Bei Exoten
Können Tiere Standart sein? Nein, aber man kann sich an ihren Anblick gewöhnen. Daraus ergibt sich, dass es auch reichlich ungewöhnliche Tiere gibt, denen man begegnen kann...
Hallo
Ein neuer Tag, ein neuer Teil. Wenn nur nicht immer wieder soviele teillose Tage dazwischen liegen würden!
Wie gewöhnlich gilt auch hier wie üblich, dass dies nichts für Persönchen unter 18 ist, und dass Kritik immer wieder gern gelesen wird.
Bei Exoten
(eine Kommission für KyanHyena, Teil 5 der Serie)
Grillen zirpten in der Abenddämmerung. Die Sonne sank gerade über den Horizont und tauchte den geschlossenen Zoo in goldenes Zwielicht. Über dem Waldgehege hing frühlingshafte Unruhe. Micha verscheuchte einen Mückenschwarm mit den Armen und bahnte sich seinen Weg durch das Gebüsch. Er war spät dran, der Tagesschluss am Eingangsbereich hatte sich unvorhergesehen in die Länge gezogen.
Das Gehege war so gebaut, dass es die Illusion eines großen Waldes erzeugte, mit vielen verschiedenen kleineren Biotopen. Micha kämpfte sich gerade mühsam durch das Unterholz und betrat die lichteren Bereiche, als sich ihm ein schwarzbrauner Schatten etwa hüfthoch in den Weg stellte. Seine Augen hatten sich noch nicht ganz an das karge Lichte gewöhnt, daher brauchte er einige Sekunden um sie zu erkennen.
„Gloria“, sagte er erfreut, und erntete einen mehr als missgünstigen Blick aus den kleinen blitzenden Äuglein. Er blinzelte, es dauerte bis er begriff.
„Frau Gloria, bitte um Verzeihung“, korrigierte er sich und deutete einen Diener an.
Die Wildsau hob zufrieden den Kopf und nickte ihm hoheitsvoll zu.
„Siehst du wohl, es geht doch“, gab das Wildschwein zurück. „Was verschafft uns denn wohl die Ehre, noch zu so später Stunde?“
Trotz Gewohnheit musste Micha sich auf die Zunge beißen um nicht lauthals los zu lachen. Diese vornehm, blasierte Stimme aus dem Maul eines Schweins zu hören würde ihm niemals nicht seltsam vorkommen. Aber andererseits, alle Bewohner des Zoos hatten ihre persönlichen Spleens und dabei nahm er sich selbst nicht aus. Weshalb sollte er es dann der Schweinedame anlasten?
„Nun, Offiziellerweise bin ich auf der Suche nach meiner Kollegin“, antwortete der Tierpfleger übertrieben umständlich, so wie er wusste dass es der selbsterklärten Adligen gefiel.
„Und Inoffiziellerweise?“, fragte Gloria, wobei sich ihr Rüssel niedlich kräuselte.
Micha öffnete lächelnd den Reißverschluss seines Overalls und ließ kühle Abendluft an seine nackte Brust. Das Steinmedallion pulsierte kraftvoll.
„Inoffiziellerweise, Madame?“
Mit Genugtuung beobachtete er, wie die Wildsau in seine Richtung schnüffelte.
„Inoffiziellerweise bin ich gekommen um nachzusehen, ob der Zustand eurer Eisbeine noch immer vorzüglich wäre.“
Ein Zittern durchlief die Sau bis hinauf in ihre Borstenspitzen.
„Du großer, böser Jägersmann willst mich gar noch verzehren?“
Michas Finger kraulten ihr über die Ohren.
„Mit Haut und Haar, mein wonniges Stück Speck!“
„Oh Graus!“, quiekte die Sau sehr künstlich, wandte sich um und hüpfte davon. Sie sprang in kurzen Sätzen und wartete nach jedem einzelnen bis der Zoowärter sie wieder eingeholt hatte. Micha kam dabei nicht einmal außer Atem. Nach einigen Haken quer durch den Waldbereich hatte er die Wildsau an einem dichten Farn eingeholt.
„Oh Nein!“, fiepte Gloria theatralisch. „Weh mir, ich wurd gefangen. Der böse Jäger fing mich und will an meine edlen Haxen.“ Der Blick ihrer kleinen Schweinsäuglein richtete sich nun ungeniert auf Michas Lendenbereich, und vor allem die Beule die sich dort auf dem Overall abzeichnete. „Schon zielt seine Flinte auf mich! Wie soll ich nur mein kleines Leben retten?“
„Da sehe ich wohl kaum noch eine Chance, Madame!“, verkündete Micha mit tiefer Stimme. Er schob den Overall von seinen Schultern und schob ihn soweit herunter dass sein Harter aus dem Versteck springen konnte. „Eine Dame wie ihr ist wohl kaum in der Lage, zu tun was dafür notwendig wäre.“
„Eine Dame wie ich?“, fragte die Sau pikiert. „Glaubt er, ich wäre auf ein Dutzend Ferkel gekommen, wenn dieser Schmutz mir fremd wäre?“
Sie drehte sich um und stellte die Hinterbeine auseinander, so weit dass zwischen den dunklen Borsten eine rosige, feucht glänzende Öffnung sichtbar wurde. Ein unverkennbarer Geruch stieg Micha in die Nase.
„Tut euer schlimmstes Jägersmann!“, verlange Gloria und wackelte ungeduldig mit dem Rumpf hin und her. „Beschmutzt diesen edlen Körper, aber lasst mir mein Leben!“
Micha schälte sich aus seinem Overall und ging hinter der Sau in die Knie. Mit beiden Händen strich er durch das struppige Fell ihrer Hinterbacken und zog das Fleisch darunter noch weiter auseinander.
„Endlich mal eine Sau, die es begriffen hat“, frotzelte er grinsend. „Wären die anderen so gefügig, müssten wir Jäger uns nicht mit dem zweitbesten begnügen.“
Er fasste seinen Ständer mit einer Hand, zog die Vorhaut zurück und setzte die pochend harte Spitze an die zitternde Feuchtigkeit des Schweins.
„Unverschääääääääää…..“ Glorias Quieken wurde beständig höher, bis die Schakale wieder zu kläffen begannen, während Micha sanft in sie eindrang. Der Tierpfleger kam auf dem Rücken der Wildsau zum Liegen und umfasste ihre Flanken. Die schleimige Hitze ihres kompakten Leibes umfasste ihn wie Finger in nassen Fäustlingen. Fest fasste er die Seiten des Schweins und stieß tiefer in sie vor.
„Wie… gefällt… Madame… denn das?“, keuchte Micha. Gloria stand stock still, aber ihr Atem ging hörbar schneller. Man durfte nicht zuviel Akrobatik von Schweinen erwarten, aber genießen konnten sie.
„Der böse Jäger… kann ruhig… noch böser sein…“, schnaubte sie zwischen verzücktem Grunzen. Der Tierpfleger ließ sich das nicht zweimal sagen und stieß heftiger zu. Gloria richtete ihre Beine und wurde dabei nach vorn geschoben. Sie wie auch Micha mussten sich umstellen, ohne dass er jedoch aus ihr glitt.
„Seht nur… böser Jäger“, quiekte sie „Wir bekommen was zusehen!“
Micha konnte nur mühsam durch die wackelnden Farnwedel sehen ohne die Sau zu vernachlässigen. Hinter dem Farn öffnete sich die kleine Lichtung im Wald, ein zertrampelter Bereich mit kleinen Grasflecken und Schlammsuhlen. Und in einer dieser Suhlen lag eine dickliche Brünette, völlig nackt, und wurde gerade von einem Keiler bestiegen.
„Oh dieser… treulose Patron!“, grunzte Gloria vergnügt zwischen den Stößen „Was muss ich auch… mit einem so untreuen Mann… geschlagen sein!“
„Ihr werdets verschmerzen!“, flüsterte Micha ihr zu und rammte umso härter in sie.
Auf der Lichtung wand sich Xenia; Arme, Schenkel und Bauch vom Schlamm verschmiert; unter dem Griff des Keilers. Der Eber ging dabei ganz ruhig vor, hielt die speckigen Hüften mit den Vorderbeinen gefangen und bemühte sich nicht mit den Hinterhufen abzurutschen. Xenia lag den Ellbogen, die Beine weit gespreizt und keuchte so schwer dass der Staub zwischen dem Suhlen hochgeblasen wurde.
Erst auf den zweiten Blick sah Micha dass ihre Brüste kaum etwas vom Schlamm abbekommen hatten, und erst auf den Dritten weshalb. An jeden der dicken Nippel hing ein kleines Ferkel, noch mit Frischlingsstreifen den Rücken entlang, und nuckelte was das Zeug hielt.
„Was für… brave Kinder!“ schnaubte Gloria tonlos hervor „Kümmern sich… um Gäste… und lassen sich… nichts entgehen… Jä…. Jägersmann, was machst du mit…?
In einem röhrenden Grunzen bäumte die Wildsau sich auf. Ihr Innerstes saugte noch kräftiger als zuvor und brachte Micha endgültig über den Berg. Ihm war als würde seine Schädeldecke abgesprengt, aller Stress des Lebens wich wie heißer Dampf heraus, dann fiel die Hirnschale wieder zurück. Nicht unbedingt richtig herum. Mit einem dumpfen Schlag prallte er auf den Rücken der Sau, während er seinen Samen tief in ihren borstigen Körper schoss.
Gloria stieß den Hintern hoch und verfehlte dabei gerade noch Michas Hoden. Er fiel nach hinten und hielt sich irgendwie auf seinen Knien. Die Wildsau trottete auf die Lichtung schüttelte sich, kurz bevor ein vertraut klingendes Heulen in ein ebenso vertrautes Schnauben überging. Micha rutschte nach vorne und sah wie der Eber vom Rücken der angehenden Tierärztin rutschte, und seinen korkenzieherförmig verdrehten Penis aus ihr zog. Auch die Frischlinge ließen von den menschlichen Brüsten ab und rannten auf Gloria zu.
„Frau Mama!“, riefen sie „Frau Mama! Die Menschin hat riesige Zitzen, gibt aber keine Milch. Warum diese Verschwendung? Warum?“
Die Wildsau beruhigte ihre Kinder mit einigen nichts sagenden Worten und führte sie dann an einen anderen Rastplatz, tiefer im Waldgehege. Der Keiler schüttelte sich, schnaubte noch einmal in Xenias Richtung und verschwand dann ebenfalls zwischen den Bäumen.
Die brünette Praktikantin drehte sich mühsam aus dem Schlamm bis sie auf der Seite lag. Der größte Teil ihrer Haut war nun mit schwarzer Erde bedeckt.
„Hey“, sagte sie. Für mehr reichte ihre Luft noch nicht.
Micha kam näher, den Overall trug er noch in der Hand.
„Hey“, gab er zurück. „Entschuldige, ich bin spät dran.“
„Hat nicht gestört“, winkte sie ab. „Warte mal kurz.“
Sie hob ein Knie und winkelte es ab so dass ihre Oberschenkel sich öffneten. Dabei flutschte etwas aus ihrer haarigen Vagina und blieb surrend am Boden liegen. Murrend seufzte sie etwas Unverständliches und drückte sich die Hand auf den Bauch.
„Ein Vibrator?“, fragte Micha „Ich wusste gar nicht…“
Xenia verdrehte die Augen und ein donnernder Furz sprengte die Stille der Lichtung. Dabei flogen Tropfen zähen Schweinesamens einen halben Meter weit.
Instinktiv wich Micha zurück.
„Jetzt stell dich bitte nicht so an!“, sagte Xenia, hörbar erleichtert. Sie drehte sich mühsam auf die Knie und versuchte auf die Füße zu kommen. Micha bot ihr die Hand und half ihr auf.
„Danke“ Sie bückte sich, wobei sie dem Tierpfleger ungeniert Einblick zwischen ihre spermaverschmierten Hinterbacken gewährte, hob den Vibrator auf und stellte ihn aus.
„Zusätzliches Spielzeug?“, fragte Micha, hauptsächlich um die Stille zu beenden.
„Nur eine Kleinigkeit, um es interessanter zu machen“, antwortete Xenia. Sie drückte den Rücken durch und schüttelte sich, wodurch ihre Brüste auf ihren Bauch klatschten. „Herbert hatte auch nichts dagegen, machte es auch interessanter für ihn.“
Einen Augenblick lang dachte Micha darüber nach, dass man Analsex mit einem Wildschwein interessanter machen konnte.
„Ich hab gar nicht mit bekommen, dass du ihn… na ja…“
„In den Arsch, sag's doch einfach“, fiel Xenia ihm ins Wort. „Schweinesperma verklumpt in der Frau, wird wie ein Korken dass kein anderer Eber mehr Glück hat. Glaubst du, das will ich in meiner Muschi haben?“
„Ich werd dir da sicher nicht dreinreden“, wehrte Micha ab. Er betrachtete ihren schlammüberzogenen Körper und erinnerte sich, dass er selbst auch seinen Anteil an Schweiß und Haaren abbekommen hatte.
„Duschen?“, fragte er.
„Duschen!“, antwortete Xenia. „Wir müssen doch hübsch sein, wenn Madame Direktorin morgen ihre wichtigen Neuigkeiten zu verkünden hat.“
An besagtem Morgen.
„Ich musste vorhin übrigens noch einen Streit im Affenhaus schlichten“, flüsterte Micha, gerade so laut dass man ihn einen Schritt weit verstehen konnte.
„Ist das so?“, fragte Xenia in vergleichbarer Lautstärke doch mit wesentlich überheblicherem Tonfall zurück.
Beide standen sie am hinteren Rand der Menge, die sich auf dem kleinen Platz vor dem Büro der Direktorin drängte. Vor dem Podest reihten sich die Zuhörer gestaffelt nach Wichtigkeit aneinander. Zuvorderst ein Aufnahmeteam des regionalen Fernsehsenders. Keiner der Dritten, eher zwei Stufen darunter. Einer jener Sender, die pro Woche auf ein paar Stunden Programm kamen und den Rest mit Gebirgspanoramen füllten.
Dahinter gruppierten sich Reporter deren Artikel sich hauptsächlich in jenen Zeitungen fanden, die von selbst in Briefkästen auftauchen. Und hinter diesen wiederum eine Klasse aus der Mittelschule, an deren Gesichtern man ablesen konnte dass weder Schüler noch Lehrerin in diesem Moment an diesem Ort sein wollten. Dann folgten einige Leute, die nur auf ihrem Weg durch den Zoo stehen geblieben waren, und dann die Angestellten des Tierparks.
Die Rede der Direktorin ging gerade in die zweite halbe Stunde, sie lobte die Pionierarbeit ihres Großvaters, und es hörte ihr nur noch die Kamera zu.
„Gab es Tote?“, wisperte Xenia wie beiläufig.
„Dann hätte Madame Direktoress etwas Spannenderes zu erzählen“, frotzelte Micha „Aber Laz hat ihrem Schwesterchen ganz schön den Arsch aufgerissen.“
„Gut für sie“, meinte die Praktikantin. „Es zahlt sich also doch aus, wenn sie die Gelegenheit zur Persönlichkeitsbildung bekommt.“
„Sieht so aus“, bestätigte Micha „Oh, in dem Zusammenhang fällt mir ein, sie lässt fragen wann du mal wieder Zeit für sie hättest.“
„Schon wieder?“
„Schon wieder.“ Der Tierpfleger zuckte mit den Schultern. „Nur mit dir, nicht mit mir. Ich glaube, wir können jetzt sicher davon ausgehen, dass wir da ein kleines Lesbenäffchen bei uns haben.“
„Kleines Äffchen, na sicher. Und wie mach ich einem neunzig Kilo Gorilla klar, dass ich gar nicht so sehr auf Pussy stehe? Ohne das Sensibelchen zu überfordern.“
„Keine Ahnung, aber falls es dich beruhigt, ich glaube nicht dass es nicht so sehr die Pussy ist, auf die sie es abgesehen hat“, sagte Micha.
„Was du nicht sagst? Macht es das besser wenn ich danach zwei Tage lang nicht mehr ruhig sitzen kann?“
„Vermutlich nicht. Wir müssen mal sehen, ob… Hey, ich glaube sie kommt endlich zum Ende.“
Mit diesen Worten deutete der Zoowärter nach vorn zum Podest.
Nach etwa vierzig Minuten Redezeit erklärte die Direktorin der versammelten Menge tatsächlich, warum sie am heutigen Tag erschienen waren. Nicht dass es Micha sonderlich neu gewesen wäre. Die Ankunft neuer Attraktionen ging selten an den Leuten vorbei, die die Gehege jener Attraktionen vorbereiten mussten. Den lange leerstehenden Ankunftskäfig auf Vordermann zu bringen hatte ohnehin den besseren Teil der vergangenen Woche in Anspruch genommen.
Lang und breit beschrieb die Direktorin das bisherige Schicksal der Neuankömmlinge und sparte auch dabei nicht mit Ausflügen ins Anekdotenhafte. Von Zirkusbesuchen als kleines Mädchen über die Bewunderung der schlichten rohen Kraft der Natur bis hin zur mysteriösen Faszination ferner Kontinente. Als sie endlich zum Ende kam konnte man in den resignierten Gesichtern der vorne stehenden Reporter ablesen, dass sie schon überlegten wie man aus dem neuen Elefanten und dem neuen Nashorn mehr als ein oder zwei Sätze in der Vermischten-Spalte machen sollte. Vermutlich strickten sie mehr Text rund um Pierre dem ewigen Demonstranten, falls es diesem gelingen sollte einen von ihnen vor dem Eingangsbereich abzufangen. In letzter Zeit schien er sich an die Verfügungen zu halten, aber das sagte nicht viel.
Das Gehege für Neuankömmlinge war nicht viel mehr als eine Zwischenstation, eine Art Schleuse durch die neue Tiere, besonders große, zu gehen hatten bevor sie Teil in ihr reguläres Gehege überführt wurden. Das grobe Frontgatter war vom Weg aus einsehbar, aber die Strecke alles andere als attraktiv. Ebenso wie das Gehege selbst. Zwei Räume aus nacktem Betonguss, zwischen denen ein vergittertes Tor eine Verbindung herstellte. Beides betretbar durch schmale Türen für das Zoopersonal. Es erinnerte nicht von ungefähr an ein Wartezimmer denn ein Teil der Prozedur war die Quarantäne.
„Und du bist dir wirklich sicher, dass da nichts gesehen kann?“, fragte Micha.
„Zum fünften Mal, ja!“, erwiderte Xenia entnervt.
Die beiden marschierten nach Einbruch der Dunkelheit über die Wege des Zoos und ignorierten die obszönen Sprüche die ab und an zwischen den Gehegen umher flogen. Man konnte sich dabei nie sicher sein, ob es sich um Spott oder Einladungen handelte. Meistens ein wenig von beidem.
„Ich habe die medizinischen Checks gestern beendet“, versicherte die angehende Tierärztin nachdrücklich „Alle beide sind kerngesund, der ganze Rest der Quarantäne ist nur noch grausame Vorschrift.“
„Grausam vielleicht, aber doch immerhin nicht ohne Grund Vorschrift“, erwiderte Micha „Du weißt doch selbst am Besten, was man da alles schief gehen kann. Und wenn wir uns jetzt auch noch vorstellen, ich meine, weißt du sicher ob das sicher ist?“
„Sicherheit ist eine Illusion!“, entgegnete Xenia scharf „Wenn du Sicherheit willst, hör am Besten als Erstes auf Bala zu vögeln, und wenn wir schon dabei sind, Henrietta auch.“
„Aber sie ist doch…“
„Ihr gefällts sicher, das ist mir klar. Aber Henrietta ist auch trächtig, und Herr Löwe sollte besser nicht Angst um das Wohl seiner Kätzchen bekommen, sonst wird er irrational.“
„Schon verstanden“, winkte Micha ab. „Ich dachte halt nur, dass wir ihnen vielleicht noch etwas Ruhe lassen sollten, bevor wir gleich mit allem Drum und Dran auftauchen.“
„Und warten, bis das Zoointernet uns ihnen vorstellt?“ Xenia schnaubte verächtlich. „Nein, wir machen das so. Je eher sie wissen, dass es hier jemanden zum Reden gibt, desto besser.“
„Ganz wie du meinst.“ Micha öffnete die Tür in den Zwischengang, der die Ankunftsgehege miteinander verband. Krachender Donner tönte ihnen entgegen, verbunden mit dem lauten Klirren von Metall.
Praktikantin und Zoowärter starrten sich für einen Moment an, da ertönte ein zweiter Donner und sie rauschten hinein. Die Türen ins Innere der Gehege besaßen stählerne Fenstergitter und sie drängten sich an eines davon. Sie kamen gerade rechtzeitig um Mitahnzusehen, wie das junge Nashorn auf der rechten Seite des Doppelgeheges sich gegen die Trenngitter warf. Das Krachen war mehr fühl- als hörbar. Wie Schockwellen, die durch den Beton liefen. Auf den Donner folgte das Klingen der Gitterstäbe, das helle Singen des Eisens das sich beißend in den Lärm mischte.
Auf der andern Seite des Doppelgeheges drückte sich die junge Elefantenkuh in die Ecke. Das Stroh um ihre breiten Füße war niedergetrampelt und sie schwang panisch den Rüssel in Richtung der Türen. Sie mochte noch nicht vollständig ausgewachsen sein, aber einen Menschen überragte sie allemal. Dünn und fast fiepend versuchte sie zu trompeten, doch wollte es ihr nicht gelingen. Da wurden ihre Versuche auch schon durch den nächsten Ansturm des Nashorns übertönt.
„Oh Fuck!“, sagten beide Menschen unisono.
Das Nashorn nahm neuen Anlauf.
„Ich ruf Tante Klara an!“ rief Xenia, zog ihr Handy aus der Tasche und suchte fieberhaft nach der einen Stelle die wenigstens einen Strich Netz bot.
Neuer Donner fegte durch die Luft, wie ein Schlag in den Magen.
Micha überlegte kaum einen Moment, dann eilte er durch die Tür in das Gehege. Mit erhobenen Armen trat er vor die Elefantenkuh, gerade außerhalb der Reichweite ihres peitschenden Rüssels. Die elegant geschwungenen Stoßzähne kreisten vor ihm wie zwei Lanzen, jederzeit bereit ihn zu durchbohren. Die Elefantin stellte die Ohren auf, so dass ihr Kopf die gesamte Wand zu verdecken schien. Schiere Kraft ging von ihr aus, die Gewissheit dass sie jeden Menschen mit nur einem Tritt an die nächste Wand schmettern konnte. Doch stattdessen drückte die Rüsselträgerin, die Micha um mehr als einen Kopf überragte, sich nur verängstigt gegen die Betonmauer des Geheges. Ein geradezu brennender Geruch umgab sie.
„Alles gut!“ Der Tierpfleger sprach langsam und betonte jeden Laut eindringlich. „Alles gut!“
Die Augen der Elefantin, schwarz glänzend wie Teiche in der Dunkelheit, weiteten sich sichtlich. Ihr Rüssel peitschte weiter, doch ihr Nacken schwang nicht länger mit.
„Alles gut!“, wiederholte Micha nochmals „Niemand wird dir was tun!“
Der riesige graue Schädel fand zur Ruhe, der dünne Schwanz schlug gegen den Beton.
„Ich verstehe dich!“, brachte sie entsetzt hervor. Ihre Stimme klang voll und feminin. „Du bist ein Mensch, warum verstehe ich dich?“
Behutsam öffnete Micha seinen Overall und entblößte seine Brust. Das steinerne Medallion pulsierte sanft auf der schweißnassen Haut.
„Ein alter Zauber“, erklärte er knapp.
„Zauber?“, hauchte die Elefantin. Ihr Rüssel beruhigte sich langsam, die Spitze strich schnüffelnd vor Micha vorbei und blies ihm heißen Atem ins Gesicht. „Gibt es mehr davon?“
„Nur sehr wenig.“ Der Zoowärter blickte zur Tür, wo Xenia gerade das Gehege betrat. Sie nickte ihm vielsagend zu.
Die Elefantin streckte den Rüssel gerade von sich und zeigte auf den Durchgang.
„Dann schick ihn weg!“, verlangte sie „Wenn er dich auch versteht, dann schick ihn weg! Er sagt, er will zu mir und dass ich darüber froh sein werde. Er sagt, ich würde brennen. Er macht mir Angst! Schick ihn weg!“
Wie aufs Stichwort warf sich der Nashornbulle abermals gegen die Gitterstäbe. Die Elefantin zuckte und drückte sich noch enger an die Betonwand.
Micha legte der Elefantin eine Hand auf die Nasenwurzel, dort wo der Rüssel zum Kopf überging. Zärtlich streichelte er sie und flüsterte ihr beruhigende Worte zu.
Xenia stand indessen mit in die Hüften gestemmten Händen an der Tür und fasste den Nashornbullen streng ins Auge. Mit grimmigem Zorn in den Augen trat sie vor das Gatter. Horn und Schnauze des gepanzerten Dickhäuters drückten nur eine Armlänge vor ihr durch die Eisenstäbe. Die breiten Lippen griffen wie dicke Finger in die Luft.
Xenia holte aus und versetzte dem spitzen Maul eine Ohrfeige.
Das Nashorn hielt plötzlich still, weniger aus Schmerz, mehr in einem Ausdruck reiner Verblüffung.
„Du Vollidiot!“, presste Xenia zwischen den Zähnen hervor.
Die kleinen Augen des Nashorns richteten sich auf sie.
„Hey Schlampe, was willst du? Das Teilchen da drüben ist heiß, ich hab nen Hänger, was ist dein Problem?“
Das Nashorn klang tief und dumpf, und dabei doch seltsam künstlich.
„Was mein Problem ist?“ Xenia baute sich breitbeinig vor ihm auf. „Du, du gehörntes Arschloch! Weißt du eigentlich, was du da tust? Weißt du eigentlich, was du dir vermurkst?“
Der Nashornbulle, sichtlich keine längere Konversation in diesem Tonfall gewohnt, blieb regungslos auf der Stelle stehen.
„Das arme Mädel da drüben hast du völlig verstört! Ist dir eigentlich klar, was du da ruinierst? Ist dir bewusst, was du dir selber verbaust?“
„Die ist hitzig!“, brummte der Bulle „Riecht doch jeder, dass sie will.“
„Und du glaubst, das gibt dir das Recht dich einfach auf sie zu stürzen, oder was?“ Xenia starrte dem Nashorn in die Augen bis dessen Kopf tiefer sank. „So ein Schwachsinn hat schon soviel Gutes zu Grunde gerichtet. Merk dir eins, ich werd nicht zulassen, dass du den hier reinbringst!“
„Aber der Boss hat seine Schlampen auch immer so…“, setzte der Bulle an.
„Der Boss?“, fuhr Xenia ihm ins Wort.
„Er stammt aus einem Privatzoo“, soufflierte Micha ihr ein ohne sich von der Elefantin abzuwenden. „Kam zu uns, als der Besitzer verhaftet wurde.“
„So ein Boss“, sinnierte die angehende Tierärztin. Sie wanderte einige Schritte auf und ab. „Irgendein Möchtegern-Gangster, der sich Tiere zur Schwanzverlängerung holt. Stammt daher dein Getue?“
„Der Boss hat immer…“
„Den Boss vergisst du am Besten gleich!“, entgegnete Xenia scharf.
„Und wenn nicht, Schlampe?“
Die Praktikantin lächelte auf überaus beunruhigende Weise.
„Wenn nicht? Das will ich dir verraten!“ Lasziv langsam öffnete sie den Reißverschluss ihrer Hose. „Dieser Tierpark kann zum Paradies für dich werden. Schöne Gehege, gutes Fressen und mehr Sex als du dir in deinem riesenhaften Schädel je vorstellen kannst. Aber ich werde nicht zulassen, dass einer mit einer Einstellung wie du das alles zunichte macht. Es gibt schließlich immer noch Einzelgehege, da riechst du alle Brunft aus dem Zoo, und hast keinen der sich an deinem Schrumpelmann zu schaffen macht.“
Sie ließ die Hose fallen, stieg heraus und zog schnalzend den Schlüpfer von ihrem breiten Gesäß.
„Sieh dir das an, schon wieder nass. Und weißt du auch wieso?“
Der Bulle brachte es nur langsam fertig den Kopf zu schütteln.
„Weil ich Nashörner geil finde. Den ganzen Tag hab ich mir überlegt, wie ich es anfangen könnte von einem bestiegen zu werden. Und dann kommst du, und bist ein Arschloch vor dem Herrn. Was bringt dich eigentlich auf den Gedanken, nur weil eine Frau vielleicht in der Hitze ist, wäre es in Ordnung sie einfach zu bespringen?“
Flehend zuckten die dicken Lippen nach vorne und versuchten nach dem feuchten Stoff des Slips zu greifen, doch Xenia hielt ihn knapp außer Reichweite.
„Du nennst mich eine Schlampe“, sinnierte die angehende Tierärztin „Nun, damit hast du vermutlich Recht. Und zwar bin ich eine so perverse Schlampe, dass dir die Ohren schlackern sollten sobald du mich nur siehst. Ich kann Dinge mit dir machen, dass du drei Tage lang nicht mehr aufhören wirst zu grinsen. Aber ich lasse keinen Vergewaltiger in meinen Zoo! Damit das klar ist, ich sitze hier am längeren Hebel. Also, was soll es sein? Einzelhaft und Steine zum bespringen? Oder so was?“
Mit diesen Worten ließ sie ihren Schlüpfer vor den Nüstern des Nashorns auf und nieder springen. „Und wo das herkommt, gibt es noch einiges mehr.“
In den kleinen Äuglein des Dickhäuters konnte man die wachsende Verzweiflung ablesen.
„Was… was verlangst du?“
Xenia lehnte sich zurück und verschränkte die Arme, was ihren feuchten Busch nur noch mehr in Szene setzte. „Du kennst doch die Kopfhalterung da vorne.“
Sie wies mit dem Kinn in die Ecke des Geheges.
Das Nashorn rührte sich nicht von der Stelle. „Das hasse ich!“
„Und die arme Elefantin hat gehasst, wie du auf sie losgegangen bist! Also?“
Der Nashornbulle löste sich von dem verbeulten Gitter und schlich quälend langsam in Richtung der Halterung. Sobald er den Kopf hindurch steckte, war er darin gefangen.
„Du lässt mich doch wieder raus, oder?“
Xenias Lächeln wurde milder. „Wenn du brav bist, ja. Und wenn du Glück hast, willst du danach gar nicht mehr raus.“
Es schnappte laut als der Mechanismus einrastete
Die Praktikantin ließ ihre Unterhose auf ihre zusammengeknüllte Hose fallen und verließ das Gehege. „Wünsch mir Glück!“
Micha sah zu dem Nashornbullen hinüber. „Du brauchst kein Glück.“
Kurz darauf öffnete sich die Tür in dem anderen Gehege und leises Flüstern machte sich im Zwielicht breit, nur gelegentlich unterbrochen von dumpfem Schnauben.
„Besser?“, fragte Micha und strich der Elefantin über die Stirn. Er spürte sehr feine Bewegungen, die ein Nicken sein mochten.
„Es tut mir leid, dass deine erste Nacht hier so beginnen musste“, entschuldigte er sich weiter „Hoffentlich kannst du jetzt etwas Ruhe finden. Soll ich dich allein lassen? Oder möchtest du noch etwas anderes?“
„Ich…“, sagte die Elefantin langsam „Ich weiß nicht. Wie heißt du eigentlich?“
„Micha“, antwortete der Tierpfleger „Und du?“
„Brigitta die Glorreiche, aber sag ruhig Bigi. Alle sagen Bigi.“
Eine seltsame Traurigkeit schwang in ihren Worten mit.
„Du stammst aus einem Zirkus, nicht wahr?“
„Mhmm“, nickte Bigi „Zirkus Fantastilios. Da war ich immer. Bis das… dieses Zeug mit euch Menschen passiert ist, und jetzt bin ich hier.“
„Ja, der Zirkus musste geschlossen werden.“ Micha betrachtete einige Abdrücke von Fesseleisen an den Beinen der Elefantin und fragte nicht weiter nach. „Kann ich was tun, damit du dich bei uns wohler fühlst?“
„Kannst du Barbara herbringen?“
Micha blies unschlüssig die Backen auf. „Keine Ahnung. Wer ist das?“
„Meine beste Freundin. Unsere Käfige standen immer nebeneinander.“
„Okay, und was… ich meine, welche Art Tier ist sie?“
„Eine Fledermaus.“
„Uhh“ Der Zoowärter hob machtlos die Arme. „Tut mir leid, die kleineren Zirkustiere sind woanders hingekommen.“
„Schade“, sagte die Elefantin. Es klang nicht im Geringsten überrascht. „Ich hatte nur gehofft, sie hätte es mir erklären können.“
„Was dieses Nashorn überhaupt von mir wollte.“
Ein Augenblick der Stille waberte durch das Gehege, während dem man ausschließlich ein Echo dumpfen Stöhnens aus der anderen Seite hören konnte.
„Du meinst, du weißt nicht worauf er es abgesehen hatte?“, fragte Micha behutsam nach.
Bigis große Ohren schlackerten als sie den Kopf schüttelte.
„Hat deine Mutter dir das nie erklärt?“
„Ich hab immer von Menschen Milch gekriegt als ich klein war.“ Die Elefantin trat von einem Fuß auf den anderen und scharrte dabei das Stroh umher. „Und später hab ich Kunststücke gelernt.“
Aufzucht in Gefangenschaft, vermutlich zu früh von der Mutter getrennt oder gleich eine Waise. Micha nickte ohne etwas zu sagen, er hoffte nur dass es verständnisvoll wirkte.
„Also, weißt du wo die kleinen Elefanten herkommen…?“
Im Verlauf der nächsten Stunde erklärte Micha der Elefantin die Grundzüge der Fortpflanzung. Es fühlte sich seltsam an, da Bigi von keinem Aspekt des Ganzen peinlich berührt zu sein schien. Sie lauschte und fragte nach wenn ihr manche Dinge nicht gleich klar wurden.
„Also…“, fasste sie zusammen „…als der Nashornbulle sagte, ich würde brennen…“
„Da hat er etwas gerochen, das ihm sagte dass dein Körper bereit zur Paarung wäre“, führte Micha den Gedanken zu Ende. „Hast du denn so etwas gespürt in letzter Zeit?“
„Mir war ab und zu heiß“, murmelte Bigi nachdenklich. „Es hat auch gejuckt, irgendwie so innen. War das das?“
„Kann sein.“ Micha streichelte ihr die Wange. „Ich muss zugeben, ich kenne mich mit Elefanten auch nicht so gut aus.“
„Damit bist du nicht alleine.“ Ihr Rüssel strich unentschlossen über die Front des Tierpflegers. „Sag, würdest du… Was passiert denn da?“
Beide drehten sich zugleich zur Seite und sahen wie die Tür des Geheges sich öffnete. Xenia trat langsam ins Zwielicht. Sie trug nur noch ihren Arbeitskittel, geschlossen mit einem Knopf der den Stoff vor ihrem Bauch spannte. O-beinig tastete sie sich an der Wand entlang bis sie das Trenngitter erreichte. Dort klopfte sie gegen das Eisen. Auf der abgeteilten Seite schälte sich eine dunkle Silhouette aus den Schatten.
„Horcht mal kurz her!“, rief die angehende Tierärztin. „Marcel hat euch ein Wort zu sagen.“
Das Nashorn näherte sich dem Gitter und schob die Schnauzenspitze zwischen die Stäbe. Verlegen schnalzte er mit den spitzen Lippen.
„Ich… möchte um Verzeihung für mein zuvoriges Verhalten bitten. Ich wusste nicht… ich meine, mir wurde erst bewusst gemacht dass solches Betragen einer Dame gegenüber ungehörig ist. Bitte verzeihen sie dass ich sie erschreckt habe, und nehmen sie meine Entschuldigung an.“
Die Stimme des Nashorns mit so kultiviert klingenden Worten zu hören überraschte Micha, er versuchte aber es sich nicht anmerken zu lassen.
Bigi setzte sich in Bewegung und trat ebenfalls ans Tor.
„Entschuldigung angenommen.“ Sie legte den Rüssel auf Marcels Schnauze. „Wir haben beide wohl Einiges missverstanden. Wir kommen sicher irgendwie miteinander aus, und… warum riecht dein Horn so?“
Xenia räusperte sich und klammerte sich fester an das Gatter um ihre Hüften zu entlasten.
Der Rüssel der Elefantin schnupperte neugierig über die Nashornschnauze, dann über den Bauch der Praktikantin und von dort aus nach unten. Xenia schnappte nach Luft als die Rüsselspitze durch ihr Gebüsch strich.
„Das ist… Paarung?“, fragte Bigi. Ihr Atem ging schneller, sie bewegte sich unruhig.
Micha nickte zustimmend.
„Es riecht…“ Bigi sog Luft durch den Rüssel ein und Xenia fiepte. „Riecht aufregend! Es geht also auch über die Art hinaus?“
„Mit ein wenig Mühe“, antwortete Micha grinsend.
Die Augen der Elefantin wanderten über die beiden Menschen. Unter dem Rüsselansatz wanderten die Winkel ihres Maules nach oben.
„Und, wie viel Mühe bräuchte ich?“
Micha wusste nicht mehr weshalb die Trittleiter hinter der Tür des Geheges stand, aber sie kam in jedem Fall gelegen. Er zerrte das zerkratzte Holzgestell durch die Tür und blieb dort einen Augenblick stehen um die Szenerie auf sich wirken zu lassen.
Xenia hatte den letzten Knopf ihres Laborkittels, ihres einzigen noch verbliebenen Kleidungsstücks geöffnet, und hielt sich nun an den Stoßzähnen der Elefantin Bigi fest. Deren Rüssel beschnüffelte derweil neugierig jeden Winkel des dicklichen Frauenkörpers. Unter den heißen Atemstößen bewegten sich die Haare auf der schweißnassen Haut wie Schilf durch das der Wind fuhr.
„Ha!“, entfuhr es der Praktikantin. „Vorsicht, das ist es noch empfindlich. Ja da, da! Ha! Bist… bist du dir wirklich sicher, dass du das alles gleich ausprobieren willst? Hu! Ich m… ich meine, das war schon ziemlich viel für einen Abend, wenn du lieber noch warten möchtest…“
Xenia keuchte und kippte nach vorn als der Elefantenrüssel schnell durch ihre Beine fuhr.
„Ich habe zehn Jahre lang gewartet“, erwiderte Bigi grinsend. „Jetzt will ich das sehen!“
„Ha… h…aber es ist anders mit einem Bullen, das weißt du oder? Wir haben keinen einen Meter langen Penis da.“
Das Rubbeln der Elefantin wurde kräftiger, und Xenia klammerte sich mit aller Kraft an das weiße Elfenbein.
„Dann müsst ihr euch eben Mühe geben“, forderte Bigi spöttisch „Ihr seid doch Menschen, euch fällt was ein.“
„Wollen mal sehen“, meinte Micha und stellte die Trittleiter hinter die Elefantin. Noch war er sich nicht sicher, ob er sie überhaupt brauchen würde, aber notfalls hatte er sie lieber griffbereit. Bigi stellte die Hinterbeine auseinander, so weit ihr das bequem möglich war, und gestattete ihm einen ersten Blick.
Das notwendigste konnte der Tierpfleger identifizieren. Was es leichter machte war, dass die Vulva der Elefantin zwischen ihren Beinen lag, nicht direkt unterhalb des Anus wie bei den meisten Vierbeinern die er kannte. Es war schwierig die Labien zu erkennen, aber als der vorsichtig die Hand ausstreckte konnte er die Schwellungen unter der rauen Haut ertasten. Behutsam zog er die grauen Lippen auseinander, und ein Schwall hitziger Düfte schlug ihm entgegen. Rasch schlüpfte er aus seinem Overall, sein Ständer nahm die Freiheit dankend an. Mit dem Steinmedallion als letztem Schmuck am Leib trat er zurück hinter die Elefantin.
Es surreales Gefühl machte sich in ihm breit, für einen Augenblick glaubte er von einer Steinwand erregt zu werden. Die Elefantin war größer als jedes Weibchen an dem er sich bislang versucht hatte. Ihr Körper verströmte Hitze und verlockende Düfte, beißend und rassig. Dennoch wusste er nicht, wie er es anzufangen hatte.
Das vage Echo femininer Stimmen drang wie durch dicken Nebel zu ihm vor. Er blickte um an dem grauen Hinterbein vorbei und sah wie Xenia das große Elefantenohr nach vorne zog und etwas hinein flüsterte.
Micha konnte so etwas wie „Wirklich?“ verstehen. Ein tiefes Brummen lief durch den Körper der Elefantin, dann traf siedende Glut seine Brust. Instinktiv riss er den Kopf herum, und die stinkende Flut spritzte auch noch in sein Gesicht. Mit einem Tröten der Erleichterung pisste Bigi auf den Tierpfleger nieder. Der Abfluss gurgelte unter der Menge und Micha drückte sich gegen den rauschenden Strahl. Ohne auf das Ende der Springflut zu warten zog er die dicken Schamlippen auseinander und drückte sein gesamtes Gesicht dazwischen. Zugleich ertastete er mit den Fingern die Klitoris der Elefantin, ein dreißig Zentimeter langes Monstrum das sich klatschnass in seine Hand schmiegte.
Ein Beben lief durch den riesigen Elefantenkörper, der sprudelnde Quell nahm seinen Kopf förmlich gefangen. Micha brachte keinen klaren Gedanken mehr zustande, er saugte sich nur noch fest. Bald drehte sich alles in seinem Kopf, seine Beine drohten nachzugeben und keuchend riss er sich los. Schnaufend pumpte er den Brunfgeruch der Elefantin in seine Lungen, zusammen mit dringend gebrauchtem Sauerstoff.
Er hörte zusätzliches Schmatzen von weiter vorne, blickte durch die säulenartigen Hinterbeine und sah Xenia am Boden liegen. Die Praktikantin hielt eine der strammen grauen Zitzen im Mund und lutschte mit soviel Kraft dass ihr eigener Busen dabei wie Pudding wackelte.
Bigi stieß ein tiefes Seufzen aus und stöhnte etwas dass wie „Mehr!“ klang.
Sowie er dem Erstickungstod von der Schippe gesprungen war kämpfte Micha sich wieder auf die Beine, klammerte sich an die riesigen Hinterläufe vor ihm und drang in die Elefantin ein. Die Hitze war unbeschreiblich und ihre matschige Feuchte fiel in dicken Tropfen auf sein hartes Fleisch. Doch die Enge blieb aus, und ebenso das schon vertraute Zittern. Er versuchte zuzustoßen, prallte mit aller Kraft gegen ihren massiven Leib und rieb sich an ihrer grauen Haut.
„Wo bleibst du?“, winselte die Elefantin schließlich. Sie bemerkte seine Bemühungen offenbar kaum. Micha verdrängte den Schlag gegen seine Männlichkeit und sank zurück auf die Knie. Seine Hände fanden den riesigen Kitzler erneut. Auf und nieder massierte er das pochende Organ.
Schließlich stampfte Bigi auf, das gesamte Gehege erzitterte. Die Gitter klirrten. Die angelehnten Türen sprangen auf, die Gitter klirrten in ihren Fassungen und die Elefantin trompetete mit voller Kraft in die Stille der Nacht hinaus.
Micha spürte die ihr Inneres, ihre Schamlippen wie auch der Kanal dahinter gierig nach seiner Nase griff. Donnernd trat die Elefantin von einem Fuß auf den anderen ohne sich von der Stelle zu rühren, und genoss zitternd und schnaubend ihren ersten Orgasmus.
Ohne ihr Zeit zur Erholung zu lassen kämpfte Micha sich auf die Beine. Er zog die Trittleiter über den nassen Boden heran, stieg auf die höchste Stufe und packte die Hüften der Elefantin. Ihr spitz zulaufender Schwanz schlug hin und her und peitschte gegen seine Lenden. Dadurch lag der zuckende Anusring der Elefantin schutzlos da. Micha packte seinen vom Schleim der Elefantin überzogenen Ständer und drückte die pulsierende Spitze in ihren Darm.
Wie ein Donnerschlag durchfuhr es ihn. Diesmal spürte er die Hitze, trockener und soviel enger als die übergroße Vulva zuvor. Der starke Muskelring packte ihn, hielt ihn gefangen, und molk mit aller Gewalt an ihm. Er stieß zu, und ein dumpfes Tröten wie ein Kannonenschlag jagte durch den Raum. Vibrationen wie wie von gepannten Kontrabasssaiten ließen die riesigen Hüften erzittern, eine Bewegung die Micha nach vorne riss und ihn direkt auf den grauen Rücken warf. Die gesamte angestaute Hitze der Elefantin stieg direkt in seine Haut auf. Ihr Inneres pulsierte, saugte mit einer Gewalt die ihm einen Moment des Schreckens bescherte. Im nächsten Augenblick bewegte sich etwas im Inneren des grauen Körpers und jagte neue, ungeahnte Gefühle durch Michas Körper. Dies war anders als eine Ziege zu vögeln, eine Hirschkuh oder sogar eine Bärin. Es war als begatte er einen Berg, tauchte in einen Teil der Landschaft selbst ein. Wie Trommelschläge hämmerte der Puls der Elefantin durch ihren Anus direkt in das Selbst des Tierpflegers. Schneller und schneller, mächtig wie Gezeitenwellen pressten sie ihn zusammen. Ließen ihn gerade soweit los dass er zu entkommen glaubte, bis sie ihn erneut zu sich zerrten. Begleitet von einer Hitze wie im Herzen der Sonne selbst. Micha glaubte den Verstand zu verlieren. Seine Hüften pumpten wie Motorkolben. Er vögelte den Arsch der Elefantin mit aller Kraft die noch in seinen Lenden steckte. Plötzlich blitzte grelles Licht vor seinen Augen, er grunzte tief und unverständlich während sein Samen in den riesigen grauen Hintern schoss. Er sah grelle Lichtbögen. Gurgelnd und schmatzend sog es an ihm.
Weitere Blitze folgten, seine Arme gaben nach und er fiel ausgelaugt auf Bigis Rücken nieder. Ihre Hitze wie auch ihr Geruch umgaben ihn wie eine Decke. Sein erschlaffender Ständer rutschte blubbernd aus dem Elefantendarm.
Es blitzte weiter, aber es folgte kein Donner. Mühsam stemmte er sich in die Höhe, und sah dass die Blitze von draußen kamen, von der Seite die dem Besucherweg zugewandt war. Seine Augen erkannten etwas, und der Moment in dem sein Gehirn es erkannte, ging als der Schrecklichste seines Lebens in sein Gedächtnis ein. Dort auf dem Weg stand eine Gestalt. Hochgewachsen, wirre Haare, die schmale Ausrede eines Bartes auf der Oberlippe. Pierre, im Inneren des Zoos. Wie in Zeitlupe begannen alle Alarme in seinem Inneren zu leuchten. Da blitzte es wieder, und Micha erkannte was da in den Händen des Tierschützers lag.
Eine Kamera.