Kapitel 34

Story by SethGodofChaos on SoFurry

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Kapitel 34

Hektik auf allen Seiten

Während der Chef des amerikanischen Geheimdienstes seinen Stellvertreter und der wiederum seinen Adjutanten, warum muss auf der Erde immer alles so kompliziert sein und alle Chefs tausend Vertreter vom Vertreter haben, aus den Betten warf, schaute Cruncher nervös zu Barnowski.

„Hoffentlich habe ich das Richtige getan und keinen interplanetaren Krieg ausgelöst“, murmelte er.

„Das wird sih am Eende des Tages zeigen“, entgegnete der Russe und kaute auf der Unterlippe.

Die Abtrünnigen hingegen hatten alle Zeit der Welt. Noch umkreisten sie gemütlich den Stern Alpha Centauri der hiesigen Galaxie, welche man auf Erden als Milchstraße bezeichnet und machten sich an die Arbeit, die Vorbereitungen zum Abflug zu treffen.

„Es wird einige Zeit in Anspruch nehmen die Stationen angriffsfertig zu machen und aus dem Schlaf zu holen“, gab Darough zu bedenken.

„Wir haben Zeit. Nichts ist uns gewachsen. Selbst, wenn die Menschen was merken sollten, es wäre nutzlos“, entgegnete Cratoul. „Aber trotzdem sollten wir einen straffen Zeitplan einhalten.“

„Aye, Commander! Wir werden unsere Bemühungen intensivieren.“

„Da bin ich mir sicher.“

Auf dem Mond Cyndra des Planeten Genro wurden die Umbauarbeiten präzise ausgeführt und die Techniker lagen noch vor dem Zeitplan.

Allerdings hatten sich die in der Anlage der Abtrünnigen gewonnen Daten schnell im Netzwerk ausgebreitet und verursachten eine gewisse Unruhe unter den Antermerianern.

„Wie weit seid ihr?“, fragte Seth, an einen der Techniker gewandt.

„Wir tun was wir können, aber drei Wochen brauchen wir noch.“

„Das dauert zu lange. Was wäre, wenn man einiges weglassen würde. Ich meine damit unnütze Dinge, die die Sicherheit nicht beeinflussen?“

„Dann lägen wir bei zwei Wochen, geschätzt.“

„Macht es so. Ich bin in der Zentrale. Ruft mich, wenn was sein sollte.“

„Aye!“

Seth drehte sich um und verließ den Techniker, ging in Richtung des Kontrollzentrums.

Dort angekommen betrat er den Raum und stellte fest, dass sich Sachmet und Anubis über Raumkarten gebeugt hatten. Neben ihnen standen Captain Melina und Theseus, hatten die Arme vor der Brust verschränkt und schauten nicht sonderlich glücklich drein.

„Hallo. Was macht ihr denn schönes?“, fragte er salopp in den Raum.

„Wir überlegen gerade wo sich unsere Feinde herumtreiben könnten, denn laut den Daten aus der alten Anlage müssten sie sich in diesem Universum aufhalten. Alles andere wäre aufgefallen“, antwortete die Löwengöttin.

„Fein. Habt ihr schon einen Anhaltspunkt?“

„Noch nicht, aber eine Vermutung. Abgesehen davon, wie sieht es mit den Cheritkreuzern aus?“

„In drei Wochen sollten die komplett fertig sein. Ich habe angeordnet jeden Umbau, der nicht absolut von Nöten ist, und die Sicherheit und den Erfolg nicht beeinträchtigt, wegzulassen. Daher ist die Zeit bis zur Einsatzbereitschaft um eine Woche kürzer.“

„Ausgezeichnet. Die Frachträume sind auch schon fertig. Ich lasse in Kürze die Angriffscyborg entsprechend verladen. Das spart auch noch einmal drei Tage“, warf Anubis ein.

„Perfekt“, intonierte Seth und begann etwas zu lächeln. „Dann lasst uns erstmal die Karten wälzen und schauen, wo wir suchen sollten. Im Fall des Falles kann es immerhin möglich sein, dass die Kreuzer irgendwo zwischen Aufenthaltsort der Abtrünnigen und dem irdischen Solarsystem aus dem Subraum springen müssen.“

Auf Genro selbst saßen die Chafren etwas gelangweilt herum und ließen ihren eigenen Gedanken freien Lauf.

„Man ist das Öde“, murmelte Chiron.

Tarja schaute ihn schief an. „Sei froh. So ruhig wird es wahrscheinlich nie wieder.“

„Das bleibt zu befürchten“, warf Kira ein.

In diesem Moment piepte das Intercom. <„Maahes an Genrobasis.“>

<„Genrobasis, Kira hier. Wir hören.“>

<„Wie weit seid ihr mit den Vorbereitungen zum Abflug?“>

<„Na ja, wenn man es recht betrachtet, dann sitzen wir fast auf gepackten Koffern. Bis auf eine Hand voll von uns, ist schon alles ausgeflogen.“>

<„Sehr gut. Dann schaut nochmal in der Station alles durch. Nehmt alles mit was ihr braucht. Ich werde Captain Drekal verständigen, dass ihr kommt.“>

<„Verstanden. Aber warum plötzlich diese Eile?“>

<„Wir haben die Daten ausgewertet und müssen den Plan etwas straffen. Maahes, Ende!“>

Betretenes Schweigen machte sich innerhalb des Computerraumes breit.

„Planstraffung. Hört sich beunruhigend an“, brach Cyron das Schweigen.

„Ja. Wir sollten die Sachen packen und mit einem Gleiter zur Anthros Voyage fliegen, alles verstauen und dann den Rest von uns rüber bringen“, sinnierte Andrew.

„Genau so machen wir es. Auf geht’s.“

Auf der Ra-em hatte Drekal ihren Wolfsrüden aus dem Zellentrakt geführt und saß mit ihm in ihrem Quartier. „Mein lieber Freund“, begann sie. „Was hast du dir dabei gedacht?“

„Ich wurde provoziert“, kam die kleinlaute Entschuldigung.

„Das habe ich gemerkt. Immerhin war dieser Aramis mir gegenüber auch nicht gerade die Ausgeburt der Freundlichkeit“, stellte Drekal fest.

„Eben und auch du hattest deutlich Probleme dich zu beherrschen.“

„In der Tat. Aber ich habe es geschafft. Das hättest du auch tun können.“

„Ich wollte nur deine Ehre schützen“, rechtfertigte sich der Wolfsrüde.

„Das kann ich auch selbst. Na ja, wie dem auch sei. Das wird bestimmt noch ein Nachspiel haben.“

„Genau das befürchte ich die ganze Zeit.“

Die Wölfin seufzte und gab ihrem Liebsten einen Kuss. „Du bist echt unverbesserlich.“

„Ich weiß und das schätzt du ja an mir.“

„Manchmal wäre mir ein Sack voller Flöhe lieber.“

„Besser nicht.“ Syrgon zwinkerte ihr zu.

„Sitral an Drekal. Captain?“, kam die Stimme der Schneeleopardin aus dem Com.

„Ich höre.“

„Captain. Ich habe hier Captain Seth in der Leitung. Er ist recht ungehalten.“

Drekal schaute ihren Rüden stumm an, verdrehte die Augen. „Gib ihn mir in mein Quartier.“

„Verstanden! Verbindung kommt.“

<„Drekal hier. Hallo, Captain Seth.“>

<„Sparen sie sich die Höflichkeitsfloskeln. Captain, ich finde ihr Verhalten gegenüber meiner Mannschaft für höchst fragwürdig.“>

<„Ach so? Ich bin da ganz anderer Meinung. Immerhin gab es eine Schlägerei und diese wurde von ihren Leuten angezettelt.“>

<„WAS? Das ist ja wohl die Höhe.“>

<„Bleiben sie ganz ruhig. Sie haben ihre Leute ja wieder und, bis auf ein paar blaue Flecken, hat keiner etwas abbekommen. Außerdem tat es den fünf scheinbar mal ganz gut in die Schranken verwiesen zu werden.“>

<„Wenn ich jetzt vor ihnen stehen würde, dann würde sie garantiert nicht so große Töne spucken.“>

<„Bestimmt nicht.“>

<„Aha?“>

<„Ich würde eher noch ganz andere Worte in den Mund nehmen. Ihre Mannschaft ist eindeutig das Spiegelbild des Captains.“>

Seth wurde plötzlich still und hub dann an: <„Sie sind ein ganz arrogantes und verzogenes Wölfchen. Wissen sie das?“>

<„Ah, wir sind unbewusst beim Sie angelangt und auf den Rest gehe ich nicht ein.“>

<„Ignorant auch noch?“>

<„Nein, aber ich lasse mich nicht auf ihr Niveau herab. Drekal, Ende!“> Die Verbindung wurde von ihr abgebrochen, bevor dieser Halbesel noch etwas unflätiges von sich geben konnte.

<„Der kann mich mal kreuzweise“>, murmelte sie angeknabbert und schaute Syrgon an.

Im gleichen Moment hörte man wieder die Stimme von Sitral. „Captain! Ich habe hier Maahes in der Leitung.“

„Welchen von den beiden? Den Antermerianer oder den Captain der Anubis? Wenn es der letztere ist, dann vergiss es, da bin ich nicht mehr in der Stimmung.“

„Es ist der Antermerianer.“

„Sehr gut. In mein Quartier mit ihm.“

<„Hallo, Captain Drekal“>, begann der Löwengott.

<„Ich grüße dich. Was gibt es denn Neues?“>

<„Wir ändern die Pläne und beschleunigen alles etwas. Die Chafren packen gerade ihre Sachen zusammen und werden mit der Anthros Voyage zu dir kommen. Sobald alle an Bord sind, startet ihr bitte und nehmt Kurs auf die Erde. Das Treffen mit der Kampfinsel Byblon entfällt. Bitte direkt in den Orbit ein-schwenken.“>

<„Verstanden. Wir machen uns bereit.“>

<„Danke! Maahes, Ende!“>

„Nun gut. Wir haben also eine neue Situation“, hub Cyron an. „Packt alles zusammen und sammelt mir Cromwell und Sirius ein. Die müssen mit, ebenso Zeus. Der Rest ist ja schon weg.“

„Mach ich doch glatt“, rief Tarja aus und verließ den Raum.

„Was ist eigentlich mit Tripal und Ionos?“, fragte Andrew. „Ich meine, dass die beiden ungewöhnlich lange weg sind.“

Cyron sprang auf, rannte zur Tür, schaute um die Ecke in den Gang hinein und rief Tarja, welche er noch sah, hinterher, dass sie nach den beiden Kampfanthros suchen soll. Die Tigerin gab, ohne sich umzudrehen, im Gehen noch ein kurzes bestätigendes Handzeichen und war aus der Ebene verschwunden.

Tarja betrat die Ebene -7 fand zwei Wachstiere vor der Zugangstür zu Cromwells Raum. „Hallo. Wir haben die Order zum Aufbruch bekommen. Verschnürt bitte Cromwell und kommt mit ihm zum Computerraum auf Ebene -6, da sammeln wir uns jetzt.“

„Oh.“, intonierte Rasal. „Dann werden wir ihn mal zusammenpacken.“

„Super. Ach ja. Habt ihr zufällig einen Wolf in der Gegend gesehen und dann vielleicht auch eine Säbelzahntigerin und einen Leoparden?“

Rasal überlegte nicht lange und nickte zustimmend. „Ja. Einen Wolf zwar nicht, aber die beiden anderen sind zwei Räume weiter.“

„Ah. Danke!“

„Aber gerne doch“, sagte der Stier, drehte sich mit seinem Kollegen um und betrat den Raum, um Cromwell reisefertig zu machen.

Tarja baute sich etwas weiter auf, betätigte den Türsummer und als keine Reaktion erfolgte, klopfte sie fest an der Tür.

Immer noch keine Reaktion.

Die Tigerin schaute sich um, klopfte nochmals.

Endlich öffnete sich die Tür und sie trat ein, schaute sich um und zuckte zurück, hob eine Augenbraue und atmete tief durch.

Warum auch immer sie die Erlaubnis zum Eintreten erhalten hatte, es konnte kein direktes Kommando an die Türsteuerung gewesen sein, eher muss es ein Geräusch ausgelöst haben.

Nachdem Ionos und Tripal vollkommen überreizt durch die zurückliegenden Kampfhandlungen den Raum betreten hatten, legten sie ihre Waffen ab. Sahen sich kurz um, orientierten sich.

„Ich gehe jetzt duschen“, verkündete Tripal lapidar.

„Sag Bescheid, wenn du fertig bist.“

„Mach ich.“

„Aber sag mal. Was hatte es mit dem Kuss auf sich, den du mir im Kubus gabst?“

Die Säbelzahntigerin drehte sich zu ihm um, ging auf ihn zu, umarmte ihn und küsste ihn erneut. „Genau das meinte ich damit.“

„Aha. Was fühlst du dabei? Ich spüre ein gewisses Kribbeln, aber ich kann es nicht wirklich zu ordnen“, gab der Leopard seine Gefühle wieder.

„Ich spüre das Gleiche, aber da ist irgendwie noch mehr. Ein Gefühl von Wärme und etwas, was ich als Lust bezeichnen würde. Ganz so wie bei einem Kampf mit einem übermächtigen Gegner.“

„Ja. So würde ich es auch sehen. Aber warum empfinden wir so? Gerade jetzt, nachdem wir die ganze Gruppe verloren haben?“

„Ich weiß es auch nicht, aber dieses undefinierbare Gefühl wird gerade immer stärker.“

Tripal, wie auch Ionos, hatten situationsbedingt eine im Hintergrund stehende und nur in einer Extremsituation aktivierbare Konditionierung berührt.

Bei der Klonierung wurden die Kampfanthros nicht unabsichtlich in beiderlei Geschlecht erzeugt und auch entsprechend mit den primären und sekundären Merkmalen ausgestattet. Es war komplett berechnend, dass sie in der Hauptkonditionierung auf Kampf, Überleben und Selbsterhaltung sowie auf Nothilfe programmiert waren, aber bei Verlust einer gewissen Anzahl von Kampfgefährten sich das Programm zur Fortpflanzung aktivierte. Somit musste man sich später, beim Einsatz der Anthros auf anderen Welten, nicht mehr darum kümmern, dass diese in ausreichender Anzahl zur Verfügung stehen würden. Klar war, dass sich der weibliche Anthro um das Junge zu sorgen hatte, aber trotz-dem nicht total für den Einsatz ausfiel. Das Programm zur Arterhaltung sollte sich nur aktivieren, wenn es dringend erforderlich war, um somit zu verhindern, dass die Kampfanthros zu sehr damit beschäftigt waren, ihren Lusttrieben zu frönen und damit im Einsatz beeinflusst wären.

Genau das war jetzt der Fall und bahnte sich bei Tripal und Ionos den Weg durch ihre Körper. Zwei noch jungfräuliche Anthros, eben noch reine Kämpfer und Überlebenskünstler, jetzt eine Programmkapsel öffnend, die ihnen das Gefühl der Sexualität und der Lustbefriedigung schenken sollte.

Und noch ein Programm wurde im Hintergrund aktiviert. Ein Programm welches geradezu perfide war. Es war eine Verknüpfung die unwillkürlich und unspürbar hergestellt wurde. Die Kopplung von Tod und Lust.

Töte deinen Feind in Mengen, bade in seinem Blute und du wirst belohnt, durch Lust. Erlebe den Tod und du wirst belohnt durch das Geschenk der sexuellen Befriedigung.

Ein Programm, welches, wenn auch in abgeschwächter Form, in den Genen der Chafren existierte.

So kam es, dass Tripal, nachdem sie aus der Dusche kam, sich Ionos gegenüber sehnsüchtig, wenn nicht gar aufdringlich verhielt.

Die Säbelzahntigerin wurde plötzlich sehr deutlich und auffordernd, präsentierte dem Leopardenkater ihre weiblichen Vorzüge und fing an ihn zu stimulieren.

Ionos selbst wehrte sich nicht und gab sich ihr hin. Beide kamen zum noch nie zuvor erlebten Höhepunkt, aber damit nicht genug. Weder das langzähnige weibliche Lustbündel, welches auf dem Schoß des Katers Platz genommen hatte, noch der Leopard selbst, wollten aufhören. So folgte ein lustbefriedigender Aufschrei nach dem anderen. Die Serie der Höhepunkte wollte nicht enden.

Genau in diesem Moment trat Tarja ein und wurde Zeuge des Schauspiels.

Sie hüstelte laut.

Tripal hielt kurz inne und drehte mitten im Akt den Kopf zu ihr. „Ich bin noch nicht fertig“, zischte sie, drehte sich wieder zurück und gab dem Kater nochmals die Sporen, schrie wild auf und atmete tief durch, trennte sich von Ionos, stand auf und wandte sich der Tigerin zu. „Was gibt es so dringendes, dass du mich in meiner Geilheit störst?“ Sie war mehr als genervt.

„Nun. Ich wollte nur mitteilen, dass wir unsere Sachen packen und dann mit der Anthros Voyage zur Ra-em fliegen werden. Maahes gab uns Bescheid, dass wir direkt zur Erde fliegen sollen.“

„Gut, dann machen wir das.“ Die Säbelzähnige sah an sich herab, pfiff kurz, drehte sich zu Ionos. „Ausgezeichnete Arbeit, Soldat. Einpacken und später den Einsatz wiederholen.“

Der Kater grinste frech. „Aber, erstmal muss ich duschen und du solltest das auch nochmal tun.“

„Ja. Okay Tarja. Wir sind in fünfzehn Minuten bei euch.“

„Alles klar. Und... ich habe nichts gesehen.“

„Und wenn schon. Es war extrem befreiend und macht geradezu süchtig.“

Tarja nickte kurz und verließ den Raum um zur Ebene -6 zurückzukehren.

Dort angekommen wurde sie von den Anwesenden gemustert.

„Hast du die Gesuchten gefunden?“, fragte Stella.

„Ja. Zumindest verpacken Rasal und Hadar gerade Cromwell. Tripal und Ionos sollten in einer knappen viertel Stunde hier auftauchen, sind dann auch frisch geduscht und wirken recht entspannt.“

„Sehr gut. Was ist mit Sirius?“, warf Cyron ein.

„Keine Ahnung wo er ist. Das verbliebene Sicherheitspersonal hat ihn auf Ebene -7 nicht gesehen.“

„Ich gehe ihn suchen“, sagte Zeus und verließ den Raum.

Andrew schaute ihm hinterher und schüttelte den Kopf. „Jetzt fängt jeder an zu machen was er will.“

„Lass ihn suchen, dann ist er wenigstens beschäftigt“, wiegelte Kira ab. „Ich frage mal auf der Osiris nach, ob er dort aufgetaucht ist.“

„Wie kommst du darauf, dass er vielleicht schon weg ist?“, fragte Chiron irritiert.

„Es ist nur eine Vermutung. Aber nachdem er Wotan verlor, kümmerte sich Regar recht nett um ihn. Vielleicht ist er ja mit ihm auf die Osiris gegangen.“

„Das wäre dann aber ein ziemlich schnelles Umschwenken“, tat Tarja ihre Verwunderung kund.

„Nein. Es ist ja kein Umschwenken oder eine Neuwahl des Partners. Er hat sich an Regar geheftet, weil der ihm das Gefühl gibt gebraucht zu werden und nicht allein zu sein.“

„Wie bei Tripal und Ionos. Die haben ihre ganze Truppe verloren und machen ähnliches durch“, murmelte Tarja.

„Da sind wir“, rief Tripal zur Tür herein.

„Ah. Wir hatten euch schon vermisst, habt aber lange für eine Dusche gebraucht“, witzelte Jody, aber Ionos Blick der plötzlich auf ihr ruhte beunruhigte sie.

Tripals Blick ruhte derweil auf Tarja, welche den Kopf schüttelte. Die Säbelzahntigerin zwinkerte ihr unauffällig zu und lächelte etwas. „Es hat halt etwas gedauert. Es war dafür ein sehr angenehmes Vergnügen.“

Andrew schaute die beiden an, dann Ionos sehr intensiv in die Augen. „Ja. Das kann ich mir lebhaft vorstellen“, bestätigte er sehr gedehnt ihre Aussage. „Vor allem wohl sehr entspannend.“

Die Säbelzahntigerin schaute erst zu Ionos, dann schweifte ihr Blick über die anderen Anwesenden. Schließlich verdrehte sie kurz die Augen, packte den Leoparden beim Kopf, zog ihn zu sich heran, umschlang ihn und begann ihn wild zu küssen.

Anschließend ließ sie wieder von ihm ab. „War das Antwort genug?“

Betretenes Schweigen war die vorläufige Reaktion, bis Chiron schließlich hustete. „Mehr als genug“, brachte er krampfhaft hervor. „Alles weitere wollen wir gar nicht wissen.“

„Ich frage jetzt mal auf der Osiris nach, ob Sirius dort aufgetaucht ist“, verkündete Kira fast schon feierlich, aber wohl eher, um vom gerade aufgetauchten Thema abzulenken.

Sie aktivierte das Intercom. <„Kira an Osiris.“>

<„Hier Osiris! Aquirius hier, ich höre.“>

<„Wir suchen gerade einen Wolfsrüden namens Sirius. Kann es sein, dass der in Begleitung von Regar und Kital bei euch aufgetaucht ist?“>

<„Einen Moment, ich prüfe mal den Personalzugang.“>

Kira schaute versonnen zur Tür, in welcher Zeus auftauchte und seine schwarze Gestalt die Arme hob und mit den Schultern zuckte.

<„Ich habe ihn gefunden. Er hat ein Quartier zugeteilt bekommen, um 0800 und wurde der Krankenstation als Helfer zugeordnet, um 1100. Seine Schicht läuft gerade.“> Der Zebrahengst und Sicherheitsoffizier der Osiris war fündig geworden.

<„Danke! Das ist ausgezeichnet. Dann sparen wir uns die weitere Suche. Kira, Ende.“>

<„Sehr gern. Aquirius, Ende.“>

„Toll. Ganz toll“, entfuhr es Apophis und er seufzte. „Wenigstens wissen wir jetzt wo er ist. Zeus ist auch wieder da. Damit wären wir komplett.“

Sekunden später tauchten Rasal und Hadar auf und hatten Cromwell dabei, der seinem Unmut Luft machte. „Was soll das jetzt? Meint ihr ernsthaft, dass ich nochmals mit euch in ein Raumschiff klettere? Sehe ich so bescheuert aus?“

Shana sah ihn schief an. „Über ihr Aussehen lasse ich mich mal nicht weiter aus, aber das mit dem bescheuert, lasse ich glatt durchgehen.“

Apophis hielt sich die Hand vors Gesicht und unterdrückte ein Lachen.

„Sie kommen schön mit. Es dürfte ihnen doch entgegen kommen die Erde wiederzusehen“, stellte Chiron fest.

„Ja ja. Macht euch ruhig lustig. Aber das Lachen wird euch schon noch vergehen.“

„Werden wir sehen, wenn wir angekommen sind. Rasal, Hadar, wäret ihr so liebenswürdig und würdet Mr. Cromwell in einen Gleiter laden und bei ihm bleiben? Wir kommen dann in einer halben Stunde nach und fliegen gemeinsam zur Anthros Voyage. Unser Schiff ruft nach uns.“