzusehen, wie sie dieses Monstrum leckte.
Hektisch, geradezu ungeduldig wippte sie mit dem Kopf auf seinem Schwanz und leckte aggresiv mit ihrer Zunge seine Krone. Morr konnte sich kaum vorstellen, dass es für den Hengst angenehm war, doch dieser stöhnte nur zufrieden. Fasziniert ließ Morr ihren Blick schweifen. Es gab einen Grund warum Jessica so beliebt war. Ein wesentlicher Faktor davon war ihr makelloser Körper. Viele an der Universität hätten alles dafür gegeben sie einmal nackt zu sehen und Morr konnte nun genau dies. Ihre vorgebeugte, kniende Haltung gewährte Morr einen perfekten Blick auf ihre bereits feuchte Spalte. Obwohl sie die Katze hasste, so konnte sie dennoch nicht leugnen, dass ihr der Anblick gefiel. Jessica sah zweifelsohne hervorragend aus und selbst Morr musste das zugeben. Immer schneller wurden die Hände von Jessica und mit einem lauten Schmatzer entließ sie die Krone aus ihrem Mund. Ihre Zunge wanderte ungeduldig den gewaltigen Schaft hinunter bis zu seinen Eiern. Als wäre sie am verhungern, begann sie diese förmlich zu verschlingen. Überrascht von dem gewaltigen Eifer den Jessica an den Tag legte, ging Morr etwas näher, wollte es sich genauer ansehen.
Jessica packte den Schwanz mit einer Hand an der Basis und zog ihn hoch, sofort schlängelte sich ihre Zunge um die Unterseite seiner Eier. An der Geräuschkulisse konnte Morr deutlich hören wie sehr es ihm gefiel. Doch sehr zu Morrs Überraschung, hörte Jessica dort nicht auf. Immer tiefer zog sie ihre Zunge, leckte bis tief unter seine Eier. Je tiefer sie sank, desto energischer schien sie zu werden. Seine Eier berührten ihre Zunge schon gar nicht mehr und trotzdem leckte Jessica fieberhaft weiter. Das plötzlich lauter werdende Gestöhne des Hengstes schien ihr recht zu geben. Genüßlich leckte Jessica den Bereich zwischen seinem Arschloch und seinen Eiern. Selbst Morr sah dabei, wie sehr sie es ebenso genoss und wie behutsam sie trotz des energischen Vorgehens war. Immer darauf bedacht auf ihre Zähne zu achten sank Jessica noch ein Stück tiefer. Ein lauter Stöhner entwich dem Hengst als ihre Zungenspitze bereits den Rand seines Rings traf. Minutenlang quälte ihn Jessica mit ihrer Zungenspitze bevor sie in einem Ruck auch das letzte Stück hinunter rutschte. Morr traute ihren Augen nicht. Sie hatte von Sasha schon gehört, dass es Leute gab die darauf standen, doch niemals hätte sie gedacht, dass Jessica eine davon war.
Völlig frei von jedem Zwang strich ihre Zunge über seinen Anus und leckte ihn gründlich aus. Mit breiter Zunge fuhr sie immer wieder darüber. Die eine Hand des Hengstes war schon lange auf seinem Schwanz während die andere Jessicas Kopf weiter in seinen Arsch drückte. Morr war nicht fähig zu glauben, dass es wirklich Jessica war, die sie gerade dabei beobachtete, wie sie einem Hengst den Arsch leckte. Dieser schien es jedoch mehr als nur zu genießen. Noch verwunderlicher war jedoch, dass Jessica es scheinbar genauso genoss. Ihre Spalte als feucht zu bezeichnen war die Untertreibung des Jahrhunderts. Morr leckte sich hungrig die Lippen als sie sah wie Tropfen um Tropfen ihre schlanken Beine hinab lief. Nichts hätte Morr in diesem Moment lieber getan als ihre Schnauze in diesem Honigtopf zu versenken. Mit jeder Sekunde in der sie zusah, wie Jessica sich selbst erniedrigte, wurde Morr selbst feuchter.
Immer schneller tanzte Jessicas Zunge um seinen Ring. Mal leckte sie im Kreis herum, mal stach sie mit ihrer Zungenspitze direkt ins Zentrum. Den ganzen Bereich darum herum leckte sie ebenso ab. Morr konnte es kaum fassen doch es geschah wirklich. Mit einem Ruck wurde Jessicas Kopf grob nach oben gerissen und die Krone des massiven Schwanzes wurde ihr in den Mund geschoben. Morr sah deutlich wie überrascht Jessica war, doch sie wehrte sich nicht. Mit großen Augen sah Morr zu wie Jessicas Kehle Schluck um Schluck bewältigte ohne auch nur einen Tropfen zu vergeuden. Mit einer Hand massierte sich der Hengst selbst während Jessica jeden Tropfen schluckte, den er in sie pumpte. Selbst den letzten Tropfen wollte er noch aus seinen Eiern melken, bevor er sie los ließ. Keuchend sank Jessica vor ihm zusammen. Panik kam in Morr auf. Sie stand direkt neben ihnen, sie müsste weg und zwar ganz schnell. So leise und dennoch so schnell sie konnte, schlich sie wieder zurück hinter die Staffelei.
Als sie hörte wie Jessica aufstand, bereute sie es sofort. Wie sollte sie hier nur wieder raus kommen? Die Tür war zu und sie war bereits im Raum. Jessica würde sofort wissen, dass sie schon die ganze Zeit hier gewesen sein müsste, wenn sie sie jetzt sehen würde. Sich hier weiterhin zu verstecken würde jedoch auch nicht funktionieren, Jessica erwartete sie ja um Punkt achtzehn Uhr hier. In fünfzehn Minuten. Dann sollte sie durch die Tür kommen und nicht bereits im Raum stehen.
"Beweg dich!", keifte Jessica den Hengst an während sie ihre Klamotten vom Boden aufsammelte und provisorisch anlegte. Zusammen mit dem Hengst verließ Jessica kurzerhand das Atelier und ließ Morr alleine dort zurück. Sie konnte es gar nicht glauben. Sie war aus dem Schneider. Es hatte tatsächlich geklappt. Ihr Leben könnte vielleicht doch noch einen paar Tage weitergehen. Zumindest bis sie in die nächste Katastrophe stolperte. Erneut öffnete sich die Tür und Jessica kam zurück. Den Hengst hatte sie noch immer im Schlepptau.
"Ah, du bist schon hier, sehr gut", sprach Jessica ohne Morr vorher zu begrüßen oder sie überhaupt groß anzusehen.
"Können wir dann anfangen?", fragte Jessica ungeduldig während sie ihre Hose auszog und sich auf ein Kissen setzte. Offenbar hatte sie sich schon Gedanken über die Pose gemacht, in der sie gezeichnet werden wollte. Kniend, mit einem Kissen zwischen die Beine geklemmt und das Top über die Brüste gezogen. Es war keine sonderlich kreative Pose doch Morr wollte es so schnell es ging über die Bühne bringen, darum vergaß sie für einen Moment ihren künstlerischen Hang zur Perfektion und ließ der Katze ihren Willen. Eines musste sie Jessica lassen, sie hatte Geduld. Keinen Muskel bewegte sie und war ein tatsächlich mehr als dankbares Model. Zumindest musste sie bei Jessica nicht mehrmals unterbrechen um sie aufzugeilen wie bei Alpha. Auch der Hengst blieb still neben der Tür stehen und sah nur zu. Die Zeit verging schnell, kaum hatte sie angefangen, setzte sie auch schon den letzten Pinselstrich. Es hatte in Wirklichkeit länger gedauert, als sie gedacht hätte. Drei Stunden hatte sie Jessica nun gemalt und das Ergebnis konnte sich sehen lassen.
"Fertig!", exklamierte Morr und sofort stand Jessica auf und streckte sich. Morr konnte es ihr kaum verübeln, sie war nun drei Stunden in der gleichen Stellung gewesen, klar würden ihr die Gelenke und Muskeln nun weh tun. Sie nahm ihr deshalb die Arbeit ab, zu ihr zu kommen und drehte die Staffelei stattdessen zu Jessica um. Mit nicht mehr als einem Nicken kommentierte diese ihr Portrait.
"Wann ist es trocken?", fragte sie leicht desinteressiert.
"Morgen früh", antwortete Morr knapp. So schnell sie konnte packte sie ihre Sachen zusammen. Sie hatte getan was von ihr verlangt wurde, nun wollte sie nur noch weg um nicht noch tiefer in etwas hinein zu rutschen, was sie auf keinen Fall wollte. Die Tasche war schnell gepackt und ohne Verabschiedung ging Morr zur Tür. Sie hatte die Tür gerade einen Spalt geöffnet als eine kräftige Hand sie wieder zu schlug. Geschockt sah Morr zu dem Hengst, der die ganze Zeit stumm neben der Tür gestanden hatte. Wortlos starrte er sie an. Bereits jetzt hatte Morr ein mehr als nur schlechtes Gefühl bei der Sache.
"Denkst du allen Ernstes, wir hätten nicht gewusst, dass du da bist?", fragte Jessica sie plötzlich mit eiskalter Stimme. Morr gefror das Blut in den Adern als die Hand des Hengstes auf die ihre fuhr und sie von der Klinke nahm. Betont langsam schloss er die Tür wieder ab