Kapitel 32

Story by SethGodofChaos on SoFurry

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Prolog 3

Vor Jahrmillionen entstand auf dem Planeten Antermerius eine Spezies, welche sich selbst Antermerianer nannte. Eine Spezies, welche in einem, den Cherit, Chafren, Menschen, Balgaranern, Haldoranern und auch den Hermonitern, unbekannten Universum lebte.

Diese Spezies entwickelte sich rasend schnell, erreichte technologische Höhenflüge, die ihres gleichen suchten.

Die Dimensionsverschiebung, -vervielfältigung und auch deren -vereinfachung waren nur ein Anfang. Später folgten den interstellaren Flügen, welche ihre Anfänge auch im Erzeugen von Subräumen hatten, gigantische Raumkreuzer die imstande waren die gewaltigen Kräfte von schwarzen Löchern zu nutzen. Und viel später erreichten sie die Krönung durch die Einführung der Raumfahrt quer durch die Universen. Egal wo die Antermerianer auftauchten, ihre Kontakte waren geprägt von Friedfertigkeit und Harmonie.

Doch das war vor dreihundert Millionen Jahren, einer Strömung, welche sich zunächst im Untergrund bildete, nicht genug. Diese Gruppe wurde im Laufe der nächsten fünfzig Millionen Jahre immer stärker, umfasste am Ende dreißig Prozent der antermerianischen Bevölkerung, welche sich fast nur noch aus Klonen zusammensetzte.

Friedfertigkeit war dieser Gruppierung fremd und sie empfanden den Teil der Bevölkerung für verachtenswert der diese Harmonietendenzen unterstützte.

So kam es auf Meridius, der Heimatwelt, immer mehr zu Unstimmigkeiten, welche letztendlich zu offenen Kämpfen führten. Die Zahl der Opfer dieser Streitigkeiten stieg stetig an, grenzten schon an planetenweiten Terrorismus. Daraufhin entschloss sich die Zentralregierung zu einem elementaren Schritt und inhaftierte die Anführer dieser Strömung, machte ihnen den Prozess.

Zu jener Zeit hatten die Abtrünnigen, wie sie sich selbst nannten, auch innerhalb der gemäßigten Antermerianer, verdeckte Anhänger. Diese hatten Schlüsselpositionen inne, die Sicherheitskräfte infiltriert und so war es ein Leichtes die Rädelsführer aus der Haft zu befreien, ihnen zu Schiffen zu verhelfen und damit zur Flucht.

Die Sicherheitskräfte der Raumbasen, welche loyale Antermerianer waren und nicht zu den Abtrünnigen gehörten, wurden bei der Übernahme getötet, die Spuren verwischt, die Flucht war gelungen. So irrten diese Schiffe mit tausenden von Abtrünnigen an Bord durch ihr eigenes Universum, konnten aber keinen Ort finden, an dem man sie nicht innerhalb kürzester Zeit aufgespürt hätte. So entschlossen sie sich den Sprung zu wagen, den Sprung in ein anderes Universum.

Es gelang und sie landeten vor den Toren des Elarasystems und damit in der Nähe des Planeten Genro.

Dieser wunderschöne Planet trug die zarten Ansätze intelligenten Lebens auf seiner Oberfläche. Es tummelten sich verschiedenste Arten im Meer und an Land. So wurde die Oberfläche genauer untersucht und man fand eine Fabel-welt bestehend aus Einhörnern, Tauren, Pegasi und Drachen.

Die Abtrünnigen stuften diese Lebensformen als unwert ein und starteten eine planetenweite Säuberung. Nichts sollte diesen Planeten mehr verschmutzen, nichts sollte ihn mehr bewohnen, außer ihnen selbst.

Im Laufe der nächsten Jahrtausende wuchs die Bevölkerung an, reduzierte sich aber später wieder durch eine ungeahnt hohe und plötzlich einsetzende Todeswelle. Selbst die besten Wissenschaftler konnten keine Ursache finden und keine Erklärung abgeben.

Die Reste entschlossen sich wieder zu einem drastischen Schritt. Sie kapselten sich ab, zogen sich auf den Kontinent Sabeth zurück, bauten ihr eigenes unter-irdisches Verlies und brüteten über Plänen um neue Welten zu erobern, andere Planeten zu ihrem Eigen zu machen. Bestehende Zivilisationen waren dabei nebensächlich und nur im Wege, denn sie waren wie Götter.

So konstruierten die findigsten Köpfe eine neue Art von Schiff. Ein Schiff, welches jeder Herausforderung standhalten sollte, welches ein Leben lang Schutz und Heimat bieten und dabei eine Sache vorrangig erfüllen sollte, dass Auffinden bewohnbarer Welten und dass bereinigen der Oberflächen von jeder Form fremden Lebens.

So hoben sie den Systemvernichter aus der Taufe. Ein Schiff, das mit den tödlichsten Waffen ausgestattet war, das in der Lage war Sonnen kollabieren zu lassen und nötigenfalls ganze Sternensysteme zu vernichten.

Nach seiner Fertigstellung im Orbit des Planeten Genro, starteten die Abtrünnigen und hinterließen auf ihrer zwischenzeitlich bewohnten Welt nur eine Anlage und den ihr ganzes Wissen umfassen Kubus. Einen Rechner mit dem sie zuvor ständig vernetzt waren und somit jeder alles wusste.

Sie setzen einen Kurs der sie, nach ihrer Vermutung, in bewohnbare Gebiete bringen sollte und sie hatten Glück. Jahrtausende und am Ende Jahrmillionen waren sie auf ihrem Schiff gefangen, gefangen in Raum und Zeit, für sich selbst Jäger des Glücks, für Andere Götter auf Reisen.

Vor 64,709 Millionen Jahren erreichten die selbsterkorenen Götter ein Sternensystem. Dieses System war stabil, hatte ein Zentralgestirn der Klasse G, welches mit einem angenehmen gelblichen Licht strahlte und der dritte Planet trug Wasser und Landmassen auf seiner Oberfläche, hatte eine atembare Sauerstoff-Stickstoff-Atmosphäre. Hier wollten sie sich niederlassen, ihrem im All treibenden Sarg entfliehen. Bei der Annäherung stellten sie jedoch fest, dass sie nicht allein waren. Die ursprünglichen Antermerianer war nicht untätig gewesen, hatten die Suche nach der feindlichen Strömung intensiviert, alle Daten verglichen, neue hinzugewonnen und riskierten einen Schuss ins Blaue, mit Erfolg.

Die Abtrünnigen tauchten genau an der Stelle auf, die die Antermerianer be-rechnet hatten. Glück für die Einen, Pech für die Anderen. Es kam zu einem unangenehmen Treffen, zu einem Treffen der Vernichtung, Systemvernichter ge-gen Kampfinsel.

Der Raumkampf dauerte an und zog sich zermürbend in die Länge. Nach unendlich erscheinenden achttausend Jahren erbitterten Kämpfen, welche sich überwiegend im Raum, zwischen einem Gasplaneten und einem um den Stern kreisenden, ringförmig aufgebauten Gesteinsfeld, abspielten, geschah das Unfassbare. Die Kampfinsel wurde schwer getroffen, begann zu trudeln, fing sich aber wieder und stürzte sich todesmutig auf den Systemvernichter.

Beide Schiffe kollidierten. Während die Kampfinsel der Antermerianer fast vollständig zerstört wurde, zerbrach der Systemvernichter an einer vorher nicht klar definierten Schwachstelle in zwei ungleich große Hälften.

Während die größere Hälfte kampf- und steuerungslos in den Weiten des Alls verschwand, stürzte der kleinere Teil des Systemvernichters in den weitgefächerten Ring aus Gesteinstrümmern, kollidierte mit einem der größten Brocken, zerbrach wiederholt. Der größere Teil verschwand ebenfalls in den Weiten des Alls, während der kleinste Teil unaufhaltbar dem dritten Planeten des Systems entgegen trudelte. Aber damit nicht genug. Der noch existierende und ebenso manövrierunfähige Teil der Kampfinsel, kollidierte ebenfalls mit einem Felsen des Asteroidengürtels, wurde dabei endgültig zerstört, aber setzte eine verhängnisvolle Kettenreaktion in Gang.

Während der von der Kampfinsel aus seiner Rotation gebrachte Felsbrocken, mit dem größten Teil, des durch den Systemvernichters ebenso ins Trudeln gebrachten Asteroiden kollidierte, diesen nochmals spaltete und in einer Explosion endgültig vernichtete, trieben jetzt drei Objekte unkontrolliert in Richtung der inneren Planeten des Systems.

Der Rest des Systemvernichters der Abtrünnigen näherte sich unaufhaltsam dem dritten Planeten, ebenso der kleinere Teil des nochmals gespaltenen Asteroiden. Der größte Teil dessen, entfernte sich in nicht weiter definierter Richtung. Der andere und damit dritte Asteroid glitt langsam, aber stetig in Richtung des vierten Planeten.

Damit waren mehrere Schicksale besiegelt. Der größere Brocken schlug binnen kurzer Zeit auf dem vierten Planeten des Systems ein, ließ dadurch die entstandene Sauerstoff-Stickstoff-Atmosphäre kollabieren und löschte eventuell entstehendes Leben aus. So trudelten der Systemvernichterrest und ein kleinerer Felsbrocken in Richtung des dritten Planeten, wurden von diesem eingefangen, kreisten in einer immer enger werdenden Spirale um ihn, um schließlich vor 64,001 Millionen Jahren in die Atmosphäre des Planeten einzutreten und gestaffelt einzuschlagen.

Der Asteroideneinschlag führte zu einer Klimakatastrophe und löschte in ihrem Zuge fast das komplette existierende Leben aus. Die Vernichterreste umkreisten den Planeten noch eine kurze Zeit, um circa 30.000 Jahre später ebenfalls auf den Planeten zu stürzen. Im Laufe der nächsten Jahrtausende kilometertief im Boden liegend und unter einer immer dicker werden Eisschicht begraben.

Kapitel 32

Abtrünnige Gedanken

„Verdammt, was war das?“, fragte Cratoul, mehr in den Raum, als an seine Offiziere gerichtet.

Sein Waffenoffizier fand als erster die Sprache wieder. „Wir haben den Zentralkubus im Elara-System verloren. Selbst unsere Spezialdroiden sind hinüber.“

„Finde heraus was die Ursache war. Da muss es noch eine letzte Übertragung gegeben haben.“

„Verstanden! Der Kommunikationsoffizier wird gleich mal nachsehen, denn immerhin ist es seine Aufgabe.“

Der Erwähnte nickte kurz und beugte sich über das Display. Die Anwesenden in der Steuerungskuppel des Systemvernichters beobachteten ihn aufmerksam, geradezu durchdringend.

Der Kommunikationsoffizier hieß Darough und entstammte der früh erzeugten und weiter entwickelten Cathulu-Klon-Reihe, was ihn dazu befähigte seine Tentakeln sehr geschickt über die Tastatur gleiten zu lassen. „Ja. Ich habe eine Übertragung gefunden. Es scheint ein unbefugtes Eindringen in den Komplex gegeben zu haben. Alle Eindringlinge wurden durch das integrierte Abwehrsystem Lazargad 04 eliminiert. Weitere Kontakte gab es nicht. Den letzten Sekunden der Aufzeichnung zufolge gab es eine plötzliche Überlastung im Kühlsystem, welche nicht ausgeglichen werden konnte. Es kam zur Schmelze und anschließend zu einer heftigen Eruption, gefolgt von magmatischem Gestein des Planeten. Eine fremd herbeigeführte Ursache ist nach dem Stand der Dinge auszuschließen.“

„Ganz sicher?“, bohrte Cratoul.

„Aye, Commander!“

„Na schön. Dann belassen wir es dabei und konzentrieren und uns wieder auf unsere Aufgabe.“

„Aye!“, begann der Waffenoffizier, namens Wargol, mit seinen Ausführungen. „Die Übernahme des irdischen Solarsystems sollte nach unseren Erkenntnissen relativ einfach von statten gehen. Die Menschheit hat sich kaum weiter entwickelt. Religiöse Kriege stehen in weiten Teilen des Planeten an oberster Stelle. An Frieden und Aussöhnung ist in anderen Teilen der Bevölkerung auch nicht zu denken, da geht es um kleinkarierte Machtgeplänkel.

Im großen und ganzen müssen wir uns nur als verschwundene und wieder heimgekehrte Götter präsentieren und alles wird zu Boden gehen und vor uns knien.“

„Warum hört sich das in meinen Augen irgendwie zu einfach ein“, gab Gratougis zu bedenken.

„War klar, dass du wieder den Pessimisten spielen musst. Typisch für euch Pegasus-Klone. Wer euch zu Erstkontaktern gemacht hat, ist mir ein Rätsel.“

„Du vergisst, dass der Erstkontakt immer der gleichen Struktur folgt. Ich sammle Informationen, die fremde Zivilisation ist beeindruckt, hat noch nie ein geflügeltes Pferd zuvor gesehen, habe dadurch leichtes Spiel. Gewinne deren Vertrauen und dann“, er schnalzte kurz mit der Zunge, „ex und hopp, kommt ihr ins Spiel.“

„Ja, ein schönes und einfaches Spiel. Ich hoffe, dass es diesmal auch so sein wird.“

„Werden wir ja sehen.“

„Oh, ich bin fest überzeugt davon. Immerhin geschieht es nicht von ungefähr, dass da plötzlich alle Gottheiten der alten Mythen auftauchen. Nicht umsonst haben wir für diese eine große Aufgabe alle Hebel in Bewegung gesetzt und die DNA Sequenzen nach und nach so überarbeitet, dass am Ende so ziemlich jede Glaubensrichtung, egal ob noch existierend oder bereits ad acta gelegt, bedient wird“, verkündete Wargol voller Stolz.

„Du meinst also, dass das reichen wird?“, fragte Darough.

„Ich bin mir da absolut sicher. Sieh mal. Um das Christentum, den Islam und auch das Judentum, brauchen wir uns nicht zu kümmern. Die haben es bis heute nicht geschafft ihre Zwistigkeiten beizulegen und den Menschen als Menschen im Vordergrund zu sehen. Da geht es immer noch darum, dass es Personen gibt, die nicht ihrem gewählten Glauben folgen und pferchen sich hinter Formen und Regeln ein um einen Deckmantel zu haben Andere zu misshandeln, abwertend zu beurteilen, sich selbst auf einen höheren Punkt zu bringen oder gar ein Motiv zu haben, um Andere zu töten.

Der Buddhismus wird die Füße still halten und sich gar nicht erst erwehren, die sind so friedfertig, da reicht ein Wink mit unserer seit Antermerianerzeiten in den Genen verankerten Kraft und die kuschen.

Ebenso wird es bei den anderen Glaubensrichtungen sein.

Stell dir doch einfach vor, wie die Menschheit reagieren wird, wenn da plötzlich ein gewaltiger Brocken vor ihrer Erde auftaucht und auf ihrem Heimatplaneten stehen Anu, Marduk, Ischtar, Nabu und Nergal im Bereich des alten Babylon. Ebenso werden Anubis, Isis, Selketh, Hathor und Horus in Ägypten auftauchen. Den Iren und Germanen wird es nicht anders ergehen, wenn Cerviden, Danu, Dagda, Bel, Gobban, Freya, Odin, Loki, Thor und Fenrir erscheinen, von den indischen Brahma, Shiva, Indra und Lakshmi ganz zu schweigen. Und das ist nur der bekannteste Bruchteil dessen was wir sind.

Wir sind Götter, dabei betonte er das Wort extrem laut und deutlich, und das werden wir jedem beweisen, der es in Zweifel zieht. Die Urantermerianer haben es damals unbewusst angefangen, aber aufgrund ihrer Schwachheit abgebrochen. Wir sind nicht schwach, wir sind Götter und werden es der Menschheit auch beweisen“, zelebrierte Wargol voller Inbrunst.

„Und das soll reichen?“, wiederholte sich Darough zweifelnd.

„Mach dir doch einen Knoten in deine Fangarme, aber ja. Die Menschheit wird sich entweder beugen oder sich im besten Falle durch plötzlich unkontrollierbare Glaubensströmungen und damit verbundene Auseinandersetzung selbst zerlegen.“

„Der Gedanke gefällt mir“, intonierte Cratoul. „Im Prinzip müssen wir dann nur daneben sitzen, uns zurücklehnen und zu schauen. Die Reste kehren wir dann fein säuberlich zusammen.“

„So ist es.“

„Dann sollten wir mal langsam, aber sicher einen Kurs setzen, denn wenn wir ernten wollen, müssen wir erst sähen. - Navigator, Kurs setzen. Wir machen uns auf den Weg.“