Kapitel 13
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Kapitel 13
auf der Suche
„Wir sollten Sadral benachrichtigen“, merkte Cyron an und griff zum Funkgerät.
<„Sadral, bitte melden. Cyron hier.“>
<„Ja, was gibt es?“>
<„Habt ihr schon etwas gefunden?“>
<„Nein. Bisher nichts. Die Wände zeigen keinerlei Unebenheiten oder auch nur den Ansatz eines Zugangstores. Wo sollen wir suchen?“>
<„Das ist eine gute Frage. Aber die Antwort werden wir schon finden, denn es gibt etwas Neues.“>
Er erzählte von seiner Begegnung und vom Hologramm und der Warnung.
<„Klingt beunruhigend, aber was ist im Moment schon noch normal.“>
<„Eben. Ich werde jetzt rausgehen und der Kampfeinheit den Aktivierungscode übermitteln. Was dann passiert kann ich nicht sagen, lediglich hoffen, dass es gut geht.“>
<„Dann mach das. Ich lasse mich überraschen. Sadral, Ende.“>
Der Löwe schaute misstrauisch auf sein Funkgerät, glaubte seinen Ohren nicht.„Menkalina, Callisto, Tripal. Zu mir, sofort!“
Augenblicke später standen die drei Angeforderten bei ihm und er berichtete kurz und knapp was demnächst geschehen würde.
„Klingt selten blöd“, polterte Tripal.
„Na ja, ich habe auch noch nie einen solchen Stuss gehört, aber wir sollten wohl Vertrauen haben und dass er weiß, was er tut“, gab Callisto zum besten.
Sadral grollte leise vor sich hin: „Warten wir. Mehr können wir nicht machen.“
Der Oberflächenscan von Cyndra brachte einstweilen keine präzisen Ergebnis-se.
„Was ist los?“, fragte Seth genervt, „Geht das nicht präziser?“
„Captain, wir umrunden den Mond jetzt zum zehnten Mal und es wird nicht besser. Wir erkennen Strukturen die an oberflächliche Bauwerke erinnern, aber was genau es ist und wie diese Bauten zu definieren sind, können wir nicht sagen. Es scheint so, dass es eine Art Feld gibt, das exakte Datenermittlungen nicht zu lässt.“
„Habt ihr nach Lebensformen gescannt?“
„Natürlich. Auch da ist nichts präzises zu finden. Mal ist da etwas, mal ist es wieder weg, dann ist es wieder da und dann wieder verschwunden.“
Seth seufzte und schlug mit der flachen Hand auf den Tisch. „Wir schicken eine unbemannte Sonde runter, ich will die Oberfläche sehen und hoffen, dass wir unten bessere Daten erhalten.“
„Aye!“
„Althais. Ich will, dass du die Sonde persönlich überwachst.“
„Wird gemacht.“
„Abmarsch“, schloss er unzufrieden ab.
Auf der Horem-hab war es dagegen ruhig. Die Besatzung und vor allem die Crew wussten, dass sich Seth alle Fäden gegriffen hatte und an diesen wie immer herum zupfte.
Melina hatte Freizeit und sich in ihr Quartier zurückgezogen. Sie räkelte sich auf ihrem Bett, schnaubte zufrieden und streichelte ihrem ersten Offizier über die Flanken.
„Das wurde aber höchste Zeit, mein Lieber“, säuselte sie ihm ins Ohr.
„Das Gefühl hatte ich auch bei dir.“
„Ah ja. Ich glaube wir sollten duschen und uns wieder anziehen. Das Bett aufräumen kann ich später noch.“
„Vor allem solltest du aber die Spuren verschwinden lassen.“
Die Stute fing an zu kichern. „Ich hatte vor noch welche hinzuzufügen“, sagte sie kurz, beugte sich zu seinem Schritt hinunter und sorgte dafür, dass Cebal die Augen schloss und sich treiben ließ.
Cyron hatte sich seine Maschinenkanone gegriffen und überlegte kurz.
„Wo befindet sich dieser Cromwell?“
„Vier Räume weiter, zusammen mit zwei Sicherheitsmitarbeitern“, kam die Antwort von Ariana, welche hinzugekommen war.
„Danke. - Warum bist du so außer Atem?“
„Ich renne vielleicht zu viel über die Ebenen.“
„Ah jaaaaaa...“, entgegnete er noch schnell, grinste dabei schief und verließ die Anwesenden in Richtung Cromwell, öffnete die Tür und verschwand im Raum.
Cromwell war mit den beiden Sicherheitsleuten gerade beim Kartenspiel und sah überrascht auf.
„Cyron, was verschafft mir die Ehre?“, rief er betont überschwänglich.
„Zu viel der Ehre und nicht sonderlich glaubhaft aus ihrem Munde.“
Die Antwort darauf war lediglich ein Schulterzucken.
„Jetzt aber mal zur Sache. Ihre Theorie scheint sich zu zerschlagen. Ihre Strings und Bläschen zerplatzen gerade.“
„Wie meinst du das?“
„Ganz einfach, wir erhielten eine Nachricht in welcher präzise beschrieben wurde, dass es sich bei den Angreifern um eine Spezies handelt, die in einer anderen Dimension lebt und sich leider Zugang zu unserer verschafft hat. Es besteht höchste Gefahr für alle in unserem Universum.“
Cromwell entgleisten die Gesichtszüge. „Wenn dem so ist, dann liegt es nicht an euch, dass die uns gefunden haben. Es war nur eine Frage der Zeit und derer Intentionen.“
„Genau das denke ich auch. Gut, dass wir da einer Meinung sind.“
„Was hast du jetzt vor?“
„Ich statte ein paar Kampfeinheiten und Messerdrohnen einen Besuch ab und gedenke diese zu aktivieren.“
„Was? Wie das? Da gibt es keine mehr.“
„Doch, in einer Art Depot. Hierher gebracht aus der anderen Dimension.“
„Was macht dich so sicher?“
„Die Nachricht stammt von mir, allerdings aus der anderen Sphäre.“
„Faszinierend. Eine Projektion deiner selbst. Und du glaubst ihr?“
„Warum nicht?“
„Nur, weil du es bist der diese Information preis gab, heißt es noch lange nicht, dass sie auch zuverlässig ist. Was ist, wenn dieser fremde Cyron falsch ist und der Rest der hier herumrennt echt?“
Der Tigerkater schaute Cromwell nachdenklich an. „Daher nehme ich auch meine Waffe mit. Aber, da sie es schon sagen, so werde ich sicherheitshalber noch ein paar Leute als Geleitschutz mitnehmen. Danke für die Warnung.“
„Aber gerne doch.“
Cyron drehte sich um, stutzte kurz, ob der letzteren Aussage von Cromwell und verließ den Raum. „Apollo, Sandra, Hadron, Syrgon! Ihr kommt mit. Schnappt euch die Waffen, wir gehen los.“
Die Angesprochenen drehten sich kurz zu ihm um und Einhornstute sowie ihr Sohn waren sofort zur Stelle. Die anderen beiden brauchten etwas länger, aber standen dann auch an seiner Seite.
„Auf geht’s! Wir haben was zu erledigen. - Was bist du so außer Atem, Hadron? Bist du auch zu viel über die Ebene gerannt wie Ariana?“
Der Löwenkater errötete um die Nasenspitze, was dem Tiger anzeigte, auf der richtigen Spur zu sein.
„Rennt nicht zu viel, ihr beiden, vor allem, wenn ihr gemeinsam unterwegs seid“, zwinkerte er.
Während Cyron und vier Befohlene auf dem Marsch zum Depot waren, hatte die Re-harachte unter Captain Seth die unbemannte Sonde in die Atmosphäre gebracht und Althais saß an der Überwachungskonsole.
„Wir sind soweit, Captain.“
„Gut, geh soweit runter wie es geht, übernimm die Handsteuerung und bring mir Daten.“
„Aye!“
Die Sonde senkte sich auf zehn Meter über den Mondboden ab und begann mit einem langsamen Schwebeflug.
„Die ersten Daten sollten gleich kommen. - Ah, da haben wir es schon. Atmosphäre ist vorhanden, allerdings nicht atembar. Wenn wir runtergehen, dann nur mit Anzügen. Die Oberfläche hat normale Temperatur, ehemals vulkanisch, jetzt ist alles tot. Kein Wasser auf der Oberfläche. Ich scanne weiter entfernt.“
Die Sonde beschleunigte und raste zwei Kilometer über die Oberfläche hin-weg.
„Bestätigt, kein Wasser, nur toter Fels. - Moment! - Da ist etwas.“
„Was?“
„Kann ich noch nicht genau sagen. Aber es scheint organisch zu sein.“
„Organisch? Lebt es noch?“
„Nicht nur das. Es scheint sich sogar zu bewegen.“
„Interessant.“
„Das ist es in der Tat. Die Bewegung ist zielgerichtet, weg von unserer Sonde. Moment! - Es bleibt stehen, dreht sich scheinbar. - Ich gehe näher ran.“
Im selben Augenblick war es schon geschehen. Irgendetwas holte die Sonde aus ihrer Flugbahn, schmetterte sie zu Boden und dann brach die Verbindung ab.
„Was?“, fragte Seth.
„Was ist was?“, erwiderte Althais mit einer Gegenfrage.
„Was war das?“
„Das weiß ich doch nicht.“
„Ich erst recht nicht, dachte aber, dass du mehr weißt.“
„Nein, es war schnell und leider nicht im Bereich unserer Kameras.“
„Wir schicken eine zweite Sonde. Diesmal bitte nicht ganz so tief. Fünfzig Meter über dem Boden sollten reichen.“
„Aye! Die zweite Sonde ist in fünf Minuten einsatzbereit.“
„Sehr gut.“
Grey hatte sich soweit erholt und versuchte erneut aufzustehen. Sinja hielt ihn fest am Arm. Etwas wackelig schaffte er es schließlich und stand neben dem Krankenbett.
„Na ja, geht doch“, intonierte er freudig.
„Ja, aber übertreib es nicht. Wir gehen erstmal in mein Quartier.“
Adhara, welche die Krankenstation fest im Griff hatte, schaute nach den beiden, nickte kurz und lächelte.
„Passt gut auf und wenn etwas sein sollte, dann ruft mich sofort.“
„Machen wir. Jetzt aber raus hier, ich habe genug gelegen“, sagte Grey schnell, bevor es sich das Pumaweibchen doch noch anders überlegt und ihn wieder ans Bett fesselt.
Drekal saß in ihrem Quartier und grübelte. 'Entgleiten mir gerade die Fäden? Bin ich zu schwach? Oder ist schon das Schlimmste eingetreten und ich am Ende meiner Kräfte?'
Das Intercom riss sie aus ihren trüben Gedankengängen.
<„Drekal hier.“>
<„Merak hier! Captain, ich habe einen Funkspruch von Genro. Es scheint wichtig zu sein.“>
<„Danke, ich bin auf dem Weg. Drekal, Ende.“>
Die Wölfin verließ ihr Quartier, schob ihre Gedanken weg und betrat den Aufzug. „Brücke!“
Cyron kannte den Weg, ebenso wie die anderen und so standen sie nach zehn Minuten wieder am gleichen Platz und die Kampfeinheit direkt vor ihnen.
„Hallo, ich bin Cyron.“
„Identifikation positiv. Wie kann ich helfen?“, schnarrte der Roboter.
Der Tiger drehte sich zu den anderen um, sah Apollo vielsagend an. „Seid bereit, der entscheidende Moment ist gekommen.“
Apollo drehte den Zielmonitor vor sein rechtes Auge und brachte seine Laserkanonen in Position.
Wieder an den Roboter gewandt, begann er die Codierung vorzutragen. „Ich bin Cyron, Auftraggeber, Aktivierungscode – Omikron-Alpha-Sigma-Sechs.“
Der Roboter hielt kurz inne, drehte sich plötzlich zur Gruppe und lud seine Waffen durch.
„Rennt!“, schrie Cyron nur noch, warf sich zwischen die Beine der Einheit und eröffnete das Feuer rücklings.
Cromwell schien Recht zu haben. Der Cyron aus der fremden Dimension war falsch.
Apollo reagierte schnell, schneller als die anderen. Zeitgleich mit Cyron eröffnete er das Feuer, holte die Messerdrohne vom Himmel.
Sandra zersiebte die Außenhaut der Kampfeinheit und ließ sie wie einen gefällten Baum zusammenbrechen.
Syrgon und Hadron standen geschockt da, während sich Cyron aufrappelte und den Staub aus den Sachen klopfte.
„Na toll. Das war ja wohl ganz großer Mist“, schrie Syrgon.
„Wir haben jetzt ein Problem“, entgegnete Hadron.
Im gleichen Augenblick wussten alle was er meint, denn man hörte die Schritte und das Surren von Kampfeinheiten und Messerdrohnen.
„Es geht wieder los“, schrie Syrgon. „Alle weg hier, zurück zur Basis.“
Sie rannten so schnell sie konnten, schlugen Haken, warfen sich zu Boden und rollten seitlich ab. Die Einheiten und Messer verfolgten sie und eröffneten sporadisch das Feuer.
Wie durch ein Wunder wurde keiner verletzt, erreichten sie das Basisgelände und schließlich den Hangar.
Hadron schrie wie wild und schlug auf den Alarmknopf neben der Zugangstür.
Eben noch war es auf Ebene -6 relativ ruhig, wenn man es denn als ruhig bezeichnen wollte, da es ständig ein Geklapper, Gehämmer, Gequietsche, Gefluche und allgemeines Stimmengewirr gab.
Eben noch der ganz normale Umbauwahnsinn, so war es von einer Sekunde auf die andere schlagartig still, lediglich der schrille, durchdringende Alarm gellte über die gesamten Räume, Flure und Gänge der Basis.
Die Erstarrung selbst dauerte allerdings auch nur wenige Augenblicke und dann brach die Hölle los. Alles rannte auf den ersten Blick chaotisch umher. Auf den zweiten Blick jedoch entpuppte sich eine klare Struktur. Das Sicherheitspersonal stellte sich an die Seitenwände der Gänge und hielt sich zurück. Die Techniker verzogen sich auf direktem Weg ins Genetiklabor und standen keinem mehr im Wege, die Sanitäter begaben sich zur Ebene -7 und versammelten sich komplett in einem Raum. Die Chafren bis auf Kira und Andrew versammelten sich in einem Nebenraum auf Ebene -6, nahmen ihre Waffen an sich, aktivierten sie und eilten gesammelt zum Hangar.
„Weiß jemand was passiert ist?“, schrie Horves in die Menge.
„Nein. Keiner weiß was los ist“, kam die hektische Antwort von Apophis.
„Sieht so aus als ob da draußen was schief gegangen ist“, mutmaßte Pathenon.
„Ja, unser Mister Unglaube hat sich wohl in seinem Spiegelbild getäuscht.“ Lyra konnte sich die bissige Bemerkung nicht verkneifen.
Während sie noch herum diskutierten, drangen die ersten zwei Messerdrohnen in den Hangar ein. Cyron und Hadron verschanzten sich hinter mehreren Materialkisten, Syrgon lag schräg hinter einer Stahltreppe und Sandra und Apollo standen halbwegs in Deckung hinter zwei Nischen.
„Feuert auf alles was nicht nach uns aussieht“, schrie Cyron.
Alles andere ging im entstehenden Chaos unter.
Sandra feuerte auf eine der Messerdrohnen und die Geschosse hämmerten quer durch den Hangar.
Apollo hatte das Feuer auf eine gerade eintreffende Kampfeinheit gerichtet und schoss gezielt auf den linken Waffenarm.
Mit einem lauten Knall explodierte die am Arm der Einheit installierte Laserkanone und riss sie etwas von den Beinen.
Die schaffte es aber sich zu halten und eröffnete ihrerseits das Feuer in Richtung des Pegasushengstes, traf aber nicht, da Sandra auf ihren Sohn achtete und der Einheit mit mehreren schweren Maschinenkanonensalven ein Bein weg sprengte.
In diesem Moment kamen Stella, Tarja, Chiron, Pathenon, Lyra, Horves, Sirius, Wotan und Apophis hinzu, stürmten durch das Zugangstor zwischen Hangar und Stationsinnerem und eröffneten ebenfalls das Feuer.
„Jaaaaaaaa!“ schrie Pathenon, „das ist heiß, das ist genial. So wie früher. Man habe ich das vermisst.“
Er schoss eine Drohne an, diese torkelte, stürzte auf Lyra zu, traf sie am Oberschenkel. Die Hyäne ging verletzt zu Boden.
Apophis rannte durch den Haufen hindurch zu ihr, packte sie unter den Achseln und schleifte sie aus den Schusslinien.
„Wie viele sind es“, schrie er.
„Noch neun Kampfeinheiten und achtundzwanzig Messerdrohnen.“
„Verdammt, wir brauchen Verstärkung. Ruft die Kampfanthros.“
Cyron griff zum Funkgerät. Die am Boden liegende Kampfeinheit feuerte trotz der schweren Demontage mit dem verbliebenen Waffenarm weiter und traf wie durch ein Wunder niemanden.
Dafür traf Sandra und mit ihren Maschinenkanonen und beförderte den Angreifer ins Nirwana.
<„Cyron an Sadral!“>, schrie er.
<„Hier Sadral. Was zum Geier ist da oben los?“>
<„Das muss ich nicht erklären. Kommt her und feuert auf alles in der Luft und auf die verdammten Roboter.“>
<„Verstanden, wir sind auf dem Weg.“>
„Bewegt euch, wir haben einen Einsatz. Das Warten hat ein Ende. - Tripal, schnapp dir deine Flanke und beweg deinen Arsch.“
Die Säbelzahntigerin brüllte markig auf und rannte an ihren Leuten vorbei, deutete an, dass die ihr folgen sollen und war auf dem Weg in den Hangar. Cepheus tat es mit seiner Gruppe ihr gleich und verließ schnellstens die Ebene -40.
'Hoffentlich kommen die oben an und finden überhaupt noch was, was zu retten ist.' Sadral machte ein sorgenvolles Gesicht.
Mittlerweile tummelten sich sechs Kampfeinheiten vorm Hangarzugang des Gebäudes und feuerten wild in die Massen.
Pathenon schrie auf, eine Kugel hatte ihm am linken Arm getroffen. Er schaffte es gerade noch sich hinter einem Kistenstapel in Deckung zu bringen.
„Herrgott, es sind zu viele“, schrie Hadron.
Und es sollte nicht enden. Schon waren es acht Kampfeinheiten die den Zu-gang einnahmen und ihnen folgten fünfzehn Messerdrohnen und surrten aggressiv wie ein Hornissenschwarm über die Köpfe der Anthros hinweg.
„Zieht euch zurück“, schrie Cyron, „Wir müssen sie in die ersten Gänge locken, da haben eine bessere Chance.“
„Das ist eine bescheuerte Idee“, brüllte Horves.
„Hast du eine bessere?“
„Ja. Wir müssen auf die Kampfanthros warten.“
„Gut. Machen wir das und verlieren hier unser Leben. Vergiss es.“
<„Cyron an Sadral. Bleibt wo ihr seid. Wir ziehen uns zurück.“>
<„Hier Sadral, habe verstanden.“>
Neben dem Stier lag Sirius in Deckung und wurde im gleichen Moment von einer verirrten Messerdrohne am Rücken verletzt. Der Rüde schrie wie am Spieß auf, Blut spritzte aus der tiefen Wunde.
Horves schnappte ihn sich und schleifte ihn durch das kleinere Hangartor ins Stationsinnere. Legte ihn sich über die Schulter und rannte zur Ebene -6, legte ihn seitlich in den Gang.
„SCHNELL!“, schrie er, „Sirius braucht Hilfe!“
Binnen Sekunden waren zwei Sanitäter bei ihm und brachten ihn ins Labor. Der Wolf hatte durch den Blutverlust und den extremen Schmerz das Bewusstsein verloren. Durch die schnellen Umbauten und Vernetzung aller Rechnersysteme waren auch die Stasisröhren wieder in Funktion und so wurde er kurzerhand in eine der Röhren gestellt, festgeschnallt, mit einer Sauerstoffmaske versehen und der Innenraum mit einer antiseptischen und mit Antibiotika gesättigten Flüssigkeit geflutet.
Nachdem der Stier gewahrte, dass der Wolf in guten Händen war, rannte er zurück in Richtung Hangar.
Dort ging der Kampf in eine groteske Szenerie über. Die Anthros wurden kopflos und rannten zurück ins Stationsinnere, schlossen das Tor und waren einstweilen in vermeintlicher Sicherheit.
„Na großartig. Wir haben den Hangar verloren“, stöhnte Chiron.